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Romeo und

Julia auf de

m Dor fe


ALESSANDRO

Oper von Georg Friedrich Händel HWV 21 FR 17.2. 19.00 SO 19.2. 15.00 MI 22.2. 19.00 FR 24.2. 19.00 SO 26.2. 15.00 GROSSES HAUS nur noch Stehplätze verfügbar

DIE VIER COUNTERTENÖRE

Max Emanuel Cencic, Franco Fagioli, David DQ Lee und Xavier Sabata SA 18.2. 20.00 GROSSES HAUS

HERRSCHAFT UND GNADE

Kammerkonzert der Deutschen Händel-Solisten SO 19.2. 11.00 KLEINES HAUS

DINO UND DIE ARCHE

6+ URAUFFÜHRUNG Eine darwinistische Kinder-Oper von Thomas Leininger SO 19.2. 18.00 DO 23.2. 15.00 SA 25.2. 15.00 KLEINES HAUS

HäNDEL IN DRESDEN: KÖNIGLICHE HOCHzEIT 1719 MO 20.2. 20.00 GROSSES HAUS

CONqUERORS – HELDEN

Arienabend mit Lawrence Zazzo DI 21.2. 20.00 GROSSES HAUS

ABSCHLUSSKONzERT DER KAMMERMUSIK-KURSE DO 23.2. 17.00 SCHLOSS GOTTESAUE

LEIDENSCHAFT UND ERFÜLLUNG

Barock-Ballett DO 23.2. 20.00 GROSSES HAUS

CAMERON CARPENTER Orgel Spektakulär FR 24.2. 20.00 CHRISTUSKIRCHE

GIOVE IN ARGO

Konzertante Aufführung SA 25.2. 20.00 GROSSES HAUS

PREISTRäGERKONzERT SO 26.2. 11.00 KLEINES HAUS

MYSTERIUM DES STIMMKLANGS Chorkonzert SO 26.2. 20.00 ALTKATHOLISCHE KIRCHE

ABSCHLUSSKONzERT DER ORCHESTER-AKADEMIE SA 3.3. 19.30 KLEINES HAUS

KARTEN IM INTERNET www.staatstheater.karlsruhe.de/karten/online Telefon 0721 93 33 33


Liebes publikum

inhalt

2012 wird die BADISCHE STAATSKAPELLE 350 Jahre alt – Gratulation! Ein wahrlich beeindruckendes Alter, das nur eine Handvoll anderer Orchester auf der Welt erreicht haben. Von der imponierenden Geschichte der Kapelle erzählt Orchesterdirektor Axel Schlicksupp auf Seite 2, aber genauso wichtig ist die beeindruckende Gegenwart – und natürlich die vielversprechende Zukunft.

HELDENKLÄNGE 350 JAHRE BADISCHE STAATSKAPELLE 2 DAS INTERVIEW PETER HANDKE 4 zur inszenierung ORPHEUS STEIGT HERAB 6 LES TROYENS 8 SIEGFRIED 10 DIE HERMANNSSCHLACHT 12 inszenierungsfotos 14 PRESSESTIMMEN 18 CORPORATE IDENTITY 22 UNSERE teams UNTERWEGS afghanistan 24 HELDEN DER ARBEIT Badische STAATSKAPELLE 26 AM GRÜNEN TISCH Birgit Keil und Vladimir Klos 27 MEIN HELDENPLATZ FLORIAN HERTWECK 28 MEINE HELDENTAT REBECCA RAFFELL 29 AUSGEZEICHNET 30 SOLISTEN EMPFEHLEN MATTHIAS LAMP 30 GESELLSCHAFT DER FREUNDE 31 DAS PROBENFOTO 32 die verschwörung des fiesco zu genua DAS PROGRAmM januar – FEBRUAR 34 DIE TEXTSTELLE TSCHICK 40 DIE KINDERSEITE DINO UND DIE ARCHE 41

Die Vielfalt und Bandbreite der Musik, in der dieses Orchester zuhause ist, kann wirklich erstaunen. Die Höhepunkte des Jahres 2011 umfassten einen hervorragenden und viel gerühmten Ring-Zyklus, Mahlers Neunte Sinfonie (die bald auf CD erscheinen wird) und Janácˇeks wunderbare Katja Kabanova. Drei große sinfonische Programme und drei Opernneuproduktionen standen in dieser Saison bereits auf dem Programm, alle gefeiert und begeistert aufgenommen. Was dieses Orchester in Peter Breuers Siegfried-Ballett mit seiner unglaublich komplexen und anstrengenden Musik von John Adams sowie Ausschnitten von Liszt und Wagner leistet, ist wahrlich aufsehenerregend. Kaum eine Woche später dann ein Riesenwerk wie Skrjabins Prometheus und Beethovens nicht weniger herausfordernde Eroica … Mein Höhepunkt dieser Saison war jedoch bis dato Berlioz‘ Meisterwerk Les Troyens, das in unserem Theater 1890 seine Uraufführung erlebte. Für mich war es eine der beglückendsten musikalischen Erfahrungen meines Lebens, die all das umfasst, was wirklich großes Theater bedeutet: Eine Zusammenarbeit von Orchester, Chor, Sänger-Ensemble, Regisseur und Dirigent mit Energie und Enthusiasmus in einem offenen kreativen Prozess – mit einem Ergebnis, das in der Presse europaweit und mit Recht gefeiert wurde. Nun freuen wir uns mit der STAATSKAPELLE auf ein Jahr voller Feiern und mit spannenden musikalischen Erlebnissen – im Konzert wie auch in der Oper. Wir hoffen, dass Sie dabei sind, wenn wir im Neujahrskonzert und im Festkonzert am 9. Januar mit „dem“ Karlsruher Werk, Brahms‘ 1. Sinfonie, das Jubiläumsjahr beginnen.

impressum Generalintendant Peter Spuhler Verwaltungsdirektor Michael Obermeier Redaktion Dramaturgie, Kommunikation

Ihr Justin Brown

Konzeption DOUBLE STANDARDS Druck medialogik GmbH Titel Stefania Dovhan, Carsten Süss in Romeo und Julia auf dem Dorfe fotos Markus Kaesler, Jochen Klenk, Jim Rakete, Falk von Traubenberg, u.a. Programmänderungen vorbehalten, Stand 14.12.11 1


klänge 350 jahre badische staatskapelle Im 16. Jahrhundert trat die neue Kunstform Oper von Italien aus ihren Siegeszug durch Europa an und veranlasste zahlreiche adlige und kirchliche Würdenträger, sich den Luxus eines eigenen Instrumentalensembles zu leisten und nicht nur auf durchreisende Musiker zurückzugreifen. War es neben der Begeisterung für Musik und Theater wohl auch der Wille zur Repräsentation, so bildeten die Theater- und Orchestergründungen doch die Keimzellen der einmaligen und überaus reichen Kulturlandschaft Deutschlands. Am Hof der in Durlach residierenden Markgrafen von Baden wurden so ebenfalls Musiker für ein festes Ensemble angestellt, das 1662 zum ersten Mal urkundliche Erwähnung als „Music der Hof-Capellen“ findet. 428 Gulden und 30 Kreuzer nebst Naturalien waren der Jahresaufwand für die Entlohnung der damals noch sehr überschaubaren Anzahl an Musikern, die den Namen „Kapelle“ bis heute weitergaben – benannt nach dem Kirchenraum, der ursprünglich für ihre Auftritte bestimmt war. Die BADISCHE STAATSKAPELLE gehört so zu den ältesten und traditionsreichsten Orchestern Deutschlands. Mit der Gründung der Residenzstadt im Jahre 1715 und dem Umzug des Hofstaates zwei Jahre später bezog auch die Hofkapelle ihre neue Heimat Carolsruhe, deren Residenz sich vor allem unter der Regentschaft des der Aufklärung verpflichteten Markgrafen Karl Friedrich (1728-1811) zu einem 2

„Musenhof“ entwickelte. Die Kapelle umfasste zu dieser Zeit gut 20 Musiker, die den Kern der damals schon in einem „DreiSparten-Haus“ wirkenden Hofmusik bildeten: Mit einem nur aus jungen Mädchen bestehenden Gesangs- und Tanzensemble wurden kleinere Opern und Ballette aufgeführt, die jedoch zum Großteil unbekannt sind oder nicht überliefert wurden. Einen ersten Aufschwung konnte die Hofkapelle unter der Leitung Johann Melchior Molters verzeichnen, der als Geiger des Ensembles zum Kapellmeister berufen wurde, die Programme durch eigene Kompositionen bereicherte und bis 1765 wirkte. Durch den Hinzugewinn des Baden-Badener Hofs wurde die dortige Kapelle der Karlsruher hinzugeschlagen. Mit übernommen wurde der namhafte Kapellmeister Joseph Aloys Schmittbaur, der für die Hofkapelle zahlreiche Opern, Kirchenmusiken sowie Sinfonien und Konzerte schrieb und vor allem als Gluck-Dirigent Erfolge feiern konnte. 1808 bezog die um die bischöfliche Kapelle Bruchsal ­nochmals vergrößerte Hofkapelle endlich einen großen repräsentativen Theaterneubau, den sich das zum Großherzogtum aufgestiegene Land nun leisten konnte. Dies war auch der Beginn der Blütezeit des Orchesters, dem mit Franz Danzi ein Kapellmeis­ ter und Komponist mit internationaler Ausstrahlung vorstand – seine B-Dur-Sinfonie ist Anfang März im 5. Sinfoniekonzert zu hören. Danzi führte zahlreiche zeitgenössische Werke


setzte sich sehr für die Musik von Hector Berlioz ein, dessen Römischer Karneval im 4. Sinfoniekonzert erklingt. Ebenso leitete er 1890 die Uraufführung der kompletten Trojaner, das Werk steht am 12. Februar zum letzten Mal in dieser Spielzeit auf dem Spielplan des Staatstheaters Karlsruhe. Der internationale Ruf des Orchesters zog zahlreiche weltbekannte Komponisten, Dirigenten und Solisten an, so mehrfach Richard Strauss, Franz Schreker oder Edvard Grieg. In der kurzen Phase als Landestheater (1918-33) prägte vor allem Josef Krips das Orchester. Unter anderem leitete er ein Bruckner– sowie ein Händel-Fest – in dieser Tradition steht die Kapelle auch heute noch innerhalb der HändelFestspiele, am 21. Februar zu erleben bei einem Arienabend. Krips musste Karlsruhe 1933 wegen seiner jüdischen Abstammung verlassen und nahm einen Ruf an die Wiener Staatsoper an. Nachfolger wurde Joseph Keilberth, nun als Generalmusikdirektor der BADISCHEN STAATSKAPELLE, wie sie nach der Umbenennung vom Landes- zum Staatstheater hieß. Auch nach dem 2. Weltkrieg wurde die reiche Tradition nicht nur der Wagner- und Strauss-Pflege fortgesetzt, zahlreiche Ur- und Erstaufführungen prägten weiterhin das Profil des Orchesters.

Die handgeschriebene Originalpartitur der Karlsruher Uraufführung der „Trojaner“ mit der Eintragung des Musikchefs Felix Mottl: Erste Aufführung. Karlsruhe. 6.12.90 zum ersten Mal in Karlsruhe auf, so Beethovens Fidelio und ­Webers Freischütz. Kurze Zeit nach dem Theaterbrand 1853 wurde ein erst 25-jähriger Kapellmeister engagiert, unter dessen Leitung das Orchester einen ersten Höhepunkt erreichte: Hermann Levi machte Karlsruhe endgültig zu einem Musikzentrum nationalen, ja internationalen Ranges, das zahlreiche bekannte Künstlerpersönlichkeiten anzog. Eine persönliche Freundschaft verband ihn mit Brahms, der häufig zu Gast war und der Hofkapelle zahlreiche Uraufführungen anvertraute. Neben Kammermusikalischem wie dem Klavierquintett stehen hierfür vor allem orchestrale Chorwerke wie die Alt-Rhapsodie und das Schicksalslied sowie als Gipfel die 1. Sinfonie, als „das“ Karlsruher Werk zu hören im Neujahrs- und Festkonzert zum Orchesterjubiläum Anfang Januar. Dirigent war da bereits der Levi-Nachfolger Felix Otto Dessoff, zuvor prägender Leiter der Wiener Philharmoniker. Sein Brahms gewidmetes Streichquartett F-Dur führen Musiker der Staatskapelle im 4. Kammerkonzert auf. Die gute Erfahrung mit jungen Kapellmeistern sollte sich bei Dessoffs Nachfolger Felix Mottl wiederholen. Er war einer der Hauptdirigenten der Bayreuther Festspiele und führte die langjährige Wagner-Tradition, die auch durch mehrmalige Besuche des Meisters geadelt wurde, zu neuen Gipfeln. Mottl

Zeitgenössische Musik spielt auch im Jubiläumsjahr 2012 eine bedeutende Rolle, so wird in beinahe jedem Sinfoniekonzert Musik eines lebenden Komponisten erklingen. Historische Konzerte, ein Orchesterfest, die neue Reihe der Jugendkonzerte, die Aufarbeitung der reichen Orchestergeschichte in einer Ausstellung mit Festschrift sowie CD-Produktionen und vieles mehr werden den Geburtstag der BADISCHEN STAATSKAPELLE begleiten und gleichzeitig Tradition und Moderne dieses herausragenden Klangkörpers würdigen.

Nach Tätigkeiten in Frankfurt u. a. für die Alte Oper wirkte Axel Schlicksupp als Geschäftsführer des Folkwang Kammerorches­ ters Essen. Seit Saisonbeginn verstärkt er das Team um Peter Spuhler als Orchesterdirektor der BADISCHEN STAATSKAPELLE. 3


Peter Handke

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das interview peter handke

EINE

OFFENBARUNG Peter Handkes neues Stück „Immer noch Sturm“ wurde bei den Salzburger Festspielen 2011 uraufgeführt und gilt schon jetzt als eines seiner wichtigsten Werke. Die erste Nachinszenierung hat am 22.1.2012 im STUDIO Premiere. Peter Handke, geboren 1942 in Griffen (Kärnten), ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Publikumsbeschimpfung“, „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“, „Kaspar“ und „Das Spiel vom Fragen“. Ihr neues Theaterstück „Immer noch Sturm“ handelt von Ihren slowenischen Vorfahren. Es erzählt vom Krieg, vom Widerstand gegen die Nazis, von den Konflikten in der Familie. Es ist auch eine Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte. Auseinandersetzung? Es ist ein Sturm gegen die Geschichte, gegen Geschichte als Fortschrittskategorie. Die Toten treten auf, als wären sie noch am Leben, und Sie, der Autor und Nachkomme, reden mit ihnen. Ich bin ein Anhänger des Ahnenkults, ich möchte mit den Vorfahren in ein Gespräch kommen, weil das großartige Menschen waren, die zugrunde gegangen sind. Deswegen fühle ich mich ihnen verpflichtet, meinetwegen. In Ihren Büchern tauchen die Ahnen immer wieder auf. Wann hat dieses Interesse bei Ihnen angefangen? Wenn man jung ist, beschäftigen einen die Alten meistens nicht. Mich schon. Ich verdanke das meiner Mutter, die mir immer ganz viel von den Toten erzählt hat, von den Brüdern, die sie geliebt hat und die im Krieg gefallen sind. Sie hat er­­ zählt und erzählt, alle Einzelheiten. Das Leben der Toten hat mich immer beschäftigt. Sie haben einmal gesagt: Sie wollen nicht nacherzählen, sondern vorerzählen. Ja. Einer der schönsten Sätze, die ich bei John Cheever gelesen habe, heißt: Erzählen ist nicht Nacherzählen. To tell a

story is revelation, ist Offenbarung. In jeder Geschichte, auch wenn sie ganz real ist, um das Wort realistisch zu vermeiden, muss es eine Offenbarung geben. Man muss etwas anderes sehen können als das Kanonisierte. Der Blick des Lesers muss etwas entdecken können vom Menschen, was er vielleicht geahnt hat, was ihm aber nicht deutlich war. Sonst ist es kein Buch, keine Erzählung. Erzählen heißt Offenbarung, auch für den, der erzählt. Auch er muss überrascht werden von dem, was er erzählt. Es geht um die Entdeckung des Menschen. Was bedeutet für Sie Heimat? Wo sind Sie zu Hause? Am Schreibtisch. Oft, aber nicht immer. Das Schreiben ist meine gefährliche Heimat. In meinem Stück wettert der Großvater gegen das Wort Heimat, er hat genug von diesem deutschen Wort, aber ein anderes gefällt ihm gut: Bleibe. Mir gefällt es auch besser, Bleibe zu sagen statt Heimat Ist Ihr Stück nicht auch ein Heimatstück? Es ist ein patriotisches Stück über dieses Tal, das Jaunfeld, es ist mehr eine Ebene. Da komme ich her, das ist die Landschaft meiner Kindheit. Darüber zu schreiben, empfand ich als Pflicht. Was man gerne hat, muss man weitergeben. Da ich kein Sänger bin, schreib ich halt. Van Morrison hätte ein Lied übers Jaunfeld gesungen. Ist das nun Ihr letztes Heimatstück? Das steht in den Sternen. Ich glaube schon, ja. Jetzt bin ich bald 68, das Leben hat mir viel gezeigt und viel nahegebracht. Ich denke, das Leben ist viel zu schade für eine Autobiografie. Die Fiktion ist das Höchste, die Erfindung. Deswegen grübele ich daran herum, ich habe die Form noch nicht: Wie kann man ein Leben, mein Leben erzählen? Hatten Sie einmal vor, eine Autobiografie zu schreiben? Ja, aber keine herkömmliche, chronologische. Ich wollte die Farben und Formen aufschreiben, die Landschaften, die Städte. Jetzt suche ich nach einer anderen Form. Das Interview führte Ulrich Greiner. Es erschien in der Literaturbeilage der ZEIT. Ausgabe 48/2010. 5


zur inszenierung orpheus steigt herab

NACH ALLEM GREIFEN WAS EINEM NAHE KOMMT Gedanken zu Tennessee Williams – von Regisseur Sebastian Schug Nachdem ich Endstation Sehnsucht inszeniert hatte, wollte ich unbedingt wieder und weiterhin mit Tennessee Williams zu tun haben, weil ich an ihm das Wilde, Verwegene und, ja, auch das Sentimentale mag. Obwohl das eigentlich das falsche Wort ist. Es geht nicht um Sentimentalität. Sondern um Gefühle. Große, starke und auch schmerzliche Gefühle. Das finde ich total spannend und wichtig. Coolness langweilt mich. Aber wahre Gefühle sind auch gefährlich. Das Leben ist gefährlich. Da Williams so persönlich ist, kann es nicht schaden, selber persönlich zu sein im Umgang mit seinem Text und seinen Figuren. Das interessiert mich sowieso immer. Ich glaube nicht, dass Schauspieler hinter Figuren verschwinden sollten. Dann könnten das ja auch Roboter spielen. Roboter sind berechenbar. Menschen sind gefährlich. Aber auch sehr aufregend. In der Welt von Tennessee Williams ist es poetisch und brutal, es herrscht eine schwüle Atmosphäre der Unterdrückung und die Emotionen brechen sich Bahn ... Die wilden Herzen scheinen offen in den Brustkörben zu liegen. Es sind Innenwelten, die Williams nach außen stülpt, Menschen, getrieben von ihren Sehnsüchten und Leidenschaften, die er aufeinander prallen lässt. Bei Orpheus steigt herab ist es der verzweifelte Kampf um etwas Lebendiges in einer dem Tod geweihten Welt, der im Zentrum steht. Williams übersetzt den Orpheus-Mythos in eine amerikanische Kleinstadt. Den reisenden Musiker Val Xavier, gespielt von Benjamin Berger, verschlägt es zufällig an diesen Ort, den der Autor als eine feindliche Umgebung zeigt, als ein Hölle aus der es scheinbar kein Entrinnen gibt. Man wartet auf den Retter, den Helden, obwohl man weiß, dass das eine Illusion ist. Aber man sucht ihn trotzdem und erwartet, von ihm gerettet zu werden. Man zweifelt an der Liebe, aber will lieben. Man zweifelt an der Welt und will doch in ihr leben. Von diesen Widersprüchen zu erzählen, ohne sie aufzulösen, das ist für mich die Wahrheit, die Kraft und die Magie von Williams. Stellvertretend für viele seiner Figuren sagt Carol in einer der schönsten Textzeilen in Orpheus steigt herab: „Was zum Teufel kann man in dieser Welt sonst tun, als nach allem zu greifen, was einem nahe kommt, mit beiden Händen, bis einem die Finger brechen?“ Was soll man dem noch hinzufügen? Auf den ersten Blick, mag die Williamswelt weit weit weg sein. Aber das Befremdliche ist nicht immer schlecht, und Theater ist sowieso immer jetzt. Das muss man nicht betonen. Im schlimmsten Fall kann man es vergessen machen. Ich hoffe, 6

ich bin als Regisseur so etwas wie eine Hebamme oder auch eine Mutter – und es ist mir eine Ehre, Tennessee Williams in diesem Moment auf die Welt zu bringen oder gebären zu dürfen. Und die Frage ist dann nicht, was mache ich mit Williams, sondern was macht Williams mit mir? Ich habe Williams, seine Stücke, erst angefangen zu verstehen, als ich mich mit seiner Persönlichkeit beschäftigt habe. Ich konnte die Klischees, die man zunächst im Kopf hat, ablegen, nachdem ich seine Memoiren gelesen hatte: Der Typ ist Rock’n’Roll! Seine Memoiren sind so geschrieben, dass man das Gefühl hat, mit einem älteren Herrn, der einem ab und zu auf den Schritt starrt, aber dabei sehr charmant ist, in einem abgehalfterten Straßencafé in New Orleans zu sitzen. Ständig bekommt man neue Drinks ausgegeben, und dann plaudert er halt so aus seinem Leben und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Er ist witzig und zynisch, egozentrisch und zutiefst verletzlich, er lästert, er wettert, er geifert, er lobt und verehrt. Er entschuldigt sich dafür, dass er so viel Privates, auch Sexuelles preisgibt, aber über seine Arbeit zu reden, das sei ihm zu intim. Dabei ist er sehr warmherzig. Und es wird einem klar, dass es nicht um die amerikanischen Südstaaten geht, auch nicht um irgendein Abziehbild der USA, sondern um sein Leben, seine Sicht auf die Dinge, die eine ganz besondere, sehr ehrliche, aber auch sehr poetische ist. Am meisten beeindruckt mich an Williams als Mensch und Künstler, wie gut er seine Bedürfnisse kannte und diesen auch zu ihrem Recht verhalf. Er war sehr frei, sicher auch rücksichtslos – aber frei.                                               Es gibt ein berühmtes Interview des „Playboy“ mit Williams, da wird er gefragt, ob er glaube, dass ein Mann letztlich immer seinem Phallus folge. Die Antwort? „Ich hoffe nicht, Baby, ich hoffe, er folgt seinem angstvollen Herzen.“ Ich bin froh, Tennessee Williams kennen gelernt zu haben. Es ist noch eine sehr frische Affäre – doch die Zeichen stehen gut, dass sich die Verliebtheit im Laufe der Jahre nicht verliert ... Sebastian Schug ist freier Regisseur und arbeitete zuletzt u. a. am Schauspielhaus Wien und am Staatstheater Kassel. 2006-09 war er Hausregisseur am Heidelberger Theater. Dort insze­­nierte er u. a. Endstation Sehnsucht von Williams.


Orpheus steigt herab Benjamin Berger

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LES TROYENS Christina Niessen, Staatsopernchor, letztmals in dieser Spielzeit am 12.2.12

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BALLETT SIEGFRIED Admill Kuyler

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DIE HERMANNSSCHLACHT Paul Grill, Thomas Halle

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Herzog Theodor von Gothland André Wagner RITTER BLAUBART Carsten Süss

lucile, eine straSSe Diana Tomsche

Die verschwörung des Fiesco zu genua Paul Grill, Hannes Fischer

Staubziffern Katharina Wawrik, Ralf Wegner 14


SCHWANENSEE Bruna Andrade, Ensemble

Lauschrausch Katharina Wawrik, Ralf Wegner

Der groSSe Marsch Ensemble

Der Mann der die welt ass Daniel Stock, Ronald Funke

Jacques Brel – on n’oublie rien Natanaël Lienhard

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TOSCA Barbara Dobrzanska, Andrea Shin

Rigoletto Jaco Venter

Philotas + Jan Andreesen

Zigeuner-boxer Frank Wiegard

DER NUSSKNACKER – Eine Weihnachtsgeschichte Sabrina Velloso, Ensemble 16


Du musst dein Leben ändern Klaus Cofalka-Adami

So groSS – So klein Katharina Wawrik, Ralf Wegner

Minna von Barnhelm Sophia Löffler, Joanna Kitzl

DER KLEINE MUCK Ensemble 100 prozent karlsruhe 17


PRESSESTIMMEN

Zigeuner-Boxer

6+

Die Inszenierung des jungen Regisseurs Frederik Tidén bringt die grimmige Wut, die stockende Sprache, die innere Zerrissenheit und die Schwere der Schuld großartig auf die fast leere Bühne. Ein sehenswertes Stück, auch schon für Jugendliche ab 14 Jahren zu empfehlen, grandios umgesetzt und hervorragend dargestellt von einem ungeheuer ruppig und ausgelaugt aufspielenden Frank Wiegard, dessen Mimik überzeugt, dem ein paar Äpfel, ein Zahnstocher und seine Lippenbewegungen genügen, um das ganze, schwere Los sichtbar zu machen. Badische Neueste Nachrichten

Siegfried

Eines der Geheimnisse des Ballettensembles in Karlsruhe besteht in dem Gespür seiner Direktoren Birgit Keil und Vladimir Klos, Rollen zu besetzen. Jetzt haben sie einen Siegfried-Darsteller in den Reihen ihrer Tänzer herangebildet, der auf den Bühnen Europas seinesgleichen sucht. Der hellhäutige, blonde südafrikanische danseur noble Admill Kuyler, ein unvergesslicher Wronskij in Terence Kohlers „Anna Karenina“, hat sich in den Helden aus dem Nibelungenlied verwandelt: für Peter Breuers Ballett, das jetzt am Badischen Staatstheater seine umjubelte Uraufführung erlebte … Kuylers Siegfried glaubt man die heldenhafte Kraft sofort, denn bei ihm ist sie eine innere, eine Frage des intelligenten Einsatzes der Mittel. Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Mann der die Welt aSS

Das tief berührte Publikum im „Studio“ feierte vor allem Ronald Funke, der als dementer Vater ein anrührendes Portrait des Kranken in all seiner Einsamkeit und Angst, seiner Zärtlichkeit und Hinfälligkeit entwarf, und Daniel Stock, dem es glänzend gelang, der Figur des Sohnes, die ja durchaus ihre fragwürdigen Schattenseiten hat, die sympathischen Züge eines Irrenden und Scheiternden zu geben. Großer Erfolg. Badische Neueste Nachrichten

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Der groSSe Marsch & Minna von Barnhelm

Die Zweitinszenierung in Karlsruhe ist jedenfalls dazu angetan, den „Großen Marsch“ zum Publikumserfolg zu machen. Surreales, Parodistisches mit Momenten des Hintersinnigen: Lotz entzaubert Theater-Gutmenschentum und den verlogenen Bühnenkampf um Recht und Freiheit … Simone Blattner inszeniert mit konsequenter Hand dieses „unmögliche Theater“. Sie hat den Text verschlankt, lässt trotzig frech den ganzen Theaterkosmos zwischen Kinderspielplatz und Tingeltangel-Revue in einer knappen Stunde durchtoben. Respektlosigkeit gegenüber dem klassischen Text? Im Gegenteil: Komik schafft Freiraum für die Passagen, auf die es wirklich ankommt. Die Regisseurin und ihre Darsteller nehmen es mit der Sprache Lessings sehr genau, sie nehmen sie ernst. Simone Blattner hat einen kongenialen komödiantisch-spielwitzigen Bogen gespannt und einen furiosen Parforceritt zwischen zwei Polen der Bühnenliteratur hingelegt. Eine beglückende Erfahrung für ein geradezu begeistertes Publikum. nachtkritik.de


100 Prozent Karlsruhe 100 Prozent Karlsruhe, 100 Prozent Theater, 100 Prozent Erfolg Badische Neueste Nachrichten

Rigoletto

Die Solisten und der Herrenchor liefern mitreißende Charakterstudien ab. Allen voran Jaco Venter, der den Rigoletto mit voll tönendem, nuanciert eingesetztem Bariton singt und mit Herzblut spielt. Seiner packenden Darstellung ist es zu verdanken, dass man mit diesem zweifelhaften Charakter mitleidet. Koloraturensicher besingt [Ina Schlingensiepen] den Überschwang ihrer Verliebtheit. In wunderbar feinen, zarten Tönen trägt sie Gildas Bitten vor, trotz aller Enttäuschung keine Rache am Herzog zu üben … In mitreißenden Tempi und tänzerisch federnder Rhythmik machen Johannes Willig und die Badische Staatskapelle aus der bitterbösen Geschichte ein musikalisches Vergnügen. Wer noch kein Verdi-Fan sein sollte, kann es bei diesem Rigoletto werden. Badisches Tagblatt

Diese Inszenierung hat jetzt am Staatstheater Karlsruhe noch an Attraktivität gewonnen. Denn Regisseur Jim Lucassen zeigt mit Verdis Oper Rigoletto zeitlose Mechanismen menschlicher Würdelosigkeit. Er gönnt einen quasi voyeuristischen, sezierenden Blick auf Charaktere, und zwingt so das Publikum, in Abgründe zu schauen. opernnetz.de

Die Hermannsschlacht Rasantes, zweistündiges Theaterspektakel der Extraklasse  … bemerkenswerte Premiere. Badisches Tagblatt

Du musst dein Leben ändern

Ironische Kommentare … sind eine Stärke der verblüffenden Collage Wengenroths …  Die ebenso überzeugende wie unterhaltsame Produktion beweist, dass Show-Mechanismen selbst die stillen Kammern der Philosophen erobert haben.

Unverkrampft nähert sich Simon Solberg dem schwierigen Stoff am Staatstheater Karlsruhe an. Dabei zertrümmert der 31-jährige Regisseur den sperrigen Klassiker keineswegs. Hinter der kriegerischen Rhetorik des preußischen Dichters spürt er eine verwundete Sprache auf. Der Regisseur, der auch Schauspieler ist, horcht mit dem Ensemble tief in jene Textschichten hinein, in denen der Poet seine Verzweiflung nicht verhehlen kann.

die-deutsche-buehne.de

die-deutsche-buehne.de

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Patrick Wengenroth dampfte den 700-Seiten-Wälzer geschickt auf zwei unterhaltsame Stunden ein … Wengenroth übt sich in kritischer Hommage, Slapstick und Studentenulk, treibt den Klamauk aber nie hinter dem Rücken des Weltverbesserungstrainers.

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der kleine Muck

Brel 6+

In gerade mal 90 Minuten begeisterten gerade mal fünf Darsteller das Premierenpublikum mit einer so spannenden wie lustigen Geschichte. Die kleinen Zuschauer haben am Ende derart mitgefiebert, dass sie Muck anfeuerten. Er hat uns aber auch galant für sich eingenommen; kommunizierte mit dem Publikum und nahm es mit auf eine fantastische Reise. Badische Neueste Nachrichten

Die vielen Farben und Ausdrucksnuancen in Brels Vortrag sind bei Lienhard auf einen charmanten, mal liebenswürdig plaudernden, mal auch melancholisch umflorten oder zart aufmüpfig akzentuierten Ton herabgestimmt  …  Ihm gelingen die traurigen, wehmütigen, immer wieder vom Thema Tod soufflierten Lieder mit besonderer Eindringlichkeit. Die leichtfüßigen Plänkeleien lebten daneben vom frivolen Witz des Vortrags. Die Rheinpfalz

DIE VERSCHWÖRUNG DES FIESCO ZU GENUA

In Karlsruhe klappt das Unmögliche: Hier gilt es, ein fabelhaft perfides Stück zu entdecken, das von Regisseur Felix Rothenhäusler großartig inszeniert wurde. Er meistert die Balance aus politischer Moral, Kolportage, Spiel und Ernst. Er lässt alle Figuren so beiläufig, fast verträumt, aber dennoch voll im Leben agieren, dass man dem komplexen Gefüge aus verschachtelten Verschwörungen über zwei Stunden gebannt folgt  …  Acht Darsteller spielen auf der von Michael Köpke genial entworfenen Bühne, einem großen Holzgerüst, das an einen Galgen erinnert und mehrere, hintereinander gestaffelte auf Holz oder Pappe gemalte Bühnenvorhänge, die über Seilzüge herunter sausen: ein modernes Spiel mit Sein und Schein  …  Ein starkes Ensemble stemmt ein sehenswertes Stück. Badisches Tagblatt

Herzog Theodor von Gothland

Der Regisseur hat die Monstertragödie souverän entschlackt und inszeniert  … Nimz inszeniert ein entspanntes Spiel im Spiel … Das kommt dem neu kombinierten und spielfreudigen Ensemble offensichtlich sehr entgegen  …  Eine Inszenierung, die wirkt, als sei eine auf Hochtouren laufende Schauspiel-Maschine von einem spielfreudigen Maschinisten intelligent gelenkt worden. Die Rheinpfalz

Die verblüffendste Ausgrabung inszenierte Martin Nimz mit Christian Dietrich Grabbes sperrigem Herzog Theodor von Gothland. Flurin Borg Madsens ist ein Schlachtfeld und Schmierentheater. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die brillante Produktion, die Nimz‘ Gespür für aktuelle Klassiker-Lesarten zeigt. die deutsche bühne

André Wagners Herzog ist ein fröhlich aufgekratzter Psychopath, dessen Nölen, Hadern und Lauern grund- und ansatzlos in Bestialität umschlägt … Grabbes fast unspielbare Tragödie … war ein Amoklauf gegen Maß, Form und alle Ideale der Klassik, ein epigonaler Brandanschlag auf das biedermeierliche Epigonentum, und diese Ungeschlachtheit macht die Monstertragödie noch heute faszinierend und gefährlich. Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Les Troyens

Selten hörte man die Finessen der französischen Prosodie so präzise und variabel zugleich. Mit feinen Temponuancen und kaum merklichen rhetorischen Zäsuren bei zugleich immer frischen Zeitmaßen gelingt ihm (Justin Brown) die Modellierung disparater Seelenregungen auf kleinstem Raum innerhalb der klassizistischen Grundverfassung des Werks. Hier ist auch die Badische Staatskapelle, die in den scènes de force gelegentlich etwas pauschal klingt, spürbar in ihrem Element. Frankfurter Allgemeine Zeitung

Justin Brown, der beim Führungswechsel des Hauses als Generalmusikdirektor für Kontinuität sorgt, zeigte mit der BADISCHEN STAATSKAPELLE eine überragende Leistung. Er hatten den kompakten Apparat fest im Griff. Berlioz‘ farbenreiche, bisweilen schon impressionistische Klangsprache brachte er wundervoll zum Leuchten. Das Spiel des Orchesters zeugte von hoher Transparenz und kernigem Zugriff bei den machtvoll aufgebauten Chorensembles. Für die präganten Auftritte wurde die Grenze zwischen Bühne und Publikum mehrfach aufgehoben, das Spiel in das Auditorium ausgedehnt. Chorchef Ulrich Wagner hatte sein um den Extrachor erweitertes Team bravourös auf diese gewaltige Aufgabe vorbereitet. Opernglas

Bis in die Nebenrollen macht der Gesang Freude, viel lyrischer Wohlklang ist zu entdecken, bei den ihre jeweiligen Teile beherrschenden Damen Cassandra und Dido, Christina Niessen und Heidi Melton, auch große Dramatik. Aber die größte Wucht hat der Chor. Großartig. Quer vor dem Graben, im Zuschauerraum verteilt oder kompakt auf der Bühne: Der Klang sitzt, die Artikulation ist perfekt. Süddeutsche Zeitung

Lauschrausch

So groSS – so klein 2+

Was ist Theater? Manchmal ist es ein artistisch balancierender Gang auf einem großen Ball: Es ist real, eindeutig vorhanden, und doch irgendwie unwirklich. Wie der Traum von einem anderen Leben.

8+

Dass die Texte der ausgewählten Lieder voll Tiefsinn und hintergründigem Witz sind, macht das Ganze zusätzlich auch für Erwachsene zum Hochgenuss. Teils geht diese Musik so richtig unter die Haut, ist sensibel, aber auch fantasievoll. Idee und Einstudierung verantworten Udo Koloska und Ulrike Stöck: Bravo! Die gelungene Auswahl überzeugt auch durch eine unglaublich verspielte Art der Umsetzung. Da erleben die Zuhörer die Heilkräfte der Musik wie Gerhard Schöne sie in seinem „Zauberlied“ anpreist, einem der vielen, tollen Lieder, die es in dieser Stunde zu entdecken gilt: „Trägst du dieses Lied im Herzen, wächst dir langsam, unbemerkt eine Glückshaut auf dem Leib, die dich schützt und dich stärkt.“ Dieser liebevolle Lauschrausch macht Lust auf mehr. Badische Neueste Nachrichten

Badische Neueste Nachrichten

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corporate identity

DELBUO NATSDARDS

VON ZERTRÜMMERTEN BUCHSTABEN UND EINEM UNBEDINGTEN WILLEN FÜR DIE ZUKUNFT oder wie ein Corporate Design entsteht Wenn ein neuer Intendant an ein Theater berufen wird, steht er für eine künstlerische Vision, was er in den nächsten Jahren an diesem Haus umsetzen, wie er es künstlerisch in der Stadtgesellschaft, der Region und der Öffentlichkeit verankern wird. Dieser Prozess ist immer auch eine Abgrenzung von der Theaterpraxis seines Amtsvorgängers. Es kommen neue Künstler, werden andere Spielpläne gemacht und so auch andere kommunikative Schwerpunkte gesetzt. Aus diesem Grund geht in der Regel mit einem Intendantenwechsel auch eine Neukonzeptionierung des öffentlichen Auftritts des Thea­ ters einher. Peter Spuhler steht für die Förderung junger Regisseure, für eine stärkere, interdisziplinäre Vernetzung der Sparten und für eine stärkere Öffnung des Hauses, den Dialog mit dem Publikum, der Stadtgesellschaft, der Region suchend. Die Gründung des JUNGEN STAATSTHEATERS und sein umfangreiches theaterpädagogisches Programm, die zahlreichen Einführungen und Publikumsgespräche, der künstlerische Abenddienst, den Sie in der Pause und nach der Vorstellung ­ansprechen können, die Tatsache, dass das Spielzeitheft in Zu­sammenarbeit mit Studierenden der HfG entstanden ist, die Montagsbar an wechselnden Orten in der Stadt, das Projekt 22

Der Gastfreund / Die Argonauten, das im Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird, der Einsatz von web 2.0 Tools wie Facebook, dem Gästebuch auf der Homepage und vieles andere sind Ausdruck des Vorhabens, ein offenes Haus für alle zu schaffen. Mit diesem Selbstverständnis liegt es nahe, die vielseitigen Aktivitäten unter einer starken Dachmarke, einem Corporate Design zusammenzufassen. Ausgangspunkt für die Entwicklung des neuen Erscheinungsbildes war die Architektur des STAATSTHEATERS. „Als ich den STAATS­T HEATERBau von Helmut Bätzner das erste Mal von weitem sah, mochte ich das Gebäude gar nicht, ein hermetisches Ufo, ein Fremdkörper, der von anderswo gelandet zu sein scheint. Mit der Zeit aber habe ich mich immer mehr in dieses Gebäude verliebt und etwas Erstaunliches festgestellt: An denjenigen Stellen, die keinen baulichen Veränderungen unterworfen waren, fin­­det man ein sehr heutiges, zeitgenössisches Design: Geometri­sches, interessante Winkel, Waschbeton, weite, einladende Foyers, ein Farb- und Formenspektrum, das an Graffitikunst und jugendliche Sportmode erinnert“, beschreibt Peter ­Spuhler seine Begegnungen mit dem Gebäude. Chris Rehberger ist Pro­fessor für Kommunikation und Design an der Staat­lichen Hochschule


für Gestaltung und Inhaber der Agentur Double Standards und hat aus der Architektur des STAATSTHEATERS ein futuristisches Design entwickelt, das Überschriften in denjenigen Winkellinien anschneidet, die das Gebäude vorgibt. Ihn hat der Bau bereits bei seinem ersten Besuch nachhaltig beeindruckt: „Die Verschränkungen der Achsen und Verschlingungen der Wegeführung mussten, um dem Haus gerecht zu werden, unbedingt in die Grafik einfließen. Denn auch so funktioniert in meinem Verständnis Theater. Wege, Unterbrechungen, weite und enge Blicke. Mich erinnert es an die Darstellungen der perspektivischen Unmöglichkeiten des niederländischen Grafikers und Künstlers Maurits Cornelius Escher, die ihre Widersprüchlichkeit erst auf den zweiten Blick offenbaren. Zudem ist diese 70er-Jahre-Architektur viel zu lange ignoriert worden, ein unbedingter Wille für die Zukunft.“ Das neu entwickelte, vielseitige Corporate Design zieht sich durch alle Veröffentlichungen: Eintrittskarte, Aboausweis, Logo, Spielpläne für alle Sparten, Außentransparente, Programmhefte, Flyer sowie Sonderpublikationen. Mit dem Programm der Händel-Festspiele und der Werbekarte für unsere Weihnachtsabos können Sie sehen, dass diese, speziell für

das STAATSTHEATER entwickelte Schrift-/Bildästhetik mit farbiger Schrift erkennbar bleibt. Es entsteht durch diese starke grafische Klammer der Eindruck einer stärken Präsenz. DOUBLE STANDARDS Double Standards gilt als eines der kreativsten und einfluss­ reichsten Designbüros Deutschlands wie auch international. Das  Büro mit Sitz in Berlin Kreuzberg beschäftigt aktuell 11 Mitarbeiter. Alleiniger Inhaber, Geschäftsführer und Gründer von Double Standards ist Chris Rehberger. Zu der umfangreichen Kundenliste gehören u. a. die Berlinale, das Haus der Kulturen der Welt, Kunstmuseum Wolfsburg, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Schauspiel Frankfurt, Hebbel am Ufer und die Julia Stoschek Collection. Projektweise kooperiert Double Standards auch mit führenden internationalen Werbeagenturen wie u. a. Wieden+Kennedy, Mother, Leagas Delaney und Tomato. Neben seiner Arbeit  für Double Standards hat Chris Rehberger eine Professur für Kommunikation und Design an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe unter der Leitung von Peter Sloterdijk und ist Mitbetreiber des Plattenlabels Perlon. 23


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UNSERE teams UNTERWEGS

afghanistan Für unser Projekt „Philotas +“ reisten Regisseur Gernot Grünewald und Dramaturg Tobias ­Schuster ins Camp Marmal in Afghanistan und führten Interviews mit Bundeswehrsoldaten. Ausgehend von Lessings Einakter „Philotas“ – einer Kritik am he­ ro­ischen Selbstopfer eines jungen Kriegers – gingen sie der Frage nach modernem Heldentum nach. In seiner Inszenierung „Philotas+“ verschmelzt Gernot Grünewald das Lessingstück mit dem dokumentarischen Interviewmaterial zu einem Abend über das Selbstverständnis von Soldaten. In der Reihe vor uns eine tragbare Playstation – abwechselnd spielen zwei junge Soldaten, beide etwa 20 Jahre alt, meistens Fußball damit. In der Abflughalle noch hätte man denken können, man begleite eine Schulklasse auf ihrer Abiturfahrt. Die beiden jungen Soldaten sind Mitglieder der Task-Force der Bundeswehr, die am häufigsten in Gefechtssituationen gerät. Beim Einstieg in den Airbus hatte noch einer zum anderen gesagt: „Jetzt gibt’s kein Zurück mehr“, in einer Mischung aus betretenem Pathos und gespannter Erwartung. „Melden Sie sich am militärischen Teil des Flughafens Hannover“, hieß es in einem Schreiben der Bundeswehr, mit dem wir eingeladen wurden, ins Camp Marmal in Mazar e Sharif zu reisen, wo unter deutschem Kommando 8000 NATO-Soldaten stationiert sind. Im Frühjahr war die Idee entstanden, Stimmen deutscher Bundeswehrsoldaten mit Philotas zu verbinden. Philotas, ein junger Königssohn, will Held werden. Er muss sich auf dem Schlachtfeld als Held erweisen, um sich als zukünftiger Herrscher zu legitimieren. Doch in seiner ersten Schlacht schon wird er kaum verwundet gefangenengenommen und beim gegnerischen König Aridäus inhaftiert. Schnell erfährt er dort, dass Polytimet, der Sohn des Aridäus, ebenfalls gefangen ist. In dieser Patt-Situation will der pragmatische Aridäus mit einem Gefangenenaustausch die Lage entspannen. Doch Philotas schmiedet einen verwegenen Plan, doch noch ein Held zu werden: unter einem Vorwand bringt er ein Schwert an sich, mit dem er sich „zum Besten des Staates“ ersticht. Mit seinem Selbstopfer hofft er seinem Land einen militärischen Vorteil zu bringen, indem er die Pattsituation auflöst. „Ein Held ist ein Mann, der höhre Güter kennt, als das Leben“, der bereit ist, für die höhere Sache zu sterben. Gibt es eine

solche „höhere Sache“ im Einsatz der NATO in Afghanistan, gibt es dort Helden? Auf der Suche nach den modernen Helden geht es nach Mazar e Sharif. Wie eine verschlafene Kleinstadt liegt das Camp Marmal am Fuße des Gebirges, in steiniger Umwelt, mittags brennt die Sonne mit fast 50 Grad vom Himmel. Der Krieg wirkt wie eine abstrakte Gefahr in der hermetisch abgeriegelten Anlage. Nur etwa 10 Prozent der Soldaten verlassen das Camp, die anderen arbeiten im logistischen oder organisatorischen Bereich. „Wenn man dann so sechs Monate hier verbringt, wird einem schon mal langweilig und man denkt sich: Ich würde schon gerne mal raus“, beschreibt ein junger Soldat im Interview mit uns seine Lage als Logistiker, die kaum je das Camp verlassen. Andere berichten von traumatischen Ereignissen bis hin zu einem jungen Task-Force-Soldaten, der im Juni 2011 miterleben musste, wie sein Stubenkamerad bei einem Sprengstoffanschlag umkam. „Das hat mich schon aus der Bahn geworfen, ich habe daraufhin Afghanistan verlassen“, erzählt er, für den die tägliche Gefahr plötzlich greifbar wurde: „Wenn man permanent daran denken würde, könnte man nicht in einen Einsatz gehen.“. In der Inszenierung prallen nun die Erfahrungsberichte der Soldaten mit dem historischen Lessingstoff aufeinander. Wäre ein Verhalten wie das des Philotas für einen modernen Soldaten denkbar? „Held wird man unfreiwillig, das kann man nicht werden wollen“, wiegelt ein älterer Soldat ab. „Das ringt mir große Bewunderung ab“, beschreibt der Leiter des Krankenhauses im Camp sein Bild des so zwiespältigen Protagonisten, in dem die Truppenpsychologin bloß „ein naives kleines Kind“ zu entdecken meint. Noch 250 Jahre nach Erscheinen provoziert Philotas in seinem Changieren zwischen altruistischer Aufopferung und blindem Idealismus.

Gernot Grünewald, studierte Schauspiel an der Hochschule Ernst Busch in Berlin und Regie an der Hamburger Theaterakademie Für seine Diplominszenierung Drei Leben wurde er 2011 mit dem Junge-Regie-Preis des Körber Studios ausgezeichnet. 25


HELDen DER ARBEIT BADISCHE STAATSKAPELLE

Hier ist nicht nur Siegfried der Held: Eine ganz besondere Leistung erbringt die BADISCHE STAATSKAPELLE in der Ballettproduktion Siegfried. Die Musikzusammenstellung von Richard Wagner, Franz Liszt und vor allem John Adams wäre schon im Konzert eine Herausforderung, erst recht ist sie es in ihrer nahtlosen Verknüpfung im Orchestergraben. Besonders die Bläser sind im Dauereinsatz, alle gemeinsam müssen in unglaublicher rhythmischer Präzision spielen. Noch dazu ist der Orchestergraben für die umfangreiche Besetzung viel zu klein; Glockenspiel, Xylophon, Marimba- und Vibraphon, Glocken, große Trommel sowie Klavier und Celesta

müssen im Orchesterprobenraum verbleiben und werden live zugespielt. Über Kopfhörer verfolgen die Musiker das Geschehen im GroSSen Haus, den Dirigenten Christoph Gedschold sehen sie nur auf den aufgestellten Monitoren. Er hat keinen Kontakt zu diesen Musikern und muss sich darauf verlassen, dass sie seine Zeichen sehen und ein Zusammenklang erzeugt werden kann. Die Musiker der BADISCHEN STAATSKAPELLE, Dirigent Christoph Gedschold und die Tontechnik vollbringen hier nicht nur eine musikalische, sondern auch eine logistische Meisterleistung!

Klänge aus dem off

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AM GRÜNEN TISCH birgit keil und vladimir klos

wie ein Ballettensemble entsteht

Birgit Keil und Vladimir Klos über das Entstehen und Führen des Ballettensembles des STAATSTHEATERS KARLSRUHE Es reicht heute nicht mehr aus, Tänzern eine methodisch und technisch fundierte Ausbildung zu geben. Entscheidend für die Chancen im professionellen Leben ist die Bühnenpraxis während der Ausbildung. Bereits an der Akademie des Tanzes Mannheim sollen die Studierenden eine möglichst große Vielfalt an choreografischem Repertoire und Stilen kennen lernen. Wir legen sehr viel Wert darauf, eine vielseitige und vielschichtige Ausbildung zu ermöglichen. Durch AkademieBallettabende auf sehr hohem Niveau und die Kooperation mit dem Ballett des Staatstheaters Karlsruhe werden die Studierenden frühzeitig auf die Praxis vorbereitet. Denn im späteren Engagement ist es entscheidend, dass man schnell aufnimmt und anpassungsfähig ist, weil jeder Choreograf seinen eigenen Stil hat. Wir waren in der glücklichen Lage, 2003 mit einer Gruppe von hochqualifizierten Absolventen, die wir während der Ausbildung geformt haben, das Ballett des Staatstheaters Karlsruhe neu aufzubauen. Einige bilden bis heute das Herzstück dieses Ensembles, in dem zur Zeit Tänzerinnen und Tänzer aus 19 Nationen zusammen arbeiten. Was

für die Qualität dieser Compagnie spricht, ist, dass wir mit diesen außerordentlichen Talenten und Persönlichkeiten ein Ensemble geformt haben, in dem jeder Einzelne solistische Aufgaben bekommt. Deshalb gibt es bei uns auch keine „Corps de Ballet“-Verträge, sondern nur „Gruppe mit Solo“ und „Solo“. Wir wissen, wie jedes Individuum einzusetzen ist, wie es auf die Verhältnisse der Bühne reagiert, wie und ob sich die Nerven bemerkbar machen … Das ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass wir ihnen großartige Möglichkeiten geben können, indem wir ihnen Weltproduktionen wie z. B. ­Kenneth McMillans Romeo und Julia, Christopher Wheeldons Schwanensee oder Peter Wrights Giselle anvertrauen. Das Vertrauen, das uns damals in Stuttgart durch John Cranko entgegen gebracht wurde, das möchten wir gerne weitergeben. Und unsere Compagniemitglieder sind hungrig nach neuen Aufgaben. Die kreative Arbeit an einer Uraufführung wie bei Peter Breuers Siegfried ist bestimmt ein Höhepunkt ihrer künstlerischen Laufbahn und ein Ansporn für die Zukunft.

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MEIN HELDENPLATz Florian Hertweck

HEIMSPIEL Der Karlsruher SC Block A2: Seit den Tagen von Euro Eddie und Sergej Kiriakov ist der Block A2 im Wildparkstadion für mich ein Ort lokaler Heldenverehrung. Zwischen Ultras und familienfreundlicheren Plätzen lässt es sich hervorragend jubeln, brüllen, zittern, feiern. Für meinen ersten Besuch irgendwann in den frühen Neunzigern habe ich mit dem Nachbarsjungen ein Bettlaken zur KSC-Fahne umgestaltet. Unvergessen der blonde Derwisch am Spielfeldrand: Winni Schäfer aus Ettlingen. Zeitloser Höhepunkt dieser Ära war das 7:0 gegen Valencia im Europapokal. Nach einigen Wanderjahren kehrte ich 2006 nach Baden Württemberg zurück. In meiner Zeit am Heidelberger Theater war ich folgerichtig wieder regelmäßig zu Gast im A2. Zusammen mit einem Rudel Dauerkarteninhaber aus dem Freundeskreis. Immer mit dabei ein hochrangiger Staatsanwalt vom BGH, der gerne mal die gegnerischen Spieler lauthals als „Schaaaauspieler“ tituliert, wenn sie nach Körperkontakt zu schnell fallen. Irgendwann reicht es mir mit der Verunglimpfung meines Standes und ich beschimpfe die Spieler als Juristen und Anwaltspack. In derselben Saison (2007) macht der KSC den Aufstieg klar. Ede Becker und seine Jungs sind unsere Helden. Adouobe, Federico, Porcello, 28

Kaplani, Staffeldt, Franz, Miller und der ganze Rest. In der Ersten Liga werden wir bei Sonnenschein, Regen, Minusgraden mit wunderbaren Fußballnachmittagen belohnt (der A2 ist nicht überdacht). Heute, am Rande zur Liga drei, sehnen sich alle nach neuen Heldentaten. Ich bin bei Heimspielen nur sehr selten in Karlsruhe. Den Stindl und den Eggimann seh ich ab und zu noch in Hannover spielen – aber den Wildpark und den A2 und die Heldengeschichten, die dort geschrieben werden, die vermisse ich schon sehr.

Florian Hertweck, gebürtiger Karlsruher, studierte Medieninformatik in Berlin, Schauspiel in Potsdam und war am Heidelberger Theater engagiert, bevor er 2009 fest ins Ensemble des Schauspiels Hannover wechselte. Für die Neuinszenierung der musikalischen Biografie Dylan – The Times They Are A-Changin’ von Heiner Kondschak im GROSSEN HAUS des STAATSTHEATERS KARLSRUHE kommt Florian Hertweck als Bob Dylan zurück in seine Heimatstadt.


MEINE HELDENTAT rebecca raffell

MAN SELBST SEIN Die in Karlsruhe geborene Tochter des Heldenbaritons Anthony Raffell und der Sängerin Susanne Knapp wuchs in London auf und kehrt nach Stationen in Wiesbaden, Stuttgart und Dresden zurück. In „Ritter Blaubart“ spielt sie die Bäuerin Boulotte, die sich gegen alle gesellschaftlichen Rollenprofile einer Frau stellt und der es gelingt, dem (scheinbaren) Serienmörder Blaubart das Handwerk zu legen. Das eigene Selbst ist der wahre Held eines jeden Menschen. Held oder Heldin? In der englischen Sprache („hero“) gibt es diese Unterscheidung nicht, aber natürlich die geschlechtsspezifischen Heldenbilder, die von außen an uns herangetragen werden. Sie bestimmen uns genauso wie Wünsche, die in uns geweckt werden, und viele Menschen meinen, sofort alles haben oder sein zu müssen, und vergessen darüber, dass das Selbst ein lebenslanger Prozess ist. Um es zu entwickeln, muss man achtsam sein, die Umgebung und die eigenen Wünsche immer wieder hinterfragen, was nur auf der Basis

eigener Werte gelingen kann. Meine sind: Respekt, Wertschätzung, Vertrauen und Wahrheit. Helden schaffen es, eigene Werte gegen den Mainstream der Massen zu bewahren und dabei ihre Schwächen als Teil der Persönlichkeit zu akzeptieren. Als stetigen Wechsel, der uns formt. Henry Ford sagte: „Nur wer aufhört zu lernen, ist alt. Egal ob mit 20 oder 80. Wer lernt, bleibt jung und es ist das Wichtigste im Leben, den Geist jung zu halten.“ Das Hier und Jetzt ist das Fundament für die Zukunft – auch beim Singen. Es kommt nicht darauf an, wo meine Stimme in zwei Jahren ist oder sein könnte, sondern was ich jetzt gerade bin, als Mensch und als Sängerin.

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AUSGEZEICHNET

SOLISTEN EMPFEHLEN matthias Lamp

Julia Duchardt, Auszubildende im Beruf Bühnenplastikerin, wurde für Ihre Abschlussarbeit mit dem dritten Platz beim Baden-Baden Award 2011 ausgezeichnet. +++ Flavio ­Salamanka, erster Solist des Balletts des Staatstheaters Karlsruhe, wurde im Oktober vom Star Dancers Ballet nach Tokyo eingeladen. Am 29. und 31. Oktober 2011 tanzte er an der Seite von Miyako Yoshida, ehemalige Primaballerina des Royal Ballet London, in der U-port Hall in Tokio die Rolle des Franz in Coppélia in der Choreografie von Peter Wright. +++ Anaïs Chalendard, ehemals Birgit Keils 1. Solistin am STAATSTHEATER KALRSRUHE, heute Trägerin des „Emerging Dancer Award“ und 1. Solistin am English National Ballet, tanzt am 25.1.2012 „Odette/Odile“ in Schwanensee (weitere Termine folgen) +++ Miho Ogimoto und Filip Veverka, Solistin und Solist der Staatsoper Prag werden 15. und 27.1.12 als Gaststars die Hauptrollen in Nussknacker tanzen +++ Luiz Molz singt im Dezember die Hauptrolle in Béla Bartóks Herzog Blaubarts Burg am Theatro Municipal do Rio de Janeiro. +++ Konstantin Gorny sang im Dezember an der Wiener Staatsoper die Partie des Zaccaria in Verdis Nabucco. Im Januar gastiert er mit derselben Rolle im Moskauer Bolschoi-Theater und bei Maggio Fiorentino ist er als Lord Rochefort in Donizettis Anna Bolena zu hören. +++ Am Theater Krefeld ist Barbara Dobrzanska ab Dezember als Norma in der gleichnamigen Oper von Vincenzo Bellini zu erleben +++ Haci Yener, Herrenschneider in der Kostümabteilung, wurde für 25-jährige Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst ausgezeichnet +++ Der langjährige Generalintendant Günter Könemann feiert am 27.12.11 seinen 80. Geburtstag. Bereits am 30.9.11 feierte Generalintendant a.D. Pavel Fieber seinen 70. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich. +++ Die Gewinner des Theaterquiz‘ aus Magazin NR.1 und damit stolze Besitzer eines Theatergutscheins sind Elisabeth Schmitz aus Wiesloch und Sebastian Ambrosius aus Karlsruhe +++ Am 25.2. ist die Produktion Zigeuner-Boxer zum Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugendtheaterfestival Kaas & Kappes eingeladen. +++ Die beiden Schauspieler des JUNGEN STAATSTHEATERS, ­ Katharina Wawrik und Ralf Wegner, wurden für Ente, Tod und Tulpe mit dem wichtigsten österreichischen Preis für Kinder- und Jugendtheater, STELLA Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum, ausgezeichnet.

Matthias Lamp, neu im Karlsruher Schauspielensemble, empfiehlt allen, die Andreas Dresens Film „Halbe Treppe“ im Kino verpasst haben, dieses Film-erlebnis auf DVD nachzuholen.

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„Der Plot meines Filmtipps ist im Grunde schnell erzählt: es geht um den Alltag zweier befreundeter Ehepaare, die in Frankfurt an der Oder leben. Ellen ist Angestellte in einer Parfümerie, ihr Mann Uwe ist Pächter eines Schnellimbisses. Katrin arbeitet in einer Mautstation an der polnischen Grenze, während Chris die Morgenshow eines Radiosenders moderiert. Als Ellen und Chris eine Affäre miteinander beginnen und auch noch von Katrin in flagranti erwischt werden, wird das Leben der vier Beteiligten komplett auf den Kopf gestellt. ‚So weit so gut, um so was geht es ja in vielen Filmen‘ - mögen Sie nun vielleicht denken. Stimmt auch! Der besondere Zauber von Halbe Treppe liegt aber gar nicht so sehr in der Story, sondern in der besonderen Umsetzung und den brillanten schauspielerischen Einzel- und Ensembleleistungen. Regisseur Andreas Dresen und seine Darsteller verzichteten fast komplett auf ein Drehbuch. In einem intensiven gemeinsamen Prozess wurden die Szenen des Films aus Improvisationen entwickelt. So ist ein dichtes, tragisch-komisches Meisterwerk um universale Themen wie Liebe, Freundschaft und Lebensentwürfe entstanden, das an Authentizität kaum zu überbieten ist. Für mich persönlich eine Lehrstunde für jeden Schauspieler, aber eben auch ein berührend-unterhaltsames Stück deutsches Kino für uns alle.“ Persönlich verbindet Matthias Lamp mit Halbe Treppe außerdem, dass er während seines Studiums an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ von Hauptdarstellerin Steffi Kühnert ausgebildet wurde, die auch in Dresens neuem Meisterwerk Halt auf freier Strecke eine Hauptrolle spielt. Matthias Lamp studierte Anglistik und Romanistik in Heidelberg und Barcelona, ab 2007 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Ab Silvester 2011 spielt er die Titelrolle in Kleists abgründiger Komödie Amphitryon.


gesellschaft der freunde

TALK IM STUDIO Mit Beginn der neuen Spielzeit ist der beliebte „Talk im Café” von der Insel, die jetzt ganz dem Kinder- und Jugendtheater gewidmet ist, als „Talk im Studio” ins neue STUDIO umgezogen. Hier stehen mehr Plätze zur Verfügung als im Insel-Café.

Die Ehre, unter der gewohnt souveränen Leitung von Dr. Bernd Krüger die neue Talkbühne einzuweihen, hatten am 10. Oktober die Spartendirektoren Joscha Schaback (Oper), Jan Linders (Schauspiel) und Axel Schlicksupp (Orchester). Chefdramaturg Dr. Bernd Feuchtner hatte immerhin Zeit, seinen interessanten Weg zum Theater zu schildern, dann musste er das Podium schon wieder verlassen, da er auf der gleichzeitig laufenden Probe zu Les Troyens gebraucht wurde. Die drei Spartenleiter wurden ebenfalls gebeten, ihren Werdegang zu umreißen, und gaben einen Einblick in ihre Aufgaben und ihren Tagesablauf. Interessant war es, Näheres über die Funktion des Orchesterdirektors zu erfahren, eine Position, welche es so bisher nicht gab, in der verschiedene vorher aufgeteilte Aufgaben zusammengefasst wurden und die vor allem den Generalmusikdirektor entlasten soll. Man erfuhr etwas über das Entstehen eines Spielplans, über die Vor- und Nachteile eines Spielzeitmottos und über die Verteilung von

Zuständigkeiten. Über das neue Kinder- und Jugendtheater des Badischen Staatstheaters wird es eine eigene Veranstaltung geben, deshalb wurde das Thema nur kurz angesprochen. Zum Thema der „modernen” Regie hörte man Einiges von Joscha Schaback („Was ist eigentlich ‚modern’?”), der sich unmissverständlich zu einer Optik der Ästhetik bekannte und dazu, dass die Absichten des Regisseurs verständlich sein müssen. Der Abend vermittelte den Eindruck, dass alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen und dass man auf die folgenden Spielzeiten gespannt sein darf. Manfred Kraft

SONDERVERANSTALTUNG Gesellschaft-der-Freunde-Talk mit Wolfgang Rihm Dienstag, 24.1., 20 Uhr im Studio

info@theaterfreundekarlsruhe.de www.theaterfreundekarlsruhe.de 31


Momentaufnahme einer Probe von Schillers Die Verschwörung des Fiesco zu Genua im KLEINEN HAUS: Simon Bauer als Fiesco, Hannes Fischer als Genuas Herzog Andreas Doria, Sophia Löffler als Gräfin Julia. In dem faszinierenden Frühwerk Friedrich Schillers ist die Verstellung und Selbstinszenierung der Figuren ein Hauptmotiv. Fiesco, ein Adeliger in 32

Genua im Jahr 1547, soll einen Aufstand der Republikaner gegen die drohende Tyrannei der Herrscherfamilie der Doria anführen. Doch Fiesco gibt sich als politisch desinteressierter Lebemann, während er heimlich und mit Hilfe des Mohren im Hintergrund die Fäden für den politischen Umsturz zieht. „Hier gilt es, ein fabelhaft perfides Stück zu entdecken, das von


DAS PROBENFOTO die verschwörung des fiesco zu genua

Regisseur Felix Rothenhäusler großartig inszeniert wurde. Er meistert die Balance aus politischer Moral, Kolportage, Spiel und Ernst. Er lässt alle Figuren so beiläufig, fast verträumt, aber dennoch voll im Leben agieren, dass man dem komplexen Gefüge aus verschachtelten Verschwörungen über zwei Stunden gebannt folgt … “, schrieb Ute Bauermeister im

Badischen Tagblatt. Bühnenbildner Michael Köpke hat ein Theater im Theater gebaut, das durch Gassen und Vorhänge große Auftritte und raffinierte Konstellationen ermöglicht und angelehnt an barocke Theaterbauten und das Papiertheater die Welt des „schönen Scheins“ thematisiert, hinter dem der Abgrund lauert. 33


das programm januar – februar

OPER

LES TROYENS

LA PRISE DE TROIE & LES TROYENS À CARTHAGE Grand opéra von Hector Berlioz In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln „Mit ihrem Opern-Einstand konnte sich die neue Karlsruher Theaterleitung sehen und noch mehr hören lassen. Der derzeitige Karlsruher GMD Justin Brown betrachtet Berlioz als Herzensangelegenheit. Orchester und Chor zeigten sich auf bestem Niveau.“ FAZ

ALESSANDRO

Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln HÄNDEL- FESTSPIELE Der international gefragte Countertenor Lawrence Zazzo präsentiert in der anspruchsvollen Titelrolle eine unentdeckte Oper, die mit außergewöhnlich brillanter Musik überrascht. Dirigent Michael Form wurde bekannt durch die Vivaldi-Opern in Schwetzingen, aber auch als Flöten-Virtuose und Leiter von Ensembles Alter Musik. DEUTSCHE HÄNDEL-SOLISTEN ML Michael Form R Alexander Fahima B Claudia Doderer D Bernd Feuchtner Mit Fernandez, Schlingensiepen, Raffell – Zazzo, Oro, Finden, Kohlhepp 15.2. öffentliche Generalprobe 17., 19., 22., 24., 26.2. GROSSES HAUS 4 Stunden, zwei Pausen

DINO UND DIE ARCHE

6+

Siehe JUNGES STAATSTHEATER

KATJA KABANOVA

Oper in drei Akten von Leoš Janácˇek In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln „Eine ausgefeilte Inszenierung, ein brillantes Solistenensemble und eine bestens aufgelegte Badische Staatskapelle. Das Publikum reagierte mit begeistertem Applaus“. dpa ML Christoph Gedschold /Justin Brown R Georg Köhl B Christian Floeren C Ulrich Wagner Mit Dobrzanska / Niessen, Borowski-Tudor – Berchtold, Wohlbrecht, U. Schneider u. a. 29.12., 8.1. zum letzten Mal in dieser Spielzeit GROSSES HAUS 2 ½ Stunden, eine Pause 34

ML Justin Brown / Christoph Gedschold R David Hermann B & K Christof Hetzer C Ulrich Wagner D Bernd Feuchtner Mit Tier, Niessen, Raffell, Schaefer, Pfaffenzeller – Treleaven, Kolarczyk, Gorny, u. a. 12.2., zum letzten Mal in dieser Spielzeit GROSSES HAUS 5 Stunden, zwei Pausen Teil I La prise de Troie: 10.1., 2.2. 1 ½ Stunden, eine Pause Teil II Les Troyens à Carthage: 11.1., 3.2. 3 ½ Stunden, eine Pause

RIGOLETTO

Melodramma von Giuseppe Verdi In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln „Mit dem packenden Schauspiel des Titelhelden und einem sehr gut aufgestellten Sängerensemble punktet die Premiere des Rigoletto in Karlsruhe.“ BNN ML Johannes Willig / Markus Bieringer R Jim Lucassen B & K Jeroen van Eck, Anja Koch-Kenk, Matthias Wulst C Ulrich Wagner D Tina Hartmann / Ton Boorsma Mit Dovhan / Schlingensiepen, Hudarew / Schaefer – Shin, Jung / Venter, Gorny / Kaspeli u. a. 30.12., 21.1. GROSSES HAUS 2 ½ Stunden, eine Pause

Gesellschaftssatire daraus. Seit der Uraufführung 1866 am Théâtre des Variétés in Paris ist diese Operette ein Dauerbrenner geblieben. ML Markus Bieringer / Steven Moore R Aron Stiehl B Jürgen Kirner K Franziska Jacobsen D Tina Hartmann Mit Raffell / Schaefer, Pfaffenzeller / Schlingensiepen K. Schneider/ Süss, Gauntt / Urrutia Benet u. a. 31.12., 14.1. GROSSES HAUS 2 ½ Stunden, eine Pause

ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE

Lyrisches Drama in sechs Bildern von Frederick Delius In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln Die Oper erzählt die Geschichte der beiden Bauernkinder Vrenchen und Sali, deren Väter über die Nutzungsrechte eines Ackers in Streit geraten. Im Jahr des 150. Geburtstags von Frederick Delius eröffnet die im spätromantischen Stil geschriebene Oper die Reihe „Wiederentdeckungen des 20. Jahrhunderts.“ ML Justin Brown / Johannes Willig R Arila Siegert B Frank Philipp Schlößmann K Marie-Luise Strandt D Joscha Schaback Mit Dovhan, Isachenko, Wäspy – Süss, Gauntt / Jung, Harbour / Venter, Kolarczyk / Urrutia Benet u. a.

26.2. KLEINES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

TOSCA

Musikdrama in drei Akten von Giacomo Puccini In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln „Die Titelpartie war bei Barbara Dobrzanska, die sich hier ein neues Rollenfach erobert, in guten Händen. Sie verlieh der Figur mit gleißenden Spitzentönen, einer dramatisch timbrierten Mittellage und packender Intensität eindrucksvolle Kontur.“ Die Rheinpfalz ML Johannes Willig / Christoph Gedschold R John Dew B Heinz Balthes K José-Manuel Vázquez Mit Dobrzanska – Venter, Shin, Harbour/Molz, Kaspeli, Weinschenk u. a. 26.12. GROSSES HAUS 2 ½ Stunden, eine Pause

KONZERT

28.1., 1., 10., 28.2. GROSSES HAUS ca. 2 ½ Stunden, eine Pause

DIE WELT DES FREDERICK DELIUS 2. LIEDERABEND

Schaefer, Rodriguez, Harbour, Ecseghy, Parr 4.2. KLEINES HAUS

LIEDERABEND HEIDI MELTON Heidi Melton & John Parr

Operette in drei Akten von Jacques Offenbach Neufassung des Textes Carsten Golbeck In deutscher Sprache mit Übertiteln

Alban Berg Sieben frühe Lieder Erich Wolfgang Korngold Lieder des Abschieds Richard Strauss Vier Lieder Claude Debussy Chansons de Bilitis Richard Wagner Wesendonck Lieder

Offenbach, der Begründer und unübertroffene Meister der Operette, stellt ein allbekanntes Märchen auf den Kopf und macht eine bissige

Die junge dramatische Sopranistin aus den USA, Heidi Melton, die ihr vielversprechendes Talent als Dido in Les Troyens II bewies, stellt sich mit einem

RITTER BLAUBART

Programm aus spätromantischer Zeit vor. Heidi Melton Sopran John Parr Klavier

NEUJAHRSKONZERT

Anno Schreier Abend­empfindung URAUFFÜHRUNG / AUFTRAGSWERK DES STAATSTHEATERS KARLSRUHE Leoš Janácˇek Sinfonietta Johannes Brahms Sinfonie Nr. 1 c-moll op. 68 Passender könnte man das Orchesterjahr 2012 nicht eröffnen, in dem die BADISCHE STAATSKAPELLE ihren 350. Geburtstag feiert. Janácˇeks strahlende Sinfonietta mit allein zwölf Trompeten wird umrahmt von zwei Karlsruher Uraufführungen: einer heutigen mit der Abendempfindung Anno Schreiers sowie einer aus der reichen Geschichte unseres Orchesters mit Brahms´ grandioser 1. Sinfonie. Justin Brown Dirigent 1.1. GROSSES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause


Musik, wie Charles Koechlin, der mit seinen Vier kleinen Stücken für Horn, Violine und Klavier folgt. Katrin Adelmann Violine Thomas Crome Horn Justin Brown Klavier 15.1. KLEINES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

Wir fördern Kunst und Kultur . . .

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... denn sie sind ein wichtiger Teil der Lebensqualität in unserer Region.

heute den Bogen von der Tradition in die Moderne. Justin Brown Dirigent 9.1. GROSSES HAUS ca. 1 ½ Stunden, keine Pause Wir danken der Baden-Würtemberg Stiftung

FESTKONZERT UND FESTAKT 350 JAHRE BADISCHE STAATSKAPELLE

2. KAMMERKONZERT 350 JAHRE BADISCHE STAATSKAPELLE

Anno Schreier Abend­ empfindung URAUFFÜHRUNG / AUFTRAGSWERK DES STAATSTHEATERS KARLSRUHE Johannes Brahms Sinfonie Nr. 1 c-moll op. 68

Lennox Berkeley Trio für Horn, Violine und Klavier op. 44 Charles Koechlin Quatre petites pièces für Horn, Violine und Klavier op. 32 Johannes Brahms Trio Es-Dur für Waldhorn, Violine und Klavier op. 40

Ein Werk steht wie kein anderes für die lange glanzvolle Geschichte und Uraufführungstradition der BADISCHEN STAATSKAPELLE: Die 1876 von ihr aus der Taufe gehobene 1. Sinfonie von Johannes Brahms. Sie bildet den Höhepunkt des Festkonzerts, mit dem das Jubiläumsjahr 2012 eröffnet wird. Die am Anfang des Konzerts erklingende Abendempfindung des Karlsruher Komponisten Anno Schreier schließt als Uraufführung von

Bei der Karlsruher Erstaufführung seines Horn-Trios in Es-Dur saß kein geringerer als Johannes Brahms am Klavier. Nur wenige Tage nach der Zürcher Uraufführung erklang das Werk im damaligen Hoftheater. Im 2. Kammerkonzert übernimmt unser britischer GMD Justin Brown diesen Part, und mit einem britischen Werk wird es auch eröffnet. Das Horn-Trio von Lennox Berkeley aus dem Jahr 1953 steht jedoch eher in der Tradition der französischen

„Oh mamma, mamma cara“ op. 10 Im Dezember 1829 traf der legendäre „Teufelsgeiger“ Niccolò Paganini in Karlsruhe zum ersten seiner insgesamt drei Aufenthalte in der markgräflichen Stadt ein. Für sein Konzert mit der damaligen Hofkapelle stellte er ein zeittypisch gemischtes Programm zusammen, das der brillante junge Geiger Augustin Hadelich in diesem historischen Konzert anlässlich des 350. Geburtstags der BADISCHEN STAATSKAPELLE wieder aufleben lässt. Augustin Hadelich Violine Stefania Dovhan Sopran Johannes Willig Dirigent

4. SINFONIEKONZERT

Hector Berlioz Le Carnaval Romain op. 9 Niccolò Paganini Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 6 Luciano Berio Rendering (nach Skizzen der 10. Sinfonie von Franz Schubert) Mit einer wilden Tarantella und einer traurig-sehnsüchtigen Liebesmelodie in Le Carnaval Romain beginnt das 4. Sinfoniekonzert. Ihr Autor Hector Berlioz hatte in Niccolò Paganini einen großen Bewunderer, der wie Berlioz mehrfach Gast in Karlsruhe war und dort auch sein 1. Violinkonzert vorstellte. Franz Schubert fertigte in den letzten Wochen seines kurzen Lebens noch zahlreiche Skizzen zu einer Sinfonie an. In Rendering griff Luciano Berio diese Entwürfe auf und verdichtete sie zu einem eindrucksvollen Werk. Augustin Hadelich Violine Johannes Willig Dirigent 5.2., 6.2. GROSSES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

3. SONDERKONZERT HISTORISCHES KONZERT 350 JAHRE BADISCHE STAATSKAPELLE

Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre zur Zauberflöte KV 620 Niccolò Paganini Erster Satz des Violinkonzerts Nr. 1 D-Dur op. 6 Wolfgang Amadeus Mozart Arie aus La clemenza di Tito KV 621 Niccolò Paganini Sonata auf der IV. Saite über „Dal tuo stellato soglio“ aus Rossinis Mosè in Egitto für Violine und Orchester Niccolò Paganini Le Streghe op. 8 Giovanni Pacini Arie Niccolò Paganini Il Carnevale di Venezia: Variationen für Violine und Orchester über die Canzonetta

7.2. GROSSES HAUS ca. 2 ¼ Stunden, eine Pause

ballett DER NUSSKNACKER – EINE WEIHNACHTS­ 8+ GESCHICHTE Ballett von Youri Vámos nach E.T.A. Hoffmann & Charles Dickens WIEDERAUFNAHME „Die Aufführung erfreut Jung und Alt, weil sie für Kinder genügend Farbpracht ..., Märchenzauber und Witz bietet, für die Erwachsenen neben Nostalgie noch zusätzlich eine Prise Sozialkritik bereit hält.“ Heilbronner Stimme BADISCHE STAATSKAPELLE M Peter I. Tschaikowski ML Markus Bieringer CH Youri Vámos E Joyce Cuoco B & K Michael Scott L Klaus Gärditz 23.,25.12., 15., 27.1., 29.2. (a. G. Miho Ogimoto und Filip Veverka, Solistin und Solist der Staatsoper Prag) GROSSES HAUS 2 ¼ Stunden, eine Pause

SCHWANENSEE

Ballett von Christopher Wheeldon nach Marius Petipa & Lew Ivanow DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG „So wie Birgit Keil und Vladimir Klos diese Compagnie trainieren, haben sie sie mühelos auf internationales Niveau gebracht und perfekt vorbereitet für das schwerste aller Ballette, das Unbekannte mit dem großen Namen. Wer es in Karlsruhe sieht, dem wird es nie mehr fremd vorkommen.“ FAZ BADISCHE STAATSKAPELLE M Peter I. Tschaikowski ML Markus Bieringer T Christoph 35


Gedschold CH Christopher Wheeldon E Tamara Hadley B Adrianne Lobel K Jean-Marc Puissant 25.1. (a. G. Anaïs Chalendard, ehemals Birgit Keils 1. Solistin am STAATSTHEATER KARLSRUHE, heute Trägerin des „Emerging Dancer Award“ und 1. Solistin am English National Ballet) Mit Solisten, Ballettensemble & Ballettstudio des Staatstheaters Karlsruhe 11., 16.2. GROSSES HAUS 3 ½ Stunden, 2 Pausen

SIEGFRIED

Ballett von Peter Breuer, Libretto von Andreas Geier URAUFFÜHRUNG Wieder einmal hat die Karlsruher Ballettdirektorin Birgit Keil Mut zum Neuen bewiesen, Sinn für das Machbare und das richtige Händchen bei der Auswahl des Gastchoreografen: In Peter Breuers Konzept entwickelt sich die Sage um den zwiespältigen Helden „Siegfried“ zu einem dynamischen Ballettabend mit modern-kantiger Note, der die Karlsruher Compagnie als leistungsfähiges Ensemble in den Mittelpunkt stellt. Badisches Tagblatt BADISCHE STAATSKAPELLE M Richard Wagner, John Adams, Franz Liszt ML Christoph Gedschold CH Peter Breuer B & K Dorin Gal L Peter Breuer, Eduard Stipsits CH ASS Matthias Deckert D Esther Dreesen-Schaback Mit Solisten, Ballettensemble & Ballettstudio des Staatstheaters Karlsruhe 8.12., 19.1. GROSSES HAUS 2 ½ Stunden, eine Pause

SCHAUSPIEL 100 PROZENT KARLSRUHE

Eine statistische Kettenreaktion von Rimini Protokoll (Haug / Kaegi / Wetzel) URAUFFÜHRUNG / ZUM VORAUSSICHTLICH LETZTEN MAL „100 Prozent Karlsruhe, 100 Prozent Theater, 100 Prozent Erfolg: Es schien einen Moment lang, als sei ein neues Zeitalter der Demokratie angebrochen.“ BNN Ein Projekt mit dem Bundesverfassungsgericht. Stadtspezifische Weiterentwicklung eines Projekts im Hebbel am Ufer, Berlin 2008 36

R Helgard Haug, Stefan Kaegi & Daniel Wetzel B & V Marc Jungreithmeier M Taxi Sandanski D Jan Linders, Michael Nijs PL Jenny Flügge Mit hundert Karlsruher Bürgern 4.2. GROSSES HAUS 1 ¼ Stunden, keine Pause

AMPHITRYON

Lustspiel nach Molière von Heinrich von Kleist Es ist eine Nacht, die alles ins Schwanken bringt: Göttervater Jupiter kommt vom Olymp herab auf die Erde und verführt die Sterbliche Alkmene in Gestalt ihres Gatten Amphitryon. Simone Blattner, Regisseurin von Der große Marsch und Minna von Barnhelm, inszeniert die abgründige Komödie mit feinem Gespür für Kleists Ironie, Rhythmus und prägnante Sprache. R Simone Blattner B Anna Rudolph K Claudia González Espíndola D Nina Steinhilber Mit Baggeröhr, Buchenberger – Grill, Lamp, Rott, Wiegard

Ob vor Vorstellungsbeginn oder während der Pausen – Wir versorgen Sie gerne mit kulinarischen Köstlichkeiten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Manuela Peter & Alexander Göring Inhaber

31.12., 8., 10., 15., 22., 29.1., 1., 8., 15., 21.2. KLEINES HAUS 1 ¼ Stunden, keine Pause

BIG MONEY

Ein Musical von Peter Lund & Thomas Zaufke URAUFFÜHRUNG „Ein Wirtschaftsverbrechen als Musical? Als Story, die so richtig dick mit Karlsruhe zu tun hat, und dazu auch noch frech, spritzig, unterhaltsam ist.“ BNN R Peter Lund B & K Ulrike Reinhard CH Andrea Heil D Donald Berkenhoff Mit Beetz, Grossenbacher, Martens, Schlegel – Besta, Krause, Schmidt, Tank, Viering Band Gross, Gundlach, Heinz, Kiesbauer, Lewandowski, Rumig, Stumpf 14., 21., 28.1. weitere Termine ab März KLEINES HAUS 2 ¾ Stunden, eine Pause

DER GROSSE MARSCH

von Wolfram Lotz „...macht sich über die selbstverliebte Phrasendrescherei des Theaters und die Egozentrik seiner Macher hinreißend lustig.“ BNN R Simone Blattner B Anna Rudolph K Claudia González Espíndola D Tobias Schuster Mit Derleder, Kitzl, Löffler – Funke, Lamp, Riemer, Wiegard 14.1., 18.2. STUDIO 1 Stunde, keine Pause

BADEN-BADENER

Reservierungen unter Tel 0721 379715 oder E-Mail theatergastronomie.goering@web.de

W I N Z E R G E N O S S E N S C H A F T

Baden-Badener Winzergenossenschaft eG Mauerbergstr.32, D-76534 Baden-Baden Tel. 0 72 23-96 87-0, Fax. 0 72 23-96 87 87 E m a i l : i n f o @ b a d e n - b a d e n e r- w g . d e www.baden-badener-wg.de


Am 14.1. Der große Marsch & Minna von Barnhelm an einem Abend

DER MANN DER DIE WELT ASS

von Nis-Momme Stockmann URAUFFÜHRUNG / ÜBERNAHME „Anrührend, oft schmerzhaft komisch, zärtlich, böse und voller Momente, in denen man der Titelfigur, stimmig dargestellt von Daniel Stock, mehr als einmal zurufen möchte: Lass Dein zwanghaftes Smart-Sein, reiß endlich Dein Herz auf.“ BNN R Dominique Schnizer B & K Christin Treunert D Jan Linders Mit Buchenberger/Wiedemer – Funke, Hille/Riemer, Lienhard, Stock 7., 8.1., 26.2. STUDIO 1 ¾ Stunden, keine Pause

DIE HERMANNSSCHLACHT nach Heinrich von Kleist

Widerstandskämpfer oder Terrorist? Brillanter Stratege oder „Denkmal“ deutscher Geschichte? Die Hermannsschlacht stellt die Frage nach der Gewalt im politischen Widerstand, nach deren Notwendigkeit und Legitimation. „Regisseur Solberg hat diesen ersten Klassiker der Intendanz von Peter Spuhler nicht zertrümmert, sondern zum Sprungbrett seiner meist überzeugenden Einfälle gemacht. Keine leichte Kost beschert dieses „Hermannsspiel“, dafür einen aufreibenden, aufregenden, temporeichen zweistündigen Theaterabend.“ Der Sonntag R Simon Solberg B Maike Storf K Sara Kittelmann V Manuel Braun D Kerstin Grübmeyer Mit Gröschel – Bauer, Besta, Fischer, Grill, Halle 11., 19.1., 11.2. KLEINES HAUS 1 ¾ Stunden, keine Pause

DIE VERSCHWÖRUNG DES FIESCO ZU GENUA Ein republikanisches Trauerspiel von Friedrich Schiller

R Felix Rothenhäusler B Michael Köpke K Katharina Kownatzki M Matthias Krieg D Kerstin Grübmeyer Mit Gröschel, Löffler – Bauer, Besta, Fischer, Grill, Halle, Lamp 23., 25.12., 12., 27.1., 14., 24.2. KLEINES HAUS 2 Stunden, keine Pause

DU MUSST DEIN LEBEN ÄNDERN

nach Peter Sloterdijk Der Mensch als übendes Wesen in einem Theaterabend zwischen Performance, Politik, Philosophie und Pop: „Die ebenso überzeugende wie unterhaltsame Produktion beweist, dass Show-Mechanismen selbst die stillen Kammern der Philosophen erobert haben.“ Die Deutsche Bühne R Patrick Wengenroth B & K Ulrike Gutbrod ML Matthias Kloppe D Nina Steinhilber Mit Mohr, Schlegel – CofalkaAdami, Viering Musiker Mittl

29.12., 19.1., 16.2. TREFFPUNKT KASSENHALLE 2 ½ Stunden, keine Pause

DYLAN – THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN’ Ein Abend über Bob Dylan von Heiner Kondschak

Unter dem Motto „Life is a carnival – das Karussell des Lebens dreht sich“ hat Heiner Kondschak eine musikalische Biografie über Bob Dylan geschrieben, arrangiert und inszeniert; überbordend, bunt, facettenreich und poetisch wie das Leben des größten aller Singer-Songwriter, versetzt mit Sketchen aus seinem bewegten Leben – und aus der Weltgeschichte rundherum. R Heiner Kondschak, Martin Süß ML Heiner Kondschak B & K Nadia Fistarol D Jan Linders Mit Beetz, Wiedemer Hertweck/Berger, Koch/Unger, von der Lieth Band Hamacher, Kondschak, Linder, Reffert, Schmith 6.1., 7., 12., 13., 29.1., 5.2. GROSSES HAUS 3 Stunden, eine Pause

HERZOG THEODOR VON GOTHLAND Tragödie von Christian Dietrich Grabbe

In einer fulminanten Verkettung der Ereignisse treibt der junge Dichter Grabbe den Helden seiner sprachgewaltigen Tragödie zu einer radikalen Analyse der Welt und des Menschen. „Der Regisseur hat die Monstertragödie souverän entschlackt und inszeniert“ Rheinpfalz ... und „in eine Mischung aus anti-idealistischem Drama, auswegloser Menschentragödie und krachigem Splatter verwandelt“ Badisches Tagblatt „Starke Inszenierung ... Durchweg

überzeugende Darsteller.“ Die Deutsche Bühne R Martin Nimz B Flurin Borg Madsen K Ricarda Knödler M Matthias Engelke D Nina Steinhilber Mit Baggeröhr, Grossenbacher, Rademacher – Andreesen, Berger, Cofalka-Adami, Dyrlich, Krause, Lienhard, Plath, Schmidt, Sichrovsky, Tank, Viering, Wagner 28.12., 13., 20.1., 12., 28.2. KLEINES HAUS 4 Stunden, eine Pause

IMMER NOCH STURM

Doch Minna heckt einen verwegenen Plan aus, ihn mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. „Blattner hat einen kongenialen komödiantischspielwitzigen Bogen gespannt.“ nachtkritik.de R Simone Blattner B Anna Rudolph K Claudia González Espíndola D Tobias Schuster Mit Kitzl, Löffler – Funke, Lamp, Riemer, Wiegard Musiker Brandt 14.1. STUDIO 1 ½ Stunden, keine Pause Am 14.1., 18.2. Der große Marsch & Minna von Barnhelm an einem Abend

von Peter Handke

Unter einem Apfelbaum auf dem Jaunfeld, der Heimat Peter Handkes, versammelt der Dichter seine Vorfahren – und komponiert ein anrührendes Familiendrama um Schuld und Verantwortung vor dem Hintergrund der Partisanenkämpfe der Kärntner Slowenen gegen die Wehrmacht. R Dominik Günther B & K Heike Vollmer D Tobias Schuster Mit Besta, Funke, Halle, Riemer, Tank – Gröschel, Löffler, Schlegel 22., 29.1., 19., 29.2. STUDIO ca. 3 Stunden

JACQUES BREL – ON N’OUBLIE RIEN Inszenierte Chansons mit Natanaël Lienhard URAUFFÜHRUNG

„Ansteckend, dieser Zweckoptimismus des vergeblich wartenden Verliebten in Madeleine, dieses lässige Swingen in Rosa. Berührend, die bebende Stille in Ne me quitte pas. Bestürzend, die schwarze Melancholie in La ville s’endormait oder L’eclusier, der wohl dunkelsten Nummer des Abends.“ BNN ML Jacob Bussmann R Pia Donkel B & K Katharina Simmert V Olivier Hamaker D Jan Linders Mit Lienhard Musiker Bussmann, Gieron, Jergens, Unger 26., 31.12., 15., 28.1., 23.2. STUDIO 1 ¼ Stunden, keine Pause

ORPHEUS STEIGT HERAB

von Tennessee Williams Im Laden des tyrannischen Jabe Torrance taucht ein junger Mann auf, Val Xavier, reisender Musiker. Lady Torrance stellt ihn als Verkäufer ein – und glaubt, in ihm den Helden gefunden zu haben, der sie aus ihrer Kleinstadthölle erlöst. Tennessee Williams‘ Version des Orpheus-Mythos erzählt von einem verzweifelten Kampf um etwas Lebendiges in einer von Stumpfsinn und Hoffnungslosigkeit regierten Welt. R Sebastian Schug B Thimo Plath K Nicole Zielke M Johannes Winde D Nina Steinhilber Mit Baggeröhr, Derleder, Grossenbacher, Kitzl, LampertFüllbeck, Machauer, Mohr, Zschernig – Bauer, Berger, Fischer, Grill, Krause, Wagner 26., 31.1., 3., 10., 17.2. KLEINES HAUS ca. 1 ¾ Stunden, keine Pause In Kooperation mit der HTA/ HfMDK Frankfurt

PHILOTAS +

nach Gotthold Ephraim Lessing Gernot Grünewald verschmilzt Lessings Einakter mit Interview­ material deutscher Soldaten im Afghanistaneinsatz zu einer zeitgenössischen Befragung des Heldenbegriffs.

MINNA VON BARNHELM

Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing

R Gernot Grünewald B & K Michael Köpke M Nina Wurman V Jonas Plümke D Tobias Schuster Mit Andreesen, Cofalka-Adami, Schmidt, Wiegard Musikerin Wurman

Verwundet und unter Betrugsverdacht aus dem Krieg heimgekehrt, verbietet sich Tellheim die Liebe zu seiner Verlobten Minna.

12., 27. 1. 22.2. STUDIO ca. 1 ½ Stunden, keine Pause Mit unterstützung der Gesellschaft der Freunde 37


ZIGEUNER-BOXER von Rike Reiniger URAUFFÜHRUNG

Die berührende Geschichte des sinto-deutschen Profiboxers Johann „Rukeli“ Trollmann. „Ein sehenswertes Stück … grandios umgesetzt und hervorragend dargestellt“ BNN R, B & K Frederik Tidén D Michael Nijs Mit Wiegard 21.1., 17.2. STUDIO 26.1. Landesbibliothek Karlsruhe 1 Stunde, keine Pause

JUNGES STAATSTHEATER 15+

Die neue Reihe in der INSEL Um 19.00 Uhr gibt’s ein Thema, 24 Stunden später eine Aufführung – was dazwischenliegt? FREIHEIT! Verbringt 24 Stunden im Theater und probiert was das Zeug hält! Meldet euch bis zum 13.1. unter volkstheater@ staatstheater.karlsruhe.de bei uns an. Teilnehmen können Gruppen ab 15 Jahren. Am 20.1. geht es los. Für alle die wissen wollen, was entstanden ist: Kommt am 21.1. um 19.00 Uhr zu Fundstücke in die INSEL und staunt, was in 24 h alles möglich ist – der Eintritt ist frei! 20. – 21.1. INSEL 24 Stunden

DER KLEINE MUCK

6+ nach dem Film Die Geschichte vom kleinen Muck von Wolfgang Staudte & Peter Podehl, 1953

„So kommt der kleine Muck in Karlsruhe ganz groß raus. Begeisterter Beifall!!!“BNN R Holger Schober B & K Christian Etsch Elgner D Ulrike Stöck Mit Kohlhoff, Spendel – Brummer, Ehl, Reich Musiker Schaeffer 1., 5., 6., 7., 30., 31.1., 1.2., 2.2. KLEINES HAUS 1 ¼ Stunden, keine Pause

DINO UND DIE ARCHE

6+ Eine darwinistische Oper von Thomas Leininger, Libretto von Cedric Costantino und Tina Hartmann URAUFFÜHRUNG. In Kooperation mit der Hochschule für Musik Karlsruhe

Die Leguanin erzählt ihrem Herrchen Darwin, was aus den Dinosauriern wurde, als eine 38

ML Markus Bieringer R Daniel Pfluger B Flurin Borg Madsen K Janine Werthmann D Tina Hartmann Mit Peters, Hudarew / Raffell – Urrutia Benet / Gauntt, de Paula / Harbour, Stein, Rodriguez u. a. 19.2. KLEINES HAUS Weitere Vorstellungen: 23., 25.2. 1 ¼ Stunden, keine Pause

Wir danken der Manfred Lautenschläger Stiftung

24 H FREIHEIT

große Flut alles Leben auf der Erde bedrohte – und wie sie gesprochen haben. Letzteres darf verraten werden: sie singen „vorsintflutliche“ Barockmusik. Doch den Trick, mit dem sie überleben, kann alleine Darwin zeigen.

JUGENDKONZERT 1 – SCHUBERT ANDERS 12+ GEHÖRT Luciano Berio Rendering (nach Skizzen der 10. Sinfonie von Franz Schubert)

Erst 31 Jahre alt war Franz Schubert, als er 1828 starb. Da hatte er bereits neun Sinfonien geschrieben und Skizzen zu einer zehnten hinterlassen. Diese Entwürfe inspirierten den italienischen Komponisten Luciano Berio zu seiner 1990 vollendeten 35-minütigen Komposition Rendering, die im 1. Jugendkonzert vorgestellt und erläutert wird. Johannes Willig Dirigent 9.2. KLEINES HAUS ca. 1 ¼ Stunden, keine Pause

KINDERKONZERT 2 – PROF. FLORESTAN UND MAESTRO EUSEBIUS PACKEN AUS: JOSEPH 6+ HAYDN

Eine Fortsetzung der beliebten Komponistenporträts gibt es im 2. Kinderkonzert. Professor Florestan und Maestro Eusebius spüren dieses Mal Joseph Haydn nach, der auf der Reise von Wien nach London in Karlsruhe Station gemacht hat. Beim Auspacken seines damals vergessenen Koffers tauchen viele interessante und merkwürdige Sachen aus Haydns Leben auf – zum Glück auch Noten, so kann die BADISCHE STAATSKAPELLE mit vielen abwechslungsreichen und lustigen Klangbeispielen seine Musik vorstellen.

Christian Firmbach als Professor Florestan Ulrich Wagner als Maestro Eusebius 22.1. GROSSES HAUS ca. 1 Stunde, keine Pause

LAUSCHRAUSCH

Kinderlieder mit dem Ensemble des JUNGEN STAATSTHEATERS

8+

Zwischen Alle meine Entchen und Rolf Zuckowski gibt es allerlei wunderbare Musikstückchen zu entdecken. Udo Koloska hat ein Kinderliederprogramm für alle ab 8 Jahren zusammengestellt und mit den beiden Schauspielern des JUNGEN STAATSTHEATERS einstudiert. M Udo Koloska R Ulrike Stöck Mit Wawrik – Wegner 23., 30.12., 15.1., 12.2. INSEL 1 Stunde, keine Pause

PEANUTS

von Fausto Paravidino Eine Jugendclubproduktion der Spielzeit 10/11 unter der Leitung von Sonja Beil WIEDERAUFNAHME Mit viel Witz und Charme, aber auch der nötigen Ernsthaftigkeit treffen in Peanuts gealterte Egos rund um den Kult Comic-Helden Charlie Brown aufeinander.

R Ulrike Stöck B & K Vera Römer M Udo Koloska Mit Wawrik – Wegner 12., 18., 27.1., 15.2. INSEL 1 ¼ Stunden, keine Pause

TSCHICK

Maik ist 14 und soll die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen, Mutter in der Wellnessklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise. Doch dann kreuzt Tschick auf. Er hat einen geklauten Wagen zur Hand und eine Idee: Urlaub machen wie normale Leute. Die Verwandtschaft besuchen in der Walachei. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz. Wolfgang Herrndorfs mit zahlreichen Preisen bedachter Roman erzählt von dem Sommer, in dem man erwachsen wird, von der ersten Liebe, der ersten richtig großen Dummheit und vom unbekannten deutschen Land. R Ulrike Stöck B & K Brigit Kofmel Mit Wawrik – Lienhard, Wegner Ab 4., 9., 17., 24., 29.2. INSEL

7., 8.1. INSEL 1 ¾ Stunden

GASTSPIELE

SO GROSS – SO KLEIN

CASH – TRIBUTE TO THE MAN IN BLACK

2+ Theater für die Allerkleinsten von Annette Büschelberger URAUFFÜHRUNG

„Was ist Theater? Manchmal ist es ein artistisch balancierender Gang auf einem großen Ball: Es ist real, eindeutig vorhanden, und doch irgendwie unwirklich. Wie der Traum von einem anderen Leben.“ BNN R Annette Büschelberger B & K Susanne Cholet M Udo Koloska D Martin Bartels Mit Wawrik – Wegner 28.12., 14., 20., 28., 29.1., 8., 16., 18.2. INSEL 35 Minuten, keine Pause

STAUBZIFFERN & LIEDERLICHE ZAHLEN

8+

Naturwissenschaftstheaterprojekt in Zusammenarbeit mit dem ZAK URAUFFÜHRUNG „Den Verdacht, dass ein Theaterstück über Mathematik da in erster Linie als Lückenfüller im Bildungshaushalt zu sehen ist, räumt das Auftaktstück Staubziffern & liederliche Zahlen unterhaltsam aus. Erarbeitet und in Szene gesetzt von der Spartenleiterin Ulrike Stöck macht es in wenigen Minuten aus Zuschauern Beteiligte.“ BNN

14+

Eine Biografie in Songs Keiner konnte so bitter und zugleich schön vom Schmerz singen wie Johnny Cash. Bastian Semm singt unplugged, Jörg Schröder liest aus der Autobiografie. Mit Dinkelacker, Semm, Schröder 30.12. STUDIO 1 ¼ Stunden, keine Pause

EXTRAS CLUB DER GASTFREUNDE

Monatliche Reihe zum Volkstheaterprojekt Der Gastfreund / Die Argonauten Im Januar geht der Club der Gastfreunde auf Wanderschaft – an virtuelle und reale Orte! Wir laden Pfadfinder, Geologen, Städteplaner, Archäologen, Stadtforscher und Karlsruher Bürger ein, zu Experten für die sichtbaren und unsichtbaren Grenzen, die Zufluchtsorte und Heiligtümer der Stadt zu werden. 23.1. STUDIO, ca. 1 ½ Stunden, Eintritt frei!


25.1., STUDIO ca. 1 ½ Stunden, keine Pause

JAZZ & LITERATUR

Literarische Texte, gelesen von Schauspielern des Ensembles, treffen auf Jazzklänge der Musiker des Jazzclub Karlsruhe im MITTLEREN FOYER. Zum Jahresbeginn stehen Texte rund um das Spielzeitmotto VON HELDEN auf dem Programm. In Zusammenarbeit mit dem Jazzclub Karlsruhe e. V. 29.1. MITTLERES FOYER ca. 2 Stunden, eine Pause

UNSERE HELDEN

ENSEMBLEMITGLIEDER STELLEN SICH VOR

12.2., STUDIO 1 ½ Stunden, keine Pause

Ilija Trojanow liest

Autorenlesung aus EisTau Ilja Trojanow, der deutschbulgarische Erfolgsautor des Weltensammlers, liest aus seinem neuen Roman EisTau. Ein Mann liebt die Gletscher so sehr, dass er an ihrem Sterben verzweifelt. Im Rahmen der Karlsruher Gespräche 12.2. Mittleres Foyer ca. 1 ½ Stunden, keine Pause

Das neue Stück II – Mitteilung Nummer 10

Mit Rebecca Raffell, Andrew Finden & Matthias Lamp

von Samuel Gallet, aus dem Französischen von Silvia Berutti-Ronelt

16.1. Unteres Foyer

Lesung mit Schauspielern des

B C CH D E K KL L M ML PL R V

Bühne Chor Choreographie Dramaturgie Einstudierung Kostüme Künstlerische Leitung Licht Musik Musikalische Leitung Produktionsleitung Regie Video

Aktuelle Informationen im Monatsleporello sowie www.staatstheater.karlsruhe.de BADISCHES STAATSTHEATR KARLSRUHE, GROSSES HAUS, KLEINES HAUS & STUDIO Baumeisterstraße 11 76137 Karlsruhe Telefon 0721 35 57 0 JUNGES STAATSTHEATER IN DER INSEL Karlstraße 49 b 76133 Karlsruhe Telefon 0721 72 58 09 10 THEATERKASSE Mo-Fr 10-18.30 Uhr Sa 10-13 Uhr TELEFON 0721 93 33 33 FAX 0721 0721 35 57 34 6 E-MAIL kartenverkauf@staatstheater.karlsruhe.de ONLINE www.staatstheater. karlsruhe.de/karten/online

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27.2. Mittleres Foyer

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Anlässlich der Karlsruher Aufführung von Grabbes Erstlingswerk Herzog Theodor von Gothland diskutieren GrabbeExperten und Theatermacher über einen der umstrittensten Dichter seiner Zeit, der mit seinen dramatischen Werken verstört und fasziniert und das Theater bis heute vor große Herausforderungen stellt.

Im Gespräch: Pfarrer Frank Schaber, Dekanstellvertreter der Evangelischen Kirche in Karlsruhe, und Mitglieder des Badischen Staatstheaters Karlsruhe Moderation: Joachim Faber Leiter der Bezirksstelle für Evangelische Erwachsenenbildung Karlsruhe

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Podiumsgespräch mit dem stellvertretenden Präsidenten der Grabbe-Gesellschaft Prof. Dr. Lothar Ehrlich, Regisseur Martin Nimz u. a.

THEATERGESPRÄCH ÜBER GOTT UND DIE WELT ORPHEUS STEIGT HERAB

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Immer ein unbequemer Zeitgenosse – Christian Dietrich Grabbe

14.2. STUDIO 1 ½ Stunden, keine Pause

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Poetisch, dramatisch – neu! Schauspieler des Ensembles stellen ab sofort einmal im Monat mit Lesungen und Gesprächen junge deutschsprachige und internationale Autoren vor. In der ersten Runde zu Gast ist Wolfram Lotz, Autor des Stücks Der große Marsch, das die Spielzeit im STUDIO eröffnet hat. Mit bestechender Leichtigkeit nähert der Kleist-Förderpreis-Gewinner 2011 sich auch in Einige Nachrichten an das All existentiellen Fragen des modernen Menschen auf seiner Suche nach einem Ausweg aus der kosmischen Verlorenheit.

12. 2. STUDIO ca. 1 ¼ Stunden, keine Pause

Entweder zusammen mit Frühstücksbuffet am Sonntag oder die Goldkarte.

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von Wolfram Lotz Lesung mit Schauspielern des Ensembles & Autorengespräch

Zum Abschluß der 16. Karlsruher Gespräche zum Thema „Alles in (Un-)Ordnung? Neue Unübersichtlichkeiten in einer globalisierten Welt“ unterwerfen Schauspieler sich einem Kreuzverhör. Eine Performance aus Fragen und Antworten, zwischen Wissen und Gewissen. In Zusammenarbeit mit dem ZAK Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am KIT Schauspieler des Ensembles

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Das neue Stück I – Einige Nachrichten an das All

von Tim Etchells

Verschenken Sie ein paar Stunden anregende Unterhaltung in der Schauburg.

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Das Volkstheaterprojekt Der Gastfreund / Die Argonauten wird gefördert im Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes. Mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde des Staatstheaters Karlsruhe, Informationen unter gastfreund@staatstheater.karlsruhe.de

QUIZOOLA!

Ensembles & Autorengespräch Die zweite Ausgabe der Reihe Das neue Stück im STUDIO bestreitet der junge französische Autor Samuel Gallet, dessen atmosphärisches Endzeitdrama Communiqué N°10 – Mitteilung Nummer 10 über acht Menschen, deren Lebensgeschichten sich in den umkämpften Straßen einer Großstadt schicksalhaft verbinden, 2010 bei den Autorentheatertagen in Lyon ausgezeichnet wurde.

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27.2. STUDIO, ca. 1 ½ Stunden, Eintritt frei! R Mareike Mikat M Peter Schneider D Kerstin Grübmeyer, Michael Nijs PL Jenny Flügge Schauspieler des Ensembles & Karlsruher Bürger

Mit Joana Kitzl, Stefanie Schaefer & Jaco Venter, Moderation: Christina Niessen 8.2. Unteres Foyer

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Der Februar steht im Zeichen des Körpers. Was ist eigentlich ein „Fremd-Körper“? Wann fühlen wir uns in unserem eigenen Körper fremd? Eine Entdeckungsreise gemeinsam mit Schauspielern des Ensembles – von der Laola über die Kontaktimpro bis zur Sitzblockade.

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DIE TEXTSTELLE tschick

Ich muss dir ein Geheimnis verraten, sagte ich. Ich bin der grOSSte Feigling unter der Sonne. Der grOSSte Langweiler und der grOSSte Feigling, und jetzt kOnnen wir zu FuSS weiter. Auf einem Feldweg wUrd ich’s vielleicht versuchen mit dem Wagen. Aber nicht auf der Autobahn Szene aus Wolfgang Herrndorf Tschick

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, studierte Malerei und zeichnet für die Titanic. Nach dem 2002 erschienen Debütroman In Plüschgewittern veröffentlichte er 2010 den Roman Tschick, der ab dem 4.2. in der INSEL auf dem Spielplan steht. 40


DIE KINDERSEITE dino und die arche

dino und die arche

Zum ersten Mal gibt es bei den Händel-Festspielen auch eine Kinderoper. Der junge Komponist Thomas Leininger, ein echter Experte für Barock-Musik, gibt den Dinosauriern die passende Stimme – endlich erfahren wir, warum diese Giganten es nicht auf die Arche Noah geschafft haben und wie sie schließlich doch überleben konnten! Bühnenbildner Flurin Madsen hat sich bei seinem Szenen-Entwurf ebenfalls ans Barock-Theater angelehnt. Doch wie könnte es aussehen, wenn man einen modernen Opernsänger in einen Saurier verwandelt? Darüber haben sich Karlsruher Schüler Gedanken gemacht.

In unserer neuen Kinderoper Dino und die Arche, die am 19.2. Premiere feiert, verwandeln sich Opernsänger in Dinosaurier. Wie das gehen soll? Hier die Antwort von Constantin Fleißner aus der Klasse 7d des Fichte-Gymnasiums in Karlsruhe. 41


Eleganz in Perfektion Kunst ist Inspiration – Inspiration ist die Quelle neuer Ideen. Als Genossenschaftsbank ist es uns wichtig, uns um die Gesellschaft zu kümmern: als zuverlässiger Partner an Ihrer Seite und an der Seite der Schönen Künste, von Tanz über die Musik bis hin zur Bildenden Kunst. Wir freuen uns auf eine unvergessliche Vorstellung und wünschen Ihnen inspirierende Stunden mit Siegfried, getanzt vom Ballett des Badischen Staatstheaters Karlsruhe.

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DAS MAGAZIN Nr. 2  

Theatermagazin des STAATSTHEATERS KARLSRUHE