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Nr. 18 / Sommer 2010 Zeitschrift f端r Patienten und Freunde der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund gGmbH

Johannes im

DIALOG Chemotherapie

Der als DasApotheker Licht im ist Dunkel Lotse immer gefragt Gottesdienst f端r Demenzkranke 5 Jahre Ethik-Komitee | WLAN am Krankenbett

Ferner lesen Sie in dieser Ausgabe 10 Jahre Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Folgenschwere Zuckerkrankheit Service-orientierte Patientenversorgung Verbessert Kernspin die Trefferquote?

Unsere Einrichtungen: Einrichtungen: St.-Johannes-Hospital, St.-Johannes-Hospital,Marien MarienHospital, Hospital, Christinenstift, Christinenstift, St.-Elisabeth-Krankenhaus, St.-Elisabeth-Altenpflege, St.-Elisabeth-Krankenhaus, St.-Elisabeth-Altenpflege, Jugendhilfe JugendhilfeSt.St. Elisabeth, Elisabeth, St. Josefinenstift, Ambulantes Ambulantes OP-Zentrum OP-Zentrum am amSt.-Johannes-Hospital St.-Johannes-Hospital

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Momentaufnahme

Parkhaus Amalienstraße Eröffnung am 14. April 2010. 458 Stellplätze. 24 Stunden geöffnet. Parkgebühr 1,00 Euro pro Stunde.

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Editorial und Inhalt

Herzlich

Willkommen liebe

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, um unsere Transparenz zu erhöhen und genau zu prüfen, wo wir unsere Leistungen verbessern können, haben wir im letzten Jahr an verschiedenen Umfragen teilgenommen. Wir haben unsere Mitarbeiter detailliert befragt, wie sie mit ihrem Unternehmen zufrieden sind. Und wir haben Sie, als unsere Patienten, ebenfalls befragt. Die Patientenbefragung lief sogar auf zweifacher Schiene, d. h. wir haben Sie im Rahmen des Klinikführers Rhein Ruhr und der Weißen Liste befragt. Seit kurzem sind die Ergebnisse veröffentlicht und für uns durchweg positiv ausgefallen. Auf diesem Weg möchte ich mich bei Ihnen für Ihre offene Meinung bedanken. Auf unserer Internetseite können Sie die Bewertungen demnächst unter www.st-johannes.de finden. Gleichwohl gibt es noch Lücken, die wir ausbessern müssen. Zu allen Kritikpunkten werden wir zeitnah Strategien entwickeln und umsetzten. Eine davon haben wir am 14.April dieses Jahres zu Ende gebracht und unser neues Parkhaus am St.Johannes-Hospital eröffnet. Nun stehen Ihnen, Ihren Besuchern und unseren Mitarbeitern an 24 Stunden am Tag 458

Parkplätze, behindertengerecht, zur Verfügung. Und das zu einem moderaten Preis von 1,- Euro pro Stunde. Wir freuen uns, das leidliche Parkplatz-Problem damit gelöst zu haben.

Leser

Inhalt Chemotherapie – Der Apotheker ist als Lotse immer gefragt

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Ein weiteres positives Thema in unserer Gesellschaft ist für mich das 5jährige Bestehen des Ethikkomitees. Es setzt sich aus ehrenamtlichen Vertretern verschiedener Berufsgruppen zusammen. Probleme mit schwierigen moralischen oder ethischen Entscheidungen werden hier beraten. Aus dieser Diskussion hat das Komitee bereits 5 Leitfäden veröffentlicht, anhand derer Konflikte besser eingeschätzt werden können. Sie finden in dieser Ausgabe einen Beitrag dazu.

Schaufensterkrankheit

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Aktuelles aus der Medizin

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Integrationskultur – Gemeinsame Ziele schweißen zusammen

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Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen viel Freude beim Lesen und eine angenehme Sommerzeit.

5 Jahre Ethik-Komitee Orientierungshilfe für den klinischen Alltag

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Bestattungskultur – Erinnerungen an den Tod

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WLAN am Krankenbett – Komfort für den Patienten

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Neues aus der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft 13 Ihr Günther Nierhoff (Geschäftsführer)

Seelsorge in der Jugendhilfe – Ein Rahmen für persönliche Nöte

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Dekubitus – Wundliegen muss nicht sein

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Bunte Seite

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Impressum: Johannes im DIALOG Nr. 18 / Sommer 2010, 5. Jahrgang, Nachdruck und Vervielfältigung von Artikeln (auch auszugsweise) ist nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung durch den Herausgeber gestattet. Herausgeber: Kath. St.-Johannes-Gesellschaft gGmbH, Johannesstraße 9–17, 44137 Dortmund, www.st-johannes.de Redaktionsrat: Dr. Holger Böhm, Friedhelm Evermann, Hans-Werner Gräber, Katrin Graul, Natascha Labeth, Stefan Redenz, Rainer Richter, Frank Scheele, Birgit Stahnke, Gudula Stroetzel, Beate Winterberg, Thomas Wirriger; v.i.S.d.P.: Gudula Stroetzel, Redaktion und Text: Dr. Holger Böhm, Dortmund, www.skriptstudio.de; Design: gestaltend – Design­büro Frank Scheele, www.gestaltend.de, Katrin Graul; Titelfoto: Dieter Menne – Ruhr Nachrichten, www.dortmund-bild.de; Illustration: Ari Plikat, Dortmund, www.ariplikat.de; Druck: Koffler+Kurz MedienManagement GmbH, Dortmund, www.kkmedien.de; Johannes im Dialog erscheint viermal im Jahr, nächste Ausgabe: Herbst 2010; Auflage: 8.000 Exemplare

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Chemotherapie

Apotheker

Der

Die Medikamente für eine Chemotherapie sind auf jeden einzelnen Patienten abgestimmt und werden unter höchsten Sterilitätskriterien so frisch wie möglich zubereitet. Bildnachweis: Dieter Menne – Ruhr Nachrichten

Krebs gehört bereits heute zu den am häufigsten gestellten Diagnosen. Bei der kontinuierlich steigenden Lebenserwartung und sich somit deutlich ändernden Altersstruktur der Bevölkerung wird die Diagnose Krebs in den nächsten Jahren weiter stark und stetig zunehmen. Dank der immer weiter verbesserten Medikamente und einer konsequenten Individualisierung der Chemotherapie gelingt es zunehmend besser, das Leben von Menschen mit Krebserkrankungen erträglicher zu gestalten, zu verlängern und in bestimmten Fällen sogar eine Heilung herbeizuführen. In der Apotheke der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft sind im vergangenen Jahr rund 22.000 Zubereitungen für die onkologische Behandlung hergestellt worden, 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor, und auch für dieses Jahr wird ein entsprechender Zuwachs erwartet.

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Jeden Morgen um 6.30 Uhr beginnen drei Pharmazeutisch Technische Mitarbeiterinnen und zwei Apotheker in den gerade neu bezogenen Räumlichkeiten mit der Zubereitung der für diesen Tag benötigten Chemotherapien. Sie versorgen nicht nur die Patienten der St.-Johannes-Gesellschaft, sondern auch die Patienten in allen vier Häusern des Kath. Hospitalverbundes Hellweg in Unna, Soest, Werl und Wickede-Wimbern. Die Dauer der Zubereitung hängt von den benötigten Wirkstoffen ab, die aufgelöst und zusammengeführt werden müssen. Nur mit elektronischer Anbindung eines Bestellsystems, eines erprobten und sicheren Herstellungsverfahrens und festgelegter, verlässlicher Belieferungsstruktur ist diese umfangreiche Versorgung möglich. Vor 16.00 Uhr ist in dem hochmodernen Zytosta­ tika-Labor selten Dienstschluss.

ist

als

Lots

Die Apotheker übernehmen eine große Verantwortung, denn sie haben den Anspruch, jede Anforderung auf Plausi­ bilität zu prüfen. Dabei kontrollieren sie nicht nur, ob das Therapieschema zur Diagnose passt, sondern auch, ob es dem Beschluss der Tumorkonferenz entspricht und sich mit vorangehenden Therapien und begleitenden Medikamenten verträgt. Das gelingt ihnen nur, weil sie den Therapieplan für jeden Patienten im Computer erfasst haben. Der Therapieplan ist der mit den Ärzten erstellte Leitfaden, an dem sich alle orientieren, die mit der Behandlung des Patienten betraut sind. Er wird ständig aktualisiert und liefert Informationen über die individuellen Begleitumstände jedes Krankheitsfalles.

Jede Therapie wird auf Plausibilität geprüft „Die Zahl der Chemotherapie-Zyklen ist sehr variabel“, erklärt der Leiter des Zytostatika-Labors, Mathias Nietzke. „Beim Blasenkarzinom sind es manchmal nur drei oder vier Behandlungen, beim Non-Hodgkin-Lymphom besteht allein die Basisbehandlung aus sechs Therapiezyklen. Wenn sich der Krebs im ganzen Körper verbreitet hat, kann eine palliative Chemotherapie zu einer lebensbegleitenden Behandlung werden.“ Chemotherapie ist nicht gleich Chemotherapie. Zum einen gibt es Anwen­ dungen, die vor oder nach einer Operation eingesetzt werden, um die chirurgische Behandlung zu erleichtern oder zu ergänzen. Bei diesen Chemo-


Reportage

e immer

gefragt

therapien muss der Patient oft starke Beeinträchtigungen hinnehmen, dafür ist das Ziel im Idealfall aber auch die Heilung. Bei Patienten, bei denen der Krebs auf andere Organe übergegriffen hat und eine Heilung nicht mehr möglich ist, kommt die Chemotherapie hingegen mit dem Ziel zum Einsatz, das Tumorwachstum unter Kontrolle zu halten und die Beschwerden zu lindern. „Diese palliative Anwendung der Chemo­therapie erfolgt mit maximaler Begleitmedikation gegen Unver­ träglichkeit und Übelkeit und soll eine möglichst hohe Lebensqualität ermöglichen“, sagt der Laborleiter und versichert: „Mit einer palliativen Chemotherapie können auch schwer­ erkrankte Patienten unter Umständen noch über Jahre unter guten Bedingungen leben.“

Für jeden Zweck die richtige Zubereitung Die Behandlung von Krebspatienten wird in der Tumorkonferenz festgelegt. Hier kommen Ärzte aus allen Fach­ richtungen zusammen, um gemeinsam über jeden Fall zu beraten. Auch die Apotheker sind stimmberechtigte Mitglieder und bringen bei Bedarf ihre Expertise in die Entscheidungen dieses Gremiums ein. „Die Chemotherapie ist heute deutlich differenzierter geworden“, stellt Nietzke fest. „Wo es früher zwei Schemata für einen Erkrankungsfall gab, da gibt es heute viele verschiedene Therapieschemata, bei denen eine Kombination nicht nur aus zwei, sondern oft aus drei oder vier Wirkstoffen

zum Einsatz kommt.“ Die Entscheidung der Tumorkonferenz ist grundsätzlich ein Vorschlag für den Patienten. Der Betroffene kann immer eine Zweitmeinung einholen oder die Empfehlung z.B. für eine aggressive Chemotherapie ablehnen. In einem solchen Fall wird ihm eine Behandlungsalternative angeboten.

Expertise in der Tumor­ konferenz geschätzt Die Apotheker sind in der Tumor­kon­ ferenz auch für die elektronische Dokumen­t ation der Beschlüsse der Tumor­konferenz zuständig. „Der Apotheker versteht sich als Lotse in der Chemotherapie, der die Patientendaten pflegt und aktualisiert, um Therapievollständigkeit und Therapietreue zu sichern“, betont Ulrich Sommer, der Leiter der Apotheke. Dank der individuellen Abstimmung verzeichnet der Apotheken-Chef bei Chemotherapien vergleichsweise wenig Patienten, die ihre Behandlung vorzeitig abbrechen: “Wir haben sehr viel Zeit und Engagement in die Begleitmedikation gesteckt und eine große Kompetenz aufgebaut. Deshalb liegt unsere Quote für die Thera­pietreue beim Brustkrebs zum Beispiel bei rund 95 Prozent. In Vergleich mit anderen Brustzentren ist das eine besonders gute Quote“ Je nach Konstitution und Bedarf können die Patienten ihre Chemotherapie ambulant oder stationär erhalten. Die über Jahre von den Apothekern gepflegte Datenbank zu den verschiedenen individuellen Zubereitungen und Verabrei-

Detaillierte Etikettierung verhindert Verwechselungen - Sorgfalt und Sicherheit für den Patienten sind das oberste Gebot.

chungsformen erlaubt es dem Sekretariat der onkologischen Ambulanz heute, Wartezeiten und Leerlaufphasen weitgehend zu vermeiden. Die Zytostatika werden termingerecht zubereitet und geliefert, der erforderliche Zeitbedarf ist bekannt und so kann ein lückenloser Belegungsplan für die Therapiestühle einen effizienten Tagesablauf gewährleisten. Wenn in kritischen Einzelfällen schnell verderbliche Zubereitungen verabreicht werden müssen, kommt der Apotheker auch zum Patienten, um die Schwestern bei der Versorgung zu unterstützen. „Die Chemotherapie ist heute verträg­ licher geworden als früher, weil die Begleitmedikation besser geworden ist, und sie ist wirksamer geworden, weil gezielter therapiert werden kann“, sagt der Laborleiter Mathias Nietzke. „Wir haben viel Erfahrung bei der Abmilderung von unvermeidlichen Nebenwirkungen und kümmern und sorgfältig um die Symptome jedes einzelnen Patienten.“

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Gesundheit Schaufensterkrankheit

Spezieller

Aspekt

größeren eines Krankheitskomplexes

Das Namen gebende Symptom der Schaufensterkrankheit ist die Einschränkung der Gehfähigkeit, die mit Wadenkrämpfen oder Schmerzen in den Waden einhergehen kann. Die betroffenen Menschen müssen oft pausieren, wenn sie zu Fuß unterwegs sind. Im Unterschied zu Erkrankungen der Venen bessern sich die Beschwerden bei dieser Arterienerkrankung nicht, wenn die Patienten die Beine hochlegen.

Schmerzen in den Beinen zwingen Patienten mit arteriellen Durchblutungsstörungen immer wieder zum Pausieren Dr. Klemens Sondern

„Die arterielle Verschlusskrankheit in den Beinen ist eigentlich nur die spezielle Ausprägung eines umfassenderen Krankheitsbildes: der Arteriosklerose“, erklärt Dr. Klemens Sondern vom Marien Hospital in Hombruch. „Man sollte die Erkrankung nicht isoliert betrachten. Sie steht in der Regel im Zusammenhang mit anderen Gesundheitsproblemen, die unsere moderne Zivilgesellschaft prägen: Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes und chronischer Nikotinkonsum.“

Optimale Versorgung im Gefäßzentrum

Die Ursache der Beschwerden ist letztlich eine Verengung der Blutgefäße durch verkalkende Fettablagerungen an den Gefäßinnenwänden. Davon können grundsätzlich alle Schlagadern des Körpers betroffen sein. Welche Arterien im Einzelfall in Mitleidenschaft gezogen sind, hängt von erblichen Vorbelastungen und individuellen Risikofaktoren ab. Oft sind auf die Dauer mehrere Körperregionen betroffen. Deshalb ist es gar nicht so selten, dass die Diagnose einer Gefäßkrankheit in den Beinen Vorbote für

„In der St.-Johannes-Gesellschaft haben wir im Rahmen des Gefäßzentrums dazu alle Möglichkeiten“, betont der Chefarzt der Inneren Medizin. Hier ziehen alle Beteiligten von der vorstationären Diagnostik über die Diabetologie, die Angiologie und die Radiologie bis hin zur Gefäßchirurgie an einem Strang. „Die Gefäßdiagnostik wird direkt im Marien Hospital durchgeführt“, so Dr. Sondern. „aufwändigere Diagnostik oder operative Eingriffe der Blutgefäße werden in der Radiologie oder der Gefäß­chirurgie durchgeführt.“

einen späteren Schlaganfall oder Herzinfarkt ist. Aus diesem Grund ist die Schaufensterkrankheit auch keine harmlose Wohlstandserkrankung. Sie muss vielmehr Anlass für eine gründliche Unter­suchung sein, in welcher der Gesundheitszustand insgesamt genau unter die Lupe genommen wird.

Die Schaufensterkrankheit ist keine Alters­erkrankung. Sie kann auch schon 40-Jährige treffen. Wenn sie früh erkannt wird, ist kein operativer oder radio­logischer Eingriff nötig. Gehtraining und Minimierung von Risikofaktoren sind die ersten Maßnahmen. Oft geht der Schaufensterkrankheit aber eine andere unerkannte Erkrankung wie Bluthochdruck, eine Fettstoffwech­ sel­störung oder ein Zuckerkrankheit voraus. Dann besteht unbedingt Behandlungsbedarf, um schwerwiegende Folgeerkrankungen zu vermeiden. Menschen mit Diabetes haben ein besonderes Problem. Wenn sie eine arte­ rielle Verschlusskrankheit bekommen, kann es sein, dass sie wegen einer gleichzeitig sich entwickelnden Nervenschädigung keine Schmerzen in den Beinen spüren. Der „Diabetische Fuß“, also eine nicht heilende Fußverletzung, ist dann oft der erste, schon bedrohliche Hinweis. Diese Patienten werden in der Hombrucher Fußambulanz behandelt.

St. Josefinenstift


Fokus Gesundheit Kurzgefasst

Aktuelles

aus der

Gestationsdiabetes

Screening gefordert Insgesamt 4,4 Prozent aller Frauen, die 2008 ein Kind zur Welt brachten, hatten einen Diabetes mellitus. Nur bei wenigen war die Zuckerkrankheit bekannt, die meisten erkrankten erst während der Schwangerschaft. Die Ärzte sprechen dann von einem Gestations­diabetes, einer besonderen Glukosetoleranzstörung in der Schwangerschaft. Er könnte noch häufiger vorkommen, als die Zahlen vermuten lassen. Nach Schätzung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) werden in Deutschland mehr als 50 Prozent dieser Erkrankungen übersehen. Die Folgen des Gestationsdiabetes sind ein zu hohes Geburtsgewicht des Babys und häufige Geburtskomplikationen. Bleibt der Diabetes unbehandelt, so treten sie fünfmal häufiger als bei gesunden Müttern auf. Deshalb fordert die DDG ein verbessertes Screening: „Ein Blutzucker-Suchtest muss dringend den Urinzucker-Streifentest ersetzen und in die Mutterschaftsrichtlinien aufgenommen werden.“

Oxytocin

Hormonspray macht Männer sensibel Darauf haben die Frauen sicher gewartet: Ein Hormon verbessert bei Männern die Fähigkeit, sich emotional in ihre Mitmenschen hineinzuversetzen. Die Substanz sensibilisiert zudem für so genannte „soziale Verstärker“ wie

lobende oder tadelnde Gesichter. Das zeigt eine Studie, an der Bonner Wissenschaftler beteiligt waren. Bei dem Experiment erhielten 24 Männer zu Beginn ein Oxytocin-haltiges Nasenspray, 24 weitere Männer erhielten ein Placebo. Danach sollten sie Fotos von emo­ tional aufgeladenen Situationen in Bezug auf ihr Mitgefühl bewerten: ein weinendes Kind, ein Mädchen, das seine Katze umarmt, einen trauernden Mann. Die Oxytocin-Gruppe gab signifikant höhere emotionale Empathie-Werte zu Protokoll als die Placebo-Gruppe. Die getesteten Männer erreichten beim emotionalen Einfühlungsvermögen Werte, wie sie sonst für Frauen typisch sind. Normalerweise kann das „schwache“ Geschlecht in punkto „Empathie“ einen deutlichen Vorsprung verbuchen.

Medizin Fälle aus Baden-Württemberg gemeldet. Neben der Impfung ist Vorsorge wichtig, denn die Zecken übertragen auch Bakterien, die eine Borreliose-Erkrankung hervorrufen können. Gegen Borreliose gibt es keinen Impfschutz. Wenn die Symptome frühzeitig erkannt werden, kann die Krankheit jedoch gut geheilt werden.

Vorsicht Zeckenbiss

Zeit für die Impfung Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) breitet sich unaufhaltsam aus. Auch in Deutschland kommen jährlich neue Risikogebiete hinzu. Eine wichtige Ursache dafür ist in der Klimaveränderung zu sehen. Im klassischen Risikogebiet Baden-Württemberg zum Beispiel erhöhte sich die Temperatur im Zeitraum von 1951-2000 um durchschnittlich 0,6-1,5 °C, bei steigender Zahl warmer Sommertage (>25 °C) und abnehmender Zahl kalter Wintertage (<0 °C). 2009 traten die meisten FSMEErkrankungen im Süden Deutschlands auf: Von 313 Fällen deutschlandweit wurden 130 Fälle aus Bayern und 146

Vor der Reise an den Impfschutz denken! Foto: Gina Sanders - Fotolia.com

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Ziele Gemeinsameschweißen Integrationskultur

zusam

„In unserer Klinik stehen Ärzte und Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen Seite an Seite mit dem gemeinsamen Ziel, oft schwerkranken Patienten wieder auf die Beine zu helfen“, sagt Prof. Dr. Hubertus Heuer, der Ärztliche Direktor des St.-JohannesHospitals. „Bei uns ist Integration längst alltägliche Selbstverständlichkeit“, fügt Dr. Schugufa Amirie, Assistentensprecherin der Klinik für Innere Medizin I, im Interview mit „Johannes im Dialog“-Redakteur Dr. Holger Böhm hinzu. Die Eltern der jungen Assistenzärztin mit deutscher Staatsbürgerschaft sind aus Afghanistan nach Deutschland immigriert.

Menschen, die in ihren Heimatländern, insbesondere EU-Ländern wie Griechenland oder Bulgarien, studiert haben und nun in Deutschland arbeiten. Böhm: Wie kommt es, dass so viele Menschen aus aller Welt in Ihrer Klinik arbeiten? Heuer: Es gibt in unserem Krankenhaus auch andere Abteilungen, in denen der Anteil hoch ist. Ich denke, das hat etwas mit dem Ruhrgebiet zu tun. Viele haben zum Beispiel in Bochum studiert. Wer das Ruhrgebiet einmal kennengelernt hat und weiß, wie schön es hier ist, der bleibt auch gerne in der Region. Dortmund bietet sich da als attraktive Stadt zum Leben und Arbeiten an.

Heuer: Zum einen ist Deutschland insgesamt zu einem Migrationsland geworden. Hinzu kommt, dass die Mobilität innerhalb der erweiterten Euro­päischen Union erheblich zugenommen hat. Heute ist es für einen polnischen Arzt kein Problem, in Deutschland zu arbeiten. Und außerdem ist es schon so, dass wir einen Ärztenotstand haben. Es fehlen in Deutschland Ärzte und wir sind darauf angewiesen, dass Mediziner aus aller Welt bereit sind, bei uns zu arbeiten.

Amirie: Die Kollegen werden nach ihrer fachlichen und menschlichen Kompetenz ausgewählt. Nur darauf kommt es an, der sozio-kulturelle Hintergrund ist bei der Arbeit unwichtig. Wir haben ein multikulturelles Team, was uns befähigt, Böhm: Wie groß ist der Anteil von Amirie: Das Ruhrgebiet ist ein Schmelz- auf unser multikulturelles Klientel optiÄrzten mit Migrationshintergrund in tiegel und ist es schon immer gewesen. mal einzugehen. Ihrer Klinik? Hier ist man einfach multikulturell orientiert und das spiegelt sich auch im Böhm: Aber es gibt doch sicher UnterHeuer: 17 von 52 Ärzten haben eine Krankenhaus wider. Der Migrationshin- schiede in der Mentalität oder bei den andere kulturelle Herkunft. Das Spekt- tergrund spielt hier in unserer Abteilung Einstellungen? Wie steht es mit anderum der Herkunftsländer reicht vom keine Rolle. Es gibt sicherlich immer Nahen bis in den Fernen Osten und von noch Bereiche in der Gesellschaft, in Mitteleuropa bis nach Afrika. Unsere denen Unterschiede gemacht werden, Ärzte stammen zum Beispiel aus Polen, zum Beispiel bei Juristen. Die Medizin Griechenland oder der Türkei, aber ist dagegen viel internationaler. auch aus Afghanistan, Syrien, Marokko, Indonesien oder aus Kamerun. Heuer: Als ich vor zwanzig Jahren als Arzt angefangen habe, war das noch Amirie: Dabei muss man unterschei- anders. Damals waren Kollegen fremden zwischen Deutschen, deren Eltern der Herkunft noch die Ausnahme. Dieeingewandert sind so wie in meinem ses Bild hat sich in ganz kurzer Zeit Fall, Menschen, die zum Studium hier- völlig verändert. hergekommen sind und jetzt hier leben Bei uns wird Integration gelebt – Prof. Dr. Hubertus Heuer und Dr. Schugufa Amirie oder nach der Facharztausbildung in Böhm: Was hat diesen Wandel ihre Heimat zurückkehren wollen, und bewirkt?


Interview

men ren Religionen in einer katholischen Einrichtung? Heuer: Normalerweise fallen solche Unterschiede gar nicht auf. Bei der Behandlung von Patienten ist es unumgänglich ganz eng und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Alle müssen an einem Strang ziehen, wenn es dem Patienten wieder besser gehen soll. Die Unterschiede bemerkt man eigentlich erst an Feiertagen. Katholische und evangelische Christen feiern Weihnachten an einem anderen Tag als orthodoxe Christen. Muslime feiern stattdessen das Zuckerfest am Ende des Ramadan. In der Medizin zählt die Kompetenz, nicht die Herkunft – das Ärzte-Team der Kardiologie ist international Darauf wird natürlich Rücksicht genommen, das wirkt sich dann zum Beispiel auf die Dienstpläne aus. Kulturkreis, zu dem er gehört, auf Pa- Dann gehe ich auf die Menschen zu, grütientenwunsch den entsprechenden ße und beginne mit der Untersuchung Amirie: Wir haben natürlich schon un- seelsorgerischen Beistand herbeiho- oder einer Behandlung. Nach meiner Erterschiedliche kulturelle Prägungen len. Wir haben ein gemeinsames Leit- fahrung ist meine Herkunft spätestens und unterschiedliche Sozialisationen. bild, das für unser Handeln maßgeblich nach fünf Minuten überhaupt kein TheAuf der anderen Seite zeigen die Kolle- ist und dem jeder Mitarbeiter zuge- ma mehr. Die Patienten lassen sich dargen eine hohe Bereitschaft, sich zu in- stimmt hat. auf ein, nicht auf Äußerlichkeiten zu tegrieren. Das sieht man zum Beispiel achten sondern darauf, wie sich jemand immer wieder daran, wie schnell Neu- Amirie: „Von Mensch zu Mensch“ ist fachlich und sozial verhält. Für sie ist nur ankömmlinge die deutsche Sprache das Motto unseres Leitbildes und das wichtig, ob der Arzt ihr Problem versteht lernen. Integration ist richtig, aber bringt zum Ausdruck, dass wir, egal und es lösen kann. Darum geht es ja Assi­milation wäre falsch. Sicher re- welcher Religion wir angehören, ge- letztendlich, dass man Probleme erfasst agiert ein Orientale emotionaler im meinsame, menschliche Werte teilen, und für die Patienten löst. Umgang mit dem Tod als ein Mitteleu- die die Grundlage für unsere Arbeit ropäer. Er sieht die Dinge vielleicht aus bilden. Heuer: Bei uns im Krankenhaus wird einer anderen Perspektive. Solche UnIntegration gelebt. Es ist ganz gleich, terschiede empfinde ich als eine Berei- Böhm: Und die Patienten? Wie reagie- wie jemand aussieht, es kommt nur dacherung, sie sind ein Vorteil in der ren sie, wenn sie mit Ärzten aus andern rauf an, dass er die erforderliche fachmultikulturellen Gesellschaft. Kulturkreisen konfrontiert sind? liche und menschliche Kompetenz mitbringt. Wenn wir in der Gesellschaft Heuer: Aber wenn ein Patient auf der Amirie: Ich erlebe manchmal, wenn ich überall schon so weit wären, dann wäIntensivstation stirbt, dann wird jeder in ein Krankenzimmer komme, dass die ren wir einen mächtigen Schritt weiter Kollege völlig unabhängig von dem Patienten im ersten Moment irritiert sind. als wir es heute sind.

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Blickpunkt 5 Jahre Ethik-Komitee

Orientierungshilfe den für klinischen Alltag prozess und zur Therapiezieländerung in Richtung palliativer Behandlung. Eine Neufassung der Empfehlungen zum Umgang mit Patientenverfügungen ist derzeit in Bearbeitung. „Die Empfehlungen sind nicht als verbindliche Verpflichtungen gemeint“, betont der Leiter des Ethik-Komitees. „Es heißt Empfehlung und so soll es auch verstanden werden, das heißt die letzte Verantwortung behält der behandelnde Arzt.“ Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft versuchen, praktische Lösungen für ethische Probleme zu finden

„Wer das Leben als Gabe des Schöpfers respektiert, der versucht nicht, es durch die Aufnahme von Blut zu erhalten.“ – Was macht ein Arzt, wenn er auf einen Patienten trifft, der als Zeuge Jehovas unter Berufung auf seinen Glauben die dringend benötigte Bluttransfusion verweigert? Wie soll er im Konflikt zwischen ärztlichem Ethos und Selbstbestimmungsrecht des Kranken entscheiden?

„Wir wollen zum einen generell in unseren Einrichtungen für das Thema Ethik sensibilisieren“, sagt der Leiter des EthikKomitees, Dr. Horst Luckhaupt. „Zum anderen wollen wir konkrete Hilfe­ stellungen geben, die in unserer Gesellschaft mehrheitsfähig sind und von Geschäftsführung und Direktorium getragen werden.“ Das Ethik-Komitee trifft sich monatlich, um die aktuell anstehende Empfehlung zu bearbeiten. „Das kann mehrere Wochen oder auch Monate in Anspruch nehmen und erfordert Seit fünf Jahren beschäftigt sich das eine intensive Auseinandersetzung mit Ethik-Komitee mit Problemen, die im dem Thema“, erklärt Dr. Luckhaupt. praktischen Klinikalltag von Behandelnden und Pflegenden schwierige 5 Empfehlungen in 5 Jahren Entscheidungen verlangen. Die acht ehrenamtlichen Mitglieder aus Ärzte- Fünf Empfehlungen sind inzwischen schaft, Pflege, Seelsorge und Verwal- ausgearbeitet und in Broschürenform tung entwickeln Empfehlungen, die veröffentlicht worden: zum Umgang mit den Beteiligten einen Leitfaden für ihr Zeugen Jehovas, zur künstlichen ErnähHandeln im Umgang mit dem Patien- rung, zum Umgang mit Wahrheit und ten anbieten und gangbare Wege aus Wahrhaftigkeit am Krankenbett, zur palliativ indizierten Sedierung im Sterbedem Konflikt aufzeigen.

Ethische Fallbesprechungen Ebenfalls vor fünf Jahren sind unabhängig vom Ethik-Komitee Modera­ toren ausgebildet worden, die in kritischen Situationen alle Beteiligten an einen Tisch holen, um eine zufriedenstellende Lösung in ethischen Konfliktlagen zu finden. Die beiden Institutionen kooperieren und die Mitglieder des Komitees übernehmen bei Bedarf auch Fallmoderationen. Im Fall des Zeugen Jehovas, der eine benötigte Bluttransfusion ablehnt, stellt die Empfehlung des Ethik-Komitees klar, dass es nicht die Aufgabe des Arztes sein kann, religiöse Überzeugungen infrage zu stellen, selbst wenn sie lebensbedrohliche Konsequenzen haben. Der freie Wille des Patienten ist zu respektieren und es liegt in der Verantwortung des Arztes alternative Behandlungsmöglichkeiten auszuloten und anzubieten. Allerdings kann auch kein Arzt gezwungen werden, gegen seine Überzeugung zu handeln. Im Zweifel müssen Kollegen die Versorgung des Patienten übernehmen.


Seelsorge

Bestattungskultur

Erinnerungen an

den

Tod

Im Lauf der Geschichte verändern sich die Einstellungen der Menschen mit dem Wandel ihrer Lebensumstände. Das gilt auch für den Umgang mit dem Tod, der vor 150 Jahren noch in einer ganz anderen Weise präsent war als das heute der Fall ist.

wird diesem Anliegen heute ein gebührender Raum eingeräumt. Dem Sterbenden und seiner Familie wird oft ein eigenes Zimmer zur Verfügung gestellt, in dem der Prozess des Abschiednehmens ungestört gestaltet werden kann. Es gibt die Palliativmedizin, die ein aktives Leben bis zum Ende möglich maVor allem im ländlichen Bereich war der chen will. Die emotionale Dimension Tod allgegenwärtig. Die Sterblichkeit des Sterbens und der Sterbebegleitung war hoch, so dass die Menschen in ih- gehört zum selbstverständlichen rem familiären Alltag häufig mit dem Bestand­teil im Krankenhausalltag. Sterben konfrontiert waren. Das Totenkleid gehörte zur Aussteuer und die Ein Museum zeigt den Erinnerung an die Endlichkeit unserer Wandel der Zeit irdischen Existenz begleitete die Menschen in Abbildungen vom Sensen- Auch bei der Gestaltung der eigenen mann oder der ablaufenden Sanduhr, Trauer sind Betroffene oft auf der Suche die auf Alltagsutensilien ihren selbst- nach neuen Formen. Der Seelsorger beobachtet immer wieder, dass es gut ist, verständlichen Platz hatten. sich mit dem Verlust eines Angehörigen Suche nach neuen Formen auseinander zu setzen. Trauerarbeit ist des Umgangs wichtig, um nachvollziehen zu können, dass ein geliebter Mensch nicht mehr da Heute findet der Tod meistens im Kran- ist. Nach seiner Erfahrung verarbeiten kenhaus oder im Altenheim statt“, stellt Verwandte, die den Sterbeprozess begleiSeelsorger Olaf Kaiser fest. „Für Kinder ten und die Bestattung organisieren, das und Heranwachsende ist der Prozess Geschehene besser, als Angehörige, die des Sterbens oft gar nicht mehr präsent. nur eben zur Beerdigung kommen. LetzIn den Händen von Ärzten und Pflegen- teren fehlt dann mitunter der emotionale den, Bestattern und Pfarrern ist das Bezug und es fällt ihnen viel schwerer zu Sterben professionalisiert. Noch vor ein realisieren, was geschehen ist. paar Jahrzehnten ging dies soweit, dass die Rede vom Abschieben sterbender Der Wandel der Einstellung zum Tod Menschen die Runde machte.“ kommt für Olaf Kaiser besonders gut im Kasseler Museum für Sepulkral­ Pfarrer Kaiser ist froh darüber, dass kultur zum Ausdruck, das er kürzlich heute viele Menschen wieder eine fa- mit Kollegen aus der Kath. St.-Johannesmiliäre Gestaltung des Sterbeprozesses Gesellschaft besucht hat. Die Dauer­ mit professioneller Hilfe zu verwirkli- ausstellung widmet sich der Bestatchen suchen. Auch im Krankenhaus tungskultur. Neben den Totenhemden

Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel dokumentiert den Umgang mit Tod und Sterben in unserer Gesellschaft – Pfarrer Olaf Kaiser (Mitte) hat das Museum gemeinsam mit Mitarbeitern aus der Kath. St.-JohannesGesellschaft besucht

Copyright: AFD, Museum für Sepulkralkultur, Fotograf: Frank Hellwig

aus der Aussteuer im 19. Jahrhundert findet sich auch das Totenhemd einer zeitgenössischen Künstlerin, das bis zu deren Tod als Exponat im Museum zu sehen ist. Besonders beeindruckt hat Kaiser die Arbeit eines Künstlers, der den Sterbeprozess seines eigenen Vaters in Fotos festgehalten hat. Der Betrachter beobachtet den allmählichen Schwund der Lebenskräfte. „Eine moderne Form der Trauer und des Abschieds, die eine neue Zuwendung zur Auseinandersetzung mit dem Tod verdeutlicht.“

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Aus den Einrichtugen WLAN am Krankenbett

Komfort den Patienten für

Die Nachfrage für Internet während des stationären Aufenthaltes steigt und der Bedarf kann mit dem bisher verfügbaren Angebot über UMTS-Karten nicht mehr gedeckt werden. Mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II konnte am Kath. St.-Johannes-Hospital jetzt der WLAN-Zugriff auf die elektro­ nische Patientenakte während der Visite realisiert werden. In diesem Rahmen wurde auch der Internetzugang am Krankenbett etabliert.

Alles, was der Patient zum Surfen mitbringen muss, ist ein WLAN-fähiges Notebook. Zugangsdaten gibt es in der Aufnahmeabteilung. Dieser auf die Dauer des Aufenthaltes begrenzte Service ist kostenfrei, es fallen weder Telefongebühren noch Stromkosten an. Die mitgebrachten Geräte können im Schrank eingeschlossen werden. Ein darüber hinaus gehender Schutz vor Diebstahl kann allerdings wegen der großen Fluktuation im Haus nicht geboten werden.

Unbegrenztes Surfen Bei der Anmeldung im Krankenhaus erhält der Nutzer Zugangsdaten für das WLAN-Netz und für den Internet­ zugriff, der zur Vermeidung von Missbrauch im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen natürlich protokolliert werden muss. Dazu gibt es eine Anleitung zur Herstellung der Verbindung. „Grundsätzlich müssen die Patienten den Anschluss ihres Gerätes selbst einrichten“, erklärt der Leiter der Kommunikationstechnik, Torsten Emmerich, versichert aber, dass die Technik-Abteilung bei Problemen hilfreich zur Seite stehen wird.

Der Computer ist heute dank WLAN bei der Visite immer dabei - Torsten Emmerich (unten)

Geräte sind einfach zu bedienen und genügen den hygienischen Erfordernissen. Außerhalb der Visite dienen sie als zusätzliche Arbeitsplätze im Schwesternzimmer.

Mobile Visite „Das neue System bedeutet eine immense Erleichterung für die Arbeit am Krankenbett“, erläutert der Kommunikationsspezialist. „Patientendaten können jederzeit zeitnah abgefragt oder aktuell eingepflegt werden. Diagnostische Befunde, Röntgenbilder oder Videos von Herzkatheter-Untersuchungen oder endoskopischen Untersuchungen stehen zur Verfügung und können dem Patienten auf Wunsch auch vorgeführt werden.“ Die Netze für die Patientendaten und den Internetzugang laufen zwar über denselben Router, sind aber sicherheitstechnisch vollständig voneinander isoliert. „Die Kommunikation läuft über unterschiedliche Frequenzen“, so Emmerich. „Ein unberechtigter Übergriff auf vertrauliche Daten ist ausgeschlossen.“

Die ersten Erfahrungen mit dem neuen System sind sehr positiv, Ärzte und Abgeschottet gegen diesen öffent­ Pflegepersonal haben es mit Begeistelichen Teil des WLAN-Netzes läuft die rung angenommen. „Wir gehen davon Verwaltung der elektronischen Patien- aus“, sagt Emmerich, „dass die Patientenakte, auf die nur Ärzte und Pflege- ten ebenso begeistert von dem neuen personal zugreifen können. Die kostenlosen Internetservice Gebrauch Visitenwagen sind seit Mitte März mit machen werden.“ einem PC ausgestattet, der direkt mit dem Krankenhaus-Informations-System verbunden werden kann. Die


Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Auf einen Blick

Spende für die Palliativstation

10 Sitzkissen für die Palliativstation

Im letzten Heft haben wir darüber berichtet, dass die Palliativstation im St.-Johannes-Hospital nun schon 10 Jahre besteht. Anlässlich dieser Feierlichk eit hat das Dortmunder Sanitätshaus eine Spende von 10 Sitzkissen überreicht. Diese, auch als Stillkissen bekannten Kissen, bieten ein unterstützendes und komfortables Sitzen oder Liegen in verschiedenen Positionen. Den Spendern, vertreten durch Herrn Emmerich und seine Assistentin Sonja Gläser-Kronenberg war es besonders daran gelegen, für die Patienten eine Annehmlichkeit mehr zu schaffen. Chefarzt Dr. Herrmann-Josef Pielken und die Oberärztin Dr. Susanne Lindner freuten sich über die Spende.

Cafe-Treff

Wiedereröffnung im Juni Patienten, Angehörige und Mitarbeiter mögen das kleine Café in der Eingangshalle des JoHos. Umso mehr waren sie enttäuscht, als es eines Tages geschlossen war. Jedoch nur zum Umbau. In neuem, freundlichem Ambiente wird es im Juni wieder eröffnet. Snacks, Kaffee, Süßigkeiten, Zeitschriften etc. werden in gewohnter Qualität wieder angeboten. Es gibt Sitzmöglichkeiten, damit auch Wartende ihre Zeit dort verbringen können. Täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr. Kurzfilme im Internet

Kliniken in Wort und Bild Ab Ende Juni wird sich jede Fachabteilung im St.-Johannes-Hospital mit einem Kurzfilm auf der Internetseite www.joho-dortmund.de präsentieren. Der Besucher kann sich über Leistun-

Terminkalender Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie unter:

www.st-johannes.de

Nachtvorlesungen Immer um 18.30 Uhr im Amphi-Saal (Harenberg-City-Center) Di 07.09.2010 Du bist, was du isst! Unsere Ernährung: Jeden Tag und im Krankheitsfall Di 09.11.2010 Hilfe - es reicht! Burnout und Stress - wie bewältigen? Arzt-Patienten-Seminare Di 15.06.2010 Warum altern Männer eher und leben Frauen länger? Dr. Johannes Frömke 17.00 Uhr im Konferenzraum 5 im St.-Johannes-Hospital Kurler Gesundheitstreff – St.-Elisabeth-Krankenhaus Do 29.07.2010 Leben mit Parkinson um 17.30 Uhr Weitere Veranstaltungen Mo 14.06.2010 | Mo 05.07.2010 | Mo 06.09.2010 Weg mit der Brille – Augenlasik 17.30 Uhr im St.-Johannes-Hospital – K2 Jeden. 1. und 3. Mittwoch im Monat, 19.00 Uhr „Rund um die Geburt“ Panoramacafé im St.-Johannes-Hospital

gen, diagnostische Verfahren, Therapien, aber auch über Räumlichkeiten und vieles mehr informieren. Die Filme dauern wenige Minuten und bieten auch für externe Besucher die Möglichkeit, das JoHo kennen zu lernen, ohne direkt vor Ort zu sein.

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Aus den Einrichtungen Editorial und Inhalt Seelsorge in der Jugendhilfe

Ein

persönliche Rahmen für

Nöte

In der Jugendhilfe St.-Elisabeth leben Heranwachsende und Kinder, die durch ungünstige Lebensumstände bereits in jungen Jahren schwere Krisen bewältigen müssen. Sie finden hier für längere Zeit Obhut in betreuten Gruppen mit Gleichaltrigen. In der katholischen Einrichtung gehören natürlich auch Glaube und Religiosität zur Alltagskultur und bilden ein bestimmendes Element im täglichen Umgang mit den Kindern und Jugendlichen.

Basis zu schaffen, die ihnen einen Zugang zu Wegen der Verarbeitung von Ängsten, Sorgen oder Trauer eröffnet.“ Eine Kreuzgestaltung in der Osterzeit oder eine Pfingstwanderung mit anschließendem Pfingstfeuer bieten den Anlass, um über Glaubensinhalte zu sprechen und sie sinnlich erfahrbar zu machen. Die Kinder und Jugendlichen bringen sich in diese Aktivitäten begeistert ein und erstaunen die Erzieher immer wieder mit ihren Kenntnissen über die religiösen Hintergründe.

„Wir versuchen, den Kindern Werte, Haltungen und Normen zu vermitteln“, sagt Annick Tombrink. „Dabei knüpfen wir an Feste wie Ostern oder Pfingsten an und machen Angebote, die es ermöglichen sollen, Glauben gemeinsam auf altersgerechte Weise zu erleben.“ Die Heil­pädagogin hat die Aufgabe übernommen, gemeinsam mit mehreren Kollegen in einer Arbeitsgruppe ein Seelsorge-Konzept für die Jugendhilfe zu erarbeiten. Bei der multikulturellen und multikonfessionellen Zusammensetzung der Bewohner in den Gruppen der Jugendhilfe kann es dabei nur darum gehen, ein Angebot für einen geschützten Rahmen zu schaffen, in dem seelische Probleme verarbeitet werden können.

Ein Ort wie der kleine Andachts- und Gottesdienstraum der Einrichtung ist in diesem Rahmen zu einem mit Leben gefüllten Ort geworden, der von den jungen Bewohnern angenommen und mit selbstproduzierten Bildern oder Objekten gestaltet wird. Für Schicksalsschläge wie den folgenschweren Verkehrsunfall eines Mitbewohners oder den unerwarteten plötzlichen Tod eines Heimkindes ist so ein Ort entstanden, an dem Kinder spontan und ohne Anleitung durch die Erzieher zu gemeinsamer Andacht oder stiller Trauer zusammenfinden. Die eigene Religion

„Gerade pubertierende Jugendliche müssen ja immer erst einmal cool sein und wollen in der Gruppe nicht das Gesicht verlieren“, erklärt Dirk Meier von der Leitung der Jugendhilfe-Einrichtung. „Zunächst einmal ging es uns darum, für die Heranwachsenden eine vertrauensvolle

spielt dann keine so große Rolle, auch muslimische Kinder finden hier einen meditativen Raum. „Hier darf sich jeder mit seinen Gefühlen, Sorgen und Ängsten so zeigen wie er ist“, betont Meier, „und jeder erfährt, dass er genauso gewollt und akzeptiert wird.“ „Wir haben jetzt einen Punkt erreicht, an dem Seelsorge möglich wird“, sagt Annick Tombrink. „Die Kinder beginnen, das Angebot bei Bedarf in Anspruch zu nehmen. Das hat sich zum Beispiel gezeigt, als ein Kind nach dem Verlust eines Elternteils einfach nur den Wunsch geäußert hat, gemeinsam mit einem Erzieher in unserem Andachtsraum beten zu können.“ Soziale und kulturelle Unterschiede müssen in der Seelsorge immer respektiert werden. Aber über alle Unterschiede hinweg gibt es Gemeinsamkeiten beim Umgang mit Sorgen, Ängsten und Trauer. „Wir versuchen, aus unserer christlichen Haltung heraus dafür einen sinnlich erlebbaren Rahmen zu schaffen, der für Kinder und Jugendliche in Problemsituationen akzeptabel ist und ihnen für Ihr Leben weiterhilft“, sagt Meier.

Dirk Meier und Annick Tombrink wollen Glaubensinhalte für junge Menschen sinnlich erfahrbar machen


Beratungs- und Schulungsangebote

Auf einen Blick

Infos

Selbsthilfegruppen

Patienten und Angehörige für

Ernährungsberatung Einzel- und Gruppenschulungen von Patienten und deren Angehörige, die aus gesundheitlichen Gründen eine bestimmte Diät einhalten oder Fragen zum Essen und Trinken haben. Unsere Diätassistentinnen beraten Sie gerne. Die Terminvereinbarung erfolgt telefonisch: St.-Johannes-Hospital: Tel. (0231) 1843-21 51 Marien Hospital: Tel. (0231) 7750-83 28 St.-Elisabeth-Krankenhaus: Tel. (0231) 28920 Diabetesberatung Für Fragen steht Ihnen im St.-Johannes-Hospital unsere Diabetesfachschwester zur Verfügung: Anja Leichtfuß, Tel. (0231) 1843-23 02 im Marien Hospital unsere Diabetes­ beraterinnen DDG: Annika Stahlschmidt oder Hilde Liskus, Tel. (0231) 7750-83 62 Tracheostomaversorgung Beratung und Schulung, Hilfsmittelversorgung und Tracheostomapflege für Halsatmer. Wenden Sie sich an die Station G5, Tel. (0231) 1843-23 71

Stomasprechstunde Für alle stationären Patienten, denen vorübergehend oder dauerhaft ein künstlicher Darmausgang angelegt wurde, bietet das St.-Johannes-Hospital nach dem stationären Aufenthalt eine qualifizierte Stomaberatung und Betreuung durch eine ausgebildete Enterostomatherapeutin an. Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter Tel. (0231) 1843-23 25 Geburtshilfe Informationsveranstaltung: „Alles rund um die Geburt“ incl. Kreißsaalführung jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat um 19.00 Uhr. Treffpunkt: Panorama Café, 4. Etage Hauptgebäude.

Frauenselbsthilfe nach Krebs Wir bieten Gruppen- und Einzelgespräche sowie Telefonberatung unter äußerster Diskretion an. Als Krebskranke helfen wir Krebskranken ehrenamtlich, freiwillig, unbezahlt, ohne Mitgliedsbeiträge zu erheben, als Partner von professionellen Helfern in der Krebstherapie und -nachsorge, nicht als Kon­ kurrenz, mit unseren Erfahrungen und Kenntnissen, in einem regen, vielfältigen Gruppenleben und zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten. Betroffene und Angehörige sind jederzeit bei uns willkommen. Wir treffen uns jeden 2. Dienstag im Monat von 15.00 -17.00 Uhr im Propsteihof 10, Nebensaal 2. Unser im Mai 2008 ins Leben gerufene Gesprächskreis U40 für junge Betroffene, alleinerziehende Mütter und Berufstätige trifft sich am gleichen Ort von 17.00-18.00 Uhr. Weitere Infos bei Erika Ballhausen, Tel. (0231) 13 63 80

Mamazone „mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V.“ bündelt die Power der Betroffenheit und der wissenschaftlichen Kompetenz zu einer Kraft. mamazone-Dortmund bietet betroffenen Frauen Beratung und Begleitung an. Es finden regelmäßig Gruppentreffen statt. Infos: Heide Preuß, Tel. (02306) 53708

Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Dortmund e.V. Präoperative Gespräche zum „Was kommt danach?“. Antragstellung auf Schwerbehinderung bei allen Versorgungsämtern. Monatliche Mitgliederversammlung mit Betreuung von Betroffenen und Angehörigen. Kontakt: Dagmar Schmidt, Tel./Fax (02303) 13 873

Keine Voran­meldung erforderlich. Infos zu Kursen vor und nach der Geburt erhalten Sie in unserem Elterntreff, Tel. (0231) 1843-29 74

Selbsthilfegruppe Herzklappen

Stillberatung Montags bis freitags von 11.30–13.00 Uhr und nach Vereinbarung. Sie er­reichen die Beratung über das Still-Telefon im Säuglingszimmer (0231) 1843-23 33

Selbsthilfegruppe vom Kreuzbund

Stillcafé Dienstags von 14.00 – 16.00 Uhr in den Räumen des Elterntreffs, St.-JohannesHospital, Hoher Wall 14-18

Diese Patienten-Selbsthilfegruppe mit fachlicher Unterstützung der Herzchirurgie und Kardiologie trifft sich jeden Monat im St.-Johannes-Hospital. Infos: Barbara Streich, Tel. (0231) 48 61 30

Trifft sich montags im St.-Elisabeth-Krankenhaus, 19.00 Uhr im Tagesraum 125 Ansprechpartner ist Herr Doll: Tel. (0231) 89 24 59

Deutsche ILCO e.V. Infos: Dortmunder Selbsthilfegruppe, der Deutschen ILCO e.V. Selbsthilfe-Kontaktstelle, Anne Reineke-Schrieber, Tel.: (0231) 445 193

Bundesverband Glaukom – Selbsthilfe e.V. Informationen bei Frau Kipp, Tel.: (0231) 97 10 00 34 oder www.bundesverband-glaukom.de

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Aus den Einrichtungen

nicht muss

Dekubitus

Wundliegen „Mobilisation und Druckentlastung sind das A und O bei der Pflege von Menschen, die durch Alter und vielfache damit einhergehende Erkrankungen in ihrer Beweglichkeit beeinträchtigt sind“, sagt Axel Westermann, der den Pflegedienst im St. Elisabeth-Krankenhaus und dem angeschlossenen Altenheim leitet. Es ist das Ziel sowohl der geriatrischen Behandlung im Krankenhaus als auch der Pflege im Altenheim, die Selbstständigkeit der Menschen soweit wie möglich aufzubauen und zu unterstützen. Das ist zugleich die beste Maßnahme zur Vermeidung eines Dekubitus, also von Druckgeschwüren, die durch zu langes Liegen auf derselben Stelle entstehen können. Unter fortwährendem Druck wird das belastete Gewebe nicht ausreichend durchblutet und kann absterben. Es können chronische Wunden entstehen.

sein

muss auch öfter. Schon bei der Aufnahme wird der Status des Patienten im Rahmen einer sorgfältigen standardisierten Risikoeinschätzung unter anderem im Hinblick auf seine Mobilität, seinen Ernährungszustand und zum Beispiel neurologische Erkrankungen genau erfasst. Auf dieser Basis kann die Pflege rechtzeitig geeignete VorsorgeMaßnahmen in die Wege leiten.

Risikobewertung schon bei der Aufnahme

„Das Risiko für Druckgeschwüre besteht nicht nur im Alter“, erklärt der Pflegedienstleiter. „Auch ein Patient nach einem Schlaganfall ist in dieser Hinsicht gefährdet.“ Weichlagerungsmatratzen, die den Auflagedruck reduzieren, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eiweißreiche Ernährung sind weitere Hilfsmittel, die zur Vorbeugung eingesetzt werden. Natürlich kommt auch eine professionelle Wundversorgung „Früher hat man versucht, durch Maß- zum Einsatz, denn manchmal kommen nahmen wie Eisen und Fönen – also die Patienten bereits mit Druckge- In der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft wird nach den Expertenstandards gearein Wechselbad von Kälte und Wärme schwüren ins Krankenhaus. beitet, die vom Deutschen Netzwerk für – die Durchblutung anzuregen und so dem Wundliegen entgegenzuwirken“, Besondere Aufmerksamkeit Qualitätsentwicklung in der Pflege entwickelt worden sind. Die Einhaltung erklärt die Stellvertretende Pflege- für demente Menschen dieser Vorgaben wird dokumentiert und dienstleiterin Barbara BuschmannPiekarek. „Das hat auch gewirkt, „Wichtig ist natürlich die Bereitschaft regelmäßig kontrolliert. „Das Bewusstallerdings wahrscheinlich eher, weil die der Patienten, an der eigenen Mobili- sein für eine optimale Vorbeugung geMenschen bei dieser Behandlung be- sierung mitzuarbeiten“, betont Wester- gen Dekubitus hat sich gegenüber wegt wurden und ihre Lage verändern mann. „Bei dementen Menschen ist früheren Jahren ganz allgemein in dies naturgemäß schwierig, weil sie Deutschland erheblich verbessert“, so mussten.“ einfach vergessen, von Zeit zu Zeit ihre Westermann. „In der Kath. St.-JohanHeute werden bettlägerige Menschen Lage zu verändern. Sie benötigen be- nes-Gesellschaft ist es eine Selbstverin Kurl regelmäßig im Zwei-Stunden- sondere Aufmerksamkeit durch das ständlichkeit in unserem täglichen Umgang mit unseren Patienten.“ Rhythmus umgelagert, wenn es sein Pflegepersonal.“

Immobile Patienten benötigen besondere Aufmerksamkeit – Axel Westermann und Barbara BuschmannPiekarek


Spaß und Rätsel Für Zwischendurch ...

Die

bunte Seite Lachhaft! in der

Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Diesmal zum Thema WLAN

Fieber „Ihre Temperatur ist kräftig gestiegen“, sagt der Arzt nachdenklich zum Patienten. „Ach, deshalb habe ich so kalte Füße!" Seeluft „Der Arzt hat mir Seeluft verordnet.“ – „Gut, dann häng ich dir einen salzigen Hering vor den Ventilator!“ Stimmen Patient: „Herr Doktor, ich höre immer Stimmen, sehe aber niemand.“ Doktor: „Wann passiert das denn?“ Patient: "Immer wenn ich telefoniere.“ Bettruhe Chirurg: „Vier Stunden nach der Operation dürfen Sie schon wieder die Beine aus dem Bett strecken, am Nachmittag aufstehen und am Abend Spazierengehen.“ Patient: „Aber während der Operation darf ich doch wohl liegenbleiben?“

Für Profis Eine bescheidene Frage Welchen kostenlosen Service gibt es jetzt neu am Krankenbett?

Internet!

Neulich

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Kontakte der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft

Geschäftsführer Dipl. Betriebswirt Günther Nierhoff Tel. (0231) 1843-2256 www.st-johannes.de

Ambulanz: Sekretariat Fax

Johannesstraße 9-17, 44137 Dortmund Tel. (0231) 1843-0, Fax (0231) 1843-2207 www.joho-dortmund.de

Johannesstr. 9-17, 44137 Dortmund Tel. (0231) 1843-2130, Fax (0231) 1843-2131 www.ambulanzzentrum-dortmund.de Klinik für Augenheilkunde Prof. Dr. Markus Kohlhaas Sekretariat (Frau Blumenthal - 2241 Frau Lonsdorfer) - 2524 Sekretariat Fax - 2508 LASIK Hotline 0800-5273767 Ambulanz - 2292 Ambulanz Fax - 2293 augenklinik@joho-dortmund.de Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin Prof. Dr. Michael Sydow Sekretariat (Frau Aldenhövel) Sekretariat Fax Prämedikation Schmerzambulanz Operative Intensivstation aldenhoevel@joho-dortmund.de Klinik für Chirurgie Prof. Dr. med Ulrich Bolder Sekretariat (Frau Mücke) Sekretariat Fax Zentrale Notaufnahme ulrich.bolder@joho-dortmund.de muecke@joho-dortmund.de

- 2247 - 2509 - 2652 - 2053 - 2409

Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde Dr. Horst Luckhaupt Sekretariat (Frau Hayn) - 2242 Sekretariat Fax - 2510 hayn@joho-dortmund.de Ambulanz: Mo–Fr nach Voranmeldung -2361

- 2272 - 2622 - 2277

Klinik für Herz-, Thorax-, Gefäßchirurgie Prof. Dr. Gerhard Walterbusch Sekretariat (Frau Kernchen & Herr Kroll) - 2299 Sekretariat Fax - 2445 Intensivpflegeeinheit - 2757 walterbusch@joho-dortmund.de petra.kernchen@joho-dortmund.de

Katholische Seelsorge St.-Johannes-Hospital Pastor Thomas Müller, Tel. (0231) 1843-2388 Marien Hospital, Gemeindereferent Dieter Fender, Tel. (0231) 7750-8324

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Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe PD Dr. Georg Kunz Vorzimmer (Frau Dulovic) - 2279 Vorzimmer Fax - 14 58 84 Gynäkologie Ambulanz - 2280 Kreißsaal - 2282 Elterntreff - 2974 Brustsprechstunde - 2279 Risikoschwangerschaftssprechstunde - 2282 georg.kunz@joho-dortmund.de

Evangelische Seelsorge St.-Elisabeth Krankenhaus Pastor Rainer Richter, Tel. (0231) 2892-221 St.-Johannes-Hospital Pfarrer Ralf Wieschhoff, Tel. (0231) 1843-2496

- 2560 - 2490

Vorstationäre Diagnostik Josefhaus Anmeldung - 2873/2874 Fax - 2894/2895 maatz@joho-dortmund.de Klinik für Innere Medizin I Prof. Dr. Hubertus Heuer (Kardiologie, Nephrologie, Intensivmedizin) Sekretariat (Frau Reinhardt) - 2210 Fax - 2435 Dialyse - 2266 heuer@joho-dortmund.de Medizinische Intensivstation - 2229 Klinik für Innere Medizin II Dr. Hermann-Josef Pielken (Allgemein Innere Medizin, Gastroenterologie, Hämatologie/Onkologie, Palliativmedizin) Vorzimmer (Frau Schlieck) - 2438 Geschäftszimmer (Anmeldung stationäre Aufnahme) - 2413 Fax - 2451 Gastroenterologie - 2202 Labor (Sekretariat) - 2304 Onkologische Ambulanz - 2464 Palliativstation (Station V4) - 2734 pielken@joho-dortmund.de schlieck@joho-dortmund.de Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie Professor Dr. Karl Schürmann Sekretariat (Frau Tiemann) - 2285 Sekretariat Fax - 2853 karl.schuermann@joho-dortmund.de tiemann@joho-dortmund.de Chest Pain Unit Info Hotline Zentrale Notaufnahme

- 1111 - 2277

St.-Johannes-Hospital Pfarrerin Diana Klöpper, Tel. (0231) 1843-2496 Pfarrer Olaf Kaiser, Tel. (0231) 1843-2096 Marien Hospital Pfarrer Raimund Dreger, Tel. (0231) 7750-8871


Kontakte der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft

Gablonzstr. 9, 44225 Dortmund Tel. (0231) 7750-0 Fax (0231) 7750-8300 www.marien-hospital-dortmund.de Verwaltungsleitung: Herr Hans-Werner Gräber

-8281

Klinik für Innere Medizin/Diabetologie Chefarzt Dr. Klemens M. Sondern Sekretariat (Frau Weckermann) - 8120 Sekretariat Fax - 8140 jutta.weckermann@marien-hospital- dortmund.de Diabetische Fußambulanz - 8141 Anmeldung zur Aufnahme, Ambulanz -8124

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Chefarzt Dr. Harald Krauß Sekretariat (Frau Müller) - 8400 Sekretariat Fax - 8402 mueller@marien-hospitaldortmund.de Anmeldung zur Aufnahme Sekretariat (Frau Szalaga) - 8383 Psych. Institutsambulanz Dr. P. Wallenfels, Dr. G. Schindler, Frau K. Wenning Sekretariat (Frau Neumärker) - 8393 Sekretariat Fax            - 8371

Kurler Str. 130, 44319 Dortmund Tel. (0231) 2892-0 Fax (0231) 2892-148 www.elisabeth-dortmund.de Verwaltungsleitung: Herr Wilhelm Eull eull@elisabeth-dortmund.de

Klinik für Innere Medizin/Geriatrie Chefarzt Dr. Johannes Wunderlich johannes.wunderlich@elisabeth-dortmund.de Sekretariat (Frau Schwabe) - 241 Sekretariat Fax - 245 Hotline Geriatrie, Mo-Fr 9-11 h (0231) 2892345

-200

St.-Elisabeth-Altenpflege Kurler Str. 130, 44319 Dortmund Tel. (0231) 2892-0 Fax (0231) 2892-147

Heimleitung: Herr Wilhelm Eull eull@elisabeth-dortmund.de Heimverwaltung (Frau Rüping) www.elisabeth-dortmund.de

-200

Eisenmarkt 2–6, 44137 Dortmund Tel. (0231) 18201-0 Fax (0231) 18201-1111

Heim-/Pflegeleitung: Regina Misiok-Fisch info@christinenstift.de www.christinenstift.de

Ostwall 8-10, 44135 Dortmund Tel. (0231) 55 69 05-0 Fax (0231) 55 69 05-155

Heim-/Pflegeleitung: Heike Weffer Tel. (0231) 55 69 05-110 www.josefinenstift-dortmund.de

Brücherhofstr. 200, 44265 Dortmund Tel. (0231) 9460600 Fax (0231) 946060260

Leitung: Friedhelm Evermann information@jugendhilfe-elisabeth.de www.jugendhilfe-elisabeth.de

- 208

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Caritas Dortmund Bei uns in guten Händen caritas service center

Wäschedienst von haus zu haus

Information, Beratung, Dienstleistung Mo-Fr 9-17 Uhr

Wir holen und bringen Ihre Wäsche – fix und fertig

Tel. 18 71 51-21

Tel. 98 12 999-28

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Team für alle Fälle

Häusliche Kranken- und Altenpflege – wir verbessern Lebensqualität

Haushaltsnahe Dienstleistungen Tel. 98 12 999-28

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den Menschen zuliebe

Pflegeberatung

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Land und Leute kennenlernen – Gemeinschaft erleben

Tel. 18 71 51-21

Tel. 18 71 51-12

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Wohnen mit service Nie allein durch Gespräche, Hilfe, Sicherheit

So viel Selbständigkeit wie möglich – so viel Hilfe wie nötig

Tel. 18 71 51-2 00

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Alten-, Wohn- und Pflegezentren Gesundes genießen – wir bringen täglich Frisches auf Ihren Tisch Tel. 18 71 51-1 30

Tagespflege Gemeinsam und aktiv den Tag gestalten Tel. 71 32 33

Bei uns in guten Händen: Kurzzeitpflege, Pflege, Heimverbundene Wohnungen, DemenzWohngruppen u.v.m. Bruder-Jordan-Haus (I.-Ost) St. Antonius (Huckarde) St. Barbara (Lütgendtmd.) St. Hildegard (Berghofen) St. Ewaldi (Aplerbeck) St. Josef (Derne)

Tel. 56 46-0 Tel. 3 15 01-0 Tel. 60 30-0 Tel. 94 61 51-0 Tel. 45 08-0 Tel. 8 95 03-0

Propsteihof 10 · 44137 Dortmund · Tel. (0231) 18 48-1 60 · info@caritas-dortmund.de www.caritas-dortmund.de

Johannes im DIALOG - Ausgabe 18  

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