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Nr. 10 / Sommer 2008 Zeitschrift fĂźr Patienten und Freunde der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund gGmbH

Johannes im

DIALOG Gesund werden gesund bleiben CURAvita – das Gesundheitskonzept

Ferner lesen Sie in dieser Ausgabe Individuelle Rezepturen aus der Apotheke Chirurgie endet nicht mit der Operation Sicher hinter dem Lenkrad Ehrenamt in der Altenpflege

Unsere Einrichtungen: St.-Johannes-Hospital, Marien Hospital, Christinenstift, St.-Elisabeth-Krankenhaus, Jugendhilfe St. Elisabeth, St. Josefinenstift, Ambulantes OP-Zentrum am St.-Johannes-Hospital

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Momentaufnahme

Nachtvorlesung Seit drei Jahren erfreut sich die Nachtvorlesung ungebrochener Beliebtheit. Die gemeinsame Veranstaltung von Kath. St.Johannes-Gesellschaft, Ruhr Nachrichten und Radio 91.2 pr채sentiert medizinisches Wissen auf verst채ndliche Weise. An zehn Terminen im Jahr f체llt sich um 19.30 Uhr der Amphi-Saal im Harenberg City Center bis zum letzten Platz. Die Karten f체r die kostenlose Veranstaltung sind oft bereits am ersten Tag vergriffen.

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Editorial und Inhalt

Herzlich

Willkommen liebe

Leser

Liebe Leserin, lieber Leser,

zu eigen: Niemand stellt die Feuerwehr in Frage, wenn es nicht brennt. Ich bleibe daallen Unkenrufen zum Trotz bin ich bei, die heutige Versorgung der Bevölkerung mit Gesundheitsleistungen war noch der Meinung, dass die Versorgung nie so gut und auch noch nie auf so einem der Bevölkerung mit Gesundheitshohen fachlichen Niveau. Bei der derzeileistungen insbesondere in Krantigen Sparpolitik kann natürlich niemand kenhäusern noch nie so gut war sagen, wie lange diese Feststellung noch wie heute. Es gibt im stationären zutrifft. Die Deckelung der Einnahmen Bereich keine langen Wartezeiten, unbeeinflusst von Kostenerwägun- fordert den Krankenhäusern vor allem in gen werden dem Patienten alle not- Hinblick auf die aktuellen Tarifabschlüsse einiges ab. Ohne Anpassung der Einnahwendigen Maßnahmen angeboten und die Kliniken achten zunehmend menseite werden viele Kranken-häuser in 2008 mit einem Verlust abschließen. auf die Qualität ihrer Leistungen. Krankenhäuser können immer noch alles In den Großstädten ist die Versorgungs- besser machen, keine Frage, dazu brauchen dichte derzeit so gut, dass sich die Frage sie allerdings auch zusätzliches Geld. Doch auch wenn die Spielräume enger werden, stellt, ob es sinnvoll ist, wenn alle alles machen? Deshalb versuchen einige Kran- werden wir in unserer Gesellschaft dafür kenhäuser, sich auf bestimmte Bereiche Sorge tragen, dass eine hochwertige Quazu spezialisieren. Wenn dann ein Kranken- lität unserer Leistungen auch weiterhin garantiert ist. haus aus Kostengründen, zum Beispiel Lungenoperationen nicht mehr anbietet, sind andere Krankenhäuser nach Abstim- Ihr Günther Nierhoff, mung durchaus in der Lage die Versorgung Geschäftsführer zu übernehmen. Es sollte nicht vorschnell der Bestand eines Krankenhauses in Frage gestellt werden. Die Problematik z.B. der Versorgung von Patienten mit Noroviren tritt nicht kontinuierlich auf. Auch saisonal kann es immer wieder zu Versorgungengpässen kommen. Machen wir uns auch im Gesundheitswesen eine Binsenweisheit

Inhalt Curavita: Mobil und fit in allen Lebenslagen

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Chemotherapie: Individuelle Rezepturen aus der Hausapotheke

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7 Rundum genesen: Chirurgie endet nicht mit der Operation 8 Fahrtüchtigkeit im Alter: 10 Sicher hinter dem Lenkrad Aktuelles aus der Medizin

Seelsorge: Heilen bedeutet nicht nur reparieren Stationäre Schmerztherapie Neues aus der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Christinenhilfe: Ehrenamt in der Altenpflege Das Leben lernen: Erziehung unter Zwang trägt keine Früchte Bunte Seite

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Impressum: Johannes im DIALOG Nr. 10 / Sommer 2008, 3. Jahrgang, Nachdruck und Vervielfältigung von Artikeln (auch auszugsweise) ist nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung durch den Herausgeber gestattet. Herausgeber: Kath. St.-Johannes-Gesellschaft gGmbH, Johannesstraße 9-17, 44137 Dortmund, www.st-johannes.de; Redaktionsrat: Hille Ahuis, Dr. Jens Arlinghaus, Dr. Holger Böhm, Dr. Jan Bucher, Friedhelm Evermann, Dr. Volker Hagen, Dr. Gerhard Keim, Rainer Richter, Michael Rieks, Frank Scheele, Dr. Hans-Joachim Schneider, Birgit Stahnke, Peter Stein, Christian Straub, Dr. Joachim Weber-Albers, Beate Winterberg, Thomas Wirriger; v.i.S.d.P.: Hille Ahuis, Redaktion und Text: Dr. Holger Böhm, Dortmund, www.skriptstudio.de; Gestaltung: Hilbig | Strübbe Partner, Waltrop, Büro für Design und Kommunikation, Frank Scheele, Dominic Wissen, www.hilbig-struebbe-partner.de; Titelfoto: Gerhard P. Müller (GPM), Dortmund, www.dortmund-bild.de; Illustration: Ari Plikat, Dortmund, www.ariplikat.de; Druck: Koffler+Kurz MedienManagement GmbH, Dortmund, www.kkmedien.de; Johannes im Dialog erscheint viermal im Jahr, nächste Ausgabe: Herbst 2008; Auflage: 10.000 Exemplare

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Editorial und Inhalt Reportage CURAvita

Mobil und fit

in allen Lebenslagen

Curavita ist ein Konzept für ein gesundes Leben in jeder Lebensphase, auch im Alter oder nach schwerer Krankheit. Bei Curavita üben Therapeuten den Schulterschluss und schnüren aus ihren Kompetenzen ein gemeinsames Paket, um Patienten und Kunden durch Mobilisierung eine optimale Lebensqualität zu verschaffen.

arbeiten Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie im Verbund. Unser Team spricht sich genau ab, um maximale Therapieerfolge zu erzielen.“ In der Geriatrie finden regelmäßige Fallbesprechungen statt, an der Ärzte, Pflege, Ergo-, Physiotherapeuten, Ernährungsberater, Sozialdienst und Seelsorge teilnehmen. Es werden gemeinsame stationäre und nachstationäre Therapiepläne erstellt. Auch Patienten, die den Tag in der Tagesklinik verbringen, Die Abteilungen der unterschiedlichen Häuser der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft erhalten von den Ergo- und Physiowollen sich mit dem neuen Konzept stär- therapeuten täglich zwei abgestimmte ker vernetzen und ihre jeweils unterschied- Therapie-Einheiten. lichen Angebote allen stationären und ambulanten Patienten sowie interessierten Ohne Teamarbeit ist heutzutage keine optimale Patientenversorgung mehr Bürgern zugute kommen lassen. denkbar. Das gilt ganz genauso für die Patienten am Marien Hospital, erläutert „Wir sind alle ein bisschen unterschiedlich ausgerichtet“, erläutert Udo Jörg Klang, der die Verantwortung für die Physiotherapie in Hombruch hat. Sonnefeld, der die physiotherapeutische Abteilung am St.-Johannes-Hos- Hier begleiten die Physiotherapeuten die Ärzte bei der Visite ihrer Diabetespital leitet. „Das liegt an der Struktur Patienten. Welche Bedeutung der Chefder Häuser. Dennoch liegt eine enge Zusammenarbeit auf der Hand. Wenn arzt Dr. Sondern der physiotherapeutischen Behandlung zumisst, kommt Patienten zur Weiterbehandlung ins darin zum Ausdruck, dass er gerade St.-Elisabeth-Krankenhaus nach Kurl eine Zusatzausbildung für Physikalische oder ins Marien Hospital nach Hombruch verlegt werden, kann durch eine Therapie absolviert hat. Übergabe sichergestellt werden, dass „Für uns eröffnet die Zusammenarbeit die physiotherapeutische Betreuung neue Möglichkeiten“, ergänzt Klangs nahtlos weitergeführt wird.“ Kurler Kollegin. „Wir können unseren Patienten Behandlungsformen an„Bei Curavita geht es nicht nur um bieten, die wir selber nicht vorhalten. Physiotherapie“, fügt die Leiterin der Das gilt für die Osteopathie, aber auch Physiotherapie aus dem geriatrisch ausgerichteten St.-Elisabeth-Kranken- beispielsweise für Bewegungsbäder, haus, Susanne Hogrefe, hinzu. „In Kurl die in Hombruch durchgeführt werden

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können.“ „Bei uns werden viele chronische Schmerzpatienten mit besonderen Therapieverfahren wie Aurikulopunktur oder Osteopathie behandelt“, bestätigt Klang. Die nicht ärztlichen Therapeuten vom Marien Hospital verfügen auch über spezielle Zusatzausbildungen zur Versorgung von neurologischen Patienten, so dass dort viele Menschen nach Schlaganfall oder mit ParkinsonKrankheit ambulant betreut werden.

Bei Curavita üben nicht ärztliche Therapeuten den Schulterschluss und schnüren aus ihren Kompetenzen ein gemeinsames Paket, um Patienten und Kunden durch Mobilisierung eine optimale Lebensqualität zu verschaffen


Reportage

In Kurl können Schlaganfall-Patienten auch logopädisch versorgt werden. Der ambulante Bereich ist dort sehr bunt gemischt, wie Susanne Hogrefe betont. „Bei uns sind alle Altersgruppen von 40 bis 85 Jahren vertreten.“ Im Zuge der Konzeption von Curavita ist die Physiotherapie am St.-Elisabeth-Krankenhaus durch Umbaumaßnahmen erheblich aufgewertet worden. Neben dem ambulanten Angebot, das unter anderen medizinische Trainingstherapie und das Physiofeedback-Verfahren umfasst, bauen die Therapeuten ein umfassendes Wellness-Programm auf, das jetzt schon gerne von vielen Bürgern angenommen wird. „Besonders beliebt sind Ayurveda und Aroma-Massagen“, so Hogrefe.

an eine Operation regelmäßig in Anspruch genommen wird. Auch am Marien Hospital gehört die Lymphdrainage ins Programm. Jörg Klang bereitet gerade die Anerkennung seiner Abteilung als Schwerpunktpraxis für Lymphdrainage vor, die in Hombruch in erster Linie Patienten mit diabetischen Füßen zugute kommt.

„Jeder Mitarbeiter hat bei uns seine Spezialitäten, für die er besonders geschult ist“, hebt Susanne Hogrefe hervor. „Die enge Kooperation hat den Vorteil, dass alle davon profitieren können, weil wir in internen Weiterbildungen unsere Kenntnisse austauschen und weitergeben.“ Auf diese Weise erweitern nicht nur die Therapeuten häuserübergreifend Während die Wellness-Angebote im ihr Repertoire. Klang und Hogrefe sind Präventionsbereich angesiedelt sind und der Entspannung und der Erholung auch für die Fortbildung des Pflegepersonals zuständig, das sie zum Beispiel dienen, sind andere Angebote auf die Versorgung nach einer Erkrankung aus- bei der Lagerung oder beim Umbetten gerichtet, um den Genesungsprozess zu von Patienten anleiten. begleiten. So gibt es im St.-Johannes„Wir stehen auch im Austausch mit Hospital eine Pro-Mamma-Gruppe Sanitätshäusern und Anbietern medizifür Frauen, denen im Rahmen einer Brustkrebstherapie ein Tumor entfernt nischer Hilfsmittel“, erklärt Sonnefeld. werden musste. „Zwei meiner Kollegin- „Gemeinsam mit diesen Einrichtungen nen haben in Zusammenarbeit mit den bieten wir für die Patienten InformatiGynäkologen und Sanitätshäusern ein onsveranstaltungen an.“ Es geht nämspezielles Konzept für diese Patientin- lich nicht nur darum, dem Patienten nen erarbeitet“, berichtet Udo Sonne- eine punktuelle Behandlung zuteil werfeld. Auch orthopädische Rückenschule den zu lassen, sondern ihn ganzheitlich gehört zum Angebot des Krankenhau- zu versorgen, damit er seinen Alltag ses. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt auch nach einer schweren Erkrankung möglichst schnell wieder selbstständig ist die Lymphdrainage, die von vielen bewältigen kann. Brustkrebspatientinnen im Anschluss

Körperlich und geistig fit - bei Curavita geht es darum, Alltagskompetenzen so schnell wie möglich wieder zu erlangen bzw. zu erhalten

Mit 20 Physiotherapeuten und zehn Ergotherapeuten, die zusammen an die 60.000 Behandlungen im Jahr durchführen, ist Curavita gut aufgestellt. Durch die institutionalisierte Kooperation und die intensive Vernetzung konnte ein Programm auf die Beine gestellt werden, das neben der stationären Behandlung im ambulanten Bereich von präventiven Anwendungen über die nachstationäre Versorgung bis hin zu einem umfassenden Wellness-Angebot eine ganzheitliche Betreuung garantiert.

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Gesundheit Chemotherapie

Individuelle Rezepturen aus der Für die Chemotherapie werden Jahr für Jahr rund 20.000 individuelle Zytostatika-Rezepturen in der Apotheke des St.-Johannes-Hospitals angefordert. Damit werden etwa 1000 Krebspatienten versorgt. Zunehmende Fallzahlen und verbesserte Therapiestrategien steigern die Nachfrage jährlich um bis zu 20 Prozent. „Zytostatika greifen in den Zellzyklus ein“, erklärt Mathias Nietzke, Leiter des Speziallabors für die Zubereitung der Krebsmedikamente. „Da sich Krebszellen sehr stark vermehren, werden sie besonders stark beeinträchtigt und sterben ab.“ Aber auch gesunde Zellen werden angegriffen, vor allem in Geweben, die sich schnell erneuern. Deswegen leiden die Patienten unter Haarausfall und Übelkeit. Damit die Therapie möglichst gut vertragen und auch vom Patienten angenommen und durchgehalten wird, sorgen spezielle Rezepturen dafür, dass die individuellen Besonderheiten bei jedem einzelnen Behandlungsfall berücksichtigt werden. „Wir stellen diese Medikamente nicht nur her, wir kontrollieren auch jede Anforderung“, betont Chef-Apotheker Ulrich Sommer, der auf 15 Jahre Erfahrung bei der Herstellung von Zytostatika zurückblickt. „Es wird alles getan, um die Therapie im Dialog mit den Ärzten für die Patienten möglichst gut und akzeptabel zu gestalten.“ 500 unterschiedliche Therapiepläne sind als standardisierte Vorlage für indivi-

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Hausapotheke

duelle Krankheitsbilder mit den Ärzten abgesprochen und in einer Datenbank hinterlegt. Für jeden neuen Patienten kann auf dieser gesammelten Erfahrung aufgebaut werden, um daraus ein persönlich angepasstes Behandlungsschema abzuleiten.

schutz. Deshalb werden alle Mitarbeiter im Umgang mit Zytostatika geschult. „Unser Anspruch erstreckt sich über den gesamten Ablauf der ZytostatikaVerarbeitung: Schon die Mitarbeiter, die die Pakete auspacken, sind geschult“, betont Chef-Apotheker Ulrich Sommer.

Die zubereiteten Zytostatika werden nach festem Ablaufschema verabreicht. Dazu gibt es im Vorfeld und im Nachhinein eine Begleittherapie, beispielsweise gegen Übelkeit, aber auch zum Allergieschutz. „Die Patienten erhalten einen Plan mit nach Hause, damit sie wissen, wie sie sich bei Problemen verhalten sollen und welche Präparate sie weiternehmen müssen, z.B. als Magenschutz, gegen Übelkeit und Erbrechen“, erläutert der Zytostatika-Experte Nietzke. Sicherheit ist ein ganz großes Thema beim Umgang mit Zytostatika. „Wir garantieren durch ein speziell abgeschirmtes Labor Haltbarkeit und Sterilität der Medikamente. Alles wird frisch angefertigt“, so Nietzke. „80 bis 130 Zubereitungen pro Tag müssen einzeln Patienten zugeordnet werden, ohne Verwechslungen, pünktlich, zuverlässig und so terminiert, dass die Therapie nicht zu nachtschlafender Zeit erfolgt.“ Wer oft mit Zytostatika in Berührung kommt, setzt sich selbst dem Risiko aus, an Krebs zu erkranken. Für die Patienten ist dieses Risiko im Vergleich zu den Heilungschancen nicht relevant. Ein Problem ist es aber für den Arbeits-

Ein speziell abgeschirmtes Labor garantiert Haltbarkeit und Sterilität der Medikamente. Pro Tag müssen 80 bis 130 individuell abgestimmte Zubereitungen frisch, pünktlich und zuverlässig bereit gestellt werden.


Fokus Gesundheit Kurzgefasst

Aktuelles

aus der

Krebsstatistik

cken diese aber vor anderen Menschen, weil sie Hemmungen haben, sich mit anderen auszutauschen. Das kann geDas Robert-Koch-Institut hat eine neue sundheitliche Konsequenzen haben. Die Krebsstatistik vorgelegt, aus der die seelischen Belastungen werden nicht Entwicklung in Deutschland von 1980 ausreichend abgebaut und machen bis 2004 dokumentiert wird. Demnach Herz und Seele krank. erkrankten 2004 rund 436.500 Menschen an Krebs. Am häufigsten betroffen sind bei Männern Prostata (58.570) und Darm (37.250) und bei den Frauen Brustdrüse (57.230) und Darm (36.000). 2004 gab es 208.800 Krebssterbefälle. Die Gesamtzahl der Krebsneuerkrankungen blieb bei den Frauen 2004 gegenüber 2002 unver­-ä­ ndert. Bei Männern traten etwa 12.000 zusätzliche Neuerkrankungen auf. Ursachen für diesen Anstieg sehen die Experten in der veränderten Altersstruktur und im Anstieg der Zahl der Neuerkrankungen bei Prostatakrebs. Letztere werden auf den vermehrten Einsatz des PSA-Tests Stress kann gesundheitliche Konsequenzen zur Früherkennung zurückgeführt.

Mehr Fälle bei Männern

Medizin tes Trinkwasser, rohe Meeresfrüchte oder ungenügend erwärmte Nahrung anstecken. Deshalb sei ein Schutz gegen Hepatitis A und B für alle Teilnehmer und Besucher der Olympischen Spiele sinnvoll, erklärt die Dt. Leberstiftung, die dem Dt. Olympischen Sportbund angeboten hat, kostenfrei bei allen deutschen Teilnehmern der Olympischen Spiele den Impfstatus festzustellen und eine Impfempfehlung abzugeben. Leberversagen

Medikamente als Ursache?

Die Fälle, bei denen Medikamente zu akutem Leberversagen führen, nehmen im Klinikalltag zu. Besonders in der Kritik stehen das gängige Schmerzmiitel Paracetamol sowie der Blutverdünner Marcumar. Privatdozent Dr. Ali Canbay von der Uni-Klinik Essen, der Aufkommen und Ursachen des akuten Leberversagens untersucht, warnt vor der kritiklosen Einnahhaben. (Bild: DAK / Wigger) me rezeptfreier Arzneimittel. Er empfiehlt Stressfolgen eine Ultraschalluntersuchung der LeÄrger schwächt das Herz ber vor der Einnahme des Medikaments, Olympia weil Menschen mit vorgeschädigter LePsychosomatische Untersuchungen Impfung nicht vergessen! ber besonders gefährdet sind. Die Unterbelegen, dass Menschen mit einer suchungen haben nämlich gezeigt, dass Depression ein doppelt so hohes Risiko In China ist die Infektion mit Hepatitis Menschen mit einer Fettleber überdurchhaben, an den Herzkranzgefäßen zu B-Virus eine der häufigsten Erkrankun- schnittlich häufig unter den Folgen unerkranken. Als gefährdet gelten beson- gen. Etwa 60 Prozent der Bevölkerung erwünschter Medikamentenwirkungen ders Herzpatienten, die die typischen leiden. Die Häufigkeit der nichtalkohosind bereits infiziert gewesen und fast Verhaltensweisen des so genannten 10 Prozent sind chronisch mit dem He- lischen Fettleber liegt in den westlichen „Distressed Personality Type“ aufweisen. patitis B-Virus infiziert. Auch die Hepati- Ländern im Mittel bei etwa 20 Prozent. Diese Menschen neigen vermehrt zu tis A-Virusinfektion ist in China deutlich Bei übergewichtigen Patienten liegt sie negativen Gefühlen wie Ärger, Nieder- häufiger als in Deutschland. Man kann bei 30 bis 70 Prozent und bei Diabetikern geschlagenheit oder Sorgen. Sie verste- sich damit bereits durch verunreinigbei 50 bis 75 Prozent.

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Interview Rundum genesen

Chirurgie endet nicht mit der OP Moderne Therapiestrategien sehen den gesamten Genesungs­prozess erst dann von Erfolg gekrönt, wenn der Mensch wieder möglichst wohlbehalten in seinem Alltag angekommen ist. Privatdozent Dr. Ulrich Bolder hat da klare Vorstellungen, die er in die Tat umsetzen will. „Johannes im Dialog“-Redakteur Dr. Holger Böhm sprach mit dem neuen Chefarzt der Chirurgie am St.-Johannes-Hospital über eines seiner speziellen Interessengebiete, die Tumoren im oberen Teil des Verdauungssystems.

Frage, wie es ihren Patienten nach einer Operation gehe, antworten: „Ich habe noch nie ein Problem gehabt. Meinen Patienten geht es tadellos, sie essen alle prima.“ Wenn Sie das überprüfen, stellen Sie jedoch fest: Kein Patient isst tadellos, jeder hat Probleme.

künstliche Ernährung überbrückt und so sichergestellt, dass die aufgenommene Kalorienzahl dem Verbrauch entsprach. Böhm: Sie sind nicht nur Chirurg, sondern auch Ernährungsmediziner. Die Diät der Patienten ist ein wichtiger Teil Ihres Behandlungskonzepts?

Böhm: Woran liegt das?

Bolder: Unbedingt. Während meiner Tätigkeit in Regensburg haben wir eine Bolder: Nach einer Magenoperation spezielle Ernährungssprechstunde aufhaben die Menschen keinen Hunger. gebaut, die sehr gerne wahrgenomSie sind häufig in einer depressiven Stimmungslage. Ihr Geschmacks- und men worden ist. In diesem Rahmen Geruchssinn sind verändert und sie ha- konnten wir zeigen, dass Patienten, Böhm: Herr Dr. Bolder, mit der operati- ben postoperative Verwachsungen, d. h. die intensiv nachbetreut werden, eine ven Entfernung eines Magentumors ist wenn sie essen, tut es weh, sie bekom- weitaus bessere Lebensqualität, einen geringeren Gewichtsverlust und auch men Durchfall und Blähungen. es nicht getan? ein deutlich besseres psychologisches Wohlbefinden hatten. Wir wissen, dass die Patienten in der Bolder: Viele Chirurgen, die Operaersten Zeit nach der Operation ein tionen an inneren Organen wie dem Energiedefizit von bis zu 1000 Kiloka- Die Diätberaterinnen des St.-JohannesMagen durchführen, werden auf die lorien haben. Haben Sie schon einmal Hospitals werden künftig in die Beversucht, 1000 Kilokalorien weniger zu handlung mit einbezogen. Das Ernährungsteam kommt in die Sprechstunde, sich zu nehmen, als Sie verbrauchen? Das ist eine Diät, die Sie mit menschli- in der die Patienten befragt werden. Es chen Willen gar nicht durchhalten kön- werden Ernährungsprotokolle erstellt nen. Das geht nur, weil mit dem Magen und ausgewertet und auf dieser Grunddie wichtigste Synthesestätte des Ap- lage ein Ernährungsplan erarbeitet. petithormons entfernt worden ist. Böhm: In der Regel haben die MenBöhm: Wie kann diesen Patienten ge- schen in Deutschland heutzutage weniger das Problem der Mangelernährung, holfen werden? sondern im Gegenteil: Sie leiden an den Bolder: Im Rahmen einer eigenen Studie Folgen von Übergewicht. Auch da gibt haben wir die Patienten mit einer immun- es Aufgaben für den Chirurgen? stimulierenden Ernährung versorgt. Dabei Mit dem Fast-Track-Verfahren will PD DR. BolBolder: Jeder weiß, dass die Deutschen haben wir die Zeit der Mangelernähder seine Patienten schnell wieder mobilisieren. rung nach einer Magenoperation durch in Europa die dicksten Menschen von


Interview

allen sind. Für die Zukunft gilt es sicherlich auch, z. B. Magenverkleinerung oder Magenband-Operationen anzubieten. Das ist ein hochinteressantes Gebiet. Mit der allgemeinen Zunahme des Gewichtes ist aber auch eine Zunahme des gastrointestinalen Refluxes vergesellschaftet. Das krankheitsbedingte Aufsteigen von aggressiven Faktoren wie Galle oder Magensäure in die Speiseröhre ist immer weiter verbreitet und entsprechend häufiger sind die Tumoren, die letztlich durch einen unbekannten und unbehandelten Reflux ausgelöst werden.

Bolder: Einer von hundert Reflux-Patienten entwickelt ein Adenokarzinom. Die medikamentöse Behandlung der Refluxkrankheit ist hochwirksam, so dass nur maximal 15 bis 20 Prozent aller Patienten überhaupt Kandidaten für eine Anti-Reflux-Operation sind. Böhm: Krebsoperationen an der Speiseröhre sind sehr komplizierte Eingriffe?

Bolder: Da haben Sie vollkommen Recht. In diesem Zusammenhang ist mir eines wichtig. Als ich mit der chirurgischen Behandlung von Speiseröhrenkrebs anfing, wurde kein Patient vor einem MoBöhm: Was sind die Ursachen der Er- nat wieder nach Hause geschickt. Heute krankung? schaffen wir es, einen Patienten sieben Tage nach einem Speiseröhreneingriff Bolder: Reflux ist ein Symptom. Die zu- wieder zu entlassen. Das hat man früher grundeliegende Erkrankung ist in der Re- für unmöglich gehalten. gel ein Zwerchfellbruch, in dessen Folge sich Teile des Magens in den Brustraum Böhm: Wie geht das? verlagern. Dadurch wird der Verschlussmechanismus gestört und es kommt Bolder: Mit dem Fast-Track-Verfahren, zu schmerzhaften Entzündungen in der das für eine frühzeitige Erholung nach Speiseröhre, die zu einer Krebserkrankung einem chirurgischen Eingriff sorgt. Im führen können. Wenn man hier BeKern geht es dabei um eine geeignete schwerden hat, die medikamentös nicht Kombination von Schmerztherapie, zu behandeln sind, sollte unbedingt über- Infusionstherapie, Krankengymnastik prüft werden, ob der Rückfluss mit einer und Mobilisation. Die Patienten werden Operation verringert werden kann. Das ist schnell wieder aus dem Bett geholt, ein standardisierter Eingriff, bei dem der sollen schnell wieder essen und eine Magen im Zuge einer Bauchspiegelung normale Darm- und Verdauungstätigzurückverlagert wird. keit entwickeln. Diese Therapieform ist in Dänemark erfunden worden und Böhm: Wie groß ist das Risiko, in Folge wurde zuerst nach Dickdarmeingriffen einer Refluxkrankheit an Speiseröhren- durchgeführt. Wir können diese mokrebs zu erkranken? derne Behandlungsmethode unseren

Die sauber durchgeführte Operation ist der erste Schritt auf dem Weg zur Genesung – Auch die nachoperative Behandlung ist wichtig.

Patienten heute auch bei Oberbaucheingriffen zuteil werden lassen. Böhm: Die Chirurgie am St.-JohannesHospital ist bekannt dafür, die meisten Gallenoperationen im ganzen Ruhrgebiet durchgeführt zu haben. Werden Sie auch in anderer Hinsicht an die Arbeit Ihres Vorgängers, Professor Jostarndt, anknüpfen? Bolder: Es ist für mich ein wichtiges Ziel, die hohen Zahlen bei den Eingriffen an der Gallenblase und bei Leistenbrüchen zu erhalten. Meine größte organisatorische Aufgabe wird es sein, das koloproktologische Zentrum, in dem bisher die erfolgreiche Versorgung von Darmkrebspatienten durchgeführt worden ist, in Kooperation mit Internisten, Strahlentherapeuten, Radiologen und Psychoonkologen zu einem zertifizierten Darmzentrum weiterzuentwickeln.

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Blickpunkt Fahrtüchtigkeit im Alter

Sicher

hinter dem Lenkrad

Mit Unbehagen sehen oft Jüngere, wenn die Älteren noch flott im Straßenverkehr unterwegs sind. Das wiederum verärgert viele Senioren, denn so alt fühlen sie sich noch gar nicht. „Von Fahrverboten aus Altersgründen halte ich nichts“, sagt Susanne Hogrefe. Sie findet, man sollte den Leuten die Möglichkeit bieten, ihre Fahrtüchtigkeit selbst zu überprüfen, und hat sich dafür stark gemacht, ebendies zu ermöglichen. „Die meisten älteren Menschen haben Probleme mit den Augen oder nehmen Medikamente ein. Viele haben auch Probleme beim rückwärts Einparken, weil sie in der Halswirbelsäule nicht mehr so beweglich sind“, erklärt die Physiotherapeutin aus der geriatrischen Klink St.-Elisabeth in Kurl. „Wenn man dann zum Beispiel von den eigenen Kindern misstrauisch beäugt wird, kann das schon zu Verunsicherung führen.“ Es wird deshalb Zeit, meinte sie, dass

Der Fahrsimulator bestätigt die Reaktionsfähigkeit.

Sommer, der Leiter der Zentralapotheke, erklärte den Einfluss von Medikamenten auf die Fahrtüchtigkeit und die AnäsDie Kath. St.-Johannes-Gesellschaft hat thesitin Dr. Michaela Groß sorgte für eine in Kooperation mit der Deutschen Ver- Auffrischung der Erste Hilfe Kenntnisse. kehrswacht und der Dortmunder Polizei einen Aktionstag im Kongresszentrum der Westfalenhallen organisiert. Oberkommissar Wolff führte die autofahrenden Besucher als Coach durch einen Testparcours. Fahrfehler vor den Augen der Polizei waren zugelassen, denn es ging darum, ganz relaxed und ohne Androhung von Konsequenzen, selbst zu erkennen, wie weit die eigenen Fahrkünste noch reichen. die Menschen sich über ihre Fähigkeiten selbst ein Bild machen können.

Im Fahrsimulator konnte sich jeder, der wollte, von seiner Reaktionsfähigkeit überzeugen. Für Schwindelfreie stand ein Überschlagsimulator zur Verfügung. Die Verkehrswacht bot einen Sehtest, die Physiotherapeuten der Johannes-Gesellschaft prüften das Gleichgewicht mit einem Physiofeedback-Gerät und ihre erWer es schafft, kopfüber aus dem Wagen zu steigen, der gewinnt an Selbstvertrauen gotherapeutischen Kollegen erlaubten den zahlreichen Besuchern einen EinRund 300 Menschen nutzten die Geblick in ihre Hirnleistungsfähigkeit. legenheit zur Selbsteinschätzung. Wie viele davon, nun freiwillig auf das Au„Einschränkungen im Alter muss jeder hinnehmen, das ist nicht gleich ein Grund, tofahren verzichten, ist nicht bekannt. den Führerschein abzugeben“, meint Su- „Aber sehr viele werden sich jetzt mit einem sichereren Gefühl hinter das sanne Hogrefe. „Aber man sollte seine Einschränkungen kennen und wissen, wie Lenkrad setzen“, ist Susanne Hogrefe überzeugt, „denn sie wissen jetzt um man damit umzugehen hat.“ So informierte Prof. Dr. Markus Kohlhaas aus der ihre Einschränkungen und können sich Augenklinik am St.-Johannes-Hospital, im darauf einstellen. Wer dies berücksichRahmen des Aktionstages über typische tigt, kann weiterhin sicher ein aktives Augenprobleme im höheren Alter. Ulrich und mobiles Leben führen.“


Seelsorge Von anderen Kulturen lernen

Heilen bedeutet nicht nur reparieren! Im alltäglichen Medizinbetrieb herrscht immer noch verbreitet ein Bild vom Menschen, der mechanistisch funktioniert. Man macht eine Diagnose, stellt fest was fehlt und verordnet ein Medikament. Doch Krankheit bedeutet auch eine seelische Störung, die im Heilungsprozess berücksichtigt werden sollte, meint Ludwig Hoffknecht, der als Seelsorger die Palliativstation am St.-Johannes-Hospital betreut.

ist, auf den Tod zugeht, dann sagen wir, er muss sich mit der Familie aussöhnen. Darin kommt dies zum Ausdruck. Wir haben durchaus das Bewusstsein, dass die rein medizinische Sicht das Ganze nicht erfasst. Es gibt psychologische und spirituelle Leerstellen, die gefüllt werden müssen, damit ein Genesungsprozess gut verläuft.“ Für Hoffknecht ist es eine wichtige Konsequenz seiner Erfahrungen aus Afrika, zu respektieren, dass Medizin nicht alles

menschliche Leben wieder hineinfindet. Das bedeutet oft, sich ein bisschen Zeit zu nehmen, zuzuhören, dem Kranken die Möglichkeit zu geben, Dimension seines Lebens zu formulieren, die sonst in der Medizin nicht angesprochen werden. Im normalen Medizinbetrieb gibt es diese Räume oft sehr wenig. „Was ich auf der Palliativstation erlebe ist, dass wir uns als Team diese Zeit nehmen“, erklärt Hoffknecht. „Es ist eine Grundvoraussetzung, dass die Dimension des Mitmenschlichen

Der katholische Theologe ist in seinem Leben vielen Menschen aus fremden Nationen begegnet. „In Afrika beispielsweise“, erklärt er, „hat Krankheit einen anderen Stellenwert. Der kranke Körper wird im Gesamtzusammenhang des Lebens verstanden, das immer auf Gemeinschaftsleben ausgerichtet ist und in die Gemeinschaft eingebettet sein muss. Es gibt für Afrikaner keine Krankheit, die ihren Grund nicht in einem gestörten Verhältnis zur Welt, zum menschlichen Miteinander hat.“

Von seiner Tätigkeit als Missionar in Afrika hat Seelsorger Ludwig Hoffknecht die Erfahrung mitgebracht, dass es im Genesungsprozess nicht nur um die schulmedizinische Wiederherstellung der Gesundheit geht, sondern auch darum, im Genesungsprozess seelische und spirituelle Bedürfnisse wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Damit will Hoffknecht nicht den Wert medizinischer Untersuchungen und Behandlungen in Frage stellen. Aber er verweist darauf, dass drei von vier Leuten neben der Schulmedizin auf alternative Therapien zurückgreifen. „Die Schulmedizin ist wichtig, am Erfolg beurteilt ist sie der stärkere Teil, der die Krankheit bekämpft“, betont er. Aber gleichzeitig fühle sich der Mensch oft doch noch nicht wieder in den gesunden Rahmen des Lebens eingeordnet. „Wenn jemand schwer krank

machen kann. Der Kranke benötigt seinen Raum, um über das Medizinische hinaus auch das, was er an Bindungen regeln muss, oder das, was er für sein Wohlbefinden benötigt, realisieren zu können, damit er in das gemeinschaftliche, mit-

zumindest im Umfeld der Kranken mit angesprochen wird. Man kann sie nicht immer aufdecken, wir sind keine Psychiater. Aber dass diese Dimension da ist, dass der Kranke sie haben darf, das ist uns allen wichtig.“

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Aus den Einrichtungen Stationäre Schmerztherapie

Multimodal hilft so gut wie immer „Seit November 2006 behandeln wir Patienten mit gravierenden Schmerzen, denen unter ambulanten Bedingungen keine Linderung verschafft werden kann“, sagt Oberarzt Dr. Chaled Fahimi. Sechs Betten stehen ihm für die stationäre multimodale Schmerztherapie zur Verfügung.

Rückenbeschwerden kommen vom Orthopäden“, erklärt Oberarzt Dr. Fahimi. Dort sind sie oft schon seit Monaten oder Jahren in Behandlung. Wenn der Orthopäde nicht mehr helfen kann, kommt die multimodade Therapie in Betracht. Unter stationären Bedingungen kann die Dosis der Medikamente sehr genau angepasst werden und „Die Patienten kommen für mindestens Nebenwirkungen lassen sich sehr viel sieben Tage“, erklärt der Schmerzthera­ besser kontrollieren. peut vom St.-Johannes-Hospital. „Sie Vor allem gilt es, die Betroffenen wieder müssen unter chronischen Schmerzin Bewegung zu bringen. Inaktivität und zuständen leiden und es gibt strikte Schonhaltung führen oft zum Abbau Kriterien, die für eine Aufnahme ins der Muskulatur, was Fehlhaltungen Krankenhaus erfüllt sein müssen.“ fördert und dadurch den Schmerz weiter Die Kunst des Arztes besteht in einer in- verstärkt. Häufig spielen psycho-soziale tensiven Forschung nach den Ursachen Aspekte eine Rolle. Deshalb kommen der Schmerzen. Daran sind neben dem neben medizinischem und motorischem Schmerztherapeuten auch Spezialisten Training auch psychotherapeutische verschiedener Fachrichtungen beteiligt. Verfahren zum Zuge, die den Menschen helfen, den Teufelskreis von SchmerzverWeil ständiger Schmerz eine seelische meidung, seelischer Belastung, sozialem Belastung bedeutet, die auch auf die Schmerzerfahrung zurückwirkt, gehört Rückzug und daraus resultierender auch die Abklärung psychosomatischer Schmerzverstärkung zu durchbrechen. und psychologischer Probleme zwingend Das Behandlungskonzept umfasst zum therapeutischen Konzept. immer ein Paket von mindestens drei aktiven Therapieverfahren. „Ein bis zwei Chronische Schmerzzustände können Tumorschmerzen sein. Die meisten Pati- Wochen stationäre Therapie reichen in enten kommen jedoch mit chronischen der Regel, um den Patienten medikamentös einzustellen und ihm ein aktiRückenschmerzen. Typisch für ältere Frauen sind beispielsweise Verschleiß- vierendes Konzept zu vermitteln“, so die erscheinungen in Folge von Osteoporo- Erfahrung von Oberarzt Dr. Fahimi. „Mit se. Häufig sind auch Nervenschmerzen den erworbenen Kenntnissen über seine nach einem Bandscheibenvorfall oder Schmerzursachen und deren Bewältigung wird er in die Lage versetzt, bei nach mehreren Bandscheibenopedeutlich verbesserter Lebensqualität in rationen. „Die meisten Patienten mit

Mit den erworbenen Kenntnissen über seine Schmerzursachen und deren Bewältigung wird der Patient in die Lage versetzt, bei deutlich verbesserter Lebensqualität in seinem Alltag wieder in angemessener Weise zurecht zu kommen. - Dr. Chaled Fahimi (Foto: H. Böhm)

seinem Alltag wieder in angemessener Weise zurecht zu kommen. Anschließend kann die Behandlung bei Bedarf ambulant weitergeführt werden.“


Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Auf einen Blick

Umfrage

So beurteilen uns die Dortmunder Ärzte „Qualitätskontrolle ist eine unverzichtbare Maßnahme, um das Ziel einer optimalen Versorgung von Patienten umsetzen zu können“, sagt Günther Nierhoff, der Geschäftsführer der Kath. St.-JohannesGesellschaft. „Wenn man wissen will, wo man steht, sollte man sich ein unabhängiges Urteil über die eigenen Leistungen verschaffen. Deshalb haben wir eine Befragung unter den niedergelassenen Ärzten durchgeführt, die ihre Patienten zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus einweisen.“

wichtig für die Weiterbehandlung nach dem Klinikaufenthalt sind Empfehlungen für Medikamente und therapeuti­ sche Maßnahmen, die von den Befragten durchweg außerordentlich gut bewertet werden. „Interessant für die Weiterentwicklung der Klinik sind vor allem natürlich die kritisch beurteilten Aspekte“, betont der Geschäftsführer. So ist beispielsweise eine rund 80-prozentige Zufriedenheit bei der Terminabsprache zwar kein schlechter Wert, aber deutlich steigerbar.

Mehr als ein Viertel der angeschriebenen Ärzte hat den versendeten Frage­ bogen beantwortet zurückgeschickt. „Das ist eine erfreulich hohe Quote, die an sich schon das Interesse der Mehr als ein Viertel der angeschriebenen niedergelassenen Mediziner an der Ärzte beantwortete den Fragebogen. Behandlung ihrer Patienten in der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft belegt“, kommentiert Nierhoff. Die Befragung zeigt deutlich den Wunsch nach einer verbesserten KomBesonders erfreulich ist das Gesamtur- munikation. Inhaltlich sind die Arztbriefe teil: Fast 90 Prozent der Befragten ge- zwar in der Regel gut bis sehr gut, aber ben der Zusammenarbeit mit der Klinik sie lassen in rund 50 Prozent der Fälle insgesamt die Note gut oder sehr gut. mehr als zwei Wochen auf sich warten. Die Patienten werden nach dem Urteil Rund 30 Pro­zent der weiterbehandelnihrer behandelnden Ärzte medizinisch den Ärzte fühlen sich nicht ausreichend und pflegerisch kompetent versorgt. über besondere Ereignisse während des Sie erhalten von der Klinik die für die Klinikaufenthaltes informiert. Aufnahme notwendigen Informationen und auch über Diagnosen und Weiter- „Wir sind sehr erfreut über die große behandlung wird gut informiert. Sehr Offenheit, mit der die zuweisenden

Ärzte auf unsere Befragung reagiert haben“, erklärt Nierhoff, „und bedanken uns an dieser Stelle ausdrücklich für die Bereitschaft zur Teilnahme. Die Ergebnisse sind mit den Chef- und Oberärzten diskutiert worden. Wir legen sehr großen Wert auf eine gute Zusammenarbeit und haben Maßnahmen in die Wege geleitet, um sie weiter zu verbessern und zu intensivieren.“

Terminkalender Arzt-Patienten-Seminare Immer um 17 Uhr im Konferenzraum 5, 1. Obergeschoß im St.-Johannes-Hospital Mi, 4.6. Herz-CT (Kardio-CT), Dr. Katrin Hecking Mi, 11.6. Wer hilft mir im Alter und bei Krankheit? – Pflegeversicherung und Hilfsmittelversorgung, Christiane Pieper Mi, 18.6. Körpergröße und Gesundheit Idealgewicht und darüber hinaus, Dr. Gottfried Janning Mi, 25.6. Mit Diabetes auf Reisen, Dr. Jan Bucher Nachtvorlesungen Immer um 19.30 Uhr im Amphi-Saal (Harenberg-City-Center) Bitte beachten Sie die Ankündigungen in den Ruhrnachrichten Di, 10.6. The same procedure as last year.... ? - Sexualität jenseits der Wechseljahre, PD Dr. Georg Kunz Di, 12.8. Medizinethik im Jahre 2008, Dr. Luckhaupt Di, 9.9. Krampfadern: Beeinträchtigung der Schönheit oder auch der Gesundheit?, Prof. Walterbusch Di, 14.10. Fördern statt Überfordern - Umgang mit Demenzkranken, Dr. Wunderlich Weitere Termine Do, 5.6. 10.00 Uhr: „Sicher mit Hilfsmitteln in Bus und Bahn“, St.-Elisabeth-Krankenhaus Dortmund-Kurl Di, 17.6. 18.00 Uhr: Treffen für Interessierte am Ehrenamt im Christinenstift im Maximilian Kolbe Saal Mi, 13.8. 18:00 Uhr: Volkskrankheit „grauer Star“, Fr. Dr. Lücking, im Katholischen Centrum, Propsteihof 10, 44137 Dortmund Di, 16.9. 18:00 Uhr: Makuladegeneration - die häufigste Erkrankung der Augen in Deutschland, Prof. Schilling, im Katholischen Centrum, Propsteihof 10, 44137 Dortmund

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Aus den Einrichtungen Christinenhilfe

Ehrenamt

in der

„Es lohnt, wenn man sich für andere einsetzt“, meint Beate Winterberg vom Sozialdienst des Christinenstifts, „weil man eine Menge an Dankbarkeit zurück bekommt, aber auch an Impulsen, die das eigene Leben bereichern.“

Altenpflege

Mit der Gründung der neuen Christinenhilfe wird die ehrenamtliche Tätigkeit jetzt organisatorisch zusammengefasst. Dadurch sollen zum einen Kontakt und Austausch der ehrenamtlichen Mitarbeiter erleichtert werden, zum anderen wirbt die Heimleitung aber auch um neue Interessenten, die bereit sind, sich Zeit für andere zu nehmen.

In der Altenpflegeeinrichtung in der Dortmunder Innenstadt engagieren sich Dabei wird auf der einen Seite Unterzehn bis 15 ehrenamtliche Mitarbeiter, stützung bei ganz praktischen Dingen von denen einige schon mehr als ein Jahrzehnt lang dabei sind. Sie überneh- benötigt, wie den Service und die

Regelmäßig erhält Christine Schnitger im Christinenstift Besuch von ihrem Ehrenamtler Winfried Bellen

Betreuung in der Cafeteria oder die Verantwortung für die Bepflanzung auf der Dachterrasse. Auf der anderen Seite geht es ganz konkret darum, den Alltag der Heimbewohner lebenswert zu gestalten. Die Tätigkeit kann je nach Bisher arbeiten die Ehrenamtler auf Einzelinitiative in enger Abstimmung mit Interessen, Ressourcen und Fähigkeiten der Pflegeleitung und dem Sozialdienst. des ehrenamtlichen Mitarbeiters sehr men Näharbeiten, teilen die Kommunion in den Wohnbereichen aus, backen Waffeln für die Bewohner oder leisten einfach Gesellschaft.

unterschiedlich ausfallen. Einzelbesuche zum Gespräch, zum Vorlesen oder für einen Ausflug im Haus, im Garten oder in der nahen Umgebung bringen für die Bewohner Abwechslung in den Tagesablauf und sind zum Beispiel wichtig für Menschen, die es nicht gewohnt sind, sich an den im Haus angebotenen Gruppenaktivitäten zu beteiligen. „Wir erhoffen uns auch mehr Betreuung für die Zeiten am späten Nachmittag, am frühen Abend oder am Wochenende, die wir personell nicht so intensiv abdecken können“, erklärt Beate Winterberg. „Z. B. ein Stammtisch am Abend, wo man hingehen kann, jemanden trifft, etwas trinken und vielleicht Skat oder Mensch-ärgeredich-nicht spielen kann. Denn das ist es, was ein Zuhause ausmacht: dass man nicht abends allein im Zimmer sitzt.“ Den Ehrenamtlern wird auch etwas geboten. Zum einen werden sie intensiv eingeführt und von Seiten des Hauses im Rahmen der neuen Christinenhilfe betreut. Darüber hinaus werden vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten angeboten, vom Rollstuhl-Führerschein über den Erste-Hilfe-Kurs bis hin zum Umgang mit demenziell veränderten Menschen. „Interessenten sind jederzeit herzlich willkommen“, sagt Beate Winterberg. Nach einem Einzelgespräch wird eine Probezeit vereinbart, bevor man sich regelmäßig für sein Ehrenamt engagiert. Anfragen nimmt Pflegedienstleiterin Elke Hans vom Christinenstift entgegen.


Beratungs- und Schulungsangebote Auf einen Blick

Infos Ernährungsberatung Einzel- und Gruppenschulungen von Patienten und deren Angehörige, die aus gesundheitlichen Gründen eine bestimmte Diät einhalten oder Fragen zum Essen und Trinken haben. Unsere Diätassistentinnen beraten Sie gerne. Die Terminvereinbarung erfolgt telefonisch: St.-Johannes-Hospital: Tel. (0231) 1843-2381 Marien Hospital: Tel. (0231) 7750-8327 oder (0231) 7750-8328 St.-Elisabeth-Krankenhaus: Tel. (0231) 28920 Diabetesberatung Für Fragen steht Ihnen zur Verfügung: Im St.-Johannes-Hospital: unsere Diabetesfachschwester, Anja Leichtfuß, Tel. (0231) 1843-2302 Im Marien Hospital: unsere Diabetesberaterinnen DDG, Annika Stahlschmidt oder Hilde Liskus, Tel. (0231) 7750-8362

für

Patienten und Angehörige

ren Aufenthalt eine qualifizierte Stomaberatung und Betreuung durch eine ausgebildete Enterostomatherapeutin an. Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter Tel. (0231) 1843-2325 INR-Schulung (Blutgerinnung) Für Patienten, die mit Marcumar eingestellt sind, werden zur Selbstmessung der Blutkoagulationswerte Schulungsmaßnah men für das CoaguCheckgerät der Firma Boehringer angeboten. Terminabsprachen treffen Sie bitte mit Frau Heemeier, Kardiologische Aufnahme, Tel. (0231) 1843-2591

Selbsthilfegruppen Frauenselbsthilfe nach Krebs Gruppe Do-Mitte, Infos bei Erika Ballhausen, Tel. (0231) 13 63 80

Mamazone „mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V.“ bündelt die Power der Betroffenheit und der wissenschaftlichen Kompetenz zu einer Kraft. mamazone-Dortmund bietet betrof-fenen Frauen Beratung und Begleitung an. Es finden regelmäßig Gruppentreffen statt. Infos: Heide Preuß, Tel. (02306) 53708

Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Dortmund e.V. Präoperative Gespräche zum „Was kommt danach?“. Antragstellung auf Schwerbehinderung bei allen Versorgungsämtern. Monatliche Mitgliederversammlung mit

Geburtshilfe Informationsveranstaltung: „ Alles rund um die Geburt“ incl. Kreißsaalführung jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat um 19.00 Uhr. Treffpunkt: Panorama Café, 4. Etage Hauptgebäude. Keine Voranmeldung erforderlich. Infos zu Kursen vor und nach der Geburt erhalten Sie in unserer Elternschule, Tel. (0231) 1843 2327

Stillberatung Montags bis freitags von 11.30 – 13.00 Uhr und nach Vereinbarung. Sie erreichen die Beratung über das Still-Telefon im Tracheostomaversorgung Beratung und Schulung, Hilfsmittelver- Säuglingszimmer (0231) 1843-23 33 sorgung und Tracheostomapflege für Halsatmer. Wenden Sie sich an die Station G5, Stillcafé Dienstags von 14:00–16:00 Uhr in den Tel. (0231) 1843-2371 Räumen der Elternschule, St.-JohannesHospital, Hauptgebäude 3. Etage Stomasprechstunde Für alle stationären Patienten, denen vorübergehend oder dauerhaft ein künstlicher Darmausgang angelegt wurde, bietet das St.-Johannes-Hospital nach dem stationä-

Betreuung von Betroffenen und Angehörigen. Kontakt: Dagmar Schmidt, Tel./Fax (02303) 13 873

Selbsthilfegruppe Herzklappen Diese Patienten-Selbsthilfegruppe mit fachlicher Unterstützung der Herzchirurgie und Kardiologie trifft sich jeden Monat im St.-Johannes-Hospital. Infos: Barbara Streich, Tel. (0231) 486130

Selbsthilfegruppe vom Kreuzbund Trifft sich montags im St.-Elisabeth-Krankenhaus, 19:00 Uhr im Tagesraum 125 Ansprechpartner ist Herr Doll: Tel. (0231) 892459

Die Anonymen Alkoholiker Treffen: Marien Hospital, Mo, 19:00-22:00 Uhr im Seminarraum 1 Treffen: St.-Elisabeth-Krankenhaus, Do, 19:00 Uhr, Tagesraum 125

Deutsche ILCO e.V. Infos: Dortmunder Selbsthilfegruppe, der Deutschen ILCO e.V. Kontaktstelle K.I.S.S., Tel. (0231) 529097

Glaukom Büro e.V. Informationen bei Frau Kipp, Tel.: (0231) 97100034 oder www.glaukom-buero.de

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Aus den Einrichtungen Das Leben lernen

Erziehung unter Zwang trägt keine Früchte Gewalttaten aus nichtigem Anlass haben die Diskussion um eine Verschärfung des Jugendstrafrechts angefacht. Aus Sicht der professionellen Jugendhilfe bietet das geltende Recht jedoch alle notwendigen Möglichkeiten. „Strafe muss sein und sie muss auf den Fuß folgen“, sagt Dirk Meier, von der Leitung der Jugendhilfe St.-Elisabeth. „Aber Strafe allein reicht nicht, um Verhaltensänderungen zu erreichen.“

lichen in das Milieu zurück, aus dem sie gekommen sind. Und dort knüpfen sie genau so an, wie sie aufgehört haben. „Jeder muss zurück zu seiner Truppe“, so Meier, „und muss im alten Umfeld beweisen, dass er noch dazu gehört.“ Der Rückweg funktioniert in der Regel nur durch das Wiederaufnehmen der alten Verhaltensweisen.

Aus der Bahn geratenen Jugendlichen feste Strukturen zu geben, ist ein unverzichtbarer Aspekt. „Aber es ist wichtig“, so Meier, „täglich um eine indiWenn man jugendliche Gewalt- oder viduell geeignete Struktur zu ringen. Straftäter in Erziehungscamps unter Machtverhältnisse zwingt, dann funk- Der Erziehungsplan muss die Stärken tioniert die Disziplinierung – zumindest des Einzelnen herausarbeiten, damit er durch Förderung eigene neue Wege fin- Menschen sollten nicht über ihre Defizite definiert werden: Es gilt, ihre auf den ersten Blick. Es gibt klare Regeln und einen strukturierten Tagesab- den kann. Die Tagesstruktur muss so Stärken herauszufinden und daraus etwas zu machen lauf. Jeder weiß, wo es lang geht, jeder gestaltet werden, dass der Jugendliche sie einhalten kann, weil er sieht, dass es weiß, was von ihm erwartet wird. So betroffenen Jugendlichen schon alles weit so gut, sagt Dirk Meier, aber nach ihm selber etwas bringt.“ durchgemacht haben, in welchem Chader erzwungenen Phase der Unterordos sie oft groß werden. Es ist erstaunnung kehren die betroffenen Jugend- Die große Gefahr im Erziehungscamp liegt darin, dass Menschen über ihr De- lich, wie schnell sie trotzdem bereit fizit definiert werden. „Du kommst in sind, es erneut mit einer Bindung zu die Anstalt, weil du nichts kannst oder versuchen. Wenn ich mich darauf einweil du ein böser Junge bist“, erläutert lasse, kann ich fördern und fordern.“ Meier. „Das wollen wir gerade vermeiden: Das Kind soll lernen, sich über sei- Für die Beziehung gelten Regeln, es ne Stärken zu definieren und daraus et- gibt Erwartungen und Verantwortlichwas zu machen.“ keiten. Dann sind, wenn es nötig ist, auch Konsequenzen für ZuwiderhandUnabdingbar für den Erfolg von Erzie- lungen möglich, allerdings nicht unter hungsmaßnahmen ist der Aufbau einer Zwang, sondern weil der Betroffene sie Strafe allein reicht nicht, um Verhaltensänpersönlichen und verlässlichen Bezie- akzeptiert, um die Beziehung aufrechtderungen zu erreichen - Dirk Meier von der hung. „Aggression ist immer ein Prozuerhalten. „Das funktioniert aber nur“, Jugendhilfe St.-Elisabeth (Foto: H. Böhm) dukt von Frust. Ich wundere mich im- so Meier, „wenn ich als Erwachsener ein mer noch jedes Mal“, so Meier, „was die verlässlicher Partner bin.“


Spaß und Rätsel Für Zwischendurch ...

Neulich

bunte Seite Lachhaft! in der

St.-Johannes-Gesellschaft Diesmal zum Thema „Physiotherapie“

Alles drückt „Herr Doktor, wenn ich auf den Kopf drücke, tut´s weh, wenn ich auf´s Bein drücke, tut´s weh, wenn ich auf den Bauch drücke, tut´s weh, und wenn ich auf den Arm drücke, tut´s auch weh.“ „Ja, da haben sie sich wohl den Finger gebrochen.“

Hühneraugen Meier wird ins Krankenhaus eingeliefert. Die Schwester fragt: “Sind Sie verheiratet?“ Meier: „Ja, aber die Verletzungen stammen vom Autounfall!“

Für Profis Eine bescheidene Frage Wie viele individuell zubereitete Zytostatika-Rezepturen stellt die Apotheke im Jahr her?

Lösung: 20.000

Die

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Kontakte der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft

Geschäftsführer Dipl. Betriebswirt Günther Nierhoff Tel. (0231) 1843 - 2256 www.st-johannes.de

Johannesstraße 9-17, 44137 Dortmund Tel. (0231) 1843-0, Fax (0231) 1843-2207 www.joho-dortmund.de

Johannesstr. 9-17, 44137 Dortmund Tel. (0231) 1843-2130, Fax (0231) 1843-2131 www.ambulanzzentrum-dortmund.de

Klinik für Augenheilkunde Prof. Dr. Markus Kohlhaas Sekretariat (Frau Blumenthal) - 2241 Sekretariat Fax - 2508 LASIK Hotline 0800-5273767 Ambulanz - 2292 Ambulanz Fax - 2293 augenklinik@joho-dortmund.de Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin Prof. Dr. Michael Sydow Sekretariat (Frau Aldenhövel) Sekretariat Fax Prämedikation Operative Intensivmedizin aldenhoevel@joho-dortmund.de Klinik für Chirurgie PD Dr. med Ulrich Bolder Sekretariat (Frau Mücke) Sekretariat Fax Zentrale Notaufnahme ulrich.bolder@joho-dortmund.de muecke@joho-dortmund.de

- 2247 - 2509 - 2652 - 2409

- 2272 - 2622 - 2277

Katholische Seelsorge Pastor Thomas Müller St.-Johannes-Hospital, Tel. (0231) 1843 - 2388 Gemeindereferent Dieter Fender Marien Hospital, Tel. (0231) 7750-8324

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Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe PD Dr. Georg Kunz Vorzimmer (Frau Dulovic) - 2279 Vorzimmer Fax - 14 58 84 Gynäkologie Sekretariat - 2280 Kreißsaal - 2282 Elternschule - 2327 Brustsprechstunde - 2279 Urogynäkologie / Deszensuschirurgie - 2280 Risikoschwangerschaftssprechstunde - 2282 georg.kunz@joho-dortmund.de Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde Dr. Horst Luckhaupt Sekretariat (Frau Hayn) - 2242 Sekretariat Fax - 2510 hayn@joho-dortmund.de Ambulanz: mo – fr nach Voranmeldung -2361

Intensivpflegeeinheit walterbusch@joho-dortmund.de ruth.strathaus@joho-dortmund.de Ambulanz: Sekretariat Fax

- 2757

- 2560 - 2490

Vorstationäre Diagnostik Josefhaus Anmeldung - 2873/2874 Fax - 2894/2895 maatz@joho-dortmund.de Klinik für Innere Medizin I Prof. Dr. Hubertus Heuer (Kardiologie, Nephrologie, Intensivmedizin) Sekretariat (Frau Reinhardt) - 2210 Fax - 2435 Kardiologie Sekretariat - 2616 Dialyse - 2266 Zentrale Notaufnahme - 2277 heuer@joho-dortmund.de Klinik für Innere Medizin II Dr. Hermann-Josef Pielken (Allgemein Innere Medizin, Gastroenterologie, Hämatologie/ Onkologie, Palliativmedizin) Vorzimmer (Frau Schlieck) - 2438 Geschäftszimmer (Anmeldung stationäre Aufnahme) - 2413 Fax - 2451 Gastroenterologie - 2202 Labor (Sekretariat) - 2304 Onkologische Ambulanz - 2464 Palliativstation (Station V4) - 2734 pielken@joho-dortmund.de schlieck@joho-dortmund.de

Klinik für Herz-, Thorax-, Gefäßchirurgie Prof. Dr. Gerhard Walterbusch Sekretariat (Frau Strathaus) - 2299 Sekretariat Fax - 2445

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie Professor Dr. Karl Schürmann Sekretariat (Frau Tiemann) - 2285 Sekretariat Fax - 2853 karl.schuermann@joho-dortmund.de tiemann@joho-dortmund.de

Evangelische Seelsorge Pastor Rainer Richter St.-Elisabeth Krankenhaus, Tel. (0231) 2892-221 Pfarrerin Heike Scherer St.-Johannes-Hospital, Tel. (0231) 1843-2496

Pfarrer Wolfram Eichler St.-Johannes-Hospital, Tel. (0231) 1843-2096 Pfarrer Raimund Dreger Marien Hospital, Tel. (0231) 7750-8871


Kontakte der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft

Gablonzstr. 9, 44225 Dortmund Tel. (0231) 7750-0 Fax (0231) 7750-8300 www.marien-hospital-dortmund.de Verwaltungsleitung: Herr Hans-Werner Gräber

-8281

Klinik für Innere Medizin/Diabetologie Chefarzt Dr. Klemens M. Sondern Sekretariat (Frau Weckermann) - 8120 Sekretariat Fax - 8140 jutta.weckermann@marien-hospital- dortmund.de Diabetische Fußambulanz - 8141 Anmeldung zur Aufnahme, Ambulanz -8124

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Chefarzt Dr. Harald Krauß Sekretariat (Frau Müller) - 8400 Sekretariat Fax - 8402 mueller@marien-hospitaldortmund.de Anmeldung zur Aufnahme Sekretariat (Frau Szalaga) - 8383 Psych. Institutsambulanz Dr. P. Wallenfels, Dr. G. Schindler, Frau K. Wenning Sekretariat (Frau Neumärker) - 8393 Sekretariat Fax             - 8371

Kurler Str. 130, 44319 Dortmund Tel. (0231) 2892-0 Fax (0231) 2892-147 www.elisabeth-dortmund.de Verwaltungsleitung: Herr Wilhelm Eull eull@elisabeth-dortmund.de

Klinik für Innere Medizin/Geriatrie Kommissarischer Chefarzt Dr. Ralf Dedner ralf.dedner@joho-dortmund.de Sekretariat (Frau Schwabe) - 241 Sekretariat Fax - 245 Hotline Geriatrie, Mo-Fr 9-11 h (0231) 2892345

-200

St.-Elisabeth-Altenpflegeheim Kurler Str. 130, 44319 Dortmund Tel. (0231) 2892-0 Fax (0231) 2892-147

Leitung: Herr Wilhelm Eull eull@elisabeth-dortmund.de Heimverwaltung (Frau Rüping) www.elisabeth-dortmund.de

Eisenmarkt 2–6, 44137 Dortmund Tel. (0231) 18201-0 Fax (0231) 18201-1111

Verwaltungsleitung: Anni Kern info@christinenstift.de www.christinenstift.de

-200 - 208

- 1022

St. Josefinenstift Ostwall 8-10, 44135 Dortmund Tel. (0231) 55 68 05-0 Fax (0231) 55 69 05-155

Heimleitung: Regina Misiok-Fisch Tel. (0231) 55 68 05-110 www.josefinenstift-dortmund.de

Brücherhofstr. 200, 44265 Dortmund Tel. (0231) 9460600 Fax (0231) 946060260

Leitung: Friedhelm Evermann information@jugendhilfe-elisabeth.de www.jugendhilfe-elisabeth.de

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Johannes im DIALOG - Ausgabe 10