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Wiedersehen mit SVE und Roland Seitz Im Vergleich zu den letzten Gastmannschaften ist die gemeinsame Vergangenheit mit dem Gegner vom Samstag, der Sportvereinigung Elversberg, sehr kurz. Erst in der Regionalliga-Saison 2000/01 kam es zum ersten Duell mit den Saarländern, die aktuell darum kämpfen, dass dieses Bundesland nach Saarbrücken nicht auch noch den zweiten Drittligisten verliert.

Günter Staudinger hielt in der Regionalliga-Saison 2007/08 diese Szene vom Heimspiel gegen Elversberg fest: Moise Bambara prüft Schlussmann Kevin Knödler (Foto: Jahn-Archiv).

Seit kurzem ist dieses Ziel auch die Aufgabe von Roland Seitz, der – eigentlich als Sportvorstand ab der nächsten Saison eingeplant – nach der Trennung von Coach Dietmar Hirsch vor Wochenfrist für den letzten Saisonabschnitt die Trainingsarbeit übernommen hat. Beim

1:1 gegen Meister FC Heidenheim am letzten Samstag war die Handschrift des Oberpfälzers bereits erkennbar. Ein wichtiger Sieg gelang dem SSV Jahn gegen die SVE übrigens beim vorletzten Spiel (das Hinspiel 2013/14 endete ja bekanntlich 3:1 für die Saarländer) am 29. Februar 2008 an der Kaiserlinde. Nico Beigang und Petr Stoilov erzielten die zwei Treffer, die den Jahn auf die Erfolgsspur in Richtung Drittliga-Qualifikation setzten – für die sich Elversberg erst fünf Jahre später durch die Aufstiegsspiele gegen die Amateure von 1860 München qualifizierte. Denkbar unglücklich war das Hinspiel dieser Saison gelaufen, als Marcus Feinbier in der Nachspielzeit der Treffer zum 2:2-Remis gelang. Ebenfalls ein spätes Tor, diesmal von Charles Haffner, hatte bereits in Jahns Abstiegssaison 2005/06 eine 1:2-Heimniederlage gegen die Saarländer bedeutet, im Rückspiel konnte immerhin – obwohl George Mbwando bereits nach sechs Minuten „Rot“ gesehen hatte – ein 1:1 erreicht werden. Gar keine Punkte gab es für die RotWeißen in der Saison nach dem Zweitliga-Abstieg 2004 – 2:3 in Elversberg und 1:2 zu Hause. Besser sah es da schon in der Aufstiegssaison 2002/03 aus, als der SSV Jahn beide Regionalliga-Partien gewann (2:0 im Jahnstadion, 1:0 im Rückspiel). Stephan Hanke, Andras Tölcseres und Youssef Mokhtari hießen die Torschützen beim 3:1-Heimerfolg der Regensburger 2001/02, 1:1 endete das Rückspiel bei den Saarländern. Torreich waren die Begegnungen der ersten gemeinsamen Drittliga-Spielzeit: einem 3:3-Remis im September 2000 (Jahn-Tore durch Markus Rosenwirth, Harry Gfreiter und Michael Fersch) folgte am 31. März 2001 mit 3:0 ein wichtiger Heimsieg auf dem Weg zum Klassenerhalt. Insgesamt ist die Bilanz immer noch positiv: vier Niederlagen und vier Remis stehen fünf Jahn-Siege gegenüber. Schon etwas länger als mit der SVE hat der SSV Jahn mit deren neuem Trainer Roland Seitz zu tun. Der ehemalige Profi-Fußballer war Ende der 1990er Jahre als erfolgreicher Coach seines Heimatvereins ASV Neumarkt der erklärte Wunschtrainer bei den Rot-Weißen. 1998 war es dann soweit, Seitz wurde mit großem Medienecho als Spielertrainer in Regensburg vorgestellt. Doch der Coach hatte es mit dem hochklassigen Aufgebot, das ihm Manager Karl Viertler und Sportdirektor Karsten Wettberg zur Verfügung gestellt hatten, nicht leicht. Nachdem die ersten Spiele der Landesliga-Saison 1998/99 nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatten, wurde Seitz in die zweite Reihe beordert und Wettberg übernahm das Training – mit bekannter weiterer Entwicklung. Doch auch Roland Seitz setzte sich durch und war bald im Profi-Fußball zu Hause: Stationen waren der 1.SC Feucht, den der Coach in die dritte Spielklasse führte, der SC Paderborn und Erzgebirge Aue in der 2. Bundesliga, zuletzt auch mit großem Erfolg Regiwo onalligist Eintracht Trier.

JahnZeit 19

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Jahnzeit 2014 ausgabe 16 SV Elversberg  
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