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Magazin des Publikumsrats und der Mitgliedgesellschaften der SRG Deutschschweiz Ausgabe 3/2011

SRG.D Geschäftsbericht 2010: Neustart für die Trägerschaft. Seite 7

SRG SSR Gebühren: Die SRG ist ein mageres Monster. Seite 8

Publikumsrat Beobachtung: 3sat – wertvoller Gemeinschaftssender. Seite 10

Ombudsstelle Tessiner Kraftwerke gegen «ECO» auf SF 1: Stolperstein zurückgezogene Interviews. Seite 12

Carte blanche Niklaus Zeier: Gemeinsam auftreten.

Ostschweiz Mitgliederversammlung der SRG Ostschweiz in Heiden AR. Seite 14 Die Moderation im R ­ egionaljournal Ostschweiz. Seite 15 «Regi-Party» in Amriswil. Seite 16

Die neue Kulturleiterin ­Nathalie Wappler im ­Interview. Seite 4

Bild: SRF / Oscar Alessio, Keystone (Montage)

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Bild: Andreas Butz

SRG Ostschweiz

Heiden über dem Bodensee, Appenzell Ausserrhoden.

81. Mitgliederversammlung in Heiden AR

Wandel als Herausforderung Die Mitgliederversammlung der SRG Ostschweiz findet am 14. Mai 2011 in Heiden statt. Die Mitglieder der Trägerschaft sind zu einem Dorfrundgang sowie zu Begegnungen mit Henry Dunant und Carl Böckli («Bö») eingeladen. Die SRG Ostschweiz lädt zu ihrer 81. Mitgliederversammlung in den renovierten Kursaal Heiden ein. Ein zentraler Punkt der Versammlung wird die Bestätigung des durch den Vorstand gewählten, neuen ­Präsidenten der SRG Ostschweiz, Erich Niederer, sein. Er war von 1983 bis 1999 Leiter des Regionalstudios Ostschweiz. Als Referent konnte der neue ­Direktor von Schweizer Radio und Fernsehen SRF, ­Rudolf Matter, gewonnen werden. Das Thema seiner Rede heisst: «Der Wandel als Herausforderung – Medienkonvergenz konkret».

Vielseitiges Rahmenprogramm Im Anschluss an die Mitgliederversammlung finden ein Aperitif auf dem DunantPlatz und das gemeinsame Mittagessen im Hotel Heiden statt. Am Nachmittag stehen drei Rahmenprogramme zur Wahl: Die Dorfführung mit Besteigung des Kirchturms wird geleitet von Arthur Oehler. ­Dabei stellt sich die Frage, inwiefern das Biedermeierdorf Heiden, eingebettet im hügeligen Appenzeller Vorderland, ein ­typisches Appenzellerdorf geblieben ist.

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Rotkreuzgründer Henry Dunant verbrachte seine letzten 23 Lebensjahre in Heiden. Das Henry-Dunant-Museum zeigt in verschiedenen Räumen die Stationen seines bewegten Lebens, seine Visionen und sein Werk. Eine zweite Persönlichkeit mit Zivilcourage war Carl Böckli, genannt «Bö». Er lebte und arbeitete von 1936 bis zu seinem Tod in Heiden. Als Redaktor des «Nebelspalters» kämpfte er mit «spitzer Feder» von 1927 bis 1962 gegen jeglichen Totalitarismus von rechts bis links. Er befasste sich ausserdem mit zeitlosen Themen und «Tor­heiten der Zeit». Die Begegnung mit dem über die Landesgrenze hinaus bekannten Carl Böckli im Historischen Museum wird geleitet vom «Bö»-Kenner und ehemaligen Chefredaktor des «Nebelspalters», Werner Meier. Die SRG Ostschweiz freut sich auf Ihren Besuch in Heiden. Die Einladung mit den Informationen zur Hauptversammlung und zum Rahmenprogramm erhalten Sie mit separater Post. Monika Gessler Ausgabe 3/2011

Neue Geschäftsführerin Monika Gessler hat bei der Ausserrhoder Kantonalbank eine kaufmännische Banklehre absolviert und war danach fast zehn Jahre als Sachbearbeiterin bei einer Treuhandgesellschaft tätig. Berufsbegleitend hat sie die Eidgenössische Matura erworben. Danach wirkte sie drei Jahre als Projektkoordinatorin des Vereins Dunant-Jahr 2010 und hat zeitgleich die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur absolviert. Das Dunant-Jahr hatte zum Ziel, die Werte des Rotkreuzgründers Henry ­Dunant aus Anlass seines 100. Todestages zu vermitteln. In den Worten des Dunant-Jahr-Präsidenten Norbert Näf hat Monika Gessler durch ihren Einsatz das Dunant-Jahr «zu einer Erfolgsgeschichte» gemacht. Sie war nebst ihrer Geschäftsführungsarbeit insbesondere für die Kommunikation und die Medienarbeit verantwortlich. Seit Anfang März darf jetzt die SRG Ostschweiz von ihren beruflichen Erfahrungen und Kompetenzen profitieren. Erich Niederer


Aus der Programmkommission

Die Moderation im Regionaljournal Beobachtungsschwerpunkt der Programmkommission war im März 2011 die Moderation im Regionaljournal Ostschweiz. Die Resultate wurden an der Sitzung vom 2. März 2011 besprochen und zusammengefasst.

Kriterien einer guten Moderation Die Beobachtung erfolgte entlang eines ausführlichen, von Thomas Weingart erarbeiteten Kriterienkatalogs. Daraus einige Beispiele: Das Kriterium Rolle/Fähigkeit gibt darüber Auskunft, wie der Moderator oder die Moderatorin durch die Sendung führt (zum Beispiel Schaffen von Übersicht, Motivation zum Zuhören, Sachkunde, Verständlichkeit). Die Haltung der Moderationsperson zeigt, ob und wie das Interesse für den Inhalt spürbar ist und ob die Sprechhaltung mit dem Inhalt des Textes übereinstimmt. Stimme: Die Moderation spricht in Normallage. Sprache, Spreche: Die Moderation spricht gesprochene ­Sprache und liest nicht schriftliche Texte. «Spreche ist nicht gleich Schreibe», lautet ein Moderationsgrundsatz. Die Wirkung der Moderation sagt etwas über deren Kompetenz und Glaubwürdigkeit aus. ­Angaben zur Gestaltung von Schlagzeilen (knapp, attraktiv, geben erste Orientierung) und Anmoderationen (machen «gluschtig», führen direkt auf das Thema hin) ­runden den Beobachtungs­raster ab.

und eine gute, übersichtliche Führung helfen bei der Orientierung durch die Sendung und wecken das Interesse der Zuhörerinnen und Zuhörer. Die Sprache ist verständlich und anschaulich mit kurzen, prägnanten Sätzen, sodass auch schwierigere Themen auf einfache Art vermittelt werden. Die Vertrautheit mit der Ostschweiz und das Interesse für Ostschweizer Themen sind spür- und hörbar: «Man weiss, wovon man spricht.» Eine nötige kritische Distanz ist aber gleichzeitig gegeben.

ge, wie viele Manierismen seitens der Moderationspersonen für die Vielseitigkeit des Regionaljournals erwünscht sind und wann diese störend wirken. Eine Anmoderation der Nachrichtenblöcke wäre hilfreich für die Orientierung im Sendeablauf und würde die Sendung noch klarer strukturieren. Aufgefallen sind teilweise unklare Auswahlkriterien für die Schlagzeilen und Quellenangaben zu einzelnen Berichten.

Verbesserungspotential vorhanden

Die Einzelfeedbacks zu Abendsendungen des Regionaljournals durch die Programmkommission haben sich bewährt und werden von den Redaktorinnen und Redaktoren als wertvoll und hilfreich eingestuft. Diese Art der Programmbeobachtung wird während des ganzen Jahres fortgesetzt.

Neben den sehr guten Rückmeldungen seitens der Programmkommission wurden auch einige kritische Anmerkungen angeführt. So wirken vereinzelte Moderationen etwas gehetzt. Es stellte sich auch die Fra-

Feedback an das Regionaljournal

Monika Gessler /Arthur Oehler

In einer ebenso engagierten wie differenzierten Diskussion kam die Programmkommission zum Schluss, dass die Moderation im Regionaljournal Ostschweiz sehr gut aufgestellt ist. Die verschiedenen Dialekte und alternierenden Moderationen machen die Moderation farbig und zeigen die Vielseitigkeit des Einzugsgebiets. Aussagekräftige Schlagzeilen, meist originell «serviert», eine sachkundige Anmoderation

Philipp Gemperle während der Moderation im Regionaljournal Ostschweiz.

Ausgabe 3/2011

Bild: Monika Gessler

Dialektvielfalt, Verständlichkeit und eine authentische Moderation

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SRG Ostschweiz

Agenda «Persönlich» aus St. Gallen

50 Jahre Radio-Lokalsendungen

Die Radio-Talksendung «Persönlich» ist am Sonntag, 24. April 2011, um 10.00 Uhr in der Lokremise in St. Gallen zu Gast. Die aktuellen Gäste sind unter www.drs1.ch oder per Radiofon 0848 80 80 80 abrufbar.

Regionaljournal-Party am 27. Mai 2011 Fünfzig Jahre sind seit der Einführung regelmässiger Radio-Lokal­ sendungen über UKW vergangen. Die SRG Ostschweiz feiert dieses Jubiläum mit einer speziellen «Regi-Party» am Freitag, 27. Mai 2011.

Zu dieser speziellen Feier werden Mitglieder, ehemalige und aktuelle Programm-

schaffende sowie Gäste erwartet. Unterhaltung, Gespräche, Informationen und Kulinarisches gehören zu diesem Abend ebenso wie die Begegnung der Regionaljournal-Macher von heute mit den Stimmen von damals.

Die Feier zum 50-jährigen Bestehen regelmässiger Radio-Lokalsendungen in der Ostschweiz findet am Freitag, 27. Mai 2011, ab 17.00 Uhr im «Pentorama» in ­Amriswil statt. Das detaillierte Programm folgt mit der Einladung zur Mitgliederversammlung.

Mitglieder der SRG Ostschweiz können sich ab sofort für die «Regi-Party» unter info@srgostschweiz.ch anmelden. Das detaillierte Programm folgt mit separater Einladung zusammen mit den Unterlagen für die Hauptversammlung vom 14. Mai 2011. Beat Antenen

Impressum Dino Larese, Pionier bei der Entwicklung des Ostschweizer Regionalradios.

Ende 1978 wurde das Regionaljournal Ostschweiz täglich eingeführt. Das Bild zeigt: Kurt Wild, Hanspeter Trütsch, Fredy Weber (Programmleiter), Susanne Summermatter-Dünner, Marc Walter Haefelin und Beat Antenen (v. l. n. r.).

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Regionaljournal-Party

Ausgabe 3/2011

Bild: Eugen Fahrni

Der Anlass findet am Freitag, 27. Mai 2011, ab 17.00 Uhr im «Pentorama» in Amriswil statt, der Heimat von Dino Larese, der ­massgeblich an der Entwicklung des Re­ gionalradios in der Ostschweiz beteiligt ­gewesen war. Der vor zehn Jahren verstorbene ­Larese galt als einer der wichtigsten Kulturschaffenden des Bodenseeraums. Er war nebenberuflich von 1949 bis 1962 Programm­leiter der Ostschweizerischen Radiogese­llschaft und somit Vorgänger von Fredy Weber, dem ersten hauptberuf­lichen Programmleiter. Die Trägerschaft selbst blickt auf 80 Jahre Pioniertätigkeit zurück.

Die Mitgliederversammlung der SRG Ostschweiz findet am Samstag, 14. Mai 2011, um 10.00 Uhr im Kursaal ­Heiden statt. Die Unterlagen für die Mitgliederversam­mlung und die Rahmenprogramme werden Ihnen rechtzeitig zugestellt.

Bild: Christoph Sonderegger

Das Regionaljournal, das ab 1961 alle drei Wochen jeweils am Sonntag von 18.30 Uhr bis 19.00 Uhr ausgestrahlt wurde, geht heute in sieben täglichen Einschaltungen über den Sender. Das Jubiläum erinnert an die Gründerzeit des Regi Ostschweiz und an die Pioniere jener Zeit.

Mitgliederversammlung 2011

Ausgabe 3/2011 (April 2011), erscheint neun Mal jährlich Herausgeberschaft: Publikumsrat und Mitgliedgesellschaften der SRG Deutschschweiz Redaktion (S. 1–13): Kurt Nüssli (kn), Pernille Budtz (pb), Jasmin Rippstein (jr), Christa Arnet (cha) Mitarbeitende dieser Ausgabe (S. 1–13): Cornelia Diethelm, Florian Blumer, Sylvia Egli von Matt Kontakt: SRG Deutschschweiz, Fernsehstrasse 1–4, 8052 Zürich, Tel.: 044 305 67 03, E-Mail: pernille.budtz@srf.ch, Internet: www.srgd.ch Redaktion SRG Ostschweiz (S. 14–16): Geschäftsstelle, Rorschacher Strasse 150, 9006 St. Gallen, Tel.: 071 243 22 14, Fax: 071 243 22 20, E-Mail: info@srgostschweiz.ch Adressänderung an: SRG Ostschweiz, Postfach 128, 9006 St. Gallen Gestaltung und Produktion: Medianovis AG, Kilchberg/ZH Korrektorat: Susanne Lötscher, transkorrekt. Zollikofen Druckvorstufe: Küenzi & Partner mediacheck, Adliswil Druck: rdv Rheintaler Druckerei und Verlag AG, Berneck Auflage: 15 186 Expl. (WEMF-beglaubigt)

SC2011033001 (swissclimate.ch)

LINK 3/11, SRG Ostschweiz  

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