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Magazin des Publikumsrates und der Mitgliedgesellschaften der SRG idée suisse DEUTSCHSCHWEIZ Ausgabe 1/2006

Regionaljournale mit Potenzial 4 SR DRS

8 SF

12 Ombudsstelle

14 Zürich

Eine Untersuchung der Universität Bern zeigt: Die Regionaljournale von SR DRS können noch besser werden.

Ein «Gault Millau» für die TV-Unterhaltung.

Selbstkritik und offene Fragen zu einem «Schweiz Aktuell»Bericht über ein Sex-Etablissement.

Schaffhausen

Seiten 8 – 9

10 Publikumsrat

Seiten 4 – 6

Iso Rechsteiner, Abteilungsleiter Regionalredaktionen, nimmt Stellung. Seite 7

Dank Bild ein Mehrwert für den Ton. Seite 10 «Heute Morgen» ein guter Morgen. Seite 11

Saal- und abendfüllendes Podium zur SF-Unterhaltung. Seite 14

Seite 12

Sprechausbildung bei SR DRS. Seite 15

13 Carte Blanche

Buchautor Sepp Renggli.

Miriam Wassmer. Seite 13

Seite 16


EDITORIAL RUBRIK

Link wie neu

Bild: Oscar Alessio / SF

Die SRG SSR idée suisse steht als Service public für Qualität in Form und Inhalt. Ihre Radio- und Fernsehprogramme widerspiegeln das Tag für Tag, Woche für Woche. Auch Link – der Zeitschrift für die SRG-Mitglieder in der deutschsprachigen Schweiz – soll man das ansehen, auf den ersten Blick, nur schon am Äusseren. Deshalb haben wir uns zu einem optischen Relaunch auf Anfang 2006 entschlossen. Unser Partner ist die Medianovis AG in Kilchberg, eine auf Corporate Publishing spezialisierte Agentur. Sie hat das neue Erscheinungsbild entworfen und besorgt von nun an Layout und Produktion des neu neun Mal pro Jahr erscheinenden Link.

Kurt Nüssli, Leiter Geschäftsstelle SRG idée suisse Deutschschweiz

Inhaltlich bleibt Link auf die Themen fokussiert, die für unsere Mitglieder relevant und interessant sind. Im Mittelpunkt steht das Geschehen in und um unser Unternehmen, insbesondere Schweizer Radio DRS und das Schweizer Fernsehen, und vor allem die Arbeit unserer Gremien und Mitgliedgesellschaften. Ihnen und unseren Leserinnen und Lesern, die als Mitglieder zugleich die «Volksaktionäre» der SRG SSR sind, fühlen wir uns als Redaktion verpflichtet. Kurt Nüssli

IN KÜRZE

Spezialangebot für SRG-SSR-Mitglieder

«kulturplatz» auf 3sat

Wieder einmal steht Olympia vor der Tür. Vom 10. bis 22. Februar 2006 gehen in Turin die XX. Olympischen Winterspiele über die Bühne, die das Wallis so gerne ausgerichtet hätte. Grund genug für den bekannten Radio-Sportreporter Sepp Renggli, in einem olympischen Schäferstündchen Nebensächliches von der schönsten Nebensache festzuhalten, Anekdoten, Episoden und Geschichten aus 60 Jahren Sportjournalismus. Mitglieder der SRG SSR idée suisse erhalten das Buch «Sepp Renggli – Das olympische Schäferstündchen» zum Vorzugspreis von 25 Franken inkl.Versandkosten (Ladenpreis CHF 29.50). Bestellungen werden per Telefon (044 305 67 03) oder via E-Mail (info@srgdeutschschweiz.ch) entgegengenommen.

Die wöchentliche Sendung «kulturplatz» des Schweizer Fernsehens wird neu jeden Samstag um 10.15 Uhr auch auf 3sat ausgestrahlt. Die Erstausstrahlung von «kulturplatz» erfolgt jeweils am Mittwoch um 22.50 Uhr auf SF 1.

Sepp Renggli: Geschichten aus 60 Jahren Sportjournalismus.

Bild: zVg.

Von Cavelty zu Bezzola Stabwechsel bei der Cuminanza Rumantscha Radio e Televisiun (CRR), dem rätoromanischen Pendant zur SRG idée suisse Deutschschweiz. Duri Bezzola hat das Präsidium übernommen, das Luregn Mathias Cavelty seit 1997 versah. Der CRR-Präsident nimmt auch im Regionalrat der SRG Deutschschweiz Einsitz.

Nicht nur die SRG idée suisse Deutschschweiz wartet mit einem elektronischen Newsletter auf, sondern auch die Unternehmenskommunikation der SRG SSR idée suisse gibt neu sporadisch und themenspezifisch einen Newsletter heraus. Dieser ersetzt das Magazin «idée suisse», das bis anhin in gedruckter Form zweimal pro Jahr

herausgegeben wurde. Die erste Ausgabe ist Ende Januar erschienen und ganz der Digitalisierung im Fernsehen gewidmet. Der neue Newsletter der SRG SSR kann auf der Website www.srgideesuisse.ch über den Maildienst bestellt oder unter der Rubrik Dokumente als PDF heruntergeladen werden.

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Ausgabe 1/2006

Duri Bezzola und Luregn Mathias Cavelty.

Bild: CRR

Auch die SRG SSR mit Newsletter


FORUM

WETTBEWERB

«Meteo» in Mundart

Fernsehen im Bild!

Die Frage ist nicht mehr wo, sondern in welcher Sprache sollen sie moderieren? (v. l. n. r.): Thomas Bucheli, Cécile Bähler, Sandra Boner und Christoph Siegrist.

Peter W. Frigge, Winterthur

Die Rücksicht auf mögliche Versprecher bei ungeschriebenen «Meteo»-Kommentaren stört mich. Der neu eingeführte Dialekt verlängert nicht nur den Röschtigraben quer durchs Land, er zeigt auch, dass wir nicht zu unseren sprachlichen Eigenarten stehen wollen. Beispielhaft wäre Baden-Württemberg, unser Nachbar im Norden mit seinem stolzen Slogan: Wir können Alles – nur nicht Hochdeutsch! Hans Zollinger, Winkel

Auch die Ombudsstelle hat sich der Moderation von «Meteo» angenommen. Nach gründlichen Abklärungen wurden mehrere Beanstandungen abgewiesen, obwohl für diese grosses Verständnis aufgebracht wurde. Redaktion

Gratulationen im Regi Es drängt mich, jenen engagierten Kräften, welche die allmorgendliche GratulationsSendung auf DRS 1 gestalten, meinen herzlichen Dank und meine hohe Anerkennung auszusprechen. Ich finde es sehr wertvoll, dass die über 95-Jährigen und die seit 60 und mehr Jahren verheirateten Paare im Radio erwähnt und geehrt werden. Ich kann mir auch vorstellen, was die Sendung in den Herzen jener Betagten und ihrer Angehörigen und beim Pflegepersonal an dankbaren und motivierenden Gefühlen auslöst, umso mehr, als dies in einer höchst persönlich und sympathisch empfunden Art und Weise getan wird. Man spürt deutlich, dass sich die Radiomachenden alle Mühe geben, die Betroffenen zu erfreuen. Weiter so! Ob es nicht angezeigt wäre, die 90- bis 94-Jährigen in den Regionaljournalen zu erreichen, ist eine Frage, die ich gerne in diesem Zusammenhang aufwerfe. Oft hat man den Eindruck, es fehle den Regis an Beiträgen, weshalb die Sendezeit mit nichts sagender Musik gefüllt werden muss. Adolf Fuchs, Luzern

Illustrationen: Badoux

Ich protestiere in aller Form dagegen, dass «Meteo» in Mundart präsentiert wird. Das Schweizer Fernsehen ist eine nationale Institution – und «Meteo» keine volkstümliche Sendung. Soll das Schweizer Fernsehen anderssprachigen Zuschauenden noch ganz verleiden? Soll die Sprachkompetenz der Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer vorsätzlich weiter gesenkt werden? Ich bitte darum, dass «Meteo» umgehend wieder in Schriftsprache präsentiert wird.

Bild: Oscar Alessio / SF

Gala-Karten zu gewinnen! Finden Sie heraus, welche Sendung vom Schweizer Fernsehen dargestellt wird, und gewinnen Sie exklusive zwei Karten zur Jubiläumsgala 75 Jahre SRG am 7. Dezember 2006 im Berner Kursaal.

Auflösung und Gewinner aus LINK 12/05 Der Fantasie für Lösungsvorschläge waren für einmal keine Grenzen gesetzt. Die Sendung «MTW Menschen Technik Wissenschaft», die auch unser Illustrator Badoux im Hinterkopf hat, herausgefunden hatte und ausgelost wurde Ruedi Müller aus Münchenstein BL. Zusammen mit einer Begleitperson wird er an einer Live-Sendung von «Benissimo» dabei sein. Talon bis 17. Februar 2006 einsenden an: Redaktion Link, Postfach, 8052 Zürich Die gesuchte Fernsehsendung heisst:

Ihre Meinung interessiert uns! Schreiben Sie uns! Zuschriften bitte an: Redaktion Link, Leserbriefe, Postfach, 8052 Zürich, Fax: 044 305 67 10 oder E-Mail: info@srgdeutschschweiz.ch Ausgabe 1/2006

Name/Vorname Strasse PLZ/Ort

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SCHWEIZER RADIO DRS Studie zur regionalen Radioberichterstattung

Regionaljournale haben Potenzial

Durch vermehrte Präsenz am Ort des Geschehens können die Regionaljournale die Stärken des Mediums Radio ausspielen.

Die sieben Regionaljournale sind die Fenster von Schweizer Radio DRS für den lokalen und regionalen Raum. Diese Räume sind nach Grösse, Struktur und Zusammengehörigkeitsgefühl ganz unterschiedlich: Eine beträchtliche Zahl an Kantonen in der Innerschweiz (mit Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug) und in der Ostschweiz (mit St. Gallen, Thurgau, Appen-

zell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden und Glarus), zwei auf verschiedene Zentren hin orientierte Kantone bei Aargau und Solothurn, eine Verbindung von Deutschschweiz und Westschweiz bei Bern-Freiburg-Wallis; eine geografisch, aber nicht unbedingt politisch homogene Region bei Basel-Stadt und Baselland, ein kleiner Grenzkanton im Schatten der

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Metropole bei Zürich-Schaffhausen und schliesslich Graubünden als Sonderfall. Die Redaktionen stehen daher Tag für Tag vor grossen Herausforderungen. Die Regionaljournale senden drei Mal am frühen Morgen, dann am Mittag und schliesslich ausführlicher gegen Abend; Graubünden beschränkt sich auf die Abendsendung. Tun die Regionaljournale, was sie sollten?

Bilder: Darius Köhli / SR DRS

Die Regionaljournale sind die wichtigen Fenster von Schweizer Radio DRS zu den Regionen. Eine Untersuchung zeigt, dass Potenzial da wäre für noch mehr Recherche und Formenvielfalt.


Trotz Informationsfülle und beschränkter Sendezeit sollten anschauliche Reportagen, einfühlsame Porträts, eindrückliche Interviews, spannende Enthüllungskrimis, Recherchen mit Fortsetzungen, eigene Themen- und Formenzugänge möglich sein.

Die Studie des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Bern (ikmb, vgl. Kasten S.6) zeigt, dass sich die sieben regionalen Redaktionen auf hohem Niveau bewegen und ihrer jeweiligen Region auf vielfältige Weise gerecht zu werden versuchen. Sie widmen

«Gerade der Augenschein wäre aber eine Methode, mit der das Radio seine Stärke als anschauliches, sinnliches Medium ausspielen könnte.

»

sich den regionalen Themen sehr engagiert, und ihre Arbeit ist professionell, zuverlässig und seriös. Aber die Studie zeigt auch ein paar Eigenheiten, die Verbesserungspotenzial andeuten, vor allem wenn man sie an Benchmark-Normen misst, wie sie etwa Professor Michael Haller von der Universität Leipzig entwickelt hat: – Die Regionaljournale behandeln zu 90 Prozent natürliche oder veranstaltete Ereignisse. Dies bedeutet, dass sie vor allem auf das reagieren, was schon auf der Agenda steht. Die eigenen Initiativen und «Geschichten» kommen eher zu kurz. – Die Regionaljournale berichten über die gesamte Themenpalette, aber Politik und Wirtschaft machen weniger als 50 Prozent aus, obschon diese Bereiche eigentlich das publizistische Kerngeschäft regionaler Sendungen sein müssten. – Die Regionaljournale lassen immer wieder Akteurinnen und Akteure zu Wort kommen, aber die Journalistinnen und Journalisten sind nur für 10 bis 20 Prozent der Beiträge vor Ort. Gerade der Augenschein wäre aber eine Methode, mit der das Radio seine Stärke als anschauliches, sinnliches Medium ausspielen könnte.

– Die Regionaljournale verwenden für 90 Prozent ihrer Beiträge die Darstellungsformen der Meldung und des Berichts. Sie nutzen die Möglichkeit zu wenig, die Hörerinnen und Hörer mit Interviews, Porträts, Features, Reportagen, Satiren oder Kommentaren zu fesseln.

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Vergleich mit Printmedien Im Vergleich mit der Regionalpresse fällt auf, dass die Themenverteilung der Zeitungen und der Regionaljournale ähnlich ist, dass aber die Zeitungen mehr Hintergrundberichte vermitteln. Ferner sind in den Zeitungen individuelle Akteurinnen

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SCHWEIZER RADIO DRS

Regionaljournale Anteile der journalistischen Darstellungsformen (an Total der Beiträge)

100% 8.6%

6.2%

9.8%

80% 32.9%

36.2%

30.6%

42.2%

29%

32.3%

33%

60%

gängen. Zentral sollte sein, dass die Menschen der Region ins Gespräch gebracht werden, damit die Rezipientinnen und Rezipienten Tag für Tag neugierig sind auf die Sendungen. Das Potenzial ist doppelt vorhanden: In den Regionaljournalen arbeiten gute Leute, und das Radio birgt Möglichkeiten zur Vermittlung von Authentizität und Nähe. Roger Blum, Direktor des Instituts für Kommunikationsund Medienwissenschaft der Universität Bern

40% 55.3%

48.6%

58.3%

43.8%

58.2%

61.9%

50.9%

20% 0% AG / SO

BE / FR / VS

Meldung Interview Reportage Phone-In Live-Schaltung

BS / BL

GR

OCH

Bericht Feature Kommentar Umfrage

ZCH

ZH / SH

Analyse / Kritik Portrait Satire Streitgespräch / Diskussion

Quelle: ikmb Universität Bern

und Akteure (Einzelpersonen) deutlich stärker vertreten als kollektive (Behörden, Parteien, Interessengruppen); bei den Regionaljournalen ist es umgekehrt. Zu berück-

für die grosse Reportage oft nicht haben. Dennoch müssten Lösungen gefunden werden, damit die Redaktionen der Regionaljournale die Stärke des Radios noch

«Zentral sollte sein, dass die Menschen der Region ins Gespräch gebracht werden, damit die Rezipientinnen und Rezipienten Tag für Tag neugierig sind auf die Sendungen.» sichtigen ist, dass die Sendezeit knapp ist, so dass oft nicht mehr möglich ist als eine Ansammlung von Kurzmeldungen, und dass die Redaktionen nicht üppig dotiert sind, so dass sie den Auslauf und den Atem

mehr ausspielen könnten: mit anschaulichen Reportagen, einfühlsamen Porträts, eindrücklichen Interviews, spannenden Enthüllungskrimis, Recherchen mit Fortsetzungen, eigenen Themen- und Formenzu-

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Die Studie der Universität Bern Im Auftrag von Schweizer Radio DRS untersuchte das Institut für Kommunikationsund Medienwissenschaft der Universität Bern (ikmb) sämtliche sieben Regionaljournale von SR DRS. Das Forscherteam arbeitete neun Monate für das Projekt und analysierte alle Sendungen, die während dreier Untersuchungswochen im April, Mai und Juni 2005 ausgestrahlt wurden, sowie die Sendungen des Abstimmungsund Wahlsonntags vom 5. Juni 2005. Zum Vergleich bezog es auch die jeweils auflagestärkste Regionalzeitung mit ein (im Fall von Aargau/Solothurn zwei). Ferner führte es Interviews mit allen Regionaljournal-Leiterinnen und -leitern. Zum Forscherteam gehörten lic. rer. soc. Viviane Abbühl, bei der die Federführung lag, cand. rer. soc. Christine Muff und lic. phil. Karin Zbinden. Die Ergebnisse der Analyse sind in einem über 200-seitigen Forschungsbericht niedergelegt, dem ein fast so dicker Anhang beigefügt ist. Die Forscherinnen und die sie unterstützenden Codiererinnen und Codierer arbeiteten wissenschaftlich absolut unabhängig; SR DRS mischte sich in keiner Weise in die Recherche ein.


Iso Rechsteiner nimmt Stellung

Abendsendung unter der Lupe Für Schweizer Radio DRS gibt die vorliegende Studie wertvolle Impulse, die Regionalberichterstattung weiterzuentwickeln.

Die Studie der Universität Bern bestätigt, unsere Regionalredaktionen machen schon heute einen guten Job. Die Studie ist aber ein guter Anlass, um diese tägliche Arbeit kritisch zu reflektieren. Bringen wir die richtigen Themen? Stimmen unsere Gewichtungen? Sind wir gegenüber der Regionalpresse konkurrenzfähig und wie können wir unser Kerngeschäft Politik und Wirtschaft noch besser profilieren. Solche Fragen beschäftigen uns im Moment. Demnach sind bei den Regionaljournalen Änderungen zu erwarten? Es wird sicher nicht von heute auf morgen alles anders. Zuerst müssen wir genau prüfen, wo Handlungsbedarf besteht, ob allfällige Änderungen sinnvoll sind oder nicht. Was wir aber mit Sicherheit genauer unter die Lupe nehmen müssen, ist die Abendsendung. Die Abendsendung hat viel Potenzial, aber wie gesagt, das werden wir jetzt zuerst sorgfältig prüfen und dann in Abhängigkeit zu unserer Strategie und unseren Ressourcen entscheiden, in welche Richtung wir die Sendung weiterentwickeln oder modifizieren werden.

Bei Schweizer Radio DRS wurden per 1. Januar 2006 die Regionalredaktionen aus der Abteilung Information herausgelöst und auf Stufe Geschäftsleitung in einer eigenen Programmabteilung neben DRS 1, DRS 2, DRS 3 und der Information zusammengefasst. Als Leiter der neuen Abteilung und Mitglied der Geschäftsleitung wählte der Verwaltungsrat der

Jahr Einsitz in der Geschäftsleitung. Welche Rolle spielt denn die Regionalberichterstattung bei Schweizer Radio DRS? Die insgesamt sieben Regionalredaktionen leisten einen wichtigen Beitrag in den Programmen von Schweizer Radio DRS. Ein wichtiger Schritt war die Einführung der Regionalkorrespondentinnen und -korrespondenten. Der Anteil an regionalen Inhalten in den Informationssendungen und den einzelnen Programmen von SR DRS hat sich im vergangenen Jahr markant erhöht. Und dieser Schritt zeigt, dass die Bedeutung des Regionalen in unserem Unternehmen zugenommen hat. Mit dem Regionalen setzen sich auch die verschiedenen Programmkommissionen (PK) der Mitgliedsgesellschaften auseinander. Die eine und andere PK ist in ihren Beobachtungen zu ähnlichen Schlüssen wie die nun vorliegende Studie gekommen. Das zeigt, dass bei den Programmkommissionen mit offenen Ohren mitverfolgt wird, was in den Regionaljournalen über den Sender geht. Ich denke, dass dieser Austausch vor allem auch für die Leiterinnen und Leiter der Regionalredaktionen eine gute Möglichkeit ist, ein regelmässiges Feedback aus einer Aussenperspektive zu erhalten, was wertvolle Hinweise bringen kann. Interview: Christoph Vogel

Sie nehmen als Leiter der neuen Abteilung Regionalredaktionen seit Anfang

Bild: SR DRS

Iso Rechsteiner, in der Studie der Universität Bern wird den Regionalredaktionen von Schweizer Radio DRS insgesamt ein gutes Zeugnis ausgestellt. Darüber hinaus, welche Konsequenzen ergeben sich für Sie daraus?

Neue Abteilung Regionalredaktionen

Iso Rechsteiner.

SRG idée suisse Deutschschweiz den 38-jährigen SR-DRS-Wirtschaftsredaktor Iso Rechsteiner. Er ist für die publizistische, personelle und finanzielle Führung der Regionalredaktionen verantwortlich. Diese produzieren einerseits die bekannten Regionaljournale von SR DRS und beliefern anderseits DRS 1, DRS 2, DRS 3 und die Informationssendungen von SR DRS mit überregional interessierenden regionalen Informationen. Die neu geschaffene Abteilung umfasst ca. 80 Stellen und verfügt über ein Budget von rund elf Millionen Franken. cv

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SCHWEIZER FERNSEHEN Wann ist fertig lustig?

«Gault Millau» der Unterhaltung? An einer Veranstaltung der SRG idée suisse Zürich Schaffhausen diskutierten Fachleute und Publikum über die neusten Unterhaltungssendungen des Schweizer Fernsehens. «Black’n’Blond» Gabriela Amgarten: Roman Kilchsperger hat die Qualität eines Late Night Talker und wird immer besser. Chris von Rohr gefällt mir als Nebenfigur. Wir haben eine ganz tolle Late Night Band und teilweise sehr gute Gäste. Erfreulich ist auch zu Kurt Imhof, Professor für Publizistikwissenschaften sehen, mit wie viel und Soziologie an der Universität Zürich. Elan und Freude das Team arbeitet. Wir sind zwar noch nicht dort, wo wir sein War ein Facelifting dringend nötig, wie es wollen, aber ein solches Format braucht Gabriela Amgarten, Abteilungsleiterin UnZeit, wir müssen experimentieren dürfen terhaltung des Schweizer Fernsehens, verund brauchen dazu den Goodwill des tritt? Setzt das Schweizer Fernsehen mit Publikums. eingekauften Unterhaltungsformaten seine

«Wenn die Unverwechselbarkeit verloren geht, ist das viel verheerender, als wenn ein paar Junge zu RTL oder SAT.1 abwandern.» (Kurt Imhof)

Reputation aufs Spiel, wie es Kurt Imhof, Professor für Publizistikwissenschaften und Soziologie an der Universität Zürich, befürchtet? Die Differenzen zwischen Fernsehfrau und Wissenschaftler an der Veranstaltung der SRG idée suisse Zürich Schaffhausen (siehe Kasten) waren gross, ja unüberbrückbar. Der Präsident des Publikumsrats Othmar Kempf argumentierte häufig ausgleichend, vermisste hingegen den Esprit und den Unterhaltungswert. Link hat die unterschiedlichen Positionen festgehalten und zu Themenbereichen zusammengefasst.

Othmar Kempf: «Black’n’Blond» hat zu wenig Esprit, zu wenig Witz, man muss zu lange auf die Pointen warten – wenn es sie überhaupt gibt. Und ich bin nicht überzeugt, dass die Sendung mit dem Personal, das jetzt zur Verfügung steht, zum Erfolg gelangen wird. Kurt Imhof: Ich finde die Sendung grässlich und zappe sofort weg, obwohl ich relativ hart im Nehmen bin. Ich traue der Sendung nicht zu, dass sie als Late Night Show bestehen kann, wobei ich auch zufügen muss, dass dieses Format eines der schwierigsten ist und viel Zeit braucht.

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Unterhaltung Amgarten: Das Fernsehpublikum möchte in Spannung gesetzt werden und sich dabei entspannen. Ich verstehe Unterhaltung auch als Unterhalt, als Service am Menschen. Imhof: Unterhaltung muss mit Aufklärung einhergehen. Da werden wir uns wohl nie einigen, aber Unterhaltung soll auch bilden. Amgarten: Haben Sie das Gefühl, dass eine frühere Generation sich gescheiter und besser unterhalten hat? Müssen wir denn gescheiter werden? Nein, wir wollen entspannen.

Qualität – Quote Imhof: Die Qualitätsdiskussion in der Unterhaltung ist absolut marginal. Man spielt die Hochkultur gegen die Populärkultur aus und behauptet, Hochkultur habe generell mehr Qualität. Es gibt keine Messungen, die objektivierbar und einführbar wären. Ich plädiere für einen «Gault Millau» der Unterhaltung, der qualitative Faktoren festlegen und einbringen würde. Qualität wird über Diskurs hergestellt. Aber den gibt es kaum mehr. Amgarten: Ich habe keine Angst vor dem Diskurs. Gemäss einer vom Schweizer Fernsehen in Auftrag gegebenen Studie haben wir eine Reputationsnote von 5,3 (Schulnotenskala 1–6). Bei «MusicStar» zum Beispiel fieberten über eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer mit. Wir diskutieren hier sehr intellektuell. Entscheidend finde ich aber, wer zuhause zuschaut. Wir machen ja nicht etwas, weil es uns persönlich einfach so gefällt. Wir reagieren auf den Markt.


Eigenproduktionen – Formate einkaufen Amgarten: Vor 20 Jahren hatte man noch Zeit, in Ruhe eine Samstagabend-Sendung zu entwickeln. Seit Anfang der 90-er-Jahre gibt es den internationalen Format-Handel.

ckelt. Und auch heute ist fast alles, was auf dem Sender ist, noch selbst entwickelt. Aber wir müssen aufholen, was die internationa-

Das Schweizer Publikum erwartet neue Formate, die es bereits auf anderen Sendern gesehen hat, auch bei uns. Kempf: Wenn eine Sendung gut eingeschweizert wird, stört es mich nicht, dass sie eingekauft wurde. «Genial daneben» und «Pisa» etwa sind vom Schweizer Fernsehen nicht original erfunden, sie sind aber relativ gut umgesetzt. Bei anderen Einkäufen dagegen stört mich die fehlende Qualität. Dazu gehört auch ein gewisses Mass an Niveau und Unterhaltungswert. Imhof: Wir leben in einer Zeit der Globalisierung der Formate. Auch das Schweizer Fernsehen übernimmt – nicht zuletzt aus Spargründen – Formate. Dabei lässt es sich

len Trends betrifft, sonst verlieren wir die Jungen. Und auf dem internationalen Markt hat es gute Ideen, die Othmar Kempf, Präsident des Publikumsrates. wir übernehmen können. Wir gelten inzwischen weltweit als Vorzeigesender, wie man Junge auf RTL oder SAT.1 abwandern. Das «Deal or No Deal» perfekt spielt. Wir brinSchweizer Fernsehen läuft Gefahr, in der gen Swissness und erreichen damit jeden politischen Debatte über den Service puMittwoch über 40 Prozent der Zuschaueblic das eigene Fundament zu unterminierinnen und Zuschauer. ren. Imhof: Das Schweizer Fernsehen erliegt Kempf: Eine einzige schlechte Sendung dem Zielgruppen-Fetischismus und meint, macht mehr kaputt, als zehn gute Sendundie Jugend abfangen und an das SF-Label gen wieder gut machen können. Das weiss gewöhnen zu müssen. Ich anerkenne Ihre jeder Marketing-Mann und jede Kommunikations-Verantwortliche.

«Wir diskutieren hier sehr intellektuell. Entscheidend finde ich aber, wer zuhause zuschaut.» (Gabriela Amgarten) Argumentation, finde sie aber grundsätzzu weit auf die Äste raus. Das Kreativitätslich falsch. Der gute Ruf ist ein ganz entpotenzial im Unterhaltungssektor ist zu scheidendes Wettbewerbsargument. Wenn klein. Und die eingekauften Formate sind die Unverwechselbarkeit verloren geht, ist reputationsschädigend. Die Unverwechseldas viel verheerender, als wenn ein paar barkeit des Schweizer Fernsehens ist nicht mehr gegeben. Damit richtet man einen gewaltigen Schaden für die Zukunft an. Amgarten: Ich bin erschüttert. Nachdem wir vier bis fünf Formate eingekauft haben, die übrigens ähnlich ticken wie unsere eigenen Sendungen, reden Sie schon davon, das sei reputationsschädigend. Sie fordern, dass wir mehr Geld in Eigenkreationen stecken sollen. Bis vor zwei, Gabriela Amgarten, Abteilungsleiterin Unterhaltung drei Jahren haben wir des Schweizer Fernsehens. ja alles selbst entwiAusgabe 1/2006

Cornelia Diethelm

«Black’n’Blond absetzen» Die SRG idée suisse Zürich Schaffhausen lud am 9. Januar 2006 in Zürich zur Podiumsveranstaltung «Unterhaltung am Schweizer Fernsehen – Wann ist fertig lustig?» ein. Unter der Leitung von Alfred Fetscherin, Vizepräsident der SRG Zürich Schaffhausen, diskutierten Gabriela Amgarten, Abteilungsleiterin Unterhaltung des Schweizer Fernsehens, Othmar Kempf, Präsident des Publikumsrats der SRG idée suisse Deutschschweiz, und Kurt Imhof, Professor für Publizistikwissenschaften und Soziologie an der Universität Zürich. Der Untertitel der Veranstaltung hiess: «Deal or No Deal», «Rätpäck», «Black’n’Blond» … Sind das die Sendungen, die wir wollen? Sind das die Sendungen, die das Fernsehen braucht? Das äusserst zahlreich erschienene Publikum machte deutlich, dass es vor allem über «Black’n’Blond» reden wollte. Und es forderte beinahe einstimmig die Absetzung der Late Night Show. cd

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Bilder: André Springer

«Wenn eine Sendung gut eingeschweizert ist, stört es mich nicht, dass sie eingekauft ist.» (Othmar Kempf)


PUBLIKUMSRAT Pierre Boulez dirigiert im KKL Luzern – und am Schweizer Fernsehen.

Musik am Fernsehen

Dank Bild ein Mehrwert für den Ton Musik ist nicht nur eine hörbare, sondern auch eine sehbare Erfahrung – zu dieser Erkenntnis kam, beinahe überrascht, der Publikumsrat. Der Publikumsrat hat es sich zur nicht ganz einfachen Aufgabe gemacht, das Musikangebot am Schweizer Fernsehen in all seinen Erscheinungsformen zu begutachten. Von Jazz über Volksmusik, von Opern über Popkonzerte, von Porträtsendungen von Musikerinnen über Gespräche mit Interpreten, all dies wurde nicht nur gehört, sondern vor allem auch gesehen. Musik als ein primär auditives Hörerlebnis ist unter bestimmten Voraussetzungen visuell geniessund erlebbar, so das Gremium. «So lasse ich mir Musiktheater am Fernsehen gerne gefallen!», meint auf jeden Fall ein Ratsmitglied. Wenn dank einer kreativen Bildregie oder einer stimmigen Inszenierung die Musik unterstützt werden kann, lassen sich eingefleischte Radiohörerinnen und Skeptiker durchaus vom Mehrwert des Bildes überzeugen. Insbesondere in einer Doku-

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mentation können mit Hilfe des Bildes vertiefte Einsichten und Erlebnisse vermittelt werden. Gerade in einer Sendung wie «Klanghotel» können sich die Zuschauenden über Hintergründe zur Musik, über Stilrichtungen oder aktuelle Tendenzen informieren.

Von Sendezeiten zu nachtschlafener Zeit Allerdings wird bemängelt, dass die einzelnen Musiksparten unterschiedlich gewichtet werden, und dies sowohl, was die Anzahl der Sendungen als auch deren Sendezeit betrifft. Der Volksmusik beispielsweise wird eindeutig eine vorteilhaftere Sendezeit gewährt als allen anderen Sparten von Pop über Jazz bis hin zur Klassik. Dies würde natürlich auch daran liegen, Ausgabe 1/2006

Superstar Robbie Williams im «Benissimo».

so die Abteilungsleiterin Unterhaltung Gabriela Amgarten, dass volkstümliche Musik beim Publikum sehr beliebt sei. Nichtsdestotrotz bedauert Publikumsrätin Kathrin Matter, dass kulturelle Sendungen ins Spätprogramm rutschen. Für das jüngste Gremienmitglied wiederum, Simon Zogg, ist der Samstagabend ungeeignet, Popmusik zu senden. Seiner Meinung nach lässt sich auf diese Weise schwer ein jüngeres Publikum anziehen, denn: «An diesem Abend der Woche bin ich kaum zuhause anzutreffen.» Gabriela Amgarten packt denn auch gleich die Gelegenheit am Schopf, um herauszufinden, um wie viel Uhr die Jugend Zeit für Musik am Fernsehen aufwenden könnte. Ab 21 Uhr unter der Woche, so Zogg, würde das schon drinliegen! Andrea Haase

Bild: Merly Knörle / SF

Bild: Oscar Alessio / SF DRS


Das neue Informationsmagazin von Schweizer Radio DRS

Vom News-Studio beeindruckt

«HeuteMorgen» ist ein guter Morgen Seit dem 1. Dezember 2005 hat SR DRS seine Morgennachrichten auf DRS 1 und DRS 2 von acht auf zwölf Minuten ausgebaut. Auf DRS 3 läuft eine kompakte Sechs-Minuten-Sendung. Beide Formate zeichnen sich durch hohe Professionalität aus, meint der Publikumsrat.

Dynamik. Mit «HeuteMorgen» ist es nach Ansicht des Publikumsrats den Radiomachenden gelungen, dem Nachrichtenblock ein glaubhaftes und seriöses Profil zu verleihen.

Die Frage hatte sich im Voraus schon gestellt: Wie wird wohl die Radiohörerschaft die auf zwölf Minuten ausgebauten Nachrichten am Morgen auffassen? Mehr Text und weniger Musik, ob das wohl gefällt? Beim Publikumsrat kommt der ausgebaute Infoblock auf jeden Fall gut an. Da die zwölf Minuten sehr abwechslungsreich gestaltet sind, wird die verlängerte Sendezeit gar nicht so sehr wahrgenommen. Die vermehrten O-Töne und die Schaltungen zu Korrespondentinnen und Korrespondenten bewirken eine Bereicherung. Die Tatsache, dass die Nachrichten neu von zwei Stimmen, meistens einer weiblichen und einer männlichen, gelesen werden, verleihen den Morgeninformationen eine zusätzliche

Bild: Christian Helmle / SR DRS

Das Moderationsteam (v. l. n. r.): Veronika Meier, Marc Lehmann, Brigitte Kramer und Daniel Knoll.

Nicht, dass schon alles perfekt wäre! Zwar begrüssen die Publikumsratsmitglieder eine verstärkte Inlandberichterstattung auf DRS 1, der Kulturteil und auf DRS 3 die Wirtschaftsnachrichten sind jedoch noch ausbaufähig. Diejenigen, die sich mit dem «neuen Morgen» auf DRS 3 auseinander gesetzt haben, sehen eine gewisse Diskrepanz zwischen der Nachrichtenstimme und dem Stil von DRS 3. Die Stimmen seien nicht gerade DRS-3-typisch. Man würde sich mehr Frische wünschen. Erst die Sportnews, die den hochdeutschen Nachrichten wieder in Mundart folgen, kämen mit der nötigen Lockerheit daher. Nach Auffassung von Publikumsrat Darko Cetojevic widersprechen Nachrichtenstimme und Nachrichtentempo zu oft dem DRS-3-Stil. Die Radiomachenden zeigen für diese Unstimmigkeit ein gewisses Verständnis und betonen, dass sie sich Mühe geben würden, möglichst jüngere Stimmen für den Einsatz bei DRS 3 auszuwählen, doch hänge dies natürlich vom Arbeitsplan ab. Und zu guter Letzt ist Publikumsrätin Karin Ammann mit den Wetternachrichten auf DRS 3 nicht zufrieden: Diese dürften jenen auf DRS 1 und DRS 2 in nichts nachstehen!

Bild: SF

Mehr Frische, aber nicht zu salopp

Einblick ins News-Studio beim Schweizer Fernsehen.

Kurz, knapp und positiv hat sich der Publikumsrat zum neu gestalteten NewsStudio und dem neuen Auftritt der InfoSendungen beim Schweizer Fernsehen geäussert. Von der frischen Farbgebung und der modernen Grafik überzeugt, lassen sich die Gremienmitglieder gerne optisch verwöhnen. ah

Andrea Haase

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OMBUDSSTELLE Kontroverse um «Gang Bang» in Grenchen

Selbstkritik und offene Fragen «Schweiz Aktuell» berichtete über eine Petition gegen ein SexEtablissement und zeigte drei Sequenzen aus einem Pornofilm.

von Beruf Betagtenpflegerin und nehme an solchen Anlässen aus purer Freude teil. Den Protest könne sie nicht verstehen und sie sei von der schweizerischen Sexualmoral enttäuscht. So endet der Bericht. Um zu illustrieren, was bei einem «Gang Bang» vor sich geht, wurden drei kurze Sequenzen aus einem Pornofilm gezeigt, der an einem der erwähnten Anlässe in Grenchen gedreht worden ist.

«Schweiz Aktuell» berichtete am 14. November 2005 über eine Kontroverse in Grenchen. Es ging um eine Petition eines Komitees von 17 Frauen gegen bestimmte Anlässe in einem Sex-Etablissement der Stadt. Dabei wurden drei Sequenzen aus einem Pornofilm gezeigt. In der Folge wurden vier Beanstandungen eingereicht. Die Redaktion gab den Fehler zu, doch grundsätzliche Fragen sind weiterhin offen. Wer meint, «Gang Bang» habe irgendwie mit Wildwest oder Schiessereien zu tun, liegt falsch. Mit diesem Begriff benennt man neuerdings spezielle Veranstaltungen, an denen, so ist im Internet zu lesen, eine Frau von mehreren Männern «verwöhnt» wird. Solche Dinge passieren auch in der Schweiz. Das wissen wir spätestens, seit die Boulevardpresse über «Gang Bang» in einem Sex-Club von Grenchen berichtete. Gegen solche Anlässe in ihrer Stadt wehrte sich eine Gruppe von Frauen mit einer Petition. Dies war der Anlass für einen umfassenden Bericht von «Schweiz Aktuell». Darin sind nicht nur die protestierenden Grenchnerinnen zu Wort gekommen, sondern auch der Besitzer des Sex-Clubs und vor allem eine der «Protagonistinnen», eine Österreicherin. Sie sagte im Beitrag, sie sei

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daktors mit den Redaktionsleitern aller tages- und wochenaktuellen Sendungen thematisiert worden. Das Fazit des Chefredaktors ist eindeutig: «Die Zuschauer haben Recht: Die gezeigten Rammelszenen gehören nicht in eine Sendung wie ‚Schweiz Aktuell’.» SF hat sich auch umgehend bei den reklamierenden Fernsehzuschauern entschuldigt und wird die kritische Beurteilung des Chefredaktors als Richtschnur für die Zukunft anwenden.

Heftige Reaktion Vor allem wegen dieser Bilder sind vier Beanstandungen bei der Ombudsstelle DRS eingegangen. Die Begründungen: «Schweiz Aktuell» habe mit dem Bericht über eine Kontroverse um ein Sex-Etablissement in Grenchen «mit Sequenzen aus einer Massenbesteigung in einem Bordell eine Gefährdung der öffentlichen Sittlichkeit» verursacht. Erfahrungsgemäss würden um diese Zeit viele Kinder und Jugendliche vor dem Fernseher sitzen. Der Beitrag stelle eine «Verharmlosung von Gewalt an Frauen dar» und habe «unterschwellig Werbung für eine Bordellform der besonderen Art gemacht». Die Aussage einer Protagonistin, die «kundtut, warum sie solche Events gerne besucht», sei nicht angebracht und das Statement des Bordellbetreibers zudem «keine lebensnotwendige Nachricht für die Zuschauer». So und ähnlich wird in den vier zu diesem Beitrag eingegangenen Beanstandungen argumentiert.

«Mea culpa» der Redaktion Die Verwendung der kritisierten Bilder ist in der Folge nicht nur in der Redaktionssitzung von «Schweiz Aktuell», sondern auch an der wöchentlichen Sitzung des ChefreAusgabe 1/2006

Grundsatzfragen sind noch offen Auch wenn die erfolgte Selbstkritik zu begrüssen ist, bleiben für mich grundsätzliche Fragen noch offen. Natürlich dürfen keine Ereignisse für eine Informationssendung wie «Schweiz Aktuell» von vornherein ausgeschlossen werden. Doch ich schätze die Relevanz dieser Geschichte nicht für so gross ein, dass sie einen fast fünf Minuten langen Beitrag rechtfertigen würde. Mit Ausnahme der Boulevardzeitungen haben die Medien, wenn überhaupt, diesen Ereignissen lediglich wenige Zeilen gewidmet. War es überhaupt sinnvoll, diese skurrile Geschichte aus dem Sexmilieu so breit zu behandeln? Die zweite Frage betrifft den Wahrheitsgehalt der Aussagen der österreichischen «Protagonistin». Es hat sich in späteren Presseinterviews herausgestellt, dass sie bezahlt wurde, um am Tag der Einreichung der Petition nach Grenchen zu kommen und zu behaupten, sie habe alles lediglich aus purem Spass gemacht. Hätte man ihre Aussagen im Film nicht hinterfragen müssen? Schliesslich geht es um Manipulation. Achille Casanova

«Schweiz Aktuell», 14.11.05 Ombudsstelle DRS, Kramgasse 16, 3011 Bern


CARTE BLANCHE

Den Worten hinterher Sprache fasziniert mich. Als Kind habe ich die Schulbibliotheken

geschrieben, Neues so aufbereitet, dass nicht nur Forschende und

leer geräumt und alles Verfügbare nach Hause getragen und ver-

Fachleute die Inhalte verstehen. Oft bin ich auf der anderen Seite

schlungen. Wort für Wort und Zeile für Zeile, Tag für Tag. Mit zuneh-

und versuche, die Inhalte meiner Arbeit über die Medien kommu-

mendem Alter wurden die Worte und Zeilen zwar weniger, aber

nizieren zu lassen. Dazu müssen sie medientauglich sein, dass

mit dem Radio wieder einfacher zu rezipieren. Und das auch

Thema muss interessieren, Zahlen liefern und vor allem neu sein.

noch gleichzeitig mit dem Lesen. Das Wortquantum blieb mehr

Dies lässt sich oft mit allen Worten dieser Welt nicht bewerkstelligen.

oder minder konstant. Hoch. Zur Leselust fügte sich alsbald jene am Schreiben hinzu – und ein paar gestresste Deutschlehrerinnen

Seit August 2004 bin ich Präsidentin der Programmkommission

und -lehrer, welche die vielen Worte lesen mussten, die ich beim

SRG idée suisse Region Basel und vertrete damit die Region Basel

Aufsätzeschreiben zu Papier brachte.

im Publikumsrat. Was die regionale Kommission im Kleinen beobachtet, rührt der Publikumsrat mit der grossen Kelle an: hier

Ich liess es nicht beim Wörtersammeln bleiben: Germanistik, Kom-

treffen 26 oft völlig unterschiedliche Meinungen aufeinander. Mei-

munikations- und Medienwissenschaften haben mich hinter die

nungsvielfalt und nicht Konsens ist das Ziel. Im Publikumsrat zu

Worte sehen, ihren Sinn und Unsinn erkennen und ihre Wirkung

sitzen, heisst, der anderen Seite auf den Mund zu sehen. Zu schät-

bei den Lesenden und Hörenden erforschen lassen. Recht als

zen, was an informativen, unterhaltenden und bildenden Inhalten

Nebenfach schliesslich, so an den Worten zu schrauben und zu

bei Radio und Fernsehen produziert wird. Und manchmal auch

drehen, dass sie unverrückbar das heissen, was sie heissen sollten.

zu kritisieren, wenn die Sendungen ihre Wirkung verfehlt haben.

Und kaum mehr zu widerlegen sind.

Wenn die Inhalte weit übers Ziel hinausgeschossen oder gar nicht angekommen sind. Und dann die richtigen Worte zu finden für

Meine sprachliche Neugier kann ich auch

eine konstruktive Diskussion.

beruflich ausleben: als Projektleiterin und Beraterin in einer Kommunikati-

Ich gebs zu: In der Freizeit lasse ich mir die Wörter nach

onsagentur, die sich mit Wissen-

Hause oder sogar ans Bett bringen, durchs Radio und

schaftskommunikation und -PR

Fernsehen. Die Berge von gesammelten Zeitungen und

befasst. Für meine Arbeit braucht es

Zeitschriften werden am Wochenende jeweils vom Sta-

viele Wörter: Informationen werden

pel genommen und nach Wortmaterial durchkämmt.

weiterverarbeitet, Wissen neu

Wörter ungelesen wegwerfen, das geht (fast) nicht.Wenigstens dienen sie mir zur Unterhaltung, zum Zeitvertreib. Sind Grundlage eines Gesprächs oder einer Diskussion. Dank

Miriam Wassmer ist als Vertreterin der SRG idée suisse Region Basel im Publikumsrat.

iPod und Internet komme ich sogar zu neuen Worten, wenns eigentlich gar keine gibt. Zu viele Worte soll man nicht verlieren, heisst es.

»

Drum ist jetzt Schluss.

Bild: Oscar Alessio / SF

«

Ausgabe Nr. 6, 2005

13


Unterhaltung am Schweizer Fernsehen

Fertig lustig! Kaum je hat eine Veranstaltung der SRG idée suisse Zürich Schaffhausen so viele Leute angelockt wie die Diskussion über neue Unterhaltungssendungen. Die traditionellen RFZ-Schöggeli waren diesmal noch schneller weg als sonst. Und auch die belegten Brötchen im Anschluss an die Veranstaltung waren innert kürzester

dung grässlich und zappe sofort weg, obwohl ich relativ hart im Nehmen bin.» Auch Publikumsratspräsident Othmar Kempf äusserte sich kritisch: « ‹Black’n’Blond› hat

schätzt, unterstellt wird, es sei doof», waren die Reaktionen durchwegs negativ. Mühe bekundeten einzelne Rednerinnen und Redner vor allem mit der Fäkaliensprache. Man wünscht sich vom Schweizer Fernsehen mehr Vorbildcharakter und Idole. Jemand war der Meinung, dass das Schweizer Fernsehen vor allem das Publikum in den städtischen Agglomerationen bediene. Und für die Moderation eines Late Night Formats reiche es eben nicht, einfach einen Alt-Rocker und einen Radiomann als Moderatoren einzustellen.

Bilder: André Springer

Absacken des Niveaus

Grosser Aufmarsch im CS-Forum.

Zeit aufgegessen. Aber es war offensichtlich, dass die vielen Leute am Montag, 9. Januar 2006, nicht nur wegen Schokolade und Apéro ins Forum St. Peter in Zürich kamen, sondern in erster Linie wegen des Themas der Veranstaltung. Der Saal war (über-)voll und im Anschluss an das Podiumsgespräch zum Thema «Unterhaltung am Schweizer Fernsehen – Wann ist fertig lustig?» diskutierte das Publikum überaus engagiert mit (siehe auch Seiten 8 und 9).

Kein ungeteilter Beifall Das Schweizer Fernsehen hat in den vergangenen Monaten einige neue Unterhaltungssendungen ins Programm gebracht, die «Staub aufwirbeln und keinen ungeteilten Beifall ernten», wie es Gesprächsleiter Alfred Fetscherin,Vizepräsident der SRG idée suisse Zürich Schaffhausen, formulierte. Im Zentrum des Abends stand vor allem die Late Night Show «Black’n’Blond». Kurt Imhof, Professor für Publizistikwissenschaften und Soziologie an der Universität Zürich, sprach Klartext: «Ich finde die Sen-

Die Diskussion zeigte deutlich, dass zumindest die Veranstaltungsteilnehmenden lieber heute als erst morgen hören würden, dass «Black’n’Blond» aus dem Programm genommen wird. Hartnäckig wurde Amgarten mehrmals gefragt, wie lange sie dem Absacken des Niveaus noch zuschauen wolle. Sie aber wollte sich nicht festlegen lassen. Ein Mann aus dem PubliKurt Imhof, Gesprächsleiter Alfred Fetscherin, Gabriela Amgarten und Othmar Kempf (v. l. n. r). kum forderte sie auf, ihm doch wenigstens drei Gründe anzugeben, die für die Sendung zu wenig Esprit, zu wenig Witz, man muss «Black’n’Blond» sprechen. Darauf zu antzu lange auf die Pointen warten – wenn es worten, fiel ihr nicht schwer, denn sie sei sie überhaupt gibt. Und ich bin nicht übernach wie vor überzeugt vom Potenzial der zeugt, dass die Sendung mit dem Personal, neuen Sendung und meinte: «Roman das jetzt zur Verfügung steht, zum Erfolg Kilchsperger wird immer besser, wir haben gelangen wird.» eine ganz tolle Late Night Band und teilweise sehr gute Gäste.» «Wir wussten, dass wir riskieren, sicher ein halbes Jahr lang Prügel zu kassieren, wenn Ob die Abteilungsleiterin Unterhaltung ihr wir mit einer Late Night Show kommen», Publikum an diesem Abend überzeugen beantwortete die Abteilungsleiterin Unterkonnte? Das ist ungewiss. Denn nach Abhaltung des Schweizer Fernsehens, Gabrieschluss der Veranstaltung schien es, dass la Amgarten, die Kritik und differenziert: kaum jemand sofort nach Hause eilte, um «Ein solches Format braucht Zeit. Wir müssich die aktuelle Sendung «Black’n’Blond» sen experimentieren dürfen und brauchen anzuschauen. Hingegen unterhielten sich dazu den Goodwill des Publikums.» Im mehrere Gruppen von Leuten im Foyer des Saal regte sich Widerstand: Mit Ausnahme Forums St. Peter angeregt weiter – und dies einer jüngeren Frau, die «Black’n’Blond» auch noch, nachdem es längst keine Brötgerne anschaut und die sich daran stört, chen mehr gab. «dass dem Publikum, das diese Sendung Cornelia Diethelm

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Ausgabe 1/2006


Der Beruf des Radiosprechers

Worauf es ankommt

Seit dem 1. Januar 2006 ist der Bereich Ausbildung als Stabstelle dem Radiodirektor unterstellt. Die Ausbildung, neu unter der Leitung von Colette Gradwohl, erfährt dadurch eine organisatorische Aufwertung. Die Sprechausbildung für die deutschsprachigen Sender DRS 1, DRS 2 und DRS 3 sowie das Regi Zürich Schaffhausen und die anderen Regionalredaktionen wird von Werner Geiger koordiniert. Ihn unterstützen im Studio Basel Madeleine Hofer und im Studio Bern Robert Schmid. Wie kommen Sie zu den guten Stimmen, die jeden Tag über die Sender zu hören sind? Werner Geiger: Das läuft nach den üblichen Bewerbungsanforderungen ab. Die Redaktionen schreiben die Stellen aus. Zusammen mit der Programmleitung wählen sie aus den Bewerbern aufgrund eingereichter Sprechproben geeignete Anwärter aus. Die zukünftigen Moderatoren und Redaktoren erscheinen dann zum Test bei mir. Einmal im Hause, müssen sie eine Mikrofonzulassung bestehen. Später durchläuft jeder Radio-Mitarbeiter weitere Sprechausbildungen. Das gilt auch für freie Mitarbeiter. Pro Jahr werden etwa 1500 Einzellektionen erteilt. Was heisst konkret «mikrofontauglich»? Ziel jeder Sprechausbildung ist in jedem Fall, dass die Hörerinnen und Hörer gerne zuhören und auf Anhieb verstehen. Eine Stimme muss am Mikrofon sicher, glaubwürdig und natürlich wirken. Für jede Aufgabe ist eine spezielle inhaltliche, journalistische, technische und sprecherische Ausbildung notwendig. Regelmässig werden intern Gespräche geführt, um die Sprechleistungen der Mitarbeiter zu beurteilen und nach Bedarf zusätzliche Sprechausbildung einzusetzen.

Werner Geiger

Bild: zVg.

Link sprach mit Werner Geiger über die Ausbildung für Radiojournalisten und Moderatoren.

Wie sehen die stimmlichen Anforderungen für Moderatoren aus? Von entscheidender Bedeutung ist die sprachlich stimmliche «Anmutung». DRS-1Stimmen zum Beispiel sollen eine positive Ausstrahlung haben. Man soll ihnen gerne zuhören, sich angesprochen fühlen von einer persönlichen Ambiance, die Sympathie weckt, ohne auf «lieb» zu machen. Die «Stimmpersönlichkeiten» sollen frisch sein, ohne forsch zu wirken und «Biss» haben, aber nicht verletzend oder überheblich wirken. Bei Schweizer Radio DRS werden viele Mundartbeiträge gesprochen. Wie sieht ein Mikrofontest aus? Die Kandidaten sprechen unterschiedliche Texte, eigene und fremde, in Mundart und Hochdeutsch, und diese Beiträge werden hinsichtlich Attraktivität,Verständlichkeit und Hörergebnis ausgewertet. Attraktiv ist ein Beitrag, wenn die Stimme entspannt wirkt, der Atem lebendig und die Sprechhaltung dem Inhalt des Beitrags entspricht.Verständlich ist er, wenn der Ausdruck das Verstehen des Textes unterstützt, das Tempo und die Tempovarianten richtig gesetzt sind, die Gedanken in einem persönlichen Sprachstil formuliert Ausgabe 1/2006

sind und das Ganze radiofon ist, das heisst keine verschachtelten Sätze und komplizierten Satzkonstruktionen enthält, und im Beitrag ein thematischer Kern erkennbar ist. Als Gesamtresultat ist das Hörergebnis sehr wichtig. Geht dem Hörer am Schluss ein Licht auf, erfährt er das berühmte AhaErlebnis, dann ist die Kommunikation gelungen, also wenn die Hörerinnen und Hörer etwas Neues, Besonderes oder Erfreuliches erfahren haben. Zur Erfüllung ihres Sendeauftrags werden die Mitarbeitenden in ihrer sprachlichen und sprecherischen Kompetenz permanent unterstützt. Wenn ein Radiomitarbeiter eine neue Aufgabe übernimmt, sich zum Beispiel als Nachrichtenredaktor bewirbt, muss er erst eine spezielle Zulassung für hochdeutsches Sprechen erwerben. Erst nach entsprechender Ausbildung darf er die Nachrichten bei SR DRS sprechen. Martin J. Nobs

Werner Geiger geboren 1948, Ausbildung zum Lehrer und Schauspieler, Studium der Sprachwissenschaften. Weiterbildungen in Atempädagogik, kreativer Stimmarbeit, Supervision und Coaching. War viele Jahre lang Dozent für Sprecherziehung an der Schauspielakademie Zürich und an der Schauspielschule Bern sowie an der Universität Bern. Arbeitet heute als Koordinator der Sprechausbildung bei Schweizer Radio DRS, als Lehrbeauftragter an der Universität Basel und freiberuflich als Kommunikationsberater und Coach.

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AGENDA

Einladung zum Schmunzeln

«Das olympische Schäferstündchen» mit Sepp Renggli Sepp Renggli, Radio-Legende und langjähriger Leiter des Radiostudios Zürich, begeistert in seinem neuen Buch mit Anekdoten, Episoden und Geschichten aus 60 Jahren Sportjournalismus.

Donnerstag/Freitag, 16./17. Februar, 19.15 Uhr Sektion Zürichsee linkes Ufer: Besuch der Sendung «Aeschbacher», Labor-Bar in Zürich Freitag, 24. Februar, 3. März, 19.30 Uhr Sektion Zürichsee linkes Ufer: Besuch der Sendung «Quer», Fernsehstudio, Fernsehstrasse 1–4, Leutschenbach Donnerstag, 16. März, 18.30 Uhr Sektion Zürichsee linkes Ufer: Besuch Wohn- und Porzellanmuseum in Horgen Freitag, 17. März, 19.15 Uhr Sektion Zürcher Unterland: Besuch der Sendung «Aeschbacher», Labor-Bar in Zürich Sektion Zürcher Unterland: Besuch der Hauptprobe «Benissimo», Fernsehstudio Leutschenbach

Bild: «Seetaler Bote»

VORANKÜNDIGUNG:

Sport- und andere Prominenz vergangener Tage (von links): Jürg Randegger vom Cabaret Rotstift, Sportreporter Karl Erb, Radsport-Legende Ferdy Kübler, Radiomann und Schauspieler Ueli Beck mit (sitzend) Sepp Renggli.

RFZ-Generalversammlung 2006 Die 82. Generalversammlung der Radiound Fernsehgenossenschaft Zürich Schaffhausen RFZ findet statt am Samstag, 20. Mai 2006, 09.30 Uhr, in der Vogtei Herrliberg.

IMPRESSUM

reitet Lesespass und Freude.» Wer Sepp Renggli kennt oder ihn je am Radio gehört hat, findet im «olympischen Schäferstündchen» all das, was den beliebten RadioMann schon immer auszeichnete: Humor und eine ungeheure Treffsicherheit, die seine Pointen kennzeichnen. Wie kein zweiter besitzt er die Gabe, die Komik einer Situation blitzartig zu erfassen und sie höchst amüsant zu beschreiben. Die sympthischen und originellen Illustrationen stammen vom Karikaturisten Urs Krähenbühl.

«Das olympische Schäferstündchen. Nebensächliches von der schönsten Nebensache» heisst die Geschichten- und Anekdotensammlung, die der heute 81-jährige frühere Sportchef von Schweizer Radio DRS, Sepp Renggli, kürzlich im Rahmen einer festlichen Vernissage im Fifa-Hauptsitz auf dem Zürcher Sonnenberg vorstellte. Fifa-Generalsekretär Joseph Blatter lobte: «Über die pointierten kleinen Geschichten erfährt man auf unterhaltsame Weise viel über den Spitzensport – gestern und heute. Sepp Rengglis Ironie ist unübertrefflich.» Und Radrennfahrer-Legende Ferdi Kübler meint: «Beste Unterhaltung». Dem kann man ebenso beistimmen wie dem Urteil von alt Bundesrat Adolf Ogi: «Das Buch be-

Das Buch von Sepp Renggli kann von Mitgliedern der SRG SSR idée suisse zum Vorzugspreis von 25 Franken bestellt werden. Beachten Sie dazu Seite 2 in dieser Link-Ausgabe.

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Ausgabe 1/2006

Alfred Fetscherin

Ausgabe 1/2006, erscheint neun Mal jährlich Herausgeberschaft: Publikumsrat der SRG idée suisse DEUTSCHSCHWEIZ – die institutionalisierte Publikumsvertretung von Schweizer Radio DRS und des Schweizer Fernsehens – und Mitgliedgesellschaften der SRG idée suisse DEUTSCHSCHWEIZ Redaktion (Seiten 1–13): Kurt Nüssli (kn), Andrea Haase (ah), Christoph Vogel (cv) SRG idée suisse DEUTSCHSCHWEIZ, Geschäftsstelle, Postfach, 8052 Zürich, Tel.: 044 305 67 02, Fax: 044 305 67 10, E-Mail: Christoph.Vogel@sf.tv, Internet: www.srgdeutschschweiz.ch Redaktion SRG idée suisse ZÜRICH SCHAFFHAUSEN (Seiten 14–16): Alfred Fetscherin (AF), Bünishoferstrasse 87, 8706 Meilen. Tel./Fax: 044 392 17 17, E-Mail: info@fetscherin.ch Gestaltung und Produktion: Medianovis AG, Kilchberg/ZH Druckvorstufe: Küenzi & Partner mediacheck, Adliswil Druck: rdv Rheintaler Druckerei und Verlag AG, Berneck Auflage: 18 528 Expl. (WEMF-beglaubigt) Nachdruck: mit Quellenangabe, Belegexemplar erbeten

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