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+ Neue Projekte für Wien + ega-Sommergarten +

2/2014

P.b.b. Verlagspostamt 1030 Wien

Zulassungsnummer GZ02Z034038M

frauen im Zentrum.

Transparenzoffensive Das Wiener Budget verständlich erklärt Schwerpunkt Bildung Frühjahrskampagne fördert Qualifikation Hausbesuche Trotz Internet zählt der direkte Kontakt


WIEN LEBEN. WIEN LIEBEN.

MACY GRAY THE COMMODORES COUNT BASIC CRO ADEL TAWIL REA GARVEY MILOW RITA ORA REVOLVERHELD NICO & VINZ ANNA F. DIGITALISM KOSHEEN BILDERBUCH EVERLAST I-WOLF & THE CHAINREACTIONS DVBBS SANDER VAN DOORN GLOBAL DEEJAYS STEFANIE WERGER LES HUMPHRIES SINGERS FRANCINE JORDI AND MANY MORE www.donauinselfest.at

/Donauinselfest


editorial 3

Allein das Talent zählt!

Ludwig schedl

Liebe leserin, lieber leser,

Inhaltsverzeichnis wien 1x1 04 Frühjahrskampagne  05 Neue Projekte für Wien 06 Geförderter Wohnbau muss bleiben! 08 Aktion Hausbesuche  09 Töchterttag 2014 10 ega-Sommergarten 12 Sommer in Wien: Unsere Tipps 14

Bildung ist der Schlüssel für Aufstiegs- und Zukunftschancen für jede Frau! Deshalb setzt die SPÖ Wien gezielt Maßnahmen, um für die richtigen Rahmenbedingungen zu sorgen. Unabhängig von Einkommen oder Herkunft der Eltern sollen alle Zugang zu bester Bildung haben. Ob Gratiskindergarten und Gratisnachhilfe, Ausbildungsgarantie, Weiterbildung oder Sprachförderung: Wien geht mit ­gutem Beispiel voran! Darüber hinaus entwickeln wir Wien weiter zu einer Stadt des Wissens, wo das Talent, nicht die Herkunft zählt. Um ­lebenslanges Lernen zu ermöglichen, unterterstützen wir WienerInnen, besonders Mädchen und Frauen, beim Übergang von der Schule in den B ­ eruf, beim Wiedereinstieg oder beim Nachholen von Bildungsabschlüssen.

Immer noch entscheidet vor allem die ­soziale Herkunft über Zukunftschancen. Unsere große Vision ist es daher, dass ­künftig alleine das Talent zählt. Der Schlüssel dafür ist Bildung: Damit erhalten alle das notwendige Werkzeug, um die eigene Zukunft selbst zu gestalten. Und das wiederum geht nur mit einem gerechten ­Zugang ohne Barrieren. Der Gratiskindergarten, das verpflichtende Kindergartenjahr, die Wiener Neue Mittelschule sowie der Ausbau der Ganztagsschule sind konkrete Schritte in diese Richtung. Wir wollen, dass alle Wienerinnen und Wiener – egal welchen sozialen Hintergrund sie haben – Zugang zu bestmöglicher Bildung bekommen. Das ist unser ­erfolgreicher Wiener Weg, den wir konsequent weitergehen!

Ihre

Maga Nicole Berger-Krotsch Frauensekretärin der Wiener SPÖ

impressum Medieninhaberin, Herausgeberin, Verlegerin: Wiener SPÖ-Frauen, Löwelstraße 18, 1014 Wien. Tel.: 01/534 27-0. Herstellungs- und Erscheinungsort: Wien. Coverfoto: Christian Jobst.


04 plattform Als Finanz- und Wirtschaftsstadträtin hat sich Maga Renate Brauner vorgenommen, das Budget der Stadt in den Bezirken zu erklären

haushalt informiert. Sie enthält zahlreiche Visualisierungen und Detaildarstellungen und macht so das Zahlenmaterial gut nachvollziehbar. Zum Nachlesen gibt es die Broschüre „wien1x1“ als PDF-Datei. persönlich. Im Rahmen der Transparenzoffensive lädt Maga Renate Brauner zusätzlich zu Informationsgesprächen in die Volkshochschulen der Bezirke ein, in denen sie allen Interessierten die Finanzen der Stadt erklärt und Fragen aus dem Publikum beantwortet. „Ich will allen Menschen zeigen, wo das Geld der Stadt herkommt und wofür es verwendet wird. Nur wer ausreichend informiert ist, kann sich eine Meinung bilden und beurteilen“, ist sie überzeugt. Die Teilnahme steht allen offen! Alle Infos gibt es unter

www.wien1x1.at

Das Finanz-einmaleins Was passiert mit dem Steuergeld? Wohin fließen Abgaben und Gebühren? Um Wiens Haushaltsbudget begreifbar zu machen, hat Vizebgmin Renate Brauner die große Wiener Transparenzoffensive „wien1x1“ gestartet.

Durchblick. „Ohne Erklärung verstehen nur Fachleuchte, was sich hinter den komplexen Budgetzahlen einer Großstadt wie Wien verbirgt“, weiß Vizebürgermeisterin Wirtschafts- und Finanzstadträtin Maga Renate Brauner. „Ebenso ist es nicht ausreichend, lediglich Daten ins Internet zu stellen, die nur Profis verstehen. Deshalb habe ich die Wiener Transparenz­offensive „Wien 1x1“ ins Leben gerufen. In Wien sollen alle wissen, wohin Steuern, Abgaben und Gebühren fießen, und das in nachvollziehbarer, verständlicher Form.“

plattform. Seit dem Startschuss am 20. Mai gibt es neben der österreichweiten Website www.offenerhaushalt.at nun auch die Infoplattform www.wien1x1.at, die speziell über den Wiener Gemeinde-

Die Termine: • 17. Juni: VHS Ottakring, Ludo-Hartmann-Platz 7 • 9. September: VHS Favoriten, Arthaberplatz 18 23. September: VHS Wiener Urania, Uraniastraße 1 • 8. Oktober: VHS Floridsdorf, Angerer Straße 14 • 21. Oktober: VHS Rudolfsheim-Fünfhaus, Schwendergasse 41 • 18. November: VHS Simmering, Gottschalkgasse 10 Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr, Eintritt frei! Alle Infos gibt es unter www.wien1x1.at

Stefan Diesner, Severin Wurnig

unserer Weltstadt Wien

FinanzStadtRätin Renate Brauner lädt zu Informationsgesprächen


kampagne 05

Wien soll Stadt

des Wissens werden Aus- und Weiterbildung stehen im Mittelpunkt der Frühjahrskampagne „Wien leben. Wien lieben.“ kampagne. „Bildung ist der Schlüssel für Aufstiegs- und Zukunftschancen. Alle Wiener Kinder sollen unabhängig von Einkommen oder Herkunft der Eltern Zugang zu bester Bildung haben. Ob Gratiskindergarten und Gratisnachhilfe, Ausbildungsgarantie, Weiterbildung oder Sprachförderung – Wien geht mit gutem Beispiel voran“, so Bürgermeister Michael ­Häupl anlässlich des Starts der Frühjahrskampagne „Wien leben. Wien lieben.“

Getty Images/Rob Lewine, SPÖ Wien

GratisFörderung. Der Kindergarten ist (und bleibt!) in Wien gratis. Pro Kind ersparen sich Familien so bis zu 2.800 Euro jährlich. Auch die Nachhilfe war bis jetzt oft ein erheblicher finanzieller Faktor im Familien­ budget. Ab Herbst gibt es an den Wiener

Bereits in diesem Herbst werden rund 400 LehrerInnen mehr für den Gratisnach­ hilfeunterricht in den Wiener Schulen bereit­ stehen. Diese Förderoffensive, die die Eltern maßgeblich entlastet, ist der Stadt jährlich 20 Millionen Euro wert!

Schulen einen kostenlosen Nachhilfe- und Förderunterricht für alle Kids, die es brauchen. „In Kombination mit dem verpflichtenden Kindergartenjahr vor Schuleintritt haben wir so ein gescheites Gesamtprogramm geschaffen, das alle Kinder dort abholt und fördert, wo sie gerade stehen“, so Bürgermeister Michael Häupl. Ausbildungsgarantie. Wien lässt keine/n Jugendliche/n im Stich! Dank der Wiener Ausbildungsgarantie bekommen Jugendliche entweder eine Lehrstelle, eine Qualifizierung oder Unterstützung durch ein Beratungs- und Begleitungsangebot, wenn sie nicht wissen, wie es weitergehen soll. Durch die Schaffung einer eigenen Wiener Jugendunterstützungundeinerneuenzentralen Anlaufstelle sollen jene 18.000 jungen WienerInnen ­zwischen 15 und 25 Jahren abgeholt und gezielt gefördert werden, die selbst oder deren ­Eltern Leistungen aus der Mindest­ sicherung beziehen. Weiterbildung. „Wien soll zu einer Stadt des Wissens werden, wo das Talent, nicht die Herkunft zählt. Um das lebenslange Lernen zu ermöglichen, unterstützen wir WienerInnen beim Übergang von der Schule in den Beruf, beim Wiedereinstieg oder beim Nachholen von Bildungsabschlüssen“, so Bürgermeister Michael ­Häupl. Seit vielen Jahren gibt es dazu höchst erfolgreiche Maßnahmenpakete: • Ein gutes Beispiel sind die vielfältigen Angebote des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff), der auch zahlreiche spezielle Frauenförderungsprogramme anbietet. So bekommen Arbeitnehmerinnen unter dem Titel „Frauen ergreifen Chancen“(„FRECH“) kostenlose Beratung und Weiterbildung im Wert von bis zu 3.700 Euro. • Ein weiterer Meilenstein ist der, von Vizebürgermeisterin Brauner initiierte Qualifikationsplan 2020, der WienerInnen mit höchstens Pflichtschulabschluss zu einer besseren Ausbildung verhilft. • Der bisherige „Weiterbildungstausender“ für Berufstätige wird ab 1. Juli auf 2.000 Euro verdoppelt und die EinkommensHöchstgrenze, um diesen in Anspruch zu nehmen, wird auf 1.800 Euro erhöht. „Je höher die Qualifikation, desto mehr Chancen gibt es auf dem Arbeitsmarkt“, weiß Michael Häupl.


06 Projekte

Weichen für die Bunt, vielfältig, innovativ: Auf dem diesjährigen Wiener Landesparteitag stellten die SPÖ-Stadträtinnen und -Stadträte ihre neuen Pläne und Projekte für Wien vor.

Die SPÖ-Stadträtinnen machen sich für die WienerInnen stark (v. l. n. r.): Maga Ulli Sima, Maga Renate Brauner, Maga Sonja Wehsely und Sandra Frauenberger

„Wien ist und bleibt österreichweit Vorreiterin in Sachen moderner Frauenpolitik.“ Renate Brauner

Lebensqualität. Nicht nur internationale Studien belegen, dass Wien die Hauptstadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität ist, sondern vor allem die WienerInnen selbst stellen ihrer Stadt Bestnoten aus: 97 Prozent der WienerInnen leben laut aktueller Studie, bei der 8.400 Personen ­befragt wurden, gerne in Wien. Um auch für die zukünftigen Anforderungen gerüstet zu sein, bat Bürgermeister Michael ­Häupl sein Regierungsteam, ihre Pläne und Projekte für die nächsten Jahre vorzustellen. „Im Kern steht ein Gedanke:

Selfie: das Wiener Regierungsteam, vo n StR Christian Oxon itsch (r.) fotografie rt Alle Menschen in Wien – und besonders jene, die nicht auf die Butterseite gefallen sind – sollen ihre Persönlichkeit frei entfalten, ihre Fähigkeit entwickeln und am öffentlichen Leben teilhaben können. Das hat unsere Stadt so erfolgreich gemacht, das müssen wir bewahren“, betonte Bürgermeister ­Häupl auf dem Landesparteitag in Rust. „Die vorgestellten Projekte befinden sich teils in Vorbereitung, teils in Umsetzung. Gemeinsam haben sie eins: den politischen Willen, unser wunderschönes Wien immer wieder neu zu gestalten – modern, gerecht und menschlich, sozialdemokratisch eben.“

Wohnen & Jugend. Wohnen muss leistbar und erschwinglich bleiben – in Wien hat man sich dieser Herausforderung angenommen: Studenten- und Lehrlingsheime werden ausgebaut; bei Wiener Wohnen gibt es Aktionen für junge Menschen, in deren Rahmen jährlich ca. 3.000 Wohnungen an Lehrlinge und JungarbeitnehmerInnen, Jung-WienerInnen und Studierende neu vergeben werden. Auch der sozial geförderte Neubau hält ­einiges für die Jugend bereit: „Neben neuen Startwohnungs- und WG-Modellen im Neubau gibt es das neue SMART-Wohnbauprogramm, das jährlich hunderte Wohnungen mit einem besonders kostengünstigen und intelligent konzipierten Wohnraum anbietet“, berichtet Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Dafür wird ein Drittel der Mittel für den geförderten Wohnbau aufgewendet. Frauen & Förderung. „Wien ist und bleibt österreichweit die Vorreiterin in Sachen moderner Frauenpolitik“, stellt Vizebürgermeisterin Maga Renate Brauner fest. So hat Wien die österreichweit höchste Frauenerwerbsquote und die besten FrauenFörderprogramme zur Aus- und Weiterbildung, für den Wiedereinstieg oder für eine berufliche Neuorientierung. „Dazu tragen

christian jobst, christian oxonitsch

Zukunft stellen


projekte 07

Umweltstadträtin Ulli Sima: „Wir wollen in den nächsten Jahren 15 Mio. m2 neue Grün- und Erholungsflächen in Wien schaffen.“ Wien ist schon heute unbestrittene Umweltmusterstadt. auch die zentralen Angebote des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) bei, die insbesondere berufstätige Frauen bzw. Wiedereinsteigerinnen speziell fördern und unterstützen“, weiß Brauner.

christian Houdek/PID, Ludwig schedl

sprache bildet. „Bildung ist der Schlüssel, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können“, ist auch Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger überzeugt. Mit einer neuen Sprachenoffensive „Sprache bildet“ wird eine umfassende Neuorganisation der Deutschkurs-Angebote vorgenommen. Das Herzstück bilden dabei die Wiener Bildungszentren – die Volkshochschulen, die gemeinsam mit dem Erfolgsprojekt „Start Wien“, dem AMS und der Qualifikationsoffensive Wien den Deutscherwerb organisieren. „Darüber hinaus werden wir gemeinsam mit den Community-Organisationen Erstsprachen-Zentren entwickeln und arbeiten an einer flächendeckenden Sprachförderung in Kindergarten und Schule“, so Frauenberger. Gesundheit & Pflege. „Spitzenmedizin und leistbare Pflege für alle“ ist Leitsatz für Gesundheitsstadträtin Maga Sonja Wehsely. So werden im Rahmen des Wiener Spitalskonzepts 2030 in den nächsten Jahren rund 4 Milliarden Euro für modernste Wiener Krankenhäuser investiert. Auch die erfolgreiche Umsetzug des Wiener Geriatriekonzepts geht weiter: Bis 2015 werden 36 städtische und private Pflegewohnhäuser neu errichtet, saniert oder modernisiert sein und rund 18.000 Pflege- und Wohnplätze zur Verfügung stehen. „Für die

Pflege und Betreuung in den eigenen vier Wänden stellt die Stadt Wien jährlich mehr als 900 Millionen Euro zur Verfügung“, ergänzt Wehsely. Umwelt & Natur. Ein ambitioniertes Programm vertritt auch Umweltstadträtin ­Maga Ulli Sima: „Wir schaffen in den nächsten Jahren rund 15 Millionen Quadratmeter neue Erholungs- und Grünflächen für ein wachsendes Wien. Damit garantieren wir auch für die künftigen Generationen eine Top-Lebensqualität in der Stadt.“ Die Vorhaben reichen von den berühmten Balkonkistln, für die allein heuer rund 100.000 Blumen-Saatgutpackerln verteilt

wurden, und den immer beliebter werdenden „Baumpatenschaften“ bis zur Errichtung zahlreicher weiterer Nachbarschaftsgärten und „Urban Farming“-Projekten, wie z. B. jüngst dem „Karls Garten“ bei der Kunsthalle Wien Karlspatz. Darüber hinaus wird es zu den 850 bestehenden Parks zahlreiche neue geben. So wird der künftige Helmut-Zilk-Park am neuen Hauptbahnhof mehr als sieben Hektar (70.000 m2) Fläche betragen. Er wird das grüne Herz des neuen Stadtteils Sonnwendviertel sein – ökologisch, nachhaltig, naturnah und urban zugleich. Jahrhundertprojekt. Ein echtes Jahrhundert-Projekt ist der Wienerwald Nord-Ost: Auf rund 1.000 Hektar entsteht in der Donaustadt ein neues Erholungsgebiet mit Wäldern, Feldern, Streuobstwiesen, Spielund Erholungsflächen, Rad- und Fußwegen, Spielplätzen, Gewässern und vielem mehr. Den Auftakt dafür macht eine große Baumpflanzaktion im Rahmen der Aktion „Wald der jungen WienerInnen“ im kommenden Oktober. „Der Wienerwald Nord-Ost ist, wie etwa die Gründung des Nationalparks Donau-Auen 1996, ein langfristiges Projekt“, so Ulli Sima. „Es ist ein Projekt für künftige Generationen. Wien wächst, neue Stadtteile entstehen. Auch die Grünflächen in Wien müssen parallel dazu mitwachsen.“

Stadträtin Sonja Wehsely: „Das Spitalskonzept 2030 und unser Geriatriekonzept zeigen, dass wir vorausschauend handeln.“ Schon jetzt hat Wien die beste Versorgung Österreichs.


8 politik

Geförderter Wohnbau muss bleiben! Wien wehrt sich gegen die Einmischung in kommunale Bereiche der Stadt. vermeidet Spekulationen und ermöglicht ein hochwertiges, erschwingliches Wohnen für alle. Er schafft zeitgemäße Angebote, die gesellschaftlichen Entwicklungen und neuen Wohnbedürfnissen gerecht werden. Damit ist er eine wichtige Grundlage der Lebens­ qualität der Wienerinnen und Wiener“, so Bürgermeister ­Häupl.

Wien steht für leistbare Wohnungen und eine gute Nachbarschaft

Nein aus Wien. „Das kommt in Wien nicht infrage!“, befand Bürgermeister Michael ­Häupl. „Gerade für junge Menschen und Familien muss der geförderte Wohnbau offenstehen. Für sie haben wir in den nächsten Jahren viele geförderte Wohnbauprojekte geplant und günstige Wohnungsangebote wie beispielsweise die SMART-Wohnungen konzipiert. Und wir wollen eine soziale Durchmischung, keine Ghettoisierung.“ Breite empörung. Wien hat eine Resolution für den sozialen Wohnbau in Europa initiiert, die mittlerweile von 30 Bürgermeistern aus ganz Europa unterzeichnet wurde. Sie verlangt von der Europäischen Kommission die Abschaffung der niedrigen Einkommensgrenzen. Und: „Wir haben gleichzeitig gefordert, dass die Definition des sozialen Wohnbaus sowie die Entscheidung über die Form der Bereitstellung den Mitgliedstaaten und ihren Gebietskörperschaften überlassen werden muss“, so der Wiener Bürgermeister. „Das heißt im Klartext: keinerlei Einmischung in den sozialen Wohnbau! Er ermöglicht uns eine geordnete Stadtentwicklung,

Wien wächst rasant • W  ien gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten Europas. Um die Nachfrage abzudecken, investiert die Stadt insgesamt 2,66 Milliarden Euro in Neubauprojekte. Der Förderaufwand ­beträgt knapp eine Milliarde Euro. • Mehr als 180 Wohnbauprojekte sind derzeit am Laufen. Schwerpunkte dabei sind das Nordbahnhofgelände, das Sonnwendviertel und die Seestadt Aspern. • Auch auf Bestehendes wird geachtet: Neben dem Wohnbau investiert die Stadt Wien zusätzlich jährlich rund 200 Millionen Euro in die Wohnhaussanierung.

Katharina schiffl, 2013 ZOOM VP

hände weg. Keine Einmischung in den sozialen Wiener Wohnbau! Rechtzeitig vor der Konferenz „Cities of Tomorrow“ der Europäischen Kommission, bei der die Frage der künftigen EU-Städtepolitik, insbesondere der soziale Wohnbau diskutiert wurde, bat Wiens Bürgermeister Michael Häupl seine Amtskollegen zu einem Treffen. Der Grund: Der soziale Wohnbau wird im EU-Beihilfenrecht auf eine klar definierte Zielgruppe von benachteiligten Bürgern und sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen eingeschränkt. Diese Rechtsgrundlage hat bereits in den letzten Jahren zu Klagen gegen die Wohnbauförderungssysteme einiger Mitgliedstaaten geführt, etwa in Schweden, den Niederlanden und in Frankreich. In den Niederlanden führte dies sogar dazu, dass nach einer erzwungenen Senkung der Einkommensgrenzen 650.000 (!) Haushalte den Anspruch auf sozialen Wohnraum verloren und nun auf den privaten Wohnungsmarkt angewiesen sind. Dazu kommt, dass mit dieser Deckelung sehr viele junge Menschen kaum mehr sozial geförderte Wohnungen erhalten.

Wien macht’s vor. Wie sehr Wien Vorbild für andere Staaten ist, zeigte auch jüngst ein Beitrag der ZDF-Magazin-Sendung ­„Frontal21“, der über die stark steigenden Mieten durch die Privatisierung in Deutschland berichtete und dabei anmerkte, dass „Wien doppelt so viel für den geförderten Wohnbau ausgibt wie in der ganzen Bundesrepublik für die soziale Wohnraumförderung bereitsteht“!


aktion 9 meindebaubesuchsaktion 40.000 Wohnungen besucht. 2012 war die SPÖ Wien den ganzen Sommer mit einer groß angelegten „Stammtisch-Tour“ überall vor Ort, wo sich Menschen treffen. MandatarInnen, AktivistInnen und MitarbeiterInnen suchten Lokale und beliebte Freizeit-Treffpunkte auf, um mit den Menschen über deren Ideen, Anliegen und Zukunftswünsche zu sprechen. Das ziel. Das Ziel für die Wiener Gemeinde-

ratswahl 2015 ist noch ambitionierter als

Wien-Haus-Chefin Michaela Kauer (l.) und BRin Susanne Deutsch (r.) unterwegs in Liesing

Christian Jobst, Ludwig Schedl, SPÖ wien

Bürgernahe Politik Die Hausbesuchsaktion der Wiener SPÖ geht weiter: Jeder zweite Haushalt wird kontaktiert!

Geht mit gutem Beispiel voran: Sandra Frauenberger

anklopfen. Oftmals hört man den Vorwurf aus der Bevökerung, dass die Politik die Anliegen und Sorgen der Wähler und Wählerinnen schon längst aus den Augen verloren hat und Entscheidungen nur mehr anhand von Absprachen und parteiinterner Interessen getroffen werden. Mit der Besuchsaktion der Wiener SPÖ soll der Kontakt zu den Menschen wieder hergestellt werden. Die Wiener SPÖ-Frauen unterstützen intensiv diese wichtige Besuchsaktion unter dem Motto „Wir sind für Sie da!“, um so die Wählerinnen und Wähler von den sozialdemokratischen Themen und Zukunftsplänen sowie von den frauenpolitischen Anliegen zu überzeugen.

im vergangenen Jahr: Jeder zweite Wiener Haushalt soll bis dahin ­erreicht werden. „Bis zur Wien-Wahl 2015 werden wir jedenfalls mit so vielen WienerInnen wie möglich über ihre Ideen, Hoffnungen und Sorgen sprechen und so gemeinsam die Zukunft unserer Stadt gestalten. Wir wollen auf die Menschen zugehen und sie in vielerlei Hinsicht einbinden“, so Christian Deutsch anlässlich des Startschusses.

zuhören. Schon die SPÖ Wien-Hausbesuchsaktion im vergangenen Jahr spricht für sich: „2013 haben 1.150 ­ehrenamtliche MitarbeiterInnen

der SPÖ Wien nahezu 130.000 Wiener Haushalte besucht. Damit wurde das ehrgeizige Ziel, bis zum Tag der Nationalratswahl an 100.000 Türen zu klopfen, deutlich überboten. Auf diese Weise ist es uns gelungen, so viele WienerInnen wie möglich persönlich anzusprechen“, so Landesparteisekretär Christian Deutsch. „Es hat sich wieder einmal gezeigt: Das direkte Gespräch ist auch in Zeiten von Internet und Social Media durch nichts zu ­ersetzen!“ zugehen. Der direkte Kontakt hat lan-

ge Tradition: Ganz gleich, ob bei der „Stammtischtour“, bei Grätzel- und ­Gemeindebaufesten oder über die innovative Internetplattform „Wir sind mehr“ – die SPÖ Wien ist stets im öffent­lichen Raum präsent und sucht das d ­ irekte Gespräch. Schon 2009 wurden im Rahmen einer Ge-

Wien ist Vorbild • Bis zur Wien-Wahl 2015 sollen bis zu 450.000 Haushalte, das ist jeder zweite Haushalt in Wien, besucht werden. • Die Rückmeldungen, welche Themen und Anliegen die Besuchten bewegen, werden unmittelbar danach ausgearbeitet und fließen in die Aktion mit ein. • So können auch politische Inhalte und die Zukunftsprojekte der Stadt direkt vermittelt werden.


10 Töchter

Mädchen können alles! aufregende Schnupperstunden, wie z. B. bei der Austro Control oder im Aufnahmezentrum des ORF am Küniglberg, wo Generaldirektor Alexander Wrabetz die Mädchen persönlich herumführte. „Es macht auch mir jedes Jahr aufs Neue Spaß, die Mädchen zu begleiten und mitzuerleben, wie neugierig und offen sie sind“, ist Sandra Frauenberger ­begeistert. Mädchenförderung. Im ­Arbeitskreis „Töchter können mehr“ lädt die Frauenstadträtin derzeit ExpertInnen ein, die vorhandenen a Erste Hilfe: Gesundheitsstadträtin Mag Sonja Programme zur Mädchenförderung zu Wehsely besuchte den Töchtertag bei der evaluieren. Dabei werden Maßnahmen Wiener Berufsrettung kritisch durchleuchtet und mögliche Weiterentwicklungspotenziale diskutiert. spannend. Am 13. Wiener Töchtertag am „Die Stadt Wien organisiert viele Projekte 24. April waren wieder tausende Mädund fördert außerchen in über 160 Betrieben unterwegs, dem zahlreiche um ­Berufswelten kennenzulernen und Initiativen, die die ihre unterschiedlichen Fähigkeiten und Rollenbilder abbauBegabungen auszuprobieren. „Mädchen en und die Selbstkönnen mehr ist unser Motto und es zeigt bestimmung von Wirkung“, freut sich Frauenstadträtin Mädchen stärken Sandra Frauenberger. „Die Mädchen sollen. Jetzt wollen schnuppern in naturwissenschaftliche wir uns ansehen, und technische Berufe und orientieren welche Zielgruppe sich so für ihre weiteren Bildungs- und wir erreichen, wo ­Berufsentscheidungen.“ es ÜberschneiDabei kommt aber keineswegs das dungen gibt und ­Lachen abhanden. So waren es für die welche Angebote Mädchen auch sehr vergnügliche und wie ausgebaut wer-

Sandra Frauenberger besuchte mit den Mädchen die A1 Telekom Austria den können. Um geschlechterspezifische ­Unterschiede in Bildungs- und Berufswahl auszugleichen, müssen wir ganz früh ansetzen. Denn noch immer wirken Mechanismen, die Mädchen davon abhalten, sich frei und unabhängig zu entscheiden. Hier müssen wir die Mädchen in Wien stärken“, ist Sandra Frauenberger überzeugt. Vorbild. Der Wiener Töchtertag hat auch in anderen Städten Interesse geweckt. ­Bereits zum dritten Mal war eine Delegation aus einer Partnerstadt zu Besuch. „Wir laden im Rahmen des FemCitiesNetzwerks Delegationen aus einer Partnerstadt ein, unseren Töchtertag kennenzulernen“, erzählt Sandra Frauenberger. 2012 war Zagreb zu Gast, 2013 Belgrad und heuer machte sich Sarajevo ein Bild vom Töchtertag. Töchter können mehr – das soll nicht nur in Wien gelten!

Besuch in der Wiener Lebensmitteluntersuchungsanstalt

Gökmen/PID,Kromus/PID, (2), Schaub-Walzer/PID

Spannende Schnupperstunden gab es auch heuer beim 13. Wiener Töchtertag in rund 160 Betrieben.


gastreportage 11

Architektin in

südafrika

Marlene Wagner widmet sich den Menschen in den Townships: Sie baut mit ihnen ihre Zukunft. build social. Marlene Wagner, Jahrgang 1981, lebt und arbeitet seit 2010 in Johannesburg. Bereits während ihres Architekturstudiums arbeitete sie an Projekten in Südafrika; nach ihrem Abschluss zog sie nach Johannesburg. Seitdem arbeitet sie im Rahmen von ­buildCollective an unterschiedlichen Projekten in den meist von ­Armut und Arbeitslosigkeit gekennzeichneten Townships. ­buildCollective ist eine 2010 von Marlene Wagner und Elias Rubin gegründete Non-Profit-Organisation für ­Architektur und Entwicklung. Gastjournalistin Stefanie Lamp bat sie zum Gespräch.

marlene wagner, privat

Eganews: An welchem Projekt hast du während der letzten Monate gearbeitet? Marlene wagner: Seit Jänner haben wir in Südafrika, in Kooperation mit der Fachhochschule Kärnten, eine Klassen­ einheit gebaut. Wir arbeiten oft mit Studierenden zusammen, die für einen bestimmten Projektzeitraum nach A ­ frika kommen. Wichtig ist, dass immer die lokale Bevölkerung miteingebunden wird und bestimmte Techniken und ­Organisationsstrukturen vor Ort etabliert werden. Damit beispielsweise die spätere Instandhaltung der Projekte sichergestellt werden kann. Eganews: Gibt es Schwierigkeiten oder Missverständnisse zwischen den Europäern, die vor Ort sind, und der lokalen Bevölkerung? Wagner: Ich glaube, das Wichtigste ist, dass man gegenseitig versucht, Vertrauen aufzubauen, und einander mit Respekt

behandelt. Natürlich kommt es manchmal zu Missverständnissen. Vieles ist in Süd­ afrika sehr vage und nicht so strukturiert, wie wir es vielleicht gewohnt sind. Wir arbeiten zwar meistens nicht auf klassischen, professionellen Baustellen, trotzdem ist es sehr wichtig, dass sich alle an Zeit- und Lieferpläne etc. halten. Grundsätzlich funktioniert die Zusammenarbeit aber sehr gut. Eganews: Was fasziniert dich an Johannesburg?

Info Gastjour­ nalistin Stefanie Lamp besucht den Lehrgang „Journalis­ mus“ bei der SPÖ Wiener Bildung (2., Praterstraße 25). Dieser und andere Lehrgänge stehen allen Interessierten offen. Alle Infos gibt es unter: www.wiener-bildung.at

Wagner: Das erste Mal war ich 2005 aufgrund eines Projektes in Johannesburg. Damals waren wir in einem relativ reichen Viertel untergebracht und sind jeden Tag durch die Stadt, durch die ärmeren Viertel zur Baustelle gefahren. Es war praktisch unmöglich, in die Innenstadt zu gehen, weil es immer geheißen hat, dass es viel zu gefährlich sei. Einer Architektin zu sagen, dass sie „einen Raum nicht betreten darf“, hat mich damals fasziniert – und gereizt. Vielleicht hat mich Johannesburg deswegen nicht mehr losgelassen. Eganews: Besuchst du oft deine „alte Heimat“? Was hast du künftig vor? Wagner: Ich versuche, jedes Jahr für einige Wochen nach Österreich zu kommen. Jetzt bin ich gerade für zwei Monate hier. Was mir in Johannesburg am meisten fehlt, ist die Möglichkeit, als Frau nachts spazieren gehen zu können. Das ist deshalb immer das Erste, was ich in Wien unternehme – einen schönen Nachtspaziergang durch die Stadt. Die Möglichkeit, sich komplett frei bewegen zu können, ist sehr viel wert. Wenn ich wieder zurückfahre, werde ich mit Studierenden am Bau einer entlegenen Fußgängerbrücke arbeiten. Apropos, wer Interesse hat, unser ­buildCollective kennenzulernen: Alle Infos dazu gibt es unter www.buildcollective.net!

Die junge Architektin Marlene Wagner baut stets gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung


DER sommergarten sucht heuer die Liebe Entspannt ab 18 Uhr grillen & chillen; ab 21 Uhr beginnt die Kinovorführung: An drei Abenden sind bewegende Filme österreichischer Filmemacherinnen zu sehen.

facettenreich. Der ega-Sommergarten bietet auch dieses Jahr tollen Frauen eine Bühne. Unter dem Motto „Österreichisches Kino aus weiblicher Hand“ wird an drei Donnerstagabenden im Juli ein ausgewähltes Filmprogramm präsentiert. In gewohnt chilliger Atmosphäre wird das Thema „Liebe“ mit seinen unterschiedlichsten Facetten veranschaulicht. Ab 18 Uhr kann man/frau sich gemütlich in den ega-Liegestühlen bei Gegrilltem und kalten Drinks entspannen. „Film ab!“ heißt’s ab 21 Uhr. DER EINRITT IST FREI!

Atemnot. Die reiche Tina (Henriette Cejpek)­ und der Installationslehrling Gerhard ­( Johannes Silberschneider) lernen einan-

der in der Psychiatrie von Steinhof kennen und verlieben sich. Beide sind vom Zwang des Besondersseins getrieben und beide haben versucht sich umzubringen. Gemeinsam bauen sie eine kleine Welt, in der sie sich zurechtfinden. Das Drehbuch verfasste Peter Turrini; Käthe Kratz setzte das Drama 1983 großartig und einfühlsam in Szene.

What Is love. Die Ärztin, die Patchworkfamilie, der Pfarrer, die Arbeiterin, die Forstbesitzer: In fünf Lebenswelten darf Ruth Mader mit ihrer Kamera verweilen und den Alltag ihrer ProtagonistInnen beobachten. Die eigentliche Hauptrolle des Dokumentarfilms WHAT IS LOVE spielt allerdings das Leben selbst. So fängt Mader

Ruth Maders Dokumentarfilm „What Is Love“ begleitet Menschen mit unterschiedlichsten Lebensentwürfen in ihrem Alltag

scheinbar Alltägliches ein, aus dem sich ein Eindruck davon ergibt, was das Leben ausmacht: Liebe. In all ihren Facetten. Ohne große Worte, allein mit kleinen Gesten ihrer ProtagonistInnen konfrontiert die Regisseurin ihr Publikum mit den großen, gewichtigen Fragen nach Sinn und Glück.

Du und ich. Hiltraud Schmidt ist seit ihrer ­Geburt spastisch gelähmt. Vieles, was land-

thimfilm (2)

„du und ich“– das sind Hiltraud und Franz. Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten …


ega-sommergarten 13 Veranstaltungen im ega-zentrum schau:zu_fuss. „Atemnot“ erzählt die ­berührende Liebes­ geschichte zweier junger Gestrandeter

Sommer-Ausstellung Anlässlich des 15-Jahre-Jubiläums der ega-Porträtkurse von Iva Schach zeigt die „Malgruppe zum blauen Pfau“ ausgewählte Poträts und Akte. Vernissage: Donnerstag, 12. Juni, 19 Uhr im ega:frauen im zentrum, 6., Windmühlgasse 26 Ausstellungsdauer: Von 16. Juni bis 27. August; Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr. Eintritt frei!

Bis Ende Juni gibt’s noch den Artwalk entlang und rund um die Gumpendorfer Straße mit zahlreichen Werken von Mariahilfer KünstlerInnen. Die Finissage findet am 30. Juni ab 19 Uhr im ega, 6., Windmühlgasse 26 statt! Link: www.facebook.com/ksektion

läufig als normal gilt, ist ihr verwehrt: Sie kann nicht Auto fahren, kann nicht alleine gehen. Wenn sie spricht, verstehen sie nur die, die sie gut kennen. Das ist der erste Eindruck. Wer ein zweites Mal hinsieht, der erkennt hinter der körperlichen Fassade eine Frau, die bei sich angekommen ist. Gemeinsam mit ihrem nichtbehinderten ­Lebenspartner Franz Bittermann gestaltet sie ihr Leben, vollgepackt mit kreativer Arbeit und Lebensfreude, selbst. Ruth Rieser ist es gelungen, in ihrem Debüt als Filmemacherin das Wesen der Liebe zu beleuchten. Mit jeder Filmminute rückt Hiltrauds spastische Lähmung ein Stück mehr in den Hintergrund; die Liebe und das Leben von Hiltraud und Franz werden verständlicher und selbstverständlicher. Als Hiltrauds Cousine genießt Ruth Rieser das Vertrauen der beiden Darsteller. Erst ­diese ­Beziehung verleiht dem Film ­jene authentische Kraft, die ihn zu dem macht, was er ist: ein einzigartiges Werk über die Liebe, die oft ­ungewohnte Wege geht.

die Termine Donnerstag, 3. Juli 2014, 21 Uhr Atemnot. Ö 1983; Regie: Käthe Kratz Zwei Menschen, zwei Selbstmordversuche und eine Liebesgeschichte. Das Drehbuch verfasste Peter Turrini. Donnerstag, 10. Juli 2014, 21 Uhr What Is Love. Ö 2012; Regie: Ruth Mader Der Dokumentarfilm begleitet ganz unterschiedliche Menschen und begibt sich auf die Suche nach ihrer Liebe. Donnerstag, 17. Juli 2014, 21 Uhr du und ich. Ö 2011; Regie: Ruth Rieser. „du und ich“ – das sind Hiltraud und Franz. Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Was sie verbindet, ist die tiefe Liebe zueinander … EINTRITT FREI!

Die nächste femmes globales-Veranstaltung widmet sich dem Thema „Zurück in alte Rollen – was macht die Krise mit den Frauen?“. Es diskutieren taz-Vorständin und Wirtschaftskorrespondentin Ulrike Herrmann und Ökonomin Katharina Mader von der WU. Montag, 16. Juni, 18.30 Uhr im ega. Anmeldung unter Tel.: 589 80-423 bzw. elisabeth.gutenbrunner@ega.or.at

Theateraufführung. Roddy Doyles Stück „Die Frau, die gegen Türen rannte“, steht im ega:frauen im zentrum an zwei Abenden auf dem Programm. Regie führt Miriam Frühstück. Freitag 13. & Samstag 14. Juni, 20 Uhr. Eintritt frei!

Fotos: hubert dimko, Istockphoto

Hanne Kröncke, Iva Schach, diagonale

femmes globales.


14 Summer in the city

Tribute to Amy winehouse

Kino unter Freiem Himmel Seit vielen Jahren sind Open-Air-Kinos aus dem Wiener Sommer nicht mehr wegzudenken. Neben dem alles überragenden Filmfestival am Rathausplatz von 28. Juni bis 31. August (www.filmfestival-rathausplatz.at, Eintritt frei!) gibt es einige weitere. Die charmantesten sind zweifellos „Espresso Film“ im Gartenpalais Schönborn (www. espressofilm.at); „Kino am Dach“ in der Hauptbücherei am Gürtel (www.kinoamdach.at); „Kino wie noch nie“ am Augartenspitz (www.kinowienochnie.at) (findet im Sommer 2014 nicht statt); „Kino unter Sternen“ am Karlsplatz (www.kinountersternen.at) und „Kino im Schloss“ im Schloss Neugebäude (www.kinoimschloss.at)

Alex Winehouse, Bruder der so früh verstorbenen Sängerin, hat in enger ­Zusammenarbeit mit dem Jewish Museum London viele Objekte und persönliche Erinnerungsstücke zusammengetragen, die berührende Einblicke in ihr Leben gewähren. Bis 20. August. 1., Jüdisches Museum am Judenplatz, www.jmw.at

sommervergnügen in der stadt Sunken city, stadt wien marketing, severin wurnig. Claudio Farkasch, bryan adams

Sunken city

Partysommer und Treffpunkt für Sportliche ist die Sunken City auf der Donauinsel: Neben Bars, Clubs und Gastroszene gibt es tolle Sport- & Fun-Möglichkeiten wie Beachvolleyball am Sandstrand und „Stand-up Paddling“ im Wasser. Natürlich kann auch „nur“ gebadet werden. 22., Donau­ insel, beim Leuchtturm, www.donauinsel.at

tel aviv beach Vis-à-vis von Flex und Ringturm liegt der im fürTel Aviv so typischen Bauhausstil errichtete Freizeittreff am Donaukanal. Auf 1.400 Quadratmetern locken eine Holzterrasse, ein Sandstrand, kulinarische Köstlichkeiten und internationale DJs. Also Zehen in den Sand stecken und die Nase ans Wasser halten! 2., Obere Donaustraße 26, www.neni.at


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summer in the city 15

Fun & Action Sporting Kids

villon samt Terrasse am Wasser Ossi Schellmanns summerstage-Pa en Szene-Fans. Ab Anfang Mai stoß ist ein absoluter Hotspot für alle n ierte initi em sein zu ne tzliche Büh weitere Betriebe und eine zusä anal. Seit einem halben Jahr hat auk Don am n eibe e-Tr stag summer h der Restaurant und die Bar am Dac der Spitzengastronom auch das .at age erst umm w.s er Lände 17; ww ­Urania übernommen. 9., Rossau

MQ Summer of sounds Mit seinen Innenhöfen, ­einem Wasserbecken, einer jungen Gastronomie und dem kulturellen Themenschwerpunkt „Summer of Sounds“ bietet das MuseumsQuartier urbane Gelegenheiten zum Chillen. 7., Museumsplatz 1, www.mqw.at

lichterfest

Geschmückte Boote, Hits und Oldies und ein Riesenfeuerwerk versetzen die Alte Donau beim traditionellen Lichterfest in Partystimmung. Weitere Sommerhighlights sind die romantischen monatlichen Vollmondfahrten. 26. Juli, 22, Alte Donau, www.alte-donau.info

Ferienspiel-Start Am Samstag, den 5. Juli und Sonntag, den 6. Juli lädt das wienXtra-ferienspiel zum Startfest in den Donaupark ein. Holli feiert an beiden Tagen mit allen Kindern und deren Familien von 11 bis 17 Uhr die Sommerferien. Auf der großen Holli-Showbühne gibt’s ein tolles Programm: Jede Menge Musik, Tanz und Action! An über 50 Spielstationen warten spannende Angebote. Eintritt frei! Alle Infos zum Ferienspiel-Programm gibt’s auf www.ferienspiel.at

Barbara Mair, Ludwig Schedl, arbeitsgemeinschaft „Schöne Alte Donau, suumerstage, wolfgang simlinger

summer stage

Die Sporting KidsFerienwochen des WAT mit Tagesbetreuung von 7.45 bis 17 Uhr geben Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang auszuleben. In jeder Ferien­woche von 30. Juni bis 29. August gibt es ­verschiedene Aktivitäten an unterschiedlichen Sportstätten. Infos und Anmeldungen auf www.wat.at



ega news 2/2014