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ROLLSTUHLSPORT

Das Damendoppel Karin Suter-Erath und Cynthia Mathez

PARA -BADMINTON-WM 2019

BadmintonHochburg Basel

Vom 20. bis 25. August 2019 sind die Total BWF ParaBadminton World Championships in der Schweiz zu Gast. Von Nicolas Hausammann

Basel feiert eine Weltpremiere. Das badmintonkundige Publikum kommt nämlich erstmals in den Genuss einer doppelten WM. Die Total BWF Para-Badminton World Championships finden integriert in die WM der validen Badminton-Asse statt. Erwartet werden Athletinnen und Athleten aus 50 Nationen und zwischen 30 000 und 40 000 Zuschauer im Hallenkomplex der St. Jakobshalle Basel. Zwar werden die Vor­ rundenpartien auf Nebenplätzen stattfinden, die Finalspiele sollen jedoch vor einem breiten Publikum auf den Hauptplätzen ausgetragen werden. Eine tolle Bühne für den Para-Badmintonsport, der in der Schweiz mit Karin Suter-Erath ein schlagkräftiges Aushängeschild hat. In der «Badminton World Federation» hat Para-Badminton seinen festen Platz und wird als 36

ei­gene Disziplin geführt. Der internatio­na­­le Verband verfolgt eine «one sport – one team»-Philosophie und will der Sportart so zu neuen Höhenflügen verhelfen. Die Zu­sammenlegung der Weltmeisterschaften ist nun in der Schweiz erstmals gelungen. Diese Integration ist nur dank einer Organisation wie in Basel mit der langjährigen Erfahrung des OKs möglich, wo im März vor der WM mit den YONEX Swiss Open, dem jährlichen Turnier für die validen Bad­minton-Cracks, eine Art Mini-WM stattfand. Die Chance, nochmals in der WM-Halle zu testen, wollte sich keiner der Top-Spieler nehmen lassen. Für den tatsächlichen Grossanlass im August wird dann mit einer riesigen Medienpräsenz gerechnet. Rund 250 Medienschaffende aus

dem In- und Ausland werden Live-Übertragungen in über 100 Länder absetzen – hoffentlich auch im Para-Badminton. Diese mediale Aufmerksamkeit wird dem Para-Badminton zusätzlich zur Teilnahme an den Paralympics 2020 in Tokio einen weiteren Schub verleihen. Spektakulärer Sport Auch wenn eine Volksinitiative in Basel die St. Jakobshalle in Roger-Federer-Are­na umbenennen wollte, mit dem umgangssprachlichen Begriff Feder(er)ball hat der Sport Badminton nun wirklich gar nichts zu tun. Mit gelben Filzkugeln, die sonst in der St. Jakobshalle für die grösste Aufmerk­ samkeit sorgen, auch nicht. Spektakel bietet die Sportart aber allemal. Bei den Fussgängern sorgen sprunggewaltige Smashs, unglaubliche Agilität und mit feiner Klinge geführte Zauberschläge aus dem Handgelenk zu kiefersenkendem Staunen. Auch im Para-Badminton ist das Niveau seit der Bekanntgabe des ersten paralympischen Auftritts der Sportart in Tokio 2020 extrem gestiegen. Topspieler aus dem asiatischen Raum preschen an die Weltspitze und die Turnierszene wurde stark erweitert.

Im März absolvierte ein Grossteil des Schweizer Teams daher eine längere Reise zu den internationalen Turnieren in Antalya und Dubai. Mit 291 Spielern – darun­ ter die gesamte Weltspitze – verzeichneten die beiden Turniere Teilnehmer-Rekord. «Alle sind auf Punktejagd für die WM und die Paralympics 2020», kommentierte KaParacontact I Sommer 2019

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