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gerät durch die Gegend kurvte. Ganz ungefährlich war das nicht, beinahe wäre ei ner gestürzt, aber die drei hatten viel Spass. Die Gruppe fiel dann auch mehr auf als der SCEWO, der ebenfalls mit dabei war. Eine Spaziergängerin meinte im Vorbeigehen: «Die strahlen aber grosse Freude aus». Die Magnolien blühten, die Sonne schien, der See glitzerte, das Tessin wie man es sich wünscht. Der geplant einstündige Spa­ ziergang zog sich etwas in die Länge, und wir trafen mit leichter Verspätung im Tertianum ein. Dort erwarteten uns Nadja Münzel, Geschäftsführerin der ParaHelp AG und Pamela Papaleo, die Pflegeverantwortliche des Tertianum Tessin. Sitzung zum Zweiten Bevor wir uns dem zweiten Teil der Sitzung widmen konnten, musste der Durst gelöscht werden. Dann stellten Nadja, Pamela und ich der Gruppe das neue IndividualAngebot vor. Dieses wurde zusammen mit der ParaHelp AG und dem Tertianum ausgearbeitet. Querschnittgelähmte, vor al­lem Tetraplegiker, für welche Gruppenreisen zu anstrengend werden, können nun individuell Ferien verbringen und so den Angehörigen zu Hause eine Entlastung ermöglichen.

Treppe überwinden

Spass bei der rasanten Fahrt

Dann endlich folgte jener Teil, der genau so angesagt und wichtig ist wie die Sitzung selber: Apéro mit anschliessendem Nachtessen mit Tessiner Spezialitäten und regio­ nalem Wein. Es war eine Freude zu sehen, wie sich die KF-Verantwortlichen untereinander austauschen. Ein alljährliches The ma: Wo treffen wir uns nächstes Mal? Favorit ist Saillon les Bains, die beliebte Des­ti­nation unserer Ferienwoche für Tetraplegiker. Wohlgenährt machten wir uns dann auf den Weg zurück nach Tenero, wo sich die einen oder anderen noch einen Schlummerbecher genehmigten. Greifvögel im Regenhimmel Sonntagmoren, der Himmel war grau und es roch verdächtig nach Regen! Das reichhaltige, leckere Frühstücksbuffet zauberte aber die Sonne zurück in unsere Herzen. Der Bus brachte uns nach Locarno zur Fal­ coneria. Dort besuchten wir eine Vorfüh-

rung mit Greifvögeln. Die schöne Anlage mit der grossen Tribüne gleich beim Lido war problemlos zu erreichen. Die Vorführung war beeindruckend, die Arbeit mit den Vögeln wurde spannend erklärt und eindrücklich demonstriert. Je nachdem, wo man sass, spürte man den Wind, wenn die Vögel im Tiefflug über die Köpfe brausten. Dann folgte noch eine kurze Vorführung mit einem Araberpferd. Brannte uns am Samstag die Sonne auf den Rücken, befürchteten wir nun Regen. Petrus zeig­te sich aber einsichtig, so dass wir die Heimreise – man erlaube den Ausdruck – trocke­ nen Fusses antreten konnten. Sogar vom Stau am Gotthard wurden wir verschont und trafen pünktlich in Nott­wil ein. Es war einmal mehr ein schönes, gemütliches Treffen der KF-Verantwortlichen. Bis nächstes Jahr, wahrscheinlich in Saillon und für mich definitiv zum letzten Mal.

Spaziergang bei frühlingshaftem Wetter

Paracontact I Sommer 2019 

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