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WIR BEWEGEN

NACHGEFRAGT

Social Media, neues Baby der SPV Janine Gassner ist verantwortlich für die Social Media der SPV. Was genau sie macht und was ihr dabei gefällt, erzählt sie nachstehend. Von Gabi Bucher

Janine, seit September 2018 betreust du die Social-Media-Kanäle der SPV. Was muss man sich darunter vorstellen? Die SPV hat sich zum Ziel gesetzt, auf den sozialen Medien präsent zu sein, um ihre Mitglieder mit Bildern und Bewegtbildern zu unterhalten und zu informieren und auch, um eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Aus diesem Grund bespielen wir die Kanäle Facebook, Instagram und Twitter. Und wie arbeitest du? Einerseits durchforste ich das Netz auf der Suche nach Beiträgen, welche unsere Mitglieder interessieren könnten, andererseits produziere ich auch selber Content. Content – was meinst du damit? Ich produziere eigene Beiträge, indem ich an Events der SPV teilnehme und kurze Filme darüber mache. Letzten Herbst begleitete ich einen Teilnehmer während des Breitensportcamps «move on». Er er­zähl­ ­te, was ihn daran fasziniert, verschiedene Sportarten auszuprobieren, welche ihm besonders gefallen haben und welche Bedeutung Sport für ihn hat. Das Ziel war es, einen vertieften Einblick in das Camp zu geben für zukünftige Teilnehmende. Wie lange darf so eine «Geschichte» oder eben ein Video sein? Erfahrungsgemäss werden nur die ersten paar Sekunden eines Films geguckt, dann klicken die Leute weiter. Somit werden die Beiträge auf Social Media immer kürzer. Instagram begrenzt die Dauer auf eine Minute. Wir sind auf allen Kanälen auch gut vernetzt mit Rollstuhlsportlern und teilen Paracontact I Sommer 2019 

Janine Gassner bei der Arbeit

relevante Beiträge. Jeder Sportler hat wieder seine eigenen Vorlieben, welche Kanäle er oder sie einsetzt. Zu erwähnen ist, dass auf Instagram mehrheitlich eine jüngere Community verkehrt. Die wollen wir ansprechen. Weiss man, wie viele Personen bei uns reinschauen? Jeder Kanal hat seine eigenen Messtools. Dort gibt es Angaben zu Alter, Geschlecht oder Wohnort unserer Community. Wir sind natürlich mit ein paar Hundert Fol­ lo­wern noch klein, aber stark am wachsen. Man spürt, dass dir dieser Job Spass macht. Was ist das Interessante daran? Er ist sehr abwechslungsreich. Das Schöne ist, er findet nicht nur anonym im Netz und vor dem PC statt, sondern ich treffe an Events regelmässig Menschen, die mich

mit ihrer Lebenseinstellung inspirieren. Ich habe aber auch Kontakt zu Menschen aus aller Welt. Manchmal klickst du auf irgend­ ein Profil und befindest dich in der Welt eines kletternden Paraplegikers, siehst um­ werfende Bilder und denkst: «Wow!» Oder die Tetraplegikerin, die innerhalb kürzester Zeit über 200 000 Abonnenten für ih­re Schminktipps gefunden hat. Wenn ich Freunden erzähle, wo ich arbeite, machen sie betroffene Gesichter und meinen, das müsse schwierig sein. Aber das ist überhaupt nicht so, hier öffnet sich eine ganz neue Welt. paraplegikervereinigung RollstuhlsportEvents spv_nottwil paraplegikervereinigung 11

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