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FÜTTERUNG 7 nur aus einer Charge kommt und im Extremfall nicht dazu führen kann, dass beispielsweise sehr hohe Glucosinolatgehalte zu gesundheitlichen Schäden bei den Tieren führen würden. Gute Entwicklung der Milchleistung Im Sommer 2016 wurden die vertraglichen Vereinbarungen geschlossen und Mitte Oktober wurde nach Verfütterung der Restbestände des alten Futters auf die alleinige GVO-freie Fütterung umgestellt. Da aber in Futterkamp auch Futterrationen eingesetzt werden, die für Versuchszwecke nicht immer zu 100 Prozent einer einzelbetrieblichen Strategie zur Optimierung von Tiergesundheit, Milchleistung und Ökonomie folgen, ist eine einfache Darstellung der betrieblichen Entwicklung nicht ohne weiteres möglich. Abbildung 1 zeigt die durchschnittliche Entwicklung der Milchleistung des gesamten Bestands während der Zeit seit der Umstellung auf GVO-freie Fütterung. Es ist gut ablesbar, dass

die Milchmenge von anfänglich ca. 33 kg auf zwischenzeitlich ca. 38 kg Stalldurchschnitt anstieg. Es soll aber auch erwähnt werden, dass im Spätsommer 2016 aufgrund der warmen Wetterlage und zusätzlich wegen bis heute nicht vollständig geklärter Probleme aus der Maissilage 2015 (Toxinbelastung?) die Milchleistung von über 37 kg auf 33 kg abgesunken war. Dieser starke Abwärtstrend konnte dieses Jahr glücklicherweise nicht festgestellt werden. Somit konnte im Untersuchungszeitraum die Milchleistung wieder auf das alte, bereits erreichte Niveau erhöht werden. Ackerbohnen genau unter­ suchen Mit dem routinemäßig durchgeführten Fütterungscontrolling kurz nach Beginn der GVO-freien Fütterung wurde festgestellt, dass die in der anfänglichen Rationsberechnung angenommenen Werte vor allem für die Ackerbohne im Mischfutter letztendlich nicht erreicht wurden und somit die

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Abb. 1: Die durchschnittliche MLP-Milchleistung des LVZ Futterkamp entwickelte sich nach der Umstellung auf die GVO-freie Fütterung positiv. Rationsrohproteinwerte zu niedrig angesetzt waren. Als Konsequenz wurden die Anteile des Protein­ ergänzungsfutters gegenüber dem Milchleistungsfutter leicht erhöht, wodurch der ökonomische Anreiz der Umstellung etwas geschmälert wurde, aber dennoch positiv blieb. Nichtsdestotrotz kann gesagt werden, dass nach der finalen Einstellung der Rationen Milchleistung und -inhaltsstoffe auf einem zufriedenstellenden Niveau lagen (siehe Abbildung 2, Seite 8).

Nach der Umstellung auf einen neuen Futterkontrakt im Sommer 2017 war wiederum eine Verschiebung der Inhaltsstoffe festzustellen, aufgrund des laufenden Versuchsbetriebs konnte zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht in die Rationen der beiden Versuchs­gruppen eingegriffen werden, sodass

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02/2019 Rinderprofi  

Das Magazin für moderne Rinderhaltung

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