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Melkanlagen regelmäßig ­kontrollieren und prüfen Service Eine regelmäßige Kontrolle und Überprüfung der Melktechnik verhindert, dass sich Mängel negativ auf die Eutergesundheit und Melkarbeit auswirken. Hier erfahren Sie, was wann und warum kontrolliert werden muss.

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alle zwei Jahre von autorisierten Fachleuten überprüfen.

ie Melktechnik und die Melkarbeit sind die Eckpfeiler eines flotten Melkablaufs mit dem Ziel, die Milchqualität und Eutergesundheit bestmöglich zu erhalten. Regelmäßige Kontrollen und Überprüfungen der Melkanlage helfen, Mängel rechtzeitig zu erkennen und zu beheben bzw. zu vermeiden.

Eine nicht richtig funktionierende, schlecht gewartete Melkanlage kann zu vielerlei Problemen wie Euterentzündungen, erhöhten Zellzahlen, Strichkanalausstülpungen und Problemen mit der Haftung der Zitzenbecher führen. Auch schlechtes Ausmelken mit nicht unerheblichen Melkzeitverlängerungen kann oftmals als Folge auftreten.

Erfreulicherweise lassen immer mehr Milcherzeuger ihre Melkanlage jährlich oder zumindest

Grundlagen DIN ISO 5707 und 6690 In der DIN ISO 5707, Dimensionierung und Leistung,

sind alle Mindestanforderungen für die optimale Funktion einer Melkanlage enthalten. Sind Melk­anlagen nach diesen Richtlinien ausgelegt, so ermöglicht dies einen schonenden Milchentzug. In der DIN ISO 6690 ist die Überprüfung von Melkanlagen geregelt. Was wird geprüft? Bei einer routinemäßigen Melkanlagenüberprüfung werden folgende Punkte geprüft: – Vakuumpumpenleistung – Luftdurchfluss, Förderleistung, Reserveluft, Leckluftraten – Vakuumstabilität

– Regelventil – Pulsation – Pflegezustand – Luft- und Milchanschlüsse – Schaltwerte Vakuumpumpenleistung und stabiles Melkvakuum Eine ausreichend dimensionierte Vakuumpumpe steht für stabiles Melkvakuum auch bei hohen Milchflussraten. Für eine gute Turbulenz bei der Reinigung ist dies ebenfalls notwendig. Bei zu schwach dimensionierten Vakuumpumpen kommt es bei hohen Milchflüssen zu einem zu starken Vakuumabfall an der Zitze. Die Mindestdurchflussleistung sollte im Mittel 100 l/min/Melkzeug + 200 l/min für die Reinigung betragen. Eine Reserveleistung von 20 bis 30 Prozent zur errechneten Mindestleistung ist für diverse Zusatzeinrichtungen anzusetzen. Erfahrungen zeigen, dass ein mittleres Melkvakuum an der Zitzenspitze von min-

Foto: © agrarfoto.com

VON MAX FRUHSTORFER

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02/2019 Rinderprofi  

Das Magazin für moderne Rinderhaltung

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