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MANAGEMENT 3

Das Bewusstsein für die ­Grundfutterqualität steigt Heu und Silage Das Qualitätsbewusstsein der Bauern beim Grundfutter verbessert sich von Jahr zu Jahr deutlich. Viele nutzten im vergangenen Jahr für den ersten Schnitt bereits die Schönwetterperioden im Mai. GERHARD LINDNER

Um Problemen mit Pansenübersäuerung und der Klauengesundheit vorzubeugen, gilt es, die einzelnen Schnitte in der Fütterung zu kombinieren und, wenn nötig, die Kraftfutterzusammensetzung anzupassen. Der Phosphorgehalt war vor allem beim ersten und zweiten Aufwuchs zu gering. Für die Fütterung bedeutet das den Einsatz von mehr phosphorreichem Mineralfutter.

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amals steigerte der frühe Vegetationsstart schon im März und April die Erwartungen auf eine ertragreiche Ernte. Zwar versetzte ein später Winter-Rückfall in der zweiten Aprilhälfte diesen Hoffnungen aber einen Dämpfer, ein frühes Erntefenster im Mai brachte dennoch eine gute Futterqualität mit sich, wenngleich die Mengenerträge unter jenen der Vorjahre lagen. Im Sommer von Juni bis August waren 2017 ausreichende Erntefenster vorhanden. Nur gebietsweise schränkten Hagelschlag, Unwetter und trockene Witterung die Futtermenge und Futterqualität ein. Der September war wiederum vielerorts ein sehr regnerischer und kühler Monat. Dies führte beim letzten Aufwuchs zu verzögerten Ernten mit geringerer Qualität und einem schlechten Wachstum. Auch erfolgte im vergangenen Herbst vielerorts eine besonders frühe Umstellung auf die Winterfütterung. Bei allen Analysen des Arbeitskreis Milch der Landwirtschaftskammer wurden 2017 erstmals auch die Gerüstsubstanzen (NDF), die Lignozellulose (ADF) und das Lignin (ADL) mituntersucht. Bei der Interpretation dieser Parameter gelten die gleichen Grundsätze wie bei der Rohfaser: Je älter das Futter, desto höher sind die Werte. Da Kräuter und Leguminosen einen höheren Ligninanteil haben, kann vom Ligningehalt des Futters auch auf den Pflanzenbestand geschlossen werden. Zu hohe Ligninwerte weisen auf klee- und kräuterreiche Bestände hin. Grassilagequalität Gerade beim ersten Aufwuchs konnte auch 2017 die gute Futterquali-

tät von 2016 gehalten werden. Ein Beleg für den optimalen Schnittzeitpunkt waren die moderaten Gehalte an Rohfaser und Gerüstsubstanzen. Der Energiegehalt konnte sogar leicht zulegen und befand sich mit dem Mittelwert von 6,3 MJ NEL auf einem sehr hohen Niveau. Nur der Phosphorgehalt war beim ersten Aufwuchs zu gering. Das deutet mitunter auf eine Phosphorunterversorgung der Böden hin. Bodenuntersuchungen geben hier Aufschluss. Auch die Parameter der Folgeaufwüchse zeigten eine sehr gute Qualität der Silagen. Einzig der hohe Trockenmassegehalt und der leicht verspätete Schnittzeitpunkt beim zweiten Schnitt muss im Auge behalten werden. Wird sehr trockenes und grobes Futter im Fahrsilo einsiliert, ist mit einer schlechteren Verdichtung und somit einem geringeren Konservierungserfolg zu rechnen. Heuqualität Auch beim Heu des ersten Aufwuchses konnte

2017 das Niveau von 2016 gehalten werden, jedoch befinden sich die Rohprotein- und Energiegehalte am unteren Ende des empfohlenen Bereichs. Verbesserungspotenzial gibt es hier vor allem beim Schnittzeitpunkt – der Rohfasergehalt ist mit 276 g zu hoch. Ähnliches zeigt auch der NDF-Gehalt an, welcher unter 490 g/kg TM liegen sollte. Fazit: Eine frühere Mahd führt zu einem höheren Rohproteinund Energiegehalt. Beim zweiten Aufwuchs verhält es sich ähnlich – der geringe Energiegehalt von 5,5 MJ NEL ist bedingt durch geringe Rohprotein- und hohe Rohfasergehalte. Die weiteren Aufwüchse befinden sich mit ihren Werten im Zielbereich. Der Energiegehalt ist bedingt durch die höhere Futterverschmutzung (Roh­ aschegehalt 104 g/kg TM) etwas reduziert. Zuckergehalt Der Zuckergehalt des Futters von 2017 war etwas geringer als in den Vorjahren.

Voraussetzungen für leistungsstarke, gesunde Tiere + Regelmäßige Bodenuntersu­ chungen + Optimaler Pflanzenbestand + Beste Futterwerbung + Regelmäßige Futterunter­ suchungen

+ Gezielte Kraft- und Mineral­ futterauswahl + Grundfutterangebot zur freien Aufnahme + Mehrmaliges Futternach­ schieben

Trocknung Speziell auf Heumilchbetrieben ist eine betriebliche Trocknungsanlage mittlerweile Grundvoraussetzung für eine rechtzeitige Ernte und somit gute Heuqualität. Eine Untersuchung ergab, dass die Grundfutterleistung pro Kuh und Jahr auf Betrieben mit Kaltlufttrocknung um 800 kg höher, mit Warmlufttrocknung sogar um 1.250 kg höher war als auf Höfen mit Bodenheuwerbung. Problem Engpässe Aufgrund der oben beschriebenen Erntebedingungen kam es auf einigen Betrieben zu Grundfutterengpässen. Wobei es auch in solchen Fällen ratsam ist, den Milchkühen das Grundfutter zur freien Aufnahme anzubieten. Ein Sparen bei der Grundfuttermenge führt unweigerlich zu einer schlechteren Gesundheit und Fruchtbarkeit und somit zu geringeren Leistungen. Also besser rechtzeitig den Tierbestand anpassen oder Grundfutter zukaufen. Beim Zukauf sollte neben dem Preis die Futterqualität je nach Leistungsanforderungen der eigenen Tiere ein wichtiger Gradmesser sein. Und für spezielle Markenprogramme (Bio, Heumilch oder Handelsmarken) sind weitere Kriterien beim Futterzukauf zu beachten. W DI Gerhard Lindner ist Fütterungsberater in der LK Salzburg.


4 MANAGEMENT

Eine zunehmend interessante, heimische Eiweißalternative Luzerne Das stärker werdende Bestreben, importiertes Soja aus Übersee durch heimisches Eiweiß zu ersetzen, hat dazu geführt, dass die Luzerne nicht nur in niederschlagsarmen Gebieten wieder stärker ins Blickfeld auch vieler Ackerbauern rückt.

I

Standort- und Klimaansprüche Die Luzerne gedeiht am besten auf kalkhaltigen Böden mit einem pH-Wert von mindestens 6 bis 6,5. Wichtiger als die Bodenart ist dabei der Kulturzustand des Ackers. Grundsätzlich sind tiefgründige, durchlässige und damit leicht erwärmbare sowie zusätzlich gut durchlüftete Böden mit guter Kalk-, Phosphor- und Kaliversorgung am

besten für den Luzerneanbau geeignet. Schwere, kalte und staunasse Böden oder Böden mit Sperrschichten – also alle, die die Ausbildung ihres mächtigen Wurzelsystems beschränken – scheiden aus. Luzerne besitzt eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber niedrigen Temperaturen, die sich besonders im jungen Stadium zeigt. Gerade hier gibt es starke Sortenunterschiede. Zwar lassen sich Sorten in wärmeren Gebieten Europas traditionell leichter vermehren, aber ebenso traditionell versagen sie dann oft in den bayerischen Anbaugebieten. Dies sollte insbesondere bei der Saat beachtet werden, da hier empfohlene Sorten oft knapp sind. Grund hierfür sind die bei Futterpflanzen europaweit deutlich rückläufigen Vermehrungsflächen sowie die gestiegene Nachfrage. „Schnäppchen“ sollten deshalb vor dem Kauf sehr intensiv geprüft werden. Saatvorbereitung Da die Luzerne weniger an die Bodenbeschaffenheit als vielmehr an den Kulturzustand des Bodens

Ansprüche stellt, ist die Vorbereitung des Schlages wichtig. Auf Böden mit gutem Kulturzustand kann die Luzerne grundsätzlich nach jeder Vorfrucht mit Erfolg angebaut werden. Günstig ist eine Vorfrucht, die den Boden mit guter Gare zurücklässt und die eine effiziente Unkrautbekämpfung (Wurzelunkräuter, besonders Quecke) gestattet. Saatzeit Luzerne kann auf leichten und damit gut erwärmbaren Böden von April bis Mitte August angebaut werden. Der optimale Aussaattermin liegt etwa Mitte April bei einer Keimtemperatur von mindestens 5 °C. Leichte Fröste sind für das im Boden liegende Saatgut nicht schädlich. Hingegen kann stärkerer Frost bereits angekeimte Pflanzen schädigen. Bei Anbau nach Mitte August sollte kein Herbstschnitt mehr erfolgen. Zu späte Herbstsaaten sind anfällig gegen Kleekrebs. Die Samen verlangen ein gut abgesetztes, feinkrümeliges Saatbett ohne Verdichtungen. Die Saattiefe liegt bei 1 bis 1,5 Zentimeter. Breitsaat ist grundsätzlich möglich, jedoch ist hier die Gefahr

eines ungleichen Auflaufens deutlich höher. Daher sollte dann wie auch bei Blanksaaten keinesfalls auf Walzen mit einer Gliederwalze verzichtet werden. Regnet es nach der Saat nicht, so ist ebenfalls (ein erneutes) Walzen günstig. Die Reinsaatmenge beträgt 25 bis 30 kg/ha (bei einem Tausendkorngewicht von ca. 2,2 bis 2,7 g). Bei Flächen, auf denen nicht schon häufig Luzerne stand, ist es mittlerweile sinnvoll, das Saatgut mit Knöllchenbakterien zu impfen. Saatverfahren Für die Aussaat bieten sich folgende Verfahren an: – Aussaat unter Grünfutter-­ Deckfrucht (Überfrucht zur Grünnutzung) – Blanksaat (ohne Überfrucht) im Frühjahr – Aussaat unter Körner-Deckfrucht (Überfrucht zur Körnernutzung) – Blanksaat im Spätsommer nach der Getreideernte (nur in sommerfeuchten Gebieten) Pflege Bei Luzerne und Luzernegras ist eine Bestands­

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n erster Linie wird Luzerne zur Konservierung angebaut, gelegentlich allerdings auch als Frischfutter bzw. zur Trocknung. Als symbiotischer Stickstoffsammler verbessert sie mit Wurzelrückständen von etwa 50 dt TM/ha die Stickstoff- und Humusbilanz der Böden und bindet über die Knöllchenbakterien bis zu 250 kg Luftstickstoff/ ha. Dies, in Verbindung mit dem langfristigen Trend der Stickstoffpreise, macht sie nicht nur für den ökologischen Landbau attraktiv. Von Vorteil ist auch ihre phytosanitäre Wirkung gegen Rübennematoden und Getreidefußkrankheiten. Für den Wiederkäuer haltenden Betrieb ist die Verwendung von Luzerne aus mehreren Gründen interessant. Einerseits führt die hohe Trockenheitsverträglichkeit zu einer Absicherung der Futtergrundlage. Des Weiteren kann durch die vergleichsweise hohen Rohproteingehalte der Zukauf von Eiweißfuttermitteln reduziert werden. Darüber hinaus stabilisiert die gute Strukturwirkung der Luzerne die Vormagenfunktion hochleistender Wiederkäuer. Die Luzerne führt nachgewiesenermaßen zu einer erhöhten Futteraufnahme, wodurch nicht mit Einbußen bei der Milch- oder Schlachtleistung der Tiere gerechnet werden muss.


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MANAGEMENT 7 höhe von etwa 10 cm vor Winter zweckmäßig. Dadurch wird insbesondere ein rascher Frühjahrsaustrieb gewährleistet. Im Zweifelsfall lässt man Luzerne/Luzernegras lieber etwas länger in den Winter gehen, um nicht bei spätem Schnitt durch Wiederaustrieb eine Erschöpfung der Reservestoffe und damit eine Schwächung zu riskieren. Besondere Aufmerksamkeit muss der Unkrautbekämpfung zugewendet werden. Luzerne ist für das Bearbeiten mit der Egge dankbar und entwickelt sich dadurch häufig kräftiger. Dennoch reagiert sie empfindlich auf eine Bearbeitung im zeitigen Frühjahr, so dass ein Eggeneinsatz bevorzugt nach der ersten Nutzung in Betracht kommt. Eine weitere wichtige Pflegemaßnahme zur Unkrautbekämpfung ist der Schröpfschnitt. Sollte er erforderlich sein, ist das Mähwerk so hoch einzustellen, dass die Luzernepflanzen weitgehend nicht mit erfasst werden. Durch einen Spätschnitt im Oktober wird zudem die Herbstverunkrautung und Mäusebesiedelung verhindert. Allgemein sind Anbaupausen von 5 bis 6 Jahren ratsam. Dabei ist die gute Vorfruchtwirkung durch Stickstofflieferungen für die Folgekultur nicht zu verachten. Beim Umbruch nach mehrjährigem Anbau ist auf gute Narbenzerstörung und flaches Einmischen der Wurzelrückstände Wert zu legen. Düngung Die Höhe sinnvoller mineralischer Phosphat-, Kaliund ggf. Magnesiumgaben hängt vom Wirtschaftsdünger-Einsatz im Laufe der Fruchtfolge ab. Für die Abfuhr durch die Ernte von 100 dt Trockenmasse/ha gelten die Werte 85 kg P2O5/ha, 390 kg K2O/ha und 42 kg MgO/ha. In Abhängigkeit vom pflanzenverfügbaren P- und K-Gehalt des Bodens (Bodenuntersuchung) wird die sinnvolle Düngermenge errechnet. Außerdem sind die mit Wirtschaftsdüngern im Nutzungsjahr ausgebrachten Nährstoffmengen bei der Bemessung der mineralischen Düngung abzuziehen.

Der Kalieinsatz fördert die Assimilationsleistung und verbessert die Winterfestigkeit. Die Düngung sollte mindestens drei Wochen vor der Saat erfolgen, um Schäden bei der Saat zu vermeiden. Insgesamt ist es meist sinnvoll (zur Vermeidung von Luxuskonsum und/oder einer möglichen unausgewogenen Mineralstoffversorgung der Tiere), die teilweise sehr hohen Entzüge von ca. 400 bis 550 kg K2O/ha und Jahr nicht vollständig in den Jahren des Feldfutteranbaues über die Düngung, sondern die gegenüber der Abfuhr fehlenden Kalimengen im Rahmen der Fruchtfolge auszugleichen. Es empfiehlt sich als pflanzenbauliche Maßnahme, Kali in Gaben von max. 150 kg K2O aufzuteilen bzw. die Jahresgabe auf ca. 350 bis 400 kg K2O/ha (organisch und/oder mineralisch) zu beschränken. Die Luzerne ist in ihrer ersten Entwicklungsperiode vom Stickstoffgehalt des Bodens abhängig, bis sie durch Knöllchenbildung in der Lage sind, die nötigen Stickstoffmengen aus der atmosphärischen Luft aufzunehmen. Deshalb sind bei Blanksaaten auf N-armen Böden Startgaben von 30 bis 40 kg N/ha nicht unüblich.

Pflanze bedeutet. Die Erhaltung der Ausdauer begrenzt die Schnittzahl auf ca. 3 Schnitte, da die Ausdauer durch die Reservestoffe und die Chance der Pflanze zu deren Einlagerung bestimmt wird. Das bedeutet, dass man den Bestand einmal pro Jahr blühen lassen und das Intervall zwischen vorletztem und letztem Schnitt nicht kürzer als 5 bis 8 Wochen wählen sollte. Sonst nimmt das Wurzelwachstum ab, die Bestandesdichte sinkt und die Leistung der Einzelpflanze geht zurück. Dies erklärt u. a. die Empfehlung, in für die Luzerne intensiven Systemen (4-Schnitt-Nutzung) nur mit zwei Hauptnutzungsjahren zu kalkulieren. Ernte Bei der Ernte ist auf eine Schnitthöhe von etwa 10 cm zu achten, denn ein zu tiefer Schnitt beeinträchtigt den Ertrag der Folgeaufwüchse und begünstigt die Verschmutzung des Erntegutes. Besonders wichtig ist es dabei, die Erneuerungs-

Nutzungsregime Das Nutzungsregime von Luzerne beträgt 3 bis 6 Schnitte/Jahr. Bei 4-maliger Schnittnutzung werden hohe Proteingehalte und -erträge im Futter erzielt. Bei 3-maligem Schnitt kommt es zu den höchsten Masseerträgen, aber mit nur geringerer Qualität. Blickt man hierbei auf die Rohproteingehalte, so fallen diese von 25% (vor der Knospe) auf 19% in der Blüte. Dies lässt Raum für unterschiedliche Nutzungsstrategien. Die Voraussetzung zum Erhalt der Mehrschnittigkeit kann in einem intensiven System berücksichtigt werden. Hierzu sollte die 1. Nutzung spätestens vor dem Ende der Blüte erfolgen. Dieser Zeitpunkt ist wichtig, da danach die Stängel für die nächste Ernte treiben, deren Entfernen weniger Triebe zur Folge hat und damit eine deutliche Schwächung der

knospen der Triebe nicht zu verletzen. Die allgemeine Empfehlung für den Schnitttermin liegt zwischen Knospenstadium und Beginn Blüte, da die Lignifizierung der Stängel ab diesem Punkt stark voranschreitet und der Futterwert wie auch der Anteil an Eiweiß rasch abnehmen. Die geschnittene Luzerne sollte möglichst wenig bewegt werden – zur Silierung ist eine Direktablage im Schwad möglich und wird in Grub mit Erfolg praktiziert. Soll die Luzerne gewendet und geschwadet werden, kann hierzu der morgendliche Tau genutzt werden, um Bröckelverluste so gering wie möglich zu halten. Von der Bereitung von Bodenheu sollte jedoch grundsätzlich abgesehen werden, da die hierzu erforderlichen klimatischen Bedingungen sowie die empfohlene Technik (Bandschwader) selten anzutreffen sind. W Quelle: Broschüre Luzerne, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft

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8 SAATGUT

Bestandeslücken sind häufig Ausgangspunkt massiver ­Verunkrautung. Kombigeräte sind ideal zur umbruchlosen Grünland­erneuerung.

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azu können Engerlinge – im Grünland sind es die Larven von Maikäfer, Junikäfer und Gartenlaubkäfer – massive Bestandeslücken hervorrufen, aber auch die Ausbreitung von Ampfer oder Gemeiner Rispe können zu Situationen führen, die eine Sanierung solcher Bestände unumgänglich machen.

Durch eine Kombination von entsprechender Erneuerungstechnik und Saatgutmischungen, die dem Standort sowie der Art und Intensität der Bewirtschaftung optimal angepasst sind, können solche Flächen wieder nachhaltig regeneriert oder saniert werden. Nur stabile, widerstands- und leistungsfähige Pflanzenbestände bieten eine gute Voraussetzung für qualitativ hochwertiges Grundfutter als Basis einer erfolgreichen Grünlandwirtschaft!

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Möglichkeiten und ­Verfahren zur Grünlanderneuerung Grundsätzlich kann bestehendes Grünland durch einen Umbruch in Kombination mit einer Neuansaat oder mittels umbruchloser Verfahren erneuert bzw. verbessert werden. Die umbruchlose Grünlanderneuerung erfolgt entweder als Übersaat oder als Nachsaat. Als Übersaat bezeichnet man das oberflächliche, wiederholte Ausbringen von Saatgut auf bzw. in eine bestehende Grasnarbe. Die Oberfläche wird dazu mittels Egge, Striegel oder Schleppe bearbeitet und das Saatgut oberflächlich breit abgelegt und anschließend angewalzt. Mit Kombigeräten (z. B. Güttler, APV, Hatzenbichler, Einböck) können all diese Arbeitsgänge in einem Ablauf verrichtet werden. Auch Trittwege und offene Stellen von Weiden können auf diese Weise übergesät werden. Nachsaat hingegen bedeutet das Einbringen des Saatgutes in den Boden mittels Schlitzgerät oder Bandfräse, ohne dabei die beste-

hende Altnarbe vollständig zu zerstören. Diese Methode ist vor allem für trockenheitsgefährdete Standorte gut geeignet. Bei der Anlage, Erneuerung und Verbesserung von Grünland sind neben fachspezifischen und technischen Aspekten in jedem Fall auch rechtliche und förderungsrelevante Rahmenbedingungen (ÖPUL, Greening, Cross Compliance) zu beachten! Im Falle eines Grünlandumbruchs mit nachfolgender Neueinsaat einer Gründecke (also Grünlanderneuerung auf derselben Fläche) oder eines Grünlandumbruchs mit Neueinsaat auf einem anderen Feldstück bzw. eines betriebsübergreifenden Grünland-Acker-­ Flächentauschs, ist dies der Agrarmarkt Austria mittels eines eigenen Formblattes bekanntzugeben (www.ama.at, siehe Formulare & Merkblätter). Bei Übermittlung der Meldung per Fax oder E-Mail kann mit der beabsichtigten Tätigkeit sofort begonnen werden, bei einer Meldung mittels Postweg sind

Fotos: © Krautzer/Pötsch

ÖAG-Saatgutmischungen Trockenheit, Frost, eine lange Schneedecke, aber auch Wühlmäuse und Krankheiten schädigen die Grasnarbe und führen zum Ausfall wertvoller Pflanzen. Nicht zu unterschätzen sind auch Schäden, die durch falsch eingestellte Geräte, Schlupf, Übernutzung der Bestände oder Beweidung der Flächen verursacht werden.


SAATGUT 9 jedenfalls 5 Werktage abzuwarten. Diese ÖPUL-Meldung ist am Betrieb aufzubewahren und bei einer Vor-Ort-Kontrolle dem Prüforgan vorzulegen Bei manchen ÖPUL-Maßnahmen (z.B. Vorbeugender Grundwasserschutz auf Grünlandflächen in Salzburg bzw. Oberösterreich) gilt hingegen ein Umbruchsverbot von Grünland während des gesamten Verpflichtungszeitraums. Ein Umbruchverbot besteht auch im Rahmen des Greenings für sogenanntes sensibles Dauergrünland, das sind bestimmte Lebensraumtypen innerhalb von Natura 2000. Ein Umbruchsverbot gilt zudem für aus Dauergrünland bestehende Gewässerrandstreifen in einer Mindestbreite von 20 m zu stehenden Gewässern (mit einer Wasserfläche von mehr als 1 ha) und von 10 m zu Fließgewässern ab einer Sohlbreite von 5 m. Eine umbruchlose Grünlanderneuerung mittels Kreiselegge, Rotoregge, Saatstriegel, Bandfräse oder Schlitzdrillsägerät ist jedoch auch in diesen Fällen zulässig. Zu beachten ist allerdings, dass im Rahmen der ÖPUL-Naturschutzmaßnahme keine Einoder Nachsaaten auf Grünlandflächen erfolgen dürfen, mit Ausnahme zur Sanierung von Wild- und Engerlingschäden bzw. nach Murenabgängen oder anderen Ereignissen höherer Gewalt. Vor einer derartigen Maßnahme ist dazu allerdings unbedingt die Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde einzuholen. Diese in Öster­ reich weit verbreitete Form der Grünland­erneuerung bietet jedenfalls eine ökonomisch und ökologisch interessante Alternative zur Verbesserung von lückigen und pflanzenbaulich geschwächten Grünland­ beständen. Was braucht eine erfolgreiche Grünlanderneuerung? Das qualitativ beste, verfügbare Saatgut! Zu dieser kurzen und scheinbar einfachen Antwort muss man wissen, dass in Österreich drei sehr unterschiedliche Qualitätsstufen für Grünland-Saatgutmischungen angeboten werden, nämlich:

Standard-Qualität, EU-­Qualität Die durch den Rahmen des Saatgutgesetzes vorgegebenen Qualitätsstandards werden eingehalten, und Sorten der EU-Sortenliste müssen verwendet werden. In Hinblick auf den erlaubten Besatz mit Ampfer sind diese Standards sehr großzügig und erlauben bis zu 5 Ampfersamen in 60 g Probe. Es gibt keine Vorgabe in Hinblick auf die Mischungsgestaltung sowie die Eigenschaften der verwendeten Sorten. Marke „Saatgut Österreich“ Teilnehmende ­Saatgutfirmen halten sich dabei an den ­empfohlenen Mischungsrahmen, der den Anteil geeigneter Arten für unterschiedliche Verwendungszwecke regelt. Dies erfolgt allerdings ebenfalls nur im Rahmen der gesetzlichen Saatgutqualität, ohne weitere Vorgaben für die Qualität der eingemischten Sorten. Es sind nach den Vorgaben dieser Marke ebenfalls bis zu fünf Ampfersamen in 60 g Probe möglich, und es können alle in der EU gelisteten Sorten eingemischt werden. ÖAG-Qualitätsmischungen Eine Teilnahme steht bei Einhaltung der ÖAG-Empfehlung allen Saatgutfirmen offen. ÖAG-Qualitätsmischungen garantieren dem Landwirt Top-Qualität für alle Einsatzbereiche im Grünland und Feldfutterbau. Die an der ÖAG-Empfehlung teilnehmenden Saatgutfirmen garantieren dabei eine unabhängige, privatrechtliche Prüfung auf Einhaltung der Qualitätskriterien durch die AGES sowie die ÖAG selbst. Die Keimfähigkeiten fast aller darin verwendeten Arten liegen dabei deutlich über den Vorgaben des Saatgutgesetzes. Das ermöglicht eine deutliche Reduktion der Aussaatmengen. Garantierte Ampferfreiheit (0! Ampfer in 100 g) verhindert den externen Eintrag von Ampfersamen über die Saatgutmischung. In die ÖAG-Sortenliste werden ausschließlich Sorten aufgenommen, die sich nach drei bis zehnjähriger Prüfung als die Besten gezeigt haben. Besondere

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10 SAATGUT Eigenschaften wie Ausdauer, Winterhärte, Verdaulichkeit und bei spezifischen Arten auch Spätreife oder geringes Kalzinoserisiko kommen in den passenden Mischungstypen voll zur Entfaltung. Diese besonderen Ansprüche an Saatgutqualität und Sortenwahl sind am Markt nicht ohne Aufpreis zu

geeignet, die je nach Zielsetzung in unterschiedlichen Aussaatmengen verwendet werden.

bekommen und erklären auch den höheren Saatgutpreis für diese Premiumqualität (www. gruenland-­viehwirtschaft.at).

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Engl. Raygras

Ertrag: Abertorch, (Alcander), Artesia, Barfamos, Kentaur, Lineker, Novello, Po­ lim, (Prana), Soraya, Trintella

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Engl. Raygras

Ausdauer: Alligator, Barnauta, Charisma, Guru, Ivana, (Tivoli)

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Glatthafer

Arone, Median

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Knaulgras

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Arten

Ausgewählte ÖAG-Sorten

Rotschwingel Gondolin, (Light) Timothe

Tiller

Wiesenrispe

Wiesentyp: (Balin), Lato, Selista

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Wiesenrispe

Narbentyp: Limagie, Oxford

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Wiesenschwingel

Cosima, Cosmolit, (Darimo), (Laura), Pradel

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Luzerne

Luzelle

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Rotklee

Blizard, Carbo, (Gumpensteiner Rotklee), (Merula), Milonia, Pavona, Van

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Weißklee

Klondike, Merida

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Verfahren Nachsaat (Schlitz- und ­Bandfräsverfahren)

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Zur Sanierung nach ­Starkstriegeleinsatz

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Übersaat bei starker Lückigkeit ab 50 %

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Übersaat bei Lückigkeit ab 10 %

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Permanente Übersaat

Bei den Nachsaatmischungen erfolgt beim Engl. Raygras eine Teilung in 40 % frühe, 30 % mittlere und 30 % späte Sorten.

ÖAG-Saatgutmischungen für Über- und Nachsaat

NI-Nachsaatmischung für intensive Gunstlagen Die ÖAG-Nachsaatmischung für intensiv genutzte Dauerwiesen, Dauerweiden und Feldfutterbau hat sich als Qualitätsstandard im österreichischen Grünland etabliert. Zur Verbesserung des Pflanzenbestandes von Grünland, das überwiegend viermal, in wüchsigen Jahren auch fünfmal gemäht wird. Geeignet zur Regenerierung von Intensivfeldfutter, Kleegras und Wechselwiesen, die in eine mehrjährige Grünlandnutzung übergeführt werden sollen. Sehr gut geeignet für die Rückführung von Wirtschaftsgrünland zu besseren Qualitäten und Erträgen mittels periodischer, jährlicher Nachsaat (5–10 kg/ha). Wichtig für den nachhaltigen Erfolg ist eine ausreichende Stickstoffversorgung der Aufwüchse unter Berücksichtigung der Richtlinie für sachgerechte Düngung. Nach Sanierungsmaßnahmen gegen Gemeine Rispe werden mindestens 25 kg/ha empfohlen. NiK-Nachsaatmischung für Gunstlagen zur Sanierung nach Starkstriegel­einsatz Eine Nachsaat­mischung mit Knaulgras für intensiv (4- und mehrmähdig) genutzte Dauerwiesen, Dauerweiden und Feldfutterbestände in Gunstlagen. Hier liegt der Schwerpunkt auf Englischem Raygras (frühe und späte Sorten), auf Knaulgras und auf Wiesenrispe. Sie ist die ideale Nachsaatmischung, um intensiv geführtes Grünland mit überwiegend 5 Schnitten wieder auf das gewünschte Leistungsniveau bei Ertrag, Energie und Eiweißgehalt zu bringen. Versuche und Erfahrungen in Oberösterreich und Salzburg zeigen, dass der für die NiK typische hohe Knaulgrasanteil die Erträge besonders auch im Sommer sichert, mit dessen überlegener Winterhärte das Bastardraygras zurückgedrängt und die Gemeine Rispe hintangehalten werden kann. Das Englische Raygras und die Wiesenrispe sind vielschnittverträglich, haben einen sehr hohen Futterwert und setzen der Gemeinen Rispe einen starken Konkurrenzdruck entgegen. NiK


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wird eingesetzt nach Sanierungsmaßnahmen gegen die Gemeine Rispe mit mindestens 25 kg/ha und zur periodischen Nachsaat mit 8 bis 10 kg/ha zur laufenden Ergänzung und Optimierung des Pflanzenbestandes, besonders in den ersten Jahren nach einer grundlegenden Sanierung.

ner, sie ist sehr trittfest, bildet eine feste Narbe und zeichnet sich besonders an Hängen durch eine hohe Regenerationsfähigkeit aus. In der dafür passenden Nachsaatmischung Kwei kommen Sorten zum Einsatz, die sich in der Kurzrasenweide besonders bewährt haben, zB. die Wiesenrispe Lato. Die KombinaNatro-Nachsaatmischung für tion von Wiesenrispe und Engl. zeigt diese Methode eine sehr gute Wirkung gegen trockene Lagen ist geeignet für Raygras sichert den Erfolg bei die Distel, in vielen Regionen zu den Hauptununterschiedlichen Boden- und lückigedie Dauer­ wiesen in trockekräutern in der bis Sonneblume zählt. Außerdem bringt Feuchtigkeitsverhältnissen. Aufnen Lagen zu drei Schnitten. dieseEnthält Anwendung im Nachauflauf mehrgrund Unabhänder geringen Nachfrage Glatthafer zur Stärwird die Mischung „Kwei ohne kung des Obergrasanteiles und gigkeit in Bezug auf die Bodenstruktur, Humusgehalt um bei Sommertround Luzerne, die Bodenfeuchtigkeit. Die jeweilsKlee“ beste nicht Un- mehr angeboten. W ckenheit und auf leichten Böden krautwirkung und Kulturpflanzenverträglichkeit ist Mengenertrag und Eiweißgehalt Dr. Bernhard Krautzer, Dr. Erich Pötsch bei wüchsiger Witterung gegeben. sicherzustellen. sind Grünland-Experten der HBLFA

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12 PFLEGE

Walzen, Abschleppen, Striegeln verbessert die Grünlanderträge Wiesenpflege Gerade im Frühjahr müssen Wiesen und Weiden besonders aufmerksam gepflegt werden, um bis in den Herbst hinein zufriedenstellende Mengen an bestem Grünfutter zu liefern.

Walzen dient der mechanischen oberflächigen Verdichtung, stellt gegebenenfalls Bodenschluss her, sorgt für eine gleichmäßige und ebene Bodenoberfläche und damit für eine intakte Narbe beim Mähen und Werben. Das Walzen verbessert die Wasserund Wärmeleitung des Bodens und schränkt zu intensive Mineralisierung der organischen Masse ein. Es wird die Bestockung der Gräser angeregt und die Narbendurchwurzelung

gefördert. Zudem kann es einen Beitrag zur Unkrautregulierung leisten, etwa beim ungeliebten Bärenklau. Generell bringt eine zu lockere Bodenstruktur eine zu starke Durchlüftung mit sich. Dies wiederum hat am Grünland eine Abnahme der wertvollen Gräser zur Folge sowie eine Zunahme von groben Obergräsern und wertlosen Kräutern.

werden darf auf bereits stark wachsenden Beständen oder auf durch Nachtfrost erstarrten Pflanzen. Die verwendeten Walzen sollten einen Durchmesser von mehr als 1 Meter, geringe Breite und ein ausreichendes Gewicht von 700 bis 1000 kg pro Meter Arbeitsbreite haben. Die Fahrgeschwindigkeit soll 4 km/h nicht überschreiten.

Was aber sollte beim Walzen besonders beachtet werden? Der Boden darf beim Walzen weder zu nass noch zu trocken sein. Bei nassem Boden besteht die Gefahr zu hoher Verdichtung, bei zu trockenem Boden bleibt das Walzen wirkungslos. Die beste Wirkung wird auf leicht feuchtem Boden erzielt. Nicht gewalzt

Wann wird gewalzt? Im Frühjahr in der Regel zum Herstellen von Bodenschluss. Dabei ist meist darauf zu achten, dass der Boden nicht zu nass ist. Und bei der Saatbeetbereitung. Hier ist es wichtig, ein feines ebenes Saatbeet mit gutem Saathorizont zu erreichen. Ein zu intensiver Einsatz bei instabilen Böden

kann zu Verschlämmungen führen. Ein zu grobes Saatbeet führt hingegen oft zu ungenügendem/ unruhigem Aufgang. Gewalzt wird auch nach dem 1. Schnitt, wenn die Stängel des Bärenklaus gut geknickt werden können und andererseits dem Gras hinreichend Zeit zur Regeneration vor dem Schnitt bleibt. Und im Rahmen einer Nach- und Übersaat, um den Bodenschluss der Saat sicherzustellen. Hier sind Profilwalzen wie Güttler-, Cambridge-, oder Prismenwalzen zu verwenden. Walzen dient also der Rückverfestigung auf zur Selbstauflockerung neigenden (Moor-)Böden; der Festigung von leichten, lockeren oder aufgefrorenen

Foto: © agrarofoto.com

W

as nun zu tun ist und worauf es dabei ankommt, das haben Experten des Bayrischen Landwirtschaftsministeriums in einer eigenen Broschüre zusammengefasst.


PFLEGE 13 Böden; der Bekämpfung von druckempfindlichen Unkräutern wie Bärenklau oder Wiesenkerbel; dem Einwalzen von Steinen; dem Anwalzen nach dem Abschleppen und erfolgter Über- oder Durchsaat und der Rückverfestigung des Saatbetts bei Neuansaat (= besserer Bodenschluss und geringere Verschmutzung des Futters bei der ersten Nutzung). Abschleppen Das Abschleppen im Frühjahr ist eine auf vielen Wiesen und Weiden notwendige Maßnahme. Warum wird abgeschleppt? Es sorgt für die Beseitigung von durch Bodentieren verursachten Unebenheiten der Oberfläche, also Maulwurfhügeln oder Wühlmäuse-Löchern, und auch für die Verteilung von Stallmistresten. Dadurch wird die Futterverschmutzung reduziert und der Verunkrautung vorgebeugt. Die zusätzliche Durchlüftung der Narbe und kleinere Verletzungen der Pflanzen sorgen für eine bessere Bestockung und einen günstigeren Neuaustrieb. Was ist beim Abschleppen zu beachten? Der günstigste Zeitpunkt zum Abschleppen ist das Frühjahr. Aber auch im Sommer, wenn der Maulwurfbefall hoch ist, kann abgeschleppt werden. Ungünstig wirkt sich ein Abschleppen vor Frostnächten oder bei reifbedeckten Beständen aus. Es ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass es zu keinen deutlichen Narbenverletzungen kommt. Generell gibt es viele verschiedene Geräte, die zum Abschleppen

genutzt werden, darunter Metallringe ebenso wie alte Autoreifen oder Ähnliches. Beim Einebnen von Maulwurfhügeln sollte die narbenschonende Reifenegge zum Einsatz kommen. Allgemein ist darauf zu achten, dass die Geräte keine scharfen Zinken enthalten, die die Grasnarbe verletzen können. Die Schleppe kann auch direkt mit einem aufgebauten Nachsaatgerät verwendet werden. Diese Kombigeräte ermöglichen die Wiesenpflege und Nachsaat in einem Arbeitsgang. Striegeln Warum wird gestriegelt? Leichtes Durcheggen oder -striegeln im Frühjahr fördert die Bestockung der Gräser. Das Wachstum wird durch die Narbenlüftung angeregt. Das Striegeln kann zudem zum Herausreißen von abgestorbenem Altgras und Gemeiner Rispe eingesetzt werden, sollte dann aber nur in Verbindung mit einer Nachsaatmaßnahme erfolgen, da dabei häufig Narbenschäden entstehen können. Zu beachten ist dabei, dass bei einem professionellen Grünlandstriegel die Zinken durch ihre federnde Wirkung auch bei Unebenheiten immer an der Bodenoberfläche arbeiten können. Hierbei sollten die Abmessungen der Striegelfelder wie auch deren Führung so ausgelegt sein, dass eine gute Anpassung an Bodenunebenheiten erfolgen kann. Normalerweise sollte zur Grünlandpflege der untere Teil des Striegelzinkens senkrecht zum Boden stehen, um narben-

schonend zu arbeiten und eine effektive Belüftung der Grasnarbe zu erreichen. Mit der Höhenverstellung des Striegels kann der gewünschte Zinkendruck eingestellt werden. Der Druck sollte so gewählt werden, dass die Grasnarbe nur so stark bearbeitet wird, dass sich keine Grasnarben lösen. Ist dies dennoch der Fall, ist die G ­ eschwindigkeit zurückzunehmen bzw. die Zinkeneinstellung per Hand auf „schleppend“ zu stellen, wodurch eine sanftere Bearbeitung erfolgt. Ist andererseits die Grasnarbe stärker etwa mit Gemeiner Rispe verfilzt oder ist im Bestand auch Moos vorhanden, so kann durch die Verstellung des Eingriffswinkels der Zinken oder höhere Geschwindigkeit eine aggressivere Bodenbearbeitung erreicht werden. In der Regel ist nach solchen, die Narbe stark öffnenden Maßnahmen eine zeitlich möglichst nahe folgende Übersaat samt Anwalzen des Saatgutes erforderlich. Bei stärkerem Auftreten von Gemeiner Rispe können zum Entfernen des Filzes stärkere Zinken verwendet werden, wobei das herausgeeggte Pflanzenmaterial vom Feld gefahren werden sollte. Eggen Beim Eggen ist zu beachten, dass es in der Regel auch oft unerwünschte Lichtkeimer aus der Bodenreserve zur Keimung anregt, so dass hierauf bei der Wahl der Folgemaßnahmen Nachsaat (bei hohem Anteil schwarzen Bodens, um rasche Bodendeckung zu erreichen) und frühem Folgeschnitt (bei hohem

Anteil an aufgelaufenen Unkraut, hat Effekt eines Schröpfschnittes) gegebenenfalls zu achten ist. Nachmähen Das Nachmähen nach einer Weidenutzung dient in den Systemen klassische Standweide, Umtriebsweide und Portionsweide der Beseitigung von Unkräutern, überständigem Futter und Geilstellen. Durch den rechtzeitigen Schnitt nach dem Beweiden wird das Aussamen der Unkäuter vermieden. Untergräser werden gefördert, da sie entstehende Lücken schließen können. Ziel ist es, größeren Umschichtungen im Bestand entgegenzuwirken. Empfohlen wird die Nachmahd, besonders nach der ersten Weidenutzung. Unkräuter wie Ampfer und schnellwüchsige Gräser (Knaulgras) werden so am Absamen gehindert, die Qualität des 2. Aufwuchses wird verbessert. Eine einmalige Nachmahd im Jahr ist in der Regel ausreichend, nur stark verunkrautete Bestände erfordern eine höhere Intensität dieser Maßnahme. Praxis-Tipps Noch einige Tipps aus der Praxis: Bei hohen Anteilen an Samenunkräutern sollten die Weidereste kompostiert werden. Das Nachmähen darf nicht zu tief erfolgen, die Länge der Stoppeln sollte etwa 5 bis 7 Zentimeter erreichen. W Quelle: LfL Informationen Grünland des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

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14 ERNTETECHNIK

Breit und noch breiter Schwader Gerade wenn die Futterernte auf vollen Touren läuft, hat der Schwader nur geringe Vorlaufzeiten und Ladewagen oder Feldhäcksler folgen ihm „auf den Fersen“. Um diesem Engpass zu entrinnen, wurden in den letzten Jahren die Arbeitsbreiten merklich erhöht.

D

ie Bezeichnung „Schwader“ ist ein Sammelbegriff für alle Maschinen, die in einem Arbeitsvorgang das ausgebreitete Dürr- oder Grünfutter bzw. Stroh zu einer Längsschwad zusammenführen. Die diesbezüglich älteste Maschine ist wohl der Schwadrechen, die weitverbreitetste der Kreiselschwader und die neueste Bauart der Bandschwader. Oberstes Ziel der Arbeitserledigung ist das möglichst verlust­lose Zusammenführen des Futters zu einem Schwad mit steilen Flanken. Letzteres begünstigt die gleichmäßige Füllung des Ladewagens, erleichtert die ideale Formgebung der Rundballen und ermöglicht eine gleichmäßige Belastung der Einzugs- und Häckselelemente des Feldhäckslers. Konkurrenz ist angesagt Noch verschieben sich die Marktanteile nur zaghaft. Kreiselschwader dominieren mit großem Vorsprung die Gruppe der Schwadmaschinen – zumindest in unseren Breiten. In Südeuropa oder Nordamerika wird oft die einfachere Bauart der Sternradrechen bevorzugt. Der Schwadrechen ist ein weiteres Nischenprodukt. Insbesondere der skandinavische Hersteller Elho ist aktiv auf dem europäischen Markt. In den letzten Jahren machte der Bandschwader vermehrt auf sich aufmerksam. Einerseits die traktorgezogenen Fabrikate von Kuhn und Roc, andererseits eine Front-/Heckvariante des Bandschwaders von Knüsel/Reiter, die im vergangenen Jahr neu am Markt erschienen ist. Bezogen auf die Schwadform werden alternative Schwadsysteme immer wieder mit dem Argument kritisiert, dass sie „gezopfte“ oder „verdrehte“ Ladeschwaden produzieren. Diese Vorurteile

lich ausgelastete werden. Eine „Übergangsmaschine“ ist der Dreikreiselschwader von Krone. Seitenschwader Seitenschwader gibt es mit Zentralrahmen und Fahrwerk oder ohne spezielles Fahrwerk. Letztere sind zwar leichter, können in starker Hanglage jedoch eine ungenügende Standfestigkeit aufweisen und sind rückwärts schwierig (aber nicht unmöglich) manövrierbar. Der Seitenschwader mit speziellem Fahrwerk ist vergleichbar zu handhaben wie Beim Einkreiselschwader nimmt die B ­ odenanpassung mit zunehmender Mittelschwader. der Arbeitsbreite ab. Gegenüber dem Mittelschwader hat der Seitenschwader den Vorberücksichtigen den Einfluss des bedingt durch eine abnehmende teil einer flexiblen Arbeitsbreite. Grasbestandes kaum. Es macht Bodenanpassung, nicht beliebig Bei sehr großem Futteranfall einen Unterschied, ob reine vergrößert werden. Steigende kann bereits die Arbeitsbreite Raygrasbestände, kurzes intensiv Leistung der Bergetechnik und genutztes Klee-Gras oder langes größere Betriebsstrukturen führen eines Kreisels zu einer Schwad und extensiv genutztes Gras/ daher vermehrt dazu, dass zuneh- geformt werden. Umgekehrt legt Heu geschwadet wird. Durch die mend Zweikreiselschwader einge- er das Futter aus vier Kreiseldirekte Futteraufnahme und die setzt werden. Eine Verdoppelung breiten an eine Schwad (Hinschonende seitliche Ablage erreider Arbeitsbreite reduziert die Ar- und Zurück) oder es können chen Bandschwader eine bisher beitszeit beim Schwaden ungefähr zwei Schwaden gezogen werden. nicht erreichte Futterschonung. um die Hälfte. Die Bröckelverlus- Gegenüber dem Mittelschwader muss aufgrund der KreiselüberNachfolgend wird nur noch auf te nehmen trotz des zusätzlichen lappung ein gewisser Arbeitsbreidie Eigenschaften des KreiselWeiterschiebens des Erntegutes schwaders eingegangen. beim Zweikreisel-Seitenschwader tenverlust in Kauf genommen werden. nicht zu (Sauter, ART 2007). Anzahl Kreisel Bis zur JahrVier- und Sechskreiselschwader sind Lohnunternehmer-Maschihundertwende dominierte der Mittelschwader Mehr Leistung nen bzw. können höchstens Einkreiselschwader auf unseren heißt mehr Arbeitsbreite, insbeBetrieben. Die Arbeitsbreite kann, auf Großbetrieben wirtschaftsondere weil die Fahrgeschwindigkeit nicht beliebig gesteigert werden kann. Mehr Arbeitsbreite wiederum heißt, konstruktiv aufwändigere Bauweise. Beim Zweikreiselschwader hält sich dies noch in Grenzen. Bei vier oder gar sechs Kreiseln erhöhen sich Bauaufwand und Gewicht. Ein Problem großer Kreiseldurchmesser ist eine entsprechende Transporthöhe. Hersteller senken zum Teil den Tragrahmen bzw. das Fahrwerk ab, um unter dem Limit von 4,0 m zu bleiben. Eine andere Möglichkeit ist das Entfernen einzelner Zinkenarme, was dann zusätzlichen Aufwand Beim Seitenschwader ohne spezielles Fahrwerk ist im Gegensatz zur bedeutet. Breite die Transporthöhe kein Thema.

Fotos: © Claas, Kuhn

VON RUEDI HUNGER


FIRMENINFORMATION 15

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as slowenische Unternehmen SIP d.d. entwickelt seit 64 Jahren Technologien von höchster Qualität und setzt diese in eigener Herstellung um. Das Unternehmen exportiert in über 55 Länder, wobei Österreich als wohl der größte Markt gilt. Es folgen die Schweiz, Neuseeland, die Niederlande, die USA, Deutschland, Italien und die Tschechische Republik. Nach langjähriger Erfahrung mit der Technologieentwicklung hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung und Herstellung von Grünlandmechanisierung spezialisiert – Mähwerke, Kreiselzettwender und Kreiselschwader. Die technologisch ausgezeichneten Maschinen mit zahlreichen Patenten ermöglichen die Grünlandheuernte mit hoher Qualität, Sauberkeit und hohem Energiewert. Auf der Agritechnica 2017 bestätigte SIP seinen Status als Hersteller fortschrittlicher Lösungen für Groß-

betriebe und Lohnunternehmer. Vorgestellt wurde die Mähkombination mit der Mähbreite 15 m – das erste Anbaumähwerk dieser Art am Weltmarkt – und ein 4-Rotor-Kreiselschwader mit der Arbeitsbreite von 12,5 m. Die beiden Maschinen ermöglichen in Kombination mit dem 15 m breiten Kresiselzettwender SPIDER 1500|14 T, der 2011 zum ersten Mal in Hannover ausgestellt wurde, eine vollkommene Lösung für sehr große Grünlandflächen. Die Anforderungen für diese Lösungen stammen hauptsächlich aus Nordeuropa und Neuseeland. SIP macht sich den Unterschied zwischen Jahreszeiten auf der Süd- und Nordhalbkugel zunutze und prüft die Prototypen vor dem Anfang der Sommersaison auf der Nordhalbkugel. Neben den großen Maschinen waren die Besucher in Hannover auch von zwei ganz besonderen Prototypen begeistert. Die Pick-up-Schwader AIR sind das Ergebnis der Zusammenarbeit mit

dem österreichischen Unternehmen Reiter – Innovative Technology. Es handelt sich um eine innovative Lösung für die höchste Genauigkeit beim Schwaden und damit für das sauberste Futter.

Agraria Messe Wels bzw. der Rieder Messe vorgestellt. Für die Arbeit im Bergland spezialisierte Maschinen von SIP werden auf der Agrarmesse Alpen-Adria in Klagenfurt vorgestellt.

Die Maschinen von SIP werden heuer am 29. April am Grünlandtag bei der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschule Otterbach vorgestellt. Die Profi-Maschinen mit großen Arbeitsbreiten werden jedes Jahr auf der

Die Maschinen von SIP mit 2 Jahren Garantie entsprechen den Bedürfnissen der Landwirte in unserem größten Auslandsmarkt – Österreich. INFORMATION: www.sip.si

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16 ERNTETECHNIK

Wenig überraschend ist die Feststellung, dass die Wegzeit(en) unter süddeutschen Flächenstrukturen rund dreimal größer sind als im Osten Deutschlands. Mehr überrascht, dass der Anteil der Wendezeit an der Gesamtarbeitszeit kaum durch die Flächenstruktur beeinflusst wird. Auffallend ist weiter, dass sich die tägliche Einsatzzeit deutlich unterscheidet. Kauf, Miete oder L ­ ohnarbeit? Die Frage, ob der Schwader gekauft, gemietet oder das Schwaden gar an einen Lohnunternehmer vergeben werden soll, kann berechnet werden. Diese rein betriebswirtschaftliche Frage entscheidet sich an der „Kaufschwelle“ (Tab. 3). Nicht in ein betriebswirtschaftliches „Korsett“ zwängen lassen sich Futterqualität und die Anzahl verfügbarer Feldarbeitstage. Letztere können je nach Betriebsexposition schon kleinräumlich variieren. Folglich müssen vor dem Kauf eines Dop-

Seitenschwader mit Transportfahrwerk: Das Hochklappen der Kreisel macht die Maschine verhältnismäßig schmal, dafür hoch. pelschwaders (als Ersatz für den Einkreiselschwader) neben den betriebswirtschaftlichen Aspekten, auch Fragen zum Betriebsablauf und der Futterqualität beantwortet werden. Die Auslastung setzt sich zusammen aus der Grünlandfläche und der Anzahl der Grasschnitte, die geerntet werden. Fahrwerk mit oder ohne Tastrad Ebenso wichtig wie ein Schwaden ohne Futterverluste ist die Futterzusammenführung ohne zusätzlichen Schmutzeintrag. Futter, das bereits beim Mähen oder mit dem Kreiselheuer verschmutzt wurde, kann nicht „gereinigt“ werden, aber ein zusätzlicher Schmutzeintrag durch falsche Maschineneinstellung muss auf jeden Fall verhindert werden. Beide Eigenschaften – sowohl die saubere wie verlustlose Futterzusammenführung – werden beeinflusst durch das Fahrwerk und die zusätzlich vorlaufenden Tasträder. Das führt dazu, dass beim Kreiselschwader pro Kreisel bis zu fünf bzw. sieben Räder vorhanden sind. Die Zeiten des einfachen Zweirad-Fahrwerks sind also vorbei. Eine Grundeinstellung soll bereits auf dem befestigten Hofplatz vorgenommen werden. Dabei dürfen die Zinken den Boden nicht berühren. Die anschließende Feineinstellung

variiert von Parzelle zu Parzelle und zwar in Abhängigkeit von Futterbestand, Grasnarbe und Bodenverhältnissen. Tiefeneinstellung Bei Profi­ maschinen werden diese Ein­ stellungen (z.T. auf Wunsch) hydraulisch oder elektrisch vorgenommen. Damit kombiniert sind auch Folgesteuerungen wie das Vorgewendemanagement. Wie erwähnt entspricht diese Maschinengruppe aber nicht dem Schwader für den Durchschnittsbetrieb. Ein- und Zweikreiselschwader werden mechanisch auf die richtige Arbeitstiefe eingestellt. Mechanisch, hydraulisch (oder elektrisch) Der Antrieb von Kreiselschwadern erfolgt über die Zapfwelle/Gelenkwelle oder mittels hydraulischer Komponenten. Beim mechanischen Antrieb haben alle Kreisel eine feste Drehzahl, sie sind folglich an ein festes Verhältnis zur Zapfwellendrehzahl gekoppelt. Der mechanische Antrieb ermöglicht keinen Schnellstopp, bedingt einen hohen Wartungsaufwand und hat entsprechendes Gewicht. Ein hydraulischer Antrieb hat einen komplexen Systemaufbau. Der Wirkungsgrad hydraulischer Antriebe ist systembedingt etwas beeinträchtigt, zudem besteht ein latentes Risiko für Leckagen. Im Arbeitsbetrieb sind die inne-

ren Schwadkreisel eines Mehrfachschwaders formgebend für den Schwad. Die Drehzahlen der äußeren Kreisel beeinflussen die Verzopfung und die Verschmutzung des Schwades. Ist die Drehzahl zu hoch, wird das Futter bis vor das Fahrwerk geworfen, womit das Futter durch Überrollen verschmutzt. In vielen Fällen liefern gleiche Drehzahlen an allen Kreiseln gute Schwadergebnisse. Feldtests zeigen aber auch, dass es vor allem bei steigender Futtermasse vermehrt Einsatzbedingungen gibt, in denen sich die Schwad- und Futterqualität durch eine individuell angepasste Drehzahl steigern lässt. Diese Funktion lässt sich mit einem mechanischen Schwader nicht praktizieren. Zur besseren Abstimmung von Kreiseldrehzahl und Futteranfall gibt es bei Mehrfachschwader gemischte mechanisch/ hydraulische ­Antriebe. Der elektrische Integralantrieb wird neuerdings als beste Lösung angepriesen. Dank Integration des Antriebs in der Schwaderglocke erübrigen sich separate Gehäuse, Lagerung und Getriebe. Die bescheidene Leistung erübrigt eine spezielle Kühlung. Jeder Motor wird über eine eigene Leistungselektronik unabhängig geregelt. Das ermöglicht sowohl eine automatische Überlastregelung als auch einen Schnellstopp. Die Versorgung ist über eine AEF-spezifizierte 700-V-Gleichspannungsschnittstelle geregelt. Alles gut und recht, aber zurzeit ist die Elektrizitätserzeugung auf dem Traktor noch teuer und daher kaum verbreitet. Fazit Schwader sind die Schlüsselmaschinen bei der Grünfutterernte. Die optimale Abstimmung der Grünlandmechanisierung und eine gute Arbeitsorganisation verhindern Engpässe. Ob sich eine einseitige Leistungssteigerung beim Schwaden im Verbund mit insgesamt ungenügender Auslastung dennoch lohnt, ist eine Frage, die in erster Linie aus betriebswirtschaftlicher Sicht beantwortet werden muss. W Ruedi Hunger ist Agrarjournalist in der Schweiz.

Foto: © Fendt

Einfluss der Betriebsstruktur 2016 wurde von der Universität Hohenheim (Deutschland), dem Institut für Agrartechnik in Stuttgart und der Firma Claas auf rund 840 ha eine Arbeitszeitanalyse beim Schwaden durchgeführt.


ERNTETECHNIK 17

Was beeinflusst die Heuqualität? Ernteregeln Ertragreiche Grünlandbestände können in Gunstlagen bis zu 6,5 MJ NEL/kg Trockenmasse und einen Rohproteinertrag von bis zu 180 g/kg Trockenmasse liefern. Dabei sind allerdings die wichtigsten Regeln der Grünlandbewirtschaftung und -ernte zu beachten. VON MATTHIAS GREISBERGER

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ie Qualität von Grundfutter hängt generell von der botanischen Zusammensetzung des Pflanzenbestandes, der bedarfsgerechten Düngung, der zeitgerechten Nutzung und besonders den Verlusten bei der Konservierung ab. Hierzu ist bei einer Vierschnittwiese mit einem Gräseranteil von mindestens 60 % in einer hohen Ertragslage eine Stickstoffdüngung von 170 bis 200 kg N/ha und Jahr empfehlenswert. Ein ertragreicher Bestand in Gunstlagen kann so 6,5 MJ NEL/kg TM und einen Rohproteinertrag von bis zu 180 g/kg TM liefern. Aber auch in raueren Lagen sind hohe Energiegehalte von 5,8 bis 6,0 MJ NEL/kg TM und Rohprotein­ erträge von bis zu 160 g/kg TM möglich.

einem Feuchtegehalt von 35 bis 40 % eingefahren werden kann. Bei Bodenheu muss das Futter auf einen Feuchtegehalt von 20 % getrocknet werden. In der Praxis bedeutet das mindestens einen Tag mehr Feldliegezeit und natürlich auch häufigere mechanische Bearbeitung. Darüber hinaus ist die Chance um ein Vielfaches höher, den für einen hohen Schnittzeitpunkt wichtiger als Energie- und Rohproteinertrag gedacht Besonders bei der Heu- optimalen Schnittzeitpunkt im Ähren- und Rispenschieben trocknung mit Warmbelüftung können kürzere Schönwetterpha- einzuhalten. Rohproteingehalte sen sehr effizient ausgenutzt wer- können so von den angestrebden, da das Erntegut bereits mit ten 160 bis 180 ­g/­kg TM im Art

Verluste

Beeinflussung durch

2–10 % u. mehr

Trocknungszeit

Bröckelverluste

5–20 % u. mehr

Zetten, Wenden, Kräuteranteile

Auswaschungsverluste

0–10 % u. mehr

Regen, Tau

Lagerverluste

1–10 % u. mehr

Restwasser, Nacherwärmung

Atmungsverluste

Gesamt

8–50 %

Aufteilung der Konservierungsverluste

Foto: © Krone

Gesamte Konservierungsverluste

in %

Nasssilage, Bodenheu

20–40

Anwelksilage, Heu mit Kaltbelüftung

15–25

Eintagessilage, Heu mit Warmbelüftung

unter 10

Verluste bei unterschiedlichen Konservierungsmethoden

Ähren- und Rispenschieben bei überständigem Futter auf unter 100 g/­kg TM fallen. Auch die Energiegehalte sind bei altem und ­rohfaserreichem Heu um bis zu einem Drittel geringer. Konservierungsverluste gering halten Ein weiterer Vorteil der Heubelüftung ist der geringere Anfall von Konservierungsverlusten. Bei den Konservierungsverlusten sind in der Praxis die Atmungsverluste nach dem Schnitt und die Bröckelverluste im Zuge der mechanischen Bearbeitung von entscheidender Bedeutung. Sie hängen neben dem Kräuter- und Leguminosenanteil vorrangig von der mechanischen Belastung ab, wobei jeder Arbeitsgang

Bröckelverluste bedeutet. Mit zunehmender Trocknung (über 60 % TM) steigen die Bröckelverluste überproportional, weshalb am zweiten Tag das Futter nach Möglichkeit nur noch wenig bearbeitet werden sollte. Bei Bodenheu gehen bei der Ernte um rund 100 kg TM/ha mehr an Bröckelverlusten verloren als bei Belüftungsheu. Zudem sind bei Bodenheu die Energiegehalte häufig um 10 bis 15 % und die Rohproteingehalte um 15 bis 20 % geringer. Alles in allem handelt es sich um Eiweiß- und Energiereserven, die bei der Produktion von Bodenheu nicht genutzt werden. W DI Matthias Greisberger ist Grünland-­ Berater der LK Salzburg.


18 LANDTECHNIK

Alpin – Alpinhit – Alpinspider Hangbewirtschaftung Während größer, schneller und produktiver in der Ebene relativ einfach zu realisieren ist, sind diese Vorhaben am Hang oft viel schwieriger oder gar nicht umzusetzen. Die Hersteller reagieren auf die besonderen Verhältnisse in Berglagen mit kleinen Modellen oder speziellen Baureihen. VON RUEDI HUNGER

B

ei Hangneigungen bis 50 % entscheidet die Schwerpunktlage des Trägerfahrzeuges über die Einsatzgrenze. Von den Anbaugeräten wird ebenfalls eine kompakte Bauweise mit niedrigem Schwerpunkt erwartet. Weitere Anforderungen, die selbst bei Arbeitsbreiten von drei Metern und weniger an das Gerät gestellt werden, sind saubere Futteraufnahme und gute Bodenanpassung. Die nachfolgende Marktübersicht berücksichtigt Kreiselzettwender mit einem Eigengewicht bis rund 600 kg.

Gruber | Erster apintauglicher Rotorladewagen

D

er Saalfeldner Bergmaschinenspezialist Otto Gruber bietet einen hangtauglichen Rotorladewagen für Traktoren ab 80 PS an. Aufgrund ihres höheren Leistungsbedarfs kamen Rotorladewagen bisher vorwiegend in Gunstlagen zum Einsatz. Das Salzburger Traditions­ unternehmen hat schon mehr als fünf Jahrzehnte Erfahrungen im Ladewagenbau und hat sich der Herausforderung angenommen, einen Rotorladewagen für Hanglagen zu entwickeln. Leichtzügigkeit, schonender Umgang mit dem Futter und ein niedriges Eigengewicht standen an oberster Stelle. Die Ladewagenbaureihe besteht aus vier Modellen mit einem DIN-Fassungsvermögen von 20 bis 28 m³.

Futterverschmutzung. Zudem reduzieren leichte Geräte den Treibstoffverbrauch und erhöhen damit die Effizienz des Maschineneinsatzes. Umgekehrt muss die Gerätestabilität erhalten bleiben, werden doch einzelne Teile eines Anbaugeräts am Hang zusätzlich belastet. Die Pendel-Pick-up ist gesteuert, hat einen kleinen Durchmesser und nimmt das Futter auch bei schneller Fahrt und kupiertem Gelände sauber auf. Sie kann sich Bodenkonturen in Längs- und Querrichtung gut anpassen. Der Rotor hat ein hohes Schluckvermögen, ist leichtzügig, schneidet das Futter gleichmäßig und füllt den Wagen randvoll. Zudem schont er das Futter und ist auch für die Ernte von Belüftungsheu gut geeignet. INFORMATION: www.mb-otto-gruber.at

Details, die am Hang geschätzt werden Ein kurzer Anbaubock wird geschätzt, weil damit der Kreiselzettwender an kleineren Zweiachsmähern nahe angebaut wird. Das geht dann aber auf Kosten eines Schwenkbocks. Apropos Schwenkbock, der soll beim Ausheben den Kreisler rasch stabilisieren, damit dieser nicht in Fahrrichtung pendelt und damit in extremer Hanglage den Traktor in ein labiles Gleichgewicht versetzt. Im Übrigen sorgen Dämpfungsstreben für gute Mittenzentrierung und ruhigen Nachlauf beim Zetten. An Hanglagen ist der Boden selten ausgeglichen. Zur optimalen Bodenanpassung gibt es ein zusätzliches Tastrad und das Langloch für den Oberlenker. Mit Anpassung der Kreiselneigung wird auf unterschiedliche Futtermengen oder Futterbeschaffenheit reagiert. Der Anspruch auf eine Randstreueinrichtung ist nicht bei allen Bergbetrieben gleich, wer eine wünscht, findet bei jedem Hersteller ein entsprechendes Modell. Einige Hersteller rüsten optional die Zetter mit dem Nachtschwadgetriebe aus. Das Ziehen von Nachtschwaden mit

dem Kreiselheuer, damit das Futter (und der Boden) am anderen Morgen rascher abtrocknet, ist in Hanglagen nicht weit verbreitet. Was sonst noch gewünscht wird Das Hochschwenken in die Transport­stellung kann von Hand erfolgen – das ist billiger –, doch Frauen und Jugendliche werden dankbar sein für die hydraulische Variante. Von Seiten des Trägerfahrzeuges ist ein einfach wirkendes (hydraulisches) Steuer­gerät erforderlich. Besonders am Hang ist es wichtig, dass beim hydraulischen Klappen beide Seitenteile gleichmäßig angehoben werden und sich nicht der untere Teil wieder absenkt, während der obere Teil hochschnellt. Die Anbaupunkte gehören üblicherweise zur Kategorie I oder II. Wenn Kreisel­ zettwender hinter Traktoren mit sehr breiten Hinterradreifen verwendet werden, kann es vorkommen, dass sich Hinterrad und Maschine berühren. Um dies zu vermeiden, gibt es bei verschiedenen Herstellern eine Anhängepunkt-Verlängerung. Ganz vereinzelt müssen Bergbetriebe mit dem Kreiselzettwender nie auf eine öffentliche Straße, doch

Foto: © Lely

Die Lösung liegt im Leichtbau Dies, weil die Massendynamik von Geräten und Gerätekombinationen vor allem am Hang eine entscheidende Rolle spielt. Eine optimierte Lastverteilung an den Rädern schont die Grasnarbe und verringert die


LANDTECHNIK 19 im Normalfall gehört die Beleuchtungsanlage mit Warntafeln eigentlich zur Serienausstattung.

spurtreuen Nachlauf. Als Träger dient ein rechteckiges Formrohr. In den Rahmengelenken sind dauergeschmierte Einfach- und Der Großflächen-Spezialist Kro- Doppelkreuzgelenke eingebaut. ne baut auch Kreiselzettwender Kleine Kreiseldurchmesser und eine werkzeuglose Neigungsfür Traktoren bis 37 kW (unter 50 PS). Es sind Vier-Kreisverstellung der Kreisel sorgen für ein gleichmäßiges Streubild ler-Maschinen mit sechs bzw. und gute Bodenanpassung. sieben Zinkenarmen pro Kreisel. Der Kreisel-DurchmesDer slowenische Hersteller SIP ser misst 1,53 m oder 1,70 m. baut ausgesprochen leichte Der Antrieb ist wartungsfrei, ebenso das mit Fließfett gefüllte Maschinen für die GrünlandbeKreiselgetriebe. Der Rahmen wirtschaftung. Aufgrund ihres besteht aus einem Rechteckgeringen Gewichtes und der kleineren Arbeitsbreiten eignen profil. Die Kraftübertragung in sie sich als Anbaumaschinen den Rahmengelenken erfolgt für Zweiachsmäher und leichte, über die Fingerkupplungen hangspezifische Traktoren. (OctoLink), die in jeder PosiDie kleinsten Modelle haben tion kraftschlüssig sind. Krone zwei Kreisel mit je sechs Feverwendet Rohrprofile als Zinkenträger, die Zinken haben derzinken. Sie werden nur mit unterschiedliche Schenkellänstarrem Anbaubock geliefert, gen. Die Grenzstreueinrichtung wiegen aber weniger als 200 kg. Anstelle der Rohr-Zinkenträger, ist in Serie mechanisch, als die SIP beim Standardkreisel Option hydraulisch. verwendet, werden die Alp-MoDer österreichische Gründelle mit Flachstahl-Zinkenhallandspezialist baut traditioneltern ausgerüstet. Die 4-Kreisler lerweise Maschinen und Geräte können optional mit einer hyfür Berg- und Hanglagen. Nach draulischen Aushebung geliefert eigenen Angaben sind insgewerden. samt 18 % der Modelle aus der Grünlandpalette fürs alpine Fazit Leichtbauweise und Gelände gedacht. Die „AlpinGeräte­stabilität müssen sich nicht widersprechen. Bodenanhit-Zetter“ sind als Vier- oder passung ist speziell am Hang ein Sechs-Kreisler erhältlich. Sie bringen alle weniger als 500 kg wichtiges Kriterium. Das heißt auf die Waage und arbeiten vier aber auch, dass der Anwender die verschiedenen Einstellmögoder fünfeinhalb Meter breit. lichkeiten nutzen soll. W Die Kreiselzetter gibt’s sowohl mit starrem Anbaubock als auch mit einem kurzgebauten Ruedi Hunger ist Agrarjournalist in der Dreipunkt-Schwenkbock für Schweiz.

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Stickstoffverluste mindern Ausbringung Stickstoffverluste treten vorrangig unmittelbar nach der Ausbringung in Form von Ammoniak auf. VON JOSEF GALLER

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er in der Güllegrube als Ammoniumcarbonat gebundene Stickstoff ist eine wenig stabile Verbindung und zerfällt in Abhängigkeit vom pH-Wert und der Temperatur im Zuge der Ausbringung wieder leicht zu Ammoniak, Kohlendioxid und Wasser. Wasserzusatz bindet Ammoniak und wirkt der Abgasung an die Luft entgegen. Die gasförmigen Ausbringungsverluste sind bei Gülle aufgrund des höheren Ammoniumanteiles höher als bei Stallmist, wo die Hauptverluste bereits während der Rotte stattfinden. Maßnahmen zur Vermeidung von Stickstoffverlusten Während bzw. in den ersten Stunden nach der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern treten die höchsten Ammoniakverluste auf. Am Acker ist eine rasche Einarbeitung nach der Ausbringung die wichtigste Maßnahme. Ansonsten sind die Ausbringungsverluste bei Festmist in der Regel geringer als bei Gülle, da Festmist und Kompost aufgrund der höheren N-Lagerverluste nur noch wenig Ammoniumstickstoff enthalten.

Die Ausbringungsverluste hängen vorrangig von der Temperatur, pH-Wert, Windintensität und Bodenfeuchtigkeit (Gefahr bei Trockenheit) nach der Ausbringung ab. Flüssigmist Gülle und Jauche haben durch den höheren Ammoniumanteil ein höheres Abgasungsrisiko unmittelbar nach der Ausbringung. Im Grünland ist bei Verwendung von Pralltellerverteilern eine sofortige Ausbringung nach der Nutzung wichtig. Ferner ist eine Verdünnung der Gülle sowie Ausbringung bei kühler Witterung oder am Abend wichtig. Ein leichter Landregen fördert das Eindringen in den Boden. Ebenso verringert eine großtropfige Verteilung die Abgasungsverluste. Bei hohen Temperaturen sind bodennahe Ausbringungssysteme besser. W Dipl.-HLFL-Ing. Josef Galler ist Pflanzenbauexperte der LK Salzburg.

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20 MÄHEN

Gefährliches Arbeiten am Hang Kippwinkel Beim Einsatz von Fahrzeugen in Berg- und Hanglagen ist er ein permanenter Begleiter. Der Kippwinkel als theoretische Größe ruft beim aufmerksamen Fahrer ab einer bestimmten Hangneigung ein ungutes Gefühl hervor. Das Überschreiten des Kippwinkels hat fatale Folgen und endet in der Regel mit dem Umsturz des Fahrzeuges. VON RUEDI HUNGER

N

Statischer Kippwinkel Traktoren sind üblicherweise mit einer starr am Traktorrumpf befestigten Hinterachse und einer Pendel-(Vorder)Achse ausgestattet. Daraus ergibt sich eine Dreipunktabstützung, mit einem Anschlag als Pendelbegrenzung. Derartige Achskombinationen sind auch bei anderen selbstfahrenden Landmaschinen vorhanden. In der Praxis wird oft unebenes Gelände befahren. Damit in diesen Situationen alle Räder sicheren Bodenkontakt haben, sind Relativbewegungen der Achsen zueinander erforderlich. Der Kippwinkel ist außer von den Maßen der Dreipunktstützfläche, der Pendelbegrenzung und der Schwerpunktlage auch von der Höhe des Pendellagers über der Fahrbahn abhängig. Letzteres hat sich beispielsweise Sauerburger, Hersteller des „Grip4“ Hanggeräteträgers, zu

Ist der Schwerpunkt tief und die Aufstandsfläche breit genug, ist der Kippwinkel kaum erreichbar. Nutze gemacht und das Fahrzeug mit einer obenliegenden Pendelachse ausgerüstet. Damit müsste sich im Falle eines Umkippens der Hinterwagen über die Pendelachse schieben, was laut Sauerburger unmöglich ist. Bei einer Lage des Pendelpunktes zwischen den Achsen, ist die Stützfläche des Fahrzeuges eine Vierpunktauflagefläche, und als Kippkante dient die Verbindungslinie der Außen-„Kanten“ der talseitigen Räder. Diesen vereinfachten Darstellungen ist eine statische oder quasistatische Belastung in den verschiedenen Belastungsebenen, bei Annahme unelastischer Reifen, unterstellt. – Der statische Kippwinkel auf einem Prüfstand ist der ermittelte Neigungswinkel einer stehenden Maschine im Moment, wo diese vom stabilen zum labilen Gleichgewicht übergeht (Kahlenbach). – Der dynamische Kippwinkel ist der Neigungswinkel, bei

dem ein Umkippen der Maschine im praktischen Einsatz bei Einhaltung der maximal zulässigen Geschwindigkeit gerade noch nicht eintritt. – Der Hangeinsatz-Grenzwinkel betrifft die maximal zulässige Hangneigung für den Einsatz der Maschine in Schicht-, Steig- und Falllinie ohne Verminderung von Funktion und Arbeitsqualität der Maschine.

nen sind abhängig von Fahrzeugschräglage, Spurweite und Reifeninnendruck. Bei Prüfstanduntersuchungen wurden Reifendeformationen, die etwa zehn Prozent der Spurweite des untersuchten Traktors betragen, gemessen. Über die Auswirkungen neuer und unterschiedlicher Reifentechnologien stehen keine vergleichbaren Resultate zur Verfügung.

Reifendeformationen und Kippwinkel Die Fahrzeugbereifung von Traktor, Transporter oder Zweiachsmäher ist elastisch, so dass bei Seitenneigung beachtliche horizontale (seitliche) und vertikale Reifendeformationen auftreten. Dadurch entsteht eine größere Seitenneigung und die horizontale Reifendeformation hat eine negative Verschiebung der Fahrzeugkippkante zur Folge. Beide Wirkungen sind eine Frage der Reifenfedersteife in beiden Ebenen und direkt vom Reifeninnendruck abhängig. Horizontale Reifendeformatio-

Zugwinkel beeinflusst Kippwinkel Forsttraktoren neigen bei unsachgemäßem Einsatz der Winde zum Kippen. Diese Kippgefahr steht aber nur indirekt mit dem Kippwinkel in Verbindung und kann auch auf ebener Fläche erfolgen. Wird vom Zugseil ein seitlicher Zugwinkel von 30° zur Fahrzeuglängsachse überschritten, besteht akute Kippgefahr, weil der Kippwinkel des Traktors durch dynamische Kräfte erreicht bzw. überschritten wird. Auf dem Markt gibt ein elektronisches Überwachungsmodul,

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eben dem theoretischen Kippwinkel – welcher auf einer Kippbühne statisch gemessen wird – gibt es dynamische Situationen, welche den realen Einsatzbedingungen entsprechen und daher weit schwieriger zu messen sind. Die Einflussgrößen sind einerseits konstruktiver Art, beispielsweise die Schwerpunktlage oder das Maß der Reifendeformation. Andererseits dynamischer Art, beispielsweise das Einsinken des talseitigen Rades bei einem Loch oder ein Hindernis wie ein Stein beim bergseitigen Rad. Weitere dynamische Einflussgrößen sind die Fahrgeschwindigkeit oder rasche Schwerpunkt-Wechsel, wie sie etwa beim Gülleführen durch Bewegung der Flüssigkeit im Fass auftreten.


MÄHEN 21 das für Traktoren mit funkferngesteuerten Forstseilwinden beim Überschreiten eines vorgegebenen Maschinenneigungswinkels ein weiteres Anziehen des Windenseils unterbricht. Das Anti-Kipp-System – bekannt unter der Bezeichnung „AKS 2515“ – ist so programmiert, dass eine Systemintervention ab einer Längsneigung von +/–25° und einer Querneigung von +/–15° erfolgt. Das AKS besteht aus einem Drehraten- und einem Beschleunigungssensor sowie einem Mikroprozessor und einer komplexen Steuerungssoftware. Das hochpräzise Anti-Kipp-System reagiert in einer Ansprechzeit von 50 Millisekunden und dies ab Neigungsänderungen von +/–1°. Das Überwachungsmodul ist kwf-geprüft und für gut befunden worden. Hersteller ist die Firma Biastec KG in Molln.

Fazit Konkrete Angaben zum Kippwinkel sind unter Prüfstandbedingungen relativ genau zu machen. Unter realen Bedingungen, wo wechselnde dynamische Bedingungen vorherrschen, ist es schwieriger, genaue Angaben zu machen. In der Praxis handelt der Fahrer einer Maschine, die am Hang unterwegs ist, klug, wenn er den maximalen Kippwinkel und damit die Kippgrenze nicht antastet und eine entsprechende Sicherheitsmarge einhält. Zumal am Hang der Kippwinkel nur eine sicherheitsrelevante Größe ist. Grasnarbe, Bodenverhältnisse und Art der Ladung bzw. deren dynamisches Verhalten sind weitere wesentliche Faktoren. W Ruedi Hunger ist Landtechnik-Experte und Agrarjournalist in der Schweiz.

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IP ist ein relativ kleines Unternehmen und reagiert deshalb oft schneller als die anderen. Das macht uns bei der Suche nach neuen Lösungen und dem Setzen von Entwicklungszielen sowie der Umsetzung von Innovationen flexibler. 2017 hat SIP einen Lizenzvertrag mit Reiter – Innovative Technology geschlossen und dadurch in Zusammenarbeit mit Reiter eine neue Reihe von Produkten

bekommen, unter anderem die Serie der SIP Pick-up-Schwader AIR, die eine neue technologische Dimension des Schwadens einführen. Bei dieser Technologie wird beim Schwaden der Kontakt mit der Erde vermieden und somit die Verschmutzung reduziert. Entwickelt wurden der Front Pickup-Schwader AIR 350 F und die gezogene Version AIR 500 T. Beide eignen sich sowohl für individuelle Anwendung als auch für Anwendung in Kombination. Darüber hinaus bilden die beiden Versionen die Schwad außerhalb der Traktorspur. Der Pick-up-Schwader AIR 500 T ist das Ergebnis der gemeinsamen Entwicklung mit unserem Partner Reiter. Durch zahlreiche patentierte Lösungen wird höchste Qualität sowie eine bessere Leistungsfähigkeit, weniger Verschmutzung durch Erde und Steine, bessere Energieeffizienz und unerreichte Ausdauer gewährleistet. INFORMATION: www.sip.si


22 ERNTETECHNIK

Leistungsfähige Mähwerke verhindern Verluste Silageproduktion Um eine erstklassige Grassilage zu erzeugen, sind der richtige Schnittzeitpunkt, ein Anwelkgrad von 30 bis 40 Prozent und eine kurze Feldliegezeit entscheidend. Dazu ist eine schlagkräftige Silagewerbeund -bergekette erforderlich. Aus diesem Grund werden immer häufiger beim Grasmähen Mähkombinationen oder selbstfahrende Mähwerke mit großen Arbeitsbreiten eingesetzt. VON ALFONS FÜBBEKKER

Mähwerksausstattung Selbstfahrende Mähwerke werden nur als Scheibenmähwerke angeboten, während es bei den Mähkombinationen auch Ausführungen mit Trommelmähwerken gibt. Dann ist allerdings die Arbeitsbreite begrenzt. Dies ist in erster Linie auf das höhere Gewicht und den höheren Antriebsbedarf von Trommelmähwerken zurückzuführen. Die Grasablage beim Mähen erfolgt je nach Ausstattung der Mähwer-

ke in Einzelschwaden, breitflächig oder in einem Gesamtschwad. Bei Mähwerken ohne zusätzliche Ausstattung wird das Gras im Einzelschwaden abgelegt, dann ist zu bedenken, dass aufgrund der großen Flächenleistung der Mähkombinationen oder selbstfahrenden Mähwerke eine hohe Schlagkraft beim Zetten erforderlich ist. Wenn nicht unmittelbar nach dem Mähen gezettet werden kann, ist es überlegenswert, das Mähen mit einem Aufbereiter durchzuführen. Dann sollte das Gras mittels einer Breitverteilhaube breitflächig abgelegt werden, damit keine wertvolle Anwelkzeit verloren geht. Die Anwelkgeschwindigkeit zu reduzieren, ist beispielsweise beim dritten Schnitt, wo die Aufwuchsmenge geringer ist und vielfach günstige Witterungsbedingungen herrschen, überle-

genswert. Um dies zu erreichen, kann das Gras beim Mähen mittels Querförderbändern oder Förderschnecke in einem Schwad oder als Teilbreite abgelegt werden. Die Förderbänder oder Schnecken werden an den äußeren Mähwerken angebracht, wodurch das abgemähte Gras zur Mitte gefördert, und dort auf das Schwad vom Frontmähwerk abgelegt wird. Dadurch entsteht ein großes Schwad für die nachfolgenden Bergemaschinen. Dies erspart das Wenden und Schwaden. Für eine gleichmäßigere Abtrocknung im Schwad kann es aber sinnvoll sein, diese einmal zu drehen. Flächenleistungen Der große Vorteil von Mähwerkskombinationen und selbstfahrenden Mähwerken liegt in der großen Schlagkraft. Diese wird erreicht aufgrund der größeren Arbeits-

breite und dadurch, dass mit einer höheren Fahrgeschwindigkeit beim Mähen gefahren werden kann, da die Mähwerksanlenkungen und -entlastungen verbessert sind. Für ein sauberes Arbeitsbild ist eine ausreichende Überlappung bei den Mähwerken erforderlich. Dies ist besonders bei Hanglagen sehr wichtig. Mähwerkskombinationen in Schmetterlingsausführung oder in Schubfahrt werden mit Arbeitsbreiten von 7,40 m bis 10,80 m angeboten. Hiermit sind unter guten Einsatzbedingungen Fahrgeschwindigkeiten um die 15 km/h möglich, so dass Flächenleistungen von über 10 ha pro Stunde erreichbar sind. Bei den selbstfahrenden Mähwerken gibt es Arbeitsbreiten von 9,70 m und 13,20 m. Hier sind unter guten Einsatzbedingungen Flächenleistungen im Bereich

Foto: © Krone

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u den großen Mähkombinationen zählen die Schmetterlingsmähwerke. Hierbei wird ein Mähwerk in Front mit zwei Mähwerken im Heck des Schleppers kombiniert. Diese Mähwerksanordnung sorgt für eine gute Gewichtsverteilung, nachteilig ist, dass zwei Arbeitsbereiche (Front und Heck) beobachtet werden müssen. Eine bessere Übersicht ist bei den Mähkombinationen gegeben, wo alle drei Mähwerke in Schubfahrt genutzt werden. In diesem Fall wird die Gesamtkombination im Heck an einem Schlepper mit Rückfahreinrichtung oder einem selbstfahrenden Trägerfahrzeug angebaut. Diese kompakte Anbauweise führt zu einer ungünstigen Gewichtsverteilung. Selbstfahrende Mähwerke sind mit drei Mähwerken ausgestattet, wobei ein Mähwerk in Front und zwei Mähwerke zwischen den Achsen bzw. im Heck angebracht sind. Diese Anordnung der Mähwerke sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung und somit für ein ruhiges Fahrverhalten.


ERNTETECHNIK 23 von 15 ha pro Stunde möglich. Wie hoch die Flächenleistung in der Praxis tatsächlich ist, hängt entscheidend von den örtlichen Bedingungen ab. Dazu gehören Faktoren wie die Flächengröße, die Befahrbarkeit der Flächen, die Aufwuchsmenge, die Ebenheit der Fläche und oder ob Grüppen vorhanden sind. Diese Einsatzbedingungen können sich regional deutlich unterscheiden und damit auch die erreichbare Flächenleistung. Wenn morgens mit dem Mähen begonnen wird, die gesamte Flächen bis zum Mittag gemäht, aufbereitet und breit abgelegt wurde, kann die zur Verfügung stehende Anwelkzeit vollständig genutzt und somit die Feldliegezeit verkürzt werden. Im Gegensatz dazu ist der Zeitaufwand für das Mähen auf vielen Betrieben aufgrund der geringeren Schlagkraft der vorhandenen Mähtechnik meist höher. Zudem kommt es häufig vor, dass ohne Aufbereiter gearbeitet wird und somit noch gezettet werden muss. All dies hat einen zeitli-

chen Mehraufwand zur Folge, was in der Regel Einbußen bei der Silagequalität bedeutet. Je nach Wetterlage sind die Folgen einer zeitlich verzögerten Gras­ ernte unterschiedlich. Herrscht eine unbeständige Wetterlage, wodurch das Erntezeitfenster sehr kurz ist, hat eine höhere Schlagkraft große Vorteile. Dies gilt auch bei günstigen Witterungsbedingungen, wenn es durch die schlagkräftige Mähtechnik gelingt, Eintages­ silage zu bereiten. Fazit Mähwerkskombinationen und selbstfahrende Mäh­werke sind aufgrund ihrer hohen Schlagkraft vorteilhaft für eine schnelle Silagegewinnung. Dadurch kann das Wetterrisiko gemindert werden. Da die Anschaffungskosten besonders bei den selbstfahrenden Mähwerken hoch sind, kommen sie in der Regel nur für den überbetrieblichen Einsatz in Frage. W Alfons Fübbeker ist Landtechnik-Berater in der LK Niedersachsen, Deutschland.

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24 SILAGE

Kurz geschnitten, gut vergoren … Futteraufbereitung Ein Spruch verbindet die Futteraufbereitung und den Gärverlauf mit der Arbeit am Futtertisch und dem Fressverhalten der Kuh: „Kurz geschnitten, gut vergoren, sonst hat man am Futtertisch verloren“. Vor allem bei der Verfütterung von Grassilage zeigen sich die Vorteile kurz geschnittener Futterpartikel.

E

gal, ob bei händischer Vorlage oder Verarbeitung im Futtermischwagen – langes Futter bringt meist einen höheren Arbeitsaufwand mit sich. Im Fressverhalten der Kuh findet man Nachteile im stärkeren Selektieren bei Mischrationen und erhöhten Futterverlusten durch „Futterwerfen“, da Kühe lange Futterteile nicht abbeißen können, sondern eher auszuschütteln versuchen. Einen wesentlichen Einfluss auf die Fressleistung am Futtertisch findet man in der Gärfutterqualität. Schlecht vergorenes, buttersäurehaltiges Futter vermindert die Aufnahme und verschlechtert die Nährstoffversorgung. Ein gut aufbereitetes und zerkleinertes Futter verbessert die Leistung der Milchsäurebakterien und unterstützt einen guten Gärverlauf. Wie Auswertungen aus dem LK-Silageprojekt 2016 zeigen,

kommt der Futteraufbereitung größte Bedeutung zu. Zerkleinern, Verteilen, Verdichten und luftdichter Abschluss sind dabei wesentliche Punkte der Silier­arbeit, deren optimale Umsetzung in niedrigeren Buttersäurewerten ersichtlich ist. Eine Futterzerkleinerung unter 3 cm bzw. der Einsatz

des Feldhäckslers zeigt in der Auswertung den niedrigsten Buttersäuregehalt und damit die beste Gärqualität. Ähnliche Unterschiede zeigt auch ein Vergleich verschiedener Ernteverfahren bzw. Futterlängen und deren Auswirkungen auf den pH-Wert-Verlauf in der Silage. Auch hier konnte die

schnellste und stärkste Säuerung über das kürzeste Futter erreicht werden. Da in der Praxis ein Häcksler nicht überall eingesetzt werden kann, wird besonders auf die deutlichen Vorteile eines Kurzschnittsystems gegenüber langem Futter hingewiesen. In der modernen Erntetechnik werden dabei Schnittlängen unter 4 cm erreicht, wenn alle Messer eingeschwenkt und gut geschärft sind. Positive Effekte sind auch beim Einsatz eines Mähaufbereiters und vor allem bei einer guten Futterverdichtung ersichtlich. Maximale Verdichtung Die optimale Verdichtung des Siliergutes beeinflusst den Gärverlauf immer positiv. Je schneller der Sauerstoff hinausgedrückt wird, desto früher kann die Vermehrung der Milchsäurebakterien einsetzen. Die durchschnittliche Verdichtung der ausgewerteten Silage liegt deutlich unter dem allgemein empfohlenen Richtwert von 200 kg TM/m³. Dieser gilt für relativ feuchte Silage mit ca. 30 % Trockenmasse.

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VON WOLFGANG STROMBERGER


SILAGE 25 Je trockener siliert wird, desto besser muss die Silage verdichtet werden, um stabile Verhältnisse bei der Entnahme zu erreichen. Zwischen 30 und 40 % Trockenmasse sollte die Dichte von 180 kg auf 225 kg TM/m³ ansteigen. Den größten Einfluss üben Trockenmassegehalt und Rohfaseranteil sowie das Siliersystem aus. Nimmt die Trockenmasse um 1 % zu, so steigt die Lagerdichte um 2,4 kg. Als großer Gegenspieler gilt der Rohfasergehalt, da bei einem Anstieg um 1 % die Dichte um 2,6 kg sinkt. Wird demnach zu spät gemähte Silage zu stark angewelkt, sind keine guten Gärqualitäten zu erwarten. Ein Einfluss auf die Verdichtung ergibt sich aus der theoretischen Schnittlänge. Kurz gehäckseltes Futter (208 kg TM/m³) kann besser verdichtet werden als langes Futter (185 kg TM/m³). Vor allem die bessere Verteilung gewährleistet eine dichte Lagerung mit möglichst wenig „wärmenden“ Sauerstoff­ nestern. Die Verdichtungsleistung der Technik muss unbedingt auf die Erntekette abgestimmt sein. Hohe Flächenleistungen mit großen Erntemengen erfordern auch höhere Walzgewichte und ausreichend Zeit zum Verdichten. Empfohlen werden Walzgewichte, die mindestens bei einem Drittel der eingebrachten Futtermenge je Stunde liegen, z. B. 30 Tonnen Erntegut/Stunde à 10 t Walzgewicht. Für das Verteilen und gleichzeitige Verdichten je Fuhre sollten mindestens 15 Minuten zur Verfügung stehen, damit drei langsame

Überfahrten über die gesamte Fläche möglich sind. Bei hohen Ernteleistungen vom Feld muss Befüllen und Walzen parallel erfolgen. Dies erfordert breite Siloanlagen oder das gleichzeitige Befüllen zweier Fahrsilos. Für eine ausreichende Tiefenwirkung der Walzarbeit sorgen schmälere Reifen mit erhöhtem Reifendruck (2 bis 3,5 bar entsprechend Herstellerangaben) und eine maximale Höhe der Abladeschicht von 30 cm. Rascher Luftabschluss Ein wichtiger Hinweis zur Silagequalität ergibt sich aus Erhebungen zum zeitlichen Ablauf zwischen Verdichtung und Verschließen des Silos. Je mehr Zeit zwischen Verdichten bzw. Pressen und Abdecken bzw. Einwickeln verstreicht, desto höher ist der pH-Wert der Silage. Liegt er nach zwei Stunden noch bei pH 4,6, so erreicht er nach 8 Stunden fast pH 5,0. Der Grund liegt in den schlechten Anfangsgärbedingungen für die wärmeempfindlichen Milchsäurebakterien durch die starke Futtererwärmung unter Sauerstoffeinfluss. Ein rasches, luftdichtes Verschließen oder Wickeln der verdichteten Silage gilt als wichtigste Empfehlung aus dieser Erkenntnis. Dabei werden Ballen mindestens sechsfach gewickelt und möglichst auf befestigten Plätzen gelagert. Bei Fahrsiloanlagen sind Randfolien, Unterziehfolien, eine entsprechende Beschwerung und der Schutz der eigentlichen Silofolie mittlerweile Standard. W

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IMPRESSUM & OFFENLEGUNG HERAUSGEBER Klaus Orthaber EIGENTÜMER UND VERLEGER SPV Printmedien GmbH., Florianigasse 7/14, 1080 Wien CHEFREDAKTEUR Klaus Orthaber (orthaber@­ ­ blickinsland.at) REDAKTION Ing. Bernhard Weber (weber@blickinsland.at), Stefan Nimmervoll (nimmervoll@ ­­ blickinsland.at) ANZEIGEN­LEITUNG Prok. Doris O ­rthaber-Dättel (daettel@­ blickinsland.at) BÜRO­LEITUNG Alexander Smejkal (smejkal@­ blickinsland.at) ANZEIGEN­VERKAUF Ines  Re­ recha (rerecha@blickinsland.at), Beatrice Weinberger (weinberger@blickinsland.at), Ka­tharina Preis (preis@­ blickinsland.at), Jessica Winter (winter@blickinsland.at) VERWALTUNG Stefanie Brenner (brenner@blickinsland.at) ­REDAKTION UND ANZEIGEN­ANNAHME Tel.: 01/5812890, Fax: 01/5812890-23, ­office@­blickinsland.­at FIRMENBUCHNUMMER FN 121 271 S. DVR 286 73 ­GRAFIK Gerald ­Mollay ­(mollay@blickinsland.at), Cornelia Mitter (­mitter@­blickinsland.at) HERSTELLUNG proprint.at GmbH., 8042 Graz, Tel.: 0316/890791, ­office@proprint.at, ­www.­proprint. at VERLAGSORT Florianigasse 7/14, 1080 Wien P.b.b., ZUL.-NR. 02Z033612M. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Unterlagen besteht keine Gewähr auf Veröffentlichung oder Rücksendung. OFFENLEGUNG gemäß Mediengesetz §  25: ­Verleger: SPV Printmedien GmbH., Firmensitz: Florianigasse 7/14, 1080 Wien. Geschäftsführung: Klaus Orthaber, Gesellschafter: Klaus Orthaber. E ­ rklärung über die grundlegende Richtung gemäß Mediengesetz § 25 (4): Öster­ reichisches Fachmagazin für an Grünlandwirtschaft Interessierte.

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26 SILAGE

Grassilagebereitung im Flachsilo Qualität Sorgfältiges Vorgehen – von der Wiesenpflege bis zur Futterentnahme – sichert die Qualität der Grassilage, denn diese entscheidet sich bekanntlich nicht erst im Silo. Worauf ist zu achten?

B

ei der Grassilage wird im Schnitt ein Energiegehalt von 5,8 MJ NEL/kg TS und eine wiederkäuergerechte Struktur angestrebt. Weiter sollten weder Nacherwärmung noch Schimmelbefall auftreten. Bereits vor dem Silieren kann man durch eine optimale Düngung und Wahl des richtigen Erntezeitpunkts entsprechende Weichen stellen. Eine lückenlose Grasnarbe liefert ein Optimum an Futter, reduziert das Auflaufrisiko von Unkräutern und letztlich auch die Futterverschmutzung. Futterernte Um schnell nachwachsende Bestände zu haben, darf nicht zu tief gemäht werden. Eine Stoppelhöhe von 6 bis 7 cm wird heute als optimal betrachtet, was einen Klingenabstand des Mähwerkes von rund 3 cm zu einem festen Untergrund bedeutet. Die im Vergleich zum Rasierschnitt geringere Erntemenge wird durch eine bessere Futterqualität mehr als ausgeglichen (höhere Anteile junger Pflanzenteile, geringere Futterverschmutzung). Das schnelle Anwelken des Futters verhindert eine allzu große Zuckerveratmung, weshalb sofort nach dem Mähen mit maximal 5 km/h und bei hoher Tourenzahl gezettet werden sollte. Besonderes Augenmerk gilt der Zinken­einstellung von Zetter und Schwader. Die Zinken sollen in die Stoppeln eingreifen, keinesfalls aber Erde mit ins Siliergut eintragen. Aufbereiter verkürzen die Trocknungszeit und sind deshalb zu empfehlen. Die Schnittlänge beim Silieren sollte kleiner als 40 mm sein, damit eine gute Verdichtung im Silo erreicht wird. Der optimale TS-Gehalt liegt bei 30–45 %, darunter entsteht Gärsaft, mit dem wertvolle Inhaltsstoffe verloren

gehen. Zudem erhöht sich das Risiko von Fehlgärungen. Oberhalb dieses TS-Gehaltes treten Verdichtungsprobleme auf. Einlagerung und Verdichtung Bei der Einlagerung soll ein optimales Milieu für die Entwicklung der Milchsäurebakterien geschaffen werden. Ist das Siliergut luftdicht abgedeckt und der Restsauerstoff veratmet, setzen sich die Milchsäurebakterien gegenüber anderen Organismen besser durch und die gewünschte Milchsäuregärung läuft an. Im besten Fall sinkt der pH-Wert des Ernteguts auf einen Wert von 4, sodass bis auf die säureresistenten Hefen beinahe alle Schadorganismen absterben. Die pH-Wertabsenkung ist vom TS-Gehalt abhängig, wobei hohe TS-Gehalte eine schnelle Absenkung behindern. Eine gute Verdichtung bewirkt, dass der Anteil von Restsauerstoff im Siliergut gering ist, die sauerstoffatmende Schadorganismen schlechte Startbedingungen haben, die Luft auch später während der Entnahme nur schwer eintreten kann und eine hohe Ausnutzung des Siloraums erreicht wird. Zur optimalen Verdichtung sollten die Walztraktoren möglichst schwer sein. Als Anhaltspunkt für die Ballastierung gilt folgende Faustregel: Beim Ladewagen

sollte das Walzgewicht (t) ein Drittel des pro Stunde eingeführten Futters (in t), beim Häcksler ein Viertel betragen. Verdichtet werden sollte – bei maximal zulässigem Reifendruck (2 bis 3,5 bar), – mit möglichst schmaler Bereifung ohne Doppelbereifung, – bei einer Geschwindigkeit von 4 bis 6 km/h, – eine maximale unverdichtete Schichtdicke von 30 cm, – durch sofortiges Walzen ab dem ersten Erntefahrzeug, – durch mindestens dreimaliges komplettes Überfahren jedes Fuders und – bis zu einer Stunde nach Einfuhr des letzten Fuders. Ab einer eingeführten Menge von stündlich rund 20 t TS ist selbst bei pausenlosem Walzen eine ausreichende Verdichtung allerdings nicht mehr gewährleistet. Bei höherer Ernteleistung sollte deshalb in zwei Silos parallel mit zwei Walzfahrzeugen einsiliert werden. Siloabdeckung Die Siloabdeckung schließt das Futter luftdicht ab und schützt die Silage vor sauerstoffreichem Regenwasser. Die besten Gärbedingungen herrschen bei sofortigem Zudecken des Silos nach dem Ende des Verdichtens. Innerhalb von ein bis zwei Stun-

den nach dem Zudecken ist der Sauerstoffvorrat im Futterstock verbraucht, und Schadorganismen stellen ihre Aktivität ein. Daher ist auch bei mehrtägiger Einfuhr von Futter das zwischenzeitliche Zudecken dringend empfohlen. Die häufigste Art der Silageabdeckung in Flachsilos ist die Verwendung von Wand-, Unterzieh- oder Silofolien sowie von Netzen und Silosäcken. Querriegel aus Silosäcken vermindern den Sauerstoffeintrag ins Futter. Sie sind alle 2 bis 3 m durchgehend anzulegen und verhindern, dass sich Wind unter den Folien fängt und die Abdeckung wegbläst. In den letzten Jahren wurden einige Innovationen zur einfacheren und arbeitssparenden Silageabdeckung vorgestellt. So ersetzen beim „System Duhamel“ und dem „Silo-Clip-System“ federbelastete Spannbügel die Silosäcke entlang der Silowand. Die eigentliche Siloabdeckung kann durch ein mechanisches Ratschensystem erleichtert werden. Die Querriegel aus Silosäcken können durch Spanngurte, bei hochaufgeschichteten Silagestöcken durch sogenannte Bauchbinden oder durch Lastwagenplanen ersetzt werden. Ein neues System aus den Niederlanden arbeitet mit sehr schweren Folien (680 g/m2), die in die Wasserschläuche eingenäht sind. Diese Schläuche werden beim Abdecken mit Salzwasser befüllt, um frostsicher zu sein. Achtung: In der ersten Woche der Gärphase entsteht unter der Unterziehfolie eine Gashaube, die mit hochgiftigen nitrosen Gasen versetzt sein kann. Diese Haube darf nicht abgelassen werden. Es besteht Lebensgefahr! Die Hauptgärphase dauert ein bis zwei Wochen. Vor Ablauf dieser Zeit sollte das Silo nicht geöffnet werden, da die Silage noch nicht lagerstabil ist. Es besteht erhöhte Neigung zum Verderb der Silage.

Fotos: © agrarfoto.com

VON ROY LATSCH UND UELI WYSS


SILAGE 27 Siliermittel Bei guten Bedingungen und richtiger Technik sind in der Regel keine Siliermittel zur Verbesserung der Gärqualität nötig. Solche Mittel bringen nur dann Erfolg, wenn je nach Anwendungsbereich das richtige eingesetzt und in der vom Hersteller empfohlenen Menge gleichmäßig verteilt wird. Bei Flachsilos können die obersten Schichten bereits beim Einsilieren vorbeugend mit einem wirksamen Mittel gegen Nacherwärmungen behandelt werden. Dies gilt insbesondere, wenn der Vorschub nicht optimal ist. Ein striktes Einhalten der Silierregeln ist erstrangig. Siliermittel können diesbezügliche Fehler nicht wettmachen. Sandwich-Silagen In der Schweiz werden die Flachsilos oft nicht in einem Zug gefüllt. Das Nachsilieren ist prinzipiell möglich, es ist dabei aber darauf zu achten, dass sauber und zügig gearbeitet wird, um keine Qualitätseinbußen bei der bestehenden Silage zu erleiden. Gute, energiereiche Silagen in den Übergangsschichten stellen einen optimalen Nährboden für Schadorganismen dar und sind beim Öffnen der luftdichten Hülle durch Nacherwärmung gefährdet. Wird das Silo für einen zweiten Schnitt oder für Maissilage geöffnet, ist zuvor eine Kontrolle der Basis­ silage durchzuführen und verdorbene Silage zu entfernen. Um Nacherwärmungen dieser oberen Schicht zu unterbinden, um Schimmelbefall zu vermeiden, sollte sie als vorbeugende Maßnahme mit Siliermitteln der Liste B behandelt werden. Die Gärsaftbildung des frisch eingebrachten Futters ist zu vermeiden.

Nach der Verdichtung der neuen Schicht ist der Silo sofort wieder luftdicht zu verschließen. Ist im Vorfeld bereits bekannt, dass eine Nachsilierung stattfinden wird, ist die Länge der Wandfolie schon ausreichend zu bemessen. Die alte Unterziehfolie kann nur wiederverwendet werden, wenn sie in absolut einwandfreiem Zustand und der luftdichte Verschluss der Silage gewährleistet ist. Im Zweifelsfall ist immer eine neue Unterziehfolie zu verwenden. Futterentnahme und Vorschub Beim Öffnen des Silos zur Futterentnahme dringt zwangsläufig Luft ein. Hefen bauen in Gegenwart von Sauerstoff die konservierende Milchsäure ab. Dadurch steigt der pH-Wert und Mikroorganismen wie Schimmelpilze werden wieder aktiv. Diese Aktivität wird als Nacherwärmung bezeichnet. Auflockernde Entnahmetech­ niken, beispielsweise Reiß­ zangen, sollten daher möglichst vermieden werden. Sind die empfohlenen Verdichtungswerte erreicht, dringt die Luft maximal 1 m tief ein. Starkwind, der auf offene Anschnittsflächen trifft, kann Sauerstoff aber auch 3 bis 5 m tief in den Futterstapel hineindrücken. Das zwischenzeit­ liche Abdecken des Anschnitts ist deshalb wichtig.

Jahreszeit, in der 1 bis 1,5 m pro Woche genügen. Kann der Mindestvorschub aufgrund der Siloabmessungen nicht erreicht werden, besteht das Risiko der Nacherwärmung. Geht man von einem täglichen Vorschub von 20 bis 35 cm aus, so müsste ein Silo für die Ganzjahresfütterung also theoretisch rund 73 bis 128 m lang sein. Da dies unrealistisch ist, bieten sich mehrere Flachsilos mit Längen von 40 bis 50 m an, was wiederum Vorteile beim Befüllen bringt. Flachsilos sollten eine Mindestbreite von 6 m aufweisen, damit zwei Fahrzeuge Platz haben und keine Unterbrechungen beim Abladen auftreten.

Nacherwärmung und Gegenmaßnahmen Zur Bekämpfung von Nacherwärmungen im Silo bzw. zur Hemmung der Hefen ist der Einsatz von Propion­säure ein überaus wirksames Mittel. Allerdings greift dies nur als vorbeugende Maßnahme. Bereits erwärmte Schichten zu behandeln, nützt nicht viel. Im Zweifelsfall sind größere Schichten zu entsorgen. Bei Behandlung der Anschnittsfläche dringt die Propionsäure maximal 5 cm in den Futterstapel ein. Mit sogenannten Silolanzen kann das Produkt bis zu 1 m tief in die Silage eingespritzt werden. Bei fortwährenden Problemen wegen NacherBei gut verdichteter und luftdicht wärmung muss der Vorschub überprüft und die Silogröße dem verschlossener Silage sollte im Tierbestand angepasst werden. Flachsilo der tägliche Vorschub zwischen 15 und 35 cm beFazit Die Qualität der Gras­ tragen. Damit wird die Silage silage entscheidet sich nicht erst schneller verfüttert, als sie im Silo, sondern schon bei der schlecht werden kann. Bestandespflege des Grünlands. Im Sommer sollte der Vorschub Hier werden die ersten Weimit 2 bis 2,5 m pro Woche eher chen gestellt, wie energiereich größer sein als in der kalten und lagerstabil die spätere Grassilage werden kann. Ein guter Futterwert des Grünlands gewährleistet hohe Energiegehalte der Grassilage. Aber auch jeder einzelne der erwähnten Verfahrensschritte, bis hin zur finalen Entnahme aus dem Silo, entscheidet über die Qualität der vorgelegten Silage. W Roy Latsch und Ueli Wyss sind Mitarbeiter der Forschungsanstalt Wald, Schnee, Landschaft in der Schweiz.

Ballenboy® | Schnellstes Laden und Entladen

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ie herkömmliche Methode des Ballentransports ist aufgrund der langen Transportstrecken unwirtschaftlich, auch bewegt man sich schnell außerhalb des gesetzlichen Rahmens. Durch die Aufnahme mehrerer Ballen mit Heckgabel und an der Fronthydraulik überschreitet man oft nicht nur die 2,5 m gesetzliche Transportbreite, auch die Gewichte auf den Achsen entsprechen nicht den Vorschriften. Mit dem ­Ballenboy® kann be- und entladen werden, ohne vom Traktor absteigen zu müssen. In Sekundenschnelle werden bis zu 8 Ballen geladen und hintereinander aufgereiht. Ein einfach wirkendes Steuergerät erfüllt dabei alle nötigen Funktionen. Die gesamte Ladungssicherung fällt weg, die Transportzeiten verkürzen sich und man erfüllt alle Straßenverkehrsordnungen des jeweiligen Landes. Der Ballenboy ist das universellste Rundballentransportgerät, das derzeit am Markt verfügbar ist. Der Ballenboy ist auf einem Plattformsystem aufgebaut, das heißt die vielen Optionen sind durch definierte Schnittstellen in der Basisausführung für die Erweiterung schon vorgesehen. Der Ballenboy® bietet nicht nur höchsten Lade- und Entladekomfort, der innovative Ballentransporter setzt auch in Richtung Sicherheit neue Maßstäbe! Durch den niedrigen Schwerpunkt und die außenliegenden Achsen ist höchste Hangtauglichkeit garantiert. Der Ballenboy ist aufgrund des Aufbaus und der Ausstattung mit Transportverriegelung, Heckklappe und Beleuchtung auch für höhere Geschwindigkeiten im Straßentransport zulässig. Je nach Land und dessen Anforderung wird die notwendige Technik dazu dementsprechend abgestimmt, und mit der Aufrüstung einer Heckklappe, Lichtanlage und Ladesicherung sind höhere Geschwindigkeiten innerhalb des gesetzlichen Rahmens erlaubt. Auch Überbreiten bis 3,0 m sind beim Ballenboy zulässig. INFORMATION: www. ballenboy.com


28 FIRMEN BERICHTEN

Abdichtungen | von  Gülle­lagunen Bonsilage | Messbar mehr Futterqualität

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it vier unterschiedlichen Produkten im Bereich Grassilagen kann Schaumann für jedes Ausgangsmaterial und jede Siliersituation die passende Antwort in Form eines Siliermittels bieten. Die Produkte sind speziell an die jeweilige Silierbedingung angepasst und unterscheiden sich durch die selektierten Stämme von homo- und/oder hetero­fermentativen Milchsäurebakterien (MSB), die in der Silage unterschiedliche Funktionen erfüllen. Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des richtigen Siliermittels sind die Trockenmasse- und Zuckergehalte des Ausgangsmaterials. Bei niedrigeren TM-Gehalten ist Bonsilage Forte der Spezialist. Der pH-Wert wird schnell und sicher abgesenkt, obwohl die Silagen häufig durch niedrige Mengen an leicht verfügbarem Pflanzenzucker sowie eine hohe Pufferkapazität gekennzeichnet sind. Spezielle homofermentative Milchsäurebakterienstämme beugen einer von Clostridien verursachten Fehlgärung infolge aktiver Hemmung vor. Trotz niedriger TM-Gehalte loben die Betriebe die erstklassige Schmackhaftigkeit der behandelten Silagen. Bonsilage Plus sorgt für ein optimales Gärsäuremuster vom mittleren bis zum höheren TM-Bereich. Bonsilage Plus erhöht die Energiedichte über eine verbesserte Verdaulichkeit. Die kontrollierte Essigsäurebildung hemmt Hefen und Schimmel und reduziert so Nacherwärmungsprobleme deutlich. Neu: Seit 2017 Programm: Wenn der Silo rasch verfügbar sein soll, ist Bonsilage SPEED die richtige Wahl. Das Siliermittel enthält den neuen Bakterienstamm L. diolivorans. Bereits nach 2 Wochen kann energiereiche Silage mit sehr guter aerober Stabilität verfüttert werden. Bonsilage FIT-Siliermittel bringen messbar mehr Kuhfitness. Sie verschieben das Gärsäuremuster zu mehr Essigsäure und Propylenglykol bei gleichzeitig sehr guter aerober Stabilität. INFORMATION: www.schaumann.at

100 % Transparenz, 2-fach Ampfer geprüft; standort- und nutzungsangepasst! Unsere Anforderungen an Keim­ fähigkeit und Ampferfreiheit sind um ein Vielfaches höher, als es die gesetzliche Norm vorschreibt. INFORMATION: SAMENA Handels GmbH Tel.: 07229/81 910 saatgut@samena.at, www.samena.at

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ngeboten werden unter anderem Kunststoff-Abdichtungen  für Güllelagunen, Speicherteiche, ­ Biotope, Pools, Flachdächer; Sanierung von Altgüllegruben und Abdichtungen für Regenwasserbehälter. Aufgrund langjähriger Erfahrung kennt Fa. Fuchs die Vorteile von Kunststoffabdichtungen, die in jeder Größe angeboten werden, ganz genau: Zunächst ist Kunststoff die preisgünstigste Variante, dazu kommt der rasche Einbau, bei Bedarf sind auch ein Rückbau oder eine Erweiterung jederzeit möglich. INFORMATION: Manfred Fuchs, Tel.: 0664/223 45 53, 03334/31 66, manfred.fuchs@fuchs-­abdichtungen.at, www.fuchs-abdichtungen.at

Pöttinger | TOP 652, sehr ­wirtschaftlicher Schwader

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er neue, preiswerte Seitenschwader TOP 652 mit 6,40 m Arbeitsbreite bringt seine volle Leistung bereits ab einem Kraftbedarf von nur 60  PS. Mit einem Einschlagwinkel von 66 Grad ist der TOP 652 wendig und flexibel einsetzbar. Das serienmäßige Tandemfahrwerk mit seitlich versetztem, vor dem Kreisel laufendem MULTITAST Rad führt den Kreisel über jede Boden­ unebenheit. Durch das MULTITAST Rad wird das Aufstandsdreieck bedeutend vergrößert. Das sorgt für eine gesteigerte Laufruhe der Kreisel für perfekte Bodenanpassung. Die Transporthöhe des TOP 652 bleibt mit montierten Zinkenarmen unter 4,00  m. So kann zwischen Feldstücken komfortabel ohne Demontage der Zinkenarme umgesetzt werden. Das spart Zeit und erhöht die Wirtschaftlichkeit des Schwaders. Herzstück ist die bereits bewährte und einsatzsichere TOPTECH PLUS Kreiseleinheit. Die Zinkenarmträger sind leicht über nur zwei Schrauben VF-K: Kleegrasmischung OVF-­ austauschbar. Kommt es einmal zu tauglich, für Greeningbetriebe zur einer Kollision mit einem Hindernis, Anlage ökologischer Vorrangflächen. lassen sich diese leicht und schnell Klee/Gräsergewichtsverhältnis 75:25 ersetzen. Die neue Kreiseleinheit gaentspricht ca. 78 % Flächenanteil bei rantiert mehr Schlagkraft, Stabilität Klee. und Zuverlässigkeit bei gleichzeitig Kuwei mit Klee: Nachsaat­ mischung hoher Wartungsfreundlichkeit. für Kurzrasenweide u. intensiv ge- INFORMATION: führte Weiden in allen Lagen. www.poettinger.at

Samena Spezial | Neue Produkt­ innovationen

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Krone | Schwader mit geprüfter Lift-Technik

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inkreiselschwader von Krone werden serienmäßig mit Liftzinken ausgerüstet. Kennzeichen der Krone Liftzinken ist die angewinkelte Spitze. Dank dieser Form heben die auf Griff stehenden Zinken das Futter beim Schwaden an (Krone Lift-Effekt). Dadurch werden Futterverschmutzungen minimiert, die Futterqualität verbessert sich nachhaltig. Das belegt auch der DLG Fokustest 6244, bei dem Krone Schwader mit und ohne Liftzinken miteinander verglichen wurden. Die Pluspunkte der Liftzinken finden sich in folgenden Details wieder: Bei gleicher Fahrgeschwindigkeit und Arbeitstiefe konnten die Rechverluste nochmals verringert werden. Die Fahrgeschwindigkeit konnte um 2 km/h erhöht werden, ohne die Rechverluste zu erhöhen. INFORMATION: www.krone-austria.at

Einböck | Pneumaticstar-Pro

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ezielte Grünlandpflege und Nachsaat auch nach dem ersten Schnitt steigert die Grundfutterqualität um ein Vielfaches. Der Pneumaticstar-Pro von Einböck wurde dafür konstruiert und verbessert Ihr Grünland. Eine schwere Einebnungsschiene ebnet die Maulwurfhügel ein, die Grasnarbe wird durch das Striegeln belüftet und zur Bestockung angeregt. Der Pneumaticstar-Pro wurde sehr bodenanpassend konstruiert und bearbeitet nur ca. 2  cm in die Bodentiefe. Dadurch werden nur oberflächig verwurzelte, meist weniger wertvolle Futterpflanzen entfernt und herausgearbeitet. INFORMATION: info@einboeck.at, www.einboeck.at


FIRMEN BERICHTEN 29

Göweil | Höchstes Niveau

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or genau 30 Jahren begann die Erfolgsgeschichte der Firma ­Göweil, die sich seither als Experte in der Produktion von Landmaschinen für Silagetechnik etabliert hat. Das hochwertige Sortiment reicht von Ballenpressen, Press-Wickelkombis, Wickelmaschinen bis hin zu Transportund Auflösetechnik für Silageballen. Besonders erwähnenswert ist die G-1 F125 Rundballenpresse, welche sowohl als Solopresse als auch als Press-Wickelkombination erhältlich ist. Mit der Komplettlösung, der G-1 G5040 Kombi kann mit nur einer Maschine gepresst und gewickelt werden und somit nicht nur Geld und Zeit gespart, sondern auch die Qualität der Silageballen erhöht werden. Die G-1 F125 Rundballenpresse ist serienmäßig mit einer Netz- und Folienbindung sowie der weltweit ersten Doppelbindung ausgerüstet. Die G5040 Kombi ist neben der hauseigenen Profipresse für über 70 verschiedene Pressentypen geeignet und so mit allen gängigen Rundballenpressen kompatibel. INFORMATION: www.goeweil.com

S14. Heute verlassen jährlich 1.350 Geotrac-, Lintrac- und Unitrac-Modelle das Werk in Kundl. Besucher der Werksausstellung bekommen alle Infos zur Aktion „70 Jahre Lindner“. Dabei bietet Lindner für neue Geotrac- und Lintrac-Modelle kostenlose Zusatzpakete an. Der Schwerpunkt liegt auf den Themen Sicherheit, Komfort und Leistung. So sind die 4-Rad- oder Druckluftbremse Teil des 70-Jahre-Pakets. Die Aktion läuft seit 22. Februar und gilt für das Modelljahr 2018. Alle Details zu den Paketen sind online verfügbar. Darüber hinaus präsentiert Lindner rund um das Innovationszentrum zahlreiche Top-Vorführer und Messetraktoren. Ein weiteres Highlight ist die LDrive-­ Roadshow, die bei der Werksausstellung Station macht. Besucher können sich ein Bild von der einfachen Bedienung und dem leistungsstarken stufenlosen Getriebe von Lintrac 90 und Unitrac 112 LDrive machen. INFORMATION: www.lindner-traktoren.at

JD Pressen | Effizient in ­jedem Erntegut Der Unimog | Der Profi

D Lindner | Jubiläum und Ausstelllung

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ei der Frühjahrs-Werksausstellung von Lindner dreht sich von 16. bis 19. März alles um das 70-Jahr-Jubiläum des Kundler Familienunternehmens. Vor exakt 70 Jahren  – 1948  – produzierte Lindner den ersten Traktor der Firmengeschichte: den

und „Schlechtweg“ zu wählen, erfolgt die richtige Einstellung des Reifendrucks abhängig von Gewicht und Geschwindigkeit automatisch. In der Grünlandwirtschaft heißt das in der Praxis, dass mit dem Unimog die Fahrt zum Feld mit hohem Luftdruck und einer hohen Geschwindigkeit erfolgt. Mit dem Einbiegen auf das Feld wird via Knopfdruck die Luft abgelassen und bodenschonend auf dem Feld gearbeitet. Ist die Arbeit beendet, wird der Luftdruck im Reifen via Knopfdruck oder über die geschwindigkeitsabhängige Automatik angehoben. Gerade bei Lohnunternehmern kommt es auf Geschwindigkeit an. Die kraftstoffsparenden Motoren, die hohen Nutzlasten und die Schnellfahreigenschaften des Unimog sorgen hier für unschlagbare Effizienz. INFORMATION: www.unimog.at

er Mercedes-Benz Unimog meistert alle Aufgaben in der Grünlandwirtschaft: von der Instandhaltung von Wegen im Frühling über Gehölzpflege zwischen den Schnitten bis zum Holzhackeinsatz oder Transport der Ernte. Mit bis zu 300 PS und einer Nutzlast von bis zu 25 Tonnen ist der Unimog das effiziente Arbeitstier für das ganze Jahr. Ein bodenschonender Einsatz bei gleichzeitig guter Traktion, auch wenn die Wetterbedingungen einmal nicht optimal sind  – diese Anforderungen erfüllt der Unimog. Der Reifendruck wird beim Unimog mit der ab Werk lieferbaren Reifendruck-Regelanlage mittels Knopfdruck während der Fahrt optimal an den Untergrund angepasst. Durch die Möglichkeit, zwischen den Modi „Straße“, „Sand“

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ie neuen John Deere Ballenpressen V451M und V461M bieten hervorragende Leistung und hohe Vielseitigkeit bei jedem Erntegut. Diese variablen Rundballenpressen erfüllen die höchsten Anforderungen an Zuverlässigkeit und pressen Ballen mit einem max. Durchmesser von 1,65 m bzw. 1,85 m. Sie sind für mittlere Betriebe geeignet, die auf eine hohe Pressleistung Wert legen. Die Ballenpressen V451R und V461R sind serienmäßig mit einer Traktor-Ballenpressen-Automatisierung (TBA) aus­ gestattet. Diese preisgekrönte Vorrichtung ermöglicht die Überwachung, Steuerung und Koordination der Funktionen der Ballenpresse. Egal ob Sie Stroh, Heu, Heulage oder Silage produzieren – die neuen Rundballenpressen sind die optimale Wahl für den regelmäßigen, vielseitigen Einsatz. INFORMATION: www.lagerhaustc.at


30 FIRMEN BERICHTEN

Hauer | Neue Serie XB Bionic

M Loidl | Neues bei Green Star

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rünlandnarben durch Nachsaat aufwerten: Das letzte Jahr hat viele Herausforderungen mit sich gebracht, dabei hat sich deutlich gezeigt: Nur eine optimale Grundfutterproduktion sichert nachhaltig die Flächenproduktivität und damit eine wirtschaftliche Milchproduktion. Nur ertragsreiches Grünland gehört zu den wirtschaftlichsten Futtergrundlagen! Besonders das auf Grünland erzeugte Rohprotein kann Futterkosten signifikant senken! INFORMATION: Loidl Agrarhandel, Tel.: 02716/6394

it der neuen Frontladerserie XB Bionic entwickelte das niederösterreichische Traditionsunter­ nehmen Hauer nach dem Vorbild der Natur ein völlig neues, weltweit einzigartiges Frontlader-Konzept. Durch die Entwicklung der X-Kinematik ist es Hauer gelungen, die gesamte mechanische Parallelführung und die Kippzylinder in die Ladeschwinge zu integrieren. Ebenso werden die Ventilbaugruppe und der optionale Frontlader-Stoßdämpfer SMS geschützt im extrem verwindungssteifen, doppelwandigen Querträger verbaut.

Das Ergebnis ist ein kompakter und robuster Frontlader, der nicht nur für härteste Einsätze geschaffen ist, sondern durch den Entfall des bisher üblichen Parallelführungsgestänges oberhalb der Ladeschwinge völlig neue Sichtverhältnisse bietet. Für den Fahrer entsteht durch die nahezu uneingeschränkte Sicht ein völlig neues Fahrgefühl. INFORMATION: www.hfl.co.at

Sauerburger | Wiederentdeckung der DoppelmesserMähwerke

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ie Firma FXS Sauerburger aus Wasenweiler am Kaiserstuhl, Deutschland, hat für Doppelmesser-Mähwerke einen sensorgesteuerten Schleifautomaten entwickelt: Sauerburger vertreibt seit längerem Doppelmesser-Mähwerke. Dazu hat die innovative Firma ein neues Messerschleifgerät SBS weiterentwickelt, das die Messer vollautomatisch in höchster Präzision bearbeitet. Mit

Hangtraktor Grip4 der magnetischen Klemmvorrichtung werden die Messer werkzeuglos und schnell in den Schleifautomaten gespannt. Die an der Maschine befestigten Sensoren erkennen die Lage des Messers und auch fehlende Klingen. Die Schleifautomaten Sauerburger SBS werden für Messerlängen von 2,5 m, 3,00 und 6,00 Meter angeboten. INFORMATION: F. X. S. Sauerburger Traktoren- und Gerätebau GmbH Herr F. X. Sauer­burger jun. Tel.: + 49 (0)7668/ 9032-0 info@sauerburger.de

Fundierte Agrarbericht­ erstattung hat einen Namen

Trumag | Der Spezialist für unsere Landwirtschaft Als innovativer Hersteller beschäftigt sich die oberösterreichische Firma Trumag vorwiegend mit der ­Maschinenproduktion für mittlere Betriebsgrößen in der alpenländischen Landwirtschaft.

S

o wird der Kurzschnittladewagen ROBOT von 16–28 m3 gefertigt und ist als Tieflader auch absolut hangtauglich.

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Doch nicht nur mit dem bewährten Ladewagen wurde das Vertrauen der Kunden erobert. So finden sich in der Produktpalette auch Siloentnahmegeräte, vom großen Fräswagen SILOBULL mit 5 m3, über SILOFOX mit 2,8 m3 bis hin zur kleinsten Entnahmefräse, der SILOMAUS  5, mit 1,6  m3 Schaufelvolumen und 3-Punktanbau.

Die SILO­ MAUS 5 hat bereits 25  Jahre Entwicklung hinter sich und arbeitet nunmehr mit einer Effizienz, die nicht nur Kleinbetriebe vollauf zufrieden stellt. Mit ihrem speziellen Fräswerkzeug entnimmt sie nicht nur spielend Mais, sondern fräst auch lange Grassilage problemlos bis zu 3,4 m Höhe.

In der Rundballentechnik bietet Trumag den Rundballentransportwagen mit einer Ladekapazität von bis zu vier Ballen, die er selbständig aufnehmen kann. Die Rundballen werden sowohl schonend aufgenommen als auch wieder abgelegt, daher können diese auch jederzeit fertig gewickelt transpor-

tiert werden. Zur Rundballen-Futtervorlage gibt es den ­ROTOFEED. Dieser eignet sich hervorragend zum Auflösen und Verteilen von Silo­ blöcken und Quaderballen. Gerne findet er auch Verwendung als Verteilwagen für Betriebe mit Kranbeschickung. INFORMATIONEN dazu erhalten Sie unter Tel.: +43/7755/20088 oder werfen Sie einen Blick auf unser Produktvideo. Zu finden auf der Homepage www.trumag.at


THEMA 31

• für Traktoren von 50 – 280 PS • mechanische Parallelführung durch X-Kinematik • robuste Bauweise für jeden Einsatz • neues Fahrgefühl durch optimale Sicht

Fotos: © XXXXXXXXXX

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01/18 Grünlandprofi  

Für den modernen Grünlandbetrieb

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