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Kick‘n‘Rush 3.

berggasthof.ch

Festival Muisiglanzgmeind

Das Turnier

Nr. 11

- 5. Juli 2009

LiricasAnalas

The JohnnyTroubleTrio Lahar Die So Fluid

Jennifer Rostock

Kommando

Famara

The Dreadnoughts

Eisbrecher Made In Mind

Aloan

Jolly &The Flytrap

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Sonntag 5. Juli 09 Abfahrt 19 Uhr ab Treibhaus 3.6.2009 10:09:20 Uhr


Editorial Zweites Jahrzehnt Kick’n’Rush

Kick‘n‘Rush Fanzine

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Ach, wie war das herrlich letztes Jahr. Kick’n’Rush feierte sein zehntes Turnier und anlaesslich dieser Feier fanden sich ueber hunderttausend Jodler und Jodlerinnen auf der Seebruecke und rund ums Seebecken ein. Freudig kuckten die Hueter der traditionell-schweizerischen Werte kurz nach halb elf Uhr gen Himmel und liessen sich vom gezeigten Feuerwerk verzaubern. Das war wohl zu viel der Idylle fuer die Luzerner Gesetzeshueter, welche fortan mit breiter Brust gegen das Konzert von Reverend Beat-Man im Treibhaus-Garten ankaempften. Jener wiederum kaempfte mit Gitarre und Basstrommel gegen die Laute des Feuerwerkes. Schlussendlich liess sich der Kick’n’Rush-Fan Club das Beat-Man Freiluftkonzert waehrend der Freinacht (!) 280 Sfr kosten. Sponsoring am Kick’n’Rush, in die Taschen jener, welche den Sound des Berners Beat-Man als Laermbelaestigung bezeichnet haben. Schande und rosa Karten ueber sie! Aber man hat schliesslich besseres zu tun als Einsprachen zu erheben und und mit dem Finger auf Justitia zu zeigen. Zum Beispiel die Vorbereitung des elften Kick’n’Rush-Turniers oder die Gestaltung des Fanzines, welches neu anstelle der Gazetta in deinen Haenden liegt. Doch ganz so einfach laesst sich der Kick’n’Rush-Fan Club die Abmahnung von Gevatter Stadtpolizei nicht gefallen. Mit wehenden Fahnen wird die Kick’n’Rush-Gemeinde durch die Leuchtenstadt ziehen und eindruecklich den Beweis abliefern, dass Kick’n’Rush auch 2009 kulturell aktiv ist - so wie die letzten zehn Jahre. Hingegen ist das Einweg-Volksfest laengst verstummt und die Jodler und Jodlerinnen haben ihre Spielwiese wieder verlassen. Und damit heuer alle Mittel in das Turnier fliessen und nicht in die Haende der Grals-Ritter geraten, hat Kick’n’Rush fuer das abendliche Konzert eine Bewilligung eingeholt. Somit tut keiner mehr was kriminelles, wenn er sich die grandiose, menschliche Juke-Box anhoert - eine Freinacht gibt’s in der Kulturstadt Luzern jedoch weiterhin nur fuer Jodler, Schwinger und Guggenmusiken. Was soll man dazu sagen? Kick’n’Rush Forever!


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Programm

Kick‘n‘Rush

Fanzine

Die Auslosung - Metzgerhalle - Mittwoch - 10. Juni - 20 Uhr Zu jung fuer den Himmel - zu hart fuer die Hoelle: Sam Pirelli praesentiert den Spielplan, Musik und weckt die Geister - Freier Eintritt

Die Aufwaermparty - Uferlos - Freitag - 3. Juli - 22 Uhr

Heisse Platten fuer heisse Leute - Der Mann mit Helm zurueck am Kick’n’Rush: DJ Wicked Wiggler & Torgarant Remo Hinkebein: DJ Gonzo - Eintritt 15.-- kick‘n‘rusher 10.--

Das Turnier - Treibhaus - Samstag - 4. Juli - Spielbetrieb ab 11 Uhr Kulinarisches im gemuetlichen Treibhausgarten - 18 Uhr DJ Boogaloo gruuvt im Garten - 22 Uhr The Human Jukebox Liedgut gegen Bares 23 Uhr *bitxidenda.saundsystem* From PunkyReggae over Rumba-Catalan to BalkanBeatz and Patxanka - Freier Eintritt

Das Finale - Treibhaus - Sonntag - 5. Juli - Spielbetrieb ab 9 Uhr Play to drink: Open Mic unterhaelt auf dem Rasen - ab 13 Uhr ab 16 Uhr Finalspiele

- 19 Uhr Preis- und Ehrverleihung Nach der Preisverleihung: Fan-Korso - Freier Eintritt

THE HUMAN JUKEBOX kehrt der mechanischen Welt den Ruecken und betaetigt sich als lebende Jukebox! Ausgestattet mit Stimme, Helm, iPod und Verstaerker, wartet die betriebsbereite Jukebox auf ihren Einsatz. Der Einwurf von 2 bzw. 5 Franken und die Titelwahl setzen die Jukebox in Gang. Das Playback droehnt aus dem Verstaerker - die Jukebox singt live dazu - das Publikum bestimmt aktiv den Musikverlauf des Abends, tanzt und singt mit. *bitxidenda.saundsystem* “shake a leg and love them hard” TripDub: MestizoFusion: Punkyreggae: WorldJungle: PatxankaRumba:InternationalFolk for_ this_crazy_planet...! Bestehend aus DJ Kaixo und DJ El Oso bringen sie dir die schwungvollsten Klaenge aus der internationalen Musikguerilla. Dank dem breiten, musikalischen Spektrum -abseits des “Roots”orientierten ueblichen Sounds, wird jede Nacht einzigartig.


Kick n Rush Fanzine

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Football un moyen de rapprochement des peuples Le monde du sport developpe de l’etnicite, du niveau de loisir comme le tournoi " Kick’n’rush "jusqu’a la federation internationale de football association, au milieu professionel et son public, il engendre un brassage ethnique important. La pratique sportive favorises des situations de rencontres interculturelles a la mesure de son developpement au cours du siecle passe. Face a cette situation, la facilite nous inciterait a considerer qu’effectivement le sport est un moyen d’integration.

n ti tre ff se sentitreff

Nous, l’equipe de Sentitreff nous considerons que la pratique sportive est creatrice de relations interculturelles sur le terrains c’est a dire (les joueurs) comme aux tribunes (les spectateurs) elle donne l’occasion unique dans certains contexte de se rencontrer au dela de l’espace communautaire. C’est ainsi que nous saluons ce cadre “ Tournoi Kick’n’Rush” qui rassemble chaque annee les Lucernois . Sentitreff Team Williams Kalume

dynamo sedel Mitteilung des Vorstands: Bands, die nach dem Spiel (also nach der Niederlage) gegen Dynamo Sedel konditionelle wir mit Defizite sowie Angstzustaende verspueren, fahren Mutterunserem neuen Mannschaftsbus gratis zurueck ins haus. Zum Erholen und ueben. Und dies an jedem Freitag- und Samstagabend.


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black velvet

wir essen, saufen und tschutten und das nur weil wir das gut koennen dein black-velvet team

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Hell yeah! Endlich ist es wieder Zeit fuer Kick’n’Rush und die verstossenen Nidwaldner aus Hergiswil sind erneut mit von der Partie! Die diversen internationalen Trainingscamps konnten einmal mehr erfolgreich genutzt und abgeschlossen werden. Erschuetternd allerdings dann die Nachricht vom Vorstand, dass wegen finanziellen Einbussen aufgrund der gegenwaertigen Finanzkrise das Bier von nun an selber berappt werden muesse. Dieser Entscheid zwang Coach Don P in die Knie, worauf er neue Prioritaeten setzten musste. Spielertransfer vom Hergiswiler Goalie David Zibung zu den Lakeside Kickers oder Budgeterhoehung der aktuellen Spielerbetreuung. Fuer Don P lag die Entscheidung auf der Hand: “Was nuetzt uns der beste Goalie, wenn die restlichen Spieler ziellos auf dem Feld herumtuempeln?”. Die Bierreserven sind somit fuer eine weitere Saison gesichert und die Motivation unter den Spielern ist hoeher denn je! Man darf auf das Resultat der LakeKickers gespannt sein und hoffen, dass die Jungs und M dels sich bis zum diesj hrigen Lakeside Festival vom 5. - 8. August 2009 von ihren sportlichen Strapazen erholt haben werden.

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Der schlechteste Fussballverein der Welt Es ist allgemein bekannt, dass es beim Fussball auch immer um die Jagd nach Titeln geht. Dazu braucht man gute Stuermer, die fuer den noetigen Erfolg durch Tore sorgen. Nach 70 Jahren gelang es jetzt auch endlich dem Ibis Sport Club aus Brasilien ihren ersten Titel einzuheimsen, wenn es sich bei der Auszeichnung auch eher um eine fragwuerdige Ehre handelt. Der Verein darf sich offiziell als schlechtester Fussballverein der Welt bezeichnen. 62 Tore in 70 Jahren Vereinsgeschichte wurden bisher erzielt, was einem Jahresdurchschnitt von 0,88 geschossenen Toren entspricht. Kassiert hat der Verein aus Recife, im Nordosten Brasiliens, aber bereits einige Gegentore mehr, naemlich 3.550, also im Schnitt 49,30 pro Jahr.

lokomotive scouts Da wir im letzten Jahr schon sozusagen beim anziehen der Stoeckelschuhen ausgeschieden sind, versuchen wir dieses Jahr mit dem passenden Schuhwerk uns ohne Ballberuehrungen ins Finale zu tanzen. Natuerlich versuchen wir noch unsere astral Koerper an die Schiedsrichter zu verkaufen. Ob dieses die richtige Taktik ist werdet ihr merken wenn wir aus dem Siegerpokal unsere Sojamilch trinken werden. Wo wir unsere Strategie trainieren bleibt aber noch geheim. Bis dahin ist aber noch viel Zeit um zu realisieren das wir nicht Fussball spielen koennen.


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Kings&Queens KKK - Kleintheater Kicker Bereits zum vierten Mal tritt das Kleintheater-Team KKK bei Kick-n-Rush an. Ihr Theater ist zwar klein - aber ihr Kampfgeist dafuer umso groesser: Die Ziele sind hoch gesteckt! Der letztjaehrige Finaleinzug ist nur noch mit dem Pokal zu toppen! El Capitano (Buehnenmeister) Alessandro Paci ist guten Mutes - sein italienisches Blut garantiert Forza, Fortuna e Fiduca - und davon haben die Kleintheater Kicker Kings&Queens eine ganze Menge. Hoffentlich...!

Stadtcafe Sursee Frueher sind sie dem Pokal nachgerannt und traeumten vom Titel. Ihr Temperament war bei Freund und Feind gefuerchtet. Gestoppt wurden sie trotzdem immer wieder. Heute besinnen sie sich auf ihre unbestrittenen Staerken: Sie haben das kulturell vielfaeltigste Team, die trickreichsten Spielerinnen, die umwerfendsten Spieler, die ueberraschendste Technik und die leidenschaftlichsten Fans. Das Spiel wird wie jedes Jahr live nach Sursee uebertragen. Wenn sie nun auch noch den Pokal holen - dann das ganz nebenbei.


Ballerinas Rot & Gruen

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the bucket united

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Nach der katastrophalen Leistung bei ihrem kicknrush Debut im Jahre 2008 musste im Team von The Bucket United mal kraeftig aufgeraeumt werden. So sind in diesem Jahr zahlreiche personelle Wechsel zu verzeichnen: Einkauf: The Dandies (falls sie mitmachen wollen/ wollt ihr? Bitte!) Verkauf: Saemtliche weiblichen Teammitglieder! Erklaerung: Da die Jungs von The Bucket United im letzten Jahr stark an Attraktivitaet eingebuesst haben, wollen sich keine Frauen mehr mit ihnen abgeben. Motto: "Entweder alli chillets, voll geil; oder alli cheesed! Hoffen wir also mal, dass es alle chillen! Auf einen Sieg gegen dieses Team angesprochen, laesst der Presesprecher verlauten: "Chasch vergaesse!“ A bientot und CHEERS!


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Basic Motor Skills

BasicSuperSkills erlaeutern die Welt

Fusion (von lat. fusio "Schmelzen“, "Guss“, "Ausfluss“) steht fuer: *Eine Vereinigung von zwei oder mehr Entitaeten oder Gebietskoerperschaften. *einen Zusammenschluss von zwei oder mehreren zu einem einzigen Unternehmen *Kernfusion, eine Kernreaktion, bei der zwei Atomkerne zu einem neuen Kern "verschmelzen“ *Zellfusion *Ford Fusion, zwei verschiedene Pkw-Modelle des Automobilherstellers Ford, Ford Fusion(Europa) und Ford Fusion (USA) *Fusion International, eine internationale, gemeinnuetzige Organisation *einen Nassrasierer eines US-Unternehmens oder eben *BasicSuperSkills: Knallharte Fusion (K-Fusion) BasicMotorSkills und Superspy. Spielfreude, -witz und -intelligenz. Torriecher, -gefahr und -garantie. Siegertypen, Winnermentalitaet, Kampfgeist, Siegeswille. Taktik, Stabilitaet, Offensive, Deffensive. Gebrautes, Gebranntes, Gekuehltes. Laerm, Stimmung, Laune, Musik. Gebrautes, Gebranntes, Gekuehltes. Ausdauer. Stehvermoegen. Verlaengerung. 3.Halbzeit. Gebrautes, Gebranntes, Gekuehltes. Fuers Auge.Fuer Gourmets.Fuer Kenner.Fuer Conaisseurs. Fuer Liebhaber! Superspy und BMS. Kick’n’Rush!!

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Das Jahr der B-Seite haben sie angekuendigt und somit sich selbst zum Underdog der Innerschweizer Kulturszene degradiert. Doch unterschaetzen sollte man die hochmotivierte B-SIDES Truppe ganz sicher nicht. 2007 holte sie den Pokal auf Tribschen, und nach einem - natuerlich nur auf dem Fussballplatz - weniger erfolgreichen Jahr hat sich das Team die Cracks auf dem Transfermarkt gesichert, die es fuer einen weiteren Titelgewinn braucht. Unbestrittener Star ist dabei der Stuermer Antenna Tony Monorail, den man in Basel bereits als StrellerNachfolger handelt, sollte dieser hoffentlich endlich mal in Pension gehen oder nach Turkmenistan transferiert werden. Mit Antenna im Angriff: Mama Rosin, eine linksschusswuetige Knipserfurie auf dem Drippeltrip. Im Mittelfeld steht Benni Hemm Hemm aus Island in der Breite eines ansehnlichen Vulkans, und hintendran packen Seed of Pain und Rude Attack bei Abwehreinsaetzen vermehrt die Blutgraetsche aus - auf eine hochsubtile Weise, versteht sich. Sollte der Gegner wider Erwarten dann aber doch zum Torschuss gelangen, so steht das Antipop Consortium fuer spektakulaere Rettungsaktionen. Fuer die Gegner wird das B-SIDES eine Knacknuss - nur kann man diese bloederweise gar nicht knacken.

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metzgerhalle concordia

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Nach einer weiteren herben Enttaeuschung im letzten Jahr hat sich die Teppichetage der Metzgerhalle schweren Herzens dazu durchgerungen das Team dieses Jahr in der Kick‘n‘Rush Liga antreten zu lassen. Diese Neuausrichtung hat nicht zuletzt mit den nicht kompensierbaren Abgaengen wichtiger Leistungstraeger zu tun: Kopfballungeheuer Buehlmann zu Manchester City und Defensivoffensivfiligranbrecher Dahli zum FC Zuerich. Ausserdem hat auch an der Baselstrasse die Finanzkrise zugeschlagen so dass auch die Herren Viktor Gil y Gil und Silvan Abramovitsch den Guertel enger schnallen muessen. (Zugegebenermassen wird immer noch ordentlich viel Bier konsumiert oder jetzt erst recht?) Auf jeden Fall kann‘s fuer die Metzgerhalle Concordia nur aufwaerts gehen. Alles wird gut. Kick‘n‘Rush forever! Cheers.

FC RADIO PILATUS UNITED

Eingerostet, angespeckt und die DurchschnittsKonditon eines alten Gartenzwergs. So laesst sich wohl am besten den Querschnitt durch das Team von Radio Pilatus United beschreiben. Einigen Spielern tut dieser Beschrieb sicher unrecht. Denjenigen, die das allzu schlechte Bild korrigieren. Die Athletischen und Adonischen unter uns - die wieselflinken Sturmspitzen, die unser Comeback am Kick’n’Rush veredlen, ja vergolden sollen. Nicht, dass wir besonders ehrgeizig und grob waeren. Nein, keine ungeliebten und verpoehnten Moechtegern-Fussballer, die sich an jedem Gruempelturnier in Szene setzen muessen. Aber das Kick’n’Rush ist bei uns halt Programm und perfekt auf das Team zugeschnitten. Schiessen und stuermen, ohne Aufbau. Diejenigen unter der Durchschnittslinie, also die wahren Gartenzwerge, schiessen den Ball nach vorne und die Wieselflinken hauen sie dann reihenweise rein. Kick’n’ Rush eben. Wir freuen uns auf unser Comeback.


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KultOOOrmagazin

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Die besten und faeulsten Ausreden aus dem Umfeld des Kulturmagazins, wieso man am diesjaehrigen Kick’n’Rush nicht dabei sein kann: "Ich krieg Rasenallergie.“ "Der Redaktionsschluss ist vorbei, doch mein Text noch nicht abgeliefert...“ "In einem Mixed-Team spiel ich nicht!“ "Fussball ist doch keine Kultur...“ "Nur wenn die Luzerner Zeitung auch antritt!“ Und trotzdem haben wir es auf den letzten Druecker und unter Mithilfe eines grosszuegig erweiterten Teilnahmefeldes wieder geschafft, eine Mannschaft zu formen (bis Drucklegung dieser Zeitung war das Team erst lueckenhaft besetzt). Nicht ohne Stolz und in der festen Ueberzeugung, den Titel an die Bruchstrasse zu holen treten wir auch 2009 auf den heiligen Kickers-Rasen. Ehrensache.

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ush Fanzin 16 KickHey‘n‘RKapitaen, kann Dir nicht definitiv Bescheid ge-

roter stern memphisto

ben ob ich dabei bin, muss zuerst einiges abklaeren. Ausserdem, na ja, Kinn-Hacken und so, darauf habe ich keinen Bock mehr, und Kicknrush ist wirklich nicht mehr der Spassanlass, den es mal war. Ich melde mich, sobald ich mehr weiss, bin aber nicht wirklich scharf auf das Turnier. Zu ernst, zu wenig fun, zu viele Hacker auf dem Platz, zu viel Wettbewerb, ist ein Gruempelturnier wie jedes andere geworden, einfach mit dem Anhauch von "Alternativ“-Kultur auf der Fahne. Ich war letztes Jahr am Spielfeldrand und hab zugeschaut, genau auch deshalb, weil es mich wundernahm, ob man mit Memphisto nicht doch wieder mal ... Aber dann: Irgendwie war‘s nicht einmal mehr spannend. Und vorbereiten werden wir uns auch kaum mehr als die anderen Male. Sorry fuer die nicht super erhebende Meldung. Vielleicht kann ich‘s aber trotzdem richten. Ich verspreche halt einfach lieber nicht mehr, als ich halten kann. Lieben Gruss L.P. Hey L. Als angestammter Verteidiger solltest Du eigentlich mehr Biss in den Waden haben. An unsere Konzerte kamen ja vielfach auch nur 20 Leute und wir haben trotzdem immer weiter gemacht. Eine Mission eben. Und genau eine solche hat auch das Kick-n-Rush. Wir Schweizer tendieren dazu uns zurueckzuziehen und sonst wie zu arrangieren anstatt hinzustehen fuer das was wir m gen. Ich will nicht zu Hause alleine mit meinen Gartenzwergen Fussball spielen genauso wenig wie ich jedes Mal nach Strasbourg fahren will um inmitten von mir unbekannten Leuten ein Konzert zu sehen. Klar, die meisten interessieren sich tatsaechlich fuer KommerzChampions-League in Shopping-Center-Stadien, hoeren Hitparade und gehen erst an ein Konzert wenn es ihnen Vice oder Visions empfiehlt. Doch wir geben weder unseren Fussball noch unsere Musik auf, denn die wenigen Gleichgesinnten die man trifft sind mehr Wert als tausende Gleichgepolte. Und ist ein solcher Anlass wie das K’n’R erst einmal verloren, vergehen mindestens 12 Jahre bis wieder etwas aehnliches auf die Beine gestellt wird - so muessen wir heute auch bangen dass unsere Kinder einmal so etwas unglaubliches wie die BOA erleben duerfen. Also nix wie hin auf den Tribschen-Rasen und zum guten Geist beitragen. Ich freu mich, mein Trikot liegt bereit. Lieben Gruss. Kapitaen P.W.


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ajax dada Von Amsterdam hat Dada nicht nur das Ajax sondern auch die Fussballkunst gestohlen. Den Rest von Amsterdam hat Ajax Dada allerdings mit einem herzhaften Tschuderen in Holland gelassen. Der ganze Suendenpfuhl, all die Drogen und all der Sex findet nicht den Beifall des Vereins. Seit dieser naemlich von der britischen Kleidermarke Ben Sherman unterstuetzt wird, deren Gruender - eben besagter Hemdenhersteller Ben Sherman - das Pech hat, Traeger eines Vornamens zu sein, der mit N aufhoert, respektive eines Nachnamen, der mit S beginnt: seither steht der Verein mehr fuer arische, blonde, homoerotisch aufgeladene Volkskraft. Fuer Mut und militaerische Disziplin. So wie es auch all die jungen Rockbands aus Britannien tun. Jawoll! Wenn der Gegner aufmarschiert, dann gilt fuer Ajax Dada: es wird zurueckgeschossen. Ajax Dada macht jeden Gegner platt mit Blitzkrieg Bop. In diesem Sinne: Kavallerie Marsch! Tank ahoi! Bumm. Doch es ging eingangs um die Fussballkunst. Und wirklich: engelsgleich leicht zirkuliert der Ball. Von sanften, liebevollen Fussberuehrungen geleitet, wird er ins hohe Eck gezirkelt. Behutsam wird er beim tiefen Eck ueber die Torlinie geschupst. Schnell und elegant gleiten die Spieler uebers Feld. Mit liebevoller Magie fahren sie die Blutgraetsche aus. Mit zarter Euphorie wird der Sieg beglueckwuenscht, schuechtern beklatscht, waehrend der Blick sich bescheiden gen Boden senkt. Wer moechte dieser Mannschaft den Sieg vergoennen? Moege Stalingrad fuer immer vergessen bleiben. Blitzkrieg Bop. Prost.

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st. joseph utd.

sC Miracle x & mixe Premiere am Kick’n’Rush Wenn sich die Ruemli-Diskussion um das runde Leder dreht, ist meist die Champions League oder die WM aktuell. Ausser einmal im Jahr. Denn dann kramen die Maenner vom Krienser "Miracle X“ die Nockenschuhe aus der Ecke, um selber mit meisterhaften Ballkombinationen oder virtuosen Dribblings zu brillieren. Trotz grossem Kampfgeist und gesundem Ehrgeiz, sind wir, waehrend die Finalspiele ausgetragen werden, meist schon mitten in der 3.Halbzeit. Nicht die verlorenen Spiele, sondern viel mehr kulturelle Differenzen auf dem Feld sowie der Einsatz von illegalen Substanzen beim Gegner sorgen dann fuer Unmut. Ganz Geschweige von den blinden und taubstummen Schiri’s, die apathisch vor sich hin traeumen. Doch dies soll sich nun aendern, mit unseren 1.Teilnahme am legendaeren Kick’n’Rush. Und damit unsere Frauen nicht klischee-maessig nur unsere Waden weich massieren muessen, gibt es uns auch in der Mixed-Version.


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lawine feldmusik

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Lieber Kick‘n‘Rush-Verband!

Seit nunmehr einem Jahr ist unser Duo mit drei fruehlichen Jungmaennern unterwegs, die zu unseren Liedern in ihre seltsam geformten Instrumente troeten. Sie tun dies unter dem Namen "Bonjour Madame Feldmusik“. Weil sie aber den Anstellungsvertrag seinerzeit nicht recht gelesen haben, glauben sie noch heute, sie hiessen "Bonjour Madame Feldspieler“. Und so machen sie waehrend unserer Konzerte immerzu seltsame Dinge: Sie jonglieren die Mundstuecke auf ihren Knien, kicken die Trompete quer ueber die Buehne und versuchen, per Koepfler Madames Mikrophon in mein Klavier zu befoerdern. Sie graetschen sich gegenseitig bei jedem Solo zwischen die Beine. Manchmal machen sie am Mikrophonstaender seltsame Hueftbewegungen, als stuenden sie vor einer Eckfahne, und bei jedem Schlussakkord rennen sie jubelnd quer durch das Publikum. Das alles ist nur noch schwer zu ertragen, und so scheint uns die letzte Loesung zu sein, dass die Jungs endlich auf ein richtiges Spielfeld karnnen. Ihr wisst schon. Dampf ablassen, sich austoben, konstruktiv sein, ein Maedchen kennenlernen - auf dass nachher endlich einmal Ruhe ist im Karton und im Konzert. Und was gaebe es hierfuer Trefflicheres, Schoeneres, Besseres, Passenderes, Fulminanteres als das Kick‘n‘Rush? So wuerden wir uns also aufrichtig freuen, wenn wir dieses Jahr mitspielen duerften! Mit freundlich-sportlichen Gruessen, Baptiste Boudoir (Sekretaer von Madame)


Kick‘n‘Rush

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FK Parterre

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Beim letztjaehrigen Kick ’n’ Rush lief das Parterre- Team, nach laengerer Absenz, unter dem Namen Turnverein Parterre am Luzerner Kultur-Gruempeli auf. Im 2009 sind dieselben, erfolgreichen und gefuerchteten Stars als Fussball-Kooperative Parterre, kurz “FK Parterre“ (nicht zu verwechseln mit FKK Parterre), wieder mit von der Partie und werden Fussballmuffel und - man munkelt- auch FKK- Liebhaber in ihren Bann ziehen. Unser Top-Stuermer von 2008, der es gelegentlich locker mit Cristiano Ronaldo und Co. aufnehmen kann und eigentlich doch nur mit den Haenden die schoensten Tore schiesst, wird heuer (Herrgoettli steh uns bei!) nicht anwesend sein koennen, da er dannzumal in Spanien weilt. Aber aufgepasst: Der neue Captain traegt den groessten deutschen Fussball-Erfolg aller Zeiten ("das Wunder von Bern“, WM 1954) in verkleinerter Form als Familiennamen! Trotz des besagten Ausfalls sind sich die hiesigen Medien, Vereinsleitung und Fans aber einig: Dieses Jahr ist mit der FussballKooperative Parterre ein glaubwuerdiger Titelanwaerter am Turnier mit dabei. Und sei es nur der Titel fuer das Luzerner Lokal mit den meisten Fussballuebertragungen auf Grossleinwand oder derjenige fuer das konditionsstaerkste Service-Team. Was im Fussball sonst unmoeglich erscheint, wird hier wahr gemacht: Nach jedem Tor ein Bier und dann zurueck aufs Feld. Ebenerdig. Dort, wo die innere Ruhe ungestoert bleibt.

Radio Industrie Laudatio an die Spielberechtigung Getreu der Kick‘n‘Rush-Bibel schwoeren wir, die Spielvereinigung RadioIndustrie, stets die 10 Gebote zu wahren und kreativ umzusetzen. Dazu sind wir der Garant fuer ein kulturell aktives und junges Radio. Dazu ist es an der Zeit, ein wahre Konkurrenz im Radiobereich auf das Spielfeld zu lassen. Was fuer ein Derby koennte hier zu Stande kommen. Als Gegner auf dem Spielfeld und als Partner auf dem B-Sides. Oeffnet die Umkleidekabinen und macht euch bereit fuer die Spielvereinigung RadioIndustrie!


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viva con agua


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Fussballsport und Aberglauben

Wenn andere Mannschaften sich Einlaufen und letzte taktische Anweisungen besprechen, dann gibt es eine kleine Gruppe, die sich solchen Ablaeufen und Gewohnheiten widersetzt. Es geschieht dies nicht aus Ablehnung oder mangels besseren Wissens, nein, es handelt sich um die Aufrechterhaltung des kosmischen Gleichgewichts - es handelt sich bei dieser Gruppe um die Fussballabteilung der Velosportgruppe (VSG) Neustadt Luzern. Deren Mitglieder sind alle dermassen kosmosfixiert und latent transzendent, dass Worte zum Beschreiben nicht mehr genuegen. In diesem Zusammenhang mag es nicht verwundern, dass geschrumpfte Hoden von Tigerjungen auf dem Fruehstuecksprogramm eines jeden Spielers stehen und Soja-Bi-Carbonate ausschliesslich zum Fuettern von Pferden (Pfercht) verabreicht werden. Generell sind die Gehirne dieser Menschen anderes vernetzt: einfacher, dafuer besser - kaelter, dafuer aber auch schneller und massiger, dafuer aber auch eleganter. aeusserlich wirkt die Gruppe gereift und gut gealtert und bringt zur Ablenkung manchmal auch Kinder (eigene) an die Sportveranstaltungen mit. Dies kann und darf aber nicht darueber hinwegtaeuschen, dass es sich um ausgebuffte Profis handelt, von denen jeder sein Handwerk versteht; Fussball gehoert nicht dazu. Die Nutzschwelle wurde bisher nur einmal ueberschritten und zwar 2001. Eine Wiederholung ist geplant aber nicht vorgesehen. Contra vim mortis non est medicamen in hortis, wie wir Lateiner immer sagen.

ultra bitxidenda

Letztes Jahr trat das Kulturkollektiv Bitxidenda zum ersten Mal ins Rennen um den grossen Pokal an. Doch bereits vor Beginn des Turniers mussten die Ansprueche an den Titelgewinn massiv gesenkt werden. Die Strategie nur einmal im Vorhinein zu trainieren - notabene um sich zu schonen - muss im nachhinein wohl als falsch anerkannt werden. Kurz vor dem ersten Spieltag holte uns auch noch das Verletzungspech ein, so dass kurzerhand die halbe Mannschaft ausgewechselt werden musste. Folglich konnte man sich gegen das 3FACH-Team nicht durchsetzen und landete auf dem trostlosen 3.Gruppenplatz. Angesichts der finanziell defizitaeren Lage des Vereins konnten in der Saisonpause kaum grosse Neuverpflichtungen getaetigt werden. Doch mit den richtigen Stammspielern und einem neuen Captain kann es nur noch besser werden.


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Aktion Strafraum

Schon bei ihrer ersten Teilnahme im letzten Jahr setzte sich die, in vielen Kreisen unbeliebte, "Aktion Strafraum“ durch und lehrte die Gegner das Fuerchten. Ein strenges Jahr, gepraegt von harten Trainingseinheiten liegt hinter uns. Zudem kam auch die AS im Winter nicht um gewisse personelle Wechsel herum, doch umso mehr kann man sich auf eine feurige und kampfeslustige Gruppe freuen, die das Turnier von Anfang an dominieren wird.

BMC Seniors

BMC Seniors Schoen war‘s am kick-n-rush 2008. Nach langer Durststrecke schien die barmherzige Julisonne auch wieder einmal fuer uns Senioren. Die neu eingekauften Veteranen und Mister Sedel Kandidaten erledigten ihren Job und oeffneten so the doors zum Gruppensieg am Samstag. Das wurde dann auch sofort unbarmherzig gefeiert, bis o schreck der erste Gegner fuer den Sonntag bekannt gegeben wurde: Die brandgefaehrlichen independiente Neustadt. Heftig rauchend wurde mit dem professionellen Schreiberling des Gegners diskutiert - zu heftig - wie sich am naechsten Morgen rausstellte. Chance vergeben, Tor eingefangen, rausgeflogen. Wir freuen uns auf

2009.


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endenoi Als evtl. juengste Sedel Band, wussten wir nicht wie das ganze Anmeldungs prozedere funktionierte. Wie erhielten in letzter minute bescheid darueber. Eigentlich gruendenden wie eine Band um am legenderen Kick‘ n‘ Rush teilzunehmen. Als ambitionierte, hervoragende und gutgeformte Fussballern, waere es schade, wenn wir nicht teilnehmen duerften. Wir hoffen es klappt noch mit der Einladung. Rockige Gruesse endenoi


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Spice River Valley Banjo Folks Wer geglaubt hat, Luzern sei eine Rock City, der ist einem regelrechten Etikettenschwindel erlegen. Denn eigentlich wird diese Stadt seit jeher nicht vom Rock sondern vom Country regiert: Noch bevor irgendein Punk seine Elektrogitarre im Sedel eingestoepselt hat, gab es die Apaches. Und weiter muss doch zu gegeben werden, dass man der Haeuseransammlung um das Luzernerbecken kaum die Bezeichnung "Stadt“ geben kann. Luzern ist unter seiner glaenzenden Oberflache doch immer dasselbe Kuhdorf geblieben. Bewiesen wird das auf den Buehnen Luzerns schon laenger von Ophelia‘s Iron Vest. Nun gilt es den Beweis auch auf den Fussballaeckern zu erbringen. Let the banjo ring and Spice River Valley win.


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Bachrausch

Fussball ist ein Ballsport, bei dem zwei Mannschaften (ein Torhueter) auf einem rechteckigen Rasenfeld gegeneinander antreten. Ziel ist es, den Ball moeglichst oft im gegnerischen Tor unterzubringen. Fussball wird vorwiegend mit dem Fuss gespielt. Die Feldspieler duerfen jedoch auch andere Koerperteile mit Ausnahme ihrer Haende und Arme verwenden. Nur der Torhueter darf innerhalb des eigenen Strafraums den Ball mit der Hand spielen, um einen Tor (Treffer) zu verhindern.“ Nun werden wir aus unseren Zelten kriechen, von den Tuermen und Buehnen hinunter klettern und die Reuss flussaufwaerts nach Luzer paddeln. Gerne nehmen wir die Herausforderung an und stellen uns den heiklen Aufgaben am Kick'n' Rush. Anpfiff. Anspiel. Passen. Torschuss. 1:0! Anspiel. Tackling. Passen. Torschuss. 2:0! Schlusspfiff.

l u d o m r e tack

Rapid, Roter Stern, United und wie sie alle heissen, treten wieder an zur Mutter aller Fussballturniere. Aber wie kommt man bloss auf die Idee seine Mannschaft mit Tacker zu titulieren? Du denkst an Bostichklammern? Weit gefehlt! Wohl noch nie was von Kudi "Der Denker“ Mueller gelesen? Er hat die Zusammenfassung seiner Memoiren schon vorweggenommen: Tack, Tack, Tack. Eine Spiel- und Lebensphilosophie getreu dem Motto, drei Worte kann sich jeder Fussballer merken. Nach einigen mehr oder weniger erfolgreichen Auftritten hat Tacker modul letztes Jahr erstmals den begehrten Titel geholt. Aber wie heisst es so schoen, nach dem Sieg ist vor dem Sieg. Darum werden wir auch dieses Jahr wieder Ball und Gegner laufen lassen, um den Pokal ein weiteres Jahr in der hauseigenen Vitrine stehen zu haben. Die Motivation ist gegeben: Noch nie ist einer Mannschaft die Titelverteidigung gelungen.


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Damen Liga

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s R.I.P.

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Alles hat ein Ende - nur Kick’n’Rush nicht - die Damen-Liga schon! Nur zwei Jahre nach der Gruendung von Kick’n’Rush wurde 2001 die Damen-Liga eingefuehrt. Seither durchlebte die Liga viele Hoehen und Tiefen. Die Hoehen auf dem Gruen, wo hoechste Fussballkunst geboten wurde - Tiefen, weil immer weniger Damen-Teams eine Anmeldung einreichten. Hoehepunkt waren sechs Teams im Jahr 2005, drei Teams waren die Regel. Trotz groessten Bemuehungen und einer bis zum Kommerz reichenden Medienoffensive gelang es dem Kick’n’Rush-Fan Club dieses Jahr nicht, mehr als zwei (ja, zwei) Damen-Teams zum mitmachen zu bewegen. Somit waere das erste Gruppenspiel, besser bereits der Halbfinal, ein vorgezogener Final gewesen. Das ist bei weitem noch nicht alles: die einzigen angemeldeten Teams (zwei!) waren Ballerinas Rot und Ballerinas Gruen - also Splittergruppen. Nicht einmal die Titelverteidiger des letzten Jahres - die MaraDonnas - reichten eine Anmeldung ein. Aus diesen Gruenden startet Kick’n’Rush ohne Damen-Liga in das zweite Jahrzehnt. Es sei an dieser Stelle erwaehnt: der Kick’n’Rush-Fan Club hat sich als laengerfristiges Ziel gesetzt, kuenftig nur noch eine Liga - die hehre Kick’n’RushLiga zu betreiben. Vorstellbar, oder aufgrund einiger Jahrgaenge von Mitwirkenden, wird eventuell eines Tages eine Veteranen-Liga eingefuehrt. Kick’n’Rush erkennt die Generationen. Die Kinder-Liga machte 2008 den Anfang. Warten wir zu bis Interkosmos Tim Buktu, BMC Seniors oder Independiente Neustadt in die Rente gehen. Ihr Schnaufen in der Abendsonne auf Tribschen ist laengst unueberhoerbar! Vorerst gilt es aber in diesem Jahr, die verbleibenden DamenTeams mit einem herzlichen Willkommen in der Kick’n’Rush-Liga zu begruessen. Und: so viele verschiedene Gegner wie dieses Jahr hat noch kein Damenteam am Kick’n’Rush erlebt. Geniesst es! Anregungen zur Damen-Liga oder aehnlichem: jederzeit an info@ kick-n-rush.ch !!!


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nervoes vor fussballspiele

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Von Bruno Affentranger

Bin ich normal, habe ich mich letzte Nacht gefragt, als ich unmittelbar beim Erwachen, gefuehlt 3 Uhr, vor meinem geistigen Auge sah, wie Romario eine scharfe Hereingabe mit wunderbarer Leichtigkeit zu einem erfolgreichen Torschuss verwandelte. Das Zuspiel war nicht leicht zu verarbeiten, keineswegs. Der Ball sprang noch auf, bevor der Stuermer ihn direkt nahm, und der kleine Brasilianer schwebte mit beiden Beinen in der Luft, und dennoch traf er die Kugel perfekt, mit der Fussspitze. DroppPike, dachte ich, befriedigt ueber diese mir in diesem Moment als genial erscheinende Zusammenfassung der Szene. Ein Kunstwerk, verfasst von einem gedrungenen Mann, der die besten Szenen seines Talentes als Taenzer in den Diskotheken der Cariocas hinlegte. Nochmals ging ich den Spielzug durch. Bebeto auf Romario. 1994, fiel mir ein, Weltmeisterschaft in den USA, Stadion in Passadena, schoenes Wetter, wilde Frisuren, a propos, Haare wie Carlos Valderama oder Lalas. Es ratterte weiter in meinem Kopf: Roberto Biaggio, diese unvollendete norditalienische Sinfonie des Offensivspiels, dann das beste aller Laenderspiele der Schweizer Nationalmannschaft in der Neuzeit, gegen Rum nien, 4 zu 1, Ciriaco Sforza, meist eklatant ueberschaetzt, diesmal aber einer rauchenden Lokomotive gleich losstampfend, Alain Sutter von links kommend und rechts abschliessend, in einer anderen Partie einen Weitschuss von Georges Hagi, dem Karpatenmaradona, aus mehr als vierzig Metern, der Ball sich senkend im langen Eck des Tores. Wunderbar, ich fuehlte mich in diesem Moment schlicht wunderbar und tanzte mit Romario durch die Diskothek, und Hagi, Sutter, Biaggio und Dunga prosteten uns von der Theke zu. Und dann sah ich mich selber unversehens im Bett liegen und musste mir jene Frage stellen: Bin ich noch normal, all das zu denken, mitten in der Nacht, und als erstes beim sinnlosesten aller Erwachen? Es war ein aergerlicher Augenblick, und ich wagte es nicht, auf den Wecker zu schauen und hielt den Blick starr zur Decke gerichtet. Ich versuchte, an nichts denken. Ich dachte an den eigentuemlichen Satz eines Sportkommentatoren: "Jetzt konsultiert der Referee seinen Chronometer." Haette heissen muessen: Der Schiedsrichter schaut auf seine Uhr. Aber nein. Referee, konsultieren, Chronometer. Gequirlter Wahnsinn. Nichts denken, dachte ich. Nichts denken, nichts denken, dachte ich. Doch von rechts brach unvermittelt Enzo Francescoli in den Strafraum meines Kopfes ein, warum, weiss ich nicht, mit dem Ball am Fuss, linkes Bein, rechtes Bein, linkes Bein, der kleine Freund huepfte und klebte trotzdem am Fuss, die Geg-


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ner graetschten, und wie sie graetschten!, auf Kniehoehe, ungestraft, denn damals, in den Achtzigern, setzte es keine Karten ab fuer so etwas, damals, als noch richtiger Fussball gekaempft und nicht diese Kinderparty ausgeuebt wurde, mit Spielgeraeten uebrigens, die leichter sind als Federbaelle, und die aus dem Stadion davon fliegen, wenn man sie nur leicht beruehrt hat, die losziehen wie die Zugvoegel und die erst im heissen Suedafrika wieder landen, wenn bei uns schon tiefer Winter ist. 2010. Im naechsten Sommer. WM Suedafrika, Landebahn der Baelle, deshalb also, Sepp, aha, deshalb, Suedafrika, dort, wo jene Baelle aus dem Himmel fallen, die Drogba und Ballack und die anderen Steinstosser drei Monate zuvor aus einem Londoner Stadion gekickt haben. Ich musste kurz lachen, mitten in der Nacht, und in dieses Lachen sprintete erneut der Uru Francescoli, der eleganteste Spieler seiner Zeit, in Europa wenig geschuetzt und kaum beobachtet, in Frankreichs Ligue Une ohne Fortune, aber doch, doch, ein Tangotaenzer vor dem Herrn, der mit dem Gegenueber Haschmich spielte und sich gleichzeitig eine Zigarette anzuenden konnte, galant beim Torschuss der Herzensdame auf der Tribuene zu winkend, den weissen Seidenschal zurueckgeschlagen. Einer, dessen schmales Gesicht auch im Moment des Triumphes in einem der dampfenden Stadien von Buenos Aires Trauerflor trug. Dachte ich in diesem Moment. Und dann: Fussballgenie und Zigarette auf dem Platz, wie geht das denn? Darueber sinnierte ich eine Weile angestrengt, hatte keine Ahnung warum, lag verloren auf der Pritsche, und dachte schon bald an nichts mehr. Fuer einen Moment nur. Fuer einen Moment der Gnade, den die lustige Monika Kaelin auf der Buehne in der Disco 1994 abrupt beendete, als sie freudenstrahlend ihr offizielles Schweizer-Delegations-Lied gab, ein bis dahin verschollen geglaubtes Meisterwerk unter den tonalen Schwerverbrechen. Sie schmetterte aus Leibeskraeften: "Amerika, Amerika, mit der Schwiizer Nati sind mer da", und Bebeto und Romario schaukelten dazu mit ihren Armen, als ob sie ein Kind wiegen wuerden, waehrend Francescoli ganz sinister die gebrochene Zeh von Susi Sutter betrachtete und sich vom grossen Poeten und Taktiker Caesar Luis Menotti eine neue Zigarette anzuenden und zwischen die Finger der schlaffen rechten Hand schieben liess." Ich drehte mich im Bett um, gefuehlt 3 Uhr 30, und ich wurde mir wieder einmal gewahr, dass ich am naechsten Morgen wie meist unausgeschlafen, schlecht rasiert und baerbeissig zum eigenen Fussballspiel auflaufen wuerde, als Karrikatur meiner selbst, unfaehig die Dropp-Pike auch nur gedanklich anzuwenden, angesaeuert, bis, ja bis ich beim Anspiel den Gegenspieler erkennen wuerde, der durch halb geschlossene Augen und unter zitternden Lidern mir den wissenden, rot geaderten Blick schenken wuerde. Normal sind wir alle nicht.


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Open Mic Luzern

Open Mic wird in Luzern seit Januar 2006 veranstaltet. Es ist eine offene Bühne für Singer-Songwriter und findet von Oktober bis Mai am ersten Sonntag im Monat in der Bar Jaz . zkantine statt. Die Idee eines Open Mic stammt von in anderen Städten der Schweiz sowie im Ausland ähnlichen Veranstaltung ab. Initiert wurde das Luzerner Open Mic von den Musiker/innen Valerie Koloszar (Pink Spider), Ivo Bättig (aerodrum) und Raffaele Franco (eastpole). Alle haben als Singer-Songwriter LiveErfahrungen gemacht und bieten mit dieser offenen Bühne die Möglichkeit eines Kurzauftrittes für unentdeckte Talente aber auch für bereits erfahrene Musiker/innen in diesem Segment an. Durch den ständigen Kontakt mit anderen Open-MicVeranstaltern fördert diese Reihe auch den Austausch von musikalischem Schaffen mit anderen Regionen der Schweiz. Das Konzept des Luzerner Open Mic ist relativ simpel und richtet sich an SingerSongwriter die eigene Songs in Form eines Kurzauftrittes von ca. 15 Minuten spielen . möchten. (keine Covers, keine Bands, keine Jam). Anmelden kann man sich entweder per e-mail oder am selben Tag vor Ort.

Hinweis: Das nächste Open Mic findet am Sonntag 5. Juli 2009 von 14-18 Uhr am kick'n'rush -Turnier 2009 beim FC Kickers Stadion an der Tribschenstrasse in Luzern statt. Wer seinen Song oder mehrere spielen möchte, kann sich über die e-mail - Adresse oder einfach am selben Tag vor Ort Anmelden. Pro Song gibt es ein Getränk gratis. openmicluzern@hotmail.com

www.myspace.com/openmicluzern


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Kinder liga

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Liebes Mami, lieber Papi,

Wir tschutten auch dieses Jahr am Kick‘n‘Rush! Und zwar in der Kinderliga. Wenn ich und meine Kicker-Freunde nicht jünger als 3 und nicht älter als 10 Jahre alt sind, dürfen wir mitmachen. Das Aufwärmprogramm durchführen und evtl. mittschutten werden die Mädels der pädagogischen Tagesbetreuung Chenderzemmer. g

Sonnt

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Anmelden könnt ihr mich beim Merchandise-Stand bis 17:15. Um 17:30 treffen wir uns beim Speakerzelt, denn dann müssen wir unsere Waden kräftig einturnen, uns mit Wasser stärken und abkühlen. Ab 17:45 versuchen wir dann wie die Wilden während 15 min. ein Tor zu schiessen. Yippiiiii, da freu ich mich! Das Chenderzemmer-Team freut sich ebenfalls riiiesig auf meine Anmeldung! www.chenderzemmer.ch


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! Herzlichen Dank

Restaurant Neustadt, Enrico Ciliberto Weine, Mart Meyer, Treibhaus, FC Kickers, Parterre, Metzgerhalle, Clockworx, Hoesli, sowie allen freiwilligen HelferInnen

aus den Annalen

Schillerndste Kick‘n‘RushPersoenlichkeiten 2008 Jutzi 2007 Romanski 2006 Chicken Nuggets 2005 Henne 2004 Julian 2003 Eugen

2008 2007 2006 2005 2004

Champions Herren-Liga 2008 Tacker Modul 2007 tschutti heftli 2006 Ajax Jazzkantine Olympique 2005 Independiente Neustadt 2004 BMC Hartplatz seniors 2003 Interkosmos Tim Buktu 2002 Real Fabrik 2001 VSG Neustadt 2000 Ajax Dada 1999 BMC Hartplatzboys

Impressum

Team des Jahres Bonkers United Dynamo Sedel Chicken Nuggets Football Te Unsportivo Treibhaus Muisiglanzgmeind

Kick‘n‘Rush-Liga 2008 Radio 3fach kick ass FC 2007 Dynamo Sedel 2006 B-Sides Damen-Liga 2008 MaraDonnas 2007 Wanda Wahnsinn 2006 Wanda Wahnsinn 2005 MaraDonnas 2004 Wilmas 2003 Wilmas 2002 Wilmas 2001 Wilmas

Herausgeber: Kick‘n‘Rush Fan-Club, www.kick-n-rush.ch Redaktion: Lolek und Bolek Vervielfaeltigung: gutzumdruck.net Auflage: 600 Ex. Vermeintlicher Art Director: Eric t. V. Kleinkunst: sputnik-sager.ch Lithografien: keine Lektorat: keines


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Sonntag 5. Juli 09 Abfahrt 19 Uhr ab Treibhaus 3.6.2009 10:09:20 Uhr


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Festival Muisiglanzgmeind

Das Turnier

Nr. 11

- 5. Juli 2009

LiricasAnalas

The JohnnyTroubleTrio Lahar Die So Fluid

Jennifer Rostock

Kommando

Famara

The Dreadnoughts

Eisbrecher Made In Mind

Aloan

Jolly &The Flytrap

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