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São Paulo in Bewegung

In diesem Abschnitt werden die wichtigsten und aktuellen Aktionen in der Hauptstadt vorgestellt und wie sie die Landschaft der Metropole verändern werden

Bus

EXKLUSIVE SPUREN FÜR SCHNELLERE FAHRTEN

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m die durchschnittliche Geschwindigkeit zu erhöhen und den Zeitaufwand der Busfahrten zu reduzieren, investiert die Stadt São Paulo in den Aufbau von Korridoren und die Installation von exklusiven Fahrspuren für öffentliche Omnibusse. Die Stadtverwaltung arbeitet auch an einem Pilotprojekt für 24-Stunden-Buslinien in der Stadt ab 2014. Im Juli 2013 kündigte die Bundesregierung die Bereitstellung von 3,1 Milliarden Reais des Wachstumsbeschleunigungs Programms - urbane Mobilität, des PAC (Programa de Aceleração do Crescimento) an, für den Ausbau von 99 Kilometern Korridoren, die zu den bestehenden 119 km hinzukommen. Insgesamt sollen in der Stadt bis zum Jahr 2016 150 Kilometer exklusiver Busspuren gebaut werden, mit Investitionen von 6,5 Milliarden Reais. Die Buskorridore sind getrennte Spuren, bei denen in der Regel der Ein- und Ausstieg in der Straβenmitte passiert. Busspuren liegen am rechten Straßenrand und sind für die exklusive Verwendung öffentlicher Busse markiert. Unter den bereits ausgeschriebenen Busspuren sind 26 Kilometer auf der Radial Leste und weitere 14 Kilometer in der Region Itaquera im Osten der Stadt. Südlich werden es 3 Kilometer auf den Straßen Engenheiro Luís Carlos Berrini und Chucri Zaidan sein, und weitere 16 Kilometer im Straßennetz, das die Vororte Capão Redondo, Campo Limpo und Vila Sônia verbindet. Die bevölkerungsreichsten südlichen und östlichen Regionen der Hauptstadt haben die größte Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Bau eines Bus-Bahnhofs in Itaquera wurde schon ausgeschrieben. Voraussichtlich sollen die Entwürfe für alle Buskorridore bis Ende 2013 fertiggestellt sein. Neben den Korridoren investiert die Stadt in exklusive Fahrspuren für Busse. Von Januar bis August 2013 wurden 100 Kilometer dieser Spuren in der ganzen Stadt eingeführt. Das Ziel der Aktion ‚Dá Licença para o Ônibus‘ („Vorfahrt für den Omnibus!“) ist es, dem öffentlichen Verkehrsmitteln Vorrang einzuräumen, damit die Fahrzeit reduziert und den Fahrgästen mehr Bequemlichkeit und Sicherheit geboten werden kann. Sogar die Schnellstraβen haben Busspuren bekommen. Autofahrer die dort drauffahren, müssen eine Geldstrafe von 53,20 Reais bezahlen. Die 24-Stunden-Buslinien sind für 2014 geplant. Die Strecken werden den Weg der U-Bahn abfahren, da diese zwischen Mitternacht und 4:40 Uhr nicht in Betrieb ist. Diese Maßnahme erfüllt die langjährigen Forderungen der Nutzer, die über den Mangel an öffentlichen Verkehrsmitteln in der Nacht klagen.

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São Paulo OUTLOOK

Öffentliche Verkehrsmittel

U-BAHN WIRD MIT EINSchienenBAHN eine länge von 100 kM ERREICHEN

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as paulistanische U-Bahnnetz war im Jahr 2013 mit der Erweiterung von vier U-Bahnlinien beschäftigt. Ziel ist es, bis Ende 2014 zehn weitere Stationen einzuweihen, und somit das U-Bahn-Netz von derzeit 74 Kilometern auf 100 Kilometer zu verlängern. Eines der Projekte ist die Verlängerung der Linie 5-Lilás, die zwei wichtige Stationen verknüpft und ein weiteres Projekt ist der zweite Teil der Linie 4-Amarela. Zwei Linien werden auf Hochstraßen in Einschienenbahnen fahren. Im Südteil wird die 17-Ouro den Flughafen Congonhas mit der Station Morumbi verbinden. Dann folgt die 15-Prata zwischen den Vororten Ipiranga und Cidade Tiradentes im Osten.

Straßennetz

EINE Reihe von baustellen erleichtert den verkehr zum südTEIL der hauptstadt

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ine Reihe von bereits begonnenen Baustellen wird dazu beitragen, den Verkehr im südlichen Teil der Hauptstadt zu entlasten. Eine der wichtigsten ist der Bau von zwei Brücken über den Fluss Pinheiros nahe der Avenida Chucri Zaidan, die um 3250 Meter bis zur Avenida João Dias verlängert wird. Ein weiteres wichtiges Bauprojekt ist die Verlängerung der Avenida Jornalista Roberto Marinho bis zur Autobahn Imigrantes, die den Verkehr auf der Avenida dos Bandeirantes entlasten wird.

Aktionsplan

Bilanz bezeugt die Reduzierung der Kriminalität im Verkehr

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ie Stadt São Paulo führt ein Programm für FuβgängerSchutz durch, um die Straßenüberquerung sicherer zu machen und die Autofahrer zu erziehen. Im Mai 2013 wurde diese Initiative zwei Jahre alt und kann eine positive Bilanz vorweisen. Die Anzahl der tödlich verunglückten Fuβgänger ist in der Stadt São Paulo zwischen dem 11. Mai 2012 und dem 28. Februar 2013 im Vergleich zum Zeitraum zwischen dem 11. Mai 2010 bis zum 28. Februar 2011, bevor diese Initiative begann, um 20,4% gesunken. www.analise.com

São Paulo Outlook 2013 - Resumo (Alemão)  
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