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8.3.2010

13:35 Uhr

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Das Magazin zur Energiewende in der Schweiz

Nr. 2, März 2010 Die Photovoltaikanlage auf dem Scheunendach im bernischen Zimmerwald liefert jährlich Strom für 21 Haushalte. Setzt der Kanton Bern seine fortschrittliche Energiepolitik fort, wird künftig noch viel mehr Solarstrom produziert.

Foto: Schweizer Solarpreis 2009

serdem erhalten wir mit einer Förderabgabe auf Strom zusätzliche Mittel, die wir zur Förderung von erneuerbaren Energien und für Massnahmen im Bereich der Energieeffizienz einsetzen werden. Sofern der Grosse Rat zustimmt, werden wir damit ab 2011 jährlich über rund 70 Millionen Franken verfügen.

Mehr Arbeitsplätze, weniger Auslandabhängigkeit

SP-Initiative: Antrieb für kantonale Energiepolitik Fortschrittliche Berner Energiepolitik von Barbara Egger-Jenzer, Regierungsrätin Bern

Die SP-Initiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien» ist die richtige Antwort auf die Wirtschaftskrise. Dank Investitionen in erneuerbare Energien können neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen werden. Für fortschrittliche Energiekantone wie den Kanton Bern bringt die Initiative zusätzlichen Schwung in die Umsetzung ihrer Energiepolitik.

Trotz oder gerade wegen der ernüchternden Ergebnisse des Klimagipfels vom letzten Jahr in Kopenhagen will der Kanton Bern seinen Beitrag zum globalen Schutz des Klimas leisten. Er will dies insbesondere im Energiebereich tun, denn eine griffige Energiepolitik ist der beste Klimaschutz. Und da gehört die Zukunft den erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Unser Kanton setzt schon lange auf diese Technologien: Seit den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts fördert er konsequent Energiesparmassnahmen und mit seiner Energiestrategie hat er vor einigen Jahren die Weichen

Richtung nachhaltige Entwicklung gestellt. Mit dem Energiegesetz, das vom Grossen Rat hoffentlich gemäss unseren Vorschlägen verabschiedet wird, schaffen wir uns nun den erforderlichen Rahmen zur Umsetzung unserer Ziele. Wenn der Grosse Rat in der zweiten Lesung seiner Kommission folgt, werden wir als erster Kanton den Gebäudeenergieausweis für obligatorisch erklären und zwar für Liegenschaften, die mehr als 20 Jahre alt sind. Aus-

Meine Umwelt ist mir etwas wert Wenn Sie die umweltpolitischen Projekte der SP Schweiz unterstützen und «sonnenklar!» vierteljährlich erhalten wollen, senden Sie bitte Ihre Adresse an sonnenklar@spschweiz.ch

Impressum sonnenklar! Herausgeberin: SP Schweiz, Postfach, 3011 Bern, sonnenklar@spschweiz.ch. Redaktion: Pierre Bonhôte, alt Ständerat; Thomas Christen, Generalsekretär; Chantal Gahlinger, politische Fachsekretärin; Reto Gamma, Projektleiter Fundraising; Barbara Marty Kälin, alt Nationalrätin; Roger Nordmann, Nationalrat; Eric Nussbaumer, Nationalrat; Gisèle Ory, Regierungsrätin; Rudolf Rechsteiner, Nationalrat; Doris Stump, Nationalrätin; Ursula Wyss, Nationalrätin. Redaktionelle Bearbeitung und Produktion: Gallati Kommunikation, Zürich. Gestaltung: Purpur AG für Publishing und Communication, Zürich. Druck: Abächerli Druck AG, Sarnen. sonnenklar! erscheint viermal im Jahr in Deutsch und Französisch. Postkonto: 30-665681-6, sonnenklar!, 3001 Bern.

Unterschreiben Sie die Volksinitiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien» Foto: Keystone

Die Berner RegierungsrätInnen Andreas Rickenbacher und Barbara Egger-Jenzer unterstützen zusammen mit den Regierungsräten Urs Hofmann (AG) und Christoph Brutschin (BS) die neue Energieinitiative der SP Schweiz. Frau Egger-Jenzer führt aus, warum sie auf eine moderne Energieversorgung setzt und warum sie die Initiative wichtig findet.

Aus dem Kanton Bern fliesst heute jedes Jahr rund eine halbe Milliarde Franken für Brennstoffe ins Ausland. Was ist, wenn wir diese Gelder mit erneuerbaren Energien und mit einer verbesserten Energieeffizienz einsparen könnten? Unsere CO2-Emissionen würden sich massiv reduzieren. Und statt Ölimporten würden wir Arbeitsplätze schaffen und das Wachstum in unserem Kanton steigern. Allein mit dem neuen Berner Energiegesetz lassen sich rund 1000 Stellen erhalten oder neue schaffen – heimische Arbeitsplätze in der Baubranche, in Handwerksbetrieben, bei Planern, Architektinnen und bei innovativen Firmen, die sich mit erneuerbaren Energien interessante und zukunftsfähige Geschäftsfelder erschliessen. Ein weitgehend CO2freier Kanton ist heute noch eine Vision. Mit unserer Energiepolitik bewegen wir uns aber darauf zu, Schritt für Schritt in die richtige Richtung. Die Gestaltungs- und Arbeitskraft der Menschen ist die wichtigste «nachwachsende» einheimische Ressource! Die Initiative der SP liegt richtig, wenn sie dieser Ressource endlich das gebührende Gewicht beimisst. Es muss sich lohnen, wertschöpfende Arbeit hier bei uns zu leisten! Gute Gründe, die Initiative der SP zu unterstützen.

Ein Techniker prüft die Qualität von Solarzellen. Viele solche CleantechJobs sollen in der Schweiz entstehen, fordert die SP Schweiz. Sie hat die Initiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien» lanciert, die zum Ziel hat, bis 2030 die Hälfte der Energieproduktion mit erneuerbaren Energien zu decken und damit tausende zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen.

Neue Arbeitsplätze dank Cleantech von Christian Levrat, Präsident SP Schweiz

von Thomas Christen, Generalsekretär SP Schweiz Gedruckt auf FSCzertifiziertem Papier, SQS-COC-2086 «FSC Trademark 1996, Forest Stewardship Council A. C.»

Setzen Sie ein Zeichen: Unterschreiben Sie beiliegenden Unterschriftenbogen und senden Sie ihn noch heute ab. Weitere Bogen unter: www.spschweiz.ch/sonnenklar oder bei sonnenklar@spschweiz.ch

Es ist kaum zu glauben. Ausgerechnet mitten in einer Wirtschaftskrise sollen die Arbeitslosen bestraft werden. Und das grundlos: Sie haben das aktuelle Debakel weder verursacht noch verschuldet. Und trotzdem möchte die bürgerliche Mehrheit im Parlament die Leistungen der Arbeitslosenversicherung schmerzhaft kürzen. Es darf doch nicht sein, dass nun die Arbeitnehmenden die bitteren Folgen der Finanzkrise allein ausbaden müssen, nachdem der Staat den Verantwortlichen des Kasinokollapses mit Milliarden aus der Patsche geholfen hat. Währenddem bereits wieder Boni und Eintrittsprämien in Mil-

lionenhöhe verteilt werden wie eh und je. Dagegen wehrt sich die SP.

Eine Antwort auf die Arbeitslosigkeit Nur: Es ist klar, dass sich die SP nicht damit begnügen darf, sich gegen diesen Abbau zu wehren. Wir verstehen uns als die progressive Kraft. Als Partei, welche die Schweiz mit ihren Ideen in den letzten Jahren immer weitergebracht, die Schweiz bewegt hat. Darum wird von uns auch erwartet, eine langfristige Antwort auf die Problematik der Arbeitslosigkeit zu geben. Eine Antwort, die Perspektiven eröffnet. Perspektiven für neue

Arbeitsplätze, für die Arbeit von morgen. Und für die SP ist diese Antwort klar: Sie heisst Cleantech. Cleantech steht für Arbeitsplätze mit Zukunft, für Investitionen in erneuerbare Energien, in neue Technologien. Cleantech heisst technologische Innovationen, die Gesellschaft und Umwelt im Blick haben. Und nicht Scheininnovationen in lebensfremde Finanzderivate. Die Finanzwirtschaft hat uns in die Krise geführt. Cleantech führt uns wieder hinaus. Investieren in Cleantech bedeutet Investitionen in eine neue Industriepolitik. In Deutschland sind in den letzten Jahren 170 000 Arbeits-


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Der Arbeitnehmerdachverband Travail.Suisse unterstützt die Initiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien», weil sie die Rahmenbedingungen für einen energetischen Umbau der Wirtschaft stark verbessern würde. Dadurch würden im ganzen Land zehntausende von zusätzlichen Arbeitsplätzen entstehen.

plätze in der Branche der erneuerbaren Energien entstanden, insgesamt können dieser mittlerweile rund 280 000 Arbeitsplätze zugerechnet werden. Und auch in der Schweiz schlägt sich der Boom bereits heute in den Erfolgsrechnungen verschiedener Unternehmen nieder: Die Solar-Division von Oerlikon hat vor kurzem einen 320-Millionen-Auftrag für Maschinen für die Herstellung von Dünnschichtmodulen erhalten, die Toggenburger Materialspezialistin Gurit verdient via einer auf Rotorblattkomponenten spezialisierten Tochterfirma am Windboom mit, die UBS erwirtschaftete mit dem Börsengang eines norwegischen Solarunternehmens 40 Millionen Franken.

Eine Initiative für die wirtschaftliche Erneuerung

Politischer Wille ist gefordert Damit das wirtschaftliche Potential von Cleantech in Zukunft aber tatsächlich ausgeschöpft werden kann, braucht es die Rahmenbedingungen dazu. Und dafür braucht es den politischen Willen. Es gibt zwei Alternativen: zurück in die Zeiten der Atomwirtschaft und der fossilen Energie oder vorwärts in die Zukunft einer stärker dezentral ausgerichteten Energiewirtschaft mit erneuerbaren Energien von Cleantech in die Zukunft des technologischen Wandels. Beides zusammen ist nicht zu haben. Wer neue Atomkraftwerke fordert, der spricht sich damit gleichzeitig für einen Ausbaustopp für erneuerbare Energien und gegen die damit vorhandenen Chancen für Wirtschaft und Arbeit aus. Die SP wählt den Weg in die Zukunft. Die Cleantech-Initiative ist das Mittel dazu. Die Forderung ist klar und einfach: Bis 2030 soll die Hälfte der Energieproduktion mit erneuerbaren Energien gedeckt sein. Dass dies mit der Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz möglich ist, wissen wir. Wir wissen, dass die Einführung einer Einspeisevergütung für erneuerbare Energien vor rund zwei Jahren einen regelrechten Boom bei den «Erneuerbaren» ausgelöst hat. Der Ansturm ist so gross, dass heute 3000 Solarstromanlagen auf der Warteliste stehen. Wir wissen, dass die erschliessbaren Potentiale erneuerbarer Energien bis 2030 das Dreifache der bisherigen Stromerzeugung aus AKW betragen. Wir wissen, dass bei der Energieeffizienz die technisch möglichen Einsparpotentiale riesig sind – allein bei den immer noch 240 000 Elektroheizungen und den 800 000 Ölheizungen. Wir wissen, dass das Bundesamt für Energie das Einsparpotential für Heizung und Warmwasser in Wohnbauten auf 70 Prozent beziffert. Wir wissen, dass der Umstieg auf Erneuerbare möglich ist.

von Martin Flügel Präsident, Travail.Suisse

von Denis Torche, Travail.Suisse

Innovation ist für die Schweiz lebenswichtig. Nur dank ihr können künftig Arbeitsplätze geschaffen werden, während andernorts Stellen verschwinden: In der Textilindustrie etwa arbeiteten 1991 insgesamt 28 000 Menschen, 2008 waren es nur noch 11 000. Die erneuerbaren Energien sind einer der Hauptpfeiler einer wirtschaftlichen Erneuerung. Betrachtet man deren Rahmenbedingungen, steht die Schweiz im Vergleich zur EU gut da, denn sie verfügt nur

Der Umstieg ist nötig

Die SP-Initiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien» fördert die Energieeffizienz und die erneuerbaren Energien. Damit sichert sie bestehende und schafft neue Arbeitsplätze in vielen Sektoren.

Die Begrenzung der kostendeckenden Einspeisevergütung für erneuerbare Energien würde aufgehoben werden. Dadurch würden Investitionen von Hunderten von Millionen Franken aktiviert, die derzeit blockiert sind. Neue Arbeitsplätze würden geschaffen werden. Eine CO2-Abgabe auf Treibstoffe würde eingeführt. Diese Abgabe würde die Verlagerung von Transportleistungen auf die Bahn beschleunigen. Auch hier würden neue Arbeitsplätze entstehen, denn der Sektor des öffentlichen Verkehrs ist stellenintensiver als der Privatverkehr. Ein positiver Saldo von einigen tausend Arbeitsplätzen ist denkbar. Der Langsamverkehr würde sich stärker entwickeln und Stellen in der Industrie für die Montage von Elektrovelos zur Folge haben. Eine Technologiepolitik würde sich entwickeln. Sie würde auf eine energiewirtschaftliche Forschung setzen, die neue Stellen in der Exportindustrie schafft und die grosse

Chance von Cleantech auf den Weltmärkten wahrnähme. Strom aus erneuerbaren Energien würde den Atomstrom schrittweise ersetzen. Das hätte einen positiven Effekt auf die Beschäftigung: Mit den fünf Milliarden Franken, die ein AKW kostet, könnten zweimal mehr Energie erzeugt und zehnmal mehr Stellen geschaffen werden. Die fünf AKW in der Schweiz beschäftigen gerade mal 1600 Personen. Energiedienstleistungen hätten Konjunktur. Die Anforderungen an eine bessere Energieeffizienz würden die Nachfrage nach Energiedienstleistungen erhöhen. Damit würden zahlreiche neue Stellen geschaffen werden.

Dachdecker und andere Berufszweige der Baubranche würden vom vermehrten Wärmedämmbedarf profitieren.

von Josiane Aubert, Vizepräsidentin Travail.Suisse, Nationalrätin SP/VD

Der Arbeitnehmerdachverband Travail.Suisse hat an seinem Kongress Ende 2007 unter dem Leitgedanken «Lebensqualität zuerst» sein «Politikprogramm für morgen» verabschiedet. Darin festgehalten sind unter anderem die Forderung «Arbeitsplätze und gute Löhne für alle» sowie die Aussage «Erneuerbare Energien schaffen Arbeitsplätze». Die derzeitige Beschäftigungslage, die im Zuge der Wirtschaftskrise massiv mehr Arbeitslose gefordert hat, sowie die Dringlichkeit des Klimaschutzes erfordern wirksame Massnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien und energetischer Innovationen. Die Schweiz hat endlich einige wichtige Entscheide zur Förderung der Energieeffizienz getroffen, doch bleibt viel zu tun, um den jungen Generationen Lebensqualität und Arbeitsplätze zu sichern. Der Vorstand von Travail.Suisse hat deshalb entschieden, die Initiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien» der SP Schweiz zu unterstützen.

Um das Potential und die Art der Arbeitsplätze genauer zu bestimmen, die durch die Initiative ausgelöst würden, ist eine Studie erforderlich. Es besteht aber kein Zweifel, dass die Bilanz für die Beschäftigung sehr positiv ausfiele.

Zukunftsfähige Jobs für die Schweiz IngenieurInnen würden ebenso von der SP-Initiative profitieren, wie EnergieberaterInnen und andere AnbieterInnen von Energiedienstleistungen.

Die Elektroinstallations-, die Sanitär- und die Heizungsbranche würden von grösseren Auftragsvolumina profitieren.

Fotos: Keystone

Der Umstieg ist möglich. Und er ist notwendig. Für die Wirtschaft. Aber natürlich auch für die Umwelt. Die Ausgaben der Schweiz für fossile Energie betragen heute 23 Milliarden Franken. 23 Milliarden auf Kosten der Umwelt. Die Schweiz muss im Umweltschutz eine Vorreiterrolle wahrnehmen. Sie muss den CO2-Ausstoss verringern. Und da gibt es nur ein Mittel: der Umstieg auf erneuerbare Energien. Der Handlungsbedarf ist gross. Das sieht auch die Basis der SP Schweiz so. Aus einer Auswahl von fünf möglichen Initiativprojekten hat sie die Initiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien» als das vordringlichste Anliegen ausgewählt. Darum hat die SP diese Initiative gestartet. Wir sind überzeugt, dass wir eine zukunftsgerichtete, innovative Initiative präsentieren, die den Nerv der Bevölkerung trifft und für die sich darum auch leicht sammeln lässt. Denn auch die Bevölkerung will den Umstieg auf erneuerbare Energien. Dies haben etwa die AKW-Ablehnung in der Waadt oder das Votum zum Atomausstieg in Zürich gezeigt. Setzen wir uns für die Sammlung der Initiative ein, damit diese möglichst bald die notwendigen 100 000 Unterschriften zusammen hat und eingereicht werden kann. Nur so können wir das politische Zeichen setzen, das es jetzt braucht. Weg von fossiler und atomarer hin zu erneuerbarer Energie.

über wenige energieintensive Industriezweige und die Energieerzeugung ist von fossilen Brennstoffen nur geringfügig abhängig. Die Massnahmen zur Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft werden in der Schweiz deshalb weniger Stellen kosten als in den meisten Ländern der EU. Die neue Initiative der SP würde der Schweiz wieder eine führende Rolle in der Entwicklung sauberer Technologien zuweisen. Die Initiative könnte folgende Auswirkungen haben: Das Gebäudesanierungsprogramm würde ab 2020 um weitere zehn Jahre verlängert werden. Dadurch liessen sich zwischen 2020 und 2030 jedes Jahr über zehntausend Arbeitsplätze erhalten. Die Mehrheit davon sind mittelmässig qualifizierte Stellen, die aufgrund des Wärmedämmbedarfs in der Baubranche gebraucht werden. Qualifizierte Stellen würden im Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallationsgewerbe sowie im Sektor Solarenergie geschaffen werden.

Travail.Suisse unterstützt SP-Energieinitiative

Der Photovoltaikheimmarkt würde ebenfalls massiv profitieren.


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Der Arbeitnehmerdachverband Travail.Suisse unterstützt die Initiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien», weil sie die Rahmenbedingungen für einen energetischen Umbau der Wirtschaft stark verbessern würde. Dadurch würden im ganzen Land zehntausende von zusätzlichen Arbeitsplätzen entstehen.

plätze in der Branche der erneuerbaren Energien entstanden, insgesamt können dieser mittlerweile rund 280 000 Arbeitsplätze zugerechnet werden. Und auch in der Schweiz schlägt sich der Boom bereits heute in den Erfolgsrechnungen verschiedener Unternehmen nieder: Die Solar-Division von Oerlikon hat vor kurzem einen 320-Millionen-Auftrag für Maschinen für die Herstellung von Dünnschichtmodulen erhalten, die Toggenburger Materialspezialistin Gurit verdient via einer auf Rotorblattkomponenten spezialisierten Tochterfirma am Windboom mit, die UBS erwirtschaftete mit dem Börsengang eines norwegischen Solarunternehmens 40 Millionen Franken.

Eine Initiative für die wirtschaftliche Erneuerung

Politischer Wille ist gefordert Damit das wirtschaftliche Potential von Cleantech in Zukunft aber tatsächlich ausgeschöpft werden kann, braucht es die Rahmenbedingungen dazu. Und dafür braucht es den politischen Willen. Es gibt zwei Alternativen: zurück in die Zeiten der Atomwirtschaft und der fossilen Energie oder vorwärts in die Zukunft einer stärker dezentral ausgerichteten Energiewirtschaft mit erneuerbaren Energien von Cleantech in die Zukunft des technologischen Wandels. Beides zusammen ist nicht zu haben. Wer neue Atomkraftwerke fordert, der spricht sich damit gleichzeitig für einen Ausbaustopp für erneuerbare Energien und gegen die damit vorhandenen Chancen für Wirtschaft und Arbeit aus. Die SP wählt den Weg in die Zukunft. Die Cleantech-Initiative ist das Mittel dazu. Die Forderung ist klar und einfach: Bis 2030 soll die Hälfte der Energieproduktion mit erneuerbaren Energien gedeckt sein. Dass dies mit der Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz möglich ist, wissen wir. Wir wissen, dass die Einführung einer Einspeisevergütung für erneuerbare Energien vor rund zwei Jahren einen regelrechten Boom bei den «Erneuerbaren» ausgelöst hat. Der Ansturm ist so gross, dass heute 3000 Solarstromanlagen auf der Warteliste stehen. Wir wissen, dass die erschliessbaren Potentiale erneuerbarer Energien bis 2030 das Dreifache der bisherigen Stromerzeugung aus AKW betragen. Wir wissen, dass bei der Energieeffizienz die technisch möglichen Einsparpotentiale riesig sind – allein bei den immer noch 240 000 Elektroheizungen und den 800 000 Ölheizungen. Wir wissen, dass das Bundesamt für Energie das Einsparpotential für Heizung und Warmwasser in Wohnbauten auf 70 Prozent beziffert. Wir wissen, dass der Umstieg auf Erneuerbare möglich ist.

von Martin Flügel Präsident, Travail.Suisse

von Denis Torche, Travail.Suisse

Innovation ist für die Schweiz lebenswichtig. Nur dank ihr können künftig Arbeitsplätze geschaffen werden, während andernorts Stellen verschwinden: In der Textilindustrie etwa arbeiteten 1991 insgesamt 28 000 Menschen, 2008 waren es nur noch 11 000. Die erneuerbaren Energien sind einer der Hauptpfeiler einer wirtschaftlichen Erneuerung. Betrachtet man deren Rahmenbedingungen, steht die Schweiz im Vergleich zur EU gut da, denn sie verfügt nur

Der Umstieg ist nötig

Die SP-Initiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien» fördert die Energieeffizienz und die erneuerbaren Energien. Damit sichert sie bestehende und schafft neue Arbeitsplätze in vielen Sektoren.

Die Begrenzung der kostendeckenden Einspeisevergütung für erneuerbare Energien würde aufgehoben werden. Dadurch würden Investitionen von Hunderten von Millionen Franken aktiviert, die derzeit blockiert sind. Neue Arbeitsplätze würden geschaffen werden. Eine CO2-Abgabe auf Treibstoffe würde eingeführt. Diese Abgabe würde die Verlagerung von Transportleistungen auf die Bahn beschleunigen. Auch hier würden neue Arbeitsplätze entstehen, denn der Sektor des öffentlichen Verkehrs ist stellenintensiver als der Privatverkehr. Ein positiver Saldo von einigen tausend Arbeitsplätzen ist denkbar. Der Langsamverkehr würde sich stärker entwickeln und Stellen in der Industrie für die Montage von Elektrovelos zur Folge haben. Eine Technologiepolitik würde sich entwickeln. Sie würde auf eine energiewirtschaftliche Forschung setzen, die neue Stellen in der Exportindustrie schafft und die grosse

Chance von Cleantech auf den Weltmärkten wahrnähme. Strom aus erneuerbaren Energien würde den Atomstrom schrittweise ersetzen. Das hätte einen positiven Effekt auf die Beschäftigung: Mit den fünf Milliarden Franken, die ein AKW kostet, könnten zweimal mehr Energie erzeugt und zehnmal mehr Stellen geschaffen werden. Die fünf AKW in der Schweiz beschäftigen gerade mal 1600 Personen. Energiedienstleistungen hätten Konjunktur. Die Anforderungen an eine bessere Energieeffizienz würden die Nachfrage nach Energiedienstleistungen erhöhen. Damit würden zahlreiche neue Stellen geschaffen werden.

Dachdecker und andere Berufszweige der Baubranche würden vom vermehrten Wärmedämmbedarf profitieren.

von Josiane Aubert, Vizepräsidentin Travail.Suisse, Nationalrätin SP/VD

Der Arbeitnehmerdachverband Travail.Suisse hat an seinem Kongress Ende 2007 unter dem Leitgedanken «Lebensqualität zuerst» sein «Politikprogramm für morgen» verabschiedet. Darin festgehalten sind unter anderem die Forderung «Arbeitsplätze und gute Löhne für alle» sowie die Aussage «Erneuerbare Energien schaffen Arbeitsplätze». Die derzeitige Beschäftigungslage, die im Zuge der Wirtschaftskrise massiv mehr Arbeitslose gefordert hat, sowie die Dringlichkeit des Klimaschutzes erfordern wirksame Massnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien und energetischer Innovationen. Die Schweiz hat endlich einige wichtige Entscheide zur Förderung der Energieeffizienz getroffen, doch bleibt viel zu tun, um den jungen Generationen Lebensqualität und Arbeitsplätze zu sichern. Der Vorstand von Travail.Suisse hat deshalb entschieden, die Initiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien» der SP Schweiz zu unterstützen.

Um das Potential und die Art der Arbeitsplätze genauer zu bestimmen, die durch die Initiative ausgelöst würden, ist eine Studie erforderlich. Es besteht aber kein Zweifel, dass die Bilanz für die Beschäftigung sehr positiv ausfiele.

Zukunftsfähige Jobs für die Schweiz IngenieurInnen würden ebenso von der SP-Initiative profitieren, wie EnergieberaterInnen und andere AnbieterInnen von Energiedienstleistungen.

Die Elektroinstallations-, die Sanitär- und die Heizungsbranche würden von grösseren Auftragsvolumina profitieren.

Fotos: Keystone

Der Umstieg ist möglich. Und er ist notwendig. Für die Wirtschaft. Aber natürlich auch für die Umwelt. Die Ausgaben der Schweiz für fossile Energie betragen heute 23 Milliarden Franken. 23 Milliarden auf Kosten der Umwelt. Die Schweiz muss im Umweltschutz eine Vorreiterrolle wahrnehmen. Sie muss den CO2-Ausstoss verringern. Und da gibt es nur ein Mittel: der Umstieg auf erneuerbare Energien. Der Handlungsbedarf ist gross. Das sieht auch die Basis der SP Schweiz so. Aus einer Auswahl von fünf möglichen Initiativprojekten hat sie die Initiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien» als das vordringlichste Anliegen ausgewählt. Darum hat die SP diese Initiative gestartet. Wir sind überzeugt, dass wir eine zukunftsgerichtete, innovative Initiative präsentieren, die den Nerv der Bevölkerung trifft und für die sich darum auch leicht sammeln lässt. Denn auch die Bevölkerung will den Umstieg auf erneuerbare Energien. Dies haben etwa die AKW-Ablehnung in der Waadt oder das Votum zum Atomausstieg in Zürich gezeigt. Setzen wir uns für die Sammlung der Initiative ein, damit diese möglichst bald die notwendigen 100 000 Unterschriften zusammen hat und eingereicht werden kann. Nur so können wir das politische Zeichen setzen, das es jetzt braucht. Weg von fossiler und atomarer hin zu erneuerbarer Energie.

über wenige energieintensive Industriezweige und die Energieerzeugung ist von fossilen Brennstoffen nur geringfügig abhängig. Die Massnahmen zur Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft werden in der Schweiz deshalb weniger Stellen kosten als in den meisten Ländern der EU. Die neue Initiative der SP würde der Schweiz wieder eine führende Rolle in der Entwicklung sauberer Technologien zuweisen. Die Initiative könnte folgende Auswirkungen haben: Das Gebäudesanierungsprogramm würde ab 2020 um weitere zehn Jahre verlängert werden. Dadurch liessen sich zwischen 2020 und 2030 jedes Jahr über zehntausend Arbeitsplätze erhalten. Die Mehrheit davon sind mittelmässig qualifizierte Stellen, die aufgrund des Wärmedämmbedarfs in der Baubranche gebraucht werden. Qualifizierte Stellen würden im Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallationsgewerbe sowie im Sektor Solarenergie geschaffen werden.

Travail.Suisse unterstützt SP-Energieinitiative

Der Photovoltaikheimmarkt würde ebenfalls massiv profitieren.


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Das Magazin zur Energiewende in der Schweiz

Nr. 2, März 2010 Die Photovoltaikanlage auf dem Scheunendach im bernischen Zimmerwald liefert jährlich Strom für 21 Haushalte. Setzt der Kanton Bern seine fortschrittliche Energiepolitik fort, wird künftig noch viel mehr Solarstrom produziert.

Foto: Schweizer Solarpreis 2009

serdem erhalten wir mit einer Förderabgabe auf Strom zusätzliche Mittel, die wir zur Förderung von erneuerbaren Energien und für Massnahmen im Bereich der Energieeffizienz einsetzen werden. Sofern der Grosse Rat zustimmt, werden wir damit ab 2011 jährlich über rund 70 Millionen Franken verfügen.

Mehr Arbeitsplätze, weniger Auslandabhängigkeit

SP-Initiative: Antrieb für kantonale Energiepolitik Fortschrittliche Berner Energiepolitik von Barbara Egger-Jenzer, Regierungsrätin Bern

Die SP-Initiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien» ist die richtige Antwort auf die Wirtschaftskrise. Dank Investitionen in erneuerbare Energien können neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen werden. Für fortschrittliche Energiekantone wie den Kanton Bern bringt die Initiative zusätzlichen Schwung in die Umsetzung ihrer Energiepolitik.

Trotz oder gerade wegen der ernüchternden Ergebnisse des Klimagipfels vom letzten Jahr in Kopenhagen will der Kanton Bern seinen Beitrag zum globalen Schutz des Klimas leisten. Er will dies insbesondere im Energiebereich tun, denn eine griffige Energiepolitik ist der beste Klimaschutz. Und da gehört die Zukunft den erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Unser Kanton setzt schon lange auf diese Technologien: Seit den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts fördert er konsequent Energiesparmassnahmen und mit seiner Energiestrategie hat er vor einigen Jahren die Weichen

Richtung nachhaltige Entwicklung gestellt. Mit dem Energiegesetz, das vom Grossen Rat hoffentlich gemäss unseren Vorschlägen verabschiedet wird, schaffen wir uns nun den erforderlichen Rahmen zur Umsetzung unserer Ziele. Wenn der Grosse Rat in der zweiten Lesung seiner Kommission folgt, werden wir als erster Kanton den Gebäudeenergieausweis für obligatorisch erklären und zwar für Liegenschaften, die mehr als 20 Jahre alt sind. Aus-

Meine Umwelt ist mir etwas wert Wenn Sie die umweltpolitischen Projekte der SP Schweiz unterstützen und «sonnenklar!» vierteljährlich erhalten wollen, senden Sie bitte Ihre Adresse an sonnenklar@spschweiz.ch

Impressum sonnenklar! Herausgeberin: SP Schweiz, Postfach, 3011 Bern, sonnenklar@spschweiz.ch. Redaktion: Pierre Bonhôte, alt Ständerat; Thomas Christen, Generalsekretär; Chantal Gahlinger, politische Fachsekretärin; Reto Gamma, Projektleiter Fundraising; Barbara Marty Kälin, alt Nationalrätin; Roger Nordmann, Nationalrat; Eric Nussbaumer, Nationalrat; Gisèle Ory, Regierungsrätin; Rudolf Rechsteiner, Nationalrat; Doris Stump, Nationalrätin; Ursula Wyss, Nationalrätin. Redaktionelle Bearbeitung und Produktion: Gallati Kommunikation, Zürich. Gestaltung: Purpur AG für Publishing und Communication, Zürich. Druck: Abächerli Druck AG, Sarnen. sonnenklar! erscheint viermal im Jahr in Deutsch und Französisch. Postkonto: 30-665681-6, sonnenklar!, 3001 Bern.

Unterschreiben Sie die Volksinitiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien» Foto: Keystone

Die Berner RegierungsrätInnen Andreas Rickenbacher und Barbara Egger-Jenzer unterstützen zusammen mit den Regierungsräten Urs Hofmann (AG) und Christoph Brutschin (BS) die neue Energieinitiative der SP Schweiz. Frau Egger-Jenzer führt aus, warum sie auf eine moderne Energieversorgung setzt und warum sie die Initiative wichtig findet.

Aus dem Kanton Bern fliesst heute jedes Jahr rund eine halbe Milliarde Franken für Brennstoffe ins Ausland. Was ist, wenn wir diese Gelder mit erneuerbaren Energien und mit einer verbesserten Energieeffizienz einsparen könnten? Unsere CO2-Emissionen würden sich massiv reduzieren. Und statt Ölimporten würden wir Arbeitsplätze schaffen und das Wachstum in unserem Kanton steigern. Allein mit dem neuen Berner Energiegesetz lassen sich rund 1000 Stellen erhalten oder neue schaffen – heimische Arbeitsplätze in der Baubranche, in Handwerksbetrieben, bei Planern, Architektinnen und bei innovativen Firmen, die sich mit erneuerbaren Energien interessante und zukunftsfähige Geschäftsfelder erschliessen. Ein weitgehend CO2freier Kanton ist heute noch eine Vision. Mit unserer Energiepolitik bewegen wir uns aber darauf zu, Schritt für Schritt in die richtige Richtung. Die Gestaltungs- und Arbeitskraft der Menschen ist die wichtigste «nachwachsende» einheimische Ressource! Die Initiative der SP liegt richtig, wenn sie dieser Ressource endlich das gebührende Gewicht beimisst. Es muss sich lohnen, wertschöpfende Arbeit hier bei uns zu leisten! Gute Gründe, die Initiative der SP zu unterstützen.

Ein Techniker prüft die Qualität von Solarzellen. Viele solche CleantechJobs sollen in der Schweiz entstehen, fordert die SP Schweiz. Sie hat die Initiative «Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien» lanciert, die zum Ziel hat, bis 2030 die Hälfte der Energieproduktion mit erneuerbaren Energien zu decken und damit tausende zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen.

Neue Arbeitsplätze dank Cleantech von Christian Levrat, Präsident SP Schweiz

von Thomas Christen, Generalsekretär SP Schweiz Gedruckt auf FSCzertifiziertem Papier, SQS-COC-2086 «FSC Trademark 1996, Forest Stewardship Council A. C.»

Setzen Sie ein Zeichen: Unterschreiben Sie beiliegenden Unterschriftenbogen und senden Sie ihn noch heute ab. Weitere Bogen unter: www.spschweiz.ch/sonnenklar oder bei sonnenklar@spschweiz.ch

Es ist kaum zu glauben. Ausgerechnet mitten in einer Wirtschaftskrise sollen die Arbeitslosen bestraft werden. Und das grundlos: Sie haben das aktuelle Debakel weder verursacht noch verschuldet. Und trotzdem möchte die bürgerliche Mehrheit im Parlament die Leistungen der Arbeitslosenversicherung schmerzhaft kürzen. Es darf doch nicht sein, dass nun die Arbeitnehmenden die bitteren Folgen der Finanzkrise allein ausbaden müssen, nachdem der Staat den Verantwortlichen des Kasinokollapses mit Milliarden aus der Patsche geholfen hat. Währenddem bereits wieder Boni und Eintrittsprämien in Mil-

lionenhöhe verteilt werden wie eh und je. Dagegen wehrt sich die SP.

Eine Antwort auf die Arbeitslosigkeit Nur: Es ist klar, dass sich die SP nicht damit begnügen darf, sich gegen diesen Abbau zu wehren. Wir verstehen uns als die progressive Kraft. Als Partei, welche die Schweiz mit ihren Ideen in den letzten Jahren immer weitergebracht, die Schweiz bewegt hat. Darum wird von uns auch erwartet, eine langfristige Antwort auf die Problematik der Arbeitslosigkeit zu geben. Eine Antwort, die Perspektiven eröffnet. Perspektiven für neue

Arbeitsplätze, für die Arbeit von morgen. Und für die SP ist diese Antwort klar: Sie heisst Cleantech. Cleantech steht für Arbeitsplätze mit Zukunft, für Investitionen in erneuerbare Energien, in neue Technologien. Cleantech heisst technologische Innovationen, die Gesellschaft und Umwelt im Blick haben. Und nicht Scheininnovationen in lebensfremde Finanzderivate. Die Finanzwirtschaft hat uns in die Krise geführt. Cleantech führt uns wieder hinaus. Investieren in Cleantech bedeutet Investitionen in eine neue Industriepolitik. In Deutschland sind in den letzten Jahren 170 000 Arbeits-

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