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Die Revolution der Regelblutung. Schon mal was von einem Trend in der Damenhygiene gehört? Wohl kaum. Beim Thema Menstruation gibt es scheinbar keine Newcomer, keine Innovation und die Produktvielfalt lässt zu wünschen übrig. Tampons und Binden – das wars. Jedenfalls war das lang genug so. Das deutsche Start Up Me Luna® sorgt gerade für die Revolution der Regelblutung. Menstruationstassen aus medizinischem Kunststoff ersetzen die üblichen Produkte. Und das auf Dauer.

Doch was spricht für die radikale Umstellung? Zum einen ist die Tasse wiederverwendbar. Sobald sie voll ist, wird sie entleert, ausgewaschen und direkt wieder eingesetzt. Das tut nicht nur der Umwelt gut, sondern spart auf Dauer auch einiges an Geld (eine Tasse kostet in etwa 16€). Abgesehen davon können die Tassen mit bis zu 42 Milliliter Fassungsvermögen bis zu zwölf Stunden im Unterleib bleiben. Zudem wird das Risiko des toxischen Schocksyndroms erheblich gesenkt. Eine solche Bakterieninfektion kann multiples Organversagen verursachen. Wer noch nicht überzeugt ist, sollte über die Grundfeuchtigkeit der Schleimhäute nachdenken. Im Gegensatz zu Tampons wird nämlich nur das Blut aufgefangen und die Vagina dadurch nicht ausgetrocknet.

Jetzt wird es wild: Die Spree widmet sich dieses Mal dem Thema Dschungel und präsentiert Geschichten, die mit der exotischen Seite Berlins und des Studiums zu tun haben.

Wir haben uns von der kulturellen und urbanen Vielfalt Berlins inspirieren lassen. Zwar haben die meisten unter dem Begriff Dschungel die ähnliche Vorstellung von einem undurchdringbaren Dickicht, von tropischem Klima und ein großer Artenvielfalt. Aber was verstehen wir unter Exotik? Per Definition beschreibt Exotik etwas „Fremdländisches“, etwas Ausgefallenes oder Ungewöhnliches. Das Urteil darüber,

was exotisch ist und was nicht, scheint uns subjektiv zu sein. Für die Spandauer Großmutter erscheint der arabische Späti-Verkäufer womöglich als Exot, während dieser ihre Vorliebe für mit Kätzchen bedruckte Taschen wahrscheinlich ungewöhnlich findet. Getrieben von der Frage, wo wir Exotisches im Studienalltag finden können, haben unsere Redakteurinnen und Redakteure so einiges gefunden. Beispielsweise werden Kleine Fächer auch „Orchideenfächer“ genannt, die man nicht nur an Berliner Hochschulen stiefmütterlich behandelt. Mehr dazu von Dominik Schlett auf Seite 10. Sollte der Großstadtdschungel Berlin zu viel für euch sein, dann wartet die echte Wildnis in Brandenburg auf euch. Kathrin Stopp hat sich auf Stippvisite ins Nirgendwo begeben und berichtet darüber in ihrer Reportage auf Seite 12. Neben Ruhe findet man in der Wildnis auch Pflan-

Das Ganze hält quasi von alleine. Die Beckenbodenmuskulatur trägt dazu bei, dass die Menstruationstasse nicht verrutscht. Zusätzlich entsteht beim Entfalten der Tasse ein Unterdruck, der für einen festen Halt sorgt. Sport ist damit also kein Problem! Da jede Frau anders ist, bietet Me Luna vier verschiedene Normalgrößen und 4 verschiedene Kurzgrößen an. Alle Größen gibt es in drei verschiedenen Weichheitsgraden. Sitzt die Tasse richtig, spürt man sie kein bisschen. Das i-Tüpfelchen ist die Öko-Test Bewertung „sehr gut“ im November 2017. Eins steht fest: Mit den Me Luna® Menstruationstassen ist in Deutschland eine neue Ära der Monatsblutung angebrochen.

zen, die heilsam sein können. Clara Westhoff geht auf Seite 24 der Frage nach, warum Pflanzenheilkunde immer noch als schräger Bruder der klassischen Schulmedizin angesehen wird. Bunte Vielfalt macht den Dschungel erst zum Dschungel – und dabei gibt es Arten, die miteinander harmonieren und eben auch das Gegenteil. Genau wie in Berlin. Wir wünschen euch eine spannende Lektüre und sagen: Willkommen im Hauptstadtdschungel!

Thomas Rostek, Clara Westhoff

Inhalt o4

Interview: Die Löwenbändigerin

17

07

Im Fokus: Marius Bercea

18

Feature: Studium im Elfenbeinturm

12

Reportage: Raus in die Brandenburger Wildnis

17

Feature: Kostüm an – und die Sorgen sind vergessen

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Quiz: Wo im Großstadtdschungel wohnst du? Finde heraus, in welchem Stadtteil du leben solltest

Reportage: Ein filmreifer Nebenjob (K)ein Hauch von Hollywood: Der Alltag als Komparsin ist ganz schön hart

21

Feature: Das grüne Wartezimmer Warum Pflanzenheilkunde besser ist als ihr Ruf

Berliner Rollenspieler lassen Barock und Rokoko wieder aufleben

16

Kommentar: Ich Tarzan, du Jane? Wie Geschlechterbilder langsam aber sicher verschwimmen

Irgendwo im Nirgendwo – eine Redakteurin auf Wanderschaft

14

Feature: Campus of Cards Die neue Campus Card ist da. Aber ist sie auch sicher?

Ein rumänischer Künstler lässt uns vom Grünen träumen

10

Glosse: Raubtier Netflix Wie Netflix und Co. deine Zeit auffressen

Journalistin Eva Schulz schwimmt mit Deutschland3000 auf der Erfolgswelle

Warum Kleine Fächer nach wie vor unterschätzt werden

Sexy klingt das Produkt Menstruationstasse zwar nicht, dafür kommt das tulpenkelchförmige Stück in 15 verschiedenen Farben. Glitzer ist natürlich auch dabei. Me Luna® war 2009 deutschlandweit die erste Firma, die dieses Produkt herstellte. Vor 2009 musste man sich die Menstruationstassen noch für viel Geld aus den USA oder aus Finnland bestellen, jetzt stehen sie bei Drogeriemärkten wie dm im Regal. Der Hype ist groß, gerade weil die Vermarktung hauptsächlich über Mundpropaganda stattfindet. Vor allem für junge Frauen, die bewusst auf ihre Gesundheit und auf ihre Umwelt achten, ist Me Luna® zu einer echten Alternative geworden.

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Editorial

Advertorial

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Umfrage: Raus aus dem Dickicht Was Zweitsemester aus ihrer Zeit als Ersti mitgenommen haben

Profile for Spree - Das Berliner Campusmagazin

Spree #34  

Es ist soweit, die Ausgabe #34 traut sich aus dem Dickicht! Viel Spaß beim Lesen!

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