Page 1

Stadtparteivorsitzender Vize Bgm. Christian Gratzl mobil +43 664 / 6179135 mailto: spoe_freistadt@epnet.at

Freistadt, 16. April 2018

„Machtpolitik“ bringt Freistadt in starke Turbulenzen Leider scheint die Bürgermeisterin Paruta-Teufer noch immer nicht die Tragweite in der Causa Stadtmarketing/Stadtmanagerin erkannt zu haben. Der hier entstandene Imageschaden des Stadtmarketings bzw. der Stadt ist enorm!

Etwas kaputt zu machen und dann von der Opposition Ideen einzufordern, ist für uns SozialdemokratInnen schon eine sehr freche Aufforderung. Die derzeitige Situation ist alleine auf die ständigen Alleingänge der Bürgermeisterin zurückzuführen – gemeinsam sieht für uns anders aus. „Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, wo wir uns als Opposition zusammentun müssen, um Schaden von unserer Stadt abzuwenden.“, so Vizebürgermeister Christian Gratzl.

Im Oktober 2017 wurde Bettina Braumann zur Stadtmarketing-Managerin bestellt. Am 16.10.2017 wurden gemeinsam bei der ganztägigen Klausur des Stadtmarketingbeirates die Rahmenbedingungen, Kompetenzen und Aufgaben festgelegt.

Die 6 wichtigsten Hauptarbeitsfelder aus der Klausur: klassisches Citymarketing Unterstützung des Tourismusverbandes MV Kernland Aktives Stadtmarketing Organisation von wirtschaftsnahen Events Seite 1


UnternehmerInnen-Service und Kommunikation Administrative Aufgaben und Informationsmanagement

Klar definiert wurden als die wesentlichsten Aufgaben für Frau Braumann: • Aufbau der Kommunikationswege • Aufbau von Vertrauen von Seiten der UnternehmerInnen • Aufbau von Netzwerken

Daraus entstand das Jahresprogramm 2018. Für jedes Monat wurde eine genaue Aufgabenliste erstellt. Im Monat Jänner wurde von 14 Punkten lediglich 2 Punkte nicht erfüllt – das zeigt, dass Frau Braumann hoch motiviert ins neue Jahr startete. Im Februar blieben bereits 6 Punkte liegen, im März 7 – ein klares Indiz dafür, dass die Stadtmanagerin mit anderweitigen Aufgaben überhäuft wurde und die Aufgabenliste immer länger wurde. Ein Mitwirken am Tag der Sonne wurde beispielsweise nie eingeplant – dann aber plötzlich verlangt. Das Stadtmarketing ist kein Ideen-Umsetzer von PRO Freistadt. Das wurde weder in der Klausur noch im Jahresplan so vorgesehen. Klar bestimmt wurde jedoch, dass die Senkung der Leerflächenquote bzw. Neuansiedlungen kein MUSS-Kriterium für 2018 sind.

Wichtig wäre eine langfristige Positionierung als mittelalterliche Brau-Erlebnis-Stadt. Sich sinnvollen Input von anderen Städten zu holen, die einerseits über hochwertiges Bier und andererseits über eine wunderschöne Altstadt verfügen – beispielsweise Bamberg in Bayern – das war zeitmäßig für Frau Braumann nicht drinnen. Nach nur 6 Monaten kann ihr niemand vorwerfen, sie hätte ihre Arbeit nicht zufriedenstellend erledigt. Da waren wohl die Erwartungen völlig andere und diese wurden in der Klausur nicht kommuniziert. Was jetzt von Seiten der Bürgermeisterin passiert, ist rufschädigend und wenig glaubwürdig. Denn noch im Februar blickte man in den Medien auf die ersten Arbeitsmonate der Stadtmanagerin sehr positiv zurück und optimistisch in die Zukunft. Keinerlei Kritik an deren Arbeitsweise war zu hören. Jetzt – nur 2 Monate später soll das ganz anders sein!? Hut ab vor Frau Braumann, die hier Mut bewiesen hat, sich von der ÖVP in Freistadt nicht benutzen ließ und die Missstände auch aufzeigt.

Seite 2


In der Klausur wurde klar festgelegt, dass die Stadtmanagerin nicht an Fraktionssitzungen teilnimmt und Ideen und Wünsche aus den Fraktionen von Fraktionsvertretern eingebracht werden und nicht von Frau Braumann. Das Stadtmarketing ist keine weitere Abteilung der Stadtgemeinde, sondern eigenständig und unabhängig. Das muss auch unsere Bürgermeisterin und die ÖVP endlich einsehen.

Parteipolitische Vereinnahmung des Stadtmarketing ist für uns ein absolutes „No-Go“. Es ist jetzt wichtig zu reflektieren – welche Fehler sind passiert, was muss zukünftig geändert werden – wie kann das Stadtmarketing zukünftig selbständig und politisch unabhängig arbeiten? Ein Kompetenz-Handbuch würde dazu dienlich sein. Den Antrag der Bürgerliste WIFF betreffend einer Sondersitzung des Gemeinderates werden wir daher unterstützen – denn wir haben hier dringenden Handlungsbedarf!

Auswahlverfahren der Assistentin war eine reine Farce Kurz noch zur Vergabe der Stadtmarketing-Assistentin: Hier möchten wir ausdrücklich betonen, dass es uns nicht um die Person geht, die jetzt diesen Job bekommen hat, sondern wiederum um die Vorgehensweise. Teure Objektivierungsverfahren und Expertenmeinungen werden einfach umgangen. Dies können und wollen wir nicht akzeptieren! Hier muss sich am Führungsstil der Bürgermeisterin dringend etwas ändern!

Seite 3

Presseunterlagen_Stadtmarketing  
Presseunterlagen_Stadtmarketing  
Advertisement