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An einen Haushalt

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Für SIE und Lilienfeld

RUNDSCHAU

Ausgelassene Stimmung herrschte beim Kindermaskenball der Kinderfreunde Lilienfeld mit „KiLi-Bär“ im Schloss Freiland (siehe Seite 16) 45. Jahrgang

Nr. 1

Karl Glanninger, Gründer von „Essen auf Rädern“, verstorben Vorstellung der SPÖ-Regierungsmitglieder Jagd auf Tourismus am Muckenkogel Bausteinaktion: Hinteralm wird ausgebaut EU-Wahl: Interview mit Eugen Freund

www.lilienfeld.spoe.at

März 2014 S.2 S.5 und 6 S.8 S.9 S.11 und 12


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Neuigkeiten aus Lilienfeld

Lilienfelder Rundschau

Die SPÖ-Funktionäre als Blumenkavaliere zum Valentinstag Die Funktionäre der SPÖ Lilienfeld waren am 15. Februar anlässlich des Valentinstags als Blumenkavaliere in Lilienfeld unterwegs. Beim Kaufhaus LiMa in Marktl, beim Kaufhaus Sabine in Schram-

bach und beim Einkaufspark in Lilienfeld wurden rote Primelstöckerl an die Einkäuferinnen und Einkäufer verteilt. Mit diesem nachhaltigen Blumengruß - die Primeln können in einigen Wo-

chen auch in den Garten gesetzt werden - soll der Frühling „angelockt“ werden, wobei der diesjährige Winter seinem Ruf bisher eher nicht gerecht wurde.

Karl Glanninger, Gründer von „Essen auf Rädern“, gagierte sich immer für seine Mitim 96. Lebensjahr verstorben Am 16. Jänner 2014 ist mit Karl Glanninger ein Lilienfelder „Wahrzeichen“ verstorben. Karl Glanninger legte vor 35 Jahren den Grundstein für die heute nicht mehr wegzudenkende soziale Aktion „Essen auf Rädern“. Wie visionär sein Bemühen war, lässt sich durch nackte Zahlen belegen: Bei der ersten Ausfahrt am 1. Juni 1979 wurde gerade einmal an fünf Personen Essen ausgeliefert, danach aber sind die Mengen damals rasch anstiegen. Bis zum Jahresende 1979 waren es im Schnitt immerhin 16 Portionen pro Tag an insgesamt 36 verschiedene Personen. Bis heute - knapp 35 Jahre nach der Gründung - wurden an insgesamt 618

Personen über 309.000 Portionen ausgeliefert. Im vergangenen Jahr wurden pro Tag im Schnitt über 37 Portionen zugestellt. Karl Glanninger war bei „seiner“ Aktion „Essen auf Rädern“ bis Dezember 1990 als Einsatzleiter und Essenzusteller aktiv tätig und seit vielen Jahren bis zuletzt gemeinsam mit seiner Gattin Auguste Bezieher von „Essen auf Rädern“, wodurch sich der Kreis aus persönlicher Sicht geschlossen hat. Glanninger war aber nicht nur für „Essen auf Rädern“ aktiv tätig. Egal ob SPÖ, Kinderfreunde oder Pensionistenverband - dessen Vorsitzender er ebenfalls viele Jahre lang war - Karl Glanninger en-

menschen. Bei der sozialdemokratischen Partei war Glanninger seit 1955 Mitglied und auch als Funktionär tätig. Für die SPÖ war er auch in den Jahren 1960 bis 1985 als Gemeinderat tätig und trug so auch zur Entwicklung der Stadt Lilienfeld aktiv bei. Die Volkshilfe Stadt Lilienfeld, die Kinderfreunde Lilienfeld, der Pensionistenverband und nicht zuletzt die SPÖ Stadtorganisation Lilienfeld werden Karl Glanninger immer ein ehrendes Andenken bewahren.


Neuigkeiten aus Lilienfeld

Kommentar Kommentar

Lilienfelder Rundschau

Modernisierung des Gemeindeamtes steht an Das Gemeindehaus ist inzwischen fast 130 Jahre alt und die Anforderungen an ein modernes Verwaltungsgebäude sind mit diesem Bauwerk nicht mehr vereinbar. Die sozialdemokratische Partei hat schon im Arbeitsprogramm für die Gemeinderatswahl 2010 den Umbau des alten Gemeindeamtes aufgenommen. Diesem Ansinnen ist die Mehrheitsfraktion gefolgt und es wurden in den letzten Jahren bereits Vorkehrungen getroffen, um dieses Projekt zu verwirklichen. Zufällig hat sich die Möglichkeit aufgetan, das Nachbargebäude samt Grundstück relativ günstig zu erwerben, wodurch sich für die Neugestaltung unseres denkmalgeschützten Gemeindeamtes bessere Möglichkeiten ergeben. Für 2014 ist nun im Budget Geld für Planungsarbeiten vorgesehen, wie dieses Projekt sinnvoll realisiert werden kann. Da Lilienfeld über keinen gut geeigneten Veranstaltungssaal für kleinere bis mittlere Veranstaltungen verfügt, bietet sich hier eine Möglichkeit, Räume dafür zu schaffen. Vor allem ist es aber notwendig, das Gebäude barrierefrei zu gestalten und mehr Parkflächen anzubieten. Die SPÖ-Gemeinderatsfraktion wird jedenfalls für Gespräche zur Verfügung stehen, um hier eine ideale Lösung für alle Lilienfelderinnen und Lilienfelder zu schaffen.

SPÖ gratuliert Bgm. Schrittwieser zum 60er Ende Februar feierte Bgm. Herbert Schrittwieser seinen 60. Geburtstag. Die SPÖ gratuliert dem gebürtigen Hohenberger und ehemaligen Fußballer der Lilienfelder Kampfmannschaft zu seinem runden Geburtstag. Für seinen gleichzeitig angetretenen Ruhestand als Bürodirektor der BH wünschen wir ihm ebenfalls alles Gute.

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StR Martin Trattner Fraktionsvorsitzender

Liebe Lilienfelderinnen und Lilienfelder! Vor wenigen Wochen zeigte die Kaufkraftanalyse der Wirtschaftskammer für Lilienfeld ein Ergebnis, das nicht überraschend ist. Lilienfeld hat einen massiven Kaufkraftverlust hinzunehmen. Viele Lilienfelder kaufen nicht in ihrer Heimatstadt, sondern in Traisen, Wilhelmsburg und vor allem in St. Pölten ein. Die SPÖ Lilienfeld warnt seit Jahren schon vor diesem Problem. Gleichzeitig sinkt die Wohnbevölkerung in der Stadt seit Jahren kontinuierlich. Zwei verschiedene Probleme – oder gibt es doch einen Zusammenhang? Ja, es gibt einen Zusammenhang und diese Entwicklungen sind nicht „gottgegeben“, wie der Bürgermeister dies in seinem Statement an die NÖN vor wenigen Wochen glauben machen wollte. Die Abwanderung der Bevölkerung hat eine klare Ursache: Es gibt zu wenig leistbaren Wohnraum. Schon vor dreißig Jahren war das so. Die damalige SPÖGemeindeführung hat reagiert und mit der St. Pöltener Wohnungsgenossenschaft über hundert finanziell attraktive Wohneinheiten gebaut, um Lilienfelder zu halten und neue Bewohner anzulocken. Ein Bevölkerungswachstum ist eingetreten. Auch bei der Kaufkraft hat Lilienfeld damals massive Verluste hinnehmen müssen. Als Reaktion darauf wurde der Bau des Einkaufsparks – gegen den Willen der ÖVP – durchgesetzt. Auch heute würde Lilienfeld zusätzliche Angebote benötigen. Ein zweiter Supermarkt, ein weiteres Modegeschäft, ein Drogeriemarkt und das eine oder andere Geschäft für Nischenprodukte würden den bestehenden Kaufleuten nicht schaden, denn es geht darum, Kunden, die jetzt schon nicht mehr hier einkaufen, mit Alternativangeboten wieder zurück nach Lilienfeld zu locken. Wenn Traisen oder Hainfeld je vier Supermärkte „vertragen“, wird in Lilienfeld auch Platz für zwei sein…


Die Obst- und Gemüsevielfalt in unseren Einkaufskörben muss gesichert werden!

Europaabgeordnete Karin Kadenbach und SPÖ NÖ-Chef Matthias Stadler machen sich für die Erhaltung der Saatgutvielfalt stark: Nicht Konzerne sollen vorschreiben, was wir in unseren Einkaufskörben haben, sondern die KonsumentInnen.

Der Vorschlag der EU-Kommission für eine neue Saatgutverordnung sorgt für Wirbel: Sollten die Pläne umgesetzt werden, wäre die Folge, dass seltene und alte Obst- und Gemüsesorten aussterben. Bürokratische Hürden, Zulassungs- und Genehmigungsauflagen würden deren Pflege, Aufbewahrung, Anbau und Vermarktung unwirtschaftlich und teuer machen. Und wer profitiert? Multinationale Konzerne, in deren Händen sich die Saatgutproduktion konzentriert.

75 Prozent. Aber nicht Agrarkonzerne haben anzuschaffen, was wächst und verzehrt wird, sondern die KonsumentInnen und auch unsere kleinen Lebensmittelerzeuger.“ Wahlfreiheit ist dabei ein zentraler Punkt: „Ich muss die Möglichkeit haben, mich gesund und saisonal zu ernähren. Deshalb ist es wichtig und richtig die Saatgutverordnung neu zu verhandeln.“

Fünf Konzerne kontrollieren Saatgutmarkt in Europa

Als großen Erfolg wertet Kadenbach die Zurückweisung des Kommissionsvorschlages durch den Umweltausschuss und den Agrarausschuss des EU-Parlaments: „Das waren Schritte in die richtige Richtung. Wir wollen einen lebendigen Markt und nicht eine Regelung durch einige große Produzenten und Händler. Die Saatgutvielfalt in Europa muss erhalten bleiben. Ich bin zuversichtlich, dass auch das EU-Parlament den Entwurf ablehnen wird und der Kommission damit sagt – zurück an den Start!“

„Der Vorschlag der EU-Kommission ist nicht im Interesse der BürgerInnen, LandwirtInnen und GärtnerInnen und für mich daher inakzeptabel. Mir ist Sortenvielfalt ein besonderes Anliegen und ich bin dagegen, dass Konzerne bestimmen, was bei uns auf den Tisch kommt oder nicht“, so die niederösterreichische SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, die sich auf EU-Ebene federführend für eine Neuverhandlung der Saatgutverordnung einsetzt. Auch SPÖ NÖ-Landesparteivorsitzender Mag. Matthias Stadler steht dem Vorschlag der EU-Kommission ablehnend gegenüber: „Fünf Konzerne kontrollieren 95 Prozent des Saatgutmarktes in Europa, zehn Konzerne haben einen weltweiten Anteil von

EU-Parlament wird Entwurf ablehnen

Weitere Informationen unter www.noe.spoe.at oder unter /Spoe.Niederoesterreich


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Foto: © SPÖ

Bundeskanzler Werner Faymann

Aus der Bundespolitik

Werner Faymann wurde am 4. Mai 1960 in Wien geboren. Bereits während seiner Schulzeit am Gymnasium im 15. Wiener Gemeindebezirk engagierte er sich politisch, war in der Schülervertretung, im Wiener Landesschülerbeirat und in der Sozialistischen Jugend aktiv. 1981 wurde er Landesvorsitzender der Sozialistischen Jugend und übte diese Funktion bis 1987 aus. 1985 zog Faymann als jüngstes Mitglied in den Wiener Landtag ein und wurde Konsulent für die Wiener Zentralsparkasse, bis er 1988 Geschäftsführer der Wiener Mietervereinigung wurde. Werner

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Faymann ist verheiratet mit Martina Ludwig-Faymann, hat zwei Töchter und lebt im 23. Bezirk in Wien. Faymanns politische Wurzeln liegen in der Wiener Kommunalpolitik. Von 1985 bis 1994 war er Mitglied des Landtages und Gemeinderates und ab 1988 Geschäftsführer der Wiener Mietervereinigung. Von 1994 bis 2007 war er als Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung, Präsident des Wohnfonds Wien - Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung (WBSF) und Vizepräsident des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) tätig.

Foto: © SPÖ/Peter Rigaud

Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie Doris Bures, geboren am 3. August 1962 in Wien, hat im Anschluss an die integrierte Gesamtschule und die Handelsschule die Ausbildung zur zahnärztlichen Assistentin absolviert, 1980 wechselte sie ins Bundessekretariat der Sozialistischen Jugend Österreichs. Von 1985 bis 1986 betreute Bures ein Projekt mit arbeitslosen Jugendlichen. In den Jahren 1987 bis 1990 war Doris Bures im Wiener Landesjugendreferat (1987 bis 1988) tätig und Bezirksrätin

Foto: © SPÖ

Bundesministerin für Frauen und Bildung

in ihrem Heimatbezirk Wien/Liesing, wo sie von 1995 bis 2009 stellvertretende Vorsitzende ihrer Partei war. Seit März 2009 ist sie Parteivorsitzende der SPÖ Liesing. Doris Bures hat eine erwachsene Tochter.

Gabriele Heinisch-Hosek

Gabriele Heinisch-Hosek wurde am 16. Dezember 1961 in Guntramsdorf (NÖ) geboren und maturierte 1980 am Oberstufenrealgymnasium in Wien. Nach ihrer Lehramtsprüfung für Hauptschulen in den Fächern Deutsch und Bildnerische Erziehung an der Pädagogischen Akademie in Baden begann sie ab November 1984 als Hauptschullehrerin im Wiener Schuldienst. Ab 1985 unterrichtete Heinisch-Hosek an der Wiener Schwerhörigenschule und legte 1992 zusätzlich die Lehramtsprüfung für Sonderschulen für

Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Foto: © SPÖ

Doris Bures

Rudolf Hundstorfer, geboren am 19. September 1951 in Wien, hat seine gewerkschaftliche Tätigkeit als Jugendvertrauensperson beim Magistrat der Stadt Wien begonnen. Hundstorfer wurde 1975 Jugendreferent in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), 1983 Organisationsreferent, dann leitender Referent, 1998 wurde er Vorsitzender der Landesgruppe Wien in der GdG, 2001 geschäftsführender Vorsitzender der GdG, 2003 (bis 2006) Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) und bis Mai 2007 Vorsitzender der GdG. Hundstorfer war von 1990 bis 2007 Mitglied des Wiener Landtages und Gemein-

schwerhörige und gehörlose Kinder ab. Ihre politische Laufbahn begann 1990 im Gemeinderat in Guntramsdorf, 1995 wurde sie geschäftsführendes Mitglied des Gemeinderats von Guntramsdorf für Kunst, Kultur, Unterricht und Erziehung. 1999 wurde Heinisch-Hosek Nationalratsabgeordnete der Bezirke Mödling und WienUmgebung. Gabriele Heinisch-Hosek ist mit dem Traisner Walter Heinisch verheiratet und lebt in Guntramsdorf.

Rudolf Hundstorfer derat und von 1995 bis 2007 erster Vorsitzender des Wiener Gemeinderates. 2003 wurde Hundstorfer Vize-Präsident des ÖGB, 2006 folgte er als geschäftsführender Präsident des ÖGB Fritz Verzetnitsch nach und 2007 wurde Hundstorfer Präsident des ÖGB und Mitglied im ÖGB-Vorstand, Arbeitsschwerpunkt „Soziales“. Seit 2. Dezember 2008 ist Rudolf Hundstorfer Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz der Republik Österreich, seit 1. Februar 2009 auch Minister für Arbeit. Rudolf Hundstorfer ist verheiratet und hat drei Kinder.


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Aus der Bundespolitik

Lilienfelder Rundschau

Foto: © Wilke

Bundesminister für Landesverteidigung und Sport Mag. Gerald Klug wurde am 13. November 1968 in Graz geboren. Die Volks- und Hauptschule besuchte er in Stainz, ehe er nach einem Jahr in der höheren technischen Lehranstalt Graz-Gösting den Beruf des Drehers erlernte. Nach der Studienberechtigungsprüfung absolvierte er berufsbegleitend neben seiner Tätigkeit in der Gewerkschaft proge das Studium der Rechtswissenschaften an der KarlFranzens-Universität Graz, das er als

Foto: © SPÖ

Kanzleramtsminister für Medien, Beamte, Kunst und Kultur

Foto: © SPÖ

Staatssekretärin im Finanzministerium

Foto: © Heute

Mag. Sonja Steßl

Mag. iur. abschloss. Von 2005 bis zu seiner Ernennung zum Bundesminister für Landesverteidigung und Sport am 11. März 2013 war Klug Mitglied des Bundesrates und ab 2008 auch stellvertretender Klubvorsitzender der sozialdemokratischen Parlamentsfraktion.

Dr. Josef Ostermayer

Josef Ostermayer wurde am 12. März 1961 in Schattendorf im Burgenland geboren. Nach seiner Matura am Bundesrealgymnasium in Mattersburg begann Ostermayer sein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1985 abschloss. Ab dem Jahr 1987 arbeitete er als Rechtsberater und -vertreter bei der Mietervereinigung Österreichs und wurde 1987 deren leitender Jurist. Diese Funktion hatte er inne, bis er 1994 als Angestellter des Wiener Bodenbereit-

Bundesminister für Gesundheit

Mag. Gerald Klug

stellungs- und Stadterneuerungsfonds ins Büro des amtsführenden Stadtrates für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung wechselte. Josef Ostermayer ist verheiratet, er hat eine 17-jährige Tochter und einen 13-jährigen Sohn.

Alois Stöger, diplômé

Alois Stöger wurde am 3. September 1960 in Linz geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Allerheiligen und der Hauptschule in Perg absolvierte er in der voestalpine in Linz die Lehre als Maschinenschlosser. Berufsbegleitend absolvierte Stöger zahlreiche Weiterbildungen als Gewerkschafter und im Sozialbereich. Das Studium der sozialen Praxis an der Marc-Bloch-Universität in Strasbourg und Linz schloss Stöger im Jahr 2000 mit dem Diplôme des Hautes Etudes des Pratiques Sociales ab. Die in Feldbach aufgewachsene Steßl wurde am 25. Mai 1981 in Graz geboren. Nach ihrer Matura am Bundesoberstufenrealgymnasium in Jennersdorf im Jahr 2000 begann sie ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz, das sie 2005 erfolgreich abschloss. Danach absolvierte sie das Gerichtsjahr am Oberlandesgericht Graz. Von 2006 bis 2007 war Steßl als Assistentin der Geschäftsführung bei der Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH tätig. Im Jahr 2008 trat sie eine Stelle als Juristin im Legal Department der Efkon AG an. Seit 2009 war Steßl im Bereich Unternehmensorganisation und Qualitätsmanagement bei der NanoTecCenter Weiz Forschungsgesellschaft mbH tätig.

Stöger war in den Jahren vor seiner Bestellung zum Bundesminister für Gesundheit am 2. Dezember 2008 als Obmann der OÖ Gebietskrankenkasse tätig. Seinen Bezug zur Krankenversicherung machte er auch mit der Eröffnung des neuen Service-Centers der NÖGKK in LiIienfeld im Jahr 2013 deutlich. Alois Stöger ist verheiratet und hat eine Tochter.


10 FRAGEN AN DEN MENSCHEN MARKUS WIESER 1. WAS IST IHRE SCHÖNSTE KINDHEITSERINNERUNG? Der gemeinsame Bau eines Baumhauses mit meinen Freunden. Leider mussten wir für den von uns verursachten Flurschaden aufkommen, da uns der Waldbesitzer angezeigt hatte. Das Geld dafür kam erstmals von meinem eigenen Sparbuch.

2. ERINNERN SIE SICH NOCH AN IHRE ERSTE MUSIKPLATTE? Ich erinnere mich nicht mehr ganz genau, aber es war entweder eine Single von den Bee Gees oder „Down Under“ von Men at Work.

5. WOVOR HABEN SIE ANGST? Dass die Egoisten die Überhand gewinnen und sich immer weniger für gesellschaftliche Anliegen engagieren. Auch fürchte ich, dass der persönliche Kontakt zwischen den Einzelnen durch den verstärkten Einsatz moderner Kommunikationstechniken immer weniger wird.

6. WAS IST IHR GRÖSSTES LASTER? Nicht wirklich abschalten zu können. Auch im Urlaub fällt es mir zunehmend schwer, den Kopf ganz freizubekommen.

7. WAS SAGT MAN IHNEN NACH?

muss fair entlohnt werden, jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin hat ein Recht darauf, sich ein lebenswertes Dasein leisten zu können. Privat möchte ich als betroffener Vater mit meiner Initiative „Kinder- und Jugendlichenrehabilitation in Österreich“ den Leistungsanspruch und eigene Einrichtungen für Kinder- und Jugendrehabilitation umsetzen, die sich tausende schwerst, teils lebensbedrohlich erkrankte Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern schon längst verdient hätten.

9. AUF WELCHE EIGENE LEISTUNG SIND SIE BESONDERS STOLZ?

Ich sei ein akribischer Beobachter, der sich nicht davor scheut, aktiv und kritisch Stellung zu beziehen. Salopp formuliert: Einige sind der Meinung, ich mische mich überall ein. Wenn es mir sinnvoll erscheint, wird das auch so bleiben.

In meinen bisherigen Funktionen ist es mir meistens gelungen, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, ein Team zu bilden, in dem ein angenehmes Arbeitsklima herrscht und wir gemeinsam mit viel Spaß und Freude an der Umsetzung unserer Anliegen arbeiten.

4. WORÜBER KÖNNEN SIE LACHEN?

8. WELCHES POLITISCHE PROJEKT WÜRDEN SIE GERNE VORANTREIBEN?

10. HABEN SIE EINEN LIEBLINGSORT?

Kino – Komödien sind für mich eine tolle Entspannungsmöglichkeit, auch über Homer Simpson kann ich herzlich lachen.

Dass der Mensch wieder mehr in den Mittelpunkt rückt und die Arbeitsbedingungen gerechter und gesünder werden. Korrekt erbrachte Leistung

3. WAS GEFÄLLT IHNEN AN SICH BESONDERS? Es freut mich, dass ich mir treu geblieben bin. Ich kann jeden Tag ohne schlechtes Gewissen in den Spiegel schauen.

Ja, mein Zuhause. Im Garten sitzend den Tag Revue passieren zu lassen und so manchen Gedanken zu Ende zu bringen oder ihn zu verwerfen, diese Zeit ist für mich sehr wichtig.

markuswieser.at

MENSCHEN SIND KEINE MASCHINEN Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Krisen werden ArbeitnehmerInnen nur allzu oft auf einen bloßen Kostenfaktor reduziert. Dahinter aber stehen Menschen, die ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben haben. Dazu gehören vor allem gerechte Löhne, gleiche Chancen, eine Zukunftsperspektive für unsere Jugend und faire Pensionen. Dafür setzen wir uns ein.

EIN DENKANSTOSS VON AKNÖ-PRÄSIDENT MARKUS WIESER


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Neuigkeiten aus Lilienfeld

Lilienfelder Rundschau

Klage gegen Mountainbiker: Gewaltsame Vertreibung des Tourismus vom Muckenkogel Wann reagiert die ÖVP-Gemeindeführung endlich angemessen auf die ständigen Attacken gegen den Tourismus am Muckenkogel? Die Klage von Jagdpächter Dr. Rudolf Gürtler gegen vier Lilienfelder Mountainbiker ist der Höhepunkt eines persönlichen Kleinkrieges einer Einzelperson gegen die Interessen der Allgemeinheit. Der Muckenkogel ist das einzige halbwegs funktionierende Tourismusangebot in der Stadt, mit dem Gäste angelockt werden können. Der Lift braucht eine Attraktivierung. Paragleiter, Mountainbiker, Wanderer, Tourenschifahrer und Rodler könnten schon jetzt aktiver angesprochen werden. Zusätzliche Angebote sollten entwickelt werden. Aber offenbar will Gürtler den Berg für sich alleine. Wo bleibt da die Gemeindeführung? Das Argument vom Stift, dass Gürtler Pacht zahlt und dafür auch einen Nutzen davon haben will, ist

Foto: © BabSchull / Piqza.de

grundsätzlich verständlich, aber auch die Gemeinde zahlt sehr viel Pacht an das Stift – und das seit einem halben Jahrhundert! Wo bleibt der freie Zugang zum Wald? Oder steht das Recht der Reichen, die sich das fragwürdige Hobby, Tiere zu jagen und zu töten, leisten (können) über dem Recht der breiten Bevölkerung sich von der schweren täglichen Arbeit, von der eben genau diese reichen Leute profitieren, zu erholen? Dass sich die Wildtiere vor abgasfreien,

nicht lärmenden Mountainbikern und Wanderern mehr fürchten als vor lauten, umweltzerstörenden, schweren Jäger-Geländeautos, ist nur ein fadenscheiniges Argument der Jagdlobby! Die ÖVP hat hier die Gelegenheit sich öffentlich klar zu bekennen, ob sie für die wenigen Reichen steht oder auch an die breite Bevölkerung denkt. Weiche und halbherzige Worte der „Unterstützung für die Mountainbiker“ sind hier aber zu wenig!

Traisner-Hütte - Hinteralm Da Frühling kummt mit Riesen-Schritt‘n und bringt vü Oabeit auf da Hitt‘n

A neichs Loga bau ma nu dazua damit ma Plotz haum fia Verpflegung gnua. Wia soi ma‘s zoin haum si d‘Naturfreind docht? Mit ana Baustoa-Aktion, damit‘s es afocha mocht! Spenden kaun a jeda - muas eh net sei so vü, jeda soi geben, wos er wü!

Telefon: 02762/53571

Internet: www.traisnerhuette.at E-Mail: office@traisnerhuette.at November - April: Montag und Dienstag Ruhetag Mai - Oktober: Montag Ruhetag

Auf jeden Foi wü i des Beste fia die Gäst‘ damit‘s a Gaudi is des gaunze Joa und bei an jeden Fest!

Sandra und Zechal

Impressum: Herausgeber: SPÖ-Stadtorganisation Lilienfeld; Medieninhaber (Verleger): Martin Trattner, im Auftrag der SPÖ Lilienfeld, alle 3180 Lilienfeld, Stangentalstraße 20; Druck: Grafotyp GmbH; Verlagspostamt: 3180 Lilienfeld. Erscheinungsort: Lilienfeld; Alle Fotos ohne Quellennachweis: SPÖ Grundlegende Richtung der Zeitung: Information der Lilienfelder Bevölkerung. Wahrung der Interessen der Mitglieder der SPÖ im Sinne des Parteiprogrammes. Internet: www.lilienfeld.spoe.at E-Mail: spoe.lilienfeld@inode.at


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Bausteinaktion für Lagerraum für Traisnerhütte auf der Hinteralm

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AT313244700006009641

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NATURFREUNDE TRAISEN

Lagerraum für die umweltgerechte Ver- und Entsorgung

Bausteinaktion für Traisnerhütte auf der Hinteralm

kb intelligent - 258350 L

Die Traisnerhütte auf der Hinteralm ist eine der beliebtesten Hütten in der gesamten Umgebung. Auf 1.313 m Seehöhe gelegen bietet sich ein imposanter Rundblick vom Wienerwald über Schneeberg, Rax, Hochschwab und Ötscher bis tief ins Steirische und sogar bis zum Toten Gebirge. Auf der anderen Seite reicht der Blick weit ins Wald- und Weinviertel. Jährlich besuchen rund 20.000 Menschen die Hütte, auf der auch Übernachtungen möglich sind. Im Jahr 2012 wurde die Hütte mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Schutzhütten ausgezeichnet. Auf dieser Auszeichnung ruhen sich die Naturfreunde aber nicht aus, sondern investieren weiter in den Umweltschutz und den Komfort der Hütte. Als nächstes steht ein Zubau am Programm, der die Lagerräume erweitern soll. Bei der großen Anzahl von Gästen ist eine gewisse Lagergröße für die Waren und das Leergut erforderlich, die nun geschaffen werden soll. Die Naturfreunde Traisen haben für die Finanzierung eine Bausteinaktion gestartet, die wir hier gerne unterstützen. Mit dem beiliegenden Erlagschein können Sie den Bau des Lagerraums für umweltgerechte Ver- und Entsorgung unterstützen! Die Naturfreunde Traisen danken Ihnen für die Unterstützung.

NATURFREUNDE TRAISEN

Lagerraum für umweltgerechte Ver- und Entsorgung: Bausteinaktion für Zubau bei Traisnerhütte


21. Nostalgie-Skirennen am 23. März 2014 Zum 21. Mal veranstaltet die Nostalgie Skigruppe Traisen auf der Hinteralm das traditionelle Nostalgieskirennen zu Ehren von Mathias Zdarsky. Der Weg zum Start führt mit dem Sessellift zur Bergstation und dann ganz wie zu Zdarsky’s Zeiten zu Fuß auf die Hinteralm – egal ob Zuschauer oder Teilnehmer. Natürlich kann der Aufstieg auch vom Tal weg zu Fuß erfolgen. Pünktlich um 11:30 Uhr erfolgt der Start zum Rennen. Gefahren wird auf einer anspruchsvollen Strecke vom Gipfel der Hinteralm, an der Hütte vorbei die Hauswiese hinunter – und das zwischen „Fahrmalen“, wie sie schon Zdarsky beim ersten Riesentorlauf der Schiweltgeschichte am 19. März 1905 verwendet hatte.

Teilnahmebedingungen sind:  Holzski ohne Stahlkanten  Einstock (Bambus- oder Haselnussstock)  Lederschnürschuhe (keine Schalenschuhe)  Riemenbindung (wünschenswert: Lilienfelder Alpenskibindung)

BausteinakƟon Naturfreunde Traisen

Zubau eines Lagerraumes zur umweltgerechten Ver- und Entsorgung auf der TraisnerhüƩe (Hinteralm, Lilienfeld)!

Unterstützen Sie den notwendigen Ausbau mit Ihrer Bausteinspende. Verwenden Sie die umseiƟg abgedruckte Zahlungsanweisung für Ihren Beitrag.

Die Naturfreunde Traisen bedanken sich sehr herzlich für Ihre Hilfe mit dem tradiƟonellen Gruß der Naturfreunde: Berg frei!

 Historische Skikleidung im Stil der Jahrhundertwende


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EU-Wahl am 25. Mai 2014

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Interview: „Unsere Feinde sind jene, die Europa zerstören wollen“ EU auch viel gebracht: So ist zum Beispiel das Telefonieren im EU-Ausland erheblich billiger geworden. Die Maßnahmen zur Bankenregulierung sind erste wichtige Konsequenzen aus der Krise – gehen aber noch nicht weit genug.

„Man muss bei der Verteilung des vorhandenen Geldes neue Akzente setzen.“

Und umgekehrt – du hast schon die Bankenregulierung erwähnt – welche Schwachstellen hat die EU noch, an deren Verbesserung du arbeiten willst? „SPÖ aktuell“ sprach mit SPÖ-EUSpitzenkandidat Eugen Freund ausführlich über den wichtigen Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit, über die längst fällige Finanzmarktregulierung und über das österreichische Modell als Vorbild für die ganze Europäische Union. SPÖ aktuell: Lieber Eugen, welche Auswirkungen wird die EU-Wahl auf Österreich haben? Eugen Freund: Es gibt diesmal die Chance, die Weichen der europäischen Politik neu zu stellen. Die EU war jahrelang konservativ dominiert, derzeit gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Christdemokraten und den Sozialdemokraten. Die Sozialdemokraten haben die Chance eine Mehrheit zu erringen und damit auch die Politik zu ändern. Das wird sich auf uns alle auswirken, weil eine Politik gemacht wird, die näher am Menschen dran ist und nicht an der Finanzlobby. Und ich will ganz sicher nicht am Gängelband dieser Lobby hängen. Wenn die Sozialdemokraten die Mehrheit im EU-Parlament haben,

dann kann man viel mehr durchsetzen. Deswegen ist es auch wichtig, dass die SPÖ so stark wie möglich aus der Wahl hervorgeht. Nationalistische Parteien wie die FPÖ sollen einmal zeigen, wie Österreich alleine verhandeln würde mit Russland, den USA oder China. Unsere Feinde sind jene, die Europa zerstören wollen! Was würdest du einem skeptischen Wähler sagen, der dich fragt, was uns die EU bisher gebracht hat? Noch nie gab es eine so lange Friedenszeit in Europa. Wir alle sind Teil eines großen Friedensprojektes. Vor 100 Jahren hat der Nationalismus den Kontinent in den Ersten Weltkrieg geführt. Wenig später forderte der Zweite Weltkrieg Millionen von Opfern. Die EU hat 2012 zu Recht den Friedensnobelpreis bekommen. Und wenn es um konkrete und aktuelle Beispiele geht? Es gibt auch viele andere positive Seiten: Seit dem EU-Beitritt wurden 14.000 neue Jobs jährlich in Österreich geschaffen. Den Konsumentinnen und Konsumenten hat die

Im Kern geht es darum, dass die EU leider auch versucht, zu viele Kleinigkeiten zu regulieren und dabei manchmal auf die wirklich großen Dinge vergisst. Das beste Beispiel ist die 100-Watt-Lampe, die wird jetzt reguliert, aber es gibt noch immer keine gemeinsame europäische Energiepolitik, die so notwendig wäre. Es gibt keine wirklich gemeinsame europäische Klimapolitik, mithilfe derer wir unseren Nachkommen, unseren Kindern, eine Erde hinterlassen werden, auf der sie leben können. Die EU verliert sich also zu oft in Kleinigkeiten? Ja. Die EU muss weg vom KleinKlein und hin zu wirklich großen Problemen. Da gibt es einen prägnanten Satz von Martin Schulz (Präsident des Europäischen Parlaments, Anm.), der sinngemäß gesagt hat, die EU soll sich nicht überall einmischen. Es geht auch nicht an, dass Banken für systemrelevant gehalten werden, unsere Jugendlichen aber nicht. Man muss also auch bei der Verteilung des vorhandenen Geldes neue Akzente setzen.


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Österreich hat diesbezüglich klare Prioritäten gesetzt… Bundeskanzler Werner Faymann hat Österreich sehr gut durch die Krise geführt: mit der europaweit geringsten Arbeitslosigkeit und der zweitgeringsten Jugendarbeitslosigkeit. Da ist in Österreich Vorzeigepolitik gemacht worden; etwa was die Ausbildung von Lehrlingen in überbetrieblichen Lehrwerkstätten betrifft. Ich will mich auch dafür einsetzen, dass dieses Konzept in den anderen europäischen Ländern übernommen wird. So kann man vor allem die Jugendarbeitslosigkeit effektiv bekämpfen. Österreich sollte ein Vorbild für die gesamte EU werden. „Jene, die die Krise ausgelöst haben, gehören jetzt zu ihren Profiteuren. Das ist ein Skandal!“ Dein besonderes Spezialgebiet ist ja die Außenpolitik, insbesondere die Beziehungen EU – USA, was würdest du da anders gestalten? Ganz wichtig ist, dass wir auf Augenhöhe mit den Amerikanern verhandeln. Dass das offenbar nicht der Fall ist, zeigt sich jetzt gerade beim Freihandelsabkommen zwischen EU und USA. Bei den eigentlichen Verhandlungen sind Arbeitnehmer- und Konsumentenvertreter überhaupt nicht mehr dabei. Hier wird auf einer Ebene verhandelt, auf der die Industrielobby das Sagen hat. Der Abhörskandal ist auch ein ganz wichtiges Thema. Da genügt es nicht, dass Barack Obama sagt: „Wir werden nicht mehr Angela Merkels Telefon abhören.“ Das ist mir zu wenig. Foto: © NÖN/Bosch Was kann Europa dem entgegnen?

Europa muss in der Außenpolitik grundsätzlich selbstbewusster auftreten. Der ehemalige US-Außenminister Kissinger sagte immer: „Ich weiß nicht, wen ich in Europa anrufen soll.“ Und in Wirklichkeit gibt’s diese Telefonnummer heute noch nicht.

EU-Wahl am 25. Mai 2014

Zur Staatsschuldenkrise: Die Regierungen in Griechenland, Spanien oder Portugal setzen harte Sparprogramme durch. Welche Auswege siehst du für diese krisengebeutelten Länder? Ganz wichtig ist die Erkenntnis, dass man mit Sparen allein den Menschen nicht hilft. Man sieht das an der hohen Arbeitslosigkeit in Ländern wie Spanien und Griechenland. Sparen allein ist keine Lösung: Wenn man nicht gleichzeitig Investitionsprogramme auf den Weg bringt, werden sich diese Länder nur ganz langsam aus dem Sumpf herausziehen können. Ganz wichtig ist, dass man dafür sorgt, dass die Wirtschaft in diesen Ländern ordentlich in Schwung kommt, dann gehen die Budgetdefizite runter, dann wird der Schuldenstand geringer, dann löst man die Probleme. Die Sparprogramme haben auch fatale Auswirkungen auf die Betroffenen. Solidarität mit den betroffenen Bevölkerungen ist deshalb ganz wichtig. In der Krise zeigt sich die Ungleichheit zwischen Arm und Reich besonders. Es ist empörend: Jene, die die Krise ausgelöst haben, gehören jetzt zu ihren Profiteuren. Das ist ein Skandal! Zuletzt erlauben wir uns noch persönliche Fragen: Du hast dir als Journalist, USA-Korrespondent und ZiB-Moderator einen Namen gemacht. Seit wann begleitet dich die Politik? Ich bin seit meiner Jugend ein sehr politischer Mensch. Bruno Kreisky und seine Innen- sowie Außenpolitik haben die Politik für mich so richtig interessant gemacht. 1978 wurde ich Pressesekretär von Außenminister Willibald Pahr, das hat mich ganz nahe an die Politik herangeführt. Was erwartest du dir von der EU-Wahl? Ich will eine höhere Wahlbeteiligung

Lilienfelder Rundschau

erreichen als bei der letzten EUWahl. Ich will die Menschen für die EU interessieren und hoffe, dass sie den Gedanken, die ich in die Debatten einbringe, mehr Vertrauen schenken als denjenigen anderer. Das zweite Ziel geht darüber hinaus: Wir haben die Möglichkeit, die Weichen in Europa neu zu stellen. Dieses Mal besteht die Chance, dass die sozialdemokratische Bewegung in Europa die Mehrheit bekommt. Dafür werden wir hier in Österreich kämpfen, dafür kämpfen auch die anderen sozialdemokratischen Parteien in Europa. Es stehen harte Wochen des Wahlkampfes bevor. Was ist dir in der Wahlauseinandersetzung besonders wichtig? Der Teamgedanke. Freund schafft es nicht alleine, nur gemeinsam können wir es schaffen. Wir sind ein Team. Jörg Leichtfried, Evelyn Regner, Karin Kadenbach und Joe Weidenholzer leisten seit Jahren tolle Arbeit in Brüssel. Mir ist auch der direkte Kontakt zu den Menschen sehr wichtig. Ich will mit den Österreicherinnen und Österreichern über die Vor-, aber auch über die Nachteile der Europäischen Union sprechen. Ich weiß, dass es sehr viele Menschen gibt, die Bedenken haben, was gewisse Entwicklungen betrifft. Das muss man ernst nehmen. Ich selbst habe auch das Gefühl, dass vieles von dem was in Brüssel passiert ist, für die Leute zu schnell gegangen ist. Da wurde zu wenig informiert. Hier möchte ich meine Erfahrung der letzten 40 Jahre als „Erklärer“ komplexer Probleme einbringen.

Freie Wohnung im Sozialzentrum Lilienfeld Im Sozialzentrum in der Liese Prokop Straße ist eine Seniorenwohnung frei. Bei Interesse an einer Anmietung nehmen Sie bitte mit Stadtamtsdirektor Oswald Herster im Gemeindeamt oder unter der Telefonnummer 02762/52212 DW 12 Kontakt auf.


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Neues aus dem Gesundheitswesen

S. 13

ELGA ist ein Meilenstein Gesundheitsakte macht Gesundheitssystem sicherer was vor allem bei älteren Menschen wichtig ist, die viele Arzneien einnehmen müssen“, unterstreicht Onodi. Die Gefahr eines Datenmissbrauchs sieht die NÖGesundheitspolitikerin nicht: „Niemand braucht Angst zu haben, dass beispielsweise der Chef oder eine Firma, bei der man sich bewirbt, die Daten sehen könnten. Das ist vollkommen ausgeschlossen. Es braucht also absolut niemand Angst davor zu haben, dass er wegen einer Erkrankung Schwierigkeiten bekommt. Außerdem werden Daten auch jetzt gespeichert. Und wenn jemand kriminelle Absichten und das notwendige Wissen hat, könnte er wohl auch jetzt die Datenbanken von Ärzten, Krankenhäusern oder anderen Gesundheitseinrichtungen ausspionieren“, macht Onodi deutlich. „Ich kann nur an alle appellieren, sich nicht durch Negativ-Kampagnen beirren zu lassen, denn ELGA ist keinesfalls eine Gefahr für die Patientinnen und Patienten, sondern im Gegenteil: Sie macht das Gesundheitswesen besser und auch risikofreier“, so LAbg. Heidemaria Onodi.

Große Aufregung herrscht rund um die Einführung der sogenannten Elektronischen Gesundheitsakte, kurz ELGA. „Leider wird hier zum Teil eine massive Kampagne gegen diesen wichtigen gesundheitspolitischen Meilenstein gefahren. Die Menschen werden verunsichert“, betont die Gesundheitssprecherin der SPÖ-NÖ, LAbg. Heidemaria Onodi. Doch durch ELGA wird das Gesundheitssystem nicht nur revolutioniert, sondern vor allem auch sicherer. „Damit fallen nicht nur lästige und auch teure Mehrfachuntersuchungen weg, mit ELGA wird vor allem ein Mehr an Sicherheit geboten. Erstens ist der jeweils behandelnde Arzt immer über die ganze Krankengeschichte des Patienten informiert, das heißt er kennt alle Vorerkrankungen, mögliche Allergien gegen Medikamente oder andere wichtige Daten und insbesondere wird die Verschreibung von Arzneimitteln sicherer. Denn durch ELGA kennt jeder Arzt alle Medikamente des Patienten. Dadurch werden gefährliche Wechselwirkungen ausgeschlossen,


S. 14

Neues von den Vereinen

Lilienfelder Rundschau

Jahreshauptversammlung des ATUS Lilienfeld: Vorstand einstimmig gewählt DER NEUE Der ATUS Lilienfeld hat am 23. tin Trattner geleitete Neuwahl. V O R S TA N D : Februar 2014 seine Jahreshaupt- Alle neuen Vorstandsmitglieder versammlung abgehalten. Nach dem umfangreichen Tätigkeitsbericht von Obmann Kurt Melichar und den Berichten der Lehrwarte und des Kassiers erfolgten die einstimmige Entlastung des Vorstandes und die von StR Mar-

wurden einstimmig gewählt. Als erste Handlung nach der Neuwahl wurden vom Obmann langjährige Mitglieder geehrt: Für 15 Jahre Treue zum Verein: Alfred Schindl, für 40 Jahre Mitgliedschaft: Renate Glanninger (nicht am Foto) und Susanne Herster. Den Abschluss der Jahreshauptversammlung bildete eine Diashow über die Aktivitäten der letzten Jahre, zusammengestellt von Herren-Lehrwart Theodor Fellner.

Obmann: Kurt Melichar Obmann-Stv.: GR Susanne Herster Kassier: Herbert Wagner Kassier-Stv.: Waltraud Knaller Schriftführer: Ingeborg Wallner Schriftführer-Stv.: Annemarie Fellner Rechnungsprüfer: Erna Schraml und Gerlinde Tiefenbacher

Die Stadtgemeinde Lilienfeld und der Fremdenverkehrsverein Lilienfeld laden herzlich ein zum

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Samstag, 12. April 2014 von 18:00 bis 22:00 Uhr 7UDFKWHQPRGHVFKDXGHU)DFKVFKXOH6RR½GLH6FKÚOHULQQHQ treten als Models auf und stellen auch ihre selbst gefertigten Dirndl vor. 'LH7UDLVHQWDOHU:LQ]HUSUÂVHQWLHUHQGHQQHXHQ-DKUJDQJVRZLHGHQ7UDLVHQWDOHU'$& 'DEHLZLUGDXFKGHU6LHJHUGHVGLHVMÂKULJHQe/LOLHQIHOGHU:HLQHVrEHNDQQWJHJHEHQ Ein Heimbringerdienst ist eingerichtet


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Neues von den Vereinen

S. 15

Vorsitzende: Lore Dutter Tel. 0680 / 11 20 701

Winterwanderung Silvesterwanderung auf die Stockerhütte Vom Treffpunkt am Platzl wanderten wir über die Marktler Alm zur Elisenhöhe und über das Paraplui zurück nach Lilienfeld. Eigentlich war es eine Geisterwanderung, denn die Sicht war gleich null. Trotzdem haben sich alle mit guter Laune im Kellerstüberl wieder eingefunden.

Von Traisen-Scheibmühl wanderten die Naturfreunde am 25. Jänner 2014 auf die 734 m hoch gelegene Stockerhütte. Nach dem Einkehrschwung ging es bei herrlichem Panorama und schöner Raureiflandschaft Richtung Kalkmühle in Wiesenfeld und dem Radweg wieder zum Ausgangspunkt zurück.

„Such den Schnee Wanderung“ Für den 15. Februar 2014 war eigentlich eine Rodelwanderung bzw. eine Schitourenwanderung geplant. Der Wille und die passenden Sportgeräte waren da, einzig ein wichtiger Hauptdarsteller fehlte – der Schnee! Flexibel wie die Naturfreunde aber sind, wurde mit diesem Problem aktiv umgegangen – zu Fuß machten sich die Unentwegten auf den Weg zur Klosteralm, um bei frühlingshaften Tempe-

raturen nachzuschauen, ob sich in irgendeinem Eck der Schnee versteckt. Und wirklich wurden einige Schneeflecken hoch am Berg entdeckt. Der Spaß auf der Hütte war entsprechend groß, ehe es über die Lilienfelder Hütte, den Kolm und den Mitterriegelsteig wieder zurück ins Tal ging.

Vorschau

15. März 2014 Vereinskegeln Treffpunkt um 16:00 Uhr im Volksheim Traisen „Alle Neune“ – mitmachen kann jeder. Es werden der Vereinsmeister und die Vereinsmeisterin erkegelt und darüber hinaus gibt es auch eine Gästeklasse. 5. April 2014 Wanderung auf den Peilstein (716 m) Treffpunkt um 9:30 Uhr beim Tennisplatz in Lilienfeld Ansprechperson: Oswald Herster (02762/54547) Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!


S. 16

Neues von den Vereinen

Monsterjagd beim Kindermaskenball

Vorsitzende: Rita Trattner

Lilienfelder Rundschau

Internet: http://noe.kinderfreunde.at/lilienfeld E-Mail: Kinderfreunde.Lilienfeld@inode.at

Drei Monster haben sich auf die Welt geschlichen, die von der „Gesellschaft für Weltverbesserung“ und den vielen Kindern eingefangen fangen werden mussten, um die Welt wieder besser zu machen. Rund sechzig Kinder waren am Faschingsonntag im Schloss Freiland beim Kindermaskenball der Kinderfreunde mit dabei um „KiLi-Bär“ dabei zu unterstützen. Nach drei Stunden war es dann soweit: Alle Monster waren eingefangen und die Kinder hatten großen Spaß dabei. Natürlich zählten auch wieder der traditionelle Krapfenmarsch und die Tombola mit vielen Sachpreisen, die von Firmen aus und um Lilienfeld zur Verfügung gestellt wurden, zu den Höhepunkten.

Noch mehr Fotos und die Liste aller Sachpreis-Spender sind auf der Facebook-Seite der Kinderfreunde zu finden: www.facebook.com/KinderfreundeOGLilienfeld

Lilienfelder Rundschau 1/2014  
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