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SPร–-Bundesfrauenkonferenz 2010

Open Space 10. Juni 2010 | Pyramide Vรถsendorf Dokumentation


Open Space | SPÖ-Bundesfrauenkonferenz 2010 10. Juni 2010 | Pyramide Vösendorf Dokumentation

Idee Ziel der Bundesfrauenkonferenz 2010 war es, möglichst viel Raum für Dialog und Austausch zu schaffen. Daher wollten Bundesfrauenvorsitzende Gabriele HeinischHosek und Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz neue Wege der Konferenzgestaltung beschreiten. Gemeinsam mit Mag.a Barbara Guwak (promitto organisations- und politikberatung) wurde ein neues Format für die Diskussion der Anträge in Form eines Open Space entwickelt. Gemäß dem Großgruppenprinzip „Es müssen nicht alle alles machen!“ gab es parallel zum informellen Austausch nach der Pause, das Angebot einer strukturierteren Auseinandersetzung mit den Anträgen. Dadurch konnten alle zu Wort kommen und ein intensiver Dialog über die zukünftigen frauenpolitischen Herausforderungen entstehen. Im Mittelpunkt stand die Absicht, den wichtigen politischen Anliegen in den Anträgen - über Beschließung und Zuweisung an andere Gremien hinaus - kräftig Schwung mitzugeben und gemeinsam Ideen für deren Umsetzung zu entwickeln.

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Umsetzung Im Vorfeld wurden die 34 Anträge gemeinsam mit der Antragsprüfungskommission unter der Leitung von Petra Bayr zu neun Themenfeldern gruppiert und mittels Farbcodierung auf der Rückseite des Antragsheftes an die rund 400 Delegierten der Bundesfrauenkonferenz 2010 kommuniziert.

Diese neun Themencorner wurden noch um einen Thesencorner ergänzt, der den Titel „Zukunft der SPÖ: Unter 30 – zu jung?“ trug. Damit wurde dem Aufbrechen verkrusteter Strukturen (auch in der eigenen Partei), Rechnung getragen und Platz für neue Ideen geschaffen, wie man junge Menschen für die SPÖ gewinnen könnte. Die Intention der Einbindung junger Köpfe führte Mautz zur Idee, für die Moderation der insgesamt zehn Diskussionsinseln engagierte Frauen aus den SPÖJugendorganisationen zu gewinnen. Die Koordination der Moderatorinnen wurde von Magdalena Schrott vom VSSTÖ übernommen. In einem Workshop mit promitto entwickelten die Moderatorinnen dann Leitfragen für die Bearbeitung der Anträge. Auf der Bundesfrauenkonferenz 2010 selbst, stellte Mautz den rund 500 anwesenden Frauen das Open Space – Konzept vor: 3


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Und das bereits von der Rückseite des Antragsheftes bekannte Farbleitsystem kanalisierte die Interessierten in die Themencorner:

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Dort warteten bereits die Moderatorinnen und Expertinnen der jeweiligen Themenfelder, die aus den antragstellenden Organisationen stammten. Außerdem war jeweils ein Mitglied der Antragsprüfungskommission (APK) zugegen, um etwaige Abänderungswünsche aufzunehmen und in die finale Sitzung der Kommission einzubringen. Während in der ersten Diskussionsrunde vor allem geklärt wurde, was es noch braucht, um die Anträge beschließen zu können, fokussierte die zweite Runde – nach einer Pause, in der ein Wechsel in einen anderen Corner möglich war – auf die Frage, wie man den Anträgen Schwung geben könnte, wie man deren Anliegen Realität werden lassen könnte.

Die Moderatorinnen dokumentierten die zahlreichen Ideen, die von den rund 150 intensiv arbeitenden Frauen in etwas mehr als einer Stunde entwickelt wurden, auf Flipcharts bzw. konnte jede Frau auch gleich auf die Papiertischtücher schreiben (vgl. anschließendes Fotoprotokoll).

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Anschließend kamen alle Frauen wieder im Plenum zusammen, wo Gabriele Heinisch-Hosek und drei Moderatorinnen (Vanessa Gaigg von der aks, Laura Schoch von der SJ, Magdalena Schrott vom VSSTÖ) sowie Barbara Guwak (promitto) kurz berichteten, welche Eindrücke sie aus dem Open Space mitgenommen hatten bzw. welche der entwickelten Ideen sie am meisten faszinierten.

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Fotoprotokoll A Einkommen

Moderatorin: Stefanie Grubich APK-Mitglied: Ingrid Riezler Expertinnen: Sonja Ablinger, Nicole Krotsch

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B Arbeit

Moderatorin: Laura Schoch APK-Mitglied: Heidrun Silhavy Expertinnen: Elisabeth Grossmann, Anneliese Zimmermann

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C Quoten

Moderatorin: Magdalena Schrott APK-Mitglied: Birgit Ponath Expertinnen: Renate Brauner, Ute Verbeni

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D Gesundheit

Moderatorin: Eva Maltschnig APK-Mitglied: Gabi Tremmel Expertin: Verena Dunst

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Abschrift Flip 3: Gesundheit _Wie können wir die Ideen, Pflegefonds & Ausbau sozialer Dienste unterstützen? _Einbeziehung Betroffener – zu Pflegende, alle Berufsgruppen _Image-Veränderung des Pflegeberufs _Präventionsprojekte für Mitarbeiterinnen im Pflegebereich _Barrierefreiheit: in Ausbildung integrieren (ArchitektInnen) _mehr Flexibilität bei sozialen Diensten, mehr finanzielle Mittel bei politisch Verantwortlichen einfordern (mobile Betreuung) Abschrift Flip 4: Gesundheit _ keine Beschränkungen der Pflegestufen bei der Aufnahme in Pflegeheime zulassen _bundeseinheitliche Regelung für persönliche Assistenz _Durchführungsbestimmungen (Bundesgesetz) österreich-weit einführen

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Abschrift Flip 5: Gesundheit _ Wie können wir dem Thema geschlechtssensibler Medizin mehr Gewicht geben? _Aufklärungsarbeit, damit sich mehr Frauen dazu bereit erklären an Langzeitstudien zur medizinischen Forschung teilzunehmen _Expertinnen in die Bezirke einladen _Kontakt zu Krankenhäusern/ÄrztInnen herstellen _Expertin: Beate Wimmer-Buchinger Abschrift Flip 6: Gesundheit _ Pflege und Betreuungsbedarf soll von Pflegenden festgestellt werden _Ausbildung in Bezug auf Altenpflege bei Gesundheits- und Pflegeberufen _Barrierefreiheit bei eigenen Veranstaltungen

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E Globale Verantwortung

Moderatorin: Sandra Breiteneder APK-Mitglied: Petra Bayr Expertinnen: Eva Persy, Jutta Kepplinger, Maria Rauch

Abschrift Flip 5: Gesundheit _ SPÖ Frauen Aktion und Öffentlichkeitsarbeit: „Wir wollen 0,7“ _Veranstaltung: Klimawandel, Landwirtschaftsführung Nord-Süd (vielleicht Kooperation mit RennerInstitut) _Themen von NGO’s aufgreifen und kampagnisieren (langfristige Kooperation mit Südwind und FunktionärInnen und AktivistInnen zu Schulen) _Forderung nach Ernährungslehre in Schule und Kindergarten _SPÖ BürgermeisterInnen – Klimabündnisgemeinden, faire Gemeinden

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F Bildung und Kultur

Moderatorin: Iris Schwarzenbacher APK-Mitglied: Silvia Huber Expertinnen: Andrea Kuntzl, Elisabeth Hakel, Gabriela Schroffenegger

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G Familie und Vereinbarkeit

Moderatorin: Johanna Griesmayr APK-Mitglied: Olga Pircher Expertinnen: Ana Blatnik, Anni Mitterlehner

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Abschrift Flip 2: Familie und Vereinbarkeit _Sozialdemokratisches Familienbild? _von Großfamilie bis Single? _Alleinerzieher/in 13 % --davon sind 85 % Frauen _Patchworkfamilie _Gruppe von Menschen, die füreinander sorgt, Verantwortung übernimmt _staatlich gesicherter Unterhalt für Kinder _gesetzliche Gleichstellung für Lebensgemeinschaften _unabhängig von einander! – Eigenständigkeit

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Abschrift Flip 4: Familie und Vereinbarkeit _Konkrete Ideen für die Zukunft: _gleichberechtigte Erziehung (Buben, Mädchen) _SPÖ Männer als Vorbilder!? _Väterkarenz _Papa-Monat _Frauen – Bereitschaft zeigen, dem Mann die Kinderbetreuung abzugeben _Rollenbild verändern _Ansatz in der Schulbildung, um Rollenbild zu verändern bzw. noch früher! _Frauensolidarität wirklich leben! _„Halbe-Halbe“

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Abschrift Flip 5: Familie und Vereinbarkeit _Kinder sind Armutsfalle: _Alimentationszahlungen: _fixer Regelbedarfsatz an Unterhaltsleistung ans Amt – Zahlung an Amt _von Amt auf Konto für Kind ErziehendeN (wer mehr zahlen will kann das gerne tun) Unabhängig vom Einkommen des Vaters _Stichwort: Selbständige und Einkommen - Kindererziehungszeiten, Anrechnung auf Pension - besonders durch längere Durchrechnungszeiten, 1 Kind soll für 4 Jahre gelten (unabhängig vom Geburtsdatum des nächsten Kindes und ob Mehrling) - Berechnungsgrundlage; Einkommen mind. 1.400 netto

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Abschrift Flip 6: Familie und Vereinbarkeit _im Familienrecht verankern _Alimente: Recht des Kindes auf „Regelbedarfunterhalt“ _Zahlender zahlt ans Amt _Vielseitigkeit der Familie _Offenheit zur Diskussion muss gegeben sein! _Vereinbarkeit Beruf/Kind – Rahmenbedingungen fehlen: Gleicher Lohn (Einkommen zum Auskommen), Kinderbetreuung (Bundesregelung) _Kinder sind Armutsfalle“ _Pensionen , Kindererziehungszeiten gerecht bewerten, 4 Jahre pro Kind _Strengere Trennung von Kirche und Staat: Kirche vermittelt traditionelles Frauenbild; in Landgemeinden sehr stark vertreten; staatliche Betreuung nicht von Privaten (Kirche) Abschrift Flip 7: Familie und Vereinbarkeit _ impliziertes schlechtes Gewissen darf nicht sein _Alleinerzieherinnen, Kinderarmut _ weg vom Mütterkult hin zu elterlicher Verantwortung _Leistung der Frauen _immer weniger Kinder _Kinderbetreuung ausbauen – Anstieg der Geburtenrate, siehe Norwegen, Schweden, Frankreich

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H Lebensqualität und Selbstbestimmung

Moderatorin: Vanessa Gaigg APK-Mitglieder: Evelin Pircer, Kirstin Essenthier-Höchstätter Expertinnen: Gisela Wurm, Erna Zoller

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I Integration – Frauen gegen Rechts

Moderatorin: Sophie Wollner APK-Mitglied: Angela Eberl Expertin: Barbara Prammer

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Abschrift Flip 4: Integration _Kirche & Staat gehören getrennt _Religionsdebatte > in keiner Religion sind Frauen gleichberechtigt _FPÖ keine Frauenpolitik überlassen _Vorbilder sichtbar machen _weg von der Islamdebatte > keine Religionsdebatte _Diskussion MIT Migrantinnen _nicht die „anderen“ > vor der eigenen Tür kehren _keine Scheindebatte _Ansetzen in Schulerziehung > Antimachokurse (z.B. in D) _Integrationsbeauftragte in der SPÖ stärken _Burka als Vermummung? _Dazugehörigkeit? > Perspektive _SPÖ-Frauen nicht selbst fragen, „bin ich ok für/ok gegen“ > Was bedeutet das für Frauen? > Umgang mit Realität

_BündnispartnerInnen _mit Kindern und Frauen arbeiten _Diskussion Burkaverbot? _nicht auseinander dividieren lassen > Muslimin & Katholikin > Gemeinsamkeiten finden _Anträge ansehen _Weiterbildung > Toleranz nicht Ignoranz _Stärkung der Selbstbestimmung _Sprache > Muttersprache & Deutsch > kreativ sein _Projekt Kinderfreunde Graz _für Integration! _“Hilfe“ für Musliminnen? _Frauen erreichen _am Arbeitsmarkt

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J Zukunft der SPÖ: Unter 30 - zu jung?

Moderatorin: Julia Rafetseder Expertin: Gabi Binder-Maier

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Kontakt Mag.a Andrea Mautz Bundesgeschäftsführerin SPÖ-Frauen t +43 1 534 27-272 | e andrea.mautz@spoe.at Mag.a Barbara Guwak promitto organisations- und politikberatung gmbh t +43 1 585 38 96-15 | e guwak@promitto.at

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