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SPÖ-FRAUEN

Aktuell AUSGABE 2 / 2017

Foto: Knie

Mindestlohn für alle Branchen: Es geht voran!

Was Arbeit wert sein muss Foto: Knie

Mehr Frauen an die Spitze

Endlich ist bei der Gleichstellung ein Durchbruch gelungen. Auf Druck der SPÖ kommen Quoten im Aufsichtsrat auch in der Privatwirtschaft. Seite 3

Foto: Knie

Auf die Gesundheit achten

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Foto: Knie

eit mehr als 200.000 Frauen in Österreich verdienen weniger als 1.500 Euro bei Vollzeit. Das muss sich rasch ändern, meint Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner: Der Plan A von Bundeskanzler Christian Kern hat Bewegung Die Gesundheit ist ein wichtiges Thema im Alltag. In ihrer Sommeraktion informieren die SPÖ-Frauen über Vorsorge- gebracht, auch dort wo die Widerstände besonders groß waren. Immer mehr Branchen ziehen nach. Seite 2,3 untersuchungen und Impfungen. Seite 4

Frauen. Gesundheit. frauen.spoe.at/gesundheit


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Mehr Frauen in Top-Positionen

SPÖ hat sich durchgesetzt: Mehr Frauen an die Spitze

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rauenpolitik ist das Bohren harter Bretter. Ein Durchbruch ist endlich geschafft. Auf Druck der SPÖ wurde eine wichtige Hürde zu mehr Gleichstellung genommen: Quoten im Aufsichtsrat. In börsennotierten Gesellschaften und in Gesellschaften mit mehr als 1.000 Arbeit­ nehmerInnen soll der Aufsichtsrat künftig zu mindestens 30 Prozent aus Frauen bestehen. Denn eines ist klar: Es braucht mehr Frauen an der Spitze. Viele Vorteile Österreich schließt damit an die Entwicklungen in anderen europä­ ischen Ländern wie in Norwegen und in Deutschland an. Die Erfahrung zeigt, dass mehr Gleichstellung im Unternehmen viele positive Effekte hat - gemischte Teams bringen bessere wirtschaftliche Erfolge. Frauen in Führungspositionen ziehen andere nach. Staatsnahe Unternehmen gehen voran Die Quote wirkt. Das zeigen die staatsnahen Unternehmen. Dort sind bereits 40,3 Prozent Frauen in Aufsichtsräten.

Foto: Knie

Auch in Deutschland gab es lange Diskussionen. Schließlich haben sich die sozialdemokratischen Frauen durchsetzt. 2015 wurde eine 30-Prozent Quote im Aufsichtsrat deutscher Konzerne beschlossen. Elke Ferner ist parlamen­ tarische Staatssekretärin für Frauen im deutschen Bundesministerium für Familie, Senioren und Frauen. Bei einer Enquete der SPÖ-Frauen und des SPÖ-Parlamentsklubs informiert sie Ende Juni über das Gesetz und die Umsetzung.

Höchste Zeit Ganz anders ist das Bild in der Privatwirtschaft. Zuletzt lag der Frauenanteil in der Geschäftsführung der 200 umsatzstärksten Betriebe bei 7,2 Prozent. Auch börsenotierte Firmen waren eine Männerbastion, nur in sieben von ihnen war überhaupt ein weibliches Vorstandsmitglied bestellt. Jedes vierte der 200 größten Unternehmen kam in Geschäftsführung und Aufsichtsrat gänzlich ohne Frau aus. Nun ist ein Meilenstein geschafft. Es ist höchste Zeit für mehr Gleichstellung!

Foto: Knie

Foto: Knie

Ja zu Quoten

„Ja zu Quoten!“ hieß es bei der Veranstaltung „Mehr Frauen an die Spitze!“ im Palais Epstein am 26. Juni 2017

Den Aufschwung nutzen: Mehr Jobs schaffen Foto: SPÖ

Bundeskanzler Christian Kern

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ndlich gibt es positive Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen geht zurück. Die Arbeitslosigkeit ist im Mai um 2,7 Prozent gesunken. Besonders unter den Jungen zeigt sich erneut ein starker Rückgang – um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist noch lange nicht genug, diese Entwicklung muss weitergehen! Die SPÖ drängt auf wichtige Initiativen, um mehr Jobs zu schaffen.

Aktion 20.000 Die Generation 50 plus hat es nach wie vor sehr schwer eine Beschäftigung zu finden. Viele Ältere suchen seit über einem Jahr verzweifelt nach Arbeit. Die SPÖ will mit der „Aktion 20.000“ älteren Menschen wieder Perspektiven geben. Beschäftigungsbonus Auf massiven Druck der SPÖ hat die ÖVP endlich eingelenkt. Der Beschäftigungsbonus soll wie geplant am 1. Juli kommen. Das ist ein wichtiger Jobturbo.

Ab Juli sollen alle Unternehmen, die neue MitarbeiterInnen einstellen, eine 50-prozentige Förderung der Lohnnebenkosten für die Dauer von bis zu drei Jahren erhalten. Soziale Sicherheit “Die Arbeitslosigkeit ist noch viel zu hoch”, sagt Bundeskanzler Christian Kern. Die Menschen müssen die gute Konjunktur auch spüren. Mehr Jobs zu schaffen, ist eines der wichtigsten Ziele der Sozial­ demokratie.


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Foto: Knie

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ir wollen, dass für die Frauen in diesem Land rasch etwas weitergeht. Unsere Konzepte für die Zukunft haben wir auf den Tisch gelegt. Foto: Knie

Es geht voran: 1.500 Euro Mindestlohn

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er Plan A hat Schwung gebracht. Einer der zentralen Projekte ist ein Mindeslohn von 1.500 Euro für alle Branchen. Wichtige Erfolge bei den Verhandlungen Nun ist Dynamik in die Verhandlungen gekommen. Die sozialdemokratischen GewerkschafterInnen konnten in einigen Branchen, in denen die Widerstände groß waren, wichtige Verhandlungserfolge erzielen. Darunter sind die Kollektivverträge für MitarbeiterInnen von AnwältInnen, GastronomiemitarbeiterInnen, Textilindustrie­ arbeiterInnen und FriseurInnen.

Wir tragen Verantwortung Ein Mindestlohn von 1.500 Euro und zusätzlich die ersten 1.500 Euro für alle steuerfrei, ein Rechtsanspruch auf Ganztags-Kinderbetreuung ab dem vollendeten 1. Lebensjahr spätestens ab 2020 und die Abschaffung des Pflegeregresses - das hilft vor allem den Frauen. Die SPÖ sagt klar und deutlich, wie die Zukunft aussehen soll. Wir haben für die Frauen in diesem Land viel erreicht. Aber dieser Weg muss weitergehen! Dazu gehört auch, dass wir uns um jene kümmern, die es nicht so leicht haben.

FSG-Frauenvorsitzende im ÖGB Ilse Fetik

Immer mehr Branchen ziehen nach

Armut vermeiden Jede neue Einkommensstudie legt erneut den Finger auf die Wunde: Von Niedriglöhnen sind in erster Linie Frauen betroffen. Mehr als 200.000 Frauen verdienen derzeit bei Vollzeit weniger als 1.500 Euro brutto.

MitarbeiterInnen von AnwältInnen: bis Jänner 2018

Das muss sich rasch ändern. Jede Frau soll von ihrem Einkommen leben können!

FriseurInnen: ab April 2019

GastronomiemitarbeiterInnen: bis Mai 2018

Foto: Knie

Die Frauen können sich auf die SPÖ verlassen Eine fortschrittliche Frauenpolitik ist für die SPÖ die Voraussetzung für eine Zusammenarbeit mit anderen Parteien. Wir sagen konkret, welche Maßnahmen dafür unbedingt notwendig sind: Für uns ist klar: Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein Grundwert, an dem nicht gerüttelt werden kann.

TextilindustriearbeiterInnen: bis 1. Dezember 2018 SPÖ-Frauenvorsitzende


4 Foto:Werner Jäger

Den ganzen Sommer lang gibt es in ganz Österreich Frauengesundheitstage und zahlreiche Aktionen der SPÖ-Frauen.

Frauengesundheit: Was wir in Zukunft brauchen Aktionsplan Frauengesundheit Was sich in der Kindheit und Jugend entwickelt, hat Auswirkungen auf das ganze Leben. Mit welchen Erwartungen Mädchen und Frauen konfrontiert sind, welches Bild sie sich von sich selbst machen, das alles hat einen Einfluss darauf, wie sich ihr Alltag gestaltet. Es geht um Gesundheit, Selbstbestimmung und um ein Leben frei von Gewalt. Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner hat einen umfangreichen Aktionsplan zur Frauengesundheit vorgelegt, der die Chancen von Mädchen und Frauen in allen Altersstufen verbessern soll.

Foto:BMG

Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner präsentierte den Aktionsplan Frauengesundheit.

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ehr als die Hälfte der Weltbevölkerung sind Frauen. Trotzdem hat die medizinische Wissenschaft Frauen lange Zeit nicht ausreichend wahrgenommen. Es war der männliche Körper, an dem in der Regel geforscht wurde.

Mittlerweile hat sich das zum Teil geändert. Dass Frauen und Männer bei vielen Krankheiten unterschiedliche Symptome zeigen, ist kein Geheimnis mehr. Dennoch braucht es noch viel, damit Frauengesundheit stärker in den Fokus rückt.

Gesundes Selbstbild Ein positives Selbstbild ist für die Gesundheit enorm wichtig. Unrealistische Schönheitsideale stellen ein großes Risiko dar. Mehr als die Hälfte der jungen Frauen im Teenager-Alter wenden ungesunde, teils gefährliche Maßnahmen zur Gewichtskontrolle und -reduktion an. Hier will die Frauenministerin mit Information und Aufklärung einen Beitrag leisten.

Gute Vorsorge und Information Ein gutes Angebot an Vorsorge­ untersuchungen ist für die Gesundheit essentiell. Wichtig ist, dass Frauen auf Basis guter Information selbstbestimmte Entscheidungen treffen können. Je früher Krankheiten erkannt werden, desto höher ist die Chance auf Heilung. Ganzheitlicher Ansatz Notwendig ist es aber auch, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen im Auge zu behalten. Ein veraltetes Rollenbild trägt dazu bei, dass viele Frauen den Alltag in der Familie und den Großteil der unbezahlten Arbeit weitgehend alleine meistern müssen. Diese ungleiche Verteilung gilt es aufzubrechen. Unterstützung bei der Pflege Frauen übernehmen nicht nur einen Großteil der Haushaltsführung und Kindererziehung, sie sind oft auch für die Pflege naher Angehöriger verantwortlich. Ziel des Aktionsplanes ist es Unterstützung und Hilfestellung im Alltag zu bieten.


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Keine Ausreden mehr: Ehe für alle öffnen Foto:Knie

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n vielen Ländern ist es gleichgeschlechtlichen Paaren längst erlaubt, zu heiraten. Ehegleichstellung gibt es bereits in vielen europäischen Staaten, wie in Schweden,

Frankreich und den Niederlanden, sowie in den USA und Kanada. In Österreich wehrt sich die ÖVP gegen Gleichstellung. Die Zeit der Ausreden muss aber endlich vorbei sein.

SPÖ macht Druck In den letzten Jahren hat sich viel getan. Einiges an Gleichstellungsthemen wurde von Gerichten entschieden, wie die Adoptionsmöglichkeit für

gleichgeschlechtliche Eltern, bei einigen Themen musste die ÖVP erst überzeugt werden. Vor kurzem konnte die Öffnung des Standesamtes für Eingetragene PartnerInnenschaften erreicht werden. Nun geht es darum, den nächsten Schritt zu machen. Denn Gleichstellung kann es nur ganz geben. Die Zeit ist reif Eine klare Mehrheit der ÖsterreicherInnen spricht sich für die eherechtliche Gleichstellung aus. Für Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner bedeutet das einen klaren Arbeitsauftrag an die Politik: „Es ist nicht einzusehen, dass es im Jahr 2017 immer noch Menschen gibt, die nicht heiraten dürfen, nur weil ihr Geschlecht nicht passt. Werte wie Menschenrechte und Gleichstellung werden in Österreich hochgehalten, international nehmen wir oft eine Vorreiterrolle ein - da darf die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren keine Ausnahme sein!“

Schulstress: Der Druck in den Familien ist hoch

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einahe zwei Drittel der Schulkinder brauchen die Eltern beim Lernen. Das ergibt eine Befragung der Arbeiter­ kammer unter 3.500 ­Eltern. Bei 62 Prozent der Schulkinder kontrollieren die Eltern nach der Arbeit die Hausübungen und sie lernen mit ihnen vor Prüfungen und Schularbeiten. In den meisten Fällen - zu 83 Prozent - sind es die Frauen, die diese Aufgabe schultern. Hoher Zeitdruck Sieben von zehn Eltern geben an, dass sie durch die zusätzliche Hilfe beim Lernen belastet sind. Mehr als die Hälfte sagen, dass sie unter Stress, Ärger und Kon­­

flikten leiden, wenn sie nach der Schule „nacharbeiten“ müssen. Und Eltern sind nicht selten zu­ mindest in einigen ­Fächern überfordert, ihren Kindern zu helfen. Ganztagsschulen entlasten Eine spürbare Entlastung ist in den verschränkten Ganztagsschulen zu bemerken. Wenn Unterricht, Üben, Sport und Freizeit über den ganzen Tag verteilt sind, müssen die Eltern viel seltener selbst mit den Kindern lernen. Hier sind es 30 Prozent der SchülerInnen - also etwa halb soviel wie in anderen Schulen - die ihre Eltern täglich oder mehrmals in der Woche zum Lernen brauchen.

Förderunterricht hilft Positiv auf den Lernerfolg wirkt sich auch regelmäßiger Förderunterricht in der Schule aus. Wichtig ist es daher diesen leicht und unbürokratisch zu ermöglichen.

Lernen soll in der Schule stattfinden Für die Zukunft ist klar: Es muss mehr Zeit fürs Lernen und Üben in der Schule sein. Dann bleibt zuhause mehr Freizeit. Damit ist allen geholfen.

Das braucht es in Zukunft: Mehr echte, verschränkte Ganztagsschulen: Unterricht, Üben, Sport und Freizeit sind auf den ganzen Tag verteilt. Das entlastet die Eltern. Ausbau des Förderunterrichts: So wie in den Volksschulen sollte der regelmäßige Förderunterricht auch ab der Mittelstufe gleich ab Beginn des Schuljahres leicht und unbürokratisch zugänglich sein.


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Studienbeihilfe: Mehr Geld für Studierende

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ichtiger SPÖ-Erfolg für Österreichs StudentInnen: Ab dem kommenden Wintersemester werden die Stipendien spürbar erhöht und die Einkommensgrenzen der Eltern angepasst. Rund 40.000 StudentInnen bekommen dadurch mehr Geld, 10.000 haben nun neu Anspruch auf eine Beihilfe. SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl freut sich, dass dadurch mehr junge Menschen eine Chance auf ein Studium bekommen: „Mit der Erhöhung leisten wir einen wichtigen Beitrag gegen die Armutsgefährdung und für mehr Bildungsgerechtigkeit besonders auch für jene, die aufgrund ihrer Bildungsbiografie später mit einem Studium beginnen!“

Foto: Knie

Hilfe für Frauen auf der Flucht

Foto: Hitthaler

Sofiya Darsaniya (li.)berichtet von den Gefahren für Frauen auf der Flucht. Hier im Bild mit Gisela Wurm, SPÖ-Frauenund Gleichbehandlungssprecherin (re.)

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ie flüchten vor Gewalt, Krieg, Terror, Hunger und bitterer Armut. Das Schicksal, das sie auf ihrem Weg in eine neue Heimat erleiden, ist oft genug wieder mit Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung verbunden.

Den Schutz für Frauen verbessern Mittlerweile sind weltweit mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge Frauen und Mädchen. Gisela Wurm, Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin der SPÖ im Parlament und Mitglied des

Europarates hat zwei Jahre an einem Bericht gearbeitet, der nun vom Europarat angenommen wurde. Er soll dazu beitragen, Schutzlücken zu beseitigen und Risiken abzubauen. Das Trauma verarbeiten „Flüchtende Frauen sind auf ihrer Reise besonders gefährdet. Sie haben oft keinen Zugang zu medizinischer und psychologischer Betreuung“, erklärt Gisela Wurm. Wichtig sind Personen, denen sich die Frauen ohne Angst anvertrauen können wie weibliche Polizistinnen, Dolmetscherinnen und Sozialarbeiterinnen. Auch sichere Räume wie etwa getrennte Schlafmöglichkeiten für Frauen und Männer sind notwendig. Gewalt in der Familie Sofiya Darsaniya ist Journalistin, wurde in Georgien geboren

und kam über die Ukraine nach Österreich: „Die heile Welt in der Familie gibt es oft nicht. Häusliche Gewalt ist auch auf der Flucht ein großes Thema“, berichtet sie von Gesprächen mit Betroffenen. Kontrolle, psychologische Betreuung und die Möglichkeit offen darüber zu sprechen seien wichtig. Dazu gehören getrennte Befragungen auch innerhalb von Familien sowie die Zusicherung der vertraulichen Behandlung. Sichere Wege und rasche Integration vor Ort „Die Staaten sollen sich an Programmen beteiligen, die Flüchtlingen den sichersten Weg bieten, nach Europa zu gelangen, Familienzusammenführung unterstützen sowie in Integrationsprogramme investieren“, betonte Gisela Wurm bei einer Veranstaltung der BSA-Frauen in Tirol.


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15 Jahre Frauenakademie: Lehrgang für Politikerinnen

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rauen zu stärken und ihnen ein gutes Rüstzeug für ihre Arbeit mitzugeben - das ist das Ziel der Frauen­akadmie, die in diesem Jahr ein Jubiläum feiert. Vor 15 Jahren hat das Karl-RennerInstitut gemeinsam mit den SPÖ-Frauen eine eigene Ausbildungsschiene für Politik­ erinnen entwickelt. Gerechte Teilhabe Geboten wird eine Vielzahl an spannenden Lehrgängen, Seminaren und Workshops. Es geht darum, das Selbstbewusstsein der Frauen zu stärken, damit sie ihre eigenen Potentiale und Kompetenzen noch besser nutzen. Frauen sind die Mehrheit der Bevölkerung, eine gerechte Teilhabe ist ein Gebot der Stunde.

Abschluss der Frauenakademie 2016/17 im Renner-Institut

Foto: Knie

Die Bildungsreform kommt Pädagogische Vorteile der Bildungsreform

Foto:Regina Aigner

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid freut sich über die Einigung bei der Bildungsreform

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ach langen Verhandlungen konnte endlich eine Einigung erzielt werden. „Der Weg ist frei für eine selbstbestimmte, freie Schule, in der PädagogInnen und SchulleiterInnen entscheiden wie sie unterrichten wollen. Denn sie wissen genau, was ihre Schülerinnen und Schüler brauchen“, freut sich Bildungsministerin Sonja Hammerschmid. Die Bildungsreform umfasst das Autonomie-, das Behörden und das Modellregionenpaket.

Modellregionen Ein Knackpunkt der Verhandlungen waren die Modellregionen zur gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen. Für die Zustimmung am Schulstandort braucht es eine einfache Mehrheit der anwesenden LehrerInnen im Rahmen von LehrerInnen- bzw. Schulkonferenzen. Bei der Abstimmung unter den Eltern, die schriftlich erfolgen wird, reicht die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei den Eltern muss insgesamt mehr als ein Drittel zustimmen.

Innovative Unterrichtsgestaltung durch flexible Gruppenbildungen: Die Gruppengröße kann künftig individuell an die Bedürfnisse der SchülerInnen und des Unterrichtsfaches angepasst werden. Gleichzeitig werden erstmals die bestehenden Ressourcen gesetzlich abgesichert. Flexibilisierung der Unterrichtsdauer und Öffnungszeiten: Die Unterrichtseinheit wird zeitlich geöffnet, wobei die 50-Minuten-Einheit als Berechnungsgröße erhalten bleibt. Projektunterricht, Blockungen und themenzentrierter Unterricht werden vereinfacht, damit interdisziplinäres Arbeiten leichter wird. Außerdem können Schulen künftig auch früher als 8 Uhr mit dem Unterricht beginnen. Ausbau von schulautonomen Lehrplan­ bestimmungen: Inhaltliche und pädagogische Schwerpunkte an Schulen werden autonom am Standort festgelegt. Bisherige bürokratische Hürden werden abgebaut, und Schulversuche werden nur noch dort nötig sein, wo der Spielraum in der Autonomie nicht ausreicht. Mehr Infos zur Bildungsreform: www.bmb.gv.at


Abgeordnete im Portrait: Katharina Kucharowits

Foto: SPÖ-Parlamentsklub

Leistbares Wohnen, Gleichberechtigung, gerechte Arbeitsbedingungen auch bei Praktika – diese Themen nennt SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits als Schwerpunkte ihrer Arbeit. Ihre politische Heimat hat Kucharowits in Niederösterreich, in Schwechat ist sie seit 2012 Bezirksfrauenvorsitzende. Als Vorsitzende der Jungen Generation Österreich ist sie im ganzen Land unterwegs, um sich für die Rechte von Kindern und Jugendlichen stark zu machen. Dabei ist ihr besonders wichtig, dass auch jene gehört werden, die es schwerer haben. So arbeitet Kucharowits derzeit gemeinsam mit ExpertInnen an einer Strategie, um die Rechte von Kindern auf der Flucht sicher zu stellen. Denn viele sind allein und haben niemanden, der ihnen helfen kann. Sobald ein Kind unbegleitet in Österreich ankommt, muss es in die Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe fallen, erklärt sie. Für Kucharowits steht fest: „Kinderrechte müsen für alle Kinder gleich gelten, das muss uns gelingen!“

Ein Turbo für die Frauenpolitik 2018 wird ein neues Frauenvolksbegehren auf die Beine gestellt. Die SPÖ-Frauen unterstützen die Initiative. „Österreich soll in Europa frauenpolitisch ein Vorbild sein. Das ist für unser Land eine enorme Chance. Beim geplanten Frauenvolksbegehren geht es genau um die Themen, die uns wichtig sind“, sagt SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Heinisch-Hosek. Dazu gehört gleicher Lohn für gleiche Arbeit, faire Teilhabe in Politik und Wirtschaft, Aufbrechen der Geschlechterrollen, Aufteilen der unbezahlten Arbeit und Schutz vor Gewalt.

Foto SPÖ

Foto: Parlamentsdirektion, Bildagentur Zolles, Christian Hofer

Das hilft den Frauen!

Eine fortschrittliche Frauenpolitik ist die Voraussetzung für eine künftige Zusammenarbeit mit anderen Parteien. Themen, die Frauen besonders zugute kommen, haben einen zentralen Stellenwert sowohl im Wertekompass als auch in den Koalitionsbedingungen. Dazu gehört ein Mindestlohn von 1.500 Euro und zu­sätzlich die ersten 1.500 Euro für alle steuerfrei - das bedeutet eine Entlastung von 500 Euro jährlich. Besonders wichtig sind auch der Rechtsanspruch auf Ganztags-Kinderbetreuung ab dem voll­endeten 1. Lebensjahr spätestens ab 2020 und die Abschaffung des Pflegeregresses.

Foto: SPÖ

#miteinander In einem neuen Video erzählt Bundeskanzler Chrisian Kern von seiner Schulzeit und den Herausforderungen, denen er und seine Familie in den frühen 70-ger Jahren gegenüberstanden. „Es gab viel Liebe und wenig Geld. Das hat mich geprägt“, erzählt Kern. Ihm wurde schnell klar: „Niemanden im Stich zu lassen und für andere da zu sein, darauf kommt es an.“ Das Video ist auf der ­Facebookseite der SPÖ zu finden. Impressum: SPÖ-Frauen, Löwelstraße 18/1010 Wien

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SPÖ-Frauen Aktuell Ausgabe 2, 2017  

SPÖ-Frauen Aktuell Ausgabe 2, 2017  

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