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SPÖ-FRAUEN

Aktuell AUSGABE 1 / 2017

Foto: Novotny

Lohntransparenz, Mindestlohn, Quoten, Vereinbarkeit

Was der Plan A für Frauen bringt

Im Gedenken an Sabine Oberhauser

Foto: BMGF/Jeff Mangione

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Foto: Domnanovic

Digitaler Wandel

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Foto: Lehmann

orauf warten? Es ist beim Thema Gleichberechtigung schon viel passiert, aber es muss schneller gehen. Der Plan A bringt Schwung und Dynamik. Die Regierung hat sich in ihrem Arbeitsprogramm auf konkrete Maßnahmen und Neue Technologien, Computerprogramme, Roboter ... Das alles bestimmt die Zukunft unserer Arbeit. Das schafft neue einen fixen Zeitplan geeinigt. Jetzt geht es an die Umsetzung. Lesen Sie über zentrale Vorhaben für Frauen Seite 2,3 Herausforderungen. Seite 4,5

Wir machen Zukunft.

Arbeit im digitalen Wandel. Chancen für Frauen schaffen.


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Es geht voran: Plan A für die Frauen

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Foto: Utzig

s geht ein Ruck durch unser Land. Als Bundeskanzler Christian Kern in Wels den Plan A präsentierte, wurde schnell klar: Für die Frauen in unserem Land ist dies eine große Chance, oft gestellte Forderungen endlich umzusetzen. Lohngerechtigkeit Frauen verdienen im Schnitt noch immer 23 Prozent weniger als Männer. Das muss sich ändern. Der Unterschied geht quer durch alle Branchen, Berufe und Altersgruppen. Daher braucht es Lohntransparenz: Wenn eine Frau weiß, wieviel ihr männlicher Kollege mit gleicher Ausbildung, Berufserfahrung und Tätigkeit verdient, hat sie in den Gehaltsverhandlungen bessere Argumente bei der Hand.

1.500 Euro Mindestlohn hilft vor allem Frauen Eine besonders wirkungsvolle Maßnahme, um die Lohnschere zu schließen ist ein Mindestlohn von 1.500 Euro. Weit mehr als 200.000 Frauen arbeiten derzeit für weniger als 1.500 Euro im Monat Vollzeit. Nun wurde im Arbeitsprogramm der Regierung bis Ende Juni 2017 ein Stufenplan fixiert, der gemeinsam mit den SozialpartnerInnen erstellt wird.

Beruf und Familie darf kein Widerspruch sein Kinderbetreuung ist die Voraussetzung, dass Eltern ganztägig berufstätig sein können. Für Kinder sind Kindergärten pädagogisch wertvoll und legen den Grundstein für eine gute Bildung. Daher sieht der Plan A einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem 1. Lebensjahr vor. Die Regierung treibt die Kinderbetreuung voran. Im Arbeitsprogramm wurde ein zweites verpflichtendes Gratiskindergartenjahr und ein österreichweiter Qualitätsrahmen vereinbart. Denn Bildung von klein an ist eine wichtige Grundlage für eine gute Zukunft.

Foto: SPÖ

Mehr Frauen in Top-Positionen Eine Studie der Boston Consulting Group unter dem Titel „Frau Dich“ hat erneut gezeigt: Mehr Gleichstellung am Arbeitsmarkt bringt auch bessere wirtschaftliche Ergebnisse - sowohl für die einzelnen Unternehmen als auch gesamtwirtschaftlich gesehen. Beim Thema Quoten in der Privatwirtschaft konnte nun eine Einigung erzielt werden (siehe Artikel Seite 3). Es ist höchste Zeit, dass Frauen in allen Belangen gleichberechtigt sind.

Foto: SPÖ

Wichtige Frauenthemen im Plan A Lohntransparenz Der Plan A sieht ein Lohntransparenzgesetz vor, mit dem die Gehälter im Betrieb offen gelegt werden. Mindestlohn von 1.500 Euro Bei diesem zentralen Thema konnte eine Einigung erzielt werden. Bis Ende Juni 2017 erstellen die Sozial­ partnerInnen einen Stufenplan für einen flächen­ deckenden Mindestlohn von 1.500 Euro. Kinderbetreuung und -bildung Der Plan A sieht bis spätestens 2020 einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem 1. Lebens­j ahr vor. Im Arbeitsprogramm sind das zweite verpflichtende Gratiskindergartenjahr und ein österreichweiter Qualitätsrahmen für die Kinderbetreuung vorgesehen. Mehr Frauen in Top-Positionen Wie vereinbart ist eine 30 Prozent Quote in den Aufsichtsräten großer Unternehmen ab 1.1.2018 fix.

Bundeskanzler Christian Kern präsentierte in Wels den Plan A.


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Foto: Knie

D Einigung erzielt: Quoten kommen

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ie gläserne Decke hat einen Sprung bekommen, freut sich Frauenministerin Sabine Oberhauser. Im Arbeitsprogramm der Regierung ist eine 30 Prozent Quote in den Aufsichtsräten großer Unternehmen ab 1.1.2018 fix. Quoten machen Sinn Dass rasches Handeln gefragt ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen. Noch immer sind die heimischen Geschäftsführungen in Männerhand. Bei 61 der 200 Unternehmen finden sich überhaupt keine Frauen in den Kontrollgremien. Nur 17 Betriebe können eine Aufsichtsratschefin vorweisen. Der Frauenanteil in den Geschäftsführungen beträgt nur 7,2 Prozent, in den Aufsichtsräten 18,1 Prozent. Staatsnahe Unternehmen gehen voran Die Quote wirkt. Das zeigen die staatsnahen Unternehmen. Dort sind bereits 38 Prozent Frauen in Aufsichtsräten. Der Frauenanteil in Leitungsfunktionen des Bundesdienstes liegt bei 34,5 Prozent.

Gute Erfahrungen Mehr Gleichstellung am Arbeitsmarkt hat viele positive Effekte. Auch andere europäische Länder haben die Wichtigkeit von Quoten erkannt. Norwegen hat im Jahr 2003 als erster europäischer Staat eine gesetzliche Quotenregelung für die Besetzung von Aufsichtsräten in Unternehmen eingeführt.

Foto:Rainer Kriesch

Foto: Lea Pachta

In Deutschland gilt die Quote für die Privatwirtschaft seit Anfang des Jahres 2016. Demnach sind große Unternehmen verpflichtet, bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat eine 30-Prozent Quote anzuwenden. Seither hat sich für Frauen einiges getan. Die Regierung in Österreich hat Quoten fix auf der Agenda. Es ist hoch an der Zeit.

er Plan A ist in erster Linie auch ein Plan A für Frauen. Viele unserer langjährigen Forderungen sind Teil des Programms: Lohntransparenz, ein Mindestlohn von 1.500 Euro, ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr, Quoten auch in der Privatwirtschaft. Worauf warten? Mehr Schwung und Dynamik bei der Umsetzung – das ist das Ergebnis des Plan A. Erste Umsetzungsschritte finden sich bereits beim Arbeitsprogramm der Regierung. Für die kommenden Monate wurde ein konkreter Zeitplan für jede einzelne Maßnahme fixiert. Das schafft Verbindlichkeit. Wir machen Zukunft Die Arbeitswelt ist im digitalen Wandel. Wir wollen neue Chancen für Frauen schaffen. Das ist Thema der Frühjahrskampagne der SPÖ-Frauen. Dazu befragen wir Frauen in ganz Österreich bei Hausbesuchen und Straßenaktionen nach ihren Wünschen, Vorstellungen und Forderungen beim Thema Arbeit. Um Perspektiven für die Zukunft geht es auch bei einer Reihe von Veranstaltungen in diesem Jahr. Ich freue mich Vorschläge und Ideen für die Zukunft gemeinsam mit euch zu diskutieren.

SPÖ-Frauenvorsitzende


4 Fotos auf dieser Seite: Novotny

Die veränderte Arbeitswelt birgt Chancen und Risiken, sagte die Professorin für Arbeit und Globalisierung von der Universität Hertfordshire Ursula Huws (Foto rechts) in ihrer Keynote beim 3.Barbara Prammer-Symposium „Frauen.Arbeit.Zukunft“.

Digitaler Wandel: Chancen für Frauen schaffen Nationalratspräsidentin Doris Bures: Wir stehen vor großen Herausforderungen, aber wenn wir sie mit Engagement angehen, dann werden wir sie meistern. Und zwar zum Wohle unserer Frauen. Frauenministerin Sabine Oberhauser: Wir brauchen mehr Lohntransparenz in den Betrieben und Frauenquoten in der Wirtschaft. Bundeskanzler Christian Kern: Frauen haben das Recht zu wissen, wieviel ein Mann, der dieselbe Arbeit verrichtet, verdient. Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek: Wir können und müssen mithelfen, in unserem digitalen Zeitalter Lust auf Neues zu machen. Frauensprecherin Gisela Wurm: Wir brauchen Quoten für die Führungsetagen – mit Warten allein entwickelt sich das nicht weiter. Klubobmann Andreas Schieder: Transparenz ist das Mittel, um Gleichheit beim Einkommen zu schaffen. Direktorin des Renner Instituts Maria Maltschnig Die Digitalisierung ist keine abgeschlossene Entwicklung, sondern ein Prozess, den man gestalten kann.

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esellschaftspolitisch brisante Themen stehen im Mittelpunkt des jährlichen Barbara Prammer Symposiums, das in Zusammenarbeit der SPÖ-Frauen, dem Sozialdemokratischen Parlamentsklub und dem Renner-Institut veranstaltet wird. „Frauen. Arbeit. Zukunft“ war das Motto des dritten Symposiums im Parlament.

Die Zukunft ist was wir daraus machen Mehr als 200 Gäste diskutierten feministische Perspektiven für die Zukunft. Die Arbeitswelt entwickelt sich rasant, vorangetrieben durch Digitalisierung, Automatisierung und Globalisierung. Wichtig ist es, dass Frauen in allen Bereichen die gleichen Chancen haben wie Männer.


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Soziale Sicherheit muss sein: Frauen gründen Unternehmen

Im Bild: SWV-Frauenvorsitzende Doris Margreiter, Foto: Knie

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in eigenes Unternehmen zu gründen, diesen Schritt wagen immer mehr Frauen. 2015 wurden 59 Prozent der neuen Unternehmen von Frauen gegründet. Die berufliche Selbständigkeit, bietet neue Chancen, aber auch Risiken. Ein-Personen-Unternehmen Mehr als die Hälfte der EinPersonen-Unternehmen werden von Frauen betrieben. Spitzenreiter bei den Ein-Personen-Un-

ternehmen sind die Berufsfelder Personenberatung und Personenbetreuung (98,5 %), Direktvertrieb (92,5 %), Persönliche Dienstleistung (85,4 %). Auch die Bereiche Fußpflege, Kosmetik und Massage weisen einen EPU-Anteil von 80,6 % auf. Nicht immer ist der Gang in die Selbständigkeit eine bewusste Entscheidung. Mitunter werden Frauen auch mit Verträgen in diese Art der Beschäftigung gedrängt. Soziale Absicherung Selbständige, insbesondere EinPersonen-Unternehmen sind in vielen Bereichen schlechter gestellt als angestellte ArbeitnehmerInnen. Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband fordert zahlreiche Maßnahmen, um die Situation von UnternehmerInnen zu verbessern. Wichtig sind ein Ausbau der Rechte, eine ausreichende Absicherung im Falle von Krankheit und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Mittlere Einkommen Selbständig Erwerbstätiger nach Geschlecht Selbständig Erwerbstätige 75% verdienen brutto weniger als 50% verdienen brutto weniger als 25% verdienen brutto weniger als Arithmetisches Mittel der Einkommen

Frauen 17.041 Euro 8.788 Euro 2.820 Euro 15.298 Euro

Männer 35.042 Euro 15.171 Euro 5.757 Euro 28.968 Euro

Quelle Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband, Daten aus 2012

Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband fordert: • Kinderbetreuung ausbauen: Zugesicherte Kinderbetreuungsplätze bzw. Förderung für individuelle Kinder­betreuung • Unternehmensfreundliche Kindergarten-Öffnungszeiten • faire Pensionsregelungen für UnternehmerInnen • Maßnahmen gegen die Ausbeutung von PersonenbetreuerInnen • Anspruch auf persönliche Mindestsicherung (keine Partnermitberechnung) • Streichung/Befreiung der Grundumlage im ersten Jahr der Selbständigkeit, in Mutterschutz und Karenz sowie bei schwerer Krankheit • Urlaubsaktion bzw. Urlaubsförderung für Selbständige • 20% SVA Selbstbehalt abschaffen • Krankengeld ab dem 4. Tag • 20% SVA Selbstbehalt auch bei Arztbesuchen in der Pension abschaffen

Zukunft der Arbeit: Feministische Perspektiven

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elche Chancen und Herausforderungen bieten die Digitalisierung und daraus resultierende neue Arbeitsprozesse für Frauen? Eine eigene Veranstaltungsreihe lädt zur Diskussion ein. „Schöne neue Arbeitswelt?“ Der Arbeitsmarkt und seine (neuen) Formen in der Reihe „Denk!_! Raum“ 16. März 2017 ega:frauen im zentrum Johanna Dohnal Enquete Zukunft.Arbeit.Feminismus 22. April 2017 ega:frauen im zentrum

Digitale Arbeit feministische Perspektiven in der Reihe „Feminismus in Theorie und Praxis“ 27. April 2017 Karl-Renner Institut Prekär trotz Arbeit Was ist Arbeit wert? in der Reihe „Denk!_! Raum“ 4. Mai 2017 ega:frauen im zentrum Der Wert des Menschen Philosophische Auseinander­ setzung zum Thema Arbeit in der Reihe „Denk!_! Raum“ 13. Juni 2017 ega:frauen im zentrum

Zukunft der Arbeit. Veranstaltungen.

Infos zu Programm und Anmeldung: www.frauen.spoe.at


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Zusammenleben: Integration von Anfang an

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in fremdes Land, eine fremde Sprache, eine andere Kultur. Viele Frauen und Männer, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Not und Verzweiflung hier in Österreich gelandet sind, stehen vor großen Herausforderungen. Denn zu der Sorge, ob das Asylverfahren positiv entschieden wird, kommen viele Notwendigkeiten des Allags.

Foto: BKA, Regina Aigner

Vom ersten Tag an Je schneller Integration funktioniert desto einfacher ist es für alle. Im Plan A ist daher ein 12-monatiges Integrationsjahr vorgesehen, das nun umgesetzt wird. Konkrete Maßnahmen „Das verpflichtende Integrationsjahr ist ein flächendeckendes, durchgehendes und umfassendes Qualifizierungsprogramm für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte, von dem erstmals auch AsylwerberInnen mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit profitieren werden“, sagt Staatssekretärin Muna Duzdar, die das

Staatssekretärin Muna Duzdar bei ihrem Besuch des Integrationshauses in Wien. Integrationspaket verhandelt hat. Statt Symbolpolitik, die der ÖVP wichtig war, wie z.B. das nun vereinbarte Vollverschleierungsverbot, legte die Sozialdemokratie großen Wert auf konkrete Maßnahmen, die die frühe Anbindung an den Arbeitsprozess erleichtern.

Guter Start ins Arbeitsleben Das Integrationsprogramm beinhaltet Sprach- und Orientierungskurse. In eigenen Kompetenzclearings wird abgeklärt, welche beruflichen Fähigkeiten vorhanden sind und ausgebaut werden können.

Vorgesehen sind auch eigene IntegrationsberaterInnen. Durch die geplante Ausweitung des Dienstleistungsschecks kön­ nen AsylwerberInnen erstmals legal in privaten Haushalten beschäftigt werden. Zudem werden auch zahlreiche soziale Projekte ermöglicht.

Schule: Auf den

digitalen Alltag vorbereiten Foto: BKA, Regina Aigner

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid bei einem Schulbesuch in der Neuen Mittelschule Feuerbachgasse.

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igitale Technologien und Kommunikationskanäle ändern sich rasant und sind nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Die Schule muss Kinder mit dem nötigen Werkzeug ausrüsten, damit sie mit diesen Entwicklungen Schritt halten können. „Deshalb haben wir eine Strategie ausgearbeitet, die von der Vermittlung von technischen Fähigkeiten bis zur Medienbildung reicht und die gesamte Schullaufbahn umfasst“, sagt Bildungsministerin Sonja Hammerschmid.

Schon ab der Volksschule soll der Umgang mit digitalen Techniken erprobt werden. Digitale Grundbildung wird mit Schwerpunkt auf der dritten und vierten Schulstufe in den Lehrplänen verankert. Auch in die Fortbildung für die LehrerInnen, in die Ausstattung an den Schulen sowie in digitale Lehrmaterialien wird investiert. „Die Digitalisierungsstrategie sorgt dafür, dass unsere SchülerInnen fit für die digitale Zukunft sind“, erklärt SPÖBildungssprecherin Elisabeth Grossmann.


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Im Gedenken: Sabine Oberhauser Foto: BMGF/Jeff Mangione

(1963­2017) Am 23. Februar 2017 erreichte uns die traurige Nachricht, dass Frauenund Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser nach schwerer Krankheit verstorben ist. Ihr Tod sorgte für tiefe Betroffenheit und Trauer.

„Eine leidenschaftliche Politikerin und ein großartiger und liebenswerter Mensch ist viel zu früh von uns gegangen. Sabine Oberhauser hat ihren tapferen Kampf gegen den Krebs verloren. In den Herzen so vieler Menschen hat sie einen bleibenden Platz." Doris Bures, Nationalratspräsidentin „Wer Sabine Oberhauser kennenlernen durfte, kannte eine Frau, die für ihre Werte und für ihre Überzeugungen eingestanden ist, die im Rahmen ihrer Politik – als Ministerin und Gewerkschafterin – immer überlegt hat, wie möglichst viele Menschen von ihrer Arbeit profitieren können.“ Christian Kern, Bundeskanzler „Ich durfte Sabine als eine tatkräftige Gesundheitsministerin und eine durchsetzungsfähige Frauenpolitikerin erleben. Sie hat nie den Mut verloren und hat sich bis zuletzt für ihre Anliegen stark gemacht. Du wirst mir in der Mitte der Bundesregierung fehlen.“ Sonja Hammerschmid, Bildungsministerin „Sabine, dein Kampf für die Frauen, für die soziale Gerechtigkeit in unserem Land und dein mutiger Umgang mit der Krankheit war nicht nur für mich eine Inspiration. Du warst und bist ein Vorbild und wirst fehlen.“ Muna Duzdar, Staatssekretärin

„Mit Sabine Oberhauser ist nicht nur eine tapfere Frau, engagierte Gewerkschafterin, sondern auch eine großartige Freundin und Kollegin von uns gegangen. Sabine, wir werden dich nie vergessen.“ Renate Anderl, ÖGB­Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende „Sabine war eine Power-Frau, eine echte Kämpferin gegen Ungerechtigkeiten und mit ihrer Tapferkeit und ihrem Engagement ein Vorbild für uns alle.“ Katharina Kucharowits, JG­Vorsitzende

„Liebe Sabine, wir SPÖ-Frauen werden dein fröhliches Gemüt und deine unerschütterliche Lebensfreude sehr vermissen. Ein letztes Freundschaft.“ Gabriele Heinisch-Hosek, Verena Dunst, Ana Blatnik, Elvira Schmidt, Sabine Promberger, Ingrid Riezler, Elisabeth Grossmann, Selma Yildirim, Veronika Keck, Renate Brauner, Andrea Brunner (SPÖ­Frauen Präsidium)

„Wir verabschieden uns von einer starken Kämpferin, die sich bis zum Schluss für ihre Ideale eingesetzt hat.“ Jasmin Chalendi (AKS), Julia Herr (SJ) und Katrin Walch (VSStÖ)

Sabine Oberhauser wurde 1963 in Wien geboren. Nach ihrem Medizinstudium arbeitete sie lange als Ärztin und war aktives Gewerkschaftsmitglied. Zeit ihres Lebens setzte sie sich für soziale Gerechtigkeit und faire Chancen für alle ein. Von 2006 bis August 2014 war sie Abgeordnete zum Nationalrat, bis 2013 Gesundheitssprecherin und ab 2013 Sozialsprecherin der Sozialdemokratischen Parlamentsfraktion. Ab 2014 war Sabine Oberhauser Gesundheitsministerin, ab Juli 2016 auch Frauenministerin.


Abgeordnete im Portrait: Petra Bayr

Foto: Lehmann

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etzwerken - das ist für die SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung im Parlament Petra Bayr essentiell. Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechte, Umweltschutz, der Einsatz gegen Antisemitismus - bei all diesen Themen will sie länderübergreifende Allianzen schmieden. Zusätzlich zu ihrer parlamentarischen und internationalen Arbeit ist Petra Bayr auch im Bezirk engagiert. „Ich bin Wienerin und begeisterte Favoritnerin“, sagt sie von sich. Frauenthemen stehen dabei im Mittelpunkt. Als Vorsitzende der Favoritner SPÖ-Frauen und Mitglied des Bundesfrauenvorstandes wirbt sie unermüdlich für Gleichberechtigung. Reden, Anträge, Petitionen, Bürgerinitiativen - auf ihrer Homepage petrabayr.at findet sich ein Fundus an Materialien zu ihrer politischen Arbeit, auch Persönliches: Mit 11 Jahren hat sie sich in der Schule den Spitznamen „Penny“ gegeben nach der Titelheldin im Roman von Lise Gast „Penny Wirbelwind“. Wenn man ihre zahlreichen Berichte von Initiativen auf der ganzen Welt auf Facebook verfolgt, wird klar: Politische Arbeit ist spannend und vielseitig.

Konzepte für die Zukunft Gesellschaftspolitische Diskussionen, Aus- und Weiterbildung, Denkwerkstätte der Sozialdemokratie - das Renner Institut versteht sich als Schnittstelle zwischen Politik und Wissenschaft. Feministische Forderungen und Analysen fließen in alle Vorhaben ein, sagt Maria Maltschnig, die seit November 2017 als Direktorin des Renner-Instituts tätig ist. Maria Maltschnig ist nun Hauptverantwortliche bei der Erstellung eines neuen Parteiprogramms, das in einem breiten Diskussions­ prozess bis zum Parteitag 2018 entwickelt wird. Foto: Novotny Foto: Parlamentsdirektion, Bildagentur Zolles, Christian Hofer

Internationale Arbeit Europapolitik ist Ilia Dib, die seit November 2017 das Internationale Sekretariat der SPÖ leitet, bestens vertraut. Im Europawahlkampf 2014 war sie mit Information und Kommunikation betraut. Im SPÖ-Parlamentsklub ist sie für die Bereiche Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik zuständig. Ihren politischen Werdegang startete Ilia Dib als Vorsitzende des Verbands Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ). „Internationale Vernetzung ist heute wichtiger denn je“, sagt Dib. Foto Lehmann Foto: SPÖ, Hornhuber

Mach mit beim Plan A Social Media, Veranstaltungen, Hausbesuche....Es gibt viele Möglichkeiten um aktiv zu werden. Hier findest du Infos zu Themen, Aktionen und Tourterminen: www.meinplana.at Impressum: SPÖ-Frauen, Löwelstraße 18/1010 Wien

SPÖ-Frauen Aktuell Ausgabe 1, 2017  
SPÖ-Frauen Aktuell Ausgabe 1, 2017  
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