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Foto: Fotolia

SPÖ-FRAUEN

Aktuell AUSGABE 04/2017

Gewaltschutz in Österreich: Du bist nicht allein!

Soziale Sicherheit

Foto: Knie

Die Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe wurde abgeschafft. Das ist ein wichtiger Meilenstein für die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen. Seite 5

WO GIBT ES HILFE BEI GEWALT? Frauenhelpline:

0800 222 555

www.gewaltschutzzentrum.at

Polizei: 133

frauen.spoe.at

Sexuelle Belästigung

Foto: Knie

Jede intensive und entwürdigende sexuelle Belästigung ist strafbar. Für dieses Gesetz haben die SPÖ-Frauen lange gekämpft. Die Widerstände waren groß. Seite 4

FRAUENHELPLINE: 0800 222 555 POLIZEI: 133

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twa jede fünfte Frau in Österreich ist von Gewalt betroffen. Jedes Jahr ­finden einige tausend Frauen und Kinder Hilfe in Gewaltschutzzentren oder Zuflucht in den österreichischen Frauenhäusern. Es gibt ein dichtes Netz an Beratungsund Hilfseinrichtungen. Welche Gesetze Frauen schützen und wo sie sich hinwenden können – das steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Seite 2

SMS POLIZEI-NOTRUF FÜR GEHÖRLOSE: 0800 133 133 EURONOTRUF: 112

FRAUEN BERATEN FRAUEN Onlineberatung zu frauenspezifischen Themen WWW.FRAUENBERATENFRAUEN.AT

WWW.GEWALTSCHUTZZENTRUM.AT | 0800 222 555


Foto: BMGF

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Gewalt in der Beziehung: Wenn Hilfe dringend nötig ist.

WO GIBT ES HILFE BEI GEWALT?

Pamela Rendi-Wagner bei der Präsentation des Projekts „Der Gewalt keine Chance!“

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as Gefühl der Aussichtslosigkeit – das ist es woran sich Frauen später oft erinnern, wenn sie sich aus einer gewalt­ tätigen Beziehung befreit haben. Wut, Scham, Verzweifl­ ung, zwischen­ durch immer wieder die Hoffnung es könnte sich alles zum Guten wenden. Mit­ unter zeigen sich Gewalt­ täter am Anfang einer Beziehung noch aufmerksam und zuvorkommend. Später­ist es oft schwer auszumachen, wann aus Beteuerungen wie „Ich bin verrückt nach dir“ ein „Du gehörst mir“ geworden ist. Der Wunsch nach Kontrolle und Unter­drückung manifestiert sich schleichend. Gewalt gegen Frauen ist kein Einzelfall, sie ist Ausdruck des ungleichen Machtverhältnisses zwischen Männern und Frauen. Jede fünfte Frau Die Zahl der Frauen, die Gewalt in ihrer Beziehung erleiden, ist erschreckend hoch. Schätz­ ungen zufolge ist jede fünfte Frau in Österreich einmal in ihrem Leben von Gewalt in ihrem nahen Umfeld betroffen.­ Diese Schätzung beruht auf den Daten der Hilfseinricht­ ungen. Jedes Jahr finden einige tausend­Frauen und

Kinder Hilfe in Gewaltschutzzentren oder Zuflucht in den österreich­ischen Frauenhäusern. Aber die Dunkelziffer ist hoch. Viele scheuen sich davor Hilfe zu rufen. Zu groß ist das Gefühl, selbst versagt zu haben. Einige versuchen die Situation selbst zu verändern und wagen es nicht, sich jemanden anzu­ vertrauen. Es überwiegt die Angst vor dem Partner und den möglichen Konsequ­ enzen. Dazu kommen finanzielle Sorgen­und Nöte. Du bist nicht allein Gewalt zu erleiden, macht viele sprachlos. Die Unberechenbarkeit der Täter treibt die Opfer zur Verzweiflung, zerstört ihr Selbstwertgefühl und raubt ihnen ihre Würde. Wichtig ist es daher zu erkennen: Frauen, die von Gewalt betroffen sind, sind nicht allein. Es braucht Mut, sich aus einer gewalt­ tätigen Beziehung zu befreien. Mit Hilfe von außen wird es leichter. Es gibt einen Weg aus der Gewalt Österreich hat ein dichtes Netz an Hilfseinrichtungen. Frauenhäuser geben Schutz. Die gesetzlich eingerichteten Gewaltschutzzentren existieren zur Unterstützung der Opfer von

Gewalt, bieten Beratung und helfen bei den wichtigsten Schritten, wie bei der Beantragung einer Einstweiligen Verfügung. Die Mitarbeiterinnen von Ge­­ walt­ schutz- und Frauenberatungseinrichtungen entwickeln gemeinsam mit den Frauen Sicherheitspläne. Es ist gut zu wissen, was wann getan werden muss, sich austauschen zu können und von den eigenen Sorgen und Befürchtungen zu sprechen. Irgendwann lässt die Angst nach und der Weg in die Zukunft ist frei. Nicht von heute auf morgen. Schritt für Schritt.

Was tun bei Gewalt?

„Niemand ist den Frauen gegenü ber aggressiver od er herablassender als ein Mann, der seiner Männlich keit nicht ganz siche r ist.“ Simone de Beauvoir

frauen.spoe.

at

Bei akuter Gewalt sofort die Polizei – 133 – rufen. Die Polizei kann den Gefährder sofort aus der Wohnung weisen. Das Betretungsverbot gilt zwei Wochen. Ein Antrag auf Einstweilige Verfügung für längerfristigen Schutz muss beim Bezirksgericht des Wohnortes gestellt werden. Die Frauenhelpline 0800 222 555 ist rund um die Uhr erreichbar. Hier gibt es Auskunft, wo es Hilfe gibt und was zu tun ist. Kostenlose Beratung und Hilfe gibt es auch bei den Gewaltschutzzentren in ganz Österreich. Adressen und Öffnungs­ zeiten finden Sie hier: www.gewaltschutzzentrum.at


Foto: BKA / Wenzel

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Foto: Knie

F Sonja Hammerschmid und Muna Duzdar starteten Initiativen zur Aufklärungsarbeit in Schulen

Aktiv #GegenHassimNetz Toolkit für Beratungseinrichtungen, Beratungsstelle #GegenHassimNetz, Offensive gegen Cybermobbing in den Schulen

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ine der neuen Gewaltformen, die in den letzten Jahren verstärkt aufgekommen ist, ist Hass im Netz. Frauen und Mädchen sind hier besonders betroffen - die im Internet auftretende Aggression nimmt oft deutliche frauenverachtende Züge an. Die gute Nachricht ist aber, dass die Gesetze dazu in den letzten Jahren sukzessive verschärft wurden – inzwischen sind auch Cyberstalking oder Verhetzung auf Grund des Geschlechts im Internet unter Strafe gestellt. Aber bisher gibt es wenig Expertise auf dem Gebiet, was ich einer Frau raten kann wie mit Hasspostings oder Cyberstalking umgegangen werden kann. Aus diesem Grund wurden vor kurzem drei wichtige Initiativen ins Leben gerufen: Toolkit für Beratungs­ einrichtungen So haben Pamela Rendi-­ Wagner als Frauenministerin und Muna Duzdar als Digitalisierungsstaatssekretärin in Kooperation mit der Universität Wien und der Opferschutzeinrichtung Weißer Ring ein Projekt in Angriff genommen, das Beraterinnen in Frauenberatungseinrichtungen gut unterstützt. Dafür

wird ein Toolkit erstellt, auf das Berater­ innen in Frauen­ beratungszentren zurück­ greifen können (z.B. Leitfaden mit juristischen Informationen). Dieses Toolkit wird ab Anfang 2018 verfügbar sein. Beratungsstelle #GegenHassimNetz Erstmalig wurde auch eine Anlaufstelle für alle Menschen in Österreich geschaffen, die von Hasspostings, Cyber­ mobbing und anderen­Formen der Diskriminier­ ung betroffen sind: Die Beratungsstelle #GegenHassimNetz unterstützt und berät Opfer sowie Zeuginnen und Zeugen von ver­ baler und psychischer Gewalt im Internet. Das niederschwellige Angebot ist kostenlos. Die Beratungsstelle wird von fünf

juristisch und psychosozial geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der gemeinnützigen Organisation ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit betreut. Offensive gegen Cyber­ mobbing in der Schule Cybermobbing beginnt oft schon in der Schule. Daher hat Sonja Hammerschmid als Bildungsministerin schon Anfang des Jahres 2017 eine Offensive gegen Cybermobbing gestartet. Diese betreibt in Kooperation mit Saferinternet.at und Mimikama Aufklärungsarbeit an den Schulen. Es ist wichtig, dass wir Hass im Netz auf allen Ebenen begegnen und die Kinder und Jugendlichen im Umgang mit der digitalen Welt schulen.

Service: Frauenberatungseinrichtungen: https://www.bmgf.gv.at/home/frauenservice/ Beratungsstelle #GegenHassimNetz: Schönbrunner Straße 119/13, 1050 Wien Telefon: +43 1 236 55 34 | E-Mail: beratung@zara.or.at Web/Chat/Meldeformular: beratungsstelle.counteract.or.at Offensive gegen Cybermobbing in Schulen: https://www.saferinternet.at/cyber-mobbing/

rauen sollen wissen, wo es Hilfe bei Gewalt gibt und dass sie nicht alleine sind. Dieses Thema steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe des SPÖ-Frauen Aktuell. Auch bei neuen Formen der Gewalt, wie Hass im Netz gibt es wirksame Initiativen, die wir Ihnen vorstellen möchten. Gesetze, die Frauen schützen Wir haben in Österreich gute Gewaltschutzgesetze. Dafür machen wir uns stark. Auch beim Thema Sexuelle Belästig­ ung haben wir einen Weg beschritten, der in Europa als Vorbild gilt. Denn bereits mit Beginn des Jahres 2016 wurde das Strafrecht in Österreich verschärft. Seither gibt es einen erweiterten Schutz vor sexueller Belästigung. Der Weg dahin war langwierig und die Widerstände groß. Sechs Jahre und intensive Verhandlungen mit drei JustizministerInnen hat es gebraucht, bis wir SPÖ-Frauen uns durchsetzen konnten. Mut machen Sich gegen Übergriffe und Gewalt zur Wehr zu setzen, dazu braucht es Mut. Dass so viele Frauen Gewalt erleiden oder sexueller Belästigung ausgesetzt sind, ist ein Ausdruck der ungleichen Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männern in unserer Gesellschaft. Die zahlreichen Reaktionen, Protestbewegungen wie #MeToo und #aufschrei zeigen, wie wichtig das Thema ist. Gemeinsam kämpfen wir Frauen für unsere Rechte!


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Sexuelle Belästigung: Frauen wehren sich

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SPÖ-Frauen haben sich durchgesetzt Sexuelle Belästigung darf nicht toleriert werden. Schon 2009 starteten die SPÖ-Frauen eine Initiative für eine Novelle des Strafgesetzbuches. Die damalige Frauenministerin Gabriele ­Heinisch-Hosek verhandelte in der Folge mit drei JustizministerInnen: Claudia BandionOrtner, Beatrix Karl und Wolfgang Brandstetter. Die Bedenken waren groß und der Widerstand enorm. Schließlich setzten sich die SPÖ-Frauen durch. Im Juli 2015 wurde die Strafrechtsnovelle­ beschlossen, im Jänner Ein neuer Aufschrei Weltweite Empörung löste in 2016 trat sie in Kraft. Die jüngster Zeit der Skandal um Novelle zielte darauf ab, den den Filmproduzenten Harvey­ höchstpersönlichen LebensbeWeinstein aus, der zahlrei- reich mehr zu schützen. Die Strache Frauen sexuell missbraucht fen für Sexual- und Gewaltdelikte liche haben soll. Unter dem Hash- wurden angehoben, zusätz­ tag #MeToo rief die Schauspie- Delikte wie Cybermobbing oder lerin Alyssa Milano Frauen auf, Verletzung der sexuellen Selbst­ sich dem Protest anzuschlie- bestimmung wurden unter ßen. Seither twittern hundert- Strafe gestellt. Bei Vergewaltig­ tausende Frauen und auch Män- ung können seither auch solche ner, wie sie von Bekannten oder Fälle erfasst werden, bei denen Fremden sexuell belästigt wur- das Opfer zu keiner Gegenwehr den. Eine offene Debatte über mehr fähig ist. Ein Nein genügt. Sexismus startete vor einigen Auch ein Verbot von ZwangsJahren auch die Feministin Anne verheiratung wurde verankert. ­Wizorek. Im Jänner 2013 schrieb sie auf Twitter: „Wir sollten diese Bewusstsein schaffen Erfahrungen unter einem Hash- Sexismus und Gewalt dürtag sammeln. Ich schlage #auf- fen nicht toleriert werden. Es schrei vor“. Die Reaktion war braucht klare Grenzen und Straenorm. Bereits in den ersten zwei fen, aber auch ein gesellschaftliWochen nutzten rund 60.000 ches Umdenken. Immer mehr Frauen und Männer diese Initia- Frauen trauen sich mit ihren tive, um auf das Thema aufmerk- Erfahrungen an die Öffentlichkeit. Das macht Mut. sam zu machen.

Foto: pixabay

ür viele Frauen gehört es leider zum Alltag: Unerwünschte Berührungen, Umarmungen oder Küsse. Eine informelle Umfrage der SPÖ-Frauen in ganz Österreich zeigt, dass etwa jede zweite Frau sexistische Übergriffe bereits einoder mehrmals erlebt hat. Die SPÖ-Frauen haben lange dafür gekämpft, dass es eine gesetzliche Handhabe gegen sexuelle Belästigung gibt. Der Widerstand war groß. Anfang 2016 ist die Strafrechtsreform in Kraft getreten. Seither ist jede intensive und entwürdigende sexuelle Belästigung strafbar. Österreich ist mit diesem Gesetz international ein Vorbild.

So sind Sie durch das Strafrecht geschützt: •

Jede intensive und entwürdigende sexuelle Belästigung ist strafbar.

Ein Nein muss genügen: Wenn ein Täter eine ­sexuelle Handlung gegen den erkennbaren Willen des Opfers setzt, ist das strafbar.

Gewalt in der Familie wurde als Erschwernisgrund ­eingeführt.

Der Schutz für Opfer wurde ausgebaut.

Die Strafen für Körperverletzungen wurden erhöht.

„Verschleppt werden“ ins Ausland zum Zweck der Zwangsverheiratung wird bestraft.

HILFE BEI SEXUELLER BELÄSTIGUNG AM ARBEITSPLATZ GLEICHBEHANDLUNGS­ ANWALTSCHAFT: kostenlose Info: 0800 206 119 www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at

ARBEITERKAMMER:

TATORT ARBEITSPLATZ:

Informieren Sie sich über Ihre Rechte! www.arbeiterkammer.at

Initiative der Gewerkschaft vida email: tatortarbeitsplatz@vida.at


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ine der in den Medien im Nationalratswahlkampf 2017 am meisten diskutierten Fragen war, wie es die Parteien mit der Sicherheit halten. Meist wurde damit polizei­ liche Sicherheit gemeint, aber für Frauen ist die Frage der Sicherheit eine viel umfassendere. Es ist für Frauen wichtig, dass sie selbständig und frei von Gewalt leben können. Das bedeutet aber auch, dass neben polizei­ licher auch soziale Sicherheit herrschen muss. Und das muss uns etwas wert sein.

Die Aufgabe der Politik ist es, genau diese soziale Sicherheit zu vermitteln. Aus diesem Grund haben wir in den letzten Monaten auch eine Reihe wichtiger Maßnahmen umgesetzt: Von der Abschaffung des Pflegeregresses, die mit 1. Jänner 2018 in Kraft tritt, über die Pensionserhöhung, die für Pensionen bis 1.500 Euro 2 ­ ,2 Prozent beträgt

und vor allem Frauen nutzt, bis hin zum weiteren Ausbau der Kinderbetreuung, der zumindest nächstes Jahr gesichert ist, konnte vieles beschlossen werden. Denn für uns Sozialdemokratinnen ist soziale Sicherheit mehr wert.

WO GIBT ES HILFE BEI GEWALT?

Foto: Fotolia

Denn Frauen wollen wissen, ob sie nach der Babypause wieder in einen Beruf einsteigen können, weil ihr Kind gut in einer qualitätsvollen Kinderbetreuungseinrichtung versorgt

ist. Oder ob sie ein Einkommen oder eine Pension haben von der sie selbständig leben können. Oder ob die Gesundheitsversorgung in ihrer Umgebung funktioniert und für die An­g­­e­­­­hörigen­ gut gesorgt ist, wenn sie pflegebedürftig sind oder für sie selber gut gesorgt wird, wenn sie selber pflegebedürftig werden.

Foto: Prager-Ramsa

(Soziale) Sicherheit ist mehr wert

Eigenständige Notstandshilfe Meilenstein für eine finanzielle Unabhängigkeit

Eigenständige Notstands­ hilfe – ohne Anrechnung des Partnereinkommens erreicht In der letzten Nationalrats- und Bundesratssitzung der letzten Parlamentsperiode konnte noch ein Meilenstein geschaffen werden: Jahrelanger Druck von Frauenorganisationen und vor allem auch der SPÖ-Frauen führte dazu, dass die Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe abge-

schafft wurde. Das ist eine wichtige Maßnahme, um die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen zu garantieren. Wer jahrelang in das System eingezahlt hat, soll diese Leistung auch bekommen. Die Notstandshilfe schließt direkt an das Arbeitslosengeld an. Frauen haben dafür oftmals jahrelang eingezahlt, aber ihnen wurde aufgrund der

Gesetzeslage diese Leistung verwehrt. Und das nur, weil das Einkommen des Partners zu hoch war. So wurden 2014 insgesamt 16.336 Anträge abgelehnt beziehungsweise eingestellt, weil das Einkommen des Partners mitgerechnet wurde – hier waren die Grenzen sehr niedrig angesetzt. 82 Prozent der Betroffenen waren Frauen. Diesen Frauen steht nun erstmalig zu, dass sie finanziell von ihrem Partner unabhän-

„Wir alle haben uns immer wieder daran zu erinnern, dass Mut und Zivilcourage die Wirklichkeit zum Besseren verändern können." Barbara Prammer

frauen.spoe.at

gig leben können. Mit dieser im Plan A von Christian Kern fixierten Maßnahme ermöglichen wir, dass Betroffene nicht mehr in die Armut abrutschen.


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WO GIBT ES HILFE BEI GEWALT? Österreichweit Frauennotruf 0800 222 555 Onlineberatung für Frauen und Mädchen Frauen beraten Frauen Aus ganz Österreich können sich Frauen über das Internet beraten lassen – rund um die Uhr, schnell, anonym und kostenlos. Innerhalb von 48 Stunden erhalten Frauen eine Erstberatung in einem datensicheren Onlinesystem. Sie können sich mit einem selbst gewählten Passwort auf der Website einloggen. Wichtig dabei: es werden keine Spuren im Netz hinterlassen. Es muss keine E-Mail Adresse angegeben werden. Und vor allem: es ist für viele Frauen, die keine Beratungsstelle aufsuchen können oder wollen, eine Möglichkeit, Hilfe zu bekommen. www.frauenberatenfrauen.at MonA-Net Mädchen online Austria Netzwerk Mädchen aus ganz Österreich können sich anonym an den MonA-Net-Helpdesk wenden, wo sie zu all ihren Problemen und Fragen von einer Psychologin und Sozialpädagogin informiert und beraten werden. Eine akademische Bildungs- und Berufsberaterin bietet auch Onlineberatung an. www.mona-net.at/helpdesk

Gewaltschutzzentren und Inter Gewaltschutzzentrum Burgenland Steinamangerer Straße 4/2, 7400 Oberwart Telefon: 03352/31420 E-Mail: burgenland@gewaltschutz.at Homepage: www.gewaltschutz.at

Gewaltschutzzentrum Salzburg Paris-Lodron-Straße 3a/1, 5020 Salzburg Telefon: 0662/87 01 00 E-Mail: office@gewaltschutzsalzburg.at Homepage: www.gewaltschutzsalzburg.at

Gewaltschutzzentrum Kärnten Radetzkystraße 9, 9020 Klagenfurt Telefon: 0463/590 290 E-Mail: info@gsz-ktn.at Homepage: www.gsz-ktn.at

Gewaltschutzzentrum Steiermark Granatengasse 4/2. Stock, 8020 Graz Telefon: 0316/77 41 99 E-Mail: office@gewaltschutzzentrum.at Homepage: www.gewaltschutzzentrum-steiermark.at

Gewaltschutzzentrum Niederösterreich Grenzgasse 11, 4. Stock, 3100 St. Pölten Telefon: 02742/319 66 E-Mail: office.st.poelten@gewaltschutzzentrum-noe.at Homepage: www.gewaltschutzzentrum-noe.at

Gewaltschutzzentrum Tirol Maria-Theresien-Straße 42a, 6020 Innsbruck Telefon: 0512/57 13 13 E-Mail: office@gewaltschutzzentrum-tirol.at Homepage: www.gewaltschutzzentrum-tirol.at

Gewaltschutzzentrum Oberösterreich Stockhofstraße 40, 4020 Linz Telefon: 0732/60 77 60 E-Mail: ooe@gewaltschutzzentrum.at Homepage: www.gewaltschutzzentrum.at/ooe

Ifs-Gewaltschutzstelle Vorarlberg Johannitergasse 6, 6800 Feldkirch Telefon: 05/1755 535 E-Mail: gewaltschutzstelle@ifs.at | Homepage: www.ifs.at/ gewaltschutzstelle.html


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rventionsstellen in Ă–sterreich Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie Neubaugasse 1/3, 1070 Wien Telefon: 01 585 32 88 E-Mail: office@interventionsstelle-wien.at Homepage: www.interventionsstelle-wien.at/


100 Jahre Frauenwahlrecht Der Kampf um das Frauenwahlrecht war langwierig. Als 1907 das allgemeine und gleiche Männerwahlrecht eingeführt wurde, verstärkte die sozialdemokratische Partei ihren Kampf um die Einführung des Frauenwahlrechts. 1910 wurde auf der zweiten inter­ nationalen Frauenkonferenz beschlossen, alljährlich einen Frauentag für den Kampf um das Frauenwahlrecht durchzuführen. 1918 war es dann endlich so weit.

1918

1919

Das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht für Männer und Frauen wird in Österreich eingeführt.

Frauen wählen zum ersten Mal in Österreich. Acht Frauen ziehen ins Parlament ein, sieben davon sind Sozialdemokratinnen.

1934 - 45

In der Zeit des Austrofaschismus und des Nationalsozialismus in Österreich war die Sozialdemokratie verboten. Mutige Frauen wie Rosa Jochmann haben auch in der Illegalität für Frauenrechte gekämpft.

Proft – Therese Schlesinger – Amalie Seidel – Maria Tusch

1975

1945

Die „Fristenregelung“ tritt in Kraft. Eine groß angelegte Familienrechtsreform bringt mehr Rechte für Frauen. Buben und Mädchen werden an öffentlichen Schulen gemeinsam unterrichtet.

Wiederbegründung der sozialdemokratischen Frauenorganisation.

1979

Das Gleichbehandlungsgesetz für die Arbeitswelt tritt in Kraft. Sexuelle Belästigung gilt als Diskriminierung.

Anna Boschek – Emmy Freundlich – Adelheid Popp – Gabriele

1989

1985

Vergewaltigung und geschlechtliche Nötigung in der Ehe und in Lebensgemeinschaften sind strafbar.

1. Quoten­regel­ung einer Partei (SPÖ: 25 Prozent)

2011

2009

Gender Budgeting wird in der Verfassung verankert.

Verpflichtende Einkommenberichte für Betriebe, Gehaltsangaben in Stelleninseraten und der Gehaltsrechner schaffen mehr Transparenz.

2015

Elternkarenz-Anspruch für lesbische Paare. Babymonat im öffentlichen Dienst gilt auch für gleichgeschlechtliche Paare und Adoptiveltern.

2014

2017

2016

2018

Zeit für ein neues Frauenvolksbegehren

1997

Das erste Gewaltschutzgesetz tritt in Kraft. Erstes Frauenvolksbegehren in Österreich.

Verschärftes Statut zur Erreichung der Quote im Nationalrat wird am SPÖ-Bundesparteitag beschlossen.

Erstmals erreicht die SPÖ im Nationalrat einen Frauenanteil von über 44 Prozent.

Verschärfung des Sexualstrafrechts.

Am 1.1. 2018 tritt die 30-Prozent-Quote im Aufsichtsrat großer Unternehmen in Kraft.

1978

Die Abschaffung der „väter­lichen Gewalt“. In Wien wird das erste Frauen­haus Österreichs eröffnet.

Lass dir dein Recht nicht von rechts nehmen!

Impressum: SPÖ-Frauen, Löwelstraße 18, 1010 Wien | Druck: Donau-Forum-Druck, 1230 Wien

Sozialdemokratische Frauenministerinnen

Johanna Dohnal

Helga Konrad

Barbara Prammer

Doris Bures

Heidrun Silhavy

Gabriele Heinisch-Hosek

Sabine Oberhauser

Pamela Rendi-Wagner

Profile for Elisabeth Bessert

SPÖ-Frauen Aktuell Ausgabe 4/2017  

SPÖ-Frauen Aktuell Ausgabe 4/2017  

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