Page 1

Foto: Prager­Ramsa

SPÖ-FRAUEN

Aktuell Oberösterreich AUSGABE 2 / 2018

Frauenrechte müssen verteidigt werden

Foto: Markus Sibrawa

Frauenpolitik

„Die schwarzblaue Regierung hat bereits gezeigt, dass sie ab­ solut kein Interesse an Frauen­ politik hat“, sagt Landesfrauen­ vorsitzende LAbg. Sabine Promberger. Mit der Einführung der Kindergartengebühr bei­ spielsweise werden Frauen noch stärker als bisher in Teilzeit ge­ drängt. Seite 6 und 7

Foto: Prager­Ramsa

Solidarity Wins

Die Pride 2018 setzt auch heuer wieder ein Zeichen für Akzeptanz und gegen Ausgrenzung. Seite 5

Schluss mit dem Geheimnis um die Gehälter Foto: Astrid Knie

Die SPÖ will die Gehälter im Betrieb offen legen. Das stärkt Frauen in den Gehaltsverhandlungen. Seite 4

Arbeitszeit verkürzen statt verlängern! B

ereits jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit. Viele von ihnen sehen keine andere Möglichkeit, um Beruf und Familie zu vereinen. Eine Verkürzung der Vollzeitarbeitszeit hätte viele Vorteile. Seite 3

Schwarz-Blau tickt nicht richtig! Nein zum gesetzlichen 12 Stunden Tag und zur 60 Stunden Woche.


2

Foto: Astrid Knie

12 Stunden Tag und 60 Stunden Woche: Wie soll sich das ausgehen?

G

leichgültigkeit – das ist es, was die Regie­ rung für die Anliegen der Frauen in diesem Land übrig hat. Das zeigte sich beispielsweise in einer Sendung auf Puls 4. Eine berufstätige Mutter konfrontierte Vizekanz­ ler Strache mit ihren Sorgen in Bezug auf den 12­Stunden Arbeitstag. „Nach der Arbeit muss ich noch einkaufen, wenn ich dann nach Hause komme, ist es schon 18:00 Uhr“. Die Antwort von Strache zeigt, wie wenig Ahnung er von den realen Problemen berufstätiger Eltern hat. Sie brauche einfach nur ablehnen, wenn eine längere Arbeitszeit gefordert wird – Jeder Chef werde das akzeptieren, behauptete Strache. Eine Aussage, die völ­ lig an der Realität vorbeigeht. Ablehnen ist schwierig Länger in der Arbeit zu bleiben, kann aufgrund von Kinder­ betreuung rein theoretisch abgelehnt werden. Dass das in der Praxis aber nur schwer durchsetzbar ist, darüber sind

sich ArbeitsmarktexperInnen einig. Eine Weigerung kann in der Folge zum Verlust des Arbeitsplatzes führen, sagt auch Irene Holzbauer von der Arbeiterkammer Wien. Eine Tatsache, die der Regierung offensichtlich egal ist. Der Druck wird höher Der Betriebsrat kann bisher einen 12­Stunden Tag ver­ hindern oder ermöglichen. Die generelle Ausweitung der Arbeitszeit auf 60 Stunden pro Woche würde den Konkurrenz­ druck am Arbeitsmarkt enorm verstärken. Wie soll sich das ausgehen? Viele Eltern, die ihre Kinder vom Kindergarten abholen, fragen daher mit Recht: Wie soll sich das ausgehen? Auch für all jene, die sich um einen Angehörigen kümmern, wird es sehr schwierig. Besonders schlimm wird durch die Ausweitung der Arbeitszeit die Situation für Alleinerzie­ herInnen. Wie sollen sie den Alltag bewältigen?

Foto: Astrid Knie

SPÖ-Frauen machen mobil Es bedeutet auch eine Gefahr für die Gesundheit, dass die schwarz­blaue Regierung Arbeit­ nehmerInnen zum 12­Stunden Tag und zur 60­Stunden Woche zwingen will. Die SPÖ­Frauen machen in den Sommermo­ naten in ganz Österreich mit Straßenaktionen gegen die unsoziale Politik der Regierung mobil. Befragung zum 12-Stunden Arbeitstag 90 Prozent sagen, es wäre für sie „sehr oder eher schwierig“,

wenn der Arbeitgeber jederzeit 12­Stunden Arbeit verlangen könnte. 59 Prozent der Frauen und 45 Prozent der Männer sagen, sie hätten ein „echtes Problem“. Nur jedes 7. Kleinkind hat einen Betreuungsplatz, der mit einem Vollzeitarbeitsplatz (8 Stunden­Tag und 38,5 / 40 Stunden pro Woche) ver­ einbar ist. Eine durchgängige Betreuung von mindestens 13 Stunden ist so gut wie gar nicht vorhanden. Quelle: Arbeiterkammer


3

Kürzere Vollzeit: Eine Frage der Gerechtigkeit Arbeitszeit Der Arbeitstag ist in Öster­ reich im Vergleich zu anderen Staaten lang. Laut Eurostat arbeiten Vollzeitbeschäftigte im Schnitt 41,4 Wochstunden. Nur in zwei Ländern liegt die Wochenarbeitszeit höher: In Großbritannien und Zypern. Vergleichsweise hoch ist auch die Teilzeitquote, hier liegen wir international auf Platz 2. Teilzeit ist weiblich Bereits jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit. Fragt man nach den Gründen, wird schnell klar, dass viele Frauen keine andere Möglich­ keit sehen, um Beruf und Fami­ lie unter einen Hut zu bringen. Kindergartenplätze für Klein­ kinder sind gerade am Land noch immer Mangelware. Viele haben zu kurze Öffnungszeiten für einen Vollzeitjob oder schließen überhaupt schon zu Mittag. Ungleiche Verteilung Die Kluft in der Arbeitszeit zwischen Frauen und Män­ nern geht immer stärker aus­ einander. Das hat Auswirkun­

E Foto: Astrid Knie

gen auf das Gehalt und später auf die Pension. Auswirkun­ gen hat es auch auf die gene­ relle Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern. Obwohl viel mehr Frauen als früher berufstätig sind und in der Bildung in vielen Be­ reichen die Männer überholt haben, hält sich die klassische Rollenverteilung hartnäckig: Unbezahlte Arbeit zu Hause bleibt immer noch zu einem überwiegenden Teil bei den Frauen hängen.

Kürzere Vollzeit Die Verteilung der Arbeitszeit entspricht nicht den Wünschen der Frauen und Männer. Eine Umfrage der Arbeiterkammer zeigt, dass Frauen in Teilzeit gerne länger arbeiten möchten, Frauen und Männer in Vollzeit dagegen kürzer. Eine kürzere Vollzeitarbeit hätte für alle Vor­ teile. Sie ist wichtig für die Ge­ sundheit und die Lebensqualität. Und sie ist die Voraussetzung da­ für, dass endlich mehr Bewegung in die Gleichberechtigung von Frauen und Männern kommt.

Foto: Knie

s zieht ein rauer Wind durch unser Land. Die schwarz­blaue Regie­ rung kürzt bei allen, die es schwer haben: Bei Famili­ en, die von Armut bedroht sind, bei der Gesundheit, bei Beratungs­ und Hilfsein­ richtungen. Arbeitsmarkt­ initiativen, die arbeitslosen Menschen neue Hoffnung gegeben haben, werden bein­ hart gestrichen. Gleichzeitig soll die gesetzliche Arbeitszeit auf täglich 12 Stunden und 60 Wochenstunden erhöht werden. Das wird gerade die Frauen besonders treffen und sie noch mehr in Teilzeit drängen. SPÖ lädt zum Mitreden ein Viele Frauen und Männer streben für unser Land eine völlig andere Richtung an. Sie setzen sich für eine Ge­ sellschaft ein, die stärker auf den gegenseitigen Respekt und das Miteinander setzt. In der jede und jeder ohne Angst und mit Selbstbewusstsein so leben kann, wie sie oder er will. Die SPÖ­Frauen wollen sich allen, die etwas verän­ dern möchten, noch stärker öffnen und laden zum Mit­ reden ein. Lautstark müssen wir uns dagegen wehren, dass die Ärmsten gegeneinan­ der ausgespielt werden und gleichzeitig die Reichen be­ schenkt werden.

Gabriele Heinisch­Hosek SPÖ­Bundesfrauenvorsitzende

Foto: Thomas Lehmann

Wenn Sie sie sich bei den SPÖ­Frauen engagieren möchten, oder Themen einbringen möchten, schreiben Sie bitte an: frauen@spoe.at, SPÖ-Bundesfrauen, Löwelstraße 18, 1010 Wien


4

Schluss mit dem Geheimnis um die Löhne

W

enn eine Frau weiß wieviel ihr Kollege ver­ dient, hilft ihr das in den Gehaltsverhand­ lungen. Die Lohnschere be­ trägt in Österreich immer noch 21,7 Prozent. In Schwe­ den sind Gehälter längst transparent. Hierzulande wird daraus ein großes Ge­ heimnis gemacht. Frauen stärken Seit 2011 sind Unternehmen mit mehr als 150 Beschäftig­ ten dazu verpflichtet, Einkommensberichte zu erstellen. Da­ raus kann man die Summe der Löhne in den verschiedenen Gehaltsgruppen für Frauen und Männer herauslesen. Was die einzelnen Personen ver­ dienen, lässt sich daraus nicht erkennen. Die SPÖ hat einen Vorschlag für ein Lohntranspa­ renzgesetz auf den Tisch gelegt. MitarbeiterInnen sollen dem­

Foto: Astrid Knie

nach die Möglichkeit bekom­ men, das Gehalt ihrer KollegIn­ nen zu erfragen. Einen vorbildlichen Weg in Sachen Gleichstellung geht Is­ land. Seit Anfang des Jahres müssen Betriebe mit mehr als 25 MitarbeiterInnen alle drei Jahre den Beweis erbringen, dass sie gleichen Lohn für glei­ che Arbeit zahlen. Bisher war dieser Nachweis freiwillig.

Das schlägt die SPÖ vor: Im Unternehmen: In Zukunft soll ein MitarbeiterInnen­ verzeichnis angelegt werden, das neben Qualifikationen, Ver­ wendung und Einstufung auch das Ausmaß der Arbeitszeit sowie die Höhe der Bezüge und sonstiger Zahlungen enthält. Stelleninserate: Bisher musste das Mindestentgelt laut Kol­ lektivvertrag angegeben werden. In Zukunft soll das Stellenin­ serat auch die tatsächlich geplante Einstufung enthalten.

Eiskalte schwarz-blaue Familienpolitik

F

ür Familien, die am Existenzmini­ mum und von der Mindestsicherung leben müssen, wird es in Zukunft sehr schwer: Bei Familien mit mehr Kindern wird die Mindestsicherung drastisch gekürzt. 70.000 Kin­ der in Österreich sind davon betroffen. Je mehr Kinder im Haushalt leben, desto mehr Ausgaben hat eine Familie. Die Armut steigt Die Mindestsicherung soll ver­ hindern, dass Menschen in Armut und Obdachlosigkeit abrutschen. Zwei Drittel der Be­ zieherInnen arbeiten, aber ver­ dienen zu wenig, um von ihrem Einkommen leben zu können. Die Mindestsicherung kann erst

bezogen werden, wenn auf alle Ersparnisse zugegriffen wurde. Mit der drastischen Kürzung nimmt die Regierung ganz be­ wusst mehr Armut, vor allem von Kindern in Kauf. Familienbonus nur für Gutverdienende Im Vergleich dazu bekommen gut verdienende Eltern mit drei Kindern ab 2019 noch 4.500 Euro pro Jahr durch den Fa­ milienbonus oben drauf. Für die SPÖ ist klar: Jedes Kind ist gleich viel wert. Der Fami­ lienbonus muss daher für alle gelten. Regierung spart auch bei Kinderbetreuung Damit Eltern berufstätig sein können, braucht es gute Kin­

Foto: Thomas Lehmann

Die neue Familiensprecherin der SPÖ Birgit Sandler kritisiert die Hartherzigkeit der schwarz­blauen Regierung derbetreuung mit Öffnungszei­ ten, die mit einem Vollzeitjob vereinbar sind. Aber auch bei der Kinderbetreuung setzt die

Regierung den Sparstift an. Ebenso bei den Ganztagsschul­ plätzen. Der Ausbau ist bis auf weiteres verschoben.


5

Pride 2018

W

enn die Tage länger werden und das Wet­ ter besser, nä­ hert sich der Juni und mit ihm der sogenannte Pride­ Monat in dessen Rahmen die LGBTIQ­Community mit dem Pride Village, diversen Ver­ anstaltungen und letztlich der Regenbogenparade Sicht­ barkeit und Repräsentation einfordert. Der Ursprung die­ ses bunten Events geht auf ein historisches Ereignis in den USA zurück. In der Christo­ pher Street fanden 1969 in den frühen Morgenstunden in der Bar „Stonewall­Inn“ ge­ walttätige Razzien statt, die Ausdruck der polizeilichen Willkür gegen Lesben, Schwu­ le und Transgender war. Erstmals setzte sich hier die LGBTIQ­Community gegen dieses Vorgehen zur Wehr. Anlässlich des Jahrestages des

Aufstands wird noch heute ein politisches Zeichen für mehr Sichtbarkeit und Akzeptanz durch den Christopher Street Day und dem Pride Month ge­ setzt. Wieso das noch heute notwendig ist? Weil alles abseits der hetero­ sexuellen Norm, als “anders” definiert wird. Damit ge­ hen auch Diskriminierungen einher und physische und psychische Gewalt gegen LGBTIQ­Personen. Das führt dazu, dass bei homosexuel­ len Jugendlichen die Suizid­ rate vier bis sieben Mal höher ist. 46% der lesbischen Paare aus Angst vor Übergriffen die Hand ihrer Partnerin in der Öffentlichkeit nicht halten. In 68 Ländern weltweit steht Homosexualität sogar unter Strafe ­ in sieben davon droht die Todesstrafe.

Als Sozialdemokratinnen glau­ ben wir an eine Welt, in der jedeR leben kann wie er oder sie möchte und Liebe kein Ge­ schlecht kennt. Die SOHO ist die LGBTIQ Organisation der SPÖ mit der wir gemeinsam an den österreichweiten Ver­ anstaltungen und Protesten teilnehmen, um für einen wirk­ samen Diskriminierungsschutz

zu kämpfen – das sogenannte Levelling Up. Die Veranstal­ tungen der Vienna Pride stehen heuer unter dem Motto „Love, Respect, Solidarity“ und dau­ ern zwei Wochen. In Graz gibt es ein dreitägiges Programm, in Innsbruck ein fünftägiges. Sei dabei! www.soho.or.at

Am Anfang war ich sehr verliebt…. Foto: Verein Wiener Frauenhäuser

Kundgebung des Vereins Wiener Frauenhäuser 1994

A

m 1. November 1978 eröffnete das erste Frauenhaus Öster­ reichs in Wien. Der Bedarf war groß; bereits nach kurzer Zeit war es überfüllt. Schon vor der offiziellen Eröffnung suchten Frauen im ersten Frauenhaus Schutz. Gemeinsam mit Studentinnen der Sozialakademie konnte Johanna Dohnal 1978 den poli­ tischen Druck aufbauen, um ein Frauenhaus zu eröffnen. Dass es einen Schutzraum vor Ge­ walt braucht, stand in der Öf­ fentlichkeit kaum zur Debatte. Bis in die 1970er Jahre hatte

in Österreich das Familien­ recht aus dem 19. Jahrhundert gegolten, welches dem Mann als Oberhaupt der Familie auch rechtlich die Macht über die Frau zusprach. Die große Familienrechtsreform der SPÖ­Alleinregierung schaffte die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau in der Fa­ milie. Gewalt blieb dennoch ein Tabu, das erstmals mit der Dis­ kussion um das Frauenhaus in Wien gebrochen werden soll­ te. Noch immer ist jede fünfte Frau in Österreich mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. Ein großer Teil dieser Gewalt findet in

der Familie statt. Da­ her braucht es weiter­ hin einen Ausbau der Frauenhäuser und von Frauenberatungsstellen, an die sich Frauen in Notsituationen wen­ den können. Heute gibt es 30 Frauenhäuser in ganz Österreich mit über 750 Plätzen. Derzeit findet im Volkskundemuseum die Aus­ stellung „Am Anfang war ich sehr verliebt…“ – 40 Jahre Frauenhäuser statt, die bis 30.09.2018 besucht werden kann.


6

Foto: SPÖ Oberösterreich

Kinderbetreuung: ÖVP/FPÖ lehnt Landtagsenquete ab

D

ie voreilig eingeführ­ te Kindergarten­ steuer hat in Oberösterreich ne­ gative Folgen für Kinder, Eltern, ­PädagogInnen und Gemeinden. Die Kindergartensteuer hat dazu geführt, dass zahl­ reiche Kin­ dergartengruppen am Nach­ ­ mittag geschlossen werden mussten.

die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nochmals erschwert, und dass Kindergarten­ pädagogInnen, auch hier vor­ wiegend Frauen, damit in die Teilzeitfalle gedrängt werden, wird nicht einmal ansatzweise diskutiert. Ja, wir werden uns noch wundern...

Oberösterreich, das im Be­ reich der Kinder­ betreuung österreichweit zu den Schluss­ lichtern gehört, geht mit der Einführung der Kindergarten­ steuer genau den falschen Weg.

SPÖ-LAbg. Sabine Promberger: „Die Enquete hätte die Möglichkeit geboten, die Kinderbetreuungssituation in Oberösterreich auf breiter ­Basis zu diskutieren und gemeinsam Verbesserungen zu ­schaffen“.

Dass die Einführung der Nach­ mittagsgebühr Frauen doppelt trifft, scheint den Verantwort­ lichen in der oberösterreich­ ischen Landesregierung egal zu sein. Gerade für Allein­ erziehende, und das sind zum großen Teil Frauen, wird damit


7

Kindergartensteuer mit schwerwiegenden Folgen

A

ddendum macht die katastrophalen Folgen der Kindergartensteu­ er in Oberösterreich sichtbar. So sind seit Einführung der Kindergartensteuer in etwa 3.450 Kinder betroffen. Kin­ dergartengruppen stehen am Nachmittag entweder gar nicht mehr zur Verfügung oder die Öffnungszeiten wurden drama­ tisch verkürzt.

In Oberösterreich sind 3450 Kinder von der Kindergartengebühr betroffen!

Das ist schwarz/blaue Politik auf Kosten von Kindern, be­ rufstätigen Eltern und nicht zuletzt der Beschäftigten in den Kindergärten. Gerade Kin­ dergartenpädagoginnen und Kindergartenhelferinnen wer­ den spätestens im Herbst auch mit Gehaltseinbußen rechnen müssen. Denn reduzierte Öff­ nungszeiten führen auch zu einer Reduktion des Beschäfti­ gungsausmaßes. So schaut also das vielgepriesene Sparen im System aus!

Mehr Beteiligung! Mehr Bewegung! Mehr Feminismus!

D

ie SPÖ-Frauen laden zum Mitreden ein. Bei einer landesweiten Ver­ anstaltung wurden The­ menstellungen für die Zukunft erarbeitet. Forderungen wie die Neubewertung frauentypischer­ Berufe, gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit und ein Rechtsanspruch auf ganzjähr­ ige, ganztägige und gratis Kinder­betreuung haben für die oberösterreichischen Frauen oberste Priorität. „Die schwarzblaue Regie­ rung hat bereits gezeigt, dass sie absolut kein Interesse an Frauenpolitik hat“, machte­ ­SPÖ Landesfrauenvorsitzende­ Aus den Forderungen aller LAbg. Sabine Promberger Bundesländer wird der Leit­ deutlich. antrag für die SPÖ Bundes­

frauenkonferenz am 5. Okto­ ber 2018 in Wels erstellt. Der Leitantrag soll die Richtung

der SPÖ-Frauen vorgeben und die Interessen aller Frauen in ­Österreich vertreten.


Foto: Prager­Ramser

SPÖ-Frauen laden zum Mitreden ein Die SPÖ­Frauen laden wieder zum Mitreden ein: Für die Bundes­ frauenkonferenz, die am 5. Oktober in Wels stattfindet, werden Themen gesammelt. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Was brauchen wir? Wie stoppen wir den schwarz­blauen Sozialabbau? Wie sehen wir unsere eigene Zukunft? „Wir wollen unsere Partei öffnen. Es gibt viele, die etwas verändern und bewegen wollen. Für sie muss es einfacher werden, sich bei uns zu engagieren“, sagt Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch­Hosek.

Astrid Eisenkopf: Neue Frauenvorsitzende und Frauenlandesrätin im Burgenland

Foto: SPÖ/Stohanzl

Bei der Landesfrauenkonferenz am 21. April 2018 übergab die langjährige Landesfrauenvorsitzende Verena Dunst den Vorsitz an Astrid Eisenkopf. Seit Mai dieses Jahres ist Astrid Eisenkopf zu­ sätzlich zu ihrer Aufgabe als Jugendlandesrätin auch für Frauen­ agenden zuständig. Aktuell bereiten ihr die Kürzungen bei den Frauen­ und Familienberatungsstellen durch die schwarz­blaue Regierung Sorge. Eisenkopf will sich stattdessen für einen Ausbau stark machen.

Foto: Landesmedienservice

Mitmachen: Wenn Sie gerne Themen einbringen möchten, schreiben Sie bitte an: frauen@spoe.at SPÖ­Bundesfrauen, Löwelstraße 18, 1010 Wien

Barbara Novak – Neue Landesparteisekretärin der Wiener SPÖ

SPÖ-Zukunftprogramm: Abstimmen bis Ende Juni Tausende Frauen und Männer haben in den letzten Monaten ihre Ideen und Visionen für die Zukunft der SPÖ eingebracht und damit das neue Zukunftsprogramm und das innerparteiliche Demokratiepaket mitgestaltet. Über das Ergebnis stimmen SPÖ­Mitglieder von Mitte bis Ende Juni ab!

Impressum: SPÖ­Frauen, Löwelstraße 18, 1010 Wien

Foto: Astrid Knie

Barbara Novak wurde in Wien geboren und ist im Karl­Marx Hof in Döbling aufgewachsen. Ihre ersten politischen Aktivitäten star­ tete sie als Schulsprecherin in der Höheren Bundeslehranstalt für Kultur und Touristik in Hietzing. Ihr zahlreiches Engagement in der Gewerkschaft, der LandesschülerInnenvertretung und der SPÖ führten sie schließlich als erste Frau an die Spitze der SPÖ Bezirksorganisation Döbling. Seit Februar 2018 ist Barbara Novak Landesparteisekretärin der SPÖ Wien.

Frauen aktuell 2 / 2018  
Frauen aktuell 2 / 2018  
Advertisement