Issuu on Google+

NEUE PHILHARMONIE MÜNCHEN

Johannes Brahms Nänie op. 82 Ein deutsches Requiem op. 45 unter Leitung von Thomas Gropper

www.nphm.info


KONZERTE

Konzerte mit den Arcis-Vocalisten und der Neuen Philharmonie München unter Gesamtleitung von Thomas Gropper Winfried Grabe, Orchestereinstudierung Hanna Herfurtner, Sopran Andreas Burkhart, Bariton

Samstag, 29. März 2014, 17 Uhr Schäftlarn | Klosterkirche Sonntag, 30. März 2014, 19 Uhr Herrsching | Haus der Landwirtschaft Montag, 31. März 2014, 20 Uhr München | Herkulessaal der Residenz

Mit Unterstützung von:


PROGRAMM

Johannes Brahms Nänie und ein Deutsches Requiem Johannes Brahms (1833 – 1897)

Nänie op. 82 Chorwerk: Vertonung von Schillers Nänie / Frühjahr 1880 1 Auch das Schöne muss sterben Pause

Ein deutsches Requiem op. 45 Werk für Sopran- und Bariton-Solo, Chor und Orchester 1 Selig sind, die da Leid tragen, Matth. 5,4. Die mit Tränen säen, Ps. 126, 5.6. 2

Denn alles Fleisch, es ist wie Gras, 1. Petr. 1,24. So seid nun geduldig, ac. 5,7. Aber des Herrn Wort bleibt Ewigkeit, 1. Petr. 1,25. Die Erlöseten des Herrn werden wiederkommen, Jes. 35,10.

3 Herr, lehre doch mich, Ps. 39, 5-8. Nun, Herr, wes soll ich mich trösten?, Weiss.Sal. 3,1. 4 Wie lieblich sind deine Wohnungen, Ps. 94, 2.3.5. 5 Ihr habt nun Traurigkeit, Joh. 16,22. Ich will euch trösten, Jes. 66,13. Sehet mich an: Ich habe eine kleine Zeit, Sirach 51,35. 6 Denn wir haben hie keine bleibende Statt, Hebr. 13,14. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis, 1. Kor. 15,51-55. herr, du bist würdig zu nehmen Preis und Ehr und Kraft, Off. Joh. 4,11. 7 Selig sind die Toten, Off. Joh. 14,3.


WERKEINFÜHRUNG

Johannes Brahms (1833–1897) Nänie - für Chor und Orchester (Harfe ad libitum) op. 82

© Wikipedia

Chor: Auch das Schöne muss sterben Die Mutter von Johannes Brahms war 1865 gestorben, und vermutlich im Gedenken an sie schrieb der Komponist 1868 den Satz Ihr habt nun Traurigkeit, mit dem er sein Deutsches Requiem von sechs auf sieben Sätze erweiterte. Mehr als ein Jahrzehnt später sah sich Brahms mit der umgekehrten Situation konfrontiert: eine Mutter, die um ihren Sohn trauerte. Der Maler Anselm Feuerbach (1829–1880) war mit gerade einmal fünfzig Jahren in Venedig einem Herzinfarkt erlegen. Und obgleich es in Feuerbachs Leben mehrere Frauen gegeben hatte, die ihm als Muse, Geliebte und Modell gedient hatten, so war doch seine Stiefmutter Henriette Feuerbach (1812–1892) die wichtigste Bezugsperson des Malers geblieben. Anselm Feuerbach hatte seine leibliche Mutter schon im ersten Lebensjahr verloren, und es war Henriette, die zweite Frau seines Vaters, die ihn aufzog und ihm später als kompetente Beraterin, Förderin und Agentin zur Seite stand. Brahms hatte Henriette und Anselm Feuerbach 1865 in Baden-Baden kennengelernt, und beide zählten seither zum Freundeskreis des Komponisten, der den Maler manchmal bewundernd „Feuerstrom“ nannte. Die beiden Künstler waren sich darin einig, dass wahrer künstlerischer Fortschritt nur durch solideste Technik und durch enge Anlehnung an die Klassiker möglich sei. Waren für Brahms die älteren Meister Bach, Mozart, Beethoven und Schumann der Maßstab des eigenen Schaffens, so orientierte sich Feuerbach an der Antike und an der Renaissance. Beide Künstler sahen sich daher dem Vorwurf des Konservativismus, ja der Rückschrittlichkeit ausgesetzt, obwohl sie alles andere als Epigonen waren und eigenständige, neuartige und zukunftsweisende Werke schufen. Und mehr noch als Brahms musste Feuerbach heftigste Angriffe der Fachpresse einstecken, und das Publikum verlachte seine antikisierenden Bildnisse und Szenen. Aber der Maler hielt unbeirrt an seinen künstlerischen Idealen fest, weil er von ihrer Richtigkeit überzeugt war. „Nach fünfzig Jahren werden meine Bilder Zungen bekommen und sagen, was ich war und was ich wollte“, äußerte er noch kurz vor seinem Tode. Als Brahms vom Tod seines Malerfreundes erfuhr, beschloss er, ihm ein musikalisches Denkmal zu setzen, das er der hinterbliebenen Mutter widmen wollte. Ein biblischer Text kam nicht in Frage, denn Feuerbach war kein gläubiger Christ gewesen; nicht umsonst war der atheistische Philosoph Ludwig Feuerbach sein Onkel. Der Komponist entschied sich für Friedrich Schillers Gedicht Nänie aus dem Jahr 1799, das mit den Worten beginnt: „Auch das Schöne muss sterben!“ Eine Nänie ist ein altrömischer Leichengesang, und Schiller orientierte sich sowohl in der Form als auch im Inhalt seines Gedichts an der Antike, was zu Feuerbach natürlich hervorragend passte. Der Text ist in Dis-


WERKEINFÜHRUNG

tichen abgefasst und behandelt Todes- und Trauerfälle aus der griechischen Sage: Orpheus und seine Gattin Eurydike, Aphrodite und ihr Geliebter Adonis, Thetis und ihr Sohn Achilleus. Schiller führt das letztgenannte Beispiel sogar noch weiter aus und erzählt, wie Thetis zusammen mit anderen Gottheiten aus dem Meer aufsteigt, „und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.“ Sicher hat Brahms bei dieser Stelle an Henriette Feuerbach gedacht, die ihren Stiefsohn Anselm betrauerte. Die Musik beginnt mit einem ruhigen Orchestervorspiel in D-Dur, dessen Stimmung gelassener Todeshinnahme unverkennbar an den ersten und den letzten Satz des Deutschen Requiems erinnert. Dann setzt der Chor mit einem freien Fugato ein. Die drei Beispiele Schillers – Orpheus und Eurydike, Aphrodite und Adonis, Thetis und Achilleus – erklingen in ständiger Steigerung. Sie beginnen jeweils im polyphonen Chorsatz, münden aber in homophone Hemiolen, die die Unausweichlichkeit des Todes musikalisch sinnfällig darstellen. Im Mittelteil, der Thetis‘ Klage um ihren Sohn beschreibt, wechselt die Tonart nach Fis-Dur, und die Bewegung nimmt trotz langsameren Tempos deutlich zu, hauptsächlich durch die durchlaufenden Achtelpizzicati der Violinen und Bratschen und die Triolen der Harfe. Doch allmählich beruhigt sich die Musik, und der Chor zieht a capella und im Pianissimo die bittere Konsequenz, „dass das Vollkommene stirbt.“ Zuletzt hören wir, jetzt wieder in D-Dur, eine verkürzte Reprise des Anfangsteils, diesmal auf die tröstlichen Worte: „Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich.“ Das Werk verklingt leise mit dem Wort herrlich, ein weltlicher Gegenpart zum Ausklang des Deutschen Requiems auf das Wort selig. Brahms‘ Nänie erlebte ihre Uraufführung am 6. Dezember 1881 in Zürich durch das Tonhalle-Orchester und den Gemischten Chor. Die Aufführung war künstlerisch und finanziell ein solcher Erfolg, dass der Vorstand der Tonhalle dem Komponisten einen silbernen Pokal widmete. Erst im Jahr darauf traf Brahms wieder mit Henriette Feuerbach zusammen und bat sie, ihr das Werk widmen zu dürfen. „Ich wollte das Stück eigentlich dem Andenken Anselm Feuerbachs widmen, verschleiere das, indem ich seine Mutter nenne“, schrieb der Komponist in einem Brief an das Verlagshaus Breitkopf & Härtel. So prangt „Frau Hofrat Henriette Feuerbach zugeeignet“ über der Partitur. Und wenn sich die Nänie auch weder im Umfang noch in der Popularität mit dem Deutschen Requiem messen kann, so stellt sie doch ein weiteres Denkmal für Brahms‘ Auseinandersetzung mit dem Tod dar. Die oft zitierte Wiener Todessehnsucht scheint auch den Wahl-Wiener Johannes Brahms nicht unberührt gelassen zu haben. Und sowohl das Deutsche Requiem als auch die Nänie sind freundliche, zuversichtliche Werke, die in Dur-Tonarten beginnen und enden. Der Trost, der aus beiden Kompositionen spricht, ist im einen Fall geistlicher, im anderen weltlicher Natur. Reinhard Szyszka


WERKEINFÜHRUNG

Johannes Brahms (1833–1897)

© Wikipedia

Ein deutsches Requiem - nach Worten der Heiligen Schrift für Soli, Chor und Orchester op. 45 Chor: Selig sind, die da Leid tragen Chor: Denn alles Fleisch, es ist wie Gras Bariton-Solo und Chor: Herr, lehre doch mich Chor: Wie lieblich sind deine Wohnungen Sopran-Solo und Chor: Ihr habt nun Traurigkeit Bariton-Solo und Chor: Denn wir haben hie keine bleibende Statt Chor: Selig sind die Toten „Wenn er seinen Zauberstab dahin senken wird, wo ihm die Mächte der Massen, im Chor und im Orchester, ihre Kräfte leihen, so stehen uns noch wunderbare Blicke in die Geheimnisse der Geisterwelt bevor.“ Dieser Satz stammt aus dem prophetischen Aufsatz Neue Bahnen, den Robert Schumann am 28. Oktober 1853 in der Neuen Zeitschrift für Musik veröffentlichte. Der Aufsatz sucht seinesgleichen in der Musikgeschichte, machte hier doch ein arrivierter Komponist einen noch weitgehend unbekannten Kollegen, den 20jährigen Johannes Brahms, der musikalischen Öffentlichkeit bekannt. Neidlos erkannte der Ältere das Genie des Jüngeren an, vergleichbar allenfalls den bewundernden Worten, die Haydn einst über Mozart gefunden hatte. Die „wunderbaren Blicke in die Geheimnisse der Geisterwelt“ waren Schumann selbst freilich nicht mehr vergönnt: keine vier Monate nach dem Aufsatz unternahm der ältere Meister einen Selbstmordversuch; die verbleibenden zwei Lebensjahre verbrachte er in zunehmender geistiger Umnachtung in der Heilanstalt Endenich bei Bonn. Der Verlust seines Mentors und Freundes traf Brahms schwer und mag einer der Anstöße zum Deutschen Requiem gewesen sein. Schumanns Prophezeiung von den „Mächten der Massen, im Chor und im Orchester“ hat sich nirgends so erfüllt wie beim Deutschen Requiem, dem mit Abstand bedeutendsten, beliebtesten und umfangreichsten Chorwerk von Brahms. Mit diesem Werk erreichte der jüngere Meister den endgültigen Durchbruch beim Publikum und stellte sich, wie von Schumann vorhergesagt, in die erste Reihe der Komponisten seiner Zeit. Unter einem Requiem versteht man meist die katholische Totenmesse, die mit den Worten beginnt: „Requiem aeternam dona eis, domine“. Der Text dieser Messe bittet um die ewige Ruhe der Toten und beschwört die Schrecken des Jüngsten Gerichts, wie es die eindrucksvollen Requiem-Vertonungen von Mozart, Verdi und Fauré bezeugen. Im Gegensatz dazu stellt Brahms bei seinem Requiem den Trost der Hinterbliebenen in den Mittelpunkt, und er stützt sich dabei nicht auf einen kanonischen kirchlichen Text, sondern auf eine sehr persönliche Zusammenstellung von Bibelworten. Der unbestimmte Artikel „Ein“ deutsches Requiem stellt klar, dass dieser Text keine allgemein verbindliche


WERKEINFÜHRUNG

Auswahl sein konnte und wollte, sondern nur eine von vielen Möglichkeiten. Wie ernst es dem Komponisten mit seiner Textwahl war, zeigt sich daran, dass er lange um die endgültige Fassung gerungen hat. Brahms verstand sich zwar nicht als orthodox gläubiger Christ, aber er blieb der evangelisch-lutherischen Kirche, in der er getauft und erzogen worden war, sein Leben lang treu. Durch den Rückgriff auf den Bibeltext wurde das Deutsche Requiem zu einem zutiefst protestantischen Werk, getreu der reformatorischen Devise „sola scriptura“. Dennoch wendet es sich an alle gläubigen Menschen, unabhängig von ihrer Konfession. Der Komponist hatte ursprünglich sogar den Titel „Ein menschliches Requiem“ in Erwägung gezogen; das Beiwort deutsch, für das er sich letztlich entschied, bedeutet nur, dass die Texte der deutschsprachigen Lutherbibel entnommen sind. Deutschnationale Empfindungen waren Brahms in den 1860er Jahren noch fremd; später, mit der Reichsgründung 1871, sollte sich das ändern. Im Gegensatz zu Beethoven hat Brahms alle Kompositionsskizzen sorgfältig vernichtet, da er der Meinung war, nur das fertige Werk, nicht aber der Entstehungsprozess gehe die Mit- und Nachwelt etwas an. Deshalb sind wir über den Fortgang der Arbeit am Deutschen Requiem nur unzureichend unterrichtet. Als sicher kann gelten, dass das Werk ursprünglich vierteilig angelegt war und die Länge einer Bach-Kantate nicht wesentlich überschreiten sollte. 1861 ließ Brahms das begonnene Requiem zunächst liegen, um erst 1865 die Arbeit daran wieder aufzunehmen. In der Zwischenzeit hatte der Komponist weitere geeignete Bibelstellen ausgewählt, die er in den Text mit einbezog, so dass das Werk auf sechs Sätze anwuchs. Noch fehlte der fünfte Satz Ihr habt nun Traurigkeit mit dem Sopran-Solo. Die ersten drei Sätze des Deutschen Requiem erklangen erstmals am 1. Dezember 1867 in einem Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien unter der Leitung des Dirigenten Johann von Herbeck. Mehr als drei Sätze eines so düsteren Werks glaubte man dem Wiener Publikum in der Vorweihnachtszeit nicht zumuten zu können. Die Aufführung wurde ein eklatanter Misserfolg, und es gab sogar Pfiffe. Das lag nicht zuletzt daran, dass bei der Schlussfuge Der Gerechten Seelen sind in Gottes Hand der Paukenspieler sein Instrument dermaßen malträtierte, dass vom übrigen Orchester und vom Chor kaum etwas zu hören war. Gewiss ist dieser Fehlschlag hauptsächlich dem Instrumentalisten zuzuschreiben, doch auch Brahms’ mangelnde Erfahrung in der Orchesterbehandlung spielte eine Rolle. Daher überarbeitete der Komponist die Partitur nochmals sorgfältig und ergänzte insbesondere die dynamischen Anweisungen, um solche Pannen künftig auszuschließen. Die Erstaufführung am 10. April 1868, einem Karfreitag, im Bremer Dom kam einer Uraufführung gleich. Der Komponist selber dirigierte, und das Bariton-Solo war dem großen Sänger Julius Stockhausen anvertraut. Der Dom war brechend voll, und nahezu alle Freunde des Komponisten waren anwesend


WERKEINFÜHRUNG

und fieberten mit. Die Aufführung geriet zu einem überragenden Erfolg, wie ihn der fünfunddreißigjährige Komponist bis dahin noch nicht erlebt hatte. Dennoch entschloss sich Brahms auf Anregung des Domkapellmeisters Carl Martin Reinthaler, das Werk noch um einen siebten Satz zu erweitern und dem Bariton-Solo ein Sopran-Solo gegenüberzustellen. Die Erinnerung an die wenige Jahre zuvor verstorbene Mutter des Komponisten mag dabei eine Rolle gespielt haben. Die siebensätzige Fassung erlebte ihre Uraufführung am 18. Februar 1869 in Leipzig unter Karl Reinecke. In dieser Form hat das Deutsche Requiem seinen Siegeszug um die Welt angetreten. Der erste Satz Selig sind, die da Leid tragen beginnt mit einer der Seligpreisungen aus der Bergpredigt. Brahms erreicht eine dunkle Klangfarbe des Orchesters, indem er auf Violinen verzichtet. Ein großes Orchesterwerk, bei dem die Violinen einen ganzen Satz lang schweigen, hatte es bis dahin nicht gegeben; später sollte Gabriel Fauré in einigen Teilen seines Requiems ähnlich verfahren. Der Satz beginnt ruhig und verhalten in der tiefen Lage des Orchesters. Dann setzt der Chor ein, der eine kurze a-cappella-Stelle zu bestreiten hat. Im Mittelteil fügt Brahms einen Text aus dem 126. Psalm ein: Die mit Tränen säen. Schon hier zeigt sich die Tendenz des Gesamtwerks: Seligpreisung und Tröstung. Zuletzt kehrt der Satz zu den Anfangsworten zurück und klingt nach einer kurzen Steigerung im Pianissimo aus. Der zweite Satz Denn alles Fleisch, es ist wie Gras greift musikalisch auf ein älteres Werk zurück. Brahms hatte 1855 eine viersätzige Sonate für zwei Klaviere geschrieben. Drei der Sätze gestaltete er später zu seinem ersten Klavierkonzert um; das ursprüngliche Scherzo griff er hier, im Deutschen Requiem, wieder auf. Und trotz des Dreiertakts drängt sich der Eindruck eines Trauermarsches oder einer Prozession auf. Zu den lastenden Schreitrhythmen des Orchesters setzt der Chor im Unisono ein und singt einen Text aus dem ersten Petrusbrief. Im tröstlichen Mittelteil, dem Trio des ursprünglichen Scherzo, hören wir Worte aus dem Jakobusbrief So seid nun geduldig, lieben Brüder. Dann kehrt der Trauermarsch wieder, und der erste Teil wird notengetreu wiederholt. Der unvorbereitete Hörer erwartet, dass der Satz mit dem da capo schließt. Aber die Stimmung schlägt unvermittelt nach Dur um, und der Chor singt einen weiteren Vers aus dem ersten Petrusbrief: Aber des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit. Mit dieser Gewissheit ist die Resignation des Beginns überwunden, und wir hören ein freies Fugato über das Prophetenwort Die Erlöseten des Herrn werden wiederkommen. Überaus plastisch schildert der Komponist Freude und Wonne einerseits, Schmerz und Seufzen andererseits, doch der Satz geht nicht im auftrumpfenden Jubel, sondern im Pianissimo zu Ende. Im dritten Satz Herr, lehre doch mich tritt erstmalig der Bariton-Solist in Erscheinung. Er singt, im Wechsel mit dem Chor, Verse aus dem 39. Psalm, die von der Vergänglichkeit, ja Nichtigkeit des Menschen handeln. Die Verzweiflung kulminiert in der rhetorischen Frage Nun Herr, wes soll ich mich trösten?


WERKEINFÜHRUNG

Dann aber wechselt die Musik von Moll nach Dur, und der Chor singt die Antwort Ich hoffe auf dich, erst leise, dann in immer größerer Steigerung und Zuversicht. Die anschließende große Fuge Der Gerechten Seelen sind in Gottes Hand, und keine Qual rühret sie an ruht auf einem durchgängigen Orgelpunkt auf D, gespielt von Posaune, Tuba, Kontrabass und Pauke. Da sich die übrigen Stimmen modulierend weit von der Grundtonart entfernen, entstehen scharfe Dissonanzen, doch die tiefen Instrumente halten unbeirrt an ihrem D fest, bis zuletzt alle Stimmen im strahlenden D-Dur zusammenfinden. Die musikalische Symbolik ist überaus sinnfällig: das durchlaufende D steht für Gottes Hand, in der sich der Gerechten Seelen befinden, und keine Qual (= keine Modulation in entfernte Tonarten) kann sie dieses Fundaments berauben. Der vierte Satz Wie lieblich sind deine Wohnungen ist der kürzeste, zugleich der geschlossenste des Werks. Der Text entstammt zur Gänze dem 84. Psalm, einem Pilgerlied. Die kirchliche Tradition hat diesen Psalm seit jeher auf die Pilgerschaft des Menschen zu seiner himmlischen Heimat bezogen, und so versteht ihn auch Brahms. Die Musik ist von einer ruhigen, gelösten Heiterkeit geprägt. Im Orchester schweigen die Trompeten, die Posaunen, die Tuba, zwei der vier Hörner sowie das Schlagzeug, also alle „lauten“ Instrumente. Daher ist der Satz über weite Strecken im Piano gehalten und strahlt einen freundlichen Optimismus aus, als notwendigen Ruhepunkt nach den vorangegangenen Kämpfen. Dann folgt mit Ihr habt nun Traurigkeit der nachkomponierte Satz, den Brahms erst nach der Bremer Uraufführung eingefügt hat. Die Orchestrierung verzichtet wie beim vorangegangenen Satz auf laute Instrumente. Die Sopransolistin singt Worte aus dem Johannes-Evangelium sowie Sehet mich an aus dem Buch Jesus Sirach. Der Chor kontrastiert mit dem Jesaja-Wort Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. Doch obwohl Solistin und Chor unterschiedliche Texte deklamieren, verwenden sie doch gleiches musikalisches Material. Berühmt ist die Stelle, wo die Sopransolistin eine Melodie in Achteln singt, begleitet vom Chortenor mit der gleichen Melodie, jedoch in Vierteln, also im halben Tempo. Dieses kontrapunktische Kunststück ist völlig organisch in den musikalischen Gesamtverlauf integriert und zeigt, wie gründlich Brahms die barocken Kompositionstechniken studiert hat. Gerade dieser Satz wird immer wieder mit der Erinnerung an Brahms‘ Mutter in Verbindung gebracht, die drei Jahre vor der Komposition verstorben war. Nach diesen beiden ruhigen, tröstlichen Dur-Sätzen könnte der Gegensatz zum nachfolgenden Denn wir haben hie keine bleibende Statt nicht größer sein. Der Chor singt diese Worte aus dem Hebräerbrief ohne klar bestimmte Tonart; vielmehr schweift die Musik modulierend umher und illustriert die Suche nach der zukünftigen Statt. Dann setzt der Bariton-Solist ein mit den Worten des Paulus aus dem ersten Korintherbrief: Siehe, ich sage euch ein Geheimnis. Paulus spricht von der Auferstehung und Verwandlung der Toten und der Lebenden, die Musik steigert sich mehr und mehr, und


WERKEINFÜHRUNG

bei den Worten zu der Zeit der letzten Posaune setzen die Posaunen und die Tuba machtvoll ein, zum ersten Mal seit dem Ende des dritten Satzes. Es folgt eine dramatisch-bewegte Schilderung des Jüngsten Tages, die an das Dies irae traditioneller Requiem-Vertonungen erinnert. Doch nicht die Schrecken des Gerichts und die Angst des Sünders stehen im Mittelpunkt, sondern die Hoffnung auf Erlösung. Deshalb wechselt die Musik auf die Worte wo ist dein Sieg zum strahlenden Dur, und der Chor singt die mächtige und kunstvolle Fuge Herr, du bist würdig nach Worten aus der Offenbarung des Johannes. Aber trotz aller Heilsgewissheit sind immer wieder Piano-Stellen eingeschoben, meistens auf die Worte denn du hast alle Dinge erschaffen. Auf diese Weise spannen Text und Musik den Bogen von den ersten bis zu den letzten Dingen, von der Schöpfung bis zur zukünftigen Statt, die zu Beginn des Satzes gesucht wurde und jetzt gefunden ist. Der Schlusssatz Selig sind die Toten schlägt mit Tonart, Besetzung, Tempo und Aussage die Brücke zum Beginn des Werkes und schließt den Kreis. Wieder steht eine Seligpreisung im Mittelpunkt, diesmal nicht aus einem der Evangelien, sondern aus der Offenbarung des Johannes. Und jetzt sind es nicht die Leidtragenden, die selig sind und getröstet werden, sondern die Toten selbst. Gerade hier wird der Gegensatz des Deutschen Requiem zur traditionellen katholischen Totenmesse besonders deutlich: Brahms betet nicht um die ewige Ruhe für die Toten, sondern der Geist spricht, dass sie ruhen von ihrer Arbeit. Ganz zuletzt zitiert Brahms fast notengetreu den Schluss des ersten Satzes. Im Pianissimo verklingt das Werk auf das Wort selig, mit dem es auch begonnen hat. Der Jurist und Musikkritiker Adolf Schubring schrieb nach der Bremer Uraufführung des Deutschen Requiem eine umfangreiche Besprechung in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung. Darin heißt es: „Brahms’ ’Deutsches Requiem’ wird überall, wo es in gelungener Aufführung gehört wird, durchschlagen. Eine Musik von unbeschreiblicher Neuheit, Kraft und Frische, bald rührend elegisch, bald lieblich lyrisch, bald erschütternd dramatisch, die feinste kontrapunktische Kunst, eingekleidet in volkstümliche Weisen, dabei eine Harmonik und Orchestrierung, so prächtig und effektvoll, wie bisher in einem Werk der Kirchenmusik noch nicht da gewesen, wird und muss ebenso den Laien jeder Nation wie den Musikkenner jeder Partei befriedigen.“ Und Robert Schumanns Witwe Clara, die bei dieser denkwürdigen Aufführung ebenfalls zugegen war, notierte in ihr Tagebuch: „Mich hat dieses Requiem ergriffen, wie noch nie eine Kirchenmusik. Ich musste immer, wie ich Johannes so dastehen sah mit dem Stab in der Hand, an meines teuren Roberts Prophezeiung denken: ’Lass den nur mal erst den Zauberstab ergreifen und mit Orchester und Chor wirken’ – welche sich heute erfüllt.“ Reinhard Szyszka


DIRIGENT

Thomas Gropper - Gesamtleitung Thomas Gropper, geboren in Braunlage im Harz, studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München Opern- und Konzertgesang sowie Gesangspädagogik bei Markus Goritzki. Weitere Impulse empfing er in Oratoriengesang bei Adalbert Kraus und Hanns-Martin Schneidt sowie im Liedgesang bei Helmut Deutsch. Nach dem Studium arbeitete er mit Dietrich Fischer-Dieskau und Josef Metternich. Sein Schwerpunkt liegt auf dem oratorischen Gebiet, wo er von Monteverdi und Schütz über Bach, Händel, Haydn, Mendelssohn, Brahms bis Elgar, Orff und Britten alle wichtigen Bassund Bariton-Partien gestaltet hat, wobei auch zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen entstanden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Oratorien und Kantaten Johann Sebastian Bachs. Er sang u.a. mit dem Symphonieorchester des BR, den Münchner Philharmonikern, dem Münchner Bach-Chor und dem Münchner Motettenchor, dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt, den Berliner und Münchner Symphonikern, dem Heinrich Schütz-Ensemble München und den Barockensembles L‘ arpa festante und La banda unter Dirigenten wie Fabio Luisi, Hanns-Martin Schneidt, Martyn Brabbins, Hayko Siemens, Wolfgang Kelber, Roderich Kreile, Roman Emilius, Christian Kabitz, Ralf Otto und Siegfried Heinrich. Dabei gastierte er u.a. mehrfach bei der Bachwoche Ansbach, den Europäischen Wochen Passau, dem Musiksommer Chorin, den Hersfelder Festspielen und dem Bodenseefestival. Höhepunkte der nächsten Saison sind Orffs „Carmina burana“ mit dem Münchner Motettenchor und den Stuttgarter Philharmonikern u.a. in der Philharmonie München, die Bachsche „Matthäuspassion“ mit dem Mainzer Bachchor und eine Uraufführung im Rahmen der „musica viva“-Reihe des BR mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Auch auf dem Gebiet der Oper ist Thomas Gropper tätig, so war er unter anderem als Figaro, Don Giovanni und Papageno zu hören und gestaltete am Stadttheater Ingolstadt und auf einer CD-Produktion den Don Febeo aus Simon Mayrs „Che Originali“. 2007 sang er mit großem Erfolg die Titelpartie in Monteverdis „Orfeo“ bei den Opernfestspielen in der Stiftsruine Bad Hersfeld. Neben der Tätigkeit als Opernsänger leitet er ein Ensemble für Kinderopern mit weitem Aktionsradius u.a. in Bayern, Hessen, Thüringen, mit dem viele Produktionen laufen. Einen wesentlichen Teil von Groppers Arbeit machen Pädagogik und Chorarbeit aus. Er war Stimmbildner des Münchner Bachchors und des Münchner Motettenchors, lehrte 10 Jahre an einer renommierten Münchner Schauspielschule und unterrichtet seit 1997 an der Münchner Musikhochschule. 2001 wurde er dort zum Professor für Gesang, Sprecherziehung und Gesangsdidaktik berufen. Häufig ist er Dozent bei Fortbildungen und Workshops über Chor- und Stimmarbeit.


DIRIGENT / CHOR

Seit 2005 leitet er den Kammerchor „Arcis-Vocalisten München“, mit dem er a cappella- und oratorische Literatur aufführt und zahlreiche Konzertreisen unternimmt. Mit diesem Ensemble gelangten u.a. Mozarts Requiem, Bachs h-moll-Messe und das Weihnachtsoratorium sowie Mendelssohns Elias zur Aufführung, im Mai 2010 und März 2012 erfolgten BR-Produktionen mit Bach-Kantaten, 2009, 2011 und 2013 szenische Produktionen (Bach-Johannespassion, Monteverdi-Orfeo, Händel-Saul). Thomas Gropper dirigierte u.a. die Vogtlandphilharmonie, das Philharmonische Orchester Bad Reichenhall und die Barockensembles La banda und L‘ arpa festante u.a. im Herkulessaal und Prinzregententheater München sowie im Brunnenhof der Residenz. Häufig sind die Arcis-Vocalisten zu Gast bei renommierten Veranstaltungen, z.B. dem Bodenseefestival, den Festspielen Bad Hersfeld, den Europäischen Wochen Passau, den Bachtagen Hessen-Thüringen und dem Sommer zwischen Inn und Salzach. Im Herbst 2008 übernahm er die künstlerische Leitung des renommierten Philharmonischen Chores Fürstenfeld, mit dem 2010 Händels „Samson“ und Mendelssohns „Paulus“ auf dem Programm standen, 2011 u.a. Haydns „Jahreszeiten“, 2012 Mozarts c-moll-Messe. Daneben betreut Thomas Gropper Chor-Einstudierungen für renommierte Veranstalter, so im Frühjahr 2011 die „Herr der Ringe“-Events mit Film und Livemusik sowie 2012 das Projekt „Fluch der Karibik“.

Arcis-Vocalisten - Der Konzertchor In der kurzen Zeit seit ihrer Gründung im Jahr 2005 haben sich die Arcis-Vocalisten in der hochklassigen und vielfältigen Münchner Musikszene auf Grund ihrer Qualität und der besonderen Programmgestaltung einen ganz speziellen Platz erobert. Das vom renommierten Gesangspädagogen Professor Thomas Gropper gegründete und geleitete Ensemble besteht aus rund 50 engagierten Sängerinnen und Sängern, die großteils über eine solistische Gesangsausbildung verfügen. Der Projektchor wird je nach Werk flexibel besetzt. Anlässlich der Aufführung der Matthäuspassion 2011 im Münchner Herkulessaal zusammen mit der Neuen Philharmonie München hob die Süddeutsche Zeitung den „großen Fundus feinsinniger Ausdrucksmöglichkeiten“ hervor, über den die Arcis-Vocalisten verfügen – „stets verbunden mit einer präzisen Diktion und erzählerischen wie musikalischen Homogenität“. Das Ensemble zeichnet sich darüberhinaus durch die besondere Programmgestaltung aus: Neben der Darbietung von Chorwerken vom Frühbarock bis hin zur Moderne haben die Arcis- Vocalisten mit szenischen Aufführungen barocker Werke wie „Dido und Aeneas“ von Purcell, insbesondere der Bachschen Johannespassion und zuletzt des Orfeo von Monteverdi in Zusammenarbeit mit dem


CHOR

Regisseur Dieter Reuscher große Beachtung gefunden. Gemeinsam mit dem Ensemble für Alte Musik „l’arpa festante“ gelang den Arcis-Vocalisten unter Thomas Gropper mit der szenischen Aufführung des Orfeo im Jahr 2011 eine eindrucksvolle Darbietung. Diese wurde von der Süddeutschen Zeitung als „großartige Aufführung (…) von enormer Wirkung“ und als „phantastische Umsetzung“ der Musik des frühbarocken Meisters gewürdigt. Die Arcis-Vocalisten treten regelmäßig sowohl im Herkulessaal als auch im Brunnenhof der Münchner Residenz auf, unter anderem für die Konzertdirektion Bell’Arte, außerdem beim Musiksommer zwischen Salzach und Inn. Kirchenmusikalische Auftritte in München und die szenischen Aufführungen finden in der Himmelfahrtskirche Sendling statt. Weiterhin war das Ensemble schon bei den Europäischen Wochen in Passau, in der Allerheiligenhofkirche in München, in Rouen/Normandie, bei den Festspielen Bad Hersfeld, in Rothenburg ob der Tauber, auf dem Theaterplatz Lindau und bei den Marienroder Klosterkonzerten zu hören, um nur einige Orte zu nennen. Die vom Bayerischen Rundfunk in der Himmelfahrtskirche München/Sendling aufgenommenen Bach-Kantaten „Aus der Tiefen“ BWV 131 und „Himmelskönig, sei willkommen“ BWV 182 aus dem Jahr 2011 sowie „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ BWV 12 und „Herz und Mund und Tat und Leben“ BWV 147 aus 2012 sind bei dem Klassiklabel OehmsClassics erschienen. Für das Jahr 2014 ist eine weitere BR-Produktion mit einem Werk des Bachzeitgenossen Carl Heinrich Graun geplant.


MUSIKER & INSTRUMENT

Therese Mitreuter (KM) Violine, Salzburg

Winfried Grabe (KM) Violine, München

Elina Arina Violine, Riga, Lettland

Sofia Kiemer Violine, Riederau

Tamara Mersetzky Violine, München

Katharina Müller Violine, München

Eleonora Píraga Violine, Riga, Lettland

Ajda Porenta Violine, Medvode, Slowenien

Svens Skriveris Violine, Riga, Lettland

Nezka Starc Violine, Besnica, Slowenien

Tereze Vaivode Violine, Maastricht

Sophia Kraus (SF), Violine, München

Alvar Ceamanos Violine, Augsburg

Sophia Krauel Violine, Hohenschäftlarn

Hendrik Maria Kujawski Violine, Würzburg

Jella Linnert Violine, Bonn


MUSIKER & INSTRUMENT

Rebeca Nuez Suárez Violine, Maastricht

Jasmine Mai Linh Ong Violine, Ludwigshafen

Sophia Stiehler Violine, Erlangen

Marta Sembele Violine, Baldone, Lettland

Bianca Wagner Violine, München

Manuela Mocanu (SF) Viola, Berlin

Darius Fischer Viola, Bobingen

Florian Huber Viola, Berlin

Maria Kaiser Viola, Dresden

Peter Kunz Viola, München

Sophia Pauer Viola, München

Stefan Probst Viola, München

Bodil Schnurrer Viola, Egling

Johannes Zahn (SF) Violoncello, Grünwald

Clara Baesecke Violoncello, Pullach

Christian Fischer Violoncello, Trossingen


MUSIKER & INSTRUMENT

Arvid Mitreuter Violoncello, Icking

Bea Sallaberger Violoncello, Neuried

Marianne Spieß Violoncello, Neu-Ulm

Konstantin Storck Violoncello, München

Peter Lamm (SF) Kontrabass, München

Markus Baumann Kontrabass, Egling

Helmut Wagner Kontrabass, Gröbenzell

Helmut Scherer Kontrabass, Ilmmünster

Lea-Christina Arenz Piccoloflöte, Marienbach

Maren Clara Paterok Flöte, Münster

Vera Goertz Flöte, Detmold

Manuel Mittelbach Oboe, Weimar / München

Raphael Klockenbusch Oboe, Würzburg

Fidelis Edelmann Klarinette, Weilheim

Amelie Bertlwieser Klarinette, Würzburg

Vanessa Ramer Klarinette, Bamberg


MUSIKER & INSTRUMENT / LEHRER

Leonhard Kohler Fagott, München

Joakim Raivio Fagott, München

Dr. Gunter Joppig Kontrafagott, München

Matthias Schmaderer Horn, Köln

Julius Hochwimmer Horn, Gröbenzell

N.N. Horn,

Jakob Schreiber Horn, Weilheim

Peter Kisgyörgy Trompete, München

Moritz Beck Trompete, München

Bernd Wadenspanner Posaune, Landshut

Sebastian Neuhauser Posaune, München

Christian Eiband Bassposaune, Oberthingau

Martin Stanglmayr Tuba, Postau

Alexander Lenk Pauke, Hannover

Johanna Solbes Harfe, München

Olivia Neuhauser HarfeI, München


ORCHESTER

Das Sinfonieorchester während des Konzertes Oktober 2013 im Herkulessaal München.

© Sabine Weinert-Spieß

Neue Philharmonie München

Die Neue Philharmonie München hat sich seit ihrer Gründung 2005 zu einem der meist beachteten jungen Orchester der Region München entwickelt und wurde im Lauf dieser Zeit immer mehr zum Medium einer professionell ausgerichteten Vorbereitungszeit. 17- bis 30-jährige besonders begabte junge Musiker, darunter viele Jungstudenten und Studenten von Musikhochschulen aus ganz Deutschland und dem europäischen Raum, schätzen die vielseitigen Orchesterprojekte mit Konzerten im In- und Ausland, in denen sie auch von erfahrenen Hochschulprofessoren und Mitgliedern des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks an die Kompetenz und Qualifikation des Orchestermusikerberufes herangeführt werden. Die Förderung von Nachwuchsmusikern durch erfahrene Solisten und Experten ist Teil des Konzeptes der Musikwerkstatt Jugend e.V., für das sie 2006 den Tassilo-Kulturpreis der Süddeutschen Zeitung erhielt. Dieses überregionale Orchester, das projektweise arbeitet, tritt regelmäßig u.a. im Herkulessaal in München, in weiteren deutschen Städten und im Ausland auf. Dabei sei besonders die Teilnahme an dem Internationalen Musikfestival in Baku/Aserbaidschan im Herbst 2013 hervor zu heben, bei dem das Örtliche Fernsehen die beiden Konzertabende aufzeichnete. Bei diesen Konzerten musiziert die Neue Philharmonie München zusammen mit dem bekannten Kammerchor Arcis-Vocalisten.


IMPRESSIONEN 2013 | LEHRER

© Marianne Spieß

Die Neue Philharmonie München bei der Probe vor dem Rom-Konzert unter Leitung von Dorian Keilhack 2013.

Lehrkräfte der Orchestermitglieder Violine Prof. Martin Mumelter Prof. Gorjan Košuta Prof. Eva Bindere Prof. Ilona Then-Bergh Prof. Julia Galic Thomas Ilg Emilian Piedicuta Dorothea Ebert Prof. Juris Švolkovskis Prof. Sonja Korkeala Barbara Hubbert Prof. V. Balzalorsky Prof. Robert Szreder Harry Christian Prof. Kyoko Yonemoto Stefan Krznaric Bernd Buß Viola Prof. V. Bukač St. Regenfus-Claus Albrecht Rhode

Violoncello Prof. Elmar Stiehler Ruppert Buchner Prof. Francis Gouton Prof. Markus Wagner Konrad Bihler Stefan Haack Kontrabass Georg Hörtnagel Emmerich Bünemann Peter Lamm Flöte Matthias von Brenndorff Prof. Chr. Fassbender Prof. H.-J. Wegner Oboe Prof. J. Müller-Brinken Prof. Matthias Bäcker Klarinette Prof. Harald Harrer Prof. Lindner Prof. Chen Haleri

Fagott Prof. Dag Jensen Horn Prof. Paul van Zelm Prof. J. Dengler Trompete Prof. Hannes Läubin Bernhard Holzmann Posaune Prof. Wolfram Arndt Prof. Dani Bonvin Prof. Thomas Horch Uwe Füssel Tuba Prof. Josef Steinböck Pauke Prof. Andreas Boettger Harfe Prof. Christina Bianci


K O N Z E R T R E I S E 2013

© Marianne Spieß

Baku am Kaspischen Meer, die Flame Towers

© Phillippe Schwarz

Die Neue Philharmonie München vor dem Konzertsaal in Baku

Konzertreise nach Baku – Herbst 2013 Ein besonderes Highlight dieses Jahres war die Einladung der Neuen Philharmonie München zum „5. Uzeyir Hajibeyov International Music Festival” in Baku, Aserbaidschan. Der junge aserbaidschanische Dirigent Fuad Ibrahimov hatte bereits in diesem Frühjahr ein großartiges Orchesterprogramm mit Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung”, Schostakowitschs „Festlicher Ouvertüre” und Brahms Klavierkonzert Nr. 2 (Solist: Benjamin Moser) in München und Wolfratshausen aufgeführt. Nun sollten in Baku gleich zwei Konzertabende mit unterschiedlichem Programm bestritten werden. Ibrahimov studierte dazu mit dem leistungsfähigen Orchester Beriots „Scène de ballet” (Violine: Anar Ibrahimov), Borodins „Polowetzer Tänze”, Rodrigos „Concertino de Aranjuez” (Gitarre: Jessica Kaiser), Strawinskis „Feuervogel” und Ravels „Bolero”. Ein großer Erfolg war auch die Ouvertüre „Koroglu” des Festival-Namensgebers Hacibeyli. Die Reise war ein unvergessenes Erlebnis mit unwiederbringlichen Eindrücken. Klangvolle und emotionsgeladene Konzerte erklangen anschließend im Münchener Herkulessaal, Fürstenfeldbruck und Wolfratshausen mit diesem Konzertprogramm. Publikum und Presse waren begeistert.


VORSCHAU 2014

Sommer 2014

Herbst 2014 – in Planung

Projekt: Oper in Starnberg Vokalensemble Fünfseenland Vokalensemble Icking

Die Neue Philharmonie München geht auf Konzertreise nach China mit Pianistin Jieni Wan

R. Strauss, „Metamorphosen” Purcell, „Dido and Aeneas” (szenisch)

Weitere Konzerte in Deutschland

Andreas Sczygiol, Musikalische Leitung Kristina Wuss, Regie Nikolay Georgiew, Choroegraphie Do 3. Juli 2014, 20 Uhr Schlossberghalle Starnberg Fr 4. Juli 2014, 19 Uhr Schlossberghalle Starnberg

Brahms, Variationen über ein Thema von Haydn op. 56a (1873) Chopin, Klavierkonzert Nr. 1 op. 11 e-Moll Beethoven, Sinfonie Nr. 3 „Eroica” op. 55 Fuad Ibrahimov Leitung Fr 10. Oktober 2014, 20 Uhr, München Herkulessaal Sa 11. Oktober 2014, 20 Uhr, Wolfratshausen Loisachhalle So 12. Oktober 2014, 19 Uhr, Fürstenfeldbruck Stadtsaal

SPIESZDESIGN MUSIK FÜR DIE AUGEN Unser Sponsoring-Support für die Neue Philharmonie München Signetgestaltung Plakate, Flyer Programmheft Website www.nphm.info Konzertvideos Konzertfotografie

SPIESZDESIGN DESIGN Neu-Ulm Wallstraße 28, 89231 Neu-Ulm // www.spiesz.de // design@spiesz.de // Tel 0731 7254481


S P O N S O R E N | O R C H E S T E R - K O N TA K T D AT E N

Sponsoren, Freunde, Förderer

Robert Bosch Hausgeräte GmbH

Hermes Arzneimittel GmbH Bayerischer Musikrat / Förderung internationaler musikalischer Begegnungen Bezirk Oberbayern Erich und Ute Decker Kulturstiftung Nikola Keim Asia-med GmbH Georg Bäuml Traudl Bergau Busbetrieb Darchinger Caroli Dienst Ev. Kirchengemeinde Ebenhausen Frühwirt Elektrotechnik Blumen Geisler Hohenschäftlarn Gemeinde Icking Hans Gottwald

Dr. Adalbert Hohenester

Neue Philharmonie München Organisation Franz Deutsch, Tel. 08178 – 90018 deutsch@nphm.info

Musikwerkstatt Jugend e.V. Mitgliederbetreuung Sigrid Dumann-Brusis, Tel. 08178 – 99 79 172, sijobrusis@web.de

Corinna Glockzin, Tel. 08856 – 804 402 org@nphm.info

Buchhaltung Steffen Kühnel, steff.kuehnel@web.de

Sieglinde Schmidt, Tel. 0172 – 8228657 Siegi@schmidt-page.de

Rechnungsprüfer Hans Gottwald

Sigrid Dumann-Brusis, Tel. 08178 – 99 79 172 sijobrusis@web.de

Bankverbindung Musikwerkstatt Jugend e.V. Kennwort: NPHM Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen IBAN: DE 10 7005 4306 0055 3666 45 BIC: BYLADEM1WOR

Sponsorenbetreuung, Notenwart Angela Zahn, Tel. 089 – 64939864 zahn@nphm.info Orchestersprecher Johannes Zahn / Streicher Tel. 089 – 64939864 / mobil 0176 – 92939690 johannesz@aol.com Franziska Döpper / Bläser Tel. 01577 7262359 redhair91@web.de

Dr. Gunther Joppig Dr. Hellmut Kirchner Kulturfonds der Bayerischen Landesregierung Landratsamt Bad-Tölz Gerda Possinger Raiffeisenbank Isar-Loisachtal Wolfgang Scharff Geigenbau Sieglinde Schmidt Alexandra Schmittmann Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen SPIESZDESIGN Neu-Ulm Verein zur Förderung junger Musiker e. V. Klavierhaus Vogel München-Wolfratshausen Otto und Marianne Zinnecker

Gestaltung / Website SPIESZDESIGN Büro für Gestaltung 89231 Neu-Ulm, Wallstr. 28 Tel. 0731-7254481, design@spiesz.de Fotos: Fotolia, Wikipedia, SPIESZDESIGN, weitere


GEIGEN- UND BOGENBAU

Hermann + Stefan Wörz Geigenbaumeister Kreittmayrstr. 11 80335 München Tel. 525988 Fax. 5236886

Neubau und Reparaturen von Streichinstrumenten und Bogen Vermietung von Streichinstrumenten

Markus Wörz Bogenbaumeister Kreittmayrstr. 17 80335 München Tel. 5231240 Fax. 5231179

Geschäftszeiten: Dienstag bis Freitag von 8.30 bis 13.00 Uhr und 14.30 bis 18.30 Uhr Samstag von 9.30 bis 13.00 Uhr – Montag geschlossen

Bei uns können Sie • frühstücken in gemütlicher Atmosphäre • hausgemachte Kuchen mit feinen Kaffee- und Teespezialitäten genießen • gepflegte Biere im traditionellen Restaurant oder auf der Sonnenterrasse mit Gebirgsblick erleben • sich mit bayerischer Küche kulinarisch verwöhnen lassen • Familienfeste in stilvollem Ambiente feiern • inspirierende Meetings im modern ausgestatteten Tagungsraum abhalten

Landhotel Klostermaier GmbH & Co. KG • Karin Schmid Mittenwalder Straße 9 • 82057 Icking • Tel. 08178/86787-0 www.landhotel-klostermaier.de


Stromsparen haben wir schon seit 77 Jahren im Programm. Aktuell mit Kühlschränken, welche weniger Strom benötigen als eine Energiespar-Lampe!

Kühl-Gefrierkombinationen die Tag für Tag sparen, ohne dass Sie dabei auf Komfort und Leistung verzichten müssen. So verbraucht z.B. das Modell KGE36AI40 mit 303 l Nutzinhalt nur 150 kWh Strom pro Jahr. Das ist weniger als der jährliche Verbrauch einer 18 Watt-Energiespar-Leuchte (158 kWh). www.bosch-home.com/de


Neue Philharmonie München - Brahmsprojekt 2014