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TOP 2/ 2012

2/2012 TOP

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Ausgabe November 2012 Das Magazin von Special Olympics Switzerland www.specialolympics.ch


FLashback

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April – Volle Konzentration! Athlet am Basketball-Finalturnier in Winterthur.

Juni – Medieninteresse. Interview mit einer Goldmedaillengewinnerin beim Schwimmwettkampf „Nuoto Tenero“.

Sommer ade Juni – Geleit hoch zu Pferd. Einritt in die Arena beim Reitturnier in Bern.

Juni – Übung macht den Meister. Abschlagtraining bevor es ernst wird. Golfturnier in Bludenz.

Juni – Jubelnde Champions bei der Siegerehrung vom Fussballturnier in Interlaken. Foto zur Verfügung gestellt von Martin Meyer.

Bildquelle: PHOTOPRESS und Special Olympics Switzerland

Spannend war er, der Sommer bei Special Olympics Switzerland. In den Monaten April bis September haben knapp 20 Sportveranstaltungen in 10 Sportarten stattgefunden. Ein Rückblick auf die wohl beliebteste Jahreszeit…


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Gelebte Werte

Inhaltsverzeichnis 02 Flashback 03 Editorial 04 FOKUS

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Cuore Sportivo

06 ATHLET Alpenhof

Athen

Eine Homestory

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Sportart

Ein Pionier mit und aus Tradition

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Event

Gemeinsam stark – Die National Summer Games Germany

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PROGRAMM

We love Family

13 Agenda 14 International 15 Organisationen Didier Cuche begeistert am PLUSPORT-Tag

Kälte, Nebel und Blättertreiben — der Sommer liegt schon eine ganze Weile hinter uns und damit auch etliche Grossveranstaltungen im internationalen Spitzensport. Allen voran die Fussball EM, die Tour de France und natürlich die Olympischen Spiele. Vereint wurden nicht nur grosse Namen im Sport, sondern auch Millionen von Menschen weltweit vor ihren Fernsehern. Bewegende Bilder, ergreifende Momente und herausragende Spitzenleistungen, aber leider auch negative Schlagzeilen zu immer neuen Dopingfällen, dominierten die Berichte in den Medien. Fernab dieser leistungsorientierten Sportwelt — bei der nur noch weiter, höher und schneller zählt — steht Special Olympics. Die international grösste Sportbewegung für Menschen mit einer geistigen Behinderung stellt ganz klar andere Werte in den Vordergrund. Wer für Wertschätzung, Gleichstellung, Integration und Akzeptanz einsteht und sich auch am Kleinen erfreuen kann, ist bei den verschiedenen Sportwettkämpfen von Special Olympics am richtigen Ort. Special Olympics bewegt und ermöglicht in erster Linie Anlässe, die Athleten, Familienangehörigen und die Gesellschaft zusammenbringen. Ich bedanke mich im Namen von Special Olympics und all unseren Athleten ganz herzlich bei unseren Spendern und Partnern für ihren wertvollen Beitrag. Danke.

16 SPONSORING

Die Schweizer Delega-

tion unterstützen

17 Sponsoren 18 Donatoren

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Sportliche Grüsse Bruno Barth Geschäftsführer & National Director Special Olympics Switzerland

Ich bin Donator, weil ...

ANZEIGE

National Congress 2012

20 Kehrseite Titelfoto PHOTOPRESS, Samuel Trümpy Die Grischa Capricorns 3 aus Chur (weiss) spielen gegen die Altra Ducks Schaffhausen (rot) im Unihockeyfinale während den National Winter Games 2012 an der Lenk.

A nos Amis romands ... A ce jour, le TOP est seulement édité en allemand sachant qu’il est remplacé par 3 Newsletters en français. Merci pour votre compréhension.


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fokus

Cuore Sportivo Im Gespräch mit Sports Director Aldo Doninelli über Special Olympics, Sport und die Teilnahme der Schweizer Delegation an den Winter World Games 2013 in Pyeongchang.

Sport spielte für Aldo Doninelli schon als Kind eine zentrale Rolle. Es war wohl diese anhaltende Begeisterung, die dazu führte den Sport nicht nur zu praktizieren, sondern auch auf akademischer Ebene zu studieren. Aldo spricht fliessend Italienisch, Französisch und Englisch und auch in Deutsch versprüht er — mit der ihm eigenen „mediterranen“ Leichtigkeit — Fachfreude und -kompetenz. Wen wundert es, hat er doch in den 90ern sechs Jahre in Zürich gelebt und an der ETH im Bereich Biomechanik geforscht. Seit 1997 ist der frühere Sport-

verantwortliche der „Federazione Ticinese Integrazione Andicap“ dem Behindertensport verpflichtet. Jeden Tag setzt er sich dafür ein, dass Menschen mit geistiger Behinderung einen umfassenden Zugang zum Sport haben und hier Wertschätzung, Akzeptanz und Integration erleben dürfen. Buongiorno Signore Direttore. Sports Director klingt sehr wichtig. Wie kommt es zu dieser Funktionsbezeichnung? (Kurzes Auflachen) – Lustige Frage. Eigentlich ist es sehr einfach. Der Begriff ist von Special Olympics International vorgeschrieben und somit amerikanisch geprägt. Bei Special Olympics gibt es zwei Pflichtfunktionen innerhalb eines nationalen Programms. Dies sind der National Director und der Sports Director. Aldo Doninelli beim National Congress 2011

Bildquelle: PHOTOPRESS

A

ldo Doninelli ist seit September 2011 Sports Director bei Special Olympics. Sport ist für den Tessiner nicht nur Beruf, sondern eine echte Herzensangelegenheit. Denn der Sport ermöglicht viele positive Erfahrungen.


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Was tut eigentlich ein Sports Director? Ganz allge- Im Januar 2013 finden die Winter World Games in mein ist er zuständig für die Förderung des Sports für Pyeongchang statt. Die Schweiz ist ebenfalls mit Menschen mit geistiger Behinderung. Zurzeit befasse einer Delegation von 41 Athleten vor Ort. Was erich mich mit vier Entwicklungsbereichen: In erster Prio- wartet die Athletinnen und Athleten dort? Die Teilrität geht es um die Entwicklung von Special Trainings. nahme ist in erster Linie ein unvergessliches Abenteuer Ein weiterer Bereich ist die Verbreitung der Reglemente, für die Teilnehmenden. Im Zentrum des Geschehens damit die Coaches an den Events teilnehmen können. stehen die Athleten. Sie werden in ihrer Rolle geschätzt Dazu kommt die Ausbildung der Coaches mit Basiskur- und als Sportler gewürdigt. Ich habe häufig erlebt, dass sen, die Special Olympics seit einem Jahr durchführt. sich eine solche Teilnahme wie ein Entwicklungsschub Und schliesslich bin ich verantwortlich für die Vorbe- auf die Sportler auswirkt. Häufig werden sie durch diese Erfahrung im Alltag viel reitung der Delegationen, selbstständiger und traudie an internationalen An- „ Die Athleten stehen im Zentrum des en sich auch in Zukunft lässen, wie beispielsweise Geschehens. Sie werden in ihrer Rolle mehr zu. die World Games, teilnehgeschätzt und als Sportler gewürdigt.“ men. Wer bestimmt, welche In der Einleitung wurde bereits auf deine Begeis- Athleten an Weltspielen teilnehmen dürfen? Gibt terung für den Behindertensport hingewiesen. es auch Meisterschaften, in denen sich die AthWas fasziniert dich besonders daran? Sport ist ein leten qualifizieren können? Die Teilnahme an NaMedium für alle. Sport schliesst Menschen ein und so tional Games ist Voraussetzung für die Selektion. Die können Menschen mit unterschiedlichen Behinderun- interessierten Coaches der Sportgruppen reichen ihre gen integriert werden. Es geht um Inklusion und Inte- Bewerbung bei Special Olympics ein. Die “Kommission gration. Im Sport haben geistig Behinderte tatsächlich Sport“, als übergeordnetes Entscheidungsorgan, prüft die Möglichkeit wie sogenannt „Normale“ betrachtet zu die Bewerbung und entscheidet über die Selektion. Die Selektion selbst ist ein komplexes Verfahren. Wichtig ist werden. dabei der Coach, denn er muss in der Lage sein die Oft wird Special Olympics mit Paralympics ver- Verantwortung für seine Athleten im Ausland zu überwechselt. Wo liegt der Unterschied? Bei den Para- nehmen. Es geht um Vertrauen. Die Athleten müssen lympics geht es ausschliesslich um Spitzensport. Teil- optimal betreut werden. nehmen können nur Athletinnen und Athleten, die eine körperliche oder geistige Behinderung haben und die Das ist bestimmt teuer. Wie wird das alles finanLeistungskriterien ihrer Sportart erfüllen. Anders bei ziert? Special Olympics Switzerland finanziert sich Special Olympics. Hier können alle Menschen mit einer ausschliesslich aus Spenden und Sponsorenbeiträgen. geistigen oder mehrfachen Behinderung teilnehmen, Die Athleten werden ebenfalls an den Kosten beteiligt, unabhängig ihrer sportlichen Leistung, da die einzige jedoch in möglichst geringem Umfang. Schliesslich soll Voraussetzung das Vorhandensein einer geistigen Be- es nicht an den Finanzen scheitern. Aber was nichts kostet, ist leider häufig auch nichts wert. hinderung ist. Was unterscheidet Special Olympics von anderen Sportorganisationen? Aus meiner Sicht ist es das Divisioning als sportliche Grundregel. Das Divisioning ermöglicht nicht nur Wettkampfgerechtigkeit, sondern folgt auch dem Grundsatz der Nichtbenachteiligung innerhalb der Personengruppe „Menschen mit geistiger Behinderung“. Das Divisioning ist ein weltweit einzigartiges Zuteilungsverfahren, in welchem die Athletinnen und Athleten homogenen Leistungsgruppen zugewiesen werden, innerhalb welcher sie zum Wettkampf antreten. Somit entfallen bei Special Olympics Wettkämpfen Ausscheidungswettkämpfe und es gibt ganz viele Medaillengewinner.

Es ist nicht das erste Mal, dass du an Weltspielen mit dabei bist. Wie erleben aus deiner Sicht die Athleten eine solche Teilnahme? Ich habe nachgerechnet. Es werden meine siebten Spiele sein. Es ist ein super Erlebnis für die Athletinnen und Athleten. Durch Medienberichte und Werbung werden sie auch in ihrem Umfeld stärker und anders wahrgenommen. Dies führt zu einer besseren Integration, aber auch dazu, dass man dem Athleten im Alltag viel mehr zutraut. Herzlichen Dank für das Interview.

ter.


Bildquelle: PHOTOPRESS & Special Olympics Switzerland

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ATHLET

Alpenhof Athen Eine Homestory


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Wie leben Menschen mit einer geistigen Behinderung und wie gestalten sie ihren Alltag? Zu Besuch bei zwei Special Olympics Athleten. Ein Bericht abseits von Sportfeld und Wettkampfgelände über den Alltag und das Leben von Florian und Patrick.

F

lorian (32 J.) und Patrick (30 J.) sind Kumpels im Sport und privat. Im Sommer 2011 flogen die begeisterten Basketballspieler mit ihrer Mannschaft, den Gonzenbasker von der Sportgruppe PROCAP Sargans, an die Summer World Games nach Athen. Es war Patricks erste Reise mit dem Flugzeug und für beide ihr erstes Mal in Griechenland. Wunderbar sei es da gewesen, aber heiss. Wahnsinnig heiss! Die beiden verbringen auch sonst viel Zeit zusammen. Sie teilen neben dem Sport auch das Zimmer, den Arbeitsplatz und das Hobby: Bilder aus Jugendzeitschriften herausschneiden und aufkleben. Rundherum Ruhe, Frieden und Hummelgesumm Einmal pro Woche geht es ins Training nach Sargans, was nicht gerade um die Ecke liegt. Wegen der nicht optimalen ÖV-Anbindung werden sie deshalb von ihren Betreuungspersonen hingefahren. „Die Trainings und die Special Olympics Wettkämpfe sind für die jungen Männer besonders wichtig. So kommen sie unter die Leute“, sagt Cornelia Fetz, die Leiterin des Alpenhofs. Dabei blickt sie um sich herum in die schiere Unendlichkeit ländlicher Idylle von Walenstadtberg – im Tal sieht man den See, gegen den Himmel sind die Churfirsten zu sehen und rundherum Ruhe, Frieden und Hummelgesumm.

Im Haus herrscht unaufgeregte Betriebsamkeit. Geschirrklappern. Wasserfliessen. Die Küche wird nach dem Mittagessen saubergemacht. Am Eingang hängen Fotos von Gruppenausflügen. Seit 29 Jahren leitet das Ehepaar Fetz den Alpenhof, eine professionell geführte Wohngruppe des Vereins Chupferhammer, und bietet fünf Erwachsenen mit geistiger Behinderung sowohl ein Zuhause als auch Beschäftigungsmöglichkeiten im Haus, Garten und Stall. Hier wohnen und arbeiten Florian und Patrick seit 15 Jahren. Hier arbeiten auch die inzwischen erwachsenen Söhne von Cornelia und Angelo Fetz. Unterstützt werden sie von einer weiteren Betreuungsperson. Im Alpenhof sind die Grenzen zwischen Alltag und Arbeit fliessend, genauso wie die Grenzen zwischen Auftragsverhältnis und Gemeinschaft. Alle zwei Wochen verbringen Florian und Patrick das Wochenende bei ihren Eltern. Florian erzählt von seinen Geschwistern und dass er Onkel ist, ihn seine Neffen aber Götti nennen. Ein unvergessliches Erlebnis seien für ihn in diesem Jahr die National Winter Games gewesen. Es habe ihm gefallen, als Co-Moderator von Regula Späni auf der Bühne zu stehen und die Eröffnungsfeier zu moderieren. Würde er jederzeit wiedermachen. Zum Abschied werfen Florian und Patrick noch einige Körbe. La vita è bella! So viele zufriedene Gesichter gibt es nicht alle Tage zu sehen. ter.

Bild links: Für Florian und Patrick wurde vor dem Haus ein Basketballkorb installiert. Bilder unten: Athen 2011 - Florian in Aktion / Florian und Patrick mit der Leiterin Cornelia Fetz vor dem Alpenhof / Florians Ausblick auf die Churfirsten.


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Sportart

Ein Pionier mit und aus Tradition In der Behindertensport-Sektion des BTV Chur gibt es eine Unihockeyriege, deren Geschichte einzigartig ist. Es ist die Geschichte eines Pioniers mit und aus Tradition.

Bildquelle: BTV Chur

Patrick (links) und Hansjörg Hummel: Menschen mit geistiger Behinderung im Sport zu fördern, ist für Vater und Sohn eine Herzensangelegentheit, die wirklich Spass macht.


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I

m Frühjahr 1999 war’s, als die BehindertensportSektion des BTV Chur die Vision hatte, in Chur, damals Helvetiens Unihockeyhochburg schlechthin, auch für geistig Behinderte ein Unihockeytraining anzubieten. „In einer Testphase wollten wir bis zu den Sommerferien herausfinden, ob ein solches Angebot interessiert“, sagt Hansjörg Hummel, der Headcoach. Was ganz und gar unspektakulär tönt, war es absolut nicht. Schliesslich gab es nicht wenig Skeptiker, die Bedenken äusserten und Unihockey für geistig Behinderte als völlig ungeeignet erachteten. „Man fürchtete wohl, die Spieler könnten im Spiel die Emotionen nicht kontrollieren und die Stöcke als ‚Waffe‘ nutzen“, schildert Hummel die Herausforderungen aus den Anfangszeiten, über die man heute schmunzelt. Der Pionier-Versuch war ein voller Erfolg und Unihockey alsbald fester und äusserst beliebter Bestandteil des Angebots in der Behindertensport-Sektion des traditionsreichen Bürger Turnvereins Chur. Bereits im Winter 2000 kam es an den National Games in Airolo zur Turnier-Premiere auf nationaler Ebene. Und 2007 folgte eine weitere auf internationaler Ebene. Die Churer reisten als erstes Schweizer Unihockey-Team an ein Turnier ins Ausland. „In Dänemark spielten wir gegen schier unvorstellbar starke Teams aus Finnland und Schweden und sammelten so sehr wertvolle Erfahrungen“, erinnert sich Assistenz-Trainer Patrick Hummel, der als Junior einst bei Alligator Malans spielte. Und die Tradition als Pionier lebt weiter. Das Unihockey-Team der BTV Behindertensport-Sektion hat sich für die World Games im Winter 2013 in Südkorea qualifiziert. Unihockey ist in Pyeongchang Demonstrationssportart und somit wird dies das erste Turnier an World Games sein. „Es ist schon etwas Besonderes, dass wir die Schweiz bei dieser Premiere an den World Winter Games vertreten dürfen“, sagt Hansjörg Hummel. Verdient hat sich das Team diese Ehre an den National Winter Games an der Lenk. Gleich vier Unihockeyteams hatten im März 2012 an der Lenk teilgenommen. In der Kategorie B gewannen die Grischa Capricorns Bronze, in der Kategorie D Silber und Bronze, wobei die Zuschauer gar ein Spiel mit richtigem Derby-Charakter zu sehen bekamen. Für den Höhepunkt waren aber die „Steinböcke“ aus Bündens Hauptstadt in der Kategorie C verantwortlich. Sie gewannen ohne Niederlage in den Gruppenspielen die Goldmedaille.

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Gegen 50 begeisterte Unihockeyaner(innen) kommen allwöchentlich montags in die Turnhalle des Churer Florentini Schulhauses ins Training. Männer und Frauen trainieren dabei gemeinsam und spielen auch „gemischt“, wie Hansjörg Hummel sagt, „denn das hat erfahrungsgemäss nur Vorteile“. So ist gar ein Schichtbetrieb nötig: Es muss in zwei Gruppen trainiert werden. Etwa 22 Spieler(innen) der zweiten Gruppe kamen gemäss den Selektionsvorgaben von Special Olympics schliesslich für die acht Plätze an den World Games in Frage. „Das war kein einfacher Prozess“, sagen Patrick und Hansjörg Hummel unisono. Letztlich entschieden die Anzahl Trainingsjahre, als „Treuebonus“ quasi, die Trainingskonsequenz und natürlich nicht zuletzt die Selbständigkeit der einzelnen Spieler(innen), denn die ist in Südkorea, weitab der Heimat, nicht zuletzt gefragt. „Das wird ein riesiges Abenteuer“, sagt denn auch Patrick Hummel. „Viele sind noch nie geflogen und waren noch nie geflogen, waren noch nie irgendwo, wo man weder deutsch spricht noch etwas lesen kann.“ Die Vorfreude ist riesig, der Trainingseifer unübertreffbar. Nach einem professionellen Einlaufen mit Hansjürg Toggwiler wird fleissig an verschiedenen Standardsituationen gefeilt. „Sie können nicht genug geübt werden“, sagt Hansjörg Hummel, „denn in der Hitze des Gefechts die Ruhe und Übersicht zu bewahren ist äusserst schwierig und meistens Matchentscheidend“. Im anschliessenden „Match-Training“ ist von diesen Schwierigkeiten nichts zu sehen. Man staunt nicht schlecht: das Spiel ist schnell, die Spielzüge sind präzis und die Torhüter Extraklasse. Die World Games können kommen! cid.

Die Vorfreude ist riesig, der Trainingseifer unübertreffbar. Das Unihockey WinTeam der Schweizer Delegation.


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EVENT

Gemeinsam stark – Die National Summer Games Germany

Bildquelle: Special Olympics Germany

Positive Bilanz der Sommerspiele in MĂźnchen vom 20.-26.05.2012


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Es war ein grosses buntes Fest des Sports und der Lebensfreude mit dem gelebten Motto „Gemeinsam stark“: Im Mai 2012 trugen um die 5’000 Athletinnen und Athleten in 19 Sportarten im Olympiapark und acht weiteren Sportstätten in München ihre Wettbewerbe aus und nahmen ein äusserst vielfältiges Rahmenprogramm wahr. Ca. 4’000 Menschen mit und ohne Behinderung beteiligten sich am wettbewerbsfreien Angebot, mehr als 2’500 freiwillige Helferinnen und Helfer waren vor Ort. Ein Beitrag von Sonja Schmeisser / Special Olympics Germany ie Special Olympics München 2012 haben hinsichtlich der Teilnehmerzahlen, der politischen Unterstützung und der medialen Aufmerksamkeit eine neue Dimension erreicht, so Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke, Präsident des Organisationskomitees. “Wir haben in München gezeigt: Menschen mit geistiger Behinderung sind selbstverständlicher Teil der olympischen Familie. Die Teilnahme des Bundespräsidenten Joachim Gauck am Festakt und der Eröffnung der Spiele unterstreicht diese Wertschätzung“, so Schulke. „Für uns waren es sehr gute Spiele, die Athleten fanden die Sportstätten im Olympiapark sehr schön, und wir haben viele hervorragende sportliche Leistungen gesehen“, resümiert Athletensprecher Roman Eichler, Vizepräsident von Special Olympics Deutschland. Unter bisher in diesem Umfang nie gekannter Begleitung der Medien — allein die TV-Berichterstattung erreichte mehr als 30 Millionen Zuschauer, in den Monaten Mai und Juni erschienen ca. 1’000 Zeitungsveröffentlichungen — präsentierten sich die Athletinnen und Athleten als selbstbewusste, lebensfrohe und engagierte Menschen. Über eine große Anzahl wunderbarer Athletenporträts und Reportagen

hinaus rückten die Themen Inklusion, Unified Sports und die Ziele von Special Olympics Deutschland in den Focus der Berichterstattung.

®

Für die vier ausländischen Delegationen aus Frankreich, Grossbritannien, Österreich und der Schweiz stand auch der direkte Austausch mit Vertretern von Special Olympics Deutschland zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf dem Programm. Im Resultat dieses Treffens wird die internationale Zusammenarbeit künftig weiter ausgebaut.

National Games Alle vier Jahre, jeweils ein Jahr vor den World Games, finden die entsprechenden nationalen Sommer- bzw. Winterspiele statt. Kandidaturvoraussetzung für die World Games ist die Teilnahme an den vorangegangenen National Games. Die nächsten National Summer Games finden vom 29.5. bis zum 1.6.2014 in Bern statt. Wir hoffen, dass alle Menschen mit einer geistigen Behinderung, die eine der 13 Sportarten ausüben können, dabei sein werden.

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Programm

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We love Family Die Familie ist mitunter die wichtigste Stütze der Athleten. Vater und Tochter an den World Summer Games 2011 in Athen.

Die Nr. 1 Fans der Special Olympics Athleten sind wohl die Familien selbst. Special Olympics verbindet in diesem Sinne nicht nur Athleten miteinander, sondern vernetzt auch ihre Familien, damit diese sich gegenseitig beraten und unterstützen können. as Familienprogramm ist ein spezieller Service für Familienangehörige von Special Olympics und existiert sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene. Das aktuelle internationale Elterngremium, auf Englisch „Global Family Leaders“ genannt, besteht aus zehn Mitgliedern aus zehn Nationen. Das Angebot für die Familien ist sehr vielfältig und kann Eintrittskarten für Eröffnungsfeiern, Stadtrundgänge, Fortbildungen, freien Zugang zu Veranstaltungen auf nationaler Ebene etc. umfassen. Auch während der National Winter Games 2012 an der Lenk war das Family Program vertreten. In der Schweiz ist der Tessiner Walter Caranzano der „Family-Man“. Walter Caranzano, selbst Vater einer erwachsenen Tochter mit geistiger Behinderung, kennt sich mit den Anliegen betroffener Familien bestens aus. Während den National Winter Games empfingen und betreuten

er und seine Frau Rita die Eltern und Geschwister der Athleten. Das Spezialprogramm für Familien beinhaltete Hotelvergünstigungen, Rundgänge und natürlich ein Family Dinner. Die Family kann freilich auch bei den World Winter Games 2013 in Pyeongchang mit dabei sein. Die Reiseagentur Globe Trotter hat speziell für Special Olympics Switzerland ein interessantes Reiseprogramm zu einem guten Preis zusammengestellt, das natürlich nicht nur von Athleten-Angehörigen genutzt werden darf. Catherine Marchand wird die Familien begleiten. Die ehemalige Schweizer Konsulin war bereits dreimal im „Land der aufgehenden Sonne“ und hat während mehreren Monaten dort gelebt. Entsprechend kennt die zwischenzeitlich pensionierte Catherine Marchand, die sich als Stiftungsrätin ehrenamtlich für Special Olympics Switzerland engagiert, Land und Leute. ter.

Bildquelle: PHOTOPRESS

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AGENDA

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r Eventkalende 2013 Oktober 2012 – April 12 ..................... Unihockeyturnier ... Langenthal ... 27/10/20 1/2012 ...... Boccia /Pétanque Turnier ... Trimbach ... 04/1 ringen ... 07/11/2012 Basiskurs Head Coach Qualifikation ... Mei National Congress ... Bern ... 10/11/2012 12 ........................ Schwimmen Meeting ... Charmey ... 10/11/20 .................. Judo Tournoi ... Cernier ... 11/11/2012 ...... 1/2012 ...... Leichtathletik Corrida Bulloise ... Bulle ... 17/1

12 ...... Unihockeyturnier ... Wohlen AG ... 24/11/20 5/11/2012 ................ Basketball Championship ... Sarnen ... 24-2 ... Tennisturnier ... Cham ... 01/12/2012 ............ /2013 Enlarged Games ... Merano, Italy ... 10-14/01 ... 12-13/01/2013 ..................... Ski- und Snowboardrennen ... Hoch-Ybrig ............................ Fussballturnier ... Herrliberg ... 12/01/2013 /DE ... 14-18/01/2013 Enlarged Games ... Garmisch-Patenkirchen korea ... 26/01/2013 World Winter Games ... Pyeongchang, Süd ............ Langlaufrennen ... Einsiedeln ... 09/02/2013

............ Fussballturnier ... Baar ... 23/02/2013 ...... ... 23/02/2013 Basiskurs Head Coach Qualifikation ... Bern 02/03/2013 ................ Basketball Championship ... Winterthur ... ............ Fussballturnier ... Basel ... 02/03/2013 ...... 3/2013 .................... Gommerlauf ... Ulrichen-Goms, VS ... 03/0 ... 09/03/2013 .................... Schwimmen Meeting ... Uitikon/Waldegg ZH 7/03/2013 ... Ski- und Snowboardrennen ... Lenk ... 16-1 Vorschau 2014 3/2013 Sportkurs Schwimmen ... Lausanne ... 23/0 sanne ... 24/03/2013 Basiskurs Head Coach Qualifikation ... Lau 3/2013 ................ Basketball Championship ... Cernier ... 24/0 .................. Judoturnier ... Balsthal ... 07/04/2013 ...... 4/2013 ........... Basketball Championship ... Lugano ... 13/0 4/2013 Boccia /Pétanque Sportkurs ... Zürich ... 13/0 ich ... 14/04/2013 Basiskurs Head Coach Qualifikation ... Zür 13 ............. Schwimmen Meeting ... Balgach ... 20/04/20

lisierten TerÄnderungen jederzeit vorbehalten. Die aktua pics.ch lolym pecia www.s mine finden Sie unter


International

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Gerechtigkeit bei Organspenden

High Fives mit der NBA

Eine gesunde Auswahl dank kulinarischer Kreativität

Kein Recht auf Lebertransplantation wegen geistiger Behinderung. Dieses Verdikt wurde den fassungslosen Eltern der kleinen Amalia im Kinderspital Philadelphia verkündet. Tim Shriver, CEO von Special Olympics, nahm diesen Entscheid nicht hin und rief Politiker, Ärzte, Freunde und Angehörige dazu auf, öffentlich für die Würde und gegen die Diskriminierung von geistig behinderten Menschen zu kämpfen. Eine Aktion, die ihre Wirkung nicht verfehlte, denn das Kinderspital entschuldigte sich offiziell bei Amalia und ihrer Familie und setzte das Mädchen wieder auf die Warteliste! Auch politisch hat dieses Thema hohe Wellen geworfen. Am 21. August 2012 hat der Staat New Jersey ein Gesetz verabschiedet, das die Diskriminierung von Menschen mit geistiger Behinderung in Bezug auf medizinische Behandlung im Krankenhaus verbietet. ina.

Für einige Athleten von Special Olympics Japan ging diesen Sommer ein Traum in Erfüllung. Klingende Namen wie Dikembe Mutombo, (Profi Basketballer der NBA), Samuel Dalembert (Houston Rockets), Vladimir Radmanovic (Atlanta Hawks) und Corey Brewer (Denver Nuggets) waren zum Anfassen nah. 54 japanische Special Olympics Athleten durften beim ersten „Basketball ohne Grenzen“-Camp teilnehmen. Die Kids durchliefen fünf Stationen, an denen die Profis Tipps und Tricks verrieten. Sie konnten zusammen mit ihren Idolen ein effizientes Dribbling und den exakten Abschuss üben. Und immer wieder lobten und motivierten die Stars ihre Schützlinge mit High Fives. Unterstützt von der US-amerikanischen NBA und vom Internationalen Basketballverband tourt dieser Workshop durch Asien und in Zusammenarbeit mit UNICEF nun auch durch Südafrika. ina.

Wie können wir unsere Athleten motivieren, gesund zu essen? Ganz einfach – wir bieten ihnen gesundes Essen an! Das lebt Special Olympics Mexiko vor. Und geht sogar einen Schritt weiter. Die Athleten können nämlich gleich selber in der Küche Hand anlegen. Das Projekt „Healthy Athletes Health Promotion“ trägt nicht nur zu einer ausgewogenen Ernährung der Athleten bei, sondern bietet auch Trainings und Schulungen an, um ihnen den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern. In Zusammenarbeit mit der Internationalen Kochschule Mérida Yucatà servieren die „Health Promotion Special Chefs“ den Kursteilnehmern vitaminreiche und kalorienarme Speisen und erklären ihnen, worauf man bei einer gesunden Ernährung achten muss. Luisa Fernanda, Studentin an dieser Kochschule, hat nun zusammen mit Experten die Unterrichtsmodule so angepasst, dass auch Menschen mit einer geistigen Behinderung eine Anlehre als „Special Chefs“ machen drucken für die umwelt können. ina.

Logovarianten

drucken für die umwelt

MyClimate

Logovarianten Impressum Herausgeber Special Olympics Switzerland (SOSWI) Projektleitung & Texte Tanja Erni (ter), SOSWI Redaktionsleitung & FSC Texte Christoph Schmid (cid), SOSWI Weitere Texte Irene Nanculauf (ina), SOSWI Layout Sabine Schäuble & Manuel Hofer, Compresso AG Druck Valmedia AG, klimaneutral gedruckt Erscheinung 2 x jährlich Auflage 8‘500 Exemplare Kontakt Special Olympics Switzerland, Stadion Letzigrund, Badenerstrasse 500, 8048 Zürich, neutral T. +41 (0) 26 402 00 45, F. +41 (0) 26 402 00 46, info@specialolympics.ch, www.specialolympics.ch

Bildquelle: Special Olympics International

NEWS

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organisationen

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Didier Cuche begeistert Seinen ersten PLUSPORT-Tag bestritt Didier Cuche wie seine Rennen: Mit vollem Einsatz. Am Ende des nationalen Sporttreffens, dass am 8. Juli 2012 in Magglingen stattfand, freute er sich über Medaille und Schokokuss. Ein Beitrag von Denise Jeitziner / PLUSPORT u bist doch ein Skifahrer“, sagte eine Breitensportlerin am Vormittag im Vorbeigehen zu Didier Cuche. „Was ist das für ein Fussballer?“, mag sich dagegen am Nachmittag der eine oder andere Zuschauer gedacht haben, als er den engagierten Neuenburger beim Prominenten-Fussballmatch sah. Cuche scheute keinen Zweikampf. „Es tut gut, wieder etwas Sport zu treiben“, schmunzelte er nach dem Match und war sofort wieder von Autogrammjägern umringt. Denn mit dem Team PluSport-Laureus hatte er gegen den FC Nationalrat einen knappen Sieg herausholen können. Auf der „Trainerbank“ des „Axpo Kids & Family Day“ fachsimpelten Köbi Kuhn und Ottmar Hitzfeld. Aber nicht nur der Fussball war Thema beim 51. Nationalen Behindertensporttag. Auch über zwanzig weitere

Disziplinen, wie beispielsweise der Schwerstbehindertenparcours, das beliebte „Chriesisteinspucken“ sowie das Schokokusswerfen standen im Zentrum. Mitreissende Shows sorgten für noch mehr Begeisterung. Einer der Höhepunkte: Ein PluSportler mit Michael Jacksons Tanzschritten und Ariella Käslins Beweglichkeit. Aus der ganzen Schweiz waren rund 1300 Breitensportlerinnen und Breitensportler mit ihren Betreuern angereist und gaben alles. Von den grossen Emotionen zeigte sich auch die zahlreich erschienene Prominenz beeindruckt. „Ich war jahrelang mit Profisportlern unterwegs“, sagte etwa Köbi Kuhn. „Was hier aber emotional abgeht, ist die Höhe.“

Bildquelle: PLUSPORT

Ein Didier Cuche zum Anfassen.


SPONSORING

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Danke! Die Schweizer Delegation unterstützen Die Vorbereitungen für die Teilnahme an den World Winter Games 2013 laufen auf Hochtouren.

Special Olympics Switzerland rechnet mit Ausgaben von über CHF 200‘000.— für die 46-köpfige Delegation. Im Budget enthalten sind Kosten für das Delegationscamp, die Bekleidung, den Aufenthalt, die Reise und andere grössere und kleinere Wichtigkeiten.

Eingekleidet wie die Profis. Am offiziellen Masstag von Swiss Ski am 12. Mai konnten die 31 Athleten der Delegation zusammen mit den Profis der Schweizer Nationalmannschaft ihre Wettkampftenues in Empfang nehmen.

Finanziert wird das Vorhaben durch Spenden, Sponsoringbeiträge und Sachleistungen von unseren Partnern, Sponsoren und Supportern. Die Region Einsiedeln engagiert sich für das Delegationscamp, das vom 10. bis 13. Januar 2013 in dieser attraktiven Region stattfindet. Das Hotel „Drei Könige“ bietet Special Olympics optimale Bedingungen zu einem speziellen Preis für Beherbergung und Verpflegung der Delegation während des 4-tägigen Camps, an dem auch die Delegation aus Liechtenstein teilnimmt. Als Sponsoren mit an Bord sind auch Emmi, mit seinen Milch- und Käse-

produkten ein willkommener Kraftspender, und das Schweizer Traditionsunternehmen Victorinox, das unsere Gastgeschenke zur Verfügung stellt. Damit unsere Schweizer Athleten auch modisch einen guten Eindruck machen, haben sich Unternehmen wie KTec (Delegationsausrüstung), Odlo (Langlauf-Wettkampfbekleidung), poivre Blanc (Ski- und Snowboard-Wettkampfbekleidung und adidas (Trikots Unihockey) engagiert. So profitieren alle Delegationsteilnehmer von qualitativen Spitzenprodukten. Wir danken ganz herzlich! ter.

Bildquelle: Special Olympics Switzerland

ie Teilnahme an Weltspielen ist ein unvergessliches Erlebnis und eine einmalige Chance im Leben eines Athleten! Eine Chance, die nicht nur genutzt, sondern vor allem ermöglicht werden will, trotz der hohen Kosten, die damit verbunden sind.


Sponsoren

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Dankt seinen Partnern und Sponsoren

PREMIUM PARTNER

NATIONAL PARTNER

AKTIONS- UND PROJEKTPARTNER

SUPPORTER

Preferred Partner Belcolor Fotobücher

Compresso Web, Print, Events

Henniez Mineralwasser

Herby-Print Werbetechnik

HP Computer

HUSPO AG Sportgeräte

Klein Computer IT Management

MCU AG Programmhefte

ppr Media Relations Bereich Photopress

Schönenberger AG Fine Swiss Chocolat

Swisscom Communication


DONATOREN

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Name Gabriella Liechti Beruf Kosmetikerin Alter 52 Familie verheiratet, 2 eigene Söhne und 1 Stiefsohn

Ich bin Donatorin, weil man nur mit dem Herzen richtig gut sieht.

Frau Liechti, weshalb unterstützen Sie mit Ihrer Firma Special Olympics? Jemand hat einmal gesagt, „man sieht und fühlt nur mit dem Herzen richtig gut“. In diesem Sinne berührt es mich, wie auch sicherlich andere Donatoren und Sponsoren, was Special Olympics für behinderte Menschen alles bewerkstelligt. Haben Sie Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung? Ich kann nicht sagen, ich hätte spezifisch Erfahrungen mit Menschen mit geistiger Behinderung, aber ich habe in meinem privaten Umfeld Situationen erlebt, in welchen Menschen als Folge einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls mit Auswirkungen auf das Gehirn im Alltag plötzlich auf Hilfe angewiesen waren. In einem der Fälle waren die Schädigungen glücklicherweise dank guter medizinischer Nachsorge reparabel. Bei einer anderen Person jedoch nicht. Sie führten am Schluss sogar zum Tod. Da kommt man schon ins Grübeln.

Was begeistert Sie besonders im Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung? Es ist so schön, wie sie lachen und ihre Freude zeigen können. Wenn mein Mann und ich in Sargans sind, schauen wir regelmässig im Laden der Behindertenorganisation Arwole rein. Dort werden schöne aber auch praktische Alltagsgestände verkauft, die in der Behindertenwerkstatt hergestellt worden sind. Mir gefällt, was sie dort machen und was angeboten wird. Wie sieht Ihr soziales Engagement aus? Soziales Engagement ist Teil meines Alltags. Wie gesagt, bin ich für die Menschen in meinem Umfeld da, wenn ich gebraucht werde. Doch auch in meinem Beruf kann ich Menschen, die in schwierigen Lebenssituationen sind, durch meine Arbeit positiv unterstützen. Gerade bei Frauen mit Krebs bewirken Schönheitsbehandlungen weit mehr als nur eine Auffrischung der Oberfläche. Durch die Behandlung bekommen sie ein Stück ihrer äusseren Schönheit zurück und fühlen sich dadurch gut. ter. Donatoren sind Kleinunternehmen, die mit einem Förderbeitrag ab CHF 250 die Aktivitäten von Special Olympics unterstützen. Sie erhalten eine Urkunde, die das Engagement belegt und zweimal jährlich das Magazin TOP. Weitere Informationen: donatoren@specialolympics.ch.

Bildquelle: Special Olympics Switzerland

Gabriella Liechti ist eine äusserst sympathische Bündnerin, die seit 18 Jahren ihr eigenes Kosmetikstudio in Bad Ragaz betreibt. „Krankheit und Behinderung kann jeden von uns treffen und plötzlich ist man auf Hilfe und Unterstützung angewiesen“, sagt Gabriella Liechti.


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2/2012 TOP

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Alle Jahre wieder Der Kongress von Special Olympics Switzerland findet zum zweiten Mal statt.

I

mmer Anfang November findet der National Congress von Special Olympics Switzerland in Bern statt. Das nationale Treffen ist Plattform für Informationsaustausch und Networking, aber auch eine wunderbare Gelegenheit, um sich bei den Menschen zu bedanken, welche die Athleten von Special Olympics sportlich betreuen oder bei Wettkämpfen als Turnierleiter, Schiedsrichter oder Balljungen vor Ort sind. Der Kongress findet, wie es für eine nationale Organisation Pflicht ist, dreisprachig (d, f, i) statt. Für die Moderation hat sich die ehemalige Sportredaktorin Regula Späni zur Verfügung gestellt. Together we can – Gemeinsam stark So lautet die Parole des diesjährigen Treffens in Anlehnung an das Motto der World Winter Games 2013, die in Pyeongchang / Südkorea stattfinden werden. Treffpunkt ist am Samstag, 10. November 2012 im Stade de Suisse in Bern.

Bildquelle: PHOTOPRESS/Alexandra Wey

Bekannte Gesichter am National Congress. Von links nach rechts: Die Brüder Philipp und Kurt Augst gefolgt von Monika Manoglou.

Zeit für Selbstreflexion Thematisiert werden die National Winter Games 2012 an der Lenk, aber auch der Reorganisationsprozess, der sich in der Abschlussphase befindet. Vieles konnte erreicht werden und eine ganz neue Dynamik hat in der Organisation Einzug gehalten. Der Nationale Kongress ist eine optimale Gelegenheit gemeinsam die Vergangenheit zur reflektieren und motiviert in die Zukunft zu blicken. Erstmals vorgestellt werden bei dieser Gelegenheit die National Summer Games 2014, die vom 29.5.-1.6.2014 in und um Bern stattfinden werden. ter. Für mehr Informationen: www.specialolympics.ch.


Kehrseite

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Einstimmung auf die World Winter Games 2013. Wissenswertes rund um Korea.

Special Schmunzler

Wussten Sie, dass ...

Ooops,

isch glaubs es bitzeli fescht gsi.

... Südkorea eine Halbinsel ist auf der 50 Mio. Menschen leben? ... die Bevölkerungsdichte 489 Einwohner/km2 auf einer Landesfläche von ca. 45‘000 km2 beträgt? Im Vergleich dazu zählt die CH mit einer Fläche von ca. 41‘000 km2 nur 188 Einwohner.

... die Koreaner Chabis genauso gerne essen wie wir Hierzulande? Bei uns ist er einfach sauer, drüben sehr scharf. ... es früher auf der Insel Tiger, Leoparden und Bären gab, aber dass diese aufgrund von Abholzung und Wilderei gänzlich verschwunden sind? ... die Südkoreaner wegen ihres vergleichsweise feurigen Temperaments als die Sizilianer Asiens gelten? ... das Lächeln der Koreaner Ausländern gegenüber vielmehr ein Zeichen von Unsicherheit als von Freundlichkeit ist?

Special Quiz Wie wird das Einteilungsverfahren in sportlich homogene Leistungsgruppen bei Special Olympics Wettkämpfen genannt?

A Fusioning B Diversity C Divisioning Verlost werden drei hochwertige Primaloft-Jacken der Marke KTEC mit Special Olympics Logo. Kleidersponsor: ATHLETICUM Sportmarkets. Lösung und Angaben zur Konfektionsgrösse mit dem Vermerk „Special Quiz TOP 02/2012“ sowie die Angaben zu Ihrer Konfektionsgrösse. > Per Email an info@specialolympics.ch > Per Post an Special Olympics, Route de Montena 85, 1728 Rossens Einsendeschluss: 28. Februar 2013. Herzliche Gratulation den Gewinnern vom Special Quiz TOP 01/12! Zwei Outdoorjacken der Marke KTEC gehen an Ruth Gsell, Weinfelden und Thomas Meier, Feuerthalen

Spendenkonto 80-4545-9

Bildquelle: Special Olympics Switzerland

... aufgrund wachsender Proteste aus dem Ausland immer weniger Hundefleisch als Nahrung verzehrt wird?


Top Magazine 2-2012