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SPD Großgründlach Verzwickte Situation

Wie geht es weiter in der Schmalau? Spätestens mit der Aufgabe des gemeinsamen Gewerbegebiets durch die Städte Nürnberg und Fürth ist es ruhig um die Schmalau geworden. Nun aber führen zahlreiche Projekte dazu, dass die Schmalau wieder in den Blickwinkel der Öffentlichkeit gerät und auch für politischen Zündstoff sorgt. - Auf der Fürther Seite des Gewerbegebiets wollen sich in absehbarer Zeit Möbel Höffner und Teppich Kibek ansiedeln. Damit verbunden ist ein deutlicher Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Die Schmalau wird einen eigenen S-BahnHaltepunkt (Steinach) bekommen, der ab Dezember 2011 bedient werden soll. Der Hauptbahnhof Nürnberg ist damit in etwas mehr als 15 Minuten bequem zu erreichen. Ferner sollen an der A73 eine neue Anschlussstelle und eine Ortsumgehung für Herboldshof entstehen.

Rechtsfragen ungeklärt

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Politisch brisant ist dabei, dass die Fürther nach wie vor heftig gegen den geplanten Verschwenk der SBahntrasse in die Schmalau protestieren und sich bisher weigerten, die Planungen für eine ordentliche Verkehrserschließung des künftigen Haltepunktes (u.a. über die Würzburger Straße) zu beginnen. Die Stadt Fürth behält sich auch vor, noch Rechtsmittel gegen das Projekt einzulegen. Zugleich ist nicht gesichert,

wann Höffner und Kibek realisiert werden, weil sich die beiden Firmen im Hintergrund noch einen Rechtsstreit leisten, dessen Ausgang ungewiss ist. - Die SPD-Stadtratsfraktion und die örtliche SPD haben die verzwickte Lage zum Anlass genommen um sich vor Ort mit Experten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern ein Bild zu machen. Über 60 Gäste waren der Einladung gefolgt und hörten sich die Standpunkte von Joachim Krauße (Referent für Bauwesen der Stadt Fürth), Frank Jülich (Leiter des Verkehrsplanungsamtes der Stadt Nürnberg) und Vertretern der Deutschen Bahn, allen voran Andreas Stuhr von DB Netze an.


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Pragmatische Lösungen gefragt

Die Deutsche Bahn unterstrich, dass die Kosten-Nutzen-Analyse für den Verschwenk deutlich besser sei als bei der Beibehaltung der bestehenden Trasse. Die Fürther Seite wiederum machte deutlich, dass sie von dem Verschwenk nicht profitiere und ihn deswegen nach wie vor ablehnt. Letztendlich wurde aber deutlich, dass man nun pragmatische Lösungen suchen muss. Die S-Bahn wird - auch rechtlich - kaum aufzuhalten sein und muss deshalb ordentlich erschlossen werden. Die beteiligten

Akteure sicherten deswegen zu, sich für die weiteren Planungen an einen Tisch zu setzen. Im Übrigen gehen die Beteiligten davon aus, dass in wenigen Monaten die Regierung von Mittelfranken das Planfeststellungsverfahren abschließen wird. Über den Fortgang der für Großgründlach, Boxdorf und die Schmalau so wichtigen Angelegenheit werden wir weiter in „Zeich & Woar“ berichten oder gegebenenfalls – wie bisher - zu öffentlichen Veranstaltungen einladen. Thorsten Brehm, Stadtrat

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Gasthof am Rande der Stadt – zwischen Tradition und Fortschritt Interview mit Fritz Höfler Herr Höfler, wie ich weiß, sind Sie in Reutles geboren, was sagt ein Reutleser über Gründlach? Ja, ich bin hier in diesem Haus geboren und habe mein ganzes Leben hier verbracht. Wenn Gott will, werde ich auch hier sterben. - Grundsätzlich sind Großgründlach und Reutles eins. Aber: Reutles war schon immer ein kleines Volk für sich. Man war stolz darauf Reutleser zu sein. Früher, als die Bebauung noch nicht so dicht war, war das ausgeprägter. Reutles war erkennbar. Auch mehrere Bürgermeister kamen aus Reutles und haben beide Ortsteile geführt. Zum Beispiel ein Bürgermeister Weigel und natürlich unser letzter Bürgermeister vor der Eingemeindung, Ulrich Ruppert.

War das Anwesen schon immer eine Gaststätte? Mein Großvater Christoph Wendler hat im Jahre 1900 das Anwesen als Bauernhof und Gastwirtschaft gekauft. Früher war natürlich die Gastwirtschaft immer direkt neben der Kirche. Das Gasthaus neben der Reutleser Kapelle gehörte einem Mirsberger. Der hat dann mit der Familie Ebersberger die Anwesen getauscht, die folglich im Anwesen neben der Kapelle einzogen und so war die Gaststätte mitten im Dorf im Besitz der Familie Mirsberger. Die Familie Mirsberger hatte dann einen Lotteriegewinn und verkaufte meinen Großvater Anwesen und Konzession. Er kam aus Tennenlohe, hatte vier Geschwister. Es wundert mich heute noch, wo der Mann als Bauernsohn das Geld her gehabt hat. Sicher waren die Preise damals anders, aber was hat der schon verdient! Er hat alles bezahlt! - Er hatte auch eine soziale Ader. Seinerzeit war Wasser knapp und zu seinem Land gehörte auch der Galgensee. Damit die Bauern ans Wasser konnten, wurde das Land aufgeteilt. Die Erbengemeinschaft besteht heute noch. Das Land gehört jedem aber doch keinem.

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Gibt es historische Quellen zur Geschichte Ihres Hofes? Meine Enkelin hat das nachverfolgt bis ins 16. Jahrhundert. Bis dahin geht der Stammbaum zurück. Was davor war, weiß ich nicht. Durch unsere Grundstückserweiterung hat sich Baron von Haller dafür interessiert. Was viele nicht wissen, der Baron hatte früher die Notargewalt. Alles wurde bei ihm abgewickelt, alle Grundstücksveränderungen usw. In seinem Besitz sind alte Unterlagen und auch Karten. Darauf entdeckte er einen alten Brunnen und fragte, ob der noch da ist. Der wurde ca.1650

erwähnt, also ist er noch älter. Der Brunnen gibt jetzt kein Wasser, aber er ist noch da.


Seit wann haben Sie die Gaststätte? Seit 1972, da habe ich sie von der Mutter übernommen. Wir haben den Schnitt gemacht, so dass ich das Anwesen übernehme und der Bruder die Landwirtschaft weiterführt. Als mein Bruder dann den Aussiedlerhof baute, wurde Schritt für Schritt das Hotel gebaut. Die fränkische Bauart haben wir dabei erhalten. Wenn Sie heute zurückblichen, hat sich die Gastronomie sehr verändert? Es hat sich komplett verändert. Früher war das eine Kommunikationssache. Die Leute haben sich zwei-, dreimal in der Woche in der Wirtschaft getroffen und ihre Gedanken ausgetauscht. Fernseher gab es nicht, das

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einzige war das Radio. Da hat man über die Probleme in der Landwirtschaft und in der Arbeit gesprochen. - Dann kam die große Veränderung. Wir mussten uns entscheiden, wollen wir Landgasthof bleiben oder wollen wir in eine andere Richtung gehen. Es war klar, wenn jemand gut essen gehen will und auch eine ruhige Übernachtung haben möchte, ist das mit dem „Leben“ in einem Landgasthof (lacht), wo die Leute nebendran Karten spielen und sich unterhalten und auf den Tisch hauen, dass die Gläser hoch hüpfen, nicht vereinbar. Wir haben uns dann für den heutigen Weg entschieden. Großen Einfluss auf unser ganzes Geschäftsleben hatte damals die Firma Puma mit ih-


rem Stammtisch. Das war die große Kehrtwende! Bei den Besuchen von den Managern und Trainern habe ich viel gelernt. Jeder Abend war für mich wie ein Universitätsbesuch: Lebenserfahrung und Wissen pur. Gibt es prominente Gäste, an die Sie sich besonders gern erinnern? Z. B. Lothar Matthäus hat hier seinen 18. Geburtstag gefeiert. Oder seinen Einstand zur Bundesliga, wie er in Gladbach unterschrieben hat. Da ist er nachts gekommen mit Taschen voll Geld. Das war sein erstes Handgeld. Er hat seine Kameraden eingeladen und hat hier gefeiert. Das ist schon was. Oder Udo Lattek oder Hennes Weisweiler. Der ist z.B. in New York Meister geworden und

dann in der Schweiz und hat hier mit Frau und Sohn gefeiert. So entstehen Verbindungen. Das ist für mich die Erfüllung eines Kindheitstraums: Früher bin ich mit dem Fahrrad zum Club gefahren und heute bin ich mit den Clubspielern von damals per du! Ein Traum! Wo kommen Ihre Gäste her? Hat sich das Publikum verändert? Hauptsächlich von Firmen aus der Umgebung, die uns kennen. Nein, das Publikum hat nicht gewechselt. Da schließt sich oft der Kreis. Es erfüllt mich mit Stolz, wenn Leute, die früher einmal kamen und jetzt auf der Autobahn vorbei fahren, hereinkommen und sagen: „Ich musste mal kommen und mit Ihnen sprechen,

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Fritz Höfler mit einem seiner berühmten Gäste. Kameruns Nationalstürmer und Inter Mailand Star Samuel Eto‘o.


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IMPRESSUM:

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„ZEICH & WOAR“ erscheint viermal jährlich. Herausgeber: Redaktion: Inserate: Auflage: Verteilungsgebiet: Druck: Layout und Satz: Copyright:

SPD Großgründlach Susanne Braune Gabi Meck-Ott 2.200 Exemplare Nürnberg Großgründlach, Kleingründlach und Reutles NovaDruck Goppert GmbH Agentur Kästner SPD Großgründlach

www.spd-knoblauchsland.de


weil ich so oft hier übernachtet habe. Jetzt bin ich in Pension.“ Das ist einfach schön. Die Kontakte waren immer auch persönlich. Und das ist unsere Arbeit. Dass die Leute zufrieden sind. Dann kommen sie auch wieder. Wie schlägt sich bei Ihnen die aktuelle Wirtschaftssituation nieder? Es gibt dazu zwei Aussagen: Seitdem das Rauchverbot da ist - was ja sehr positiv ist - hat sich das Verhalten der Gäste dahingehend verändert, dass sie nach dem Essen nicht mehr sitzen bleiben. Es ist generell zwei Stunden eher Schluss als früher. Das bestätigen auch die Kollegen. Ausnahmen sind Feiern. Das ist der eine Punkt. Das andere betrifft die uns nahestehenden Firmen, denen es schlecht geht. Die machen statt Dreitagestagungen nur Eintagestagungen oder Tagestagungen ohne Übernachtung und das fehlt dann. Ich vergleiche das mit der

DIE SPD ERREICHEN SIE SO: Helge Hofmann Jörg Riemer

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Susanne Braune

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Gabi Meck-Ott

30 57 99

Weitere Informationen unter:

www.spd-knoblauchsland.de

Welche Entwicklungen sehen Sie in der Zukunft für Ihren Betrieb? Nur positive. Weil wir den Kontakt zu den Leuten gesucht haben und immer bodenständig geblieben sind. Der Hotelbetrieb ist im Vergleich zur Gastwirtschaft das wichtigere Standbein. Aber der örtliche Kontakt ist uns nach wie vor wichtig und soll nicht verloren gehen. Wenn die sogenannte schwierige Phase vorbei ist, was ich bald erhoffe, dann bin ich sicher, dass es gut läuft. Durch den Ankauf von Nachbargrundstücken, haben wir alle Möglichkeiten für den Nachfolger offen. Haben Sie schon überlegt, wann Sie sich zurückziehen? Ein weicher harmonischer Wechsel ist im Prinzip schon im Gange. Wir arbeiten mit der Tochter zusammen: Für die ist es gut, dass wir da sind und wir haben eine Aufgabe! Das funktioniert gut und es ist kein Problem, dann irgendwann aufzuhören oder noch länger weiter zu arbeiten.

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Herr Höfler, haben Sie einen Weihnachtswunsch? Ich hab nur einen Wunsch für mich und meine Familie: Gesundheit! Was sonst noch kommt, wäre eine gute Zugabe. Wunderbar! Ich danke für das Gespräch. Das Gespräch führte Paul Braune

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Wir treffen uns jeden 1. Dienstag im Monat um 20.00 Uhr im Sportheim. Schauen Sie doch mal vorbei!

Nordsee: Wellengang, rauf und runter. Einmal ist es überfüllt und dann wieder nicht. Das ist die Auswirkung. Die Konstanz ist weg, das hohe Niveau der Auslastung.


SPD – Initiative zeigt Wirkung

Thema Grundwasser bleibt auf der Tagesordnung Durch eine Initiative der SPD-Stadtratsfraktion und unseres Stadtrats Thorsten Brehm ist das Thema „Grundwasser“ wieder auf der Tagesordnung im Rathaus. Der politische Anstoß ist gemacht – nun muss sich die Verwaltung um dieses alle Bürger betreffende Problem kümmern. „Unsere Initiative war dringend nötig. Das zeigt die erste Zwischenbilanz der Experten,“ so Thorsten Brehm. Demnach ist in der Gesamtsituation noch keine Entspannung sichtbar. Belastungsschwerpunkte sind der Bereich Kraftshof und Buch. Nach Einschätzung des Umweltreferats vom Sommer 2009 wird der chemische Zustand des Grundwasserkörpers im Stadtgebiet derzeit als schlecht angesehen.

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Aus Sicht der SPD-Fraktion ist es deshalb dringend erforderlich, eine Studie zur Gesamtsituation des Grundwassers auf den Weg zu bringen. Dabei kommt nach Meinung der SPD eine große Rolle dem Freistaat, also der Wasserwirtschaftsverwaltung als Aufseher über alle Gewässer zu. Zwischenzeitlich hat das Umweltreferat die Eckpunkte für den Grundwasserbericht 2011 erarbeitet. Es ginge zu weit, hier die Vielzahl der zu untersuchenden Punkte aufzuzählen – wir werden über das Gesamtergebnis zu gegebener Zeit berichten. „Grundwasser ist eine wichtige Ressource, aber auch ein schützenswertes Gut“, betont Thorsten Brehm ausdrücklich. Helge Hofmann


Gründlach lag im Trend In Gründlach haben die Wähler/innen bei der Bundestagswahl am 27.09.1009 in der Tendenz ähnlich entschieden wie in der Gesamtstadt, die selbst wiederum durchaus im Bundestrend lag. Gegenüber der Bundestagswahl 2005 waren nicht unerhebliche Verluste für die CSU festzustellen, aber noch wesentlich stärkere für die SPD. Der Abstand der CSU vor der SPD ist in Gründlach größer geworden als er 2005 war, nämlich von 7,2 auf 11,1 Prozentpunkte gestiegen. Die „kleineren“ Parteien gewannen Stimmenanteile und trotz gesunkener Wahlbeteiligung sogar absolut an Stimmen hinzu, nur DIE LINKE schnitt in Gründlach deutlich schwächer ab als stadtweit. Offenbar haben auch in Gründlach viele Wähler/-

Wahlbezirk 7950 Wahlbezirk 7951 Wahlbezirk 7952 Wahlbezirk 7953 Großgründlach

Beteil.

CSU

SPD

FDP

80,4 84,3 83,9 86,5 82,1 86,4 79,8 84,3 81,5 85,4 69,3 75,3

31,5 39,0 36,5 39,3 35,8 42,2 41,2 46,0 36,1 41,5 31,8 37,7

27,4 34,8 24,7 36,4 25,4 33,7 22,1 32,1 25,0 34,3 23,6 34,6

13,9 6,9 13,5 7,7 16,4 8,6 13,7 7,3 14,4 7,6 12,8 8,2

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Grüne Linke Piraten Sonst.

14,1 10,7 14,0 9,9 10,4 6,5 9,9 8,6 12,2 9,0 13,0 10,1

5,0 4,2 5,7 2,8 4,8 3,3 6,1 3,3 5,4 3,4 9,5 5,1

2,4 2,1 3,0 2,1 2,4 3,2

Zweitstimmenanteile bei der Bundestagswahl 2009 Kursiv darunter: Bundestagswahl 2005 - Wahlbeteiligung: einschl. Briefwahl

5,7 4,4 3,4 3,9 4,2 5,6 4,9 2,6 4,6 4,2 6,1 4,2

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Nürnberg

innen nicht für eine große Koalition stimmen wollen und deshalb der jeweils „kleineren“ Partei ihres Lagers, nämlich FDP oder GRÜNEN ihre Stimme gegeben. Die Piratenpartei, die in Nürnberg überraschend auf 3,2 % kam, war in Gründlach nicht ganz so stark, holte jedoch auch 2,4 %. Auch in Gründlach haben Direktkandidatin bzw. –kandidat von CSU und SPD lang nicht so viele Erststimmenanteile verloren wie die jeweiligen Parteien Zweitstimmenanteile. Bei uns sind sie sogar in allen vier Wahlbezirken nach wie vor zusammen auf über 75 % gekommen. In ihren Nürnberger Wahlkreisen konnten die Kandidaten von CSU und SPD zusammen nur noch weniger als 70 % auf sich vereinigen, bei


Würzburger Str. 93 90427 Nürnberg Tel. 0911 / 30 10 26

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Seit 1979 Ihr Makler im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen


den Bundestagswahlen der letzten Jahrzehnte waren es immer mehr als 80 % gewesen. Aber auch in Gründlach hat sich gezeigt, dass bei dieser Wahl wesentlich weniger Wähler/-innen bereit waren, trotz einer Entscheidung für eine der „kleineren“ Parteien bei der

Zweitstimme dann mit der Erststimme die Kandidatin bzw. den Kandidaten der großen Partei zu wählen, obwohl doch nur die eine Chance auf das Direktmandat haben. Wolf Schäfer

Rundflug über Nürnberg Am 25. Juli 2009 starteten die Gewinner des Luftballon – Wettbewerbs vom Kinderfest 2008 zum Rundflug über Nürnberg. Der Ostwind trug den Ballon von Jette Sandmann bis nach Nancy in Frankreich. Der Ballon von Felix Kukla schaffte es auch über die franzö-

sische Grenze und landete bei Haguenau. Justin Gumbrechts Ballon ging westlich von Karlsruhe zu Boden. Auf dem diesjährigen Kinderfest fand der Luftballon–Wettbewerb auch wieder statt. Die Ergebnisse stehen noch aus. Susanne Braune

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Das Bild vor dem Start (von links nach rechts): Pilot Thomas Niepel, Jette Sandmann, Justin Gumbrecht und Robin Weise, der für Felix Kukla mitflog. Felix war am Flugtag leider verhindert und gab das Ticket seinem Nachbarn.


Sparkassen-Finanzgruppe

Altersarmut

NEIN DANKE!

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Zugeschnitten auf Ihr Leben. Die Sparkassen-Altersvorsorge.

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s Sparkasse Nürnberg Eine gute Vorsorge ist leichter, als Sie denken. Mit unserer individuellen Beratung entwickeln wir ein auf Sie zugeschnittenes Vorsorgekonzept und zeigen Ihnen, wie Sie alle staatlichen Fördermöglichkeiten nutzen bzw. attraktive Steuervorteile sichern. Infos in Ihrer Geschäftsstelle oder unter www.sparkasse-nuernberg.de Wenn’s um Geld geht – Sparkasse Nürnberg.


Bollywood im Knoblauchsland

hörte die Vorführung des Aufklärungsfilms „Schleichendes Gift“, in dem in drastischen Bildern vor der Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten gewarnt wurde. Das ausgefallene Sujet verlangte nach getrennten Vorstellungen für Damen und Herren – was die Publikumsnachfrage noch zusätzlich anheizte. 1965 aber fiel auch im „Capitol“ der letzte Vorhang: Der Einzug des Fernsehens in die Wohnzimmer hatte die Zuschauerzahlen immer weiter einbrechen lassen. Spätere Versuche, das schon tot geglaubte Kino durch „Winnetou“ oder die vielen „Schulmädchenreports“ doch noch zu retten, fanden schon außerhalb des Knoblauchslands statt. Jonas Lanig

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Vor 50 Jahren gab es in Nürnberg vermutlich mehr Lichtspielhäuser als Telefonzellen. Denn die Kinobegeisterung der Deutschen war grenzenlos. Wer den eigenen vier Wänden entfliehen, wer sich gut unterhalten oder einfach nur die Zeit totschlagen wollte – der konnte unter den Programmen der über 50 Kinos im Stadtgebiet wählen. Viele dieser Lichtspielhäuser waren in Wohngebieten angesiedelt und mussten sich deshalb als „Puschenkinos“ belächeln lassen: Wer sich hier einen Film anschauen wollte, musste nicht einmal die Hausschuhe ausziehen. Das galt auch für die Bewohner der damals noch selbstständigen Gemeinde Großgründlach. Hier eröffnete ein gewisser Jakob Taubmann am 5. Juli 1949 in der Volkacher Straße eine Vorführstätte mit dem glamourträchtigen Namen „Capitol“. Mit seinen 375 Sitzen konnte das „Capitol“ als ein durchaus repräsentatives Haus gelten. Zur Einweihung wurde „1a in Oberbayern“ gegeben - ein braves Lustspiel, das alle alpenländischen Klischees pflichtschuldigst bediente. Im Programm des „Capitols“ wurde dem Knoblauchsländer Publikum geboten, was dieses verlangte: Heimatfilme und Western, Lustspiele und Schlagerfilmchen, einheimische Massenware und internationale Klassiker. Zu den wenigen Höhepunkten ge-


Liebe Leserin, lieber Leser, zu den bevorstehenden Festtagen wünschen wir Ihnen ein wenig Ruhe vom Alltagsstress und Besinnlichkeit und zum Neuen Jahr alles Gute, Glück und Gesundheit, Erfolg und Zuversicht und vor allem eine friedliche Zeit! Ihre SPD Großgründlach und das Team von Zeich & Woar

Die SPD-Ortsvereine Boxdorf, Großgründlach und Neunhof laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger recht herzlich ein zum

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Jahresempfang 2010 mit Dr. Thomas Beyer Mitglied des Bayerischen Landtags, stellvertretender Vorsitzender der BayernSPD stellvertretender Vorsitzender der SPD Landtagsfraktion Vorsitzender der AWO Bayern Wann: Sonntag, 24.Januar 2010 um 10.30 Wo: Katholisches Gemeindezentrum Am Pfarrbaum 10 Nürnberg-Großgründlach

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Für einen kleinen Imbiss und ein musikalisches Rahmenprogramm ist gesorgt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und auf interessante Gespräche!

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1 Verzwickte Situation Politisch brisant ist dabei, dass die Fürther nach wie vor heftig gegen den geplanten Verschwenk der S- Bahntrasse in...

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