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Süd.kurier Bürgerinformation der SPD Südkamen

Terminankündigung! Das beliebte Spielplatzfest der SPD Südkamen findet am 7. Mai | 16-18 Uhr auf dem Spielplatz in der Lother-Kampmann-Straße statt.

3. Jahrgang

Nr. 11 Frühjahr 2011

Spende der Vereine des Runden Tisches

In dieser Ausgabe

Jugendliche bauen neue Bänke für Senioren im Perthes-Zentrum

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Aus dem Süden

Die Bahnunterführung ist endlich fertig! Offiziell freigegeben wird sie am 7. April von Bürgermeister Hupe mit Grillwurst und Kaltgetränken. 4

Aus dem Süden

Das Gesundheitshaus Kurbad Kamen – eine Wellness-Oase direkt vor der Haustür. Wir haben mal „reingeschaut“. 6

Der Rest der Welt

Die Regierung am Scheideweg: Nach dem GAU von Japan stehen CDU und FDP vor dem Trümmerhaufen ihrer Atompolitik. 8

Großer Bahnhof am Perthes-Zentrum bei der „Bankübergabe“ des Runden Tisches. Mit dabei: Die Schüler der Produktionsschule.

Südkamen. Manchmal profitieren gleich zwei Partner bei einer gelungenen Zusammenarbeit. Dass aber gleich viele Beteiligte eine ideale „Gewinn-Situation“ erleben, das ist doch sehr ungewöhnlich. Aber so geschah es jetzt in unserem Stadtteil Südkamen. Der Runde Tisch hatte im vorigen Jahr einstimmig und einhellig beschlossen, den Bewohnern des Pertheszentrums etwas Gutes zu tun. Schmerzlich vermisst wurde Ersatz für die Sitzgelegenheiten im Außenbereich. Die Vereine und Verbände, voran auch die Sparkasse mit ihrem Leiter Thomas Neumann, beschlossen eine komplette Finanzierung. Bei der Vergabe des Auftrags gab es gleich noch einmal eine gute Idee. An der Unnaer

Straße befand sich bis vor kurzem, vor dem Umzug zur Schäferstraße, die Produktionsschule. Sie erhielt den Auftrag der Fertigung der Sitzgelegenheiten und auch deren Montage. So hatten die Jugendlichen, die für den „Holz“-Beruf dort fit gemacht werden, gleich einen realen und besonders sinnvollen Arbeitsauftrag. Deren Sinnhaftigkeit durften sie gleich erleben. Denn bei der Übergabe am 2. März ließ sich auch noch die Sonne zu einem kräftigen Strahlen bewegen. Alle Beteiligten konnten die Freude der Senioren erleben und ahnen, dass sich hier vieles zum Guten gefunden hatte. Die Senioren nahmen gleich die neuen Sitzgelegenheiten in Beschlag!

Die Rückseite

Ein Foto mit Folgen: Hier lesen Sie die „kleine Geschichte“ der Schulze Berger Mühle – sie war unser historisches Foto der letzen Ausgabe.

Weihnachtsgewinnspiel

Glückliche Gewinner

Preisübergabe an die Gewinnerinnen und Gewinner des Süd.kurier-Weihnachtsgewinnspiels im Haus Maximillian. Allen Einsendern ein herzliches Dankeschön!

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Hansastraße 19 • Dortmunder Allee (bei Lidl)

Südkamen. Auf große Resonanz ist das Weihnachtsgewinnspiel gestoßen, dass in der letzten Ausgabe des Südkuriers zu finden war. Viele Menschen haben fleißig die lustigen Zipfelmützengesichter gezählt, die sich in der Zeitung versteckt hatten. Wieviele es waren? Genau 18 Nikolausgesichter waren es. Und es gab viele richtige Einsendungen unter denen zwei

Glücksfeen die Gewinner ausgelost haben. Die Hauptpreise: Fünf Einkaufsgutscheine im Wert von je 25 Euro für bekannte und beliebte Geschäfte im Kamener Süden. Als glückliche Gewinnerinnen und Gewinner freuten sich: Rita Gerlach, Familie Rose, Eheleute Evers, Familie Wratschko und Frau Habermann. Die SPD sagt: Herzlichen Glückwunsch!


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Service & Termine Frühlingserwachen

SPD-Termine

Wieder viel „los“ im Dorf Petra Hartig Vorsitzende der SPD Südkamen

Editorial Liebe Leserinnen und Leser, unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind zur Zeit bei den Menschen in Japan. Hier ist einer Naturkatastrophe eine atomare Katastrophe gefolgt, deren Ausmaße noch nicht absehbar sind. Ich hoffe das jetzt ein Umdenken in der Atompolitk stattfindet . Die Tatsache, dass zunächst einmal die sieben ältesten Meiler der Republik vom Netz gegangen sind zeigt, dass selbst die schwarz-gelbe Regierung in Berlin kalte Füße bekommt. Und das nicht einmal ein halbes Jahr nach dem Beschluss, die Laufzeiten der Kernkraftwerke deutlich zu verlängern. Desweiteren beschäftigt uns die Nachricht über geplante Bohrungen zur Erkundung von so genanntem „unkonventionellen Erdgas“. Zwar ist zurzeit für Kamen noch keine Genehmigung erteilt, aber wir wünschen uns mehr Transparenz mit dem Umgang der betroffenen Gebiete und Menschen. Im Mai soll im Rat der Stadt Kamen eine gemeinsame Resulotion der Fraktionen verabschiedet werden. Wir werden hier weiter am Ball bleiben und Sie auf dem Laufenden halten. Ihre Petra Hartig

Das Maifest am Pertheszentrum: Einer von mehreren Höhepunkten im Frühjahr.

Südkamen. Der Winter ist zu ende. Der Frühling hält Einzug ins Land. Langsam, aber unaufhaltsam. Und mit ihm erwacht auch das gesellige Leben im Dorf. In den kommenden Wochen wird wieder richtig was los sein. Alle Altersgruppen kommen dabei auf ihre Kosten. Den Auftakt macht am Samstag, 23. April, die Freiwillige Feuerwehr mit dem tradtitionellen Osterfeuer am Feuerwehrhaus an der Dortmunder Allee. Bei Speis und Trank wird ab 19.30 Uhr der Winter ausgetrieben. Weiter geht es am Samstag, 30. April mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Maifest der Südkamener Vereine und Verbände am Pertheszentrum. Von 11 bis 18 Uhr wird rund um das Haus ein buntes Programm angeboten. Am 27. Mai findet dann zum dritten Mal das beliebte Südkamener Open Air bei der Feuerwehr statt. Ab 20 Uhr heizen die Musiker RAT DER STADT KAMEN Petra Hartig Telefon 02307 73519 »petrahartig@gmx.de«

Vor Ort. Nah. Ansprechbar.

BÜRGERBÜRO KAMEN Bahnhofstr. 9, Telefon 02307 72531 www.spd-kamen.de Neue Öffnungszeiten: Di. + Fr. 9.00 - 13.00 Uhr Mi. + Do. 13.00 - 16.00 Uhr

Hans-Dieter Heidenreich Telefon 0173 2926994 »hans-dieter-heidenreich@ t-online.de«

KREISTAG UNNA Christine Hölling Telefon 02307 123456 »c.hoelling@gmx.de« Martin Wiggermann, stellv. Landrat Telefon 02307 42359 »martin.wiggermann@ t-online.de«

Süd.kurier Nr. 11 | Frühjahr 2011

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EUROPÄISCHES PARLAMENT Bernhard Rapkay MdEP Telefon 0231 585616 »bernhard.rapkay@europarl.europa.eu« www.bernhard-rapkay.de

Aktionen Samstag | 02.04. 2011 | 8-11 Uhr „Guten-Morgen“-Infostand Bäckerei Heuel, Hansastraße (8 - 9.30 Uhr) Kiosk Hattebier, Unnaer Str. (9.30 - 11 Uhr) Samstag | 23.04. 2011 | 8-10 Uhr Traditioneller „Ostersamstag“-Infostand Bäckerei Heuel, Hansastraße Kiosk Hattebier, Unnaer Straße Samstag | 07.05. 2011 | 8-11 Uhr „Guten-Morgen“-Infostand Bäckerei Heuel, Hansastraße (8 - 9.30 Uhr) Kiosk Hattebier, Unnaer Str. (9.30 - 11 Uhr) Samstag | 07.05. 2011 | 16-18 Uhr Spielplatzfest Baugebiet Lothar-Kampmann-Straße Samstag | 04.06. 2011 | 8-11 Uhr „Guten-Morgen“-Infostand Bäckerei Heuel, Hansastraße (8 - 9.30 Uhr) Kiosk Hattebier, Unnaer Str. (9.30 - 11 Uhr)

Gremiensitzungen Montag | 23.05. 2011 | 19 Uhr Ortsvereinsvorstand Haus Maximillian, Schöner Fleck 2 Montag | 27.06. 2011 | 19 Uhr Ortsvereinsvorstand Haus Maximillian, Schöner Fleck 2

AsF - Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Treffen: jeden 2. Montag im Monat, jeweils um 19 Uhr im Perthes-Zentrum (Caféteria)

AG 60 plus - Senioren-Arbeitsgemeinschaft Spiele-Nachmittag: jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, um 14.30 Uhr im Haus Maximillian Seniorensprechstunde: jeden 4. Montag im Monat Seniorensprechstunde, um 18.30 Uhr im Haus Maximillian Französisch für Anfänger: jeden Freitag um 13.30 Uhr im Haus Maximillian Französisch für Fortgeschrittene : jeden Freitag um 15 Uhr im Haus Maximillian Senioren-Kaffeetrinken: jeden 3. Sonntag im Monat um 15 Uhr im Haus Maximillian Die Veröffentlichung aller Termine erfolgt ohne Gewähr. Terminänderungen sind aus aktuellem Anlass möglich.

Impressum Herausgeber: SPD-Ortsverein Südkamen; v.i.S.d.P.: Petra Hartig; Layout: Torsten Göpfert; Anzeigen: Hans-Dieter Heidenreich; Fotos: SPD, soweit nicht anders angegeben; Auflage: 2.300 Stück; Druck: Druckerei Nolte, Iserlohn Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den jeweiligen Autoren verantwortet.


Aus dem Süden

Süd.kurier Nr. 11 | Frühjahr 2011

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Endlich auf ganzer Breite zu benutzen: Die „neue“ Bahnunterführung (rechts noch ohne Geländer) ist barrierefrei und erlaubt endlich das Radfahren.

Offizielle Freigabe am 7. April

Die Bahnunterführung ist endlich (fast) fertig Kamen/Südkamen. Am Ende hat es doch ein wenig länger gedauert als geplant. Das Winterwetter im Dezember und Januar war schuld. Bei Schnee und Eis freuen sich zwar die Kinder auf eine Rodelpartie, aber für Bauarbeiter ist „schlecht Wetter“. Das galt leider auch für die Baustelle an der Unterführung. Statt früher zwei Meter sind die Rampen der Unterführung jetzt 4,30 Meter breit. Damit die Rampen flacher werden konnten, benötigen sie deutlich mehr Platz

als bisher. An der Borsigstraße mussten für die Rampe drei Parkplätze und der Standort für Glas- und Papiercontainer weichen. Die rund 900.000 Euro teure Maßnahme wurde aus Infrastrukturmitteln des Konjunkturpaketes II finanziert, das Anfang 2009 durch die damalige große Koalition in Berlin auf den Weg gebracht wurde. Voraussetzung dafür war der behindertengerechte Umbau der Anlage. Dies wurde durch die Absenkung der Rampensteigung auf 6 Prozent

und den Einbau verschiedener fast steigungsfreier „Ruhezonen“ erreicht. Bürgermeister Hermann Hupe wird die neue Unterführung am 7. April um 16 Uhr offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Dazu gibt es Grillwurst und Kaltgetränke. Alle Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen. In den kommenden Wochen werden dann noch ausstehende Restarbeiten wie zum Beispiel die Bepflanzung der Böschungen erledigt.

Erinnern Sie sich noch?

Was lange währt, wird endlich gut!

Das gilt auch für die lang ersehnte Querungshilfe an der Dortmunder Allee in Höhe der Einmündungen Hansa- und Borsigstraße. Schon lange wünschten sich Eltern und der SPD-Ortsverein im Zuge dieses wichtigen Schulweges zum Gymnasium und zur Gesamtschule mehr Verkehrssicherheit. Eigentlich wollte sie der zuständige Landesbetrieb „Straßen.NRW“ bereits im letzten Sommer bauen, musste die Maßnahme aber wegen Geldmangel bis 2011 zurückstellen.

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Es war die Bürgerbefragung, welche die SPD Südkamen im Frühjahr 2008 durchführte, die den „Stein ins Rollen brachte“. Wir berichteten damals – übrigens in der ersten Ausgabe des Süd.kuriers – über die Sorgen, die den Menschen der Zustand der Bahnunterführung machte. Die „Unterführung soll sauber, hell und barrierefrei werden“, wünschten sich viele südlich der Bahnlinie. Und warscheinlich auch einige auf der Nordseite. Lange Zeit sah es so aus, als würde sich der prekäre Zustand der Anlage wegen akutem Geldmangel nicht verbessern lassen. Bis es das Konjunkturpaket des Bundes gab – ebenfalls ein im Kern sozialdemokratisches Projekt. Fazit: Bürgerbefragung gut, SPD gut, Unterführung gut!


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Aus dem Süden

Süd.kurier Nr. 11 | Frühjahr 2011

Gemeinsam statt Einsam

Seit mehr als fünf Jahren engagiert „auf Achse“ Südkamen. Seit nun mehr als fünf Jahren sind sie im wahrsten Sinne des Wortes „auf Achse“. Gemeint sind die Fahrerinnen und Fahrer, die jeden Dienstag freiwillig und unentgeltlich Seniorinnen und Senioren zu einem regelmäßigen Treffen abholen und danach wieder nach Hause bringen, also von Tür zu Tür begleiten. Es sind die Teilnehmer des vom „Runden Tisch“ initiierten Treffens in den Räumen der Tagespflege des Pertheszentrums unter dem sinnhaften Namen „Gemeinsam statt einsam“. Annähernd vierhundertfünfzig

Fahrten und mehr als zweihundert Telefonate stehen inzwischen zu

Buche, weiß „Einsatzleiter“ Günter Lewwe, der gewissermaßen die

telefonische Anruf- und Einsatzzentrale darstellt und in der ihm eigenen humorvollen Weise gleich auch noch charmanter Gesprächspartner ist. Dank sagen den unermüdlichen und fleißigen Menschen nicht nur die Seniorinnen und Senioren. Die Vorsitzende des Runden Tisches, Ratsvertreterin Petra Hartig und Ratsvertreter Hans-Dieter Heidenreich schließen sich gerne an. Auf unserem Foto sind viele Aktive zu sehen: Jürgen Hartig, Günter Rühl, Hans Eickhoff, Ernst Stricker, Vera Hutter, Günter Lewwe und Jürgen Senne (v.l.).

Gesundheitshaus Kurbad Kamen

Wellness-Oase und Reha-Zentrum „vor Ort“

Von Hans-Dieter Heidenreich. In lockerer Folge und unregelmäßigen Abständen berichten wir über interessante Personen und Unternehmen in Südkamen. Diesmal haben wir uns im Gesundheitshaus Kurbad Kamen umgeschaut und einen Ort des Wohlfühlens ausgemacht, der gerade bei noch kühlen Außentemperaturen gut tut und zum Entspannen, sich wohlfühlen und zum Genießen einlädt. Ein ganzer Tag im Gesundeitshaus ist so wirksam wie ein Kurzurlaub! Die Anschrift: Schäferstraße 38. Der Name: Gesundheitshaus – Kurbad Kamen. Das Familienunternehmen wird geleitet von

Markus Milewski, einem staatlich anerkannten Physiotherapeuten, Fachübungsleiter Rehasport und KddR-Rückenschullehrer; und seiner Mutter Elke Rost-Milewski. Sie ist staatlich anerkannte Masseurin, medizinische Bademeisterin und Fachübungsleiterin Rehasport. Zusammen verfügen die beiden über mehrere Jahrzehnte Erfahrung im Bereich der Gesundheitsvorsorge und Therapie. Das Unternehmen bietet auf einer Fläche von 1500 m² neben einer KrankengymnastikundPhysiotherapiepraxis, Wellness- Anwendungen und einem modernen Fitness-Bereich, Kamens größte Saunalandschaft

mit gleich drei verschiedenen Saunen. Es gibt eine klassische finnische Sauna, in der zur vollen Stunde der Jahreszeit entsprechend wechselnde Aufgüsse stattfinden, weiterhin eine BioBlockhaus- Sauna und eine Dampfsauna. Zwischen den Saunagängen haben die Gäste die Möglichkeit in den zwei Ruheräumen oder im Saunagarten zu entspannen. In der Gastronomie wird mit kleinen Snacks, leckeren gesunden Gerichten und einem breit gefächerten Getränkeangebot fürs leibliche Wohl gesorgt. Eine weitere Alternative für die Saunagäste bietet das zur freien Verfügung stehende Schwimmbad, das angenehm warme 30 Grad Wassertemperatur hat und auch zur Durchführung von Wassergymnastik-Kursen genutzt wird. Überhaupt ist das umfangreiche Gesundheits- und Präventionskursprogramm, das auch in Kooperation mit bekannten Krankenkassen angeboten wird, ein ganz wichtiger Teil der Gesamtkonzeption. So werden verschiede Kurse, wie zum Beispiel Wirbelsäulengymnastik, Rückenschule, Gerätetraining, Pilates, Yoga, AquaFitness, Herzkreislauf-Training und seit neuestem auch Babyschwim-

men angeboten. Großen Zulauf erfährt, der dem Gesundheitshaus angegliederte Rehasportverein, der es seinen Mitgliedern, als einziger Kamener Anbieter ermöglicht, Rehasport in Form von Wassergymnastik auszuüben. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass nicht nur Südkamener Bürger das Angebot vor Ort nutzen, sondern auch Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung. Kurzum: Das Gesundheitshaus Kurbad Kamen ist in Südkamen gut zuhause und nicht mehr weg zu denken. Schauen Sie doch auch mal vorbei. » www.gesundheitshaus-kamen.de

Bilder (2): M. Milewski


Süd.kurier Nr. 11 | Frühjahr 2011

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Aus dem Süden „Home Staging“

Claudia Krüger macht Häuser fit für den Verkauf

Volles Haus am Feuerwehrhaus an der Dortmunder Allee. Jung und Alt packten gemeinsam an – für ein sauberes Südkamen.

Sauberes Südkamen

Viele fleißige Hände sammelten Unrat auf Südkamen. Emsiges Treiben herrschte am 19. März im Ort. In Gräben und entlang der Bachläufe, am Rande der Bahnlinie und der Straßen, an Hecken und Wällen wurde das „Strandgut“ der Wohlstandsgesellschaft, der nachlässig in die Landschaft entlassene Müll, von zahlreichen Helfern aufgenommen, in Müllsäcken gesammelt und einer ordentlichen Entsorgung zugeführt. Wie schon in den vorangegangenen Jahren fanden sich bei schönstem Wetter zahlreiche Helfer zunächst am Feuerwehrhaus ein, um Südkamen wieder sauber und ansehenswert zu machen. Kinder und Jugendliche, Erwachsene unterschiedlichsten Alters, Eltern und Großeltern, Mitglieder von Vereinen und Verbänden nahmen ganz im Sinne eines guten bürgerschaftlichen Engagements teil. Interessant und erfreulich übrigens, das gegenüber dem Vorjahr große „Fundstücke“ ausblieben und die Gesamtmenge geringer ausfiel. Eine Ausnahme bildeten lediglich mehrere Matratzen, die von den Saubermännern am Ufer des Barenbaches gefunden wurden.

Auch Ortsvorsteher Jürgen Senne und Mitglieder des Knappenvereins packten mit an.

Kurioses weiß Pastor KarlUlrich Poth von der Müll-Aktion zu berichten. Da haben doch Hundehalter tatsächlich vorbildlich die Exkremente ihrer Hundes mit einer Plastiktüte aufgenommen, aber anschließend den gesamten Plastikbeutel einfach in den Straßengraben geworfen. Poth: „Ja, was ist das denn für eine Idee?“ Beim gemeinsamen Ausklang des Vormittages belebte dann eine kräftige Stärkung bei allen „Aktiven“ die Lebensgeister, begleitet von einem herzlichen Dank des Bürgermeisters Hermann Hupe.

Wartet da etwa ein Abfallbeutel auf den Bus? – Dieses Bild bietet sich in den letzten Tagen immer wieder an der Haltestelle vor Lidel an der Dortmunder Allee. Da baut wohl jemand darauf, dass nette Zeitgenossen für ihn die „Arbeit“ erledigen und er so auch noch Kosten spart. Nur….man kann ja auch mal gesehen werden.

Südkamen. Seit 2010 ist die Kamenerin Claudia Krüger eine der wenigen Anbieterinnen von Home Staging in NRW. Durch ihren Einsatz gelingt es, Immobilien so zu präsentieren, dass Käufern die Kaufentscheidung leichter fällt. Die Idee ist so einfach wie überzeugend: Ein ansprechendes Objekt findet eher einen Käufer. Home Staging ist eine Verkaufstechnik, die den ersten Eindruck einer Immobilie optimiert und deren Potential für Interessenten sichtbar macht. „Nur wenige Interessenten können sich vorstellen, welche Möglichkeiten ein Claudia Krüger putzt ihr möblier ter Verkaufsobjekt heraus. Raum bietet. Oder sie lassen sich von der Einrichtung der Vorbesitzer ablenken“, sagt die beim Deutschen Dachverband dghr zertifizierte Innenarchitektin. So wie man beim Autoverkauf zu Stabsauger und Politur greift, wird beim Home Staging die Immobilie noch einmal aufpoliert. Die Spuren vom Vorbesitzer werden entfernt, es wird aufgeräumt und geputzt, die Räume werden mit neutralen Farben gestaltet und alles wird fachmännisch ins rechte Licht gerückt. Neutrale Möbel und farbig abgestimmte Accessoires runden das Bild ab, aber lassen Interessenten genug Spielraum für eigene Vorstellungen. In Deutschland kennt man diese Dienstleistung erst seit 2007. Wie vieles andere auch kommt die Idee aus Amerika und ist dort, wie in den skandinavischen Ländern, in der Immobilienbranche fest etabliert. „Durch home staging kann ein Verkaufserlös zum Bestpreis erzielt werden“, sagt Claudia Krüger und „Home Staging führt zu einem positiven Abheben aus der Menge des Immobilienangebotes, und der Einsatz zahlt sich in barer Münze aus.“ » Kontakt-Tel. 02307 279122


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Der Rest der Welt

Süd.kurier Nr. 11 | Frühjahr 2011

Sicher ist, dass es nicht sicher ist!

Tschernobyl mahnt, Japan bestätigt – Atomenergie muss abgeschafft werden!

Von Oliver Kaczmarek, MdB. 25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl führen uns die tragischen Ereignisse der letzten Tage in Japan deutlich vor Augen, dass das Ende des Atomzeitalters endgültig erreicht ist. Die über 400 Mahnwachen, bei denen am 14. März in ganz Deutschland Solidarität mit den Menschen in Japan demonstriert wurde, zeigen den unbedingten Willen großer Bevölkerungsteile, dem allgemeinen Umdenken in der Energiepolitik endlich Taten folgen zu lassen. Es ist vermessen zu glauben, diese Technologie wäre in Deutschland beherrschbarer als anderswo. Die SPD fordert eine sofortige Rückkehr zum rot-grünen Atomausstieg! Bereits im Jahr des Unglücks von Tschernobyl, auf ihrem Nürnberger Parteitag 1986, bezog sie für eine „sichere Energieversorgung ohne Atomkraft“ und eine „Änderung des Atomgesetzes mit dem Ziel der Stilllegung aller Atomkraftwerke“ Stellung. Die Forderung ist heute so aktuell wie damals. Viele deutsche Reaktoren sind nicht auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik. Selbst Deutschlands jüngstes AKW

Neckarwestheim 2 ist schon über 20 Jahre in Betrieb. Wir brauchen sichere und saubere Zukunftstechnologien für künftige Generationen und keine jahrzehntealte Risikotechnologie. Niemand konnte ahnen, dass der Jahrestag von Tschernobyl auf so tragische Art von aktuellen Ereignissen eingeholt würde. Umso wichtiger ist es, sich der atomaren Gefahren bewusst zu sein und neben den Opfern der Naturkatastrophe in Japan den vielen Menschen zu gedenken, die immer noch unter den Folgen des SuperGAUs vom 26. April 1986 in der Ukraine und Belarus leiden. Am 13. April wird es deshalb eine Konferenz der SPD-Bundestagsfraktion mit Vertreterinnen und Vertretern von bürgerschaftlichen Initiativen geben, die seit Jahren versuchen, die Leiden der Opfer durch ihre Arbeit zu mildern. „25 Jahre nach Tschernobyl – Menschen – Orte – Solidarität“. So lautet der Titel einer Ausstellung eines lokalen Bündnisses aus Gewerkschaften, Kirchen und Arbeiterwohlfahrt, dem ich ebenfalls angehöre, die vom 30. April bis 6. Mai 2011 im SportCentrum Kamen-Kaiserau zu sehen sein wird. Begleitet wird die Ausstellung, die vor allem Jugendlichen das damalige Geschehen näherbringen will, von einem Rahmenprogramm, das Zeitzeugengespräche, Diskussionen und kulturelle Veranstaltungen beinhaltet. » www.oliver-kaczmarek.de

Eine trügerische Idylle mit Atomkraftwerk gaukelt sauberen Strom vor – die aktuellen Bilder aus Japan sehen irgendwie anders aus ... Foto: korneloni | pixelio.de

SPD-Bundestagsfraktion

Atomausstiegsgesetz ins Parlament eingebracht Berlin. Die SPD-Fraktion treibt die Bundesregierung an – für den Atomausstieg und für eine Energiewende. Am 24. März brachte die Fraktion einen Gesetzentwurf in den Bundestag ein zur sofortigen Abschaltung der ältesten Atomkraftwerke. Flankiert wird dies durch ein Konzept für den zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien. Die SPD-Fraktion will den acht ältesten Atomkraftwerken in Deutschland ab Mitte Juni die Betriebserlaubnis entziehen. Damit würden die Anlagen, die derzeit im Zuge des Moratoriums der Bun-

desregierung vom Netz genommen werden, endgültig stillgelegt. Die AKW der ältesten Baureihe stellten ein unzumutbares Risiko für die Bevölkerung dar, ist in der Begründung zum Gesetzentwurf zu lesen. Außerdem fordert die SPD-Fraktion, die von der Bundesregierung vor einem halben Jahr gegen massiven öffentlichen Protest durchgesetzte Laufzeitverlängerung auch für alle anderen AKW wieder rückgängig zu machen. Der von Union und FDP gestoppte Atomausstieg müsse schleunigst weitergeführt werden.

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Brüsseler Notizen

„Eine Demokratie braucht Kontrolle durch freie Medien!“ Von Bernhard Rapkay, MdEP. Massiver und europaweiter Widerstand gegen das neue ungarische Mediengesetz scheint die Regierung in Budapest zum Einlenken bewegt zu haben. Fraglich bleibt, inwieweit Einsicht der erste Schritt in Richtung Besserung dabei gewesen ist. Viel mehr ist es so, dass sowohl die EU-Kommission, als auch die amtierende ungarische Ratspräsidentschaft dieses Thema vom Tisch haben wollen. Das Gesetz steht in der Kritik, da ein nationaler Medien- und Kommunikationsrat nur mit regierungsnahen Mitgliedern besetzt wird. Zudem kontrolliert dieser Rat nicht nur die Vergabe von Lizenzen

Der in Dortmund-Husen wohnende Bernhard Rapkay ist Sprecher der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament.

und Finanzierungsmitteln, sondern auch den Inhalt aller Print- und elektronischen Medien. Befindet er diese Inhalte den "moralischen Standards" nicht entsprechend oder Ereignisse des öffentlichen Interesses als nicht genügend abgedeckt, kann er Sanktionen und Bußgelder für die betroffenen Medien verhängen. Weiter können Journalisten dazu gezwungen werden, ihre Quellen offen zu legen. Der bisherige Höhepunkt dieser Debatte war der Protest des Europarlaments. Als der ungarische Premierminister Viktor Orbán am 19. Januar in Straßburg das Arbeitsprogramm der Präsidentschaft vorstellen wollte, musste er sich der Kritik der EU-Parlamentarier stellen. Martin Schulz, Vorsitzender der Sozialdemokraten im Parlament, empfiehlt Ungarn ein komplett neues Gesetz im Einklang mit EU-Recht auf den Weg zubringen, denn "was man nicht reparieren kann, tauscht man am Besten aus."

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Der Rest der Welt

Süd.kurier Nr. 11 | Frühjahr 2011

Reform der Grundsicherung – Antragsverfahren im Kreis Unna

SPD hat wichtige Verbesserungen für die Menschen durchgesetzt Berlin / Kreis Unna. Ende Februar hat der Bundestag mit Zustimmung der SPD-Fraktion das Kompromisspaket zur Neuregelung der Grundsicherung verabschiedet. SPD-Verhandlungsführerin Manuela Schwesig sprach von einem guten Kompromiss. In den Vermittlungsverhandlungen war es der SPD zuvor gelungen, wichtige Verbesserungen für Arbeitslose, Kinder und Kommunen durchzusetzen. Offen bleiben aber Fragen zur Verfassungskonformität der Regelsatzberechnung. Bildungspaket durchgesetzt Fortschritt beim Mindestlohn

Nach einer monatelangen Blockade durch Schwarz-Gelb hatten SPD, Union und FDP einen Kompromiss in den Verhandlungen über die Reform der Grundsicherung erzielt. „Wir haben aus dem Bildungspäckchen ein Bildungspaket gemacht. Wir haben Fortschritte beim Mindestlohn erzielt. Und beim Regelsatz konnten wir Korrekturen erreichen“, sagte die mecklenburgische Sozialministerin und stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Manuela Schwesig. Mit dem Bildungspaket werden zusätzliche Leistungen für die Teilhabe bedürftiger Kinder an Kita- und Schulausflügen, an Lernförderung sowie bei Sport, Musik und Kultur geschaffen. 1,2 Millionen Menschen Beschäftigte in der Zeitarbeit, im Sicherheitsgewerbe und in der Weiterbildungsbranche

wesentlich verbessern“, resümierte Manuela Schwesig. SPD kämpft weiter gegen Armut

Das Bildungs- und Teilhabepaket: Damit Kinder aus einkommensschwachen Familien auch was zu lachen haben!

werden künftig durch Mindestlöhne unterstützt. „Die Hilfe für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die tagtäglich schufften und davon nicht leben können, war uns wichtig. Der Mindestlohn gehört zum Existenzminimum und zur Menschenwürde. Deswegen ist es gut, dass wir uns beim Mindestlohn durchgesetzt haben,“ betonte Manuela Schwesig. Keine Einigung gab es beim Thema gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Die SPD war nicht bereit, schlechte Kompromisse auf Kosten der Leiharbeiter einzugehen. Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten kämpfen deshalb zusammen mit den Gewerkschaften weiter für gleichen Lohn für gleiche Arbeit. „Das Leben für viele Menschen, vor allem für über 2 Millionen Kinder, wird sich

Gleichwohl: „Sozialpolitische Geschichte wird der Kompromiss nicht schreiben,“ räumte Schwesig ein. „Was vorliegt reicht noch nicht, um Armut in Deutschland zu bekämpfen und die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt zu beseitigen. Dazu muss es mehr geben: flächendeckende Mindestlöhne, Ganztagskitas und -schulen – und viel mehr Bildungsinvestitionen.“ Umsetzung im Kreis Unna

Im Kreis Unna sind mehr als 20.000 Kinder und Jugendliche vom Bildungspaket positiv betroffen. Sie haben jetzt einen Rechtsanspruch auf Bildung und auf das "Mitmachen". Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld können ihre Anträge in allen Dienststellen des Jobcenters Kreis Unna abgeben (www.jobcenter-kreis-unna.de). Für die Leistungen an Kinder und Jugendliche im Wohngeldbezug oder im Bezug eines Kinderzuschlages ist die Zuständigkeit zurzeit noch nicht geklärt. Hierzu muss erst das Land NRW eine Zuständigkeitsregelung treffen. Bis auf Weiteres können Anträge jedoch bei den örtlichen Wohngeldstellen, Bürgerbzw. Sozialämtern in den jeweiligen Rathäusern gestellt werden. Es ist gewährleistet, dass diese dann an die endgültig zuständigen Stellen weitergeleitet werden.

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Die Rückseite

Süd.kurier Nr. 11 | Frühjahr 2011

Die Schulze Berger Mühle

Eine kleine Mühlengeschichte

Südkamen. In der vergangenen Ausgabe präsentierten wir Ihnen das nebenstehende Foto der alten Südkamener Mühle und fragten, wer Näheres über das Bauwerk und seine Geschichte verraten könnte. Das Ergebnis der vielen Kontakte wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Deswegen gibt es hier nun eine kleine Mühlengeschichte für Südkamener - alt Eingesessene und neu Zugezogene. Ein Tisch ist das einzige Überbleibsel der Berger Mühle. Er steht heute auf dem Hof der Schulze Berges am Buschweg. Seine Tischplatte: Ein alter Mühlstein der ehmaligen Mühle an der Körne, die bis ins frühe 20. Jahrhundert ungefähr dort zu finden war, wo heute der Lippeverband ein Pumpwerk in Höhe der Westicker Straße unterhält. „Die Mühle wurde Mitte der 1920er Jahre abgebrochen, als die Körne bereits in ihrem regulierten Bett verlief “, weiß Ortsheimat-

Das nun schon wohl bekannte Foto zeigt uns die Berger Mühle mit der letzten Müllersfamilie Schmitz.

pflegerin Ursula Schulze-Berge zu berichten, was in der Familie mündlich überliefert ist. Mit der Regulierung wurde der Mühle sprichwörtlich das Wasser abgegra-

Ein roter Kreis markiert den alten Mühlenstandort am Weg von Kamen nach Westick.

Der Theaterverein „Volksbühne 20“ Oberaden e.V. präsentiert

ben. Schon der Bergbau mit seinen Senkungen hatte der Mühle arg zugesetzt. So kam es regelmäßig zu Stauungen und Überschwemmungen; Sümpfe entstanden, das Wasser war verunreinigt. Die letzte Müllersfamilie hieß Schmitz. Sie hatten die Mühle, in der sämtliche Bauern aus Südkamen und Umgebung ihr Korn mahlen ließen, gepachtet. Auch die Bergleute und alle Einwohner mit einem Schwein im häuslichen Stall, fanden sich regelmäßig an der Berger Mühle ein. Ein altes Notizbuch, dass sich heute noch im Besitz von Ursula Schulze-Berge befindet, gibt Auskunft über die Getreidesorten, die seit 1853 in der Mühle gemahlen

wurden - gespickt mit Bemerkungen zum Jahreslauf. So war 1853 wohl ein sehr schwieriges Jahr für die Bauern und den Müller - es war viel zu trocken und die Ernte dürftig. Als Müller Schmitz die Mühle verließ,, war sie sprichwörtlich „offen für alle“. So übernachtete in der verlassenen Mühle ein italienischer Emigrant so lange, bis er eine Anstellung fand. Nach dem Abbruch sollte das Schicksal der Berger Mühle offenbar längst noch nicht besiegelt sein. Es gab Pläne und Zeichnungen für einen Neuanfang, allerdings diesmal als Windmühle. Dazu gekommen ist es dann allerdings nicht mehr. Schade eigentlich.

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Samstag, 16. April 2011, 19.30 h (Einlass 18.00 h) Sonntag, 17. April 2011, 17.00 h (Einlass 15.00 h) Einritt: 8 Euro

Fachkosmetikerin und Visagistin Tatiana Grégoire berät Sie individuell in allen Fragen rund um die Kosmetik, wie z.B. Gesichtsbehandlung, Wellnessbehandlung oder medizinische Fußpflege ... K

Vorstellungen im Saal von Haus Düfelshöft Dortmunder Allee 75

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Ein Schwank in drei Akten von Erich Koch Regie: Rainer Achsnich

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Familie Metzger spielt verrückt


Süd.kurier Nr. 11 | 1/2011