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Meine Stadt - Unsere Zukunft. SPD bewegt i n Reutlingen. n.

Sozialdemokratische Informationen für ür Reutling gen en

Reutlingen bewegt sich.

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Hinschauen!

Interview mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Helmut Treutlein Herr Treutlein: Stillstand oder Bewegung, wie geht es Reutlingen? »Die SPD möchte Reutlingen zukunftsfähig machen. Wir tragen kräftig dazu bei, dass sich die Stadt bei allen Themen den Anforderungen der Zeit stellt. Reutlingen ist in Bewegung!«

in den Schulen zum Topthema gemacht. IZBB ist die Abkürzung für die vielen neuen Gebäude an den Reutlinger Schulen, die Mittagessen und ergänzende Angebote anbieten. Es war die Bundesregierung, unter Führung der SPD, die dieses Programm durchgesetzt hat. Da ist noch vieles zu tun. So wollen wir ein bezahlbares Mittagessen. Wir bleiben dran.«

Erinnern Sie sich an das Jahr 2004? Deutschland durchleidet eine tiefe Wirtschaftskrise, Rudi Völler und seine Mannen scheiden schon in der Vorrunde bei der Europameisterschaft aus und – in Reutlingen wird ein neuer Gemeinderat gewählt. 2008 – das Wirtschaftswachstum bleibt stabil, die E u r o p a m e i s t e rschaft kommt, die Stadthallendiskussion ist in der Zielgeraden und die Wahlen 2009 stehen vor der Tür.

Aber in der Kleinkinderbetreuung und in der Ferienbetreuung hapert es doch! »Nein: Es ist heute selbstverständlich, dass Mütter und Väter die Herausforderung von Familie und Beruf gut meistern können. Konservative Familienpolitik ist passé. Das ist mit unser Verdienst. Weitere Ve r b e s s e r u n g e n für die Kleinkinder »Die SPD hat die Ganztagesbetreuung in den Schulen zum Topthema gemacht. « müssen folgen. Die FerienbeHelmut Treutlein, SPD-Fraktionsvorsitzender treuung wird von Welches ist die wichtigste Herausforde- Fördervereinen an vielen Schulen bereits rung? angeboten. Aber das reicht nicht. Auch das »Das Hauptthema sind Familien. Berufs- Land muss seinen Teil bezahlen. Es geht tätige Eltern brauchen für ihre Kinder gute um die Chancengleichheit für alle Kinder, und zuverlässige Betreuungseinrichtungen. für alle Familien - auch für die mit wenig in Das muss bezahlbar sein. Familie und Beruf der Haushaltskasse.« muss sich heute vereinbaren lassen und wir Wie will die Stadt zusätzliche Ausgaben besind ganz wesentlich dafür verantwortlich, zahlen? dass alles getan wird, gute und bezahlbare »Es geht um Gerechtigkeit. Die SPD kriEinrichtungen zu bauen.« tisiert seit Jahren die Steuersituation. Jetzt haben wir eine Mehrheit im Gemeinderat Sind wir da nicht hinterher? gewonnen, die die Gewerbe- und Grund»Die SPD hat die Ganztagesbetreuung steuer ab 2009 etwas anhebt. Wir sind imECE - Einkaufswelt oder Innenstadtkiller? mer noch sehr günstig. Aber dadurch werGastbeiträge: Forum Reutlingen, ECE, AWO, den Lasten gerechter verteilt.«

Verschönerungsverein, Verdi und Jugendgemeinderat ab Seite 3

Verkehr klug lenken Umwelt und Verkehr

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(Fortsetzung Seite 12)

Ganztags-Anfang gemacht Integration und Bildung Seite 8

Zum Hacken ablaufen Kulturstadt Reutlingen

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Es ist Zeit, mit Ihnen zu diskutieren, was in den mehr als drei Jahren seit der Wahl bewegt wurde – wir zeigen, was die Sozialdemokratie für unsere Stadt getan hat und Sie sind eingeladen, uns in die Mangel zu nehmen. Per Mail, per Brief oder auch am Samstag auf dem Markt. Wir sind sicher, dass unsere Bilanz stimmt. Während andere mehr Meinungen als Personen haben, diskutieren wir und finden dann einen Konsens. Und dafür stehen wir ein. Und das mit Erfolg: Kinderbetreuung, Ganztagesschule, Kultur und Jugend - wir haben Akzente gesetzt und arbeiten daran, Reutlingen noch lebenswerter und liebenswerter zu machen. Mit dieser Zeitung legen wir als SPD in der Stadt, in Teilgemeinden, in Vorstand und Fraktion Ihnen Rechenschaft ab und bieten Ihnen einen bunten Themenstrauß. Auch zum „Mega-Thema“ Einkaufscenter. Also: Hinschauen, es lohnt sich!

Für die Redaktion: Silke Bayer (Fraktionsgeschäftsführerin), Helmut Treutlein (Fraktionsvorsitzender), Sebastian Weigle (SPD-Vorsitzender)

Stadthalle für Reutlingen

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Meine Stadt. Unsere Zukunft. SPD bewegt die Umweltpolitik

Die Umwelt - roter Faden in der Arbeit der SPD Massengüter gehören auf die Bahn Die SPD möchte, dass Müll und Klärschlamm auf die Schiene kommen. Nach dem Vorbild von Freiburg und Mannheim soll unser Restmüll per Bahn zur Verbrennungsanlage in Stuttgart-Münster gefahren werden. Noch gibt es dort keinen Bahnanschluss, aber mit einem Antrag hat die SPD den Stein ins Rollen gebracht. Nebenbei wäre weniger Lkw-Verkehr auch für Stuttgart ein großer Gewinn.

Lärm und Feinstaub machen krank – Weniger Straßenverkehr! Schon im Juli 2005 war Feinstaub das Thema eines SPD-Antrags: Zu viel Verkehr belastet die Innenstadt. Der Schwerlastverkehr muss aus der Karlstraße und Eberhardstraße raus und die Stadtplanung die Verkehrswege optimieren. Dazu brauchen wir den Scheibengipfeltunnel und die Knotenpunkte z.B. an der Rommelsbacher Straße müssen an die veränderten Verkehrswege angepasst werden. Für die Berufspendler brauchen wir die Stadtbahn. Auf einer Veranstaltung gemeinsam mit der Tübinger SPD haben wir das Thema bearbeitet. Auch Oberbürgermeisterin Barbara Bosch hat sich klar zur Stadtbahn bekannt. Wir wollen, dass die Strecke Gomaringen - Reutlingen vorrangig realisiert wird. Das hört sich wie ferne Zukunftsmusik an. Doch die Chancen für die Stadtbahn standen noch nie so gut wie jetzt. Silke Bayer, Andreas Linsmeier

Listhof – Investition in die Zukunft Der Listhof ist Reutlingens Markenzeichen für Pflanzen und Tiere in unserer heimischen Natur und für viele Erlebnisse und Entdeckungen im Naturschutzgebiet. Vor allem Kinder, Jugend, Schulklassen und Familien nutzen das Angebot zahlreich. Die SPD hat das Umweltbildungszentrum von Anfang an, trotz massiven Widerstands der Konservativen, tatkräftig unterstützt und im Gemeinderat durchgesetzt. Im laufenden Haushalt erreichte die SPD sogar eine Aufstockung des Personals um dem großen Zuspruch zu entsprechen. Das Zentrum ist der Zugang zum neuen „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ in dem die heimischen Arten gezeigt werden und das Bewusstsein für den Erhalt der Umwelt schon bei den Kindern gefördert wird. Edeltraut Stiedl

Umweltbericht jetzt! Mit unserem jüngsten Antrag zum Thema Umwelt haben wir von der Stadtverwaltung die Erarbeitung eines Umweltberichts eingefordert. Daten, Maßnahmen und Ziele werden jetzt im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung in einem regelmäßigen Rhythmus darstellt. Gemeinsam mit den Bürgern werden wir dann ein nachhaltiges Umweltleitbild der Stadt Reutlingen diskutieren und beschließen. Helmut Treutlein

Einfach und billig ist nicht wirtschaftlich und nachhaltig Die Erddeponie unserer Stadt, der „Saure Spitz“, ist mit ihrer Aufnahmekapazität bald am Ende. Es gilt, für die kommenden Jahre die nötige Vorsorge zu treffen. Die SPD-Fraktion sorgt dafür, dass dazu ein Weg gegangen wird, der verantwortlich mit unserer kostbaren Landschaft umgeht. Es kann nicht sein, dass, wie in der Vergangenheit geschehen, neue Schneisen in unseren Stadtwald schlagen werden, ohne Rücksicht auf Verluste! Wir müssen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Es ist noch keine 20 Jahre her, da hat man für eine Erweiterung der Mülldeponie Hektare gerodet, weil die „Fachleute“ damals erklärten, dies sei der einzige Weg in eine geordnete Zukunft. Inzwischen haben sich viele Bedingungen geändert: Unser Müll wird nicht mehr deponiert, sondern andernorts verbrannt. Bei Weitem haben wir die Flächen nicht gebraucht, die die Experten prognostiziert haben. Den 20-jährigen Waldbestand bringt uns allerdings kein Experte zurück. Weniger Erdaushub auf der Deponie abzulagern ist unser Ziel. Es müssen deshalb alle Möglichkeiten ausgelotet werden, bevor wir erneut in die intakten Waldstrukturen eingreifen. Vermehrter Wiedereinbau von Aushub aus Baugrundstücken in selbige ist eine Alternative. Die SPD wird darauf achten, dass Waldrodungen erst dann in Frage kommen, wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind. Johannes Schempp (SPD-Stadtrat)

Solarstrom und Energieeinsparung Mehr Photovoltaik für Reutlingen! Mit einer Anfrage haben wir gefordert,

mehr Dachflächen öffentlicher Gebäude für Solaranlagen zur Verfügung zu stellen. Scheint die Sonne, gibt es Strom für die reutlinger Bürger ohne CO2-Belastung. Außerdem soll es ein Infoblatt für Privathaushalte zum Bau eigener Anlagen geben. Die SPD hat die Sanierung der städtischen Gebäuden zur Senkung der Energiekosten auf den Weg gebracht. Alle öffentlichen Gebäude werden untersucht und nach einer Prioritätenliste saniert und umgebaut. Auch unscheinbare Themen, wie die Beleuchtung von Buswartehäuschen liegen uns am Herzen. Nur wenn sich die Busfahrgäste sicher fühlen, benutzen sie den Bus - und jeder Busfahrgast ist ein Autofahrer weniger.

Energieerzeugung und Kohlendioxidausstoß Die Fairenergie baut neue Wasserkraftwerke an der Echaz. Strom aus regenerativer Energie ist im Angebot. Die SPD unterstützt diese Veränderungen entschieden. Wir fordern den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Schon jetzt wird in der Hauffstraße Fernwärme produziert. Abwärme der Stromerzeugung dient der Erwärmung der städtischen Gebäude in der Stadt. Diese Strom-Wärme-Produktion hat einen hohen Wirkungsgrad. Mehr davon! Regenerative Energien in lokaler Produktion sind Zukunft. Dazu brauchen wir starke Stadtwerke, die langfristig von der EnBW mit ihren Atomkraftwerken unabhängig werden. Rudolf Lorenz, Birgit Greineck (SPD-Stadträte)


Meine Stadt. Unsere Zukunft.

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Special ECE

ECE - Einkaufscenter: Chance für Reutlingen? Pläne des Otto-Konzerns mobilisieren die Stadt - Neue Impulse oder weniger Leben für unsere Stadt

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und Qualität deutlich gesteigert. Ungeduldig wartet Reutlingen auf die Umsetzung. Derzeit werden die Feinplanungen vorgenommen. Neue Geschäfte sind immer eine Bereicherung und deshalb ist die Stadt wie elektrisiert vom Vorhaben der Firma ECE, auf dem Postgelände ein großes Einkaufscenter zu errichten. Das Gelände ohne große Funktion seitdem die Briefverteilung ins Industriegebiet ausgesiedelt ist und das Backsteingebäude fast leer steht. Keine Konkurrenz auf der grünen Wiese, sondern direkt an der Alt-

ist die „City-Nord“ im Gespräch, wie das Gelände zwischen Güterbahnhofbrücke und Gutenbergstraße entlang der Bahnlinie bis zur Karlstraße genannt wird. Die SPD-Fraktion hat mit einem Antrag dafür gesorgt, dass über das Gelände ein Bebauungsplanverfahren begonnen wird. Damit liegt die Entscheidung über die Ansiedlung neuer Handelsflächen beim Gemeinderat. Und jetzt soll mit einem unabhängigen Gutachten untersucht werden, wie viel zusätzliche Handelsflächen, welche Sortimente und an welchem Standort die Stadt verträgt. Wie stark wirkt die

Mancher klagt über Eintönigkeit im Ladenangebot und das Gespräch geht über zu hohe Ladenmieten und mangelndes Interesse der Hausbesitzer. Viele stellen fest, dass in der oberen Wilhelmstraße Aufbruchstimmung herrscht. Neue Läden siedeln sich an. Unternehmerische Menschen gestalten die Stadt und machen sie attraktiv. Das wünschen sich viele Reutlinger auch für Teile der unteren Wilhelmstraße.

stadtkante angesiedelt angesiedelt, soll das große Center eine Fülle neuer Läden vereinen. Daran scheiden sich die Geister.

Mit dem Altstadt-Rahmenplan hat der Gemeinderat 7 Mio. Euro zur Erhöhung der Attraktivität der Altstadt beschlossen. Die Bereiche Handel – Wohnen – Dienstleistung werden durch Verbesserung und Neugestaltung des öffentlichen Raums in Funktion

Ist ein Zuwachs von 30 % Verkaufsfläche verträglich? Über der Wilhelmstraße kann es keine Käseglocke geben, meint die SPD-Fraktion. Aber eine verträgliche Entwicklung zur Stärkung der Innenstadt muss genau überlegt sein. Schon seit Längerem

Karlstraße als Trennungslinie? Verträgt sich der Kulturstandort Wandelareal mit den Kunstmuseen und dem Kunstverein mit einer Einkaufsmall? Soll die Kunst dem Einkaufscenter weichen, wie es ECE will und an einem anderen Ort des Postareals einen neuen Platz erhalten? Helmut Treutlein, Rudolf Lorenz, Uwe Köppen

eutlingen entwickelt sich weiter und auch die Innenstadt ist nicht mehr so wie vor 50 Jahren. Ein kräftiger Anziehungspunkt für die Menschen ist die Wilhelmstraße mit dem Marktplatz für Stadt und Umland. Durch die Wilhelmstraße schieben sich die Menschen an den Samstagen vor allem weil sie einkaufen wollen. Der bunte Markt ist der Mittelpunkt für die Kauflustigen wie für viele andere, die nur kommen, um sich hier wohl zu fühlen. Große Geschäfte sind Anziehungspunkte. Aber auch Spezialgeschäfte finden ihre Kundschaft und die Wilhelmstraße ist der Treffpunkt für alle, auch für die politischen Parteien wenn sie Wahlwerbung machen.

ECE in Reutlingen – Belebung oder Auszehrung der Innenstadt? Wird ein mögliches ECE die Innenstadt beleben oder auszehren – daran scheiden sich die Geister. Realistisch betrachtet könnte es unmittelbar um das ECE einen „Speckgürtel“ geben, der von solch einer Ansiedlung profitiert. Ob jedoch die Kundenfrequenz sich so erhöhen wird, dass der gesamte Reutlinger Einzelhandel davon profitieren kann, ist sehr zu bezweifeln. Metzingen als Hauptanziehungspunkt für Mode ist ein

Event für sich, von dort wird kaum Kaufkraft nach Reutlingen abwandern. Und wenn Kunden die Idee haben, noch in Reutlingen vorbeizuschauen, dann wird sich ihr Besuch wahrscheinlich auf Grund müder Beine auf das ECE beschränken. Daher ist aus meiner Sicht das ECE an der falschen Stelle geplant. Um der Innenstadt zu helfen, müsste es in verkleinerter Form ins Zentrum gebaut werden. Bleibt für den einzelnen Händler zu wenig übrig, entsteht ein Auszehrungsprozess, bei dem die Beschäftigungsquote im Handel leidet. Jobs von denen man

leben kann werden abgebaut zugunsten von Mini-Jobs, befristeten Verträgen und Leiharbeit. Martin Gross, Geschäftsführer Verdi

ECE-Diskussion Viele Fragen, die wir sachlich und umfassend diskutieren wollen.Deshalb laden wir ein, sich an der Diskussion zu beteiligen. Schreiben Sie uns per Post an die SPD-Fraktion Marktplatz 22 72764 Reutlingen Oder per Mail an: spd@reutlingen.de.


Meine Stadt. Unsere Zukunft.

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Forum -

ECEdie Stadt diskutiert Ort des Lebens Ort der Kultur

Keine Teilung der Stadt! ichic hDie Erweiterung der Innenstadt in Ric Richeutung ng.. ng tung Norden ist von großer Bedeutung. scenter Jedoch kann ein großer Einkaufscenter immten im Stiele der ECE nur unter bestimmten Bedingungen dazu beitragen. Die Stadt darf durch ein solches Einkaufszentrum nicht geteilt werden. Nur wenn sich das ECE und die Läden in der Innenstadt ergänzen und nicht ausstechen kann eine vernünftige Erweiterung stattfinden. Hierzu muss auf auf die Individualität der Läden geachtet werden. Das ECE darf nicht zu einer Ansammlung großer Ladenketten werden, welche durch reine Billigangebote außer Konkurrenz existieren. Nur unter diesen Bedingung könnte ein Einkaufszentrum zu angenehmen Einkaufs- und Lebensbedingungen in Richtung Reutlinger Norden beitragen. Clemens Kluck (Jugendgemeinderat )

Das Zentrum einer Stadt ist nicht nur Einkaufsort, es ist ein Ort der Kultur, der Begegnung und Wohnort. Ein Spiegel der Gesellschaft. In einer lebendigen Innenstadt haben alle Menschen Platz – auch arme Menschen und solche, die man als „Randgruppen“ bezeichnet. In einem riesigen, glitzernden Einkaufscenter auf dem von der ECE favorisierten Postareal sind doch nur zahlungskräftige Kunden erwünscht. „Randgruppen“ sind ausgeschlossen. Ihnen bleibt die Innenstadt. Wenn schon ein ECE, dann gehört dies mitten ins Zentrum hinein als ein Teil des wirtschaftlichen und sozialen Lebens, dorthin, wo sich alle Reutlinger treffen. Ein ECE am Rande rückt den Marktplatz vom Zentrum an den Rand. Gisela Steinhilber, AWO-Geschäftsführerin

KONTRA: Einkaufscenter sind Auslaufmodelle Einkaufscenter sind nicht zukunftsweisend, sondern Auslaufmodelle. Ihr Ziel ist es Kaufkraft abzuwerben, auch zu Lasten der Stadt in der sie sich ansiedeln. Um im interkommunalen Wettbewerb langfristig zu bestehen, müssen wir eigene Kaufkraft generieren z.B. durch Anreize für städtisches Wohnen und Arbeiten. STADT ist mehr als künstliches Einkaufsflair nach den Regeln der Gewinnmaximierung. Wir leben in gesellschaftlicher Verantwortung füreinander. Öffentlicher Raum bedeutet Akzeptanz des Individuums, Zulassen von „Anders sein“ ein Miteinander von Alt und Jung. Die Zukunft einer Stadt liegt in ihrer Mulitfunktionalität. Reutlingen hat gewachsene Strukturen und kann sich (noch) von uniformen Städten abgrenzen. Darin liegt unsere Stärke, die schon heute Besucher anzieht und die wir weiterentwickeln sollten. Unser Potential liegt links und rechts der Wilhelmstraße, nicht unbedingt in der vermeintlich „einfachen Lösung“: dem Bau eines Einkaufszentrums. Martina Kaplan für das Forum Reutlingen

Innenstadt als Einkaufserlebnis Reutlingen 2020. Fahrzeugkolonnen schieben sich Richtung altes Postgelände. Die Tiefgarage zeigt „besetzt“ an – die Massen strömen in das supermoderne ECE. Ein Blick weiter in die Wilhelmstraße genau das Gegenteil: Viele Läden stehen leer, in den übrigen Geschäften sammeln sich Handyläden, 1 Euro Shops oder Bäcker. Die Innenstadt wirkt verödet. So kann es aussehen, muss es aber nicht. Ich bin für eine intakte Innenstadt, ein Ort, an dem man sich gerne aufhält, einkaufen gehen kann, Menschen trifft

PRO: Einkaufsgalerie bringt neue Anbieter Eine Einkaufsgalerie bringt zahlreiche neue Anbieter nach Reutlingen, die mangels geeigneter Verkaufsflächen bislang noch nicht hier vertreten sind. Fester Bestandteil unserer Planung ist ein Vermietungskonzept, das den bestehenden Handel stärkt und die Innenstadt noch interessanter gestaltet. Wir werden Reutlingen durch unser Engagement am Postareal als Einkaufsstadt deutlich aufwerten und die Anziehungskraft auf das Umland erhöhen: Eine größere Angebotsvielfalt zieht mehr Menschen zum Einkaufen in die Stadt - das sorgt auch in der Fußgängerzone für höhere Umsätze. Die Reutlinger Innenstadt gewinnt durch eine gut geführte Einkaufsgalerie enorm an Attraktivität und wird von zusätzlichen Käuferströmen profitieren. Gerd Wilhelmus Geschäftsführer ECE Development, Hamburg

– und ich bin gegen das ECE-Projekt. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Innenstadt auch für Jugendliche attraktiver wird. Neue Verkaufsflächen müssen geschaffen werden, gerade was den Bereich „junge Mode“ betrifft, aber auch mehr Cafés und Parkbänke. Sollte dies geschehen, bin ich der Überzeugung, dass Reutlingen auf ein Einkaufscenter dieser Größenordnung verzichten kann und stattdessen die Innenstadt als riesige Einkaufsstraße besteht. Philipp Lamparter (Jugendgemeinderat)

ECE - Fortschritt oder Fluch Ich kann mir die in Massen strömenden Jugendlichen sehr gut in unserer Stadt vorstellen. Sie geben aber ihr Geld dann eben hier im Center aus und nicht mehr in der Wilhelmstraße. Das ist doch sehr beunruhigend. Zum einen wird diese Jugend mit der demografischen Veränderung ja immer schwächer. Wie sieht das Angebot für 50+ aus? Fortsetzung: Seite 6


Meine Stadt. Unsere Zukunft. Forum -

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ECE

die Stadt diskutiert

Reutlingens Attraktivität erhalten!

Gemeinsam entwickeln Reutlingen ist Einkaufsstadt. Diese Tatsache wird seit den 60ern des 20. Jahrhunderts festgestellt, forciert und öffentlich gemacht. Die Diskussion um ein geplantes oder von der ECE gewünschtes Einkaufszentrum im anvisierten Areal der Hauptpost bietet uns Reutlingern eine lang ersehnte Möglichkeit, die zukünftige Entwicklung der Innenstadt öffentlich und kontrovers zu diskutieren. Ausdrücklich warne ich davor, diese Diskussion um eigener Interessen willen zu führen. Notwendig ist hierbei der offene Blick darauf, was für die Stadt in Zukunft wichtig, bedeutend und Lebensqualität erhaltend/fördernd ist. Pauschalierte Aussagen, entwickelte Horrorszenarien sind in dieser Debatte weder hilfreich noch der Sache angemessen. Deutlich wurde, dass der Bau eines Einkaufszentrums dieser Größenordnung das Stadtbild und auch das Einkaufsverhalten in Reutlingen verändern wird. Gerade darum ist es notwendig, dass dieses Thema sensibel diskutiert wird und möglichst viele Interessengruppen (darunter auch Konsumenten!) an einer solchen Debatte beteiligt werden. Artur C. Ferdinand 1. Vors. Verschönerungsverein Reutlingen e.V.

Forts.: ECE- Fortschritt oder Fluch

Alles muss von einem unabhängigen Gutachter beleuchtet werden. Die Verbindung Kunst und Kommerz finde ich prima. Man sollte aber nicht vergessen die Kunstschaffenden zu fragen. Ich bin gespannt was das Gutachten bringt und entscheide dann für die Stadt und ihre Menschen, aber nicht für einen Millionenkonzern. Etwas kleiner wäre sicher besser und die optimale Anbindung an Wilhelmstraße (für Rollifahrer und ältere Menschen) ist ganz wesentlich. Jetzt heißt es zuerst einmal in Ruhe abwarten.

vermieten, als das alteingesessene Unternehmen weiterzuführen. Aus Apotheken wurden Handyläden, Spielwarenläden wurden zu Drogeriemärkten. Die Mietsituation hat die Geschäftsstruktur zu ungunsten der Einzelhändler hin zu den Filialisten verändert. Die Stadt Reutlingen nimm für eine grundlegende Sanierung der Fußgängerzonen Millionen von Euro in die Hand. Mit diesem Geld der Bürger wird das Umfeld unserer Innenstadt attraktiver gestaltet und so bis vor die Ladentüren auf Vordermann gebracht. Und dahinter? Im südlichen Teil unserer Reutlingen ist zentral! Reutlingen wird traditionell vom Einzelhandel ge- Einkaufsmeile zeigt sich bereits jetzt, dass von der Sanieprägt. Das Einzugsgebiet ist sehr groß- die Konkur- rung des Albtorplatzes und renz schläft nicht! Auch der Handel ist Motor des von den großen Investitionen Wachstums und schafft Arbeitsplätze. Deshalb ist das auf dem ehemaligen EngelaInteresse von ECE an Reutlingen grundsätzlich positiv real Impulse ausgehen, die sich in den Geschäften der zu werten. oberen Wilhelmstraße sehr Über die Größe wird noch zu reden sein. Aber dem positiv widerspiegeln. Reutlinger Handel muss vor dem Einstieg von ECE Zu sehen: Konkurrenz belebt nicht bange sein, ist in den letzten 20 Jahren die Ver- das Geschäft.Auch die nördkaufsfläche in Reutlingen doch um 112.000 m² expan- liche Wilhelmstraße braucht diert. 33% in der Innenstadt. Trotz schwieriger Situa- neue Impulse. Wir müssen tion hat sich der Innenstadthandel durch eine offensive prüfen, was an dieser StelMarketingstrategie gut behauptet. Dies wird mit ECE le verträglich ist und unsere noch weit ausgeprägter der Fall sein, da der Standort schöne Stadt weiterbringt. In der Stadt Friedrich Lists Postareal in das gewachsene Einkaufszentrum Innen- darf es keine Handelsschranstadt integriert werden kann. ken und keine Käseglocke Zugleich bietet ECE dort die Chance, die durch den geben, die Reutlingens Weiterentwicklung bremst und Verkehrsstrom abgeschnittene Stiftung für konkrete sie hinter die Interessen der Kunst und die städtischen Museen auf dem ehemali- Immobilienbesitzer stellt. gen Grundstück Wandel mit dem Fußgängerstrom der Johannes Schempp Innenstadt besser zu verzahnen. (SPD-Stadtrat) einig: Reutlingen muß auch als Einkaufsstadt seine Attraktivität behalten! Der Weg dahin ist strittig. Aber eines ist klar: Stillstand heißt Rückschritt. In den vergangenen Jahren war an manchen Stellen sehr deutlich zu sehen, dass inhabergeführte Geschäfte deshalb aufgegeben wurden, weil es profitabler war zu

Ulrich Lukaszewitz (SPD-Stadtrat)

Birgit Greineck (SPD-Stadträtin)

„Handel ist Wandel“ Wie sich RT weiterentwickeln kann und wieviel Handel die Stadt verträgt, soll durch ein Gutachten erarbeitet und diskutiert werden. Seit sich ECE wieder für den Standort RT interessiert, reagiert der Handel mit Ängsten und Ablehnung, leider aber ohne Ideen für ein eigenes Profil. Er fürchtet die Konkurrenz des Einkaufscenters. Ich selbst bin nicht voreingenommen sondern aufgeschlossen für

Wir sind uns

Neues. Wenn ECE aufzeigen kann wie eine Anbindung an die Innenstadt gelingen kann, wie sie den Brückenschlag über die trennende Karlstraße bewältigen will, wenn sie für eine evtl. notwendige Abspeckung der Größe offen ist, kann ich mir ein Einkaufszentrum gut vorstellen. Die Vision, Handel und Kultur auf dem erweiterten Postareal zusammenzubringen, klingt zwar gut, sollte aber gründlich abgewogen werden. Suse Gnant (SPD-Stadträtin)

Nutzen, wo bist du? Wem nutzt ein Einkaufszentrum? Diese Frage: Wurde sie gestellt? Nein! Es wird diskutiert über Größe (zu groß), Lage (getrennt durch Karlstraße), Kaufkraft (wird woanders genommen) und Impulse (welche?). Aber nicht über den Nutzen für uns alle. Die entscheidenden Fragen! Ich bin skeptisch: Unsere Stadt ist vom Verkehr geplagt – ein ECE in dieser Größe und Lage würde die Verkehrslage verschärfen. Wir wollen Lebensqualität – und ernten noch mehr Uniformität, amerikanische Erlebniswelten. Wir wollen solide Steuereinnahmen – und sorgen nur für mehr in Hamburg. Wo liegt der Nutzen? Bei ECE mit Sicherheit! Bei Empfängern von Beratungshonoraren wahrscheinlich! Bei der Stadt und ihren Bürgern wohl kaum. Ich bin für mehr Einkaufsmöglichkeiten, aber in integrierter Lage, vernünftiger Größenordnung und klasse Konzept. Sebastian Weigle (SPD-Kreisvorsitzender)


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Forum -

ECEdie Stadt diskutiert

Reutlingens Chancen sichern!

Ein neues Einkaufszentrum Das sind unsere Kriterien: Das

vorgestellte ECE-Projekt auf de dem Postareal ist für Reutlingen zu groß. Die Einbeziehung des Wandelareals und die Verlagerung der Museen lehne ich ab. Einkaufscenter sind verlockend und bequem. Reutlingen hat eine attraktive lebendige Altstadt in der sich alle treffen, ob zum Einkaufen oder Verweilen. Das soll so bleiben und muss noch besser werden. Das ECE-Projekt muss deshalb kritisch hinterfragt werden hinsichtlich Größe, Sortiment und Anbindung ans Stadtzentrum. Gut ist, dass die ECE-Diskussion die Stadt aufrüttelt und notwendige Weiterentwicklung herausfordert. Stillstand wäre Rückschritt! Helmut Treutlein (SPD-Fraktionsvorsitzender)

Verträglichkeit für Anwohnerinnen und Anwohner – damit‘s niemand stinkt Verknüpfung mit der Innenstadt – gemeinsam kommt Stärke Vernünftige Größe – Angepasst für Reutlingen Stadt für alle – keine Verdrängung von Randgruppen

Einkaufen in Reutlingen EC ECE auf dem Postgelände wirft Po vi viele Fragen auf. Be Belebt neue Konku kurrenz oder leide den die Läden in de der Wilhelmstraße un und deren angrenze zenden Straßen ? We Welche Auswirku kungen hat es auf de Wochenmarkt? den Kann das Center auf dem Postgelände sinnvoll und kundenfreundlich an die Innenstadt angebunden werden? Welche

Attraktiv auch in den Stadtteilen Reutlingen eutl eu tlin inge gen ge n br brau braucht auch cht ei ein aktives und lebendiges dige Zentrum in der di Kernstadt, aber auch Ke in d den Stadtteilen. Da Dazu gehören auch attraktive attr at Einzelhandelsgeschäfte, die in de einer eine ansprechenden ei Umgebung die MenUm schen einladen. Die sche Stadt saniert die Altstadt und die Ortskerne in den Stadtteilen. So wurde Betzingens

Auswirkungen hat ECE auf die Vororte? Sind die wenigen Ladengeschäfte in den Vororten gefährdet ? ECE könnte eine Bereicherung für Reutlingen sein und dafür sorgen, dass wir gegenüber den anderen Städten nicht verlieren sondern uns als Oberzentrum behaupten. Das Center könnte fehlende Sortimente ergänzen, ich denke z.B. an Spielzeug und Lebensmittel. Das wäre zum Wohle der Kunden. Deren Zufriedenheit liegt mir am Herzen. Rudolf Lorenz (SPD-Stadtrat )

Mitte attraktiv gestaltet. Dies muss weiter gehen und in diese Entwicklung muss sich ein Einkaufscenter einpassen. Modernes Einkaufen macht die Stadt attraktiv. Diesen Wandel müssen alle mitgehen, ob in den Stadtteilen oder in der Kernstadt. Wie ein Einkaufscenter mit vielen Läden unter einem Dach sich in das Zentrum einpassen kann wird man analysieren und politisch bewerten müssen. Dazu braucht es gründliche Bürgerbeteiligung. Thomas Keck (SPD-Stadtrat)

Museumsstandort muss bleiben Unsere Innenstadt ist das Herz von Reutlingen. Damit das auch weiterhin so bleibt, muß sich ECE, oder ein anderer Investor, den Gegebenheiten anpassen. Die Lage und die Größe einer zukünftigen Einkauffsmall muß eine sinnvolle Ergänzung zu den Läden in der Altstadt sein, damit das Einkaufen weiterhin attraktiv ist und noch gesteigert werden kann. Wir haben uns ganz bewußt für das Wandel-Areal als Museumsstandort ausgesprochen. In Ergänzung an die anderen Kultureinrichtungen gliedern sich die einzelnen Perlen der Kultur wie eine Kette um die Altstadt und machen unsere Innenstadt noch anschaulicher. Daher darf der Standort des Industriemuseums nicht in Frage gestellt werden. Edeltraut Stiedl (SPD-Stadträtin)


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SPD bewegt die Zukunft

Unser Reutlingen: Der Zukunftstandort

Chancen nutzen!

Reutlingen: Aus der Vergangenheit die Perspektive finden Reutlingen zählt zu den altindustriali- die Beine verhalf und sich für den raschen sierten Städten Baden-Württembergs. Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen prägen das Gesicht unserer Stadt. Aber die heutige Wirtschaftsstruktur ist das Ergebnis eines ständigen Wandels, dem die Reutlinger Wirtschaft unterworfen war und ist. So sind von der Textilindustrie, die nahezu 100 Jahre das Reutlinger Wirtschaftgeschehen dominierte, nur noch Bruchstücke übrig. Heute dominiert im industriellen Bereich die Elektrotechnik und Kraftfahrzeugelektronik. Gesamtwirtschaftlich gesehen, ist auch in Reutlingen der langfristige Trend von den Produktions- zu den Dienstleistungsarbeitsplätzen unübersehbar. Trotz aller Schwierigkeiten ist die Neuausrichtung der Reutlinger Wirtschaft gelungen. Reutlingen konnte seine Funktion als zentraler Arbeitsplatzstandort mit weit überregionaler Ausstrahlung festigen und ausbauen. Rund 55.000 Arbeitsplätze und eine Einpendlerquote von knapp 50% kennzeichnen Reutlingens wirtschaftliche Zentralität. Dieser Erfolg ist nicht zuletzt auf eine aktive Wirtschaftspolitik des Reutlinger Rathauses zurückzuführen, die maßgeblich von Sozialdemokraten gestaltet wurde. So sorgte der NachkriegsOberbürgermeister Oskar Kalbfell bis 1973 für Rahmenbedingungen, welche die kriegszerstörte Wirtschaft wieder auf

Aufschwung der Nachkriegszeit rüsten konnte.

Den Grundstein für die interkommunale Zusammenarbeit auf wirtschaftlicher Ebene legte der langjährige Erste Bürgermeister Karl Guhl (1966-1984). Unter seiner Ägide wurden die bundesweit vorbildlichen interkommunalen Industriegebiete mit Kusterdingen und Kirchentellinsfurt auf den Weg gebracht. Besonders um zahlreiche Unternehmensansiedlungen hat sich der Erste Bürgermeister Rainer Hahn (1984-2000) verdient gemacht. Zu Reutlingens ausgewogener Wirtschaftsstruktur haben Rainer Hahn und der Wirtschaftsförderer Wolfgang Geisel, beides gestandene Sozialdemokraten, maßgeblich beigetragen. Reutlingens gute wirtschaftliche Position ist auch dem traditionell wirtschaftsfreundlichen Klima in Bevölkerung und Politik zu verdanken. Diesen Standortfaktor hat die Kommune, maßgeblich geprägt durch sozialdemokratische Politik, kontinuierlich gepflegt und damit die Situation unserer Wirtschaft nachhaltig positiv beeinflusst. Thomas Keck, Ulrich Lukaszewitz, Johannes Schempp, (SPD-Stadträte)

Millionen-Investitionen eines Groß-Konzerns, rasant expandierende Biotech-Unternehmen, Firmenansiedlungen zuhauf: Reutlingen hat alle Möglichkeiten, Motor in der Region zu sein. Das muss genutzt werden, mit einer Modernisierung der Infrastruktur. Stadtbahn, Kindertagesstätten, Freizeitangebote. Im großen Wettbewerb der Standorte gewinnt nur, wer offensiv Angebote macht. Nicht die Frage des Gewerbesteuersatzes ist entscheidend. Wichtig ist, dass die Menschen sich für Reutlingen entscheiden. Wegen seiner Arbeitsplätze, aber auch wegen seiner guten Betreuungsangebote, der vielfältigen Kultur, einer guten Verkehrsanbindung. Auf in den Wettbewerb! Reutlingen hat gute Chancen. Frank Müller (SPD Betzingen) Sebastian Weigle, Birgit Greineck (Stadträte)

Gemeinsames Wohnen für Jung und Alt Der demografische Wandel – mehr als ein Schlagwort. Um das gemeinsame Wohnen von Jung und Alt zu stärken, haben wir mit unermüdlichem Engagement dafür gestritten, dass wir in Reutlingen Vorbild werden. Anstatt Altenheime an den Rand der Stadt und Kindergärten außer Hörweite zu bauen, bekennt sich Reutlingen dazu, dass beides seinen Platz mitten im Leben

© http://www.pixelio.de/Christiansen

hat. Ein gutes Beispiel dafür ist das sich derzeit im Bau befindliche Lindach-Areal. Hier finden Wohnungen für alte und junge Menschen, Pflege und Erziehung an einem Platz statt. Und wir versprechen: Es wird weiter gehen. Damit alle Generationen Platz in unserer Stadt finden. Uwe Köppen (SPD Südstadt)


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SPD bewegt für sozialen Zusammenhalt und Zukunft

Bildung, Bildung, Bildung: Kommentar von Sebastian Weigle Es war und ist eine der Kernaufgaben linker fortschrittlicher Politik, Bildung und Lernen zu fördern. Schon der legendäre SPD-Oberbürgermeister Oskar Kalb Kalbfell hatte dies diese Devise verinnerlicht und die Volkshochschule Reut Reutlingen mit aus der Taufe geho gehoben. Heute ist sie eine der mode modernsten und erfo erfolgreichsten L im Lande. Und auch die Stadtbibliothek mit Ihrem großen Bestand kann deutschlandweit ganz vorne landen. Doch es gibt immer wieder Warnzeichen. Angriffe auf diese wichtigen Bildungsinstitutionen der Stadt: Hier eine Kürzung, dort Verzögerungstaktik bei notwendigen Erneuerungen, als ob die Notwendigkeit zur Bildung konjunkturellen Schwankungen unterliegt. Deshalb ist die SPD verlässlicher Partner der Bildungseinrichtungen in Reutlingen. Und kämpft für freien Zugang zur Bildung. Hier ist noch viel zu tun: Wer in der Ausbildung ist oder studiert, sollte Bücher kostenlos ausleihen dürfen. Wer wenig Geld hat, darf nicht durch teure Teilnahmegebühren von Weiterbildung abgehalten werden. Hier ist noch Luft für Bildung. Und wenn die Landesregierung in der Bildungspolitik versagt, muss Reutlingen umso mehr glänzen.

Mittagessen satt Hans-Peter Häußermann (Stadtverband) Was darf das Mittages essen in der Schulme mensa kosten? Könne die Familien 3,50 nen Eu pro Tag bezahEuro le len? Der Zuspruch zu den Mensen ist in der Stadt untersc schiedlich. Auch die Ko Konzepte und die Li Lieferanten sind verhied Am Alb schieden. Albert-Einstein-Gymnasium kann man spontan kommen und sich ein Menü zusammen stellen. Wer wenig Hunger hat zahlt dann wenig. Wer wenig Geld hat kauft nicht so viel. Bezahlt wird

betreut? betr be treu tr eut? eu t? Eltern. Elte El tern te rn.. Wi rn Wirr

Deshalb hat die SPD-Fraktion beantragt, dass die Stadtverwaltung eine Übersicht über die Konzepte und über die Erfahrungen mit den Mensen erarbeitet. Die Ergebnisse werden wir diskutieren und Konsequenzen ziehen. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Fördervereine. Andere Städte haben beschlossen, zum Mittagessen einen Zuschuss zu zahlen. Auch das Mittagessen gehört zur Chancengleichheit!

Ganztags an Reutlinger Schulen – der Anfang ist gemacht Es war ein Krimi. Als die SPD-geführte Bundesregierung im Rahmen der Agenda 2010 das Programm „Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung“ aufgelegt hatte, gab es in Baden-Württemb te temberg massiWiderstänve W gegen den de g „E „Eingriff in die Au Autonomie der Lä Länder“. Au Auch in unserer Stad St Stadt: Deutliche Zu Zurückhaltung in d der Verwaltung tu tung. Erst auf Dr Druck der SPD kam Bewegung ka rein. Dann aber richtig. In einem Mammutprogramm entwickelte das Amt für Schule, Jugend und Sport mit kompetenter Leitung ein Investitionsprogramm mit fast 20 Millionen ₠ für die Reutlinger Schulen. Damit wurden fast alle Schulen in Reutlingen gefördert.

Schule hört in den Ferien nicht auf!! Die Schulferien sind viel länger als der normale Urlaub der no Eltern. Wie werden El die Grundschulkinder in d der übrigen Zeit Das fragen sich viele Da haben darüber mit ha

mit der aufladbaren Karte. Andere Schulen arbeiten mit Vorbestellung und Vorauszahlung per Abbuchung vom Konto. Für die SPD ist klar, dass auch für eine Familie mit zwei oder mehr Kindern der Preis bezahlbar sein muss.

Eltern diskutiert. Das sind die Vorschläge: - Bereits heute schon bieten einige Fördervereine an den Grundschulen Ferienbetreuung an. Es braucht eine Übersicht, damit sich die Eltern orientieren können, wo es Angebote gibt.

Nun genießt Reutlingen zurecht den Ruf als „Ganztages-Hauptstadt“ im Ländle. Doch jetzt geht es weiter: Wie können die Fördervereine an den Schulen unterstützt werden? Welche Schularten brauchen besondere Unterstützung? Ein so gewaltiges Programm braucht langen Atem. Wir wollen erhalten, was sich gut entwickelt hat - ausbauen, wo Potenziale sind - und austauschen, wo‘s klemmt! Vielleicht heißt es dann: Reutlingen, die „Bildungs-Hauptstadt“ im Ländle! Carmen Nübel (SPD Nordraum) Philipp Lamparter (Juso)

Kommentar von Silke Bayer - Die Ferienbetreuung muss erweitert werden. Hier können Schulen zusammenarbeiten - Kann die Stadt Elternvereine unterstützen, damit sie vorhandene Angebote erweitern? Dies wird nicht ohne zusätzliches Geld gehen. Die SPD meint jedoch, dass es unsere Kinder wert sind!


Meine Stadt. Unsere Zukunft. SPD bewegt für sozialen Zusammenhalt und Zukunft Gute Kinderbetreuung sozialdemokratisches Leitbild mit Tradition! Die

Kinderbetreuung ist in Reutlingen voll im Wandel. Neue Kinderkrippen zur Betreuung der Kinder unter 3 Jahren werden eröffnet und die Stadt hat ein Konzept zur Unterstützung der Elternvereine beschlossen, die Kleinkindbetreuung anbieten. Die Vereine brauchen weitere Unterstützung z. B. bei der Vermittlung der Eltern zu den Initiativen. Die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Familie darf nicht nur ein Schlagwort sein. Die Eltern müssen sich der Unterstützung der Gesellschaft sicher sein, wenn sie mehrere Lasten übernehmen und Kinder, Beruf und oft auch die Sorge für die eigenen Eltern tragen. Deshalb müssen die Plätze für die Kinder unter drei Jahren ausgebaut werden. Mit einem Antrag haben wir die Stadtverwaltung aufgefordert, die weitere Entwicklung voranzutreiben. Auf dem Krippengipfel haben Bund und Länder beschlossen, den Ausbau der Angebote zu unterstützen. Sowohl die Investitionen wie die laufenden Betriebskosten sollten gefördert werden. Aber statt voranzugehen, hat das Land versagt - und die Stadt trägt 2/3 der Kosten alleine. Noch längere Öffnungszeiten und mehr Flexibilität werden in Zukunft nötig sein. Reutlingen zeichnet sich so als kinderfreundliche Stadt aus. Dabei wird auch die Kostenfreiheit Thema sein. Die Kinderbetreuungseinrichtungen haben einen Bildungsauftrag. Bildung muss aber auch in diesem Lebensalter kostenfrei sein. Wann wird es möglich, dass die Elternbeiträge entfallen können, fragt sich die SPD. Etliche Städte sind diesen Weg bereits gegangen. Derzeit werden in Reutlingen etwa 10 % der Kosten von den Eltern bezahlt. Bund und Land müssen auch hier die Städte unterstützen. Familienförderung und Kinderfreundlichkeit kosten Geld. Es ist gut angelegt für unsere Zukunft. Und nur am Rande: Gerade für die SPD kein neues Thema - war es sie, die schon in den Siebzigern das Thema Vereinbarkeit von Frauen und Beruf als Herausforderung erkannt hat! Helmut Treutlein (SPD-Fraktionsvorsitzender) Suse Gnant (SPD-Stadträtin)

Integration als Chance Interview mit Ramazan Selcuk In Die SPD in Reutlingen hatte zwei Veranstaltungen zum Thema Migration, Integration bei denen Sie mit Betroffen, Parteien und Mi Verbänden zum Thema diskutierte. Wie steht es mit der MigraVerb tion und Integration in Reutlingen? In der d Region hat mehr als jeder vierte Mensch einen Migrationshintergrund, ist also mindestens ein Elternteil nach grat Deutschland eingewandert. Bei den unter 18-Jährigen ist De der Anteil noch höher. Jeder dritte Baden-Württemberger hat hier einen Migrationshintergrund und die allermeisten sind gut integriert. Also haben wir keine Probleme? Doch, wo gibt es die nicht? Einerseits studieren immer Do mehr, das ist toll; aber andererseits verlässt fast jeder fünfte mehr dieser jungen Menschen die Schule ohne Schulabschluss. Das ist alarmierend, wie ich meine. Ohne Chance auf dem Arbeitsmarkt, egal wie die Konjunktur brummt. Das dies ein Thema ist, an dem wir auch als SPD weiter arbeiten müssen hat sich auch bei unseren Veranstaltungen gezeigt. Vielerorts herscht die Meinung, dass Migranten sich abschotten und Eltern mit ihren Kindern nur in der Muttersprache sprechen, weshalb die Kinder kaum deutsch können. Meine Erfahrungen in Reutlingen zeigen, dass Migranten vielfältige Kontakte zur Mehrheitsgesellschaft haben. Es gilt: Wer kein Deutsch kann, spricht auch die Muttersprache schlecht. Diese Gruppe von Kindern ist im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos. Das was dann bleibt, ist oft die Sprache der Gewalt. Hier müssen wir durch gute Integrationskonzepte, die schon im Kindergarten beginnen, eingreifen. Was kann auf kommunaler Ebene getan werden um die Integration der Migranten zu fördern? Ich gebe Stichworte: Förderung der Chancengleichheit in Schule und Ausbildung und durch Spracherwerb, bessere Integration in den Stadtteilen, Unterstützung von interkulturellen Initiativen und neuen Formen der Zusammenarbeit, das Zusammenleben mit den Muslimen und der Dialog zwischen den Religionen, interkulturelle Ausrichtung der Stadtverwaltung und Stärkung der politischen Partizipation. Dort werden wir als Reutlinger SPD die Diskussion voranbringen. Es gibt doch in Reutlingen seit über 20 Jahren den Ausländerrat? So wichtig und richtig seine Gründung 1984 war, sein Einfluss in der kommunalpolitischen Wirklichkeit in Reutlingen ist gering. Die Wahlbeteiligung lag zuletzt bei 8,2 %. Reutlinger mit Migrationshintergrund die einen deutschen Pass haben, die Mehrheit, können den Ausländerrat weder wählen, noch selbst gewählt werden. Das ist ein Auslaufmodell. Bei unseren Diskussionen war eine große Unzufriedenheit mit der jetzigen Situation zu spüren. Wie soll die Teilhabe auf kommunaler Ebene funktionieren? Reutlingen braucht ein Konzept als Grundlage für eine Integrationspolitik mit klaren Zielen. In einem solchen Konzept ist ein Integrationsrat oder Fachrat für Migration wie in Esslingen denkbar, deren Mitglieder entsprechend ihrer Fach und Sachkompetenz in das Gremium berufen werden. Aus den Erfahrungen von Stuttgart und Esslingen können wir lernen und unser eigenes Konzept erarbeiten. Um hier voranzukommen, brauchen wir einen Konsens aller politischen Gruppierungen und einen gemeinsamen Willen zur Änderung. Das werden wir in Reutlingen verwirklichen!

Mitmachen gewünscht! Neugierig geworden? Wollen Sie mitreden? Wir laden Sie herzlich ein. Es geht ganz einfach: Internet: mitmachen.spd.de per Mail: spd@reutlingen.de postalisch: SPD Reutlingen, Unter den Linden 15, 72762 Reutlingen

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Meine Stadt. Unsere Zukunft. SPD bewegt die Kultur

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SPD steht für... Die Reutlinger Museumsmeile Drei Museen – ein Standort, das ist die Devise der SPD. Reutlingen ist ohne Museen nicht denkbar. Die Stadt ist mit Museen gesegnet: Mit Heimatmuseum, dem Naturkundemuseum, dem Kunstmuseum Spendhaus, der städtischen Galerie, der Stiftung für konkrete Kunst, aber auch dem Samenmuseum und dem Betzinger Museum hat Reutlingen mehr zu bieten, als manchmal ganze Regionen. Doch die SPD denkt weiter: Mit dem Bau des Industriemuseums am Standort Eberhardstraße wird Reutlingen eine anziehende Einrichtung zu Studien-, Bildungs- und Unterhaltungszwecken bekommen. Wir wollen Reutlingens Museumsmeile stärken. Damit Reutlingen noch attraktiver wird. Damit Kreativität Platz zur Entfaltung findet. Birgit Greineck (SPD-Stadträtin)

Was für ein Theater! Seit 1863 Theater – und das im Freien

Mit dem Ende der Sommer-Saison 2007 beginnt für das Reutlinger Naturtheater im Wasenwald eine neue Zeitrechnung: Endlich kommt die neue Zuschauertribüne. Einstimmig beschloss der Reutlinger Gemeinderat einen Zuschuss zum Bau der Tribüne. Das älteste Theater Reutlingens, 1863 gegründet als Arbeiterbildungsverein, kann damit in eine sichere (auch die Statik betreffend) und noch erfolgreichere Zukunft blicken. Darauf sind wir als Reutlinger SPD genauso stolz, wie es der Ehrenvorsitzende des Naturtheaters, der ehemalige Oberbürgermeister Oskar Kalbfell (SPD) gewesen wäre. Und für Neugierige gilt: 2008 wird spannend! Sebastian Weigle (SPD-Stadtrat)

... ein vielfältiges Kulturangebot Der Wohlfühlfaktor „Ich gehe dahin, wo es mir gefällt“ - das kennen Sie sicher auch. Tatsache ist: Immer mehr Menschen suchen zum Beispiel ihr Arbeitsumfeld danach aus, wo sie sich wohlfühlen. Und nehmen auch weite Wege zur täglichen Arbeit in Kauf. Deshalb gilt: Zu einer klugen Firmenansiedlungspolitik gehört immer eine gute Kulturkonzeption. Reutlingen hat das begriffen und stellt sich dem Wetteifer um ein ansprechendes Lebensklima. Und die Sozialdemokratie ist hier ein wichtiger Partner. Mit einer überragenden Bildungslandschaft und einem vielfältigen, hochwertigen Kulturangebot kann die Stadt glänzen: 1. Das Theater Tonne, früher von konservativen Gegnern als überflüssig bekämpft, ist heute eine von allen anerkannte Heimat für lebendiges und unterhaltsames Theater. Mit der zweiten Spielstätte in der Planie 22 ist sie untrennbar mit unserer Stadt verbunden. Spitalhof und Planie 22 – zwei Standorte für die Tonne, die von der SPD immer unterstützt wurden und die auch für die weitere Entwicklung der Theaterlandschaft große Bedeutung haben. 2. Die Württembergische Philharmonie ist das musikalische Flaggschiff unserer Stadt und dabei weit mehr als nur ein Orchester. Gegründet 1945 als Schwäbisches Symphonie-Orchester Reutlingen von Hans Grischkat gab es den Menschen

... Kultur für jeden Geldbeutel

nach dem Krieg wieder Hoffnung auf ein besseres Leben. Auch heute prägt das international gefragte Orchester mit seinem musikalischen Potenzial die Stadt. Reutlingen ist die Stadt der Musik! 3. In Reutlingen hat sich eine aktive und sympathische soziokulturelle Bewegung entwickelt, die mit dem autonomen Jugendzentrum Zelle und dem KU3 ihre Symbole erhalten haben. Beide Projekte zeigen, wie lebendig und mitreißend die Reutlinger Kulturszene geworden ist. Und wer wissen will, wohin die Reise in der Kultur geht, der ist dort gut aufgehoben! Wie alle Kultureinrichtungen sind auch die Reutlinger Kulturschaffenden auf Unterstützung angewiesen. Wirtschaft und Spender können nur einen Teil der Unkosten decken – die Stadt ist gefordert. In den letzten Jahren war es oft harte Arbeit, die Mittel für gute Kultur zu sichern. Willkürlich wurden Museumsetats beschnitten, Theatermacher in der Entfaltung ihrer Kreativität gehindert. Erst jetzt haben es alle politisch Verantwortlichen in Reutlingen begriffen: Kultur ist auch Standortfaktor. So zeigt sich für uns, dass es sich für die Bürgerinnen und Bürger in Reutlingen lohnt, wenn man klar Position bezieht und eine Linie fährt. Denn nur mit engagierter Kulturpolitik kommt der Wohlfühlfaktor richtig zur Geltung. Garantiert. Sebastian Weigle, Ramazan Selcuk


Meine Stadt. Unsere Zukunft. SPD bewegt

Der junge Blick auf Reutlingen Ein Kommentar von Clemens Kluck

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für Dich und Mich

Jetzt die neue Stadthalle

Für die SPD ist klar: Noch in diesem Jahr muss der Spatenstich

Sei eit dem Amtsantritt von Ober- erfolgen. Mit Beteiligung und ohne Augenwischerei. bürgermeisterin Barbara Bosch bürg bü Reutlingen keine öffentlich steht steh es auf den Fahnen der Stadt: Wir sind mitten drin. Wie sie ausst Reutlingen ist jugendfreundlich. Reut Re Man könnte zufrieden sein und Ma die di politische Aufmerksam anderen re Bereichen zuwenden, jedoch gi es noch viel zu tun. gibt Seit Se jeher lebt Reutlingen mit dem de Grundsatz der bürgerlichen Ordnung . Dieser Grundsatz ist in vielen Teilen richtig, aber er passt nicht immer in die Realität. Die Jugend ist vielleicht nicht mehr rebellisch und politisch aufmüpfig aber sie ist stark vom Miteinander abhängig. Dies artet manchmal in Alkoholexszesse und Vandalismus aus, doch meistens zeigt es sich im friedlichen Zusammensein von jungen Menschen. Und hier passen Angebot und Nachfrage nicht zusammen. Offene Plätze werden geschlossen, Jugendhäuser haben es schwer und Initiativen von Jugendlichen selbst werden selten vollwertig anerJugend braucht Miteinander kannt. Hierbei spielt die Kommunalpolitik eine große Rolle, deren Akteure es kaum einmal schaffen, aus dem Schatten der reinen bürgerlichen Ordnung herauszutreten. Somit gelingt es nicht mit den Jugendlichen in einen ernst gemeinten Dialog zu treten, sondern man verhängt Verbote. Doch Verbote und Verordnungen nützen nichts um ein ganzheitliches Konzept für die Jugendfreundlichkeit der Stadt zu entwickeln. Um diese Jugendfreundlichkeit zu zeigen wurde 1997 der Jugendgemeinderat in Reutlingen eingerichtet und den Jugendlichen damit eine offizielle Stimme in der Stadt gegeben. Doch es scheint, als wäre diese Stimme nicht bei jedem die Jugend betreffendem Thema gern gehört. Die Kommunalpolitik ruht sich auf einzelnen Vorzeigeprojekten aus.Man das Gefühl vermissen, dass der Jugendgemeinderat mehr als nur Symbol auf den Fahnen der Stadt sein könnte. Jugendliche sind sehr unterschiedlich. Arm und reich, engagiert und faul, konfliktfähig und streitsüchtig. Wie unsere Gesellschaft als Ganzes. Um soziale Schieflagen zu bekämpfen, reichen nicht einige Jugendhäuser mit 1,5 Stellen für Sozialpädagogen, hierzu bedarf es vor allem des Respekts gegenüber Jugendlichen. Nur wenn junge Menschen ebenso ernst genommen werden wie Menschen aus anderen Altersklassen können sie sich vernünftig und verantwortungsvoll verhalten. Dazu muss ein Umdenken stattfinden, keine einseitigen Verbote und Verordnungen mehr, es dürfen jugendliche Positionen nicht als Resultat deren Alters angesehen werden und die Pauschalisierung der Jugend muss aufhören. Nur wenn das verstanden und anerkannt wird, kann Reutlingen zu einer Stadt werden, in welcher Jugendfreundlichkeit Realität und kein Schriftzug auf den Fahnen ist.

sehen wird, wissen wir, jetzt muss sie nur noch mit dem Raumprogramm abgeglichen werden. Und was die Finanzierung anbelangt, so diskutiert der Reutlinger Gemeinderat vor allem eines: ob die neue Stadthalle von der Kommune selbst oder ob sie mit einem PPP-Projekt realisiert werden soll. (ppp = public private partnership oder auf Deutsch öpP = öffentlich private Partnerschaft). t).. ppp ist da dass Planen, Bauen, Finanzieren anzi zieren und nd insbesondere das Betreiben reib iben öfffentlicher Einrichtungen ngen en aus us einer (privaten) Hand. d. 1.Die Planung hat Reut Reutut-ut lingen aus Eigeninterresse selbst in die Hand and d genommen. Der Archich chitektenwettbewerb wird w d derzeit ausgewertet und un wir haben hier den Bürgerinnen ürge gerinnen en und Bürgern Gelegenheit genh genheit zurr Beteiligung versprochen. he hen. 2.Die meisten Kosten eines Bauwerks sind die Unterhalts- und Sarnierungskosten und nicht die ersten Investitionskosten. Vorsorgliches Bauen und Planen ist wichtig. Private haben hier Vorteile, weil sie sich durch mehr Erfahrung besser in der Materie auskennen. Dazu kommt, dass die Bauverwaltung in Reutlingen mittlerweile über eventuell nicht ausreichende personelle Kapazitäten zur Realisierung des Baus verfügt. Andererseits versuchen große Generalunternehmer natürlich so billig wie möglich zu bauen um eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften. 3.Das Finanzierungsargument sticht in Reutlingen nicht, weil die Finanzierung durch den Bürgerentscheid festgezurrt ist. 4.Das Konzept „Halle für alle“ und ein privater Betreiber vertragen sich nicht. Jedes Jahr sind in der Listhalle jetzt schon 180 für heimische Veranstaltungen fest gebucht. Wer viel Geld verdienen möchte, beansprucht natürlich Premiumszeiten wie Silvester, Samstage und Sonntage, Feiertage, den 30. April usw. für sich. Dadurch müssten Reutlinger zurückziehen um dem Privaten mehr Profit zu ermöglichen. Deshalb wollen wir als SPD in

private Partnerschaft, sondern eigenverantwortliches Bauen mit öffentlicher Verantwortung. Auf jeden Fall wollen die Bürger jetzt Taten sehen. In einer repräsentativen Bürgerbefragung wird die Meinung der Bürger gefordert sein. Dabei können differenzierte Fragen gestellt werden. Das ist aufschlussreicher als ein Bürgerentscheid, der aus formalen rg

zulässt, Gründe nur eine Gründen ei Frage F zulässt uläs di die mit Ja oder Neun zu beantworten ist. Gleichzeitig hat die SPD darauf gedrängt, dass die Planung des Parks parallel zur Planung der Stadthalle vorangetrieben wird. Es gibt diesbezüglich viele Fragen zu beantworten: Wie bindet sich der Park in die Altstadt und die umliegenden Stadtteile an? Wie werden die Wege für Fußgänger und Radfahrer geführt? Wie wird das open-air-Gelände gestaltet? Welche Bäume sollen gepflanzt werden? Wie geht man mit dem Echazufer um? - Denn der Park soll ein lebendiger neuer Bestandteil der Innenstadt und nicht nur das Begleitgrün der Stadthalle. Die SPD steht für eine schnelle Realisierung der neuen Stadthalle. Die Bürger erwarten, dass jetzt der Wille des Bürgerentscheids umgesetzt wird! Daniela Harsch, Helmut Treutlein, Jo Schempp

Impressum:

ViSdP: SPD-Stadtverband Reutlingen, Unter den Linden 15, 72762 Reutlingen, Sebastian Weigle Für ECE-Sonderteil: SPD-Fraktion, Marktplatz 22, 72762 Reutlingen, Helmut Treutlein, Tel: 303-2311 Bilder: Eigenbilder, Pixelio.de, Eberhard Weinmann Hinweis: Analog Entscheidung OLG Stuttgart vom 12.11.1993 , AZ 2U117/93 keine Werbung (Redaktionelle Inhalte)


Meine Stadt. Unsere Zukunft.

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SPD bewegt für Menschen

Bitte Wort halten? Gerne!

Reu eutlingen bewegt sich. Gerade ein

Stichwort, die Stadthallenplanung, Stic schreitet voran. So, wie es die Reutschr ling linger in einem Bürgerentscheid zum Ausd Ausdruck gebracht haben. Eine wesent sentliche Rolle dabei spielt unsere Oberbürgermeisterin Barbara Bosch Ob mit Ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf dem Rathaus und weit stre darüber hinaus. Auch mit dem „neuen“ Vorsitzenden der SPD-Gemeinderatsfraktion Helmut Treutlein werden die positiven Entwicklungen in der Stadt begleitet, unterstützt, teilweise initiiert. Und das Beste: Trotz dieser gewaltigen Anstrengungen (auch der finanziellen) kann der Haushalt der Stadt Reutlingen deutlich konsolidiert werden. Da mutet es schon sonderbar an, dass mein Landtagskollege von der CDU, Dieter Hillebrand jetzt einfordert, dass angesichts der verbesserten Finanzlage 10 Mio. mehr für den Straßenbau ausgegeben werden sollen. Man wundert sich und reibt sich die Augen. Sind es nicht gerade die Landesstraßen, die in einer katastrophalen Situation sind. Beim Darüber holpern fällt einem ein, dass mein Kollege einst Staatssekretär im Verkehrsministerium war und unmittelbar dafür die Verantwortung trägt. Beim nächsten Schlagloch springt einem wieder die Rede des CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzenden entgegen, der im Dezember 07 im Kreistag ausgeführt hatte: „Wehe dem“, der angesichts der besseren Finanzlage der Kommunen jetzt neue Forderung stelle. Naja. Beide haben ihren Auftritt wohl nicht gut genug abgestimmt… Verlässliche Politik ist angesagt! Und da freue ich mich immer wieder über unsere Stadtratsfraktion. Rudolf Hausmann, SPD-Landtagsabgeordneter

Fahrradfreundliches Reutlingen Das Reutlinger Fahrradwegnetz wartet auf eine erhebliche Verbesserung. Die Überquerung der Kreuzungen muss vereinfacht werden, es braucht eine klare Möglichkeit vom östlichen zum westlichen Ende der Reutlinger Innenstadt zu gelangen (und umgekehrt), Schlangenlinien sollten begradigt werden. Radfahren ist die gesunde und abgasfreie Alternative für Kurzstrecken auch in unserer Stadt. Dafür setzt sich die SPD seit Jahren ein und der Widerstand im Gemeinderat ist kleiner geworden. Selbst der Lastentransport in der Innenstadt mit dem Fahrrad findet jetzt im Gemeinderat Zustimmung.

Dazu braucht es dann ein entsprechendes Wegnetz, das wir beantragt haben. Denn Akten vom Rathaus zum Landratsamt kann man schneller mit dem Fahrrad transportieren und Autoverkehr kann zum Nutzen der Menschen vermieden werden. Schließlich braucht es noch mehr über-

dachte Fahrradabstellplätze und Reutlingen wird fahrradfreundlich. Die Gesundheit, das Klima und das Wohlbefinden danken es uns. Edeltraut Stiedl, Helmut Treutlein, Sebastian Weigle (SPD-Stadträte)

arbeiten wir weiter.«

Reutlingen bewegt sich.

Wie steht es um die neuen Kultureinrichtungen?

Alles redet über ECE. Die SPD auch...

Fortsetzung Interview Seite 1: Alles spricht vom Klima, wie reagiert die Reutlinger SPD darauf? »Schon seit Jah»Sc ren treten wir für den Ausbau der regenerative tiven Energien ein. Wir wollen me mehr Bürgersolara laranlagen. Fairenerg hat an der nergie Echa leis sfähig Wa Echaz leistungsfähige Wasserkraftwerke. Stromeinsparung in öffentlichen Gebäuden: Jetzt Programm! Aber am effektivsten ist die Energieeinsparung bei der Gebäudeheizung. Das haben wir zum Programm der Stadt gemacht. Die städtischen Gebäude werden untersucht und systematisch optimiert. Wir brauchen mehr Kraft-Wärme-Kopplung und mehr Fernwärme in der Stadt. Das ist effizient, vermeidet CO2 und macht unabhängig von Großkraftwerken. Effizienz brauchen wir auch im Verkehr. Dazu wollen wir die Stadtbahn und die Stärkung des ÖPNV. Wo es geht gehören Güter auf die Schiene.«

»Demokratische Kultur ist Lebensmittel für alle. Kulturzentrum KU3, Theatersaal für die Tonne und Stadthalle gehören zusammen. - Das Naturtheater, unser ältestes Theater, erhält jetzt eine neue Zuschauerhalle. Wir haben uns erfolgreich dafür eingesetzt. Die Halle für alle ist das Thema der SPD. Und der Park rundherum schafft die neue grüne kulturelle Mitte. Nach dem Architektenwettbewerb muss 2008 der Baubeschluss und am Ende des Jahres der Spatenstich erfolgen. Der Bau der Stadthalle ist das sichtbare Zeichen, dass sich Reutlingen bewegt.«

»Ja, das Thema bewegt die Reutlinger und deshalb haben wir das letztes Jahr im Spitalhof mit Reutlinger Fachleuten spannend diskutiert. Es spricht für Reutlingen, wenn der Ottokonzern hier investieren will. Das bringt Bewegung in die Stadt. Vor allem in die Wilhelmstraße. Neue Angebote beleben unsere attraktive Innenstadt. Aber Ort, Größe und Sortiment müssen im Interesse unserer lebendigen Innenstadt diskutiert werden. Die SPD-Fraktion setzt sich intensiv damit auseinander und deshalb gibt es dazu auch vier Extraseiten.«

Und der Theatersaal?

‚Geht mit der Zeit‘ hat Willy Brandt gesagt. Welche Fragen gibt es noch?

»Die Tonne hat in der Planie 22 einen tollen erfolgreichen Standort. Wir setzen uns dafür ein, dass er ausgebaut wird.«

Nichts geht ohne Arbeitsplätze? »Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft in der Stadt sind zentrale Aufgaben. Erst neulich haben wir gemeinsam mit der Tübinger SPD-Fraktion den Technologiepark besucht. Dort entstehen neue Arbeitsplätze. Die SPD-Bürgermeister Guhl und Hahn haben die Wirtschaftsförderung in Reutlingen geprägt. Daran

»Ganz wichtig ist für die SPD die Integration der vielen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind. Hier steckt ein großes Potenzial. Wir brauchen ein Konzept mit Beteiligung, Bildung und Sprachförderung. Und die Kinderfreundlichkeit unserer Stadt ist weiter zu verbessern. Dies alles ist auch Teil der demographischen Herausforderung.«


Meine Stadt - Unsere Zukunft