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Seseke.kurier Sozialdemokratische Zeitung für Kamen

Nummer 2 - 3/2013

Sommer 2013

Kamen² in den Startlöchern Stadt gewinnt an Attraktivität Kamen. Wenn alles „rund“ läuft wird sich das Gesicht der Kamener Innenstadt wahrscheinlich noch in diesem Jahr grundlegend und positiv verändern. Mit dem Abriss der ehemaligen Hertie-Immobile verschwindet zunächst ein architektonischer Schandfleck, damit in der Folgezeit mit dem Kamen ² einer neuer, moderner Einzelhandelsstandort entstehen kann. Rd. 3 Jahre sind seit der Schließung der Hertie-Filiale vergangen. Eine Zeitspanne, die auch die Kamener Kaufmannschaft stark tangierte, so die SPDFraktionsvorsitzende Marion Dyduch. „Mit der Aufgabe dieses Einzelhandelsstandortes verlor die Innenstadt seiner Zeit einen wichtigen Ankerpunkt in der Innenstadt“. Letztlich war das „Hertie-Aus“, auch

erste Designvorlage für das neue Einkaufzentrum Kamen²

spürbar für viele Einzelhändler, da die Stadt an Attraktivität verlor. „Es war eine lange Durststrecke, die nun mit Hilfe zweier Investoren beendet wird. Ich erspare mir an dieser Stelle den im wortwörtlichen Sinn mehr als steinigen Weg

noch einmal nachzuzeichnen. Hervorheben möchte ich jedoch die Arbeit der Kamener Wirtschaftsförderung“, betont Dyduch. „Der Dank der SPDFraktion richtet sich vorrangig an Bürgermeister Hermann Hupe, der die Nachfolgenut-

zung „Hertieimmobile“ sehr schnell zur Chefsache erklärt hat“. Aus vielen persönlichen Gesprächen habe sie erfahren, dass scheinbar unüberwindliche Probleme gelegentlich zu schlaflosen Nächten geführt hätten! Umso erfreuter seien ihre Kolleginnen und Kollegen der SPDFraktion und sie selbst über das, was nun realisiert werde. „Ich bin optimistisch, dass die Kamener Kaufmannschaft und letztlich wir alle von dem Kamen ² profitieren werden. Wir dürfen uns auf eine neue Immobile freuen, die mit ihren Mietern den Einzelhandelsstandort Kamen stärken wird“. In diesem Zusammenhang danke sie auch NRW-Bauminister Michael Groschek (SPD), der seine finanzielle Unterstützung beim Abriss signalisiert habe. „Freuen Sie sich mit mir und meiner Fraktion also auf das Kamen²“.

Das JugendKulturCafe eine Kamener Erfolgsgeschichte Kamen. Als das JugendKulturCafe (JKC) im Jahr 1994, zunächst „Am Schwesterngang“ eröffnete, konnte noch niemand eine Erfolgsgeschichte vorhersehen. Letztlich entwickelte sich eine Erfolgsgeschichte, die für Jugendliche mit Migrationshintergrund zu einem wesentlichen Bestandteil ihrer Integration wurde. Natürlich stehen hinter einer so positiven Entwicklung immer handelnde Personen, die hauptberuflich oder auch ehrenamtlich ein JKC „stemmen“. Insbesondere der heutige Leiter Ferit Altas, selbst ein Mann mit Migrationshintergrund, gelang es in den vergangenen Jahren unzählige Nationen und Jugendliche aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen unter einen Hut zu bringen. Besucher des JKC, das sich seit 2001 nun an der Post-

straße befindet, sind von der Angebots- und Veranstaltungsvielfalt begeistert. „Ferit und seinem Team gebührt unser Dank für erstklassige,

Anfang der 90iger Jahre vehement für ein JugendKulturCafe eingesetzt haben“. Aus gutem Grund, wie sie erklärt. Sie erinnert sich nur zu gut daran, dass

Logo des Jugendkulturcafes am Postpark

engagierte (Integrations-) Arbeit“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Marion Dyduch. Erfolg trotz Widerstand „Meine Fraktion und ich sind froh darüber, dass wir uns

die SPD-Fraktion damals unbedingt ein JKC politisch durchsetzen wollte. Dafür habe die damalige Fraktion gekämpft, zumal die Kamener CDU sich rigoros gegen ein JugendKulturCafe ausgesprochen habe. Ihre ablehnende Haltung habe

die CDU damals mit Blick auf die vorhandenen Jugendzentren begründet. Außerdem sei die Fraktion der Meinung gewesen, dass JugendKulturCafes überflüssig seien. Die CDU habe damals sogar versucht, durch eine Eingabe beim Regierungspräsidenten in Arnsberg die Eröffnung zu verhindern. Zum Glück habe sich die CDU nicht durchsetzen können. „Die SPD-Fraktion“, so Marion Dyduch, „ wird sich auch künftig für die Belange des JKC einsetzen und es im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten unterstützen.“ Wir wünschen dem JKC-Team mit Ferit Altas an der Spitze alles Gute. Vor allem aber viele JKC-Besucherinnen und Besucher, die in der Lage sind über den Tellerrand zu schauen und für die Toleranz kein Fremdwort ist.

In dieser Ausgabe

Dichtigkeitsprüfung Die SPD-Fraktionsvorsitzender Marion Dyduch erläutert die Regelung zur Dichtheitsprüfung. » Seite 3

Beachvolleyball Was lange währt, wird endlich gut. Das neue Beachvolleyballfeld in KamenMitte ist eröffnet. » Seite 4

neues Theaterprogramm Die Konzertaula bietet auch in diesem Jahr wieder ein attraktives Bühnenprogramm mit vielen bekannten Gesichtern. » Seite 7

Analphabetismus

Der Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmaerek ruft ein Bündnis für Alphabetisierung ins Leben » Seite 8 Anzeigen

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Nr. 2 | Sommer2013

bitte sprechen sie uns an!

was? wann? wo?

Ihre Ratsmitglieder

Kaya Gercek

Heinrich Rickwärts-Naujokat

02307 923220 kaya.gercek@t-online.de

02307 12884 unaujokat@gmx.de

Silvester Runde

Manfred Wiedemann

0177 8374828 silvester.runde@freenet.de

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Ulrich Marc

Renate Jung

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Heiko Klanke

Marion Dyduch

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Peter Holtmann

Theo Wältermann

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Astrid Gube

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Ihre Kreistagsmitglieder

Christine Hupe 02307 286615 c.hoelling@gmx.de Christel Ciecior 02307 13841 christel1@ciecior.de Ihr Abgeordneter im Landtag

Rüdiger Weiß MdL 02307 72531 ruediger.weiss@landtag.nrw.de www.rüdiger-weiss.de

Impressum Der „Seseke.kurier- Sozialdemokratische eitung für Kamen-Mitte “ erscheint vierteljährlich und ist kostenlos. Herausgeber: SPD-Ortsverein Kamen-Mitte; v.i.S.d.P.: Heiko Klanke; Redaktion: Heiko Klanke, Gökcen Kuru Wendy Wagner, Christiane Klanke; Layout:Torsten Göpfert; Satz: Bastian Nickel Anzeigen: Silvester Runde; Fotos: SPD, soweit nicht anders angegeben; Auflage: 11.000 Stück; Druck: Druckerei Uwe Nolte, Iserlohn. Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den jeweiligen Autoren verantwortet.

11. September, Kreisrundfahrt, Rathausplatz � 12. - 15. September Fahrt nach Montreuil-Juigné � 13. - 16. September Pflaumenkirmes Dorf Methler � 13. September, 18:00 Uhr, „Dichtertreffen SOETRY PlAM III“, JKC Postpark � 14. September, 9:00 Uhr Beachvolleyballturnier am neue nPlatz im Hemsack � 5. September, 11 Uhr Radkultour Kamen Marktplatz � 20. September, 19:30, Marktplatz Kneipentour der JUSOS Kamen � 21. September, 14 Uhr 2. Kamener Entenrennen des Rotary-Club, Mai Brücke � 21. September - 03. Oktober, Interkulturelle Wochen „Kamen bekennt Farbe“, JKC Postpark � 22. September Bundestagswahl � 28.September, 19:30 Uhr, „Kneipenlicht statt Candlelight“, JKC Postpark � 29. September, 20 Uhr „Sein oder nicht sein - Furios & turbulent, zum Fürchten & Lachen, Konzertaula � 13. Oktober, 20:00 Uhr, „Rain Man“, Konzertaula � 14. Oktober, 17:00 Uhr „SAMS im Glück“, Konzertaula � 18. - 21. Oktober, Serverinsmarkt, Innenstadt � 20. Oktober, 20:00 Uhr, „Ein schöner Schwede“, Konzertaula � 31. Oktober, 15:00 Uhr, Halloween-Party, Innenstadt � 03. November, 11:00 Uhr, Adventaustellung, Stadthalle � 05. November, 17:00 Uhr, „Der GRÜFFELO“, Konzertaula � 10. November, 20:00 Uhr, „Das Verhör - Ein Krimi der Extraklasse!“, Konzertaula � ab 29. November Kamener Winterwelt, Marktplatz �

Ihr Abgeordneter im Deutschen Bundestag

Oliver Kaczmarek MdB Vorsitzender der SPD im Kreis Unna 02303 2531430 oliver.kaczmarek@wk.bundestag.de www.oliver-kaczmarek.de Ihr Abgeordneter im Europäischen Parlament

Bernhard Rapkay MdEP 0231 585616 bernhard.rapkay@europarl.europa.eu www.bernhard-rapkay.de Ihr SPD-Bürgerbüro

Bahnhofstr. 9, 59174 Kamen Telefon 02307 72531 www.spd-kamen.de Öffnungszeiten: Di + Fr 9.00 - 13.00 Uhr Mi + Do 13.00 - 16.00 Uhr

Gerne veröffentlichen wir hier auch Termine ihres Vereins in Kamen-Mitte! Einfach eine E-Mail an: sesekekurier@gmail.com.de


Aus der Stadt

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PartnerSchaft

StadtentwäSSerung

Bürgerfreundliche Lösung für „dichtheitsprüfung“

Besuch im unkeler willy-Brandt-forum Der Sozialdemokrat verbrachte seinen Lebensabend in unserer Partnerstadt Kamen / Unkel. Ein Besuch des Willy-Brandt-Forums in Kamens Partnerstadt Unkel am Rhein bietet einen lebendigen und umfangreichen Eindruck über das Leben und Schaffen des Sozialdemokraten und Friedenobelpreisträgers.

Von Marion Dyduch. Ich bin froh, dass bei der bisher als „Dichtheitsprüfung“ bezeichneten Prüfung der privaten Hausanschlüsse von unserer Landesregierung in Düsseldorf eine bürgerfreundliche Lösung gefunden wurde. Obwohl wir in Kamen nie die flächendeckende verpflichtende Prüfung eingeführt haben und das Thema von der Politik und der Verwaltung immer mit Augenmaß behandelt wurde, hat es doch immer wieder Verunsicherungen bei den Mitbürger/innen gegeben. Die sogenannte Dichtheitsprüfung ist von einer Zustandsund Funktionsprüfung abgelöst worden. Das heißt, die Fristenregelungen für Privatleute sind damit vom Tisch. Private Abwasserleitungen brauchen nur noch im Bedarfsfall saniert zu werden. Aus vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürger weiß ich, dass die Mitarbeiter Anzeige

MitMachen. MitgeStaLten. eintreten.spd.de

der Stadtentwässerung Kamen um den technischen Leiter des Eigenbetriebes Stadtentwässerung (SEK), Josef Jungmann, bei öffentlichen Baumaßnahmen die Anlieger ansprechen und aufklären, was zu tun ist. Mit dem Betriebsleiter der SEK, Jörg Mösgen, habe ich abgesprochen, dass die Stadtentwässerung die Bürger über die Änderungen im Einzelnen informieren wird. Ich hoffe, dass im Herbst die endgültigen gesetzlichen Ausführungsbestimmungen seitens der Landesregierung vorliegen, damit wir die Satzungen dann in einem Guss entsprechend anpassen können. Ganz wichtig und erfreulich ist dabei eines: die Änderungen haben keinen Einfluss auf die Gebühren. Marion Dyduch ist Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat der Stadt und Vorsitzende des Betriebsausschusses Stadtentwüsserung.

In diesem Jahre hätte Willy Brandt seinen 100. Geburtstag gefeiert. Der ehemalige Bundeskanzler und SPD-Vorsitzende lebte von 1979 bis 1992 in Unkel. Hier schrieb er seine Erinnerungen, von hier

Die Wiily-Brandt-Büste.

aus unternahm er zahlreiche Reisen, die dem Frieden und der Völkerverständigung dienten. Am 20. März 2011 wurde im Zentrum der Altstadt das „Willy-Brandt-Forum“ eröffnet. Herzstück ist das Arbeitszimmer des Politikers, das origin-

Das Arbeitszimmer von Willy Brandt in Unkel.

algetreu rekonstruiert wurde; daneben viele weitere Exponate, Dokumente und Fotografien, die Willy Brandts Leben und Wirken greifbar machen. Im Untergeschoss des Museums hängt das berühmte Meistermann-Porträt des Kanzlers, ein künstlerisches Kleinod, das für die Kanzlergalerie bestimmt war. Auch der letzte Stuhl des ehemaligen Bundeskanzlers, auf dem er im Deutschen Bundestag in Bonn Platz nahm, befindet sich in den Räumen des Forums. Viele weitere Dokumente und Erinnerungsstücke verdeutlichen dem Besucher, dass Brandt in Unkel als „Bürger unter Bürgern“ lebte. Ein modern gestaltetes überparteiliches zeitgeschichtliches Museum mit zahlreichen audiovisuellen Medien lädt den Besucher ein,

sich mit Willy Brandt und seiner Zeit zu beschäftigen. Spannender kann Geschichte nicht sein! Das Willy-Brandt-Forum ist ein Ehrenamtsprojekt der „Bürgerstiftung Unkel Willy-Brandt-Forum. Empfehlenswert ist für Gruppen, die das Forum besuchen, eine Führung durch die Ausstellung. Dabei erfährt man viele weitere unterhaltsame Details über das Leben von Willy-Brand in Unkel.

fraktion

Sozialdemokraten besuchten die Verbraucherberatungsstelle Kamen. Den Jahresbericht der Verbraucherzentrale nahmen Vertreter der SPDFraktion jetzt aus den Händen von Elvira Roth (Leiterin der VZ Kamen) und Jutta Eickelpasch (Umweltberaterin) entgegen. „Die vorgestellten Kontaktzahlen dokumentieren, wie wichtig unsere Verbraucherzentrale vor Ort ist“, erklärte Fraktionsvorsitzende Marion Dyduch. Unverändert beziehen sich

Marion Dyduch und Michael Krause präsentieren bei ihrem Besuch in der Beratungsstelle den Jahresbericht 2012 der Verbraucherberatung NRW.. Ergebnis: Die Arbeit ist unverzichtbar – auch in Kamen.

die meisten Anfragen bei der Verbraucherzentrale auf das Thema Telekommunikation/ Internet. Im Rahmen der Maikundgebung auf dem Alten Markt in Kamen nutzte auch SPD-Kanzlerkandidat seinen Besuch für ein Gespräch mit Umweltberaterin Jutta Eickelpasch. Detaillierte Infos zum Jahresbericht 2012 der Verbraucherzentrale gibt es in Internet. » www.vz-nrw.de/kamenjahresbericht


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4 You th Ein Beachvolleyballfeld für Kamen-Mitte: „Besser als wir es uns erhofft haben“ oder: Was lange währt...

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What the F*** is… In dieser Rubrik wird dir in jeder Ausgabe ein Begriff vorgestellt rund um das aktuelle Zeitgeschehen, Politik, Medien und unsere Gesellschaft. Tag für Tag verändert sich das Umfeld in dem wir leben. Damit du immer mitreden kannst wenn es ums Hier-und-Jetzt geht solltest du verstehen was hinter den Phrasen von Politkern und Nachrichtenagenturen steckt!

Nonstop-Gesellschaft

Marion Dyduch (li.) und Wendy Wagner testen die neue Beachvolleyballanlage an der Seseke in Kamen-Mitte.

Kamen-Mitte. „Hervorragend und absolut gelungen!“ Marion Dyduch, Vorsitzende der SPDFraktion im Rat der Stadt Kamen, und Wendy Wagner, Vorsitzende der Kamener Jusos, sind begeistert von der Realisierung des Beachvolleyballfeldes in Kamen-Mitte. „Die Anlage ist sicherlich größer und auch hochwertiger geworden, als wir es uns erhofft hatten“, erklärte die Kamener JusoVorsitzende und fügt hinzu: „Ich bin überzeugend, dass das neue Feld schnell angenommen wird und zu einem weiteren Anlaufpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene in unserer Stadt wird“, erklärte Wendy Wagner. Die Anlage

ist mit dem Rad aber auch fuß läufig schnell zu erreichen. „Der Standort an der Seseke und die Nähe zur Innenstadt und des Freibades sorgt für eine weitere Attraktiverung der Anlage“, ergänzt Marion Dyduch. hartnäckiger Einsatz zahlt sich aus Zudem sei die Fraktionsvorsitzende auch überzeugt davon, dass die Nutzer pfleglich mit dem neuen Feld umgehen werden. Die Kamener Jusos planen noch für diesen Sommer eine Veranstaltung rund um das Beachvolleyballfeld. Derzeit laufen die Vorbereitungen um am 14. September das neue

Feld einweihen zu können. Anmeldung und weitere Informationen werden über die Internetseite der Kamener Jusos: „www.jusoblog.de“ noch veröffentlicht werden. Hintergrund: Die Kamener Jusos hatten über die SPD-Ratsfraktion die Errichtung eines Beachvolleyballfeldes mittels eines Antrages vorangetrieben. Unterstützt wurden die Jusos dabei auch u.a. von der evangelischen Kirchengemeinde und dem Sportverband Kamen. Das Beachvolleyfeld befindet sich im Hemsack, in unmittelbarer Nähe zum Sesekeradweg und zum Kamener Freibad.

Im Grunde ist es ganz einfach: Wir leben heute in einer sogenannten NonstopGesellschaft! Vor einigen Jahrzehnten waren die Arbeitszeiten noch an den natürlichen Rhythmus von Tag und Nacht gebunden, doch mit zunehmendem Fortschritt stellte die Industrie neue Anforderungen an ihre Arbeiter. Deutschland war lange Zeit eine Industrienation in der Schichtarbeit alltäglich war. Heute leben wir in einer Dienstleistungsgesellschaft und in dieser erwartet jeder vom anderen vollen Service. Wer im Dienstleistungs-

sektor beschäftigt ist scheint oft rund um die Uhr, also nonstop, in Bereitschaft zu sein. Im Angesicht stetiger Entwicklung neuer Berufszweige in der Medienoder IT-Branche, in der viele junge und talentierte Freiberufler arbeiten, wird dieser Effekt noch zunehmen. Feierabend gibt es nicht mehr! Umso wichtiger ist es Arbeitsbedingungen innerhalb unserer Gesellschaft klar zu regeln und Arbeitnehmer, wie Selbstständige, im Dienstleistungssektor vor Ausbeutung zu schützen. Keiner kann und sollte nonstop arbeiten.

Du willst mit bestimmen, wie die Welt um dich herum aussieht? Dann mach mit bei den Jusos Kamen! Wir treffen uns jeden 1. Mittwoch des Monats im Unikum in Kamen. Inormationen bekommst du auf www.jusoblog.de, im Parteibüro in der Bahnhofstraße oder direkt per Email: wendy.wagner@live.de Wir freuen uns auf dich!

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Viel los im kleinen Kamen die Kleinen machen Große Politik Kamen-Mitte. Es war wieder eines der absoluten Highlights der vielen Kamener Ferienangebote: Die 12. Auflage von Mini-Kamen im FZ Lüner Höhe. Zwei Wochen lang hieß es für die 250 Kinder: Morgens erstmal einen Job auswählen. Danach bis zur Mittagspause Minimo (die Währung, mit der bei Mini-Kamen bezahlt wird) verdienen. Nach getaner Arbeit holten die Kinder ihren Lohn bei der Sparkasse ab. Es gab zudem die Möglichkeit, ein Konto einzurichten und das Geld dort einzuzahlen. Auch politisch ging es hoch her in der

großen Mini-Stadt, schließlich mussten ein Bürgermeister und ein Parlament gewählt. Jorick (Wahlslogan: Jorick lohnt sich) setzte sich bei der Wahl zum Bürgermeister mit folgenden Versprechen durch: • Mindestlohn von vier Minimo für alle Jobs • Ein zweites Arbeitsamt, damit es morgens schneller geht • Sicherheitsdienst für die Sparkasse (da Banküberfälle in Mini-Kamen leider häufiger vorkommen) • „Happy Hour“ im Stadtcafe, 2 Getränke

zum Preis von einem Sportförderung: Kostenlose Getränke für unsere Leistungssportler Übrigens: Den Bau des zweiten Arbeitsamtes konnte Jorick auf Grund der zu hohen Kosten (cirka 480 Minimo) nicht mehr umsetzen. Am meisten nachgefragt beim Arbeitsamt wurden die Jobs beim Sicherheitsdienst, bei der Sparkasse, bei der hauseigenen Radiostation, bei der Post, im Cafe und bei der Mini-Kamen-Zeitung. Beendet wurden die zwei Wochen Mini-Kamen mit einer riesigen, bunten Party. Und hier wurden

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Der Tag startete beim Arbeitsamt. Zahlreiche Jobs standen zur Wahl.

dann auch die letzten Minimo ausgegeben. Und am Ende hieß

es dann: Auf Wiedersehen im nächsten Jahr zur 13. Auflage!


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das deutschlandfest

500.000 Menschen feierten 150 Jahre sPd

Berlin / Kamen. Berlin ist immer eine Reise wert. Erst recht, wenn die SPD zur großen Geburtstagsfeier am Brandenburger Tor lädt. Für die 150-Jahr-Feier der Partei machten sich am 17. und 18 . August auch rund 150 Parteimitglieder aus dem Kreis Unna auf in die Hauptstadt. Nach ihrer Ankunft kam die Gruppe am Abend unter der ältesten Kastanie Berlins zusammen: im Biergarten Zollpackhof direkt gegenüber vom Bundeskanzleramt. Hier wurden die Gäste vom heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek begrüßt. 150 Gäste aus dem Kreis unna

Der Samstag begann mit Stadtrundfahrt und Bootstour. Rechtzeitig zu den Reden von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück erreichte die Gruppe schließlich das Brandenburger Tor. Mehr als 500.000 Menschen verwandelten die Straße

Das Deutschlandfest in Berlin: 500.000 Menschen auf der Festmeile und viele Live-Acts auf der Großbühne vor dem Brandenburger Tor.

des 17. Juni zwei Tage lang in eine rote Fanmeile. Über rund einen Kilometer wurde ein buntes Kultur- und Unterhaltungsprogramm mit Auftritten unter anderem von Nena, Kon-

stantin Wecker und Roland Kaiser geboten. „adener stollen“ in Berlin

Ein Besuchermagnet auf

dem Fest kam übrigens auch aus dem Kreis Unna, genauer: aus Oberaden. Direkt am Brandenburger Tor hatte der Oberadener Revag-Geschichtskreis Haus Aden/Grimberg 3/4

„Wir sind die demokratische Konstante!“

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück bei seiner Rede auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor: „Ich will Kanzler werden!“ steinbrück: „Ich will Kanzler werden!“

„Am 22. September ist Bundestagswahl und ich will Bundeskanzler werden“, rief Peer Steinbrück während seiner Rede der tosenden Menge vor dem Brandenburger Tor zu. „Ich will Bundeskanzler werden, um mit Leidenschaft, Verantwortungsbereitschaft und mit Augenmaß Politik zu machen – und mit Klartext!“ Immer wieder wurde Steinbrück von „Peer! Peer! Peer!“-Rufen unterbrochen.

Im Anschluss schlenderte der Kanzlerkandidat über die Festmeile, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Gabriel: „Ich bin stolz auf meine Partei!“

„Die gesamte Veranstaltung hat allen, die daran teilgenommen haben, gezeigt, welche Kraft und Mobilisierungsfähigkeit diese Partei auf die Straße bringen kann“, so SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel – und fügte hinzu: „Ich bin außerordentlich stolz auf meine SPD!“

Gabriel hatte in seiner Rede auf dem Deutschlandfest betont: „Wir sind die demokratische Konstante in Deutschland.“ Daher sei das Deutschlandfest der SPD zugleich „ein Fest der Demokratie.“ Gabriel machte deutlich, dass es sozialdemokratischer Politik darum gehe, dass jeder die Freiheit habe, aus seinem Leben etwas zu machen – und zwar unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und sozialem Status. „Das ist die Idee der Sozialdemokratie“, so Gabriel.

Bekannte Kamener Gesichter auf dem Fest: Die ehemalige Kreistagsabgeordnete Monika Töpfer und ihr Mann Ludger genossen die grandiose Atmosphäre.

seinen mobilen Adener Stollen aufgebaut. Und so konnte vielen Menschen in der Hauptstadt ein Stück hiesige Bergbaugeschichte nahegebracht werden.

Der REVAGGeschichtskreis aus Oberaden präsentierte seinen mobilen „Adener Stollen“. so wurde Bergbaugeschichte auch in Berlin erlebbar. heiße diskussionen im debatten-Zelt

Im Debatten-Zelt stellte sich die SPD-Prominenz der Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern: Generalsekretärin Andrea Nahles, Schatzmeisterin

Barbara Hendricks stellten sich ebenso den Fragen der Besucherinnen und Besucher wie Parteichef Sigmar Gabriel. lesestunden für die kleinen Besucher

Auch für die Kleinen war gesorgt: Im Lesezelt las unter anderen der Bundestagsfraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier aus Astrid Lindgrens „Wir Kinder aus Bullerbü“ vor. Peer Steinbrück widmete sich gemeinsam mit seiner Frau Gertrud Michael Endes „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“.


Aus dem Kreis

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fraKtion

Kurz und Knapp

Kultur macht die region lebendig „Sommerfraktion“ diskutierte intensivere Zusammenarbeit

Schwarz-Gelbes Geschenk belastet Kreishaushalt Kreis Unna. 1,39 zusätzliche Personalstellen braucht Landrat Michael Makiolla für die Bearbeitung des Betreuungsgeldes, das die schwarz-gelbe Bundestagsmehrheit nach erheblichen Kontroversen beschlossen hat. „Ich werde im nächsten Stellenplan eine zusätzliche Vollzeitstelle vorsehen müssen“, teilte der Kreishauschef in der Sitzung des Kreistages am 18. Juni mit. Knapp 50.000 Euro werden den ohnehin angespannten Perso-

naletat des Kreises dann zusätzlich belasten. Einen finanziellen Ausgleich für den zusätzlichen Verwaltungsaufwand gibt es vom Bund übrigens nicht, so der Landrat. Aufgrund der Geburtenzahlen im Kreisgebiet und der aktuellen Betreuung von Kindern zwischen einem und drei Jahren in öffentlich finanzierter Tagesbetreuung rechnet der Kreis mit rund 1.900 Betreuungsgeldanträgen pro Jahr.

Landrat soll über Schulsozialarbeit berichten

Boten im Lünener Naturfreundehaus mit ihren Referaten viel Diskussionsstoff: (v.l.n.r.) Kreis-Kulturdezernent Dr. Thomas Wilk, Michael Hoffmann (Vorsitzender des Kulturausschusses im Rat der Kreisstadt Unna), Jochen Otto (kulturpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion in Lünen), Christian Frieling (Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Kamen) und Brigitte Cziehso (SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag und Gastgeberin).

Lünen / Kreis Unna. Die Sozialdemokraten wollen die Kulturpolitik zu einem der zentralen Markenzeichen des Kreises Unna machen und suchen dazu den Schulterschluss: Die zehn Städte und Gemeinden sowie der Kreis selbst sollen dazu enger zusammenarbeiten – etwa mit Kombi-Tickets für Veranstaltungen oder mit einer Verbesserung der öffentlichen Verkehrsangebote zwischen den einzelnen Veranstaltungsangeboten. Kombi-ticket für angebote verschiedener Städte

„Das Kulturangebot im Kreis Unna kann sich zweifellos mit vielen Großstädten im Ruhrgebiet vergleichen lassen – und schneidet sogar häufig besser ab“, lässt Brigitte Cziehso, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, keinen Zweifel. Bei einer engeren Zusammenarbeit könne es zweifellos aber noch deutlich verbessert werden – ganz zu schweigen davon, dass eine optimierte Präsentation nach außen hin den Gesamteindruck noch deutlich aufwerten würde. Grund genug für die Frak-

tion, am Dienstagabend in Lünen beinahe drei Stunden lang zusammen mit Vertretern der Städte und Gemeinden über ein gemeinsames „Kulturpaket“ zu diskutieren. Vom Angebot her ist das heute schon hoch beeindruckend: Da stehen auf der einen Seite Spitzenangebote wie die Ausstellungen auf Gut Opherdicke und in Schloss Cappenberg, das Engagement der Neuen Philharmonie Westfalen in allen Teilen des Kreisgebietes, das Programm des Hilpert-Theaters in Lünen und das Zentrum für internationale Lichtkunst in Unna. Dazu kommen die Großveranstaltungen von den Stadtfesten bis Ehrenamtliche Kulturträger stärken

hin zum landesweit bekannten Italienischen Fest in Unna. Und auf der anderen Seite findet sich eine kaum noch überschaubare Zahl von kleineren, häufig auch nicht minder feinen Angeboten: von Galerien, über das Engagement der kulturtreibenden Vereine, Kinofeste, Jugendkunstschulen und Museen bis hin zu jeder Menge Musik- und Theaterveranstaltungen. Ins-

gesamt ein imposanter Reigen, um den andere Kreise unsere Region durchaus beneiden, wie Kreisdirektor und Kulturdezernent Dr. Thomas Wilk deutlich machte. Die Vertreter der Kommunen unterstrichen, dass sie im Interesse lebendiger Städte das Kulturangebot für absolut verGemeinsames Marketing

zichtbar halten – und die Kulturpolitik eher als zwingende Pflichtaufgabe denn als Sahnehäubchen begreifen. Es müsse sich an alle Bevölkerungs- und Altersgruppen richten. Der Vorschlag, sowohl das Marketing zu verbessern und zusammenzuführen als auch mit gemeinsamen Initiativen die Kultur weiter aufzuwerten, stieß auf einhellige Zustimmung. So wurde bereits vereinbart, gemeinsame Tickets mindestens für die Spitzenangebote einzuführen. Zudem sollen die Buslinien zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten optimiert werden. Weitere Ideen sollen in den nächsten Monaten zusammengetragen und möglichst umgehend umgesetzt werden.

Kreis Unna. Auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion erarbeitet die Kreisverwaltung derzeit einen Bericht über die Arbeit der Schulsozialarbeit an den Schulen im Kreis Unna. Der Bericht soll helfen, die Perspektiven für eine Fortführung dieser wichtigen Arbeit zu klären. 2014 läuft die Finanzierung der zusätzlichen Stellen für Schulsozialarbeit durch den Bund aus. Die SPD hatte sich im Rahmen der Verhandlungen

zum Bildungs- und Teilhabepaket für dieses Projekt als Teil präventiver Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik eingesetzt. Aktuell arbeiten rund 94 Schulsozialarbeiter an über 100 Schulen im Kreis Unna. „Mit kommunalem Geld werden wir diese Arbeit nicht fortführen können, wenn der Bundeszuschuss ab 2014 wegfallen sollte“, so Kreis-Schulausschussvorsitzender Martin Wiggermann (SPD).

Kreis soll „Back up“ unterstützen Kreis Unna. Im Juni wurde der Verein BackUp gegründet. Er setzt sich für eine offensive Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus in Westfalen ein und will die demokratische Kultur stärken. BackUp begleitet Opfer rechtsextremer Gewalt und berät Menschen, die aus der rechten Szene aussteigen wollen. Gründungsmitglieder Anzeige

MitMaCHEn. MitGEStaLtEn. eintreten.spd.de

sind unter anderen Landrat Michael Makiolla und der Dortmunder „OB“ Ullrich Sierau (beide SPD). „Wir wollen, dass der gesamte Kreis die Arbeit von BackUp unterstützt“, sagt Fraktionschefin Brigitte Cziehso. „Deshalb beantragen wir für die nächste Kreistagssitzung, dass der Kreis Unna ebenfalls Mitglied bei BackUp wird“.


Aktuelles aus der Mitte

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Fünfmal Theater für Kinder

Theaterreihen bieten beste Unterhaltung Das Fachbereich Kultur der Stadt Kamen bietet auch in der neuen Spielzeit seine 2 bewährten Theaterreihen an: „das Große Abo“ und „Krimi und Kommödien“. Das Große Abo bietet in der bevorstehenden Saison neunmal Kulturgenuss mit unterschiedlichen und abwechslungsreichen Stücken. Den Auftakt macht am 29. September die Tragik-Komödie „Sein oder Nichtsein“. Dahinter verbirgt sich ein wunderbar unterhaltsames Stück, das zu den besten Schauspielen des letzten Jahrhunderts gehört. Mit Bernhard Bettermann und Isabella Hübner ist es zudem prominent besetzt.

Die Kindertheater-Saison beginnt in diesem Jahr am 14. Oktober um 17.00 Uhr mit dem Stück „Sams im Glück“. Am 7. November steht der „Grüffelo“ auf der Bühne. Dieser ist nichts anderes als ein Monster, das von einer kleinen Maus erfunden wird, damit diese nicht gefressen wird. Am 16. Dezember ermitteln „Die drei Fragezeichen“ und gehen auf die Suche nach dem Weihnachtsdieb. Am Rosenmontag geht es weiter. Dann wird die Konzertaula zur Villa Kunterbunt, wenn am 3. März „Pippi Langstrumpf “ auf dem Programm steht. Anzeigen

Den Abschluss bildet am 8. April das wunderbare Stück „Der Wunschpunsch“. Eintrittskarten für das Kindertheater kosten 5,00 Euro für Kinder und 8,00 Euro für Erwachsene. Neu ist in diesem Jahr die Einführung von Platzkarten. Bisher galt im Kindertheater stets die freie Platzwahl. Viele Eltern hatten aber angeregt, Platzkarten einzuführen, um den Besuch für alle entspannter zu gestalten. Diesem Wunsch ist die Verwaltung gerne nachgekommen. Der Vorverkauf für alle Stücke hat im Rathaus begonnen.

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Am 13. Oktober gastiert „Rain Man“ in der Aula. Dieser Stoff, der mit Dustin Hoffman erfolgreich verfilmt worden ist, nähert sich gleichzeitig ernst und unterhaltsam dem Thema Autismus. Es wurde gerade mit dem Deutschen Preis für das beste Theaterstück ausgezeichnet. Das Kabarett Distel gastiert am 14. November mit ihrem Programm „Die Kanzlerflüsterer – Auf der Suche nach Volkes Stimme“. Am 17. Dezember steht Musik im Mittelpunkt. Die „Berlin Comedian Harmonists“ gastieren in Kamen. Sie lassen die Musik der dreißiger Jahre wieder auferstehen. Traditionell gehört das Neujahrskonzert ins Große Abo. Die Hubermann Philharmonie Tchenstochau unter der Leitung von Hermann Breuer wird die Besucher verzaubern. „Alle sieben Wellen“ ist der

Titel einer Liebeskomödie, die am 16. Februar mit Ralf Bauer und Ann-Kathrin Sudhoff prominent besetzt ist. Dieses Stück bildet die Fortsetzung von „Gut gegen Nordwind“, das in der letzten Saison viel Zuspruch fand. Einer der Höhepunkte der Saison wird die Lifeshow „A Tribute to Michael Jackson“ am 4. April. Ein nahezu perfektes Michael Jackson-Double, sowie tänzerisch als auch stimmlich, wird von einer Lifeband und zehn Tänzern begleitet und natürlich fehlen die großen Hits wie „Thriller“ oder „Man in the mirror“ nicht. Den Abschluss der Kultursaison bildet wie immer der große Galaabend mit der neuen Philharmonie Westfalen, Oratorienchor der Stadt Kamen sowie der Konzertgesellschaft Schwerte. Er findet am 1. Juni statt. Für Freunde der leichten Unterhaltung bietet die Reihe „Krimis und Komödien“ wieder ein fesselndes und unterhaltsames Programm. Es beginnt mit dem Stück „Ein schöner Schwede“, am 20. Oktober, in dem der Köllner Kalle Pohl die zum Brüllen komische Hauptrolle spielt.

Comedian und Schauspieler Kalle Pohl

Spannung garantiert „Das Verhör“ am 10. November, in dem der mehrfach prämierte Filmstoff wird hier prominent auf die Bühne gebracht. Martin Semmelrogge spielt die Hauptrolle in dem Krimi „Die toten Augen von London“ und sorgt damit am 5. Dezember für die nötige Spannung. „Der Vorname“ gehört zu den bekanntesten französischen Komödien der letzten Jahre. Martin Lindow und Anne Weinknecht stehen im Mittelpunkt einer wortwitzigen und amüsanten Handlung. Am 13. Februar treibt „Der Hund von Baskerville“ in der Konzertaula sein Unwesen. Dieser klassische Krimi gehört zu den besten seiner Art. Die schwarze Komödie „Ladykillers“, unvergessen ist die Verfilmung mit Alec Guinness oder das Remake von 2004 mit Tom Hanks, wird am 27. März in Kamen Station machen. Eine Reihe bekannter Schauspielerinnen und Schauspieler werden ihr Können zeigen. Erich Kästner zeichnet verantwortlich für den Abschluss dieser Reihe. Seine Komödie „Verwandte sind auch Menschen“ stellt schwierige Verwandtschaftsbeziehungen spitzfindig, feinfühlig und mit sarkastischem Witz in den Mittelpunkt. Reiner Hunold und Isolde Polzin spielen die Hauptrolle. Informationen, das Abbonemment und Einzektickets gibt es im Kulturbüro der Stadt Kamen, bei Ines Maruhn, Zimmer 421, Telefonnummer 148-3512.


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Aktuelles aus der Mitte

Grundbildung

Aktiv in Kamen

Alle sollen lesen und schreiben können Analphabetismus - das unbekannte Problem

Baltikum- Rundreise begeistert Männerforum Neun erlebnisreiche und umfassend informative Tage bei bestem Wetter liegen hinter den 41 Teilnehmern Normalerweise liegt das Baltikum in der Vorstellung der Westeuropäer immer im entferntesten Osten. Wer es genauer wissen will, der sieht sich sehr schnell nahe des geographischen Mittelpunktes Europas. Umdenken war also angesagt. Das Baltikum - Mittelpunkt Europas

Oliver Kaczmarek und Heiko Klanke setzen sich gemeinsam für das Recht auf Grundbildung ein

Im Kreis Unna leben ca. 35.000 Erwachsene, die nicht richtig lesen und schreiben können. In den vergangenen Monaten sind viele Institutionen, Verbände und auch Stadträte dem Bündnis für eine Alphabetisierungs- und Grundbildungsoffensive im Kreis Unna beigetreten, das von unserem Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek ins Leben gerufen worden ist. Er ist Berichterstatter im zuständigen Ausschuss des Bundestags. Auf Initiative der SPDFraktion soll nun auch unsere VHS Mitglied im Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. werden. Die SPD-Fraktion sieht im Beitritt zum Bundesverband einen weiteren Schritt, betroffenen Menschen zu helfen. Die Volkshochschule Kamen-Bönen ist schon jetzt in dem Bereich aktiv. Seit 1982 führt sie kontinuierlich Grundbildungskurse in Deutsch durch („Erwachsene lernen lesen und Schreiben). Seit dem 12.6.2013 gibt es zudem die „Kamener Leseund Schreibhilfe“ mit ehrenamtlicher Unterstützung.Die SPD setzt sich zudem dafür ein, dass weitere Mitarbeite-

Nr. 2 | Sommer2013

rinnen und Mitarbeiter der Schulen, der Jugend- und Sozialämter der Kommunen, der Arbeitsagentur, der Träger der beruflichen Bildung, des Jobcenters über MultiplikatorenSchulungen für dieses Thema sensibilisiert werden. Ziel soll es sein, betroffenen Menschen den Zugang zu kostenlosen Grundbildungsangeboten, organisiert durch die Volkhochschule Kamen-Bönen, zu ermöglichen. Bei deutlich steigendem Bedarf und somit größeren finanziellen Belastungen für die Kommune bei der Umsetzung dieses Vorhaben muss allerdings eine finanzielle Unterstützung seitens des Bundes und des Landes eingefordert werden.

Auch für eine Reisegruppe aus Kamen. Auf eine schöne Zeit im Baltikum blicken jetzt Mitglieder des Männerforums (mit Anhang) zurück. Neun Tage führte die agile und humorvolle aus Vilnius (Litauen) selbst stammende Reiseleiterin Virginija die Kamener Gruppe zu den markantesten Punkten und Orten in den so sehr verschiedenen Ländern. Mit unterschiedlichen Währungen, ja sogar mit unterschiedlichen Sprachen ausgestattetet sind Litauen, Lettland und Estland. Selbst die Mentalitäten der Menschen

können unterschiedlicher kaum sein. Die Reise war bestens, präzise vorbereitet, wurde begleitet von herrlichem Wetter und einer wunderbaren Stimmung innerhalb der Gruppe. Intensive Besichtigungen und Exkursionen in den Hauptstädten Vilnius, Riga und Tallinn (ehemals Reval) sowie der zweitgrößten Stadt Estlands,Tartu, standen ebenso auf dem Programm wie Ausflüge in die Burg Trakai, dem Kurischen Haff und der Nehrung mit dem Thomas- MannHaus und seinem berühmten „Italienischen Blick“ auf die Bucht. Auf dem Rathausplatz in Kleipéda ließ es sich die Gruppe nicht nehmen gemeinsam als Chor das „Ännchen von Tharau“ zu besingen. Auch Park und Schloss im Kurort Palanga an der Ostsee standen auf dem Programm. Schließlich wurde der Berg der tausend Kreuze in Siauliai, dem Papst Johannes II. seine Referenz erwies, besucht. Hier hinterließ auch

das Männerforum ein Kreuz mit den Unterschriften aller Mitreisenden an exponierter Stelle. Eine großartige Landschaft tat sich auch auf in der „lettischen Schweiz“ mit dem GaujaNationalpark und der dazugehörigen Burgenanlage. Auf dem Rückweg gab es mit dem Stopp in Rundale noch eine weitere optische Überraschung mit dem inmitten der flachen Landschaft erbauten Palast, dem Versailles des Nordens. Das dieser dem Winterpalast in St Petersburg ähnelt ist kein Wunder, schließlich stammt das monumentale vom selben Architekten, dem Italiener Francesco Bartolomeo. Schade war nur, dass es nicht zu der als Überraschung für die Gruppe vorgesehenen Treffen mit dem Rigaer Stadtplaner, Jonas Büchel aus Kamen, kommen konnte. Er war verständlicherweise wegen eines Trauerfalls in seiner Familie nicht in Riga, sondern zu dieser Zeit in Kamen.

Problem anpacken Über die Maßnahmen der Volkshochschule soll dann regelmäßig in den zuständigen politischen Gremien der Stadt (u.a. Familie- und Sozialausschuss, Schul- und Sportausschuss, Jugendhilfeausschuss) berichtet werden. „Zu lange ist das Thema totgeschwiegen worden, wir müssen es endlich anpacken“, meint der Vorsitzende der VHS-AG Kamen-Bönen Heiko Klanke.

Die Teilnehmer der Baltikum-Rundreise vor der Statue der „Ännchen von Tharau“ Hintergrund: Das Männerforum besteht inzwischen seit 10 Jahren. Angefangen hatte man mit 8 Mitgliedern, jetzt sind es 250. Vorsitzender des Männerforums ist Pastor Karl- Ulrich Poth. Sein Stellvertreter ist Karl- Friedrich Pfeil. Annähernd einhundert Vorträge hat das Männerforum im Laufe seines Bestehens organisiert. Beliebt sind auch die Reisen. Zusätzlich zu den monatlichen Treffs erfreuen sich die gegründeten Interessengruppen wachsender Beliebtheit, wie etwa die Radfahr-AG, die Skat-AG und Doppelkopf-AG und natürlich als älteste Gruppe der Kochclub „Kochen mit Udo“

Nr. 2 Seseke.kurier Herbst 2013  

Seseke.kurier - Sozialdemokratische Zeitung für Kamen-Mitte