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Seseke.kurier Sozialdemokratische Zeitung für Kamen-Mitte

Nummer 1 - 2/2013

SOMMER 2013

Kurz vor einem Plattenvertrag Jetzt ist Frank Stewen Schulleiter der Hauptschule

Kamen-Mitte. Der bisherige stellvertretende Schulleiter Kamener Hauptschule wurde einstimmig von der Schulkonferenz zum Nachfolger der Gründungsrektorin Margarete Brinkmann gewählt, die bereits Anfang Februar in den wohlverdienten Ruhestand ging. Der 42jährige Stewen wohnt in Unna, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 2005 ist er an der Kamener Hauptschule tätig und hat seitdem wesentlich an der Profilbildung der Schule mitgewirkt. neue Schulleitung kommt aus den eignen Reihen

2010 übernahm er das Amt des Konrektors. Auch deshalb waren Eltern, Lehrer und Schüler froh, als Stewen sich um das Amt des Schulleiters bewarb. „Wir sind froh, dass unser Kind an dieser Schule ist. Hier geht es nicht nur um die Vermittlung von Wissen, hier kümmert man

Netzwerkbildung mit außerschulischen Partnern und andere soziale Projekte. So hat er auch direkt den ehrenamtlichen Vorstandsposten von Margarete Brinkmann im Förderverein für Jugendhilfe übernommen. Beinahe wäre es mit Frank Stewens Lehrerberuf aber gar nichts geworden. Schulleiter mit eigener Rockband

Schulleiter Frank Stewen an seinem neunem Schreibtisch

sich wirklich um die Kinder, auch um die, die von Zuhause keine Unterstützung bekommen können. Und Herr Stewen ist ein Garant dafür“, meinte eine Mutter auf der Schulkonferenz. Frank Stewen scheint aber nicht nur bei den Eltern seiner Schüler gut anzukommen, auch über die Kamener Hauptschule hinaus hat er fachlich einiges zu bieten. Er gehört zum Auto-

renteam des Schulbuchs „Trio“ für das Fach Gesellschaftslehre. Frank Stewen hat sich bewusst für die Hauptschule entschieden, denn er ist ein Freund kleiner übersichtlicher Schulen, bei denen man sich insbesondere um benachteiligte Schülerinnen und Schüler intensiver kümmern kann. Seine derzeitigen Arbeitsschwerpunkte sind der Übergang Schule-Beruf, die

Als Gitarrist seiner Band „Porter“ stand er kurz vor einem Plattenvertrag und einer Musikkarriere. Sein großes Hobby ist die Band weiterhin. Derzeit sind sie gerade im Studio im Rahmen ihres crowdfunding-Projektes für das Ablum „Wolkenstein“. Über eine Sammelaktion im Internet haben genug Fans Geld gespendet, um das neue Album zu produzieren. Vielleicht können wir uns ja auch bald über einen Auftritt in Kamen freuen!?

Heiko Klanke Vorsitzender SPD Kamen Mitte

erscheinende Zeitung zu gestalten, wurden wir durch den Süd. kurier, der mittlerweile schon im 5. Jahrgang erfolgreich in Südkamen aufgelegt wird und dort viele interessierte Leserinnen und Leser hat. In Kamen-Methler wird mit dem Körne.kurier und im Ortsteil Heeren-Werve mit dem Mühlbach.kurier gleichzeitig auch eine Stadtteilzeitung erscheinen. Wir sind uns im Klaren darüber,

Wer noch nicht weiß, was er in den Sommerferien machen soll, für den hat die AWO noch eine interessante Alternative. Auf den beliebten Freizeiten nach Holland und Spanien sind noch wenige Plätze frei. Kinder von 8 bis 13 Jahren können noch vom 10.08. bis 24.08.2013 nach Holland ins Camp Heino fahren. Für Jugendliche ab 14 Jahre geht es vom 20.07. bis 01.08.2013 an die Costa Brava. Im Comfortcamp auf dem TopCampingplatz „Nautic Almata“ in der Nähe von Sant Pere Psecadore bietet das AWOTeam ein tolles Programm. Das Camp Heino kostet 519,- € und die Tour zur Costa Brava 549,- €. Kinder und Jugendliche, deren Eltern nur ein geringes Einkommen haben oder Arbeitslosengeld beziehen, können aber Zuschüsse bekommen. Nähre Informationen gibt es in der AWO Geschäftsstelle unter 02307- 91221-21 oder einfach ein Mail an jugendreisen@awo-un.de schicken.

In dieser Ausgabe

liebe leserinnen und leser!

Sie erhalten hier die erste Ausgabe des Seseke.kuriers. Mit dieser Zeitung wollen wir Ihnen einerseits aus der kommunalen Politik berichten, andererseits wollen wir aber auch über Wesentliches rund um den Ortsteil Kamen-Mitte informieren und Vereinen und Verbänden ein Forum bieten. Der Sesekekurier ist keine Parteizeitung, er ist aber nicht unparteieiisch. Er wird ehrenamtlich von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aus Kamen herausgegen. Mit dem Sesekekurier wollen wir wieder für mehr Meinungsvielfalt in Kamen sorgen. Wir bemühmen uns sachlich zu bleiben und Bericht und Meinungen streng voneinander zu trennen. Außerdem werden unsere für Kamen gewählten Abgeordneten des Europaparlaments, des Bundes- und des Landtages zu Wort kommen. Inspiriert dazu, eine vierteljährlich

Der Tipp für die Ferien

dass wir zu Beginn nicht gleich alles richtig machen werden, denn auch bei uns wird alles ehrenamtlich gemacht. Wir sind aber bestrebt, mit jeder künftigen Ausgabe besser zu werden. Dafür nehmen wir Anregungen und Hinweise unserer Leserinnen und Leser gerne an. Diese bitten wir, an die MailAdresse sesekekurier@gmail.com zu senden. Sollten Sie Interesse daran haben, auch politisch mitwirken und gestalten zu wollen, sprechen Sie bitte eines der Ratsmitglieder an, die Kontaktdaten finden Sie auf Seite 2 dieser Zeitung. Sie sind jederzeit herzlich willkommen. Fürs erste wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen. Es grüßt herzlich Ihr Heiko Klanke

Einkaufen Bürgermeister Hermann Hupe berichtet über das Projekt Kamen² » Seite 3

Kinderbetreuung Erfüllung des Rechtsanspruch auf U3-Betreuungsplätze in Kamen » Seite 3

Fussball und Partnerschaft Viel los in Kamen - Partnerschaftsfest und Fussballtunier an Fronleichnam » Seite 4

Dialogbox Peer Steinbrück zu Gast in seinem alten Wahlkreis » Seite 7

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Service & Termine

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bitte sprechen sie uns an!

was? wann? wo? ƒƒ29. Mai, 19:30 Uhr

Ihre Ratsmitglieder

Kaya Gercek

Heinrich Rickwärts-Naujokat

02307 923220 kaya.gercek@t-online.de

02307 12884 unaujokat@gmx.de

Silvester Runde

Manfred Wiedemann

0177 8374828 silvester.runde@freenet.de

02307 18524 mwiedemann0204@aol.com

Ulrich Marc

Renate Jung

02307 234811 ulrich-marc-spd@gmx.de

02307 15045 heinzjung@live.de

Heiko Klanke

Marion Dyduch

02307 961969 h.klanke@gmx.de

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Peter Holtmann

Theo Wältermann

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Astrid Gube

Thomas Blaschke

02307 12037 klaus.gube@t-online.de

02307 797545 t.blaschke@versanet.de

Ihre Kreistagsmitglieder

Ihr Abgeordneter im Deutschen Bundestag

Oliver Kaczmarek MdB Vorsitzender der SPD im Kreis Unna 02303 2531430 oliver.kaczmarek@wk.bundestag.de www.oliver-kaczmarek.de

Christine Hupe 02307 286615 c.hoelling@gmx.de Christel Ciceor

Ihr Abgeordneter im Europäischen Parlament

02307 13841 christel1@ciecior.de

Bernhard Rapkay MdEP 0231 585616 bernhard.rapkay@europarl.europa.eu www.bernhard-rapkay.de

Ihr Abgeordneter im Landtag

Rüdiger Weiß MdL 02307 72531 ruediger.weiss@landtag.nrw.de www.rüdiger-weiss.de

Ihr SPD-Bürgerbüro

Gemeinsam stark für Kamen.

Impressum Der „Seseke.kurier – Sozialdemokratische Zeitung für Kamen-Mitte“ erscheint vierteljährlich und ist kostenlos. Herausgeber: SPD-Ortsverein Kamen-Mitte; v.i.S.d.P.: Heiko Klanke; Redaktion: Heiko Klanke, Gökcen Kuru, Wendy Wagner, Christiane Klanke; Layout: Torsten Göpfert; Satz: Bastian Nickel; Anzeigen: Silvester Runde; Fotos: SPD, soweit nicht anders angegeben; Auflage: 11.000 Stück; Druck: Druckerei Nolte, Iserlohn; namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den jeweiligen Autoren verantwortet.

Nr. 1 | Sommer 2013

Bahnhofstr. 9, 59174 Kamen Telefon 02307 72531 www.spd-kamen.de Öffnungszeiten: Di + Fr 9.00 - 13.00 Uhr Mi + Do 13.00 - 16.00 Uhr

Lesefrühling in der Stadtbücherei, Markt 1 Kamen ƒƒ30. Mai bis 02. Juni „Kamen feiert international“ Partnerschafstfest, Alter Markt/Weststraße/Stadthalle/ Museum ƒƒSamstag, 01. Juni, 19 Uhr Altstadtparty, Kamener Innenstadt ƒƒSonntag, 09. Juni, 18 Uhr Gala-Abend 2013 mit VERDI und STRAUß, Konzertaula Kamen ƒƒSamstag, 15. Juni, 10:30 Uhr Schulfest der Friedrich-EbertSchule, Weddinghofenerstr. 97 ƒƒSonntag. 23. Juni, 11 Uhr TAG DER MUSIK, Atrium des Gymnasiums, Hammerstr. 19 ƒƒSonntag, 14. Juli, 18 Uhr GSW Kamen Klassik, Klassik-Open-Air-Konzert, Rathausplatz 1 ƒƒMittwoch, 31. Juli, 17 Uhr SUMMER life 2013, PINOCCHIO Kindertheater-Open-Air, Innenstadt Kamen ƒƒ02. bis 04. August Kamener Marktschreiertage, Kamener Innenstadt ƒƒSamstag, 03. August 19:30 Uhr SUMMER life 2013, OpenAir-Konzert mit „SCHERBENWELT und BINKI SAGT BUH“, Willy-BrandtPlatz ƒƒFreitag, 09. August, 18 Uhr Open-Air-Kino, Zwischen den Kirchen Kamen-Mitte ƒƒFreitag, 30. August, 18 Uhr Brunnenfest, Kamener Mart ƒƒSamstag, 31. August Kamener Schnäppchenjagd, Kamen Innenstadt ƒƒSamstag, 31. August, 18 Uhr “Laut&Lästig“ Jugendnacht, Open-Air-Konzert, Schulzentrum Gutenbergstraße SPD Kamen-Mitte ƒƒSamstag, 20. Juni 18:30 Uhr

Jubilarehrung SPD KamenMitte mit Franz Müntefering, Schwesterngang 1 ƒƒSamstag, 6 Juli 10 Uhr Infostand SPD Kamen Mitte, Weststraße ƒƒ16. bis 18. August, Deutschlandfest der SPD zur 150 Jahrfeier, Berlin Gerne veröffentlichen wir hier auch Termine ihres Vereins in Kamen-Mitte! Einfach eine E-Mail an: sesekekurier@gmail.com.de


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Aus der Stadt

Nr. 1 | Sommer 2013

kinder

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die Betreuung ist auf gutem Weg

Hupe: „kamen2 ist ein Happy end“

Kamen wird den Rechtsanspruch auf U3-Betreuungsplätze zum 1. August erfüllen. Die Betreuungszeiten sollen flexibler werden. Foto: Privat

Kamen. Das Etappenziel ist erreicht: Aktuelle Zahlen des Landes NRW dokumentieren, dass in Kamen die vorgeschriebenen 33 Prozent im Bereich der U3-Betreuung mit Beginn des neuen Kita-Jahres am 1. August 2013 erzielt werden. „Die Anstrengungen der vergangenen Jahre haben sich gelohnt“, freute sich Marion Dyduch, Vorsitzende der SPD-Fraktion und des Jugendhilfeausschusses. „Wir werden wachsam bleiben müssen, um kurzfristig und flexibel auf Nachfragesituationen reagieren zu können.“ Die im Jugendhilfeausschuss präsentierten Zahlen spiegeln die engagierte Arbeit alle Akteure wieder: 229 Plätze gibt es im Stadtgebiet für Kinder unter drei Jahren in den Kindertageseinrichtungen. Insgesamt stehen 1268 Kitaplätze in Kamen zur Verfügung. Momentan gibt es sogar in allen Gruppenformen freie Kapazitäten. „Ein Zeichen, dass man auf alle Eventualitäten, auf alle Bedarfe reagieren kann“, erklärte Marion Dyduch. Das ist für sie und die

Kamener Sozialdemokraten zwar erfreulich, dieses Ziel erreicht zu haben, dennoch könne dieser Wert nur ein Zwischenziel sein. „Wir werden nun die weiteren Schritte angehen, die da heißen Randzeitenbetreuung, Angebote in den Abendstunden, Vorbereitung für einen weiteren Ausbau der U 3-Betreung mit flexiblen Ausbaustufen“, erklärte Marion Dyduch. Man benötige weitere Puffer in diesem Betreuungsbereich, um schnell und flexibel auch auf neue Arbeitszeitmodelle reagieren zu können. Aus Gesprächen mit der Verwaltung wisse sie, dass an neuen Betreuungsangeboten gearbeitet werde. Sie wurden im Rahmen der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses im April detailliert vorgestellt. „Diese verschiedenen Betreuungsmodelle sind für die Familien in Kamen sehr wichtig. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und werden daher für verlässliche Strukturen in Kamen Sorge tragen“, erklärte die Fraktionsvorsitzende der SPD abschließend.

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Ein Investor will das frühere Hertie-Gebäude grundlegend umbauen und mit neuen Geschäften den Innenstadthandel beleben.

Von Hermann Hupe. Gut kann ich mich erinnern an die Gespräche mit dem Hertie-Betriebsrat damals. Lässt sich die Schließung abwenden? Können wir als Mitarbeiter übernehmen. Wenn ja: Wie kann das gehen? Am Ende hat all das nicht geholfen, obwohl die Solidarität, die den Kolleginnen und Kolleginnen seinerzeit aus der Politik, aus den Gewerkschaften und vor allem auch aus der Bevölkerung entgegenschlug nicht gering geachtet werden sollte. Dennoch: Die unabwendbare Schließung „unseres“ Hertie zog eine tiefe Spur durch unsere Innenstadt, ja: durch unsere gesamte Stadt. Der Frequenzbringer brach weg. Das belastete den Innenstadthandel, insbesondere die kleineren Partner, aber nicht nur die. Auch die Bürgerinnen und Bürger, die gern Hertiekunden geblieben wären, fanden manches, was Hertie anbot, nicht mehr vor Ort. Was war zu tun? Zunächst ging es mir – wie auch in anderen Fällen – um eine Analyse der Hintergründe dieser Insolvenz. Das schien auf den ersten Blick nicht das Schwierigste zu sein. Doch dies war die erste Fehleinschätzung: Der interessierte Betrachter stieß auf ein kaum entwirrbares Geflecht internationaler Finanz- und Kapitalverflechtungen. Ohne durch zu viel Details langweilen zu wollen, am Ende ging es bei der Blokkade der Vermarktung darum, Zeit in der eigenen Insolvenz zu

gewinnen. Das gilt für die englische Dawnay Day. Kaufgebote wurden nicht beantwortet, weil man daran gar kein Interesse hatte. Dann war die Frage der Insolvenz der 64 Einzelgebäudegesellschaften unter dem Dach der holländischen Mercatoria Acquistions bv nur noch eine Frage der Zeit. Eine Hängepartie über mehr als 3 Jahre. Gefragt waren Geduld, sorgfältige Beobachtung des weiteren Geschehens sowie Konzentration auf die Lücke, die wir nicht verpassen durften. Und sie kam. Als das Geld für die Gläubiger ganz knapp wurde, weil die Erlöse aus Verkäufen ganz „Wir arbeiten mit Hochdruck an allen baurechtlichen fragen.“

ausblieben übernahmen die Gläubiger die Regie und es entstand Bewegung. Bewegung ergab sich auch aus dem öffentlichkeitswirksamen Zusammenschluss aller Bürgermeister mit Hertieleerständen. Die gemeinsam gefasste „Binger Erklärung“ aus dem Herbst 2012 zeigte öffentliche Wirkung. Der von allen Bürgermeistern gewählte Sprecherrat, dem auch ich angehöre, verfolgt nun die gebündelten Interessen aller. Insbesondere geht es uns neben der Vermarktung um die Frage: Dürfen internationale Kapitalinteressen dazu führen, dass Immobilien in 1a und 1b Lagen verfallen, ohne dass Kommunen einen Zugriff haben können. Braucht es nicht Instrumente die Bürgerinteressen gegen die

Kapitalinteressen vertreten zu können? Wir meinen ja und die Arbeit daran wird weitergehen. Und in Kamen? Wir haben die Lücke genutzt. Durch ein Sekundärinsolvenzverfahren nach deutschem Recht konnten in guter Zusammenarbeit mit dem neuen Vermarkter CR Retail Investments, Berlin die Direktvermarktung angegangen werden. Mit dem Investor „Neue Mitte Kamen GmbH“ haben wir kompetente und engagierte Partner gefunden, die den notariellen Kaufvertrag gezeichnet haben. Jetzt arbeiten sie mit Hochdruck an den Verträgen der Vermietung des neuen Hauses an Handelspartner. Das sind womöglich Rewe, Deichmann, Jeans Fritz, Mister Lady, Rossmann und andere. Was tut die Stadtverwaltung? Wir arbeiten mit Hochdruck an allen baurechtlichen Fragen – natürlich in enger Abstimmung mit den Investoren. Wir arbeiten zudem an einer Landesförderung für den Fall eines Neubaus. Ob abgerissen wird steht noch nicht abschließend fest, aber städtebaulich wäre eine Neubau eines Handelszentrums im Kamener Zentrum ein großer Wurf. Ich bin erleichtert, dass die Hängepartie beendet ist und hoffe auf ein Gelingen der Vermarktung. Wir Kamener werden alles tun, dass im Herbst 2014 ein attraktives Handelszentrum als „Kamen Quadrat“ eröffnet wird. Dann wird die endlose Geschichte wirklich zum Happy End.


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Nr. 1 | Sommer 2013

Die Seite der nächsten Generation ! Internationales JugendfußballEinige Events des Partnerschaftsfestes Freitag 30.05.2013 Turnier im Rahmen des Fests Alter Markt: 10:00 Uhr 10:30 Uhr 20:00 Uhr

Eröffnung des Partnerschaftsfestes Programm mit Musik aus den Partnerstädten Freddy Wonder Combo

Stadthalle: 15:30 Uhr

Rendezvous mit französischen Komponisten

Rathausvorplatz: 10:00 bis 16:00 Radtour des ADFC „Rund um Kamen“

Samstag 01.06.2013 Alter Markt: 11:00 Uhr 20:00 Uhr 24:00 Uhr

Offizieller Festakt Stargast Stefanie Heinzmann Jubiläumsfeuerwerk

Willy-Brandt-Platz: 13:00 Uhr

Internationales Kinderfest

Parallel locken am Wochenende Mitmachaktionen in der Stadt

Bald auch ein Beachvolleyballfeld in Kamen Nach Methler und Heeren-Werve wird nun auch der Stadtteil Kamen-Mitte ein Beachvolleyballfeld bekommen. Mit dem Beschluss im Schul- und Sportausschuss, der am 4. Juli gefasst werden soll erfüllt sich eine Zielsetzung der Kamener Jungsozialisten, die schon vor einigen Jahren der SPD-Fraktion gegenüber den Bau einer solchen Anlage angeregt haben. Das Feld soll im Hemsack nahe der Seseke entstehen, auf einem städtischen Grundstück, das zeitweise als Zwischenlagerfläche einer Tiefbaufirma diente. Gespräche der Jusos mit Vereinen und Verbänden haben zudem gezeigt, dass ein Bedarf vorliegt. Nun soll es endlich losgehen. Im Vorfeld des Bau s müssen nur noch einige verwaltungstechnische Vorgänge geklärt werden. Allerdings muss es der Verwaltung gelingen Sponsoren für dieses Feld zu finden. Haushaltsmittel für den Bau stehen nicht zur Verfügung. Dem städtischen Haushalt entstehen ausschließlich

Ende Mai ist viel los in unserem Städtchen. Vom 30. Mai bis zum 2. Juni feiern wir das 45. Jubiläum der Partnerschaft zwischen Kamen und dem frenzösischen Ort Montreuil-Juigne, sowie das 35 jährige Bestehen der Verbindung nach Ängelholm in Schweden.

Aber nicht nur hochrangiger Besuch aus unseren Partnerstädten Montreul-Juigne, Ängelholm, Eilat (Israel), Bandirma, Beeskow, Sulecin (Polen) und Unkel wird sich am Fronleichnam Wochenende

Unterhaltungskosten, wie sie auch für andere Spiel- und Bolzplätze im Stadtgebiet Kamen anfallen.

„Es wäre toll, wenn es sogar bis zum Start der großen Ferien mit dem Bau der Anlage klappen würde“, erklärten Fraktionsvorsitzende Marion Dyduch und Jusosprecherin Wendy Wagner gemeinsam. „Dann würde auch einer Einweihungsfeier im Anschluss an die Sommerferien nichts mehr im Wege stehen“, freut sich die Jusosprecherin. auf eine Eröffnung der neuen Sportstätte

viele einheimische Mannschaften an. Am Freitag eröffnen die G, F und E-Jugenden den Kaiserau Cup 2013. In den Gruppen D, C und Bgeht es am Samstag um den Sieg, bevor am Sonntag mit dem Turnier der U17 Mädchen der diesjährige Kaiserau Cup zu ende geht. Fussballturniere und weiteres Begleitprogramm locken uns nach Methler. Weitere Informationen sind unter www. suskaiserau.de und www.kameninternational.eu zu finden.

GewalT Im FuSSBall

Stress im Fußball ? Übertreibt mal nicht ! Von Lucas Sklorz.

Wendy Wagner, Juso-Sprecherin

in Kamen versammeln, auch sportlich hat unsere Stadt Ende Mai einiges zu bieten. Während die einen sich an den kulturellen Darbietungen in der Kamener Innenstadt erfreuen, findet in Kamen-Methler ein internationales Jugendturnier der Extraklasse statt. Wie die Stadt Kamen zum Partnerschaftsfest, so erwartet auch der SuS Kaiserau viele internationale Gäste. Jugendteams aus Schweden, England und Frankreich treten gegen

Zwei deutsche Mannschaften im Finale des größten europäischen Vereinswettbewerbs, aber trotzdem schleicht ein Phantom rund um die Fußballarenen und sorgt für negative Schlagzeilen. Gewaltbereite Anhänger, die keine Gelegenheit auslassen, um für Randale in der heilen Fußballwelt zu sorgen. Untermauert wurde dieses Gerücht dann Ende letztens Jahres von der Statistik der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZiS). Ein „Alarmsignal“ nannte NRW-Innenminister Ralf Jäger die Statistik im Focus. Ein Vorwurf, der sich bei genauerer Betrachtung nicht halten lässt.

Zwar ist es richtig, dass die Anzahl der vorläufig fest- bzw. in Gewahrsam genommenen Fans, so wie die Anzahl der Strafverfahren gestiegen ist, jedoch liegen beide Sachverhalte bei unter einem halben Prozent

Anstieg (!). Zudem vergleicht die Statistik die Zahlen der letzten zehn Jahre. Was sie jedoch unter den Teppich kehrt, dass auch die Zuschauerzahlen im letzten Jahrzehnt gestiegen sind. Ein weiterer Konfliktpunkt im Fußball ist die Pyrotechnik. Diese sei gefährlich und störe den Spielbetrieb, heißt es seitens der Funktionäre. Stimmt, Pyrotechnik ist gefährlich und wenn es im erhöhten Maße eingesetzt wird, stört es den Spielbetrieb. Aus diesem Grund haben verschiedene Fanverbände auch Maßnahmen entwickelt, um Pyrotechnik sicher und für den Spielbetrieb nicht beeinträchtigend im Stadion zu benutzen. Jedoch waren Vereine und Verbände an diesen Papieren nicht interessiert. Es scheint auch schizophren, dass vor der WM 2006 bei dem Einsatz von Pyrotechnik noch von „südländischer Atmosphäre“ gesprochen wurde

und wenn in Dortmund BVBFans die Meisterschaft oder den Finaleinzug mit Bengalos feiern, selbst die Nachrichten nur von feiernden Fans berichten. Nur im Stadion werden Pyros halt nicht so gerne gesehen. Jetzt zu einem wirklichem Problem: In den vergangen Jahren gelang es rechtsradikal gesinnten Personen sich Zutritt zur Fanszene zu verschaffen und ihre Gesinnung auch im Stadion auszuleben. Das ist ein wirkliches Problem im deutschen Fußball, das im Fokus stehen müsste. Die Bedrohung geht nicht von friedlichen Fans aus, die nur seitens der Medien als Bedrohung betitelt werden. Die wirkliche Bedrohung geht von Rechtsradikalen aus, die den Fußball als Bühne ihrer Menschenverachtenden Hetzkampagne nutzen. Das sollte bei den Funktionären oder bei den Medien im Mittelpunkt stehen.


Aus dem Kreis

Nr. 1 | Sommer 2013

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bus unD bahn

Kreishaus

sPD will nahmobilität für Wohngeldberechtigte stärken

Dr. Thomas Wilk neuer Kreisdirektor

Nutzerkreis für das Sozialticket soll größer werden Kreis Unna. Nach dem Vorschlag der Sozialdemokraten soll beim Sozialticket der Kreis der Anspruchsberechtigten ausgeweitet werden: Künftig kommen damit zusätzlich Geringverdiener in den Genuss und die Lage, zu vergünstigen Bedingungen die Busse im Kreis Unna zu nutzen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen es: Ausgesprochen viele der bisherigen Anspruchsberechtigten nutzen das Sozialticket und fahren zum halben Preis. Und das auch zum Vorteil der kreiseigenen Verkehrsgesellschaft: Denn die steigenden Fahrgastzahlen führen bei der VKU zu einer besseren Auslastung. Unter dem Strich rechnet sich das Sozialticket, das seit 2011 auch aus Landesmitteln unterstützt wird. Deshalb sollen jetzt nach dem Willen der SPD alle Geringverdiener die Vorteile des Sozialtickets in Anspruch

Landrat Michael Makiolla (SPD) gratulierte dem neu gewählten Kreisdirektor Dr. Thomas Wilk (SPD) mit einem Strauß Blumen. Foto: Kreis Unna Mobilität sichert die Teilhabe am öffentlichen Leben und erleichtert die Arbeitsaufnahme. Die SPD-Kreistagsfraktion will erreichen, dass zukünfitg mehr gering Verdienende ein günstiges Busticket bekommen können. Foto: VKU

nehmen können. Das sind insbesondere die Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe und Wohngeld sowie Leistungsberechtigte nach SGB VIII und nach dem Bundesversorgungsgesetz.

„Nach den bisherigen Erfahrungen sind wir überzeugt, dass diese Regelung sowohl den Betroffenen, als auch der VKU und nicht zuletzt der Umwelt zugute kommt“, betont Fraktionsvorsitzende Brigitte Cziehso.

inTegraTion

Fraktion besucht aleviten Integrationsbemühungen erfolgreich Kreis Unna. Die SPDKreistagsfraktion besichtigte ein erfolgreiches Integrationsprojekt in Bergkamen an der Buchfinkenstraße. Dort hat die Alevitische Gemeinde Kreis Unna in einem früheren Supermarkt seit 1990 ein Zentrum aufgebaut, in dem einerseits ein vielfältiges Angebot für Zuwanderer aufgebaut worden ist und das von Sprachkursen über Hausaufgabenhilfe bis hin zu Kulturangeboten reicht. Es steht auf der anderen Seite aber auch zunehmend der einheimischen Bevölkerung zur Verfügung und soll entsprechend weiter ausgebaut werden. Ismail Koc, Vorsitzender der Alevitischen Gemeinde und Silvana Horstmann, Sekretärin des Vorstandes beeindruckten die Sozialdemokraten mit ihrem Bericht zu den vielfältigen Angeboten der Gemeinde in allen Lebenslagen. Die SPD-Politiker würdig-

Walter Teumert, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion führte die Besuchsdelegation an.

ten die Anstrengungen und das Engagement der Alevitischen Gemeinde, die kreisweit tätig ist und über 700 Mitglieder zählt. „Gerade was Grundsatzfragen wie die Einstellung zur Demokratie, zu sozialen Fragen oder zur Gleichstellung anbelangt, stehen uns die Aleviten sehr nahe“, formuliert Fraktionsvize Walter Teumert nach einer

Besichtigung samt Gedankenaustausch mit dem Gemeindevorstand der islamischen Glaubensgemeinschaft. Die SPD-Fraktion hatte vor fünf Jahren ein Maßnahmenpaket zur Forcierung der Integrationsanstrengungen auf den Weg gebracht. Damit sei augenscheinlich die richtige Richtung eingeschlagen, sagte Hartmut Ganzke MdL, sozialpolitischer Sprecher der SPDFraktion. Es gelte nun aber auch kritisch zu hinterfragen, ob die Maßnahmen auch im Detail greifen. Ausdrückliches Lob zollte der Politiker dem kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna (frühere Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien, RAA), die seit Ende der 1980-er Jahre verdienstvolle Arbeit im engen Zusammenspiel mit den verschiedenen Migrantengruppen leiste.

Kreis Unna. Die Spitze der Kreisverwaltung ist seit dem 15. Mai wieder komplett. Der am 26. Februar einstimmig vom Kreistag gewählte Dr. Thomas Wilk trat jetzt das Amt des Kreisdirektors des Kreises Unna an. Der 41jährige ist Nachfolger von Rainer Stratmann, der seit 2005 das Amt inne hatte und am 1. März 2013 von Landrat Michael Makiolla in den Ruhestand verabschiedet wurde. Der gebürtige Dortmunder Wilk kennt sich in der öffentlichen Verwaltung aus. Er machte zwischen 1991 und 1994 eine Ausbildung bei der Stadt Bochum (Abschluss: DiplomVerwaltungswirt), an die er erst seinen Zivildienst und ab Oktober 1995 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bochum anschloss. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen 2003 war Wilk als Justiziar bei der Stadt Bochum tätig und promovierte 2005 zudem zum Doktor der Rechte. Weitere berufliche Sporen

erwarb sich Dr. Thomas Wilk ab Mai 2005 als Juristischer Dezernent bei der Bezirksregierung Arnsberg und als Referent im Innenministerium NRW. Seit Mai 2010 war er als Beigeordneter der Stadt Gladbeck tätig. Dort zeichnet er u.a. für die Bereiche Recht, Öffentliche Ordnung und für die Kultur verantwortlich. Der neue Kreisdirektor wurde vom Kreistag auch zum Kämmerer bestellt. Damit trägt Dr. Thomas Wilk – wie schon sein Vorgänger – eine zusätzliche große Verantwortung für die Finanzen des Kreises. Als Kreisdirektor ist Wilk ebenfalls Allgemeiner Vertreter von Landrat Michael Makiolla und stellvertretender Leiter der Kreispolizeibehörde Unna. Sein Dezernat im Kreishaus umfasst die innere Verwaltung (Steuerungsdienst, Zentrale Dienste, Datenverarbeitung) und den Fachbereich Kultur. Dr. Thomas Wilk ist seit 2007 Mitglied der SPD.

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Aus den Parlamenten

inklusion

DatensChutz

Vor ort für mehr Miteinander Von Rüdiger Weiß MdL. Inklusion ist ein wichtiges Thema der Landesregierung in Düsseldorf. Auch für mich persönlich. Und da Inklusion alle Bereiche der Gesellschaft betreffen soll und ein schwieriger Prozess sein wird, der noch einige Zeit und Anstrengung bedarf, ist die Verunsicherung bei den Bürgerinnen und Bürgern in Nordrhein-Westfalen dementsprechend groß. Können Schulen, welcher Form auch immer, die Inklusion mit Mitteln und Personal, das aktuell zur Verfügung steht, überhaupt bewältigen? Was muss für die Zukunft geändert werden? Nur die Mittel erhöhen oder muss auch ein Umdenken stattfinden? Zudem betrifft Inklusion nicht nur die Bildung, sondern alle Teil der Gesellschaft. Sind unsere Arbeitswelt und der Alltag insgesamt überhaupt schon auf Inklusion vorbereitet? Fragen wie diese gilt es zu beantworten. Und dafür hat sich unsere SPD-Fraktion in Düsseldorf entschieden, direkt in die Städte und Gemeinden von NRW zu fahren und vor

Der SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Weiß diskutierte über den Weg zu einer inklusiven Gesellschaft.

Ort mit den Menschen darüber zu sprechen. Im April nun habe ich zusammen mit dem parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Marc Herter unter dem Stichwort “Fraktion vor Ort” gemeinsam eine Veranstaltung zu dem Thema in Hamm an der MatthiasClaudius-Schule veranstaltet. Eingeladen war auch der Inklusionsbeauftragte der Landesregierung, Josef Neumann, der die politische Entwicklung zum Thema Inklusion nachskizzierte und versuchte die Fragen und Sorgen der knapp 30 Diskussi-

onsteilnehmer zu beantworten. Dieselbe Veranstaltungsreihe habe ich zusammen mit meiner Landtagskollegin Inge Blask in der Woche danach noch einmal in Hemer wiederholt. Durch diese intensive Auseinandersetzung mit dem Thema und den vielen Erzählungen und Anregungen der Podiumsgäste dieser offenen Veranstaltung sowie den vielen Teilnehmern, habe ich erst genau erfahren, wie wichtig eine inklusive Gesellschaft sein kann, die allen Menschen, ob nun mit oder ohne Behinderung, dieselben Chancen einräumt. Erst wenn der Umgang in den Schulen und auch in der Arbeitswelt zur Selbstverständlichkeit geworden ist und eine Behinderung keine Rolle mehr bei Arbeitseinstellungen oder der Schulwahl spielen, kann von erfolgreicher Inklusion gesprochen werden. Bis dahin ist es leider noch ein längerer Weg. Aber dieser Weg ist durch den Beschluss der Vereinten Nationen verbindlich geworden. Und das finde ich richtig.

steuerzahler

Der ehrliche darf nicht mehr der Dumme sein Von Oliver Kaczmarek MdB Das Angebot der Schweiz, erneut über ein Steuerabkommen mit Deutschland zu verhandeln, ist ein positives Signal. Peer Steinbück hatte diese Entwicklung bereits vorausgesehen, wie er auf der Mai-Kundgebung in Bergkamen und anschließend in Kamen betont hat. Die Forderungen der SPD an ein solches Abkommen sind klar: Deutsche Behörden müssen jederzeit Zugriff auf Kundendaten von Schweizer Banken haben. Dafür muss die Schweiz Zugeständnisse beim Bankgeheimnis machen, wozu sie bei entsprechendem Verhandlungsdruck wohl auch in der Lage wäre, wie das Steuerabkommen zeigt, das die USA mit der Schweiz verhandelt haben. Dabei ist wichtig, dass eine pauschale und anonyme Amnestie für Steuer-

Nr. 1 | Sommer 2013

Oliver Kaczmarek (SPD) vertritt seit 2009 den Wahlkreis Unna I im Deutschen Bundestag in Berlin.

betrüger ausgeschlossen wird. Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Sie verletzt die Solidarität in der Gesellschaft und untergräbt die Fundamente des Rechtsstaates. Aktuelle Fälle und Selbstanzeigen zeigen, wie dringend die Bekämpfung von Steuerbetrug ist. Bei der Frage der Steuergerechtigkeit geht

die SPD voran. Peer Steinbrück hat einen entsprechenden 8-Punkte-Plan vorgelegt, den die SPD-Bundestagsfraktion noch vor der Sommerpause in den Bundestag einbringen wird. Steueroasen sind Gerechtigkeitswüsten. Die SPD steht klar für die Bekämpfung von Steuerbetrug. Anders die derzeitige schwarz-gelbe Bundesregierung. Bundeskanzlerin Merkel zeigte sich „enttäuscht“ von Hoeneß‘ Verhalten. Ein Verhalten, dass sie bewusst durch ein Steuerabkommen mit der Schweiz decken wollte. Dass Hoeneß und all diejenigen, die ihr Geld in der Schweiz versteckt haben, anonym bleiben können, hat die SPD nach monatelanger Auseinandersetzung über Steuergerechtigkeit in Deutschland gegen SchwarzGelb im Bundesrat vereitelt.

zentrale herausforderung im digitalen zeitalter Brüssel. Mit der digitalen Revolution sind die Anforderungen an einen modernen Datenschutz stetig gewachsen. Daher ist es längst überfällig, die neuen digitalen Möglichkeiten in der Reform des europäischen Datenschutzpakets zu berücksichtigen. „Wir wollen einen einheitlichen und hohen Schutz unserer Daten in Europa einführen“, so der Europaabgeordnete Bernhard Rapkay. Die EU-Datenschutznovelle umfasst eine neue Datenschutzverordnung sowie eine Richtlinie zur Datenverarbeitung bei der polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit in Strafsachen. Der neue Rechtsrahmen soll die Datenschutzrichtlinie von 1995 an die technische Entwicklung anpassen, insbesondere im Hinblick auf soziale Netzwerke, Suchmaschinen und den Online-Handel. Damit werde der Praxis ein Ende gesetzt, die unterschiedlichen Schutzstandards in den Mitgliedsstaaten gegeneinander auszuspielen. „In Zukunft darf es keinen Unterschied geben, ob die Daten in Irland, Deutschland oder in Spanien gespeichert werden. Überall werden die gleichen, hohen Standards gelten“, stellt Bernhard Rapkay klar. Dies gelte insbesondere für die Sammlung personenbezogener Daten, die bei der Nutzung von Online-Banking, beim Email-Versand oder in sozialen Netzwerken entstehen. Für jede Datenverarbeitung muss der Nutzer zwingend seine vorherige Einwilligung geben und der Verwendungszweck muss eng begrenzt sein. Entscheidet er sich später anders, soll er mit dem neuen Datenschutzpaket das Recht auf Korrektur und Löschung der eigenen Daten erhalten. „Als Politik sind wir Gemeinsam mit den Grünen hat die SPD im Bundesrat das von Merkel und Schäuble geplante Steuerabkommen zu Fall gebracht. Ansonsten wäre es möglich gewesen, dass Steuerhinterzieher anonym und durch einen Obolus straffrei geblieben wären. Doch Steuergerechtigkeit muss gegenüber jedermann gelten. Der Ehrliche darf nicht der Dumme sein.

Bernhard Rapkay ist Sprecher der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament und stellvertretender Vorsitzender seiner Fraktion.

verpflichtet, diese Rechte auch gegen wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Das neue Datenschutzpaket wird das Verbrauchervertrauen wieder stärken“, so Bernhard Rapkay. Außerdem soll das Recht auf "Datenübertragbarkeit" Verbrauchern ermöglichen, ihre Daten vom alten zum neuen Dienstanbieter mitzunehmen. „In Zukunft werden die Verbraucher in Europa „mit den Füßen abstimmen“, wenn sie mit einem Dienstleister nicht mehr zufrieden sind. Sie brauchen keine Angst mehr um ihre gepflegten Datenbanken wie ihr persönliches Adressbuch zu haben“, freut sich Bernhard Rapkay. Verstöße gegen die Datenschutzbestimmungen werden mit empfindlichen Strafen belegt. So ist derzeit vorgesehen, dass ein Strafgeld von bis zu 2% des Jahresumsatzes des betroffenen Unternehmens verhängt werden kann. Dies würde beispielsweise bedeuten, dass der 2008 verurteilte Discounter LIDL für die Überwachung seiner Mitarbeiter nicht 1,5 Millionen EUR Strafzahlung sondern nach neuem Recht zu bis zu 617Millionen Euro hätte leisten müssen.

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Premiere

EhrenTag

75 Jahre Heinz Henning

Die Dialogbox tritt von Kamen den Weg durch Deutschland an Doppelte Premiere auf dem Alten Markt

Ortsvorsteher feiert Geburtstag

Ortsvorsteher Heinz Henning vor dem Kamener Rathaus.

Kamen-Mitte. Unser Genosse Heinz Henning wurde vor wenigen Tagen 75 Jahre alt. Dazu von der Redaktion des Sesekekuriers unseren herzlichen Glückwunsch. Heinz Henning ist ein Kamener Gesicht. Ein Gesicht, das bekannt ist. Ein Mann, der sich für seine Mitbürgerinnen und Mitbürger in vielfältiger Weise einsetzt – unabhängig von seiner Parteizugehörigkeit. Seit 1996 ist er Ortsvorsteher mit Leib und Seele. Stets ansprechbar. Heinz Hennig hört zu, moderiert und versucht zu helfen und und denjenigen Lösungen anzubieten, die Kontakt zu ihm aufnehmen Dabei ist es völlig unerheblich, ob es sich um größere oder auch vermeintlich kleinere Probleme handelt. Seine Beharrlichkeit, nicht nur auf der politischen Bühne, wird geschätzt. Dazu passt, dass er Kamen zu seinem Lebensmittelpunkt gemacht hat. Seit 60 Jahren lebt Heinz Hennig in Kamen. Viele Jahre hat er als Anzeigen

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Aktuelles aus der Mitte

Nr. 1 | Sommer 2013

Bergmann auf der Schachtanlage Monopol gearbeitet. Als aktiver Gewerkschaftler und Mitglied der Arbeiterwohlfahrt aber auch in anderen Vereinen und Verbänden engagiert, war und ist Heinz Henning den Menschen immer ganz nah. Insofern wird sich der Sozialdemokrat aus Überzeugung auch künftig für die Verbesserung der Lebensbedingungen seiner Mitmenschen einsetzen. Wer Heinz Henning kennt, weiß, dass ihm dies gelingen wird. Rückendeckung erhält er unermüdlich von seiner Frau Ingeborg, die selbst SPD-Mitglied ist und ohne deren Hilfe sein motivierter Einsatz für die Menschen, die ihm wichtig sind, nicht so leicht wäre. Die Redaktion wünscht ihm eine gehörige Portion Gesundheit und natürlich die Kraft, dass er weiter so engagiert seine Funktion als Ortsvorsteher des Stadtteils Kamen-Mitte ausüben kann.

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Kamen-Mitte. Eine gelungene Doppelpremiere wurde am 1. Mai auf dem Alten Markt in Kamen gefeiert. Der DGB hielt zum ersten Mal seine tradionelle Maikundgebung unter dem neuen Maibaum ab. Bei strahlendem Sonnenschein hörten zahlreiche Besucher die Ansprache des DGB-Vorsitzenden Hans-Jürgen Zimmer und die Mairede des Verdi-Beauftragten Uwe Fleißig. Daneben gab es die Möglichkeit, sich bei Gewerkschaften und Verbänden zu informieren und natürlich sich an der guten Erbsensuppe

lerkandidat Peer Steinbrück spontan nach Kamen und stellte sich den Fragen der Kamener. Zum Schrecken seiner Sicherheitsleute mischte sich der ehemalige Bundesfinanzminister und NRW-Ministerpräsident mitten unter die Leute und scheute den direkten Kontakt zu den Menschen nicht. Dabei war es für Steinbrück natürlich ein Heimspiel, denn viele der Anwesenden kannte er noch aus seiner Zeit als Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Kamen-Bergkamen-Bönen. Auch deshalb hatte die SPD-

Kanzlerkandidat Peer Steinbrück mit Kamener Jusos auf der Dialogbox

des DRK zu stärken. Ein Hin- Parteizentrale in Berlin Kamen gucker auf dem Markt war als Startpunkt für die Dialogdie Dialogbox der SPD. Man box ausgesucht. Insgesamt war konnte sie sogar beisteigen und es eine gelunge Premiere und den tollen Blick über den alten die Tipps und VerbesserungMarkt genießen. Die Dialog- vorschläge der Kamener SPD box feierte in Kamen Premiere nahmen die Mitarbeiter des - von hier aus geht sie in 75 Willy-Brandt-Hauses dankend Städte in ganz Deutschland. An auf. Selbstverständlich ist die ihr wollen Politikerinnen und Box schön anzusehen, aber das Politiker der SPD mit Bürgerin- Prinzip ist natürlich nicht neu, nen und Bürgern ins Gespräch die SPD in Kamen-Mitte hat kommen und ihre Anregungen jeden ersten Samstag im Monat und Fragen direkt vor Ort hören ihren Stand in der Fußgängerund mitnehmen. Aus diesem zone. Kommen Sie doch einfach mal zu einen Gespräch vorbei! Grund kam1 auch SPD-Kanz-15:50:44 Druckvorlage.pdf 08.05.2013

Das neue Bahnhofsumfeld - ein Großprojekt ist beendet Kamen-Mitte. Das ehrgeizigste Großbauprojekt der Kamener Stadtgeschichte ist Geschichte. „Ich bin sehr froh, dass es trotz der sich immer weiter zuspitzenden und dramatischen Haushaltssituation gelungen ist, das Bauprojekt mit dem Arbeitstitel Optimierung des Bahnhofsumfeldes mit Netzschluss Innerer Ring zum Ende des zurückliegenden Jahres fertigzustellen“, so Bürgermeister Hermann Hupe. „Alle Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung können zu recht stolz sein, ein Projekt dieser Größenordnung mit einem Gesamtvolumen von rd. 12,8 Millionen Euro gestemmt zu haben“. Mit rd. 5,3 Millionen Euro förderte das Land NRW das Projekt. In der Tat war, als die Planungen zum Netzschluss Innerer Ring Anfang der 90-er Jahre begannen, nicht absehrbar, wie sehr sich die Haushaltslage der nordrhein-westfälischen Kommunen in den Folgejahren verschlechtern würde. Als der Startschuss für die Großbaumaßnahme im Juli 2009 fiel, war der städtische Haushalt bereits in eine dramatische Schieflage geraten. Die Kamener Probleme waren bekanntlich nicht hausgemacht.Auch die Situation in an deren Städten und Gemeinden in NRW war ähnlich prekät. Aus diesem Grund ist Hermann Hupe äußerst dankbar für die funktionierende Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Unna und dem Regierungspräsidenten in Arnsberg. Während der rd. 42-monatigen Bauzeit wurde in enger Kooperation versucht, während des Nothaushaltes die Grundlage für eine gesicherte Finanzierung der Baumaßnahmen zu gewährleisten.

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Aktuelles aus der Mitte

jubiläum

Nr. 1 | Sommer 2013

150 Jahre spd

Monopol 2000 plant 140-Jahr-Feier Bergbautradition muss lebendig bleiben

Zeche Monopol im letzten Jahrhundert

Kamen-Mitte. Die Mitglieder des Fördervereins Monopol 2000 planen in diesem Jahr die 140-Jahr-Feier am Schacht Grillo I im Technologiepark. Zur grundlegenden Vorbereitung auf die 140-Jahr-Feier will man sich auch intensiver mit der Geschichte der Zeche beschäftigen. Dazu gibt es Unterstützung durch die Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung e.V. (REVAG), die Geschichtskreise im ganzen Ruhrgebiet fördert. Weitere Unterstützung kommt vom Haus der Stadtgeschichte in Kamen. Hier hat bereits ein Treffen mit dem Stadtarchivar

Robert Badermann stattgefunden. Die Ergebnisse der Arbeit sollen dann bei der 140-JahrFeier am Schacht im September 2013 präsentiert werden. Weitere Programmpunkte und Attraktionen werden Führungen ins Fördermaschinengebäude, traditionelle Bergbau- und Livemusik, bergbaubezogene Verkaufsstände und Ausstellung von schwerer Bergbautechnik sein. Natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die Knappenvereine aus Kamen haben ihre Unterstützung für die 140-Jahr-Feier schon zugesagt.

Info: Monopol 2000 Der Verein Monopol 2000 (Verein zu Förderung der Bergbau- und Industriekultur in Kamen) hat sich wie der Name es andeutet im Jahr 2000 gegründet. Monopol 2000 widmet sich der ideellen und materiellen Unterstützung und Förderung der Bergbau- und Industriekultur in der Stadt Kamen im Sinne von Bildung, Kultur, Wissenschaft, Forschung und Denkmalschutz. Insbesondere geht es ihm um den Erhalt des Fördergerüstes des Bergwerkes Ost/Monopol Schacht Grillo I und der Durchführung von Ausstellungen und Veranstaltungen auf dem Gebiet der Geschichte, Kultur und Kunst zur Förderung der bergmännischen Tradition. Vorsitzender des Vereins ist Ulrich Marc. Stellvertreter sind Manfred Wiedemann und Dietrich Wobker. Kontakt: Tel.: 02307 234811, E-Mail: info@monopol2000.de

Seit 150 Jahren Kampf für die gerechte Sache Wandel zur Volkspartei begann vor 60 Jahren in Kamen

Kamen-Mitte.Die SPD blickt in diesem Jahr auf 150 Jahre Sozialdemokratie zurück. Die Geschichte der Partei war und ist aber nie Selbstzweck. Sie bedeutet 150 Jahre Kampf und Engagement für Demokratie, Freiheit, soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Für viele Errungenschaften, die man heute als selbstverständlich hinnimmt, haben Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten mit Ausgrenzung, Haft oder gar Tod bezahlt. „Ohne SPD keine Demokratie, Freiheit, soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung in Deutschland“

Das ist die These des Vorsitzenden der historischen Kommission beim Parteivorstand der SPD Prof. Dr. Bernd Faulenbach. Obwohl er im Jubiläumsjahr viele Termine hat, kam er am 25.4.2013 nach Kamen, um im Haus der Stadtgeschichte über die lange demokratische Tradtion der SPD zu referieren. Faulenbach war nicht zum ersten Mal in Kamen, bereits vor fünf Jahren würdigte er Otto Wels Rede zum Ermächtigungsgesetz 1933 im Haus der Stadtgeschichte. „Damals gingen die Sozialdemokraten in den Sitzungssaal, der von bewaffneten SA-Trupps umstellt war. Obwohl sie um ihre Gesundheit und ihr Leben fürchten mussten, stimmten sie als einzige gegen das Gesetz. Ein Vorbild für jeden aufrechten Demokraten“, mahnte Faulenbach auch in diesem Jahr in einer engagierten Rede vor der historischen

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Willy Brandt 1966 in Kamen

Flagge der Kamener SPD, die im Haus der Stadtgeschichte zu sehen ist und die die Nazizeit in einem Versteck im Kohlenkeller überlebt hatte. Wandel zur Volkspartei

Die SPD hat sich in ihrer Geschichte immer wieder auf neue Herausforderungen einstellen müssen. Nach dem zweiten Weltkrieg musste sie erst ihre Rolle in der neuen Republik finden und sich zur Volkspartei entwickeln. Wesentliche Impulse dazu gab es aus Kamen. Hier gründete sich 1948 der Bergheimer Kreis, benannt nach der Gaststätte am alten Markt. Man wollte die sog. „HJ-Generation“ für die Demokratie mit Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen gewinnen. Erster Vorsitzender war Fritz Holthoff, später Kultusminster in Düsseldorf. Sein Nachfolger wurde Gerd Holtmann, der dann als Leiter der Festspiele in Recklinghausen fungierte. Nicht zuletzt kam Jürgen Gir-

gensohn hinzu, der später als Kultusminister zum Vater der Gesamtschule wurde und die Grundschulen in ganz NRW reformierte. Der Bergheimer Kreis bekam bald bundesweite Beachtung. Fritz Erler, Herbert Wehner und Erich Ollenhauer, nahezu die gesamte damalige Parteispitze referierte dort. „Was die Jugend denkt“ Nach der verlorenen Bundestagswahl 1953 verfasste der Bergheimer Kreis sein Papier „Was die Jugend denkt“ und verschickte es an alle Abgeordneten sowie alle Gliederungen der SPD in Deutschland. Teile dieser programmatischen Schrift beeinflussten die SPD so stark, dass sie im Godesberger Programm von 1959 zu finden sind. Man kann also mit Recht behaupten, dass der Grundstein für die Wende der SPD zur Volkspartei und der Aufstieg in den sechziger Jahren unter Willy Brandt am alten Markt in Kamen gelegt wurde.


Nr. 1 Seseke.kurier Sommer 2013