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8 Linie Mitteilungen der SP Horburg/Kleinhüningen

Nr. 02|09

2er über die Johaniterbrücke

Fehler der Sechziger korrigieren «Die Tramlinie 2 über die Johanniterbrücke wurde seinerzeit durch eine Trolleybuslinie ersetzt. Dies war aus heutiger Sicht in der Tat ein Fehlentscheid, weil durch die Umstellung eine wichtige Ausweich- und Umleitroute im Tramnetz wegfiel und das BVB-Netz so abgewertet wurde.» so lautete das klare Verdikt der Regierung in ihrem Ratschlag vom 26. September 2006. Die Achse zwischen den beiden Bahnhöfen durch die Feldbergstrasse ist eine der meistgenutzten Strecken des öffentlichen Verkehrs in Basel – zumal sie so wichtige Punkte wie die Universität, das Universitätsund Frauenspital und bald auch das Kinderspital aber auch extrem dicht besiedeltes Wohngebiet auf beiden Seiten des Rheins einschliesst.

Zu Spitzenzeiten ist die Buslinie 30 regelmässig so überlastet, dass die Chauffeure nicht einmal mehr die Türen offen, da schlicht kein Platz für weitere Fahrgäste vorhanden ist – und dies obwohl die BVB bereits die grössten Busse ihrer Flotte einsetzen und eine Taktverdichtung wohl kaum mehr möglich ist. Aber auch für den Rest der Stadt bietet eine zweite Tramlinie durch das mittlere Kleinbasel klare Vorteile, kann sie doch massgeblich zu einer Entlastung der Innenstadt beitragen. Zudem ist der heute übliche Einsatz von Diesel betriebenen Bussen bezüglich der Schadstoffbelastung keinesfalls zeitgemäss. Von diesen offensichtlichen Gründen, welche für die Initiative www.protram-basel.ch sprechen, abgesehen hat die Rückkehr des Trams in die FeldFortsetzung auf Seite 2

Protokoll der Generalversammlung 2008 Seite 2 Neues Co-Präsidium Sabine Canton und Chaim Howald stellen sich vor Seite 3 «Adie Linie 8!» Daniel Kobell verabschiedet sich als Redaktor Seite 4


Linie 8 Fortsetzung von Seite 1

bergstrasse eine ganze Reihe positiver sekundär Effekte – denn egal wie sie ausgestaltet wird, für den Transitverkehr bringt sie Einschränkungen mit sich. Und genau hier liegt der grösste Nutzen für unser Quartier: Ist die Feldbergstrasse in ihrer heutigen Ausgestaltung doch aus verschiedenen Gründen für das Kleinbasel problematisch. Zum einen bildet sie eine für Radfahrer und Fussgänger gefährliche Barriere, die das Quartier quasi in zwei Hälften spaltet. Vor allem für Familien mit kleinen Kindern bedeutet die gefährliche Rennstrecke mitten durch eines der am dichtesten Besiedelten Quartiere Basels eine klare Abwertung der Wohnsituation. Zum andern sehe ich als Anwohner bei jeder Fensterwäsche anhand von Russ und Reifenabrieb, dass nicht allein die vom Transitverkehr ausgehende Unfallgefahr untragbar ist, vielmehr und vor allem nachhaltiger schadet die extreme Schadstoffbelastung nicht nur den direkten Anwohnern sondern allen Leuten im mittleren Kleinbasel. Aus diesen Gründen bitte ich euch, nicht nur selber den Initiativbogen zu unterschreiben, sondern auch aktiv in eurem Umfeld zu sammeln. Ein Bogen liegt dieser Linie 8 bei, weitere können unter der oben angegebenen Adresse herunter geladen werden.

Protokoll vom 10. Februar 2009

Generalversammlung 2009 1. Co-Präsident Daniel Wagner begrüsst die 26 Anwesenden. 2. Die Traktandenliste wird wie folgt geändert: Neuaufnahmen folgen nach der Wahl des Tagespräsidenteten und der Antrag des Co-Präsidiums erfolgt vor den Wahlen. 3. Es wird kein Tagespräsident benötigt, da ein neues Präsidium gewählt wird. 4. Die beiden Neumitglieder Bernhard Mani und Daniel Regenass stellen sich vor. Sie werden einstimmig aufgenommen. 5. Das Protokoll der GV 2008 wird genehmigt. 6. Berichte: Das Co-Präsidium ergänzt den Jahresbericht 2008 mündlich. Der Jahresbericht wird einstimmig angenommen. Der Kassier und die Revisoren berichten über die Kasse. Der Kassenbericht wird einstimmig angenommen. 7. Der Vorstand wird einstimmig entlastet. 8. Budget: Alex Zürcher stellt das Budget 2009 vor, welches einstimmig angenommen wird. Die Mitgliederbeiträge werden belassen. 9. Das Co-Präsidium von Daniel Wagner und Daniel Kobell wird von verschiedenen Rednern verdankt und verabschiedet. Man bedauert den Rücktritt. Das Co-Präsidium verabschiedet und verdankt die beiden Vorstandsmitglieder Käthi Grossenbacher und Brigitte Wenger Sahin, sowie die Grossrätin Erika Paneth. 10. Antrag des Co-Präsidiums über eine gemeinsame Sektion mit dem QV CWH zur Sektion SP-Kleinbasel. Es erfolgt eine Diskussion dafür und dagegen. Hauptargumente Pro: SP-Kleinbasel entspricht dem Wahlkreis. Fast nur noch gemeinsame Anlässe. Grenze ist Willkürlich. Basis versteht Trennung nicht. Hauptargumente Kontra: Zu grosser Unterschied zwischen CWH und HK. Nicht aus Schwäche Fusionieren. Dem neuen Co-Präsidium eine Chance geben. Nach der Diskussion erfolgt die Abstimmung. Mit 10 zu 14 Stimmen wird der Antrag des Co-Präsidiums abgelehnt. 11. Antrag Elisabeth Tschudi: Das neue Co-Präsidium muss mehr Mitgliederaktivitäten vorweisen und spätestens an der nächsten GV eine positive Aktivitätsbillanz vorweisen können. Der Antrag wird angenommen. 12. Wahlen Sabine Canton und Chaim Howald stellen sich als neues Co-Präsidium vor. Das neue CoPräsidium wird mit Mehrheit gewählt. Der Kassier Alex Zürcher wird mit Mehrheit bestätigt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Rachel Rohner, Hasan Kanber und Reiner Schümperli werden mit Mehrheit bestätigt. Neu in den QV-Vorstand werden Rolf Hirz, Daniel Regenass und Hüseyin Akin gewählt. Als Revisoren werden Elisabeth Tschudi, Markus Rubin und Eugen Binkert gewählt. Als Mitglied in den Vorstand SP-Basel wird Chaim Howald gewählt. Als Delegierte in der Kantonalpartei sind gewählt: Elisabeth Tschudi, Felix Leimgruber, Hasan Oezcelik, Haci Akdas, Kaspar Suter, Daniel Wagner und Daniel Kobell als Bisherige, sowie neu Bernhard Mani. Nominiert zu Handen der DV SP-Basel als Delegierter SP-Schweiz wurde Kaspar Suter und als Ersatz Hasan Kanber. 13. Es lagen keine weiteren Anträge vor. 14. Unter Diverses wurden die aktuellen Veranstaltungen angekündigt Für das Protokoll Daniel Kobell


Linie 8 Neues Co-Präsidium im QV Horburg / Kleinhüningen An der letzten Generalversammlung wurde mit 14 zu 10 Stimmen entschieden, nicht mit dem QV CWH zu fusionieren, sondern unseren QV H/K selbständig weiter zu führen. Wir – das neue Co-Präsidium – sind sehr froh über diesen Entscheid. Die Struktur der SP Basel-Stadt mit ihrer Verankerung in den Quartieren ist erfolgreich und enorm wichtig für die Basisarbeit. Das es in Kleinbasel zwei Quartiervereine gibt, ist kein Zufall. Die Bevölkerungsstruktur in den Quartieren ist sehr unterschiedlich, die damit verbundenen Probleme sind es ebenso. Wenn wir die Bevölkerung mobilisieren und für unsere Politik gewinnen wollen, müssen wir bei uns, in unserem Geviert, aktiv sein. Hier im Quartier kennen wir die Leute, wir kennen die Beizen, die Läden, die Schulen und die Angebote an Freizeit für Kinder, Jugendliche usw. Und da wo wir finden, dass etwas schiefläuft bzw. wo Verbesserung nötig und möglich ist, da wollen wir intervenieren. Es versteht sich von selbst, dass wir, d.h. das Präsidium, das nicht alleine bewerkstelligen können. Wir sind auf einen aktiven Vorstand und auf aktive Mitglieder in unserem QV angewiesen. Deshalb: mischt euch ein! Gebt uns Hinweise, wo wir uns einbringen sollen, wo wir unsere Standpunkte vertreten müssen und wo wir allenfalls eingreifen müssen um unsere Interessen – die Interessen unserer Quartierbewohnerinnen und Quartierbewohner - zu vertreten. Das ist durchaus als Aufruf an euch alle zu verstehen! Wir vom Präsidium versprechen euch, eure Hinweise, Anliegen und Eingaben aufzunehmen, mit euch zu diskutieren und aktiv zu werden. In einem Jahr findet wieder eine Generalversammlung unseres Vereins statt. Dann können wir eine erste Bilanz ziehen, ob es gelungen ist, unserem QV erneut Leben einzuhauchen, wie wir uns das erhoffen. Wir danken euch herzlich für euer Vertrauen und freuen uns sehr auf viele Begegnungen, Versammlungen und aktive Unterstützung aus euren Reihen. Das Co-Präsidium Sabine Canton & Chaim Howald

Sabine Canton Ich bin 1963 in Basel geboren und nach diversen Umzügen in Baselland und Zürich 1986 wieder in Basel gelandet. Seit 2000 wohne ich im Kleinbasel, genauer in Kleinhüningen. Ich schätze die Vielfalt in Kleinhüningen sehr: die Nähe zum Rhein und zur Wiese mit Dreiländereck und Hafen und die Lebendigkeit im Quartier mit den verschiedenen Beizen, Läden usw. Seit 2003 bin ich Mitglied unseres QV›s – der so genannte «Blocher-Effekt» hat mich aktiv werden lassen. Seit 2007 bin ich Mitglied im Vorstand und konnte dabei Einblicke in die Arbeit in unserer Sektion und andere Parteiaktivitäten gewinnen. Mir ist es ein Anliegen, unseren QV zu helfen, wieder aktiver zu werden und ich habe mich deshalb für das Co-Präsidium zur Verfügung gestellt. Ich bin überzeugt, dass das zusammen mit Chaim bestens funktionieren wird, sein Netzwerk innerhalb der Partei ist unglaublich.

Meine Interessen gelten vor allem der Integrations- und der Sozialpolitik. Ich möchte mich dafür engagieren, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner in unserem Quartier so leben können, wie es für sie richtig ist und dass sie mit ihrer Lebensweise akzeptiert werden. Ebenso wichtig ist mir die Schaffung von Chancengleichheit in Schule und Beruf und der Schaffung der dafür benötigten Strukturen und Einrichtungen, um diese zu erreichen; sei es für Kinder, Jugendliche oder Frauen. Beruflich bin ich Abteilungsleiterin beim Parlamentsdienst BaselStadt und bin zuständig für die Organisation der Sitzungen des Grossen Rates. In meiner Freizeit lese und wandere ich gerne.

Chaim Howald Geboren 1982, bin ich 2001 bei meinen Eltern in Allschwil aus- und ins Kleinbasel eingezogen - bewusst dahin, wo Basel am lebendigsten ist und einem die meisten Möglichkeiten zur Entfaltung bietet. Wegen diesen Qualitäten - und dem einzigartig städtischen Charakter des Quartiers mit seiner emsigen Betriebsamkeit und seiner kulturellen Vielfalt - bin ich dem Kleinbasel, auch nach mehreren Wohnungswechseln, treu geblieben. Nachdem ich mich bereits in meiner frühen Jugend in den entsprechenden Gefässen – etwa dem Jugendnaturschutzbund oder dem Jugendparlament – mit politischen Fragestellungen auseinandergesetzt habe, trat ich mit 17 Jahren schliesslich der JUSO Schweiz bei und wurde Gründungsmitglied der JUSO beider Basel, in der bzw. ihrer Nachfolgeorganisation ich bis heute Mitglied bin. Seit 2005 bin ich Delegierter in der SP Basel Stadt - zuerst als Vertreter der JUSO, seit meinem Eintritt in unseren Quartierverein 2006 für den H/K. Zwischen Anfang 2007 und Ende 2008 war ich zudem Vertreter der JUSO im Parteivorstand der SP BS und seit Anfang 2008 leite ich die Sachgruppe für Stadtentwicklung und Verkehr (S&V) der SP BS. All diese Erfahrungen sowie das Wissen mit Sabine eine äusserst starke Partnerin an meiner Seite zu haben, haben mich dazu veranlasst, für unseren QV die Arbeit des Copräsidiums übernehmen zu wollen. Inhaltlich bewegen mich vor allem Fragen der sozialen Gerechtigkeit und der Chancengleichheit mit allen ihren Facetten. Ich bin der festen Überzeugung, dass weder die Herkunft (geographisch wie sozial) noch das Geschlecht oder das Alter für eine Person zu Nachteilen führen darf. Das bedeutet auch, dass einem Quartier wie dem unteren Kleinbasel mit seiner demographischen Situation besondere Beachtung geschenkt werden muss, weil gerade hier die Bedürfnisse der Bevölkerung und die Situation, wie sie sich heute in vielerlei Hinsicht präsentiert, stark auseinander gehen. So ist mir eine Erweiterung des ÖV Netzes und die Beruhigung des motorisierten Individual- zu Gunsten des Langsam- Verkehrs eben so ein Anliegen wie der Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Grünflächen und anderer Freiräume zur Freizeitgestaltung. Als Student der nano-Wissenschaften (Abschluss voraussichtlich im Sommer 2010) verdiene ich meinen Lebensunterhalt zum Teil mit einer 20 % Anstellung als Verkäufer für Weine und Spirituosen bei einem bekannten Basler Spezialitätengeschäft.


Linie 8 Daniel Kobell verabschiedet sich als Redaktor

«Adie Linie 8!»

Dies ist die letzte Ausgabe der Linie 8 die ich für den QV erstellte. Nachfolger für Layout und Redaktion werden gesucht. Vielleicht löst meine kleine Verabschiedung und der Wunsch nach der «Linie 8» eine neue Begeisterung aus. Hoffen wir, dass es bald heissen kann: «Hoi Linie 8». Die Gestaltung und Redaktion der «Linie 8» hat mir trotz der vielen Arbeit, immer Spass gemacht. Ich habe versucht über die Grenzen des Quartiers und der Stadt hinaus Themen aufzugreifen, die für Kleinbasler Genossinnen und Genossen von Interessen sind. Und natürlich durften auch nicht Themen aus dem «Kuchen» fehlen. So hoffe ich, dass die Beiträge unserer kleinen Zeitung eine Stimme für eine solidarische und soziale Stadt sein durfte. Und ich möchte hier allen Danken, die mit Ihren Artikeln, Fotos, Kontakten und Hinweisen, mit für brisanten und spannenden Inhalt gesorgt haben. Danken möchte ich auch den Interviewpartnerinnen und -partnern für Ihr Vertrauen, sowie den vielen Danksagungen für die Arbeit. Für die SP-KMU wird man demnächst wieder von mir hören.

Termine 2009 Sektion: Keine Veranstaltung. Wer eine Veranstaltung anregen oder organisieren möchte, meldet sich bitte beim Vorstand. Vorstandssitzungen, welche für alle Mitglieder offen sind, im «Bäizli», Bärenfelserstr. 36. - Dienstag, 17. März, 20 bis 22 Uhr - Dienstag, 14. April, 20 bis 22 Uhr - Dienstag, 5. Mai, 20 bis 22 Uhr - Dienstag, 9. Juni, 20 bis 22 Uhr - Dienstag, 18. August, 20 bis 22 Uhr - Dienstag, 8. September, 20 bis 22 Uhr - Dienstag, 13. Oktober, 20 bis 22 Uhr - Dienstag, 3. November, 20 bis 22 Uhr - Dienstag, 8. Dezember, 20 bis 22 Uhr Kantonalpartei: Montag, 10. März, 20 Uhr Volkshaus, im Union-Saal, Rebgasse 12 Delegiertenversammlung SP Basel-Stadt Freitag, 27. März Neuenburg KoKo SP Schweiz Samstag, 28. März Neuenburg Delegiertenversammlung SP Schweiz Montag, 30. März, 19.30 Uhr Volkshaus, im Union-Saal, Rebgasse 12 Jahres-Delegiertenversammlung SP Basel-Stadt

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Öffentlichkeitsarbeit und Werbung

Mittwoch, 1. April, 18 bis 21 Uhr HeuBar am Heuberg 40 HeuBar Montag, 27. April, 20 Uhr Volkshaus, im Union-Saal, Rebgasse 12 Delegiertenversammlung SP Basel-Stadt

Impressum Mitteilungsblatt des Sozialdemokratischen Quartiervereins Horburg/Kleinhüningen www.sp-bs.ch/sektionen/hk Nr. 02|09, März 2009 Auflage: 160 erscheint 5 bis 8 mal jährlich Herausgeber: Vorstand des Quartiervereins Horburg/Kleinhüningen PC-Nr. 40-12276-3 Redaktion und Layout: Daniel Kobell sp@kobell.ch Kandererstrasse 6, 4057 BS Fon +41 79 317 01 23 Produktion: Commpact AG, Basel

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