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8 Linie Mitteilungen der SP Horburg/Kleinhüningen

Nr. 02|06

Vortrag von Ruedi Brassel

Verschiedene Arten Rot zu werden Dienstag, 14. März um 20 Uhr im Restaurant Neptun Die SP Schweiz hat sich im letzten Jahr daran gemacht, ein neues Parteiprogramm auszuarbeiten. Seit 1982, als das letzte Programm verabschiedet worden ist, hat sich Vieles verändert. Nicht nur in der politischen Welt-Un-Ordnung, sondern auch in den Bestrebungen zur Deregulierung und zum neoliberalen Umbau der Gesellschaft. Die Linke begegnet diesen Versuchen damit, dass sie den Service Public verteidigen, die soziale Marktwirtschaft erhalten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt bewahren will. Diese Werte sind weit mehr als Gegenbegriffe gegen den Angriff von rechts. Ihre Wurzeln reichen tief in die Geschichte des sozialistischen Denkens und Handelns. Sie hängen zusammen mit den Visionen der Linken für eine solidarische Gesellschaft und weisen hinaus über die Logik des Kapitalismus. Gerade angesichts des rasanten sozialen Wandels ist eine bewusste Auseinandersetzung mit den Strömungen und den Zielen der sozialistischen Bewegung notwendig. Diese Geschichte zeigt: Es gab und gibt verschiedene Arten, rot zu werden und links zu sein. Anhand eines Abrisses der Geschichte der Programme der SP Schweiz seit 1888 möchte ich zeigen, dass in der Sozialdemokratie verschiedene Traditionen verschmolzen sind - mehr oder weniger widersprüchlich. Wenn wir heute die Ausarbeitung eines neuen Programms in Angriff nehmen, tun wir gut daran, dies im Bewusstsein dieser Geschichte zu tun. Ruedi Brassel

Die Veranstaltung wird gemeinsam von den Quartiervereinen Horburg-Kleinhüningen und Clara-Wettstein-Hirzbrunnen organisiert

Sektionsversammlung: Donnerstag, 24. Januar Die wichtigsten Beschlüsse und Wahlen auf Seite 3 Neuer Co-Präsident Als neuer Co-Präsident wurde Daniel Kobell gewählt. Autoporträt auf Seite 2


Daniel Kobell ist der neue CO-Präsident

Das Gewerbe nicht vergessen… Ein Interview mit sich selber

Sich selber vorzustellen ist etwas vom schwierigeren, was ich in letzter Zeit gemacht habe. Die Frage stellt sich, was interessiert euch Genossinnen und Genossen? Was wollt Ihr wissen? Wie fange ich an? Darum versuche ich ein Interview mit mir selber… Dani, oder lieber Daniel? Wie möchtest Du gerufen werden? In meiner Heimat, dem Emmental, hat man mich Dänu oder Danggu genannt. In Willisau, wo ich bei Niklaus Troxler den Beruf zum Grafiker lernen durfte, rief man mich meist Dani. genauso wie in Zürich und Langenthal, meinen Wohnorten während dem Fachhochschulstudium und meiner ersten Arbeitsstelle als Designer. Nur die eingefleischten Kleinbasler rufen mich manchmal Dänny. Mögen tu ich alle Rufarten, wenn sie freundlich sind. Also, Dani, Du bist erst seit einem Jahr in der SP und jetzt schon Co-Präsident des Quartiervereins Horburg-Kleinhüningen. Ist das nicht eine steile Polit-Karriere? Als mich Dani Wagner am Weihnachtshöck fragte, ob ich mir eine aktive Mitarbeit im Vorstand und eventuell als Co-Präsident vorstellen kann, sagte ich ihm spontan zu. Meine definitive Zusage gab ich aber erst nach einem intensiven und spannenden Gespräch. Da mich Dani Wagner gekonnt in das CoPräsidium einführt, freue ich sehr auf die Aufgaben die auf mich zukommen. Warum bist Du vor einem Jahr der SP beigetreten? Es gibt einiges, das mich in und an der Stadt Basel beschäftigt. Und, nur mit Freunden über Politik diskutieren befriedigt nicht. Ich will einen Beitrag an die Stadt leisten, die mir in den letzten 16 Jahren lieb geworden ist. DIe SP wählte ich rein statistisch; ich verglich meine Abstimmungs- und Wahleingaben mit den Empfehlungen der mir sympathischen Parteien - und die SP Basel-Stadt war beinahe identisch. Hast Du, ausser Diskussionen, andere politische Erfahrungen und wo bist Du engagiert? Für meine beiden Zieh-Kinder engagierte ich mich im Elternrat der OS-Schulen Dreirosen und Sandgrube. Dabei verstand ich dieses Engagement weiter als die Organisation eines Schulhausfestes. Im GEROS engagierte ich mich damals für die Beibehaltung der Elternbestimmung für den Gymnasialübertritt und die Stärkung der WBS, gegenüber den Gymnasien. Die Anliegen konnten zwar nicht in der gewünschten Form durchgesetzt werden. Vieles, wofür ich mich damals einsetzte, ist heute zum Wohl der Kinder Realität. Die Elternwahl zum Gymnasium ist aber definitiv ad Acta gelegt, war das nicht eine Niederlage? In den Dimensionen Niederlagen und Gewinn denke ich nicht. Die andere Meinung ist genauso berech-

Foto: Sabina Stucky

tigt wie die meine. Ich gehe davon aus, dass argumentierte Meinungen, wohl überlegt und auch gut gemeint sind. Solange keine Plattitüden, Hetzereien und Beleidigungen vorgebracht werden, lohnt es sich gut hinzuhören und hinzuschauen. Man kennt Deinen Namen und Dein Gesicht von der Zeit als Schulleiter der NSH i-School, was macht Du heute beruflich? Leider ist die wirtschaftliche Entwicklung der IT-Branche mit einer Verunsicherung über berufliche Weiterbildungen einhergegangen. Darum mussten alle grossen Informatik-Schulen schliessen oder massiv redimensionieren. So lernte ich die andere Seite meiner Berufsberatungstätigkeit als Schulleiter kennen. Ich musste mich, wie viele andere, um eine neue Tätigkeit kümmern. Mein Weg führte mich zu meinem angestammten Beruf zurück. Seit diesem Jahr bin ich Partner in der Kommunikationsagentur Commpact und wieder Kleinunternehmer. Beeinflusst das Dein Engagement in der Partei? Sicher. Ich habe festgestellt, dass das Kleingewerbe in der SP schlecht verankert ist. Die SP nimmt zu wenige Themen auf die die Kleingewerbler betreffen. Das kommt wahrscheinlich vom traditionellen Denken in Kategorien: Die Gewerbler sind bürgerlich bis rechts und demzufolge gegen die Gewerkschaft und die SP. Da die SP schon lange keine Arbeiterpartei mehr ist und die Gewerbler durchaus sozial Denken und Handeln, wünsche ich mir die intensive Thematisierung mit den Anliegen des Gewerbes. Dies ist insbesondere wichtig, da die meisten Arbeitsplätze im klein- und mittelständigen Gewerbe zu finden sind. Gleiches sieht man bei der Ausbildung - hier sind wir für unsere Zukunft gefordert. Das bedeutet, das Du Dich auch da engagierst? Richtig. Ich bin sowohl Mitglied im Gewerbeverband, wie in der Handelskammer, verschiedenen Berufsverbänden und den Gewerkschaften Comedia und Syndikat. Das SP-Netzwerk KMU, welches Eric Nussbaumer leitet, konnte ich letzten Monat besuchen, und ich kann es allen Unternehmerinnen und Selbständigen, die sozialdemokratisch denken, wärmstens empfehlen. Zum Schluss, welche Ziele hast Du Dir im ersten Co-Präsi-Jahr gesetzt? Das erste Ziel ist, für den Quartierverein Horburg-Kleinhüningen, als engagierter Co-Präsident zu wirken. Persönlich will ich die verschiedenen Quartiervereine und damit die Kantonalpartei und ihre Menschen kennen lernen. Weiter möchte ich, und das ist ein Wunsch an mich, meine politischen Anliegen aktiv in die Diskussion mit meinen Mitgenossinnen und Mitgenossen einbringen.


Linie 8 Zusammenfassung der Sektions-Generalversammlung vom Dienstag, 24. Januar 2006, 20 Uhr im Restaurant Neptun unter der Leitung von Daniel Wagner (Co-Präsident H/K). Nach Begrüssung der 19 anwesenden Mitglieder unseres QV’s, wurde das Protokoll der GV 2005 genehmigt. Danach wurde der Jahresbericht 2005 des Co-Präsidiums sowie der Kassabericht einstimmig genehmigt. Aufgrund des RevisorInnenberichts wurde dem Kassier die Décharge zu erteilen und der Kassier Alex Zürcher einstimmig entlastet. Bei der Festsetzung der Mitgliederbeiträge wurde kein Antrag auf Erhöhung gestellt. Das Budget 2006, welches für die Jahre 2006 und 2007 für Wahlen Rückstel-lungen von je Fr. 1‘000.-- vorsieht, wurde einstimmig genehmigt. Bei den Wahlen ist im Präsidium Toylan Senel aus persönlichen Gründen zurückgetreten, war aber bereit, Mitglied des Vorstands zu bleiben. An seiner Stelle stellt sich Daniel Kobell als Co-Präsident zur Verfügung. Er übernimmt auch von Werner Zürcher die Linie 8. Unter diesen Umständen war Dani Wagner bereit, das Co-Präsidium weiterzuführen. Beide wurden einstimmig gewählt. Alex Zürcher wurde als Kassier einstimmig gewählt. Des Weiteren wurden folgende weitere Vorstandsmitglieder wurden in globo einstimmig und mit Applaus gewählt: Käthi Iseli Grossenbacher, Betreuung von Neumitgliedern und Mutationen; Cäthi Hara-Maeder, Verdankungen, Medien; Iris Haueter-Hassami, Steckaktionen; Hasan Kanber, Grossrat, Migration; Martin Labuhn, Standaktionen, Internet (zusammen mit Daniel Kobell); Reiner Schümperli, Quartierorganisationen; Toylan Senel, Protokool; Werner Zürcher, Protokoll. Als RevisorInnen wurden Markus Rubin und Eugen Binkert gewählt, Elisabeth Tschudi als Suppleantin. Als Delegierte für die Kantonalpartei wurden Sabine Canton, Rolf Hirs, Felix Leimgruber, Erika Paneth, Rahel Rohner, Kaspar Sutter, Elisabeth Tschudi, Brigitte Wenger gewählt, wobei der Vorstand die Kompetenz hat, weitere Mitglieder zu wählen.

Vorankündigung Veranstaltungen April (Einladung mit Ort und Datum folgt)

Neues Wirtschaftskonzept der SP Schweiz - wir reden mit! Das Neue Wirtschaftskonzept der SP Schweiz wird Ende März publiziert. Die Sektionen haben im April Zeit, um sich dazu zu äussern. Die Sektionen CWH und H/K haben eine gemeinsame Veranstaltung beschlossen, die Kaspar Sutter (nationaler Delegierter) und Erika Paneth zusammen vorbereiten werden. Diese Veranstaltung wird Ende April stattfinden. Weil das Papier in diversen Arbeitsgruppen in einem aufwändigen Verfahren erstellt wurde, liest es sich spannend und berührt viele wesentliche Themen zur zukünftigen Strategie der SP Schweiz. Und da wollen wir schliesslich mitreden. Also, sobald der Text verfügbar ist, werden wir euch umgehend einladen, den Text an einer Sektionsveranstaltung zu diskutieren. Weitere Informationen zum Wirtschaftskonzept findet ihr auf der Seite www. sp-schweiz.ch und dort unter dem Kapitel: Erneuerung des Wirtschaftskonzepts der SP Schweiz. Mittwoch, 3. Mai, 20 Uhr im Hotel Merian Spitz (1. Stock)

Neue Bildungsverfassung - eine Information Abstimmungsvorlage vom 21. Mai 2006 Die neue Bildungsverfassung und ihre Folgen für Basel: Von der Primarschule, über die Berufsbildung bis zur Universität - nichts bleibt beim Alten! Die nächsten 10 Jahre sind bildungs- und forschungspolitisch so spannend wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wie und mit welchen Inhalten will die SP Basel-Stadt die grosse Bildungsreform auf Kantons- und Bundesebene mitgestalten? Anita Fetz, CWH-Mitglied, Ständerätin Basel-Stadt und Präsidentin der WBK (Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur), referiert zu diesem spannenden Thema, mit anschliessender Diskussion.

Sozialdemokratische Mitglieder willkommen… …da bin ich natürlich dabei:

und zwar als Vorstandsmitglied den QV leiten

als Delegierte/r bei der Kantonalpartei mitbestimmen (es hat noch Sitze)

zu politischen Aktionen und Diskussionen eingeladen werden

als aktives SP-Mitglied politisch und praktisch mitwirken

Name, Vorname, Adresse, Tel, e-mail:

Als Mitglied des Kantonalvorstands trat Reiner Schümperli unter Verdankung seiner Arbeit zurück. Martin Labuhn wurde als Nachfolger gewählt. Als Delegierter in die SPS wurde Kaspar Sutter gewählt. Für die Zusammenfassung des Protokolls Daniel Wagner

Talon senden an: Daniel Wagner, Offenburgerstr. 31, 4057 Basel Telefon 061 691 79 94, Natel 079 209 41 17, e-mail generationx@freesurf.ch


Termine 2006 Sektion: Dienstag, 14. März um 20 Uhr, Neptun «Verschiedene Arten Rot zu werden» Vortrag von Ruedi Brassel April (Ort und Termin wird bekannt gegeben) Wirtschaftschaftskonzept der SP Mittwoch, 3. Mai, 20 Uhr, Hotel Merian Spitz Neue Bildungsverfassung Vorstand:

mm www.co�pact.ch

in der Regel finden die Vorstandssitzungen, welche für alle Mitglieder offen sind, im Bärenbeizli, Bärenfelserstr. 36, statt Nächten Termin bei Daniel Wagner oder Daniel Kobell nachfragen Kantonalpartei: 16. März 2006, 20 Uhr, Gewerkschaftshaus Konferenz der Quartiervereinpräsidien 19. März 2006 2. Wahlgang für die Regierungsrat-Ersatzwahl 20. März 2006, 19 Uhr, Restaurant Löwenzorn Jahresversammlung der SP-Frauen BS 30. März 2006 Jahres-Delegiertenversammlung SP Basel-Stadt 5. April 2006, 18 bis 21.30 Uhr HeuBar am Heuberg 40 11. April 2006 Delegiertenversammlung SP Basel-Stadt

Öffentlichkeitsarbeit und Werbung

Einmaliges Angebot für Inserenten

Die Linie 8 erscheint ca. 5 mal jährlich und wird an die Mitglieder des SP-Quartiervereins Horburg/Kleinhüningen verteilt. Für Fr. 350.— im Jahr (oder Fr. 75.— pro Ausgabe) sind Sie dabei und unterstützen mit Ihrem Werbefranken ein attraktives und engagiertes Kleinbasel Inserenten melden sich bei Daniel Kobell, Kandererstrasse 6, 4001 Basel Tel. +41 79 317 01 23, sp@kobell.ch

Impressum Mitteilungsblatt des Sozialdemokratischen Quartiervereins Horburg/Kleinhüningen http://www.sp-bs.ch/qv_hk/ Nr. 02|06, März 2006 Auflage: 160 erscheint 5 mal jährlich Herausgeber: Vorstand des Quartiervereins Horburg/Kleinhüningen PC-Nr. 40-12276-3 Redaktion und Layout: Daniel Kobell sp@kobell.ch Kandererstrasse 6, 4057 BS Fon +41 79 317 01 23 Produktion: Commpact AG, Basel


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