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Dalbedyych Boscht Ausgabe Nr. 84 Februar 2009

Mitteilungen des Sozialdemokratischen Quartiervereins St. Alban-Breite-Innenstadt

Jahresbericht 2008 der Sektion ABI

Neue Statuten Vorschlag über Änderung der Statuten per GV

Im Interview Neues Präsidium und neuer Parteisekretär


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Editorial

Impressum

Liebe Leserinnen und Leser Redaktionsteam

Diese Ausgabe der DaBo steht im Zeichen der kommenden Generalversammlung. Der Jahresbericht und der Antrag des Vorstandes zur Statutenänderung dienen der Vorbereitung. Beachtet hierzu auch die der DaBo beigelegten Unterlagen. Nebst diesen Pflichtübungen erwarten euch aber auch vier spannende Interviews mit dem neuen Präsidium der SP Basel-Stadt und ihrem neuen Parteisekretär. Wir freuen uns auf eure rege Teilnahme an der Generalversammlung und wünschen jetzt viel Vergnügen beim Lesen!

Planung, Produktion & Gestaltung Andreas Müller apmueller@bluewin.ch Planung & Produktion Rahel Schmid schmidrahel@hotmail.com Planung & Sektionsfragen Stephanie Siegrist

Die Redaktion

Interesse an Bildungsfragen? Lust, bei der Schulentwicklung mitzureden? Mit der Einführung der Teilautonomie der Volksschulen Basel-Stadt wird ab dem Schuljahr 2009/2010 für jeden Standort der Orientierungsschule (OS) und der Weiterbildungsschule (WBS) ein Schulrat gewählt. Der Schulrat soll den Austausch zwischen Schule und Gesellschaft pflegen, indem er den Dialog zwischen den Lehrpersonen, der Schulleitung, den SchülerInnen den Erziehungsberechtigten und der Quartierbevölkerung fördert. Zwei VertreterInnen des jeweils siebenköpfigen Schulrates werden durch die politischen Parteien vorgeschlagen und vom Regierungsrat gewählt. Wer hat Interesse, in einem dieser Schulräte aktiv mitzuwirken? Weitere Auskünfte bei Dieter Wüthrich, Co-Leiter Parteisekretariat, Tel. 061/685‘90‘22, E-Mail: dieter.wuethrich@sp-bs.ch

siegrist.sp@bluewin.ch

Druck / Auflage Copy Quick AG / 130 Exemplare

Herausgeber Sozialdemokratischer Quartierverein St. Alban-Breite-Innenstadt c/o René Angst Blumenrain 20 4051 Basel www.sp-bs.ch/de/sektionen/abi

Kontaktperson für Mitglieder Philipp Schuler, 076/377 42 28 schuler_philipp@yahoo.de


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Dieter Wüthrich — Neue Power im SP Sekretariat Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Genossinnen und Genossen Panta Rhei – alles fliesst. Dieses aus der Antike stammende Zitat stand am Anfang jenes Briefes, mit dem ich Ende August 2008 Freunde und Bekannte, Kolleginnen und Kollegen über meinen Weggang von der „Riehener Zeitung“ informierte. 18 Jahre war ich für die Lokalzeitung der beiden Gemeinden Riehen und Bettingen als Redaktor, Chefredaktor und Geschäftsleiter journalistisch tätig. Und weil also der Wandel die einzige wirkliche Konstante im Leben ist, habe ich die seither vergangenen fünf Monate genutzt, um wenigstens einige jener Vorhaben und Wünsche zu realisieren, die ich schon längere Zeit mit mir herumgetragen hatte. Eine längere Auszeit zu nehmen, eine Reise nach Neuseeland und eine neue berufliche Herausforderung zu suchen. Die Auszeit habe ich genossen, ebenso meine Traumdestination am anderen Ende der Welt. Und Anfang Jahr ist auch mein Wunsch nach einem neuen, spannenden Job Realität geworden. Seit Mitte Januar leite ich zusammen mit Paola Gallo das SP-Parteisekretariat. Vorgesehen ist, dass ich in meiner neuen Funktion schwergewichtig für die interne und externe Kommunikation, die Öffentlichkeits- und Medienarbeit zuständig sein werde. Frisch gewählten Politikerinnen und Politikern werden in der Regel hundert Tage gewährt, in denen sie sich ohne grossen äusseren Druck an ihr neues Amt „gewöhnen“ dürfen. Ich hoffe, dass ich es ebenfalls in dieser Zeit – oder bestenfalls sogar noch etwas schneller  schaffe, das komplexe und bisweilen doch auch recht verschachtelte Gebilde namens „SP Basel-Stadt“ zu erfassen. Ich gestehe es offen: bis zu meinem Stellenantritt war ich nicht Parteimitglied. Es ist aber auch kein Geheimnis, dass mein politisches Herz seit jeher links von der Mitte schlägt. Im Takt mit der SP. Als Journalist habe ich das politische Geschehen in unserem Kanton schon immer sehr aufmerksam verfolgt. Aber eben „nur“ von aussen, gewissermassen als „Konsument“ und aus der für eine unabhängige Berichterstattung notwendigen kritischen Distanz. In meinem neuen Amt habe ich nun die Möglichkeit, die basel-städtische und insbesondere die sozialdemokratische Politik von innen, sozusagen hautnah zu erleben und – zumindest im kommunikativen Bereich – ein Stück weit mitzugestalten. Ein Traumjob also? Vielleicht. Sicher aber einer, bei dem mir gewiss nie langweilig wird. Und der mich und mein kommunikatives Know-how fordern und hoffentlich weiter fördern wird. Und so freue ich mich auf viele interessante politische Sachgeschäfte, auf lustvoll ausgetragene und kommunizierte politische Kontroversen und last but not least auf bereichernde Begegnungen mit möglichst vielen Menschen, die sich für die SP und ihre Anliegen engagieren. Dieter Wüthrich, Co-Leiter des SP-Parteisekretariates


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SP St . A l ba n - B r ei t e- I n n e n st adt : Ja h r e sb er i c ht 2 0 0 8 Mitglieder Die Mitgliederzahl stieg im letzten Vereinsjahr von 86 auf 91 Mitglieder. Nebst 10 Eintritten, hatten wir leider auch 5 Austritte zu verzeichnen (1 Übertritt in eine andere Sektion, 1 Todesfall, 3 Austritte aus der SP und 1 Streichung aufgrund versäumter Zahlungen der Mitgliederbeiträge). Vorstand Das Präsidium wurde als Co-Präsidium von Dominique König und Stephanie Siegrist bestellt, nachdem Rahel Schmid als Vizepräsidentin im Vorjahr zurückgetreten ist. Nebst René Angst nahmen in diesem Jahr Oliver Wolf und Philipp Schuler neu ihre Arbeit im Vorstand auf. Unterstützung erhielt der Vorstand durch Andreas Müller und Rahel Schmid, die viel Zeit und Arbeit für die Produktion der DaBo aufgewendet haben. Sehr dankbar ist der Vorstand auch Ernest Voyame für dessen Hilfe bei der Planung der Steckaktionen. Während neun Zusammenkünften koordinierte der Vorstand neben den Vereinstätigkeiten und der Vorbereitung von Mitgliederversammlungen zahlreiche Aktionen rund um die Gross- und Regierungsratswahlen. Nebenbei nahm der Vorstand auf das politische Geschehen im Quartier Einfluss. So setzte sich der QV für Anliegen in Sachen Verkehr und Lärmschutz ein und meldete sich zum Thema Öffentlicher Raum zu Wort. Veranstaltungen Am 26. Januar 08 trafen sich etwa 30 GenossInnen im Breitezentrum, um mit einem Brunch den Beginn des neuen Vereinsjahres zu begehen. Das Buffet war genial und die musikalische Darbietung von Reto Müller und seiner Begleitung am Piano sehr unterhaltsam. Die Vornominationen für die Grossratswahlen fanden am 05. März 08 zusammen mit der Sektion Gundeldingen-Bruderholz im Gundeldinger Casino statt. Ausser den KandidatInnen waren leider nur wenige Personen anwesend. Trotzdem war es spannen den Kandidierenden auf den Zahn fühlen zu können und ihre Positionen zu hören. Am 01. April 08 fand das Hearing mit den RegierungsratskandidatInnen statt. Zusammen mit der Sektion Gundeldingen-Bruderholz boten wir den KandidatInnen einen guten Rahmen sich zu präsentieren und den GenossInnen eine schöne Gelegenheit, die KandidatInnen hautnah zu erleben. Wie jedes Jahr wurde der 01. Mai 08 wieder würdig begangen. Einige GenossInnen beteiligten sich an der Demonstration und waren bei der Gastwirtschaft auf dem Barfüsserplatz engagiert.


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Auf der Cecil Ines Loos-Anlage fand am 03. Juni 08 unter der Leitung von CoPräsidentin Dominique König-Lüdin eine Mitgliederversammlung zum Thema „Öffentlicher Raum = Unser Raum“ statt. Unter Mitwirkung eines Landschaftgestalters (Bryum), einer Mitarbeiterin der mobilen Jugendarbeit und eines Vertreter des Community Policing wurden Aspekte rund um die Nutzung und Belebung des öffentlichen Raumes diskutiert. Die Zwischennutzung und geplante Umgestaltung des Liestalerplatzes dienten dabei als gute Anschauungsbeispiele. Am 07. Juni 08 kochte ein Team bestehend aus Betül Oktar, Dominique König, Suzanne Batschelet, Stephanie Siegrist, Philipp Schuler und René Angst im Breitezentrum für das öffentliche Quartiermittagessen. Passend zum Euro08Auftakt gab es ein türkisches Menu, das von den rund 40 Gästen sichtlich genossen wurde. Zwischen dem 11. und 24. August 08 beteiligte sich auch unsere Sektion an der Steckaktion für die Grossrats- und Regierungsratswahlen. Insgesamt 21 GenossInnen verteilten die Wahlzeitung in über 10`000 Haushalte. Von August bis September 08 veranstaltete die Sektion im Rahmen des Wahlkampfes für die Grossrats- und Regierungsratswahlen 8 grössere Aktionen. Unter der Woche verteilten wir an die Passanten früh morgens Gipfeli oder am späteren Nachmittag Glacé. An den Samstagen waren wir in den Quartieren immer mit einem Stand unterwegs, verteilten Informationen und sammelten für laufende Initiativen Unterschriften. Am 13. Januar 09 fand unser Wahlfestli statt. Wir nutzen die Gelegenheit, um Ralph Lewin und Barbara Schneider, sowie Jan Goepfert als Regierungs- resp. Grossräte zu verabschieden und zugleich die wieder- und neugewählten Regierungs- und Grossrätinnen Christoph Brutschin, Hans-Peter Wessels, Dominique König, Brigitte Hollinger, Anita Heer und Francisca Schiess zu feiern. Das Festli sollte aber auch ein Dankeschön für alle HelferInnen sein, die im Wahlkampf und bei anderen Aktivitäten unter dem Jahr das Präsidium tatkräftig unterstützt haben. Die 23 Teilnehmenden genossen an diesem Abend im Saal des Forums für Zeitfragen die ungezwungene und lustige Stimmung. Gemeinsam mit den anderen Sektionen fühlten wir Martin Lüchinger, dem Kandidaten für das Präsidium der SP Basel und Beatritz Greuter, der Kandidatin für das Vizepräsidium, auf den Zahn. Das Hearing fand am 20. Januar 09 im Kleinbasler Restaurant Neptun statt. Abgesehen von den beschriebenen Veranstaltungen haben wir fünf umfangreiche Ausgaben der Dalbedyych Boscht produziert. Ich freue mich auf ein weiteres ereignisreiches Vereinsjahr und danke allen sehr herzlich, die sich für die Sektion engagiert haben! Stephanie Siegrist, Co-Präsidentin


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Antrag an die Generalversammlung: Änderung der Vereinsstatuten Der Vorstand des Quartiervereins St. Alban-Breite-Innenstadt beantragt der Generalversammlung die Statuten wie folgt neu zu beschliessen:

Art. 1

Name Als Sektion der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz besteht unter dem Namen „Sozialdemokratischer Quartierverein St. Alban-Breite-Innenstadt“ ein Verein nach Art. 60 ff ZGB mit Sitz in Basel. Er ist zugleich eine Sektion der Sozialdemokratischen Partei Basel-Stadt.

Art. 2

Zweck Der Sozialdemokratische Quartierverein St. Alban-BreiteInnenstadt hat die Aufgabe, die Ideen des demokratischen Sozialismus im Sinne der im Parteiprogramm der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz festgelegten Grundsätze zu verbreiten. Im Rahmen der für ihn verbindlichen Statuten der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz und BaselStadt entwickelt er auch selbständige Tätigkeit, namentlich bei Problemen seines Einzugsgebiets.

Art. 3

Mitgliedschaft Mitglied des Vereins kann werden, wer den Vereinszweck unterstützt. Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt durch die Mitgliederversammlung. Der Ausschluss von Mitgliedern richtet sich nach den Statuten der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz. Der Austritt ist jederzeit auf das Ende des Vereinsjahres möglich.

Art. 4

Organisation Die Gesamtheit der Mitglieder bildet die Mitgliederversamm lung. Sie tritt auf Einladung des Vorstandes zusammen oder auf das Verlangen von einem Zehntel der Mitglieder. Einmal im Jahr tritt sie als Generalversammlung zusammen und erledigt folgende Geschäfte:


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a)

Wahl des Präsidiums, des/der Kassier/in sowie des übrigen Vorstandes;

b)

Wahl der Delegierten in die Delegiertenversammlung und den Parteivorstand der Kantonalpartei; Wahl der Revisor/innen;

c)

Genehmigung der Jahresberichte und der Jahresrechnung;

d)

Beschlussfassung über alle weiteren vom Vorstand vorgelegten Geschäfte.

Art. 5

Finanzen Für die Verbindlichkeiten des Vereins haftet ausschliesslich das Vereinsvermögen und jede weitere Haftung der Vereinsmitglieder ist ausgeschlossen. Die Mittel des Vereins werden durch die Mitgliederbeiträge, durch Spenden und allfällige weitere Einnahmen aufgebracht. Der Mitgliederbeitrag ist wie folgt festgesetzt: Einkommen pro Jahr bis CHF 20'000 CHF 20`000 - CHF 30`000 CHF 30`001 - CHF 40`000 CHF 40`001 - CHF 50`000 CHF 50`001 - CHF 75`000 über CHF 75`000

Jahresbeitrag CHF 37.-CHF 62.-CHF 88.-CHF 115.-CHF 137.-CHF 166.--

Kommentar: Im Wesentlichen handelt es sich um eine Abänderung von Artikel 5, der die Haftungsfrage klärt. Zum Vergleich sind der DaBo die jetzigen Statuten beigelegt. Basel im Januar 2009, der Vorstand: Stephanie Siegrist, Dominique König-Lüdin, René Angst, Oliver Wolf, Philipp Schuler


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Tobit Schäfer, Vizepräsident SP BS im Interview mit Rahel Schmid Du bist der einzige Bisherige in diesem Dreierteam und damit das erfahrenste Mitglied des Präsidiums. Welche Bereiche haben dich zu Beginn deiner Amtszeit am meisten herausgefordert? Zu Beginn meines Vizepräsidiums bestand die grösste Herausforderung für mich als relativ frisches Parteimitglied darin, die verschiedenen Parteigremien und ihre Entscheidungs-Dynamiken kennen zu lernen. Ich war damals vor allem in der Grossratsfraktion verankert, welche ja nur einen kleinen Teil der Partei bildet. Daher war es wichtig, schnell mit möglichst vielen verschiedenen Vertretern unserer heterogenen Partei in Kontakt zu kommen und ihre Sichtweisen und Anliegen zu hören. Der Balanceakt des Präsidiums war und ist es, Entscheidungen transparent zu fällen und breit abzustützen und im polischen Alltag dennoch schnell und klar agieren und reagieren zu können. Personelle Änderungen in der Leitung schlagen oft auch auf die sachliche Ebene durch. Ist dies jetzt eine Chance, neue politische Akzente zu setzen? Ich glaube nicht, dass die politischen Akzente unserer basisdemokratischen Partei primär von der Leitung kommen sollten. Diese ist vielmehr dafür verantwortlich die Anliegen der Basis aufzunehmen, zu kanalisieren und zu vertreten. Dass dies in einer so vielseitigen Partei wie der SP Basel-Stadt immer wieder eine grosse Herausforderung darstellt, ist klar. Die vergangenen Jahre haben aber gezeigt, dass unsere Kantonalpartei mit ihren kommunalen, kantonalen und nationalen Exponenten durchaus akzentuiert auftritt und damit auch einiges erreichen kann. Welche strategische Position siehst du für dich innerhalb des Präsidiums und wie werdet ihr die Aufgabenbereiche im Vize-Präsidium aufteilen? Zu Beginn liegt meine Rolle sicher darin, einen möglichst effizienten Übergang zwischen dem alten und dem neuen Präsidium zu gewährleisten. Darüber hinaus muss das neue Präsidium sicher zuerst zusammenwachsen und jeder muss seine Rolle darin finden. Dann werden wir auch merken, wer welche Qualifikationen einbringen kann und wo diese am sinnvollsten eingesetzt werden. Dabei darf man nicht vergessen, dass das Präsidium nicht alleine steht, sondern auf die Unterstützung von Parteisekretariat, Geschäftsleitung, Parteivorstand, Sachgruppen- und QV-Präsidien angewiesen und dafür sehr dankbar ist. Wenn du das Präsidium als ein Menu beschreiben müsstest, was wäre es? Und wer repräsentiert welche Zutat? Ich hoffe wir können unsere Aufgaben so wahrnehmen, dass die Basis unsere Entscheide nachvollziehen und mittragen kann. Dass wir also kein menu surprise sind. Gleichzeitig werden wir uns aber sicher auch selber einbringen und nicht jedem Wunsch à la carte nachkommen können.


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Beatriz Greuter, Vizepräsidentin SP BS im Interview mit Rahel Schmid Du bist in einer Patchwork-Familie aufgewachsen und hast an der DV betont, dass du dich in der Integrationspolitik engagieren möchtest. Welche konkreten Konzepte möchtest du anreissen? Ich denke, es gibt schon einige sehr wertvolle Konzepte und es wurde schon einiges umgesetzt. Mir ist es wichtig, das Thema Integration in der Partei weiter zu entwickeln. Wir haben bereits einige Migrantengruppen vertreten. Ich würde gerne noch weitere zur Zusammenarbeit gewinnen. Da ich der Meinung bin, dass die Integration auch sehr stark durch die Sprache geschieht (inkl. dem Dialekt), würde ich insbesondere Sprach-Konzepte unterstützen. Du bist nicht mehr im Grossen Rat vertreten. Inwiefern wirst du dadurch einen anderen Zugang zur Parteibasis und der Basler Bevölkerung haben als das übrige Präsidium? Der Grosse Rat beschäftig sich hauptsächlich mit den Geschäften, die auf der Traktandenliste stehen. Das heisst, auch mit Geschäften, die schon sehr lange im politischen Umlauf sind. Da kann die Gefahr entstehen, dass aktuelle Themen (vor allem eher unspektakuläre) bei den Parlamentariern untergehen. Bei Gesprächen in den verschiedenen QV’s, mit der Basis und den Menschen, denen ich als Vizepräsidentin begegne, kann ich diese Themen aufnehmen und weiter verfolgen und wo nötig auch an die GrossrätInnen weitergeben. Ihr stellt ein heterogenes Team mit unterschiedlichen politischen Schwerpunkten und beruflichen Hintergründen. Welche Qualitäten schätzt du an Martin und Tobit? Martin besitzt mehrere für mich sehr wichtige Qualitäten für einen Parteipräsidenten, zwei davon sind, dass er gut zuhören kann und dass er auch andere Meinungen stehen lässt. Er kann deutlich seine Meinung äussern und geht schwierigen Gesprächen nicht aus dem Weg. Er kann entscheiden und zu seinen Entscheidungen stehen. Er hat einen wunderbaren trockenen Humor. Tobit ist ein Macher, der gerne anpackt und sachlich an Themen herangeht. Er hat z. B. viel Erfahrung durch sein eigenes Unternehmen und weiss, wie „Mann“ Familie und Arbeit unter einen Hut bringen kann und wo dort die Schwierigkeiten sind. Er hat einen bedachten und klaren Stil seine Meinung kund zu tun und lässt andere Meinungen zu. Wenn du euer Präsidium als ein Menu beschreiben müsstest, was wäre es? Und wer repräsentiert welche Zutat? Wir wären ein Hackfleisch-Eintopf mit viel Gemüse und Härdöpfel. Martin ist das Gemüse, da er sich sehr gut in der „grünen“ Politik auskennt. Tobit wäre das Hackfleisch – gemischt, da er viele linke und gemässigte Themen in sich vereint. Und ich bin gerne die Härdöpfel, die es braucht, um das ganze zusammen zu bringen und daraus ein gesundes, schmackhaftes Gericht zu machen. Natürlich braucht es dazu auch noch die Gewürze, ein wenig Rahm und Bouillon oder Bratensauce. Das wäre dann die SP-Basis, den die verfeinert das Ganze und gibt ihm den einzigartigen Geschmack.


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Martin Lüchinger, Präsident SP BS im Interview mit Rahel Schmid Bei welchen Sachthemen werden wir deine politische Handschrift erkennen? Aufgrund meines Berufs als Umweltingenieur liegen mir natürlich die Themen Umwelt- und Klimaschutz sowie die Energiepolitik sehr am Herzen. Genauso zentral sind zurzeit Fragen zur Bildung. In den nächsten Jahren steht da viel an. Stichwort dazu ist der Bildungsraum Nordwestschweiz mit der Frühförderung, der Basisstufe und den Tagesschulen für alle. Mein Herz schlägt auch für die Kultur mit der Vermittlung von Kultur in den Schulen. Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise werde ich mich dafür einsetzen, dass uns die soziale Sicherheit auch in schwierigen Zeiten nicht abhanden kommt. Welchen Führungsstil hast du innerhalb des Präsidiums und welchen als strategischer Kopf der gesamten Parteibasis? Ich führe gerne mit einem Team. Im Präsidium also mit meinen beiden Vizes Beatriz und Tobit. Mit der Parteibasis möchte ich in einen Dialog treten. Ich will offen sein, um aus den vielen Anregungen und Meinungen die politischen Ziele der SP definieren zu können. Bei deiner Rede vor der Delegiertenversammlung hast du betont, dass du die jungen SP-Mitglieder stärker fördern möchtest. Welche Konzepte planst du? Ich denke die SP sollte, indem sie Lust weckt, mehr junge Mitglieder für die politische Arbeit in der Partei gewinnen. Dabei soll auch eine gesunde Portion Spass Platz haben. Es gilt die Anliegen der Jugend aufzunehmen und in eine Sprache zu übersetzen, die sie anspricht und motiviert, in der SP zu politisieren. Die Verkleinerung des Grossen Rates – und auch prozentual unserer Fraktion – sowie der Einzug der Grünliberalen haben die politischen Kräfteverhältnisse verändert. Wie schätzt du die Durchsetzungskraft der SP-Fraktion in der nächsten Legislatur ein? Die SP kommt zusammen mit dem Grünen Bündnis auf 46 von insgesamt 100 Grossratssitzen. Gegenüber der vergangen Legislatur wird es noch wichtiger sein, Verbündet bei anderen Parteien zu finden und in den Grossratssitzungen gut präsent zu sein. Obwohl wir bisher keine Mehrheit besassen, haben wir etliche Abstimmungen aufgrund guter Präsenz gewonnen. Damit sollte es uns auch in Zukunft gelingen, unsere Anliegen durchzubringen. Wenn du das Präsidium als ein Menu beschreiben würdest, was wäre es? Und wer repräsentiert welche Zutat? Wohl am ehesten einem Fünfgang-Menu. Verführerisches amuse bouche, das hungrig macht auf mehr. Ein erster Gang mit Salat und chervre chaud, was den vielen abwechslungsreichen Sitzungen in GL, PV und PV entspricht. Dazwischen eine raffinierte Kürbissuppe, welche die vielen Begegnungen mit Menschen verkörpert. Als Hauptgang ein Lamm-Gigot mit Kartoffelgratin, üppig als Sinnbild für die Wahlen. Als Dessert Mousse au chocolat für die Grossratssitzungen, wo wir Abstimmungen gewinnen werden. Ich wünsche einen guten Appetit.


Schwarzes Brett T er mi n e de r S ek ti o n St . A lba n - Br ei t e- I n n en s ta d t

09.03.09 Offene Vorstandssitzung, 20h

16.03.09 Generalversammlung, 20h Beachte die Einladung auf der R체ckseite

Was die anderen QVs so treiben

QV Clara-Wettstein-Hirzbrunnen 10.03.2009 Mitgliederversammlung Stadtteilsekretariat Kleinbasel, ab 19.30h Werkraum Warteck pp QV Gundeli-Bruderholz

08.04.09 Offene Vorstandssitzung, 20h

25.02.2009 SP-Stamm Rest. Delsbergerhof

28.04.09 Mitgliederversammlung

12.03.2009 Generalversammlung QV St. Johann

19.05.09 Offene Vorstandssitzung, 20h

12.06.09 Sommerhock Einladung folgt

12.03.2009 Jahresversammlung 20h Quartierzentrum St. Joh. Lothringerstr. 63 QV Spalen

19.06.09 Ausweichdatum Sommerhock

18.02.2009 Generalversammlung Im CasaVita, Burgfelderstr. 188

11.08.09 Offene Vorstandssitzung, 20h

SP Riehen 11.03.2009 Generalversammlung ab 19.30h Haus der Vereine, Erlenstr채sschen Riehen


SP klar.sozial

Einladung zur Generalversammlung Mittwoch, 16. März 2009, 20.00 Uhr Im Saal der Alterssiedlung Münstergemeinde Kapellenstrasse 10, 4052 Basel Traktanden: 1.

Begrüssung

2.

Protokoll der Generalversammlung vom 30. Januar 2008

3.

Jahresberichte (Präsidium, Kasse, Revisoren)

4.

Decharge-Erteilung an Vorstand und Kassier

5.

Wahlen:

6.

Aufnahme von Neumitgliedern

7.

Mitteilungen

8.

Anträge*

9.

Varia

10.

Gemütlicher Teil

TagespräsidentIn Präsidium KassierIn RevisorInnen Übriger Vorstand Delegierte an die Delegiertenversammlung BS Parteivorstand Quartiervereinspräsidenten-Konferenz Delegierte an die Delegiertenversammlung SPS Schweizerisches Arbeiterhilfswerk

* Traktandum 8: Anträge sind bis spätestens eintreffend am 09.03.2009 zu richten an:

Stephanie Siegrist, Dornacherstr. 160, 4053 Basel Email: siegrist.sp@bluewin.ch


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