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Dalbedyych Boscht

März 2007 / Nr. 73

vo dr Birs zem Birsig

Wer? Wo? Was? Wo? Was? Was? Warum Warum? Liebe Leserinnen und Leser der Dalbedyych Boscht Fragen? Ideen? Fehler?

Wer Eure Meinung ist uns wichtig!

Wer? Wie?

Kritik? Lob? Ideen? Vorschläge?

Deswegen würden wir uns auch über eure Post freuen. Fragen, Kritik oder Lob… Meldet euch über unsere neue E-Mail-Adresse

Wo? Warum?

dalbedyychboscht@hotmail.com

Mitteilungsorgan des Sozialdemokratischen Quartiervereins St.Alban-Breite-Innerstadt


Editorial

Impressum

Im Zeichen der Veränderung

Redaktionsteam

Liebe Leserinnen und Leser der Dalbedyych Boscht

Planung, Produktion & Gestaltung

Anfang Februar wurde die Redaktion der DaBo neu zusammengestellt. Dies, nachdem Rolf Müller-Fortunati seinen Entschluss fasste, nach jahrelangem Einsatz etwas kürzer zu treten. Für Rolf‘s wertvolle Arbeit an „seiner DaBo“ danken wir ihm ganz herzlich. Unsere Sektionszeitung steuert auf die Jubiläumsausgabe Nr. 75 zu. Schon in der vorliegenden Ausgabe erwarten Euch einige Neuerungen. So bieten wir zukünftig verschiedenen Gruppierungen in der DaBo eine Plattform, um über ihre intensive Arbeit zu berichten. Wir beginnen in dieser Ausgabe mit der Präsentation der Sachgruppe Justiz, der SP Frauen und der JUSO. Ebenfalls neu ist die Rubrik „Zitat“. Die Nominierten für den Stände- und Nationalrat interpretieren ein Zitat aus ihrer politischen und persönlichen Sicht. Eine weitere Neuerung ist die auf der Titelseite bereits angepriesene neue DaBo E-Mailadresse

Andreas Müller, 061/261‘13‘09 apmueller@bluewin.ch Planung & Kontaktperson für Mitglieder Rahel Schmid, 061/301‘30‘83 schmidrahel@hotmail.com Planung & Sektionsfragen Stephanie Siegrist, 061/361‘60‘10 siegrist.sp@bluewin.ch Elektronischer Briefkasten für Beiträge, Anfragen, Rügen oder Lob „dalbedyychboscht@hotmail.com“ Korrekturlesung Jürgen Mohr Druck / Auflage Fleig Druck AG / 180 Exemplare Herausgeber Sozialdemokratischer Quartierverein St. Alban-Breite-Innerstadt

dalbedyychboscht@hotmail.com.

Postfach, 4020 Basel, Postkonto: 40-19650-2,

Habt Ihr Fragen, Sorgen, Ideen, Kritik oder Lob zur DaBo, so teilt uns dies bitte mit. Wir freuen uns auf die Arbeit mit der neuen alten DaBo.

spqvsabi@bluewin.ch

Herzlichst, das Redaktionsteam Rahel Schmid Andy Müller Stephanie Siegrist

www.sp-bs.ch/de/sektionen/abi

Redaktionsschluss DaBo Ausgabe Nr. 74 10.04.2007 Erscheinungsdatum DaBo Ausgabe Nr. 74 26.04.2007


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G e d i c h t e a u s w a h l v o n Wo l f g a n g B o r c h e r t Ich möchte Leuchtturm sein in Nacht und Wind für Dorsch und Stint für jedes Bootund bin doch selbst ein Schiff in Not! Lesebuchgeschichten (Auswahl) Es war e n ma l zw ei Men sc he n . Als sie zwei Jahre alt waren, da schlugen sie sich mit den Händen. Als sie zwölf waren, schlugen sie sich mit Stöcken und warfen mit Steinen. Als sie zweiundzwanzig waren, schossen sie mit Gewehren nach einander. Als sie zweiundvierzig waren, warfen sie mit Bomben. Als sie zweiundsechzig waren, nahmen sie Bakterien. Als sie zweiundachtzig waren, da starben sie. Sie wurden nebeneinander begraben. Als sich nach hundert Jahren ein Regenwurm durch ihre beiden Gräber fraß, merkte er gar nicht, dass hier zwei verschiedene Menschen begraben waren. Es war dieselbe Erde. Alles dieselbe Erde. Liebesgedicht Du warst die Blume Makellos und ich war wild und wach. Als deine Iris überfloss, da gabst du gebend nach. Ich war die Blume Schmerzenlos in deinem lichten Duft. Wir schenkten uns aus Grenzenlos, aus Erde, Leid und Gruft. Da wuchs die Blume Morgenrot an unserer Nächte Saum. Wir litten eine süße Not um einen süßen Traum. Beitrag von Rolf Müller-Fortunati Illustrationen von Thomas Kessler


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SP

SP Frauen Basel-Stadt

Im Spannungsfeld zwischen ‚nerven’ und ‚aufklären’ – die SP-Frauen An Delegierten- und Jahresversammlungen, in Parteigremien oder sonstigen Sitzungen treten Frauen wiederholt ans Rednerpult und äussern die ewig gleichen, stereotypen Forderungen: Mehr Kandidatinnen auf Wahllisten, mehr Frauen-Anliegen in der Politik, keine Ungleichbehandlung zwischen Frau und Mann sondern endlich gelebte Gleichberechtigung!

Hier ein paar Fakten: •Die Löhne der Frauen sind deutlich niedriger als jene der Män ner. In der Schweiz beträgt die Lohndifferenz in der Privatwirtschaft durchschnittlich 20%. •Frauen sind seltener erwerbstätig als Männer, sind viel seltener in Entscheidungspositionen anzutreffen und arbeiten häufig in Wirtschaftszweigen mit wenig Prestige.

Manchmal sind die Voten kämpferisch oder versöhnlich. Manchmal sind sie emotional oder höchst sachlich.

•In Basel-Stadt besetzen Frauen weniger verantwortungsvolle Posten als Männer. Auf der Ebene der Unternehmensleitung sind nur rund 20% Frauen.

Viele Zuhörer und auch Zuhörerinnen sehen keinen Grund, weshalb Frauen immer wieder auf diesen Punkten herumreiten. Es läuft doch bestens! Frauen sind in allen Gremien vertreten und sind auch sonst sehr präsent. Und überhaupt, die SP ist doch die Gleichstellungspartei schlechthin. Also: ‚Where is the problem und wieso nerven die Frauen ständig?’

•Frauen wenden insgesamt beinahe doppelt so viel Zeit für Haus- und Familienarbeit auf wie Männer.

•Von einer ausgewogenen Besetzung politischer Entscheidungspositionen ist Basel-Stadt weit entfernt. Es gibt zwar auch in der SP Statuten, die für Kommissionen mindestens 50% Frauen fordern. Dies ist bei den Nationalratswahlen im Herbst 2007 nicht der Fall, denn es sind Die Wirklichkeit zeigt leider ein an- nur zwei von fünf Kandidaten Frauen. deres Bild als das der Gleichberech- Daher musste der betreffende Paragraf ausgesetzt werden! tigung.


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Was Frauen mit ihren Reden und Voten wollen, ist, auf Missstände hinweisen. Sie kämpfen für eine echte Partnerschaft zwischen Mann und Frau. Die Frauen der SP BaselStadt treffen sich zu regelmässigen Sitzungen, an denen Themen und Strategien besprochen werden. Es findet Vernetzung statt, man diskutiert, argumentiert und formuliert Leserbriefe und Positionspapiere. Dies im Sinne einer Aufklärung, damit Fakten bekannt werden und die kämpfenden Frauen nicht mehr nerven sondern verstanden werden. Brigitte Hollinger

Die SP-Frauen Basel-Stadt organisieren in jedem Vereinsjahr mehrere Veranstaltungen zu relevanten Themen. Letztes Frühjahr luden wir den neuen SP-Parteipräsidenten Thomas Baerlocher ein, um mit ihm grundlegende Fragen zu besprechen – zum Beispiel, wie er zur SP-Frauengruppe steht. Angesichts des angeblich steigenden „Legitimationsbedarfs“ solcher Frauengruppen in Zeiten des „Post Feminismus“ und des Gender Mainstreaming sind solche Gespräche weiterhin wichtig. Im April berichtete Ständerätin Anita Fetz im Hotel „Merian“ über ihre Arbeit im Ständerat. Thematischer Schwerpunkt des Abends war die Frage der Pflegefinanzierung – Pflege ist (leider) noch immer ein „typisches“ Frauenthema. Im September war dann die Reihe an unserer Nationalrätin Silvia Schenker, die über Ihre Arbeit in der grossen Kammer der Bundesversammlung sprach.

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„Dran geblieben“ sind wir auch am Thema „Sexistische Werbung“, trotz der damaligen teilweise üblen Hetze vonseiten der Medien zum Zeitpunkt von Brigitte Hollingers Vorstoss. Mit der IG Sexistische Werbung und weiteren Gruppen organisierten die SP-Frauen im November einen viel beachteten Informations- und Diskussionsanlass an der Universität Basel mit hochkarätigen Referentinnen. Brigitte Hollingers Anzug wird voraussichtlich im Frühjahr 2007 von der Regierung beantwortet werden. Wir sind gespannt, wie es weitergeht mit der Umsetzung der Forderung nach einem Verbot sexistischer Werbung auf öffentlichem Grund. In der Baselbieter Gemeinde Reinach wurde diese Forderung letztes Jahr erfreulicherweise bereits umgesetzt. Unter den Vorstössen im Grossen Rat finden sich die Interpellation von Brigitte Hollinger zu Massnahmen gegen Zwangsprostitution an der Euro 08 (die von der Regierung nur sehr unverbindlich beantwortet wurde) sowie, ebenfalls von Brigitte Hollinger eingereicht, eine Standesinitiative zugunsten der Ratifizierung der Menschenhandelskonvention des Europarates durch die Schweiz. Die SP-Frauen engagierten sich auch beim Thema „Sesam“, dem geplanten Forschungsprojekt zur Erforschung der Grundlagen psychischer Gesundheit an der Uni Basel. (3000 Kinder sollen von Geburt bis ins Erwachsenenalter 20 Jahre lang im Fokus interdisziplinär arbeitender Forscher stehen, was verschiedene Fragen aufwirft.) Wir waren an der Organisation verschiedener Info-Veranstaltungen und an der Verabschiedung eines Positionspapier der SP Basel-Stadt zum Thema „Sesam“ massgeblich beteiligt. Andrea Bollinger


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JungsozialistInnen

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USO

Die Juso BS Die JungsozialistInnen Basel-Stadt sind die Jungpartei der SP Basel-Stadt. Von den zurzeit 40 Mitgliedern ist eine grosse Zahl auch aktiv an unserer monatlichen Mitgliederversammlung, an Bildungsveranstaltungen (zwei- bis dreimal im Monat) sowie an Abstimmungskampf- und Unterschriftsammelaktionen beteiligt. Als Jugendorganisation der SP Basel-Stadt gehört es zu unseren Aufgaben, politisch interessierte Jugendliche in die Juso und später in die SP einzubinden, ihnen zu zeigen, dass man sich auch als junger Mensch in die Politik einbringen kann um etwas zu verändern. Besonders wichtig ist uns die politische Bildung der Mitglieder, weshalb im November ein kommunalpolitischer Lehrgang mit fachkundigen Referenten der SP gestartet wurde. Natürlich wollen wir den Kanton auch mitgestalten. Dabei stehen bei uns Anliegen und Themen, welche die Jugend betreffen, im Vordergrund. Wir verlangen deshalb eine Erhöhung der Ausgaben für Bildung und Forschung, wirksame Massnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, einen Ausbau des Stipendienwesens und eine stärkere Förderung der kulturellen Aktivitäten von Jugendlichen. Weitere Steuersenkungen zugunsten der Reichsten, wie sie die Bürgerlichen fordern, lehnen wir daher kategorisch ab. Dass in den letzten Jahren (bis 2005) immer mehr Jugendliche in die Sozialhilfe abgerutscht sind, beunruhigt uns sehr. Wir haben unsere Rezepte gegen dieses Problem im letzen Jahr in einem Sozialhilfe-Papier ausgearbeitet (zu finden auf: www.juso-bs.ch). Im Januar 2007 nominierte die Juso BS ihre KandidatInnen für die eigene Nationalratsliste. Wir streben einen Wähleranteil von 3% an und könnten bei einem knappen Ausgang der Wahlen dem rot-grünen Lager im Allgemeinen und dank der Unterlistenverbindung der SP im Besonderen die entscheidende Stimmenzufuhr verschaffen. Unsere zentralen Wahlkampthemen sind die soziale Gerechtigkeit und die Integrationspolitik. Nach dem Motto „Fördern und Fordern“ stehen wir ein für aktive Massnahmen zur nachhaltigen Integration von (insbesondere jugendlichen) Ausländern. Auch die Forderung nach mehr Chancengleichheit wollen wir im Wahlkampf zur Sprache bringen, da in der Schweiz bei der sozialen Mobilität noch grosser Nachhohlbedarf besteht.


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Die Mitgliederversammlung der Juso BS nominierte folgende KandidatInnen: →Tim Cuénod, Geschichts- und Geographiestudent, ehemaliger Präsident Juso BS, Mitglied Geschäftsleitung SP Schweiz →Stephanie Siegrist, Studentin der deutschen Philologie und der Geschichte, Präsidentin SP Quartierverein St. Alban-Breite-Innerstadt →Lisa Liebhart, angehende Studentin der Wirtschaftswissenschaften, Vorstand Juso BS →Andreas Oefner, Hochbauzeichner →Till Wicki, angehender Student der Politwissenschaften und der Publizistik

unsere NationalratskandidatInnen (v.l.n.r.): Stephanie Siegrist, Tim Cuénod, Till Wicki, Lisa Liebhart und Andreas Oefner

Mit diesen starken Kandidatinnen und Kandidaten und einem selbstbewussten Wahlkampf sollte es uns gelingen, die wählerstärkste Jungpartei zu bleiben und die grösste politische Jugendorganisation in der Region zu werden. Für die Juso BS

Stephan Börlin


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Sachgruppe Justiz Sachgruppe Justiz der SP Basel-Stadt Die Sachgruppe Justiz besteht nunmehr seit gut drei Jahren. Schwerpunkt der Arbeit bildet die Vorbereitung der diversen Wahlen in die Gerichte (Empfehlungen zu Handen des Parteivorstandes resp. der Delegiertenversammlung). In den letzten drei Jahren mussten so diverse Wahlgeschäfte begleitet werden. Die Sachgruppe versucht einen Beitrag zu leisten, dass die links-grüne Seite in den Basler Gerichten zumindest proportional vertreten ist. Erfahrungsgemäss haben wir die „besseren“ Leute. Die überproportionale Vertretung der bürgerlichen Seite (jeweils im Päckli mit EVP und DSP) wird jedoch seit Jahren mit Händen und Füssen verteidigt. Die Gerichte müssten eigentlich die gesellschaftliche Realität widerspiegeln. Am kommenden Wahlgang vom 11. März 2007 besteht eine reelle Chance, dass die links-grüne Seite ihren proportionalen Anspruch zumindest im Strafgericht erreichen kann. Ich empfehle jedenfalls, unsere fachlich und menschlich qualifizierten Kandidaten Christian Hoenen (SP), Eva Christ (SP) und Rita Altermatt (Grüne) zu wählen (vgl. beigefügten Artikel). Neben dieser Vorbereitung der Wahlgeschäfte organisiert die Sachgruppe Justiz jährlich eine inhaltliche Sitzung mit justizpolitisch interessierenden Fragen. Hierzu werden jeweils ReferentInnen eingeladen, die das Thema profund kennen.. Wir geben vor allem der Grossratsfraktion einen Input aus der Praxis. Zur Sachgruppensitzung wird jedermann/-frau eingeladen, der/die sich dafür interessiert. Anmeldungen sind an das Parteisekretariat über Peter Howald zu richten. Inhaltliche Fragen können an René Brigger, Co-Präsident gestellt werden. René Brigger

René Brigger, Co-Präsident Sachgruppe Justiz Advokat Falknerstrasse 3 4001 Basel rb@basleradvokaten.ch


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Wahlen ins Basler Strafgericht Eine Chance für drei Linke ans Basler Strafgericht Am 11. März 2007 findet der erste Wahlgang für drei Präsidiumsstellen am Strafgericht Basel statt. Die SP kann zusammen mit dem GrünenBündnis für alle drei Stellen mit zwei hervorragenden Kandidatinnen und einem ebensolchen Kandidaten René Brigger antreten. In Zusammenarbeit mit dem Grünen Bündnis können wir als Nachfolge für das Ganztagespräsidium (Rücktritt^Stefan Wehrle, CVP) Christian Hoenen portieren. Für die neu geschaffenen Halbtagspräsidien haben wir mit Eva Christ (SP) und Rita Altermat (Grüne) zwei überzeugende Kandidatinnen gefunden. Diese Nominationen kamen in einem transparenten parteiinternen Verfahren zustande. Linke untervertreten, SVP drängt in Gerichte Die Linke (SP/Grüne/Basta) hat nach der Anzahl Grossratssitze (61 von 130) einen Anspruch auf 47 Prozent der Gerichtssitze. Die restlichen Parteien rechnerisch auf 53 Prozent. An praktisch allen Gerichten ist die Linke nach wie vor untervertreten. Interessant ist, dass die Bürgerlichen nun bei dieser Wahl auch einen SVPMann platzieren wollen. Die Bürgerlichen werden für die beiden Halbtagespräsidien neben Dorrit Schleiminger (FDP) Gian-Luca Margiotta (SVP) und für das Ganz tagespräsidium Alberto Fabbri (CVP) portieren. Letzterer ist bei der Bundesanwaltschaft in Bern tätig und hat dem Vernehmen nach bis vor wenigen Wochen noch den Wohnsitz im Kanton Basel Landschaft gehabt. Bestes «Personal» Jedenfalls ist dieser Wahlgang auch für die künftigen Kampfwahlen in den diversen Gerichten entscheidend. Unser «Personal» ist nicht nur fachlich bestens qualifiziert, sondern hat auch in den parteiinternen Nominationen (persönliche Vorstellung in der Sachgruppe Justiz und vor der Delegiertenversammlung) menschlich überzeugt. Christian Hoenen ist

selbständiger Advokat und Notar in Basel (Jahrgang 1957). Er ist seit Jahren beruflich auch als Strafverteidiger tätig. Richterliche Erfahrungen hat er seit 18 Jahren als Vorsitzender der Staatlichen Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten sammeln können. Vor «Mietgericht» geht es jeweils darum, in kurzer Zeit die Interessen der Parteien zu erfassen und eine tragfähige Lösung vorzuschlagen. Dabei habe ich Christian Hoenen persönlich als sehr einfühlsam erlebt. Er schafft es auch, für die Parteien ein Klima des Vertrauens zu vermitteln. Dies alles ist (leider) nach meiner Berufserfahrung als Advokat nicht selbstverständlich. Das Halbtags präsidium am Strafgericht ist wie auf Eva Christ (Jahrgang 1968) zugeschnitten. Sie ist seit fünf Jahren Gerichtsschreiberin am Appellationsgericht Basel-Stadt und Einzelrichterin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht. Ihre Tätigkeit als Grossrätin (1997 bis 2001) hat sie aufgrund dieser Ämter aufgegeben. Sie hat viele Jahre auch wissenschaftlich gearbeitet und den Beruf einer Advokatin in Basel und Zürich ausgeübt. Als dreifache Mutter mit den entsprechenden familiären Belastungen könnte sie diese Halbtagesstelle ideal ausfüllen. Rita Altermatt war als Grüne einige Jahre im Einwohnerrat Riehen tätig. Sie arbeitet als Juristin schon viele Jahre im Bereich des Strafrechts (aktuell im Besonderen Untersuchungsrichteramt im Nachbarkanton Baselland). Als Präsident der Sachgruppe Justiz bitte ich jedenfalls alle Parteimitglieder, Sympathisantinnen und Sympathisanten, diese Wahlen ernst zu nehmen und unseren Kandidierenden zum verdienten Erfolg zu verhelfen. Sollte das bürgerliche Päckli durchkommen, wäre Basel in einem weiteren Bereich nicht mehr SVP-frei: Die SVP hätte in Basel neu ein Gerichtspräsidium! René Brigger ist Co-Präsident der Sachgruppe Justiz Quelle: links.bs·bl 01.07


Zitat

Teil 1

In dieser vierteiligen Serie kommentieren die von der SP Basel-Stadt aufgestellten KandidatInnen für den Nationalrat und Ständerat das Zitat eines Politikers. Ruedi Rechsteiner ist krankheitsbedingt erst ab der nächsten Folge dabei. "Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen." Walter Scheel, 1974-1979 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland ************************************************************

Manchmal ist es wichtig, das Richtige zu tun, auch wenn es nicht „populär“ oder „mehrheitsfähig“ ist. Der Kampf gegen das verschärfte Asylgesetz war richtig, wenn auch das Abstimmungsresultat gezeigt hat, dass er nicht populär war. Es ist wichtig, zu versuchen, das Richtige populär zu machen. Es wäre aber falsch, nur das zu tun, was vielleicht eines Tages populär sein wird. Das Silvia Schenker gilt nicht nur für Politiker, sondern auch für Politikerinnen. Sehr schönes Zitat. Kann ich voll unterschreiben. Es ist nur erstaunlich, dass es von einem Christdemokraten stammt. Zumindest bei uns in der Schweiz machen es die Leute von der CVP ganz anders. Sie schauen zuerst woher der Beat Jans Wind weht und erst dann legen sie sich fest. ...Vielleicht. .. Und was ist die Aufgabe der Politikerin? - Wohl dieselbe wie diejenige des Politikers: Das „Richtige“, nicht nur das Populäre, zu tun – wie Scheel sagt - , und es dann gut zu „verkaufen“. Zu den eigenen Werten zu stehen, sich nicht nur nach dem gerade blasenden Wind zu drehen - dazu ist Rückgrat nötig. Aber auch das Ohr ist wichtig: wer es gar nicht mehr beim Volk hat, ist Christine Keller politisch taub – eine „taube Nuss“. Es ist nicht immer einfach, die Leute von etwas Richtigem zu überzeugen. Ich bin aber der Meinung, dass man, wenn man selber an etwas glaubt, es unbedingt mit Geduld und Hartnäckigkeit verfolgen soll. Wer in der Politik sein Handeln auf momentane Stimmungen vermeintlicher Mehrheiten ausrichtet, handelt populistisch und gestaltet die Gesellschaft nicht. Durch eine Wahl erhalten Politikerinnen und Politiker den Auftrag zu handeln, nicht aber den Auftrag, ständig ihre Meinung zu ändern. Die Stärke einer Politik misst sich Mustafa Atici auch daran, dass sie auch Gegenwind verträgt. Man muss dem Volk schon auf den Mund schauen – ihm aber nicht nach dem Mund reden: Zuhören ist in der Politik entscheidend. Der Kontakt mit Menschen aus verschieden Bereichen hilft mir, zu verstehen, was sie unter sozialer Fairness und ökologischer Nachhaltigkeit verstehen. Dann kann ich sie Anita Fetz besser von unseren Lösungsvorschlägen überzeugen. *******************************************************************

Idee und Zusammenstellung von Rahel Schmid


S‘schwarz Brätt Was die andere QV so tryybe

Termine bis Mitte Mai 2007

Termine bis Ende April 2007

So 11.03.07 Eidgenössische Abstimmungen

QV Clara-Wettstein-Hirzbrunnen

So 11.03.07 Kant. Richterwahlen

08.03.2007 Jahresversammlung Restaurant Rebhaus 20h

Mo 19.03.07 QV Offene Vorstandsitzung, 20h

27.03.2007 DV Stadtteilsekretariat Kleinbasel, 19:30h, Union

Sa 24.03.07 Delegiertenversammlung SP CH Di 27.03.07 Jahresdelegiertenversammlung SP Basel-Stadt Mi 04.04.07 Heubar, 18-21h Di 17.04.07 Redaktionsschluss DaBo Nr. 74 Di 24.04.07 QV Offene Vorstandsitzung, 20h Mo 14.05.07 Redaktionsschluss DaBo Nr. 75 Di 15.05.07 Mitgliederversammlung SP Sektion ABI

26.04.2007 DV Stadtteilsekretariat Kleinbasel, 19:30h, Union QV Horburg—Kleinhüningen 27.03.2007 DV Stadtteilsekretariat Kleinbasel, 19:30h, Union 26.04.2007 DV Stadtteilsekretariat Kleinbasel, 19:30h, Union QV St. Johann 15.03.2007 SP-Stamm im St. Johann Rest. "Alter Zoll", 20:30h 19.04.2007 SP-Stamm im St. Johann Rest. "Alter Zoll", 20:30h SP Riehen 27.04.2007- SP Entlebuch zu Besuch 28.04.2007 bei der SP Riehen


Basel, den 05.03.2007

Liebe Genossinnen und Genossen, Liebe Sympathisantinnen und Sympathisanten, Der Vorstand möchte in diesem Jahr folgende drei Themen aufbereiten, um diese dann jeweils an einer Mitgliederversammlung zu besprechen: MV vom 15.05.07: Sportpolitik. Ist die jetzige Sportpolitik „niederschwellige Angebote zu schaffen“ richtig oder ist nicht gerade die Stärkung des Vereinssports geeignet, die Integration von Immigrantenkindern und von Kindern aus benachteiligten Familien zu fördern? Muss die Gewalt im Sport thematisiert werden? Wie steht es um die Volksgesundheit? (Verantwortliche: Rahel Schmid, Oliver Wolf) MV vom 04.09.07: Situation von Jung und Alt auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Grosse Firmen melden Rekordzahlen an nicht besetzten Stellen für gut Qualifizierte. Viele Studienabgänger finden aber keine Arbeit mangels Erfahrung. Die Chemie verlegt immer mehr „einfache und Routinearbeiten“ in den Osten. Wo finden unsere nicht sehr gut qualifizierten Menschen Arbeit? Können sich erfahrene „junge“ Alte und unerfahrene Junge gegenseitig unterstützen? (Verantwortliche: Stephanie Siegrist, Tim Cuénod) MV vom 25.10.07: Innenstadt. Wie will die SP/unsere Sektion die Achse Bahnhof SBB – Bad. Bahnhof attraktiver gestalten und beleben? Durch echte Fussgängerzonen, belebter Marktplatz etc. Wie kann aus dem ständigen Neinsagen, „zu viel Lärm, zu viel Schmutz, zu viel Kommerz“, zu einer konstruktiven, ideenreichen Innerstadtpolitik gefunden werden? Wo steht die kantonale Planung heute, wohin geht ihre Stossrichtung? (Verantwortlicher: René Angst) Im Rahmen dieser Mitgliederversammlungen sollen diese Themen nicht einfach abgehakt werden, sondern wir möchten Vorschläge erarbeitet, die dann der SP-Politik Impulse geben oder auch direkt Einfluss auf die städtische Politik ausüben sollen. Hierfür möchten wir möglichst viele Ideen, Anregungen, Meinungen von euch bekommen! Jeder und jede ist beim Erarbeiten eines Themas uns beim Mitgestalten der MV herzlich willkommen und erwünscht! Wenn ihr einen Input oder Interesse und Lust habt euch zu beteiligen, würde sich der ganze Vorstand sehr freuen- wir sind auf eure Mitarbeit angewiesen! Wendet euch bitte an mich, auf dass ich euch entsprechend informieren kann! Ich grüsse euch alle herzlich! Stephanie Siegrist (QV Präsidentin)

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Eure Meinung ist uns wichtig! Liebe Leserinnen und Leser der Dalbedyych Boscht dalbedyychboscht@hotmail.com vo dr Birs zem Birsig Wer? Wie?...