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Kommunikationsprofis Digital Politik trifft Jugendtreffen im Netz: Natives: Von Missverst채ndnissen und Medienkompetenzen Generationskl체ften

Jana Herwig, M.A., Univ.-Ass. Institut f체r Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universit채t Wien jana.herwig@univie.ac.at


Mediatisierung des Alltags Kommunikation differenziert sich durch immer neue Medien immer weiter in verschiedenen Formen aus. Immer mehr Ereignisse des menschlichen Alltags werden medial produziert und medial vermittelt erlebt.

Vgl. u.a. Krotz 2001


Mediengeschichte • (Speicher-)Medien wurden im Verlauf der Mediengeschichte immer weniger dauerhaft haltbar und zugleich immer kostengünstiger in der Produktion • Immer mehr Inhalte / Informationen konnten immer kostengünstiger und zugleich immer weniger dauerhaft gespeichert werden


Mediengeschichte • Social Media / Web 2.0: • Kostengünstiger Zugang zu Publikationsmedien • Demokratisierung der Frage, wer publizieren darf • Ambivalenz in der Frage der Verfügbarkeit: Datenbanken der Anbieter halten theoretisch alle Daten nach, UserInnen haben jedoch nur begrenzt Handhabe über diese


Mediengeschichte • Während (Speicher-)Medien immer breiter verfügbar wurden, differenzierten sich die Inhalte immer weiter aus, erfassten immer mehr Aspekte der Lebenswelt • Beispiel: Zeitungen brachten Wochen- und Tagesgeschehen nicht nur in eine mediale Struktur, sondern brachten es als solches überhaupt erst hervor


Mediatisierung des Alltags • Die sozialen Medien des Web 2.0 sind mitbeteiligt an dem Entstehen einer neuer Art von Ereignis- und Erlebnistyp: • Chronologisch sortierte Mikroereignisse, gefiltert durch die Interessen, Perspektiven und Meinungen der Personen, die sie generieren • Online-Kontakte sind überwiegend auch Offline-Kontakte


Missverständnisse • Publikationen in traditionellen Medien: Relevanzprüfung durch Gatekeeper vor der Publikation • Publikationen in Social Media: Relevanzprüfung durch die miteinander verknüpften UserInnen nach der Publikation


Medienkompetenz der Generationen • Einerseits: Personen, die mit digitalen Medien aufwuchsen (‚digital natives‘), bewegen sich mit Selbstverständlichkeit in ihrer mediatisierten Lebenswelt (inkl. Social Networks) • Andererseits: Nicht gleichzusetzen mit dem medienpädagogisch geprägten Verständnis von Medienkompetenz = Medien reflektiert, aktiv und mündig nutzen


Medienkompetenz als Generationenprojekt • Die Mediatisierung des Alltags betrifft alle Lebensbereiche: Familie, Schule, Beruf, Politik • Ob politische Partizipation in Social Networks stattfindet, ist abhängig von der Frage, ob Politik im Offline-Leben eine Rolle spielt • Zukunft 2020: Aus heutigen ‚digital natives‘ sind Erwachsene geworden.


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