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SoVD Soziales im Blick Sozialverband Deutschland

SoVD-Zeitung | Ausgabe Berlin / Brandenburg

Nr. 6

Juni 2014

Reform soll Pflegebedürftige und Angehörige entlasten

Erhalten Sie ausreichend Heilmittel?

Für eine würdevolle Pflege Pflegebedürftige erhalten mehr Leistungen, Angehörige werden besser unterstützt. So zumindest verspricht es die Bundesregierung in ihrer Pflegereform. Bereits ab dem kommenden Jahr sollen Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung höher ausfallen und flexibler in Anspruch genommen werden können. Details hierzu gehen zurück auf langjährige Forderungen des SoVD. Dieser vertritt als maßgebliche Organisation die Interessen der Betroffenen. Vor allem der Pflegebedarf demenziell erkrankter Menschen wird bisher nur unzureichend berücksichtigt. Experten fordern daher seit Jahren eine neue Definition der Pflegebedürftigkeit. Genau das aber soll erst am Ende der Reform geschehen. Wer erhält aufgrund welcher Einschränkungen Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung? Oder einfacher formuliert: Wer gilt eigentlich als pflegebedürftig? Bei der Feststellung eines Pflegebedarfs wird noch immer zu stark auf körperliche Defizite geschaut. Dabei sind beispielsweise demenziell erkrankte Menschen wie auch deren Angehörige in ihrem Alltag vor allem mit geistigen Einschränkungen konfrontiert. Seit Jahren wird daher um die Einführung eines

Beteiligen Sie sich an der Patientenbefragung! Seite 3

Dialog zur Arbeitsund Sozialpolitik Adolf Bauer im Gespräch mit Bundesministerin Andrea Nahles Seite 5

Foto: olly / fotolia

Wer jung ist, macht sich wenig Gedanken über das Älterwerden. In Deutschland gibt es seit 1995 die soziale Pflegeversicherung. Aber reichen deren Leistungen für eine würdevolle Pflege aus? neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes gerungen. Nun soll dies endlich geschehen – allerdings nicht am Anfang, sondern erst am Ende der angekündigten Reform.

SoVD fordert einen verbindlichen Zeitplan Damit macht die Bundesregierung quasi den zweiten Schritt vor dem ersten: Sie schafft Leistungsverbesserungen und definiert erst hinterher, wer darauf überhaupt ei-

nen Anspruch hat. Ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff wird unverbindlich für das Ende der aktuellen Wahlperiode angekündigt. Das wäre im Jahr 2017. Der vom Bundesministerium für Gesundheit eingesetzte Expertenbeirat hatte genau das umgekehrte Vorgehen empfohlen: Erst müsse man Pflegebedürftigkeit neu definieren, um darauf aufbauend Ansprüche zu prüfen. Ein neues Begutachtungsverfahren wird

derzeit allerdings erst einmal getestet (siehe SoVD-Zeitung vom Mai 2014, Seite 3). Auch um weitere Verzögerungen zu vermeiden, fordert der SoVD einen verbindlichen Zeitplan. In diesem müsse klar geregelt sein, ab wann der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und das entsprechende System der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) gelten. Erst dann sollten darauf abFortsetzung auf Seite 2

Frauenquote ist ein Meilenstein SoVD bewertet neue Gesetzentwürfe Seite 6 Inklusionslauf findet Zuspruch SoVD-Veranstaltung mit prominenten Unterstützern und Sponsoren Seite 7

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Blickpunkt Mit Startdatum 1. Juli 2014 haben die Koalitionspartner eine Anhebung der sogenannten Mütterrente beschlossen. Etwa zehn Millionen Mütter erhalten für ihre Kinder, die vor 1992 geboren wurden, einen Rentenpunkt mehr. Damit soll die Lebensleistung von Müttern gewürdigt werden, die durch die Erziehung von vor 1992 geborenen Kindern bisher schlechter gestellt waren als Mütter, deren Kinder danach geboren wurden. Wir Frauen im SoVD be-

grüßen diesen Schritt zu mehr Gerechtigkeit, wenngleich hierdurch noch keine Gleichstellung erfolgt – auch nicht bei den Kindererziehungszeiten Ost und West. Von einem weiteren positiven Signal hat bislang noch kaum jemand Kenntnis genommen: Mütter, für die gar kein Rentenkonto eingetragen war, weil sie nicht erwerbstätig waren, können ab Juli im Nachhinein Ansprüche auf eine Rentenzahlung erwerben. Das Gleiche gilt für Mütter,

deren Rentenkonto nicht die erforderlichen fünf Beitragsjahre für einen Rentenanspruch aufweist. Durch eine freiwillige rückwirkende Beitragszahlung können betroffene Frauen zum Beispiel dafür sorgen, dass die Zeiten für die Erziehung von Kindern vor 1992 anerkannt werden. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt sie heute sind. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre Sozialberatung vor Ort! Edda Schliepack Bundesfrauensprecherin

Kommissar und Jubilar Tatort-Ermittler Miroslav Nemec wird 60 Seite 24


SOZIALPOLITIK

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Nr. 6 / Juni 2014

Reform soll Pflegebedürftige und Angehörige entlasten

Für eine würdevolle Pflege Fortsetzung von Seite 1 gestimmte Leistungsverbesserungen eingeführt werden. Der nun von der Bundesregierung eingeschlagene Weg ist nicht nur unsystematisch, er birgt auch Risiken für die Versicherten. Unklar ist nämlich, inwieweit für die geschaffenen Leistungshöhen und -arten ein Bestandsschutz besteht, das heißt, ob Betroffene auch nach der Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes noch im gleichen Umfang Anspruch darauf haben.

Wichtige Unterstützung für pflegende Angehörige Grundsätzlich sind die geplanten Maßnahmen natürlich zu begrüßen. Der bisher vorliegende Entwurf enthält viele notwendige Leistungsverbesserungen etwa zur Stärkung der häuslichen Pflege oder zur Unterstützung pflegender Angehöriger. In diesen Punkten wird den Empfehlungen des bereits genannten Expertenbeirats entsprochen. Als Mitglied in diesem Gremium hatte sich der SoVD somit erfolgreich dafür eingesetzt, dass Mittel der Kurzzeitpflege besser mit denen der Verhinderungspflege kombiniert werden können. Bei der Kurzzeitpflege wird ein pfle-

gebedürftiger Mensch für eine gewisse Zeit vollstationär versorgt, während bei der Verhinderungspflege eine Vertretung die pflegerischen Aufgaben übernimmt. Beide Maßnahmen entlasten also die pflegenden Angehörigen – etwa im Falle von Krankheit oder Urlaub.

Teilweiser Ausgleich von Kaufkraftverlusten Die soziale Pflegeversicherung übernimmt grundsätzlich nur einen Teil der anfallenden Kosten. Seit ihrer Einführung 1995 wurden die gezahlten Leistungen jedoch nur unzureichend an die Entwicklung der Kaufkraft angepasst, einzelne Leistungen zudem privatisiert. Pflegebedürftigkeit ist heute somit wieder zu einem Armutsrisiko geworden. Auch wenn aufgelaufene Kaufkraftverluste nicht in voller Höhe ausgeglichen werden, sieht die Reform doch zumindest eine Dynamisierung der Leistungen vor. Es wird also künftig etwas mehr Geld geben (zu den Details siehe Hintergrund auf dieser Seite). Eine Anpassung sollte nach Ansicht des SoVD jedoch nicht unregelmäßig, sondern verbindlich einmal im Jahr erfolgen. Andernfalls sei mit weiteren Kaufkraftverlusten zu rechnen.

Solidarprinzip anstelle Vorsorgefonds Ab Januar 2015 steigt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte. Von dem zusätzlichen Geld sollen pro Jahr 1,2 Milliarden Euro in einem Fonds angespart werden. Darauf zurückgreifen will man frühestens im Jahr 2035. Der SoVD kritisiert, dass diese Mittel somit der Solidargemeinschaft entzogen würden, obwohl diese schon heute dringend darauf angewiesen wäre. job

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Hinter dem Alter steckt stets eine Lebensleistung. Hierfür haben pflegebedürftige Menschen unsere Anerkennung verdient.

Hintergrund

Details der geplanten Reform Höhere Beiträge • Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung steigt von 2,05 auf 2,35 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen. Höhere Leistungsbeträge (ca. 4 Prozent) u. a. bei • Pflegesachleistung, • Pflegegeld, • Verhinderungspflege, • Tages- und Nachtpflege, • Kurzzeitpflege, • vollstationärer Pflege.

Höhere Leistungsbeträge bei • Pflegehilfsmitteln (Erhöhung auf 40 Euro monatlich), • wohnumfeldverbessernden Maßnahmen (Erhöhung um 1443 Euro auf 4000 Euro monatlich), • Wohngruppenzuschlag (Erhöhung um 2,67 Prozent). Mehr Flexibilität • Verhinderungs- und Kurzzeitpflege können miteinander kombiniert werden.

• Auch Angehörige können niedrigschwellige Entlastungsleistungen nutzen. • Ambulante Pflegesachleistungen können zur Hälfte für niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen eingesetzt werden. • Eine Altersgrenze für Kurzzeitpflege in Einrichtungen der Behindertenhilfe entfällt. • Die zusätzliche Betreuung in stationären Einrichtungen wird ausgeweitet.

Interview

Direkte Beratung über zentrale Telefonnummer der VVS Mit der Gründung der Verbands-Versicherungs-Service-AG (VVS) ist ein entscheidender Schritt getan worden, um künftig noch gezielter und individueller auf die vielfältigen Interessen der SoVD-Mitglieder eingehen zu können. Denn die VVS kann als Makler aus dem breiten Spektrum aller auf dem Markt befindlichen Versicherungs- und Vorsorgeangebote schöpfen (wir berichteten ___Die Verbands-Versicherungs-Service AG hat im letzten Monat alle erforderlichen Zulassungen erhalten, was bedeutet das für unsere Mitglieder? Reinhard Wagner: Sicher freuen wir uns darüber, nun die bürokratischen Hürden erledigt zu haben. Jetzt können wir den Mitgliedern den in den letzten Wochen angekündigten Service bieten. Konkret bedeutet das, in allen Versicherungsfragen als Ansprechpartner und „Kümmerer“ an der Seite des Mitglieds zu stehen. Und dieses Angebot gilt nicht nur für Mitglieder, die ihre Versicherungen über uns abgeschlossen haben. Auf Wunsch kümmern wir uns auch um alle anderen Versicherungen des Mitglieds –

hierzu fortlaufend in den vergangenen Ausgaben der SoVD-Zeitung). Auch über eine zentrale Telefonnummer in der Bundesgeschäftstelle des SoVD, die 030 / 7 26 22 23 23, können sich Mitglieder jetzt direkt und umfassend beraten lassen. Wir sprachen dazu mit den beiden Vorständen der VVS, Dr. Jens Oldenburg und Reinhard Wagner.

Bundesgeschäftsstelle anzurufen. Unter der Nummer 030 / 7 26 22 23 23 können Mitglieder ihr Anliegen direkt äußern. Auch über die Homepage: www.vvs-ag.com können Mitglieder ihre Fragen ganz einfach absenden.

Dr. Jens Oldenburg selbstverständlich kostenfrei! ___Wie können die Mitglieder sich die Angebote und Leistungen der VVS zunutze machen? Dr. Jens Oldenburg: Dafür gibt es mehrere Wege. Der einfachste und schnellste ist, die Hotline der VVS in der

___Was kann ein solches Anliegen sein? Dr. Jens Oldenburg: Das kann vielfältig sein. • Fragen zum Beitragsablauf bestehender Versicherungen, z. B. einer Sterbegeldvorsorge • Beratung zu bestehenden Versicherungen, beispielsweise einer Unfallvorsorge • Beratung über bezahlbare Absicherungsformen für den Fall einer Pflegebedürftigkeit • Möglichkeiten, Versicherun-

schaut, ob sich bei Leistung oder Preis bessere Angebote für das Mitglied finden lassen.

Reinhard Wagner gen mit staatlicher Förderung zu erhalten • Interesse an einer günstigen Haftpflichtversicherung u.v.m. Oder ganz einfach der Wunsch, dass sich jemand mit den vielen Versicherungen eines Haushaltes auseinandersetzt, diese ordnet und auch

___Das sind viele Aufgaben, die nicht alleine zu bewältigen sind. Reinhard Wagner: So ist es. Mit den ersten Außendienstmitarbeitern haben wir den Start bereits erfolgreich gestaltet. Alle sind sehr motiviert und freuen sich auf die neuen Aufgaben. Wir freuen uns darüber hinaus über Menschen, die – mit der erforderlichen Ausbildung – bei uns mitarbeiten möchten. Denn den Mitgliedern unseres Verbandes in wichtigen Versicherungsfragen zu helfen, ist eine anspruchsvolle und schöne Aufgabe. Jede Bewerbung ist herzlich willkommen.


SOZIALPOLITIK

Nr. 6 / Juni 2014

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SoVD beteiligt sich an Verbändebündnis gegen geplante Ausnahmen beim Mindestlohn

Keine Rückschritte beim Mindestlohn Gegen die geplanten Ausnahmen bei der Einführung des flächendeckenden Mindestlohns macht sich jetzt ein Bündnis zahlreicher namhafter Verbände stark. Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat sich dem Aktionsbündnis angeschlossen, das den Aufruf „Würde ist unteilbar – gegen Ausnahmen vom Mindestlohn“ gestartet hat. Ausdrücklich begrüßt das Aktionsbündnis im Grundsatz den aktuellen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Stärkung der Tarifautonomie und der geplanten Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro. Dieser werde die Lebenssituation von über fünf Millionen Menschen verbessern.

Unterste Schwelle nicht unterschreiten Die Bündnispartner betonen gleichzeitig, dass das Mindestlohnniveau von 8,50 Euro nicht den gesamten Niedriglohnsektor beseitige. Die Niedriglohnschwelle liege bei zwei Drittel des mittleren Stundenlohns, also bei 9,30 Euro. Insofern müsse eine Erhöhung des Mindestlohns deutlich vor 2018 erfolgen. Von zentraler Bedeutung ist es aus Sicht der Bündnispartner, dass die unterste Schwelle

von 8,50 Euro nicht noch zusätzlich unterschritten werden darf. Geplante Ausnahmen vom Mindestlohn für Jugendliche und Langzeitarbeitslose werden deshalb entschieden abgelehnt. Die Bundesregierung, der Bundestag und der Bundesrat werden mit Nachdruck aufgefordert, diese Ausnahmen zu streichen. Insbesondere Jugendliche und Langzeitarbeitslose unterliegen einem besonderen Schutzbedürfnis, da sie auf dem Arbeitsmarkt in einer verhältnismäßig schwachen Verhandlungsposition sind, so die Argumentation der Bündnispartner. Dass diese Menschen für die gleiche Arbeitsleistung aufgrund ihres Status niedriger gestellt werden sollen, sei „ein verheerendes gesellschaftspolitisches Signal – ein Rückschritt“. Hungerlöhne weit unter 8,50 Euro hätten trotz guter Ar-

beitsmarktlage in den letzten Jahren nicht zu besseren Arbeitsmarktchancen für Langzeitarbeitslose geführt, so die Bündnispartner weiter. Niedrigstlöhne für Langzeitarbeitslose als Wettbewerbsvorteil gegenüber Arbeitssuchenden mit Mindestlohnanspruch seien daher strikt abzulehnen. Foto: A_Bruno / fotolia

Drehtüreffekt mit der Wirkung heuern und feuern!

Um den Mindestlohn zu umgehen, könnten Arbeitgeber Langzeitarbeitslose vermehrt nur für sechs Monate befristet einstellen.

Zukünftig könnten Arbeitgeber vermehrt Langzeitarbeitslose in einem sich wiederholendem System für höchstens sechs Monate befristet einstellen, um den Mindestlohn dauerhaft zu umgehen, fürchten die Bündnispartner weiter. Ein solcher Drehtüreffekt bedeute heuern und feuern und belasse die Beschäftigten in Armut trotz Arbeit. Vielmehr ist nach Überzeugung der Aktionspartner der Mindestlohn ein Ausdruck ei-

ner gesellschaftspolitischen Wertehaltung darüber, was ein Mensch für seine Arbeit mindestens verdienen muss. Ausnahmen vom Mindestlohn widersprechen insofern der Idee und dem Ziel des Mindestlohns selbst. Dem Bündnis gehören neben dem SoVD auch die Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V. (AWO), der Deutsche Frauenrat, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die

Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband, der Evangelische Fachverband für Arbeit und soziale Integration e.V., der Förderverein gewerkschaftliche Arbeitslosengruppen (KOS), die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), die Naturfreunde Deutschland e.V., die Vereinigung demokratischer Juristinnen und Juristen e.V. (DJV) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) an.

Große Patientenbefragung – SoVD-Mitglieder zu Hinweisen über ihre Versorgung aufgerufen

Erhalten Sie ausreichend Heilmittel? Bekommen Menschen, die dauerhaft Heilmittel brauchen, regelmäßig Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie? Mit einer großen Patientenbefragung will die Patientenvertretung im gemeinsamen Bundesausschuss, dem auch der SoVD angehört, sich ein klares Bild verschaffen. Helfen auch Sie als SoVD-Mitglied mit, Aufschluss über die Versorgung behinderter und chronisch kranker Menschen mit Heilmitteln zu erhalten. Nur auf der Grundlage Ihrer Hinweise lassen sich Weiterentwicklungen in Angriff nehmen, die für Patientinnen und Patienten hilfreich sind.

Foto: klickerminth / fotolia

Der Hintergrund der Befragung: In der Vergangenheit kam es immer wieder vor,

dass Menschen mit schweren dauerhaften Schädigungen keine ausreichende Behandlung mit Heilmitteln, also mit Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie

Heilmittel wie die Ergo- oder Physiotherapie werden oft nicht ausreichend verschrieben.

erhielten oder mühsam darum kämpfen mussten, obwohl die medizinische Notwendigkeit unbestritten war. Der Grund war oft genug die Befürchtung der verordnenden Ärztinnen und Ärzte, ihr Heilmittelbudget zu überziehen und damit einen wirtschaftlichen Schaden zu erleiden. Die Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss, zu der auch der SoVD gehört, hat an der Änderung der Heilmittel-Richtlinie mitgearbeitet, damit die Gesetzlichen Krankenkassen bei Menschen mit schweren Behinderungen eine langfristige Heilmittelbehandlung genehmigen können. Heilmittel, die bei einer genehmigten langfristigen Heilmittelbehandlung ärztlich verordnet werden, werden bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen von Arztpraxen nicht mehr negativ berücksichtigt. Die verordnenden Ärztinnen und Ärzte müssen dann nicht

mehr eine Überschreitung ihres Budgets fürchten. Eine ähnliche Wirkung entfalten die seit 2013 zwischen den Krankenkassen und den Ärzten bundesweit vereinbarten Praxisbesonderheiten. Verordnungen werden als Praxisbesonderheiten bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen anerkannt, wenn sie aufgrund einer der vereinbarten Diagnosen ausgestellt wurden.

Hat das veränderte Verfahren sich bewährt? Beide Regelungen sollten die Versorgung von Menschen mit schweren dauerhaften Schädigungen und einem langfristigen Heilmittelbedarf verbessern und die Hürden zur Verordnung von Heilmitteln für diesen Personenkreis senken. Mit einer großen Patientenbefragung will die Patientenvertretung deshalb überprüfen, ob die erwartete Wirkung eingetreten ist und ob sich das Verfahren bewährt hat.

Foto: mm23 / fotolia

Auch für ältere Menschen sind regelmäßige ergotherapeutische Behandlungen oft von großer Wichtigkeit.

Info Bitte kontaktieren Sie den SoVD-Bundesverband, Abteilung Sozialpolitik, per Mail, wenn Sie an der Befragung teilnehmen möchten. Richten Sie Ihre Anfrage an folgende Adresse: fabian. szekely@sovd.de. Nach Erhalt Ihrer Mail senden wir Ihnen den Fragebogen in einem barrierefreien pdf-Format an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse zu. Der ausgefüllte Fragebogen wird durch ein Klicken auf das Feld „Formular senden“ automatisch an die Stabsstelle Patientenbeteiligung weitergeleitet. Einsendeschluss ist der 15. Juli 2014.


EUROPAPOLITIK

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Politik will jetzt die Mobilität in Europa fördern

Interview

Willkommenskultur wichtig für Zuwanderung Zu den Auswirkungen der Veränderung in der Politik in Richtung einer aktiven Förderung der EU-weiten Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sprachen wir mit Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer, Vorsitzende des Arbeitskreises Sozialversicherung im SoVD-Bundesvorstand. ___Welche Chancen ergeben sich aus dem Wechsel in der Politik für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer? Arbeitnehmer können ihre Chancen verbessern, wenn sie Ausbildung und Arbeit in einem anderen Land aufnehmen. Gerade für junge Menschen ist es wichtig, neue Erfahrungen zu gewinnen. Die seit Jahren in der EU hierzu verfügbaren Maßnahmen vor allem für den Austausch von Studenten müssen auch für junge Menschen in der Ausbildung gelten.

Nr. 6 /Juni 2014

Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer

___Welche Problematik ist damit verbunden? Wichtig ist, dass derartige grenzüberschreitende Wanderungen freiwillig erfolgen und nicht – wie in den südeuropäischen Krisenländern der EU – durch hohe Arbeits- und Perspektivlosigkeit erzwungen sind. Dies ist oft für die betroffenen Menschen mit erheblichen familiären und sozialen Problemen verbunden. In der Bundesrepublik kann hierdurch dem demographisch bedingten Mangel an Fachkräften begegnet werden, z. B. in den Gesundheits- und Pflegeberufen, aber auch in der Informationstechnologie. Dabei ist zu beachten, dass die Menschen auch für die Entwicklung in ihren Heimatländern gebraucht werden. ___Wo sollte die Entwicklung hingehen? Welche Maßnahmen sind auf nationaler bzw. europäischer Ebene erforderlich? Ausbildung oder Arbeit in der Bundesrepublik müssen die berufliche Entwicklung der zuwandernden Arbeitnehmer fördern. Die Programme der Bundesregierung zur Anwerbung junger qualifizierter Arbeitnehmer „MobiPro“ sind finanziell zu verbessern. Dies gilt auch für die Qualifizierung, Sprachförderung und berufliche Entwicklung durch den Europäischen Sozialfonds, die bereits im Heimatland einzusetzen sind. Erforderlich ist die Eingliederung der Arbeitnehmer mit ihren Familien in das gesamte Lebensumfeld – die „Willkommenskultur“. Interview: veo

Perspektive für die Jugend In den letzten Jahren hat die Politik einen großen Wechsel vollzogen: weg von der Verzögerung hin zu einer aktiven Förderung der EU-weiten Beweglichkeit von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen. Jedoch besteht hinsichtlich der Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung ein massives Ungleichgewicht. Entsprechend schlecht sind die Perspektiven für junge Menschen in den Krisenländern. Um dies zu ändern, will die Bundesregierung EU-Binnenwanderungen jetzt aktiv fördern. Laut Statistischem Bundesamt hat es seit 2011 eine erhebliche Steigerung der Zuwanderungen in die Bundesrepublik aus EU-Mitgliedstaaten gegeben, vor allem aus Krisenländern. Im Vordergrund der Mobilitätsförderung stehen auf EU-Ebene insbesondere die Ausweitung der Programme „Leonardo da Vinci“ für den grenzüberschreitenden Austausch in der Berufsausbildung sowie die Ausweitung des grenzüberschreitenden Studentenaustauschprogramms „Erasmus“. Verbessert werden soll darüber hinaus die EU-weite Arbeitsvermittlung über das Netzwerk nationaler Arbeitsverwaltungen und das Internetportal „Eures“. Das ESF-Bundesprogramm „Integration durch Austausch“ zielt darauf, schwer vermittelbaren Menschen die Integration in Arbeit über einen grenzüberschreitenden beruflichen Erfahrungsaustausch zu erleichtern. Junge hochqualifizierte Menschen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) hingegen im Rahmen des „MobiPro-Eu-Programms“ für Ausbildung und Arbeit in der Bundesrepublik einwerben. „The Job of my Life – der Arbeitsplatz meines Lebens“, lautet der Appell. Dass dabei vor allem Fachkräfte und hochqualifizierte junge Spezialisten angesprochen werden, wirkt sich nachteilig für die wirtschaftliche Entwicklung in deren krisengeschüttelten Heimatländern aus.

Foto: auremar / fotolia

Vor allem an der Zuwanderung hochqualifizierter junger Fachkräfte aus den EU-Krisenländern besteht ein großes Interesse.

Was bedeutet Freizügigkeit? • Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist eines der Grundrechte der EUBürgerinnen und Bürger. Sie bedeutet, dass sich jeder Angehörige eines EU-Staates in einem anderen Mitgliedstaat zur Arbeitsaufnahme und -ausübung niederlassen darf. • Mit der Freizügigkeitsklausel soll Ungleichbehandlungen aufgrund der nationalen Herkunft entgegengetreten werden. • Die Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU gehört zu den vier Grundfreiheiten des gemeinsamen Marktes. Sie ist Kernbestandteil des für alle 27 Mitgliedstaaten verbindlich geltenden Gemeinschaftsrechtes. • Am 1. Mai 2011 hat Deutschland als einer der letzten EU-Staaten seinen Arbeitsmarkt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Länder Mittel- und Osteuropas geöffnet, die 2004 der EU beitraten. Seit dem 1. Januar 2014 gilt die EU-Freizügigkeit auch für die Bürger Rumäniens und Bulgariens, die seit 2007 EU-Mitglieder sind. Wie 2011 sorgt auch 2014 die Ausweitung der Arbeitnehmerfreizügigkeit für geteilte öffentliche Reaktionen.

SoVD im Gespräch Gespräch zu Pflege und Gesundheit

Foto: Bundesministerium für Gesundheit

Im Bundesgesundheitsministerium sprachen SoVD-Präsident Adolf Bauer (li.) und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (re.) über aktuelle Reformvorhaben im Bereich Gesundheit und Pflege.

Am 14. Mai fand im Bundesgesundheitsministerium (BMG) in Berlin ein Gespräch des SoVD-Präsidenten Adolf Bauer mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe statt. Zu Beginn stellte der SoVDPräsident die sozialpolitische Arbeit des SoVD und seine sozialpolitischen Fachgremien vor. Inhaltlich bildeten aktuelle Reformvorhaben im Bereich Gesundheit und Pflege die Gesprächsschwerpunkte. Zur vorgesehenen Neuregelung der Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung

(GKV) stellte Minister Gröhe einleitend klar, dass er den mit dem Koalitionspartner gefundenen Kompromiss für einen guten Kompromiss halte. Danach soll der einkommensunabhängige Zusatzbeitrag der Versicherten durch einen einkommensabhängigen (potenziellen) Zusatzbeitrag abgelöst werden. Dabei soll der Arbeitgeberanteil eingefroren bleiben. Die Verantwortung der Politik sehe er nun darin, den einseitigen Zusatzbeitrag für die Versicherten nicht zu hoch werden zu lassen. Zum Thema Pflege sprach Gröhe insbesondere das Thema „Reha vor Pflege“ an. Das einstündige Gespräch fand in einer freundlichen und konstruktiven Atmosphäre statt.

Austausch über Belange von Patienten Auch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigten für Pflege, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, sprach SoVD-Präsident Adolf Bauer über aktuelle Reformvorhaben in der Pflege- und Gesundheitspolitik. Laumann bat dabei den SoVD um Unterstützung u. a. bei der Stärkung der Forderung nach übersichtlichen Leistungen in der Pflegeversicherung sowie der Flexibilisierung der Leistungen im weiteren Verfahren.


SOZIALPOLITIK / AUS DEM VERBAND

Nr. 6 / Juni 2014

Personalien

Die Tricks der Gauner

Teures Branchenverzeichnis Lothar Schirmer war lange Zeit Polizist. In der SoVD-Zeitung warnt der Kriminalrat nun vor den Tricks der Gauner und Ganoven. Dieses Mal geht es um einen der ältesten Tricks, nämlich um das Kleingedruckte in dubiosen Verträgen. Also seien Sie auf der Hut! Es fing ganz harmlos an. Frau Thomas, Inhaberin eines kleinen Modegeschäftes, bekam von der GewerbeauskunftZentrale unter der Überschrift „Erfassung gewerblicher Einträge“ ein Schreiben, in dem Sie aufgefordert wurde, fehlende oder fehlerhafte Daten kostenlos zu ergänzen oder zu korrigieren. Da ihr Unternehmen falsch geschrieben war, korrigierte Frau Thomas dies, setzte ihre Unterschrift unter das Schreiben und schickte es zurück.

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Klaus-Dieter Skubich ist neuer Landesvorsitzender des SoVD-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen. Die Mitglieder des Landesvorstandes wählten den 72-jährigen Dortmunder als Nachfolger von Gerda Bertram, die aus persönlichen Gründen ihr Amt als Landesvorsitzende niedergelegt hatte. Klaus-Dieter Skubich ist seit 1992 Mitglied im Sozialverband Deutschland. Dem Landesvorstand gehörte er von 2000 bis 2007 als Beisitzer an. Die Delegierten des 18. Landesverbandstages wählten ihn 2011 erneut in dieser Funktion in den Landesvorstand.

Foto: Robert Kneschke / fotolia

Böses Erwachen

Auch wenn alles noch so seriös wirkt: Lesen Sie einen Vertrag in Ruhe durch, bevor Sie ihn unterschreiben!

Nach zwei Wochen erhielt Frau Thomas eine Rechnung über 569 Euro für einen Eintrag in ein Online-Branchenverzeichnis, den sie nie gewollt hat. Für den Fall der Zahlungsverweigerung wurde mit einer „zwangsweisen Einziehung“ per Mahnung gedroht. Mit derartigen Forderungen eines „Branchen-Telefonbuchverlages“ wird trickreich versucht, Kleinunternehmern Geld für einen Eintrag in ein Online-Branchentelefonbuch abzuluchsen. Die Betroffenen hatten zuvor ein Schreiben erhalten und unterschrieben, das nach einer routinemäßigen Abfrage des Gewerbeamtes aussah. Der Teufel aber steckt im Kleingedruckten. Da steht, dass man mit dem Zurücksen-

den des Formulars einen Zweijahresvertrag eingeht und dafür ein monatlicher Marketingbeitrag von 47,42 Euro fällig ist. Der Trick besteht darin, dass durch den Namen „Gewerbeauskunft-Zentrale“ und den Zusatz „Erfassung gewerblicher Einträge“ ein amtlicher Charakter des Schreibens suggeriert wird. Gleichzeitig lenkt man vom eigentlichen Anliegen, nämlich einem Vertragsabschluss ab, in dem fett gedruckt und unterstrichen aufgefordert wird, fehlende oder fehlerhafte Daten der Anschrift zu ergänzen oder zu korrigieren. Natürlich ist bewusst ein Fehler eingebaut worden damit es auch einen Grund gibt, das Formular zurück zu schicken. Dann

gibt es noch die fett gedruckte Information „Rückantwort gebührenfrei per Fax“ und schon sieht es so aus, als würden keine Kosten entstehen.

Das sollten Sie wissen

Neue Filmbeiträge im Web TV des SoVD

Mein Weg ins Berufsleben Unter www.sovd-tv.de sind mehrere neue Filmbeiträge des SoVD-eigenen Filmportals zu sehen, so der Film „Barrierefrei Wohnen – Mehr Lebensqualität für alle“.

• Lesen Sie vor einer Unterschrift immer das Kleingedruckte durch. • Sind Sie in die Falle mit dem Branchenonline-Eintrag getappt, dann schicken Sie ein Schreiben an das Unternehmen und legen Sie Widerspruch ein. • Fechten Sie den Vertrag wegen Sittenwidrigkeit an und bezahlen Sie nicht. • Holen Sie sich möglichst Rechtsbeistand bei einem Rechtsanwalt. ls

Barrierefreies Wohnen ist in der Diskussion um Inklusion ein zentrales Thema. Damit Menschen auch dann selbstbestimmt in ihrer Wohnung bleiben können, wenn eine Einschränkung oder Pflegebedürftigkeit vorliegen, müssen viele Barrieren abgebaut und vermieden werden. SoVD TV zeigt, worauf es beim Um- oder Neubau ankommt. Der Film „Mein Weg ins Berufsleben – Berufsbildungswerk Bremen“ beschäftigt sich mit dem Thema Inklusion. SoVD TV zeigt, wie im Berufsbildungswerk Bremen junge Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen bisher keinen Ausbildungsabschluss geschafft haben, unterstützt werden, eine Ausbildung zu absolvieren. Unter www.sovd-tv.de können Sie sich die Filme mit Untertiteln anzeigen lassen.

auf die dringend erforderlichen Nachbesserungen und Korrekturen hin. Ministerin Nahles teilte dabei u. a. die Ansicht des SoVD, dass eine Angleichung des Rentenwertes Ost dringend erforderlich sei und begrüßte die Einführung des Mindestlohns als erste indirekte Maßnahme für eine Verbesserung. Im Bereich der Mütterrente bestand Einigkeit zwischen den Gesprächspartnern, dass die Differenzierung nach Ost und West nicht auf Dauer beibehalten werden darf. Im Hinblick auf die Politik für Menschen mit Behinderung wurde übereinstimmend auf die Inhalte des letzten gemeinsamen Gesprächs mit den Mitgliedern des DBR-Sprecherrats Bezug genommen.

Bundesministerin Andrea Nahles (re.) und den SoVD, vertreten durch SoVD-Präsident Adolf Bauer, verbindet eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Beim Gespräch im Ministerium standen einige sozialpolitische Themen auf der Agenda.

SoVD im Gespräch Dialog zur Arbeits- und Sozialpolitik Am 12. Mai fand im Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein Gespräch zwischen dem SoVD-Präsidenten Adolf Bauer und Bundesministerin Andrea Nahles statt. Aufgrund der langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Andrea Nahles und dem SoVD, konnte auf eine Vorstellung der Verbandsstruktur und -arbeitsweise verzichtet und direkt in die inhaltliche Besprechung der im Vorfeld vereinbarten Themen eingestiegen werden. Ein inhaltlicher Schwerpunkt war dabei der Tagesord-

nungspunkt „Öffnung der Prozesskosten- und Beratungshilfe für die SoVD-Sozialberatung“. Der SoVD hatte immer wieder auf verschiedenen Ebenen angeregt, dass seine Mitglieder bei Vertretung durch den Verband auch Prozesskosten- und Beratungshilfe erhalten. Die Ministerin hatte darauf zuletzt im April mit einem Schreiben reagiert. Darin signalisierte sie die Bereitschaft zur Überprüfung des Prozesskostenhilferechts. Ein weiterer unter vielen Themenkreisen war der Schwerpunkt „Rente“: Der SoVDPräsident stellte dar, dass der SoVD die im RV-Leistungsverbesserungsgesetz vorgesehenen Verbesserungen ausdrücklich begrüßt, wies aber eindringlich

Foto: Wolfgang Borrs


SOZIALPOLITIK

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Frauenbeitrag

Zukunft für Hebammen muss gesichert werden Die Hebammen haben in der Vergangenheit immer wieder gegen steigende Haftpflicht-Prämien protestiert. Auch der SoVD machte wiederholt auf die beruflichen Nöte vieler Hebammen aufmerksam. Für uns Frauen im SoVD ist die Hebammenarbeit wertvoll, sie wird aber vielerorts nicht ausreichend wertgeschätzt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will nun erste politische Initiativen zur Lösung der Haftpflichtproblematik bei freiberuflichen Hebammen in laufende Gesetzgebungsverfahren einbinden. Der Minister stellte Anfang Mai im Gesundheitsausschuss den Bericht der interministeriellen Arbeitsgruppe „Versorgung mit Hebammenhilfe“ vor – einschließlich der von ihm favorisierten Lösungswege. Geplant sind demnach ein Erika Immoor zügiger Ausgleich für höhere Versi- Mitglied im Ausschuss cherungsprämien, konkrete Vereinfür Frauenpolitik barungen zur Sicherung der Qualität in der Geburtshilfe sowie der Aufbau einer professionellen Datengrundlage für die Hebammenversorgung. Ferner wird der Verzicht auf Regressforderungen in einem bestimmten Umfang erwogen, um die Prämien für die Berufshaftpflicht nicht weiter ansteigen zu lassen. Zu befürchten stand hingegen noch vor Kurzem, dass viele der 3500 freiberuflichen Hebammen sich von 2015 an ihren Beruf nicht mehr leisten können würden. Denn zahlte eine Hebamme noch vor elf Jahren 1400 Euro jährlich an die Versicherung, sollten es in diesem Jahr schon mehr als 5000 Euro sein. Für Geburtshelferinnen mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von rund 18 000 Euro und einen Stundenlohn von 8,50 Euro wäre das eine kaum aufzubringende Summe. Würde diese Entwicklung fortschreiten, würde das System für Geburtshelferinnen kollabieren. Viele Geburtshäuser stünden dann vor dem Aus, und Krankenhäuser, die aus Kostengründen nur noch freiberufliche Hebammen beschäftigen, müssten unter extremen Umständen ihre Neugeborenen-Stationen schließen. Wir Frauen im SoVD möchten die Hebammen zum Weitermachen ermutigen. Wir brauchen Hebammen, die Schwangere kompetent und individuell begleiten, auch nach der Geburt. Das ist kein Luxus, sondern unverzichtbar.

Nr. 6 / Juni 2014

SoVD bewertet die neuen Gesetzentwürfe zur Frauenquote

Frauenquote ist ein Meilenstein Leitlinien für das Gesetzgebungsverfahren zu einem „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst“ haben Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Heiko Maas, Bundesminister für Justiz und Verbraucherschutz (beide SPD) in Berlin vorgestellt. Zu den Leitlinien hat der SoVD jetzt Stellung bezogen. Aufsichtsräte von voll mitbestimmungspflichtigen und börsennotierten Unternehmen, die ab 2016 neu besetzt werden, sollen künftig einen Frauenanteil von mindestens 30 Prozent aufweisen. Betroffen davon sind derzeit 108 Spitzenunternehmen mit mehr als 2000 Beschäftigten.

Verbindliche Zielgrößen Weitere rund 3500 entweder börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen (mit 500 bis 2000 Beschäftigten) müssen schon ab 2015 sich selbst verbindliche Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und in den oberen Management-Ebenen geben.

Damit wird die sogenannte Flexiquote eingeführt. Die Deutsche Bahn AG und andere größere Bundesunternehmen sollen mit gutem Beispiel vorangehen, ebenso auch Bundesministerien und andere Einrichtungen des öffentlichen Dienstes. Dazu soll das Bundesgleichstellungsgesetz, das Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesverwaltung und in den Gerichten des Bundes, aus dem Jahr 2001 modernisiert und differenziert werden. Das Gesetzgebungsvorhaben soll noch in diesem Jahr auf den parlamentarischen Weg gebracht werden. Ziel ist ein Inkrafttreten 2015. Nachdem das Gesetz drei Jahre in Kraft war, soll geprüft

werden, ob sich das gesamte Gesetzesvorhaben bewährt hat und ob eine Nachjustierung notwendig wird. Eine verbindliche Frauenquote in Führungspositionen steht seit Jahren zur Diskussion. Der Frauenanteil in den Vorständen der DAX30-Unternehmen ist 2013 sogar von 7,8 auf 6,3 Prozent zurückgegangen. Daher bezeichnet der SoVD die gesetzliche Frauenquote als Meilenstein in der Gleichstellungspolitik.

SoVD begrüßt Durchbruch

Mit der Frauenquote werden sich nach Auffassung des SoVD mehr Frauen auf Führungspositionen bewerben.

Der SoVD begrüßt den Durchbruch für eine gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent in den Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen. Durch die Frauenquote werden sich nach Auffassung des Verbandes mehr Frauen für Führungspositionen bewerben. Skeptisch sieht der SoVD jedoch die vorgesehene Flexiquote, da eine angemessene Beteiligung durch Selbstverpflichtung Jahrzehnte dauern kann. Aus SoVD-Sicht muss es ferner auch darum gehen, gleiche Aufstiegschancen für Frauen und Männer auf allen Ebenen durchzusetzen. Bei Einzelfragen wenden Sie sich bitte an Ihre SoVD-Beratungsstelle. Die Anschriften der SoVD-Landes- und Kreisverbände erfahren Sie auch auf unserer Internetseite unter www.sovd.de.

serungen für behinderte Menschen führen müsse und nicht auf kommunal- und haushaltspolitische Perspektiven verengt werden dürfe. Der SoVD-Präsident stellte die zentralen Forderungen des SoVD für die Eingliederungshilfereform dar, die gemeinsam diskutiert wurden. Bauer betonte dabei, dass das Bedarfsdeckungsprinzip der Leistungen unbedingt zu erhalten sei und nicht durch pauschalierte Leistungen ersetzt werden dürfe. Eine weitere wichtige Forderung des SoVD ist die Einkommens- und Vermögensunabhängigkeit der Teilhabeleistungen. Hinsichtlich des Bereiches Werkstätten befürwortet

Die SoVD-Positionen fanden in weiten Teilen Zustimmung bei Kerstin Tack.

Foto: Rido / fotolia

SoVD im Gespräch Gespräch zu notwendigen Reformen

Foto: Mike Minehan

SoVD-Präsident Adolf Bauer wurde von SoVD-Referentin Claudia Tietz begleitet.

Am 6. Mai traf SoVD-Präsident Bauer die behindertenpolitische Sprecherin der SPDBundestagsfraktion, Kerstin Tack, zu einem einstündigen Gespräch. Im Fokus des Gespräches stand die Eingliederungshilfereform / Schaffung eines Bundesleistungsgesetzes. Kerstin Tack skizzierte den Zeitplan der Gesetzgebung und betonte, ihre Fraktion setze sich dafür ein, das Gesetz in 2016 zu verabschieden. Die Gesprächsteilnehmer stimmten darin überein, dass die Reform zu sozialpolitischen Verbes-

der SoVD mehr Übergänge von Werkstattbeschäftigten auf den Arbeitsmarkt; hier müssen das Unterstützungssystem verbessert und Fördermöglichkeiten geschaffen werden. Die vorgetragenen Positionen des SoVD fanden in weiten Teilen die Zustimmung von Kerstin Tack, die ihrerseits auf zusätzliche Reformnotwendigkeiten in den Bereichen Elternassistenz und Kinder und Jugendliche mit Behinderung (SGB VIII) hinwies. Das Gespräch fand in einer überaus freundlichen und konstruktiven Atmosphäre statt. Die Gesprächsteilnehmenden kamen darin überein, den gemeinsamen Austausch zu weiteren Themenfeldern fortzusetzen.

Foto: Mike Minehan


MENSCHEN MIT BEHINDERUNG

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Inklusionsveranstaltung auf dem Tempelhofer Feld in Berlin hat zahlreiche Unterstützer und Sponsoren

Vor dem Start: Inklusionslauf findet Zuspruch Enormen Zuspruch und vielfache Unterstützung erhält der erste SoVD-Inklusionslauf schon im Vorfeld der Veranstaltung. Zahlreiche namhafte Politiker unterschiedlicher Parteien, wichtige kommunale Entscheidungsträger, Spitzensportler, Journalisten und Prominente aus Unterhaltung, Kultur und Wirtschaft haben den Initiatoren ihre Anerkennung ausgesprochen, zum Teil in längeren Grußworten. Auch die Zahl der Sponsoren, die den Lauf am 28. Juni finanziell unterstützen, ist groß, darunter u. a. die Aktion Mensch. Der SoVD-Inklusionslauf ist als Kombination von Wettbewerben für Menschen mit und ohne Behinderung konzipiert. Jeder kann mitmachen, auch Helfer sind herzlich willkommen. Zu den ideellen Unterstützern gehören z. B. Dieter Baumann, einer der erfolgreichsten Langstreckenläufer der deutschen Sportgeschichte und Olympiasieger, sowie die beiden Paralympicsteilnehmer Matthias Berg und Stefan Lösler (ehem.). Auch die Bundesminister Sigmar Gabriel und Andrea Nahles, die Bundesbehindertenbeauftragte Verena Bentele sowie ihr Vorgänger Hubert Hüppe ließen es sich nicht nehmen, den Initiatoren Grußworte zu schreiben. Anerkennende Worte fanden auch Tagesschausprecher Jan Hofer, Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, Violinistin

Anne-Sophie Mutter und nicht zuletzt die Regierenden Bürgermeister der Städte Berlin, Bremen und Hamburg. Die vollständige Liste der Unterstützer können Sie unter www.inklusionslauf.de einsehen. Dort finden Sie auch sämtliche Start- und Anmeldebedingungen, eine Wegbeschreibung sowie wichtige Hinweise zu Unterkunft und Anfahrt. Melden Sie sich an und laufen oder fahren Sie mit!

Dieter Baumann, Leichtathlet, Kabarettist

Matthias Berg Paralympicsteilnehmer

Es ist Zeit für echte Inklusion! Liebe Teilnehmende des Inklusionslaufes 2014, liebe Unterstützende, Helfende und Interessierte, im Namen des Präsidiums und des Bundesvorstandes des SoVD grüße ich Sie ganz herzlich zu diesem Ereignis, in dessen Mittelpunkt das gemeinsame Erleben einer echten sportlichen Herausforderung steht. Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern, dem DBSV und dem Berliner Leichtathletikverband, diesen Inklusionslauf organisieren können. Die vielfache Unterstützung, die öffentliche Aufmerksamkeit und nicht zuletzt auch das echte Interesse von Sportbegeisterten mit und ohne Behinderung zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind! Für eine echte umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist die soziale Teilhabe und das gemeinsame aktive Erleben von Sportereignissen unabdingbar. Schon im Mai 2006 haben wir mit dem DBSV in Berlin das Erste Internationale Blindenfußballturnier Deutschlands organisiert und damit die Initialzündung für den Blindenfußball in Deutschland gegeben. Wie erfolgreich sich diese Idee entwickelt hat, zeigt ein Blick auf die deutsche Fußballnationalmannschaft, die sich derzeit intensiv auf die im November in Japan stattfindende offizielle Blindenfußballweltmeisterschaft vorbereitet. Ich hoffe und wünsche uns, dass auch unser Inklusionslauf eine solche Erfolgsgeschichte wird. Denn es ist Zeit für echte Inklusion in allen Lebensbereichen! Adolf Bauer SoVD-Präsident

Beim Inklusionslauf kann Jeder mitfahren oder -laufen.

Stefan Lösler Paralympicsteilnehmer

Klaus Wowereit Reg. Bürgermeister von Berlin

Ranga Yogeshwar Wissenschaftsjournalist

SoVD im Gespräch SoVD zu Beratungen in Genf Im April haben Beratungen des Fachausschusses zur UNBehindertenrechtskonvention (BRK) in Genf stattgefunden. Vertreter des UN-Fachausschusses trafen eine Delegation der deutschen BRK-Allianz, zu der auch der SoVD gehörte, zu einer Konsultation in Genf. Ziel der Beratung war die Verabschiedung der Fragenliste des Fachausschusses für das Staatenberichtsprüfungsverfahren Deutschlands. SoVD-Referentin Claudia Tietz war eine der fünf deutschen Delegationsteilnehmer

und konnte auf diese Weise die Positionen des SoVD, vornehmlich zu den Bereichen Bildung und Arbeit, in die Ausschussarbeit einbringen. Alle Sitzungen fanden ausschließlich in englischer Sprache statt.

Gespräch über Arbeitsmarkt und Rente Am 7. Mai traf SoVD-Präsident Bauer Katja Mast (MdB) zu einem sozialpolitischen Austausch. In diesem ging es um vorrangige und dringende Themen in den Bereichen Arbeitsmarktpolitik und Rente.

Katja Mast ist seit Anfang 2014 die neue Sprecherin der SPDBundestagsfraktion für Arbeit und Soziales. Sie ist engagierte Kämpferin für die gleichberechtigte und uneingeschränkte Teilhabe aller Menschen. Im Gespräch wurde schnell deutlich, dass Katja Mast – ähnlich wie der SoVD – auch ressortübergreifend für positive Veränderungen am Arbeitsmarkt und in der Sozialpolitik kämpfen will. Besonders in den Bereichen Mindestlohn, Reformbedarf SGB II, Eingliederungshilfe und Rentenniveau bestand weitestgehend Einigkeit. Es wurde vereinbart, sich weiterhin fortlaufend über aktuelle Positionen und Entwicklungen auszutauschen.

Foto: Wolfgang Borrs

Als neue Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales ist Katja Mast (li.), hier im Gespräch mit SoVD-Präsident Adolf Bauer, eine engagierte Kämpferin für die gleichberechtigte und uneingeschränkte Teilhabe aller Menschen.


AUS DEN LANDESVERBÄNDEN

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Berlin-Brandenburg

Aktionsveranstaltung zum Thema Inklusion Am Sonntag, dem 11. Mai, gab es im Rahmen der jährlich europaweit stattfindenden Aktionen zum „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ eine Veranstaltung in der SoVD-Bundesgeschäftsstelle. Mit einem bewusst barrierefrei gestalteten Aktionstag sollte hierbei der Erfahrungsaustausch über Aktivitäten von und für Menschen mit und ohne Behinderung gefördert werden und das Thema der Gleichstellung behinderter Menschen in den Blickpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken. Außerdem sollte die Gelegenheit genutzt werden, den Sozialverband Deutschland auch über eine Aktion am „prominenten Standort“ der Geschäftsstelle bekannter zu machen.

Café Inklusion Erwartet wurden ca. 500 Besucherinnen und Besucher, die sich über die Arbeit und Struktur des SoVD sowie das Thema Inklusion informieren konnten. Trotz widriger Wetterverhältnisse war die Veranstaltung gut besucht. Neben einem „Café Inklusion“, das u. a. mit Mitteln der Aktion Mensch ausgestattet war, wurde im Foyer die Wanderausstellung „Ohne Angst verschieden sein“ präsentiert.

Diese wird dem SoVD-Bundesverband für den Monat Mai vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Landesverband Niedersachsen) und dem SoVD-Landesverband Niedersachsen zur Verfügung gestellt.

Infos zum Protesttag Der Eingangsbereich der Geschäftsstelle war ansprechend gestaltet, Informationsmaterial zum Protesttag, zum Thema Inklusion und zur Ausstellung selbst bereitgestellt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesverbandes und Vertreter aus dem SoVDLandesverband Berlin-Brandenburg standen Besuchern zum Austausch zur Verfügung. Außerdem unterstützte eine Gebärdensprachdolmetscherin Besucher mit Hörbehinderung. Gäste mit einer Sehbehinderung wurden von Mitarbeitenden der Geschäftsstelle durch die Ausstellung und ihre Inhalte begleitet. Menschen mit und ohne Behinderung in persönlichen Kontakt zu bringen und die

Fotos (3): Minehan

Bei der Ausstellungseröffnung kamen auch die kleinsten Besucher auf ihre Kosten. Arbeit des Verbandes zu präsentieren, gelang insbesondere beim Austausch zu den Themen der Ausstellung, aber auch bei den begleitenden Aktionen des Tages wie dem ShowdownSpiel, in Deutschland auch „Tischball” genannt, das der DBSV dem SoVD für den Tag zur Verfügung stellte. Die Veranstaltung wurde akustisch begleitet von der Musikgruppe „Sambakids“. Trotz des schlechten Wetters kamen zahlreiche Gäste zum Aktionstag.

Bayern

52. Begegnungskonzert Mittelfranken Dass der typische Klang oder Sound der Big Bands, der von der Big Band Langwasser seit über 20 Jahren gepflegt wird, auch international wieder im Trend liegt, hat einmal mehr das nunmehr 52. Begegnungskonzert des SoVD-Bezirkes Mittelfranken deutlich gezeigt. An diesem Abend wurden die immer gern gehörten und zeitlosen Stücke aus der Swing-Ära live auf der Bühne gespielt. Das Publikum dankte es mit großem Applaus. Mit dem bunten Plakat „Der SoVD swingt“ wurde im Vorfeld in allen Orten mit Ortsverbänden und darüber hinaus für das Konzert geworben. Auch der Swing, der seinen Ursprung in den 30er- und 40er-Jahren des vorigen Jahrhunderts hat, ist wieder im Trend. Die Nähe des Swing zum Jazz wurde während des Begegnungskonzertes insbesondere in den Improvisations-Soli der einzelnen Musiker deutlich. Reichlichen Applaus gab es stets auch für die Gesangssolisten. Johanna Iser beeindruckte optisch und mit ihren überragenden stimmlichen Qualitäten. Reginald O. Williams war gesanglich auf

dem gleich hohen Niveau. Was ihn besonders auszeichnete, war die beneidenswerte Lässigkeit in der Darbietung seiner Lieder. Er faszinierte zudem mit seiner Imitation von „Ol’ Satchmo“ Louis Armstrong. Gekonnte Lässigkeit zeichnete auch die Tänzerinnen und Tänzer der Lindy Maniacs aus. Der Tanz Lindy Hop stellte die Freude an der Bewegung und die Improvisation in den Vordergrund und warf steife Tanzregeln über Bord. Unvergessliche und unvergessene Melodien, wie z. B. „In The Mood“, „String Of Pearls“, „Tuxedo Junction”, „Sing, Sing, Sing”, „Stompin’

Alles andere als steif: Die Tänzer zeigten auf lässige Art Freude an der Bewegung. At The Savoy”, „Fly Me To The Moon”, „Hello Dolly“ und „Mackie Messer“ wurden vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt. Ein besonderer Blickpunkt war der SoVD-

Ballon, der wieder im Foyer der Meistersingerhalle aufgebaut war. Dazu gab es einen Tisch mit Informationsmaterial. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, mit einer SoVD-

Broschüre ihren Wissensstand zu erweitern. Es war ein großartiges Konzert, bei dem leider trotz großer Bemühungen Sitzplätze leer blieben. gr


AUS DEN LANDESVERBÄNDEN

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Schleswig-Holstein

Träumen Sie sich in den Wilden Westen! Haben Sie schon einmal mitten in einem Indianerüberfall gesessen? Inmitten knallender Colts, galoppierender Rothäute, großer Explosionen und packender Zweikämpfe? Nein? Dann wird es Zeit! Denn das alles gibt es bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg. Träumen Sie sich in den Wilden Westen um 1870, zu Winnetou und Old Shatterhand! Auch 2014 kooperiert der SoVD Schleswig-Holstein mit den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg. Die Karl-May-Spiele sind seit ihrer Gründung im Jahr 1952 ein Erlebnis für die ganze Familie. 7500 Plätze in einem der schönsten Freilichttheater Europas erwarten Sie. In diesem Jahr steht vom 28. Juni bis zum 7. September „Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado“ auf dem Spielplan. Bekannte und beliebte Schauspieler sind in den Hauptrollen zu sehen: Jan Sosniok übernimmt wieder die Rolle des Apachenhäuptlings Winnetou und Wayne Carpendale die Rol-

le des Old Shatterhand. So reitet das beliebte und erfolgreiche Blutsbrüderpaar auch dieses Jahr wieder durch die Kalkbergarena. Christian Kohlund ist der falsche Priester Burto“, der in Wahrheit der Kopf der gefürchteten „Llanogeier“Bande ist.

Rabatt für SoVD-Mitglieder Für SoVD-Mitglieder wird das Vergnügen auch in diesem Jahr noch attraktiver, denn der Landesverband SchleswigHolstein setzt seine Kooperati-

Der Schurke Burton (Christian Kohlund) buchstäblich unter Geiern.

onsvereinbarung mit den KarlMay-Spielen fort. Bei Vorlage des Mitgliedsausweises erhalten Erwachsene für die Platzgruppe 2 einen Preisnachlass von drei Euro (statt normal 15 lediglich 12 Euro Eintritt). Für Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren beträgt der Eintrittspreis lediglich 9,50 statt normal 11,50 Euro. Darüber hinaus besteht bei Gruppenfahrten für Mitglieder des SoVD bei rechtzeitiger Anmeldung die Möglichkeit auf besondere Aktionen, etwa Autogrammstunden mit den Schauspielern oder Ähnliches. „Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado“ spielt in einer einsamen Wüstenlandschaft im Herzen der USA. Wer im Llano vom Weg abkommt, ist rettungslos verloren. Deshalb wurde die einzige Strecke, die durch die gefährlichen Plains führt, mit Pfählen markiert. Doch skrupellose Gangster, die sich Llanogeier nennen, versetzen die Pfähle und führen die Reisenden in die Irre. Aber es gibt noch eine Gefahr: Die Comanchen haben nach dem Mord an ihrem Häuptling Tevuaschohe das Kriegsbeil ausgegraben. Sein Sohn Schibabik schwört

Winnetou und Old Shatterhand wieder einmal vereint im Kampf gegen das „Böse“. allen Bleichgesichtern Vergeltung. Winnetou will einen Krieg zwischen Roten und Weißen verhindern – denn am Rande des Llano gibt es die Siedlung Helmer‘s Home. Dort begegnen Winnetou und seine Freunde dem Priester Burton und dem jungen Westmann Bloody Fox, dessen Vergangenheit im Dunkeln liegt.

Kurzfristig Karten bestellen Premiere ist am 28. Juni um 20.30 Uhr. Gespielt wird bis zum 7. September jeweils donnerstags, freitags und sonnabends um 15 und 20 Uhr, sonntags um 15 Uhr. Kassenzeiten: außerhalb der Spiele montags bis donnerstags 10 bis 12 sowie 14 bis 17 Uhr, freitags 10

bis 12 Uhr; während der Spiele montags bis mittwochs 10 bis 17 Uhr, donnerstags bis sonnabends 10 bis 21 Uhr, sonntags 10 bis 16 Uhr. Innerhalb von zehn Tagen vor der Veranstaltung können Karten kurzfristig reserviert werden. Diese müssen bis spätestens zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn an der Tageskasse abgeholt und bezahlt werden. Nicht rechtzeitig abgeholte Karten werden automatisch gelöscht. Am Vorstellungstag können keine Reservierungen mehr vorgenommen werden. Nähere Informationen unter www.karl-may-spiele.de; Ticket-Hotline: 01805 / 95 21 11, Fax: 04551 / 95 21 28, E-Mail: bestellung@karl-may-spiele.de.

Schleswig-Holstein

Ohne Hindernisse nach Föhr und Amrum Die Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum GmbH (W.D.R.) und die Betreiber der drei beteiligten Häfen (Wyk auf Föhr, Wittdün / Amrum und Dagebüll) sind vom SoVD-Landesverband Schleswig-Holstein mit dem „Gütesiegel für ein besonderes Engagement für die Teilhabe von behinderten und älteren Menschen in der Gesellschaft“ ausgezeichnet worden. Im Beisein des Vorsitzenden des SoVD-Kreisverbandes Nordfriesland, Hans-Christian Albertsen, überreichte der Vorsitzende des SoVD-Landesverbandes Schleswig-Holstein, Sven Picker, in Dagebüll das Gütesiegel und die dazugehörige Urkunde an den Geschäftsführer der W.D.R., Axel Meynköhn, sowie an Ulrich Koch vom Hafenbetrieb der Stadt Wyk auf Föhr. Mit der Auszeichnung würdigt der SoVD die erfolgreichen Bemühungen der Reederei, die Fähren MS „Uthlande“ und MS „Schleswig-Holstein“ den

Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung anzupassen. Neben den barrierefreien WCs und den behindertengerechten Aufzügen sind insbesondere die neuen barrierefreien Seiteneinstiege, die direkt in den Salon führen, hervorzuheben. Sven Picker lobte die W.D.R. und die beteiligten Hafengesellschaften für deren „schon seit Jahren demonstriertes Engagement, die Fährschiffe zu den Inseln Föhr und Amrum so barrierearm wie möglich zu gestalten“. Dies komme nicht nur älteren und behinderten Mitbürgerinnen und Mitbür-

gern, sondern auch anderen Bevölkerungsgruppen – zum Beispiel Eltern mit Kinderwagen – zugute, so Picker. Axel Meynköhn bedankte sich für das Gütesiegel und freute sich über die „ganz wichtige Auszeichnung für uns“. Durch den SoVD sei die W.D.R. für das Thema Barrierefreiheit sensibilisiert worden und diese spiele nun in der Firmenpolitik eine maßgebliche Rolle. Frank Dietrich vom Büro des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung bezeichnete die Bemühungen der Reederei als gelebte Inklusion und als wichtigen Mosaikstein auf dem Weg

Die Protagonisten der Gütezeichenverleihung (v li.): Hans Christian Albertsen, SoVD-Kreisvorsitzender Nordfries-land, Hans Böttcher, Mitglied der Prüfungskommission, Axel Meynköhn, Geschäftsführer der W.D.R., Ulrich Koch, Werkleiter des Hafens Wyk auf Föhr, Frank Dietrich, Mitarbeiter des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, und Sven Picker, SoVDLandesvorsitzender Schleswig-Holstein.


AUS DEN LANDESVERBÄNDEN

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Niedersachsen

SoVD-Landesverband steigert seine Zahlen weiter und ist politisch „wichtiger denn je“ „Wir werden immer mehr, wir werden immer jünger – und wir verhelfen immer mehr Menschen zu ihrem Recht – auch finanziell!“ Diese Bilanz zog der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen im Rahmen seiner Jahres-Pressekonferenz. Der Bedarf an Unterstützung durch den Verband sei ungebrochen hoch. Dass das auch an politischen Fehlentscheidungen und mangelndem Reformwillen liege, machte Landesvize Edda Schliepack anhand einzelner SoVD-Statistiken deutlich. Ihre politische Bilanz: „Pflege, Hartz IV, Behinderung, Gesundheit, Rente – wo man hinschaut, ist der SoVD wichtiger denn je.“ Anfang 2014 hatte der Verband 269 468 Mitglieder, zum Vorjahreszeitpunkt waren es noch 264 207 (plus 2,0 Prozent), so Swinke. Dabei sei das Durchschnittsalter weiter gesunken auf jetzt 60,1 Jahre. Viele seien wegen der Sozialund Rechtsberatung in den 60 Beratungszentren in ganz Niedersachsen zum SoVD gekommen. Die Zahl der geführten Verfahren sei von 34 475 in 2012 auf 34 753 (plus 0,8 Prozent) gestiegen. Besonders stolz ist der Landesgeschäftsführer darauf, auch finanziell geholfen zu haben. 2013 seien ca. 22 Millionen Euro einmaliger Zahlungen erstritten worden, dazu kämen 7,3 Millionen laufende Zahlungen. Allein die Zinsen beliefen sich auf mehr als 106 000 Euro. Wie dringend erforderlich der SoVD auch als politische Interessenvertretung ist, machte Edda Schliepack anhand

aktueller Zahlen deutlich. So forderte sie den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) auf, die Personalausstattung für das Gutachterwesen zu erhöhen. Von den MDKGutachten zu Pflegestufen, die vom SoVD überprüft wurden, sei jedes zweite (53,7 Prozent) falsch. Oft werde nur anhand der Papierlage entschieden. Erneut forderte sie eine Revision der Agenda-Gesetze. Die Zahl der vom SoVD geführten Verfahren habe sich im Vergleich zum Vorjahr nur kaum verändert. 2012 waren es nur sieben Verfahren mehr als die 679 in 2013. „Dabei hat Politik an so vielen Hartz-IVStellschrauben gedreht – das hat aber nicht gereicht“, so die 2. Landesvorsitzende. Sie forderte eine Anhebung des Regelsatzes auf deutlich über 450 Euro. Auch „das neue Hartz IV“, wie es von Medien genannt wurde, sei „menschenfern und

Niedersachsen

allenfalls gut für JobCenter. Für viele Betroffene verschärft sich die Situation jetzt noch“, kritisiert sie. Schwächen mache der SoVD auch bei den Planungen der rot-grünen Landesregierung zur inklusiven Bildung aus. So lobenswert die gemachten Fortschritte seien, viele der mit der „Hildesheimer Resolution“ eingeschlagenen Neuerungen verfestigten Doppelstrukturen. Es dürfe kein Geld mehr in Fördersysteme gesteckt werden. Viel nötiger sei es, in besserer Ausstattung der inklusiven Schule“, so Edda Schliepack. Einen Trend zu gezielter Ablehnung von Kuren durch Krankenkassen hat der SoVD in seiner Beratung festgestellt. Die 2. Landesvorsitzende, die auch den Braunschweiger Kreisverband leitet, berichtete von zwei mit HIV infizierten Kindern, denen von der AOK dringend erforderliche Kuren

Foto: Julia Sommer

Von links: Landespressesprecher Matthias Büschking, Dirk Swinke, Edda Schliepack und Thorsten Hapke von der Landespressekonferenz. abgelehnt worden seien. Erst nach massivem Druck durch den SoVD sei die Krankenkasse eingeknickt, stellte Edda Schliepack fest. Nach wie vor sehr gefragt sei die Renten-Beratung des SoVD, die sich von 15 012 Verfahren in 2012 auf 15 159 in 2013 steigerte. Dabei sei das neue Rentenpaket noch gar nicht in der Statistik berücksichtigt. „Wir stellen allerdings schon fest, dass manche es ungerecht finden, dass nur ein bestimmter Personenkreis profitiert“,

sagt die Sozialpolitikerin. Die Neuregelungen brächten zwar insbesondere mit der Mütterrente und dem Bereich der Erwerbsminderungsrente Verbesserungen, allerdings werde die Absenkung des Rentenniveaus nicht gestoppt und nichts gegen Altersarmut getan. Edda Schliepack forderte, die Kürzungsfaktoren in der Rentenanpassungsformel zu streichen und das Rentenniveau auf 53 Prozent vor Steuern zu erhöhen. Das sei das Rentenniveau von 2001. bü

Niedersachsen

Frauenloses ZDF

SoVD trifft SPD-Landesgruppe

Wenn das Zweite Deutsche Fernsehen sein Publikum zu seinen Sendungen begrüßt, kann sich mehr als die Hälfte nicht angesprochen fühlen: die Frauen. „Liebe Zuschauer“ moderiert das ZDF-Team stets an – und spart dabei alle Zuschauerinnen aus.

Austausch mit Politik – das ist eine wichtige Aufgabe des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen. Regelmäßig treffen sich Delegationen des Verbandes mit Politikern aller Lager. Jetzt waren Landesvorstand, Geschäftsführung und Abteilungsleiter zu Besuch bei der Landesgruppe Niedersachsen / Bremen der Sozialdemokraten im Deutschen Bundestag.

SoVD-Bundesfrauensprecherin Edda Schliepack ärgert sich sehr über diese Praxis: „In einem gleichberechtigten Deutschland ist es gedankenlos, hier nicht ordentlich zu begrüßen.“ Schliepack hat das in einem Schreiben an Intendant Dr. Thomas Bellut deutlich gemacht. Sie wisse sehr wohl, dass es dem ZDF keineswegs darum gehe, ein Signal gegen Gleichberechtigung zu senden. „Aber dafür eben auch nicht – und das sollte heute Standard sein“, ist Schliepack wenig begeistert. Argumente wie die der Vereinfachung der deutschen Sprache lässt sie nicht gelten. Sie wisse als frühere Landtagsabgeordnete sehr wohl, dass im Journalismus nicht jedes Wort in seiner weiblichen und männlichen Form genannt werden könne, weil das Artikel und Beiträge unverdaulich mache. „Aber die Begrüßung muss schon stimmen. Das ist weit mehr als eine Geste der Höflichkeit.“ Gerade ein öffentlich-rechtlicher Sender habe die Pflicht, über seine Berichterstattung eine moderne Gesellschaft abzubilden. Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die schon an anderen Stellen noch längst nicht erreicht sei, sollte zumindest mit einer frauengerechten Sprache bei der Begrüßung eingehalten und aktiv unterstützt werden. Schliepack erinnerte daran, dass Frauen immer noch massiv benachteiligt würden – zum Beispiel beim Lohn, wie der SoVD mit dem Equal-Pay-Day aufzeige. bü

Landesvorsitzender Adolf Bauer und Landesgeschäftsführer Dirk Swinke waren an der Spitze einer hochkarätigen Delegation, die einen Strauß an Themen mit nach Berlin in die Vertretung des Landes Bremen gebracht hatte. Und weil das Gespräch schon dort stattfand, waren auch Bremens Landesvorsitzender Gerd Meyer-Rockstedt und sein Schatzmeister Joachim Wittrien dabei. Hauptthema des Gespräches mit der SPD war das von Ministerin Andrea Nahles geschnürte Rentenpaket. Deren Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller verteidigte die Regelungen, Bauer wiederum sah Licht und Schatten. Man begrüße die Änderungen

grundsätzlich, vermisse jedoch deutliche Leistungsverbesserungen und Lösungen in punkto Altersarmut. Weitere Themen des Gespräches: Die Pflege und die erneut auf die lange Bank geschobene Erweiterung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, die von SoVD-Landesvize und

Bundesfrauensprecherin Edda Schliepack kritisiert wurde. Außerdem diskutierte die Gruppe über die Gleichstellung von Behindertenbegleithunden und die weitere Ausgestaltung der Unabhängigen Patientenberatung, in Niedersachsen in Trägerschaft des SoVD. bü

Foto: SPD-Landesgruppe

Von links: Adolf Bauer, Landesgruppen-Sprecher Lars Klingbeil und Gabriele Lösekrug-Möller.


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Stromkonzerne wollen für Atomausstieg eine Stiftung gründen

AKWs verstaatlichen? Deutschland steigt endgültig aus der Atomkraft aus. Das bedeutet, dass die Atomkraftwerke (AKW) zurückgebaut werden müssen. Die Kosten hierfür tragen die AKW-Betreiber, die zu diesem Zweck nun eine öffentlich-rechtliche Stiftung gründen wollen. Stehlen sie sich damit aus ihrer Verantwortung? Oder würden davon vielleicht sogar die Steuerzahler profitieren? Die Rücklagen, es handelt sich um mehr als 30 Milliarden Euro, liegen jedoch nicht im Tresor. Sie wurden von den Unternehmen investiert. Und genau hier könnte ein Problem liegen. Bisher galten die Großkonzerne als sehr solide.

Nun allerdings macht ihnen die Energiewende zu schaffen. Durch den Anstieg von sogenanntem Ökostrom sind die Preise für Elektrizität drastisch gesunken. Gleichzeitig müssen die Investitionen der Konzerne hinterfragt werden. Vattenfall etwa hat seine Rücklagen in Braunkohle gesteckt. Doch auch hier ist der Ausstieg politisch gewollt. Sollten die Geschäftsmodelle der Energieriesen scheitern, müsste letztlich der Steuerzahler für den Bestimmt haben Sie Ihre ganz eigene Meinung zu diesem Thema. Rückbau der AKWs Vielleicht möchten Sie dann ja an unserer Frage des Monats teilnehund die Endlagemen. Wir möchten von Ihnen Folgendes wissen: rung geradestehen. Der Ausstieg aus der Atomkraft ist beschlossen. Für den Rückbau der Die UnterKernkraftwerke sind allein die Betreiber verantwortlich. Sollten diese das nehmen ENBW, benötigte Geld schon heute in eine entsprechende Stiftung einbringen? E.ON und RWE haben nun vorAn der Umfrage können Sie im Internet unter www.sovd.de teilnehgeschlagen, eimen. Dort haben Sie auch die Möglichkeit, einen Kommentar abzugeben. ne Stiftung zu Auf dem Postweg erreichen Sie uns unter: SoVD, „Frage des Monats“, gründen, in die Stralauer Straße 63, 10179 Berlin. sie schon heute rund 30 Milliarden

Frage des Monats

Foto: Adlerauge1 / fotolia

Soll man jetzt eine Stiftung mit dem Geld der Energiekonzerne gründen oder entlässt man diese damit aus ihrer Verantwortung? Euro einbringen wollen. Allerdings wäre dann der Staat für den AKW-Abriss zuständig. Kritiker werfen den Firmen deshalb vor, sich auf diesem Wege aus der Verantwortung zu stehlen. Moralisch haben sie damit natürlich absolut recht. Allerdings wäre durch die hohe Summe aus den Kassen der Unternehmen auf diese Weise sichergestellt, dass nicht am Ende wieder der Steuerzahler die ganze Zeche zahlt. Und: Das Modell an sich ist nicht neu. Zur Abwicklung des deutschen Steinkohle-Bergbaus wurde 2007 ebenfalls eine Stiftung gegründet.

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Abt. 32

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UNTERHALTUNG / KINDER

Seite 16

Nr. 6 / Juni 2014

Rolands Rätselecke

Tipp für Kinder

Rotz ’n’ Roll Radio

Neulich im Fußballstadion

Kinderlieder können nerven. Aber sie können auch richtig Spaß machen. Dann nämlich, wenn die Texte Kinder ernst nehmen und die Musik auch Erwachsenen gefällt. „Auf Rotz ’n’ Roll Radio“ singt der Kinderbuchautor und Musiker Kai Lüftner unter anderem vom Super-Jungen, der gar nicht so super, sondern sogar ziemlich eingebildet ist. In anderen Liedern geht es um Sachen, die alle doof sind, oder um den Knatterdrachen Furzipups. Spätestens das Jeburtstachslied bringt Stimmung in jede Kinderparty. Eine knallbunte Radiosendung voll unkonventioneller Texte und Songs für alle Nasebohrer, Schreihälse und Popelschnipser. Auch für deren Eltern!

Vom 12. Juni bis zum 13. Juli findet in Brasilien die Fußball-Weltmeisterschaft statt. Seid ihr selbst echte Fußball-Experten oder wollt es noch werden? Dann versucht doch einmal, die folgenden Fragen richtig zu beantworten! Die Buchstaben hinter den richtigen Antworten ergeben das gesuchte Lösungswort – viel Erfolg! 1. Landet der Ball beim Stürmer, dann hat zuvor ein anderer Spieler • gefoult (T) • geflankt (P) • geflunkert (R) 2. Um ihr Team anzufeuern, singen die Fans im Stadion. Wie

Kai Lüftner & Klabauterband: Rotz ’n’ Roll Radio. Musik-CD mit Kai Lüftner, Kiki Brunner, Tanja Geke, Bürger Lars Dietrich, Anna Thalbach, Cathlen Gawlich, Simon Jäger, Oliver Kalkofe, Jürgen von der Lippe, Tetje Mierendorf u. v. a. Der Audio Verlag, 1 CD, 56 Minuten, ISBN: 978-3-86231-338-9, 12,99 Euro. Wenn du eine der CDs gewinnen möchtest, dann löse einfach das nebenstehende Rätsel. Das Lösungswort schickst du per E-Mail (Betreff: „Rotz ’n’ Roll Radio“) an: redaktion@sovd.de oder per Post mit dem gleichen Stichwort an: SoVD, Redaktion, Stralauer Straße 63, 10179 Berlin. Einsendeschluss ist der 15. Juni.

geht es weiter: Einer geht noch, einer geht ... • nach Haus’ (O) • noch rein (F) • noch vorbei (A) 3. Einer der erfolgreichsten Fußballvereine in der früheren DDR hieß • Lokomotive Leipzig (E) • Güterzug Gera (N) • Schlafwagen Schkeuditz (M)

• wie alt du bist • wie du heißt

(E) (I)

6. Als die WM 2006 in Deutschland ausgetragen wurde, lautete das Motto: Die Welt ... • ist nicht genug (S) • dreht sich weiter (R) • zu Gast bei Freunden (E)

4. Wird ein Ball so getreten, dass er eine stark gekrümmte Flugbahn beschreibt, war das • ein Steilpass (K) • eine Wiedervorlage (L) • eine Bananenflanke (I) Foto: fotodesign-jegg.de / fotolia

In wenigen Tagen beginnt die Fußball-WM in Brasilien.

5. Nehmen die Fans den Schiedsrichter aufs Korn, singen sie: Schiri, wir wissen, ... • wo dein Auto steht (F)

Foto: alpegor / fotolia

Fährt hier die Mannschaft von Güterzug Gera zum Training?

Voll durchgeblickt

Unglück oder eine Folge der Gier nach Kohle? Kohle kann man zur Erzeugung von Wärme oder Energie verwenden. Gefördert wird sie in Bergwerken, die sehr tief unter der Erde liegen. Bei einem Unglück in der Türkei kamen vor Kurzem über 300 Bergleute ums Leben. Wäre das Unglück vermeidbar gewesen? Viele Menschen dort geben auch der Regierung Schuld, weil diese die Arbeiter nicht geschützt habe.

Foto: ZHart

Auch in China wird tief unter der Erde nach Kohle gegraben. Für die Arbeiter dort kann das sehr gefährlich sein.

Strom oder Wärme zum Heizen kann man auf unterschiedliche Weise erzeugen. Länder wie die Türkei oder auch China benutzen hierfür noch Kohle. Diese Kohle muss jedoch zunächst in Bergwerken abgebaut werden. Hierfür graben Firmen immer tiefer unter der Erde, teilweise sogar zwei Kilometer tief. Für die Unternehmen ist das sehr aufwendig und kostet auch sehr viel Geld. Damit sie trotzdem gut verdie-

nen, bezahlen manche Firmen ihre Arbeiter sehr schlecht oder lassen diese unter gefährlichen Bedingungen arbeiten. Auch in der Türkei ist es schon öfter zu Unfällen in Bergwerken gekommen. Deshalb haben die Menschen dort von der Regierung gefordert, an diesen Zuständen etwas zu ändern. Die verantwortlichen Politiker aber haben das abgelehnt. Darum geben ihnen viele Menschen in der Türkei jetzt ei-

ne Mitschuld an dem Unglück. Sie sagen, wenn die Regierung rechtzeitig mehr für die Sicherheit der Arbeiter getan hätte, wäre es vielleicht gar nicht erst zu dem Unglück gekommen. Auch die Firmen stehen in der Kritik: Sie hätten mehr an ihren Gewinn als an das Leben der Bergleute gedacht. In der Türkei gibt es jetzt viele Demonstrationen, damit sich an dieser Situation in Zukunft etwas ändert.

Zeichnung: Matthias Herrndorff / SoVD


UNTERHALTUNG

Nr. 6 / Juni 2014

Seite 17

Zeitmaschine

Buchtipp

Ein Sommer für Fußball-Helden Letzte Zugabe Im Fußball scheinen die Deutschen 1974 unbesiegbar. Italienische Zeitungen behaupten sogar, diese Mannschaft sei „nur mit einer Maschinenpistole aufzuhalten“. Nicht zuletzt die heimische Kulisse beflügelt zusätzlich die Sehnsucht nach dem Titelgewinn: Am 13. Juni vor vierzig Jahren beginnt die erste Fußball-WM in Deutschland. Zwei Jahre nach den Olympischen Spielen findet 1974 schon wieder ein sportliches Großereignis in Deutschland statt. Dabei beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft für das Team der Bundesrepublik wenig glanzvoll. Es gewinnt zwar, kann aber spielerisch nicht überzeugen. Es kommt zur Begegnung der beiden deutschen Mannschaften. Als Jürgen Sparwasser die DDR zum Sieg schießt, stürzt er das westdeutsche Team in eine Krise. Doch Kapitän Franz Beckenbauer glaubt weiterhin an den Titelgewinn und rüttelt seine Mitspieler auf. Und tatsächlich schafft es die Mannschaft, sich über das Turnier hinweg zu steigern. Die Niederlage gegen die DDR erweist sich als schicksalhafte Fügung. Denn die muss als Gruppenerster gegen Brasilien und die Niederlande spielen – und verliert. Die westdeutsche Mannschaft dagegen schlägt Chile und Australien. Bei dem entscheidenden Spiel gegen Polen ist das Stadion nach einem Platzregen überflutet. Es kommt zur

Foto: AP Photo / Jan Pitman

Die Weltmeister von 1974 trafen sich 2004 noch einmal (von links oben): Uli Hoeneß, Franz Beckenbauer, Georg Schwarzenbeck, Gerd Wimmer, Berti Vogts, Paul Breitner, Wolfgang Kleff, Gerd Müller, Bernd Cullmann, Bernd Hölzenbein, Wolfgang Overath, Rainer Bonhof, Günter Netzer und Bernd Heddergott. legendären „Wasserschlacht von Frankfurt“, die durch ein Tor von Gerd Müller entschieden wird. Deutschland steht im Finale. Mit einer mitreißenden Leistung stürmt auch die Mannschaft der Niederlande ins Endspiel. Spielerisch scheint sie den Deutschen überlegen, doch die

setzen sich dank Kampfstärke und Siegeswillen schließlich mit 2:1 durch und werden zum zweiten Mal Weltmeister. Zusätzliche Motivation bot möglicherweise auch die Siegprämie: Für den Gewinn des Titels vor vierzig Jahren erhielt jeder Spieler 60 000 DM sowie einen VW Käfer.

Gibt‘s doch gar nicht, oder?

Nazi-Käfer und Tennis-Schnecke Suchen Sie noch nach einem ausgefallenen Geburtstagsgeschenk für jemanden, der schon alles hat? Dann benennen Sie doch eine Tierart nach Ihrem Liebsten! Das tun Forscher regelmäßig. So trägt bisher beispielsweise eine Schnecke den Namen von Boris Becker, während eine Käferart nach Adolf Hitler benannt wurde.

Fotos: 1stGallery, volkerladwig / fotolia

Die Meeresschnecke „Bursina borisbeckeri“ in ihrem natürlichen Lebensraum?

Wer genug Geld spendet, kann auch die Patenschaft für eine neu entdeckte Tierart übernehmen. Auf diese Weise kam 1996 eine Meeresschnecke zu dem Namen „Bursina borisbeckeri“. Die Bekanntheit im Tierreich kann sich allerdings auch nachteilig auswirken. So ist der nach einem Diktator benannte Käfer „Anophthalmus hitleri“ bei Sammlern von Nazi-Andenken offensichtlich so begehrt, dass er mittlerweile vom Aussterben bedroht ist. Eine weitere Käferart weiß sich gegen ihre Gefangennahme hoffentlich besser zur Wehr zu setzen. Zumindest stand für den „Agra schwarzeneggeri“ ja ein ausgewiesener Muskelheld Pate.

Dieter Hildebrandt: Letzte Zugabe. Mit einem Nachwort von Roger Willemsen und Zeichnungen von Dieter Hanitzsch. Blessing Verlag, 272 Seiten, ISBN: 978-3-89667-537-8, 19,99 Euro. Wenn Sie ein Exemplar des Buches von Dieter Hildebrandt gewinnen möchten, schreiben Sie einfach eine E-Mail (Betreff: „Letzte Zugabe“) an: redaktion@sovd.de oder eine Postkarte an: SoVD, Redaktion (Stichwort: „Letzte Zugabe“), Stralauer Straße 63, 10179 Berlin. Einsendeschluss ist der 15. Juni.

Denksport

Gangster und Ganoven 1

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Foto: Kzenon / fotolia

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Jedes Jahr werden Tausende neuer Tierarten entdeckt. Erhalten diese den Namen eines Prominenten, bedeutet dies nicht, dass sie diesem auch tatsächlich ähnlich sehen. Das wäre für David Bowie oder für Nina Hagen auch nicht sehr schmeichelhaft. Nach ihnen sind nämlich verschiedene Arten einer Riesenkrabbenspinne benannt. Vielmehr soll durch die Namensgebung auf die Bedrohung des Lebensraums der Tiere hingewiesen werden. Eine vom Aussterben bedrohte Froschart in Ecuador dagegen trägt den Namen des britischen Thronfolgers aus einem anderen Grund. Dadurch sollte Prinz Charles für sein Engagement im Umweltschutz geehrt werden.

Als Kabarettist hat Dieter Hildebrandt die Ereignisse in Deutschland über Jahrzehnte begleitet; auf der Bühne der Münchner Lach- und Schießgesellschaft ebenso wie in der Satiresendung „Scheibenwischer“. Ende vergangenen Jahres starb Hildebrandt, der bis zuletzt an einem neuen Buch geschrieben hatte. Seine nachgelassenen Texte zeigen ihn als Meister der satirisch-kämpferischen Auseinandersetzung mit den Zeitläufen und als witzigen Kommentator grotesker Vorgänge in unserem Land. Als Aufklärer konnte Dieter Hildebrandt unerbittlich und kritisch sein, gleichzeitig aber auch lustig, ja von ungebremster Freude am Heiteren. Davon zeugt auch das neue Buch des großen Kabarettisten. Es ist seine letzte Zugabe.

Fotos: wildworx / fotolia

4

Foto: MariaBobrova / fotolia Fotos: Photographee.eu, detailblick / fotolia

In diesem Monat begeben wir uns in die finsteren Niederungen der Kriminalität. Welche Straftaten haben die hier gezeigten Personen begangen? Benutzen Sie Ihre Fantasie und nehmen Sie auch dieses Mal alles nicht ganz so ernst! Die Lösungen finden Sie wie immer auf Seite 18.


UNTERHALTUNG

Seite 18

Buchtipp

Nr. 6 / Juni 2014

Gerichtsurteile zum Schmunzeln

Zielgerade

Der „Pauschale-Urlauber“

Es ist sinnlos, über das zu klagen, was nicht mehr geht. Viel bekömmlicher ist es, sich zu freuen über das, was noch geht.

Wenn einer eine Reise tut, dann will er sich in der Regel erholen. Natürlich ärgert man sich deshalb umso mehr, wenn die ersehnte Ruhe gestört wird. Wer jedoch vor Gericht selbst für Kleinigkeiten Geld zurückfordert, der hätte sich lieber die ganze Reise sparen sollen.

Joachim Fuchsberger ist Schauspieler, Fernsehmoderator und Autor des Bestsellers „Altwerden ist nichts für Feiglinge“. Noch immer mischt sich der 87-Jährige in das Tagesgeschehen ein. In seinem neuen Buch nun stellt sich Fuchsberger in der ihm eigenen Mischung aus Nachdenklichkeit, Launigkeit und vor allem Menschlichkeit den großen Fragen des Lebens. Es geht um Beziehungen, um den Umgang mit unserer Welt und ihren Ressourcen. Aber auch um die Welt der Politik und um die Politiker selbst, bei denen er immer häufiger Ehrlichkeit und Transparenz vermisst. Ein sehr persönliches Buch einer beeindruckenden Persönlichkeit. Joachim Fuchsberger: Zielgerade. Gütersloher Verlagshaus, 223 Seiten, ISBN: 978-3-579-06650-9, 19,99 Euro. Um eines der Bücher zu gewinnen, schicken Sie eine E-Mail (Betreff: „Zielgerade“) an: redaktion@sovd.de oder eine Postkarte an: SoVD, Redaktion, Stralauer Straße 63, 10179 Berlin. Einsendeschluss ist der 15. Juni.

Gott ist groß – und laut! Ein Pauschalurlauber verlangte vor Gericht die Hälfte der Reisekosten zurück – vergeblich. Den angeführten Minderungsgrund bezeichneten die Richter als „landestypische Geräusche“: Anders als der Kläger schienen sie schon einmal davon gehört zu haben, dass in der Türkei ein Muezzin zum Gebet aufruft. Arm dran, Lehne ab Derselbe schlecht auf seinen Türkeiurlaub vorbereitete Mann hatte noch mehr Grund

zur Klage: Er bemängelte unter anderem, während des Fluges sei die Armlehne an seinem Sitz abgebrochen. Gibt es hierfür denn wenigstens Geld zurück? Nein. Die Richter sagten, dies sei zwar unangenehm, aber kein Grund für eine Minderung des Reisepreises. Auch das letzte Argument des Nörglers, wonach das Flugzeug „unsanft“ aufgesetzt habe, verfing vor Gericht nicht (AmG Hannover, Az.: 559 C 44 / 14). Ob das Hotelpersonal nach der Abreise dieses Gastes Schmerzensgeld verlangte, ist nicht bekannt.

Foto: Rawpixel / fotolia

Wie kommt denn der ganze Sand hierher? Ich werde mich beschweren!

Redensarten hinterfragt

Von Böcken und Sündern Wenn etwas schiefgegangen ist, findet sich meist niemand, der freiwillig die Verantwortung übernimmt. Dann wird die Schuld schon einmal jemandem in die Schuhe geschoben, den man damit zum „Sündenbock“ macht. Aber woher kommt dieser Begriff eigentlich? Tiere hatten schon sehr früh die ungerechte Behandlung durch den Menschen zu ertragen. Frühester Beleg hierfür ist die Bibel. Dort ist von dem Tag der Sündenvergebung im Judentum zu lesen. Dabei wurden gleich die Sünden des ganzen Volkes Israel symbolisch auf einen Ziegenbock übertragen. Dieser wurde in die Wüste gejagt und die bis dahin sündigen Menschen hatten erst einmal wieder ein Jahr Ruhe.

Foto: nadezhda1906 / fotolia

„Schau einmal, der hier reicht für kleine Sünden.“

Nicht viel besser erging es den Vierbeinern in mittelalterlichen Sagen. So sollen etwa die Bewohner der schweizerischen Schöllenenschlucht am St. Gotthard-Pass sogar den Teufel betrogen haben. Für den Bau der dortigen Brücke versprachen sie ihm die erste Seele, die die Brücke überquerte. Als das Bauwerk fertig war, jagten die schlauen Eidgenossen einen Ziegenbock darüber und hielten somit ihr Wort.

Gewinner des Monats

Des Rätsels Lösung Um einen Buchpreis zu gewinnen, senden Sie eine Postkarte oder eine E-Mail mit den eingekreisten Zahlen (von oben nach unten) an: SoVD, Abteilung Redaktion, „Sudoku“, Stralauer Straße 63, 10179 Berlin, E-Mail: sudoku@sovd.de. Bitte geben Sie Ihre Adresse an! Einsendeschluss ist der 15. Juni.

Spieglein, Spieglein an der Wand (Seite 16, Mai-Ausgabe) Das gesuchte Lösungswort lautet „Märchen“. Die Gewinner stehen auf dieser Seite unter „Gewinner des Monats“ (Tipp für Kinder).

Gangster und Ganoven (Seite 17) Hier die Lösungen zu unseren Bilderrätseln: 1. Steuerhinterziehung (Eine Hand greift oder zieht an einem Steuerrad.)

2. Zuhälterei (Ein Mann hält sich Mund, Ohren, Augen zu.) 3. Ladendiebstahl (Ein Kind macht sich an einer Schublade zu schaffen.) 4. Heiratsschwindel (Der Ehemann kreuzt die Finger.)


Nr. 6 / Juni 2014

UNTERHALTUNG

Mit spitzer Feder

Schwierige Entscheidung

Seite 19

Filmtipp

Exit Marrakech Der 17-jährige Ben besucht seinen Vater Heinrich in Marokko. Dabei erwartet der Heranwachsende alles andere als ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Ohne seinen für ihn fremden Vater sucht sich Ben seine eigenen Wege in der unbekannten Welt. Er verliebt sich in die junge Karima und folgt ihr in ihr entlegenes Heimatdorf. Als Ben sich tagelang nicht meldet, ist sein Vater verärgert. Dann jedoch macht er sich – zunehmend besorgt – auf die Suche nach seinem verschwundenen Sohn. Während die beiden das ihnen fremde Land bereisen, scheint alles möglich zu sein: sich endgültig zu verlieren oder einander neu zu finden. Exit Marrakech. Studiocanal, 1 DVD, ca. 118 Minuten, freigegeben ab 6 Jahren, Hörfilmfassung für Sehbehinderte, Untertitel für Hörgeschädigte, 12,90 Euro. Um eine der vorgestellten DVDs zu gewinnen, schicken Sie eine E-Mail (Betreff: „Exit Marrakech“) an: redaktion@sovd.de oder eine Postkarte an: SoVD, Redaktion, Stralauer Straße 63, 10179 Berlin. Einsendeschluss ist der 15. Juni.

Impressum

Das Lösungswort zum Gewinnen eines Buchpreises bitte bis zum 15. Juni einsenden an: SoVD, Redaktion, Stichwort: „Kreuzworträtsel“, Stralauer Straße 63, 10179 Berlin, oder per E-Mail: kreuzwortraetsel@sovd.de. Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Adresse anzugeben!

SoVD – Soziales im Blick erscheint jeweils zum Monatsanfang (11 Ausgaben pro Jahr, Doppelausgabe für Juli / August). Herausgeber ist der Sozialverband Deutschland e. V., Stralauer Straße 63, 10179 Berlin, Tel.: 030 / 7 26 22 20, Fax: 030 / 7 26 22 21 45, E-Mail: redaktion@sovd.de. Redaktion: Veronica Sina (veo / verantwortlich), Joachim Baars (job), Brigitte Grahl (bg), Steffi Rose (Bildbearbeitung), Roswitha Moldenhauer (Redaktionsassistenz). Für Anzeigen oder Werbebeilagen ist diese Zeitung lediglich Werbeträger; eine Empfehlung des SoVD für vorgestellte Produkte ist damit nicht verbunden. Veröffentlichte Artikel stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht zurückgesandt. Der Bezugspreis wird im Rahmen des Verbandsbeitrages erhoben. Anzeigenverwaltung: Dialog Welt GmbH, Lugwaldstraße 10, 75417 Mühlacker, Tel.: 07041 / 9 50 70, Fax: 07041 / 95 07 99. Verlag: Publikom Z Verlagsgesellschaft mbH, Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel. Druck und Vertrieb: Zeitungsdruck Dierichs GmbH & Co. KG, Wilhelmine-Reichard-Straße 1, 34123 Kassel. Auflage: Die verbreitete Auflage betrug nach IVW im 1. Quartal 2014 insgesamt 405 463 Exemplare.


SERVICE / ANZEIGEN

Seite 20

Nr. 6 / Juni 2014

Barrierefreie Angebote in acht deutschen Regionen

An- und Verkaufsanzeigen Keine Reiseanzeigen – Keine gewerblichen Anzeigen Anzeigenverwaltung des Sozialverband Deutschland Dialog Welt GmbH, Postfach 1345, 75405 Mühlacker Die nachstehende Anzeige veröffentlichen Sie bitte unter „Anund Verkaufsanzeigen“ (keine „Reise-Gewerblichen Anzeigen“), pro Zeile 8,30€ incl. 19% Mwst. Anzeigenannahmeschluss: Am 3. des Vormonats. Vor- und Zuname Straße, Nr. PLZ

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Aktivurlaub trotz Handicap Für Menschen mit Handicap, die ihren Urlaub gerne aktiv verbringen, sind spezielle Angebote noch rar. Abhilfe will die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreie Reiseziele in Deutschland (AG) schaffen, zu der sich acht Regionen zusammengeschlossen haben. Das Lausitzer Seenland, die größte von Menschenhand erschaffene Wasserlandschaft Europas, bietet Touren entlang der Ufer mit Handbikes und Rollfiets, einer Kombination aus Rollstuhl und Fahrrad. Aktivanbieter begleiten Blinde und sehbehinderte Radler auf dem Tandem durch die Natur. Mit vier Rädern und hoher Beschleunigung lassen sich auch Quads durch mondähnliche Tagebauflächen steuern. Der Nationalpark Sächsische Schweiz im Elbsandsteingebirge beweist, dass sich Berge und Barrierefreiheit keinesfalls ausschließen. Es geht mit dem Rollstuhl, Hand- oder E-Bike auf gut ausgebauten Wegen durch die Felsenwelt. Für hör-, lern- und geistig behinderte Besucher werden spezielle Kletterkurse angeboten. In Ostfriesland lässt sich das Wattenmeer per Wattmobil erkunden. Die extrabreiten Reifen der Fahrzeuge verhindern das Einsinken in den weichen Schlickboden. Die Sitzfläche befindet sich knapp über der

Foto: Nada Quenzel / Tourismusverband Lausitzer Seenland

Ein Handicap ist kein Hindernis: Der Senftenberger See lässt sich z. B. mit Handbikes erkunden. Erde. So kommt der Wattboden tatsächlich zum Greifen nah. In der Eifel bietet der Naturerlebnisraum „Wilder Kermeter“ ein durchgehendes Blindenleitsystem, unterfahrbare Informationstafeln, Führungen in Gebärdensprache und ein barrierefrei ausgebautes Wegenetz, das auch mit dem Handbike erfahren werden kann. Der „Wilde Weg“ führt mobi-

litätseingeschränkte, blinde, gehörlose und nichtbehinderte Besucher auf 1,5 Kilometern durch die geschützte Natur. Mehr Tipps und Informationen zu allen Urlaubsgebieten, die der AG Barrierefreie Reiseziele in Deutschland angehören, sind auf www.barrierefreie-reiseziele.de abrufbar. Quelle: AG Barrierefreie Reiseziele in Deutschland

Regelung des Mietverhältnisses im Todesfall

Wenn der Mieter verstorben ist Stirbt ein Mieter, so ist damit nicht unbedingt der Mietvertrag hinfällig geworden. Das Gesetz sieht eine Reihe von Möglichkeiten vor, die Wohnung beizubehalten – andererseits aber auch, sie aufzugeben. Entweder treten Familienangehörige der oder des Verstorbenen in das Mietverhältnis ein. Oder es wird mit überlebenden Mitmietern oder den Erben fortgesetzt. Waren zwei Personen Mieter und haben sie den Mietvertrag gemeinsam unterschrieben, wird das Mietverhältnis mit dem überlebenden Partner zu denselben Bedingungen fortgesetzt. Er hat jedoch das Recht, die Wohnung mit dreimonatiger Frist aufzukündigen. Auch der mit in der Woh-

nung lebende Ehepartner, der nicht Mieter war, eingetragene Lebenspartner oder die Kinder des verstorbenen Mieters haben das Recht, in den Mietvertrag einzutreten. Wenn sie das nicht tun, können auch andere Familienangehörige oder nichtehelich zusammenlebende Partner, die mit dem Mieter

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Foto: Gina Sanders / fotolia

Wenn ein Mieter stirbt, warten nicht nur Aufräumarbeiten auf die Erben, auch der Mietvertrag wird „vererbt“.

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einen gemeinsamen Haushalt geführt haben, den Mietvertrag übernehmen. Stirbt ein alleinstehender Mieter, dann können die Erben das Mietverhältnis weiterführen oder mit Dreimonatsfrist kündigen. Selbst bei einem Kündigungsausschluss oder -verzicht kann mit der Dreimonatsfrist gekündigt werden, es muss aber innerhalb eines Monats nach Kenntnis vom Tod des Mieters geschehen. Wenn der Vermieter nach dem Tod eines Mieters das Mietverhältnis beenden will, geht das nur, wenn er einen triftigen Kündigungsgrund gegenüber denen hat, die in das Mietverhältnis eingetreten sind. Erben, die bisher nicht in der Wohnung lebten, kann der Vermieter innerhalb eines Monats mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Einen besonderen Kündigungsgrund braucht er in diesem Fall nicht. wb


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Nr. 6 / Juni 2014

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Österreich

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VERMISCHTES

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Nr. 6 / Juni 2014

Vor 50 Jahren dreht Margaret Rutherford ihren letzten Miss-Marple-Film

„Jetzt kenne ich den Mörder!“ Es ist die Rolle ihres Lebens: Als besserwisserische Hobbydetektivin klärt sie Morde auf und fällt dabei der Polizei auf die Nerven. Doch genau dafür lieben ihre Fans sie bis heute. Vor 50 Jahren steht Magaret Rutherford zum letzten Mal als Miss Marple vor der Kamera.

Schauspieler Miroslav Nemec wird 60

Kommissar und Jubilar Für die ARD-Reihe „Tatort“ ermittelt er als Hauptkommissar. Vorher studierte er am Mozarteum in Salzburg klassisches Klavier. Am 26. Juni wird Miroslav Nemec 60 Jahre alt.

Obwohl er schon seit 1973 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, spielt Nemecs kroatische Herkunft im Tatort immer wieder eine Rolle. Ein von ihm veröffentlichtes Buch trägt den Titel „Miroslav – Jugoslav“. Sein Hobby lässt den ausgeIch möchte aus meinem Alter keinen Hehl machen, bildeten Fachlehrer für Muwürde ich doch am 11. Juni bereits meinen 150. Geburtssik nicht los: Mit seiner Band tag feiern. Man hat mich als „Jahrhundertgenie der Musik“ steht er regelmäßig auf der bezeichnet. Nun ja, immerhin habe ich es als Komponist doch Bühne und sammelt Geld für zu einiger Bekanntheit gebracht. Auch an der Gründung der Kriegswaisenkinder. Wir graSalzburger Festspiele war ich beteiligt. Verwechseln Sie mich tulieren dem charismatischen aber bitte nicht mit meinem österreichischen Namensvetter! Schauspieler zu seinem 60. Die Auflösung finden Sie rechts im roten Kasten. Geburtstag.

Wer bin ich?

Foto: United Archives/IFTN / picture-alliance

1964 müssen Miss Marple (Margaret Rutherford) und Mister Stringer (Stringer Davis) Morde auf einem Schiff klären. Agatha Christie hat sich ihre Hauptfigur als zierlich und zurückhaltend vorgestellt – also das genaue Gegenteil der polternden Rutherford. Bei den Dreharbeiten jedoch freunden sich die beiden Frauen schließlich miteinander an. In vier Verfilmungen klärt Miss Marple Verbrechen auf. Zur Seite steht ihr dabei Mister Stringer, gespielt von Rutherfords Ehemann Stringer Davis. Er mahnt häufig zur Vorsicht,

wofür seine resolute Partnerin ihn einen Hasenfuß schimpft. Ursprünglich ist die Rolle von Mister Stringer gar nicht vorgesehen, Margaret Rutherford aber will es so. Und wer würde es schon wagen, einer Miss Marple zu widersprechen?

Ich bin der Komponist und Dirigent Richard Strauss (1864–1949).

Foto: JCS

Miroslav Nemec (re.) und Udo Wachtveitl wurden für ihre Darstellung im „Tatort“ 2011 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Schon als junges Mädchen will sie Schauspielerin werden. Doch sie arbeitet zunächst als Klavierlehrerin und übersteht so den Ersten Weltkrieg. Als sie sich dem Theater zuwendet, nimmt man sie dort nicht recht ernst. Ironischerweise hat sie ausgerechnet mit dem Stück „Ernst sein ist alles“ von Oscar Wilde ihren Durchbruch. Damals ist Margaret Rutherford bereits 47 Jahre alt. Auf der Bühne und in Filmen spielt sie fortan exzentrische Charaktere und wird zum Inbegriff der alten Jungfer. Als sie die Rolle der Miss Marple spielen soll, ist deren Erfinderin davon nicht gerade begeistert.

Proteste der Bevölkerung für mehr Demokratie schlägt Chinas Militär im Juni 1989 gewaltsam nieder

Kein Platz für einen himmlischen Frieden Seine Erbauer gaben ihm den Namen „Platz vor dem Tor des Himmlischen Friedens“. Als es 1989 auch in China zu Forderungen nach Demokratie kommt, nützt jedoch auch diese bildhafte Bezeichnung nichts. Am frühen Morgen des 4. Juni rücken Panzer auf den Platz vor. Vor 25 Jahren wird Chinas hoffnungsvolle Demokratiebewegung blutig niedergeschlagen. Der Tian‘anmen-Platz, so der chinesische Name, liegt im Zentrum von Peking. Er wird 1989 zum Symbol für einen zunächst vor allem von Studenten organisierten Protest. Forderungen nach Reformen und Kritik an der Korruption der herrschenden Klasse erhalten jedoch immer mehr Zuspruch. Im Mai versammeln sich täglich

bereits über 100 000 Menschen, um zu demonstrieren. Arbeiter besetzen Betriebe, selbst Chinas Medien berichten über die Demonstrationen – trotz eines Verbots der Parteiführung. Es kommt zur Eskalation. Die Machthaber rufen das Militärrecht aus, Truppen der Volksbefreiungsarmee sollen den Ausnahmezustand durch-

setzen. Am 4. Juni wird der Tian‘anmen-Platz geräumt, ohne dass es dort zu Toten kommt. An anderen Orten jedoch schießt das Militär teilweise wahllos in die Menge. Insgesamt kommen 2600 Menschen ums Leben, 7000 werden verletzt. Vor 25 Jahren endet Chinas Traum von Demokratie in einem Blutbad.

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Der Platz vor dem Tor des Himmlischen Friedens fasst bis zu einer Million Menschen. Das Bild oben rechts zeigt ein Gedenken an die Ereignisse des 4. Juni 1989.


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SoVD-Gütesiegel an famila-Supermarkt in Kiel-Wik verliehen

Barrierefreies Einkaufen Der SoVD Schleswig-Holstein zeichnete den famila-Markt in Kiel-Wik mit dem „Gütesiegel für ein besonderes Engagement für die Teilhabe von behinderten und älteren Menschen in der Gesellschaft“ aus. Landesvorsitzender Sven Picker überreichte das SoVD-Gütesiegel an den Geschäftsführer von famila-Nordost, Christian Lahrtz, und den Marktleiter Ingo Riedel. Mit der Plakette würdigt der SoVD, dass famila den Markt den Bedürfnissen von Menschen

mit Behinderung anpasste. Es gibt überdachte Behindertenparkplätze, spezielle Einkaufs-

Christian Lahrtz (2. v. li.) und Ingo Riedel (3. v. li.) freuten sich sehr über das Gütesiegel, das ihnen Sven Picker (3. v. re.) überreichte. Mit dabei: die Kieler Kreisverbandsvorsitzende Jutta Kühl (li.), die Kiel-Wiker Ortsverbandsvorsitzende Ursula Schneider (re.) und Hans Böttcher, Mitglied der SoVD-Prüfungskommission.

wagen, eine Rollstuhlkasse und breite Gänge zwischen Regalen. Sven Picker lobte: „Mit der Konzeption des Marktes in Kiel-Wik hat famila einmal mehr bewiesen, wie sehr dem Unternehmen barrierefreie Gestaltung am Herzen liegt. Von diesem Einkaufsumfeld profitieren nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern ebenso ältere Mitbürger oder Eltern mit Kinderwagen. Das Engagement familas ist beispielhaft.“ Christian Lahrtz sagte, jeder Kunde solle sich wohlfühlen, „deshalb freuen wir uns sehr über die weitere Zusammenarbeit mit dem SoVD.“ Ingo Riedel dankte für die Würdigung und sah sie als „Ansporn, auch weiterhin auf besonderen Einkaufskomfort zu setzen“.

Wie sich der SoVD am Equal Pay Day beteiligte

Protestaktionen des Verbandes In der letzten Ausgabe berichteten wir über einige Aktionen, mit denen sich der SoVD Schleswig-Holstein am Equal Pay Day (Tag der gleichen Bezahlung) beteiligte. Das Engagement des Verbandes bei den Protesten war so vielfältig, dass hier noch mehr davon vorgestellt werden soll. Der Kreisverband Ostholstein protestierte auf dem Eutiner Marktplatz. Das Foto zeigt

(v. li.): Waldemar Hering, Anneliese Ehlers, Herbert Köhler, Hannelore Bürger, Anke Hen-

Kreisverband Ostholstein

ning und Werner Bürger. Der Kreisverband Pinneberg machte in der Pinneberger Fußgängerzone mobil gegen die ungleiche Bezahlung von Männer und Frauen. Der SoVD Nordfriesland versammelte sich in Langenhorn. Mit dabei waren (Foto, v. li.): Gudrun Ingwersen (2. Kreisfrauensprecherin), Sylke von Kamlah-Emmermann (Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Südtondern), Maren Leder (Frauennotruf Südtondern) und Hannelore Christiansen (Ortsverbandsvorsitzende Risum).

Kreisverband Pinneberg

Kreisverband Nordfriesland

Dr. Christian Bethke-Jaenicke (li.), Manfred Baxmann (2. v. li.) und Pit Horst (re.) freuten sich sehr über den Spendenscheck, den ihnen Sven Picker überreichte.

Kinder- und Jugendlichenprojekte des ZIP

SoVD-Spende für Klinik Der Landesverband spendete 2500 Euro an den Förderverein „UKSH Wissen schafft Gesundheit e. V.“. Das Geld ist bestimmt für die Arbeit mit den jungen Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel. In dieser ZIP-Klinik werden rund 50 Kinder und Jugendliche vollstationär oder tagesklinisch behandelt. „Wir freuen uns immer, wenn wir Menschen, gerade auch Kinder, die Hilfe brauchen, unterstützen können. Das ist für uns ein Gebot der Solidarität“, unterstrich Sven Picker, Vorsitzender des SoVD-Landesverbandes Schleswig-Holstein. Der stellvertretende Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Dr. Christian BethkeJaenicke, und der Kaufmännische Geschäftsführer der ZIP gGmbH, Manfred Baxmann, freuten sich sehr und dankten den SoVD-Vertretern herzlich. Das Geld soll als Grundstock für neue Musikinstrumente verwenden werden. „Diese sind für die musikalische Förderung der in der Klinik behandelten Kinder und Jugendlichen sehr wichtig“, erläuterte Dr. Bethke-Jaenicke. „Wir sind sehr dankbar, dass der Sozialverband als treuer Spender des UKSH Freunde- und Fördervereins so großzügig verschiedene UKSH-Projekte unterstützt. Der SoVD hilft damit unmittelbar der Arbeit mit den jungen Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Zentrum für Integrative Psychiatrie des UKSH“, ergänzte Pit Horst, Geschäftsführer des Fördervereins.

Beratungsangebot zum Persönlichen Budget Das Persönliche Budget ist ein Geldbetrag, mit dem Menschen mit Behinderung die Unterstützung, die sie benötigen, selbst einkaufen können. Das eröffnet ihnen die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, von wem und wann sie bestimmte Hilfen in Anspruch nehmen wollen. Allerdings ist dies an Bedingungen geknüpft: Nur wer Anspruch auf eine Sachleistung hat, kann stattdessen einen Geldbetrag bekommen. In den meisten Fällen wird das Persönliche Budget bislang im Bereich der Eingliederungshilfe gewährt, in wenigen Fällen von der Krankenversicherung oder der Bundesagentur für Arbeit. Wer sich zum Persönlichen Budget beraten lassen möchte, kann sich an den Landesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Schleswig-Holstein e. V. (LVKM SH) wenden. Die dortige Ansprechpartnerin ist Doris Blüdorn, Tel.: 0431 / 90 88 99 12, E-Mail: d.bluedorn@lvkm-sh.de.


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Aus den Kreis- und Ortsverbänden Ortsverband Elmshorn Karin Hänßel (Bildmitte) bleibt Elmshorner Vorsitzende. Claus Hensen vertritt sie. Schatzmeisterin ist Renate Huckfeldt, Schriftführerin Renate Brütt. Beisitzende sind Ute Gräf, Gerd Hagemann, Fritz Hänßel, Jutta Hoffmann, Dieter Paetsch, Waltraud Paetsch, Hans Röschke und Manfred Stelzenberger. Mit über 2250 Mitgliedern ist Elmshorn bundesweit der siebtgrößte Ortsverband des SoVD.

Ortsverband Grömitz In Grömitz wurde der ganze Vorstand wiedergewählt. Neu ist nur Schatzmeister Sven Hagen. Auch Ehrungen standen an, darunter an Renate Kuschel für zehn Jahre Vorstandsarbeit. Ortsverband Oldenburg Auf der Oldenburger Versammlung standen Auszeichnungen im Mittelpunkt. Hans J. Schaumann erhielt eine für zehn Jahre Ehrenamtsarbeit.

Ortsverband Garding Seit 65 Jahren halten Hans Alwin Ketels und Werner Cornils dem SoVD die Treue. Geehrt wurden sie auf der Versammlung in Garding. Ortsverband Eggstedt Der Eggstedter Vorstand unter Wolfgang Zieroth wurde bestätigt. Hinzu kam Gert Grahlmann, der als Beisitzer Reimer Schlüter ersetzt. Die 2. Dithmarscher Kreisvorsitzende, Annelie Spieck, ehrte Zieroth für lange Vorstandsarbeit.

Wohlsdorf. Neben Kurt Heinichen wurden Rolf Ahrens, Anne Denker und Gerhard Wendt für lange Vorstandsarbeit geehrt. Ortsverband Bergenhusen Die Bergenhusener Mitglieder wählten Hans-Werner Mußfeldt erneut zum Vorsitzenden. Ihn vertritt Birga Hansen. Die Schatzmeisterei übernehmen Wilhelm Andresen und Ulrike Grundmann, die Schriftführung Wilfrid Heine und Richard

Hefner. Frauensprecherinnen sind Herta Heine und Emmi Moritz, Beisitzer Hermann Moritz, Horst Lehnert, Wolfgang Jöns, Boje Hinrichs und Armin Schlesinger. Geehrt wurde unter anderem Gisela Stabbert für zehn Jahre Ehrenamt. Ortsverband Trittau Der ganze Trittauer Vorstand unter Peter Siebelist wurde wiedergewählt. Neu dazu kam als 2. Vorsitzende Sabine Hansen.

Ortsverband Quern Schon 1946 trat Heinrich Christian Asmussen dem Verband bei. Heute ist der gebürtige Roikier 103 Jahre alt. Zum Ehrentag besuchten ihn die Vorsitzende des Ortsverbandes Quern, Elke Roggatz (auf dem Foto li.), und die 2. Vorsitzende des Kreisverbandes SchleswigFlensburg, Ulla Buchweitz. Ortsverband Elmshorn

Ortsverband Grömitz

Ortsverband Satrup Rudolf Voss bleibt Vorsitzender in Satrup. Neu sind seine Stellvertreterin Iris Kurrelbaum, Schatzmeister Reinhold Meierdierks und dessen Stellvertreterin Ruth Christiansen. Die Schriftführung erledigt weiter Erna Anstett, die Frauen vertreten Anita Wedlich und Annelene Skrzeba. Beisitzende sind Lilly Malone, Dörthe Oldhafer, Rudolf Anstett und HansWerner Petersen. Die Kasse prüfen Hans-Peter Ohlsen, Günter Müller und Inge Fehrmann. Ehrungen erhielten Ruth Christiansen und Erna Anstett für zehn Jahre Vorstandsarbeit.

Ortsverband Quern

Ortsverband Satrup

Ortsverband Oldenburg

Ortsverband Wrohm Neue Vorsitzende in Wrohm, nach Kurt Heinichen, ist Gertraud Fiebig. Hans Denker und Elfi Petersen vertreten sie. Marita Plähn verwaltet die Kasse, Helga Grimm erledigt die Schriftführung. Frauensprecherin ist Gabi Clausen, Beisitzerinnen sind Bärbel Eggers und Christiane Hannemann. Für die Revision zuständig sind H. Glüsing, H. H. Schmager und D.

Ortsverband Wrohm

Ortsverband Garding

Ortsverband Eggstedt

Ortsverband Bergenhusen


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Aus den Kreis- und Ortsverbänden Ortsverband Friedrichstadt / Koldenbüttel Waltraud Schütt ist im Vorsitzamt bestätigt. Elke Davids vertritt sie. Die Schatzmeisterei übernehmen Uwe Labudda und Erika Lorenzen, die Schriftführung Bärbel und Hans-Ludolf Schulz. Frauensprecherinnen sind Bärbel Tedsen und Rosi Reimers, Beisitzende Monika Wroblewski und Otto Untrieser, Revisorinnen Helga Rahn, Elisabeth Kunde und Irmgard

Rudolph. Geehrt für lange Vorstandsarbeit wurden Hans Bode und Erika Lorenzen. Ortsverband Brunsbüttel Peter Mugai bleibt Brunsbütteler Vorsitzender. Seine Stellvertreterinnen sind Annelie Spieck und Ursel Lukat. Die Kasse verwalten Rüdiger Peters und Betty Peers, die Schriftführung erledigen Helli Böseke und Marlies Mugai. Frauensprecherinnen sind Hannelore

Kuhrts und Ursel Lukat, Beisitzende Erich Kröger und Inge Eilers. Die Kasse prüfen Gisela Grahn, Bruno Kohlmorgen und Gertrud Moje. Geehrt wurden unter anderem Hans-Ullrich Brocksch und Reinhold Malotka für 65 Jahre SoVD-Treue. Ortsverband Oeversee Den Oeverseer Vorsitz übernimmt nach Klaus Brettschneider Bernd Rabe. Ihn vertreten Klaus Helle und Gerhard Bockholt. Schatzmeister ist Helmut Dracke, Schriftführerin Sophie Gust, Frauensprecherin Helga Neuwerk. Beisitzerinnen sind Britta Rabe, Hannelore Brettschneider und Monika Moll.

gen, darunter an Markus Kühl für zehn Jahre Vorstandsarbeit.

tina Wehlert-Röschmann und Bernd Rüdiger Mohr.

Ortsverband Preetz Kurt Heese folgt Marina Reinicke als Preetzer Vorsitzender. Ihn vertreten Erika Mattensohn und Karl-Otto Röschmann. Die Schatzmeisterei liegt bei Maren Langbehn und Friedrich Jeck, die Schriftführung bei Lore Rathje. Frauensprecherinnen sind Ilse Ott und Christel Punner, Beisitzende Julius Ott, Mar-

Ortsverband Probsteierhagen Probsteierhagens Vorsitzender bleibt Wolfram Schlauderbach. Monika Wakenhut vertritt ihn. Schatzmeister ist Peter Spiegler, Schriftführerin Elke Kraeft, Frauensprecherin Dorothee Hille, Beisitzerin Irmgard Ulber. Die Kasse prüfen Margrit Lüneburg, Rolf Timm und KarlHeinz Schröder.

Ortsverband KlausdorfSchwentinental Hauptperson in KlausdorfSchwentinental war Anni Falke: Sie feierte ihren 100. Geburtstag.

Ortsverband Friedrichstadt / Koldenbüttel

Ortsverband Brunsbüttel

Ortsverband Tellingstedt Neue Tellingstedter Vorsitzende, Nachfolgerin von Wilfried Hildebrandt, ist Renate Eggers. Neu im Vorstand sind auch Gesa von Reith als ihre Stellvertreterin sowie Kerstin von Allwoerden und Elke Blohm als Beisitzerinnen. Ortsverband Hörnerkirchen Wolfgang Schreiber bleibt Vorsitzender in Hörnerkirchen. Ihn vertritt Peter Rupscheit. Die Kasse verwalten Dorothea Völkers und Beate Leisching. Schriftführerin ist Margot Hahn, Frauensprecherin Ingrid Steenbock. Den Beisitz haben Johannes Jensen und Heid Horn.

Ortsverband Hörnerkirchen

Ortsverband Schenefeld

Ortsverband Oeversee

Ortsverband Schenefeld Die Schenefelder Mitglieder wählten Ulrich Baschke erneut zum Vorsitzenden. Sein Vertreter ist Ingo Galuschka, Schatzmeisterin Christa Möller, Schriftführerin Petra Tiemann, Frauensprecherin Gesa Walter. Den Beisitz übernehmen Dieter Fölster, Jens Glissmann, Markus Kühl und Elke Hahn, die Revision Ingrid Rahe, Christine Trede und Uwe Schnepel. Es gab viele Ehrun-

Ortsverband Preetz

Ortsverband Klausdorf-Schwentinental

Ortsverband Tellingstedt

Ortsverband Probesteierhagen


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Unsere Ortsverbände stellen sich vor

Mitglieder werben Mitglieder Getreu unserem Motto „Gemeinsam sind wir bärenstark“ nehmen wir ständig neue Mitglieder in unsere Gemeinschaft auf. Der Sozialverband Deutschland e. V. (SoVD) hat in Schleswig-Holstein bereits mehr als 120 000 Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Auch 2014 lautet unser Wahlspruch: Stark und kompetent – ein Sozialverband, der hilft. Werden Sie Mitglied! Unser Ziel ist, eine noch stärkere Gemeinschaft von sozialpolitisch interessierten Menschen in Schleswig-Holstein zu werden. Der SoVD überzeugt durch sein leistungsstarkes Angebot, durch die persönliche Arbeit seiner ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter / -innen sowie durch sein unermüdliches Engagement für soziale Gerechtigkeit. Werben Sie mit dem Scheckheft fünf neue Mitglieder und gewinnen Sie eine Woche Urlaub in Büsum! Für ihren großartigen Einsatz in der Mitgliederwerbung können jeden Monat sieben Werberinnen und Werber einen einwöchigen, kostenlosen Aufenthalt in unserem NordseeErholungszentrum in Büsum gewinnen. Das sind die Gewinner / -innen des Monats Mai: • Werner Lepsien (Kreisverband Ostholstein) • Joachim Selk (Kreisverband Pinneberg) • Sigrid Kübler (Kreisverband Plön) • Irma Tietje (Kreisverband Rendsburg-Eckernförde) • Reinhold Pries (Kreisverband Segeberg) • Annelene Skrzeba (Kreisverband Schleswig-Flensburg) • Christel Horstmann (Kreisverband Steinburg) Volle Scheckhefte eingereicht haben in diesem Monat: Hans Werner Rohwer, Renate Rickers, Bärbel Paulsen, Rosita Schulz, Astrid Kosiolek, Arnold Böhme, Klaus Heinrich Glindemann, Helmut Briede, Willi Wulff, Helmut Schröder, Peter Mugai, Helga Kales, Hans Jürgen Göbel, Uwe Brocke, Torsten Beermann, Uwe Berger, Mattias Abandowitz, Dieter Niemeyer, Rolf König, Erich Bünger, Hannelore Beyer, Gerhard Beyer, Christa Möller und Ernesta Langer. Der Landesvorstand dankt allen, die so engagiert und erfolgreich für den Verband Mitglieder gewonnen haben. Bitte auch den Werbernamen auf der Beitrittserklärung vermerken!

Fortbildungsveranstaltung zum Kassenwesen

Einheitliche Buchungen

„Ich bin stolz auf unser Team“ Der Ortsverband Tornesch befindet sich auf stetigem Erfolgskurs. Die Mitgliederentwicklung ist rasant. Rund 625 Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde gehören mittlerweile dem örtlichen SoVD an. Neben den politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen, die immer Menschen veranlassen, beim SoVD um Rat zu fragen, liegt der Erfolg vor allem an der ausgezeichneten Vorstandsarbeit. Deshalb sagt Vorsitzender Joachim Selk mit Fug und Recht: „Ich bin stolz auf unser Team.“ Die Angebotspalette des SoVD in Tornesch ist umfangreich und vielfältig: Es gibt Infonachmittage, Grillfeste, natürlich die große Jahresabschlussversammlung im weihnachtlichen Rahmen und vieles mehr. Höhepunkte sind die vier Tagesausflüge pro Jahr, die unter anderem nach Husum, Plön-Fegetasche, an die Schlei oder nach Plau am See in Mecklenburg-Vorpommern führen. Über die verschiedenen Aktivitäten kann man sich auf der Internetseite informieren: www.sovd-tornesch.de. Auch auf die Mitgliederbetreuung legen die Tornescher großen Wert. Jedes Neumitglied wird von einem Vorstandsmitglied besucht und persönlich begrüßt. Geburtstagskinder erhalten ab 70 alle fünf Jahre, ab 90 sogar jedes Jahr eine Karte und einen Blumenstrauß. Ganz wichtig für den Zusammenhalt im Vorstand sind ein Grillfest im August und ein Essen im Januar, an dem nur die Vorstandsmitglieder mit ihren Partnerinnen und Partnern sowie die weiteren Helferinnen und Helfer teilnehmen. Hier erhalten alle Dank für die geleistete Arbeit und besprechen das weitere Programm. Auch die Zukunft hat der Ortsverband im Blick: Jünge-

Hauptakteurinnen und -akteure in Tornesch, v. li.: Anne-Martha Schmidt (Frauensprecherin), Liese-Lotte Mainz (Revisorin), Monika Hachmann (Schriftführerin), Uwe Mainz (Pressewart), Renate Kruse (2. Vorsitzende) und Joachim Selk (Vorsitzender). re Leute bindet er schrittweise in die Vorstandsarbeit ein. So können sie an der Seite der routinierten SoVDler Erfahrungen sammeln. „Wir kümmern uns frühzeitig um Nachwuchs, damit es reibungslose Übergänge geben kann“, erklärt Joachim

Selk. Um den SoVD Tornesch ist es also auf allen Ebenen gut bestellt.

Das nebenstehende Scheckheft ist bestellbar in der SoVD-Landesgeschäftsstelle, Muhliusstraße 87, 24103 Kiel. Für fünf geworbene Mitglieder wählen Sie Ihre Prämie: einen Fleurop-Blumengutschein, ein Schreibset, einen Funkwecker oder einen Arko-Gutschein.

Auszeichnungen

Mit dem Thema „Kassenwesen im Sozialverband Deutschland“ beschäftigten sich über 40 Teilnehmende eines Seminars, das der Landesverband in Neumünster durchführte.

Der Vorstand gratuliert herzlich zur Auszeichnung mit dem SoVD-Ehrenschild für langjährige Funktionärstätigkeit:

Der Sprecher der Revisoren des Kreisverbandes Kiel, Joachim Rother, erläuterte anhand einer Buchungssoftware für Vereine die Rechnungslegung und Rücklagenbildung. Die Software ermöglicht Kreis- und Ortsverbänden, nach einem einheitlichen Buchungsmuster zu verfahren, aber auch besondere Fälle im Bedarfsfall mit aufzunehmen. Die Anforderungen einer ord- Landesrevisorensprecher Hernungsgemäßen Kassenführung mann Weber (li.) dankte Joasind problemlos umsetzbar. chim Rother für den Vortrag. Rother betonte: Mit der einheitlichen Nutzung könne der Kreisverband die Ortsverbände besser unterstützen. Auch eine Schatzmeistervertretung werde möglich. Das vorgestellte Kassenbuchjournal fand ein positives Echo. Die Teilnehmenden konnten eine kostenlose Demoversion der Software zum Ausprobieren mit nach Hause nehmen.

20 Jahre: Kreisverband Dithmarschen: Elfi Jakubzik (Ortsverband Barlt), Renate Schulz, Karin Eisenberg und Erika Siebels (Ortsverband Meldorf), Renate Urbrock (Ortsverband Süderheistedt), Horst-Dieter Siek (Ortsverband Weddingstedt), Monika Kloth (Ortsverband Windbergen); Kreisverband Nordfriesland: Anneliese Clausen und Mathilde Nagel (Ortsverband Löwenstedt), Klaus-Peter Thoms (Ortsverband Witzwort); Kreisverband Plön: Friedrich Jeck (Ortsverband Preetz); Kreisverband Segeberg: Walter Grimm (Ortsverband Warder); Kreisverband Schleswig-Flensburg: Jürgen Jürgensen, Jenny Rös-

ler und Gerda Rossow (Ortsverband Eggebek), Margarete Hansen (Ortsverband Glücksburg), Helga und Ernst Koberg (Ortsverband Kappeln). 25 Jahre: Carlo Betz (Ortsverband Schuby / Kreisverband

Schleswig-Flensburg). 30 Jahre: Günter Lippels (Ortsverband Eggebek / Kreisverband Schleswig-Flensburg). 35 Jahre: Doris Clausen (Ortsverband Husum / Kreisverband Nordfriesland).

Nachruf In unserem Landesverband verstarben: Hubertus Schnettka, 1. Vorsitzender im Ortsverband Hohenwestedt / Kreisverband Rendsburg-Eckernförde, und Ursula Butenschön, 1. Vorsitzende im Ortsverband Schuby / Kreisverband Schleswig-Flensburg. Der SoVD Schleswig-Holstein wird den Verstorbenen ein ehrendes Gedenken bewahren.


Zeitung 2014 06