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Die SOS-Kinderdörfer weltweit danken den Künstlern!

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Künstler Spendenkonto: 111 1 111 (siebenmal die Eins) BLZ: 700 700 10 Deutsche Bank, München

Sonja Alhäuser

Andreas Höhne

Kim Nekarda

BARA

Philip Hudgson Dorrel

Wolfgang Neumann

George Barber

Franziska Hufnagel

Ariane Pauls

Lutz Braun

Rainer Hunold

A.R. Penck

Nele Budelmann

Heiko Jäckstein

Ascan Pinckernelle

Jan Bünnig

Anke Johannes

Hannu Prinz

André Butzer

Klaus Jörres

Sophie Reinhold

Raphael Danke

Stefan Jung

Anselm Reyle

Christoph Dettmeier

Thomas Kahl

Bernd Ribbeck

Carola Deye

Michael Kalki

Hannes Schmidt

Ursula Maria Dichtl

Daniel Leander Kannenberg

Thomas Schroeren

IMPRESSUM

Matthias Dornfeld

Dieser Katalog erscheint anlässlich der Aktion „SOS-Kunststück 2008“ der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Sven Drühl

Imi Knoebel

Dominik Steiner

Bilder Umschlag:

André Butzer, Undine Goldberg, Andreas Hofer, Anke Johannes, Thomas Kahl, Timotheus Lorenz, Robert Lucander, Jonathan Meese, Thomas Schroeren, Patrick Wittmann,

Slawomir Elsner

Maja Körner

Stefanie Thiel

Carola Ernst

Merle Krause

Felix Weber

Texte:

Dr. Wilfried Vyslozil, Geschäftsführer der SOS-Kinderdörfer weltweit Nerses Chopurian, Director Corporate Communications, eBay GmbH Thomas Biber, Kurator SOS-Kunststück

Alexander Esters

Alicja Kwade

Ina Weber

Peter Fend

Peter Langer

Patrick Wittmann

Ingrid Famula, SOS-Kinderdörfer weltweit Simone Kosog, SOS-Kinderdörfer weltweit

Robert Gfader

Marlene Leal da Silva Quabeck

Norbert Witzgall

Gotscha Gosalishvili

Timotheus Lorenz

Dominik Wood

Antsch Guß

Robert Lucander

Vanessa Wood

Thomas Helbig

Hans Jörg Mayer

Ulrich Wulff

Peter Hermes

Jonathan Meese

Iskender Yediler

Gregor Hildebrandt

Ingo Victor Meier

Andreas Hofer

Christina Morhardt

Redaktion:

Schlussredaktion:

Adelheid Miller, SOS-Kinderdörfer weltweit

Werkaufnahmen/Layout:

Roman März/agenten.und.freunde, München

Druck:

FIBO Druck- und Verlags GmbH

Auflage:

1000/2008

© SOS-Kunststück:

Ingrid Famula

© SOS-Kinderdörfer weltweit, die Künstler

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Undine Goldberg

Susanne Schuricht

Alexander Wolff

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Den Staub des Alltags von der Seele waschen „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“, hat Picasso einmal gesagt. Ich finde diese Vorstellung atemberaubend: Wie oft kommen wir denn in Kontakt mit der Seele, dem Ursprünglichen, dem Leben? Zuallererst möchte ich deshalb den Künstlern für ihren Mut danken, dafür, dass sie uns ungeschützt ihr Wesen zeigen und im besten Fall auch uns, den Betrachtern, einen Weg zu unserem Innersten eröffnen. Wo der Staub des Alltags weggewaschen wurde, sind ganz andere Sichten möglich. Hervor kommt Klarheit, Kraft, Freiheit. Kunst darf gegen Regeln verstoßen, sie darf kantig sein, sie muss etwas wagen, ausprobieren, sie darf Fehler machen. Für mich steht sie mit all diesen Attributen in enger Verbindung zur Kindheit: Einem gesunden, selbstbewussten Kind muss der Staub des Alltags nicht von der Seele gewaschen werden, denn da ist noch kein Staub. Es hat Kontakt zu seinen individuellen Fähigkeiten, seinen Wesenszügen, es bewegt sich frei und intuitiv, im Einklang mit sich, als Künstler seiner Welt. Anders bei einem Kind, das Schaden genommen hat. Jungen und Mädchen, die ihre Eltern verloren haben, den Krieg miterleben und überstehen mussten oder die misshandelt wurden, verschließen ihre Seele, so gut sie eben können. Sie bauen einen Schutzwall. Ihnen kann die Kunst helfen, ihr Trauma zu überwinden, wir erleben das immer wieder in den SOS-Kinderdörfern: Kinder, die niemandem von ihren Wünschen und Träumen zu erzählen wagen, malen diese in bunten Farben auf Papier, andere kneten ihre Wut und Trauer in Ton. Oft ist das ein heilsamer Prozess, der hilft den Schmerz zu überwinden und ins Leben, in die Lebendigkeit zurückzufinden. Im Kosovo habe ich Fatima kennengelernt, ein Mädchen, das nach furchtbaren Erlebnissen im Krieg stumm geworden war. Kein Therapieangebot, kein Zuspruch hatte sie dazu bewegen können, auch nur ein Wort zu sprechen. Aber die Musik hat es geschafft; sie hat Fatima geholfen, ihre Stimme wiederzufinden. Auch unsere Aktion SOS-Kunststück ist kein Selbstzweck, sondern hat in jedem Moment die Hilfe für Kinder im Auge - in diesem Jahr vor allem für die Kinder in Nicaragua, denen der Erlös von SOS-Kunststück zugute kommen soll. Dort unterstützen die SOS-Kinderdörfer mit ihren Familienstärkungsprogrammen 3000 Kinder und ihre Familien, darunter zahlreiche alleinerziehende Mütter, von denen viele kurz vor dem Aufgeben waren. Die SOSKinderdörfer finanzieren Lebensmittel, Kleidung und Schule für die Kinder und Fortbildungen für die Eltern. Ziel ist, die Familien aufzurichten, ihnen die Mittel in die Hand zu geben, ihr Leben zu meistern. Die Unterstützung durch SOS-Kunststück ist hier dringend notwendig, sie kann enorm viel bewirken. Und so wohnt auch SOS-Kunststück die heilende Kraft der Kunst inne.

Eine Plattform für den guten Zweck: eBay unterstützt die SOS-Kinderdörfer 83 Bilder, 83 Künstler – aber von wem stammt welches Kunstwerk? Das ist die spannende Frage bei der Versteigerung der diesjährigen „SOS-Kunststücke“ auf eBay. Im Rahmen dieser „Kunsträtselauktion“ erfährt der Käufer erst am Ende der Auktion, von welchem Künstler das ersteigerte Bild stammt. Bereits zum fünften Mal veranstalten die SOS-Kinderdörfer und eBay (www.ebay.de) diese gemeinsame Aktion. Der diesjährige Erlös kommt allein erziehenden Frauen und deren Kindern in Nicaragua zugute. Auf dem Online-Marktplatz finden Interessierte zahlreiche Skurrilitäten und Besonderheiten, weshalb die einzigartige Idee hinter der Auktion der „SOS-Kunststücke“ auch so gut zu eBay passt. Darüber hinaus sind die Kunstwerke der bekannten und unbekannten Künstler in der Kategorie „Antiquitäten & Kunst“ bestens platziert: Laufend werden hier die unterschiedlichsten Kunstwerke gehandelt, von Drucken über Fotografien und Aquarellen bis hin zu Zeichnungen und digitaler Kunst. Kunstinteressierte stöbern allein in einem Angebot von über 10.000 Gemälden aus verschiedenen Epochen – und bis zum 29. Mai 2008 eben auch in den einzigartigen „SOS-Kunststücken“, die für die gute Sache versteigert werden. Der hat sich auch eBay verschrieben: Deshalb ermöglicht das Unternehmen regelmäßig kostenlose CharityAuktionen, um hohe Erlöse zu erzielen. Mit mehr als 14,5 Millionen aktiven Mitgliedern und einer Reichweite von rund 50 Prozent der deutschen Internet-Nutzer bringt eBay dafür die besten Voraussetzungen mit.

Nerses Chopurian Director Corporate Communications, eBay GmbH

Dr. Wilfried Vyslozil Geschäftsführer der SOS-Kinderdörfer weltweit

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Gute Kunst ist ein Trüffel

WIE FUNKTIONIERT SOS-KUNSTSTÜCK?

Wie kann man sich ein Künstlerleben in unserer heutigen Zeit vorstellen? Arm und hungernd in einer Bruchbude hausend? Wohlhabend und berühmt mit den Reichen, Schönen und Mächtigen feiern? Ständig durch die Welt jettend – bejubelt und beneidet? Es gibt wohl jede dieser Geschichten und noch viele mehr.

Für SOS-Kunststück 2008 baten wir bekannte bildende Künstler und aufstrebende Talente der zeitgenössischen Kunst, uns ein Kunstwerk zur Verfügung zu stellen. Bilder und Skulpturen, die uns pro bono überlassen wurden, werden im Internet unter www.sos-kunststueck.de und www.ebay.de zur Versteigerung angeboten.

Deshalb ist es für mich immer wieder aufregend, die Tür zu einem Atelier aufzustoßen und die Welt dahinter zu entdecken: Wie sieht es dort aus, welche Werke stehen an den Wänden und welcher Mensch verbirgt sich hinter dem Maler, dem Bildhauer oder dem Foto- und Videokünstler: Ein Genie oder Wahnsinniger? Ein Idealist und Visionär? Ein von Ruhm und Geldgier Getriebener, ein Verzagender, weil es seit Jahren nicht so recht klappen mag mit dem Durchbruch, ein Stratege, der Heerscharen von Assistenten beschäftigt? Vollblutkünstler sind eh die meisten, aber auch hier gibt es jeden Charakter und jeden Typ – heute wie vor Ewigkeiten. Aber eines hat sich dennoch deutlich geändert: Nie gab es eine Zeit, in der sich die Kunst und ihre Player so rasant und atemberaubend entwickelt haben wie heute. In Berlin machen wöchentlich neue Galerien auf (und manchmal auch wieder zu), fast stündlich wird ein neuer Sammler geboren, der dann in atemberaubender Geschwindigkeit seine Sammlungen aufbaut und am besten noch parallel ein Museum errichten lässt, und fast glaubt man, jeder und jede Zehnte, der oder die vor 10 Jahren noch Biologie oder Jura studiert hat, bevölkert inzwischen die Kunstakademien.

Der Clou von SOS-Kunststück: Die Bieter kennen die Namen der teilnehmenden Künstler und sehen die von Tom Biber gesammelten Meisterwerke, zumeist Kunst aus dem deutschsprachigen Raum, aber bis zum Ende der Versteigerung erfahren sie nicht, von wem welches Werk stammt. Erst in dem Augenblick, in dem der Bieter den Zuschlag erhält, weiß er, welcher Künstler für das Werk verantwortlich zeichnet.

WIE ERSTEIGERE ICH EIN KUNSTWERK BEI SOS-KUNSTSTÜCK? 1. PC während der dreiwöchigen Aktion täglich einschalten, 2. www.sos-kunststueck.de eingeben,

Gute Kunst wird deshalb aber nicht mehr, sie ist noch immer so etwas wie ein Trüffel, den man nur sehr selten und mit reichlicher Anstrengung findet und der immer noch nicht auf den Bäumen wächst. Aber wie erkennt man ihn? Ich würde sagen, dass eine heilige Symbiose von Auge, Herz und Bauch dahinter steckt. All die unzähligen Kunstwerke, die man bereits gesehen und gespeichert hat, bilden den Hintergrund. Dazu kommt eine Art Vision und das Gefühl, dass der Künstler hier etwas getroffen hat.

3. die Namen der Künstler unter „Künstler“ einprägen, 4. sich in die Kunstwerke vertiefen, 5. Herz, Seele, Bauch oder den Kunstsachverstand entscheiden lassen und

Wenn ich auf einen solchen Trüffel stoße, was nicht oft passiert, gerate ich in Wallungen und stoße - ganz im Ernst - einen lauten Jubelschrei aus. Ob ein Kunstwerk in zehn Jahren auch noch von Bedeutung ist, ob ein Künstler berühmt wird, ist eine andere Frage, und ob der Bekanntheitsgrad überhaupt etwas über die Qualität von Kunst aussagt, sowieso - schon mancher geniale Künstler ist unentdeckt geblieben oder verarmt gestorben. Ich bleibe also lieber in der Gegenwart, ganz konkret bei SOS-Kunststück 2008. Um im Bild zu bleiben: Viele exzellente Speisepilze sind hier zu finden und mit Sicherheit ein paar Trüffel.

6. bei eBay mitsteigern!

VIEL GLÜCK und DANKE im Namen der SOS-Kinder!

SOS-Kunststück findet das nächste Mal 2010 statt.

Thomas Biber Kurator SOS-Kunststück

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Patrick Wittmann | o.T., Druck auf Satin Museumspapier, 48 x 39 cm | 2007

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André Butzer | o.T., Öl auf Leinwand, 60 x 50 cm | 2006

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Alicja Kwade | Step-Up hunt for Space Man aus: The day the earth stand still, Inkjet-Print/Mischtechnik auf Zeitungspapier, 46,2 x 36,2 cm | 2006

Thomas Helbig | o.T., Ölkreide auf Papier, 39 x 30 cm | 2007 Imi Knoebel | o.T., Siebdruck auf Papier, Auflage:14/100, 72 x 101,5 cm | 1996 – gestiftet von der Deutschen Bank –

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Peter Langer | o.T. Edition 1/6, Analoger C-Print, 50 x 40 cm | 2006

Thomas Kahl | Steinpilz, Mischtechnik auf Leinwand, 35 x 35 cm | 2007

Dominik Wood | o.T., Lack auf Holz, 38,7 x 47,7 cm | 2007

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Anselm Reyle | Untitled 2008, Eisen und Chromeffektlack, 35 x 35 x 8 cm | 2008

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Jonathan Meese | Der Verdingte aus dem Weltraum, Ă–l auf Leinwand, 40 x 30 cm | 2004

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Hans Jörg Mayer | o.T., Aquarell auf Papier, 31,9 x 21,9 cm | 2006

Maja Körner | o.T. (Studie), Gouache auf Papier, 23,7 x 31,7 cm | 2007

Thomas Schroeren | Danzig, Öl auf Papier, 50 x 34,5 cm | 2006

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Merle Krause | o.T., Acryl auf Papier, 58,5 x 41,5 cm | 2007 Felix Weber | 676, Bleistift/Tusche/Aquarell, 29,5 x 41,5 cm | 2006

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Daniel Leander Kannenberg | Miso, Öl auf Leinwand, 60 x 50 cm | 2007 Sophie Reinhold | o.T., Öl auf Leinwand, 40,5 x 30,5 cm | 2007

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Stefan Jung | o.T., Öl auf Leinwand, 85 x 76 cm | 2007

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Anke Johannes | o.T. Nr. 13, Collage (bedruckte Papiere), 26 x 21 cm | 2007

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Christina Morhardt | Affe, Zeichnung, 42 x 29,5 cm | 2007 Peter Fend | Schwebende Brücke, Zeichnung, 21 x 29,6 cm | 2007

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Norbert Witzgall | Lutz, Öl auf Holz, 20 x 16 cm | 2005 Jan Bünnig | nice shape, PU-Schaum Skulptur, 50 x 12,5 cm Durchmesser | 2007

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Carola Ernst | o.T., Tusche/ Graphit auf Papier, 29,6 x 21 cm | 2007 Christoph Dettmeier | Stalker (aus Serie), Photo-Collage, 17,9 x 23,9 cm | 2007

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Peter Fend | Aufbau von Fettecke, Zeichnung, 21 x 29,6 cm | 2007 Dominik Steiner | o.T., Zeichnung eingeglast, 25,3 x 20,2 cm | 2007

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Slawomir Elsner | Buntstift auf Papier, 43 x 43 cm | 2007

Franziska Hufnagel | o.T., Öl auf Leinwand, 30 x 24 cm | 2007 Ascan Pinckernelle | o.T., Kalligrafie auf Papier, 20,2 x 11,2 cm | 2007

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Sven Drühl | J.S.(UNDEAD)!!, Öl und Silikon auf Leinwand, 80 x 100 cm | 2007

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Alexander Wolff | o.T., Acryl und Öl auf Leinwand, 80 x 60 cm | 2006

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Ariane Pauls | Untitled, Fotografie, 30 x 30 cm | 2006 Hannes Schmidt | KAFFEHAAREKAUGUMMI, KAFFEHAAREKAUGUMMI auf Papier, 50 x 47,5 cm | 2007

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Undine Goldberg | Mädchen im Park, Aquarell auf Papier, 25,4 x 25,4 cm | 2007 Iskender Yediler | o.T., Mischtechnik, 29,7 x 20,9 cm | 2007

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Andreas Hofer | Her Future Continues, Collage (bedruckte Papiere), 29,6 x 21 cm | 2007

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Robert Lucander | Das Unglück hat sie nicht gewollt, Aquarell, 60,9 x 91,8 cm | 2005

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Antsch Guß | o.T., Tusche/ Gummi/ Arabicum auf Papier, 42,5 x 29,5 cm | 2006

Bernd Ribbeck | o.T., Tusche auf Papier, 35,5 x 24,5 cm | 2007

Gotscha Gosalishvili | o.T., Zeichnung, 26,7 x 21,4 cm | 2007

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Klaus Jörres | o.T., Mischtechnik, 40 x 40 cm | 2007 Marlene Leal da Silva Quabeck | o.T, Aquarell, 19,8 x 29,9 cm (inkl. Passepartout) | 2005

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Raphael Danke | Skirt, Top, Shoes, Collage gerahmt, 38,5 x 31 cm | 2005 Robert Gfader | aus Serie: 4 Houses for everyone, Chinatusche auf Papier, 35,8 x 48 cm | 2007

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Vanessa Wood | o.T., Watercolour on canvas, 30 x 24 cm | 2007 SOS-Kind | o.T., Mischtechnik auf Papier, 29,7 x 21 cm | 2007

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Peter Hermes | o.T., Acryl auf Leinwand, 90 x 60 cm | 2007 Matthias Dornfeld | o.T., Mischtechnik auf Leinwand, 40 x 30 cm | 2007

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Rainer Hunold | P9, Skulptur: Holz/ Kupfer, 35 x 17 x 23 cm | 2007

Wolfgang Neumann | Pilzen, Acryl auf Leinwand, 30 x 24 cm | 2006 Susanne Schuricht | Blick ins Grüne aus „double room 01“, C-Print on Tyvek/aufgezogen auf Forex mit Plexiglas-Rahmen, 61 x 41 cm | 2007

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Heiko Jäckstein | Kachelnarr 5, Öl auf Holz, 40 x 40 cm | 2004 Sonja Alhäuser | Baphometen-Schmaus, Aquarell/ Zeichnung auf Papier, 29,7 x 20,9 cm | 2007

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Michael Kalki | o.T., Zeichnung, 29,6 x 21 cm | 2001 Ursula Maria Dichtl | o.T., Acryl/Lack auf Leinwand, 50 x 50 cm | 2007

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Hannu Prinz | Thöle, Öl und Lack auf Baumwolle, 80 x 60 cm | 2007 Carola Deye | Mittelohr, Öl auf Leinwand, 40 x 30 cm | 2007

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Lutz Braun | Frau, Gouache auf Papier, 29,7 x 20,9 cm | k.A.. Philip Hudgson Dorrel | Gold Evolution „The Americas“, Acryl und Kaffee auf Leinwand, 60 x 50 cm | 2007

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Andreas Höhne | o.T., Aquarell auf Papier, 29,7 x 29,7 cm | 2007 Ingo Victor Meier | o.T., Textmarker auf Ölkarton, 75 x 100 cm | 2003

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Alexander Esters | ohne Mohs nix lohs, Bunt- und Bleistift auf gefärbten und collagierten Papier, 30 x 21 cm | 2007 BARA | o.T., Zeichnung, 42 x 59,5 cm | 2006

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Timotheus Lorenz | Kastanie, Mischtechnik auf Papier, 65 x 48 cm | 2006

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Gregor Hildebrandt | Helenes Lied – aus den Dingen des Lebens, Tape/Krepp auf Leinwand (R.S.), 42 x 29 cm | 2007

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George Barber | Blue Lagoon, Acryl auf Leinwand, 40 x 30 cm | 2007

Ulrich Wulff | o.T. Nr. 22, Öl auf Leinwand, 70 x 50 cm | 2007

Nele Budelmann | Ein Chinese der hinein reitet, Öl/Bleistift/Schreibmaschine auf Papier, 62 x 50 cm | 2006

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Stefanie Thiel | „Rachel“, Gouache auf Papier, 23,4 x 17 cm | 2007

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A.R. Penck | Entwurf für ein deutsches Denkmal (JB), Lithographie, Serie mit 3 Bl., Auflage: 30/30, 85 x 63 cm | 1986 – gestiftet von der Deutschen Bank –

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Kim Nekarda | o.T., auf Photopapier belichtete Datei, 29,7 x 21 cm | 2006

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Ina Weber | Charm bracelet, Glücksbringer-Armband/Silberguss/massiv Silber 925, ca. 10 cm Länge | 2007

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SOS-Kunststück 2008 für die Mütter von Estelí Der Erlös von SOS-Kunststück 2008 soll die Programme zur Stärkung von Familien in Estelí in Nicaragua unterstützen. Die SOS-Kinderdörfer helfen dort 2.000 Familien, hauptsächlich alleinerziehende Frauen mit Kindern. Es geht ums Überleben der Familien - und um ihre Würde. Entlang des Weges fließt stinkender Schlamm. Kinder mit staubigen Füßen hüpfen über die löchrige Straße. Zwischen den Bananenstauden sind notdürftige Hütten errichtet, Wäsche flattert im Wind. „Paraísito“ - „Kleines Paradies“ heißt dieses Viertel - was für eine Lüge: Im ärmsten Barrio von Estelí, Tabakhauptstadt im Nordwesten Nicaraguas, fehlt es am Nötigsten. Vor allem junge Frauen mit Kindern leben hier - ohne Strom und fließendes Wasser, ohne Kanalisation und Müllabfuhr. Yissell bewohnt eine der Hütten im Paradies. An ihrer Tür klebt eine gelbe Papierente, die ihre Kinder gebastelt haben. Die 37-Jährige ist fünffache Mutter, ihr jüngster Sohn erst ein Jahr alt. „Mein Mann ist abgehauen“, sagt Yissell, ihre Augen sehen traurig aus. Nur selten komme er vorbei, „die Kinder besuchen“, wie Yissell es nennt, dabei schläft er vor allem seinen Rausch aus. Erst vor ein paar Tagen hat der kleine José gefragt: „Mama, gehört er eigentlich noch zu uns?“ Die SOS-Kinderdörfer, die in ihren Einrichtungen seit Jahrzehnten elternlosen Kindern wieder eine Familie geben, wollen auch Frauen wie Yissell helfen, deren Situation keine Seltenheit ist. Jede vierte Frau in Nicaragua ist allein erziehend, etwa jedes dritte Kind chronisch unterernährt. In Krisensituationen kommt es immer wieder vor, dass Mütter ihre Kinder verlassen. Um solche Dramen zu verhindern, haben die SOS-Kinderdörfer weltweit Familienstärkungsprogramme entwickelt: Besonders bedürftige Familien erhalten monatliche Hilfe, damit ihre Kinder zu essen und etwas anzuziehen haben und zur Schule gehen können. Insgesamt werden in Nicaragua, dem nach Haiti zweitärmsten Land des Kontinents, derzeit 3.000 Kinder in etwa 1.950 Familien von den SOS-Kinderdörfern unterstützt. Jede Familie bekommt pro Kind 20 Euro im Monat.

Speziell geschulte SOS-Mitarbeiter stärken das Selbstvertrauen und die Eigenständigkeit der Mütter, helfen bei Erziehungsfragen oder bei der Gründung kleiner Kindergärten, die dringend gebraucht werden: Während die Mütter als Pflückerinnen auf den Tabakfeldern rund um die Stadt, in den großen Zigarrenfabriken, als Haushaltshilfe oder Straßenverkäuferin arbeiten, bleiben die Jüngsten meist allein zu Hause - ohne Essen, Aufsicht und Fürsorge. „Ich gehe morgens um sechs aus dem Haus und komme gegen fünf Uhr nachmittags zurück“, sagt Yissell. Manche Frauen sperren ihre Kleinkinder zum Schutz in den Hütten ein, doch selbst dort kommt es immer wieder zu Unfällen: Kinder spielen mit Streichhölzern, treten in die noch heiße Glut der Feuerstelle oder schneiden sich. Draußen lauert die Gefahr auch überall: „Es gibt hier viele Typen, die rumhängen. Sie bedrohen uns mit einem Messer oder einer anderen Waffe. Wenn man sein Haus nicht richtig absperrt, kann es passieren, dass sie mitnehmen, was sie finden.“ Die „Neue Hoffnung“ im „Paraíso“ liegt am Ende der staubigen Straße, ganz oben am Hang. In einem verwilderten Garten toben Mädchen und Jungen um ein blau gestrichenes Häuschen. Man vergisst bei ihrem Anblick fast das Elend der Hütten. Der Kindergarten ist mit Unterstützung der SOS-Kinderdörfer entstanden, aber er funktioniert nur, weil sich die Mütter selbst engagieren: Zwei von ihnen haben eine Ausbildung bekommen und betreuen nun die mittlerweile 37 Kinder, eine andere kocht, wieder andere stellen Arbeitspläne auf oder verwalten die Finanzen. Zu tun gibt es viel. Yissell zum Beispiel trägt jeden Tag dreimal das Wasser in Kanistern von der Quelle den ganzen Hügel hoch. Sie erzählt das mit unbekanntem Stolz. Zum ersten Mal tut sich eine Lösung auf – und sie selbst ist ein Teil davon. Silja Streeck Fotos: Silja Streeck

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Die Prinzipien der SOS-Kinderdörfer

DIE SOS-KINDERDÖRFER WELTWEIT

Seit fast 60 Jahren helfen die SOS-Kinderdörfer verlassenen Kindern in aller Welt. Überall auf der Welt brauchen Kinder Hilfe. Armut, Kriege, Gewalt und Missbrauch treffen vor allem die Schwächsten – die Kinder. Verlassene Kinder finden in den SOS-Kinderdörfern die Liebe einer SOS-Kinderdorf-Mutter, eine neue Familie und die Ruhe und Geborgenheit, die sie brauchen, um ihr schweres Schicksal zu bewältigen. Im sicheren Rahmen der dörflichen Gemeinschaft mit pädagogischer und psychologischer Unterstützung kann neue Hoffnung entstehen. Heute leben in 482 SOS-Kinderdörfern 66 000 Kinder. Die SOS-Kinderdörfer sind politisch neutral sowie überkonfessionell und achten die weltweit unterschiedlichen Kulturen. So wächst jedes Kind in seiner jeweiligen Religion und gemäß den Traditionen seines Landes auf. Bis zum Einstieg ins Berufsleben, bei Bedarf noch länger, bleibt es in seiner Familie. Auch später bleibt das SOS-Kinderdorf seine Heimat. Darüber hinaus leistet SOS Nachbarschaftshilfe: Die SOS-Kindergärten, -Schulen, -Krankenstationen, -Ausbildungszentren und vor allem die -Familienstärkungsprogramme werden auch von Familien aus der Umgebung genutzt.

Gegründet

1949

Gründer

Hermann Gmeiner

Erstes SOS-Kinderdorf

Imst, Tirol

Betätigungsfeld

weltweit tätiges, privates, überkonfessionelles und unpolitisches Sozialwerk für Kinder in Not

Einrichtungen

SOS-Kinderdörfer sowie Kindergärten, Schulen, Jugendwohneinrichtungen, Ausbildungszentren, Sozialstationen, medizinische Zentren und Nothilfeprojekte

Anzahl der SOS-Kinderdörfer weltweit

482

Anzahl der sozialen Zusatzeinrichtungen weltweit

1.421

SOS-Verbreitungsgebiete

132 Länder

Kinder und Jugendliche in den SOS-Kinderdörfern und Jugendeinrichtungen

66.000

Betreute Kinder und Erwachsene in den Zusatzeinrichtungen

1,2 Millionen

Die SOS-Kinderdörfer Die SOS-Kinderdorf-Idee ist einfach und beruht auf vier Prinzipien: 1. Die Mutter Jedes Kind bekommt eine Mutter. Sie ist seine erste Bezugsperson, verfügt über das notwendige pädagogische Fachwissen und gibt ihm Liebe und Geborgenheit. 2. Die Geschwister Zu einer SOS-Kinderdorf-Familie gehören in Europa vier bis sechs, in Asien oder Afrika bis zu zehn Kinder. Mädchen und Jungen verschiedenen Alters leben mit der SOS-Kinderdorf-Mutter in einer Familie. Leibliche Geschwister bleiben zusammen. 3. Das Haus Jede Familie lebt in einem eigenen Haus, dessen Mittelpunkt das gemeinsame Wohnzimmer ist. 4. Das Dorf Ein SOS-Kinderdorf besteht aus 10 bis 15 Familienhäusern. Es wird von einem Dorfleiter oder einer Dorfleiterin geführt. www.sos-kinderdoerfer.de

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Präsident von SOS-Kinderdorf International

Helmut Kutin

Geschäftsführer SOS-Kinderdörfer weltweit/ Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.

Dr. Wilfried Vyslozil

Pressesprecherin SOS-Kinderdörfer weltweit/ Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.

Ingrid Famula

Homepage

www.sos-kinderdoerfer.de

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15.05.2008 10:54:41 Uhr

SOS-Kunststück 2008 Katalog  

Katalog der Charity-Kunst-Auktion der SOS-Kinderdörfer weltweit

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