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Hans Janotta

T r e tm in e n Management Das groĂ&#x;e Geheimnis, warum Network-Marketing so einfach ist und trotzdem die groĂ&#x;e Masse der Networker arm b l e i b t. Und die Strategie, wie Sie es vermeiden, auf alle Tretminen zu latschen, die auf Ihrem Weg liegen und wie Sie endlich erfolgreich sind.

wo Wissen zu Erfolg wird


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Tretminen MANAGEMENT -Strategie für erfolgreiches Networking

Wir haben für dieses Buch gearbeitet. Sie haben für dieses Ergebnis bezahlt. Sie werden erden damit ein gutes Ergebnis für Ihren GeG schäftsaufbau erzielen. Wir möchten unser Ergebnis in Form des Preises erzielen. Bitte seine Sie fair und benutzen dieses DokuDok ment, wie in den Bedingungen vereinbart. Fertigen Sie keine KoK pien an und versenden keine Exemplare per eMail oder als DownDow load. Die Publikation ist so günstig, dass Sie und und Ihre Partner besser fahren, diese zu erwerben. Die Arbeitsblätter des Buches bekommen Sie für günstiges Geld auch als Paket in unserem Shop. So können Sie Ihre Downline effektiv unterstützen. Bitte bleiben Sie fair, wir werden es Ihnen durch weitere gute gute Angebote danken. dan Sie finden das Download-Portal Portal über unsere Internetseiten Internetseite www.Leadership www.Leadership-Akademie.com und www.Tretminen-Management.com Management.com Danke, Ihr Hans Janotta anotta

©2010+ janottaLEADERSHIP GbR Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch ausau zugsweise nur mit schriftlicher Genehmigung des VerVe lages. © einiger Abbildungen bei www.fotolia.de (Details im Impressum), © aller a anderen Abbildungen beim Verfasser. ISBN: coming soon Produktion: www.BoD.de Preis: €26,90 Arbeitsblätter für Ihre Downline im Shop auf www.Tretminen-Management.com Management.com

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Tretminen MANAGEMENT -Strategie für erfolgreiches Networking

WARNUNG Sollten Sie nach dem Lesen dieses Buches keine Lust mehr auf Network-Marketing haben, so ist das ganz in meinem Sinne. Denn, ich will Sie anregen, nur einen Job zu tun, hinter dem Sie zu 100% stehen können !!! Ich habe nach wie vor zu 100% Lust auf Network-Marketing, obwohl ich dieses Buch geschrieben habe. Und das kann Ihnen auch passieren! Ihr Hans Janotta

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Inhalt Bevor wir beginnen.............................................................................................................................8 Einführung: „Tretminen“ als Symbol ....................................................................................... 12

1.

So einfach ist Network-Marketing

1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12

Was um alles in der Welt ist Network-Marketing? ........................................................... 19 Und was es nie sein sollte! .......................................................................................................... 29 Das erste Gespräch mit Ihrem Sponsor ............................................................................... 30 Das erste Meeting ............................................................................................................................ 32 Katastrophen, Katastrophen, Katastrophen! ...................................................................... 36 Die Story mit den großen Schecks.......................................................................................... 37 Ich muss nicht verkaufen.............................................................................................................. 38 Wenn Sie was werden wollen. Die Geschichte mit der Garage ............................... 38 Jeder braucht unsere Produkte................................................................................................. 41 Ich bin dabei! ...................................................................................................................................... 43 Und wie ein reifer Unternehmer gehandelt hätte ............................................................. 44 Checkliste Ihrer Sünden ............................................................................................................... 45

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2.

Der Weg: Eine kleine Kalkulation

2.1 2.2 2.3 2.4 2.5

Darum geht es ................................................................................................................................... 48 Und warum es so nicht geht ....................................................................................................... 54 Und warum es trotzdem die meisten so machen............................................................. 55 Ihre Aufgaben als Sponsor, und die Ihres Sponsors ..................................................... 56 Und der Grund, warum die meisten Sponsoren versagen .......................................... 56

46

3.

Dreißig Tretminen auf Ihrem Weg

3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 3.10 3.11 3.12 3.13 3.14 3.15 3.16 3.17 3.18 3.19 3.20 3.21 3.22 3.23 3.24 3.25 3.26

Rückblick, oder die Tretminen-Fabrik .................................................................................... 60  1: Der Einstieg ins Geschäft ............................................................................................... 62  2: Ich mache das alles besser ........................................................................................... 67  3: Die lieben Freunde und andere Feinde ................................................................... 69  4: Begeisterung ......................................................................................................................... 71  5: Ich kenne niemanden ....................................................................................................... 75  6: Lernen statt beginnen ....................................................................................................... 77  7: Ziele setzen ........................................................................................................................... 80  8: Ausdauer und Geduld....................................................................................................... 87  9: Ich hab´s eh gewusst ........................................................................................................ 91 10: Enttäuschung oder die Quote, mein größter Feind ........................................... 94 11: Die Anderen sind schuld ................................................................................................. 96 12: Kann ich mir nicht vorstellen ......................................................................................... 99 13: Der falsche Lieferant ...................................................................................................... 103 14: Ich kann nicht verkaufen .............................................................................................. 105 15: Traue ich mir nicht zu .................................................................................................... 108 16: Illusionäre Rechenspiele oder „Wie Sie die Kontrolle abgeben“ ............. 112 17: Operative Pläne verfolgen oder das Widerliche an Resultaten! .............. 115 18: Die Produkte sind zu teuer.......................................................................................... 118 19: Die Produkte kennt schon jeder ............................................................................... 120 20: Ich arbeite und die dort oben verdienen............................................................... 121 21: Kann ich mir schon gar nicht vorstellen................................................................ 124 22: Soviel Geld brauche ich nicht .................................................................................... 125 23: Wenn reich werden so einfach wäre… ................................................................. 128 24: Meine Upline funktioniert nicht .................................................................................. 131 25: Hobby-Psychotherapie statt Sponsoring ............................................................. 133

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3.27 3.28 3.29 3.30 3.31 3.32

26: Mehr Geld ausgeben als einnehmen..................................................................... 134 27: Muss ich das versteuern?............................................................................................ 138 28: Buchhaltung gebe ich meinem Steuerberater ................................................... 139 29: Mein Haus, meine Jacht, meine Freundin........................................................... 141 30: Qualifikationsware, oder „Das Zeug in der Garage“ ...................................... 142 Checkliste Ihrer Tretminen ....................................................................................................... 145

4.

Tretminen vermeiden

4.1 4.2 4.3 4.4 4.5 4.6 4.7 4.8 4.9 4.10 4.11 4.12

Ihre Marketing-Konzeption ....................................................................................................... 147 Ihre Potentiale ................................................................................................................................. 148 Ein Businessplan, der nicht reich rechnet ........................................................................ 152 Und der operative Plan dazu ................................................................................................... 152 Ihre Marketing-Plattform ............................................................................................................ 153 Warum ich nicht erst zum Grafik-Designer mutiere ..................................................... 154 USP und Logo, so sollt ihr mich erkennen ....................................................................... 154 Ein reifes Zeit-Management..................................................................................................... 155 Jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag! ....................................................................................... 155 365 Verfahren, den Scheck unsichtbar klein zu kriegen ........................................... 156 Resultate! Resultate! Resultate! ............................................................................................ 157 Empfehlen Sie uns weiter ......................................................................................................... 158

146

5.

Weiterbildung für Ihre Resultate

5.1 5.2 5.3 5.4

Die Praxis zählt .............................................................................................................................. 162 Online-Konferenzen, effektive Plattform für Wissen und Motivation ................... 162 Life-Events für Stimmung und Erfahrungsaustausch ................................................. 163 Literatur .............................................................................................................................................. 165

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 ................................ Hinweis auf ein Buch aus der Literaturliste  ..................................... Hinweis auf z.B. ein Arbeits-Dokument, das Sie in unserem Shop ....................................... zusätzlich als Booklet beziehen können, um es zu bearbeiten oder ....................................... als Sponsoring-Tool für Ihre Downline zu verwenden. ...... Anregung zur schriftlichen Mitarbeit.

Merkkarten zum Abschreiben oder Kopieren und an den Arbeitsplatz hängen

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Vorwort von Michael Strachowitz

Braucht die Welt ein weiteres Buch über NetworkMarketing? Möglicherweise haben Sie sich das auch gefragt, lieber Leser, als Sie auf das Buch von Hans Janotta gestoßen sind. Schließlich ist das Angebot an Literatur über und von dieser Branche inzwischen recht üppig. Dieses schon, darf ich darauf antworten. Hans Janottas Buch „Tretminen-Management“ geht an das Geschäft und die Branche erfrischend anders heran.

Unerschrocken spießt er lustvoll so manches Tabu-Thema der Branche auf – in der Sprache immer deutlich, gelegentlich auch drastisch. Da kommt niemals Langeweile auf, bestimmt auch bei denen nicht, denen er zuweilen freudig auf die Zehen tritt. Aber genau das macht den Genuss und den Nutzen dieses Buches aus: Hier wird Schluss gemacht mit den oft verlogenen Illusionen, die immer wieder in der Hoffnung verbreitet werden, dadurch Menschen leichter für das Geschäft gewinnen zu können. Hans Janotta geht ganz realistisch an das Geschäft heran, behandelt es als Geschäft und sagt klar, was notwendig ist, um es erfolgreich aufzubauen. Er weiß ja auch, wovon er spricht, denn schließlich hat er genau das selbst getan. Das merkt man auch an den vielen liebevoll ausgearbeiteten Details und den ausgeklügelten Fragebögen, Checklisten und Planungsformularen, die den Leser immer wieder ermuntern, dieses Buch nicht nur passiv zu genießen, sondern sich aktiv mit den Inhalten und sich selbst auseinanderzusetzen. Dies ist keine Wohlfühl-Lektüre, die nur schöne Gefühle erzeugen will, Janottas Werk ist ein Arbeitsbuch. Immer wieder werden Fragen gestellt, die es schriftlich zu beantworten gilt. Es werden immer wieder Entscheidungen gefordert, es wird zum Handeln angetrieben. Dabei behandelt der Autor das Thema Network-Marketing nicht isoliert. Er stellt es in den Kontext zu traditionellen Geschäftsformen und dem wirklichen Leben. Nichts lässt Hans Janotta dabei aus: Er vermittelt dem Leser in vielen klaren Beispielen wie Network-Marketing überhaupt funktioniert. Er führt ihn von den ersten Schritten bis hin zu den Führungsaufgaben, die auf jeden zukommen, der sich eine größere Organisation aufbaut. Alle Aspekte werden mit dem Leser erarbeitet – auch solche, mit denen sich jeder Unternehmer, ja jeder Mensch beschäftigen muss, wenn er wirtschaftlich verantwortlich handeln will. Tretminen-Management ist kein Buch für Schönwetter-Kapitäne. Es ist ein solider Begleiter für den Weg zum erfolgreichen Networker, das nicht nur angenehme Wahrheiten enthält. Aber genau daran merkt man, dass Hans Janotta seinen Lesern wirklich helfen will, nicht auf jede Mine zu treten, die auf dem Weg liegen kann. Er hält es lieber mit der asiatischen Weisheit: „Was angenehm klingt, ist meist nicht wahr. Was wahr ist, klingt meist nicht angenehm.“ Vor Ihnen, lieber Leser, liegen mehr als 300 Seiten voll mit handfestem, umsetzbarem Wissen. Lesen Sie es ebenso unerschrocken wie es geschrieben wurde – Sie werden es genießen, Sie werden es umsetzen und es wird sich für Sie lohnen! Herzlichen Glückwunsch, Herr Janotta, dieses Buch hat noch gefehlt! Ihr Michael Strachowitz www.Michael-Strachowitz.de

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Dieses Bild wird Ihnen in diesem Buch begegnen bis zum Erbrechen. Ich werde Sie solange damit terrorisieren, bis Sie es verstanden haben. Ich gebe mich nicht der Illusion hin, dass Sie nicht jetzt schon behaupten, es verstanden zu haben. Ich sage Ihnen nur, dass Sie sich irren. Sie haben weder den wirklichen Sinn verstanden, der in diesem Bild steckt, obwohl Sie sicher beim Beginn Ihres Geschäftes ähnliche Rechenkünste präsentiert bekommen haben. Noch haben Sie erkannt, wo der Unsinn steckt. Und den hat Ihnen natürlich niemand präsentiert. Wir werden dieses Bild in seine Einzelteile zerlegen und diese einzeln durchkauen. Am Schluss wird dieses Bild wieder so da stehen, wie hier. Der Unterschied wird nur sein, dass Sie dann sagen „Aha, so ist das!“. Dass Sie dann sehen, wo der Weg ist, der die Tretminen vermeidet. Und deshalb lesen Sie dieses Buch.

Bevor wir beginnen

Es gibt aber noch eine unangenehme Überraschung für Sie. Lesen wird nicht reichen! Sie werden in diesem Buch öfter als Ihnen lieb ist, dieses Zeichen finden: Es fordert Sie zum Arbeiten auf. Arbeiten ist das Gegenteil von „auf dem Sofa rumliegen“, einen Rotwein dazu trinken, und mal schauen, was dieser Schlaumeier zu sagen hat. Und es hinterher am besten besser wissen. Wenn Sie arbeiten ätzend finden, dann schauen Sie auf Ihren letzten Bonus-Scheck oder Ihr Bankkonto. Und wenn Sie dann nicht brechen müssen, legen Sie dieses Buch beiseite. Und damit Sie mir nicht den Vorwurf machen, Sie mit sinnlosem Zeug abgezockt zu haben, verschenken Sie es an einen der hunderttausend erfolglosen Networker. Sie können sie rudelweise auf Meetings treffen. Und noch was, das Sie anregen könnte, dieses Buch schnell wieder wegzulegen. Sie werden reihenweise solche Sprüche finden:

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Und sicher kennen Sie hunderte von Büchern (oder zumindest eines), das auch Sprüche anbietet. Meistens finden Sie sie klasse, gelungen oder total blöd. Und sicher kennen Sie auch WEB-Seiten, WEB Seiten, die Ihnen immer den Spruch des Tages anbieten. Den werden Sie entweder überlesen überlesen oder klasse finden. Aber wie tief dringen solche Sprüche in Sie ein? Wie sehr denken Sie darüber nach, was das mit Ihnen zu tun haben könnte? Angesichts der Sprüche, die wir täglich von unu seren Politikern zu hören bekommen und auch angesichts von tausenden taus von Buchautoren, die mit fremden Sprüchen ihr dürftiges Wissen aufpeppen, ist es auch kein Wunder, dass Sie überlesen werden. Die Schnelligkeit, mit der in unu serer Zeit Information konsumiert, inhaliert und wieder vergessen wird, führt dad zu, dass fastt jede Information als Belästigung empfunden wird. Also ist es den meisten Lesern auch egal, was sich der Autor gedacht haben mag, Hauptsache ist, man kann bequemes Wissen gut finden (aneignen muss man es sich ja nicht, weil man das ja eh schon gewusst hat) hat) und unbequemes Wissen überübe blättern. Als bequem wird empfunden, was beim Rumlümmeln auf dem Sofa mit einen Glas Rotwein konsumiert werden kann. Und vor allem, was beim nächsnäch ten Team-Meeting Meeting als eigene Weisheit publiziert werden kann. Unbequem ist das, was Sie im Grunde genommen zwingen würde, Ihren Hintern zu heben, einen Stift zu nehmen, zu arbeiten, zu verstehen, zu akzeptieren, umzusetzen und so für eine persönliche Konversions-Rate Konversions Rate zu sorgen. Um sich das schön zu reden, werden Sie dem Autor Vorwürfe machen, machen, es relativieren, ablehnen und es nicht in Ihren eigenen Wissensschatz integrieren. Und wenn wen Sie glauben, „Wie doof ist jetzt dieses Geschwätz“, dann schauen Sie in die Literaturliste. Dort finden Sie den Titel „Männer, Frauen – Frauen, Männer“ von Vera V F. Birkenbihl. Dieses Video macht Ihnen ebenfalls unbequem aber sicher witzig klar, welche Art von Kommunikation Sie gut finden werden. Ich werde also alles tun, um unbequem zu sein. Sie werden dann sagen, ich sei Ihr Feind. Und ich sag Ihnen was: „Es ist mir egal“. Ich kann sowieso nichts anderes tun, als Ihnen Impulse zu geben. ben. Sie aufzunehmen ist Ihr Job. Und immer wenn Sie anfangen Widerstand d zu leisten, liegt die Vermutung nahe, dass dieser Punkt Sie betrifft. Möglicherweise nicht bei Ihnen, oder noch noch nicht, aber vertrauen Sie mir, ein Psychologe würde es so sehen. Deshalb stellen Sie sich alle diese Weisheiten immer mit einem Hirn vor (Ihrem Hirn) und führen den Sinn dieser Worte einem (Über)denkprozess zu. Wenn Ihnen so ein Spruch bemerkenswert vorkommt, vo dann kopieren Sie ihn möglichst groß und hängen ihn zumindest eine Weile über Ihren Arbeitsplatz. Lassen Sie zu, dass da s er Sie maximal blöd angrinst…

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…und Sie erinnert (woran auch immer). Es gibt einen Grund, warum Ihnen gerade dieser Spruch aufgefallen ist. Und dieser Grund liegt in Ihnen begründet. Also sind solche Sprüche keine universellen Weisheiten, möglichst von Gott gegeben, sondern Anregungen zur Meditation. Meditationen sind der Blick nach Innen, in Ihr Inneres, also dorthin, wo auch die Quelle Ihrer Misserfolge liegt. Und das anzuschauen ist wirklich weise! Der wahre Sinn der Weisheiten in diesem Buch ist es also, die Weisheit in Ihnen zu erkennen. Mag sein, dass sie tief vergraben ist im Irrsinn Ihrer Tagesgeschäfte oder Ihres finanziellen Misserfolges. Suchen Sie sie, diese Sprüche helfen Ihnen deshalb, weil sie nicht losgelöst als göttliche Weisheit da stehen, sondern in einem Kontext zu finden sein werden, der Ihnen hilft, sie zu verstehen. Der Sinn von Weisheiten in diesem Buch ist es jedenfalls nicht, Sie dazu zu bringen, dass Sie bewundernd in Lethargie verfallen, sich mit leuchtenden Augen in die Schafherde der Bewunderer einsortieren und dem Guru nachtrotte(l)n. Trottel gibt es dort draußen genug, da müssen wir beide nicht auch noch dazu gehören. Und reicht´s? Ich hab aber noch was ☺ Da gibt es noch dieses unbequeme Zeug. Das sind Merkkarten, mit denen Sie Ihre eigenen Erkenntnisse aus diesem Buch notieren können und sollen. Möglicherweise haben Sie ja keine, dann verbrennen Sie das Buch ganz schnell. Wenn Sie wesentliche Erkenntnisse herausgefunden haben, dann werden diese wertvoller sein als alles Allgemeinwissen. Wertvoller deshalb, weil es Ihnen leichter fällt, Ihren eigenen Ergebnissen zu vertrauen als denen anderer.



Sie können jetzt zum Beispiel alle neuen Erkenntnisse notieren, die Sie bis hierher gewonnen haben. Und dazu brauchen Sie jetzt Zeit…………………

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Und haben Sie notiert ? Falls nein, werden Sie möglicherweise mit diesem Buch nicht dort ankommen, wo Sie ankommen könnten. Auf jeden Fall wird es reichen, um dem Autor nachzuweisen, dass er unrecht hat und Sie belästigt. Nichts wird mir mehr Spaß machen als Sie zu belästigen – solange bis Ihr Erfolg eintritt.

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Tretminen als Symbol Sie wissen, was Tretminen sind? Das sind Dinger, Dinger, die vergraben auf Wegen rumliegen und furchtbar explodieren, explodie wenn man darauf latscht. Meistens geht das mit schwersten Verletzungen, Ve letzungen, wenn nicht gar mit dem Tod ab. International gibt es überall politische und soziale ziale Initiativen gegen die Verbreitung tung und den Einsatz von Tretminen. nen. Millionen werden aufgewendet, um sie herzustellen herz len und noch mehr MillioMi nen, um sie wieder zu beseitigen. beseit gen. Und noch viel mehr Millionen, Milli um die sogenannten nannten Kollateralschäden Ko zu beseitigen tigen oder zu heihe len, die diese Minen angerichtet angerich haben. Ich verzichte zichte jetzt beb wusst darauf, Ihnen ein Foto F eines Resultates einer Tretmine mine hier zu zeigen. Das deshalb, weil ich es hasse wie die Pest, zuerst mit einer Katastrophe tastrophe zu beginnen, um mich dann als der große RetRe ter oder Erlöser zu präsentieren. präsentie Das werde de ich Ihnen auch für IhI re Geschäfte verbieten! Aber ein paar Dinge müssen Sie über Tretminen wissen:

Tretmine n liegen nie zufällig rum, sondern sind wisen sentlich gelegt worden. Derjenige, der sie gelegt hat, ist Ihr Feind. Es gibt einen Grund, warum sie nie offen rumliegen, sondern vergraben werden. Sie sollen darauf treten! Und jetzt kommt das größte Geheimnis aller Tretminen.

Ihr Business-Feind ist blöd! Er hat sie nicht zufällig auf dem Weg verstreut, so dass Sie sich er drauf trehe ten, sondern hat sie fein säuberlich am Wegrand ausgelegt. Und das ganz Blöde an dieser Erkenntnis ist.

Sie müssen schon richtig torkeln und vom graden Weg abgehen, um überhaupt eine Tretmine zu erwischen. Wenn Sie das wissen, werden Sie nie wieder auf eine treten. Die meisten torkeln aber. Jetzt werden Sie natürlich sagen, dass Ihr Weg gerade ist, oder Sie sich zuminzumi dest jeden Tag bemühen, ihn gerade zurückzulegen. Und dabei gibt es eine ganz einfache Messlatte für die Krümmung Ihres Weges: Immer wenn Sie auf eine Tretmine latschen, war Ihr Weg nicht gerade! Und ich schwöre Ihnen eines: Wenn Sie nicht komplett mit Valium vollgepumpt sind, werden Sie die Schmerzen spüren. Dann greifen Sie schnell zur Tretminen-LokalisierungsTretminen Checkliste am Ende des Kapitels 3, identifizieren identifizieren sie und treffen die richtigen Entscheidungen, sie ie in Zukunft zu vermeiden. Denn eines sollte Sie beruhigen:

Business-Tretminen sind selten sofort tödlich Dieses Bild können Sie sich als Poster bestellen und an die Wand hängen. (c) 2010+ janotta.LEADERSHIP, Frankfurt – Tretminen-Management.doc Management.doc – Mai 2010

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Warum sollte Sie das alles hier interessieren? Ganz einfach, weil Ihr Weg als Networker, als Direkt-Vertriebler, Direkt Vertriebler, als Verkäufer, als Unternehmer bisher erfolgerfol los war oder zumindest so schwierig, dass Sie nicht in Saus und Braus davon leben können. Weil Sie Sie immer noch glauben, alles richtig zu machen, aber tief in sich Zweifel spüren, der daraus resultiert, resultiert, dass führende Networker im Maserati serati daher kommen, mit ihren Schecks wedeln, in der Schweiz, in LiechLiec tenstein, in der Karibik leben, und Sie noch immer Ihren rostigen Golf über den TÜV quälen. Mit der neu erworbenen Plakette ächzen Sie dann zum nächsten Meeting, um sich dort die nächste Dosis Motivation zu holen. Aber genauso wie jeder Junkie brauchen Sie jedes Mal al eine größere Dosis, um wieder heim schweben ben zu können. Sie leben eine Sinuskurve.

 







Und das geht so: Völlig deprimiert aber voller Hoffnung schleppen Sie sich mit Ihrem rostigen Golf auf das nächste Meeting. Es ist ein Meeting, das Sie schon mindestens zehnmal besucht haben. Dort bekommen Sie Informationen, die Sie schon zehnmal bekommen haben, hören sich die Leiden Ihrer Mit-Torkler Mit an und feiern gemeinsam das „Wir-lieben-uns-alle-Halligalli“. „Wir Halligalli“. Dann fahren Sie nicht etwa nach Hause, sondern Ihre Rostlaube hat mittlerweile das Fliegen Flie gelernt und Sie fliegen heim. Zu Hause reicht es immer noch zum Schweben, immer fünf Zentimeter über dem Boden. Mit dieser irrationalen Energie gehen Sie es jetzt wirklich an, Millionär zu werden. werden. Natürlich latschen Sie gleich auf eine oder mehrere Tretminen tminen, aber Ihre Schwebe-Energie Energie ist momentan noch resisresi tent. Nach zwölf Absagen bei zehn Anrufen sinktt dann die Aufmerksamkeit und die Kraft. Nicht mehr fünf Kontakte pro Tag, sondern noch einer. So vermeidet man die lästigen „Neins“. Sie sind in der sogenannten enannten Realität angekommen. Die Stimmung wird merklich kühler, also blau. Irgendwann schleppen Sie sich nur noch durch Ihre 2-Do-Listen, 2 Listen, reden sich ein, dass Sie dazwischen eben auch mal das Recht haben, auszuspannen. Erzählen sich, dass Sie so viel Geld sowieso nicht brauchen und zuerst einmal Ihre Probleme lösen müssen, ehe Sie Geld verdienen können. Sie fangen an, sich schamlos zu belügen. belügen Das führt natürlich wieder zur Depression, die solange anhält, bis das nächste MeeMe ting droht. Völlig deprimiert… aber das kennen Sie ja schon. Wenn Sie sich diese Kurve genauer anschauen, dann werden Sie feststellen, dass ass Sie für dieses Auf und Ab enorm viel Energie aufwenden müssen. Der Weg nach oben kostet viel Kraft. Sich dem Weg nach unten entgegenzustellen, noch h mehr, denn da wirkt ja die Schwerkraft. Das ist die Kraft, die Ihre Schwere nach unten zieht. Und das wiederholt sich ad infinitum. infinitum. Wie viel Kraft haben Sie zur Verfügung? Unendlich viel? Das habe ich auch mal gedacht. MöglicherweiMöglicherwe se habe ich unendlich viel viel Kraft, aber ich bin nicht mehr bereit, sie zu hundert Prozent für das Business einzusetzen. Schon gar nicht zu vergeuden! Wäre es nicht effektiver, den Weg an den Tretminen vorbei zu gehen? (c) 2010+ janotta.LEADERSHIP, Frankfurt – Tretminen-Management.doc Management.doc – Mai 2010

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Und genau das werden wir Ihnen beibringen, beibringen mit minimalem Krafteinsatz! Krafteinsatz Sie werden zwar sicher am Anfang Kraft aufwenden müssen, um einiges zu lernen, um Ihre Motivation zu finden, um Herausforderungen von Tretminen unterunte scheiden zu können, um sich echte und falsche Freunde vom Hals zu halten, Disziplin n zu lernen, Ausdauer und Geduld zu entwickeln und vor allem die Tretmine „Es funktioniert nicht“ zu erkennen. Dann werden Sie aber immer wew niger Kraft brauchen, um sich auf einem aktiven und damit erfolgsträchtigen LeL vel zu halten. Wundert es Sie, dass Sie Sie sich echte Freunde vom Hals halten sollten? Ich meime ne den Business-Hals. Hals. Denn echte Freunde mutieren in affenartiger GeschwinGeschwi digkeit zu Feinden,, wenn Sie sie mit Ihrem Business konfrontieren. Endgültig verschissen haben Sie es aber, wenn Sie auch noch die die Dreistigkeit haben sollsol ten, erfolgreich zu sein. Dazu lesen Sie „Die Die Möwe Jonathan“, Jonathan Richard Bach Hier schon mal die Kurzform in einer Sprache, die möglicherweise zu verstehen ist. Die Möwe Jonathan tut das, was Möwen eben tun: "Kreischen, Fischabfälle fälle fressen und den Kai vollscheißen". Das tun sie in einem Schwarm, der sich auch noch gut dabei fühlt. Ich tue das nicht. Jonathan Jonathan Jonathan Jonathan Jonathan Jonathan Jonathan

versucht sich im Kunstflug - und wird belächelt. wird erfolgreich - und wird beneidet. geht den Weg weiter w - und wird ausgestoßen. zeigt seinen Weg anderen - und wird zum Lehrer. wird souverän im Erfolg - und findet Nachahmer. wird zum Vorbild - und der Schwarm bewundert ihn. ist frei.

Und das tue ich auch. Solange Sie ie den Schwarm Ihrer sogenannten Freunde und anderer Feinde nicht als Tretminen erkennen, haben Sie gute Chancen auf eine drauf zu latla schen. Und wenn Sie das jetzt noch nicht einsehen können, warten Sie das KaK pitel „Die lieben Freunde und andere Feinde“ ab, ab, dann diskutieren wir weiter. Sie sehen, Tretminen sind ein Symbol  in unserer Geschichte für alles MögliMögl che, das auf den ersten Blick nie so aussieht.

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3. Dreißig

T r e tm in e n auf Ihrem Weg

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3.1 Rückblick, oder die Tretminen-Fabrik

  

Ich habe mich von meinem Sponsor für das Geschäft registrieren lassen, ohne ausreichend als Unternehmer aufgestellt zu sein.

  

Ich habe bei der Registrierung mehr Geld ausgegeben als ich leicht zur Verfügung stellen konnte und hatte ein schlechtes Gefühl dabei.

  

Ich gehe häufig auf Meetings ohne nennenswert eigene Gäste dabei zu haben und beneide andere um ihre Gäste.

  

Ich komme mit meinem Sponsor nicht klar und fühle mich als Waisenknabe (oder Mägdlein) im Network-Marketing.

  

Ich lese Bücher wie wild und bearbeite die dort angebotenen Übungen und Tools zur Selbstreflexion nicht. Erkenntnis reicht mir.

  

Nein

Ich habe im Grunde genommen keinen Aufwand getrieben, um meinen Lieferanten und seine Geschäftsleitung kennenzulernen und beurteilen zu können.

Weiß nicht

Welche Fehler habe ich in meiner Network-Karriere gemacht?

Ja

So, jetzt geht´s langsam an Eingemachte. Das Eingemachte ist das, das von Menschen sorgfältig und mit viel Aufwand in Gläsern konserviert wird, damit es sich so lange wie möglich halte. Blöderweise gehen die Menschen so nicht nur mit Früchten und den daraus hergestellten Marmeladen um, sondern eben auch mit ihren Fehlern. „Fehler machen“ ist ihnen vertraut, und deshalb trennen sie sich so schwer davon. Unverständlicherweise kommen die Fehler-Produzenten im Network-Marketing selten auf die Idee zu fragen, was sie selbst dazu beigetragen haben und wie sie die Marmeladentöpfe ihrer Fehler entsorgen können, sondern fragen immer nur „Was stimmt mit den Produkten nicht?“ und „Was ist mein Sponsor doch für ein Depp!“ und „Wenn mein Lieferant noch genau dieses Produkt geliefert hätte, wäre ich schon erfolgreich“. Eine elende Litanei von Rumgeheule und Jammern. Das alles sind Menschen, die gar keine Chance haben, erfolgreich zu sein, weil sie sich bereitwillig ihrem Opfer-Programm hingeben. Schauen wir mal, ob Sie sich von ihnen unterscheiden. Falls das so ist, haben Sie eine gut Chance, die folgenden Kapitel als Hilfsmittel zum Entsorgen Ihrer Fehler-Marmeladen zu verwenden.  Mein heutiger Kommentar zu diesen Fehlern

So, und jetzt machen Sie bitte noch folgendes: Nehmen Sie sich einen Farbmarkierer und markieren alle Ihre Kommentare rot, die klingen wie eine EntEs gibt keinen wesentlichen Unterschuldigung. Und dann sagen Sie sich: „E schied zwischen Entschuldigungen und Ausreden“. (c) 2010+ janotta.LEADERSHIP, Frankfurt – Tretminen-Management.doc – Mai 2010

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Wir werden uns in den nächsten 30 Kapiteln mit dem „Hohen Lied der NetworkTretminen“ beschäftigen. Sie tun sich keinen Gefallen, wenn Sie bei jedem Fehler immer gleich an die Fehler der anderen denken, vor allem an die Fehler Ihres Teams. Es wird reichen und hilfreich sein, wenn Sie jeden Fehler daraufhin untersuchen, ob er Sie betrifft. Und eines sollte Ihnen klar sein, Wissen reicht nicht ( Würde „gewusst wie“ reichen, wären wir alle schlank, reich und glücklich“ von Brian Klemmer). Und…

Vergegenwärtigen Sie sich noch einmal dieses Schema, wir werden jetzt den Weg über das Tretminenfeld beginnen.

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3.2 1: Der Einstieg ins Geschäft Wir reden an dieser Stelle von „Geschäft“ und nicht von Produktkonsum oder Kunde zu werden. Wir reden davon, dass Sie angetreten sind, unternehmerisch tätig zu sein und mit dieser Tätigkeit das zu tun, was reife Unternehmer tun, nämlich Gewinne zu erwirtschaften. Und wir reden auch davon, dass im deutschen Recht Unterschiede gemacht werden zwischen Verbrauchern und Unternehmern. Und wir reden davon, dass es einen Grund geben muss, warum Unternehmer sein in Studiengängen gelernt wird und trotzdem viele Unternehmer die Folgen ihrer Fehler zum Beispiel in Konkursen vor Augen geführt werden. Ich selbst bin zum Zeitpunkt, wo ich dieses schreibe seit 37 Jahren selbständig, und habe alle möglichen Fehler durchlitten. Ich habe mich mit falschen Geschäftspartnern eingelassen, habe mehr Geld ausgegeben als verdient wurde, habe auf zu großem Fuß gelebt, habe mich auf andere verlassen, habe mich eng an Banken oder andere Geldgeber gebunden, habe Zeit mit dem Suchen von Venture-Capital verbracht, habe mich nicht gefragt, ob das was ich tue das Beste ist zu dem ich fähig bin. Und all diese schönen Dinge. Und ich habe es fertig gebracht, meine Familie über all das zu vernachlässigen; Verständnis für etwas zu erwarten, das niemand verstehen konnte; und mein Geschäft immer an erste Stelle vor Familie und Kinder gestellt. Dass ich heute schlauer bin, macht zwar die Narben in meiner Seele nicht unsichtbarer, aber zumindest kann ich Ihnen von meinen Erfahrungen abgeben. Und den Fehler mache ich auch heute noch, dass ich davon träume, meine Bücher könnten etwas bewirken. Na ja, Sie können ja das Gegenteil beweisen (das Gegenteil von der Tatsache „bringt eh nix“). Schauen wir uns als erstes den Einstieg ins Geschäft an. Was habe ich selbst getan? Ich war wohl irgendwie in finanziellen Nöten (was als allein erziehender Vater auch keine Kunst ist = Entschuldigung) und habe auf eine Annonce reagiert, die ich heute nicht mehr parat habe, die aber so wie ich meinen Sponsor heute kenne, sicher irgendwo im Kleinanzeigenteil irgendwie so gelautet hat:

Spitzeneinkommen in Sicht Einfaches Geschäft für jeden. Kein Verkauf. Freie Zeiteinteilung. Arbeiten von zu Hause. Das Mega-Unternehmen der Branche startet in Deutschland. Rufen Sie sofort an: 01234 567890 Ich war zu diesem Zeitpunkt schon mehr als 25 Jahre selbständig, allerdings war mir Network-Marketing völlig unbekannt (so wie fast allen damals). Die Stichworte, die heute Brechreiz in mir auslösen würden, waren damals noch nicht ausgelutscht und für einen allein erziehenden Vater attraktiv, und für einen Unternehmer, der gerade seine Firma in den Sand gesetzt hatte, durchaus interessant. Brechreiz übrigens nicht, weil sie falsch wären (das sind sie nicht), sondern weil sie heute von hunderttausenden von Nebenerwerbs-Networkern, die selbst einen sogenannten festen Job haben, schon jahrelang missbraucht worden sind. Die meisten haben selbst keine Ahnung, was es bedeutet „Von zu Hause aus“ zu arbeiten und seine Zeit selbst frei einteilen zu müssen (sie sagen natürlich „können“). Also habe ich angerufen, und mir irgendein Gespräch angehört, von dem ich sicher bin, kein Wort verstanden zu haben. Das einzige, (c) 2010+ janotta.LEADERSHIP, Frankfurt – Tretminen-Management.doc – Mai 2010

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das ich offenbar verstanden hatte war, dass irgendwer zu mir ins Wohnzimmer kommen wollte und mir Produkte und ein Geschäft vorstellen wollte. Heute würde es mich stutzig machen, denn heute weiß ich, dass das Rumhocken auf Wohnzimmer-Sofas und das Abwarten, was die Typen mir zu bieten haben, keine Erfolgsfaktoren sind. Es ist eher die Energie „Ich will zwar reich werden, glaube aber nicht so richtig daran, und dafür treibe ich schon mal keinen Aufwand“. Das ist sicher der Grund, warum ich keine Erstgespräche in fremden Umgebungen auf bequemen Sofas führe. Menschen, die an den Chancen interessiert sind, die ich zu bieten habe, bewegen sich gefälligst dafür. Und wenn sie es nicht tun, ist es gleich bedeutend mit der Aussage „Rödel du nur, ich werde meine Not weiter verwalten und die Komfortzone meiner Mittelmäßigkeit sicher nicht verlassen“. Kommt Ihnen arrogant vor? Nun denn:

Wenn Sie also einen Kontakt mit einem Networker bekommen, der Ihnen fürchterlich arrogant vorkommt, dann fangen Sie sich an zu fragen, wer Sie sind und wo Sie stehen. Damit eines klar ist, auch ich bin der Meinung, dass es furchtbar arrogante Menschen gibt. Aber es bringt Sie nicht weiter, das zu wissen. Wenn Sie sich selbst aber fragen „Wer bin ich?“ und kommen zum Schluss „Ich bin völlig in Ordnung“, dann ist das eine wichtige Rückmeldung. Schon schwieriger ist es zum Schluss zu kommen „Mit mir stimmt was nicht“. Ab jetzt haben Sie aber eine reale Chance eine Antwort dazu zu bekommen. Wenn Sie sich übrigens solche Fragen stellen, dann tun Sie das nie öffentlich. Sie werden sich bei der Antwort immer belügen, weil Sie sich ja gegenüber Dritten offenbaren müssten. Trinken Sie ein Glas Wein (das entspannt) und diskutieren das mit sich selbst. Möglicherweise lügen Sie dann immer noch, aber einige wenige haben so die Chance, ein Stück mehr von sich selbst zu begreifen. Ich will Ihnen eine Geschichte aus der Steinzeit meiner Networker-Karriere erzählen (lange vor meinem echten Einstieg). Ich war auf einem Meeting (keine Ahnung mehr, um welches Produkt es ging. Ich erinnere mich nur an Ferraris, an Buddha-Bilder, an smart gekleidete Lackaffen und an die Reden von „Anstellung“). Es muss wohl um Versicherungen gegangen sein, denn ich erinnere mich auch noch an Seitenhiebe gegenüber den Marktführern (die es heute noch sind). Jedenfalls stand ein junger Schnösel vorne, in feinstem Zwirn gekleidet, und der verstieg sich doch tatsächlich zu der Aussage „Wenn Sie wissen wollen, wo das Problem ist, dann gehen Sie raus, schauen in den Spiegel, dann sehen Sie es“. Auch damals war ich schon länger selbständig und war selbstverständlich überzeugt, dass das ein furchtbar arroganter Schnösel ohne jede Lebenserfahrung war. War er vermutlich auch, denn das was er sagen wollte, hätte man auch freundlich so sagen können, dass es Menschen begreifen. So hatte er nur einen Graben aufgerissen, den keiner bereit war, zu überspringen. Aber eines weiß ich heute, im Grunde genommen hatte er recht. Die allermeisten Menschen stehen sich selbst im Weg und rechtfertigen das auch noch. Aber, bevor ich den Faden verliere, zurück zu meinem Einstieg. Irgendwann klingelte es und es standen zwei Menschen vor meiner Tür, die behaupteten, einen Termin zu haben. Natürlich ließ ich sie rein und sie begannen mit ihrer (c) 2010+ janotta.LEADERSHIP, Frankfurt – Tretminen-Management.doc – Mai 2010

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Präsentation. Produkte, die ganz toll sein mussten (heute weiß ich, dass Sie´s sind), von denen ich sicher nichts verstand. Keiner hatte mich damals gefragt, was meine Interessen sein könnten, und was ich vom Gespräch erwarte. Ich weiß nicht mehr, wie das Gespräch endete, ich weiß nur noch, dass mein damaliger (und auch heutiger) Sponsor anbot, ich könne das Produkt probieren (ein Saft) und wenn ich nicht damit zurecht käme, könne ich den leeren Kanister zurück geben und müsste nichts bezahlen. Ich hatte sicherlich nur verstanden „kostenlos trinken, nichts bezahlen, kein Risiko“. So wie die meisten Menschen heute verstehen, wenn es um „gratis“, um „Gewinn“, um „Sonderangebot“, um „Kundenkarte“, um „Geschenkgutschein“, um „kostenloses Zeitungsabo das automatisch endet“ und ähnlichen Unsinn geht. Machen Sie sich nichts vor, Menschen sind so. Besser, wenn Sie das für Ihr Network-Geschäft wissen. Und er hat mich zu einer Produkt-Präsentation nach Frankfurt eingeladen. Ich sehe heute noch sein Gesicht als ich ihm den leeren Kanister zurück gab. In der Tat, ich werde es nie vergessen. Was ich aber auch nicht vergessen werde ist, dass er damals in einem rostigen Ford Fiesta vorfuhr. Mittlerweile habe ich ihn schon im Rolls Royce und im Helikopter gesehen. Was war mein Problem damals? Ich war in Not; ich klammerte mich an jeden Strohhalm; ich besuchte Meetings; ich verstand nichts; ich traf keine Entscheidung. Und ich verwaltete meine Not weiter und stieg nicht ein. In der Zeit, die ich mit Nichtstun und mit Festhalten an meiner maroden Firma verbrachte, fuhr dieser Sponsor sicher schon seinen ersten Mercedes. Eines Tages jedenfalls stand ich auf der Straße beim Schnee schippen und es kam der zweite Mann vorbei, der damals dabei war. Ich jammerte ihm vor, wie schlecht es mir ginge, er entgegnete nur ungerührt „Sie wissen ja, was Sie in der Zwischenzeit hätten tun können“. Und jetzt war ich reif. Ich ging auf das nächste Meeting mit; ich traf die Entscheidung einzusteigen (was aus meiner heutigen Sicht eine segensreiche Entscheidung war) und ich nahm dankbar das Angebot meines Sponsors an, der sagte „Ich gebe Ihnen kostenlos eine Kiste mit Produkten, die verkaufen Sie in vier Wochen und ich bekomme den Einkaufspreis; die 30% Einkaufsrabatt sind für Sie“. Würde ich zwar heute nur im Ausnahmefall so machen (wegen einigem Lehrgeld), hat mich aber erstens beeindruckt und hat mir damals zweitens geholfen. Jetzt war ich drin, und war bereit für die 29 weiteren Tretminen.

Teilweise Trifft nicht zu

Denk-Male meines NetworkEinstieges. „Wie ist es gelaufen?“

Trifft zu

Jetzt sollten wir mal einen Blick auf Ihre Einstiegs-Geschichte werfen. Vielleicht haben Sie sich ja schon in dem einen oder anderen Element meiner Geschichte wieder erkannt. Und vielleicht erkennen Sie auch das eine oder andere Verhalten in Ihrer Rolle als Sponsor wieder. 

Ich habe mich umfassend über die Produkte informiert und den Nutzen für Kunden qualifiziert festgestellt.

  

Ich habe mich umfassend über den Lieferanten, seine Philosophie und die Geschäftsleitung informiert.

  

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W ürde ich das heute wieder so machen?

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Ich habe recherchiert, dass der Lieferant pünktlich die Provisionen auszahlt.

  

Ich habe festgestellt, dass der Lieferant keine wesentlichen Geschäfte mit Seminaren und W erbematerial macht.

  

Ich habe recherchiert, dass der Lieferant ein Longrunner (mehr als 10 Jahre auf dem Markt) und erfolgreich ist.

  

Ich habe eine eigene qualifizierte Businessplanung, die über die Namensliste hinausgeht, angefertigt.

  

Ich habe die Namensliste von mindestens 100 qualifizierten Namen mit Telefonnummern und eMail-Adresse angefertigt.

  

Ich habe vor einer Entscheidung zehn Kontakte dieser Namensliste angerufen und eine Rückmeldung zu meinem Angebot eingeholt.

  

Ich habe zehn Bücher zu den Produkten gelesen und eines davon als Tool für meinen Kunden-Aufbau festgelegt.

  

Ich habe zehn Bücher zum Thema Network-Marketing gelesen und eines davon als Tool für meinen PartnerAufbau festgelegt.

  

Ich habe mir einen vollständigen Überblick über das verfügbare W erbematerial gemacht und wenig daraus für meinen Geschäftsaufbau gewählt.

  

Ich habe die Produkte selbst getestet und eigene positive Erfahrungen damit gemacht. Ich habe eine Story (Hot Button) dazu.

  

Ich habe mich organisatorisch, juristisch und fiskalisch korrekt als Unternehmen aufgestellt (Firmengründung).

  

Ich habe trotz aller Informationen und Einflüsse eine reife unternehmerische Entscheidung getroffen.

  

Jetzt werden Sie vielleicht sagen „Oh Gott, oh Gott!“, was kommt da alles auf (c) 2010+ janotta.LEADERSHIP, Frankfurt – Tretminen-Management.doc – Mai 2010

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mich zu oder was habe ich alles versäumt. Dazu sage ich Ihnen zweierlei. Ein erfahrener Unternehmer trifft diese Entscheidung genau so, und zwar sehr selbstverständlich, teils geplant, teils intuitiv, aber wohl dokumentiert. Wenn Sie als Unternehmer erfolgreich sein wollen, müssen Sie so vorgehen. Jede Lücke wird zu einem brüchigen Fundament führen, auf dem nie ein großes Unternehmen stabil stehen bleiben wird. Vielleicht haben Sie beim Ausfüllen der Checkliste gelogen (heimlich und still sich selbst angelogen). Das wird ähnlich wirksam sein als an ein ohnehin schon brüchiges Fundament noch zusätzlich eine Bombe zu legen. Irgendwann geht die hoch; vielleicht ist das bei Ihnen schon geschehen. Zu Ihrer Beruhigung aber eines: Wenn Sie als Networker aktiv und sicher sind, sich mit dem richtigen Lieferanten verbunden zu haben, dann ist es nie zu spät, sich richtig zu organisieren. Glauben Sie niemandem, der Ihnen erzählen will, dass Ihr Produkt keiner mehr will, weil es schon seit zehn Jahren auf dem Markt ist. Das Gegenteil ist wahr. Produkte, die schon lange auf dem Markt sind, haben bewiesen, dass Bedarf besteht; sie wurden von vielen Menschen bekannt gemacht; viele Menschen haben geholfen, Ihnen ein warmes Bett zu bereiten. Oder glauben Sie, dass Menschen zu Millionen Coca Cola saufen würden, wenn´s keiner kennen würde? Oder glauben Sie nicht auch, dass die Automobil-Marken am erfolgreichsten sind, die schon lange bekannt sind? Nur weil irrsinnige NetworkChaoten jedes zweite Jahr eine andere Firma repräsentieren, werden sich die Wirkung und der Nutzen Ihres Produktes nicht verändern. Und glauben Sie mir, egal wie laut manche sogenannte Führungskräfte sind, alle NetworkUnternehmen einer Branche bedienen nur Bruchteile eines noch lange nicht gesättigten Marktes (Ausnahme Finanzdienstleitungen). Es ist also genügend Platz für seriöse Unternehmer mit erkennbar kundenorientierter Ethik und guten Produkten. Sie können sehr ruhig die Entscheidung treffen, entweder Ihr Network-Unternehmen solide zu gründen oder Ihr marodes Unternehmen einer unternehmerischen Revision zu unterziehen und auf ein neues stabiles Fundament zu stellen. Seien Sie visionär zuversichtlich und wohlorganisiert zugleich. Und dann treffen Sie die Entscheidung einzusteigen oder sich reorganisiert wieder an den Start zu begeben. Dann muss ich Ihnen auch nicht sagen „Viel Glück“, sondern kann mich darauf beschränken zu sagen „Seien Sie ein solider Kaufmann und eine Führungspersönlichkeit“. Und natürlich „Viel Spaß dabei!“

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3.3 2: Ich mache das alles besser Eine der übelsten Tretminen, die auf dem Weg des Network-Marketing rumliegen. Deshalb übel, weil sie offen rumliegt und offenbar fast jeder drauf latscht, zumindest jeder, der glaubt sich nur so als Geschäftsmann ernst nehmen zu können. Was hat Ihnen Ihr Sponsor gesagt? „Geh raus, du weißt alles, und mach einfach den Job“. Er hat totsicher nicht gesagt: „Meckere an jedem Produkt rum. Finde alle verfügbaren Flyer unbrauchbar. Baue eine komplizierte Homepage. Verbringe deine Nächte am PC und schau am nächsten Morgen unausgeschlafen wie eine Eule aus. Geb´ dein Geld (das du nicht hast) für Farbdrucke, Visitenkarten und Produktverpackungen aus. Mache alles besser als der Lieferant und als ich.“ Haben Sie ihn das sagen hören? Ich bin sicher, dass nicht. Ich verrate Ihnen jetzt noch ein Geheimnis. Ich habe damals alle diese Fehler gemacht. Zusätzlich habe ich noch eigene PowerPointPräsentationen verfasst (ok, ich war Trainer), eigene Meetings designt, und mich mit all dem Firlefanz befasst, die meinem Sponsor anfangs die Blässe ins Gesicht getrieben haben. Später war es ihm wurscht, denn so jemanden würde ich heute auch nicht sehr ernst nehmen.

Sie können beim Start Ihres Geschäftes blind davon ausgehen, dass es alles gibt, das Sie für Anfangserfolge brauchen. Ob es später sinnvoll sein mag, das eine oder andere zielgruppenorientierte Material hinzuzufügen, das diskutieren wir jetzt nicht. Denn das, was Sie wirklich betroffen machen sollte ist:

Die meisten Network-Lehrlinge machen diesen Unsinn nicht, um Werbematerial zu verbessern, sondern um zu verhindern, dass sie gleich rausgehen und mit Menschen reden müssen. Sie haben Angst vor dem Job! Ich sage Ihnen ganz klar, dass es viele Network-Unternehmen gibt, die unzulänglich erscheinendes Material haben, aber alles Material, das Sie fertig geliefert bekommen reicht monatelang für Ihre Akquise aus. Sie müssen zuerst lernen, mit dem vorliegenden Material umzugehen, bevor Sie gut genug sind, eigenes zu entwerfen. Sie werden es nicht besser machen; Sie werden nur Ihre Vertriebszeit verplempern, und zwar zu Ihrem eigenen Schaden. Außerdem dürfen Sie noch davon ausgehen, dass sich Unternehmen sehr wohl überlegen, was sie an Information in das Haifischbecken „Network-Marketing“ einbringen. Eine falsche Information, und Sie haben massenweise Abmahnanwälte am Hals, die nichts Besseres zu tun haben, als unbedarfte Networker abzuzocken. Besser, Sie holen sich in dieser Zeit Kunden an den Hals. Damit kein falscher Eindruck entsteht, das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb besteht zu Recht. Es wurde aber nicht gemacht, um Anwälten ein Einkommen aus semiprofessionellen Unternehmer-Lehrlingen zu schaffen, sondern gegen die wirklich großen Idioten auf dem Markt. Nur Sie können entscheiden, ob Sie in diese Falle tappen wollen. Wenn Sie an Erträgen interessiert sind, dann lassen Sie´s einfach und gehen raus in den Markt.

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Ich habe eigene PowerPointPräsentationen entwickelt.

  

Ich habe meine eigene Homepage entwickelt oder entwickeln lassen.

  

Ich habe dem Shop meines Lieferanten einen eigenen hinzugefügt.

  

Ich habe ein eigenes Meeting ins Leben gerufen, bevor ich ausreichend Gäste auf den Standard-Meetings dabei hatte.

  

Ich habe mich als Sprecher bei meinem Lieferanten nach vorne gedrängelt.

  

Ich habe schon ein eigenes Buch zum Thema verfasst.

  

Ich erzähle gerne in meinem Team und unter Kollegen, was bei unserem Lieferanten und Sponsor alles falsch läuft.

  

Nein

Ich habe zuerst mal einen eigenen Flyer oder andere Unterlagen entwickelt.

Weiß nicht

Welche „Ich mache alles besser“Sünde habe ich begangen?

Ja

Und jetzt schauen wir uns mal an, was Sie schon wieder so an Sünden in der ersten Phase Ihres Networker-Daseins begangen haben.  Und was entscheide ich, um das in Zukunft zu vermeiden?

  

Vielleicht fällt Ihnen ja noch die eine oder andere Sünde ein, oder Ihr Sponsor sagt sie Ihnen. Tragen Sie die ruhig dazu. Das Ganze wird allerdings nicht viel nutzen, wenn Sie die letzte Spalte nicht akribisch ausfüllen und dann Ihre Entscheidungen umsetzen. Es ist zum Beispiel eine gute Mutprobe, den Ordner mit selbst entwickeltem Material einfach von Ihrem PC zu löschen. Ein Feigling, der das jetzt nicht tut!

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3.4 3: Die lieben Freunde und andere Feinde Die nächste Tretmine hat etwas damit zu tun, dass Sie zuhören. Ja, richtig verstanden, zuhören. Zwar ist es zwischen uns klar, dass Sie im Kundengespräch besser zuhören, als Ihrem Kunden von den zwei Ohren die er hat vier ab labern. Sie sollen nicht einfach zuhören, sondern dem Richtigen zuhören, bzw. beim Falschen auf Durchzug schalten. Wir haben hier in Deutschland ein riesen Problem: Alle sind sofort Experten, wenn sie zu dritt oder viert an einen Tisch mit Bier sitzen (siehe Fußball-Weltmeisterschaft) und jeder meint es grundsätzlich gut (sagen sie). Meistens haben sie zwar keine Ahnung, wovon sie reden, aber sie sind Weltmeister im Ausreden. Keiner von denen, die ich jetzt gleich benennen werde, hat je eine Ahnung von Network-Marketing gehabt, es je betrieben, geschweige denn Gewinne erwirtschaftet, aber alle sind sie Unternehmensberater für angehende Networker. Und das drückt sich so aus: Das funktioniert nie, das haben viele auch schon probiert. Es ist die reine Abzocke und du wirst dein ganzes Geld verlieren. Das Produkt xxx kennt doch schon jeder, das kannst du an jeder Ecke kaufen. Das ist doch ein Schneeballsystem. Da kann man nur dran glauben, sonst hat es keine Wirkung. Ich glaube lieber an Marlboro und Cola. Die Firma hab ich noch nie gehört, das ist sicher so eine Briefkastenfirma und sitzt irgendwo in einer Steueroase. Ich meine es gut mit dir; komm ich leih´ dir 5.000 Euro, dann kommst du schon über die Runden. Hinter jedem großen Geschäft steckt ein großes Verbrechen. Hast du gesehen, mit was für einem dicken Wagen der da war. Da ist bestimmt was faul. Ich hab genug Erfahrung um zu riechen, dass da was stinkt. Die Menschen, die so etwas von sich geben, nennen sich Freunde, Familie, Bekannte, Arbeitskollegen, Nachbarn, Stammtisch- und Kegelbrüder, Steuerberater, Rechtsanwälte, Beamte, Lebenspartner, Geschwister, Onkel und Tante, Banker, Coach, Unternehmensberater, etc. Wenn Sie die als Freunde haben, brauchen Sie keine Feinde mehr. Denn in einem Punkt können Sie ganz sicher sein: Keiner von denen hat je Network-Marketing betrieben. Möglicherweise haben es ein paar versucht und sind durch Latschen auf Tretminen auf die Schnauze gefallen. Aber es geht nicht um „Versuchen“. Denen sagen Sie bitte in Zukunft:

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Das nehmen Sie jetzt einfach mal so hin. Den psychologischen Hintergrund und die daraus resultierende Wirkung werden wir in einem anderen Buch anschauen (Gespenster-Management). Hier nur so viel: Es ist ein gravierender Unterschied, ob Sie mal so rumversuchen wollen, oder ob Sie mit der unerschütterlichen Absicht antreten, messbare Ergebnisse zu erzielen. Sie werden völlig anders da stehen, vorgehen, und eben Ergebnisse erzielen. Rechnen Sie also immer damit, dass dreierlei passiert: Wenn Sie mit Network-Marketing beginnen, bekommen Sie es mit den Zweiflern, Nörglern und Opfern zu tun. Wenn Sie unbeirrt vorangehen, das Geschäft trotz einiger Rückschläge betreiben und schrittweise (aber aus deren Sicht nicht schnell genug) voran bringen, dann werden Sie die Besserwisser, die Berater, die „Ich hab´s dir gleich gesagt“-Freunde um sich finden, die Ihnen jeden Tag andere Steine in den Weg werfen. Und sollten Sie wider Erwarten Erfolg haben, mutieren diese unangenehmen Zeitgenossen blitzschnell zu Neidern und Missgünstigen; oder noch schlimmer zu Bettlern. Es ist ein Drama in unseren europäischen Breiten. Wenn Sie in den USA mit einem dicken Wagen vorfahren, dann klopft man Ihnen auf die Schulter, bei uns zerkratzt man Ihnen den Lack. Finden Sie sich damit ab und suchen sich adäquate Umgebungen. Schon die Möwe Jonathan hat diese Erfahrung gemacht. Hier die Geschichte in Kurzform und meinen Worten: Die Möwe Jonathan tut das, was Möwen eben so tun: "Kreischen, Fischabfälle fressen und den Kai vollscheißen". Das tun sie in einem Schwarm, der sich auch noch gut dabei fühlt. Ich tue das nicht. Jonathan Jonathan Jonathan Jonathan Jonathan Jonathan Jonathan

versucht sich im Kunstflug - und wird belächelt. wird erfolgreich - und wird beneidet. geht den Weg weiter - und wird ausgestoßen. zeigt seinen Weg anderen - und wird zum Lehrer. wird souverän im Erfolg - und findet Nachahmer. wird zum Vorbild - und der Schwarm bewundert ihn. ist frei.

Und das tue ich auch.

Lesen Sie dazu:  Die Möwe Jonathan, Richard Bach. Ich habe jetzt gar keine große Lust, Ihnen auf jede blöde Intervention von nichts Wissenden eine intelligente Entgegnung zu vermitteln. Das Intelligenteste ist ohnehin, sich umzudrehen, den Weg zu gehen, und zu gegebener Zeit mit dem neuen Auto vorzufahren. Was Sie aber auf jeden Fall tun sollten, sich um die Rückendeckung Ihres Lebenspartners zu bemühen. Kann sein, dass Sie dabei feststellen, dass es der falsche Partner ist (was ich Ihnen nicht wünsche), aber Sie werden es nicht durchhalten, jeden Tag hart zu arbeiten, Rückschläge hinzunehmen und sich dann noch jeden Abend anzuhören „Wann bringst du endlich Geld nach Hause“. Das zermürbt. Sie können sich um Rückendeckung oder zumindest Stillhalten bemühen, aber Sie dürfen auch eine konstruktive Haltung fordern. Vielleicht haben Sie ja bisher zu blauäugig neben einander her gelebt. (c) 2010+ janotta.LEADERSHIP, Frankfurt – Tretminen-Management.doc – Mai 2010

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3.17 16: Illusionäre Rechenspiele, oder „Wie Sie die Kontrolle abgeben“ Diese allseits beliebte Tretmine liegt überall auf Ihrem Weg rum. Am häufigsten ist sie am Anfang Ihres Weges anzutreffen, nämlich dann, wenn Sie motiviert werden sollen, sich an diesem gigantischen Geschäft zu beteiligen. Und dazu möchte ich gleich etwas sehr Unbequemes in die Gästebücher praktizierender Kampf-Sponsoren schreiben:

Eines ist den meisten schon sicher passiert, nämlich die Story „Du musst nur fünf mitbringen und die bringen wieder fünf mit und die wieder – und schwupps bist du in einem Jahr reich“. Die Frage drängt sich auf, warum so viele jahrelang ackernde Versuchs-Networker eben nicht reich sind. Sicher fehlt es den meisten am unabänderlichen Willen. Aber genauso sicher funktioniert dieses AutoMultiplikations-System nicht. Und das ist auch einer der wesentlichen Kritikpunkte, die große Kritiker des Networkings ins Feld führen. Was sie dabei übersehen ist, dass dieser Fehler nicht im Network-System selbst begründet ist, sondern nur in der Gier von Network-Firmen oder eben der Kampf-Sponsoren. Und was auch meistens übersehen wird ist, dass meistens die Intelligenz weder der Präsentatoren solcher Modelle noch der Zuhörer ausreicht, um die theoretische Begrenztheit dieses Ansatzes zu begreifen. Schauen wir uns das einmal genauer an:

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Das ist nur ein Teil dessen, was besprochen werden soll, denn damit kommen wir schon an die Grenzen der Darstellbarkeit. Genauer: ................... Das

sind Sie, 1. Partner ....................................................................... 1

.................... Das

ist Ihre 1st-Line, 5 weitere Partner ...................................... 5

ist Ihre 2nd-Line, 25 weitere Partner ............................... 25 rd ......................... Das ist Ihre 3 -Line, 125 weitere Partner .......................... 125 st .............. Bindungsstärke (Beziehung) zu Ihrer 1 -Line n .............. Bindungsstärke (Beziehung) zu Ihrer 2 d-Line rd .............. Bindungsstärke (Beziehung) zu Ihrer 3 -Line .............. Bindungsstärke (Beziehung) zu weiteren Linien ............ Nebulöser Bereich Ihrer Träume ____________________________________________ Ihr Team ................................................................................................... 156 ...................... Das

Rechnen wir erst mal spaßeshalber: 156 als aktiv angesehene Partner mit einem durchschnittlichen Umsatz von €220 (Provisionsbasis) ergibt einen Umsatz von €34.320 pro Monat. Wenn wir den Provisionssatz aus unserer MusterKalkulation nehmen, ergibt das eine zu erwartende Provision von €3.432 pro Monat (nach Aufbau dieser drei funktionierenden Linien). Und es ist ganz sicher so, dass die große Masse der Versuchs-Networker glücklich wäre, so ein Einkommen (möglichst nebenher) zu erreichen. Sie erreichen es aber nicht und bleiben nach wie vor arm (gemessen an den Möglichkeiten). Woran liegt das in diesem Struktur- und Rechenmodell? Die Probleme sind schon in der Gestaltung unserer Grafik ausgedrückt: Einmal betrachtet unsere ursprüngliche Kalkulation nicht drei Ebenen, sondern zwölf. Das ist grafisch gar nicht mehr darstellbar, wird aber trotzdem kalkulatorisch als Realität behandelt. Wer sagt eigentlich, dass die Grenzen der Darstellung nicht auch die Grenzen der Machbarkeit sind? Die farbliche Darstellung der kalkulierten Partner drückt aus, dass ein Partner für Sie als der agierende Networker immer nebulöser wird, je weiter er von Ihnen entfernt ist. Der ist zwar nicht weiter von seinem Sponsor entfernt als Ihre 1stLine, aber genau das betrachtet die Muster-Kalkulation, oder das Reich-rechnen-Programm nicht. Sie wissen also gar nicht mehr, wer sich in Ihrer 3rd-Line oder tiefer aufhält; Sie wissen nicht mehr, was den bewegt; Sie wissen nicht mehr, was Sie für Ihn tun können. Als der Networker, der seinen Erfolg bauen will, müssen Sie das aber wissen. Durch die Linienstärke in unserer Grafik wird ausgedrückt, wie eng sich Ihre Linien an Sie persönlich gebunden fühlen; wie sehr Sie Ihre Leadership-Potentiale überhaupt umsetzen können. Sie sehen, dass das von Ebene zu Ebene abnimmt. Sie können also noch so gut sein, Sie werden Ihre Performance nicht mehr als Kraft auf die Straße bringen

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Ist das das grundsätzliche Problem? Eigentlich nicht, wenn jeder Sponsor auf jeder Ebene seinen Job ernst nehmen würde und genau in Ihrem Sinne handelte. Das tun die aber nicht. Das eigentliche Problem liegt darin, dass die so genial einfach aussehende Musterkalkulation eben nicht davon ausgeht, dass jeder Sponsor ein Leader ist und begriffen hat, dass er ein kleines Team von Freunden (deal with your friends) anleitet. Die Musterkalkulation geht davon aus, dass es Ihnen als Top-Networker in Ihrer Struktur gelingt, Ihre Kraft in unendliche Tiefen zu multiplizieren. Und das geht nicht! Es geht auch dann nicht, wenn wir kalkulatorisch eine Erfolgsquote von 5% unterstellen. Die 5% mögen noch für die ersten beiden Linien gelten, danach werden sie aber bis zur Unsichtbarkeit abnehmen, und sehr viel früher als Ihnen lieb ist bei Null landen. Das Problem solcher Kalkulationen ist also, dass Sie mit großer Tiefe rechnen müssen, um eindrucksvolle Zahlen zu erreichen; Tiefen, die Sie nie erreichen. Wenn Sie also in einer ersten Geschäftspräsentation so eine Perspektive vorgestellt bekommen und dann begeistert sind, ist das gleich bedeutend mit der Entscheidung:

Als Unternehmer haben Sie aber die Aufgabe, diese Entscheidung zu treffen:

Das ist sicher nicht leicht, wenn Sie keine Ahnung von Network-Marketing haben, wenn Sie von einem begeisterten Networker ohne Leadership-Erfahrung angesprochen werden, wenn Sie in eine euphorische Halligalli-Situation kommen. Trotzdem ist es Ihre Aufgabe als Unternehmer. Ich werde Ihnen später noch eine Idee geben, wie Sie diesen Kontrollverlust, verbunden mit unrealistischen Kalkulationen vermeiden können. Das Prinzip muss sein: Behalten Sie die Kontrolle!

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3.21 20: Ich arbeite und die dort oben verdienen Das ist natürlich eine üble Sache, ich schufte und die anderen sahnen ab, ich bin die Arbeitsbiene und andere die Königin, ich bin der Indianer und andere sind Häuptlinge. Richtig, richtig übel! Aber überlegen Sie mal, auch da gehören zwei dazu: einer der so ein unverschämtes Angebot macht und einer der es annimmt. Oder glauben Sie, dass das ein strategischer Teil von NetworkMarketing ist? Glauben Sie, dass jedes Network so funktioniert? Glauben Sie, dass die vielen erfolglosen Networker Arbeitsbienen sind und die Könige dieses Staatswesens an ihnen dick verdienen? Ich sage Ihnen was: Eine Arbeitsbiene arbeitet und trägt zum Funktionieren des Bienenstaates bei; ein erfolgloser Networker arbeitet nicht, trägt deshalb auch nichts zum Erfolg bei, und demzufolge verdient „der dort oben“ an ihm auch nichts. Dass der das auf Dauer nicht toll findet und diese Möchtegernbiene ignoriert, das sollte Sie nicht wundern. Gerade, wo ich dieses schreibe habe ich ein Akquise-Gespräch nach zehn Minuten beendet, weil mir der potentielle Partner auf meine Frage hin bestätigt hat, dass er schon entschieden hat, nichts zu arbeiten. Ich hätte stundenlang an ihm rumschrauben können, meinen verdienten Lohn hätte ich nicht erhalten. Warum um alles in der Welt habe ich überhaupt ein Recht, aus der Arbeit eines anderen zu verdienen? Antwort kommt gleich. Aber mal ehrlich, meinen Sie diese Frage ernst? Glauben Sie wirklich, dass Sie in einem der sogenannten festen Jobs bezahlt werden, damit es Ihnen gut geht? Nein, Sie werden ein bisschen bezahlt, damit der Unternehmer satte Gewinne macht (wenn er bei Sinnen ist). Menschen, die an Network-Systeme derart strenge Maßstäbe anlegen, machen sich keinerlei Gedanken darüber, welch Unsinns-Systeme sie sonst blind akzeptieren (zum Beispiel das Rentensystem). So, jetzt die AntworWofür wird in einem intakten Network-System und vom ten auf die Frage „W wem was bezahlt?“. In einem intakten Network-System werden reine UmsatzProvisionen für den Vertrieb echter Produkte bezahlt. Und damit unterscheiden sich Network-Systeme nicht von allen anderen Handelsstrukturen. Auch ein Handelsvertreter bekommt Geld dafür, dass er Kunden gewinnt, die Produkte kaufen. Auch eine Vertriebsfirma bekommt Provision, für tatsächlich erzielte Umsätze. Also verabschieden Sie sich von der Vorstellung, an Network-Marketing sei irgendetwas faul, weil Provisionen bezahlt werden. Im Gegenteil, es ist die ehrlichste Art, Geld zu bezahlen. Tu was, dann kriegst´e was“. Dass Menschen davon träumen (oder auch von dilettantischen Sponsoren im Glauben gelassen werden), dass sie fürs Nichtstun automatisch viel Geld bekommen, ist ein komplettes Märchen. Und zwar immer von Lieferanten direkt, nie von der Upline, also dem Sponsor. Verabschieden Sie sich sofort von einem Network-Unternehmen, bei dem Ihr Sponsor an Sie Geld bezahlt. Das entspricht nicht den Richtlinien des Network-Marketing und auch nicht den Qualitäts-Anforderungen der Verbraucherverbände und er IHKs. Geld fließt in einem seriösen Network-Unternehmen nie durch die Hierarchie von unten nach oben. Wenn das zugelassen wäre, wäre auch der Mogelei Tür und Tor geöffnet, (c) 2010+ janotta.LEADERSHIP, Frankfurt – Tretminen-Management.doc – Mai 2010

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und Sie wären abhängig von der möglichen Seriosität eines einzelnen Menschen, den Sie gerade erst kennengelernt haben. Das Unternehmen gibt es aber möglicherweise schon dreißig Jahre. Worauf ist es also besser, sich zu verlassen? Es wird nie Geld für Beratung, (Jahres)gebühren, InfoPakete und Ähnliches bezahlt. Ein gutes Network-Unternehmen betreibt diese Vertriebsform, um seine Produkte abzusetzen und begreift Infomaterial als Basis für Ihre Entscheidung als Service. Diesem Ansatz würden auch Gebühren widersprechen. Ok, ein Franchise-Unternehmen gibt Ihnen gegen Geld die Erlaubnis, an einem komplett ausgearbeiteten und eingeführten System teilzunehmen (z.B. McDonalds), aber dann tragen Sie als Unternehmer auch ein großes Risiko. Bei einem gut aufgebauten Network-System, darf es kein großes Risiko geben. Der „da oben“ bekommt immer nur Geld vom Lieferanten nach dem vorher transparent publizierten Bonusplan; bei seriösen Unternehmen immer deutlich weniger als der, der arbeitet und Umsätze erwirtschaftet. Wichtig ist die Transparenz. Sie müssen zum Zeitpunkt Ihrer eigenen Entscheidung ausrechnen können, wieviel Sie bekommen werden und wieviel Ihr Sponsor (das ist der mit den leuchtenden Augen, der Sie gerade motiviert). Wenn der Bonusplan dann noch deutlich macht, dass „der dort oben“ auf Dauer weniger aus Ihrer Arbeit bekommen wird als Sie selbst, dann ist das ein Indiz für einen seriösen Bonusplan. Möglicherweise müssen Sie sich eine Zeit lang qualifizieren, aber Sie müssen die Chance haben, auf die gleiche Bonusstufe zu kommen, wie Ihr Sponsor. Der „da unten“ verdient immer dann etwas, wenn er selbst Umsätze generiert, und zwar vom Lieferanten. Verabschieden Sie sich davon, dass die Gelddruck-Maschine „NetworkMarketing“ auch druckt, wenn Sie sich aufs Sofa setzen und auf die Millionen warten. Ihr Lieferant möchte sich gerne bei Ihnen für den Erfolg bedanken. Aber erstens nur wenn der Erfolg eintritt, und zweitens nur mit einem Teil dessen, was er selbst an Umsatz gemacht hat. Werfen Sie dazu noch einen Blick auf unsere Musterkalkulation: €84.000 Umsatz, €8.400 Provision. Und das ist so auch gerecht. Der „da oben“ bekommt sein Geld vom Lieferanten zu Recht als Dankeschön, dass er den Vertriebspartner „dort unten“ für das Geschäft gewonnen hat. Es gibt so viele Networker, die arbeiten nur deshalb nicht, weil sie ihrem Sponsor seinen gerechten Anteil nicht gönnen. Wie maximal deppert! Ich verzichte auf meinen großen Anteil nur damit der „dort oben“ seinen gerechten kleinen Anteil nicht bekommt. So demontieren sich viele Networker selbst; so pflegen sie ihr Opfer-Programm; so tragen sie zu der Legende bei, im Network-Marketing würden „die da unten“ nie verdienen. Sie verdienen nur deshalb nicht, weil sie auf dem Hintern sitzen bleiben und traumtanzen und missgönnen. So, dass war der erste Teil dieses Kapitels, nämlich der mit der Rechtfertigung (c) 2010+ janotta.LEADERSHIP, Frankfurt – Tretminen-Management.doc – Mai 2010

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zu tun hat, dass „der dort oben“ überhaupt was verdienen darf und nach welwe chen Modalitäten. Der zweite Teil hat hat damit zu tun, dass es tatsächlich MenMe schen „dort oben“ gibt, die enorm viel verdienen, die steinreich geworden sind und die Masse „dort unten“ fast nichts verdient, arm bleibt. Woran mag das lieli gen? Verabschieden Sie sich zuerst von der Vorstellung von „oben“ und „unten“ und freunden sich mit einer Sicht an, zu der ich Ihnen dringend rate:

Michael Strachowitz drückt das anders aus: „Sie brauchen im Network-MarkeNetwork ting keine Upline, Sie brauchen eine Downline“. Das heißt praktisch: Ihr SponSpo sors hat einen en wesentlichen Teil seines Jobs getan, indem er Sie für das GeG schäft gewonnen hat. Wenn Sie Glück haben, kann er Sie noch ein Stück des Weges begleiten und Ihnen helfen (sicher nicht motivieren und sicher auch nicht Sie zum Unternehmer machen). Aber eines muss Ihnen ganz klar sein, was die Bezahlung angeht, so ist Ihr Sponsor für Sie nie mehr ein Thema. Das hat der mit dem Lieferanten selbst geregelt (nach den gleichen Regeln, wie Sie) und das hat keinerlei Einfluss auf Ihre Geschäfte. Und das sind die Provisionen, Pro die aus us Ihren Geschäften fließen:

Und jetzt stellen Sie sich noch vor. Ihr Sponsor hat zehn solcher Leute wie Sie aufgebaut. Dann bekommt er 10 x €84,00 also €840,00 (schon mehr als Sie, aber nicht aus Ihrem Geschäft). Und wenn er gar hundert solcher Leute wie Sie aufbaut, dann bekommt er zu recht aus diesem großen Team €8.400,00. Und diese Chance haben Sie auch. So kommen große Einkommen „dort oben“ zuz stande. Die eigentliche Arbeitsbiene sitzt hier „oben“. (c) 2010+ janotta.LEADERSHIP, Frankfurt – Tretminen-Management.doc Management.doc – Mai 2010

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3.32 32 Checkliste Ihrer Tretminen  Welche Tretmiin ne habe ich schon ausprobiert?

ja

1: Der Einstieg ins Geschäft



2: Ich mache das alles besser



3: Die lieben Freunde und andere Feinde



4: Begeisterung



5: Ich kenne niemanden



6: Lernen statt beginnen



 7: Ziele setzen



8: Ausdauer und Geduld



9: Ich hab´s eh gewusst



10: Enttäuschung, oder die Quote, mein größter Feind



11: Die Anderen sind schuld



12: Kann ich mir nicht vorstellen



13: Der falsche Lieferant



14: Ich kann nicht verkaufen



15: Traue ich mir nicht zu



16: Illusionäre Rechenspiele, „Kontrolle abgeben“



17: Operative Pläne, Das Widerliche an Resultaten!



18: Die Produkte sind zu teuer



19: Die Produkte kennt schon jeder



20: Ich arbeite und die dort oben verdienen



21: Kann ich mir schon gar nicht vorstellen



22: Soviel Geld brauche ich nicht



23: W enn reich werden so einfach wäre…



24: Meine Upline funktioniert nicht



25: Hobby-Psychotherapie statt Sponsoring



26: Mehr Geld ausgeben als einnehmen



27: Muss ich das versteuern?



28: Buchhaltung gebe ich meinem Steuerberater



29: Mein Haus, meine Jacht, meine Freundin



30: Qualifikationsware, „Das Zeug in der Garage“



Und was tue ich, um das in Zukunft zu vermeiden?

An den Arbeitspatz hängen und sich daran halten. (c) 2010+ janotta.LEADERSHIP, Frankfurt – Tretminen-Management.doc Management.doc – Mai 2010

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