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BOOKLET studie vier


Soo-Yoen Lee Matrikelnummer 785151 WS 09/10 Bachelor-Studiengang Modul 1 – Typografie


Inhaltsverzeichnis

6 — 13

studie eins

das fotografische alphabet

14 — 27

studie zwei

visuelle rhetorik

28 — 33

studie drei

schriftbilder

34 — 46

studie vier

dokumentation der studien


ABC studie eins Das fotografische Alphabet Sie kennen alle die 26 Buchstaben unseres Alphabets – sie sind nichts Neues. Das fotografische Alphabet ist daher auf der Suche nach dem Überraschenden und Ungewöhnlichen. Der Reiz dabei liegt im Entdecken, Sammeln und Zusammenstellen vorgefundener Buchstaben, um dem Betrachter neue Sichtweisen zu eröffnen. Doch zuerst müssen Sie die Augen öffnen. Denn die Buchstaben müssen erst noch entdeckt werden. Erst beim näheren Betrachten treten sie in Erscheinung: Im Alltag und am Feiertag, drinnen und draußen, zuhause und unterwegs, an der Wand, auf dem Boden und in der Luft. Sie 6

sind gedruckt, gestempelt, geprägt, geritzt, gepinselt oder gehäkelt, aus Kunststoff, Papier, Metall, Stein, Wasser, Licht, Luft oder Erde ... Es ergeben sich spannende Möglichkeiten für Buchstabenserien wie z.B. durch die Unterschiedlichkeit oder aber auch Gleichheit von Farbe, Material, Umgebung, Haptik, Herkunft etc. Das Alphabet muss in jedem Fall eine Serie, eine Grundidee, bzw. ein Konzept beinhalten. Alle Buchstaben sind ab zu fotografieren. Angeordnet werden alle Buchstaben auf einem Blatt im Format DIN A3 (evtl. Retusche der sichtbaren Nachbarbuchstaben). Die Herkunft der Buchstaben muss erkennbar sein (Textur, Material, etc.) und es sollte ein Seriencharakter entstehen. Es dürfen keine


zus채tzlichen Elemente zur Unterst체zung des Konzepts hinzu gestaltet werden. Abzugeben ist ein Farbausdruck Din A3 von den fotografierten Buchstaben. Termin: 28.10.2009

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Konzeption Bei dieser Studie bestand die Aufgabe daraus, das Alphabet fotografisch umzusetzen. Zu Anfang fielen mir nur Orte ein, die mich persönlich betrafen und umgaben, so wie z.B. mein Zimmer, das Badezimmer oder generell die eigene Wohnung. Daraufhin machte ich mir Gedanken über die Orte, die ich täglich betrete, durchlaufe und an denen ich vorbeiziehe: Straßen, in der Straßenbahn, im Zug, am Hauptbahnhof, in der Innenstadt, bei Freunden, in Cafés, etc. Es war mir wichtig eine Örtlichkeit zu finden, die Unmengen von Einzelheiten verbarg.

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In der Stadt Essen wird derzeit viel umgebaut, es entstehen neue Gebäude. Der Essener Hauptbahnhof war vor kurzem noch eine riesige Baustelle, die uns Pendler, jeden Nerv raubte. So entstand meine erste Umsetzung des fotografischen Alphabets am Essener Hauptbahnhof. Darauf baute sich dann meine finale Arbeit auf. Ich bemerkte, wie ich oft nach Spiegelungen schaute und im Glas zu suchen anfing, anstatt meine Augen auf die „realen“ Objekte zu richten.

Erster Versuch Beispiele zum „Baustellen-Alphabet“ 9


Fasziniert von den Perspektiven, den verwaschenen und/oder klaren Farben und der Beobachtungs- bzw. Stalker-Funktion fand ich mich im bekannten Stadtteil Essen-Rüttenscheid wieder. Der größte Teil der Bilder entstand auf der Rüttenscheiderstraße und ihrer Umgebung. Die restlichen Bilder ergaben sich im Prozess an verschiedenen Örtlichkeiten, die auf Seite 6 auch benannt wurden.

Fast täglich läuft der Mensch an einem Schaufenster vorbei oder an einem Auto, in dem das eigene Spiegelbild in seiner Umgebung verzerrt, verblasst oder haargenau wiedergegeben wird. Es wirkt als würde das Spiegelbild eine parallele Welt repräsentieren, die unwirklich scheint und in der andere Naturgesetze herrschen.

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Beispiel Buchstabe „N“

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Beispiel Buchstabe „I“

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CLAIM studie zwei Visuelle Rhetorik Unternehmen und Marken verwenden in der Kommunikation häufig einen Claim bzw. Slogan, der direkt neben dem Logo zu finden ist. Dieser dient dazu den Absender (Marke), der für den Betrachter/Konsumenten häufig abstrakt oder sogar austauschbar ist, inhaltlich aufzuladen und mit einer Botschaft zu koppeln, um ein kampagnenübergreifendes Markenbild (Image) zu etablieren. Beispiele:„Mercedes-Benz – Dein guter Stern auf allen Straßen“, „Douglas – Come in and find out“ und „Obama – Change / Yes we can“.

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Von der Marke gelöst, also in einem neutralen Kontext, verändert sich die Wirkung, bzw. die inhaltliche Aussage dieser Zusätze häufig völlig: Sie erscheinen banal, tiefsinnig, albern, sind unklar, spannend, doppeldeutig und – im Extremfall – haben sie eine ganz andere, neue Bedeutung. Suchen Sie sich drei Marken-Claims aus. Diese dürfen sprachlich bzw. syntaktisch nicht an die Marke gekoppelt sein, wie „Bauknecht weiß, was Frauen wünschen“. Inszenieren Sie diese Claims mit rein typografischen Mitteln und verstärken oder überhöhen Sie die wörtliche bzw. inhaltliche Aussage. Stellen Sie dem jeweiligen typografischen Bild ein zweites gegenüber, in dem Sie den selben Claim typografisch

in sein Gegenteil verkehren. (Also: Aus dynamisch wird träge, aus fröhlich wird traurig, aus kräftig wird schwach...) Sie gestalten rein typografisch und schwarz-weiß. Somit kommt es auf die bewusste Auswahl der Schrift und den zielgerichteten Umgang mit ihr an. Ihr Gestaltungsspielraum hat ein Format von jeweils 20 cm x 20 cm. Abzugeben sind 3 schwarze Pappen (50 cm x 35 cm). Auf jeweils einer präsentieren Sie die beiden gegensätzlichen Typo-Bilder. Termin: 25.11.2009

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Erste Version

Konzeption In dieser Studie sollten drei bekannte Claims herausgesucht werden, die jeweils in positiver und negativer Form typografisch zu gestalten waren. Ich recherchierte im Internet, gab sie aus dem Gedächtnis wieder und notierte sie. Krombacher Pilsener Audi O2 Storck Merci Jever Ikea

Eine Perle der Natur Vorsprung durch Technik Can Do Merci, dass es dich gibt Wie das Land, so das Jever. Frie- sisch Herb Wohnst du noch oder lebst du schon?

Nike Fiat Fisherman‘s Friend Haribo Milka Aral Telekom

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Just do it You are, we car. Sind sie zu stark, bist du zu schwach Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso Die zarteste Versuchung, seit es Schokolade gibt Alles super Erleben, was verbindet.


S

P R U

V OR

N G DURCH TECHNIK.

Claim eins Meine erste Wahl fiel auf Audi‘s Slogan „Vorsprung durch Technik“. Ich wählte die Schriftart „Formata“ und setzte ihre Schriftschnitte dafür ein, - orientiert an der Bedeutung des Claim‘s -, die Worte ausdrucksvoll und sinngemäß geschlossen in Szene zu setzen.

SPRUNG DURCH technik.

VOR

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Finale Version

Generell habe ich den Text in Bold gesetzt. Das Wort „Vorsprung“ löste ich für die Gestaltung in zwei Teile auf und gab ihnen ihrer Bedeutung entsprechend ein gestalterisches Makeover. „vor“: Die Abstände der Buchstaben sind hier unterschiedlich groß, sodass das Gefühl entsteht als würden die Buchstaben nach vorne bzw. nach links „flüchten“. „sprung“: Hier nehme ich das Wort wortwörtlich und positioniere die einzelnen Buchstaben zu einem Sprung, indem ich sie als Kurve anordne. Ansonsten gebe ich jeweilige Buchstaben stufenartig unterschiedliche Schriftschnitte im Bezug zur Strichstärke (Bold, Medium, Regular), um dem „Sprung“ mehr Ausdruck zu verleihen. Diese laufen gegen die Leserichtung, damit ein harmonisches Gesamtbild des eigentlichen Wortes „Vorsprung“ ergibt.

P R U S V OR

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N G DURCH TECHNIK.


V

O

R

SPRUNG DURCH TECHNIK.

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In dieser Umsetzung habe ich versucht „vor“ in die gegensätzliche Richtung zu gestalten. Hier habe ich die Buchstaben in dunkel werdendere Graustufen eingefärbt. Ebenfalls habe ich den Teil des Wortes spationiert, um sie flüchtend nach hinten bzw. rechts wirken zu lassen. Der Schriftschnitt „Italic“ soll diese Wirkung verstärken. Das Wort „Sprung“ ist in „Condensed“ gesetzt und unterschnitten. Es soll das Gefühl entstehen, dass es starr und fest auf dem Grund sitzt. Der restliche Text wurde in „Light Condensed“ gesetzt.


Erste Version

Claim zwei Mein zweiter Slogan, den ich entwarf, ist von „Fischerman‘s Friend“. „Sind sie zu stark, bist du zu schwach.“ habe ich die Schrift „Gill Sans“ gegeben und benutzte ihre Schriftschnitte Die Wertigkeit der wichtigsten Wörter wird dadurch hervorgehoben und deutlich aufgewiesen. 20


Sind sie zu

stark

,

bist du zu schwach.

Sind sie zu stark,

bist du zu

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schwach

.


Finale Version

Da dieser Claim eine gewisse Länge besitzt, habe ich den Text in zwei Zeilen unterteilt. Die Adjektive „stark“ und „schwach“ stehen tendenziell im Vordergrund, da die Schriftgröße verändert und in „Bold“/“Condensed“ angelegt ist. Das Wort „zu“ fließt zu beiden Wie-Wörtern in die Gestaltung hinein genommen, da es den Ausdruck unterstützen soll. Damit der Rest des Textes neutral die Bedeutung des Marken-Claims unterstützt hat er einen Grauton.

Sind sie

zu stark bist du zu schwach.

Der Teil des Slogans „bist du zu schwach.“ habe ich versetzt und gleich mit „zu stark“ anfangen lassen, weil ein Ungleichgewicht im Textaufbau vermieden werden sollte.

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,


Sind sie zu stark,

bist du

zu schwach. Die Umsetzung in dieser Version habe ich genau gegensätzlich erstellt. Die Gestaltung von „zu stark“ hat die Parameter von „zu schwach“, der vorangegangenen Version bekommen, sowie die Gestaltung von „zu schwach“ die Parameter von der vorherigen Version, von zu „zu stark“ erhalten hat. Der Text „Sind sie zu stark“ beginnt hier mit „zu schwach“.

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Erste Version

Claim drei Bei dem Telekom Slogan „Erleben, was verbinde.t“, viel meine Wahl anfangs auf die Schriftart „Minion Pro“. Da es eine Serifen-Schrift ist, wirkt sie im Lesefluss bzw. bei der Abtastung der Augen sehr harmonisch. Das war mir vor allem zu Beginn der typografischen Umsetzung dieses Slogans sehr wichtig. Es sollte für den Betrachter schlüssig sein, dass der gestaltete Claim und sein Ausdruck in sich eine geschlossene Symbiose präsentiert. 24


Erleben, was E D I VRB ET N

V

Erleben, was R E B I DE SPRUNG N T

VOR

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DURCH technik.


Finale Version

erleben,wasverbindet In dieser Version machte ich mir jedoch die Script-Schrift namens „Deftone Stylus“ zu nutzen. Hier ging ich mikrotypografisch in die Schrift hinein und beeinflusste das Kerning, so dass sich eine durchgehende Linienführung ergab, die sich durch den ganzen Marken-Claim zog und die Wörter verband.

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erleben, was verbindet

Um die Bedeutung des Slogan‘s als Gegensatz anzulegen, setze ich den Text in „Myriad Pro“, eine serifenlose Schrift. Sie strahlt Kälte und Unpersönlichkeit aus. Durch den Weissraum, der durch die Spationierung entsteht, wird suggeriert, dass sowohl die Buchstaben als auch die Wörter klar getrennt erscheinen sollen. Es wird keine Verbindung erzeugt.

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PLAK AT studie drei Schriftbilder Inszenieren Sie den Charakter einer Schrift in Form eines Plakates im Format DIN A2. Aus einem Pool von 15 verschiedenen Schriften, ziehen Sie sich per Los ihre Schrift. Beschäftigten Sie sich mit den einzelnen Zeichen und versuchen Sie herauszufinden, was Sie mit dieser Schrift in Verbindung bringen. Ist sie eher kühl, oder warm; welche Farbigkeit könnte dazu passen und welches Bildmotiv ergänzt ihrer Meinung nach den Charakter dieser Schrift optimal. Dann suchen Sie nach einem passenden Text zur Schrift der die Visualisierung ihrer Type unterstützen.

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Skizzieren Sie Ideen, die die gewählte Schrift mit Bild und Text plakativ in Szene setzt. Wir erwarten verschiedene Ideenansätze, aus denen wir am ersten Korrekturtermin den entwicklungsfähigsten Entwurf aussuchen. Dieser wird dann bis Zum Abgabetermin optimiert. Abzugeben ist ein Plakat im A2-Format im 4-Farbdruck mit Bild und Text, und ein PDF in 300 dpi Auflösung im Format A4. Skizzen und Entwürfe können natürlich kleiner gezeigt werden. Termin: 16.12.2009

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Konzept Bei dieser Aufgabe musste ich mich mit der Schriftart „FF Magda“ auseinandersetzen und wählte hierfür das subkulturelle Thema „Skateboarding“. Aus den verschiedenen Schriftschnitten wählte ich die „Magda Cameo“, weil diese für die Thematik bestens geschnitten ist. - Positive Schriftlinien auf negativem Grund. Die Schrift ähnelt der Art des Bleisatzes, weil der Charakter der Schriftlinie, der aussieht als würde er in den negativen Grund verlaufen, in der näheren Betrachtung schmutzig und unsauber ausschaut. Im normalen Hochdruck von Text fällt dies jedoch nicht auf. Aus den meisten Skateboard- und inhaltlich ähnlichen, auch genre-spezifische Musikzeitschriften, kennt man das allgemein repräsentativ gegen die Norm 31


gestaltete Layout. Die „Magda“ passt hervorragend in diese Sparte, weil sie einen „trashigen“ (engl. trashy; billig, wertlos, schlampig) Effekt mit sich bringt. „Skateboarding is not a crime“ ist eines der bekanntesten Zitate des urbanen Bereiches. Ich habe den Text über die ganze Seite des hochformatigen Plakates platziert und aufsteigend gesetzt. Im Hintergrund liegt eine Illustration von Ronnie Jackson, einem angesehenen Skateboarder in der Szene, der gerade einen Kickflip (Fähigkeit und Trick beim skateboard fahren) macht. Der Text liegt über dem Skateboard und soll angedeutet wie eins wirken, deswegen ist er auch schräg gestellt. Im Fuß- und Skateboard-Bereich der Illustration bin ich nicht detailliert herangegangen, da es sonst mit dem Zitat

im Vordergrund in Konflikt geraten wäre, und unruhig und überfüllt wirken würde. Die Schrift ist so aufgebaut, dass der Betrachter durch sie hindurch sehen kann und somit der Hintergrund (das Skateboard) hervor scheint. Die Illustration an sich verkörpert Bewegung, Aktion und Lebensstil der ausgewählten Thematik. Farblich habe ich das Plakat reduziert gehalten. Die Illustration und auch die Schrift sind in schwarz und weiss gestaltet. Es gab hierbei keine Notwendigkeit eine weitere Farbe/-n mit einzubeziehen, weil sie sonst von der restlichen Umsetzung abgelenkt hätte/-n.

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BOOKLET studie vier

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Dokumentation der Studien Sie dokumentieren in ihrem Portfolio die in diesem Kurs entstandenen Studien. Sie beginnen mit der inhaltlichen Gliederung: Seite 1 - Titelseite, Seite 2- Ihre persönlichen Angaben und ab Seite 4 gehts dann los mit der Präsentation der einzelnen Studien. Was muss da drin sein? - Aufgabentexte, konzeptionelle Texte, Abbildung ihrer Studien, eventuell Abbildung von weiteren Entwürfen. Hier muss dann klar erkennbar sein in der Hierarchie, was ist Entwurf und was ist Endergebnis. Die Größe sollte wahlweise DIN A5 oder DIN A4 sein, hoch oder quer.

zur Feintypografie (Stichwort: Spaltenbreite, Schriftgröße, Zeilenabstand, Grundlinienraster ...) und die Platzierung von Bild und Text. Auch für diese Studie müssen alle gestalterischen Parameter wie Raster, Schriftwahl, Feintypo, sowie Farbwahl dokumentiert werden. Termin: 27.01.2010

Wichtig für die Gestaltung ist die Erstellung eines Grundrasters für das Portfolio, die Auswahl der Schrift / Versuche 35


Konzeption Das Booklet habe ich im A 5-Format quer angelegt. In dieser Gestaltung hat der Kopfsteg 15 mm, der Bundsteg 13 mm, der Fußsteg 18 mm und der Außensteg 20 mm. Der Satzspiegel hat vertikal fünf Spalten mit 4,5 mm Spaltenabstand und horizontal zwei Spalten mit 8 mm Spaltenabstand. Das Grundlininenraster ist eingeteilt in 5,5 pt/1,94 mm und beginnt mit dem Satzspiegel.

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Ein gestalterisches Mittel zieht sich durch das ganze Booklet und zwar habe ich in der linken Ecke der Seite eine schwarze Fläche pro Studie angelegt, die sich spaltenweise von Studie zu Studie nach rechts vergrößert. Es ensteht eine Wirkung von einer Steigerung, die sich durch die ganze Arbeit zieht. Mit weißer Schrift liegen das Thema und die Nummer der Studie rechtsbündig angepasst auf dieser schwarzen Fläche. Im Allgemeinen sind schwarze und die somit entstehenden weißen Flächen ein entscheidendes Gestaltungselement in diesem Booklet. Dadurch erscheint das Booklet sehr schlicht und lenkt nicht vom Inhalt ab, obwohl die schwarzen Flächen 37

in den Seitenverteilungen viel Platz einnehmen und „laut“ wirken. Die Farben, die ich mir hier von Nutzen gemacht habe sind schwarz und weiss, welche sich in Kooperation mit den Gestaltungselementen zu einem geschlossenem und in sich stimmigen Ganzen ergeben.


BOOKLET

BOOKLET BOOKLET BOOKLET BOOKLET 38


Beispiel Überschrift

100 pt Univers BQ 65 Bold

80 pt Univers BQ 65 Bold

60 pt Univers BQ 65 Bold

Ich entschied mich bei der Überschrift zu jeder Studie für die „Univers BQ 65 Bold“. Hier musste ich mit dem Kerning spielen, damit die Buchstaben weder zu nah beieinander noch zu weit auseinander standen. Bei dieser Schriftgröße war es notwendig einzugreifen, um ein angenehmes Schriftbild zu erstellen.

40 pt Univers BQ 65 Bold

20 pt Univers BQ 65 Bold 39


BOOKLET studie vier

studie vier

studie vier

studie vier

10 pt Univers 57 Condensed 12 pt Univers 57 Condensed 14 pt Univers 57 Condensed 16 pt Univers 57 Condensed

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Beispiel Unterüberschrift

Die Nummerierung der Studien habe ich ausgeschrieben, anstatt ihnen Ziffern zu geben. Ich wählte für den Teil eine Schriftart aus der gleichen Schriftfamilie aus. Es soll dezent Hand in Hand mit dem Thema laufen und nicht ablenken oder gehaltlos wirken. Daher nahm ich die „12 pt Univers 57 Condensed“ für die Unterüberschrift.

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Das fotografische Alphabet

Für den Fließtext sah ich die Schrift „Rotis Sans Serif STD“ vor. Ich wollte keine reine Serifen-Schrift nutzen, da sie nicht zu der statischen Gestaltung des Booklets passen würde. Eine Serifen-Schrift jedoch unterstützt das Lesen und wirkt angenehm in den Augen. Das Schriftbild der serifenlosen „Rotis“ ist statisch und starr, hat aber charakteristische Züge einer Schrift mit Serifen. Eine moderne Schrift für ein modern wirkendes Layout.

Das fotografische Alphabet

Das fotografische Alphabet

Sie kennen alle die 26 Buchstaben unseres Alphabets – sie sind nichts Neues. Das fotografische Alphabet ist daher auf der Suche nach dem Überraschenden und Ungewöhnlichen. Der Reiz dabei liegt im Entdecken, Sammeln und Zusammenstellen vorgefundener Buchstaben, um dem Betrachter neue Sichtweisen zu eröffnen. 8 pt Rotis Sans Serif Std Regular

Sie kennen alle die 26 Buchstaben unseres Alphabets – sie sind nichts Neues. Das fotografische Alphabet ist daher auf der Suche nach dem Überraschenden und Ungewöhnlichen. Der Reiz dabei liegt im Entdecken, Sammeln und Zusammenstellen vorgefundener Buchstaben, um dem Betrachter neue Sichtweisen zu eröffnen. 10 pt Rotis Sans Serif Std Regular

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8 pt Rotis Sans Serif Std Extra Bold

Zu sehen ist eine kleiner Überblick, wie die Überschrift zum Fließtext in unterschiedlichen Schriftgrößen wirkt. Meine Wahl fiel auf die 8 pt Schriftgröße, da sie sich dem Fließtext anpassen sollte. Ich wollte nicht zu viele unterschiedliche Schriftgrößen nutzen, weil der Grundstein mit der einleitenden Überschrift in den Studien gelegt wurde und alles andere viel zu verspielt wäre.

10 pt Rotis Sans Serif Std Extra Bold

12 pt Rotis Sans Serif Std Extra Bold

Sie kennen alle die 26 Buchstaben unseres Alphabets – sie sind nichts Neues. Das fotografische Alphabet ist daher auf der Suche nach dem Überraschenden und Ungewöhnlichen. Der Reiz dabei liegt im Entdecken, Sammeln und Zusammenstellen vorgefundener Buchstaben, um dem Betrachter neue Sichtweisen zu eröffnen.

Ich habe den drei gleichen Textabsätzen unterschiedliche Schriftgrößen gegeben. Man erkennt, dass bei allen die Leserlichkeit gut ist, jedoch war zu erkennen, welche zu diesem Booklet passte. Es musste ein makrotypografisches Gleichgewicht entstehen, sodass die Gestaltung ein harmonisches Gesamtbild ergeben konnte. Man sollte mit dem Fließtext nicht erschlagen, sondern zum Lesen ermutigt werden.

12 pt Rotis Sans Serif Std Regular 43


BOOKLET studie vier

Univer 47 Light Condensed

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Univers LTD 39 Thin Ultra Condensed


Alternative Gestaltung

Beispielhaft habe ich eine Alternative gestaltet: die Schriftart gewechselt und den Text anders gesetzt. Die schwarze Fläche würde mit einer einheitlichen Länge im Booklet gesetzt werden, anders als im Jetzigen. Man erkennt direkt einen Unterschied in der Wirkung und der Charakter des Booklet verändert sich. Es hat einen anmutigen und edlen Charakter. Die „Ultra LTD Thin Condensed“ erscheint zierlich und fragil. Ich kann mir diese Art der Gestaltung z.B. in einer Modezeitschrift für Frauen vorstellen. Deswegen entschied ich mich gegen diese Alternative, um dem Booklet bzw. einer Dokumentation meiner Arbeiten nicht die Neutralität zu nehmen. 45


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Booklet: Study I-IV  

Booklet of studies

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