Issuu on Google+

Nr. 2 • 10. Jänner 2010 | www.sonntagsblatt.at Bischofplatz 2, A-8010 Graz, Postfach 872 • Telefon 0 31 6/80 41-111 • DVR: 0029874/115 • € 0,60 • Verlagspostamt A-8020 Graz • P.b.b. • GZ 02Z032422 W

für Steiermark Seite 3:

Mut zur Hoffnung Krisen begegnen, aber sich nicht von ihnen lähmen lassen, dazu rief Bischof Dr. Egon Kapellari in seiner Silvesterpredigt auf. Die Weihnachtsbotschaft „Fürchtet euch nicht!“ sei eine Herausforderung, Verantwortung zu übernehmen.

Seite 4:

Priesterjubilare Das Sonntagsblatt informiert in dieser Ausgabe über steirische Priester, die in diesem Jahr ein besonderes Weihejubiläum feiern. Seite 16:

Kind, du bist uns anvertraut Ein neuer schöpfungsgemäßer Taufbehelf hilft Eltern bei der Vorbereitung und bei der Feier der Taufe ihres Kindes.

Meine Kirche und ich Auf dem Marktplatz. Unser Bild lässt den Blick über die Mariahilfer Kirche zum Kunsthaus schweifen. Glaube und Kultur, Soziales und Bildung, Feiern und Lebensbegleitung – über ihre Leistungen informiert die katholische Kirche vom 11. bis 16. Jänner im Grazer Citypark. Dort können Sie eine Sonntagsblatt-Reise gewinnen. Seiten 12, 13 Foto: Neuhold

◗ Namenstage Paulinus (11. Jänner) war Gelehrter am Hof Karls des Großen und bemühte sich auch um die Missionierung Karantaniens. Tatiana (12. Jänner) erlitt in der römischen Christenverfolgung das Martyrium. Gottfried (13. Jänner) von Cappenberg gründete im 12. Jh. Prämonstratenserpropsteien.


2

Meinung

AUS MEINER SICHT Das Sonntagsblatt kommt auf Besuch Mein erstes „Stille Nacht“ habe ich am vergangenen Weihnachtsfest mit einer Kranken gesungen, die ich am Heiligen Abend zu Hause besucht habe. Es war für die über 90-Jährige, die bisher immer gern zu Gottesdiensten und Runden in die Pfarre gekommen ist, eine große Freude. Gerne sang sie alle drei Strophen mit und spürte wohl Weihnachten in ihrem Herzen, obwohl sie diesmal nicht von daheim weg konnte. Ein Besuch bringt eine Stärkung in Zeiten der Krankheit, wenn etwas oder alles nicht so geht wie bisher. Manche Menschen besuchen die Kranken auch in den Krankenhäusern regelmäßig. Sie bringen Freude und schenken ein bisschen Zeit, was ja eine gute Medizin ist. Auch das „Sonntagsblatt“ möchte zu den regelmäßigen Besuchern in den steirischen Krankenhäusern gehören. Vielfach wurde es immer wieder in Spitälern verteilt und angeboten. Ich danke allen herzlich, die sich darum kümmern. Jetzt können wir es so organisieren, dass in den großen Krankenhäusern jedenfalls in jedes Zimmer ein Sonntagsblatt kommt. Es bringt Neuigkeiten, etwas zum Anschauen und Kraft fürs Leben. Es ist ein Gruß der steirischen Kirche an unsere Kranken. Wenn das Motto „Auf Christus schauen“ die steirische Kirche in diesem Jahr begleitet, dann wissen wir, dass Jesus Christus sehr viel zu den Kranken gegangen ist. Er hat sich für ihr Leiden interessiert und hat ihnen Zuwendung geschenkt. Oft hat er ihnen eine neue Zukunft eröffnet. Was er mit den Kranken erlebt und getan hat, war einfach wunder-bar.

Herbert Meßner, Chefredakteur

10. Jänner 2010

Offen gesagt: Religionswissen gefragt Im Religionsunterricht wird auch religiöses Wissen vermittelt. Wie wichtig ist das? Grob geschätzt lassen sich drei Viertel der westlichen Kunst nicht verstehen, wenn man nicht weiß, was Altes und Neues Testament und die Heiligengeschichten erzählen. In vielen Ländern wird den Schulkindern alles über den Tod Hektors, aber nichts über den heiligen Sebastian, vielleicht alles über die Hochzeit von Kadmos und Harmonia, nichts aber über die Hochzeit zu Kana beigebracht. Zu den schlimmsten Fällen von Verwirrung kommt es meist dann, wenn Menschen aus dem Westen auf religiöse Ikonen anderer Kulturen stoßen – was immer häufiger passiert, da sie in ferne Länder reisen und Menschen aus fernen Ländern sich wiederum im Westen niederlassen. Ich meine nicht einmal die Verblüffung angesichts einer afrikanischen Maske oder das Gelächter über einen fetten Buddha. Manche Verwirrung könnte vermieden wer-

den, würden die Schulen Grundlegendes über Lehren und Gebräuche der diversen Religionen vermitteln. Religionsunterricht auf die Perspektive eines einzigen Bekenntnisses zu beschränken ist gefährlich. Schüler, die nicht glauben (oder Kinder von Nicht-Gläubigen), werden an diesem Unterricht nicht teilnehmen und es so versäumen, wenigstens ein Minimum fundamentaler kultureller Grundbegriffe zu lernen. Mit freundlicher Genehmigung von „Die Welt“, 27. Dezember 2009

Umberto Eco, italienischer Philosoph und Medienwissenschaftler, wurde durch seinen Roman „Der Name der Rose“ weltberühmt. Foto: URC

LESERBRIEFE Wer wird nicht gern gelobt? Danke also für Komplimente wie das nebenstehende von Amalia Tschiggerl aus Halbenrain nahe Bad Radkersburg. – Anregung für 2010: Jeden Tag einen Menschen loben!

Bienen und Handystrahlen An den Küsten Neuseelands sind 125 Wale innerhalb weniger Tage gestrandet und dort trotz vieler freiwilliger Helfer verendet. Warum es zu diesem Wal-Drama gekommen ist, ist offiziell noch unklar. Unsere Telekommunikation spielt dabei eine wichtige und traurige Rolle. Genauso wie beim weltweiten spurlosen Verschwinden unserer Bienen. Wissenschaftler wie Dr. Ulrich Warnke und der österreichische Universitätsdozent Dr. Ferdinand Ruzicka erforschen schon seit vielen Jahren den direkten Zusammenhang des weltweiten „Bienensterbens“ mit Mobilfunk. In immer mehr Bienenstöcken herrscht nämlich Todesstille. Arbeiter-Bienen kehren nicht mehr in den Bienenstock zurück, worauf die Königin mitsamt der Brut zugrunde geht. Vor kurzer Zeit erst hat der indische Umweltschützer und Dozent für Zoologie Dr. Sainudeen Pattazhy in Experimenten herausgefunden und dokumentiert, dass, „wenn sich ein Mobiltelefon in der Nähe eines Bienenstockes befand, dies mit einem Untergang des Bienenvolkes innerhalb von 5 bis 10 Tagen endete“. Haben viele Tiere auf einmal verlernt, sich zu orientieren? Nein! Wir stören allerdings mit unseren technisch erzeugten Wellen die natürlichen (elektro-)magneti-

schen Felder, mit deren Hilfe sich viele Tiere (auch Vögel und Insekten) orientieren. Als „Antenne“ fungieren dabei Milliarden winzig kleiner Magnetit-Kristalle, die man übrigens auch in menschlichen Hirnen findet. Deshalb mein Vorsatz für 2010: Nur mehr dann das Handy benutzen, wenn es wirklich nötig ist und kein Festnetz-Telefon in der Nähe ist. Walter Koren, Kirchdorf an der Krems

Für mich würdiger Zu „Vorauskostend teilnehmen“, Nr. 43/2009 Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen meinen ganz persönlichen Zugang zur Mundkommunion zu schildern. Nach einer tief gehenden Bekehrung und einer hervorragenden dreitägigen Vortragsreihe über die Eucharistie vor vier Jahren im Stift Heiligenkreuz habe ich die Mundkommunion als die für mich eindeutig würdigere Form erkannt. Seither praktiziere ich den Kommunionempfang nur mehr so. Dafür abgewertet zu werden als jemand, der „offensichtlich Wesentliches des Konzils nicht begriffen“ hat, schmerzt sehr. Es trifft mich mitten ins Herz. Dipl.-Ing. Peter Hödl, Graz

◗ Aus der Redaktion Gerade wenn sie im Krankenhaus liegen, sind viele Menschen offen für tiefere Fragen und haben auch Zeit zum Lesen. Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger starten daher zusammen mit den steirischen Pfarren und Sonntagsblatt-Geschäftsführer Mag. Heinz Finster für heuer das spannende Vorhaben „Woche für Woche ein Sonntagsblatt in jedes Krankenzimmer“. Die Zeitung ist für die Patienten gratis; wir danken allen an der Finanzierung Beteiligten. Näheres lesen Sie auf Seite 12.


Thema

10. Jänner 2010

3

Schülerinnen des Sacré Cœur Graz besuchten auf ihrer Sternsingerreise (begleitet von Dr. Christian Brunnthaler von der Dompfarre) auch Bischof Egon Kapellari und Weihbischof Franz Lackner. Wie der Diözesanbischof in seiner Silvesterpredigt machten viele Kinder durch die Dreikönigsaktion Menschen „Mut zur Hoffnung“. Foto: Finster

Mut auf den zweiten Blick Bischof Egon Kapellari im Grazer Dom und der Papst auf dem Petersplatz sprachen den Gläubigen für das neue Jahr Mut zu, ohne falsch zu beruhigen.

D

er Generaldiagnose „Krise“ sollten Christen nicht ausweichen, sich aber von ihr auch nicht lähmen lassen, legte Diözesanbischof Kapellari bei der Jahresschlussandacht unter der Devise „Mut zur Hoffnung“ am 31. Dezember im Grazer Dom dar. Ihre spezifisch eigenen Wunden habe die Christenheit heute. Sie sei besonders herausgefordert „durch die Spannung zwischen kirchlicher Breite und Tiefe, durch einen starken innerkirchlichen Pluralismus, aber auch durch einen offensiven Islam und einen neuen aggressiven Atheismus“. Einem krassen Mangel an Glaubenswissen und einer verbreiteten religiösen Gleichgültigkeit bei vielen Getauften stehe aber, erinnerte der Bischof, eine „große Tragkraft und Bindekraft“ der Kirche gegenüber, zumal in deren älterer Generation „oft freilich erst für einen zweiten und tieferen Blick erkennbar“. Der Bischof hielt programmatisch fest: „Die Kirche darf sich nicht auf eine Sozialagentur reduzieren lassen oder selbst reduzieren. Aber auch im sozial-karitativen und im Bildungsbereich erbringt die katholische Kirche in unserem Land einen Einsatz, der ohne Selbstüberschätzung als gesamtgesellschaftlich überdurchschnittlich bezeichnet werden kann.“ All das werde getragen und genährt durch das Gebet und das Glaubenszeugnis

◗ Das „Kreuz-Urteil“… … des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs höhle das Recht auf gemeinsame öffentliche Religionsausübung aus, „was bisher nur in totalitären politischen Systemen vorgekommen ist“, bedauerte Erzbischof Dr. Alois Kothgasser.

unzähliger Männer und Frauen und besonders auch durch den treuen Dienst so vieler Priester und Ordensleute. Spezifische Probleme und Spannungen in der Kirche in Ländern wie Österreich, die sich durch den Priestermangel und die so genannten „Heiße-Eisen“-Themen ergeben, sollen nicht kleingeredet werden. Eine Fixierung auf sie bringe uns aber nicht weiter. Vielmehr „sollten wir stärker auf das schauen, was uns an Gutem im Verbund mit der Weltkirche

Bei der Krippe auf dem Petersplatz betete am Silvesterabend auch Benedikt XVI. Foto: KNA

gerade auch hier und heute gelingt“, empfahl der Bischof, „und das ist viel“. Das Wort „Fürchtet euch nicht“ des Weihnachtsengels an die Hirten sei „kein Opium zu falscher Beruhigung“. Es erspare nicht die Begegnung mit Krisen, sondern fordere auf, Verantwortung zu übernehmen. Strategen der Finanzwelt beispielsweise haben diese Verantwortung „auf kurzsichtige oder auch auf frivole Weise außer Acht gelassen“. Zur Klimaveränderung als einer „Nagelprobe für globale Verantwortung“ hob Bischof Kapellari das moraltheologische Prinzip hervor, „man solle, ja müsse bei lebenswichtigen Entscheidungen den sichereren Weg wählen“. Die Kirche dürfe im Blick auf Christus auch „Europa nicht aufgeben“, dessen christliche Wurzeln „auch heute trotz aller Säkularisierung millionenfach tragen und nähren“. Papst und Bischofskonferenzen werden die Europäische Union auch in Zukunft mit „wenngleich kritischer“ Solidarität begleiten, „auch wenn ein aggressiver Laizismus da und dort versucht, Religion und zumal Kirche ins Private zu verdrängen“. Benedikt XVI. erinnerte am 1. Jänner beim Angelusgebet auf dem Petersplatz, 2010 könne ein gutes Jahr werden, wenn jeder nach seiner Verantwortung mit der Gnade Gottes mitarbeite. Ihre Zuversicht bauen Christen auf Gott, nicht auf „unwahrscheinliche Voraussagen und Wirtschaftsprognosen“. Gott erwarte „unser Ja in kleinen wie in großen Entscheidungen“. Eine stärkere Erziehung zu ökologischer Verantwortung mit Rechten und Pflichten verlangte der Papst beim Gottesdienst am Neujahrstag. „Wenn der Mensch verfällt, dann verfällt auch die Umwelt“, mahnte er.


4

Kirche Steiermark

10. Jänner 2010

Steirische Priesterjubilare 2010 Das Sonntagsblatt gratuliert den verdienten Seelsorgern herzlich.

71-jähriges Priesterjubiläum 16. Juli Hermann Loder, Geistlicher Rat, em. Pfarrer von Gasen, Bergmanngasse 25, 8010 Graz. 23. Dezember Franz Leopold, Dr. theol., Päpstlicher Ehrenprälat, Konsistorialrat, Diözesaninspektor i. R., Direktor i. R. des Bischöflichen Gymnasiums, Lazarettgasse 18/ I/10, 8020 Graz.

66-jähriges Priesterjubiläum 4. März Martin Belej, Geistlicher Rat, Diözese Celje (Slowenien), em. Seelsorger, Bergmanngasse 25, 8010 Graz.

Diamantenes (60-jähriges) Priesterjubiläum 2. Juli Winfried Gruber, Dr. theol. et Dr. phil., em. Univ.-Prof. für Dogmatik, Am Blumenhang 1/9, 8010 Graz. – Josef Gschanes, Päpstlicher Kaplan, Pfarrer von

Feldkirchen, Kirchengasse 4, 8073 Feldkirchen bei Graz. – Josef Hütter, Päpstlicher Kaplan, Geistlicher Rat, em. Administrator des Kuratbenefiziums Maria Buch, em. Pfarrer von Judenburg-St. Nikolaus, Kaserngasse 8, 8750 Judenburg. – Clement Moder, Päpstlicher Kaplan, Konsistorialrat, em. Provisor von St. Peter am Kammersberg, em. Pfarrer von Murau, Schwarzenbergsiedlung 133, 8850 Murau. – Leopold Städtler, Mag. theol., Apostolischer Protonotar, Geistlicher Rat, em. Generalvikar, em. Dompropst und Domkapitular, Militärsuperior a. D., Bürgergasse 1/III, 8010 Graz. – Josef Steiner, Päpstlicher Kaplan, Geistlicher Rat, Diözesaninspektor i. R. für den Religionsunterricht an AHS, Kirchplatz 1, 8712 Proleb. – Franz Vollmann, Mag. theol., Geistlicher Rat, Religionsprofessor i. R., Kuratbenefiziat im Kloster der Ursulinen, Hubertusstraße 6, 8010 Graz. – Johann Weber, Dr. theol. h. c., Bischofsweihe 28. 9. 1969. Em. Bischof von Graz-Seckau, Bischofplatz 4, 8010 Graz.

Goldenes (50-jähriges) Priesterjubiläum 2. April Lorenz Poller, Geistlicher Rat, Seelsorger in der Pfarre Pinggau, Schäffern und Friedberg, Kirchenplatz 1, 8240 Friedberg.

29. Juni P. Josef Pfanner, Dr. iur. can., Geistlicher Rat, Seelsorger an der Stationskaplanei Autal, Seelsorger an der Stationskaplanei GrazMessendorf, Autaler Straße 3, 8042 Graz. – P. Konrad Troppacher, Geistlicher Rat, Seelsorger in Mariazell, Benedictus-Platz 1, 8630 Mariazell. 3. Juli Josef Fink, Konsistorialrat, em. Pfarrer von Trautmannsdorf, Bad Gleichenberg 268/6, 8344 Bad Gleichenberg. – Gottfried Heinzel, Religionsprofessor i. R., Grillparzerstraße 21, 8010 Graz. – Josef Klobassa, Geistlicher Rat, em. Pfarrer von Oberhaag, 8455 Oberhaag 123. – Ferdinand Kochauf, Geistlicher Rat, Pfarrer von Judenburg-St. Magdalena, Sensenwerkgasse 3, 8750 Judenburg. – Peter Orthofer, Geistlicher Rat, Pfarrer von Hitzendorf, 8151 Hitzendorf 1. – Anton Schneidhofer, Päpstlicher Kaplan, Militärgeneralvikar i. R., em. Militärdekan, em. Dekanatspfarrer beim Korpskommando I, Graz, em. Benefiziat an der Kirche zum Hl. Geist im Bürgerspital Graz, Landeskurat des Österr. Kameradschaftsbundes, 8654 Fischbach 131. – Josef Wendling, Geistlicher Rat, Pfarrer von Wildon, Oberer Markt 79, 8410 Wildon. 17. Juli P. Franz Zeilinger, Dr. theol. et lic. rer. bibl., em. Univ.-Prof. für Neutestamentliches Bibelstudium, Froschaugasse 7/11/55, 8010 Graz.

40-jähriges Priesterjubiläum 3. Juni P. Rosarius M. Grassl, Beichtvater, Chronist für Konvent und Pfarre, Münzgrabenstraße 61, 8010 Graz.

Hofrat Dr. Franz Leopold feierte vergangenen 23. Dezember sein 70-jähriges Priesterjubiläum. Bischof Dr. Egon Kapellari gratulierte bei einem persönlichen Besuch dem Jubilar, der viele Jahre Direktor des Bischöflichen Gymnasiums und Fachinspektor für den Religionsunterricht an AHS gewesen war. Foto: Finster

28. Juni Johann Fussi, Geistlicher Rat, Pfarrer von St. Georgen ob Murau, Seelsorger am LKH Stolzalpe, 8861 Sankt Georgen ob Murau 1. – Franz Kügerl, Pfarrer von Mureck, Kirchenplatz 1, 8480

Altbischof Johann Weber begeht am 2. Juli sein Diamantenes Priesterjubiläum. Foto: Diözese

Mureck. – Peter Schleicher, Dr. theol., Päpstlicher Kaplan, Pfarrer von Neuberg an der Mürz, Kapellen an der Mürz und Mürzsteg, Krankenhausseelsorger am Landeskrankenhaus Mürzzuschlag, Hauptstraße 24, 8692 Neuberg an der Mürz. – Alois Steinkleibl, Geistlicher Rat, Dechantstellvertreter des Dekanates Mürztal, Pfarrer von Kindberg, Kirchplatz 2, 8650 Kindberg. – Franz Wolf, em. Pfarrer von Frojach, Frojach 6, 8841 Frojach-Katsch.

Silbernes (25-jähriges) Priesterjubiläum 23. Juni P. Franz Exiller, Mag. theol., Geistlicher Rat, Pfarrer von Graz-Christus der Salvator, Robert-Stolz-Gasse 3, 8010 Graz. – Anton Novinscak, Mag. theol., Geistlicher Rat, Dechantstellvertreter des Dekanates Murau, Pfarrer von Oberwölz, Pfarrer von Schönberg-Lachtal, Pfarrer von St. Peter am Kammersberg, Stadt 34, 8832 Oberwölz Stadt. 29. Juni P. Dietmar Gopp, Mag. phil., Generaldechant, Militärdekan, Straßganger Straße 171, 8052 Graz. – Fr. Bernhard Holter, Dr. theol., Vikar, Junioratsleiter, Franziskanerplatz 14, 8010 Graz. 10. Oktober Walter Schaupp, Dr. theol. et Dr. med., Erzdiözese Wien, o. Univ.Professor für Moraltheologie, Sparbersbachgasse 58, 8010 Graz.


Kirche Steiermark

10. Jänner 2010

DANK AN KIRCHLICHE MITARBEITENDE

5

ABSCHIED Hans Ranz war die Seele von Seggau

Weihbischof Lackner dankt dem in den Ruhestand getretenen langjährigen Leiter des Familienreferates der Diözese, Mag. Ernst Siebenhofer. Bei einer vorweihnachtlichen Feierstunde im Barocksaal des Priesterseminars (wir berichteten bereits in Nr. 1) wurden auch andere in den Ruhestand tretende Personen im kirchlichen Dienst von Generalvikar Burkard und Weihbischof Lackner herzlich bedankt: im Bild von rechts Ing. Franz Buchmüller von der Bauabteilung, Eleonore Kober vom Haus der Frauen, Marianne Lackner von der Rechtsabteilung, Peter Ofner von der IT-Abteilung und Dr. Heinz Wiener-Pucher, Leiter des Rechnungswesens. Nicht im Bild sind Brigitte Christandl vom Haus der Frauen und Weihbischof-Chauffeur Josef Krispel. Nicht an der Feier teilnehmen konnten Monika Schweiger von der Kirchenbeitragsorganisation und Elisabeth Trombaum von der Buchhaltung. Foto: Neuhold

Austausch und Geborgenheit Neue Leiterinnen für ElternKind-Gruppen freuen sich auf ihre Aufgabe. 16 neue Eltern-Kind-(EKI-)Gruppenleiterinnen feierten im Bildungshaus Graz-Mariatrost den Abschluss ihrer Ausbildung und erhielten das Zertifikat des Forums katholischer Erwachsenenbildung sowie das Zertifikat mit Gütesiegel des Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend. EKI-Leiterinnen seien als moderne und engagierte katholische Frauen „gute Visitenkarten und Botschafterinnen“, sagte KA-Präsident Mag. Hans Putzer. Sie unterstützten in einer Zeit, in der Sozialkapital immer mehr verloren gehe, die „Urversicherung“ Familie. Ute Paulweber, Geschäftsführerin des Katholischen Bildungswerkes, in dem die

Ausbildung der EKI-Gruppenleiterinnen einen wichtigen Platz einnimmt, nahm Bezug auf die afrikanische Weisheit „Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf“: Eltern, Nachbarn, Freunde und die Pfarre seien es, die Kindern in unserer modernen Gesellschaft Halt geben. „Sie als EKI-Gruppenleiterinnen bieten Eltern und kleinen Kindern Orte der Begegnung und des Austausches an, wo Kinder erste Freunde finden und Eltern gestärkt, informiert und entlastet werden“, dankte Paulweber den Frauen für ihre Bereitschaft, in den EKI-Gruppen Gemeinschaft und Geborgenheit zu vermitteln. In vielen Pfarrgemeinden werden unter verschiedenen Namen Gruppen angeboten, in denen vor allem Eltern mit kleineren Kindern sich treffen und die manchmal auch einen Kindergottesdienst am Sonntag gestalten.

◗ Schönborn in Medjugorje Zum Jahreswechsel zelebrierte der Wiener Erzbischof Kardinal Dr. Christoph Schönborn einen mitternächtlichen Gottesdienst mit tausenden vor allem jungen Gläubigen aus aller Welt in Medjugorje und hielt zuvor auch eine in mehrere Sprachen übersetzte Katechese über die göttliche Barmherzigkeit. Bei seinem privaten Besuch war er auch Betender bei der Gemeinschaft Cenacolo, die auch in Österreich eine Niederlassung hat.

Zertifikatüberreichung mit KA-Präsident Mag. Hans Putzer. Foto: KBW

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und des steirischen Klerus leitete Diözesanbischof Kapellari am Silvestertag in der Wallfahrtskirche Frauenberg die Begräbnisfeierlichkeiten für den verstorbenen Direktor der Bischöflichen Gutsverwaltung Schloss Seggau, Diakon Mag. Hans Ranz. Bischof Kapellari würdigte den Verstorbenen als einen treuen Mann der steirischen Kirche, als vielfältig engagierten, segensreich wirkenden Christen und als fürsorglichen Familienvater und Ehemann. „Mit ihm hat Schloss Seggau einen Teil seiner Seele verloren. Er hinterlässt eine Lücke, die nicht leicht zu schließen sein wird.“ Direktor Ranz verstarb am Sonntag, dem 27. Dezember, kurz nach Vollendung seines 66. Lebensjahres völlig unerwartet und mitten im Leben stehend. 1943 in der Weststeiermark geboren, wuchs er im oststeirischen Trautmannsdorf auf, wohin er später als Religions- und Deutschprofessor an der Tourismusfachschule Bad Gleichenberg zurückkehrte. Zeitgleich mit seiner Weihe zum Diakon im Jahr 1980 wurde er zum Direktor des Seminars für kirchliche Berufe nach Wien berufen, wo er zwölf Jahre wirkte. 1992 wurde er zum Direktor des Bischöflichen Mensalgutes Schloss Seggau bestellt, dem er bis zu seinem Todestag mit vollem Einsatz seiner Herz- und Hirnkraft vorstand. Das renovierungsbedürftige Bildungshaus und Schloss baute er zu einem internationalen Kongress- und Tagungszentrum mit eigener Hotellerie aus. Als Diakon galt seine Hinwendung seinen Mitarbeitern und den Menschen in der Pfarre Leibnitz. Sein bodenständiger, durch intensives Gebet und Nachdenken geprägter Glaube hat vielen Menschen Hoffnung und Zuversicht gegeben und ermutigt, selbst freudig Glaubende zu sein. Der fürsorgliche Familienvater hinterlässt seine Frau und fünf Söhne mit ihren Familien.


Kirche Steiermark

6

10. Jänner 2010

IM BLICKPUNKT

KÖFLACH. Eine Sternsinger-„Spezialeinheit“, bestehend aus Pfarrer Mag. Johannes Baier, Bürgermeister Ing. Wilhelm Zagler, Stadträtin Rosemarie Scheibner und Kaplan Mag. Lukas Wojtyczka sowie Begleiterin Gislint Schille, besuchte an einem Abend sämtliche Geschäfte und Gaststätten. Foto: Pfarre

STEIRERIN MIT HERZ

Steffi Rieger

D

ie Sternsinger waren eines der großen Anliegen von Steffi Rieger in der weststeirischen Pfarre Maria Lankowitz. In der Katastralgemeinde Kemetberg sorgte sie für die Herstellung und Instandhaltung der Sternsingergarderobe. Sie begleitete, wenn es notwendig war, die Königinnen und Könige von Haus zu Haus. Nach einem langen Tag erhielten sie bei ihr spätabends eine köstliche Bewirtung. Zudem sorgte sie sich ständig um Nachwuchs bei den Sternsingern. Steffi Rieger ist eine der vielen Frauen, die in Maria Lankowitz das Pfarrleben herzhaft mitgestalten. Stellvertretend für diese vielen soll sie unter anderem deshalb erwähnt werden, weil sie es versteht, ein fleißiges Team um sich zu scharen. Frau Rieger ist Mutter von zwei erwachsenen fleißigen Töchtern und Großmutter von sechs Enkelkindern. Ihr Gatte verunglückte vor 25 Jahren im Bergbau tödlich. In erster Linie umsorgt Steffi Rieger ihre Familienangehörigen, doch stets ist sie darüber hinaus für die Pfarre tätig. Die Pfarrgemeinderätin durch mehrere Perioden und umsichtig im Sozialkreis Aktive ist beim monatlichen Pfarrkaffee für die Bereitstellung der Mehlspeisen verantwortlich, die sie mit großem Talent selbst bäckt. Sehr gefragt sind ihre Krapfen, der Gugelhupf und ihr Kranzkuchen. Foto: privat Schlagen auch Sie uns ein Vorbild des Alltags vor. Zuschriften bitte an die Redaktion.

MURAU. Bei einer der sechs ErwachsenenSternsingergruppen in Murau fungierte Stadtpfarrer Mag. Toni Herk-Pickl als Sternträger. Auch Thomas und Gaby Bäckenberger vom Bischöflichen Ordinariat und Pastoralassistentin Rosa Hojas stellten ihre Zeit für die gute Sache zur Verfügung. Foto: Wieland

PISCHELSDORF. Zum Stefaniritt mit Pferdesegnung lud der Reit- und Fahrverein Rohrbach am Kulm ein. Auf dem Kirchplatz in Pischelsdorf nahm Pfarrer Mag. Franz Ranegger die Segnung von über 50 Pferden mit ihren Reiterinnen und Reitern vor. Bei herrlichem Winterwetter war die Teilnahme groß. Foto: Kaplan

Kick it for Bhutan Ein Benefizfußballturnier trug das Gymnasium der Ursulinen im Rahmen seines Jahresprojektes aus. Seit Ende des letzten Schuljahres befassten sich Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulstufen des Gymnasiums Ursulinen mit dem Himalayastaat Bhutan. Dieses Projekt erreichte vor Weihnachten mit einem großen Benefizhallenfußballturnier seinen Höhepunkt. Insgesamt 16 gemischte Teams aus verschiedenen Grazer Schulen waren in die Unionhalle geladen, um die Sieger der Unterstufe bzw. Oberstufe zu ermitteln. Projektpartner Helmut Kronjäger, Sportdirektor des Steirischen Fußballverbandes und Fußballteamchef von Bhutan, zeigte mit einem Film, wie es in diesem Land aussieht, wie die Menschen am Fuße des höchsten Gebirges der Welt leben und welch große Distanzen sie aufgrund der gebirgigen Hindernisse oft sogar zu Fuß zurücklegen müssen.

Den Schülern wurden außerdem die Kultur, Monarchie und Religion dieses Landes nähergebracht. Mit Aktionen wie dem Auftritt des Ursulinen-Schulchors wurde Geld gesammelt, um einer Frau im Bhutan eine Trainerausbildung zu ermöglichen. Diese soll Mädchen über den Weg des Sports zu einem besseren Leben und besserer Bildung verhelfen. Schüler(innen) verkauften ihre selbst gebackenen Köstlichkeiten am Kuchenbuffet, es gab eine Tombola mit zahlreichen Gewinnen aus Sachspenden, und Aktive wie Schlachtenbummler durften an einem Schätzspiel teilnehmen. Auf der Tribüne herrschte eine tolle Stimmung, die Fans zeigten wie die Akteure auf dem Parkett enormen Einsatz. Das Highlight war der Besuch einer Nationalfußballerin und einiger Profifußballer. Liebling der Kids war natürlich Jungnationalspieler Daniel Beichler von Sturm Graz. Aber auch die Profis von Kapfenberg und der NeoSalzburger Christoph Kröpfl hatten es der jungen Fangemeinde angetan.

Alle Autogrammwünsche erfüllten die Sportpromis, die zum Benefizturnier in die Grazer Unionhalle gekommen waren. Die Lieblinge der Fans waren Nationalspieler Daniel Beichler (rechts hinten im Bild) vom SK Sturm und der nach Salzburg gewechselte Christoph Kröpfl. Foto: Ursulinen


Serie

10. Jänner 2010

Glänzende Schuhe und eine neue Tracht überreicht Martin Käfer vom Musikverein Tieschen an Franziskanerpater Terentius, der im Herbst zehn Jahre die südoststeirische Pfarre leitete.

7

Eine Serie von

diesmal: Pfarrprovisor P. Terentius Gizdon

Wie Franziskus demütig und offen durch die Welt

3 FRAGEN AN

Er stehe zur Steiermark, verspricht P. Terentius Gizdon, der in Polen geborene Pfarrer von Tieschen.

P. Terentius Gizdon ist Pfarrprovisor in Tieschen. Fotos: Franz Treichler

W

as ihm an Franziskus am besten gefalle? „Er war einfach ganz offen“, antwortet P. Terentius Gizdon. Der Franziskaner aus Polen ist Pfarrer in Tieschen im Dekanat Bad Radkersburg. Neben der Offenheit lobt der Pater an Franz von Assisi „die Demut im vollen Sinn des Wortes“. Das heiße: „Ich bin nicht der Herr, der Allwissende. Gott ist es, der mich führt, und auch ein älterer, einfacher Mensch kann mir durch seine Lebensweisheit meinen Weg zeigen.“ Der Weg des 1968 geborenen Sohnes eines Bergarbeiters und einer Hausfrau begann in Oberschlesien. In seiner Heimatpfarre in Kattowitz bildeten die Franziskaner auch ihren Nachwuchs heran. Petrus, so sein Taufname, ministrierte elf Jahre und erlebte das „Wachsen der jungen Priester“ im Kloster mit. Als „freie Entscheidung“ empfindet er seinen Weg in den Orden. P. Mag. Terentius wurde am 11. Mai 1995 zum Priester geweiht, war ein Jahr Kaplan in Polen und kam 1996 in die Steiermark. Als Kaplan in der weststeirischen Franziskanerpfarre Maria Lankowitz sollte er auch weiterstudieren. Heute bleibt nicht viel Zeit dafür. Er sieht das Studium als „Hobby“, hat aber auch das Bedürfnis, durch Weiterbildung „immer frisch zu bleiben“. Seine Doktorarbeit steht zu einem Drittel im Computer. „Kooperative Seelsorge“ ist das Thema. Der Pater überlegt, ob ein Laie eine Pfarre leiten kann, und erforscht konkret: „Was erlaubt das Kirchenrecht, und was ist in der Seelsorge möglich?“

Segeln und Schifahren erwähnt P. Terentius als weitere Hobbys. Er habe sie von einem Freundeskreis in Polen „geerbt“. Zu den masurischen Seen im Nordosten Polens fährt er Segeln, und für den Schisport findet er eine Stunde von Kattowitz entfernt 1300 Meter hohe Berge. „Ich möchte in der Steiermark bleiben“, verspricht der Pater. Wenn er sich schon entschieden habe, dann stehe er auch dazu. Die Kattowitzer Franziskaner hatten beschlossen, ihren Mitbrüdern in Österreich solidarisch zu helfen. P. Terentius stellte sich zur Verfügung. „Gewisse Ängste“ habe er bei seinen ersten Momenten in der Steiermark gespürt, gesteht der Priester. Er habe kaum Deutsch gesprochen. Doch in Maria Lankowitz haben ihn „zwei Lehrerinnen wie Mütter geführt und geleitet“. Nach drei Jahren musste P. Terentius „weggehen“ und landete als Pfarrprovisor in Tieschen. „Ich fühle mich hier genauso wohl“, atmet er auf. Den zehnten Jahrestag seiner Zeit in Tieschen feierte Weihbischof Franz Lackner mit, auch ein Franziskaner. Da der Pfarrer Präsident des Musikvereines Tieschen ist, wurde er bei diesem Gottesdienst mit der neuen Tracht eingekleidet. JOHANN A. BAUER

◗ Primizspruch 1 Tim 4,14–16 „Vernachlässige die Gnade nicht, die in dir ist und die dir verliehen wurde, als dir die Ältesten aufgrund prophetischer Worte gemeinsam die Hände auflegten… Achte auf dich selbst und auf die Lehre; halte daran fest! Wenn du das tust, rettest du dich und alle, die auf dich hören.“

 Kann man ohne Frau glücklich leben? Bei den alten Römern durften die Senatoren nicht heiraten, um für ihre Stadt voll einsatzbereit zu sein. Heute muss ein Pfarrer ähnlich wie ein Manager eine „Firma“ leiten. Das ist zeitaufwändig. Wenn Sie sehen, wie Manager heute leben – sind ihre Familien glücklich? Im Unterschied zu den Ehepaaren leben wir Franziskaner die evangelischen Räte (Gehorsam, Keuschheit, Armut) und pflegen unsere Gemeinschaft durch gemeinsamen Tisch und gemeinsames Gebet.  Welche Beziehung soll ein Priester zum Geld haben? So wie ich mit den anderen Gegenständen umgehe, so gehe ich mit Geld um. Jeder Priester soll eine einwandfreie Beziehung zu Geld haben. Als Ordensmann habe ich das Gelübde der Armut abgelegt – diese Armut verwirklicht sich durch meine Arbeit.  Kann es für einen Priester schwierig sein zu gehorchen? Der Priester tut seinen Dienst, er ist kein Machthaber. Deshalb gehört „Gehorchen“ zu seinem Dienst. Für Franziskaner bedeutet das, Minderbruder zu sein.


8

II. Vatikanum

10. Jänner 2010

Gottes Wort in Mens D Der Grazer Dogmatiker Dr. Bernhard Körner skizziert für das Sonntagsblatt die Grundideen, die Anliegen und die Ergebnisse des II. Vatikanischen KonziIs. Foto: Sonntagsblatt

DIE KIRCHE FREUT SICH – DAS KONZIL WIEDER LESEN

04

EINE SONNTAGSBLATT-SERIE VON BERNHARD KÖRNER

Konzils-Ton

Das von Gott Geoffenbarte, das in der Heiligen Schrift enthalten ist und vorliegt, ist unter dem Anhauch des Heiligen Geistes aufgezeichnet worden; denn auf Grund apostolischen Glaubens gelten unserer heiligen Mutter, der Kirche, die Bücher des Alten wie des Neuen Testamentes in ihrer Ganzheit mit allen ihren Teilen als heilig und kanonisch, weil sie, unter der Einwirkung des Heiligen Geistes geschrieben (vgl. Joh 20,31; 2 Tim 3,16; 2 Petr 1,19–21; 3,15-16), Gott zum Urheber haben und als solche der Kirche übergeben sind. Zur Abfassung der heiligen Bücher hat Gott Menschen erwählt, die ihm durch den Gebrauch ihrer eigenen Fähigkeiten und Kräfte dazu dienen sollten, all das und nur das, was er – in ihnen und durch sie wirksam – geschrieben haben wollte, als echte Verfasser schriftlich zu überliefern. Da die Heilige Schrift in dem Geist gelesen und ausgelegt werden muss, in dem sie geschrieben wurde, erfordert die rechte Ermittlung des Sinnes der heiligen Texte, dass man mit nicht geringerer Sorgfalt auf den Inhalt und die Einheit der ganzen Schrift achtet, unter Berücksichtigung der lebendigen Überlieferung der Gesamtkirche und der Analogie des Glaubens. Aufgabe der Exegeten ist es, nach diesen Regeln auf eine tiefere Erfassung und Auslegung des Sinnes der Heiligen Schrift hinzuarbeiten, damit so gleichsam auf Grund wissenschaftlicher Vorarbeit das Urteil der Kirche reift. Aus der Offenbarungskonstitution „Dei verbum“ (DV)

as Zweite Vatikanische Konzil hat die einzigartige Bedeutung der Schrift deutlich herausgearbeitet. Damit entspricht es nicht nur den Anliegen der Bibelbewegung, die es bereits vor dem Konzil in der Kirche gegeben hat, sondern auch dem Anliegen der Ökumene: Die Heilige Schrift wird ja von allen Christen als die gemeinsame Grundlage anerkannt. Ihre Bedeutung spiegelt sich auch im Aufbau der Offenbarungskonstitution, die der Heiligen Schrift insgesamt vier Kapitel widmet. Man kann die Bibel natürlich auch wie andere literarische Werke analysieren und beschreiben – damit wird man aber nicht der Tatsache gerecht, dass sie Gottes Wort in Menschenwort ist. Im Unterschied zu einer rein literarischen Betrachtungsweise geht eine theologische Betrachtungsweise von der Glaubensüberzeugung aus, dass die Heilige Schrift auf einzigartige Weise das Wort Gottes bezeugt, ja – wie die Offenbarungskonstitution sagt – Gottes Wort „ist“. Sie ist also das Wort Gottes, das im Glauben der ersten Zeugen und der Glaubensgemeinschaft der Kirche angenommen und von inspirierten Verfassern zur Sprache gebracht worden ist. So ist sie die erste und einzigartige Quelle des christlichen Glaubens.

Glaubensaussagen zur Bibel Da – wie es das Konzil formuliert hat – „Gott in der Heiligen Schrift durch Menschen nach Menschenart gesprochen hat“ (DV 12), ist die Bibel ein besonderes Buch, die – wie wir sagen – Heilige Schrift. In diesem Sinn werden durch die Offenbarungskonstitution die wesentlichen Glaubensaussagen über die Heilige Schrift in Erinnerung gerufen, die bereits früher formuliert worden sind: Der Kanon der Heiligen Schrift umfasst die 45 Bücher des Alten und die 27 Bücher des Neuen Testamentes – der Text der Konstitution verweist in der Fußnote auf das Erste Vatikanische Konzil (1869/1870), das seinerseits auf das Konzil von Trient (1545–1563) verweist, das wiederum mit dem Konzil von Florenz (1439–1443) übereinstimmt. Inspiration der Heiligen Schrift bedeutet:

Per Stimmzettel haben die Konzilsteilnehmer ihre Haltung zu den einzelnen Themen kundgetan. Fotos: KNA

Die Heilige Schrift ist als ganze unter Einwirkung des Heiligen Geistes verfasst worden. Das Konzil weist jede Einschränkung der Inspiration auf bestimmte Teile oder einzelne Aussagen der Heiligen Schrift zurück. Andererseits vertritt das Konzil nicht die Auffassung, dass Gott den biblischen Schriftstellern den Text diktiert hat, wohl aber, dass Gott durch das Wirken des Heiligen Geistes die Verlässlichkeit des Textes sichergestellt hat, den die menschlichen Verfasser formuliert haben. Diese Verlässlichkeit der Heiligen Schrift wurde durch die Jahrhunderte immer als Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift gelehrt. Wie ist das zu verstehen? Dieser Frage hat sich auch das Konzil gestellt, denn es war den Konzilsvätern natürlich klar, dass es in der Heiligen Schrift historische und naturwissenschaftliche Irrtümer gibt. Aber in der Heiligen Schrift geht es nicht um historische oder naturwissenschaftliche Informationen, sondern es geht um das Heil, das heißt es geht darum, dass Menschen sich im Glauben auf Gott einlassen, mit ihm in Beziehung kommen und mit ihm in Gemeinschaft leben. Das will Gott durch die Offenbarung und das Wort Gottes erreichen. Deshalb stellt die Offenbarungskonstitution fest, dass die Bücher der Heiligen Schrift „sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren, die Gott um unseres Heiles willen in heiligen Schriften aufgezeichnet haben wollte“. Darauf kommt es beim Lesen der Heiligen Schrift an: dass Menschen entdecken, wer Gott ist und dass er uns anspricht – zu unserem Heil.


II. Vatikanum

10. Jänner 2010

chenwort

Papst Paul VI. inthronisierte zu Beginn der 4. Sitzungsperiode im September 1965 feierlich die Heilige Schrift.

9

Konzils-Wissen

Historisch-kritische und dogmatische Auslegung

und Neuen Testamentes, der sich menschlicher Verfasser bedient.

Eine vom Konzil aus theologischen Gründen anerkannte Methode besteht darin, historischkritisch die Aussageabsicht der Verfasser der biblischen Schriften zu erforschen. Dabei muss man auf die literarischen Gattungen achten, auf die Situation, in der ein Text entstanden ist, aber auch auf die vorgegebenen umweltbedingten Denk-, Sprach- und Erzählformen. So muss man – wie das Konzil sagt – „sorgfältig erforschen, was die heiligen Schriftsteller wirklich zu sagen beabsichtigen und was Gott mit ihren Worten kundtun wollte“ (DV 12). Dabei geht es um eine Antwort auf die Frage: „Was wollten die Verfasser damals ihren Lesern sagen?“ In einem zweiten, ebenso unverzichtbaren Schritt geht es um die Antwort auf die

Stichwort „Analogie des Glaubens“: Weil die Heilige Schrift auf den einen Gott als Autor zurückgeht, deshalb kann und muss die Heilige Schrift so als Einheit gelesen werden, dass die einzelnen Aussagen im Licht der anderen Aussagen ausgelegt und verstanden werden. So muss z. B. die Aussage vom Gericht Gottes im Licht der Aussage über die Liebe Gottes gelesen werden – und umgekehrt. Stichwort „Überlieferung“: Im Glauben gehen die Christen davon aus, dass auch die Auslegung der Heiligen Schrift nicht ohne den Beistand des Heiligen Geistes erfolgt – wenigstens dort, wo sich die Christen und die Kirche ausdrücklich darum bemühen. So gilt auch die Überlieferung als eine

Foto: KNA

INTERVIEW Prof. Dr. Franz Zeilinger war bis 2002 Ordinarius für Neues Testament in Graz. Foto: Neuhold  Wo waren Sie, als in Rom die Konzilsväter tagten? Zufällig genau an dem Tag, an dem das Zweite Vatikanische Konzil eröffnet wurde, saß ich am 11. Oktober 1962 im Zug nach Rom, um zwei Jahre am Vatikanischen „instituto biblico“ zu studieren.  Was bedeutete das „Ereignis Konzil“? Es war für uns Junge – ich war seit zwei Jahren Priester – ein ungeheures Erlebnis, wie eine „Bombe“, dass wir plötzlich die Liturgie in der Volkssprache feiern konnten. Und das Konzil öffnete sich für die Methoden der Bibelwissenschaft, die bei den Protestanten gang und gäbe waren.  Was war neu am Umgang mit der Heiligen Schrift? Die Bibel musste nicht nur fromm, sondern durfte jetzt auch historisch-kritisch angeschaut werden. Es war eine Befreiung der Bibel. Kardinal Augustin Bea hatte schon vorher die Weichen für diese positive Sicht gestellt. Wir waren in einer wirklichen Aufbruchsstimmung.

Konzilstheologe Joseph Ratzinger im Gespräch mit dem Wiener Kardinal Franz König.

Orthodoxe Beobachter verfolgen mit Aufmerksamkteit die einzelnen Konzilsdebatten.

Frage „Was will Gott uns heute durch diesen Text sagen?“ Die Christen lesen die Heilige Schrift ja nicht in erster Linie als Historiker, sondern als gläubige Menschen, die das Wort Gottes verstehen wollen. Und nur diese Perspektive entspricht der Bibel als einem Buch, das im Glauben und für den Glauben verfasst worden ist.

wichtige Richtschnur für das Verständnis der Heiligen Schrift – z. B. feierliche Entscheidungen der Konzilien und des Papstes, der Konsens der Kirchenväter oder der Theologen, aber auch der Konsens der Glaubenden durch die Jahrhunderte.

Die Unterschiede, die bei der Beantwortung dieser Fragen sichtbar geworden sind, machen deutlich, dass dabei verschiedene weltanschauliche und religiöse Denkvoraussetzungen ins Spiel kommen. Die Frage, wie die Heilige Schrift im Glauben richtig verstanden wird, kann nur beantwortet werden, wenn man darauf achtet, wie nicht nur Einzelne die Heilige Schrift auslegen, sondern wie sie durch die Glaubensgemeinschaft der Kirche durch die Jahrhunderte verstanden worden ist. Deshalb fordert das Konzil für die Auslegung der Heiligen Schrift, „dass man mit nicht geringerer Sorgfalt auf den Inhalt und die Einheit der ganzen Schrift achtet, unter Berücksichtigung der lebendigen Überlieferung der Gesamtkirche und der Analogie des Glaubens“. (DV 12) Was heißt das? Stichwort „Einheit“: Auf Grund ihres Glaubens gehen die Christen davon aus, dass hinter der Heiligen Schrift mit ihrer Vielzahl von Verfassern, Traditionen, literarischen Formen usw. im Letzten ein einziger Autor steht: der eine Gott des Alten

Die Auslegung der Heiligen Schrift erfolgt also im Licht des Glaubens der Kirche. Die Kirche erweist sich also nach katholischem Verständnis als unverzichtbar, wenn erkannt werden soll, welche Bücher zur Heiligen Schrift gehören (Kanon) und wie sie in rechter Weise auszulegen ist. Aber andererseits steht die Kirche unter dem Maßstab des Wortes Gottes. Deshalb sagt das Konzil auch, dass die Kirche und ihr Lehramt nicht über, sondern unter dem Wort Gottes stehen und ihm dienen müssen (DV 10). Um sich des Wortes Gottes zu vergewissern, ist die Kirche aber in besonderer Weise auf das Ursprungszeugnis der Heiligen Schrift angewiesen. Das im Glauben der Urkirche bezeugte Wort Gottes, das von der Heiligen Schrift (dem „Ursprungs-Zeugnis“) dokumentiert wird, ist für alle späteren Phasen der Kirchen- und Glaubensgeschichte maßgeblich. Beides gilt: Die Kirche muss am Wort Gottes Maß nehmen, und das Wort Gottes finden wir im bzw. durch den Glauben der Kirche. Das ist und bleibt ein spannender Weg, und so strebt die Kirche – wie das Konzil sagt – „der Fülle der göttlichen Wahrheit entgegen, bis an ihr sich Gottes Worte erfüllen“. (DV 8)


10

Weltkirche

10. Jänner 2010

Dach der Welt. Die Menschen der Anden trotzen den Härten des Klimas. Foto: Lidija Vindiš

„Wie geht es, mein Freund?“ Lidija Vindiš studiert Volkskunde und Kulturanthropologie in Graz. Ihren sechswöchigen Missionseinsatz in Peru betrachtet sie als eine große Bereicherung für ihr Leben.

D

aher, geliebte Brüder, seid standhaft und unerschütterlich, nehmt immer eifriger am Werk des Herrn teil und denkt daran, dass im Herrn eure Mühe nicht vergeblich ist.“ (1Kor 15, 58) – Sitzend am Straßenrand, warte ich auf den Augusto, mit dem ich Deutsch lernen sollte. Um mich grasen die Schafe. Hoch in den Anden auf 3400 m Seehöhe Deutsch lernen zu wollen, ist sicherlich ungewöhnlich. Die Nachbarn erklären, dass Augusto auf seiner „Chacra“ (Acker) ist, wie alle anderen um die Mittagszeit. Alle können wir Missionare sein im Alltag und nicht nur in entfernten Ländern. Nach sechswöchiger Missionszeit in Peru beginnt mein Weg erst. Im Juli machte ich mich mit 15 jungen Menschen auf den Weg. Unsere Vorbereitungen begannen aber schon ein Jahr vorher, als wir uns entschieden haben, diesen Sommer auf einer Missionsstation zu verbringen. Das Programm POTA (die Wege), das unter der Obhut vom Jugend-Informationszentrum in Ljubljana geleitet wird, schickt seit fünf Jahren junge Menschen in die ganze Welt, um freiwillige Arbeit in hilfebedürftigen Regionen zu leisten. Wir hatten Vorbereitungstreffen und sammelten in den Pfarren Sloweniens und auch in Graz bei der slowenischen katholischen Mission (Mariahilf) finanzielle Mittel, die wir anschließend nach Peru brachten. Die Reise- und Verpflegungskosten zahlte jeder selbst.

Über München und Madrid kamen wir nach fast 13 Stunden Flug in Lima an. Dort begrüßten uns schon die Ursulinenschwestern, unter ihnen die Slowenin Andreja Godni, die schon einige Jahre im fremden Lande weilt. Das Reisegepäck und die gesammelten Materialien kamen vorerst nicht an. Eine klare Botschaft: Im Leben sind nicht Sachen, sondern wir wichtig. Wir haben nichts, so können wir nur uns selber geben. Am nächsten Tag fuhren wir 400 km nach Osten los. Während der Fahrt bewunderten wir die wunderschöne Landschaft der Anden. Die Natur macht es den Menschen hier nicht leicht. Das Land ist gespalten zwischen der Küste des Pazifiks, den Anden und dem amazonischen Urwald. Wie schön aber die Natur auch erscheinen vermag, sie erfordert harte Arbeit. Am Tag sticht die Sonne bis zu 25 Grad Celsius, wobei es in der Nacht eiskalt wird. Erosion und Erdbeben bewegen das Land schon seit Menschengedenken und stoßen die Menschen in die Armut.

Fremder Kultur mit Umsicht begegnen. Lidija Vindiš erlebte im Missionseinsatz, welchen Reichtum das Tun für Menschen bringt. Foto: privat

Gerade zu den Armen dieses Landes kamen wir. Gemeinsam mit den Ursulinenschwestern arbeiteten wir in Dörfern mit bis zu 4000 m Seehöhe. Die Menschen der Anden leben sehr zurückgezogen und sind große Mystiker. Die Schwestern warnten vor jeder unüberlegten Tat, mit der wir künstliche Bedürfnisse schaffen könnten. Also Bedürfnisse, die Kinder vor unserer Ankunft nicht hatten. Heute Missionar zu sein bedeutet vorsichtig zu handeln. Im Spiel sind jahrtausendealte Überzeugungen und Emotionen. Die Kirchen sind meist voll, die Gläubigen erhalten aber selten die Sakramente. Ein Kind wird erst dann getauft, wenn es sich seine Taufpaten leisten kann. Das kann mit einem Jahr, zehn Jahren oder gar nie passieren. Unsere Aufgaben waren sehr unterschiedlich. Zunächst waren die Schulbesuche wegen des Virus H1N1 nicht möglich, da jedwede Menschenversammlungen untersagt waren. So malten wir Bibliotheken und kleine Kapellen aus, bauten Spielfelder vor den Schulen oder waren einfach mit den Menschen zusammen. Das Leben mit wenig Wasser, ohne Strom und ohne andere europäische Güter veränderte uns allmählich. Eines wurde klar: Wir brauchen die Kinder mehr als sie uns. Schon vom ersten Tag an nahmen sie uns als Freunde auf und sangen stets „Como estas amigo, como estas?“, also „Wie geht es dir, mein Freund?“ Die Erfahrung, ein Bote der Freude und der Hoffnung zu sein, ist ein einzigartiges Erlebnis, das ich mit möglichst vielen Menschen teilen will. Am Ende bleibt eine große Dankbarkeit, den großzügigen Mitmenschen und Gott gegenüber. Denn die geleistete Mühe, um Gutes zu tun, kann nie vergeblich sein. LIDIJA VINDIŠ


Weltkirche

10. Jänner 2010

WEIHNACHTSZEIT IN GRAZ-SÜD

11

EINE WELT

Der Konzilstheologe Edward Schillebeeckx ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Der in Löwen in Belgien geborene Dominikaner lehrte vor allem an der Universität Nijmegen in den Niederlanden Dogmatik. Als „glücklicher Theologe, der in loyaler Opposition zur katholischen Kirche steht“, beschrieb sich der Priester. Mehrere Verfahren der Glaubenskongregation gegen ihn waren eingestellt worden. Foto: KNA Krippe mit Hintergrund. Hineingeboren ins Hier und Jetzt – Jesus Christus, geboren für uns, aktuell in unserem Alltag, mit unseren Freuden und Sorgen. – Verdeutlicht wird dieser Gedanke durch die heurige Krippendarstellung in der Pfarre Graz-Süd. Sowohl die biblischen Figuren stellen das Geschehen der Krippe in die Gegenwart als auch der Hintergrund, der aus Zeitungsausschnitten besteht und an Ereignisse erinnert, die uns in der heurigen Weihnachtszeit betroffen (gemacht) haben. „Heute ist euch in der Stadt Davids der Heiland geboren“, verkündet das Weihnachtsevangelium. Die Krippe in Graz-Süd greift dieses „Heute“ auf und gibt ihm einen aktuellen Bezug für eine Welt, die weiterhin Erlösung, Befreiung, Rettung nötig hat. Foto: Grafeneder

Die Erlebnisgesellschaft ist oft dem Leben recht fern Bilanzen und Zahlen zu Neujahr nahm Bischof Scheuer aufs Korn. Ein „starkes Wir“ sei angesichts vieler Tendenzen zur Vereinsamung und Individualisierung, aber auch wegen Egoismus und Gier für das neue Jahr eine zentrale Aufgabe. Das regte der Innsbrucker Bischof Dr. Manfred Scheuer in seiner Silvesterpredigt an. Es gelte, dem Gefühl einer „resignativen Ohnmacht“ zu widerstehen und ein dichtes Beziehungsnetz zu knüpfen. Die „Innerlichkeit des Glaubens“ könne nur in einem Zusammenspiel von Frömmigkeit und weltveränderndem Handeln bestehen. Scheuer trat für ein neues Miteinander von „Mystik und Politik“ ein. Gegenüber muslimischen Zuwanderern seien Ängste ernst zu nehmen und durch mehr Begegnung abzubauen. Zwischen dem „Islam als Glaubensgemeinschaft“ und einem „islamischen Fundamentalismus“ sei klar zu unterscheiden. Letzterer wolle seine Ziele „unter der Verletzung der Freiheit anderer und möglicherweise sogar mit Gewalt“ durchsetzen. Der christliche Glaube sei „zur Selbstkon-

trolle einer diesseitig-demokratischen Gesellschaft hilfreich, wenn nicht unentbehrlich“, hob der Bischof in der „Tiroler Tageszeitung“ hervor. Wenn sich der Mensch von Gott abwende oder jeder sich sein „religiöses Menü“ selbst zusammenstelle, gehe das in aller Regel auf Kosten des Menschen und der Menschlichkeit. Im „Abschied von Gott“ gehe der Gesellschaft Entscheidendes verloren: „ein Wissen um die Würde und Gnade“, aber auch „eine Sprache der Hoffnung und des Trostes“. Auf die Art anspielend, wie zu Neujahr Bilanzen gezogen werden, auf die überall erstellten „Skalen“ und „Rankings“, sprach Scheuer von einer „Magie der Zahlen“. Sie sei mit einer „zunehmenden Sprachlosigkeit“ verbunden. Der frühere Dogmatikprofessor formulierte: „Abgeholzt ist die Sprache der Sehnsucht, Worte für personale Begegnung und für den Glauben sind ausgeblutet oder durch das Vielerlei der unverbindlichen Rede verraten.“ Die heutige „Erlebnisgesellschaft“, die so viel vom Leben, vom Glück, vom Heil, von der Gesundheit rede, sei oft „dem Leben recht fern“. JOHANN A. BAUER

◗ UND 2010 IN ROTTERDAM Beim Taizé-Jugendtreffen zum Jahreswechsel in Posen ermutigte Prior Frère Alois die jungen Menschen, nicht hinzunehmen, „dass nur wenige vom Wirtschaftswachstum profitieren, während die große Mehrheit in Armut leben muss“. Zum nächsten Europäischen Jugendtreffen, erstmals in Holland, hat die Stadt Rotterdam eingeladen. ◗ EIN PRIMAS DES FRIEDENS Den mit 92 Jahren verstorbenen irischen Kardinal Cahal Daly hat neben dem Papst auch Irlands Premierminister Brian Cowen gewürdigt: Der „Mann von großem Intellekt und großer Menschlichkeit“ sei „eine starke Stütze des Friedensprozesses in Nordirland“ gewesen. Als Erzbischof von Armagh trug Daly den Ehrentitel Primas (Erster) von Irland. ◗ SCHÜSSE AUF DIAKON Im nordirakischen Mossul haben Unbekannte einen christlichen Ladenbesitzer und Diakon beschossen. Er überlebte den Angriff in seinem Geschäft schwer verletzt. Laut dem römischen Pressedienst „asianews“ wurde in Mossul auch eine christliche Studentin entführt. Mitglieder einer islamistischen Vereinigung bekannten sich zur Tat. ◗ GEBURTSTAG SILVERIS Am 9. Jänner vor 100 Jahren wurde in Graz der 1986 verstorbene Bildhauer Alexander Silveri geboren.


12

Reportage

10. Jänner 2010

10. Jänner 2010

Kraft fürs Leben

Projekt Krankenhaus-Sonntagsblatt-Abo Die vielen Bemühungen um die Seelsorge in den Krankenhäusern, die von den Krankenhausseelsorgern, Priestern, Ordensleuten und den vielen freiwilligen Frauen und Männern in unserem Land geleistet wird, wollen wir ab dieser Ausgabe mit einem eigenen Krankenhaus-Sonntagsblatt-Abo unterstützen. Die Initiatoren dieses Projektes, die Krankenhausseelsorger Bernd Oberndorfer und Maria Berghofer, haben sich zusammen mit Sonntagsblatt-Geschäftsführer Heinz Finster ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Wir wollen ermöglichen, dass in jedes Krankenhauszimmer der Steiermark Woche für Woche ein Sonntagsblatt gebracht werden kann“, fasst der Grazer LKH-Pfarrer Bernd Oberndorfer die Grundidee des Projektes zusammen. Für die Patienten gratis Die Verteilung der Sonntagsblätter wird von den KrankenhausseelsorgerInnen nach den Bedürfnissen der einzelnen Häuser koordiniert. Die Patienten erhalten das Sonntagsblatt gratis, die Kosten des Projektes werden von den Pfarren, der Krankenhausseelsorge und dem Sonntagsblatt mit Unterstützung von Sponsoren getragen.

13

IM ORIGINALTON

Sie machen die Arbeit und das vielfältige Leben der katholischen Was können sich die Menschen also von Kirche Land möglich. Zu Weihnachten wird verkündet, dass Gott Mensch gewo ihrem Geld erwarten? Was bezahlen sie damit? Ich wünsche Ihnen, dass diese freudige Botschaft bei Ihnen und Ihren F Ein Großteil wird für die seelsorgliche Begleiankommen Hertha Ferk, kann.

tung der Menschen verwendet. In der Diözese Leiterin der arbeiten dafürGute 400 Priester und 1000 Laien. Gesegnete Weihnachten und alles KirchenbeitragsEin Teil des Beitrages geht in die Erhaltung für ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr! organisation. und Pflege von Kulturgütern, damit die MenFotos: Neuhold schen auch in Kirchen und Kapellen gehen Hertha Ferk, Leiterin der Kirchenbeitragsorganisation können – für Stille und Gebet oder Kunst und Kultur. Etwas geht an die Caritas und über die Ich zahle den Kirchenbeitrag, Pfarrcaritas direkt an Menschen in Notsituaund was habe ich davon? tionen. Gerade die Caritas wird ja oft für eine  Mit einer Aktion im Einkaufszentrum City- Organisation wie „Licht ins Dunkel“ gehalten, park präsentiert die katholische Kirche ihre die sich von der Kirche unabhängig durch Spenden finanzieren würde. Es gibt vieles, was Vielfalt. Wie kann man das verstehen? jeder – unabhängig von seiner ReligionszugeMuss die Kirche jetzt schon Werbung hörigkeit – in Anspruch nehmen kann. machen für ihr Programm? Wir möchten mit den Menschen ins Ge Kann ich kommen und mit Ihnen über die spräch kommen und ihnen entgegengehen. Höhe meines Kirchenbeitrags diskutieren? Viele haben keine Vorstellung, was sie mit Selbstverständlich stelle ich mich gerne jeder ihrem Beitrag finanzieren. Hier brauchen wir Diskussion. Im Citypark möchten wir voruns nicht zu verstecken. Dieses Geld versiwiegend Kontakte herstellen. Sehr oft kommt ckert ja nicht in dunklen Kanälen. Der Kires einfach durch eine Fehleinschätzung zu chenbeitrag ist ein solidarischer Beitrag. Ein einer falschen Berechnung des Beitrags, die Großteil des Geldes kommt direkt den Steinur bei einem Gespräch korrigiert werden rerinnen und Steirern zugute, fließt nicht ins kann. Jetzt wird es Zeit für den JahresausAusland. Das schluckt nicht der Zentralappagleich. 200 Euro vom Kirchenbeitrag sind abrat, sondern es dient der Basisfinanzierung in setzbar, darauf möchten wir auch hinweisen. den Pfarren.

Das Sonntagsblatt kommt zu den Kranken Seit bald zwei Jahrzehnten verteilt und verkauft Cäcilia Vollmann (Bild oben) in der Pfarre Knittelfeld das Sonntagsblatt an die Kranken. Ihre Schwester Theresia verrichtet diesen Dienst im Landesaltenpflegeheim. „Viele sind sehr dankbar für dieses Angebot“, erzählt die engagierte ehemalige Krankenschwester, „werden sie so doch darüber informiert, was in der Kirche der Steiermark passiert, und bekommen wertvollen Lesestoff für die Zeit im Krankenhaus.“

Liebe Kirchenbeitragszahler! ����������������������������

Reportage

Ihr Kirchenbeitrag erfüllt die Kirche mit Leben – SchülerInnen des Augustinums bringen Schwung mit.

Meine Kirche und ich Mitten auf dem Marktplatz. Kirche findet in den nächsten Tagen auch im Einkaufszentrum statt. Dabei können Sie eine Sonntagsblatt-Reise gewinnen.

V

om Montag, 11., bis Samstag, 16. Jänner, ist der Citypark in Graz Schauplatz einer bunten Aktion, in der einzelne Bereiche der Diözese Graz-Seckau einen Ausschnitt aus der Leistungsvielfalt der Kirche zeigen. Sie komme damit zu ihren Ursprüngen zurück, erklärt Karl Veitschegger, stellvertretender Leiter des Pastoralamtes. Insofern kann er in der Citypark-Aktion keinen sensationellen Neuigkeitswert erkennen. Zumindest nicht auf die lange Geschichte der Kirche quer durch die Jahrhunderte hin gesehen. Kein Ort wäre ja zu profan, als dass sich dort Kirche ereignen könne. „Schon Paulus ging hinaus auf den Marktplatz von Athen, um mit den Leuten zu diskutieren. Auch von den ersten Konzilien wird berichtet, dass sie draußen auf den Plätzen weiter diskutiert wurden.“

Der Austausch von Ansichten und Meinungen ist Zeichen einer Lebendigkeit, die der Kirche heute vielleicht manchmal abgeht. Dort, wo Menschen zusammenkommen, hat sie immer schon ihren Platz gehabt. Hat dort ihre Angebote gezeigt, natürlich nicht ohne darauf hinzuweisen, dass das andere Angebote sind als Lebensmittel oder Kleidung. Gleichzeitig konnte sie auch eine wichtige Kritik äußern am Rummel, der den Menschen ablenkt von wichtigen Dingen, die dazugehören, damit er zu sich kommen kann. Die lebendige Vielfalt der Kirche zeigt sich in den Organisationen, die vor Ort sein werden: etwa die Junge Kirche, die Katholische Aktion, das Familienreferat und das Katholische Bildungswerk (Programm siehe rechts). Die Blitzlichter werden aber ein viel umfangreicheres Bild der katholischen Kirche zeigen, eines, das sich mancher nicht erwartet. Viele Menschen bringen Leistungen nicht mit der katholischen Kirche in Zusammenhang, die sie selbstverständlich und ohne großes Aufsehen für die Gesellschaft als Ganzes erbringt, etwa wichtige soziale Arbeit oder den Arbeitslosenfonds.

Das Angebot im Bildungsbereich soll Gusto darauf machen, etwas Neues zu probieren. So versteht es zumindest Erich Hohl, interimistischer Leiter des Bildungshauses Mariatrost, der dort mit seinem Programm zu treffen sein wird. Er bietet die Chance, „zu gustieren und sich zu informieren, was wir bieten, damit wir auf Veranstaltungen aufmerksam machen können“. Es muss sich keiner irgendwo ein Programm abholen, sondern kann sich alles im Vorbeigehen mitnehmen, um zu Hause in Ruhe zu schmökern – natürlich gratis das Sonntagsblatt inklusive. Highlight der Aktion ist am Freitag ein Auftritt des Volksmusikstars Provisor Franz Brei. Gerade ein Priester, der keine Angst davor hat, mit seinem Talent auf die Menschen zuzugehen, ist auch ein Bild für die Kirche. Er bleibt nicht unumstritten, stößt nicht nur auf Zustimmung, da manche meinen, er solle sich nicht auf diese Weise präsentieren. Während der ganzen Woche läuft ein Gewinnspiel mit tollen Preisen. Der Hauptpreis, eine 9-tägige Reise nach Sizilien, wird vom Sonntagsblatt zur Verfügung gestellt und „unter der Aufsicht“ von Franz Brei gezogen.


14

Glaube

10. Jänner 2010

Verantwortlich leben Zertifikatsübergabe. pro-humanis-Gründerin Gusti Wögerer überreicht die Urkunde an Christian Treitler. Foto: Labner

Ehrenamtlich begleiten Sozialbegleitung und Beratung bietet der Verein „pro humanis“. „pro humanis“ feiert Zuwachs: 48 neue ehrenamtliche Sozialbegleiterinnen und Sozialbegleiter werden nun steiermarkweit Menschen mit psychischen Erkrankungen Zeit und Zuwendung schenken. Vereinsgründerin Gusti Wögerer übernahm bei der Abschlussveranstaltung der Grundschulung die Zertifikatsverleihung an die neuen Sozialbegleiterinnen und -begleiter. Gut vorbereitet durch die elfteilige Seminarreihe „Einführung in die soziale Psychiatrie“, treten sie das Ehrenamt Sozialbegleitung an. „Bei Sozialbegleitung gewinnen alle: Die Begleiteten finden Anschluss an die Gesellschaft, die Begleitenden erleben eine sinnvolle, wertgeschätzte Tätigkeit, Angehörige erfahren Entlastung, und die Gesellschaft profitiert von den positiven Erfahrungen der Mitglieder“, ist Geschäftsführerin Pauline Leitner überzeugt. Klare Rahmenbedingungen und professionelle Betreuung machen das Ehrenamt auch für immer mehr Männer attraktiv. Mit knapp mehr als einem Drittel ist ihre Beteiligung auf ein erfreuliches Ausmaß angewachsen. Der „Verein pro humanis leben. helfen.“ hat seinen Grazer Sitz in der Dreihackengasse 1, 8020 Graz. Telefonisch erreichbar ist pro humanis Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr unter Tel. (0 31 6 ) 82 77 07, Fax (0 31 6) 82 77 07 4, E-Mail: office@prohumanis.at Beratung nach Vereinbarung.

Spannende Bildungstage. Die steirischen Pfarrhaushälterinnen genossen ihre Fortbildung mit unterschiedlichsten Themen. Hier ein Rückblick.

D

as Motto „Verantwortlich leben“ könnte man als Bogen über die jüngsten Bildungstage für die steirischen Pfarrhaushälterinnen spannen. Begonnen hat es mit einem besonderen Kochseminar: „Einkauf, Lagerung und Zubereitung von heimischen Fischen“ hat Helfried Reimoser in sehr lebendiger und fachkundiger Weise den Fachfrauen nahegebracht. Die vielen praktischen Tipps vom Ausnehmen, Schuppen bis zum Schröpfen waren besonders wertvoll. Von der Fischsuppe über den Parmesanfisch, Karpfen in Weinteig, Knusperfisch, Fischgröstl, gebratene Forelle, Lachsforelle aus der Sauna mit Weincreme, Karpfen süß-sauer, Kostproben von Räucherfischen bis zum Räucherfischaufstrich probierten die Teilnehmenden die köstlichen Gerichte. Zum Thema „Mit Humor durchs Leben“ gestaltete Astrid Fink-Gradl, Pädagogische Mitarbeiterin im Katholischen Bildungswerk, den zweiten Tag. Auf anschauliche Weise wurde Fragen nachgegangen wie: Ist Lachen wirklich gesund? Worüber wird gelacht? Wie lässt sich Humor nutzen? Wer lacht, ist jedenfalls besser drauf und dran! Denn Humor ist die Quelle für eine grundsätzliche Lebensfreude. Natürlich hatten die Pfarrhaushälterinnen auch selbst viel zum Lachen. Und das nicht nur während der Bildungstage. Bei „besonderen Besichtigungen in Graz und in der Weststeiermark“ erschloss Hoch-

schulseelsorger MMag. Alois Kölbl, der auch Vorsitzender der Sektion für kirchliche Kunst in der Diözesankommission für Liturgie ist, die Wirkung der Autonomen Kunst – Neues trifft Altes – in der Pfarrkirche Graz-St. Andrä. Ein einheitlich gestaltetes Werk war anschließend zu erleben – die von Othmar Krenn gestaltete Kirche St. Lukas am Eggenberger Gürtel in Graz, ein Symbol der Wanderschaft mit Verweisen auf Bibelstellen und Metaphern von der Straße. In der Emmauskapelle in Wernersdorf bei Wies waren die figuralen Wandmalereien des Künstlers Gerald Brettschuh zu betrachten. „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.“ Mit diesem Spruch Juvenals begann Eva Dertzmanek, Diätologin am Klinikum Graz, den letzten Tag, der dem Thema „Schau genau – Essen für Körper, Geist und Seele“ gewidmet war. Ausgehend von der Ernährungspyramide, der Berechnung des Energiebedarfes und des Flüssigkeitsbedarfes hörten die Teilnehmerinnen viel von den Inhaltsstoffen der Lebensmittel mit ihren Auswirkungen und über die Stärkung des Immunsystems. Die Referentin riss auch die Themenbereiche Lebensmittelzusätze und E-Nummern an. An Hand von zwei Ernährungstagesbeispielen zeigte sie im Vergleich kcal, Fett, Salz, Vitamin C, Calcium und Ballaststoffe auf. Ein Resümee der spannenden und inhaltsreichen Tage lautete, nach Joel Barker: „Widmen wir der Zukunft mehr Aufmerksamkeit, denn dort verbringen wir den Rest unseres Lebens!“ Der Beruf der Pfarrhausfrau ist ein sehr vielfältiger Beruf, der heute auch in verschiedener Weise ausgeübt wird. Die Weiterbildung und auch die geistliche Begleitung stärken die vielen Facetten dieses Berufes, aber auch die Gemeinschaft untereinander.

In Graz-St. Lukas ließen sich die Pfarrhausfrauen einen einheitlich durchgestalteten Kirchenraum erschließen. Foto: Schwarzbauer


10. Jänner 2010

Reden von Gott – Kommentar

15

POSITIONEN Der „Priester“ mit dem Taktstock Ein Feuerwerk vor der Kathedrale von Santiago de Compostela erfreut die Jakobspilger an besonderen Festtagen – im heurigen „Jakobusjahr“ wohl ein ganz spezielles. Foto: KNA

Moderne Spiritualität 10 Millionen Pilger werden im „Jakobusjahr“ in Santiago de Compostela erwartet, das auch Ziel der Sonntagsblatt-Leserreise ist.

I

m berühmten spanischen Wallfahrtsort ist zum Jahreswechsel das „Jakobusjahr“ 2010 eingeläutet worden. Mit drei kräftigen Hammerschlägen gegen die „Heilige Pforte“ der Pilgerkathedrale eröffnete Erzbischof Julian Barrio das 119. Jakobus-Jahr seit der Einführung von so genannten „Xacobeos“ im 12. Jahrhundert. Erwartet werden in den kommenden Monaten weit mehr als zehn Millionen Besucher. Auch die Teilnehmer(innen) an der diesjährigen Sonntagsblatt-Leserreise werden sich in die Pilgerschar einreihen. Nach fünf Tagen in Portugal wird in Santiago der Zielpunkt der Reise sein.

Aus Italien „Ungenießbare“ Predigten Der italienische Bischof Mariano Crociata ging mit katholischen Predigern hart ins Gericht. Ansprachen in Gottesdiensten erwiesen sich häufig als „süßlicher und bedeutungsloser Brei“ und seien „ungenießbar oder zumindest wenig nahrhaft“, sagte der Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz bei einem Liturgiekongress für Priesteranwärter. Während früher eine Gefahr für Prediger gewesen sei, in Moralismus abzugleiten, drohe heute ein Trend zu einer Innerlichkeit ohne Konsequenzen für das Verhalten. Ziel müsse sein, die Heilsbotschaft zu verkünden und die Hörer vor eine Glaubensentscheidung zu stellen.

Ein „heiliges Jakobusjahr“ wird in der Stadt im äußersten Nordwesten Spaniens immer dann begangen, wenn der Todestag des Apostels, der 25. Juli, auf einen Sonntag fällt. Schon seit der ersten Jahrtausendwende zieht der Jakobsweg, dessen Netz sich durch ganz Europa zieht, Pilger Richtung Santiago de Compostela. Der spanische Ort entwickelte sich neben Rom und Jerusalem zum wichtigsten Wallfahrtsziel der Christenheit. Seit Papst Johannes Paul II. und der Europarat 1987 zur Wiederbelebung der Jakobswege aufriefen, setzte eine Renaissance ein. Papst Benedikt XVI. wies auf die Bedeutung des Jakobusweges für Europa hin. Die große Pilgerroute, die von Glaubenseifer, Buße, Gastfreundschaft, Kunst und Kultur geprägt sei, spreche „beredt von den spirituellen Wurzeln des Alten Kontinents“, so der Papst in einer Grußbotschaft. Seit Jahrhunderten sei Santiago das Ziel von Menschen aus ganz Europa, die auf diesem Weg ihren Glauben erneuerten und stärkten. Kirche und Behörden haben sich intensiv auf den erwarteten Ansturm vorbereitet. So werden fünfmal täglich Pilgermessen gefeiert, bis zu zehn neue Herbergen sollen eröffnet werden. Ziel sei ein „modernes heiliges Jahr“, das nicht nur auf die Geschichte des Jakobsweges schaut, sondern eine „neue, moderne Spiritualität beleuchtet“, erklärt Ignacio Santos, Generaldirektor des Xacobeo-Konsortiums, das für die Ausrichtung der Jakobsjahre zuständig ist. Geplant sind auch mehr als 2000 kulturelle Veranstaltungen, darunter zahllose Theater- und Musikvorführungen. Bereits im 12. Jahrhundert erklärte Papst Alexander III. Santiago neben Rom und Jerusalem zur „heiligen Stadt“. Der wichtigste Teil des Jakobswegs von den Pyrenäen nach Santiago ist 1987 zur ersten europäischen Kulturstraße ernannt und 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. KATHPRESS

Millionen Menschen in aller Welt verfolgten fast jede seiner Handbewegungen, als der 85-jährige Georges Prêtre die Wiener Philharmoniker beim Neujahrskonzert 2010 mit erfrischendem Schwung dirigierte. Der Maestro selbst – „prêtre“ bedeutet auf Französisch „Priester“ – betont jedoch gern, dass er „gar kein Dirigent“, sondern nur „Interpret“ und „Diener der Musik“ sei: „Es ist eine Sache, den Takt richtig schlagen zu können, zu wirklich guten Resultaten kommt man aber nur, wenn man die Musik erspürt, ja erliebt.“ Zugleich ist es ihm wichtig, die Musiker vergessen zu lassen, dass sie ein Stück bereits kennen, um es neu zu entdecken. Für den Stiefelmachersohn, der sich seinen Musikerberuf schwer erkämpfen musste, ist die Liebe überhaupt das „Zauberwort für alles auf der Welt“: „Wer nicht liebt, kann auch keine Kunst machen.“ Prêtre, der immer „an das Gute im Menschen“ glaubt, stellt sich nicht über den Schöpfer eines Werks und verleiht dem Wort „Dienen“ eine neue, wertschätzende Bedeutung. Für uns als Christen lautet der Grundauftrag „Dienet zuerst Gottes Reich“. Wobei nicht „erstens, zweitens, drittens…“ gemeint ist, sondern nur erstens: „Alles andere wird euch dazugegeben.“ Denn wie ein guter Diener in einem besonderen Vertrauensverhältnis zu seinem Herrn steht, lässt auch Gott seine Getreuen immer mehr Einsicht in sein Wollen und Tun nehmen. Und diese Einsicht kann in unserem Leben, das wir vielleicht schon hinlänglich zu kennen glaubten, vieles neu zum Klingen bringen.

Gertraud Schaller-Pressler


16

Familie

10. Jänner 2010

ZUM NACHDENKEN Du bist Leben LEBEN sehe ich in deinem kleinen Gesicht. Ein helles Leuchten in deinen Augen, die rosige Farbe deiner Wangen und das aufrichtige Lächeln, das du mir schenkst. LEBEN zeigen mir deine winzigen Hände. All die feinen Linien, die dich als einzigartig ausmachen, die Fingerchen, die du der Welt entgegenstreckst, und dein sicherer Griff, mit dem du versuchst, mich festzuhalten. LEBEN fühle ich mit dem sanften Pochen deines Herzens, dem gleichmäßigen Puls, der zeigt, wenn du ruhig und zufrieden bist, einem erhöhten, aufgeregten Schlagen, wenn du dabei bist, Neues zu entdecken, und der von deiner Mitte ausstrahlenden Wärme, die mich durch dein Vertrauen ausfüllt. LEBEN nehme ich durch jede Bewegung deiner noch so zarten Füße wahr. Das Zappeln und Strampeln, wenn du dich an deinem Sein erfreust, deine Zehen, die sich vorsichtig im Gras nach vorne tasten, deine ersten, zaghaften Schritte, die du in meine Richtung machst. Du bist LEBEN. Du bist Teil meines Lebens. Du machst mein Leben wertvoll. KATHARINA GEISSLER

Wie im Boden Wie der Boden will ich deine Füße tragen. Wie der Himmel deine Stirn und deine Seele berühren. Wie der Regen sanft über deine Haut streichen. Wie der Wind dein Haar zerzausen. Wie die Sonne deine Augen zum Leuchten bringen. Wie die Nacht dich in Ruhe und Schlaf betten. Gut sein will ich dir, wie ich nur kann. CHRISTIANA ULZ

Wenn Frohbotschaft gelingt und Drohbotschaft keinen Platz hat, kann religiöse Erziehung der Bewältigung des Lebens dienen. Fotos: fotolia/Gautier/Mooij

Mit den Kindern unterwegs Kinder müssen sich auf ihre Eltern verlassen können. Religiöse Erziehung ist eine Wert- und Haltungserziehung, deren Ziel sein könnte, einen wachen und selbstbewussten Menschen zu fördern, der für die Aufgaben des Lebens begabt ist. Eltern leben in enger Gemeinschaft mit ihren Kindern. Der Erwachsene hat seinen Weg vielleicht schon gefunden und kann nun das Kind begleiten. Religiöse Erziehung ist ein Begleiten und Teilhaben-Lassen am eigenen Leben. Die Zusage zum Leben ist der Inhalt christlichen Glaubens. Wenn Eltern lebensbejahend erziehen, positive Sprache anwenden und Drohungen möglichst vermeiden, wird für Kinder spürbar: „Du bist gewollt, du wirst von uns angenommen, und wir sorgen für

Neues schöpfungsfreundliches Taufbüchlein Mit der Geburt eines Kindes wird Eltern die Gefährdung des menschlichen Lebens besonders bewusst – das gilt nicht nur für das individuelle Leben des Kindes und der Familie, sondern – in verstärktem Maße – auch für die Bedrohtheit und Zerstörung der Umwelt. In dieser besonderen Situation der Sensibilität und Sorge möchte das neue 82-seitige Taufbüchlein „Kind, du bist uns anvertraut“ (wir berichteten kurz in Nr. 1), herausgegeben von Mag. Hemma OpisPieber, Umweltbeauftragte, und Mag. Petra Ruzsics-Hoitsch vom Familienreferat der Diözese, Mut machen zu einem Leben unter Gottes Segen, aber auch konkrete Wege aufzeigen, wie Eltern die Zukunft ihres Kindes positiv mitgestalten können.

dich. Du gehörst in unsere Familie, und die Türen stehen offen, auch wenn es Zeiten gibt, wo du dich von uns entfernst.“ Im alltäglichen Leben mit Kindern kommen Eltern nicht umhin, über ihren eigenen Glauben nachzudenken. Den Kindern Achtung vor der Natur, Dankbarkeit gegenüber der Schöpfung zu vermitteln sollte im Erziehungsalltag selbstverständlich sein. Ebenso wie Toleranz und Wertschätzung gegenüber den Mitmenschen und anderen Religionen. Erwachsene dürfen oftmals mit den Kindern Lernende und Staunende sein. Das gelingt am besten, wenn sie mit den Kindern unterwegs sind, sie nicht „stoßen“ und auch nicht ständig vorauseilen. Kinder brauchen Zeit für ihre Entwicklung, und sie brauchen immer wieder die Erfahrung, dass sie den Eltern vertrauen und sich auf sie verlassen können. THERESIA SCHWAB

FÜR SIE GELESEN Kind, du bist uns anvertraut 4,90 Euro Das schöpfungsfreundliche Taufbüchlein hat u. a. folgende Inhalte: Segensgebete zu den Themen „Taufe“, „Leben“, „Zukunft“, „Verantwortung“, „Familie“, „Kinder“…; Informationen über schöpfungsfreundliche Lebensgestaltung mit Kindern (Wickeln, Spielzeug, Einkaufen, Freizeitgestaltung…); Lieder und Gedichte; Schöpfungsspiritualität. Bestellungen: Familienreferat Diözese Graz-Seckau, Tel. (0 31 6) 80 41-297, E-Mail: christine.geissler@graz-seckau.at


Zum Leben

10. Jänner 2010

17

CARITAS – SOS

MUTWORTE

Drohender Verlust der Eigentumswohnung

Trotz „Herz an Herz“ bleibt eine Fremdheit

SOS Ruf 3038 Frau S. ist selbstständig und leidet an einer Lungenkrankheit, wodurch sie nur sehr eingeschränkt arbeiten kann. Herr S. macht eine AMS-Umschulung mit sehr geringem Tagsatz. Die Kinder gehen noch zur Schule. In den letzten Monaten war es finanziell sehr schwierig für die Familie. Es haben sich einige Rückstände angehäuft, die sie allein nicht mehr schaffen. Die größte Sorge bereiten die Betriebskosten. Familie S. bittet die Caritas um Hilfe. Spendenkonten: PSK 7925.700, BLZ 60.000; Raiffeisenbank 55.111, BLZ 38.000; Sparkasse 0001.691.187, BLZ 20815. Kennwort: SOS-Ruf 3038. Online-Spenden unter www.caritas-steiermark.at

STEIRISCHER KOCHTOPF Winterlicher Buchweizeneintopf 6 dag Linsen, 2 EL Öl, 1 kleine Zwiebel, 14 dag Buchweizen, 25 dag Mischgemüse (Karotten, Sellerie, Lauch, Kohl, weiße Rüben…), 1 l Wasser, Knoblauch, Lorbeerblatt, Thymian, Bohnenkraut, Majoran, Liebstöckl, Suppenwürze, Salz. Die über Nacht eingeweichten Linsen im Einweichwasser 15 Minuten kochen. Zwiebel und Buchweizen kurz anrösten, mit Wasser aufgießen, zum Kochen bringen. Das würfelig geschnittene Gemüse, die vorgekochten Linsen (mit Kochsud) zum Buchweizen geben und würzen. Zugedeckt 20 Minuten leicht kochen lassen und abschmecken. – Der Eintopf sollte möglichst bald serviert werden, da durch längeres Warmhalten der Buchweizen aufquillt und der Eintopf leicht gatschig wird. AUS: HÄFERLGESPRÄCHE AUS DEM HAUS DER FRAUEN

Im Hospiz zum „Heiligen Herzen“ in Rom war Benedikt XVI. Gast. Foto: KNA

Todkranke sind keine Last Papst wünscht „konkrete Gesten der Nähe“. Schmerzlindernde Mittel einzusetzen reiche nicht bei der Pflege Schwerstkranker, erinnerte im Dezember Benedikt XVI. beim Besuch des Hospizes „Sacro Cuore“ (Heiliges Herz) in Rom. Die Kranken haben auch ein Anrecht auf „konkrete Gesten der Nächstenliebe, der Nähe und der christlichen Solidarität“. Todkranke Patienten haben ein Bedürfnis nach „Verständnis,

Trost und ständiger Ermutigung“. Der Papst ermunterte, sie dürfen nicht ausgegrenzt und als Last betrachtet werden. In dem Hospiz werden Krebskranke im letzten Stadium und Alzheimer-Patienten gratis betreut, 30 stationär und 90 mobil. Die Kirche zeige sich als „liebevolle Mutter“ all jener, die „an Leib und Seele leiden“, formulierte der Papst. Er begegnete neben den Patientinnen und Patienten auch dem medizinischen Personal, den Pflegenden und den freiwilligen Helferinnen und Helfern.

Finde die Veränderungen Das obere Bild unterscheidet sich durch acht Veränderungen von dem Bild darunter. Welche sind es?

Eine 69 Jahre alte Witwe fragt: „Ist meine Beziehung zu einem anderen Witwer richtig?“ Was wäre, wenn Sie einfach mit Ihrem Gefühl „gingen“? Wenn Sie genießen, was ist? Vielleicht ist es Ihre eigene Infragestellung, Bewertung und Einordnung, die Ihnen Probleme bereitet? Es kann sein, dass Sie insgeheim Ihren jetzigen Partner mit Ihrem Mann vergleichen. Dieser Vergleich von „Äpfeln und Birnen“ ist nicht zulässig. Er wird keinem gerecht: Ihrem jetzigen Partner nicht, Ihrem verstorbenen Mann nicht und auch Ihnen nicht. Es gibt viele verschiedene Arten von Partnerschaft. Im Herzen haben wir oft die Sehnsucht nach einer vollkommenen Gemeinschaft, nach „Herz an Herz“, nach inniger Nähe. Das ist keine Illusion, das gibt es. Aber oft bleibt auch eine Distanz, eine Fremdheit. Das ist nicht verkehrt. Das stellt noch nicht die Beziehung in Frage. Es ist schon möglich, dass Partner sich gegenseitig nicht gut tun, dass sie gegenseitig „Lückenbüßer“ sind für eine unerfüllte Sehnsucht nach Anderem und eher aus „Not“ zusammen sind. Dann wäre es ein Zeichen der Achtung sich selbst gegenüber und des gegenseitigen Respekts, sich zu trennen. So klingen Ihre Worte aber nicht. Sie klingen nach Innigkeit und nach Verschiedenartigkeit und Distanz. Mit Ihrem jetzigen Partner erleben Sie gereift die Qualität der Gegenwart. Es ist ein Geschenk, dass Sie sich gefunden haben. Es ist ein Geschenk nicht nur trotz, sondern auch wegen Ihrer Verschiedenartigkeit. Diplompsychologin Anna Cathrin Gappisch ist Psychotherapeutin in Karlsruhe. Foto: privat

Anna Cathrin Gappisch


18

Veranstaltungen

GRAZ Bildungshaus Mariatrost: Frauentreff, Kennenlernen von Frauen, die auf der Suche sind, Leitung: Sr. Evelyne Ender, 12. Jänner, 19 bis 22 Uhr. • Good vibrations – Singen nach Herzenslust, mit Mag. Günter Hohl, 12. Jänner, 19 bis 21 Uhr. • ZIP2 um 19.30 Uhr, ein Abend für uns zwei als Paar, mit Thea und Viktor Schöberl, 12. Jänner, 19.30 Uhr. • Auf dem Weg nach Emmaus, Priestergruppe, mit Pfarrer Dr. Peter Brauchart, 13. Jänner, 9 bis 13 Uhr. • Mariatroster Tischgespräche, mit Dr. Bernhard Pelzl, 13. Jänner, 19 bis 21 Uhr. • Die Kunst, Beschwerden Leichtigkeit zu geben, mit DI Josef Starman, 15. Jänner, 14.30 Uhr, bis 16. Jänner, 17 Uhr. • Wieviel Vater/ Mutter brauchen Söhne?, mit Prof. Hans Neuhold, 16. Jänner, 9 bis 18 Uhr. • Eine Geste sagt mehr als 1000 Worte, Körpersprache-, PantomimeWorkshop, mit Sabine Wallner, 16. Jänner, 9 bis 17 Uhr. • Fundamentaler Wandel in den Menschenbildern der Gegenwart, mit Univ.-Prof. Dr. Johann Götschl, 16. Jänner, 14.30 Uhr, bis 17. Jänner, 12.30 Uhr. • Zeitlebens, Kammermusik, J. S. Bach, J. Cage, R. Crawford u. a., Margrit Hess, Mezzosopran; Jacqueline Stoop, Klavier, Akkordeon; Thomas Priebsch, Sprecher; 17. Jänner, 17 Uhr. Info, Anmeldung: Tel. (0 31 6) 39 11 31 oder office@mariatrost.at Diözesaner Lektorentag: 27. Februar, Referenten: Martin Löschberger, Andrea Kager-Schwar, Irmgard und Hermann Schweighofer, 9 bis 16 Uhr, Augustinum, Lange Gasse 2, 8010 Graz. Nur mit Anmeldung, Tel. (0 31 6) 80 41-285, helga.huss@grazseckau.at Dom: Gottesdienste, 17. Jänner, 10 Uhr A. Gabrieli: Messa domenichal, alternatim mit Schola. – 17 Uhr Neue geistliche Lieder, Ensemble Nova Cantica. Herz Jesu: Tag des Judentums, ökumenischer Gottesdienst, Thema: „Hören und lieben“, Predigt: Pastorin Anke Neuenfeldt, Dr. Johannes Schiller, 17. Jänner, 19 Uhr, Unterkirche, anschließend Agape. Katholische Hochschulgemeinde: Peccata Mortifera, Vernissage von Michi Maier, 12. Jänner, 19.30 Uhr, KHG-Galerie, Leechgasse 24. • Taizé-Gebet, mit Silvia Bereczki, 12. Jänner, 20 Uhr, Meditationsraum bei den Helferinnen, Leechgasse 34. • Ruanda-Abend, mit Bildern, Musik und kulinarischen Kostproben, 13. Jänner, 19.30 Uhr, KHG Cafeteria, Leechgasse 24. • Führung durch die vorchristlichen Ausgrabungen unter der Leechkirche, mit Dr. Manfred Lehner, Mag. Alois Kölbl, 14. Jänner, 19.30 Uhr, Zinzendorfgasse 3, Tel. (0 31 6) 32 26 28. • 17.05 Uhr vor Ort, Dogma und Bibel im Widerspruch?, Gespräch mit Univ.Prof. Dr. Bernhard Körner, 12. Jänner, 17.05 Uhr. Info, Anmeldung: Tel. (0 31 6) 80 41-838. Kulturzentrum Minoriten: Blattgold, Lesebühne für junge AutorInnen, 15. Jänner, 20 Uhr, Mariahilfer Platz 3.

Legio Mariä: Glaubensgespräch, Thema: Gott ist die Liebe, Enzyklika Papst Benedikts XVI., 11. Jänner, 19.45 Uhr, Dompfarrhof, Burggasse 3. • Was bedeutet der Priester für die Welt?, 14. Jänner, 19.30 bis 21.30 Uhr, Pfarrsaal Münzgraben. Münzgraben: Caritas in veritate, die neue Sozialenzyklika von Papst Benedikt XVI., Vortrag von P. Max Svoboda, 16. Jänner, 15.30 bis 17 Uhr, anschließend Vesper, Rosenkranz, Gottesdienst, Pfarrsaal. Projekt Alleinerziehende: Bewegungs-, Atem- und Entspannungsübungen, mit Ingrid Sword, Beginn: 14. Jänner, jeweils donnerstags, bis 25. März, 18 Uhr Anfängerkurs, 20 Uhr Kurs für Fortgeschrittene. • Von der rosaroten Brille bis zu tiefschwarzen Gedanken, Selbsterfahrungsseminar mit Maria Kubin, 23. Jänner und 6. Februar, jeweils 16 bis 19 Uhr, Anmeldeschluss: 15. Jänner. • Bedürfnisse in Patchworkfamilien, mit Mag. Brigitte Maierhofer, Mag. Cornelia Wanke, 23. Jänner, 14 bis 18 Uhr, Anmeldeschluss. 15. Jänner, Carnerigasse 34, Tel. (0 31 6) 68 51 37. Ragnitz: Demenz und Alzheimer, Vortragsreihe für pflegende Angehörige, mit Dr. Ingrid Söser-Brence, 15. Jänner, 19.30 Uhr, Haus der Begegnung. Salvatorpfarre: Ökumenischer Vorbereitungstag des Weltgebetstages der Frauen, 16. Jänner, 9 bis 17 Uhr, Begegnungsraum der Pfarre. St. Leonhard: Spiritueller Montag, Wie Christen predigen sollen!, mit Diakon Dr. Bernhard Pelzl, 11. Jänner, 19.45 Uhr, Pfarrheim. St. Martin: Jahreszeitenmeditation, 13. Jänner, 17 Uhr. • Armee, 1. Weltkrieg und seine Einflüsse auf die Steiermark, mit Univ.-Prof. Dr. Günter Jontes, 14. Jänner, 19 Uhr. • Gottesdienst im ostkirchlichen Ritus, mit dem Chrysostomus-Chor, 17. Jänner, 9 Uhr, Schlosskirche, Kehlbergstraße 35. Info, Anmeldung: Tel. (0 31 6) 28 36 55 230, astrid.lierzer@stmk. gv.at St. Peter: Katechese, Thema: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“, Beginn: 18. und 21. Jänner, jeweils Montag und Donnerstag, 19.30 bis 20.30 Uhr, Pfarrsaal. Stadtpfarrkirche zum Heiligen Blut: Offene Trauergruppe, mit Mag. Rudolf Kainz, 14. Jänner, 18 bis 19.30 Uhr, Stadtpfarre, 1. Stock. Theater am Lend: Herr Berni macht Urlaub, Puppentheater für Erwachsene von Nikolaus Habjan und Simon Meusburger, 20. Jänner, 20 Uhr, Wiener Straße 58 a. Theologische Fakultät: Religion am Donnerstag, Familien- und Geschlechterbeziehungen in der Türkei und auf dem Balkan, mit Univ.Prof. Dr. Karl Kaser, 14. Jänner, 19 Uhr, Heinrichstraße 78.

GRAZ-UMGEBUNG Deutschfeistritz: Abenteuer Achterbahn, Mag. Katrin Windischbacher, 15. Jänner, 19 Uhr, weitere Termine: 22. und 29. Jänner, Pfarrsaal. Dobl: Bist du jetzt für immer weg?, Kin-

10. Jänner 2010

der bei Tod und Trauer begleiten, mit Mitarbeitern von Rainbows, 13. Jänner, 19 Uhr, Volksschule. Fernitz: Aus den Menschen erwählt, Priester und Diakone in der Fokolar-Bewegung, 11. Jänner, 9 Uhr, Pfarrhof. Haus der Stille: Franziskusgottesdienst, 10. Jänner, 11.30 Uhr. • Meditatives Tanzen, Freude an der Bewegung, Leitung: Hedi Mislik, 1. Februar, 14.30 Uhr, bis 3. Februar, 14 Uhr. • stille.foto.tage, Leitung: Mag. Hans Waltersdorfer, 1. Februar, 18 Uhr, bis 3. Februar, 14 Uhr. • Enneagramm und christliche Spiritualität, neun Wege zur Gelassenheit, Leitung: Klaus Stemmler, 8. Februar, 18 Uhr, bis 12. Februar, 14 Uhr, Heiligenkreuz am Waasen, Tel. (0 31 35) 82 625. Licht-Klause: Vom Volksbuch über das Puppenspiel zu Goethes Faust, Lesung des Puppenspiels Dr. Faustus, mit Mag. Christa Gauster, Mag. Heinz Stroh, 16. Jänner, 15 bis 19 Uhr, Schießstattgasse 203, 8121 Deutschfeistritz, Tel. (0 31 27) 42 566, uh.stroh@utanet.at

beinander bleiben, Erholung, mit Theresia Froihofer, 17. Jänner, 18 Uhr, bis 22. Jänner, 13 Uhr. • Wenn Gott unser Herz berührt, Frauenliturgie, mit Mag. Barbara Hatzl, 18. Jänner, 19.30 Uhr. Info, Anmeldung: 8222 St. Johann bei Herberstein 7, Tel. (0 31 13) 22 07, E-Mail: kontakt@hausderfrauen.at Ilz: Caritas-Fest, mit Caritasdirektor Franz Küberl, CaritasmitarbeiterInnen, 11. Jänner, 18 Uhr, Pfarrkirche. St. Magdalena am Lemberg: Wenn ein Geschwisterchen kommt, mit Beate Reiß, 14. Jänner, 19 Uhr, Kindergarten. Vorau: Exerzitien, Thema: „Ich glaube, ich hoffe, ich vertraue auf Dich“, mit Propst Mag. Gerhard Rechberger, 14. bis 18. Februar. • Vom Glücklichsein und wie es gelingen kann, mit Mag. Ramona Oswald, Mag. Josef Heiling, 27. Februar, 9 bis 17 Uhr, Bildungshaus. Info, Anmeldung: Tel. (0 33 37) 28 15. • LimA-Lebensqualität im Alter, mit Elsa Karner, 12. Jänner, 9.30 Uhr, Pfarrhof.

OSTSTEIERMARK Edelsbach: Großeltern einst und heute, Vortrag und Gesprächsabend für Großeltern, mit Elfriede Wörtl, 12. Jänner, 19 Uhr, Gemeindesaal. Großsteinbach: Wenn es zwischen den Geschwistern kracht, 3-teiliges Elternseminar, mit Margit Rauch, 13. Jänner, 19 Uhr, weitere Termine: 20. und 27. Jänner, Pfarrkindergarten. Haus der Frauen: Von blauen Blumen – Nah- und Makrofotografien, Vernissage mit Antje Lessing, 14. Jänner, 19 Uhr. • Wir spielen Tarock – ein wahres Vergnügen, für Frauen und Paare, mit Elisabeth und Josef Url, Franz Waltl, Anna Pfleger, 15. Jänner, 17 Uhr, bis 16. Jänner, 19 Uhr. • Zeit für mich, Erholung, mit Monika Brolli, 15. Jänner, 18 Uhr, bis 17. Jänner, 13 Uhr. • Fein sein,

SÜDSTEIERMARK Schloss Seggau: Ausbildungskurs für Wortgottesdienstleiter/innen, mit Mag. Erwin Löschberger, 22. bis 23. Jänner, Konferenzzentrum. • Die biblischen Grundlagen der Liturgie, Fachtag Liturgie, mit Dr. Peter Ebenbauer, 12. März, 16 Uhr, bis 13. März, 13 Uhr, Kongresszentrum Schloss Seggau. Info, Anmeldung: Pastroralamt, Tel. (0 31 6) 8041285, helga.huss@graz-seckau.at

WESTSTEIERMARK Deutschlandsberg: Wut in meinem Bauch, Mag. Sabine Dawkins, 14. Jänner, 19.30 Uhr, Eltern-KindZentrum, Norbert-Ehrlich-Siedlung. Eibiswald: LimA – Lebensqualität im Alter, Informationsveranstaltung,

◗ Katholische Frauenbewegung

Dekanatsbildungstage 2010 „Verantwortlich leben – heute gestalten wir das Morgen“ ist das Thema der Dekanatsbildungstage der Katholischen Frauenbewegung in Kooperation mit Bäuerinnen der Landwirtschaftskammer Steiermark. Termine und Orte: Leibnitz: 13. Jänner, 14 Uhr, Frischehof Robier; Referentinnen: Ök.-Rat Maria Wyss, Ingrid Gady. – Kontakt: Anni Reiter, Tel. (0 34 52) 72 105. Hartberg: 14. Jänner, 14 Uhr, Kultursaal, St. Magdalena am Lemberg; Referentinnen: Ök.-Rat Anna Singer, Ingrid Gady. – Kontakt: Gertrude Urschler, Tel. (0 33 32) 85 93. Radkersburg: 14. Jänner, 14 Uhr, GH Bader, Deutsch Goritz; Referentinnen: Maria Pein, Magdalena Feiner. – Kontakt: Rosine Rudigier, Tel. (0 34 75) 20 71. Graz-Land: 15. Jänner, 14 bis 17.30 Uhr, Haus der Stille; Referentinnen: Auguste Maier, Ingrid Gady. – Kontakt: Helga Promitzer, Tel. 0664/27 00 625 . Gleisdorf: 15. Jänner, 14 Uhr, Pfarrzentrum; Referentinnen: Ök.-Rat. Anna Ackerl, Elisabeth Raith, Magdalena Feiner. – Kontakt: Herta Steininger, Tel. (0 31 12) 73 07. Weitere Termine werden im nächsten Sonntagsblatt veröffentlicht.


Veranstaltungen

10. Jänner 2010

mit Monika Meister, 14. Jänner, 16.30 Uhr, Pfarrsaal. Voitsberg: Kapellen und Pfarrkirchen aus dem Dekanat Voitsberg in Aquarell, Ausstellung bis 10. Jänner, von 7 bis 19 Uhr, Pfarrhof. St. Josef: Betreuung und Pflege in der Familie, Kurs für pflegende Angehörige und Interessierte, 14., 15., 18., 19. und 21. Jänner, 18 bis 21 Uhr, Pfarrsaal. Info, Anmeldung: Waltraud Sturm, Tel. 050/14 45-33 230, waltraud.sturm@st.roteskreuz.at

OBERSTEIERMARK Irdning: Abenteuer Kunterbunt, 4teiliges Seminar zur steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuung, mit Roswitha Riegler, Eva Hohenwarter, 13. Jänner, 19.30 Uhr, weitere Termine: 20. und 27. Jänner und 3. Februar, Kultursaal, Marktgemeinde. Kapfenberg-St. Oswald: Ruck ma a wengerl z’samm, Filmnachmittag mit Günther Agath, 13. Jänner, 14.30 Uhr, Pfarrsaal. Kraubath: LimA – Lebensqualität im Alter, mit Rosi Seiger, 11. Jänner, 14.30 Uhr, weitere Termine: 18. und 25. Jänner, 1. und 8. Februar, Gemeindesaal.

JUNGSCHAR Fohnsdorf: Liturgie konkret, Methoden und Impulse für die Ministrantenarbeit, Schulung für Ministrantenbegleiter/innen, 16. Jänner, 9 Uhr, Pfarre. Liezen: Mini-Fußball-Ausscheidungsturnier, Mini4Goal 2010, 16. Jänner, 9 Uhr, BSZ Liezen.

JUGEND Dekanats-Jugendvesper: 15. Jänner, 19.30 Uhr, Pfarrkirche Dobl. Faszination Film: Kreativ- und Lernwochenende, für junge Leute ab 14, mit Emmanuel Schreiner, Severin Zechner, 15. Jänner, 18 Uhr, Augustinum, Lange Gasse 2. Für Graz: Fit für Firmbegleitung?, Schulung für FirmbegleiterInnen, Impulse und Ideen für NeueinsteigerInnen und Profis in der Firmvorbereitung, mit Andreas Steiner, 15. Jänner, 17 Uhr, Augustinum,

IMPRESSUM Herausgeber und Verleger: Bischöfliches Ordinariat Graz-Seckau, beide Graz, Bischofplatz 4. Redaktion: 8010 Graz, Bischofplatz 2, Postfach 872, Telefon (0 31 6) 80 41-226, Telefax (0 31 6) 80 41-259. Verwaltung, Abo: Tel. (0 31 6) 80 41-225. Internet: http://www.sonntagsblatt.at E-Mail: redaktion@sonntagsblatt.at oder verwaltung@sonntagsblatt.at ISDN: (0 31 6) 80 41-399 Schriftleiter: Dr. Herbert Meßner Geschäftsführer: Mag. Heinz Finster Druckvorstufe: Bischöfliches Ordinariat, DigiCorner, alle: Bischofplatz 2, 8010 Graz. Druck: DRUCK STYRIA GMBH & CO KG, Schönaugasse 64, A-8010 Graz Preis: € 0,60. – Jahresabo: € 30,40. Erscheinungsort Graz Verlagspostamt 8020 Graz

Gruppenraum Junge Kirche, Lange Gasse 2. Karlau: Gottesdienst, Jugend für eine geeinte Welt, 12. Jänner, 18.30 Uhr, Pfarrkirche. Lesen und Feiern: Gespräch zu biblischen Texten und Feier der Messe, 10. Jänner, 19 Uhr, Kapelle im Augustinum, Lange Gasse 2. Leibnitz: Taizé-Gebet, 15. Jänner, 20 Uhr, Kapuzinerkirche. Riegersburg: Jugendchortag, mit Mag. Sabine Monschein, 16. Jänner, 12 Uhr, Pfarrheim. Ruhe finden auf Winterpfaden: Schneeschuhwandern, für Jugendliche ab 15, mit Hannes Fragner, 15. Jänner, 18 Uhr, Augustinum, Lange Gasse 2. Spanisches Wochenende: Für Jugendliche, die überlegen, am Weltjugendtag in Madrid teilzunehmen, 15. Jänner, 17 Uhr, Freiland bei Deutschlandsberg, Jakobihaus. So ein Theater: Kreativ- und Lernwochenende, für junge Leute ab zehn, mit Gregor Krejac, 15. Jänner, 18 Uhr, Augustinum, Lange Gasse 2. St. Lambrecht: Jugendvesper, 15. Jänner, 19.19 Uhr, Stift. St. Veit am Vogau: Jugendgebetskreis, 15. Jänner, 19.45 Uhr, Pfarre. Wildon: wildONworship, gemeinsam singen und beten mit jugendlicher Freude, 16. Jänner, 18.45 Uhr, Pfarrhof.

FREIZEIT/REISEN Caritas: Kinder- und Jugendschiwoche, für 10- bis 17-Jährige in den Schigebieten Wurzeralm und Hinterstoder-Höss, Semesterferien 15. bis 20. Februar, Unterkunft im Haus Svetlin der Caritas in Windischgarsten, Preis: 325 Euro all inclusive. Nähere Infos, Tel. (0 31 6) 80 15-226. Diözesansportgemeinschaft: Heraus aus dem Feinstaub, Wanderung durch die winterliche Kleine Raabklamm zum Jägerwirt und zurück, mit Hans Gröbelbauer, 16. Jänner, 9 Uhr, P&R Mariatrost, Tel. 0650/ 31 24 444. Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung: Völs am Schlern/Südtirol, Wander- und Skiwoche, 30. Jänner bis 6. Februar. • Lintsching – Lungau, Familien-Schi-Woche, 13. bis 20. Februar. Info, Anmeldung: Tel. (0 31 6) 80 41-326. Katholische Männerbewegung: Winterwanderung und Rodeln in Oppenberg, 24. Jänner. • Insel Malta und Insel Gozo, 12. bis 19. Februar. • Ceylon – Sri Lanka, 13. bis 21. Februar. • Umbrien, 28. März bis 2. April. • Ostern auf der Insel Losinj, 28. März bis 5. April. • Südosttürkei – Kilikien, Nordmesopotamien-Kappadokien, 27. März bis 5. April. • New York und Washington, 28. März bis 5. April. • Iran, Schwerpunkt: Isfahen und Shiraz, 24. April bis 1. Mai. Info, Anmeldung: KMB-Reisen, Esperantoplatz 1, 8020 Graz, Tel. (0 31 6) 7089-6718. Kirche St. Rupert in Hohenrain: Flug-Studienreise nach Malta, Gozo & Sizilien, Reiseleitung: P. Leo Thenner, Günter Posch, 26. April bis 1. Mai. Info, Anmeldung: Tel. 0664/

47 44 934, guenter.posch@aon.at Pilgerreise ins Heilige Land und zum Mosesberg: 22. Februar bis 3. März, Begleitung: Dechant Luis Schlemmer, Eva Draxl, Tel. 0676/ 8742-2377, Pfarramt Stainach, Kirchengasse 230, 8950 Stainach. Im Rahmen einer Wallfahrt nach Assisi vom 13. bis 17. Oktober wird am 16. Oktober auch eine Fahrt von Assisi nach Rom zur Seligsprechung von Johannes Paul II. angeboten. Reiseleitung: Anton Gölles. Info, Anmeldung: Tel. 0664/ 53 02 439, goellesti@aon.at.

MAGAZIN Computer & Co: Für neugierige Junggebliebene ab 50, Modul 1 – Einführung EDV; Judenburg: Gymnasium: 12., 19. und 26. Jänner, jeweils von 14 bis 16.30 Uhr. – Graz: Augustinum, Bischöfliches Gymnasium: 13. und 27. Jänner, 3. Februar, jeweils von 16 bis 18.30 Uhr. Info, Anmeldung: Katholisches Bildungswerk der Diözese Graz-Seckau, Bischofplatz 4, 8010 Graz, Tel. (0 31 6) 80 41-342, kbw@grazseckau.at, bildung.graz-seckau.at

WALLFAHRTEN „Wallfahrt am 13.“: Mittwoch, 13. Jänner, zur Gebetsmeinung des Heiligen Vaters. – Admont, 18 Uhr Rosenkranz, 18.30 Uhr Messe. • Fernitz, 18 Uhr Rosenkranz und Uhr 18.30 Beichtgelegenheit,

19

Messe, anschließend Prozession. • Fischbach/Falkenstein, 18 Uhr Rosenkranz (Kirche), 18.30 Uhr Gottesdienst. • Frauenberg bei Leibnitz, 18.30 Uhr Prozession ab Schlosskeller, 19 Uhr Messe. • Frauenberg-Rehkogel, 18.30 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit, 19 Uhr Messe, Lichterprozession. • Maria Buch, 18.30 Uhr Rosenkranz, 19 Uhr Messe. • Maria Eichkögl, 18.30 Uhr Rosenkranz, 19 Uhr Messe. • Maria Fatima, Bierbaum-Trössing, mit Pfarrer Karl Gölles, 13.30 Uhr Stille, Anbetung und Beichtgelegenheit, 14.15 Uhr Rosenkranz, 15 Uhr Messe. • Maria Hasel, Pinggau, 18.30 Uhr Rosenkranz, 19 Uhr Messe. • Maria Kumitz, 19 Uhr Rosenkranzgebet und Messe, mit Beichtgelegenheit, Aussetzung des Allerheiligsten und Eucharistischem Segen. • Maria Lankowitz, 8 Uhr Messe, Rosenkranz (1. Teil); 12 Uhr Messe, Krankensalbung, Rosenkranz (2. Teil); 19 Uhr Rosenkranz (3. Teil), Messe, Lichterprozession. • Maria Lebing, 19 Uhr Messe, anschließend Lichterprozession. • Maria Schutz am Semmering, 18 Uhr Messe. • Mariatrost, 18.30 Uhr Weggang bei der Friedhofskapelle, 19 Uhr Messe. • Pölfing-Brunn, 18.30 Uhr Rosenkranz und Lichterprozession, 19 Uhr Messe. • Straden, 18 Uhr Prozession, 18.30 Uhr Messe. • Straßengel, 18.30 Uhr Prozession vom Bildstock, 19 Uhr Messe mit Beichte. • Straßgang, 18.30 Uhr, Treffpunkt Bipa, 19 Uhr Messe. • Weiz, 18.30 Uhr Treffpunkt Friedhof, 19 Uhr Messe in der Weizbergkirche.

KRAFT FÜRS LEBEN Schenken Sie ein Jahr lang jede Woche Freude!

Ihre Freunde und Verwandten denken 52-mal gerne an Sie. Abonnieren Sie rasch ein Geschenksabo – und Sie selber erhalten „Kochen und Feiern im Winter“ (52 Seiten). Ausschneiden und einsenden an: Sonntagsblatt, Bischofplatz 2, 8010 Graz

Ja, ich bestelle

bis auf Widerruf, mindestens für ein Jahr für ein Jahr

ein Geschenk-Abonnement des „Sonntagsblatt für Steiermark“ zum Preis von € 30,40. Rechnung und das Koch- und Feierbuch schicken Sie an mich: Name Straße PLZ / Ort Unterschrift, Datum

Das Sonntagsblatt schicken Sie bitte an: Name Straße PLZ / Ort


20

Religion in Rundfunk & TV MONTAG, 11. 1.

SONNTAG, 10. 1. 9.30 Die Entdecker. Die geheimnisvolle antike Stadt Zeugma. Neu im arte-Juniorprogramm: „Die Entdecker“ jagen nach Hinweisen und Spuren, die ihren Ursprung in einer längst vergangenen Zeit haben. Eine spannende Serie, in der sich Abenteuer, Wissenschaft und Historie die Hand geben… (arte) 10.15 Uhr Stationen. Domkapellmeister Georg Ratzinger. Am 15. Jänner 2009 wurde Georg Ratzinger, der Bruder von Papst Benedikt XVI., 85 Jahre alt. Der Film zeichnet ein Lebensbild dieses liebenswürdigen und bescheidenen Priesters und Musikers, der dreißig Jahre lang die Regensburger Domspatzen, einen der berühmtesten Domchöre der Welt, geleitet hat. (Bayern) Foto: BR 11.30 Festkonzert aus der Alten Kapelle zu Regensburg. W. A. Mozart: Große Messe in c-Moll KV 427. (BR-alpha) 12.00 Artur Rubinstein – Erinnerungen. Artur Rubinstein war einer der großen Pianisten des letzten Jahrhunderts, er lebte als Jude im Exil und war stets ein engagierter Botschafter seines Heimatlandes Polen. Der Film enthält Ausschnitte aus Interviews mit Rubinstein und Zeitgenossen sowie Originalaufnahmen mit dem Pianisten. (Bayern) 12.30 Orientierung. „Anti-Kreuz-Initiative“ in Österreich. – Nicolae Dura, neuer Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich. – Der „Bi-

10. Jänner 2010

12.30 13.05

18.00

19.30

20.15 20.15

schof von Arabien“. – Buddhistisches Kloster in Indien. (ORF 2) Bilderbuch. Klosterlandschaft Hochstift in Ostwestfalen, Deutschland. (SWR) Winter-Wildnis. Überleben in Schnee und Kälte. Die Dokumentation beschäftigt sich mit den vielfältigen Überlebensstrategien in der Tierwelt während der kalten Jahreszeit. (3sat) Reise ins Reich der Inka. Spurensuche in den Anden Perus. Im ersten Teil seiner Reise ins Reich der Inka beginnt Thomas Aders seine Spurensuche an der peruanischen Pazifikküste. Hier gibt es noch immer jene Schilfboote, mit denen bereits das Volk der Chimu zur See gefahren war; bevor es von den Inka besiegt wurde. (Phoenix) Schliemanns Erben. Die versunkene Stadt der Wolkenmenschen. Die Dokumentation führt an geheimnisvolle Orte, die bislang kaum ein Mensch betreten hat, und überrascht mit neuen Forschungsergebnissen über eine der bedeutenden, aber weitgehend unbekannten Kulturen Südamerikas. (ZDF) Biblische Gestalten. Ruth. (BR-alpha) Auf dem Polarkreis unterwegs. Von Point Hope durch Alaska. Von einer Landzunge in Alaskas äußerstem Nordwesten bis zur Ostküste von Grönland; vom nachthellen arktischen Frühling bis in die eisige, endlose Polarnacht: Grimmepreisträger Klaus Scherer ist Tausende von Kilometern gereist, um Menschen aufzusuchen, die um den halben Globus verstreut leben und dennoch am gleichen Ort – dem Polarkreis. (Phoenix)

10.00 Gottesdienst live im Internet:  www.pfarre.hartberg.at

8.30 Horizonte. Ist Felix jetzt ein Engel? Wie Kinder mit dem Sterben umgehen. Kindergeburtstag in einem Hospiz: Kerzen werden ausgepustet, Lieder angestimmt. Während die einen Hannas Geburtstag feiern, trauern nebenan andere um Felix, der an diesem Tag verstorben ist. Doch dann vermischt sich alles. (Hessen) 15.30 Uhr Dem Himmel so nah. Der christliche König Lalibela regierte um das Jahr 1250 das Hochland Äthiopiens. Im Traum erhielt er den göttlichen Auftrag, ein „neues Jerusalem“ zu schaffen, hoch oben auf dem Dach Afrikas. Tausende Steinmetze meißelten daraufhin ein Weltwunder aus dem roten Basalt: elf Felsenkirchen, die bis heute Wallfahrtsort für äthiopische Christen sind. (MDR) 17.45 Sumatra. Aktive Vulkane, Bergland und tropischer Regenwald bestimmen den Charakter der sechstgrößten Insel der Erde, die so groß ist wie Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen. (3sat) 20.15 Die größten Naturschauspiele der Erde. Die große Eisschmelze. (Das Erste) 21.45 Lebenslinien. Janosch – ja ist gut, nein ist gut. Janosch heißt eigentlich Horst Eckert. Den meisten ist er durch seinen Welterfolg „Oh, wie schön ist Panama“ bekannt. In dem Film „Ja ist gut, nein ist gut“ gibt er erstmals umfassend und offen Einblick in sein Leben und seine Kunst. (Bayern)

RADIO Morgengedanken von Mag. Maximilian Fritz, Klagenfurt. So., 6.05 Uhr, Mo. bis Sa., 5.40 Uhr, Ö2. Das evangelische Wort. Es spricht Dr. Jutta Henner, Wien. So., 6.55 Uhr, Ö1. Religion auf Ö3. So., zwischen 6.30 und 7 Uhr, Ö3. Erfüllte Zeit. „Johannes der Täufer“ (Lk 3,15–16.21–22). Kommentar: P. Gustav Schörghofer. So., 7.05 Uhr, Ö1. Kalenderblatt. Heilige des Tages. Täglich 7.30 Uhr, Radio Maria. Katholischer Gottesdienst aus der Pfarrkirche St. Martin in Alberschwende, Vorarlberg. Musik: Gotteslob, Nrn. 134, 149/3, 530/8, 817; „Ein Stern strahlt“, „Heilig, heilig“, „O du Lamm Gottes“, „Als die Welt verloren“. So., 10 Uhr, Ö2. Motive – Aus dem evangelischen Le-

DIENSTAG, 12. 1. 12.30 Gottes Aquarium. Das kleine afrikanische Land Malawi gilt als Wiege der Menschheit. Wissenschaftler entdeckten hier die ältesten bisher gefundenen Menschenknochen. (Phoenix) 18.30 Deutsche Kolonien. Vom Entdecker zum Eroberer. Die dreiteilige Reihe erzählt die Vorgeschichte, den Verlauf und die bis heute weit reichenden Folgen von 35 Jahren deutscher Kolonialgeschichte anhand bewegender Ereignisse und Einzelschicksale. (Phoenix) 20.15 Universum. Triumph des Lebens – Die großen Strategien. Diese neue zehnteilige Serie, die einmal im Monat zu sehen sein wird, versammelt die letzten unbekannten Phänomene der Tierwelt und die spektakulärsten Schauplätze der Natur. (ORF 2) 21.45 Schätze der Welt – Erbe der Menschheit. Lemberg – auferstanden aus Erinnerungen. Lemberg liegt in der Ukraine. Dort fahren noch quietschend die alten Straßenbahnen durch die Stadt. Entlang den Gleisen kann man die unterschiedlichen Zeitenwenden ausmachen, die der Stadt ein Gesicht geben. (3sat) 23.00 Der Glückspater. Für viele Menschen auf der ganzen Welt prägt er das Gesicht der Religion. Anselm Grün, Benediktinerpater aus Münsterschwarzach bei Würzburg, ist ähnlich bekannt wie sonst nur der Papst oder der Dalai Lama. Am 14. Jänner wird der Mönch 65. Andreas Malessa hat ihn in seinem Alltag begleitet. Er fragt ihn nach persönlichen Schlüsselerlebnissen und Niederlagen, lässt ihn von seinen Ängsten und Hoffnungen erzählen. (SWR)

AUSGEWÄHLTES IM HÖRFUNK

Salzburger Nachtstudio. Armut im Kinderzimmer und die Folgen. Analyse einer unsichtbaren Not. Die Kinderarmut hat in den vergangenen 20 Jahren zugenommen: In Österreich gelten rund 250.000 Kinder und Jugendliche als armutsgefährdet. Sie können nicht auf Schulwoche mitfahren, haben kein Geld für neue Kleidung oder für Freizeitbeschäftigungen. Jedes dritte Kind von Alleinerzieher/innen ist armutsgefährdet. Mi., 21.00 Uhr, Ö1. Foto: fotolia

ben. „Lieber Lollo.“ Karl Barth und seine Beziehung zu Charlotte von Kirschbaum. So., 19.05 Uhr, Ö1. Antenne – Gott und die Welt. So. bis Do., ca. 20.55 Uhr, Antenne. Einfach zum Nachdenken. So. bis Fr., 21.57 Uhr, Ö3. Gedanken für den Tag von Cornelius Hell. „Zum 50. Todestag von Albert Camus.“ Mo. bis. Sa., 6.57 Uhr, Ö1. Religion aktuell. Mo. bis Fr., 18.55 Uhr, Ö1. Praxis – Religion und Gesellschaft. Mo., 21.01 Uhr, Ö1. Konzert am Vormittag. Franz Schubert: Adagio und Rondo Concertante für Klavierquartett F-Dur, D 487; Felix Mendelssohn Bartholdy: Klavierquartett Nr. 2 f-Moll, op. 2; Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 3 Es-Dur, op. 55, „Eroica“. Mi., 10.05 Uhr, Ö1.

Dimensionen. Von Kaisern, Kalifen und Patriarchen – Europa und der Orient. Staatenbildung und Zugehörigkeit vom Mittelalter bis zur Moderne. Mi., 19.06 Uhr, Ö1. Logos. „Ein Rabbi der deutschen Sprache.“ Annäherungen an den Sprachmystiker Elazar Benyoetz. Sa., 19.05 Uhr, Ö1.

Radio Vatikan Täglich 20.20 Uhr Hauptprogramm, 16 Uhr Nachrichten. MW: 1530. So.: Sie schreiben – wir antworten. Mo.: Weltkirchen-Magazin. Di.: Gott ist Gespräch. Zum Dialog mit anderen Religionen. Mi.: Die Woche in Rom. Do.: Kreuz des Südens. Fr.: Prisma-Magazin. Sa.: Kommentar; Betrachtung.


10. Jänner 2010

MITTWOCH, 13. 1. 9.00 Bei den Tuwa-Nomaden. Wie macht man Milchschnaps? Wie baut man eine Jurte auf? Und wie fängt man ein wildes Fohlen ein? Hautnah erleben Reinhold Messner und sein 14jähriger Sohn Simon den Alltag der Nomaden in der Mongolei. Die beiden Tiroler sind in das Land Dschingis Khans gereist. Dort leben die Tuwa, ein rund 4000 Mitglieder starker Nomaden-Stamm. (Phoenix) 13.15 Reiches Land – arme Leut. Sorgfältig recherchierte, feinfühlige Reportagen bietet „Am Schauplatz“ aus Österreich. Im Mittelpunkt stehen der Mensch und sein Alltag, die Themenpalette reicht von Sozialreportagen bis zu ungewöhnlichen Lebensgeschichten. (3sat) 14.15 Wilde alte Welt. Eine Naturgeschichte Europas: Die Säulen des Kontinents und das Erbe der Eiszeit. Die zweiteilige Dokumentation rekonstruiert die Entwicklungsgeschichte Europas. Teil eins zeigt die Anfänge des Kontinents. (3sat) 19.00 Vom Glück zu sprechen. Hilfe für junge Stotterer. (ZDFneo) 19.15 Uhr Naturwunder Galapagos. „Es scheint, als hätte Gott die Erde mit Steinen überschüttet; und der Boden hier ist wie Asche ... wertlos.“ So schildert der Bischof von Panama die Inselgruppe im Pazifik bei seinem unfreiwilligen Aufenthalt 1535. Bild: Das Leben ist karg auf Galapagos. Die Reptilien müssen sich etwas einfallen lassen, wollen sie nicht verhungern. (Phoenix) Foto: Phoenix/WDR/Patrick Morris

DONNERSTAG, 14. 1. 11.45 Stationen. Pater Anselm Grün. Wiederholung. (Bayern) 14.30 Das kälteste Dorf der Welt. 1000 Kilometer durch die sibirische Wildnis. 800 Einwohner zählt das sibirische Bauerndorf Oimjakon. Das Leben der Menschen dort wird im Wesentlichen durch die Kälte bestimmt. Minus 71,2 Grad Celsius beträgt der Rekord, der 1926 gemessen wurde, bei minus 20 Grad Celsius kommen im kältesten Dorf der Welt bereits Frühlingsgefühle auf. – Eine Reise an einen Ort, zu dem weder Zug noch Bus hinführen. (3sat) 20.15 Schliemanns Erben. Der schwarze Schrein von Goa. In Il Jesù, der Mutterkirche des Jesuitenordens, ist ein Arm ausgestellt, den Reliquienjäger vor Hunderten von Jahren nach Rom brachten. Es ist der rechte Arm, der Taufarm. Das Besondere: Er verwest nicht, seit 450 Jahren. (ZDFneo) 21.05 Universum. Helden des Himalaja – Mit Yaks durch Nepal. Im Schatten des Mount Everest an der Grenze zwischen Tibet und Nepal liegt eine schroffe und einsame Hochgebirgswelt, geprägt von Sieben- und Achttausendern. Der Nangpa-LaPass durchschneidet diese Bergkette und ist einer der wenigen Übergänge über diesen höchsten Gebirgskamm der Welt. Jedes Jahr zieht der Viehtreiber Yano Dang Gorje mit seiner Yak-Karawane über schmale, gefährliche Pfade von seinem Heimatdorf im Norden Tibets nach Nepal, um Handel zu treiben. Der Film begleitet die Karawane auf ihrer abenteuerlichen wie gefährlichen Reise durch eine der prächtigsten Landschaftsregionen Asiens. (ORF 2)

blickwinkel

Religion in Rundfunk & TV FREITAG, 15. 1. 6.40 Die Schätze des König Salomon. Aus Israel stammen Verlautbarungen, die weltweit zu Verunsicherung führten, da sie Teile der biblischen Geschichte in Frage stellen. Nach Behördenaussagen handele es sich bei verschiedenen Fundstücken, die aus der Zeit König Salomons stammen sollen, um raffinierte Fälschungen. (Phoenix) 11.30 Aus anderer Sicht. Dem gehörlos geborenen Peter Hepp wird die Welt, die die nichtbehinderte Gesellschaft ihm zubilligt, zu eng. Als er mit 20 Jahren fortschreitend erblindet, steht sein Entschluss fest: Er möchte seinen Leidensgefährten beratend zur Seite stehen und lässt sich gegen viele Widerstände zum Diakon ausbilden. (3sat) 12 Uhr Abraham – Patriarch der Menschlichkeit. Als Gott ihn ruft, lässt er alles hinter sich, Heimat, Status, Besitz, und bricht in das größte Abenteuer seines Lebens auf. In der jüdischen Thora und im Alten Testament der Bibel ist Abrahams Lebensgeschichte ausführlich niedergeschrieben. Auch der Koran berichtet von ihm. – Der Film begibt sich auf Spurensuche nach dem großen Patriarchen. (3sat) ZDF/Feldmann 20.15 Der göttliche Michelangelo. Vor 500 Jahren schuf Michelangelo weltberühmte Meisterwerke wie den David in Florenz, die Pieta im Petersdom, die bewegenden Fresken der Sixtinischen Kapelle. Das Dokudrama zeichnet das Leben des Genies eindrucksvoll nach. (Phoenix)

Bayern Mittwoch, 13. Jänner, 19 Uhr

Stationen Pater Anselm Grün feiert am 14. Jänner seinen 65. Geburtstag. Für ihn ist das Alter Ansporn, weiter zu wachsen. „Wer aufhört zu fragen, weil er schon alles weiß, erstarrt.“ Der Mönch, Seelsorger und Bestseller-Autor erinnert sich in „Stationen“ an Menschen und Ereignisse, die ihn geprägt haben, und er erzählt, was ihm heute wichtig ist. Binnenkirchliche Themen interessieren den Benediktiner nur wenig. Was ihn bewegt, ist der einzelne Mensch und wie sein Leben besser gelingen kann. Foto: BR

21

SAMSTAG, 16. 1. 9.40 Schnitzlers Freunde in den Dolomiten. Nur eine Art von Rausch, von Bergrausch. Um 1880 kommen die kühnsten Alpinisten der Ostalpen aus Wien. Arthur Schnitzler war der Chronist dieser vergnügungssüchtigen und bergbegeisterten Menschen. Er beschrieb die Gesellschaft seiner Epoche auf einzigartig-subtile Weise. Lutz Maurer ist den Spuren des Dichters auf Rax und Schneeberg, im Toten Gebirge und in den Dolomiten gefolgt. (3sat) 14.05 Das Grabtuch von Turin. Dokumentation über die Forschungen am Turiner Grabtuch. (N24) 16.00 Die Mongolen. Im Reich des Dschingis Khan. Das größte Weltreich aller Zeiten wurde von einem Nomadenvolk begründet. (arte) 16.55 Religionen der Welt. (ORF 2)

17.05 Uhr Erlebnis Österreich. Wollbäder und Loamwickel. Heilmethoden der alten Volksmedizin. Neben der Schulmedizin behaupten sich jahrhundertealte Heilmethoden der „Volksmedizin“mit überliefertem Wissen, Großmutters Erfahrungen, Astrologie und Aberglauben: Kräuter helfen mit ihren Wirkstoffen, Heilung bringen auch die Intuition des Heilers und der Segens des Wenders. (ORF 2) Foto: fotolia/Twilight_Art_Pictures 18.02 Eltern – unerfahren, hilflos, überfordert. Eine Beratungsstelle in Berlin-Wedding. Immer wieder hört man von getöteten Säuglingen, misshandelten Babys oder vernachlässigten Kindern. Oft wird dann der Ruf nach „den Behörden“ laut. Thomas Abel arbeitet bei solch einer Behörde. (RBB) 19.20 Ghana – Afrikas Goldküste. Sogar die Preußen besaßen einst eine Handelsfestung an der sagenhaften „Goldküste“, dem heutigen Ghana. Bis heute ist Gold das wichtigste Exportprodukt des westafrikanischen Staats geblieben. Gleichzeitig zählt Ghana weiterhin zu den ärmsten Staaten der Welt. Der Film stellt das Leben und die Menschen im westafrikanischen Staat vor. (3sat) 20.15 Leben am Abgrund. Die Bergretter vom Dachstein. (BRalpha)


22

Sonntag

BIBEL UND LEBEN Er hat nicht den Erwartungen entsprochen Vor Jahren habe ich an meiner damaligen Kaplansstelle eine hitzige Debatte über das Thema „Erwartungen“ vom Zaun gebrochen. Da ging es um Fragen wie: Soll man Erwartungen haben oder nicht? Erwartet Gott etwas von uns? Im Evangelium heißt es nun, das Volk sei voll Erwartung gewesen. Das leidgeprüfte Volk Israel erwartete einen Retter und Befreier. Aber es knüpfte daran auch ganz konkrete Vorstellungen, es hatte das scharf konturierte Bild eines politischen Messias vor Augen. Johannes der Täufer lässt sich davon nicht unter Druck setzen. Er weist die an ihn herangetragenen Erwartungen von sich und lenkt sie auf einen anderen um, der nach ihm kommt und stärker ist. Vermutlich hat er selbst jene messianische Erwartung geteilt. Johannes sieht diesen Kommenden als einen Richter, der die Spreu vom Weizen trennen wird. Und später als Gefangener im herodianischen Kerker befallen ihn Zweifel, ob Jesus wirklich der Erwartete sei, und er holt Erkundungen über ihn ein. Offensichtlich verhielt sich auch Jesus nicht den Erwartungen entsprechend. Das tut er auch nicht, als er zum Täufer an den Jordan kommt. Er nimmt nicht die Position eines Anführers oder Königs ein, „zusammen mit dem ganzen Volk“ stellt er sich um die Taufe an. Er reiht sich ein in die Schar der Sünder, die erkannt haben, dass sie für einen befreienden Neubeginn bei sich selbst anfangen müssen. Dabei öffnet sich der Himmel, als Jesus mitten im Volk steht und betet. Nicht festgefahrene Erwartungen, sondern Offenheit für das Einfallen des göttlichen Geistes führt zum Heil.

Alfred Jokesch

10. Jänner 2010

Taufe des Herrn (Lesejahr C)

Es öffnet sich der Himmel EVANGELIUM

Lk 3,15–16.21–22

1. LESUNG

Jes 42,5a.1–4.6–7

Es kommt einer

Von sanftmütigem Wesen

In jener Zeit war das Volk voll Erwartung, und alle überlegten im Stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen. Und während er betete, öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

So spricht Gott, der Herr: Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Völkern das Recht. Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen. Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich das Recht. Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen, bis er auf der Erde das Recht begründet hat. Auf sein Gesetz warten die Inseln. Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund für mein Volk und das Licht für die Völker zu sein: blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien.

2. LESUNG

Apg 10,34–38

Mit Geist und mit Kraft Brüder und Schwestern! In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. Er hat das Wort den Israeliten gesandt, indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus; dieser ist der Herr aller. Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.

◗ Passende Gesänge

Bild: Wolfgang Kapfhammer, „Aufgetaucht“, 2009.

(GL = Gotteslob)

Lobt Gott, ihr Christen (GL, Nr. 134); Jauchzet, ihr Himmel (GL, Nr. 144); Sieh, dein Licht will kommen (GL, Nr. 147); Der Himmel freue sich (GL, Nr. 151/2, mit Chorbuch, 3. Strophe); O du fröhliche (GL, Nr. 817); Der Abglanz des Vaters (GL, Nr. 925, 3. Strophe); Dein Tod am Kreuz (GL, Nr. 934); Fest soll mein Taufbund immer stehn (Nr. 976); Eines Tages kam einer (du mit uns, Nr. 535).


Sonntag

10. Jänner 2010

23

◗ GOTTESDIENSTKALENDER 10. Jänner: Taufe des Herrn (weiß). Gloria, Credo, eigene Präfation. – 1. Lesung: Jes 42,5a.1–4.6–7; Antwortpsalm: Ps 29,1– 4.9b–10 (oder 1. Lesung: Jes 40,1–5.9–11; Antwortpsalm: Ps 104,1–4.24–25.27–30); 2. Lesung: Apg 10,34–38 (oder Tit 2,11– 14; 3,4–7); Evangelium: Lk 3,15–16.21– 22. 11. Jänner: Montag (grün). Lesung: 1 Sam 1,1–8; Evangelium: Mk 1,14–20. – Grünes Stundenbuch: 1. Woche. 12. Jänner: Dienstag (grün). Lesung: 1 Sam 1,9–20; Evangelium: Mk 1,21–28. 13. Jänner: Mittwoch (grün). Lesung: 1 Sam 3,1–10.19–20; Evangelium: Mk 1,29–39. – Oder: Hilarius, Bischof und Kirchenlehrer (weiß). 14. Jänner: Donnerstag (grün). Lesung: 1 Sam 4,1b–11; Evangelium: Mk 1,40–45. 15. Jänner: Freitag (grün). Lesung: 1 Sam 8,4–7.10–22a; Evangelium: Mk 2,1–12. 16. Jänner: Samstag (grün). Lesung: 1 Sam 9,1–4.17–19; 10,1; Evangelium: Mk 2,13– 17. – Oder: Marienmesse an Samstagen (weiß). Marienpräfation. 17. Jänner: 2. Sonntag im Jahreskreis (grün). Gloria, Credo, Sonntagspräfation. – 1. Lesung: Jes 62,1–5; Antwortpsalm: Ps 96,1–4.6–7.10; 2. Lesung: 1 Kor 12,4–11; Evangelium: Joh 2,1–11.

Motiv aus einem vorweihnachtlichen Nachtgebet der Jugend in Mariazell, bei dem auch für Foto: Mario Kuss einen Verunglückten gebetet wurde.

Rückblick auf den Tag

Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten. Ps 91,5

„Gibt es denn etwas Schöneres als die Gewohnheit, seinen ganzen Tag so durch und durch zu prüfen? Wie ruhig ist der Schlaf, wie tief und frei, der auf die Selbstmusterung folgt! Täglich verantworte ich mich vor meinem Richterstuhl. Wenn fortgetragen ist das Licht und meine Frau verstummt, die meine Sitte kennt, durchstöbere ich meinen ganzen Tag und nehme meine Taten und Worte wieder vor; gar nichts verhehle ich, nichts übergehe ich. Warum sollt’ ich mich auch fürchten wegen irgendeiner von meinen Verfehlungen, da ich doch sagen kann: ‚Sieh, dass du das nicht wieder tust! Für jetzt verzeih’ ich dir. In jener Disputation hast du gereizt und aggressiv geredet: Lass künftig dich nicht mehr mit unwissenden Menschen ein; …weil du auf einem weniger honorigen Tischplatz saßest, hat Zorn dich angewandelt gegen den Wirt, den Kartenausträger, ja gegen den, der höher saß als du: Unsinniger, was macht es, welchen Sofateil du drückst? Kannst ehrenhafter oder ehrloser du werden durch ein Kissen? Mit unfreundlichen Blicken sahest du jemand an, weil er von deinem Schriftstellergenie schlecht redete … Wirst du wohl, wenn du dich um die Gunst des Publikums

bewirbst, dir auch sein Votum gleichmütig gefallen lassen!“ Diese Sätze zeigen ein großes Bemühen, mit sich selber ehrlich zu werden, an sich zu arbeiten und den Charakter zu verbessern. Damit ist auch der Wille verbunden, die Tage in einer guten Weise zu Ende zu führen. Vieles von dem, was der römische Philosoph Seneca hier schreibt, ist in die christliche Tradition eingeflossen, gerade was die Prüfung der eigenen Fehler, ihre Überbetonung und Fixierung betrifft. Bis in jüngste Zeit wurde das Anliegen der Gewissenserforschung in dieser Weise dargestellt: Ihr vornehmlicher Zweck war das Aufspüren von Fehlern, der Blick für das Negative, die Schatten und Defizite. Eine christliche Abendkultur wird sich aber damit nicht begnügen. Ein Rückblick auf einen verbrachten Tag besteht nicht im Registrieren gemachter Fehler. Er soll im Gegenteil und vornehmlich das Auge für das schulen, was Gott uns an Gutem geschenkt hat und worin er uns im Verlauf eines Tages begegnet ist. Ein Großteil der Aufmerksamkeit soll darauf gerichtet werden, die kleinen und großen Ermutigungen, die uns durch Ereignisse und Menschen zuteil wurden, wahrzunehmen. AUS: „VOM SEGEN IN ALLTÄGLICHEN DINGEN“, HANS SCHALLER/DOMINIK TERSTRIEP, TOPOS


„CONCERT FOR CARITAS“

HUMOR „Dein Zeugnis ist hundsmiserabel, Rudi. Was soll ich bloß dazu sagen?“ – „Was du früher auch immer gesagt hast, Mutti!“ – „Und das war?“ – „Hauptsache, du bist gesund, mein kleiner Schatz!“ „Was tust du, wenn du im Urwald plötzlich vor einer Schlange stehst?“ – „Ich stell mich hinten an!“

Lange Musiknacht auf CD. Shiver, Rising Girl, Inez, Leo Aberer, Klööhn, Klimmstein, Millions of Dreads, Stereo Season, Beggars Street Inn, Angry Advocats, Purple Bluze: Wem die Namen dieser elf steirischen Bands etwas sagen, der wird glücklich über eine neue CD sein, die um 12 Euro bei Verkäufern der Straßenzeitung „Megaphon“ erhältlich ist. Die CD „Concert for Caritas“ (Konzert für Caritas) lässt die Stimmung des Caritas-Benefizkonzertes vom 6. November im Grazer „Dom im Berg“ aufleben. Im Bild von links Organisator Markus „Gonzo“ Renger, die Musikerin Inez, Michael Lintner von der Caritas und der Musiker Leo Aberer. Foto: desert.fox@aon.at

SONNTAGSBLATT-RÄTSEL „Sterndeuter“ war des Rätsels Lösung in Nr. 1. Gewinnerin aus Nr. 50 ist Hedwig Zöhrer in Birkfeld. Eine Gedichtzeile von Dietrich Bonhoeffer – zu lesen vor einer Woche im Sonntagsblatt – liegt in diesem Rätsel grau unterlegt verborgen. Wir geben die fünf Wörter am Fest der Taufe Jesu als Wunsch an alle in diesen Wochen Getauften weiter. Der heutige Gewinn, ein geschmackvolles Weihwasserkrügerl samt -krug, erinnert täglich an die Taufe. Die Felder 1 bis 11 nennen, was Sie nie verlassen möge. Bitte schicken Sie eine Postkarte mit dem Lösungswort (den zwei Wörtern) bis 12. Jänner an das Sonntagsblatt, Bischofplatz 2, 8010 Graz.

AUFLÖSUNG DES RÄTSELS AUS NR. 1

Der Gewinn kommt aus der Buchhandlung am Bischofplatz 1 in Graz (Tel. 0 31 6/ 82 60 17).

Rosi geht in die Drogerie und verlangt zwei Rollen Klopapier. Die Verkäuferin verbessert sie: „Du meinst wohl Toilettenpapier?“ – „Also gut, dann eben Toilettenpapier! Geben Sie mir bitte noch ein Stück Seife dazu“, antwortete Rosi. Fragt die Verkäuferin: „Soll es Toilettenseife sein?“ – „Nein, ich will mir eigentlich das Gesicht damit waschen.“ „Da sieht man wieder, was für übertriebene Märchen die Zeitungen schreiben“, schimpft Herbert. „Hier wird von einem Engländer berichtet, der über tausend Pfund verloren hätte. So dicke Leute gibt es doch gar nicht!“ „War es denn ein großer Scheck, den du verloren hast?“ – „Na ja, etwa so groß wie eine Postkarte.“

◗ Zitat der Woche

„Die Computertechnologie wird endlich ‚smart‘, im Sinne einer instinktiven und komfortablen Bedienbarkeit. Bis heute sind Computer sperrige, unpraktische, komplizierte, hässliche Kisten, wie Autos bis in die 40er Jahre.“ Eine der Voraussagen des Zukunftsforschers Matthias Horx in der Kleinen Zeitung für das Jahr 2010


Sonntagsblatt 2/10