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Kirche Steiermark

31. Oktober 2010

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BLITZLICHTER

BUCHPRÄSENTATION

Pfarre Graz-Don Bosco feierte 75. Geburtstag

Bischof Kapellari präsentierte im Grazer Minoritensaal vor 300 Festgästen sein 15. Buch: Der „Styria premium“-Sammelband „In und Gegen“ (wir berichteten) bringt auf 462 Seiten mehr als 140 Texte des auch als geistlicher Buchautor bekannten steirischen Bischofs: Predigten, Ansprachen, Rundfunkbeiträge, Interviews. Die Buchpräsentation gestaltete Bischof Dr. Egon Kapellari als Dreiergespräch mit dem Politikwissenschaftler emer. Univ.-Dr. Wolfgang Mantl (2. von rechts) und mit dem langjährigen Bischöflichen Referenten für Wissenschaft und Kultur, Dr. Harald Baloch (rechts), moderiert von Kleine-Zeitung-Redakteur Mag. Wolfgang Sotill (links). Als Ausdruck einer weltoffenen, dialogorientierten Glaubenshaltung versteht Bischof Kapellari sein neues Buch, für dessen Titel „In und Gegen“ er vom „Diognetbrief“ aus dem 2. Jahrhundert inspiriert wurde, der Christsein als Sein in der Welt, gegen die Welt und über die Welt hinaus deutet. In der Kirche habe es nicht nur heute, sondern immer wieder einen Weg des Suchens mit Kreuzungen und Kreuzigungen gegeben, betonte der Bischof auf die Frage der Zukunft der von Turbulenzen geplagten Kirche. Foto: Neuhold

Tod als selbstlose Hilfe Tobelbad. Ein Ort der Bestattung für jene, die ihren Körper der Anatomie zur Verfügung stellten. Seit 1970 werden im Waldfriedhof Tobelbad Verstorbene bestattet, die ihren Körper dem Grazer Anatomischen Institut für medizinische Forschung und Lehre zur Verfügung gestellt haben. Dem Vorstand des Institutes, Univ.-Prof. Dr. Anderhuber, ist es ein besonderes Anliegen, die Würde der Verstorbenen zu wahren und den Angehörigen einen Ort des stillen Gedenkens anzubieten. Der in den letzten Jahren neu gestaltete und jetzt mit einer Skulptur symbolisch bereicherte Friedhofsteil wurde durch Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari und den evangelischen

Superintendenten Hermann Miklas gesegnet. Univ.-Prof. Dr. Smolle, Rektor der Medizinischen Universität, würdigte den hohen internationalen Forschungsrang der Grazer Anatomie und ihren besonders sensiblen Umgang mit den Dedizierten. Bürgermeister Helmut Holzapfel und Pfarrer Dr. Herbert Thomann betonten, dass die Bevölkerung den anatomischen Friedhof als einen kostbaren Teil ihres eigenen Ortsfriedhofes sieht. Bischof Kapellari nahm in seiner Ansprache persönlichen Bezug auf die Begegnung mit einer hoch engagierten Ärztin, die ganz bewusst als einen letzten Akt der Nächstenliebe ihren Körper zur Verfügung gestellt hatte. So wie es eine Gedenktafel am Friedhof ausdrückt: „Ihr Tod trägt die Würde, fremden Leben selbstlose Hilfe zu sein.“

◗ ARGE der Pfarrhaushälterinnen

◗ Diözesanrat tagt in Mariatrost

Bei der Tagung der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen wurde Annemarie Voit aus Gleisdorf zur zweiten Stellvertreterin der Vorsitzenden (Sigrid Seiser aus Straßburg in Kärnten) gewählt. 1800 Pfarrhaushälterinnen gehören der Arbeitsgemeinschaft an. Nur ein Drittel von ihnen ist noch angestellt, mehrheitlich in Teilzeit oder nebenberuflich.

Am Freitag, 5. November, beginnt um 16 Uhr im Bildungshaus Graz-Mariatrost die 8. Vollversammlung des Diözesanrates. Berichte über Standards für Pfarrverbände, die neue diözesane Homepage und den laufenden diözesanen Gesprächsprozess sowie die SageFrage-Stunde bilden die Tagesordnung. Am Samstag, 6. November, geht es ab 8.30 Uhr um die Priesterausbildung in unserer Diözese.

Im Rahmen des Erntedankfestes feierte die Grazer Pfarre Don Bosco ihren 75. Geburtstag. Beim feierlichen Gottesdienst mit Festprediger Prior-Administrator P. Johannes Fragner von der Abtei Seckau waren neben den Priestern der Pfarre Don Bosco auch Seelsorger und Ordensschwestern anwesend, die aus der Pfarre stammen oder hier gewirkt haben. In seiner Predigt sprach P. Johannes Fragner auch über jene Menschen, die in der Pfarre mit ihrer Kraft und mit Gottvertrauen die Zukunft bereitet haben. Er erinnerte auch an seinen persönlichen Werdegang als Jungscharkind und Ministrant in Don Bosco und an die Begleitung durch die Salesianerpatres. Nach dem festlichen Gottesdienst, der von der Band „Church connection“ mitgestaltet wurde, fand sich die große Festgemeinde am Kindergartenspielplatz ein. Dort wurde den sieben Baumpaten aus Politik und Wirtschaft gedankt, die die Neupflanzung von sieben Bäumen auf dem Spielplatz finanziert haben. Im Anschluss daran gab es im Don-Bosco-Saal einen Frühschoppen mit dem Jugendblasorchester Don Bosco, einen Tanz der Kindergartenkinder, Stubenmusik und einen Volkstanz-Workshop. Im Freigelände des Jugendzentrums gab es ein spezielles Kinder- und Jugendprogramm: Kleintiergarten mit Ponyreiten, Hupfburg, Riesenwuzzler, Aufprallsimulator und eine Disco-Ecke. Aus der Pfarre Graz-Don Bosco kommen neun geistliche Berufe. An jedem Herz-JesuFreitag wird bei der Anbetung in der Pfarrkirche besonders um Berufe im Priester- oder Ordensstand gebetet. Foto: Pfarre

http://www.graz-seckau.eu/upload/sobl/100_Sonntagsblatt/105_ARCHIV/SONNTAGSBLATT_DIGITAL/2010/201010  

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