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Einander vertrauen _ sich anvertrauen   Alles wird gut

Dort lebten Verwandte des Tobit, Raguel und Edna.

Sie hatten eine einzige Tochter, Sara. Die war sehr schön. Aber bis jetzt war sie

noch nicht verheiratet, obwohl sie schon siebenmal verlobt war. Ein böser Geist hatte sie einmal erblickt und sich so in sie verliebt, dass er sie keinem anderen gönnen wollte. Alle sieben Männer starben noch am Hochzeitstag.

Sara und ihre Eltern waren sehr traurig. Sara sagte: „Niemals mehr wage ich einen Mann zu heiraten, denn der schlimme Dämon würde auch einen achten Bräutigam erwürgen.“

So schlimm stand es um das Mädchen, als eines Abends Tobias und sein Freund an die Tür klopften. „Was wollt ihr?“, fragte Saras Vater.

Tobias antwortete: „Wir kommen von weit her. Ich bin der Sohn von Tobit. Ich bin

gekommen, um meinen Eltern zu helfen, denn es geht ihnen nicht gut. Mein Vater ist blind geworden.“

Raguel bat die beiden herein: „Dann kommt herein und seid unsere Gäste!“ Tobias bat Raguel, seine Tochter Sara heiraten zu dürfen.

Sara und ihre Eltern erschraken, denn sie fürchteten den bösen Geist.

Aber Tobias ließ sich nicht abschrecken und nahm Sara zur Frau. Auf Rat seines Freundes Asarja verbrannte Tobias vor der Hochzeit das Herz und die Leber des Fisches. Der Geruch, der dabei entstand, trieb den Dämon in die Flucht. Tobias sagte zu Sara: „Steh auf, wir wollen beten!“

Und sie beteten gemeinsam. Danach legten sie sich aufs Lager und schliefen

gemeinsam ein. Am nächsten Morgen freuten sich alle, dass Tobias und Sara am Leben waren.

Nach Tobit 6,10-8,14

Miteinander beten (Weihrauch). 

 Weihrauch.

Standbilder: allein sein, verzweifelt sein, gemeinsam sein ...

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