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AUSGABE 1 - MAI 2010 - 3,- €

AUSGABE 07 · FEBRUAR 2004

Lchwabmünchner Geschichte(n)

HISTORISCHES, AK TUELLES, WISSENSWERTES UND AMÜSANTES AUS SCHWABMÜNCHEN

Von Schwabmünchen für Schwabmünchen: • Woher kommt der Name „Schwabmünchen“? • Interview mit der Schulleiterin der LWG-Schule • Vereine stellen sich vor: „Freunde der Giromagny“ und „Kunstverein Schwabmünchen“

LEBENSLINIEN: Persönlichkeit aus Schwabmünchen: Elmar Pfandzelter

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• Bürgermeister Müller spricht über die Neugestaltung der Fuggerstraße

SOZIALES:

Aktuelles vom Streetwork und dem Jugendzentrum

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RÜCKBLICKE:

Ein erdachter Spaziergang durch das historische Schwabmünchen

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ÜBERSICHT Editorial

INHALT VORWORT

Bürgermeister Lorenz Müller .........................................................................

ORTSNAMEN

Woher kommt der Name „Schwabmünchen“? ................................

RÜCKBLICKE

Historie: Ein erdachter Spaziergang durch die Stadt..................

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STRASSENNAMEN

Die Luitpoldstraße und Mindelheimer Straße................................. 12

LEBENSLINIEN

Persönlichkeit aus SMÜ: Elmar Pfanzelter ........................................ 18

SCHULE

Irrtum Gesamtschule: Die Leonhard-Wagner-Schule ............. 19 Interview mit der Schulleiterin Germana Winkelbauer............ 21

AKTUELLES

Die Fuggerstraße: Von Goethe, Gold und Ehr’.............................. 23 Neugestaltung der Innenstadt: SMÜ geht neue Wege.............. 25

KIRCHE

Stadtpfarrkirche St. Michael: Orientierungspunkt der Stadt 27

SOZIALES

Das Jugendzentrum U_Turn ........................................................................... 30 Streetwork in Schwabmünchen ..................................................................... 32

WIRTSCHAFT

Die Werbegemeinschaft ...................................................................................... 34

KUNST

Kunstverein Schwabmünchen ........................................................................ 36

VEREIN

Freunde von Giromagny ..................................................................................... 40 Klassenfoto ..................................................................................................................... 43

JUBILÄUM

Schwabmünchens Wassertürme ................................................................... 44

DRAUFSICHT

Schwabmünchen aus der Luft ........................................................................ 46 Projektleitung und Verkauf: Simona Weiß Telefon: 0821/5071-456 Fax: 0821/5071-9456 weiss@herba-verlag.de

Anzeigenverkauf: Jiska-Latice Dunn Telefon: 0821/5071-457 Fax: 0821/5071-9457 dunn@herba-verlag.de

www.herba-verlag.de

Liebe Leserinnen und Leser, in Schwabmünchen ist was los. Die Neugestaltung der Fuggerstraße, die Gründung eines Kunstvereines, das 100jährige Jubiläum des Wasserturmes, die erste deutschfranzösische Ausstellung und, und, und … Unter dem Motto „In ist, wer drin ist“ bringen wir ein eigenes Magazin für Schwabmünchen heraus, die Schwabmünchner Geschichte(n), kurz SG. Ein persönlicher und herzlicher Dank sei mir aber an dieser hervorgehobenen Stelle gestattet: Danke an alle Schwabmünchnerinnen und Schwabmünchner, die mir so eifrig mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. Ich habe nur Menschen erlebt, die wirklich nett und zuvorkommend sind. Immer mehr Menschen besinnen sich auf ihre Wurzeln, schauen nicht nur nach vorne, sondern gerne auch von Zeit zu Zeit zurück. Genau dieses Anliegen unserer Leserinnen und Leser haben wir uns auf die Fahnen

Redaktionsleitung: Christine Hornischer Telefon: 0821/5071-451 Fax: 0821/5071-9451 hornischer@herba-verlag.de

Anzeigenverkauf: Martin Petrussek Telefon: 0821/5071-455 Fax: 0821/5071-9455 petrussek@herba-verlag.de

ist DAS Magazin für Schwabmünchen. Jede Ausgabe enthält einem abwechslungsreichen Themenmix aus historischen und aktuellen Beiträgen.

IMPRESSUM Herba Werbeverlag Baur GmbH • Konrad-Adenauer-Allee 11 • 86150 Augsburg • eMail: stadtgeschichten@herbaverlag.de • Internet: www.herba-verlag.de • Geschäftsführung: Thomas Sixta Layout/Satz/Druck: Mayer & Söhne Druck- und Mediengruppe GmbH, Oberbernbacher Weg 7, 86551 Aichach Verbreitung: Als Anzeigenkunde erhalten Sie einige Magazine zur Auslage gratis. Ansonsten kann der Sammelband an ausgewählten Verkaufsstellen für nur 3,- gekauft werden. Die namentlich gekennzeichneten Beiträge stellen die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme des Verlages dar.

geschrieben. Es entstand eine Sammelband-Reihe der Geschichte über eine liebenswerte Stadt, deren Menschen, frühere Ereignisse und aktuelle Geschehnisse, die der Nachwelt überliefert werden sollen. Um einen guten Kuchen zu backen, nimmt man ein geeignetes Backrezept, in der Regel von Oma. Mit steigender Erfahrung fängt man dann an, das Rezept zu verändern, andere Zutaten zu finden, um den Kuchen erfolgreich zu verbessern. Genau so wollen wir, das SG-Team, vorgehen. Wir paaren historische Geschichten mit aktuellen Ereignissen und schaffen so ein hoffentlich - wohlschmeckendes neues Rezept. Empfehlenswert ist auf jeden Fall die Rubrik „Rückblicke“. Ein erdachter Stadtrundgang von Elmar Pfandzelter im Alter von 14 Jahren lädt zum Schmunzeln ein. Auch wird das brisante Thema „Neugestaltung der Innenstadt“ in dieser Ausgabe genauestens erörtert. Eine große Stärke der Schwabmünchner Innenstadt ist ohne Zweifel ein kompakter Ortskern mit historisch wertvollen Gebäuden und gut erreichbaren Geschäftslagen. Reportagen zum „Start“ des Kunstvereines, zum Jugendkulturzentrum oder zu den „Freunden von Giromagny“ runden unsere erste Ausgabe ab. Der Grundstock der Schwabmünchner Geschichte(n) soll eine fundierte, aber herzliche Berichterstattung sein. Wir sehen dies als Auftrag, den wir nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen versuchen.

Ihre Christine Hornischer

SSCHWABMÜNCHNER GESCHICHTE(N), Band 1, Mai 2010

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VORWORT

Liebe Leserinnen und Leser,

Lorenz Müller Erster Bürgermeister der Stadt Schwabmünchen

„Ich freue mich, Ihnen die erste Ausgabe der Schwabmünchner Geschichte(n) präsentieren zu dürfen.“

für alle Bürgerinnen und Bürger ist leicht zu erkennen, dass im Bereich der südlichen Fuggerstraße mit der Neugestaltung der Innenstadt begonnen wurde. Ich danke an dieser Stelle den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die sich maßgeblich in die Planung eingebracht haben und bitte gleichzeitig um Verständnis für die zwangsläufigen Behinderungen während der Bauphase.

milien und Neubürger interessant gestalten. Schwabmünchen verfügt bereits über ein breites Bildungsangebot welches durch die nunmehr fertiggestellte Sanierung der Grundschule vorbildlich ist.

Das Kinderbetreuungsangebot wird kurzfristig, durch den Neubau von Krippenplätzen. Bürger aus der Region sollen nicht an Schwabmünchen vor- erweitert. Schwabmünchen wird sich durch eine attraktive beifahren sondern in unserer Innenstadt auch für Neubürger Stadt Einkaufen, Flanieren, sich „ einfach Wohlfühlen“ und noch interessanter darstellen. Schwabmünchen bewusst als Ziel ansteuern.Hierzu erhöhen Die Neugestaltung der Innenstadt unter Einbeziehung des wir die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und setzen etwa Rathausgartens, die Vernetzung der Innenstadt mit unsedurch die Planungen zur BeMit der Innenstadtgestaltung rem einzigartigen Luitpoldbauung der Fuggerstr. 19 und wollen wir Schwabmünchen park wird dazu beitragen, dass als einziges Mittelzentrum im der Schaffung eines zentralen unsere Stadt „lebendig“ ist und Stadtplatzes neue SchwerLandkreis weiter stärken und bleibt und sich alle Bürgerinauf die sich verändernden Rah- punkte. nen und Bürger - gleich welmenbedingungen reagieren. chen Alters- in SchwabmünDabei achten wir darauf, dass auf die bisherige Bebauung und chen wohlfühlen können. Ich nenne in diesem Zusammenhang etwa die Errichtung den liebenswerten Charakter Ihr Bürgermeister immer neuer Einkaufscenter in unsere Stadt Rücksicht genommen wird.Wir wollen bei Nachbarstädten und die Veränderung unserer Gesellschaft spürbar rückläufigen Geburtenzahlen unsere Stadt für Fa- Lorenz Müller aufgrund der demographi-

Bei der Neuplanung wird darauf geachtet, dass auf die bisherige Bebauung und den liebenswerten Charakter der Stadt Rücksicht genommen wird.

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schen Entwicklung. Gerade die - Gott sei Dank- immer älter werdende Bevölkerung benötigt ein fußläufig zu erreichendes Einzelhandelsangebot, eine breite medizinische Versorgung in der Stadt und das Vorhandensein von Erholungsflächen in der Innenstadt.

SCHWABMÜNCHNER GESCHICHTE(N), Band 1, Mai 2010

Die Schaffung eines zentralen Stadtplatzes in Schwabmünchen soll neue Schwerpunkte setzen. Bilder: Stadt Schwabmünchen


ORTSNAMEN ORTSNAME SCHWABMÜNCHEN

Wo stand die Wiege Schwabmünchens ?

herausgebracht und bei seinen intensiven Recherchen den möglichen Standort ermittelt. Das Alter eines Ortes richtet Der Name „Mantahinga“ ist sich nach der ersten schriftlizurückzuführen auf den Nachen Erwähnung. In der Vita des Bischofs Ulrich von Augs- men der alemannischen Sippe des Mantigo und ist Ursprung burg finden wir den Hinweis, dass er sich im Jahr 954 in das und Basis für die weitere Entwicklung der Ortsbezeich„Castellum Mantahinga“ zunung, hin bis zum heutigen rückzog. Das war, für die daNamen „Schwabmünchen“. malige Zeit üblich, eine mit Die Gründe der Veränderung Holzpfählen gesicherte Fessind vielfältig. Man findet sie tung. Wo stand diese? Nach in Schreib- oder Hörfehlern dem heutigen Stand der Erkenntnisse lag ihr Standort wie auch in dialektischen Auslegungen. So wird im Jahr 1059 nahe der Singold etwa da, wo heute die Geyerburg steht. Der berichtet, dass der Ort „Mantichingen“, also schon eine AbHistoriker Dr. Joachim Jahn hat im Jahr 1983 auf Beschluss wandlung von „Mantahinga“, erobert und niedergebrannt des Stadtrates das Buch „Schwabmünchen - Geschich- wurde. 1168 wurde der Besitz des Hochstiftes Augsburg von te einer schwäbischen Stadt“ Von Elmar Pfandzelter

Papst Urban bestätigt. Unter anderem findet man hier auch den Ort „Mantechingen“. 1208 war Schwabmünchen abermals Ziel eines Angriffs. Diesmal waren es die Augsburger Bürger, die den Ort aus dem Besitz des Hochstiftes herausnehmen wollten. Von der nahen Feste Schwabegg aus gingen sie gegen den bischöflichen Besitz in „Menchingin“ vor. Im 12. und 13. Jahrhundert tauchen öfters Familiennamen auf, die ihren Ursprung im Ort „Mänchingen“ oder „Mantichingen“ haben. 1441 erhielt der Ort den „Dorfbrief“, in dem die bischöfliche Verwaltung die Rechte und Pflichten mehr Pflichten - der Bürger

und der sie verwaltenden Rechtsaufsicht festlegte. In diesem Brief wird der Ort, das war nun offiziell, mit „Menchingen“ betitelt. Aus diesem Menchingen wurde ein „Münchingen“. Man darf davon ausgehen, dass der sich immer ändernde Ortsname im Sprachgebrauch nie einheitlich benutzt wurde. Es gab zeitliche Überschneidungen über Generationen hinweg. Da es in der Region zwei Orte mit dem Namen Menchingen gab, nämlich das heutige Schwabmünchen und das heutige Merching jenseits des Lechs, setzte sich im 14. Jahrhundert für Merching die Bezeichnung „Bayermerching“

SCHWABMÜNCHNER GESCHICHTE(N), Band 1, Mai 2010

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ORTSNAMEN Landesamt für Denkmalpflege und gemeinsam kam man zu dem Ergebnis, dass sich auf diesem Gebiet einst eine Römersiedlung befunden haben müsse. Tatsache ist auch, dass vor rund 2000 Jahren die Siedlung RAPIS in der römischen Weltkarte verzeichnet war und genau auf den Standort bei Schwabmünchen hinwies. Umfangreiche Grabungen in der Zeit von 1978 bis 1987 bestätigten die Version von Kuntz und darüber hinaus wurde festgestellt, dass sich am gleichen Platz vor den Römern hier eine keltische Siedlung befand. Kein Wunder, dass sich lange Zeit die Meinung hielt, hier wäre die Wiege Schwabmünchens gestanden, wären aber die den durch. Zur Unterscheidung der Schwabmünchen eingebürgert chen Einsatzes von Bürgern Römern nachgefolgten Alewäre eine Lokalisierung nicht war. Wie sehr sich gerade die beiden Ortsnamen wurde für so schnell und fundiert möglich mannen nicht gewesen. Diese frühere Bezeichnung MenSchwabmünchen das Präfix „Schwaben“ verwendet. Bereits chingen im Volksmund veran- gewesen. Einer von ihnen war siedelten sich weiter südlich an und hier setzte die Arbeit des der unvergessene Hermann kerte, zeigt das Beispiel, dass im Jahr 1439 war von einem Historikers Dr. Jahn an, der, „Dorf zu Schwabmunchingen“ heute noch von den „Menkin- Kuntz. Er war unermüdlich wie erwähnt, den Standort unterwegs, suchte und fand: die Rede. 1507 findet man die gern“, also von Leuten aus Menchingen gesprochen wird. Auf den Äckern und Feldern Geyerburg an der Singold loOrtsbezeichnung „Swabmenam nördlichen Ortsrand wurde kalisierte. Wieder eine rein dialektische chingen“. Da half also keine Kuntz fündig. Es waren Ton- Oftmals wird gefragt, ob der Abwandlung. höchstbischöfliche AnordName Schwabmünchen etwas scherben, Münzen und auch nung, die Bürger sprachen, wie Viele Heimatforscher haben mit unserer Landeshauptstadt sich im Lauf der Jahrhunderte größere Bruchstücke. Beim es ihnen genehm war. München zu tun hat. Nein, ein Umackern kamen sie ans Tamit der Frage auseinandergeZusammenhang besteht nicht setzt, wo sich die Anfänge der geslicht. Kuntz barg sie und Die Ortsbezeichnung und wäre auch nicht möglich, Siedlung des späteren Schwab- gab diese ins Museum. „Schwabmünchingen“ hielt ist doch Schwabmünchen einiSchließlich interessierten sich münchen befand. Ohne den sich lange. Es brauchte seine ges älter als München... die Verantwortlichen vom Idealismus und ehrenamtliZeit, bis der heutige Name

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SCHWABMÜNCHNER GESCHICHTE(N), Band 1, Mai 2010


RÜCKBLICKE

Chabeso im Gasthof Krone Ein Spaziergang durch Alt-Schwabmünchen erdacht und geführt von Elmar Pfandzelter im Sommer 1938 (damals 14 Jahre alt).

Der Bahnhof um 1847.

Ich darf Sie zu einem Spaziergang einladen, zu einer Nostalgiewanderung durch unsere Stadt. Den Älteren sei damit eine Chance gegeben in ihre eigene Jugend zurückzufinden. Die jüngeren Leute, oder alle, die hierher ziehen, gewollt oder verpflichtet, können sich ein Bild über das frühere Schwabmünchen machen. Versetzen wir uns also in das Jahr 1938. Vor 72 Jahren Als Ausgangspunkt wählen wir den Bahnhof. Er wurde nach der Eröffnung der Bahnlinie Augsburg - Lindau - Chur 1847 erbaut. Schwabmünchen ist Haltestation für Eilzüge, normale Personenzüge und Güterzüge. Es gibt auch einen Nahverkehr Augsburg Schwabmünchen und zurück. Mehrmals täglich kommt der Zug, die Fahrzeit einfach dauert 45 Minuten, weil der Zug am Bahnhof Mittelstetten, Großaitingen, Wehringen, Bobingen, Inningen, Göggingen und Morellstraße Augsburg hält, um zum Hauptbahnhof zu kommen.

Haarriss hat, wurde sie nicht abgenommen und hier verwendet. Gegenüber ist das Schulhaus an der Museumstraße. Dort wohnen meine Eltern und ich musste dort auch in die 8. Klasse gehen, wo mein Vater unterrichtete. Das war eine Die Briefpost wird täglich harte Zeit, o je! Ich bin froh zweimal ausgetragen. Gegenjetzt täglich nach Augsburg in über kommt die Bahnhofrestauration. Das was für die Post- eine höhere Schule fahren zu kutscher das Einkehrlokal. Wir dürfen. Eine Monatskarte für gehen weiter zur Bahnhofstra- Schüler kostet 8.50 Reichsße, bleiben aber auf dem Trot- mark! toir, weil auf der Straße öfters landwirtschaftliche Fahrzeuge kommen, manchmal sind es Ochsengespanne. Ab und zu kommt auch ein Auto. Jetzt kommen gerade die Knolls, die an der Straße eine Spedition mit einem Pferdefuhrwerk betreiben. Neben dem Bahnhof steht das 1914 erbaute Postamt. Seit 1911 gibt es eine Motorpostlinie zu den Stauden, im Ort aber verkehrt noch eine Postkutsche.

Kroengelände Jetzt machen wir einen Abstecher hin zum Kroengelände. Dieses ist ausgeziegelt, so dass man von der höher gelegenen Straße einen guten Überblick hat. Rechts die Zimmerei mit Barackenfabrikation, links das Sägewerk und dahinter die Ziegelei. Nach Süden hin ist der Lagerplatz mit vielen hohen Bretterstapeln. Dort habe ich kürzlich mit meinem Freund Gerhard geraucht.

Säule von Herrenchiemsee Dann biegen wir rechts in die Ferdinand-Wagner-Straße ein und kommen zum Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71. Den Leuten sage ich, dass die Säule eigentlich beim Bau des Schlosses Herrenchiemsee verwendet Das 1914 erbaute Postamt, dahinter der Bahnhof. werden sollte. Da sie einen SCHWABMÜNCHNER GESCHICHTE(N), Band 1, Mai 2010

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