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Theater TANZ Kunst Musik Theorie Phoebe Washburn, Ragnar Kjartansson, Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, Mariano Pensotti, Cuqui Jerez, Needcompany & Burgtheater, Gartendeck, Silke Helfrich, Hervé Le Crosnier, Elmar Altvater, Vandana Shiva, Fishbanks, Max Clement Movement, Berlin, Anna Mendelssohn, Boris Charmatz / Musée de la danse, Forced Entertainment, geheimagentur, Akram Khan Company, Cibelle, Anna Calvi, The Streets, Orchesterkaraoke, Samy Deluxe & Tsunami Band, Junip, Axel Krygier, Phantom /Ghost, Mary Ocher, Tetine & Pollyester, Burnt Friedman & Jaki Liebezeit, Hans Unstern, Les Trucs, DM Bob, Me Succeeds, El Baile

KAMPNAGEL.De

I N T ER N

A T IO N A

SOMMERLES fHamestival burg 2

011

11.–28. AUGUST


Elbphilharmonie Elbphilharmo nie Konzerte

Im Reich der Sinne Neue Musik ungewohnt hören Into the Dark Ein Konzert in völliger Dunkelheit Solistenensemble Kaleidoskop Inszenierung: Sabrina Hölzer Musik von Feldman, Sciarrino, Kurtág u.a. Sa, 17.12. – Di, 20.12.2011 / je 20 Uhr Liquid Room Ein Konzert, vier Bühnen, ein Publikum in Bewegung Ictus Ensemble Musik von Oehring, Lachenmann, Schwitters u.a. Mi, 28.03.2012 / 20 Uhr

Symposion Ein Gelage mit edlen Speisen, ausgewählten Weinen und reger Konversation Klangforum Wien Dirigent: Emilio Pomárico Musik von Mahler, Furrer, Boulez, Feldman, Neuwirth, Cage, Xenakis u.a. Sa, 19.05.2012 / 17 Uhr Mit dem Kombi-Ticket 20% sparen

Elbphilharmonie auf Kampnagel Tickets 040 357 666 66 www.elbphilharmonie.de In Zusammenarbeit mit Kampnagel


Herzlich Willkommen zum Internationalen Sommerfestival Hamburg 2011 Wir freuen uns, Sie wieder zu drei Wochen internationaler Kunst und Theorie einladen zu können. Choreografen, Theatermacher, Wissenschaftler, Bildende Künstler und Musiker zwischen Buenos Aires und Reykjavik, zwischen New York und Madrid kommen mit ihrem Blick auf unsere Realität nach Hamburg – dieses Jahr erstmals auch nach St. Pauli und in den Stadtpark. WACHSTUM Es kam wie es kommen musste: Leider konnten auch wir uns der Wachstumslogik nicht länger verschließen und müssen gestehen: Dieses Sommerfestival wird das größte und schönste, das es je gab. Diesen Sommer sehen Sie größere Stücke, hören Sie mehr Konzerte, machen Sie erstaunlichere Entdeckungen, kurz: erleben Sie mehr großartige Kunst als je zuvor. Wachstum in der Kunst ist ein schwieriges Kriterium, aber zumindest ist unser Wachstum in einer Hinsicht auch qualitativ: Es ist uns gelungen, mit vielen uns wichtigen Künstlern neue Projekte für Hamburg zu entwickeln und gemeinsam zu produzieren. ERÖFFNUNG Zur Eröffnung verneigen wir uns vor der ChoreografenLegende Pina Bausch und zeigen mit KONTAKTHOF. MIT TEENAGERN AB 14 eines ihrer letzten Tanztheater-Vermächtnisse. Mit dem Argentinier Mariano Pensotti präsentieren wir einen der profiliertesten Regisseure Lateinamerikas erstmals in Hamburg. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit der Theaterentdeckung Spaniens: Cuqui Jerez probt in der Stadt und zeigt die Uraufführung ihrer neuesten Arbeit THE NOWNESS MYSTERY zum Festival-Auftakt. PRODUKTIONEN MIT BEKANNTEN Das Burgtheater hat zusammen mit der in Hamburg bestens bekannten und von uns sehr geschätzten Needcompany aus Belgien einen Abend über DIE KUNST DER UNTERHALTUNG produziert und Forced Entertainment aus Sheffield zeigen TOMORROW’S PARTIES direkt nach der Weltpremiere als deutsche Erstaufführung in Hamburg. Und endlich können wir Ihnen den französischen Ausnahme-Choreografen Boris Charmatz vorstellen. ENFANT lautet der Titel des Tanzabends, mit dem er im Juli das Festival von Avignon im Papstpalast eröffnet, das zweifellos zu den großen Ereignissen des Jahres in der internationalen Kunstwelt zählt. GEMEINGÜTER Seit wir 2008 begonnen haben, das Festival auch als eine politische Plattform zu begreifen, hat sich die Welt rapide verändert. Mit dem Ende des Glaubens an die (Finanz-)Märkte und an die Beherrschbarkeit der Atomkraft sind den westlichen Gesellschaften mehrere vermeintliche Sicherheiten abhanden gekommen. Sowohl von Finanzmarktstabilität als auch von einer Energieversorgung ohne unkalkulierbare Risiken profitieren alle und ein rationaler statt egoistischer Umgang mit Gütern erhöht den globalen Wohlstand. Dennoch gelingt es der internationalen Gemeinschaft bisher nicht, für die Nutzung von Gemeingütern sinnvolle und wirksame Strategien zu finden. Endlich wurde das als ein Schlüsselthema für die Zukunft erkannt und die amerikanische Ökonomin Elinor Ostrom wurde kürzlich mit dem Nobelpreis für ihre Forschung zum Umgang mit Gemeingütern ausgezeichnet.

GUT FÜR ALLE – VON PIRATEN, SCHEICHS & GÄRTNERN Wir haben viele Gäste eingeladen nachzudenken, wie wir sinnvoll mit den Dingen umgehen können, die uns allen gehören und von denen wir alle abhängen. Eine Ressource wie Wasser gehört genauso dazu wie sozialer Frieden. Die geheimagentur erzählt in ihrem Piratenabend PARLEZ die Geschichte der Fischer von Somalia, deren Staat nicht in der Lage war, ihnen „sauberes Meer mit Fischen“ als Lebensgrundlage zu erhalten. Der Künstler und Theoretiker Armin Chodzinski hat mit Musikern und Programmierern eine Gemeingüter-Revue entwickelt und die Gruppe Berlin hat ein wunderbares Projekt über unsere Hoffnungen gemacht, dass Geld aus dem Nahen Osten unser Gemeinwesen vielleicht retten kann, wenn wir selbst dazu kaum mehr in der Lage sind. Bereits Wochen vor dem Festival können Sie erleben, wie der Umgang mit Gemeingütern ganz praktisch hier und heute aussehen kann: im urbanen Garten auf St. Pauli. MUSIK Auch das Konzertprogramm ist erheblich gewachsen. Besonders freuen wir uns darüber, dass dazu einige der ganz besonderen Musikereignisse des Sommers gehören. Der Ausnahmemusiker Mike Skinner alias The Streets spielt auf Kampnagel eines seiner letzten Konzerte ever, Samy Deluxe & Tsunami Band stellen exklusiv ihr neues Album vor, die Entdeckung des Jahres, Anna Calvi, versüßt uns das Eröffnungswochenende und am letzten Abend treten Dirk von Lowtzow und Thies Mynther als Phantom/ Ghost an nur einem Flügel auf. VIELEN DANK Erfreulicherweise erübrigt es sich in einem Jahr, in dem Größen wie Pina Bausch, die Needcompany mit dem Burgtheater, Boris Charmatz und Akram Khan gastieren, darauf hinzuweisen, dass Hamburg und das Internationale Sommerfestival zu Fixpunkten im Kalender internationaler Künstler geworden sind. Allerdings ist das gewachsene Programm nur durch die Unterstützung und das Vertrauen vieler Partner möglich. Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius unterstützt das Festival dieses Jahr wieder finanziell. Darüber hinaus haben wir die indische Wissenschaftlerin Vandana Shiva gemeinsam mit der Bucerius Summer School on Global Governance eingeladen. Mit der Siemens Stiftung haben wir die Kooperations-Reihe SCHAUPLÄTZE entwickelt, in der wir die Arbeit von Boris Charmatz koproduzieren und im nächsten Jahr Projekte aus Lateinamerika planen. Die Bundesregierung fördert das Festival dieses Jahr erstmals direkt als eines der Projekte mit nationaler Strahlkraft. Wir freuen uns auf viele gemeinsame Abende mit Ihnen im Garten und am Wasser! Matthias von Hartz Künstlerischer Leiter


NEW YORK

PHOEBE WASHBURN

[ F O T O ] David H eald

Regulated Fool’s Milk Meadow

Installation an allen Vorstellungstagen /ab 19:00 Festivalzentrum, Eintritt frei Eine in sich geschlossene Fabrik, die am laufenden Band Rasenstücke produziert, welche wiederum als Dachbelag dienen und somit zum Kreislauf zurückgeführt werden, konstruierte Phoebe Washburn als Auftragswerk für das Deutsche Guggenheim. Die Installation verdeutlicht den Kreislauf von Regeneration und Degeneration auf anschauliche Weise. Die verwendeten Rohstoffe und Materialien kommen vorwiegend von Streifzügen, bei denen sie Abfälle aus Konsum und Industrie sammelt und zweckentfremdet. Dieses künstlerische Recyceln von Sekundärstoffen ist politisches Statement, aber auch ein Kommentar auf unsere Konsumgewohnheiten. REGULATED FOOL’S MILK

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MEADOW wirkt auf den ersten Blick wie ein fragiles Objekt, erinnert an eine systematische Anhäufung von Sperrholzplatten. Doch bei einem Besuch im Inneren erschließt sich das Gesamtkonzept und überzeugt durch die Gegenüberstellung von mechanischer Apparatur und organischem Wachstum. In ihren Arbeiten greift die 1973 geborene US-Amerikanerin Themen wie Globalisierung und Ökologie auf, dennoch lassen sich ihre Kunstwerke nicht nur dem künstlerischen Aktivismus zuordnen, sondern verweisen stilistisch auf die Arte Povera. 2002 begann ihr Aufstieg in einer New Yorker Galerie, seither ist sie mit ihren Installationen erfolgreich in Europa und den USA präsent.

„Dieses Konzept, dass Kunst nur gemacht wird, nachdem man einen Schritt ins Atelier gemacht hat, das komplett von der realen Welt abgetrennt ist, fühlt sich sehr künstlich an für mich.” [Phoebe Washburn]

A factory shut off from the outside world in which sections of turf are manufactured on an assembly line, used as roof tiling and thus reintegrated into the production cycle – a work conceived by Phoebe Washburn for Deutsche Guggenheim. The installation vividly illustrates the cycle of regeneration and degeneration. [Installation] Phoebe Washburn – REGULATED FOOL’S MILK MEADOW ist eine Auftragsarbeit für das Deutsche Guggenheim: 14.07.2007 – 07.10.2007. [Foto] Mathias Schormann (c) Phoebe Washburn, Deutsche Guggenheim Mit Unterstützung von:


REYKJAVIK

RAGNAR KJARTANSSON

[ F O T O ] ( V I D E O S T I L L ) C O U R T E SY O F T H E A R T I S T

The End

VIDEOInstallation an allen Vorstellungstagen /ab 19:00 Festivalzentrum, Eintritt frei Eine einsame Winterlandschaft in den kanadischen Wäldern. Schnee, Berge, Himmel, Weite. Doch dann rückt eine zweiköpfige Band ins Bild, die mit Klavier, Gitarren, Schlagzeug und Verstärker ausgestattet, ein schwermütig-melodiöses Lied ins scheinbar endlose Niemandsland singt. Die Kamera nähert sich der rauen Wildnis aus verschiedenen Perspektiven und fängt in atembe­ raubenden Bildern das landschaftliche Tableau Vivant ein. THE END ist, projiziert auf fünf Leinwänden, eine Art Zeitvernichtungs-Maschine, bei der die Zeit zwar nicht still steht, aber – für 30 Minuten – auch nicht aus der Wiederholung heraus kommt. Die Installation ist ein gleichermaßen schöner wie

ironischer Kommentar, der das vielseitige Spektrum von Ragnar Kjartansson präzise einfängt. Sich selbst charakterisiert er als hoffnungslosen Romantiker, der sein Tun ganz der existentiellen Handlungsperformance unterordnet und in seinen Werken Momente der Ergriffenheit und der reinen Expression bis zur Erschöpfung aushält. Immer wieder operiert er mit den Themen Dauer und Durchhalten, die sich auch bei THE END durch die Kälte und das an physische Grenzen Gehen in den Vordergrund drängen. Als jüngster Repräsentant, der jemals sein Land auf der Biennale vertreten hat, gestaltete der 1976 in Island geborene Kjartansson den Pavillion in Venedig 2009.

rellen Versatzstücken und entwerfen betörende und zugleich beklemmende Blicke auf Geschichte und Gegenwart.“ [Frankfurter Kunstverein]

„Seine Werke changieren zwischen regionalen Volkserzählungen und popkultu-

[Installation] Ragnar Kjartansson- THE END, 2009, Thyssen-Bornemisza Art Contemporary

An isolated winter landscape deep in the Canadian forest. A two-person band shows up with instruments and performs a melancholy, melodic song with all of their hearts. The camera focuses on the raw wilderness from different perspectives, capturing the picturesque tableaux vivant in breath-taking images. Projected on five screens, THE END is a kind of time-shredding machine, a cinematic commentary that precisely summarises the versatile artistic spectrum of Kjartansson’s work.

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WUPPERTAL

TANZTHEATER WUPPERTAL Kontakthof. Mit Teenagern ab 14. Ein Stück von Pina Bausch

TANZ Do-11.08., Fr-12.08., Sa-13.08. /20:00 k6, 2 Stunden 50 Minuten 50 – 12 € (30 – 15 € erm.) KONTAKTHOF ist ein Ort, an dem man sich trifft, um Kontakt zu suchen. Sich zeigen, sich verwehren. Mit Ängsten. Mit Sehnsüchten. Enttäuschungen. Verzweiflung. Erste Erfahrungen. Erste Versuche. (Pina Bausch) 26 Jugendliche treten an den Bühnenrand, posieren wie vor dem Spiegel, zupfen schüchtern an ihren Kleidern, streichen sich selbstbewusst durchs Haar,

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bohren die Zehenspitzen verlegen in den Boden. Und dann ziehen sie, eskortiert von bekannten Liedern und Schnulzen, in eine Schlacht, deren Schauplatz ein leerer Ballsaal mit der miefigen Ausstrahlung der 50er Jahre und deren Ziel die Eroberung des anderen Geschlechts ist. 2008 – dreißig Jahre nach seiner Entstehung – hat Pina Bausch eines ihrer Schlüsselwerke mit nicht professionell ausgebildeten Teenagern neu einstudiert, bei dem die Darsteller ihre eigenen Erfahrungen einbringen. Geschichten von Anbahnung und Zurückweisung, von

Zärtlichkeit und Perfidie, von Triumphen und Niederlagen, von Freude und Trauer wechseln einander ab und machen so den KONTAKTHOF zu einem Ort der tiefen emotionalen Begegnungen, der durch das ungekünstelte Spiel und den zauberhaften Charme des Ensembles begeistert. Ausgehend von Wuppertal emanzipierte und revolutionierte die Ausnahme-Choreografin Pina Bausch die Bühnenkunst, indem sie sich früh von dem Bild des virtuosen Tänzers verabschiedete und eine offene Arbeitsform entwickelte, bei der sie verschiedene Sparten fusionierte und


[ F O T O ] Z errin Aydin - H erwegh

PINA BAUSCH

divergierende kulturelle Einflüsse aufnahm. Das Ergebnis sind unvergessliche Theaterabende – wie etwa NELKEN, CAFÉ MÜLLER oder KONTAKTHOF – in denen sie eine gleichermaßen poetische wie kraftvolle Bild- und Bewegungssprache vereint. „Es ist ein Welttheater, das nicht belehrt oder besser weiß, sondern das Erfahrungen herstellt: beglückende oder traurige, sanfte oder konfrontierende, aber immer auch komische und skurrile“. [Norbert Servos]

In 2008, 30 years after it was originally performed, Pina Bausch revisited KONTAKTHOF, one of her most important works, producing it together with 26 non professional teenagers. The performers were to incorporate their own experiences into the piece – stories of initiation and rejection, of tenderness and treachery, of triumph and defeat, of joy and grief, making KONTAKTHOF a profoundly emotional experience. Audiences are thrilled with the genuine playfulness and magical charm of the ensemble. The extraordinary choreographer has created

unforgettable theatre events in which she brings together a language of images and motion that is as poetic as it is powerful. [Inszenierung und Choreografie] Pina Bausch [Bühne und Kostüme] Rolf Borzik [Mitarbeit] Rolf Borzik, Marion Cito, Hans Pop [Probenleitung] Bénédicte Billiet, Josephine Ann Endicott [Musik] Juan Llossas, Jean Sibelius u.a. [Aufführungsrechte] L’Arche Editeur Paris, Uraufführung 1978, Version mit Teenagern 2008 [Mit] Bastian Bastian, Isabelle Beckers, Laurin Bräutigam, Philipp Danisch, Anna Lena Dresia, Maria Färber, Margarita Fast, Lukas Hablitzel, Lisa Hymmen, Jennifer Körn, Lydia Kumi, Axel Kurszewski, Kevin Lörke, Kim Lörken, Faton Mistele, Sophia Otto, Jennifer Pahlke, Jaqueline Palilla, Ben Pfennig, Hendrik Pfennig, Dawid Podkidacz, Nelly Politt, Melissa Raucamp, Hedie Rzgar, Alexandros Sarakassidis, Frederike Schmidt, Patrick Toporzysek, Lukas Vaupel, Elsa Weiland, Florian Wisnewski Mit besonderer Unterstützung von:

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BUENOS AIRES

MARIANO PENSOTTI

[ F O T O ] M at í as S end ó n

El pasado es un animal grotesco

THEATER Do-11.08. /20:00 Fr-12.08., Sa-13.08. /21:00 k2, 120 min, 22 – 12 € (10 € erm.) in spanischer Sprache mit dt. Übertiteln Zehn Jahre begleitet Autor und Regisseur Mariano Pensotti Mario, Laura, Pablo und Vicky durch turbulente Tage und banale Situationen im Buenos Aires des beginnenden 21. Jahrhunderts. Eine Drehbühne, die fast ohne Unterbrechung rotiert, dient als multifunktionaler Schauplatz für die in rasantem Tempo und mit viel Witz vorgetragenen Erzählungen. Dabei entsteht ein Lebens-Kaleidoskop der bürgerlichen Mittzwanziger, das sich durch private Erlebnisse, politische Realitäten, gefühlvolle Momente und rätselhafte Ereignisse mäandert und das in kurzweiligen Geschichten pointierte Einblicke in den

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– teilweise autobiografischen – Alltag seiner Protagonisten gibt. In bester südamerikanischer Erzähltradition verwebt DIE VERGANGENHEIT IST EIN GROTESKES TIER Anekdoten der Darsteller nicht nur zu einem gesellschaftspolitischen Porträt Argentiniens, sondern zu einem Stück globaler Zeitgeschichte. Ein Abend als theatrales Roadmovie, bei dem Realität und Fiktion eng beieinander liegen. Der 1973 geborene Mariano Pensotti studierte Film und visuelle Künste bevor er zur Bühne wechselte. Seine Stücke bewegen sich immer an den Grenzen von Realität und Fiktion, Kino und Theater. In den letzten Jahren gastierte er bei den renommiertesten Festivals u.a. den Wiener Festwochen oder dem Kunstenfestivaldesarts in Brüssel.

„Argentine theatre is the strangest theatre I know.“ [Rafael Spregelburd] For 10 years Mariano Pensotti has been following his protagonists through the turbulent days and banal circumstances of Buenos Aires in the early 21st century. A stage that almost never stops turning serves as the multi-functional backdrop of the stories told at lightning speed and with a good dose of humour. A theatrical road movie in which reality and fiction go hand in hand. [Text und Regie] Mariano Pensotti [Mit] Pilar Gamboa, Javier Lorenzo, Juan Minujin, Julieta Vallina [Bühnenbild und Kostüme] Mariana Tirantte [Lichtdesign] Matías Sendón [Musik] Diego Vainer [Regieassistenz] Leandro Orellano // EL PASADO ES UN ANIMAL GROTESCO ist eine Produktion von Grupo Marea in Koproduktion mit Kunstenfestivaldesarts, Complejo Teatral de Buenos Aires, Festival Theaterformen, Norwich & Norfolk Festival, Festival de Otõno de Madrid. Mit besonderer Unterstützung von:


MADRID

CUQUI JEREZ

[ F O T O ] C u q ui J erez

The Nowness Mystery

THEATER uraufführung & KOPRODUKTION Fr-12.08., Sa-13.08., So-14.08. /21:00 k1, 80 min, 20 – 12 € (10 € erm.) Dr. Emmett Brown: Calm down, Marty, I didn't disintegrate anything. The molecular structure of both Einstein and the car are completely intact. Marty McFly: Then where the hell are they? Dr. Emmett Brown: The appropriate question is: “When” the hell are they? (Back to the future, 1985) Cuqui Jerez’ Faszination gilt den Momenten der Entscheidung, diesen schwer kommunizierbaren Augenblicken, in denen wir einen Entschluss fassen oder umwerfen und somit wesentliche Veränderungen herbeiführen. Und was auf den ersten Blick nach philosophischen Fragen auf der Bühne klingt, ist in Wirklichkeit

wahnsinnig lustig. „Selten im Theater so gelacht“ könnte man vermutlich über ihre Produktionen genauso sagen wie: „Die Rehabilitierung des Slapstick durch die Konzeptkunst“. Und selbst wer glaubt, er habe sich ausreichend mit dem Spiel von Realität und Fiktion beschäftigt, wird von Jerez mit immer neuen Irritationen beglückt. Cuqui Jerez zählt zu einer Generation von Konzeptkünstlern, die seit Mitte der 90er Jahre maßgebliche Impulse für das zeitgenössische Theater gesetzt haben. Ihr subtil-komisches Erfolgsstück THE REAL FICTION begeisterte beim Sommerfestival 2008. Damals galt sie noch als Geheimtipp, mittlerweile tourt sie erfolgreich in ganz Europa und präsentiert die Uraufführung ihrer neuesten Arbeit in Hamburg.

„So hinreißend komisch und intelligent wird die Frage nach Theater und Wirklichkeit selten durchgespielt.“ [Abendzeitung] Jerez has a keen fascination for the crucial moment – those difficult to describe seconds when we make a decision or change our mind. What might sound like a posing of philosophical questions on stage is just an enormous game, toying with reality and fiction, hitting the nail on the head with disturbing scenes and images. [Konzept] Cuqui Jerez [In Kollaboration mit] Maria Jerez, Amalia Fernández und Gilles Gentner // THE NOWNESS MYSTERY ist eine Produktion von Cuqui Jerez in Koproduktion mit Internationales Sommerfestival Hamburg, Theaterfestival SPIELART München, Theaterhaus Gessnerallee Zürich and Le Manège de Reims.

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BRÜSSEL / wien

JAN LAUWERS & NEEDCOMPANY/ BURGTHEATER

Die Kunst der Unterhaltung Needcompany spielt den Tod von Michael König

Theater DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG Mi-17.08., Do-18.08., Sa-20.08. /21:00 k6, 100 min, 32 – 12 € (12 – 8 € erm.) in deutscher und englischer Sprache Vermutlich beherrscht die Kunst der Unterhaltung im internationalen Theater kaum jemand so virtuos wie die belgische Needcompany. Die Darsteller sind gleichzeitig Tänzer, Schauspieler, Sänger, Musiker und niemand verwebt die Bühnenkünste so spielerisch leicht zu intelligenter Unterhaltung wie Jan Lauwers. Somit hat der Stücktitel etwas mehrdeutiges, denn er bezieht sich vordergründig

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nicht auf die Arbeit der Gruppe, sondern ist der Name einer Reality-TV-Show, in der ein Sternekoch das letzte Essen für einen Suizidkandidaten zubereitet. Dieses makabre Dinner findet – wie könnte es anders sein – live auf der (Fernseh)Bühne statt. Inszeniert, gespielt und getanzt wird der Tod des Schauspielers Michael König. Selbstverständlich erzählt der Mime des legendären Burgtheaters Anekdoten aus seinem Bühnenleben, denn er spielt ja einen großen Schauspieler auf seinem großen Weg in den Selbstmord. Spätestens hier ist klar, dass es nicht

wirklich um Medienkritik geht, sondern um einen Schauspieler, der seine Fähigkeit verloren hat, seine Profession auszuüben, also um die Essenz von Theater: um die Unmöglichkeit zu spielen und um unsere Unfähigkeit, mit dem Tod umzugehen, sei es im Fernsehen, auf der Bühne oder im Leben. Nach den umjubelten Aufführungen von THE LOBSTER SHOP und THE DEER HOUSE bei den letzten Sommerfestivals, ist dieser Abend nicht nur ein Wiedersehen mit den Stars der Needcompany wie Viviane De Muynck und Grace Ellen


[ F O T O ] A nna S töcher B urgtheater

Barkey. In dieser Zusammenarbeit mit dem Burgtheater kommt es auch zu einer denkwürdigen Begegnung zweier unterschiedlicher Theatertraditionen. Probably no one has mastered the art of entertainment as virtuosically as Needcompany. The performers are dancers, actors, singers, musicians all at the same time and no one can transform the stage arts into intelligent entertainment like Jan Lauwers. The name of this piece is multilayered, as it doesn’t refer to the work of the group but is instead the name of a

reality television show in which a star chef prepares the last meal for a suicide candidate. The morbid last dinner takes place live on television. The work is about an actor who delivers a tirade on the loss of his ability to practice his profession: acting.

[Text, Regie und Bühne] Jan Lauwers [Mit] Michael König, Grace Ellen Barkey, Viviane De Muynck, Misha Downey, Julien Faure,Yumiko Funaya, Benoît Gob, Sylvie Rohrer, Eléonore Valère [Musik] Giovanni Battista Pergolesi, Jan Lauwers, Maarten Seghers [Kostüme] Lot Lemm [Licht] Ken Hioco, Jan Lauwers [Produktionsleitung] Luc Galle [Dramaturgie] Elke Janssens [Assistent Dramaturgie] Jonas Rutgeerts // DIE KUNST DER UNTERHALTUNG ist eine Produktion des Burgtheater Wien in Koproduktion mit der Needcompany. Mit Unterstützung der flämischen Behörden. Mit besonderer Unterstützung von:

„Jan Lauwers und sein Ensemble recyceln lustvoll den verschrotteten Hausrat überlebter Theatertraditionen“. [taz] 11


HAMBURG

GARTENDECK

URBANER GARTEN 11. – 28.08. täglich /12:00 – 21:00 Juli – Oktober regelmäßig geöffnet St. Pauli, Große Freiheit 62 – 68 urbanes Gärtnern für Einsteiger samstags /15:00 – 18:00 aktuelle Informationen und Veranstaltungen: www.gartendeck.de Ein Garten für Hamburg. Gemüse auf St. Pauli. Thymian und Kohlrabi zwischen Großer Freiheit und Talstraße, Begegnungen zwischen Tomatenstauden und Asiasalat. Das GARTENDECK ist ein temporärer, urbaner Garten im Herzen

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der Stadt. In mobilen Beeten bauen HamburgerInnen Gemüse und Kräuter an. Sie legen den Grundstein für einen Garten, der allen offen steht und in dem alle Interessierten die Möglichkeit haben, lokal Lebensmittel zu produzieren und an neuen Formen urbaner Gemeinschaft teilzuhaben. Zusammen wird gesät, gepflanzt, gejätet, gegossen, geerntet und erprobt, wie man brach liegende Flächen in produktives Grün verwandelt. Orte, die ohne kommerzielle Absichten öffentlich genutzt werden können, gibt es immer weniger. Das „Recht auf Stadt“ muss

von den BewohnerInnen immer öfter erst (zurück-) erkämpft werden – gegen die Interessen privater Besitzer, Betreiber oder Investoren. Das GARTENDECK soll ein Ort jenseits kommerzieller Interessen sein: Seine Produkte gehören allen, die es nutzen, die für sich und für die Nachbarschaft gärtnern. Der urbane Garten ist ein gelebtes Modell dafür, wie kollektive Nutzung von Eigentum neue soziale Strukturen etabliert und zu mehr Lebensqualität führt.


[ F O T O ] M arco C lausen / P rinzessinnengarten berlin

Träger des GARTENDECK sind alle, die dort gärtnern. Das GARTENDECK wurde initiiert vom Internationalen Sommerfestival Hamburg und Nomadisch Grün. Nomadisch Grün hat in Kreuzberg eine große Brachfläche in eine ökologische und soziale urbane Landwirtschaft verwandelt. Nachbarn und Interessierte arbeiten, lernen und entspannen gemeinsam. A garden for Hamburg. Vegetables in St. Pauli. Thyme and kohlrabi between Große Freiheit and Talstrasse, get-togethers with tomato plants and Asian lettuce. A tem-

porary urban garden in the heart of the city, completely open to new ideas, where anyone who wants can produce local foods and take part in new forms of urban community. You too can come and sow seeds, plant, weed, water, harvest and experiment with ways of turning free spaces into productive green areas. GRÜNSTANDSMELDER Das Gartendeck ist nicht der erste urbane Garten in Hamburg, es werden immer mehr. Die Initiative Grünanteil macht das mit dem GRÜNSTANDSMELDER

sichtbar. Flächen, die sich zum Beackern eignen, werden auf einer virtuellen Karte eingezeichnet und so zugänglich. Ideen werden öffentlich diskutiert, Nutzung wird gemeinsam organisiert. Die Entwicklungsprozesse bleiben nachvollziehbar und eine Kontaktaufnahme wird erleichtert. Sie sind herzlich eingeladen, Teil dieser Struktur zu werden. Beobachten Sie Ihre Straße, den Arbeitsweg, Ihre Nachbarschaft. Entdecken Sie mögliche Freiräume und teilen Sie diese auf www. gruenanteil.wordpress.com mit.

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SHARE & WIN KUNST UND THEORIE ZU GEMEINGÜTERN

GUT FÜR ALLE

Sauberes Wasser und Luft, aber auch soziale Sicherheit, Saatgut, das überlieferte Wissen um Pflanzen, stabile Fischbestände, Kulturtechniken oder Finanzmarktstabilität sind Gemeingüter. Leider macht der universell um sich greifende Trend zur Ökonomisierung aller Lebensbereiche auch vor der Privatisierung von Gemeingütern nicht mehr halt. Etwas das allen gehört, wie ehemals die Dorfweide, erscheint immer schwieriger vorstellbar und der Politik gelingt es zunehmend weniger, diese Güter und unseren Umgang damit zu schützen. Seit Jahren wird Wasser privatisiert, Pflanzen werden patentiert, der Zugang zu Informationen reglementiert. Auch das Scheitern globaler Bemühungen um mehr Klimaschutz oder stabilere Finanzmärkte lässt sich mit der

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Schwierigkeit erklären, in einer komplexen internationalen Landschaft etwas zu schützen, dessen Nutzen für die Gesamtheit signifikant größer wäre, wenn nicht einzelne Nationen oder Unternehmen versuchen würden, allein davon zu profitieren.

Gleichzeitig zeichnet sich in lokalen Initiativen, aber auch im Internet ab, welches unglaubliche Potential kollektives Arbeiten und kollektiver Besitz bergen. Das Betriebssystem Linux und die Online-Enzyklopädie Wikipedia sind nur die bekanntesten Erfolgsgeschichten der digitalen Welt. In einer Gesellschaft, in der die Strukturierung von Information ähnlich wichtig wird wie die Verteilung von (Mangel-)Ware, bieten diese Modelle reale gesellschaftliche Alternativen. Wissenschaftler rund um den Globus haben dies als Schlüsselthema für die Zukunft erkannt, die amerikanische Ökonomin Elinor Ostrom hat kürzlich den Nobelpreis für ihre Forschung zum Umgang mit Gemeingütern bekommen. Wir haben Künstler und Experten zu unterschiedlichen Aspekten des Themas eingeladen. Und damit es für Sie nicht bei Kunst und Theorie bleibt, gibt es diesmal etwas zu tun. In dem kollektiv bewirtschafteten Garten auf St. Pauli können Sie mit Phantasie und etwas körperlichem Einsatz eine Gesellschaft der Zukunft schaffen. Clean water and air, social security, seeds, the traditional knowledge of plants, stable fish stocks, cultural systems and the stability of financial markets are all the

common property of humankind. Sadly the trend towards commercialisation is taking over all facets of life, including such common resources. Something that belongs to everyone is becoming increasingly difficult to imagine and international politics are becoming increasingly powerless when it comes to the protection and handling of such property. Water is being privatized, plant species are being patented and access to information is being regulated – and this has been going on for years. The failure of international efforts to halt climate change or stabilise financial markets can also be explained by the difficulty of protecting something that would have greater benefit for the collective global population if individual countries or companies were not seeking to profit from it. At the same time the internet is living proof of the incredible potential of collective work and collective property. The Linux operating system and Wikipedia are only two of the most well known success stories of the digital world. In a society in which the structure of information is attaining the importance of the distribution of (scarce) commodities, these models offer real societal alternatives. Scientists all over the world have recognised the significance of this issue for the future, and the economist Elinor Ostrom was recently awarded the Nobel Prize for her research on collective goods. We have invited artists and experts working on different aspects of this issue.

[ F O T O ] K ai N ielsen

Es ist uns ja nicht zu peinlich, schon seit Jahren zu sagen: „So geht es nicht weiter.“ Üblicherweise antwortet dann jemand: „Richtig, aber ihr kennt ja auch keine Lösung.“ „Stimmt irgendwie“, erwiderten wir bisher. Nun können wir sagen: „Doch, doch: Teilen heißt das Ding der Zukunft“. „Na ja“, sagen Sie „klingt vernünftig, aber eher nach Brot für die Welt als nach Zukunft, also neu jedenfalls nicht.“ So kann man sich täuschen, denn wir meinen etwas anderes. Wir meinen etwas, das die wenigsten beim Namen kennen: Gemeingüter, also die Dinge, die wir eigentlich nicht mehr teilen müssen, weil sie uns allen gehören.


[ F O T O S ] N icolas Taffin

Theorie

SILKE HELFRICH & HERVÉ LE CROSNIER Was mehr wird, wenn wir teilen Mi-17.08. /19:00, Eintritt frei in deutscher und englischer Sprache Silke Helfrich war lange für die HeinrichBöll-Stiftung in Lateinamerika tätig und hat mehrere Bücher über Gemeingüter veröffentlicht, unter anderem „Wem gehört die Welt?“. Im April diesen Jahres hat sie Texte der Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom herausgegeben: „Was mehr wird, wenn wir teilen“. Hervé Le Crosnier, Wissenschaftler und Verleger, zählt zu den europäischen Experten auf dem Gebiet der Commons. In seinen Forschungen und Publikationen beschäftigt er sich sowohl mit der historischen Dimension als auch mit dem gegenwärtigen globalen Umgang mit Gemeingütern. Gemeinsam werden die beiden in das Feld der Commons-Theorie einführen und praktische Beispiele gemeinsamen zukünftigen Besitzens, Handelns und Lebens beschreiben.

Kunst

ELMAR ALTVATER „Gutes Leben“ jenseits des Privateigentums Sa-20.08. /19:00, Eintritt frei Elmar Altvater forscht und publiziert seit Jahrzehnten über die widersprüchlichen Beziehungen von Ökonomie, Ökologie und Politik. Er versucht, eine Idee unserer Gesellschaft jenseits des neoliberalen Credos von Deregulierung und Privatisierung zu entwickeln. Er war Mitglied der Enquete Kommission des Bundestages zur „Globalisierung der Weltwirtschaft“ und arbeitet heute im Beirat von Attac. Er ist Mitherausgeber einiger Zeitschriften und Jahrbücher. Lange vor der jüngsten Finanzkrise erklärte er „Das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen“. Der intelligente Umgang mit Ressourcen und anderen Gemeingütern ist für einen Ausweg aus der Krise von zentraler Bedeutung. Am Beispiel überholter „Rettungsstrategien“ für Griechenland einerseits und innovativer Ideen zur Gestaltung eines „guten Lebens“ in den Verfassungen Boliviens und Ecuadors andererseits lassen sich Pfade in eine ökologisch und ökonomisch ausgeglichene Zukunft skizzieren.

Das GARTENDECK (S.12) auf St. Pauli lädt Sie ab Juni zum Arbeiten und Leben im gemeinsam bewirtschafteten Gemüsegarten ein. Die riesige Installation REGULATED FOOL‘S MILK MEADOW (S.4) der New Yorkerin Phoebe Washburn produziert maschinell etwas, was normalerweise ganz entspannt Regen und Sonne von alleine schaffen: Rasen. Der Bildende Künstler Armin Chodzinski lädt zusammen mit Hamburger Musikern und Internet-Arbeitern zu RESSOURCE BABY! (S.16). Anna Mendelssohn aus Wien zeigt sich über die Unfähigkeit internationaler Politik unsere Lebensgrundlagen zu sichern so deprimiert, dass in

VANDANA SHIVA Wem gehört die Welt? Di-23.08. /18:00, Eintritt frei in englischer Sprache Die indische Wissenschaftlerin, Aktivistin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises kämpft auf vielen Ebenen seit Jahren dafür, dass auch in Zukunft allen gehört, was allen gehört. Die Themen ihrer zahlreichen Bücher reichen von der Privatisierung der Natur über Ernährungspolitik und dem „Kampf um das blaue Gold“ bis zu soziologischen Modellen einer anderen Gesellschaft (Die Erddemokratie – Alternativen zur neoliberalen Globalisierung). Mit ihrem Engagement ist sie in den letzten Jahren nicht nur zu einer der wichtigsten Protagonistinnen der globalisierungskritischen Bewegung geworden. Sie ist auch Gründungsmitglied des World Future Councils und wurde mit der Veröffentlichung ihres Notizbuches „Die Kontrolle von Konzernen über das Leben“ auch als eine von hundert „Denkerinnen der Gegenwart“ zur nächsten documenta ausgewählt. Vandana Shiva ist Gast der Bucerius Summer School on Global Governance und des Internationalen Sommerfestival Hamubrg in Kooperation mit dem World Future Council.

CRY ME A RIVER (S.18) so manche Träne fließt. In TAGFISH (S.17) versammelt die Gruppe Berlin Menschen virtuell um einen Tisch, die hoffen, in einer deutschen Großstadt ein „öffentliches Großprojekt“ mit Geld aus dem Nahen Osten zu realisieren. Vergeblich. Die geheimagentur versucht in PARLEZ (S.25) mit echten Kindern und echten Piraten herauszufinden, wie wenig Piraterie heute mit unserem Bild von Piraten und wie viel mit dem mangelnden Schutz von Gemeingütern zu tun hat.

[ F O T O ] L uisa T odisco

FISHBANKS

Fr-19.08., Sa-20.08. /17:00, 5 €, ca. 3 Stunden begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich Fischen kann doch nicht so schwierig sein, denkt man. Und dass wir nicht alle Gewässer leer fischen können, wenn es auch für zukünftige Generationen noch Fische geben soll, erscheint einleuchtend. In einem anschaulichen Simulationsspiel können Sie selbst erfahren, welche Herausforderung es für eine größere Gruppe darstellt, sich „vernünftig“ zu verhalten. Die Teilnehmer betreiben Fischflotten, legen Fangquoten fest, reagieren auf Überfischung, erfinden Sanktionen. Kurz, Sie machen all das, womit wir heute versuchen, unser Zusammenleben auf einem begrenzten Planeten zu organisieren, sei es beim Fischen oder wobei auch immer. Mittlerweile wird die Fishbanks-Simulation längst nicht nur in der Politik, sondern auch immer häufiger im Management eingesetzt. Das Team von Stratum-Consult wird an zwei Tagen ein Fishbanks-Spiel für eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern anbieten.

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HAMBURG

MAX CLEMENT MOVEMENT

[ F O T O ] F rank E gel

Ressource Baby! – Eine Revue über Nutzen, Brauchen und Handeln.

VAUDEVILLE URAUFFÜHRUNG & KOPRODUKTION Mi-17.08. /21:00, Do-18.08. /20:00 Fr-19.08. /21:00 p1, 75 min, 12 € (8 € erm.) Erleben Sie Gemeingüter, die Grundlage unseres Lebens und Wirtschaftens, hautnah. Kommen Sie mit uns auf eine Entdeckungstour durch Machtverhältnisse und Freiräume, durch Gemeinschaften und Vereinzelungen. An diesem Abend erwarten Sie Regen und Wellness-Oasen, EweBeat und Moonwalk, Open-Everything und Closed-Source. Und viele weitere Ressourcen zwischen Grenzenlosigkeit und Einschränkung. Es gibt viel zu entdecken: von der Verfügungsgewalt über Ressourcen, von der Umzäunung des Landes, vom Eigentums-, See-, Patent- und Urheberrecht, vom Mondvertrag und von der Reise des Ich zum Kollektiv, zur Ge-

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meinschaft, zum Staat und wieder zurück. Freuen Sie sich hier über den berechtigten Schutz der Güter und dort über die gerechte Umverteilung. Das Max Clement Movement zeigt, was mehr wird, wenn wir es teilen: Eine Band im Dienste zuckender Körper, ein Programmierer und ein Designer, die groß wurden, als das Web groß wurde, eine Händlerin übersprudelnder Energien, eine disziplinierte Procrastinatorin und ein zwanghafter GartenzaunRomantiker bieten mit Performance, Tanz, Musik und virtuellem Wahnsinn einen uneingeschränkten Einblick in die Welt der Gemeingüter. „Nutzen, Brauchen und Handeln – darüber sollte mal jemand etwas machen!“ [Max Clement]

Experience our common property, the foundation of our life and economy, up close and personal. Come along on a discovery tour, a journey through power structures and free spaces, through communities and isolation. Rain and wellness oases await you, ewe beat and moonwalk, closed source and more resources in the terrain between total openness and off-limits. This evening offers you performances, dance, music and virtual madness, accompanied by the emcee and waiting staff, illuminated by a majestic firework display. [Von und mit] Bandmaster Fresh (Matthias Friedel, Nis Kötting, Jan Rimkeit), Michael Schieben, Milan Matull, Karen Köhler, Claudia Plöchinger und Armin Chodzinski [Inhaltlich und formal eskortiert] Frank Egel, Stephanie Töwe, Jochen Bader und vielen anderen RESSOURCE BABY! – Eine Revue über Nutzen, Brauchen und Handeln ist eine Produktion von Max Clement Movement und des Internationalen Sommerfestivals Hamburg. Mit Unterstützung von:


ANTWERPEN

BERLIN

[ F O T O ] B erlin

Tagfish

THE ATER Do-18.08. /21:30, Fr-19.08. /19:30 und 21:30 Sa-20.08. /21:30 k2, 70 min, 22 – 12 € (10 € erm.) in engl. und dt. Sprache mit Übertiteln Wir befinden uns im Ruhrgebiet an einem riesigen Konferenztisch an dem sieben Männer Platz nehmen. Debattiert wird der vage Plan eines Scheichs, der beabsichtigt, auf dem Areal des Weltkulturerbes der Zeche Zollverein ein Luxushotel zu errichten. Das Künstler-Kollektiv Berlin versammelt die Verantwortlichen, darunter einen Architekten, einen Journalisten und einen Unesco-Beamten, um dieses Vorhaben in seinen Konsequenzen zu diskutieren. Fragen nach öffentlichem Eigentum und ausländischen Investoren, kollektiven Werten und persönlichen Interessen kommen auf den Tisch und treten

mit fortlaufender Dauer des Gesprächs zugunsten des individuellen Profits in den Hintergrund. TAGFISH begeistert als virtueller Roundtable, bei dem die Akteure, die sich nie getroffen haben, auf Leinwände projiziert zu Wort kommen. In ihrer raffinierten filmischen Montage erzählen Berlin von einer Welt im Wandel und entblößen die grotesken Fantasien der Teilnehmer. Bart Baele und Yves Degryse gründeten 2003 das Label Berlin. Mit ihren Projekten verweigern sie sich jeder Genre-Typisierung. Ihre Stadtporträts entstehen durch intensive Recherchen, Interviews und filmisches Material, das sie dann als Video-Theater inszenieren. „TAGFISH führt mit Witz und Esprit in die Untiefen des Banalen“. [Süddeutsche Zeitung]

We have come to the Ruhr region and see a conference table at which seven men are seated. The vague plan conceived by a sheikh to build a luxury hotel on the grounds of the Zeche Zollverein is being debated. In the course of the discussion questions regarding the nature of public ownership, foreign investment, collective values and personal interests are put on the table. As a virtual round table discussion TAGFISH tells of a world in transformation. [Konzept] Berlin (Bart Baele, Yves Degryse)[Mit] Hans-Jürgen Best, Christoph Finger, Rolf Heyer, Wolfgang Kintscher, Kaspar Kraemer, Thomas Rempen, The Consolidation Choir, Kostas Mitsalis [Research] Berlin [Produktionsleitung] Natalie Schrauwen [Fotografie] Bart Baele [Interviews] Yves Degryse [Editing] Bart Baele, Geert De Vleesschauwer [Soundtrack und Mix] Peter Van Laerhoven [Soundaufnahmen] Tom De With, Maarten Moesen, Dimitry De Cock, Bas de Caluwé [Bühne] Linde Raedschelders // TAGFISH ist eine Produktion von Berlin in Koproduktion mit Theater der Welt Mülheim, STUK Leuven, Festival Temps d’Images 2010 / La Ferme du Buisson (Scène Nationale de Marne-la-Vallée), Wiener Festwochen. Mit Unterstützung der Flämischen Regierung. Berlin ist Artist-in-Residence im Kunstencentrum STUK, Leuven.

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WIEN

ANNA MENDELSSOHN

[ F O T O ] T im T om

Cry me a River

THEATER DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG Do-18.08., Fr-19.08. /21:00 k1, 50 min, 10 € (6 € erm.) in englischer Sprache Die globalen Zusammenhänge der Finanzkrise, hungernde Inuit, ausbrechende Vulkane, Schadstoffemissionen. In ihrem Solo bringt Anna Mendelssohn vieles zur Sprache, was im weitesten Sinne mit dem Thema Klimawandel zu tun hat. Dabei bedient sie sich aus der Fülle an Stimmen, Meinungen, Diskussionen und Rhetoriken von politischen Großereignissen, um dann aus diesen Zitaten einen assoziativ konstruierten, polyphonen Monolog zu bauen. Hin und wieder hält sie inne, dann kommt Persönliches zur Sprache: Fragen zum woher und wohin, nach Einsamkeit und Vertrautheit, nach der eigenen Mutter und und dem Wunsch nach Kindern.

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„At some point I began to cry. And that went on for many months” sagt die Protagonistin an einer Stelle und beginnt tatsächlich zu weinen. CRY ME A RIVER ist ein berührender Abend von hohem emotionalen Gehalt, der als Sprachereignis funktioniert, das sich auf dem dünnen Eis zwischen inneren und äußeren Klimakatastrophen, zwischen dem Persönlichen und dem Politischen bewegt und durch seine bestechende Interpretation begeistert. Bereits mit ihrem ersten Stück CRY ME A RIVER hat die junge Österreicherin, die ihre Schauspielausbildung in Großbritannien absolvierte, auf sich aufmerksam gemacht. Das neue Projekt von Anna Mendelssohn kam bei den diesjährigen Wiener Festwochen zur Premiere.

„Ein so rasant wie virtuos vorgetragener Monolog, der sein Publikum mitreißt“. [Der Standard] In her solo performance Anna Mendelssohn makes use of the plethora of voices, opinions, discussions and forms of rhetoric to be heard at major political events and from these references pieces together an associative, polyphonic monologue. The result is an emotionally charged performance that functions as a speech event, skating on the thin ice between inner and outer climate catastrophes and between the personal and political. Audiences are mesmerized by her moving interpretation. [Konzept und Performance] Anna Mendelssohn [Regie] Yosi Wanunu [Musik] Jorge Sánchez-Chiong [Lichtdesign] Jan Maertens // CRY ME A RIVER ist in Kooperation mit dem Tanzquartier Wien entstanden. Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien und das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. Mit Unterstützung von PACT Zollverein Essen und Dank an Toxic Dreams. Mit Unterstützung von:


Spielzeiteröffnung ab 23.09.2011

u.a. mit Xavier Le Roy, Eszter Salamon, Dolce und Afghaner Philippe Quesne / Vivarium Studio, NDR Sinfonieorchester

Gob Squad

BEFORE YOUR VERY EYES 10. bis 12. November

Alain Platel GARDENIA

16. bis 19. November

Christoph Marthaler

±0 Ein subpolares Basislager Dezember

ÜBERJAZZ-FESTIVAL u.a. mit Pat Metheny, McCoy Tyner Trio feat. Chris Potter & Jose James, Bugge Wesseltoft & Henrik Schwarz DUO, Radio Citizen 28. bis 30. November

Nordwind Festival mit Kristian Smeds (Finnland), Vegard Vinge / Ida Müller (Norwegen), Charlotte Engelkes (Schweden), Erna Omarsdottir (Island) u.v.m. 6. bis 11. Dezember

L E G A N P AM

KKAMPNAGEL.DE


RENNES

BORIS CHARMATZ / MUSÉE DE enfant

TANZ DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG & KOPRODUKTION Di-23.08., Mi-24.08. /20:00 k6, 75 min, 32 – 12 € (12 – 8 € erm.) Faszinierend, berührend, verstörend, virtuos: Zehn Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren und neun Tänzer aus sechs Nationen bevölkern die Bühne und thematisieren in ENFANT das Verhältnis zwischen Kindern und Erwachsenen. Dafür wählt Boris Charmatz, einer der innovativsten und produktivsten Choreografen der Gegenwart, einen radikalen Ansatz: er verbindet sein Interesse an gesellschaftlichen Vorgängen mit seiner

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Faszination für Maschinen und kreiert einen diffusen Ort der Reibung zwischen den menschlichen und maschinellen Körpern, zwischen der kindlich-naiven Freude und dem berechnend-manipulativen Verhalten der Erwachsenen. Charmatz inszeniert skulpturale Szenen, kleine menschliche Inseln und mobile Versammlungen von großer visueller Aussagekraft, bei denen sich die ursprünglichen Verhältnisse zwischen Alt und Jung, Profis und Amateuren, Maschine und Mensch umkehren. Dennoch versteht sich ENFANT nicht nur als choreografisches Ereignis,

sondern als politisches Statement, das sich explizit auf die Arbeit des NGO-Netzwerkes Education Sans Frontières bezieht. „We dance on stage, but we do not forget the reality upon which the stage is built“ kommentiert der 38jährige Franzose. Charmatz’ Biografie liest sich als einzige Erfolgsgeschichte: Nach der Ausbildung an der Ballettschule der Pariser Oper sorgte er bereits mit seinem ersten Stück – er war damals 19 Jahre alt – international für Furore. Seither treibt er den Tanz unablässig vorwärts und leitet seit 2009 das


[ F O T O ] B oris B russey

LA DANSE

Musée de la danse in Rennes. Er hat den Ruf des Unangepassten und Analytikers, besticht als Formalist und Konzeptualist, begeistert durch physisch extremen Tanz und monströse Bilder. ENFANT eröffnet das diesjährige Festival in Avignon, bei dem Charmatz zum artiste associé ernannt wurde. „Charmatz zählt mit seinen angriffslustigen Arbeiten zu den Sternen am französischen Tanztheater-Firmament.“ [Der Standard]

Fascinating, touching, disturbing, virtuosic. Ten children and nine dancers people the stage, exploring the relationship between children and adults. To do so Charmatz, one of the most innovative and productive contemporary choreographers, has chosen a radical approach – he has combined his interest in societal processes and machines to create a field of tension between human and mechanical bodies, between childlike, naive joy and the calculating, manipulative behaviours of adults. ENFANT has been conceived not just as a choreographically event but as a political statement.

[Choreografie] Boris Charmatz [Interpretation] Eleanor Bauer, Nuno Bizarro, Matthieu Burner, Olga Dukhovnaya, Julien Gallée-Ferré, Lénio Kaklea, Maud Le Pladec, Thierry Micouin, Mani A. Mungai [mit] Kindern aus Rennes [Licht] Yves Godin [Sound] Olivier Renouf [Assistent] Julien Jeanne [Kostüme] Laure Fonvieille [Dudelsack] Erwan Keravec [Stimmarbeit] Dalila Khatir [Maschinen] Artefact, Frédéric Vannieuwenhuyse [Technische Leitung] Alexandre Diaz [Soundtechnik] // ENFANT ist eine Produktion von Musée de la danse / CCNRB – Centre chorégraphique national de Rennes et de Bretagne – ist unterstützt vom Französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation (Direction Régionale des Affaires Culturelles/ Bretagne), la Ville de Rennes, le Conseil régional de Bretagne et le Conseil général d’Ille-et-Vilaine. Das Institut français unterstützt regelmäßig die internationalen Gastspiele des Musée de la danse. ENFANT ist eine Koproduktion mit Festival d’Avignon, Théâtre de la Ville Paris, Festival d’Automne Paris, Internationales Sommerfestival Hamburg und Siemens Stiftung im Rahmen des Projektes SCHAUPLÄTZE, Théâtre National de Bretagne Rennes, La Bâtie Festival de Genève, Kunstenfestivaldesarts Brüssel. Mit Unterstützung von Rennes Métropole. Das Projekt ist der erste Teil der Reihe SCHAUPLÄTZE, einer Kooperation der Siemens Stiftung mit dem Internationalen Sommerfestival Hamburg.

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Do

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11.08. 12.08. 13.08. 14.08. 15.08. 16.08. 17.08.

Do

Fr

18.08. 19.08.

THE ATER 20:00

Mariano Pensotti (S.08) Cuqui Jerez (S.09)

21:00

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21:00

21:00 21:00

Needcompany & Burgtheater (S.10)

21:00

Berlin (S.17)

21:30

19:30 + 21:30

Anna Mendelssohn (S.18)

21:00

21:00

ab 12:00

ab 12:00

ab 12:00

21:00

20:00

21:00

Forced Entertainment (S.24)

TANZ Tanztheater Wuppertal P. Bausch (S.06)

20:00

20:00

20:00

ab 12:00

ab 12:00

ab 12:00

B. Charmatz / Musée de la danse (S.20) Akram Khan Company (S.26)

SCHWERPUNK T GEMEINGÜTER Performances & Events Gartendeck (St. Pauli) (S.12)

ab 12:00

ab 12:00

ab 12:00

Max Clement Movement (S.16) geheimagentur (S.25)

17:00

Fishbanks (S.15) Vorträge & Gespräche (S.15)

19:00

Silke Helfrich & Hervé Le Crosnier Elmar Altvater Vandana Shiva

MUSIK 22:00

Cibelle (S.28)

22:00

Mary Ocher (S.34)

22:00

Axel Krygier (S.34)

20:00

Anna Calvi & xrfarflight (S.29)

21:00

Samy Deluxe & Tsunami Band (S.32)

22:00

Hans Unstern (S.34) Orchesterkaraoke (Stadtpark) (S.31)

20:00

The Streets (S.30)

21:00

Tetine & Pollyester (S.35) Junip (S.32) B. Friedman & J. Liebezeit (S.35) Phantom/Ghost (S.33) DM Bob (S.35) El Baile Party (S.35) TANZEN (S.37)

19:30 – 22:30

19:30 – 22:30 19:30 – 22:30 Tango

Salsa

Tango

INSTALL ATION Phoebe Washburn (S.04)

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

Ragnar Kjartansson (S.05)

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

Tickets 040-2 70 949 49

Tickets@kampnagel.de

www.kampnagel.de

Tickets 040-2 70 949 49

Tickets@kampnagel.de

www.kampnag


Sa

So

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Di

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20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08.

So

28.08. THE ATER Mariano Pensotti (S.08) Cuqui Jerez (S.09)

21:00

Needcompany & Burgtheater (S.10)

21:30

Berlin (S.17) Anna Mendelssohn (S.18)

21:00

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Forced Entertainment (S.24)

TANZ Tanztheater Wuppertal P. Bausch (S.06)

20:00

20:00

B. Charmatz / Musée de la danse (S.20)

20:00

20:00

Akram Khan Company (S.26)

SCHWERPUNK T GEMEINGÜTER Performances & Events

ab 12:00

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ab 12:00

ab 12:00

ab 12:00

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Gartendeck (St. Pauli) (S.12) Max Clement Movement (S.16)

20:00

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20:00

geheimagentur (S.25)

17:00

Fishbanks (S.15) Vorträge & Gespräche (S.15) Silke Helfrich & Hervé Le Crosnier

19:00

Elmar Altvater

18:00

Vandana Shiva

MUSIK Cibelle (S.28) Mary Ocher (S.34) Axel Krygier (S.34) Anna Calvi & xrfarflight (S.29) Samy Deluxe & Tsunami Band (S.32) Hans Unstern (S.34) Orchesterkaraoke (Stadtpark) (S.31) The Streets (S.30)

22:00

Tetine & Pollyester (S.35)

20:00

Junip (S.32)

22:00

19:30 – 22:30

B. Friedman & J. Liebezeit (S.35)

21:00

Phantom/Ghost (S.33)

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DM Bob (S.35)

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El Baile Party (S.35) TANZEN (S.37)

19:30 – 22:30 19:30 – 22:30

Salsa

Tango

Salsa

INSTALL ATION ab 19:00

ab 19:00

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ab 19:00

Phoebe Washburn (S.04)

ab 19:00

ab 19:00

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ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

ab 19:00

Ragnar Kjartansson (S.05)

kampnagel.de

Ticke ts 040-2 70 949 49

Tickets@kampnagel.de

www.kampnagel.de

Ticke ts 040-2 70 949 49

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SHEFFIELD

FORCED ENTERTAINMENT

[ F O T O ] F orced E ntertainment

Tomorrow’s Parties

THEATER DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG & KOPRODUKTION Mi-24.08., Do-25.08., Fr-26.08. /21:00 k2, 80 min, 22 – 12 € (10 € erm.) in englischer Sprache Um das Kommende und die daran geknüpften Hoffnungen, Ängste, Klischees und Fantasien ranken sich die Erzählungen der Performer. In virtuoser StoryTelling-Manier berichtet das Ensemble von realistischen Szenarien und fiktiven Möglichkeiten was die Zukunft betrifft. TOMORROW’S PARTIES entführt als intimes Spiel, bei dem geheime Träume und utopische Wünsche preisgegeben werden, in den Kosmos der AvantgardeGruppe: doppelbödig, komisch, subtil, manchmal absichtlich banal, hin und wieder trashig. Aber niemals glatt oder nur klamaukig. Immer wieder gelingt es ihnen, mit einfachsten Mitteln und simplen

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Anordnungen großes, lebendiges Theater zu inszenieren, bei dem die Zonen von Kunst und Leben fließend sind. In ihrer neuesten Produktion lädt die Gruppe zu einer Reise aus kollektiven Ängsten, individuellen Träumen, utopischen Wünschen und geheimen Sehnsüchten ein. Forced Entertainment gelten als die Veteranen der Life-Art-Bewegung, als Pioniere des postdramatischen Theaters und als „Meister der produktiven Enttäuschung“. Seit 25 Jahren entwickeln sie in kollektiven Arbeitsprozessen abendfüllende Shows, kleinformatige Projekte und PerformanceMarathons, mit denen sie weltweit eingeladen sind. „Der Zauber ihrer Arbeiten entsteht nicht aus der Perfektion, er entsteht aus einer flirrenden Mischung extremer Künst-

lichkeit und extremer Authentizität, also aus der Improvisation – und sei sie auch perfekt inszeniert.“ [Spiegel online] Forced Entertainment’s latest performance explores ideas and clichés of hope. Tomorrow’s Parties draws on ideas of utopian and dystopian projections, the optimistic stories we tell ourselves and on the pleasures of invention. This is Forced Entertainment in intimate and comical mode – a playful, poignant and at times delirious look forwards to future both possible and impossible. [Idee und Konzept] Forced Entertainment [Mit] Robin Arthur, Terry O’Connor [Regie] Tim Etchells [Design] Richard Lowdon [Produktion] Ray Rennie, Francis Stevenson // TOMORROW’S PARTIES ist eine Produktion von Belluard Bollwerk International mit der Unterstützung vom Kanton Fribourg in Koproduktion mit Internationales Sommerfestival Hamburg, BIT Teatergarasjen Bergen, Kaaitheater Brüssel, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, Theaterhaus Gessnerallee Zürich und Sheffield City Council. Mit Unterstützung der Stanley Thomas Johnson Foundation. Forced Entertainment wird vom Arts Council England unterstützt.


HAMBURG

GEHEIMAGENTUR / FUNDUS THEATER

[ F O T O ] G eheimagentur

PARLEZ! Echte Piraten. Recherchen in der Höhle des Zackenbarsches

THEATER URAUFFÜHRUNG & KOPRODUKTION Mi-24.08., Do-25.08., Fr-26.08. /20:00 k1, 90 min, 12 € (8 € erm.) in dt., engl. und somalischer Sprache Sklaverei, Kreuzzüge, Piraterie – als wir noch Kinder waren, schien all das für immer vergangen. Obwohl: Piraten? Bei Kindergeburtstagen, Fußballspielen und in Hollywood-Filmen feiern wir ihr Andenken. Doch in Wirklichkeit sind wir selbst auf die Seite der Marine geraten: „Papa geht Piraten jagen“, titelt die Mopo und in Hamburg findet der erste Piratenprozess seit über 400 Jahren statt. Wie ist das möglich und was für Piraten sind das eigentlich? Das FUNDUS THEATER hat 300 Kinder gebeten, den Piraten von Puntland Fragen zu stellen, und die geheimagentur hat sich auf den Weg in die Höhle des Zackenbarsches gemacht, um

die Fragen zu überbringen. Beim Sommerfestival stiftet sie somalische Piraten, Hamburger Kinder und das Publikum zum PARLEZ an. PARLEZ – mit diesem Codewort haben Piraten ihr Recht geltend gemacht, vor dem Piraten-Rat gehört zu werden. Auf der einen Seite stehen wir, die Möchtegern-Seeräuber mit den schwarzen Fahnen und den Augenklappen, und auf der anderen Seite die tatsächlichen Piraten. Was passiert, wenn Spektakel und Realität der Piraterie aufeinander treffen? Was geschieht an den Grenzen des Rechtsraums, dort wo Gemeingut und Recht zerstört sind und neu erfunden werden müssten? geheimagentur ist ein freies Label, das Situationen und Einrichtungen, die wie Fiktionen erscheinen und dann doch die Realitätsprüfung bestehen, produziert.

„Unsere Arbeiten wollen eine andere Realität erzeugen, anstatt in kritischer Absicht bloß die alte Weltordnung zu bestätigen.“ [geheimagentur] At the summer festival Somalian pirates, children and the audience are invited to attend PARLEZ. Under this code word pirates have asserted their rights and been granted an audience with the council. This will sure be a strange hearing – us wannabe sea bandits on the one side, and the real pirates on the other. What will happen when the spectacle and the reality of piracy are thrown together? [Konzept und Realisierung] geheimagentur [Mit] Mustafa Omar, Agane Muhamad Farah, Kindern aus Hamburger Schulen und Ex-Piraten aus Little Mogadischu / Kenia [Recherche] Moira Lenz, Hagar Groeteke // PARLEZ ist eine Produktion von geheimagentur, Fundus Theater Hamburg und des Internationalen Sommerfestivals Hamburg in Koproduktion mit den Wiener Festwochen. Mit Unterstützung von:

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LONDON

AKRAM KHAN COMPANY Vertical Road

TANZ Sa-27.08., So-28.08. /20:00 k6, 75 min, 36 – 12 € (12 – 8 € erm.) Universelle Mythen von Engeln, die in den verschiedenen Religionen und Mythologien vorkommen, ihre Rolle als Vermittler zwischen Himmel und Erde, aber auch Erzählungen von Menschen, die den Weg zu Gott suchen, bilden die Inspirationsquelle für das neue Stück von Akram Khan. VERTICAL ROAD stellt universelle Fragen nach irdischem Menschsein und göttlichem Handeln, nach weltlichem Leben und spirituellen Kräften.

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Die choreografische Antwort stellt eine faszinierende Verschmelzung aus indischem Kathak, zeitgenössischem Bewegungsvokabular, visuellem Schauspiel und kraftvoller Musik dar. Die tänzerische Reise des achtköpfigen Ensembles – aus Asien, dem Mittleren Osten und Europa – bringt immer neue Variationen von Soli, Duetten und großen Gruppenszenen, die zwischen physischen Sequenzen und atmosphärischen Bildern oszillieren. Dabei treibt es die Protagonisten, angetrieben von der pulsierenden Komposition des britisch-indischen Musikers und DJs

Nitin Sawhney, immer höher hinauf, immer weiter öffnen sich ihre Körper, immer wilder wird ihr Tanz, bis sie am Ende mit ihren Augen ganz oben, am Himmel ankommen. Der internationale Durchbruch gelang Akram Khan, der 1974 als Sohn bengalischer Eltern in London geboren wurde, mit ZERO DEGREES, für das er gemeinsam mit Sidi Larbi Cherkaoui auf der Bühne stand und dem Solo IN-I für die Schauspielerin Juliette Binoche. Seine Stücke gehen eine einzigartige Synthese


[ F O T O ] R ichard H aughton

aus klassischen indischen und zeitgenössischen westlichen Tanztechniken ein und bewegen sich stets an der Schnittstelle gegensätzlicher Kulturen und unterschiedlicher kreativer Disziplinen. VERTICAL ROAD poses universal questions about human life on earth and divine action, about worldly lives and spiritual powers. The choreographic piece by Akram Khan is a fascinating fusion of Indian Kathak, a contemporary vocabulary of motion, visual acting and powerful music. The eight-person ensemble’s cho-

reographic journey features ever new variations of solos, duets and larger group scenes that alternate between physical sequences and atmospheric images. Khan‘s fascinating pieces always move along the interface between competing cultures and different creative disciplines.

[Künstlerische Leitung und Choreografie] Akram Khan [Musik] Nitin Sawhney [Lichtdesign] Jesper Kongshaug [Kostüme] Kimie Nakano [Produzent] Farooq Chaudhry [Technische Leitung] Fabiana Piccioli [Mit] Eulalia Ayguade Farro, Konstandina Efthymiadou, Salah El Brogy, Ahmed Khemis, Yen-Ching Lin, Andrej Petrovic, Elias Lazaridis, Sung Hoon Kim [Dramaturgie] Ruth Little [Bühne] Akram Khan, Kimie Nakano, Jesper Kongshaug [Research] Jess Gormley [Trainingsleitung] Andrej Petrovic [Technische Koordination] Richard Fagan [Technik] Peter Swikker, Lucy Record [Tour Manager] Arthur Laurent // VERTICAL ROAD ist eine Koproduktion von ADACH (Abu Dhabi Authority for Culture and Heritage), Curve Theatre Leicester, Sadler’s Wells London, Théâtre de la Ville Paris, National Arts Centre Ottawa, Mercat de les Flors Barcelona. VERTICAL ROAD entstand während Residenzen bei Curve, Leicester und DanceEast, Ipswich. Mit Unterstützung vom Arts Council England.

„Vertical Road’s physical power is irrestible.“ [The Sunday Times] Mit besonderer Unterstützung von:

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SÃO PAULO / LONDON

[ F O T O ] S hrine L ores

CIBELLE

KONZERT Do-11.08. /22:00 kmh, VVK 12 €, AK 14 € Science-Fiction und elektronische Musik, Tropicalismo und Psychedelik: Verbindungen, die in der brasilianischen Popmusik eine großartige Tradition haben. Cibelle (sprich „Sie-bell-ie“) ist gekommen, um der brasilianischen Retro-Avantgarde eine neue Krone aufzusetzen. Vergesst die öde Bossa-Lounge-Elektro-Samba-Stangenware! Hier ist „Sonja Khallecallon“ – Protagonistin des Konzeptalbums „Las Vênus Resort Palace“, mit dem sie uns in eine tropische Post-Doomsday-Galaxie verschleppt: Seit ihrem Debütalbum 2003 agiert Cibelle zwischen allen Stühlen: Zu campy und Trash-verliebt, um ein brasilianisches Bossa-Sternchen abzugeben, zu karnevalesk und tropisch, um in der

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kühlen europäischen Elektronikszene zu reüssieren. Also macht die 1978 als Cibelle Cavalli Bastos in São Paulo geborene Sängerin, die seit der Jahrtausendwende in London lebt, ihr eigenes Ding. „Immer wenn ich erwähne, dass ich Brasilianerin bin, sagen die Leute: ‚Woooh, das ist exotisch!’ „Als wenn ich eine Amazone wäre, die sich im Leopardendress von Baum zu Baum schwingt“, sagt sie. „Irgendwann habe ich entschieden: Ich werde mein Exotisch-Sein annehmen und auf eine andere Ebene bringen – indem ich alles hineinpacke, was als hässlich, cheesy und vulgär gilt. Ich hab nämlich die Schnauze voll von allem Coolen. Cool ist kalt. Und ich mag’s heiß.“

„In der Bar des „Las Vênus Resort Palace“ -Hotels singt Cibelle sich im wahrsten Sinne des Wortes um ihr Leben, wenn nicht sogar um ihre Karriere. Nur, dass das Ergebnis von der ersten bis zur letzten Minute überzeugt.“ [Süddeutsche Zeitung] Science fiction and electronic music, tropicalismo and psychedelic, these are associations that have a long, impressive history in Brazilian pop music. Cibelle has come to place a new crown on the Brazilian retro-avant garde scene, dodging as she does between categorizations. Too campy and trashy to be the next Brazilian bossa nova star, too carnevalesque and tropical to shine in the cool European electronic scene.


LONDON

ANNA CALVI

[FOTO]

E mma N athan

Support: xrfarflight

KONZERT So-14.08. /20:00 k2, VVK 20 €, AK 22 € Dieses Persönchen, dieser Blick, diese Gitarre, diese Stimme, diese finsteren, traumschönen, neurotischen Songs: Da waren alle ganz aus dem Häuschen, als die 28jährige Anna Calvi zur Jahreswende dem musikalischen Winter entstieg: eine bleiche Eisfee, die den Beelzebub im Leib zu haben scheint. So was hatte man seit P. J. Harvey nicht gesehen, geschweige denn gehört! Kein Wunder, dass Harveys Hausproduzent Robert Ellis sich sofort mit ihr ins Studio einschloss, um ihren fragilen, zeitlosen Balladen das passende Soundgewand zu schmieden. „Verwirrend romantisch“ nannte Der Spiegel das Debut von Anna Calvi: Natürlich war ihre Clubtour im Frühjahr binnen Stunden ausver-

kauft. Die wenigen Glücklichen, die eine Karte ergattern konnten, sahen eine zarte, schöne Frau, fast schüchtern, die Gitarre spielte wie eine Göttin und mit ihren Songs in Abgründe blicken ließ. Wir sind glücklich, das erste große Anna CalviKonzert präsentieren zu können. Und um dem Abend noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen, haben wir das Hamburger Duo xrfarflight dazu bewegt eine Kostprobe ihres warmen, energetischen PsychedelicPop zu geben. Mit singendem Schlagzeuger! Ein Fest! „Ihre Lieder sind wie Widerhaken an einer Angel, die sich im Innern ihrer Zuhörer festsetzen. Sie sucht dort etwas, in den Köpfen und Herzen ihres Publikums, sie sucht das Begehren, die Sehnsucht, die Liebe und findet doch nur ihre

eigene Angst. Es ist grandioser Neurosenpop, der dabei entsteht.“ [Der Spiegel] That delicate figure, that gaze, that guitar, that voice and those dark, dreamlike, beautifully neurotic songs – everyone went all aflutter when late last year Anna Calvi bursted in on the winter. Something like this hadn‘t been seen since P.J. Harvey, let alone heard! No wonder that Harvey’s producer, Robert Ellis, locked himself into the studio with her to forge the musical backdrop for her timeless ballads. “Her songs are like the barbed hook on a fishing pole, catching hold inside listeners, searching for something there, in the heads and hearts of her audience – for desire, for longing and for love, yet only finding her own fear. What results is a wonderful neurosensory pop,” writes Der Spiegel.

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BIRMINGHAM

[ F O T O ] Warner M U S I C G R O U P

THE STREETS

KONZERT Fr-19.08. /21:00 k6, VVK 25 €, AK 28 € Es gibt sie wirklich, die epochalen Figuren in der Popmusik. Mike Skinner ist so eine. Als der damals 22jährige 2002 sein Debütalbum veröffentlichte, stand die Musikpresse Kopf: Genialisch runtergestrippte Dub- und UK-Garage-Riddims, nachlässig editierte Samples, unglaublich catchy in die Songs reingeworfen, dazu nöliger Sprechgesang von jemand, der aussah, wie der durchschnittliche postpubertäre Pub-Besucher. Aber was für eine Welle! Unter dem Motto “Sex, Drugs & on the Dole” („Sex, Drogen und arbeitslos“) berichtete Skinner unnachahmlich aus der Lebenswelt eines britischen VorstadtLads. So was hatte man noch nicht gehört. Wie er seine Stories über HipHop-, Dub-

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und Twostep-Riddims legte war neu, einzigartig und extrem englisch –  vielleicht grob vergleichbar mit dem, was Anne Clark Anfang der Achtziger mit SynthiePop gemacht hatte. Doch The Streets blieben kein One-Hit-Wonder. Album für Album hat Skinner seine BricolageTechnik aus Beats, Samples und luzider Slam-Poetry zu großartigem Songwriting perfektioniert. So muss Soul Music des 21. Jahrhunderts klingen! Und das soll jetzt alles vorbei sein? Tatsächlich. Lakonisch hat Skinner seine musikalische Karriere angefangen – und ebenso beendet er sie: Er hätte gerade mehr Lust, einen Film zu drehen. Dass The Streets ihren letzten Hamburg-Auftritt haben werden, macht uns stolz. Und wir setzen darauf, dass Mike Skinner doch irgendwann als Musiker den Faden wieder aufnimmt.

„Ich bin nicht wirklich ein Rapper und ich bin auch nie so richtig mit der Szene klargekommen. Ich liebe Rap, aber ich bin wohl mehr ein Lyriker.“ [Mike Skinner] They really do exist, individuals who have single-handedly changed the face of pop music. Mike Skinner is one of them. In 2002 he turned the music press on their heads with his debut album. Brilliantly stripped down dub and UK garage rhythms, carelessly edited, incredibly catchy samples mixed into songs, and a plaintive voice that half-speaks and halfsings. Präsentiert von:


HAMBURG

ORCHESTERKARAOKE

[FOTO]

David B ergé

Junge Symphoniker Hamburg / Matthias von Hartz / Jan Dvorak

INTERAKTIVES KONZERT Fr-19.08. /20:00, 15 € Freilichtbühne im Stadtpark Saarlandstrasse/ Ecke Jahnring Das Symphonische gehört allen! Recht auf Orchester! Diese Veranstaltung ist nichts weniger als große Erholung von all den leeren Versprechungen des CastingZeitalters. Hier geht es nicht darum, dass Du es bringst. Sondern darum, dass Du es singst. Es geht um große Gefühle und große Lieder. Einmal zwischen Streichern, Pauken und Blechbläsern stehen und singen, singen, singen!Vom Charthit bis zum Evergreen, von Michael Jackson bis Coldplay: Auch Dein Herzenssong ist dabei, auch Du bist ein Superstar. Das Konzept ist einfach und überzeugend: Das Orchester hat den Klangkörper, Du hast die Stimme, unser freundlicher Karaoke-Inspizient

projiziert den Text auf eine Leinwand und unser Conferencier behält den Überblick. Und wenn zwei Dutzend Freiwillige in die Rollen von Diana Ross und Tina Turner, Lionel Ritchie, Bruce Springsteen oder Michael Jackson schlüpfen, um mit voller Inbrunst den Charity-Klassiker  “We are the World” zu performen –  dann hat dieses Festival einen seiner Höhepunkte gefunden. In diesem Jahr muss auch niemand draußen bleiben und sich ärgern, keine Karte bekommen zu haben. Denn der Sommerfestival-Klassiker zieht um auf Hamburgs schönste Freilichtbühne: Das grün umflorte Open-Air-Rund im Stadtpark wird in diesem Jahr der Austragungsort. Orchesterkaraoke unter Sternen – erhabener geht’s nicht.

„Selten war der Befund, der Saal koche, so angebracht. Und selten verließ man ein Theater so uneingeschränkt gut gelaunt.“ [Spiegel Online] This event is nothing less than an attempt to reclaim all the empty promises of the age of the casting show. It’s not about what you bring – it’s about what you sing! It’s about heavy emotions and great songs. Stand up amidst the strings, kettle drums and brass instruments and sing your heart out! The idea is simple and convincing: the orchestra has the instruments, you’ve got the voice. [Konzept] Matthias von Hartz [Dirigent] Jan Dvorak [Orchester] Junge Symphoniker Hamburg [Arrangements] Lukas Lanzendörfer, Royal Philharmonic Orchestra, Roman Vinuesa [Orchestermanagement] Jan Wulf In Kooperation mit Karsten Jahnke.

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GÖTEBORG

[ F O T O ] F rank D ursthoff

HAMBURG

KONZERT

SAMY DELUXE & TSUNAMI BAND Mo-15.08. /21:00 k6, VVK 22 €, AK 25 € Hallo Fans, bitte mal überlesen! Wir erklären jetzt den Feuilletonlesern und Theaterbesuchern kurz, worum es hier geht. Also, liebes Publikum: Samy Deluxe ist der Grund, warum Eure Kids seit gut zehn Jahren in dieser Geheimsprache reden, die Ihr nicht versteht. Warum sie lieber deluxe-mäßig flowen und stylen wollen, anstatt ihre Hausarbeiten zu machen. Will heißen: Ohne Samy würden sich die Leute in Hamburg-City immer noch mit „Moin, moin“ begrüßen, anstatt „Was geht, Digger?“ zu fragen. Die HipHop-Anfänge mit Eimsbush Entertainment, zur Jahrtausendwende das erste Dynamite Deluxe-Album, drei Alben in den Top-Ten, Veröffentlichungen mit Afrob und den Brothers Keepers: Samy Deluxe ist ein Titan des deutschsprachigen Rap. Er hat wohl mehr für den Ruf der alten Hansestadt getan als drei übereinander gestapelte Elbphilharmonien je erreichen könnten. Und er hat eine gute Nachricht für Euch: „Ich hab’n riesiges Ego / Ich hab ne Frise wie Jesus / Ich

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KONZERT fühl mich frisch wie’n Newcomer / Als wäre dies hier mein Demo“, rappt er auf seinem gerade fertig gestellten Album „Schwarzweiß“. Will heißen: Der Mann platzt vor Energie. From his hip-hop beginnings with Eimsbush Entertainment, to the first Dynamite Deluxe album at the turn of the century, to three records in the top ten, to releases with Afrob and the Brothers Keepers – Samy Deluxe is a monster of German rap. He’s done more for the reputation of old Hamburg than all of the stacks of Elbphilharmonie recordings could ever hope to. And he’s got good news: “I’ve got a massive ego / And a face like Jesus / I’m as fresh as a newcomer / This could be my demo,” he raps in German on his just released album “Schwarzweiß”. The man is bursting with energy.

JUNIP

So-21.08. /20:00 k2, VVK 20 €, AK 22 € Junip sind die ultimative Soft-Melody-Band der Postrock-Ära. Sie leben – natürlich – in erster Linie von José González, 1978 als Sohn argentinischer Einwanderer in Göteborg geboren und seit Mitte der Neunziger eine internationale Lichtgestalt im weiten Feld zwischen Singer/Songwriterund Soul-Music. Mit dem Schlagzeuger Elias Araya hatte er einst bei einer Hardcore-Band gespielt. Als González, Araya und der Keyboarder Thomas Winterkorn Mitte der Neunziger zum ersten Mal zusammenkamen, „standen in Schweden alle auf Americana und Country mit Westerngitarren“, erinnert sich González. „Wir hatten Nylonsaiten auf den Gitarren und einen Moog.“ Es ist nicht nur menschlich sympathisch, sondern auch künstlerisch verdienstvoll, dass sich González auf dem Gipfel seines Ruhmes seiner alten Buddys erinnerte. Denn mit Junip ist um González’ einzigartige Stimme ein so einfaches wie traumschönes Bandkonzept entstanden. Wer Junip hat,


[ F O T O ] J on B ergmann

[ F O T O ] J utta P ohlmann

HAMBURG / BERLIN

KONZERT der braucht keine Supergroup mehr. Der kann die alten Emerson, Lake & Palmer- und Supertramp-Platten auf den Dachboden stellen, kann sich das neue U2-Album sparen – und auch der Tod von Gerry Rafferty lässt sich mit dieser Band besser verkraften. Da klebt kein vertrockneter Woodstock-Schlamm an den Sohlen, kein Indie-Muff trübt hier die Sicht – bei Junip ist alles klar, schön und tief. Junip are the soft-melody band of the post-rock era par excellence. They thrive first and foremost on the genius of José González, who since the mid 90s has been an international guiding light in the broad field between singer-songwriting and soul music. Around González’s unique voice a simple and yet strikingly beautiful band concept has grown up. Once you have Junip you won’t need another super band. You can drop your old Emerson, Lake & Palmer and Supertramp albums in the attic and there’s no need to buy U2’s new releases. No more Woodstock-sludge on the soles of your shoes, no Indie mush to blur the view – with Junip everything is clear, beautiful and profound.

PHANTOM/ GHOST Sa-27.08. /21:00 k2, VVK 14 €, AK 16 € Ein Flügel, ein Mikrofon, zwei Faune im Schummerlicht, keine Angst vor der ausladenden Geste: Was Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow und der allgegenwärtige Thies Mynther (Goldene Zitronen, Stella, Superpunk u.v.m.) mit Phantom/ Ghost geschaffen haben, ist nicht nur berückend schöne Musik. Sondern auch eine Art Gegenmodell zum Indie-Spießertum mit seinen durchformatierten Rock’n’ Roll-Gesten und zementierten Geschlechterrollen. Bei Phantom/Ghost heißt es: Kunstlied statt Song, Dandyismus statt Abgehen. Gegründet aus der Idee, gemeinsam John Cale-Stücke zu interpretieren, ist Phantom/Ghost längst zu einem Lieblingsprojekt der beiden Musiker avanciert. Von Dario Argento zu Thomas de Quincey, von „Buffy, The Vampire Slayer“ über Nico zu Brion Gysin, die Incredible String Band, NeoRomantik und Neo-Hippietum – was gibt’s da nicht alles an Bezügen zu ent-

decken! „Goth ohne das Zillo-Magazin“ hat von Lowtzow es einmal genannt. Aber „Das muss gleichzeitig auch so Hape-Kerkeling-mäßig sein. Der Mann mit dem Hurz am Klavier.“ Was natürlich ein wenig kokett ist. Denn wie gesagt: Phantom/Ghost machen berückend schöne Musik. A piano, a microphone, two fauns under the dim lights, not afraid to make the dramatic gesture. – What the lead singer of Tocotronic, Dirk von Lowtzow, and Thies Mynther have put together with their band Phantom/Ghost is not only enchantingly beautiful music, but also a kind of counter model to the standard Indie repertoire with its contrived rock’n’roll commonplaces and fixed gender roles. Emphasis is placed on artistic music over catchy songs, on dandyism over spinelessness.

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CluB [ F O T O ] christina sunbeam

MARY OCHER BERLIN / MOSKAU / TEL AVIV

Fr-12.08. /22:00, Eintritt frei Was kommt denn da um die Ecke? Ein ganz alter Bekannter: Der Protestsong. Und wie er kommt! Vorgetragen von der israelisch-russischen Wahlberlinerin, die blauen Lippenstift, eine tellergroße Hornbrille mit einer beeindruckenden Stimme und ebensolchen Songwriter-Skills kombiniert. Mary Ocher ist 1986 als Mariya Ocheretianskaya in Moskau geboren, in Tel Aviv aufgewachsen und statt den Militärdienst zu absolvieren nach Berlin gezogen. Dort bespielt sie die Straßen und Underground-Bühnen. Eine stolze Außenseiterin, die mit „Streets of Hard Labour“ den vielleicht ersten wirklichen Prekaritäts-Hit der Popgeschichte schrieb. Sie findet wichtig zu erwähnen, dass sie zu viel David Bowie hört. Wir finden wichtig, dass das nicht ihr letztes Konzert in Hamburg ist. // What’s coming around the bend? A good old friend: the protest song. And it sounds better than ever! Especially when it’s being sung by Mary Ocher, the Israeli-Russian performer who’s made herself at home in Berlin. With her blue lipstick and enormous horn-rimmed glasses, Ocher likes to pretend she’s a little crazy, but she has an impressive voice to go along with her extraordinary song writing.

AXEL KRYGIER BUENOS AIRES

Sa-13.08. /22:00, VVK 12 €, AK 14 € Wer bei Buenos Aires bloß an Tango denkt, der hat was verpasst. Digitale Cumbia, andiner Experimental-Pop, elektroakustischer Freak-Folk: In kaum einer Metropole ist in Sachen neuer, aufregender Musik derzeit so viel los wie in Buenos Aires. Und niemand destilliert den Geist der „Argy Revolution“ so kongenial wie Axel Krygier. Seit seinem Debüt 1999 verwirrt und unterhält der schnauzbärtige Tastengott mit funkenprühendem Pop-Dandyismus, der ein wenig klingt, als seien Ween an den Rio de la Plata gezogen – und ist doch tief verwurzelt in der Tradition der lateinamerikanischen Singer/Songwriter vom Schlage Mercedes Sosa und Gilberto Gil. Musik, die „niemals langweilig wird, voll gestopft mit Ideen und cleveren Späßen“, wie Detlef Diederichsen in der taz schreibt. // Anyone who still associates Buenos Aires with tango alone has sure been missing something. Digital Cumbia, Andean experimental pop, electro-acoustic freak folk – in hardly any other world metropolis is so much exciting music to be found. And no one boils down the spirit of the “Argy Revolution” as brilliantly as the god of the keys Axel Krygier.

[ F O T O ] S imon B auer

HANS UNSTERN BERLIN

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Do-18.08. /22:00, VVK 12 €, AK 14 € Es gibt ihn auch in Germany, den luziden Bartträger mit der elektrischen Gitarre in der Hand und einem schratigen lyrischen Ich in der Brust, das die ganze Welt neu erschaffen kann. Hans Unstern heißt er und kommt aus Berlin. In seiner Musik prallen Harfenklänge und Krautrockgitarren, Marimbaphon und dissonante Feedbacks aufeinander. Und diese Stimme! Über eine zappelige Jazz-Indie-Landschaft deklamiert sich dieser Unstern in höchste Höhen: „Ein Ellenbogen wäscht den anderen!“ Fast meint man, den jungen Rudi Dutschke zu hören. Floh de Cologne meets Kolossale Jugend? Hirn frisst Liedermacher? Heißt der wirklich so? Unstern, Hans? „Das Kratzen im Hals des Pop“ schrieb Die Zeit in einer hymnischen Besprechung seines Debütalbums „Kratz dich raus“. // Here in Germany you can find him too – the clear-thinking bearded man with electric guitar in hand and a demonically lyrical ego, ready to reinvent the world all over again. Hans Unstern is his name and he comes from Berlin. In his music harp melodies, Krautrock guitar riffs, marimbaphone and dissonant feedback clash with one another. And then that voice!  


[ F O T O ] P edro F erraro

TETINE & POLLYESTER SÃO PAULO / MÜNCHEN

Sa-20.08. /22:00, VVK 12 €, AK 14 € Was für ein luxuriöser Abend: Zwei elektronische Popsensationen und mehrere Klimazonen in einem Aufwasch! Bruno Verger und Eliete Mejorado gründeten das Projekt Tetine (Foto) Mitte der Neunziger in São Paulo, vor ein paar Jahren zog es sie nach London und endlich nahm auch der Rest der Welt Notiz von dem, was sie „Tropical Punk“ nennen. Kraftwerkige Synthie-Sounds, Baile Funk, der sehnsüchtige Gesang von Verger: Nie war Elektronik so schwül. Wer könnte dazu besser passen als Polina Lapkovskaja? In München geht ohne Polly im „Nachtleben nichts mehr“, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Sie spielt in mehreren Bands, singt, organisiert Parties, macht Theatermusik und stampft Kunstaktionen aus dem Boden. Und hat mit dem Schlagzeuger Yossarian das Duo Pollyester gegründet. Giorgio Moroder, Gary Numan, Donna Summer – in allerbester Munich-Disco-Tradition finden sich hier treibende Kuhglocken, krautige Sequenzer und flatschige Bassdrums zu tollen Elektropop-Perlen, zusammengehalten von Pollys unnachahmlicher Stimme. // What a glamorous night, including two electronic pop sensations and several climatic zones! The Brazilian duo Tetine play a music they call “tropical punk”. On top of that the Munich-based Polina Lapkovskaja will be giving it her all, performing driving cow bells, herbaceous sequencers and loose bass drums together with fantastic electro pop pearls.

[ F O T O ] V ictoria H uf

BURNT FRIEDMAN & JAKI LIEBEZEIT KÖLN / BERLIN

Fr-26. 08. /22:00, VVK 14 €, AK 16 € Ja, genau, der Liebezeit. Jaki mit Vornamen, einst Schlagzeuger bei Can, Deutschlands mit Abstand wichtigster Band der späten Sechziger und frühen Siebziger Jahre. Ein Erbe, dass er schon seit jeher locker abzuschütteln weiß. Zum Beispiel, wenn er sich mit Burnt Friedman einlässt, der wie kein zweiter die Grenzen zwischen Elektronik, Dub und Jazz durchlässig macht. „Secret Rhythms“ heißt die Idee, der Burnt Friedman und Jaki Liebezeit bereits vier hypnotische Alben gewidmet haben. Aus Liebezeits zyklischem, federnden Drumstil und Friedmans sequentiell gespielten Gitarren und Analogsynthesizern entstehen „geheime Rhythmen“: Komplexe rhythmische Texturen, aus denen die beiden mitreißende Instrumentals komponieren. // From Liebezeit’s cyclical, elastic drum style and Friedman’s sequential guitars and analogue synthesizers emerge “secret rhythms” – complex, rhythmic textures, over which the two compose powerful instrumentals.

[ F O T O ] J em F iner

DM BOB HAMBURG / LOUISIANA

Sa-27.08. /23:00, Eintritt frei Falls Sie einmal etwas über Country Music, Soul, Swamp Rock oder Zydeco erfahren wollen: Verwickeln Sie diesen freundlichen Mann in ein Gespräch. Er kennt alle Geschichten, er hat all die wichtigen Songs auf 7“-Singles – und vor allem: Er kann sie spielen. Und wie! Anfang der Neunziger tauschte DM Bob alias Deutschmark Bob alias Robert Tooke seine Heimat in Louisiana mit dem zugigen Pflaster St. Paulis. Malte Ölbilder von Stieren und Soul-Größen, schrieb Songs über Traktoren und Alligatorfrauen und baute den Keller des „Art Store“ zum Country-Punk-Universum um. Er hat uns gezeigt, wie Garage-Rock klingen muss: Fiebrig, schrottig im Sound, aber mit Swing und Flow und Humor. Um es kurz zu machen: Bob ist eine Schau. Heute Abend, so munkelt man, wird er den unglaublichen Jakobus Siebels an seiner Seite haben, um zum Festivalabschluss das Foyer zu rocken. // In the early 1990s DM Bob left Louisiana to set up house in the draughty streets of St. Pauli. He showed us how real garage rock should sound: feverish, dirty, with swing, flow and humour.

[ F O T O ] David S windells

TACA TACA TÁ präsentiert EL BAILE LONDON / HAMBURG

Sa-27.08. /23:00, 6 € Live: AJ Holmes & The Hackney Empire (Electric Hilife / London) DJ’s: Tio Changó und Don Chicharron (Chusma Records, Berlin), Tropeninstitut (ByteFM, Hamburg). Die große Festival-Abschluss-Sause – dieses Mal ausgerichtet von Taca Taca Tá. Bei den „El Baile“-Parties des Hamburger Latin-Kollektiv bleibt kein Bein auf dem Boden. Und heute Nacht schon gar nicht – denn aus London kommen der unvergleichliche AJ Holmes und seine sechsköpfige Band The Hackney Empire (Foto). Was Holmes bis dato mit seiner perlenden Gitarre und ein paar Drumloops alleine machte, hat jetzt ein pralles Backing bekommen: euphorisierendes Hilife und Hipster-Soukous. Aus Berlin kommen Tio Changó und Don Chicharron, Masterminds von Chusma Records und prächtige Einheizer in Sachen digitale Cumbia und elektronischer Barrio- und Favela-Beats. // At the El Baile parties of the Hamburgbased Latin collective no legs can resist the temptation to move. Certainly not this night, as the incomparable AJ Holmes and his six-man band The Hackney Empire will be arriving from London to perform. Tio Changó and Don Chicharron from Berlin will also be on hand – the masterminds behind Chusma Records and marvellous innovators of digital cumbia and electronic barrio and favela beats.

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[ F O T O ] DAV I D B E R G É

FEstivalzentrum

Kein Festival ohne Fest. Wir lieben gute Kunst und vor allem unsere Künstler. Wir wissen aber auch, dass ein Festival mehr braucht, als ein gutes Programm. Das Gelände unter der geschichtsträchtigen Kranbahn von Kampnagel fungiert seit einigen Jahren als Festivalzentrum und als solches ist es ein zentraler Akteur des Sommerfestivals. Die Bühnenbildnerin Martina Stoian gestaltet dieses Areal jedes Jahr mit Referenzen an den jeweiligen Schwerpunkt, damit Sie auch außerhalb der Theaterhallen etwas zu sehen haben. Am Osterbekkanal erwartet Sie jeden Tag ab 18 Uhr der Biergarten mit gastronomischem Angebot, das unserem ökologischen Engagement entsprechend, weitgehend aus regionaler und biologischer Erzeugung kommt. In unserem kleinen Birkenwäldchen können Sie freitags und samstags tanzen und an einigen Abenden gibt es Live-Konzerte. Das Late-Night-Programm in einem umgebauten Bauwagen zwischen Wald, Kanal und Fabrik lädt Sie an vielen Tagen nach den Vorstellungen ein, Kampnagel erst wieder zu verlassen, wenn die erste U-Bahn fährt. There can be no festival without a fest. We love good art and above all our artists, but we also know that a festival needs more than a good schedule of events. The grounds under the wonderful old crane track have served for years as the festival centre and are a main feature of the summer celebration. Every year the scene designer Martina Stoian creates a new concept for the outdoor area with references to the current theme. The schedule of events that includes everything from lectures to presentations to installations and concerts there is almost always more on offer than one person can enjoy on a single summer evening.

HIN UND WEG

BUS-SHUTTLES: GANZ EINFACH ZU KAMPNAGEL Während des Festivals ist Kampnagel noch einfacher zu erreichen als sonst: Der Bus-Shuttle verkehrt jeweils freitags und samstags aus Altona/Ottensen und der Schanze/St. Pauli direkt zu Kampnagel und zurück. Hinfahrt: 19:00 ab Bahnhof Altona (Haltestelle bei Einfahrt zu Busbahnhof u. Taxistand) 19:15 ab Bahnhof Sternschanze (gegenüber S-Bahn Ausgang Schanzenstraße) 19:20 ab Bushaltestelle Hallerstraße Rückfahrt: 00:00 ab Kampnagel (Haltestelle Jarrestrasse in Richtung Mundsburg) CAR SHARING Direkt im Festivalzentrum oder unter www.liftshare.com

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BIKE RENTAL Umweltfreundlich und sportlich mit dem Fahrrad von und zu Kampnagel. Stadtrad Hamburg Station auf dem Kampnagel Gelände, www.stadtradhamburg.de oder 040 822 188 100 ANFAHRT • Ab den Bahnhöfen U-Mundsburg, U-Saarlandstraße und U/S Barmbek mit den Bussen 172 /173 direkt zu Kampnagel. • Alternativ 10 Min. zu Fuß von der U3-Borgweg oder vom Bus 6/25 vom Mühlenkamp (Haltestelle Gertigstraße) PARKEN IN DER TIEFGARAGE Barmbeker Straße/Jarrestraße. Wenn Sie Ihren Parkausweis an der Kasse oder Garderobe entwerten lassen, zahlen Sie einen Pauschalpreis von 4 € (sonst 1,50 € / h)


TANZEN DRAUSSEN

MILONGA MIT TANGOMATRIX Fr-12.08., Fr-19.08., Fr-26.08. /19:30 – 22:30 Einführungskurs von 19:30 – 20:30, Eintritt frei Hören, tanzen, sich wegtragen lassen: Auch in diesem Jahr wird der frühe Freitagabend dem Tango gehören. Gemeinsam mit Dutzenden von Tango-Paaren über die Open-Air-Tanzfläche schweben, umgeben von Bäumen, sanft beschallt von BandoneonKlängen und Elektro-Tango-Beats. Die Musik, die Emotionen, die zarten Moves. Elegante ochos, cruzadas und giros, getanzt zur klassischen Milongas und Tangos. Anfänger und Könner – alle sind eingeladen mitzutanzen, zu sehen und gesehen zu werden, zu spüren und gespürt zu werden. // Listen, dance, let yourself get carried away. Friday will belong to the art of the tango. Sweep arm in arm over the outdoor dance floor amidst the trees, softly serenaded by bandoneon melodies and electro tango beats. The music, the emotions, the graceful moves. Elegant ochos, cruzadas and giros performed in classical milongas and tangos. Mambo & Cumbia mit Basso Profundo, DIEGO DE CUBA UND LIRA MOSQUERA Sa-13.08., Sa-20.08., Sa-27.08. /19:30 – 22:30 Salsa-Kurs von 19:30 – 20:30, Eintritt frei Mambo und Son von kubanischen Straßenbands der Fünfziger, funky Sound der nuyorkinischen Conjuntos der Sechziger und Siebziger, der schwüle Cumbia-Swing von der kolumbianischen Karibikküste, die eleganten und ausladenen Afro-Rumbas von der afrikanischen Westküste: Basso Profundo und sein Compañero Diego de Cuba haben das alles in ihren Plattenkisten. Jeden Samstag auf der Tanzplattform im Sommerwäldchen. In diesem Jahr wieder dabei: Unsere charismatische Tanzlehrerin Lira Mosquera, die auch den Hüftsteifen unter Euch die ersten Schritte stilvoll beizubringen weiß. // Mambo and Son from Cuban street bands of the 1950s, the funky sounds of nuyorquino conjuntos from the 1960s and 70s, the sultry cumbia swing of the Colombian Caribbean coast, elegant and stirring rumbas from West Africa – Basso Profundo and his compañero Diego de Cuba have got all that and more in their secret stash of records.

LES TRUCS FRANKFURT Do-18.08. /20:00, Eintritt frei Zwei voll verkabelte Maniacs mit Mikrofon-Helmen, die um einen Tisch voller Elektronik und Tasteninstrumente herumtanzen wie Rumpelstilzchen um das Feuer. Virtuose Harmoniegesänge, akrobatische Keyboard-Kaskaden und viel Knarzen und Scheppern aus den Rhythmusmaschinen: Das Frankfurter Artpunk-Duo Les Trucs ist eine Art musikalischer Kugelblitz: irrwitzig schnell, energetisch, lustig – und wenn Du es zu begreifen beginnst, ist der Spaß schon wieder vorbei. // Two totally whacked out maniacs with helmet microphones dancing around a table full of electronic devices and keyboard instruments like Rumpel-stiltskin around the fire. Virtuosic vocal harmonies, acrobatic keyboard cascades and a lot of creaking and clattering from the drum machines – Les Trucs are like a ball of musical lightning. Maddeningly fast, energetic, hilarious. ME SUCCEEDS HAMBURG Do-25.08. /20:00, Eintritt frei Das Trio um Sängerin und Gitarristin Mohna hat sich in München gegründet und in Hamburg ein kleines Universum um sich herum gebaut – mit einem Kassettenlabel, einem Clubabend und diversen Seiten- und Soloprojekten. Me Succeeds schreiben Hits aus der Nische und für die Nische – und manchmal holen sie auch echte Charterfolge in ihr Nischenuniversum. Dann hauchen sie „Pump Up the Jam!“ zu sanften Schrammelgitarren und lassen eine 8-Bit-Rhythmusmaschine laufen. Der fehlende Link zwischen Shoegazer-Pop und Dancefloor – und das ganz unangestrengt und en passant. // Me Succeeds writes hits by the niche and for the niche, every once in a while drawing chart smashes into their niche universe. They whisper sweet words to soft schrammel guitars and a wonderfully understated 8-bit drum machine.

[ F O T O ] les trucs

[ F O T O ] DAV I D B E R G É

MUSIK DRAUSSEN

SOUNDINSTALLATION

Musik vom Fragment bis zur Vollendung lassen der Komponist und Sounddesigner Jan Faszbender und die Bühnenbildnerin Martina Stoian in der interaktiven Installation KLANGTHING entstehen. Nehmen Sie Platz und entscheiden Sie selber, was Sie hören wollen. Jeder Stein ist ein Teil der Musik, die eigens für dieses Festival komponiert wurde. Doch erst das Zusammenspiel aller Steine vollendet die Musik. Alleine können Sie nur Fragmente hören, gemeinsam beginnt das Spiel. „Wenn der Klang der Steine ertönt, geht im Ohr ein Licht an.“ [Chinesisches Sprichwort]

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IMAGINE 2020 Die Herausforderungen, die ein nachhaltiges Leben an den Umbau unserer Gesellschaft stellt, gehören seit mehreren Jahren auch zu den Themen, welche die Künstler des Internationalen Sommerfestivals beschäftigen. Bereits seit 2006 produzieren Kampnagel und das Festival künstlerische Projekte zu Nachhaltigkeit und Klimawandel. Letztes Jahr gelang es uns, dieses Interesse in einen größeren, internationalen Kontext zu stellen. Zusammen mit mehreren europäischen Kulturinstitutionen initiierten wir ein Netzwerk für Kunst und Klimawandel. Zehn europäische Festivals, Kulturzentren und Theater zwischen Lissabon und Riga, London und Zagreb arbeiten nun in Imagine2020 zusammen, tauschen regelmäßig ihre Erfahrungen, Produktionen und Künstler aus. Entsprechend der Unterschiedlichkeit der Partnerinstitutionen reichen die Projekte von großen Theaterinszenierungen über diskursiv-künstlerische Themenwo-

chenenden zu Sommerakademien bis hin zu partizipativen Projekten im öffentlichen Raum. Neben der künstlerischen Produktion bemühen sich die teilnehmenden Organisationen ihre Gebäude und Arbeitsprozesse ökologischer und nachhaltiger zu gestalten. Kollegen aus den Partnerinstitutionen besuchen auch diesen Sommer Hamburg, um das Programm zu verfolgen und Kampnagel als ökologischen Kunstort kennen zu lernen. Gleichzeitig finden in den anderen europäischen Partnerstädten zahlreiche Projekte statt, die im Rahmen von Imagine2020 entstanden sind.

TWO DEGREES LONDON

TRANSFORMA LAB LISSABON & PORTO & TORRES VEDRAS

ARTSADMIN, London, Großbritannien, www.artsadmin.co.uk BUNKER PRODUCTIONS, Ljubljana, Slowenien, www.bunker.si DOMAINE D’O, Montpellier, Frankreich, www.domaine-do-34.eu DOMINO, Zagreb, Kroatien, www.queerzagreb.org KAAITHEATER, Brüssel, Belgien, www.kaaitheater.be KAMPNAGEL, Hamburg, Deutschland, www.kampnagel.de LE QUAI, Angers, Frankreich, www.lequai-angers.eu LIFT, London, Großbritannien, www.liftfestival.com NEW THEATRE INSTITUT OF LATVIA, Riga, Litauen, www.theatre.lv ROTTERDAMSE SCHOUWBURG, Rotterdam, Niederlande, www.rotterdamseschouwburg.nl TRANSFORMA, Torres Vedras, Portugal, www.transforma-ac.com

www.imagine2020.eu

[ F O T O ] DAV I D B E R G É

The challenge of restructuring our society for a sustainable way of life is among the issues that artists of the international summer festival are exploring. Since 2006 Kampnagel and the festival have been facilitating artistic projects focused on sustainability and climate change.

Together with various European cultural institutions we have created a network for art and climate change. Ten European festivals, cultural centres and theatres are now working together on Imagine2020, with a lively exchange of experiences, productions and artists. In addition to artistic productions, the organizations are attempting to make their buildings and work processes more ecological and sustainable. In other European partner cities numerous projects are being carried out that were initiated in the framework of Imagine2020.

12.06. – 18.06. Two Degrees 2011 reflects world events since the first festival in 2009: failed climate treaty negotiations, financial disasters and government cuts. Protest and activism have hit the headlines. Away from the mainstream media eye there is a growth of alternative and inspiring solutions to our impending climate crisis. Sitting between art and activism, performance and protest, this year’s festival is a chance to be part of artist led actions. www.artsadmin.co.uk

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16.07. – 17.08. The aim of this project is to re-think the city by recreating memories and meanings while simultaneously recovering the singular character of the places involved in it. We are also committed in stimulating the development of artistic work that carries out practices and forms of relation with the urban landscape and with the social tissue. www.transforma.org.pt

SUMMER ACADEMY MONTPELLIER 24.08. – 27.08. The partner institution Domaine d’O hosts the first summer academy in the frame of Imagine2020. Scientists, economists, philosophers, policy makers and NGO representatives will meet with interested artists across all disciplines to engage in a dialogue on global change. The Lab #1 will focus on forests and their importance for the worldwide ecological balance. www.domaine-do-34.eu


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Abonnieren Sie den Kampnagel Email Newsletter unter www.kampnagel.de.

MEDIENPARTNER:

FÖ R D E R E R :

Partner und sponsoren:

Team Internationales sommerfestival hamburg Künstlerische Leitung: Matthias von Hartz Künstlerische Mitarbeit: Angela Glechner Technische Leitung: Marek Lamprecht Produktionsleitung: Anne Leinberger Musikprogramm: Katharina Köhler, Thorsten Seif, Christoph Twickel Gestaltung Außengelände: Martina Stoian Öffentlichkeitsarbeit/Vertrieb: Mareike Holfeld, Sebastiano Mazzola, Sina Schröppel, Johannes Hahn, Luisa Moura Wiese, Judith Sander, Anja Rastetter, Edna Lüttmann, Anika Vaeth Produktionsassistenz: Kyra Lanman Produktion Konzerte: Angela Tautrims Künstlerbetreuung: Janne Callsen, Mirjana Mitrovic Technische Assistenz: Markus Schwarzer Ton: Karl-Heinz Schöppner, Pete Savill Bühne: Holger Duwe, Uwe Sinkemat, Carsten Wiese, Verena Sponagel Licht: Aga Ahmed, HW Ahrens, Henning Eggers Lichtgestaltung Außengelände: Carsten Sander Video: Mathias Hollaender Intendantin Kampnagel: Amelie Deuflhard Kaufmännischer Direktor Kampnagel: Jörn Sturm

IMPRESSUM Herausgeber: Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg T: 040 - 270 949 0, Mail: mail@kampnagel.de Intendantin: Amelie Deuflhard (V.i.S.d.P.) Kaufmännischer Direktor Kampnagel: Jörn Sturm Redaktion: Matthias von Hartz, Angela Glechner, Christoph Twickel, Mareike Holfeld Konzept, Bildidee Cover: anschlaege.de, Berlin, www.anschlaege.de Design: QUEENS DESIGN, Hamburg, www.queens-design.de Anzeigen, Druck: Cult Promotion

Musikprogramm:


SAISON 11/12

DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED

K ampnagel

NDR SINFONIEORCHESTER AUF K AMPNAGEL 25./26.11.2011 Silhouettenfilm von Lotte Reiniger mit der Originalmusik für großes Orchester von Wolfgang Zeller Stefan Geiger Dirigent

SIMON WILLS : THE STOLEN SMELLS OPER AUF K AMPNAGEL 04./05.02.2012 Thomas Hengelbrock Dirigent Dominique Mentha Regie

GERSHWIN MEETS R AVEL EIN AMERIK ANER IN PARIS 09./10.03.2012 John Axelrodt Dirigent Jean-Yves Thibaudet Klavier

Abonnement und Einzelkarten im NDR Ticketshop im Levantehaus, Mönckebergstraße 7, Hamburg, Tel. 0180 - 1 78 79 80**, Fax 0180 - 1 78 79 81**, E-Mail ticketshop@ndr.de, www.ndrticketshop.de *zuzüglich 10% Vorverkaufsgebühr; **bundesweit zum Ortstarif, maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz

ndrsinfonieorchester.de ndrticketshop.de

DAS ORCHESTER DER ELBPHILHARMONIE



INTERNATIONALES SOMMERFESTIVAL 2011