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1.1 Welche Institutionen sind an der Gestaltung der dualen Berufsausbildung beteiligt? Nennen Sie mindestens 3. Welche Funktionen üben Sie aus?

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1.2 Welche 4 Inhalte/Ziele sind vom Gesetzgeber verbindlich für die betriebliche Berufsausbildung vorgeschrieben? 1.3 Welche Gliederungsmodelle lassen sich grundsätzlich unterscheiden?

2.1 Wie heißen die 3 wesentlichen Aufgabenblöcke für den Ausbilder im Betrieb?

Bund: Ausbildungsordnung Land: Rahmenlehrpläne IHK/HK: Regelung, Beratung, Kontrolle der betrieblichen Ausbildung, Durchführung der Abschlussprüfungen Berufsschulen/ Schulbehörden: Kooperation, Abstimmung Betrieb(-sleitung) / Vorgesetzte: Ausbildungsbedarf, Anweisungen, Ausbildungsziele, Organisationsrichtlinien Ausbilder: bildet aus, vermittelt Fachwissen, organisatorische und erzieherische Aufgaben

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Vermittlung von berufl. Kenntnissen und Fertigkeiten Erwerb von Berufserfahrung Erzieherische/pädagogische Verpflichtung zur charakterlichen Förderung

Lineares Modell (allg. berufliche Grundbildung Æ allg. Fachbildung Æ besondere Fachbildung) Verzweigtes Modell (nach allgemeiner Fachbildung) Verzweigtes Modell (nach allgemeiner beruflicher Grundbildung)

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Fachliche: fachgerechte Unterweisung, Vermittlung aktuellen Wissens Erzieherische: menschliche Förderung, Vorbildfunktion, Orientierungshilfe Organisatorische: Planung, Steuerung, Koordinierung mit Berufsschule

2.2 Welche „Kompetenzen“ braucht ein Ausbilder?

Fachkompetenz: Qualifikationsniveau, Berufserfahrung • Methodenkompetenz: Art u. Weise des Unterrichts, Lehr- und Lernmittelmethoden, sachliche Gliederung • Sozialkompetenz: guter Umgang mit Menschen, Menschenkenntnis, trotz Problemen Lösungen erzielen, Konflikte lösen Er gewinnt: • Fachliche Autorität • Persönliche Autorität Er hat dadurch: • Formale Autorität

2.3 Welche Merkmale für die Ausübung des Ausbilderberufs sollten vorhanden sein?

Persönliche Eignung: • Keine Verstöße gegen das BBiG • Keine Verstöße geben das JArbSchG • Keine charakterliche Gefährdung • Keine sittliche Gefährdung • Keine körperliche Gefährdung • Keinen sonstige Gefährdung Fachliche Eignung: • Berufliche Fertigkeiten und Kenntnisse • Berufliche Erfahrung • Rechtsgrundlagen • PL, Durchführung, Grundfragen der Berufsbild. • Der Jungendliche in der Ausbildung


3.1 Was verstehen Sie unter „Sozialisationsprozess“ im Rahmen menschlicher Entwicklung?

Zusammenspiel von Umwelt und Erziehung. Lernen von und in Beziehungen(Familie, Freunde, Schule). Verinnerlichung von gesellschaftlichen Normen, Werten und Denkweisen. Entwicklung der Persönlichkeit aufgrund der Interaktion mit der Umwelt.

3.2 Nennen Sie 4 typische Merkmale/Verhaltensweisen der Frühpubertät und der Spätpubertät:

Frühpubertät (12-14 Jahre): • Wachstumsschub ändert die Gestalt, Motorik wird gestört. • Leistung unterliegt Schwankungen • Seelische Vorgänge rücken in den Vordergrund • Erlebnishunger ist stark (ausloten von Grenzen) • Das Abstrakte beginnt das Konkrete zu verdrängen • Verhalten erschwert Umgang mit Autoritäten

Und was sollte ein Pädagoge berücksichtigen?

Spätpubertät (14-17 Jahre): • Gestalt und Verhalten werden immer harmonischer • Eigene Vorstellungen bilden sich u. werden geäußert • Vorbilder werden gesucht • Bindung zur Familie wird gelockert • Umgang mit Gleichaltrigen wird wichtiger Jugendliche sind sehr emotional, der Pädagoge sollte darauf Rücksicht nehmen. 3.3 Was ist Irreversibilität im Rahmen der menschlichen Entwicklung?

4.1 Nennen Sie wesentliche Beweggründe etwas zu lernen:

Irreversibel (nicht umkehrbar). Die Entwicklung ist durch Hemmungen störbar, kann aber nicht im rückläufigen Sinne erfolgen. Eine verpasste, wichtige Entwicklung, die in der entsprechenden Entwicklungsphase nicht durchlaufen/verpasst wurde, ist nicht oder nur sehr schwer kompensierbar. z.B.: hat ein Säugling keinen Hautkontakt und körperliche Nähe zur Mutter, kann er nie Urvertrauen entwickeln. •

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Das zu Lernende ist für die Arbeit notwendig Æ rationales Motiv Das zu Lernende ist jetzt oder später nützlich Geistige Bereicherung, Horizonterweiterung, Steigerung des Selbstwertgefühls Es gibt Sicherheit, Urteilsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit Freude, allgemeines Interesse Forderung durch z.B.: durch die Eltern, Ausbilder

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Pole: Angst vor Misserfolg vs. Hoffnung auf Erfolg Skala: Viel zu leicht vs. Viel zu schwer

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4.2. Erklären Sie das Prinzip der Leistungsmotivation und wie wird es pädagogisch eingesetzt?

Bei restriktiven Menschen: Aufgabe nur unwesentlich über Mittelmarke setzten, da sonst Demotivation einsetzen kann, wenn die Aufgabe zu schwer ist. Æ kein Lernprozess, Azubi könnte sich verweigern, Angst vor Misserfolg Bei positiven Menschen: Aufgabe weit über Durchschnitt ansetzen. Sonst Demotivation durch Unterforderung. „Das richtige Maß an Lob und Kritik führt zum richtigen Anspruchsniveau, zu gesundem Selbstvertrauen“


4.3 Was verstehen Sie unter Lerndisposition?

Bedingungen, die das Lernen fördern oder abschrecken können: Motivierende / fördernde Bedingungen • Verstärkung durch Lob • Erfolgsantizipation • Berücksichtigung der individuellen Interessen • Ziele auf die Eigenart der Jugendlichen abstimmen • Beteiligung an Planung und Durchführung • Aspektreiche Darstellung des Sachverhaltes Abschreckende Bedingungen • Schmerz • Angst, Furcht • Erniedrigung • Langeweile • Körperliches Unbehagen

5.1 Was ist die häufigste Lehrmethode der Berufsausbildung?

Die Unterweisung. Ziele: • Vermittlung des allgemeinen beruflichen Grundlagenwissens • Praktische Einführung in die berufliche Tätigkeit • Vermittlung des allgemeinen und speziellen betrieblichen Fachwissen • Auseinandersetzung mit dem Gelernten • Entwicklung geistiger Aktivität und der beruflichen Tätigkeit • •

6.1 Welche Definitionen des Lernens kennen Sie und wie heißen die Lernbereiche?

Lernen = Wechselwirkung Subjekt ÅÆ Umwelt Lernen = Anpassung der Anlagen an die Erfordernisse der Umwelt • Globale Fähigkeit des Individuums sein Verhalten ständig ändern zu können / zu ändern • Lernen bewirkt eine nachhaltige Verhaltensänderung • Lernen durch Umwelt- und Personeneinflüsse führen zu einem Lernergebnis Die 3 Lernbereiche: kognitiver, affektiver, psychomotorischer

6.2 Stufen des Lernprozesses

1) Wahrnehmung über die Sinne 2) Das Wahrgenommene wird bewusst 3) Der Eindruck wird verarbeitet 4) Das Ergebnis wird eingeprägt

6.3 Was kennzeichnet das Modellernen und wie bewerten Sie den pädagogischen Nutzen?

• Nachahmen/kopieren von Verhaltensweisen • Muster übernehmen • Im positiven Sinne wie auch im negativen Sinne Sehr ökonomische Weise zu lernen (nicht Zeitaufwendig). Der Mensch behält über 90 % dessen was er selbst tut.

7.1 Was verstehen Sie unter beruflicher Eignung?

Anforderungsprofil des Bewerbers: Summe der fachlichen und persönlichen Qualitäten, Schnittmengen der „Anforderungen des Berufes“ mit der „Begabung des Bewerbers" Festgestellt wird das durch: Einstellungsgespräche, Zeugnisse, Probezeit.

7.2 Nennen Sie die 5 wesentlichen Kriterien für die Auswahl von Auszubildenden:

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Fachliche Eignung (ein Verständnis für Fachgebiete) Berufsmotivation Bereitschaft Neues, Anderes zu lernen Leistungsbereitschaft Bereitschaft zur Zusammenarbeit


7.3 Wann ist der Einsatz von standardisierten Tests zur Feststellung der beruflichen Eignung sinnvoll? 8.1 Welche Vorteile ergeben sich aus Lernzielformulierungen?

Tests sind sinnvoll zur Vorauswahl von vielen Bewerbern und zur Feststellung bestimmter, für den Beruf wichtigen Kenntnisse oder Fertigkeiten. • • • • • •

8.2 Wie werden Lernziele gegliedert? 8.3 Wie sollen Lernziele formuliert sein?

9.1 Anpassung der Berufsausbildung

Unterricht wird bewusster und damit effektiver geplant und durchgeführt (Inhalt, Zeit, Methode, Medien) Lernfortschritte lassen sich besser kontrollieren und bewerten Definierte Lernziele lassen eine weitgehend gleiche Ausbildung von versch. Ausbildern zu lernen Die Lernenden haben eine Vorstellung von dem, was sie lernen sollen und sind besser motiviert Unüberschaubares und Unabsehbares (oft Ursache von Desinteresse) werden vermindert Prüfungen, die an Lernzielen orientiert sind, verlieren weitgehend den Charakter des Ungewissen

Richtziele Æ Groblernziele Æ Feinlernziele • • • • •

Weg beschreiben, mit Inhalten füllen Das Verhalten des Lernenden am Ende des Lernprozesses beschreiben Möglichst Konkret und präzise sein Roten Faden/Struktur liefern Angeben unter welchen Bedingungen gelernt wird und wie Lernerfolg gemessen wird

Durch neue Technologien und berufliche Inhalte entstehen höhere geistigere Anforderungen und auch geringere körperliche Belastungen. Es entstehen neue organisatorische Strukturen. Dadurch verändern sich die Anforderungen an die Facharbeiter. Æ Forderungen aus den Fachbereichen: • Lernfähigkeit • Transferfähigkeit • Teamfähigkeit • Eigeninitiative • Systematisches, analytisches Vorgehen • Selbstständige Arbeitsplanung • Verantwortungsbereitschaft Æ gestiegene Anforderungen an die Ausbildung! • Vermittlung neuer Inhalte • Verstärkte Förderung von Schlüsselqualifikationen

9.2 Nennen und erklären Sie die Schlüsselqualifikationen

Schlüsselqualifikationen sind fachunspezifische, berufsübergreifende Fähigkeiten (soft skills) Æ Organisation und Ausführung der Arbeitsaufgabe: • Zielstrebigkeit • Genauigkeit • Systematisches Vorgehen • Organisationsfähigkeit • Koordinationsfähigkeit

Æ Kommunikation und Kooperation: • Kooperationsfähigkeit • Offenheit • Einfühlungsvermögen • Kundenorientiertes Verhalten


Æ Anwenden v. Lerntechniken u. geistigen Arbeitstechniken • Einsatz von Lerntechniken • Abstrahieren • Transferfähigkeit • Denken in Systemen Æ Selbständigkeit und Verantwortung • Mitdenken • Zuverlässigkeit • Selbstkritikfähigkeit • Eigene Meinung vertreten • Umsichtiges Handeln Æ Belastbarkeit • Konzentrationsfähigkeit • Ausdauer • Frustrationstoleranz • Umstellungsfähigkeit Die Berufsausbildung ist Teil eines Gesamtbildungssystems, welche Grundsätze sollten sie folgen? (nennen und beschreiben) Welche Formen betrieblicher Bildung kennen Sie? (nennen und beschreiben)

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beinhaltet funktionale und intentionale Erziehung fördert Erziehung zu mündigen Staatsbürgern berücksichtigt die Forderung der Leistungsgesellschaft folgt Qualifikationsanforderungen v. Wirtschaft u Gesellschaft

Ausbildung: Berufliche Erstausbildung - gesetzlich anerkannt (Prüfung) - Ordnungssystem/Regelwerk - Unterscheidung in Umschulung und Anlernberufe Weiterbildung: - Anpassungsqualifizierung auf Grund technologischer, wirtschaftlicher, sozial / kultureller Veränderung - Aufstiegsqualifizierung (z.B.: Meister) Fortbildung : - Management-Fähigkeiten - Führungswissen / Verhalten - Persönlichkeitsförderung

Warum sind Schlüsselqualifikationen für den beruflichen Erfolg von großer Bedeutung?

Durch die zunehmende Komplexität der zu erledigenden Aufgaben und die daraus erwachsende Notwendigkeit der Zusammenarbeit (Teamfähigkeit) gewinnen die Lernziele im affektiven Bereich mehr und mehr an Bedeutung. (weniger körperliche Arbeit, mehr geistige Arbeit)

Was verstehen Sie unter menschlicher Entwicklung? Was sind ihre wesentlichen Bestimmungsgrößen?

Entwicklung ist ein Zusammenspiel von: - Umwelteinflüssen (Lernvorgänge), die sozial-kulturelle Seite - und Erbanlagen (Reifungsvorgänge) die organisch-leibliche Seite Î Diese führen zur Persönlichkeit. Merkmale menschlicher Entwicklung: - Differenzierung: Entwicklung vom Allg. ins Differenzierte - Integration: Zuordnung von Einzelheiten in Gesamtprozess - Zentralisation: Herausbilden von bestimmten Fähigkeiten - Selektivität: man nimmt nur wahr, was man wahrnehmen möchte - Kanalisierung: Einengung der Möglichkeiten - Irreversibilität: nicht umkehrbar - Verfestigung: versteifen von Körper und Geist

Welcher Zusammenhang besteht zwischen MethodenMix und Merkfähigkeit?

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Hören 20 % Sehen 30 % Hören und sehen 50 % Reden 70 % Selbst tun 90 %

Æ merken


Methodenmix: Kombination von verschiedenen Lernmethoden erhöht die Merkfähigkeit. - Medien (Dias, Filme, Power Point, Folien, …) - Ansprechen verschiedener Sinne (je mehr desto besser) - Kein stupides Auswendiglernen des Stoffes (*g*), sondern entdeckendes Lernen Æ Modelllernen - Lernen durch Einsicht Was soll die Unterweisung am Arbeitsplatz vermitteln und welche Prinzipien sollten dabei berücksichtigt werden? (min 5)

Ziele: -

Vermittlung des allgemeinen beruflichen Grundlagenwissens Praktische Einführung in die berufliche Tätigkeit Vermittlung des allgemeinen und speziellen betrieblichen Fachwissens Auseinandersetzung mit dem Gelernten (Entwicklung geistiger Aktivität in der beruflichen Tätigkeit)

Prinzipien der… - Aktivität - Anschauung - Praxisnähe - Jugendgemäßheit - sachlichen Richtigkeit - Aktualität - Erfolgssicherung Nach welchem Modell soll die Unterweisung am Arbeitsplatz durchgeführt werden? (Methode nennen und beschreiben) Pädagogische Grundsätze?

Vier-Stufen-Methode der Unterweisung 1. Stufe: Vorbereiten (Sachen, Person) - Wie werden Sachen / Personen vorbereitet? - Was / wer wird vorbereitet - z.B.: Motivieren, Kernziele, Anschauungsmaterial 2. Stufe: Vorführen (Vormachen / Erklären durch den Ausbilder) - Inhalt der Unterweisung Kernpunkte: Stichworte, Fachbegriffe - Genaue Beschreibung des Ablaufs - - z.B: Information, Vermittlung von Einsicht, Festigung des Kerninhaltes 3. Stufe: Ausführen (Nachmachen durch den Auszubildenden) - Nachmachen mit Nacherklären - Überwachung des Ablaufs (Richtigkeit) - z.B.: Vermittlung der Fähigkeit, selbst tun, einüben, Beobachtung der Arbeitsweise 4. Stufe: Auslauf (Übung bis zur Beherrschung der Fertigkeit) - Üben (mit wachsender Selbstständigkeit) Einüben der Arbeitsqualität, Einhalten des Arbeitstempos, Selbstkontrolle - z.B: Selbstständigkeit, Beherrschung der Fertigkeit Pädagogische Grundsätze: Prinzip der Aktivität der Auszubildenden Prinzip der Anschauung Prinzip der Praxisnähe Prinzip der Erfolgssicherung Prinzip der Jugendgemäßheit Prinzip der sachlichen Richtigkeit

Was sind die Vorteile der dualen Ausbildung? (min 4)

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Vermittlung von Können und Wissen Große Breitenwirkung Hohe Anpassung an die technisch wirtschaftliche Entwicklung (Praxisbezug) Schnelle Umsetzung des Qualifikationsbedarfs (Aktualität) Erleichterung des Übergangs Schule – Beruf


Was ist Ausbildender, was Ausbilder? Beschreiben Sie die Funktionen.

Aufgaben Ausbilder: Fachliche ÆFachgerechte Unterweisung Erzieherische Æ Menschliche Förderung, Vorbild Organisatorische ÆPlanung, Steuerung Ausbildender (Betrieb): Bildet persönlich aus und ist deshalb gleichzeitig Ausbilder ODER Bildet persönlich nicht aus. Er beauftragt Ausbilder / Ausbildungsleiter

Welche Lernbereiche kennen Sie? Formulieren Sie je ein Lernziel als Bsp.

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Beschreiben Sie die Begriffe Didaktik und Methodik!

Kognitiver Lernbereich (Wissen) Bsp: Bestellabwicklungsprozess (Wissenszuwachs) Psychomotorischer Lernbereich (Fertigkeiten) Bsp: Motor zusammenbauen können Affektiver Lernbereich (Einstellungen) Bsp: Teamfähigkeit

Didaktik: - Theorie des Lernen und Lehrens (Ziele, Inhalte, Methoden, Hilfsmittel usw.) - Frage nach dem „Was“ – also für die Zielbestimmung und Inhaltsauswahl des Lernens bzw. Lehrens. Methodik: - Frage nach dem „Wie“ des Lehrens –also nach den Wegen, Verfahren, Hilfsmitteln usw.

Was versteht man unter dem pädagogischen Grundprinzip „Erfolgssicherung“?

DAS PRINZIP DER ERFOLGSSICHERUNG Im Dienste dieses Prinzips stehen die Unterweisungstechniken üben, wiederholen und feststellen von Leistungen.

Was kennzeichnet das Lernen durch Versuch + Irrtum und wie bewerten Sie den pädagogischen Nutzen?

Lernen am Erfolg (Versuch und Irrtum) - möglichst feste umrissene Probleme –„Fälle“- aus der Betriebspraxis dem Auszubildenden stellen - ihn bei der Bearbeitung möglichst selbständig vorgehen lassen - bestenfalls Irrwege, die sich als Dauerfehler festsetzen könnten, verhüten - Frustrationen, die zu einem Abbruch der Bemühungen führen könnten vermeiden - den Auszubildenden bei seiner Suche nicht durch voreilige Lösungsvorschläge oder durch zusätzliche Informationsberieselung stören Die Lösung ist unbekannt: sie ist vom Probieren abhängig, u. U. vom so genannten Zufall. Diese Lernform ist sehr motivierend, da die einzelnen Lernschritte selbst „entdeckt“ werden, sie prägen sich dadurch auch sehr gut ein und werden lange behalten. Andererseits kann sie auch sehr unökonomisch sein, wenn lange Irrwege durchlaufen werden oder die Lösung nicht gefunden werden kann. Hier muss der Pädagoge behutsam eingreifen, um den positiven Effekt zu erhalten. Die Lösung ist an Verstehen, Durchschauen und Einsicht gebunden. Diese Aufgaben hängen ab von der Klarheit der Situation und der intellektuellen Reife.

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