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Stilecht

Beim Wühlen kommt der Kick

in die Hose beim Blick auf den Preis. Die Inhaber der

zer auch. Fachwissen und Spass an den Objekten haben

Kleinbasler Designbutik erklären: Die zusammensteck-

sich mit den Jahren gegenseitig vermehrt.

baren Kerzenständer sind im Brocki sogar teurer. Dabei

Mirella und Beni erkennen Trendiges auf Flohmärk-

sind diese hier frisch aus Berlin. Ausgewählt, poliert,

ten durch schmierig-schwarze Schmutzschichten hin-

arrangiert.

durch. Das ist der Kick an der ganzen Sache: Das Auf-

Wer den Raum betritt, sieht erst mal bunt. Bunt und rund

Weihwassergefüllte Madonnenstatuen, deren Kleider

stöbern von Kostbarkeiten, wo sie kein Mensch erwartet.

und Plastik. Der Laie staunt und lacht. Der Kenner an-

sich in romaneske Plastikfalten legen, schmachten vom

Beim Wühlen im Ramsch gerät der Herzschlag plötzlich

erkennt.

Regal. Aufgestöbert auf einem Flohmarkt, als wunder-

aus dem Takt. Das Jagdfieber erwacht. Seine Symptome:

schön erkannt und ins Sortiment aufgenommen. Dane-

Nervöses Glitzern in den Augen, kaschiert von gelang-

ben Eierbecher, plastik-orange.

weilter Coolness bei der Frage nach dem Preis.

Alles echt aus den Fünfzigern, Sechzigern, Siebzigern. Alles echt Style. Alles echt nicht nötig, aber alles Liebe auf den ersten Blick. Jedenfalls für Beni und Mi-

Längst verkauft ist der Orbit-Stuhl, das ist der mit den

Das Fieber geben Beni und Mirella in ihrer Design-

rella, die sämtliche Objekte ihrer Designbutik auch im

organischen Formen. Ein Geschwür von einem Stuhl,

butik mit den Objekten weiter. Wer sich in eines verliebt

eigenen Wohnzimmer aufstellen würden. Und das auch

sagt Beni. Seine Hände beschreiben aufregende Kurven

hat, ist verloren. Alles passt zusammen. Linderung ver-

tun. Zum Beispiel die Vase aus Glas mit dem pinkfar-

in der Luft. Ein Japanerherz ist diesen Formen einst ver-

schafft in leichten Fällen ein Blick auf www.desginbu-

benen, tropfenförmigen Einsatz, in der gerade mal zwei

fallen. Mirella und Beni haben das unverpackbare Ding

tik.ch. In schweren Fällen, und das sind die meisten, hilft

Blumenstängel Platz haben. Oder die Lampe: Der Sockel

verpackt und zur Post geschleppt. Zu sperrig, zu schwer.

nur eins: Ruhig Blut bewahren und feilschen.

aus orangefarbenem Plastik, wie es sich gehört. Oben

Auspacken, Füllmaterial abwägen, wieder einpacken.

drauf wieder tropfenförmiges Glas, gefüllt mit Wasser.

Messen, stopfen, streiten. Entnervte Dame am Schalter.

Im Wasser durch das Wasser psychedelisch vergrösserte

Beni und Mirella schweissgebadet.

Stofflilien. Auf Knopfdruck leuchtend unter Strom.

Der Aufwand war gross. Aber es hat sich gelohnt,

Kundenherzen schlagen höher beim Anblick der Ta-

irgendwie. Nicht des Geldes wegen. Aber der Japaner

schen, der Tassen, der Telefone. Rutschen manchmal

wurde glücklich durch den Handel. Die beiden Schwei-

Text: miriam.glass@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Beim Landen nimmt uns die Industrieromantik mit

Barbecue, leichte Kleider und die Gassen voller Leute:

qualmenden Schloten die Sicht. Wohin jetzt? Die Reds

Wär‘s zehn Grad wärmer glaubte man sich an der Costa

wollen wir nicht sehn, denn das Unentschieden gegen

Blanca. Doch schon packt eine kalte Atlantikwindböe

Generika gegen Reisefieber

Basel ist noch nicht verdaut und Anfield Kop jagt uns

den Sommernachtstraum und bläst in tiefe Ausschnitte

Todesangst ein. Never mind, denn Liverpool hat mehr

und unter mini Minijupes. Vor einem der zahlreichen

Wir haben gestern mit dem Schätzeli einen fetten Hum-

zu bieten als Fussball und tote Beatles. Einst zur Pop

Clubs reihen wir uns manierlich in die Warteschlange.

mer gegessen. Jetzt sodbrändelts im Magen. Nicht weil

Capital of the World erkoren, kürzlich zur europäischen

das Tierchen schlecht war, nein, weil wir fast pleite sind

Kulturhauptstadt 2008 gewählt. Ätsch Oxford.

TripTipp

Am nächsten Morgen sind die meisten Kotzspuren und alle abgebrochenen Highheels weggefegt. Also los.

und uns die Arbeitskollegin mit Reisefieber angesteckt

Wir besteigen mit dem Schätzeli den doppelstöcki-

Shopping. Wir wählen gezielt: «Open», die Topadres-

hat. Mit käsigem Gesicht und säuerlichem Mundgeruch

gen Bus zum Hafen. Hier, am Ufer des Mersey, begann

se für In-Ware, mit zweijähriger déjà-vu-Garantie für

gehen wir anstatt zur Arbeit in die Bar, bestellen ein

einst Liverpools Aufstieg. Import von Rum, Zucker und

Schweizer. Ein junger DJ begrüsst uns mit Elektropop.

Grosses. Auf dem Tresen liegt eine Postkarte mit dem

Baumwolle und Handel mit Sklaven aus Afrika. Gleich-

Wir schlendern um gläserne Vitrinen, in denen kostbare

Aufdruck sodbrand. Wir lesen.

zeitig mit der Auflösung des Kolonialreichs ging‘s berg-

Kleider liegen. Ich lade das Schätzeli im ersten Stock ab

ab. Arbeitslosigkeit, Streiks, Slums in Hafennähe. Die

und fahre mit der Rolltreppe in den zweiten. Eine Stunde

Generika gegen Reisefieber

riesigen Lagerhallen aus Backstein standen lange leer.

später und 300 Pfund ärmer sitzen wir im Egg Kaffee vor

Wer kein Geld hat, sein Reisefieber mit einem Südsee-

Heute beherbergen sie Museen, Boutiquen, stylische

einer Suppe. Ein Pfund fünfzig.

trip zu kurieren, für den gibt‘s jetzt die Alternative: Lau-

Lofts und Restaurants. Wir wollen in China Town essen

sige 60 Franken kostet das Flugticket von Basel nach

gehen, doch die Enten im Schaufenster schrecken das

Liverpool. Unser einziges Gepäck ist sodbrand. Erstens

Schätzeli ab. Im Pilgrim Pub gibt‘s Pints, Baked Pata-

um Oma eine Postkarte zu schicken, zweitens weil man

toes, Beef und eine geile Juke Box. Eine Mahlzeit und

bei easy jet keine Zeitung kriegt, drittens weil da drin die

drei Bier später: Vor der gestylten Tanzbar Modo‘s brut-

besten Reisetipps stehn.

zeln fette Burger auf einem überdimensionalen Grill.

Text: barbara.achermann@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Lily’s Birds of Paradise


LILY’S WWW.LILYS.CH


Jukebox

Zufallswiedergabe Revolution 1954, da war noch alles in Ordnung, Mutti. Aber dann: Tutti Frutti mit Lola, Lucille, Miss Lizzy und einigen mehr. Rund um die Uhr rockte es, eine ganze Generation machte sich auf, rollte über Beethoven hinweg, hatte Spass, Spass, Spass und zwar so viel, dass gewisse sogar zurück in die UdSSR gingen. Das Ganze wurde zu einem wahren Spaziergang auf der wilden Seite, von der Sympathie für den Beelzebub bis hin zum Rock‘n‘rollSuizid. Aber den meisten wies Rauch über dem Wasser den Weg oder der Flipperkastenzauberer verzauberte sie mit einer wilden Lust nach Leben. Darum wollen auch wir ignorieren, dass es nur Rock‘nroll sein soll und ihn trotzdem mögen.

Text: dominique.rudin@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Gesammeltes Fieber 1-220

zusammen. Briefmarken, Gartenzwerge, Teddybären

lässt. Und mit einem sackgeilen Groove, der auf jeden

oder Versionen von «fever».

Musikstil passt, von Blues über Soul über Rock‘n‘Roll

Cats were born to give chicks fever Die Frage muss

über Country und Big Band über Funk über House über Hip-Hop über Reggae bis zum Chanson.

Fever till you sizzle

deshalb lauten: Warum, bitte, wird dieser Song immer wieder neu eingespielt seit Little Willie Johns Origi-

No one can love you the way I do Wahrscheinlich ha-

You give me fever Alte Schuhe, Scherenschnitte oder

nalaufnahme von 1956? Und warum versuchen sich so

ben und hatten die Musiker das Gefühl, die endgültige

Scheidungsurkunden darf man erklärungslos sammeln.

bekannte Musiker wie James Brown, Elvis Presley, Tina

Version von «fever» sei noch nicht aufgenommen (die

Aber einen Song? Und dann auch noch «fever»?

Turner, Joe Cocker, Elvis Costello, Suzi Quatro, Sarah

schlechteste von allen allerdings auch noch nicht...) Und

Was, bitte, bringt einen normalen Mitteleuropäer

Vaughan, Shirley Horn, Neville Brothers, Nina Hagen,

weil Musiker die Herausforderung lieben, wird es wei-

dazu, Tage vor dem Bildschirm zu verbringen auf der

Caterina Valente, Isaac Hayes, Quincy Jones, Buddy

terhin immer neue Coverversionen von «fever» geben

Suche nach Jim Morrisons Version? Oder dazu, die

Guy, Jim Morrison, David Cassidy, Tom Jones, Boney

- Pannen, Perlen, Pleiten, Peinlichkeiten. Und die muss

Haare und beinahe den Verstand zu verlieren wegen

M., Madonna, T-Bone Walker, Amanda Lear, Chaka

man einfach sammeln. Es ist also ganz normal, wenn

des nicht auffindbaren Grateful Dead-Bootlegs? Oder

Khan, The Grateful Dead, Peggy Lee, Johny Guitar

ein normaler Mitteleuropäer alle Versionen von «fever»

dazu, den Pöstler zu umarmen, der die CD bringt mit

Watson, Brian Eno, The Jam, Herbie Mann etcetera an

sammelt - ausser, er tut es...

der Version auf dem letzten (und himmeltraurigen) Kon-

«fever» - und warum können es die unbekannten nicht

zertmitschnitt von Elvis? Und wenn schon leicht skurril:

lassen?

Now you‘ve listened to my story Auf www.rintelen.ch gibts eine Liste mit den über 220 Versionen, die der nor-

Warum kann man sich nicht wie jeder andere normale

Be it Fahrenheit or Centigrade Vielleicht weil «fe-

male Mitteleuropäer bislang gesammelt hat. Sachdienli-

Mitteleuropäer mit 30 «fever»-Fassungen begnügen -

ver» einfach ein quintessentieller Rocksong ist. Mit ei-

che Hinweise auf noch unbekannte Fassungen seien im

warum müssen es über 200 sein?

ner simplen, eingängigen Melodie. Mit einem belanglo-

Voraus verdankt.

What a lovely way to burn Die Frage ist berechtigt.

sen Text, der sich problemlos ins Französische («39° de

Sie vertauscht jedoch Ursache und Wirkung. Denn der

fièvre» oder «docteur»), Spanische («fiebre»), Deutsche

Sammler schafft nichts Neues, er trägt nur Vorhandenes

(«Fieber») oder ins Finnische («kuume») übersetzen

Text: christian.rintelen@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


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nicht raus. Nein, er fiebert nicht wirklich für etwas, er ist

burg stand als Ziel auf dem Schein – und was dann? Das

pensioniert. Nur fürs Schachspielen. Krank ist er auch

war Glück, meint er, dass sie, im letzten Moment, den

nicht, kein Fieber. Jaja, dieser Name, nur wissen Sie, der

Familiennamen noch abändern konnten, zu Fieber. Da

Bei Anruf Fieber

war ja immer normal. Eigentlich. Woher der kommt?

war Eduard sechs. Er erinnert sich gut, eigentlich. Ei-

Aus dem Waldviertel stammt seine Mutter – die Mutter?

gentlich? Eigentlich sagt er oft.

Kein Fieber in London, Paris ist auch total gesund und

Ich hake mich fest. Ja, das sei ja ein Zufall, der Vater

Ich habe vergessen zu fragen, wie er denn nun eigent-

ich treibe die Telefonauskunftstussis zu biestig verbiss-

hiess anders, sie hätten den Namen geändert im Jahr ‘45,

lich heisst, ohne Krieg, und jetzt sitze ich da mit dem

ner Verzweiflung. Ein Tipp bringt mich dann auf Wien:

zu Fieber, dem Namen der Mutter. Denn der Vater war

Telefonhörer und denke mir Namen aus, vaterlandsdeut-

Zwei Seiten Fiebers, erklärt mir die Tussi, was wissen

eigentlich Rumänendeutscher, aus Siebenbürgen, ge-

sche, verbotene. Eigentlich sei dieser Name normal für

Sie, Vornamen, Strasse? Nein, lesen Sie mir bitte einfach

nauer ein Moselfranke... - Geographie wirbelt wild um

ihn, keine Witze und keine Geschichten, nein gar nichts.

mal vor. Ihre Stimme wird grimmig, ich weiss, dass sie

mich, wo ist das? Immer schon gab‘s zum rumänischen

Normal? Nichts ist normal, wenn die Zeit nicht normal

gegen die Uhr auskunftet, soundsoviele Anrufe abferti-

Hauptwohnsitz auch eine Wohnung in Wien. Eduard ist

ist, und das ist sie selten. Ein Name, ein Schutzschild:

gen muss, doch ich will jetzt kein schlechtes Gewissen,

da geboren, solidestes Bürgertum, diese Familie.

Hier Fieber.

Headhunter

ich will jetzt nur Fieber. Bei E hab ich endlich Erbarmen,

Nur dann, die Zäsur: Ja, der Krieg hat halt alles durch-

ja, geben Sie mir Eduard, sage ich und ihr Abschied ge-

einandergebracht, ein Teil der Familie in Ungarn gestor-

friert in der Leitung,

ben, ein anderer Teil lebt in Kanada. Sie waren immer

«Fieber?» Die Stimme platziert ihn so jenseits der 60,

in Wien, die Familie Ebennichtfieber. Dann 1945: Sein

ich bin leicht enttäuscht. Nix mit gimme fever. Eduard

Vater wird als Vaterlandsdeutscher eingestuft. Ein Vater-

Fieber war Buchbinder, schöner Beruf, ist verheiratet,

landsdeutschvater war ein Problem, dieser Krieg hatte

hat einen Sohn und macht niemanden fiebrig. Er ist 65

alles total umgestülpt. Die Papiere, die gab es schon,

und hat sich da offenbar supergemütlich inmitten der

jetzt wird Eduard eifrig, fast fiebrig, ich schreibe mit:

echt Wiener Schleppsprache ruhig gebettet und will jetzt

Abtransport schon geplant. Auffanglager bei Regens-

Text: rea.köppel@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Weltnetz

de Manneskraft anbiete, tun es dreitausend Andere. Die

Weitere Möchtegerntarzans wimmle ich ab. Aber der

Nachrichten flimmern über den Bildschirm. Regula ist

gute Stinkfischlimann ist ganz herzig. Zahrte 19 und

mehr als bedient und ich weiter gefrustet. So ein Pech!

äusserst erfahren im virtuellen Sex. Bevor ich mir aber

Gefragt wäre nun, selber zur Tat zu schreiten. Ich

eine virtuelle Vagina wachsen lasse, täusche ich einen

versuch‘s mal mit – ... – nein. Ich versuch‘s eben doch

Computerabsturz vor. Armes spätpubertäres Lustopfer!

«Scheiss Frauen!!!» Jaja, ich weiss... Ist natürlich gar

nicht. Passivlesend vergeht mir jede Lust. «Frauen klickt

Habe beinahe ein schlechtes Gewissen. Und bin genau

nicht wahr. Aber wieso klappt es denn nicht mit der

mich einfach! BITTEEE!», schreibt «Sperma(nn)» und

so eine arme Sau!

geilen Amanda aus Allschwil? Rausgeschmissen hat

ich begreif, wie es läuft. Die männliche Lust überwiegt.

Eigentlich wär‘s das nun ja gewesen. Eigentlich. Aber

sie mich! Gerade als ich endlich meine Finger an ihrem

Was sich da im Chatroom trifft, ist eine richtige Selbst-

irgendwie hab ich jetzt doch Lust auf mehr. Franco ist

Speck hatte.

hilfewixgruppe. Wie hätte es auch anders sein sollen.

zurück. Auf der Jagd nach Cybermuschis. Das Profil:

Lieber wieder abschalten!

«Kraftbolzen». Aber im Chat läuft nichts mehr. Stink-

Fick mich in Allschwil BL

Ich lehn mich zurück, leg die Füsse auf den Schreibtisch und schalt den Computer an. Um bessere Gesell-

Doch erst will ich etwas ausprobieren. Ich schlies-

fischli hat den Ort frustriert verlassen, die anderen sind

schaft zu finden. Ein Pseudonym ist gefragt. Mit Profil.

se das Chatfenster, wechsle mein Geschlecht und bin

verstummt. – Doch dann! Dann erscheint plötzlich eine

Ich seh die Liste durch. «Maurizo: spürt den Frühling».

als «Jane: 17, wo ist mein Tarzan» zurück. Los geht’s!

«Amanda: fick mich in Allschwil BL» auf dem Bild-

Nicht schlecht. Oder: «heute real fickER: suche noch ne

«Sperma(nn)» ist natürlich der Schnellste: <Sperma(nn)>

schirm…

nasse muschi». Schon etwas konkreter. Frauen? Da ist

ciao bella <Sperma(nn)> darf ich dein tarzan sein? >

eine «jungfrauM21» aus dem Rheintal. Und eine «devote Ehestute» ohne Profil. Auch ein Paar: «Jana und

ciao brutto <Sperma(nn)> hast du lust auf CS? > wie geht das? <Sperma(nn)> Cybersex <Sperma(nn)> wir

Jayjay: suchen eine sie oder ein Paar für real».

schreiben einander als hätten wir sex <Sperma(nn)>

Ich wähl «franco: 26» und klick auf «in Raum anmel-

also... > schreiben ist aber nicht so toll wie richtig

den». Erst passiert gar nix. Dann fragt eine Regula, ob

<Sperma(nn)> ja schon <Sperma(nn)> kann aber auch

sie jemand ficken mag. Bevor ich ihr meine ausdauern-

geil sein <Sperma(nn)> woher kommst du?

Text: claudio.miozzari@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Malerin Simona Deflorin

Ausgewählte Litertaur

Buchhandlung D’Souza


Buchhandlung D’Souza Gerbergässlein 32 4051 Basel Telefon & Fax 061-261 12 00 buchhandlung-dsouza@web.de www.dsouza.page.ms

Öffnungszeiten Dienstag – Freitag 10.00 – 18.30 Uhr Samstag 10.00 – 1700 Uhr Montag geschlossen


Vergessene Epidemie

ria allgegenwärtig. Die Anopheles-Mücken, welche die

von den vorderen Plätzen der internationalen Gesund-

einzelligen Erreger der Malaria übertragen, schwirren

heits-Agenda verschwunden, denn die Bedrohung durch

ihnen nur so um die Köpfe – wahrscheinlich verärgert

Malaria ist in Europa nicht mehr spürbar.

Fiese Mücken

über das verhängte Flugverbot im Hotel. Jährlich werden

Es bleibt zu erwähnen, dass Stefan D. kurz nach

gemäss Schätzungen weltweit 300-500 Millionen Men-

seiner Rückkehr in die Schweiz unter seltsamen Fie-

Diesen Urlaub hat sich Stefan D. aber wirklich verdient,

schen mit Malaria infiziert und ungefähr zwei Millionen

berschüben zu leiden begann. Auch Kopf- und Bauch-

nachdem er sich in den letzten Wochen und Monaten

sterben daran. Betroffen sind vor allem Kinder in Afri-

schmerzen kamen dazu und er fühlte sich apathisch. Der

buchstäblich den Hintern aufgerissen hat. Morgen wird

ka. Aber man scheint sich mit der Krankheit abzufinden,

Hausarzt, über die Afrika-Reise nicht im Bild, erkann-

er abschalten, das Chaos im Geschäft hinter sich lassen.

selbst dort, wo sie am schlimmsten wütet. Schon der-

te die Symptome nicht und verabreichte eine Packung

Morgen wird er nach Kenia fliegen. Last Minute hat er

art lange lebt und stirbt man mit ihr. Ihre Erscheinung

Schmerzmittel. Nach weiteren fünf Tagen war der gut

gebucht und gepackt hat er auch schon: Den Reisepass,

ist so vertraut, dass man sie kaum noch wahrnimmt. In

genährte Europäer der Krankheit erlegen. Eine der fie-

die Kreditkarte, die neue Sonnenbrille von Armani, ei-

Westeuropa hingegen ist eher das Gegenteil der Fall.

sen Stechmücken hatte sich wohl über das Flugverbot

nen Stapel Hawaii-Hemden und natürlich die Badehose.

Die Malaria ist zunehmend in Vergessenheit geraten,

hinweggesetzt. Na dann...

So einfach ist das heute. Man ist ja schliesslich unkom-

nachdem sie Mitte des letzten Jahrhunderts vollständig

pliziert. In einer halben Stunde ist alles erledigt. Wegen

ausgerottet worden ist. Durch die Trockenlegung von

Krankheiten musste er sich auch keine Sorgen machen,

Sumpfgebieten und den Einsatz von Insektiziden sowie

denn «das Hotel steht unter Schweizer Leitung», wie

modernen Medikamenten gelang es, sich der Plage zu

ihm das hübsche Fräulein vom Reisebüro lächelnd ver-

entledigen. Doch das ehrgeizige Ziel der weltweiten Be-

sichert hat. Na dann…

seitigung von Malaria wurde nicht erreicht; und heute

Nicht unter Schweizer Leitung leben die afrikanischen

ist die Krankheit gar wieder auf dem Vormarsch. Mü-

Kinder in ihren Strohhütten gleich ein paar Kilometer

cken wie auch Erreger entwickelten Resistenzen gegen

landeinwärts hinter dem Hotel. Bei ihnen ist die Mala-

die angewendeten Mittel. Vor allem aber ist die Malaria

Informationen über Malaria und Tropenreisen: www. safetravel.ch

Text: nico.moser@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


F-word I

Fiebern Flirten Fangen Ferstecken, Finden Forwagen Fiebern. Fragezeichen? Ferstehen, Folgen Führen Ferführen. Fest Fergucken Ferlocken, Frechen Forstoss Fersuchen. Freuen Festsaugen Fauchen, Fiber Flattern Fibrieren. Finger Fingern Ferheddern, Fummeln Fiele Ferschlüsse. Fluchen Festhaken Fusseln, Fastzerrissen Fergeben. Forschen Freilegen Fühlen, Finden Fortasten Freestyle. Fordern Flachlegen Furchen, Feucht Ferborgen Ferträumt. Fighten Ficken Ferwackeln, Fassen Flutschen Ferspielt. Flaum Fersenken Ferlangen, Floaten Fallen Fersinken.

Text: rea.köppel@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #01 | Fieber | www.sodbrand.com


Ein Besuch sagt mehr als 1000 Worteâ&#x20AC;Ś

BAR


BAR zer alte Schmitti Untere Rheingasse 12 – 4058 Basel Telefon 061 681 02 90 So – Do 1600 – 0200 h Fr + Sa 1600 – 0400 h


F-word II

NachFiebern Fensteröffnen Frühmorgen. Füsse Frieren, Ferweilen. Frieden Faulenzen Feixen, Freundlich Finger Ferknoten. Fragen Fragen Ferschnaufen, Futsche Festplatte Flicken. Feige Floskeln Ferhindern, Fluchtreflexe Fergessen. Faseln Fortküssen, Freunde? Fielleicht. Frühstück, Feinsliebchen? Fein. Ferabschieden Fortgehn, Fogelfrei Fliegvorüber. Fast Ferschlafen. Ferflixt.

Text: rea.koeppel@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Sport

im Neuenburger Jura. Päuli und seine Konkurrenten sind

auch den vor ihm gestarteten Housi. Das weckt Jagdin-

überall dabei. Jagen Posten, jagen Punkte. Man kennt

stinkte! Päuli legt nochmals einen Zacken zu.

sich im OL-Land.

Päuli fetzt durch‘s Gebüsch

OL haben Housi und Päuli schon gemacht, als man

Während Hildi den roten Faden einzieht, befindet

das noch auf den normalen Landeskarten tat. Mittler-

sich Päuli auf der Idealroute zwischen Posten neun und

weile ist OL Hightech-Sport: Nylonstoff gegen Dornen,

Die Alten sind die Schlimmsten. Zähneknirschend ehr-

zehn: Zweige schlagen ihm entgegen, Dornen furchen

Spezialkarten mit jedem Wurzelstock drauf. Und die

geizig und vom täglichen Training abgezehrt pilgern

die Falten in seinem Gesicht noch tiefer. Er zieht eine

«SI-Card»: An Päulis Daumen ist ein roter Stift. Mit

sie an jeden Wettkampf. Mit den Senioren ist nicht zu

Grimasse, als er kurz inne hält, beugt sich keuchend über

dem wird gestempelt. Oder besser: Auf den werden die

spassen.

die Karte und stürzt sich ein paar Meter weiter in‘s Di-

Posten gespeichert. Im Ziel wird der Chip ausgelesen

ckicht. Housi ist wenige Minuten vor ihm gestartet. Es

und schon hat der Läufer Gesamt- und Zwischenzeiten

gilt, den alten Kollegen vom Lehrersemi einzuholen!

in der Hand.

Einer von ihnen ist Päuli (69). Seine rundliche Hildi (65) verdreht bloss die Augen, wenn man sie auf ihres Gatten sportlichen Ehrgeiz anspricht: «Er seckelt pau-

Dieses Jahr sieht‘s schlecht aus für Päuli. Er gehört

Zieleinlauf! Housi rennt einen Junior über den Hau-

senlos durch den Wald. Zu Hause ist er nie. Die Näh-

in seiner Kategorie zum alten Eisen. Seine Klassierung

fen. Päuli ist gleich hinter ihm. Sie sprinten, sie fighten.

maschine ersetzt mir den Mann im Haus!» Auch heu-

in der Punkteliste verletzt die paulschen Siegesgewohn-

Um Sekunden, um die Sprintehre. Ihre Gesichter ver-

te muss sie mit der Gesellschaft von Nadel und Faden

heiten. Aber aufgegeben wird nicht! Körper und Psyche

ziehen sich schmerzvoll. Innerlich jauchzt Päuli. Housi

vorlieb nehmen. Ihr Mann ist mit Kumpan Housi früh

kommen nicht ohne OL aus. Und es gilt trainiert zu blei-

ist geschlagen!

morgens losgefahren. An einen OL (Orientierungslauf)

ben! Denn nächstes Jahr ergibt sich für ihn die grosse

in der Ostschweiz.

Chance: Als junger Schnaufer. In der Kategorie H70.

Die Punkteliste ist Index und Hackordnung unter den

Zum zweitletzten Posten geht‘s nochmals den «Stutz

Fiebrigen. Je angefressener, desto mehr Punkte. Jedes

hinauf». Päuli gibt alles. Hechelt verbissen, kotzt sich

Wochenende gibt‘s ein paar zu ergattern. Heute in Frau-

aus. Die alte Pumpe läuft im roten Bereich. Keine Zeit zu

enfeld, morgen in Vaduz und nächste Woche irgend wo

rasten. Weiter oben hat er den Posten ausgemacht. Und

Text: claudio.miozzari@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


sicht von der bar/lounge in das restaurant


susu’s mix in der gerbergasse susu’s in der gerbergasse 73 in basel verbindet soupbar, lounge und restaurant in einem.

im takeaway-bereich unserer soupbar kann es ganz schnell gehen... muss aber nicht. zum schwelgen und geniessen laden lounge, bar und restaurant im ersten stock erst recht ein.

exzellentes essen, gute drinks und geschmackvoller sound in anregender atmosphäre - das entspricht susu’s philosophie.

hier sorgt angenehmes licht und unaufdringliche musik für entspannte, aber anregende atmosphäre.

in unserem lokal an der gerbergasse 73 sind wir mitten drin: sowohl im pulsierenden mittagstreiben wie beim gepflegten chill out.

unser angebot vebindet europäische und asiatische einflüsse und das sowohl im restaurant als auch in der lounge.

auf zwei stockwerken lässt sich das perfekt kombinieren:

vom barfüsserplatz einfach in die gerbergasse einbiegen und rechts halten.

restaurant bar/lounge takeaway

koordinaten susu’s gerbergasse 73 4001 basel falknerstrasse 52, 2. eingang. info@susus.ch www.susus.ch +41 61 261 67 80 öffnungszeiten mo - do: 08:30 - 00:00 fr - sa: 08:30 - 02:00 so: 11:00 - 18:00


Hausmittel I

Fieber - was tun? Wir kennen: Wadenwickel, auch Essigsöckchen genannt. Nicht gerade modisch, diese säuerlich stinkenden Lappen um die Beine. Ähnlich attraktiv sind Zwiebelsocken. Zwiebelringe in Taschentücher gewickelt, mit Heftpflaster verklebt, über Wasserdampf erhitzt, unter die Fusssohlen gebunden. Das ganze geht angeblich auch mit Eiweiss. Rutsch-flutsch. Igitt. Trendiger sind Halsketten im Super-Ethno-Öko-Style, die garantiert gegen Fieber helfen sollen: Man reihe Knoblauchzehen, Zwiebeln oder auch Rettichscheiben auf eine Schnur und hänge sich diese um den Hals. Anstecken kann man so jedenfalls niemanden mehr.

Text: miriam.glass@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Für sodbrand aus Leipzig

weit wie zur Uni, sagt Wencke. Doch der Weg ist weit.

so: Das Wetter kommt zu schnell. Und zu schrill. Mal

Vorbei an der Südbrause. Die Südbrause mutet um die

so, mal so. Nur flach. Wir können uns nicht festL.E.gen,

Jahrhundertwende an: Alter Schriftzug, Frauen in Ba-

kommen sie morgen wieder.

FieberbL.E.schen

dekL.E.idern, die jetzt wieder kopiert werden. Auf dem

Was so ein Buchstabe alL.E.s ausmacht. L.A. ist ein

ehemaligen Sprungturm frühstücken wir jetzt. (Klingt

westlicher SiedlungskuhfL.A.den. L.E. ein graues Ost-

L.E.ipzig: Ein graues Ostfunkelstück, wo wir literweise

irgendwie alL.E.s inszeniert, klingt nach Popromantik.

funkelstück. Funkelt los und hört nicht mehr auf. Wir

BrausetabL.E.ttenwasser trinken, um den –13.7 Grad

Klingt nach neuem Jahrtausend. Ist aber so. Ist so. Wir

funkeln mit und hören auch nicht mehr auf. Funkeln in

standzuhalten. L.E.cherlich. Die Stadt scheint aus Eis.

mögen das.) Wer wagt den Sprung ins kalte Wasser?

die tieferen Schichten und hören nicht mehr auf zu staunen. Atemlose Stadt. Frozen city.

Zehn Zentimeter auf den breiten Strassen, wir laufen,

So, genug jetzt. Fieber ist Hitze, Fieber ist dort wo es

wir eislaufen, rutschen auf alL.E.n Vieren, drehen Pirou-

brennt. Hier ist aber dort, wo es L.E.ise ist. Immer noch

Im Goldfisch gibt‘s gebratenen Goldfisch. Stimmt

etten und fragen uns, ob die Welt gerade anderswo ist.

im Goldfisch. Wencke sagt: Wenigstens ist das Licht

nicht. Stimmt nicht. KompL.E.xität auf dem Tisch. L.E.

EL- E. sagen sie hier, sagen wir. Selbstironisch: Si-

wieder da. Es war ein paar Monate lang weg. Die Stras-

ist die Summe alL.E.r Eigenschaften des Goldfisches.

birischer Wind in N.ostalgie. ----------------------------

senlampen im Osten L.E.uchteten in warmem orangem

Fiebern sie mit, steigen sie ein, dann gewinnen sie ein

Fr.ost. L.ost.----------------------------------------------------

Licht. Weniger Neon und weniger grell als anderswo.

Kilo Gold. Wenn Goldfische zuviel küssen, kriegen sie

------------------- Die Schornsteine tauchen auf zwischen

Um 15.30 Uhr ging‘s los. Und jetzt ist das Licht wieder

dann auch FieberbL.E.schen?

den L.E.uchtreklamen, wie Schiffe aus dem Nebel; - wo

da. Hell und breit und irgendwie weiter, als wenn immer

sind die L.E.uchttürme?

ein Berg dazwischen steht.

Warmes im Goldfisch. Gespritzter Weisswein heisst

Hier gibt‘s keine Berge, nicht einmal Hügel, aber im

hier WeissweinschorL.E. Wir gabeln Oliven und spieL.

Goldfisch gibt‘s den Blick aufs Kreuz. Eine Kreuzung

E.n Mikado. An die Wand wird ein Bild von einem Wald

im Punkerviertel (BL.E.ib doch noch eine WeiL.E., dann

projiziert. Wir müssen durch den Wald. Es ist fast ein

kreuzt der Punk) und zum See ist es gL.E.ich weit wie

bisschen wie im Märchen: Zum See ist es gL.E.ich

zur Uni, hat mal jemand gesagt. Jedenfalls: In L.E. ist es

Text: rhea.kyvelos@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


sodbrand #2 - Fleisch - erscheint Anfang September 2004 - informiert bleiben - www.sodbrand.com - Newsletter - Bilder - Archiv - Vorschau - mit alles und viel scharf!- sodbrand #2 - Fleisch - erscheint


Der Nächste bitte

Fleisch Ein zartes Gedicht in 30 hauchdünnen Tranchen erwartet euch: FLEISCH ist das Thema der zweiten sodbrandAusgabe. Wir servieren euch alles, was dazu gehört: Zartes und Sehniges, Knorpel und Filet. Für Vegis und Linienbewusste gibt‘s saftiges Fruchtfleisch. Aber sodbrand berichtet nicht nur aus dem Bauch und nicht nur über Geniessbares. Auch um Menschenfleisch und Blut wird es gehen, um das Leben und den ganzen Kosmos. In Bild und Text, zum Anbeissen und mit ganz viel scharf erscheint der FLEISCH-sodbrand Anfang Semptember. Bis dann! Die Redaktion

Text: redaktion@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Hausmittel II

Biersuppe Wenn Fieber Spass machen soll, dann gehen Sie statt zur Selbsthilfe-Gruppe in eine Fieber-Gruppe. Kennen Sie nicht? Gründen Sie eine! Mitglieder gewinnen Sie garantiert mit einer Einladung zum gemeinsamen Biersuppe-Essen. Biersuppe kennen Sie auch nicht? Das lässt sich ändern. Biersuppe ist einfach und schnell zubereitet, stark schweisstreibend und fiebersenkend. Dazu einen halben Liter Bier mit Butter aufkochen und drei Esslöffel Zucker dazu geben. 2,5 dl Milch und einen Eidotter verquirlen und langsam in die Suppe geben. Mit einer Prise Zimt würzen. Weitere Tipps für Grippemahlzeiten unter: http://magazin.orf.at/ktnmagazin/panorama/aufgekocht/stories/2024.

Text: miriam.glass@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Unser liebster Kapitalismus I

für uns: Der erste Schritt zur Verwirklichung der Utopie

te alle nicht. Irgendwann werden Sie dem Druck nach-

ist jener weg von der Arbeit. Wirklich Ihrer Zeit voraus

geben und kaufen. Aber eigentlich widerwillig. Oder

sind Sie, wenn Sie genüsslich arbeitslos sind!

Arbeitslosenprogramme: Als Arbeitsloser wird man in

So ähnlich sah es der amerikanische Nationalökonom

Beschäftigungsprogramme gesteckt, um Dinge herzu-

John Kennet Galbraiht, als er 1958 das «Schreckge-

stellen, die beim besten Willen keine Marktberechti-

Ich stelle mir eine utopische Gesellschaft vor. Stelle mir

spenst» Arbeitslosigkeit im Rahmen seiner ketzerischen

gung haben. Gebt diesen Leuten Geld! Kauft ihnen eine

vor, in der Hängematte zu liegen, während ein Roboter

Theorien anzweifelte. Sein Bestseller „Die Wohlstands-

Hängematte! Aber um Himmels willen verbietet ihnen,

diesen Text für mich schreibt, ein anderer Roboter mir

gesellschaft“ stellte die Frage, ob denn überhaupt noch

etwas zu produzieren.

eine Limonade bringt und ein dritter eine Geschichte

jemand die Erzeugnisse der ganzen geleisteten Arbeit

Ich behaupte: Eines Tages werden Politiker begreifen,

vorliest.

benötige. Er beschäftigte sich als erster öffentlich mit

dass sie ihren Wählern nicht Arbeitsplätze versprechen

der Frage, was wir mit unserem ganzen Müll anfangen

müssen. Aufgeklärte Menschen haben kein Bedürfnis,

sollen.

sich von früh bis spät abzurackern. Sie legen sich lieber

Das Ende der Arbeit

Spätestens die Kinder unserer Kinder werden nicht mehr arbeiten. Dann wird alles computergesteuert von

in den Garten und lauschen den Vögeln.

leiser Robo-Hand erledigt. Daran zweifelt niemand. Nie-

Galbraiht kam in seinen Studien zum Schluss, dass

mand kann sich das NICHT vorstellen. Aber wie kom-

wir in einer Maschine leben, die derart übersättigt ist,

Sie können schon morgen der Gesellschft etwas Gu-

men wir so weit?

dass ein Grossteil der Energie damit verpufft wird, neue

tes tun: Steigen Sie vom Bett direkt in die Hängematte

Die ökonomische Lehre kennt nur zwei Zustände, in

Bedürfnisse zu generieren. Zu deutsch: Wir alle arbeiten

um! Zischen Sie eine Limonade und geniessen Sie einen

denen sich der Mensch befinden kann: Musse und Ar-

zuviel. Wir produzieren einen riesigen Haufen Zeug. Das

Tag Utopie in der Wirklichkeit.

beit. In meiner Vorstellung von einer utopischen Ge-

nötigt uns dann dazu, zu kaufen, die Gebrauchsanleitung

sellschaft sind wir glücklich, wenn wir uns den ganzen

zu lesen, den Ramsch zu verwenden bis er endlich kaputt

Tag der Musse hingeben. Niemand hat das Bedürfnis,

ist, und ihn dann mühsam und teuer zu entsorgen.

sich abzurackern. Es besteht - und das ist der springende

Gucken Sie sich im Fernsehen einen Werbeblock an.

Punkt - hundertprozentige Arbeitslosigkeit. Folglich gilt

Wenn Sie ehrlich sind, WOLLEN Sie doch diese Produk-

Text: dionys. borter@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #0 | Fieber | www.sodbrand.com


................................

.............................................:Die Brutst채tte f체r frische Unternehmen in Basel:...


Neulich im Sinai

Lieber Gottes Fieber 14 Werdet ihr mir aber nicht gehorchen und nicht alle diese Gebote tun, 16 so will auch ich euch dieses tun: Ich will euch heimsuchen mit Schrecken, mit Auszehrung und Fieber, dass euch die Augen erlöschen und das Leben hinschwindet. 22 Und ich will wilde Tiere unter euch senden, die sollen eure Kinder fressen und euer Vieh zerreißen und euch vermindern, und eure Straßen sollen verlassen sein.

Text: 3mose26@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Humphrey Bogart. Und Winzigst-Absätze lassen unsere

kümmert. Trotzdem kaufen wir noch schnell die schi-

Füsschen heute aschenputtelartig erstrahlen. Ganz Muti-

cken braunen Wildlederstiefeletten oder das bunt be-

ge wagen sich an den Schnürschuh mit freigelegter Fer-

stickte Paar Stilettos. Erst schämen wir uns, weil wir es

Auf Stöckeln schweben

se. In der amerikanischen Umgangssprache als «f**ck

schon wieder getan haben. Dann freuen wir uns, weil wir

me shoe» bekannt. Auch Ballerinas sind vorn dabei und

aristokratisch über dem Boden schweben. Tapfer leiden

«In Stöckelschuhen kann eine Frau nicht anders als sexy

die guten alten Pumps sowieso. Verwirrt? Macht nix.

wir im Stillen, lassen höchstens ein Hühneraugenpflas-

sein.» Gucci Designer Tom Ford beglückte uns einst mit

Denn nur die Wirkung zählt. Und die ist, so scheint‘s,

ter zu. Heimlich beneiden wir die Turnschuhträgerin.

dieser Weisheit. Ernst nehmen wir das, sehr ernst.

grossartig. «In Stöckelschuhen läuft man anders ... sinn-

Tuscheln, wenn aus dem Zehendekollete einer anderen

licher», flötet der internationale Schuhdesigner Manolo

Jägerin eine weisse Socke blitzt.

Experten

Fleissig stöckeln wir in der Welt herum, präsentieren, was wir zu Hause geübt haben. Denn – elegant zu stö-

Blahnik – der Gott aller Schuhenthusiastinnen.

Luder sind wir, femmes fatales, die genau im richti-

ckeln ist niemandem in die Wiege gelegt. «Üben, üben,

Hier die Fakten: Die Ferse befindet sich in aufrechter

gen Moment nicht mehr geradeaus gehen können und

üben», möchten wir wackligen Jägerinnen entgegen

Stellung. Das Bein wird optisch gedehnt. Die sekundä-

Hilfe brauchen. Wir tragen Stiletto und seine Freunde,

schreien. Peinlich finden wir‘s, wenn sie sich auf em-

ren Geschlechtsmerkmale werden betont. Die Frau wirkt

weil wir nicht davon rennen müssen. Wir wissen genau,

sig dargebotene Arme stützen. Schliesslich stelzte schon

schlanker und die Wade wohlgeformt. Das alles passiert

was wir wollen. Wenn‘s auch nur was Neues von Ma-

Louis XIV. königlich durch seine Schlösser. Königlich,

mit uns, wenn wir ganz harmlos und ohne Hinterge-

nolo ist.

das mögen wir, nicht hilflos und schutzsuchend.

danken frühmorgens trotz ärztlicher Warnungen in die

Tüchtig austoben dürfen wir uns in der Welt der Stö-

Schuhe steigen.

ckelschuhe, die nur von Banausen so genannt werden.

Deformierte Füsse, Überlastungsfrakturen und an-

Die Expertin differenziert: Der Stiletto ist der Klassiker

dere grässliche Dinge könnten wir davon tragen. Ganz

und wurde in den 50ern in öffentlichen Gebäuden verbo-

unter uns: So richtig bequem sind die Dinger ja schon

ten. Zu sehr erinnerte der neue Schuh an eine Stichwaf-

nicht immer. Und hübsch sieht‘s auch nicht aus, wenn

fe. Mit dem Sabrina-Absatz bezirzte Audrey Hepburn

die grosse Zehe am Abend rot verkrümmt vor sich hin

Text: bettina.bendiner@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Fliege: 1) Angeln: künstl. Köder (Insektenimitation). 2) Astronomie: (lat. Musca) Sternbild am Südhimmel, zw. dem Kreuz des Südens und dem südl. Himmelspol gelegen. 3) Herrenmode: als Querschleife gebundene Krawatte. 4) Zoologie: a) Fliegen b) ein Käfer (Spanische Fliege)


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Fussball-Kopf

Pilicrepus febriculosus Die vom Fussballfieber Befallenen, auch als «Tifosi» bekannt, zeichnen sich durch einen temporären Verlust der Selbstkontrolle und durch hochansteckende Leidenschaft aus. Ähnlich wie beim Typhus, von dem das Wort «Tifoso» abgeleitet ist, handelt es sich um eine örtlich begrenzte Krankheit (Endemie), die durchaus den Charakter einer Massenkrankheit (Epidemie) aufweisen kann. Während ein leichter Ausbruch bei Betroffenen die emotionale Wahrnehmung eines Fussballspiels steigert, zu einem Abbau von Aggressionen führt und bei günstigstem Krankheitsbild das Glückhormon Serotonin freisetzt, kann ein starker Fieberschub Realitätsverlust und exzessive Gewalt auslösen.

Text: hans-dieter.gerber@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Jetzt-Zustand liefern sollen. Angefangen in der frühsten

Sinnlosigkeit als einzig fassbaren Sinn zu inszenieren,

Kindheit, «als ihm die Zunge im Halse stecken blieb»,

zeugt von einer bemerkenswerten Einsicht in das Wesen

über die Jugend, «in der die schweissoffenen Poren die

der Literatur. Gleichzeitig hat sie eine Geschichte des

Eine Geschichte des fiebrigen Blicks

Luft der Grossstadt zu atmen begannen» bis zu jenem

fiebrigen Blicks geschrieben, die als scharfer Kontrast

Abend, als der von Fieberschüben geplagte Protagonist

zur Welt der Gesunden die unbewusste Entwicklung des

«Aus dem zersplitterten Glas tropfte tonlos Quecksilber.

die Unausweichlichkeit der eigenen Sprachlosigkeit

Kindes spiegelt.

Die Agonie des Thermometers ging auf ihr Ende zu.» So

erkennt und seine Zunge ganz verschluckt. Die Zunge

Besonders die Ab- und Rückkehr der kindlichen Neu-

beginnt der umjubelte Erstling der Berner Autorin Ange-

wird in pornographischen Exkursen über jugendliche

gier im Zerrspiegel der inneren Hitze zieht sich wie ein

lica Pector: «FieberBriefe».

Fiktion

Doktorspielchen zur Metapher für Fieber und Sprache

roter Faden durch das ganze Buch. Sie wird zur Maxime

Der Ich-Erzähler liegt seit einem Jahr krank im Bett.

schlechthin stilisiert. Am Ende lösen sich das Fieber und

des ewigen Glücks stilisiert. Auf formaler Ebene schreibt

In kurzen Episoden wird ein dramatisches Ansteigen der

die Briefe im Verspeisen derselben gegenseitig auf, wie

Pector mit Hilfe zahlloser Neologismen, Paraphrasen

Fieberkurve gezeichnet, die mit dem Beginn des Buches

schon das Anagramm im Titel vorausweisend ankün-

und elliptischen Wendungen den Wahn des Erzählers

die Grenzen der eigenen Darstellbarkeit gesprengt hat.

digt.

mit und entlarvt damit den sanatorischen Wahnsinn der

In diesem Moment beginnt der Kranke gegen seine Kri-

Angelica Pector ist es gelungen, die gegenseitige Ab-

Macht der Sprache anhand ihrer im Angesicht des Todes

se anzukämpfen, indem er sich in analeptischen Briefen

hängigkeit von Körper und Sprache mit seltener Präzisi-

einzig praktikablen Verneinung. Dementsprechend liest

der Abkehr von der gesellschaftlich normierten Realität

on darzustellen. Der körperliche Zerfall wird zum Schaf-

sich das Buch wie ein Rausch. Es ist pradoxerweise die

verschreibt. Am Ende tritt an die Stelle der sprachlichen

fensgrund, das Schaffen selbst zur Medizin. Obwohl erst

ebenso ideale wie prekäre Krankenhauslektüre

und gesundheitlichen Klimax die inhaltliche Leere und

23-jährig, erfasst die Autorin damit die moderne Krise

die Heilung des Moribunden im erlösenden «Erkenne

des Autors, sich durch die Darstellung des Unbeschreib-

dich selbst nicht».

baren legitimieren zu müssen. Auch die Konsequenz,

Die Briefe handeln allesamt von Erinnerungen an

mit welcher sie das Erkennen der existenziellen Sinn-

frühere Delirien, die Erklärungen für den desolaten

frage bis zum Schluss offen lässt, um abschliessend die

Text: tumasch.claluena@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


Suppenkasper I

hat das Schätzeli einen hübschen Gesellen beim Fisch-

len (zum Beispiel in Alufolie einpacken), damit man die

händler vorbestellt.

Sauce weiter entwickeln kann. Dazu wird ein EL Cognac

Zuerst werden zwei Schalotten in Butter zärtlich an-

hineingeträufelt. Jetzt heisst es, den Sud schnell aufko-

Vom Zubereiten eines Hummers

gezogen und mit 2 dl Champagner abgelöscht. Man kann

chen lassen und 2 dl Rahm dazugeben. Der Sud wird

auch Sekt verwenden, aber das Schätzeli steht auf grosse

eingekocht, bis eine leicht sämige Masse entsteht. Et

Platon verachtete die Kochkunst. Wie die Rhetorik, die

Häuser und trinkt gerne schon während dem Kochen ein

voilà: Mit einem EL Zitronensaft, weissem Pfeffer, ei-

listenreiche Kunst der (Über)-Rede, sei auch die Gastro-

Gläschen... Der Sud muss bis auf die Hälfte einkochen,

nem Hauch Cayenne und einer Prise Salz abschmecken,

nomie nur schöne Verpackung, in der sich das Wesent-

bevor man aus dem grünen Teil eines Lauchs Juliennes

über den Hummer geben und anrichten. Dazu passt ein

liche verberge. Die Essenz des Seins müsse sich dem

(kleine, dünne Streifchen) schneidet. Jetzt kommt der

schöner Sancerre oder einfach der Rest Champagner.

Weisen roh und ungekünstelt zur puren Schau darbieten.

pikante Teil und das Schätzeli macht die Augen zu: Der

Die zeitlose Eleganz dieser delikaten Vorspeise hätte

Spätestens seit Epikur können mein Schätzeli und ich

Hummer wird in siedendes Wasser geworfen. Dabei stirbt

vielleicht sogar Platon umgestimmt. Wir lassen uns den

uns aber trösten – die Wahrheit muss beileibe nicht so

er nicht nur einen schnellen Tod, sondern erhält auch die

ersten Happen Hummer auf der Zunge zergehen und das

bieder daherkommen wie die platonischen Dialoge. Und

charakteristische Rosa-Färbung. Sind ungefähr 5 Minu-

innerste Sein offenbart sich in Vollendung: Gott Eros

seit wir gelernt haben Hummer zuzubereiten, können

ten um, nimmt man eine scharfe Schere und zerlegt ihn.

persönlich wäre neidisch auf den Blick, den das Schät-

wir den alten Meckerer sogar empirisch widerlegen. Das

Das Schwanzstück wird dabei in zwei breite Medaillons

zeli dem Koch zuwirft.

folgende Rezept für einen Hommard à la Crème zum

geschnitten und die Scheren so geöffnet, dass sich das

Beispiel verbindet auf besonders leckere Weise puren

Fleisch ganz herauslösen lässt. Das braucht ohne Übung

Genuss mit reiner Ästhetik.

etwas Geduld, aber die lohnt den Aufwand allemal... Die

Natürlich, es ist etwas gewöhnungsbedürftig, Lauch

Lauch-Juliennes und das Fleisch werden dann 1-2 Minu-

zu schnippeln, während das Essen noch verzweifelt ver-

ten auf niedrigem Feuer in Butter gedünstet, mit einem

sucht, aus der Schüssel zu krabbeln. Aber frische Ware

Gutsch Champagner übergossen und eine Minute ruhig

ist bei dieser Speise einfach unabdingbar. Zum Glück

gestellt. Dann das Fleisch herausnehmen und warm stel-

Text: caspar.battegay@sodbrand.com Foto: andreas.zimmermann@sodbrand.com | #1 | Fieber | www.sodbrand.com


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