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REISEBERICHT FÄRÖER 2016 1


ÜBERSICHT 1 & 2. Tag: An Bord MS Norröna. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 3. Tag: Die Reise beginnt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 4. Tag: Vestmanna, Tjörnuvik und Saksun . . . . . . . . . . . . . 6 5. Tag: Gjögv und Slaettaratindur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 6. Tag: Sandoy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 7. Tag: Nordinseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 8. Tag: Fugloy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 9. Tag: Rückfahrt mit MS Norröna . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Top 10 der Höhepunkte des Inselhoppings . . . . . . . . . . . 20 Information und Inspiration. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

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Norröna

TAG 1 – SONNABEND, 25.JUNI 2016 Die Reise beginnt Wir haben es uns an Bord der MS Norröna in unserer Kabine gemütlich

und der leichte Regen und der Wind machen das einzigartige Erlebnis

gemacht, der Smyril Line Fähre, die von Hirtshals in Dänemark nach

noch schöner.

Torshavn auf den Färöern und weiter nach Seydisfjördur in Island und zurück fährt. Wir sind unterwegs zum Inselhopping auf den Färöern.

Oh, und eine Sache sollte man sich merken und das ist, die Kabinen-

Aber bevor wir unser Ziel erreichen, müssen wir noch Körper und

karte sollte sicher in der Bademanteltasche verstaut werden und

Seele auf Urlaubsmodus bringen und die ruhigen 575 Seemeilen oder

nicht, ich wiederhole nicht, aus der Tasche rutschen und in den Nor-

1065 Kilometer lange Überfahrt nach Torshavn ist perfekt geeignet, in

datlantik segeln können. Dieser kleine Unfall bescherte uns einen

die richtige Stimmung zu gelangen.

kleine Ausflug in Badesachen an die Rezeption auf Deck 5. Der Service war sehr freundlich, effizient und flink und es gab eine

In der Sky Bar auf Deck 8 haben wir unseren Lieblings-Hot-Tub

neue Karte. Die Leute, die vorbeizogen, trugen Regencapes und Jack-

gebucht, Nummer 3, wo wir nahezu einen Blickwinkel von 180 Grad

en, geschlossen bis zur Kinnspitze, schließlich war es frisch draußen

haben. Jedenfalls, wenn wir unsere Hälse ein wenig recken und uns

an Deck, nur nicht für uns im Hot Tub. Die Sonne ging an der norwe-

in eine Ecke drängen. Um 9 Uhr am Samstag Abend gleiten wir in das

gischen Küste unter und wir erfreuten uns an vielen tollen Farben von

warme Salzwasser, das leicht im Rhythmus der Schiffsbewegungen

goldenem Gelb über Neon-Orange bis hin zu Rot-Violet. Wow.

schwappt. Der Blick über den endlosen Nordatlantik ist faszinierend

TAG 2 - SONNTAG, 26. JUNI 2016 Wie die Babys haben wir im großen Doppelbett geschlafen und die

Basstölpel nutzen den Aufwind am Bug des Schiffes. Eissturmvögel

Sitzecke in der Kabine genossen. Wir gehen hinunter in das Norröna

folgen uns dicht über der Wasseroberfläche und eine kleiner Schwarm

Buffetrestaurant zum grandiosen Frühstücksbuffet. Die Tischwahl ist

von Schwalben saust vorbei in Richtung Shetland Inseln. Ein einzel-

kein Problem, denn alle bieten Seeblick. Wir halten Ausschau nach

ner Papageitaucher segelt vorbei, um dann in Wasser zu verschwin-

den Shetlandinseln und dem, was William Heinesen in seinem Buch

den, als wir uns nähern. Es ist eine wunderschöne Erfahrung in der

“The Good Hope” als “showering hose” bezeichnet hat - Walfontänen.

rauen Brise.

Von Zeit zu Zeit schlendern wir über Deck und lassen uns den Wind über

Als wir das Tagebuch auf den neuesten Stand bringen, passieren wir

die Wangen streichen. Wir sehen viele verschiedene Seevögel, erkennen

eine Bohrinsel, an der gerade ein Versorgungsschiff anlegt. Faszinie-

Eissturmvögel und Basstölpel, dann plötzlich erspähen wir die Shetland-

rend, so ein gewaltiger Arbeitsplatz mitten im Atlantik!

inseln, kaum mehr als ein Schatten in der Ferne. Nach etwa 20 Stunden

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Fahrt und vielen Versuchen mit Fernglas und Kamera tauchen die Shet-

Abends lassen wir uns im Simmer Dim Steakhouse, dem exklusiven a

landinseln endlich auf. Da MS Norröna relativ dicht passiert, können wir

la carte Restaurant an Bord, in entspannter Umgebung mit Meerblick

die 32 rauen, faszinierenden Inseln wirklich bewundern, hier in der Mitte

ein famoses Essen servieren. Wir genießen wunderbaren Hummer,

des Nordatlantiks. Je mehr wir uns nähern, desto mehr Vögel sind dort.

Steak und Lamm. Ein weiteres Erlebnis an Bord!

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Mykines

TAG 3 - MONTAG, 27.JUNI 2016 Letzte Nacht um etwa 23 Uhr haben wir Torshavn erreicht, die Hauptstadt

ließen unseren Blick über die Unmengen an Papageitauchern in der Luft

der Färöer mit circa 18.700 Einwohnern, und problemlos unser Hotel ge-

schweifen und über die kleinen Vögel nur wenige Meter neben uns.

funden. Die Straßen waren gut einsehbar im diffusen Licht, selbst um Mitternacht. Wir verbrachten die Nacht im Hotel Föroyar oberhalb von

Anschließend sind wir über die kleine Hängebrücke gegangen, immerhin

Torshavn mit Blick über die Stadt und die vorgelagerte Insel. Es wurde

35 Meter über den tosenden Wellen des Atlantik, die Mykines mit Myki-

von den dänischen Architekten Friis&Moltke entworfen und liegt un-

nesholmur verbindet. Der Blick hinunter in die Wellen und auf die vielen

auffällig eingebettet mit seinem Grasdach in der felsigen Umgebung.

Vögel ist faszinierend, zumeist Möwen nisten in den steilen Klippen.

Der Morgen brachte Nebelschwaden, dennoch war das Licht hell und

Bereits aus einiger Entfernung konnten wir unser endgültiges Ziel aus-

gleichzeitig schön. Und am Abend sieht es exakt genauso aus. Aber in

machen, den Inselleuchtturm. Nur ein paar Schritte mehr und wir wären

der Zwischenzeit ist viel geschehen. Ausgestattet mit Wanderstiefeln,

am westlichsten Punkt der Färöer! In den grasigen Hügel haben wir unsere

Rucksack, warmer Unterwäsche, Fleecejacke, Daunenjacke, Kappe

wohlverdiente Pause gemacht hoch über dem Ozean mit Käse und Kräck-

und Handschuhen ging es an Bord der Fähre von Sorvagur auf Vagar

ern, dem Blick auf das Brutgelände der Basstölpel und den Felsforma-

zur Insel Mykines. Eine aufregende Tour mit Blick auf die umliegenden

tionen Pikarsdrangur und Flatidrangut in der See. Die Spitzen und Seiten

grünen Hügel. dichter an der Insel wurde der Seegang stärker und das

der Felsen sind praktisch nicht zu erkennen aufgrund von Tausenden von

Boot schaukelte mehr.

Basstölpeln und ihren weißen Hinterlassenschaften. Der Basstölpel ist mit einer Spannweite von 1,5 Metern der größte Vogel der Färöer.

Mykines ist bekannt für seine Brandung, die gerade im Sommer sehr stark sein kann, niemand weiß warum eigentlich. Daher kann man nicht

Übersättigt von Sonne und Wandern haben wir an der Anlegestelle in

immer sicher sein, auch nach Mykines zu gelangen. Deshalb stand der

der Sonne gesessen und auf das Boot gewartet. Wir hatten eine unruhige

Trip ganz oben auf unserer Wunschliste. Als wir anlegten, wurde der

45-minütige Rückfahrt nach Sorvagur auf Vagar.

Himmel blau und es blieb so bis zum Abend. Gasadalur, das kleine Dorf auf einer Hügelkuppe und von See aus kaum Wir wanderten vom Dorf aus den Jahrhunderte alten Pfad entlang bis

zu erreichen, war ein Muss auf unserer Besuchsliste. Erst 2004 wurde das

zum Hügelkamm hinauf. Die Sonne schien, der Pfad war steil und unser

Dorf durch einen Tunnel an der Straßensystem der Färöer angeschlossen.

Puls entsprechend...und so legten wir eine Kleidungsschicht nach der an-

Zuvor konnte man nur mit dem Hubschrauber oder durch eine 4-stündige

deren ab. Wir wanderten auf und ab über enge Pfade und Vorsprünge mit

Bergwanderung nach Gasadalur gelangen. Bis 1837 wurden sogar die

atemberaubendem Blick auf den Atlantik und Unmengen von Schafen

Verstorbenen über den Berg nach Bour zur Beerdigung getragen. Heute

und Lämmer in den Hügeln. Auch passierten wir das Denkmal für all die-

leben nur noch 17 Menschen in diesem schönen Plätzchen.

jenigen, die auf See oder in den Hügeln geblieben sind. Wir waren bereits auf dem Hinweg durch den Unterseetunnel nach Vagar

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Unser Ziel war Mykinesholmur und das dortige Puffingebiet. Es wird

gefahren, und mussten daher vor der Rückfahrt ein Ticket mit dem

Lambi genannt und ist eines der größten Brutgebiete für Papageitaucher

Fahrzeugkennzeichen kaufen. Zum Preis von 100 Kronen haben wir an der

auf den Färöern. Tausende von ihnen flatterten über unseren Köpfen und

Tankstelle ein Rückfahrtticket gekauft. Die Mauttunnel werden videoüber-

landeten dicht neben uns auf den Felsen bei ihren Bruthöhlen. Selten zu-

wacht und man sollte das Ticket aufbewahren, falls eine Kontrolle gemacht

vor haben wir etwas derart Faszinierendes gesehen. Wir saßen still und

wird. Bislang gibt es nur zwei gebührenpflichtige Tunnel auf den Färöern.

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TAG 4 - DIENSTAG, 28.JUNI 2016 Heute fahren wir nach Vestmanna, wo wir eine Bootsfahrt zu den Vogel-

In Tjörnuvik hat man einen schönen Blick auf Risin und Kellingin, den

klippen machen möchten. Wir benutzen die alte Bergstraße Oyggjar-

Riesen und die Hexe, zwei frei im Wasser stehende Felsen von 75 bzw.

vegurin, die bis 1992 die Hauptstraße von Torshavn in den Norden war.

73 Metern Höhe. Die Legende besagt, dass der Riese und die Hexe zwei

Die alte Route windet sich zwischen den Hügelspitzen hindurch und

Diebe waren, die im Schutze der Nacht zum Archipels kamen, um es zu

durchquert Mjörkadalur, das Tal des Nebels. Und wir waren tatsäch-

stehlen. Bei dem Versuch, es nach Island zu ziehen, gab eine der Inseln

lich noch nicht sehr weit gefahren, als wir von weißem Nebel umgeben

nach und während die beiden noch diskutierten, ging die Sonne auf

waren; das Tal machte seinem Namen alle Ehre. Man kann sich vor-

und beide versteinerten. Es sind jedenfalls schöne und beeindruckende

stellen, wie schwierig es früher war und wohl noch heute ist, seinen

Felsen und die Legende ist unterhaltsam.

Weg aus dem nebligen Tal heraus zu finden. Tjörnuvik ist ein Dorf mit vielen kleinen schwarzen Grasdachhäusern Im kleinen Dorf Kvivik haben wir eine der ältesten und am besten er-

und es ist berühmt für die Art, wie seine Bewohner die Hymnen von

haltenen Siedlungsplätze der Wikinger besucht. Die Reste von 2 Lang-

Thomas Kingo singen. In der Mitte des Dorfes wollte uns einer der

häusern sind ausgegraben worden und eine Menge Pfeilspitzen, Angel-

Sänger zu Kaffee und Waffeln verleiten, während Karen aus dem Shop

haken, Perlen, Schmuck und Schuhresten.

versuchte, uns mit Rharbarberkompott und Keksen zu locken.

Als wir Vestmanna erreichten, regnete es ein wenig, aber was soll’s!

Der Sänger hat gewonnen. Und er gab alles über den Thomas Kingo

Wir freuten uns auf das Erforschen der Grotten und Vogelklippen. Letzt-

Chor zum Besten, mit dem er bereits eine Anzahl von Konzerten in Däne-

lich hatten wir Glück mit dem Wetter, es blieb danach trocken und ein

mark gegeben hatte. Karen aus dem Shop gab uns einen guten Tipp für

paar Mal kam die Sonne durch. Es war eine schöne Fahrt und wir

ein gutes Restaurant in Vidoy und bat uns, Grüße von ihr zu übermitteln.

haben diverse Höhlen gesehen, aber der Atlantik zeigt seine Zähne, daher entschied der Kapitän, die Route aus Sicherheitsgründen zu

Ein Mann und eine Frau kamen von Saksun aus über den Berg nach

ändern. Wir fuhren nur kurz an den Vogelklippen entlang und danach

Tjörnuvik gewandert. Sie waren unterwegs um die alten Pfade zu mar-

an den hohen Bergen von Vagar entlang in eine tolle Grotte.

kieren, insbesondere wegen der Sicherheit der Wanderer und speziell abseits der Straße. Großzügig teilten Sie ihre Ideen und Vorschläge zum

Einigen Höhlen vorgelagert gab es eine kleine Insel, darauf ein kleiner

Wandern mit uns. Es war eine lebhafte und informative Unterhaltung

Berg, den jeder nur Fleischberg nennt. In vergangenen Tagen überfielen

am kleinen Tisch mit den kleinen Bänken in Haus des Sängers. Jeder

oftmals Piraten auf der Suche nach Nahrung die Färöer Inseln. Dann

teilte uns mit einem Lächeln mit, dass die Dänen stets zuerst in die Berge

flüchteten die Bewohner in die Berge, wohl wissend dass ihre Fleisch-

aufbrechen und zuletzt wieder herunterkommen. Wir wollen schließlich

vorräte sicher auf dem Fleischberg versteckt waren, denn die Piraten

so viel sehen und müssen unterwegs immer anhalten ..... Dänen müs-

sahen nie einen Grund, auf diesem Inselchen zu suchen.

sen daher doppelt so viel Zeit zum Wandern kalkulieren wie Färöer oder Norweger. Und es stimmt, wir haben nie die eingeplanten Wanderzeiten

Wir sahen mehrere kleine Vogelklippen mit Krähenscharben, Dreizehen-

einhalten können.

möwen, Eissturmvögeln, Papageitauchern und arktischen Seeschwalben. Die Krähenscharbe ist auf den Färöern geschützt, während die

Mehrere Gebäude waren durch LISA, die färöische Künstlervereinigung,

Abertausenden von Eissturmvögeln beinah als Pest betrachtet werden.

an Künstler vermietet, darunter die alte Schule. Wären wir Künstler, so würden wir uns zweifellos wegen der Inspiration auch hier um Unter-

Auf den steilen Berghängen grasten sorglos Schafe und Lämmer. Diese

kunft bemüht haben.

werden auf den steilen Vorsprüngen geboren und sind von Geburt an mit dem Gelände vertraut. Etliche kleine, windschiefe Hütten waren in

Voller kultureller Eindrücke, die wir mit netten Menschen teilen durften,

der Landschaft verteilt und wenn das Wetter zu schlecht wird, suchen

setzten wir unseren Weg nach Saksun fort, nicht über die Berge, sondern

die Schafe hier Schutz. Zweimal im Jahr werden die Tiere mit Hunden

am Fluss Stora entlang. Unterwegs hielten wir an und beobachteten einige

zusammengetrieben, dann wird geschoren und geschlachtet.

Jungs, die sich mit einem Floß auf dem Fluss amüsierten. Das Floß bestand aus zwei halben Fässern und sie hatten viel Spaß im flachen Wasser.

Wir passierten mehrere Lachsfarmen und die Reiseleitung informierte uns, dass die Färöer im letzten Jahr 66.000 Tonnen Lachs exportierten,

Über eine sehr schmale Straße gelangten wir in das kleine Dorf Saksun

das entspricht 6 % des weltweiten Lachsexportes. Ziemlich imposant.

am Ende des Saksun Tales. Vom Dorf aus gingen wir hinunter durch den engen Hohlweg in den Klippen bis hinunter in Richtung des Pollur, eines

Wann spricht man von einem Dorf und wann von einer Stadt? Mit

Meeresarmes. Wir folgten dem Wasser, liefen durch die nassen Sand,

weniger als 1.500 Einwohnern ist es ein Dorf. Und wir erreichten eines

passierten die prächtige Lagune und bestaunten die Schönheit der Natur.

dieser Dörfer nach einem ungefähr 10 Kilometer langen, verwundenen

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und extrem engen Weg, quasi an den Hügel angeklebt. Nach der letzten

Gut, wir haben den Weg am Pollur bis zum Ozean nicht ganz geschafft.

Kehre erwartete uns ein unvergleichliches Panorama, gleichzeitig führte

Ich habe gekniffen, denn man muss die Tide im Auge behalten, denn

der Weg steil abwärts. Tief unter liegt Tjörnuvik mit seinem schwarzen

wenn die Flut kommt, verschwindet die Sandbank und man muss über

Strand, an dem die wilden Wellen des Atlantiks brechen.

die Klippen zurück klettern...

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TAG 5 - MITTWOCH, 29.JUNI 2016 Der Nebel kam, dick und kompakt und man starrte in eine weiße Wand, wenn man aus unserem Hotel in Torshavn schaute. Es war schade, denn wir hatten uns an unseren 180° Blickwinkel vom Hotelzimmer und vom Restaurant in Hotel Föroyar gewöhnt, über die Stadt, den Hafen und die Inseln Nolsoy und Eysturoy. Was soll’s! Wir wussten, dass die Behauptung stimmt, der zufolge sich das Wetter auf den Färöern stündlich ändern kann. Also egal. Wie geplant machten wir uns auf den Weg nach Gjögv, einem kleinen Dorf in malerischer Umgebung, gelegen auf der Insel Eysturoy. Über schmale Pfade erreichten das Dorf mit seinen kleinen schwarzen Häusern mit weißen Sprossenfenstern aus vergangenen Zeiten. Gjögv liegt am Atlantik hoch über der Schlucht, die Gjögvin genannt wird. Alljährlich kommen rund 35.000 Touristen in das Dorf und man sollte meinen, dies führt zu einer Anhäufung von Cafes, Restaurants und Souvenirshops. Aber nein, es ist völlig unverdorben und ruhig. Ein kleines Kaffeehaus hat noch nicht geöffnet und der Ort erstrahlt in einer friedlichen idyllischen Atmosphäre. Wir schlendern hinter die weiße Dorfkirche und in den kleinen Park darüber. Er beherbergt eine ergreifende Statue, die an die Männer aus dem Dorf erinnert, die auf See geblieben sind. Die Statue zeigt eine Mutter mit zwei Kindern, die auf das Meer starren. Natürlich mussten wir auch ein wenig königlichen Pomp erfahren und setzten uns auf die Kronprinzessin.Mary-Bank mit phantastischem Blick auf das Meer. Das dänische königliche Paar Mary und Frederik hat 2004 Gjögv besucht. Dann haben wir uns die Schlucht Gjögvin genau angesehen. Eine beachtliche Rinne, die man über Steintreppen erreicht. Am Fuß der Schlucht liegt der Atlantik und dort befindet sich eine kleine Pier für Boote, ausgestattet mit einer Zugeinrichtung, mit der man Boote aus dem Wasser und hinauf bis ins Dorf ziehen kann, wo sie sicher vor den Wellen der Atlantikstürme lagern. Die smaragdgrünen Felswände glänzten und in der kleinen Höhle innerhalb der Schlucht, über die Jahrhunderte vom Atlantik ausgespült, bedeckten die schönsten Farbtöne von Lila über Pink bis Grün Wände und Decken. Das Wetter war nicht schlecht, nur ein wenig Sprühregen, also gingen wir an der Nordseite der Klippe entlang mit einem schönen Blick auf die Insel Kalsoy. Und dort gab es eine weitere Vogelklippe mit Papageitauchern, Eissturmvögeln und Seeschwalben. Auf dem Weg fanden wir die schönsten Pflanzen, darunter auch das Purpurrote Knabenkraut. Diese kleine dekorative Pflanze war überall zu finden, genauso wie die Nationalblume der Färöer, die Sumpfdotterblume, die überall an jedem Hügel, jedem Bach und Fluss leuchtet. Soljuleidirnar, Sumpfdotterblumenroute ist der Name für besonders schönes Wege. Eine kleine Anekdote. Am Hafen kamen wir an einem kleinen Haus vorbei, es hieß Latrinum. Wir dachten schon an..., aber es war nicht was wir dachten, sondern der Name des Dorfmuseums. Wir fanden viele derartige lokale Museen. Der Slaettaratindur, das bedeutet Tafelberg, ist der größte Berg auf den Färöern mit 882 Metern. Wir fuhren auf einer anderen kurvenreichen Straße um den Slaettaratindur herum, trafen Schafe und Lämmer, die natürlich dachten, ihnen gehöre der Asphalt. Aber den Slaettaratindur haben wir nicht gesehen. Der Berg war komplett im dicken weißen Nebel versteckt.Dafür haben wir den Riesen und die Hexe nochmal aus einer anderen Perspektive gesehen. Sie sahen winzig aus und das obwohl wir wussten, dass sie sich 70 Meter aus dem Meer erhoben!

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Im kleinen Ort Eydi spazierten wir zum Hafen hinunter und kamen mit einigen Fischern ins Gespräch, die gerade ihren Tagesfang entluden. Sie waren nett und zuvorkommend und nahmen sich die Zeit, uns zu erklären, dass Sie vom Tiefseefischen kamen. Ihre Fischkisten waren gefüllt mit blauem Leng, Kabeljau, Schellfisch und Wolfbarsch. Der blaue Leng lebt in Tiefen bis zu 800 Metern. Ein etwas kleineres Boot legte an und in der gleichen freundlichen Weise informierte uns der Skipper, dass er 15 Stunden auf Fangfahrt gewesen sein und anlegte, um seinen Fang von 2,5 Tonnen anzulanden, in der Hauptsache Schellfisch. Und das sei seine letzte Fahrt vor dem Sommerurlaub gewesen. Er kam von der dänischen Westküste vor Hirtshals und wir hatten gerade in Gjögv seinen Sohn getroffen, wo er gemeinsam mit anderen Jugendlichen einen Pfad zu Mary’s Bank angelegt hatte. Wir führten nette Gespräche mit beiden Besatzungen. Im Ort wurde uns später Rhabarberkuchen mit Eiscreme und Baiser serviert. Wer könnte sich da schon an etwas Regen stören, wenn Offenheit und Nähe zwischen den Menschen dergestalt selbstverständlich ist, wirklich herzerwärmend. Und die Färöer übertreffen einander in Sachen Herzlichkeit, es ist einfach ihre Natur. Dann waren wir wieder unterwegs, zurück nach Streymoy und hinunter nach Gamlaraett an der Südseite. Dort wollten wir die Fähre nach Sandoy nehmen, unseren nächsten Ziel. Aber leider legte das Boot direkt vor unserer Nase ab, wir waren 30 Sekunden zu spät. Auch gut, dann haben wir jetzt die Gelegenheit, Kirkjubör zu besuchen, den alten Bischofssitz bis ungefähr 1540. Die Magnus Kathedrale oder vielmehr ihre dicken Wände stehen noch und es wird momentan versucht, sie zu erhalten und zu schützen, einige Bereiche sind eingewickelt. Die Mauern sind 1,5 Meter dick und der Raum ist 26,5 Meter lang und 10,8 Meter breit. Die Überreste der Magnus Kathedrale sind in die UNESCO Liste der Weltkulturerbe aufgenommen worden. Wir gehen hinunter zur alten Leichenhalle, die direkt am Wasser liegt. Der Zugang ist etwas schwierig. Heutzutage sind nur noch einige Steine sichtbar, der Rest ist durch Sperrholzplatten geschützt. Eines der ältesten bewohnten Häuser der Welt liegt auch hier. Und zwar der gut erhaltene königliche Lehnshof aus schwarzer Eiche mit roten Fensterrahmen und Grasdächer. Es ist unwirklich hier einen Geländewagen und ein Wohnmobil auf der Auffahrt zu sehen, Oberlichter in den Grasdächern und ein Kinderfahrrad im alten Lagerschuppen. Das moderne Leben findet in Harmonie mit der Vergangenheit statt. Wir haben auch die kleine weiße Kirche auf der Landspitze besucht, die St.Olaf’s Kirche. Sie stammt aus dem Zeitraum 1250 bis 1300 und ist sehr schlicht. Das Altarbild ist neu und zeigt Jesus, der über das Wasser geht, und wurde vom färöischen Maler Samal Joensen-Mikines geschaffen. Kirkjubör war eine liebenswerte kulturelle und historische Erfahrung für uns. Die Fähre Teistin brachte uns von Gamlaraett nach Skopun auf Sandoy. Während der Überfahrt konnten wir die Wolkenformationen um die Inseln Hestur und Koltur herum bewundern. sie sahen aus wie Hüte, gewickelt um die Bergspitzen. Wir erreichten das Hotel Skalavik auf Sandoy und empfanden es als sehr einfaches und ruhiges Hotel. Vielleicht der einzige Ort auf Sandoy, wo man die Nacht verbringen kann. Das Hotel wurde dem Dorf vom einem zu Geld gekommen Dorfbewohner geschenkt.

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Skarvanes

TAG 6 - DONNERSTAG, 30.JUNI 2016 Sandoy ist eine sanfte grüne Insel mit runden Hügeln, weißen Stränden

Metern. Die Frauen aus Sandur haben den Stein mit den verstrickten

und mit Strandroggen bewachsenen Dünen, aber auch mit rauen Klippen-

Erzählungen der Hexe Givurin verkleidet. Ob man es glaubt oder nicht,

ansichten. Wir verbrachten einige Zeit damit, die charmante kleine Kirche

wir haben sogar Givrinarspor gefunden, den Fußabdruck der Hexe in

in Salavik mit ihrem Grasdach zu betrachten. Wie viele andere Kirchen

einem Stein. Ein großer dramatischer Fußabdruck. Die Legende ist

auch war sie verschlossen, aber das ist kein Grund, nicht einmal durch die

sehr lebendig.

Fenster zu schauen. Nach dem gespenstischen Nervenkitzel mit der Hexe gingen wir auf In Husavik tat ich eine Weile so, als wäre ich Husfrugvin i Husavik, die

unsere 8 Kilometer lange, unglaublich schöne Wanderung nach Soltu-

Gebieterin von Husavik, als die die wohlhabende Gudrun Sjurdardot-

vik. Wir überquerten Hügelgebiete mit Scharen von Schafen und end-

tir aus Bergen bekannt war. Sie lebte hier im 14.Jahrhundert auf ihrer

losem Ausblick auf Landschaft und Meer. Die Sonne brach durch die

ausgedehnte Farm und war die mächtigste Frau auf den Färöern, der al-

Wolkendecke und verstärkte die Schönheit noch vor der Hintergrund-

les Land in Husavik und Skarvanesö gehörte, dazu eine Menge Land auf

musik aus Vogelgesängen.

den Shetlandinseln. Viele Ruinen und Steingebäude zeugen von ihrem Niedergang. In der schönen Kirche in Husavik, die nicht verschlossen

In der Bucht von Solturvik kamen wir an einen Gedenkstein flankiert

war, konnten wir das Altarbild bestaunen, eine schöne große Leinwand

von zwei großen Ankern. In 1895 kam der britische Dampfer Patricia

des dänischen Künstlers Svend Havsteen-Mikkelsen.

im Sturm vom Kurs ab, strandete an den Klippen und sank. Nur ein Besatzungsmitglied überlebte das Unglück. Es klammerte sich an einen

Weiter ging es nach Dalur über eine sehr schmale einspurige Straße, wie

Lukendeckel und wurde nach 14 Stunden im Wasser gerettet.

angeklebt an die Hügelseite, eine Herausforderung. Dalur liegt pittoresk eingebettet in ein Tal zwischen steilen grünen Hügeln. Es ist praktisch

Zurück in Sandur konnten wir nicht widerstehen und wanderten noch

von der Außenwelt abgeschnitten, bis auf die interessante Straße, die

auf die weitläufige Düne am breiten Sandstrand. Die Sonne schien.

1964 gebaut wurde.

Kleine Kinder spielten und wateten an der Küste. Wir setzten uns hin, genossen das sanfte Rauchen der Wellen und die warme Sonne in un-

Über eine vielleicht noch anspruchsvollere Straße, die wir mit Schafen und

seren Gesichtern. Welch ein schönen Ende für einen wunderbaren Tag.

Lämmern teilten, erreichten wir den unvergleichlichen Blick auf Skarvanes. Die Straße endete hier in diesem kleinen Dorf mit 13 Einwohnern. Aber wir

Zurück im Hotel Skalavik wurden wir eingeladen, im nationalen Ra-

trafen niemanden an und gaben uns mit der Begleitung von 3 Enten und

diosender Kringvarp Föroya in einer Sendung namens Ferdalidid - Rei-

diversen Hühnern und zufrieden, die sich uns interessiert näherten und auf-

seteam - über unsere Erfahrungen auf den Färöern zu berichten. Es war

geregt unsere mitgebrachten Weizenbrötchen pickten.

lustig, die Gelegenheit zu haben,über unsere wunderbaren Erlebnisse während des Inselhopping mit Smyril Line von Hirtshals aus reden zu

Nur wenig außerhalb von Sandur kamen wir an Bundni Steinurin, dem

können.

bestrickten Stein. Er ist 4 Meter hoch und hat einen Umfang von 18

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Sælkvinden

TAG 7 - FREITAG, 1.JULI 2016 Wir haben die Fähre um 10.30 Uhr von Skopun zurück nach Gamlaraett

Abstecher in das Dorf Mikladur, denn dort befindet sich Kopakonan,

auf Streymoy genommen. Und da man auf der kleinen Fähre keinen Platz

die Statue des Robbenmädchens. Die 3 Meter hohe Bronzeskulptur von

reservieren kann, haben wir unser Auto in die Warteschlange gestellt, die

Hans Pauli Olsen erinnert an die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen

Regenjacken angezogen und den kleinen Ort Skopun erkundet.

und natürlich gibt es dazu auch eine passende Legende. Alljährlich in der zwölften Nacht schwimmen die Robben an den Strand von Mikladur,

Hoch über dem Dorf, quasi wie ein Signal an Seeleute, ragt ein gigan-

legen ihr Fell ab und verwandeln sich in Menschen, die dann in einer

tischer blauer Briefkasten auf. Er ist 7,42 Meter hoch und 4,45 Meter

großen Höhle verschwinden, um zu feiern. Bei Sonnenaufgang ziehen sie

breit. Damit ist er so groß, dass er bei seiner Errichtung einen Eintrag ins

ihr Fell wieder an und gehen zurück ins Wasser. Einmal begab sich ein

Guinness Buch der Rekorde erhielt.

junger Mann aus Mikladur an den Strand, um die Robben zu beobachten und verliebte sich dabei in ein schönes Robbenmädchen. Er stahl ihr

Wir folgen der Schotterpiste aus dem Dorf hinaus und gingen einen

Fell und so musste sie mit ihm kommen. Er zwang sie zur Heirat und

ausgetretenen Pfad entlang bis über die grasgrüne Hügelspitze. Der

sie hatten mehrere Kinder zusammen. Jeden Tag, wenn er zum Fischen

Lohn war ein schöner Ausblick über Streymoy, Koltur und Hestur so-

auf See fuhr, verschloss er das Fell und nahm den Schlüssel mit. Eines

wie Trollhoevdi - den Trollkopf, ein der Küstenlinie vorgelagerten Felsen.

Tages jedoch vergass er den Schlüssel und verkündete seinen Fischer-

Es soll ein Trollkopf sein, den der Troll bei dem Versuch verloren hat,

kollegen: heute verliere ich meine Frau. Und er hatte Recht. Als er nach

Nolsoy und Sandoy zu verbinden. Unglücklicherweise geriet sein Kopf

Hause kam, war das Fell verschwunden. Völlig verzweifelt nahm er seine

in das Seil und als er anzog, fiel sein Kopf herunter. Es gibt viele

Kinder an die Hand, ging hinunter an den Strand und rief nach dem

derartige Legenden zu verschiedenen Plätzen auf den Färöern.

Robbenmädchen. Und tatsächlich, im Wasser vor der Höhle beobachtete sie eine Robbe mit traurigen Augen.

Um die Nordinseln zu erreichen, fuhren wir durch den Unterwassertunnel “Nordoyatunnilin”, der 2006 eröffnet wurde. Er wurde in 150 Meter

Eine wunderbare Legende und eine tolle Statue, und faszinierende Far-

Tiefe durch den Fels gesprengt und ist 6,2 Kilometer lang. Die Kosten

ben am Berghang gegenüber der Statue. Direkt unter den Klippen zu

betrugen rund 395 Millionen dänische Kronen. Es ist schon erstaunlich,

gehen, man kommt sehr dicht heran, ist wie das Wandern in einer Sage.

so tief im Felsen unter Wasser zu fahren. Wir erreichten das nordöstliche Dorf, Trollanes, mit seinem wunderAuf Bordoy haben wir im Hotel Klaksvik gewohnt, ehemals ein See-

baren Blick von den steilen Klippen gegenüber der Nachbarinsel. Nur

mannsheim. Es ist sauber und gemütlich. Wir bekamen ein winziges

eine Handvoll Häuser und wenige Menschen waren zu sehen. Aber

Zimmer mit wunderbarem Blick über die Stadt und den Hafen vor dem

ein findiger Einwohner hatte eine Nase fürs Geschäft, denn ein großes

Hintergrund der Berge. Klaksvik ist mit 4.605 Einwohnern die zweit-

selbstgemachtes Schild “Come and buy” lud ein, wer mag es gewesen

größte Stadt der Färöer.

sein? Es war eine Schülerin, die Kaffee und selbstgebackenen Kuchen verkaufte. Und das war nicht einmal der einzige “Laden” in Trollanes.

Die Nordinseln sind eine Gruppe von 6 Inseln im Nordosten der Färöer.

Es gibt auch einen kleinen Kiosk. Ursprünglich war es ein Schuppen

Drei können mit Brücken erreicht werden und die verbleibenden drei In-

während der Tunnelarbeiten. Als die Arbeiten beendet waren, übernahm

seln per Boot oder Hubschrauber. Wir sind sogleich an Bord der Fähre

eine der Frauen aus dem Dorf den Schuppen und verkauft dort jetzt z.B.

Sam zur Fahrt auf die Inseln Kalsoy gegangen. Vor Ort sind wir durch 4

Süßigkeiten. Man muss nur klingeln, wenn man sich überlegt hat, was

sehr lange und sehr dunkle Tunnel gefahren. Natürlich waren alle nur

es sein soll. Natürlich mussten wir diese Initiative auch unterstützen.

einspurig, was noch aufregender war. Zum Glück gibt es klare Regeln, wer in die extra dafür in die Tunnelwände gesprengten Ausweichbuch-

Die Rückfahrt war wiederum aufregend durch die engen Tunnel, die

ten fahren muss.

oft sofort in einer Haarnadelkurve münden, sobald man das Tageslicht erreicht. All diese Tunnel und die charakteristische Form der

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Kalsoy ist nur 18 Kilometer lang und 1 bis 3 Kilometer breit, aber von

Insel haben ihr den Spitznamen “die Blockflöte” eingebracht, warum

Nord nach Süd durch 4 Tunnel verbunden. Wir machten einen kleinen

kann man besonders von der Nachbarinsel Kunoy aus sehen.

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TAG 8 - SONNABEND, 2. JULI 2016 Dieser Tag hat sich als ein außergewöhnlicher Tag mit herausragenden Wanderungen und einem weiteren Kontakt mit Warmherzigkeit und toller färöischer Natur herausgestellt. Ein zeitiger Start, rein in die Wanderstiefel und rauf mit dem Rucksack mit Lunchpaketen und den verschiedenen Bekleidungslagen. Wir nehmen das Postboot Ritan, es stammt aus dem Jahr 1943, das von Hvannasund auf Vidoy aus zu den Inseln Svinoy und Fugloy fährt. Ritan ist die einzige Verbindung, die die beiden nordöstlichsten Inseln des Archipels mit dem Rest der Welt verbindet. Nicht ganz. Wie alle anderen abgelegenen Gebiete haben beide auch ihren eigenen Hubschrauberlandeplatz. Am Anlegeplatz von Ritan auf Fugloy müssen wir an Land springen. Das Boot hebt und senkt sich, aber der Skipper ist gut und hält es fern von den Klippen, so klappt alles reibungslos. Es gibt zwei Ortschaften auf Fugloy: Kirkja, wo wir angekommen sind und Hattarvik, wo wir am Abend wieder eingesammelt werden. In Kirkja leben 26 Personen und auch hier gibt es einen kleinen Shop, der Süßigkeiten und Strickwaren verkauft. Natürlich hat er nur 1 Stunde am Tag geöffnet, immer wenn Ritan angekommen ist. Ein paar Meter weiter deutet eine kleiner färöischer Junge auf Amalias Haus “Fuglurin”, der Vogel. Hier, so informiert er uns, können wir Kaffee und Kuchen kaufen. Die Tür öffnet sich und Amalia bittet uns mit breitem Lächeln und warmen Herzen hinein. Und sie serviert uns umgehend Kaffee, Tee und frischgebackene, noch warme Brötchen mit Käse und Schafswurst. “All you can eat” für nur 50 Kronen pro Person. Sie bietet auch färöische Spezialitäten an, wenn man im Voraus ihre “gute Mahlzeit” bucht, wie ihre Visitenkarte verkündet. Wir werden das sicherlich machen, wenn wir das nächste Mal auf den Färöern sind. Wir wandern die asphaltierte Dorfstraße entlang, circa 5 - 7 Kilometer über den Hügel nach Hattarvik. Unterwegs werden wir in einen kleinen Schuppen eingeladen, in denen die Färöer ihre Schafe scheren. Ein Grinsen überzieht das Gesicht des jungen Mannes, als er hört, dass wir aus Kerteminde stammen. Enthusiastisch erzählt er uns, dass seine Mutter die Kunst und Handwerksschule in unserer Heimatstadt besucht hat. Die Welt ist doch klein. Der Schafscherer erzählt uns gerne etwas über das Schafscheren. Jetzt im Juni / Juli werden die Schafe geschoren, damit es für sie nicht zu warm ist. Aber was geschieht mit der Wolle? Kaum zu glauben! Wir erfahren, dass es sich nicht länger lohnt, die Wolle zu verarbeiten, zumindest hier auf den abgelegenen Inseln. Die Wolle wird geschoren, aufgestapelt und schlussendlich verbrannt. All die gute Wolle! Wir wandern weiter in die Höhe, abseits der Straße, und werden mit einer tollen Aussicht belohnt. Aber die Seeschwalben gönnen sie uns nicht. Sie kreischen und flattern um uns herum, die spitzen Schnäbel “Gewehr bei Fuss”. Die Nachricht ist kristallklar: Verschwindet aus unserem Nist- und Brutgelände! Als wir Hattarvik erreichen, finden wir dort im Haus der Schafzüchterin einen von den Frauen des Dorfes prachtvoll gedeckten Tisch vor. Es handelte sich um eine private Gourmetveranstaltung für ungefähr 60 Gäste und nicht weniger als 3 färöische Starköche waren eingeflogen worden, um färöische Spezialitäten zu bereiten, während die Gäste eine geführte Wanderung in den Hügeln machten. Die Köche hatten in einem Loch Lamm gebacken bzw. geröstet, das mit heißen Steinen ausgelegt und mit Grassoden abgedeckt wurde. Wir fragten vorsichtig nach, ob wir irgendwo einen Kaffee bekommen könnten. Die Frau schüttelte lächelnd den Kopf. “Nein, das gibt es nicht. Wir haben hier auch keine öffentlichen Toiletten. Aber wir mache ihnen gerne eine Tasse Kaffee und sie können im Hause unser Bad benutzen. Es ist die Tür rechts”. Welch ein Freundlichkeit!

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Wir saßen am Küchentisch mit Blick über die 20 bis 25 Häuser des Dorfes -die meisten davon verlassen - und die kleine Pier. Und es gab Kaffee. Der Kaffee wärmte uns und plötzlich erschien die Frau erneut. Diesmal trug sie eine große Platte mit Sandwiches mit Fischwurst und Schafsalami. Wow, das nach einer langen Wanderung. Sie erklärte uns, dass die Gourmetveranstaltung, zusammen mit der Bergwanderung und färöischem Essen, unter dem Motto der “Floksmenninir” stand, einer Bande von Räubern. Die Legende basiert auf historischen Fakten aus dem Mittelalter und handelt von 4 Männern aus dem damaligen Hattarvik. Unter dem Vorwand, als Freiheitskämpfer für die Unabhängigkeit der Färöer zu kämpfen, kontrollierten und plünderten sie die Nordinseln zum eigenen Vorteil. Alle 4 wurden letztendlich zum Tode verurteilt, mit Ausnahme des Sjurdur vid Kellingara, der begnadigt wurde. Aber er konnte nicht mit der Schuld leben, die sie mit ihren Verbrechen aus sich geladen hatten und bat darum, mit an den anderen gemeinsam zu sterben. Die färöische Brauerei Föroya Bjor hatte eigens ein spezielles Bier für die Veranstaltung gebraut und ehe wir uns versahen, kam die Frau zurück und gab uns eine 2-Liter-Flasche des Bieres, wir sollten es auch probieren. Wow, vielen Dank und plötzlich fühlten wir uns beinahe als Teil der originellen Veranstaltung und das Warten auf die Fähre fiel sehr kurz und angenehm aus! Wir kamen auch mit dem Schwager der Schafzüchterin ins Gespräch und er erzählte uns mit Stolz in der Stimme, dass er in Hattarvik geboren worden sei und Hattarvik auf den Färöern sei schlicht der beste Ort auf der Welt. Mehr noch, er war verwandt mit dem “Ehrlichen” aus der Bande der “Flokksmen”. Er fuhr als Navigationsoffizier auf einem 82 Meter langen Trawler und war jedes Jahr viele Tage unterwegs. Aber in seiner Freizeit würde er immer nach Hattarvik kommen. Ihm gehörten 8 der Häuser in Dorf und seinem Bruder, der Mann der Schafzüchterin, gehörten 14. Abgesehen von der Schafzucht seines Bruders und dessen Frau lebten sie vom Tourismus, aber normalerweise weniger anspruchsvoll als die Gourmetveranstaltung, die einzigartig war. Schmecken Papageitaucher? Der Seemann lächelte und ja, sie sind lecker und das gleiche gilt für die Trottellumme, sagte er. Er führte aus, dass die Papageitaucherbestände seit Jahren rückläufig sein. Einer der Gründe dafür ist das Verschwinden des Sandaales, des Hauptfutters des Papageitauchers. Aber die Situation scheint sich zu verbessern. In jedem Frühjahr nahm er selbst an einer Aktion teil, bei der frisch geschlüpfte Vögel beringt werden, um die Entwicklung der Bestände verfolgen zu können. Mit einer Unmenge an Eindrücken gingen wir schließlich wieder an Bord der Ritan und fuhren die 45 Minuten nach Hvannasund auf Vidoy. Der Empfehlung von Karen aus dem Shop in Tjornuvik folgend fuhren wir zu Elisabeths Restaurant in Vidareidi, “Matstovan hja Elisabeth”. Wenn wir nicht von diesem Restaurant gewusst hätten, wir hätten es wohl nie gefunden! Ein bescheidenes unauffälliges blaues Holzhaus, da keinerlei Aufmerksamkeit erregte. Im Inneren trafen wir erneut auf färöische Gastlichkeit und Freundlichkeit und die Tische waren hübsch gedeckt. Selbstverständlich mussten wir Trottellumme bestellen. Und es war wunderbares Essen. Das Fleisch war dunkel und fest und schmeckte wie eine Mischung aus Hähnchen, Fasan und Wild. Leckere Sauce, weiße Kartoffeln und geschmortes Gemüse, garniert mit roten Trauben. Alle Tische boten einen zauberhaften Blick auf das Tal und die Berge und die Sonne schien, als wir übersättigt von authentischen Eindrücken und mit vollem Magen den Rückweg antraten.

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TAG 9 - SONNTAG, 3. JULI 2016 Letzter Tag auf den Färöer. Abfahrt von Torshavn

Eifrig öffnete das Mädchen den Keller unter dem Cafe und hier lag

Aber zuerst fuhren wir über die Brücke nach Kunoy, durch den engen

Oves kleines Holzboot “Diana Victoria”, das ihn nach Langelinie

Kunoy Tunnel und entlang der Westküste der Insel mit traumhaftem

gebracht hatte, damit er dort die kleine Meerjungfrau küssen konnte.

und klarem Blick auf die Blockflöteninsel, Kalsoy. Von hier aus konn-

Das ist eigentlich unfassbar!

ten wir mit dem Fernglas sogar die Statue des Robbenmädchens erkennen.

Wir verbrachten den Nachmittag mit einer Wanderung über das Hochland, diesmal auf Nolsoy. Von Natur aus neugierig musste ich mich auf

Zurück auf Streymoy fuhren wir noch einmal über die Bergstrecke durch

den Bauch legen, um über die Klippen zu schauen. Und danach ganz

das Tal des Nebels. Atemberaubend schön und nicht so neblig heute.

still zu sitzen, über den Ozean zu schauen und die Gedanken durch all

Von Torshavn aus machten wir die 20-minütige Überfahrt nach Nolsoy.

die wunderbaren Erfahrungen schweifen zu lassen, die wir nach unse-

Nach schweren Schauern schien wieder die Sonne und wir aßen unsere

rer Inselrundreise schätzen gelernt hatten.

Lunchpakete im Hafen von Nolsoy. Welch ein Anblick! Erst spät am Abend um 23.30 Uhr würde MS Norröna den Anker lichten, Das Mädchen in den kleinen Cafe erzählte uns, dass sie um 5 Ecken mit

also machten wir noch einen Spaziergang durch Tinganes und rundeten

Ove Joensen verwandt sei. Der Ruderer ist ein Held der Färöer; er war

unser Erlebnis mit einem Besuch im Restaurant Aarstova ab, das in einem

überzeugt, er könne von Torshavn aus in einem typischen färingischen

alten denkmalgeschützten Gebäude in Torshavn liegt. Der Platz ist sehr

Ruderboot über den Atlantik nach Kopenhagen rudern. Zweimal

anheimelnd mit kleinen Türen, schiefen Böden, verschlungenen kleinen

musste er den Versuch abbrechen und wurde von den Shetlandinsel

Räumen, altem Gebälk, Kuriositäten und sehr freundlichem Personal.

nach Hause geschleppt. Aber in 1986 war Ove erfolgreich, in 41 Tagen

Nicht zu vergessen das Angebot. Wir entschieden uns für ein 3-Gang-

ruderte er die 900 Seemeilen von Nolsoy nach Langelinie in Kopen-

Menü und bekamen Hummersuppe, Rochen und Eis als Dessert. Zuge-

hagen, begleitet nur von einer Katze.

geben, es war nicht billig, aber jeden Cent wert und sehr zu empfehlen.

TAG 10 - MONTAG, 4. JULI 2016 Die Heimreise mit MS Norröna ist Luxus und Entspannung pur

Wir haben es genossen, mit unserem eigenen Auto gereist zu sein und

Auf der Heimreise haben wir die Nacht in einer De Luxe Kabine mit kom-

dadurch die Möglichkeit gehabt zu haben, alles mitnehmen zu können,

fortablen großen Doppelbett verbracht. Morgens ein weiteres wunderbares

was man brauchen konnte.

Buffet. Ein wunderbares Restaurant mit leckerem Essen. Und von Zeit zu Zeit etwas Tagebuchschreiben. Um all die kleinen angenehmen Details

Es gibt keinen Zweifel, mit MS Norröna zu reisen ist eine wunder-

in Erinnerung zu rufen, die unsere Erlebnisse beim Zusammentreffen

bare und entspannende Art zu reisen und ein großartiger Teil des Ur-

mit den Färöern und mit den Menschen auf den Färöern begleitet haben.

laubsvergnügens. Smyril, das bedeutet Merlin auf Färingisch und der

Zwischendurch haben wir die Beine ausgestreckt und frische Luft auf den

Merlin ziert auch das Smyril Line Logo. Für den Merlin charakteristisch

verschiedenen Decks genossen. Entspannung im Liegestuhl in der Sonne

sind schnelle, präzise Flügelschläge und ein scharfer Blick, das Symbol

und dazu natürlich noch ein abendlicher Aufenthalt im Salzwasserbassin.

ist genau zutreffend. Färöer - Auf Wiedersehen.

Die beiden Genießer sind Mogens, geb. 1947, und Rita, geb. 1949. Sie haben für 4 Jahre in den USA und zwei Jahre in Kuwait gelebt. sie sind in allen Ecken der Welt unterwegs gewesen, wandernd, segelnd, nach Abenteuern suchend, oft abseits eingetretenen Pfade und haben sich eigene Grenzen gesetzt auf der Suche nach Abenteuern, vorzugsweise abseits großer Touristenströme. In 2015 sind sie bereits mit Smyril Line nach Island gereist und haben sich dann 2016 den Färöern zugewendet. Einmal, als ihr Sohn seine Eltern beschreiben sollte, bezeichnete er sie als “Bon Vivants”.

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TOP 10 DER ERLEBNISSE WÄHREND DER INSELRUNDREISE AUF DEN FÄRÖERN • Wandern auf Mykines und Mykinesholmur durch die Brutplätze der Papageitaucher • Fahrt von Haldarsvik nach Tjornuvik • Fahrt mit dem Postboot Ritan • Treffen mit der Schafzüchterin in Hattarvik • Die Fischer im Hafen in Eidi • Kopakonan, das Robbenmädchen in Mikladalur • Thomas Kongo Hymnenchor in Tjornuvik • Das Essen im Matstovan hja Elisabeth • Frühstücksbuffet an Bord MS Norröna • Salzwasser Hot Tubs

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INFORMATION AND INSPIRATION Sachliteratur

Verschiedenes

• Tourist Guide 2016. www.visitifaroeislands.com

In Hotels, Restaurants und an Tankstellen auf den Färöern sind Bro-

• Wandern auf den Färöern. www.visitfaroeislands.com (Wertvolle

schüren mit Informationen und Hinweisen für alle Arten von Aktivi-

Grundlage für die Planung von Wanderungen - besonders hilfreich

täten erhältlich. Für uns war es stets sehr wichtig, derartiges Material

bereits vor Reisebeginn)

frühzeitig zu bekommen, um mit dem Land und den Möglichkeiten

• Vögel auf den Färöer Inseln. www.visitfaroeislands.com

vor Ort so vertraut wie möglich zu werden. Daher haben wir uns

(Gut zur Hand zu haben, um unterwegs jederzeit Vögel

das kostenlose Material im Vorab beschafft. Darüber hinaus ist das

bestimmen zu können)

Internet eine unerschöpfliche Quelle für Inspiration. Wir empfehlen

(Nach einer Email an info@visitfaroeislands.com haben wir alle

besonders www.visitfaroeislands.com

drei Broschüren schnell mit der Post erhalten, aber das Material ist

Eine Übersicht über alle Aktivitäten bietet, allerdings zumeist in

auch als download verfügbar.)

Färöisch, www.Nordlysid.fo

Literatur

Internet und Mobilfunk auf den Färöern

• ’The Good Hope’ von William Heinesen. Der historische Roman

Viele Hotels, Cafes und Restaurant bieten WiFi kostenlos. An allen

spielt im 17.Jahrhundert auf den Färöern und handelt von Thematik-

von uns besuchten Orten gab es Handyempfang.

en wie dem dänischen Kolonialismus und Machtmissbrauch. • ’The Lost Musicians’ von William Heinesen

Internet und Mobilfunk an Bord

• ’Barbara’ von Jörgen-Frantz Jacobsen. Ein romantischer Roman,

An Bord der MS Norröna kann man einen Satellitenzugang für Inter-

basierend auf einer färöischen Legende aus dem 18. Jahrhundert.

net erwerben. Man erhält dann an der Rezeption einen Zugangscode und sehr klare Instruktionen.

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UNSERE TIPPS FÜR EIN GROSSARTIGES ERLEBNIS Faszinierende Natur

• Das große Frühstücksbuffet an Bord der MS Norröna

Die Färöer sind insgesamt ein einziges Naturerlebnis

• Frisch gebackene Brötchen bei Amalia’s in Kirkja

Ein paar Beispiele

• Kaffee, Sandwiches und Floksol Bier in Hattarvik

• Vogelklippen

• Restaurant Aarstova, Gongin 1, Torshavn

• Die Schlucht in Gjögv • Das Saksun Tal

Dieses und Jenes

• Strand und Dünen in Sandur

• Die Fischer im Hafen in Eidi • Thoams Kingo Hymnenchor in Tjornuvik

Wunderbar erfrischende Bootsfahrten

• Die Herzlichkeit von Amalia in Kirkja

• Sorvagur nach Mykines

• Die Gastlichkeit der Schafzüchterin in Hattarvik

• Entlang der Vestmanna Vogelklippen

• Die Gedenkstätte in Gjögv

• Von Hvannasund nach Kirkja mit dem Postboot Ritan

• Der Unterwassertunnel zu den Nordinseln • Der Unterwassertunnel zu den Nordinseln

Unglaubliche Wanderungen

• Die 4 dunklen, engen Tunnel auf Kalsoy

• Mykines und Mykinesholmur durch die Brutplätze der

• Kopakonan - das Robbenmädchen in Mikladur

Papageitaucher

• Die Geschichte vom Ruderer Ove Joensen und sein Boot

• Saksun nach Pollur • Auf Fugloy von Kirkja nach Hattarvik

Kulturelle und historische Höhepunkte

• Von Sandur nach Soltuvik auf den Fußspuren der Hexe

• Husavik • Das Altarbild von Svend Havsteen-Mikkelsen

Herausfordernde, faszinierende, atemberaubende Fahrstrecken

• Die Wikingersiedlung in Kvivik

• Husavik nach Dalur

• Kirkjuboer und die Magnuskathedrale

• Haldarsvik nach Tjornuvik

• Färöische Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitsschaft

• Nach Skarvanes auf der Nr. 37 und Nr. 30 • Sorvagur nach Gasadalur

Highlights an Bord der Norröna

• Oyggjarvegur mit dem Tal des Nebels

• Salzwasser Hot Tubs

• Hvalvik nach Saksun

• Deckliegestühle

• Funnigur nach Gjögv

• Sonnendeck auf Deck 8 • Frühstücksbuffet

Genussvolle kulinarische Erlebnisse

• Simmer Dim Steakhouse

• Hummer und Lamm im Simmer Dim Steakhouse auf MS Norröna

• De Luxe Kabinen

• Trottellumme im Matstovan hja Elisabeth in Vidareidi

• Drinks an der Sky Bar

• Lunchpaket am Leuchtturm auf Mykinesholmur mit Blick auf

• Die Brise und der Blick über den Atlantik

die Basstölpelkolonie

• Das Sitzen auf dem Achterdeck mit Blick auf das Kielwasser

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Reisebericht Färöer 2016