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Nummer 41 Januar 2013

Int. A-Jugend-Turnier Damendegen 12. Januar 2013 Mitgliedermagazin des Olympischen Fechtclubs Bonn

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Grußwort der Präsidentin des Olympischen Fechtclubs Bonn zum Int. Qualifikationsturnier der A-Jugend im Damendegen

Liebe Fechterinnen, Trainer und Betreuer, im Namen des Vorstandes des Olympischen Fechtclubs Bonn begrüße ich Sie alle besonders herzlich zum Internationalen A-Jugend-Qu-Turnier im Damendegen. Wir als OFC und Ausrichter dieses Wettkampfs freuen uns auf spannende Gefechte und auf unsere zahlreichen Gäste aus dem In- und Ausland. Die große Zahl an deutschen Starterinnen in diesem Altersbereich stimmt uns zuversichtlich, dass das Degenfechten auch in Zukunft in Deutschland und in NRW eine tragende Rolle im Fechtsport spielen wird. Momentan arbeiten Vereine in NRW an der Erstellung eines langfristigen Regionalkonzepts, welches uns das Ziel Olympische Spiele 2024 anvisieren lässt. Denn gerade der Altersbereich der jetzigen A-Jugend wird dann sein Können unter Beweis stellen dürfen. Besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Helfern, die uns immer wieder tatkräftig unterstützen, sowie den zahlreichen Spendern, die alle zum Erfolg des OFC Bonn beitragen. Wir hoffen für dieses Wochenende auf spannende Wettkämpfe und wünschen allen Teilnehmern einen erfolgreichen Turnierverlauf und ein verletzungsfreies 2013.

gez. Imke Duplitzer Präsidentin des Olympischen Fechtclubs Bonn e.V.

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INHALT Internationales A-Jugend-Qu-Turnier Damendegen Deutsche Rangliste A-Jugend Damendegen Das Bonner Starterfeld

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Leistungssport Olympia: Britta Heidemann gewinnt Silber in London Olympia: Fünfter Platz für die Damendegen-Mannschaft Imke Duplitzer und Stephanie Suhrbier werden Dritte beim QB-Turnier in Heidelberg DJM: Silber für Janna Reimer und das OFC-Team Jule Shigihara wird Dritte in Mödling Herrendegen-Turnier in Bonn: International bestanden Degenfechterinnen präsentieren sich erfolgreich in Solingen Sechs Siege bei Landesmeisterschaften in Bonn OFC-Säbler erfolgreich beim Pokalturnier in Mülheim Katja Moritz und Tobias Meyer siegen in Zülpich

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Veranstaltungen Lange Nacht des Fechtens - Night of the Knights Weihnachtsfeier mit Tombola

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Namen und Nachrichten Fechten oder Auslandsaufenthalt? Neue OFC-Trainingsanzüge eingetroffen! Der Löwe kommt! Termine - Ankündigungen - Termine

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Fechten lernen im OFC

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Organigramm, Vorschau, Impressum

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INT. A-JGD.-QU-TURNIER DAMENDEGEN Die Finalistinnen des Vorjahres 1

STAHLBERG, Nadine

FC Offenbach

2

WERNER, Kristin

Heidenheimer SB

3

DERR, Patricia

FC TBB

3

EHLER, Alexandra

SV Waldkirch

5

SODEMANN, Elisa

TSV Berlin-Wittenau FA

6

WEITBRECHT, Sophia

UFC Frankfurt

7

RIEDMÜLLER, Vanessa

TG Biberach

8

ENDERS, Henrike

Lüdenscheider TV

Turniermodus Runden - Direktausscheidung ohne Hoffnungslauf - 8er Finale

Zeitplan Samstag, 12.01.2013 8.00 Uhr

Aufruf

8.30 Uhr

Streichtermin

9.00 Uhr

Beginn

5


INT. A-JGD.-QU-TURNIER DAMENDEGEN DFB Rangliste A-Jugend Damendegen

6

Name

Verein

Jg.

Punkte

1.

STAHLBERG, Nadine

FC Offenbach

96

129.8

2.

HORNISCHER, Anna

Heidenheimer SB

96

72.0

3.

RIEDMÜLLER, Vanessa

Heidenheimer SB

97

54.8

4.

DERR, Patricia

FC TBB

96

53.8

5.

WEITBRECHT, Sophia

UFC Frankfurt

97

43.2

6.

GNAIER, Frauke

Heidenheimer SB

96

41.0

7.

SODEMANN, Elisa

TSV Berlin-Wittenau FA

96

37.6

8.

BUNTZ, Melissa

Heidenheimer SB

97

33.6

9.

BORRMANN, Constanze

FC TBB

97

26.0

10.

JONAS, Anna

UFC Frankfurt

96

22.8

11.

KRAVCHENKO, Margarita

OSC Potsdam

96

21.4

12.

FARKAS, Kristina

Bayer 04 Leverkusen

96

20.2

13.

HANSCHKE, Amelie

Heidenheimer SB

98

18.6

14.

MESZAROS, Noémi

FC Offenbach

98

16.6

15.

TREUDT-GÖSSER, Kim

WMTV Solingen

98

14.8

16.

STARMÜLLER, Deborah

Heidenheimer SB

97

14.0

17.

WEILER, Yvonne

WMTV Solingen

96

13.0

18.

LENTZ, Julia Charlotte

FC TBB

96

12.4

19.

ODENTHAL, Lisa Marie (I)

TV Rheydt FA

97

11.3

20.

DU, Ya Li (I)

FC Krefeld

96

9.5

21.

MERZ, Luca

Heidenheimer SB

96

8.4

22.

TRAUB, Hannah

TSG Reutlingen

96

8.2


INT. A-JGD.-QU-TURNIER DAMENDEGEN Das Bonner Starterfeld Zum internationalen A-Jugend-Ranglisten-Turnier im Damendegen erwartet der Olympische Fechtclub Bonn rund 180 Fechterinnen aus dem In- und Ausland. Das Starterfeld des OFC umfasst eine große Nachwuchsgruppe. Diese hat sich beim ersten A-Jugend-Qu-Turnier der Saison schon gut präsentiert, muss sich aber trotzdem noch in der A-Jugend etablieren. Wir hoffen, dass alle Teilnehmerinnen die Vorrunde überstehen. Danach wäre jeder Sieg als Erfolg zu werten.

OFC-Teilnehmerinnen: Alicia Geratz, Leonie Wiedmann, Jana Jagusch, Henrike Hülshörster, Laura Suchanski, Brenda Kolbinger, Philine Inocenao, Lea Sudau, Jingyi Xie, Paula Christoph, Paula Bockschewski, Carolin Blasberg Außerdem starten aus dem Bonner Fechtinternat Ya Li Du (FC Krefeld) Lisa Odenthal (TV Rheydt) und Fenja Seeberg (FC Oldenburg). Fenja Seeberg trainiert mit der Nachwuchsgruppe des OFC Bonn. Ya Li Du und Lisa Odenthal befinden sich auf der A-Jugend-Rangliste unter den Top 20 und werden sich hoffentlich bis in das 32er Tableau vorfechten. Natalie Dostert 7


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LEISTUNGSSPORT Olympia: Britta Heidemann gewinnt Silber in London Britta Heidemann hat nach Gold in Peking im Jahr 2008 nun im August 2012 in London mit der Silbermedaille zum zweiten Mal in Folge olympisches Edelmetall in einem Einzelwettbewerb errungen. Die Leverkusenerin unterlag erst im Finale der Ukrainerin Yana Shemyakina im Sudden Death 8:9. Zuvor bewies die 29-Jährige während des gesamten Wettkampftages gleich mehrfach Nerven wie Drahtseile. Und was war das für ein Wettkampftag. Drei Mal entschied Britta ein Gefecht im Sudden Death, dass im Finale nur die Ukrainerin mit einer "Lampe" zu ihren Gunsten zu verhindern wusste. Doch den Weg in das Finale gegen die Ukrainerin bestimmte die Leverkusenerin, die spätestens nach ihrem fünften Rang bei der EM in Legnano alte Stärke signalisiert hatte, durchgängig selbst. Ihren ersten Kampf gegen die Italienerin Bianca del Carretto entschied sie mit 14:13 zu ihren Gunsten, im Achtelfinale hatte Weltmeisterin Li Na (China) mit 13:14 das Nachsehen. Bereits hier hatte Heidemann zwei Mal den Joker „Sudden Death“ gezogen und gewonnen. Im Viertelfinale bewies die Olympiasiegerin, dass es auch anders geht. 15:12 siegte sie gegen die Tunesierin Sarra Besbes.

Was dann folgte, wird wohl in die olympische Geschichte eingehen. 5:5 stand es nach Ablauf der regulären Kampfzeit des letzten Drittels gegen die Südkoreanerin Shin A Lam. Der wurde im Sudden Death die Priorität zugelost. Für Britta hieß das: angreifen und punkten. Sieben Mal attackierte sie, sieben Mal folgten ihren Angriffen Doppeltreffer. Die Uhr stand da auf Null, wurde zu Recht um eine Sekunde zurückgestellt. Und in jener Sekunde setzte die Leverkusenerin den entscheidenden Treffer zum 6:5. Ein deutscher Fernsehsender ließ später nachmessen. Exakt 83 Hundertstel benötigte Britta für ihren Treffer. Also alles regulär. Doch die Südkoreaner sahen das wohl anders. Mehr als eine halbe Stunde diskutierten Offizielle der FIE und des Technischen Direktoriums, legten die Südkoreaner Prostest gegen die Wertung ein. Der wurde letztendlich zurückgewiesen, womit Britta zum zweiten Mal in Folge in einem olympischen Finale stand. „Das war schon eine unschöne Situation, ich war sehr angespannt“, blickt Britta Heidemann später zurück. Mit gut einer Stunde Verspätung startete dann das Finale gegen Yana Shemyakina, das erneut im Sudden Death endete. Diesmal hatte die Ukrainerin das glückliche Händchen, traf in der Verlängerung zum 9:8 und sicherte sich damit Gold. 9


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LEISTUNGSSPORT „Klar war ich kurz nach dem Gefecht ein wenig enttäuscht“, meint Britta später. „Zum zweiten Mal Gold wäre sicher das Highlight gewesen. Zwar hat es zum letzten Treffer nicht gereicht, aber mit Silber bin ich auch glücklich“, ergänzt sie. Sportdirektor Manfred Kaspar meint: „Alle haben behauptet, Britta sei nach den Spielen weg gewesen. Doch ich möchte daran erinnern, dass sie mit Ausnahme zweier internationaler Wettbewerbe immer in einem EinzelFinale gestanden hat“. Recht hat er. 2009 holte sie EM-Gold in Plovdiv und wurde Fünfte bei der WM im Einzel in Antalya. 2011 gab es Silber bei der EM in Sheffield, 2012 Rang fünf bei der EM in Legnano. Dazu Silber im Team-Wettbewerb in Paris 2010. Ihre Team-Kolleginnen verpassten dagegen knapp den Sprung nach ganz vorn. Monika Sozanska (Heidenheim) besiegte in ihrem Auftakt-Match Violette Kolobova

(Russland) 15:14, musste sich aber im Achtelfinale der späteren Heidemann-Kontrahentin Shin A Lam 9:14 geschlagen geben. Sie belegte am Ende Rang 10. Die Bonnerin Imke Duplitzer setzte sich in ihrem ersten Gefecht gegen Maria Martinez (Venezuela) klar mit 15:10 durch, verlor anschließend gegen die Weltranglisten-Erste Sun Yujie (China) 10:15. Sie erreichte Rang 29. 1. Jana Shemyakina (Russland) 2. Britta Heidemann (Leverkusen) 3. Sun Yujie (China) 4. Shin A Lam (Südkorea) 5. Anca Maroiu (Rumänien) 6. Simona Gherman (Rumänien) 7. Rossella Fiamingo (Italien) 8. Sarra Besbes (Tunesien) 10. Monika Sozanska (Heidenheim) 29. Imke Duplitzer (Bonn) Olaf Wolf, DFB

Olympia: Fünfter Platz für die Damendegen-Mannschaft Selbstbewusst waren die deutschen Degen-Damen nach London gereist, und die Silbermedaille von Britta Heidemann schien jenes Selbstbewusstsein noch gesteigert zu haben. Doch die chinesischen Degenfechterinnen warfen die deutsche Equipe in der Besetzung Britta Heidemann (Leverkusen), Imke Duplitzer (Bonn), Monika Sozanska und Ricarda Multerer (beide Heidenheim) frühzeitig aus dem Kampf um Edelmetall.

Im Viertelfinale ging China mit dem zweiten Gefecht in Führung, baute diese teilweise auf bis zu 10 Treffer aus. Zwar starteten die Deutschen am Ende des Kampfes nochmals eine Aufholjagd, doch die kam zu spät. 45:42 setzte sich Vizeweltmeister China gegen die deutsche Mannschaft durch und begrub damit frühzeitig deren Medaillenambitionen. 11


LEISTUNGSSPORT „Wir haben nicht die Gesamtleistung abgerufen. Ich bin sehr enttäuscht. Ich hatte mir persönlich mehr ausgerechnet. Es ist umso ärgerlicher, weil man gesehen hat, dass wir alle gut drauf waren“, sagt Britta Heidemann. „Diesmal hatten wir nicht das große Losglück“, blickt Sportdirektor Manfred Kaspar zurück. „Olympia hat eben doch seine eigenen Gesetze. Zwar haben die Mädchen gut gefochten, doch die Chinesinnen waren dann doch um ein Quäntchen besser als wir“, lautet sein Fazit..

Im Platzierungsgefecht besiegten die Vier zunächst mit 45:36 die Ukraine. Auch den abschließenden Kampf gegen Weltmeister Rumänien machten sie zur klaren Angelegenheit. In 53 Minuten setzte sich die DegenMannschaft gegen die Rumäninnen durch und erfochten damit Rang fünf. China gewann im Finale deutlich mit 39:25 gegen Südkorea, die USA ergatterte sich im „Kleinen Finale“ Bronze durch ein 31:30 gegen Russland. Olaf Wolf, DFB

Imke Duplitzer und Stephanie Suhrbier werden Dritte beim QB-Turnier in Heidelberg Zwei Mal dritter Platz hieß die Bilanz des OFC Bonn bei der mit rund 120 Starterinnen aus zwölf Nationen gut besetzten Rhein-Neckar-Open am 8./9. Dezember in Heidelberg. Mit diesem QB-Turnier eröffneten die Degenfechterinnen (Aktive) kurz vor Weihnachten ihre Saison. Im Halbfinale unterlag Suhrbier ihrer ehemaligen Clubkameradin Alexandra Ndolo mit 8:15, Duplitzer verlor an gleicher Stelle ihr Gefecht gegen die spätere Zweite Anja Schünke aus Heidenheim mit 9:15. Unter die besten 32 kamen Sina Dostert (12.), Janna Reimer (13.), Jana Göhner (16.) und Natalie Dostert (19.). Die frühere OFC-Fechterin Alexandra Ndolo, die seit Beginn der Saison für 12

Leverkusen startet, holte sich den Sieg durch ein 15:11 gegen Anja Schünke. „Ich bin mit dem Turnierergebnis sehr zufrieden. Überraschungen gab es sicher wenige. Erfreut war ich darüber, dass unter den letzten 32 immerhin 10 Kadettinnen und Juniorinnen zu finden waren“, meinte anschließend Bundestrainer Piotr Sozanski. 1. Alexandra Ndolo (Leverkusen) 2. Anja Schünke (Heidenheim) 3. Imke Duplitzer (Bonn) 3. Stephanie Suhrbier (Bonn) 5. Daniela Doubova (Tschechien) 6. Marijana Markovic (Leverkusen) 7. Julia Kirschen (Berlin) 8. Olga Ehler (Heidenheim) Petra Koeplin


LEISTUNGSSPORT DJM: Silber für Janna Reimer und das OFC-Team Bei den Deutschen JuniorenMeisterschaften der Degenfechterinnen am 1./2. Dezember in Waldkirch gewann der OFC Bonn die Vizetitel im Einzel mit Janna Reimer und mit der Mannschaft. Janna unterlag im Finale 7:15 Anna Hornischer vom Heidenheimer SB, im Team-Wettbewerb gewann der OFC die Silbermedaille nach einem 40:45 ebenfalls gegen Heidenheim. Im vorausgehenden Halbfinale konnten sich die Bonner Fechterinnen mit 45:44 gegen das Team aus Offenbach durchsetzen, das am Ende Dritter wurde.

1. Anna Hornischer (Heidenheim) 2. Janna Reimer (Bonn) 3. Julia Morawietz (Leverkusen) 3. Benita Marx (Offenbach) 5. Alexandra Ehler (Heidenheim) 6. Olga Ehler (Heidenheim) 7. Nadine Stahlberg (Offenbach) 8. Shirin Vollrath (TBB) Die OFC-Mannschaft gewann ebenfalls Silber nach einer 40:45 Niederlage gegen Heidenheim. Zuvor hatten Janna Reimer, Katja Moritz, Sofia Mavridis und Isabel Di Tella im Viertelfinale Tauberbischofsheim mit 45:28 und im Halbfinale Offenbach mit 45:44 besiegt. 1. Heidenheimer SB 2. OFC Bonn 3. FC Offenbach 4. WMTV Solingen 5. FC Tauberbischofsheim 6. UFC Frankfurt 7. STG Krefeld/Rheydt 8. Westfalen I

Die 19-jährige Janna Reimer erreichte das Achter-Finale über den Hoffnungslauf nach einer Niederlage gegen Claudia Becker (Mannheim). Im Viertelfinale zeigte sie sich der Vorjahressiegerin Nadine Stahlberg aus Offenbach mit 15:13 überlegen und besiegte im Halbfinale mit dem gleichen Ergebnis Julia Morawietz (Leverkusen). Erst die vier Jahre jüngere Anna Hornischer beendete im Finale ihre Erfolgsserie.

Im Herrendegen fanden die Deutschen Junioren-Meisterschaften am gleichen Wochenende in Leverkusen statt. Hier erreichte OFC-Fechter Lukas Knechtl (Jahrgang 1997) das 32er K.o und belegte einen guten 22. Platz. Der Titel ging zum dritten Mal in Folge an Nikolaus Bodoczi aus Offenbach, den Team-Wettbewerb gewann auch hier der Heidenheimer SB. Petra Koeplin 13


LEISTUNGSSPORT Jule Shigihara wird Dritte in Mödling In Mödling fand am 12. November ein internationales A-Jugend-Damenflorett-Turnier statt, das mit 137 Teilnehmerinnen aus 23 Nationen stark besetzt war und für die deutsche und die europäische Rangliste zählt. Alle zwanzig deutschen Starterinnen überstanden hier die Vorrunde, sieben kamen über die Direktausscheidungen in das 32er Tableau, und vier erreichten das Finale der letzten Acht. Aus Bonner Sicht kam Jule Shigihara im Direktlauf bis ins Finale. Dort bezwang sie im Viertelfinale mit einem klaren 12:3 Sieg die Zweite der euro-

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päischen Kadetten-Rangliste, Aikaterini-Maria Kontochristopoulou aus Griechenland, musste sich aber im Halbfinale der späteren Zweiten Maki Ito (Japan) 7:11 geschlagen geben. Siegerin wurde die Ungarin MesteriSchmel, die damit ihre Führung auf der europäischen Rangliste verteidigen konnte. Die OFC-Fechterin Julia Braun verpasste nur knapp die Finalrunde und belegte einen guten zwölften Platz. Rahel Bartholme kam auf den 58. und Pauline Bongard auf den 89. Platz. Olaf Wolf / Petra Koeplin


LEISTUNGSSPORT Herrendegen-Turnier in Bonn: International bestanden Vor Wochenfrist Dritter in Osnabrück, nun auf Platz zwei beim Cadet Circuit am 10. November in Bonn. Der Darmstädter Peter Bitsch dürfte mit seinem Auftritt in der einstigen Bundeshauptstadt durchaus zufrieden gewesen sein. Nur sein Finalgegner Luis Vervoitte (Frankreich) war nicht zu schlagen, bezwang Bitsch am Ende mit 15:12. Doch der Deutsche lieferte zuvor einen beherzten Wettkampf ab. Nach den Vorrunden an Nummer 32 gesetzt, konnte der Darmstädter seine Gefechte bis zur Finalrunde teils souverän für sich entscheiden. Im Viertelfinale setzte er sich gegen Evgeny Masiuk (Russland) 15:12 durch und bezwang im Halbfinale Maximilian Gehles (Tauberbischofsheim) 15:11. Auch Maximilian Gehles und der dritte Deutsche, Noe Walter (Osnabrück), konnten, wie auch Bitsch, durch einen starken Wettkampftag auf sich aufmerksam machen. Der Osnabrücker verpasste durch eine 7:15 Niederlage gegen den späteren Sieger aus Frankreich den Sprung auf einen Podestplatz, durfte sich am Ende dennoch über Rang fünf freuen. Maximilian Gehles

hatte im Viertelfinale den Russen Emil Garifulliun mit 15:14 besiegen können, ehe er anschließend Peter Bitsch unterlag.

„Drei Deutsche unter den letzten Acht, darunter zwei auf dem Podest. Das ist sehr gut und zeigt uns, dass wir international mithalten können.“, meinte anschließend Philipp Pleier, seit September für die Kadetten im DFB zuständig. „Zudem lässt es uns auch sehr optimistisch auf die EM blicken, da wir uns in den direkten Vergleichen mit den Gegnern aus Frankreich, Italien und Russland sehr gut verkauft haben.“ Er und sein Kollege Mario Böttcher, neuer Herrendegen-JuniorenBundestrainer, dürften aber auch zur Kenntnis genommen haben, dass neben den drei Genannten nur zwei 15


LEISTUNGSSPORT weitere deutsche Vertreter den Sprung in die Runde der letzten 32 schafften. 1. Luis Vervoitte (Frankreich) 2. Peter Bitsch (Darmstadt) 3. Maximilian Gehles (TBB) 3. Louis Hatiez (Frankreich) 5. Noe Walter (Osnabrück) 6. Evgeny Masiuk (Russland) 7. Martin Rubes (Tschechien) 8. Emil Garifulliun (Russland)

Knechtl den Sprung unter die besten 32 und belegte am Ende den 20. Platz. Philipp Schäfer kam auf Rang 86, und Leander Schmidt belegte den 119. Platz vor Tim Denz (121.).

Olaf Wolf, DFB / Foto: Koeplin

Eine Woche zuvor hatte Lukas Knechtl das Junioren-QB-Turnier in Osnabrück auf dem 15. Platz abgeschlossen und damit die Führung der deutschen A-Jugend-Rangliste übernommen. Alexander Bösch hatte an gleicher Stelle den 26. und Leander Schmidt den 92. Platz belegt.

Für den Bonner Tank & Rast Pokal, mit rund 200 Startern sehr gut besetzt und vom OFC hervorragend organisiert, hatten sich vier OFC-Fechter qualifiziert. Von ihnen schaffte Lukas

Am 1./2. Dezember belegte Jan Ole Hülshörster in Kenten beim internationalen A-Jugend-Säbelturnier den siebten Platz. Petra Koeplin

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LEISTUNGSSPORT Degenfechterinnen präsentieren sich erfolgreich in Solingen Beim internationalen Damendegen AJugend-Qu-Turnier in Solingen am 20./21. Oktober waren sechs OFCund drei Internatsfechterinnen am Start. Unter 158 Teilnehmerinnen schafften drei Bonner Fechterinnen leider nicht den Sprung in die Zwischenrunde. Fenja Seeberg (Jg. 1998/Int.) belegte den 145. und Laura Suchanski (1996) den 118. Platz. Paula Christoph (1997) traf das Pech der ersten Absteigerin (113. Platz). Philine Inocenao da Silva (1998) schied nach einer starken Vorrunde in der ersten Zwischenrunde aus (112. Platz), während alle anderen Fechterinnen in ihren Runden stark gefochten haben und weiter kamen. Im letzten Durchgang an diesem ersten Tag mussten in zwei Runden jeweils zwei OFC-ler bzw. zwei Internatsfechterinnen gegeneinander antreten. Dennoch konnten sich gleich vier Fechterinnen durchbeißen und qualifizierten sich für das 64er K.o. am Sonntag. Hier traf Alicia Geratz (1996) das Schicksal der ersten Absteigerin. Erkämpfte sie sich in ihrem letzten Rundengefecht noch ihren zweiten Sieg gegen die starke Kristina Farkas (Leverkusen), sollte ihr am Schluss nur ein Treffer fehlen, um sich für den Sonntag zu qualifizieren. Am Sonntag durften Leonie Wiedmann (1998), Jana Jagusch (1998), Ya Li Du (1996/Int.) und Lisa Odenthal (1997/Int.) antreten. Alle vier ver-

loren aber ihr erstes Gefecht im 64er K.o. Im anstehenden Hoffnungslauf konnte sich Jana Jagusch gegen Leonie Blöbaum (Quernheim) 15:10 durchsetzen, Leonie Wiedmann gewann gegen Vivian Hammermüller (Düsseldorf) mit 15:11, und Lisa Odenthal besiegte Jeanette Kühnapfel mit 15:6. Ya Li Du verlor auch ihr zweites Gefecht gegen Anna Hornischer 8:15 und belegte den 49. Platz. Im zweiten Hoffnungslauf verlor Jana Jagusch nach einem guten Gefecht gegen Anna Jonas (Frankfurt) 9:15 und belegte den 46. Platz. Leonie Wiedmann machte es in ihrem Gefecht gegen Noémi Meszaros (Offenbach) spannend, als sie nach einer 3:10 Rücklage auf 12:13 aufholen konnte. Doch die Deutsche Meisterin des Jahrgangs 1998 behielt in diesem Gefecht die Oberhand und besiegte Leonie 12:15, die im Gesamtergebnis den 44. Platz belegte. Lisa Odenthal gewann ihren zweiten Hoffnungslauf gegen Justine Blairon (Belgien) mit 15:12 und qualifizierte sich für das 32er K.o. Hier traf Lisa auf Margarita Kravchenko (Potsdam) und verlor knapp mit 14:15. Im Hoffnungslauf ließ sie gegen Luca Merz (Heidenheim) keinen Treffer liegen und gewann sicher mit 15:10. Auch ihren zweiten Hoffnungslauf gegen Julia Lentz (TBB) konnte Lisa mit 15:9 deutlich für sich entscheiden. Danach traf sie auf Anna Hornischer, 17


LEISTUNGSSPORT die am Morgen schon das Aus für Ya Li Du bedeutet hatte, und verlor hier mit 8:15. Am Ende belegte sie den 15. Platz.

ausgeheilten Muskelfaserrisses dann leider doch nicht starten. Insgesamt war es ein super Ergebnis,

Oben vl: Lisa Odenthal (Internat), Jana Jagusch, Alicia Geratz, Leonie Wiedmann Unten vl: Fenja Seeberg (Internat), Paula Christoph, Ya Li Du (Internat)

Mit diesem guten Endergebnis qualifizierten sich die vier Fechterinnen für das CC A-Jugend-Qu-Turnier in Heidenheim im November und Lisa Odenthal zusätzlich sogar für das CC Ranglisten-Turnier Ende Oktober in Klagenfurt. Henrike Hülshörster (1998) war extra aus Grenoble, wo sie für drei Monate im Schulaustausch ist, angereist, durfte aber wegen eines noch nicht 18

vor allem für Leonie Wiedmann und Jana Jagusch, die sich in ihrem ersten Jahr in der A-Jugend schon sehr stark präsentiert haben. Aber auch die Fechterinnen, die es nicht bis zum zweiten Tag geschafft haben, hinterließen einen guten Eindruck und lassen bei den nächsten Turnieren auf mehr hoffen. Und dann sind aktuell Verletzte hoffentlich wieder dabei. Natalie Dostert


LEISTUNGSSPORT Sechs Siege bei Landesmeisterschaften in Bonn Mit insgesamt sechs ersten Plätzen starteten die Fechter/innen des OFC bei Landesmeisterschaften am 15./16. und am 22./23. September in Bonn erfolgreich in die Saison. Am ersten Wochenende holte sich bei der A-Jugend im Damenflorett Charlotte Krause den Sieg, Julia Braun und Valentina Moor wurden Dritte. Anna Braun belegte den sechsten Platz vor Lara Braun und Pauline Bongard. Bei den Herren siegte André Sanità vor Marian Vesper und Matthias Maxem, Niklas Parchatka wurde Fünfter und Frederic Fark Siebter. Zwei weitere Titel gingen an die OFCJunioren-Mannschaft im Damen- und im Herrenflorett. Im Damensäbel war ebenfalls die Junioren-Mannschaft erfolgreich und gewann den Titel mit Sandra Renn, Celine Strömer und Charleen Kittel. Im Einzel wurde Sandra Zweite und Marta Piecha Achte. Das Herren-Team belegte Platz drei mit Jan Ole Hülshörster, Lorenz Dubinsky und Elias Rath. Eine Woche später folgte bei den AJugend-Landesmeisterschaften Titel Nummer sechs mit der A-JugendMannschaft im Damenflorett durch Julia Braun, Merrit Schomakers, Louisa Gnann und Jule Shigihara. Im Ein-

zel belegte Jule gemeinsam mit Pauline Bongard den dritten Platz, Merrit Schomakers wurde Sechste und Louisa Gnann belegte Rang acht. Das Herrenflorett-Team wurde Dritter mit Nils Schramm, Paul Heberer, Daniel Zent und Damian Demarest. Im Herrendegen eroberten Tim Denz auf dem zweiten und Leander Schmidt auf dem dritten Platz das Treppchen. Gemeinsam mit Philipp Schäfer und Paul Schon wurden sie Vize-Mannschafts-Landesmeister. Bei den Damen wurde Henrike Hülshörster Dritte trotz eines Muskelfaserrisses im letzten Gefecht. Alicia Geratz belegte den achten Platz. Die OFC-Mannschaft kam auf Rang vier mit Alicia, Jana Jagusch, Brenda Kolbinger und Laura Suchanski. Im Damensäbel-Einzel belegte Marta Piecha einen guten zweiten Platz. Im Team-Wettbewerb trat sie mit Celine Strömer und der kurzfristig als Ersatz eingetretenen Degenfechterin Philine Inocenao da Silva an. Gemeinsam erreichten sie Platz drei. Das OFC-Herrensäbel-Team wurde Vize-Landesmeister mit Jan Ole Hülshörster, Lorenz Dubinsky, Elias Rath und Finn Kemmling. Im Einzel erreichte Jan Ole die Finalrunde und belegte den sechsten Platz. Petra Koeplin 19


LEISTUNGSSPORT OFC-Säbler erfolgreich beim Pokalturnier in Mülheim Das erste Qualifikationsturnier der Saison des Rheinischen Fechterbundes nach den Landesmeisterschaften fand am 29. September in Mülheim an der Ruhr statt. Dieses Turnier nutzten auch zahlreiche belgische, niederländische und süddeutsche Vereine, um ihr Können zu beweisen. Die Belgier fielen dabei nicht nur durch ihre guten Fechter, sondern auch durch ihre bunten Fechtstrümpfe und E-Westen auf. Souverän absolvierte Max Müller (Jg. 2003 / Foto unten: mit seinem Vater Andreas) zwei Tage nach erfolgreicher Turnierreifeprüfung sein erstes Turnier. In einer gemischten Runde (DS/HS Jg. 2002/2003) belegte er

unter neun Teilnehmern den zweiten Platz und gewann damit seinen ersten Pokal. Die B-Jugend startete mit insgesamt neun Fechtern (4 Mal Jg. 1999, 5 Mal Jg. 1998): Finn Kemmling (1999) und Dominik Roth (1999) verpassten dabei wie auch Younes Nekhili (2000) knapp das Finale, während Siebo Albers (2000) den Weg dorthin ohne Probleme schaffte. Im Finale unterlag Siebo dem späteren Sieger Alexandre Poizat aus Belgien. Finn belegte den 11., Dominik den 13. und Younes den 14. Platz. Jan Ole Hülshörster startete neben Lorenz Dubinsky in der A-Jugend. In dem mit 74 Teilnehmern großen und starken Starterfeld belegte Jan Ole den fünften und Lorenz den 23. Platz. Jan Ole war nicht wirklich zufrieden, da er gegen Jonathan Sauer (FR Nürnberg), den er am Vortag noch aus dem Rennen geworfen hatte, unterlag und somit den Sprung auf das Podest nicht schaffte. Bei den Junioren belegte Jan Ole einen guten zehnten Platz. Unter den ersten Sechs war nur Eduard Gert (Dormagen), der Führende der Deutschen AJugend-Rangliste, als AJugendlicher vertreten.

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LEISTUNGSSPORT Sandra Renn (1995), Céline Strömer (1997) und Marta Piecha (1998), die im Vorfeld mit zwei zweiten Plätzen (Sandra: Junioren, Marta: A-Jugend) und einem fünften Platz (Martha: Junioren) sowie dem Gewinn des Junioren-Mannschaftstitels bei den Rheinischen Landesmeisterschaften auf sich aufmerksam gemacht hatten, schafften es bis auf eine Ausnahme in Mülheim in die 32er Runde. In der A-Jugend belegte Marta den 23. und Celine den 27. Platz, bei den Junioren Sandra den 28. und Céline den 33. Platz. Die Trainer Georgi Tschomakov und Manuel Schneider, der durch seine Obmann-Tätigkeit Georgi die Möglichkeit gab, die Fechter des OFC an der Planche zu unterstützen, zeigten sich mit den Turnierergebnissen zufrieden, und es gab sogar ein Lob von Seiten des Rheinischen Fechterbundes, dem auffiel, dass die Säbeltrup-

pe des OFC in den letzten zwei Jahren deutlich gewachsen ist und zunehmend erfolgreicher wird. Dafür auch ein herzliches Dankeschön an Georgi und Manuel! Antje Nekhili

Katja Moritz und Tobias Meyer siegen in Zülpich Mit zwei Siegen und weiteren Finalplatzierungen absolvierte der Degennachwuchs des OFC Bonn am 2. September sein erstes Landesranglistenturnier der Saison erfolgreich in Zülpich.

Im Schüler-Jahrgang 2001 wurde Adriana Friedrich Zweite, und Louise Mäuler belegte den achten Platz.

Im Herrendegen (B-Jugend-Jahrgang 1999) gewann Tobias Meyer das Turnier, Lenard Augustin wurde Siebter.

Das gute Ergebnis wurde komplettiert durch die Internatsfechterin Lisa Odenthal (Rheydt), die in der AJugend den zweiten und bei den Junioren den achten Platz belegte.

Bei den Damen siegte in der Juniorenklasse Katja Moritz, und Sofia Mavridis wurde Fünfte vor Indira Ertl.

Im B-Jugend-Jahrgang 1999 kam Brenda Kolbinger auf Rang fünf.

Petra Koeplin 21


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VERANSTALTUNGEN Lange Nacht des Fechtens - Night of the Knights Am 16. November 2012 organisierte der OFC Bonn e.V. die „Lange Nacht des Fechtens – Night of the Knights“. Ziel war es, auf die schwierige Situation des Leistungssports in Zeiten von G 8 (Schulzeitverkürzung) und öffentlichen Förderkürzungen aufmerksam zu machen.

Außerdem wurden Sebastian Bachmann und André Weßels, der leider verhindert war, für ihre erfolgreiche Olympiateilnahme geehrt.

Während ab 16 Uhr die Vereinsmitglieder in der Fechthalle in einem Spenden-Wettkampf ähnlich einem Sponsorenlauf in drei Zeitfenstern den sportlichen Teil der Veranstaltung übernahmen und gegeneinander antraten, fand im Casino des Fechtzentrums der kulturelle und kulinarische Teil der Veranstaltung statt.

schofsheim gewechselt ist, eine Goldmünze mit dem Abbild von Queen Elizabeth und hob dabei hervor, dass die fragliche Obmann-Entscheidung in London leider die Goldmedaille verhindert hat. Wir bedauern den Wechsel von „Bachi“, wünschen ihm aber nichtsdestotrotz weiterhin viel Erfolg.

Imke Duplitzer überreichte Sebastian Bachmann, der mittlerweile zu seinem Heimatverein nach Tauberbi-

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VERANSTALTUNGEN Im Anschluss an die Ehrung spielten Peter Dopatka und André Lang auf einem Steinway-Flügel ein Duell und zeigten dabei hervorragend, dass Duelle nicht nur auf der Planche ausgetragen werden können. Wichtig erschien uns, mit diesem Beitrag zu zeigen, dass wir den derzeit in Bonn herrschenden Kampf zwischen Kultur und Sport nicht gut heißen. Für das leibliche Wohl sorgten der Vorstand nebst Freunden sowie - wie könnte es anders sein - Henri Jan-

sen, der Crêpes in allen Variationen zubereitete (Seite 26). Ihm und allen Helfern sei hier herzlich gedankt. Die erste von drei selbst gemachten Fechtskulpturen, die Younes Nekhili (Säbel, 2000) dem Verein zur Verfügung stellte, wurde professionell von Andreas Müller im Rahmen einer amerikanischen Versteigerung für 137 € versteigert. Glücklicher Besitzer der goldenen Skulptur ist nun Max Müller.

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VERANSTALTUNGEN Danke an Younes und seine Kunstlehrerin, die nicht glaubte, dass er die erste Skulptur selbst gemacht hatte, weswegen er die zweite vor ihren kritischen Augen anfertigen musste. Damit war eine Idee geboren.

Strahlende Sieger (vl): Siebo Albers, Louise Meueler, Adriana Friedrich und Leander Bütow

Die Fechter erfochten im Laufe des Nachmittags und Abends für den Verein über 4.500 €. Die Fechterinnen und Fechter mit den meisten Gefechten und mit den meisten Treffern aus den jeweiligen Zeitfenstern - Adriana Friedrich, Louise Meueler, Jan Ole Hülshörster, Julia Braun und Sina Dostert - erhielten als Dank für ihren Einsatz einen Gutschein für einen neuen Trainingsanzug des OFC Bonn. Da Jan Ole in seinem Zeitfenster die meisten Tref-

fer und die meisten Gefechte zu verzeichnen hatte, erhielt Marvin Münchow nachträglich ebenfalls einen Gutschein, da die Entscheidung im ersten Zeitfenster äußerst knapp gewesen war.

An dieser Stelle möchte sich der Vorstand des OFC Bonn bei allen Förderern und Sponsoren der einzelnen Fechter wie auch der gesamten Aktion bedanken. Gerade der Einsatz der jüngeren Vereinsmitglieder muss hier besonders betont werden. Ohne diese wäre die Spendensumme deutlich geringer ausgefallen. Unser besonderer Dank geht darüber hinaus an Herrn Dr. Axel Schmuth, die Firmen Blue Planet GmbH und Auto Collection, sowie das Fotostudio Klein, die die Kosten der Sachpreise übernahmen. Francesca Hülshörster 25


VERANSTALTUNGEN

Henri Jansen in Aktion: Der Meister zeigt, wie man die CrĂŞpes formvollendet wendet ...

‌ Der Nachwuchs hat den Dreh schnell raus, und ein Fotograf ist auch im richtigen Moment zur Stelle!

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VERANSTALTUNGEN Weihnachtsfeier mit Tombola

Bei der Weihnachtsfeier am 19. Dezember traten ab 16 Uhr die Jüngsten des Vereins in ihren Waffen gegeneinander an. Die Sieger erhielten neben einer Urkunde mit Los für die

Tombola einen Recycling-Pokal. Ab 18 Uhr war „Mixed-Fechten“ angesagt. Nur selten war die Halle in den Abendstunden noch so voll und mit Leben und Lachen erfüllt!

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VERANSTALTUNGEN

Parallel wurde von fleißigen Helfern für das leibliche Wohl gesorgt. Herzlichen Dank für alle Essensbeiträge! Höhepunkt der diesjährigen Weihnachtsfeier war zweifellos die Ziehung der Tombola-Preise, durch die Andreas Müller führte. Auf diesem Weg möchte ich mich noch einmal herzlich bei Otti Müller und Antje Nekhili für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Beschaffung der zahlreichen Preise für die Tombola bedanken. Sie waren mehrere Tage unterwegs und organisierten neben Sachpreisen zahlreiche Gutscheine, die sehr ansprechend waren: Frühstücksgutscheine, Theatergutscheine, Besti28

ckungsgutscheine, Friseurgutscheine, Massagegutscheine... Der Losverkauf (einschließlich der Spenden im Spendenschwein) erbrachte 666,65 € und darüber hinaus eine tolle Stimmung in die Fechthalle. Ich denke, dass so eine Aktion (Neudeutsch: Event) durchaus eine Wiederholung wert ist, schon alleine um Otti die Teilnahme daran zu ermöglichen. Leider fiel diese, nachdem sie die Tombola mit Antje fast vollständig vorbereitet hatte, wegen einer Bandscheibenoperation aus. Auf diesem Weg noch gute Besserung. Wer Ideen hat, möge uns diese bitte mitteilen! Francesca Hülshörster OFC-Vizepräsidentin Jugend


NAMEN UND NACHRICHTEN Fechten oder Auslandsaufenthalt? Schon lange hatte ich mir gewünscht, einen Auslandsaufenthalt zu machen. Da ich jetzt in die zehnte Klasse kommen würde, war es an der Zeit… Doch nun stellte sich mir die Frage: Was möchte ich lieber? Fechten oder ins Ausland gehen?

Dort bekam ich immer Antworten wie: es ist zwar möglich, aber sehr selten, wir können nichts garantieren, nicht zu 100% etc.

Erst einmal entschied ich mich, nach Frankreich zu gehen, da mein Französisch nicht sehr gut war und ich es einfach gerne verbessern würde, die dortige Kultur gerne kennenlernen wollte und vor allem, weil dort die

Ich überlegte, ob ich vielleicht Fechtvereine im Ausland anschreiben sollte. Ich fragte auch meine Trainerin Natalie Dostert, ob sie vielleicht jemanden aus Frankreich kennen würde, der dort fechten würde, und ich hatte sogar Glück. Sie kannte Alexander Burghardt, der aus Grenoble kommt und dort auch gefochten hat.

Chancen sehr gut standen, zu fechten. Ich fragte bei vielen Austauschorganisationen nach, ob es möglich wäre, im Ausland auch zu fechten.

Also setzte ich mich mit ihm in Verbindung, schrieb einen Brief, den er dem Fechtverein in Grenoble gab, und tatsächlich: Eine Familie antwor29


NAMEN UND NACHRICHTEN tete mir, dass sie mich gerne für 3 Monate aufnehmen wollte… Die beiden Kinder (15 und 12) waren bzw. sind begeisterte Fechter. Es gab noch viele organisatorische Dinge zu erledigen, mich von der deutschen Schule befreien lassen, die dortige Schule nach Erlaubnis fragen und noch vieles mehr. Als endlich alles geregelt war, stand dann auch mein Abfahrtsdatum fest: am 25. August sollte mein Abenteuer in Frankreich losgehen. Meine Aufregung stieg immer mehr. Mit meiner Fechttasche und einem riesigen Koffer im Schlepptau ging es dann los. Nach sieben Stunden Zugfahrt kam ich endlich in Lyon am Bahnhof an, meine Gastfamilie holte mich dort ab, und wir fuhren nach Grenoble. Die erste Woche verbrachte ich in einem Fechtcamp im Dorf Vaujany in den Alpen, während die deutschen Schüler bereits in der Schule pauken mussten. Schon mittags war ich dank intensiver Beinarbeit total erledigt. Das Fechtcamp, zu dem Fechter aus ganz Frankreich kamen, gefiel mir sehr gut, ich musste mich nur an die neue Situation gewöhnen und war froh, dass ein Junge zweisprachig aufgewachsen war und somit hin und wieder für mich übersetzen konnte. Wieder in Grenoble angekommen, hieß es auch für mich: ab in die Schule… Jeden Tag bis 17 Uhr Schule, nur mittwochs um 12 Uhr frei… Dazu überwiegend Frontalunterricht. Nach 30

zwei Wochen hatte ich mich aber schon an meinen Stundenplan gewöhnt, die Leute in der Schule waren alle sehr nett! Dadurch, dass der Austausch privat organisiert war, war ich die einzige Austauschschülerin an der Schule. Manche Lehrer fanden das toll und waren sehr hilfsbereit, anderen war meine Anwesenheit egal, aber damit konnte ich auch leben, und manch einer bekam deshalb einen Brief direkt aus dem Unterricht. Da das Training in Frankreich immer eine Woche später als die Schule beginnt, habe ich erst nach zwei Wochen in Frankreich mit dem normalen Training im dortigen Club (Grenoble Parmentier) angefangen. Alle empfingen mich super nett, das Training gefiel mir sehr, und nach einer Woche hieß es schon: für ein Wochenende geht's nach Hause, die Landesmeisterschaften standen an… Da ich noch keine 15 bin, war die Zugfahrt im Gegensatz zu Flügen, bei denen ich noch „in Begleitung“ hätte fliegen müssen, mit knapp 50 € (für insgesamt acht Stunden Bahnfahrt) wahrlich ein Schnäppchen. Bei den Landesmeisterschaften zog ich mir leider einen Muskelfaserriss zu, was für mich bedeutete, dass ich für die nächsten 6 Wochen eine Trainingspause machen musste, was ich zunächst nicht wirklich wahrhaben wollte. Ich fuhr daher zwei Wochen später mit zum CC Turnier in die Schweiz


NAMEN UND NACHRICHTEN nach Montreux, wo ich aber nach zwei Gefechten aussteigen musste. Dennoch hatten wir viel Spaß. Zurück in Frankreich ging ich dann anstatt zum Fechten zur Physiotherapie, aber auch ohne Training verging die Zeit wie im Flug, und nach vier weiteren Wochen konnte ich endlich wieder vorsichtig trainieren. In der Verletzungspause lernte ich Grenoble viel besser kennen und entschied mich, zwei Wochen länger als geplant zu bleiben. In unseren Herbstferien fand in Deutschland ein Nordrhein Qu-Turnier statt, und meine Mutter schlug mir vor, dass ich meinen Gastbruder doch für das Turnier mitbringen könnte. Von hier ging es dann mit meinem Gastbruder zu dessen Großeltern nach Paris, wo wir die französischen Herbstferien verbrachten. Die letzten sechs Wochen vergingen wie im Flug. Ich habe viele Freunde gefunden, und obwohl ich mich auch total auf meine Freunde in Deutschland freute, stimmte mich der Gedanke an meinen Abschied dort zunehmend traurig. Mittlerweile konnte ich ja schon wieder normal trainieren, alle Leute im Training waren super nett, und die Trainer versuchten, mich mit ihren Deutsch-Kenntnissen zu begeistern… Und schon war er da, mein letzter Tag in Frankreich. Bereits am Tag davor hatte ich mein letztes Training und alle Fechter verabschiedet. Koffer

waren gepackt, alles stand bereit, und am 15. Dezember ging es nach drei Monaten und drei Wochen wieder zurück nach Bonn. Mittlerweile spreche ich fließend Französisch und habe super gute Freunde in Frankreich gefunden. Ich würde es jederzeit wieder machen und möchte mich ganz herzlich bei Alexander Burghardt, den Trainern in Grenoble, dem Verein Grenoble Parmentier, meiner Gastfamilie und natürlich meinen Eltern bedanken, die mir das überhaupt ermöglicht haben. Henrike Hülshörster Die neuen OFC-Trainingsanzüge sind eingetroffen und im Lädchen bei Andreas und Otti Müller erhältlich. Sie sind von der spanischen Firma Joma, die auch die spanische Olympiamannschaft ausgerüstet hat. Die Kindergrößen (152, 164) kosten 55 €, die Erwachsenengrößen (S, M, X, XL) 65 €. Bei den Erwachsenengrößen (Mikrofaser) kann ein Größenmix gekauft werden, z.B.: Hose L und Jacke M oder Jacke XL und Hose L ...)! Francesca Hülshörster OFC-Vizepräsidentin Jugend

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NAMEN UND NACHRICHTEN Der Löwe kommt! Liebe Fechterinnen und Fechter, liebe Eltern, Der OFC richtet auch 2013 den Löwe von Bonn aus. Nach dem tollen Turnier 2012 sind wir von der FIE im letzten Jahr als „best practice“ Beispiel für alle Ausrichter weltweit ausgezeichnet worden. Damit wir an die gewohnt gute Organisation der letzten Jahre anschließen können, suchen wir dringend HELFER, die mit anpacken. WANN? Vom 21. bis 24. März.

Das kann sein: -

Auf- oder Abbau der Halle Cafeteria Kuchen spenden Fahrdienste Bahnhelfer Fahnenkinder

Es wäre schön, wenn sich zahlreiche HELFER (egal ob Große oder Kleine) im OFC Büro (Tel. 0228 / 67 96 13) melden würden! Imke Duplitzer Präsidentin des OFC Bonn

Termine - Ankündigungen - Termine 28.02.2013

Turnierreifeprüfung im OFC Beginn: 18.15 Uhr - Ende: ca. 20.30 Uhr

26.02.-09.03.2013

Kadetten- und Junioren-EM in Budapest

09.03.2013

11. Goldbären-Cup Degen-Jugend-Turnier Schüler, B-Jugend-Qu (RFB)

22.-24.03.2013

41. Löwe von Bonn Herrenflorett-Weltcup Einzel und Mannschaft

06.-15.04.2013

Kadetten– und Junioren-WM in Porec

N.N.

Säbel-Jugend-Turnier Schüler, B-Jugend-Qu (RFB) Ausschreibungen zu Turnieren und Lehrgängen in Bonn können auf unserer Homepage www.ofc-bonn.de heruntergeladen werden.

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FECHTEN LERNEN IM OFC Suchen Sie eine Sportart für Ihr Kind, 

die zu körperlicher Fitness und zur Schulung seiner motorischen Grundeigenschaften,

die zu Selbsterfahrungen und zur Entwicklung seiner konditionellen Möglichkeiten,

die zu Lern- und Leistungserlebnissen für Ihr Kind selbst führt?

Dann ist Ihre Tochter oder Ihr Sohn im

Anfängergruppen für Kinder und Jugendliche: Säbel

67 96 13

Georgi Tschomakov Dienstag 16.00 Uhr - 17.00 Uhr Herrenflorett

 67 96 13

Nikolai Kotchetkov, Matthias Maxem, Georg Hartmann Montag und Freitag 16.00 Uhr - 18.00 Uhr Damenflorett

 67 96 13

Monika Clasen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 16.00 Uhr - 18.30 Uhr

Fechtsport gut aufgehoben! Das Probetraining ist in den ersten vier Wochen kostenlos. In dieser Zeit stellt der OFC Bonn die komplette Fechtausrüstung zur Verfügung.

Degen

67 96 13

Florian Nettersheim, Natalie Dostert Montag 15.30 Uhr - 17.00 Uhr Freitag 16.30 Uhr - 18.00 Uhr

Trainingsgruppe Florett für fortgeschrittene Erwachsene: In der Gruppe um Ute Wessel treffen sich fortgeschrittene Florettfechterinnen und -fechter. Trainingszeit: Donnerstag 20.00 Uhr - 22.00 Uhr Neue Gesichter sind jederzeit willkommen! Trainingsgruppe für erwachsene Anfänger und Fortgeschrittene: Auch wer das Fechten nicht (mehr) leistungsmäßig betreiben will, ist beim OFC Bonn gut aufgehoben: Bei den Grauen Löwen fechten Erwachsene jeden Alters Florett montags und freitags ab 20 Uhr unter der Leitung von Carsten Reimer Degen freitags ab 19 Uhr unter der Leitung von Thierry Mittelfarwick. Anfänger sind jederzeit willkommen! 33


VORSTAND DES OFC BONN Präsidentin

Imke Duplitzer

praesidentin@ofc-bonn.de

Finanzen

Prof. Dr. Carsten Becker

Tel: 0228 / 949 94 87 vpfinanzen@ofc-bonn.de

Sport

N.N.

Inneres

Gudrun Nettersheim

Tel: 0228 / 96 77 95 40 vpinneres@ofc-bonn.de

Öffentlichkeitsarbeit

Sonja Meyrl

Tel: 0032 / 499 20 24 28 vpoeffentlichkeitsarbeit@ofc-bonn.de

Jugend

Dr. Francesca Hülshörster

Tel: 0228 / 85 81 42 vpjugend@ofc-bonn.de

Besondere Aufgaben

N.N.

Vielen Dank an alle, die mit Beiträgen und Anzeigen diese Ausgabe von Touché mitgestaltet haben. Das nächste Heft erscheint zum

41. Löwe von Bonn - Weltcup im Herrenflorett 22.-24. März 2013

IMPRESSUM Herausgeber:

Redaktion: Anzeigen: Druck:

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Olympischer Fechtclub Bonn e.V. Am Neuen Lindenhof 2, 53117 Bonn Tel: 0228 / 67 96 13 - Fax: 0228 / 67 94 75 Mail: info@ofc-bonn.de - Internet: www.ofc-bonn.de Petra M. Koeplin, Medienbeauftragte Mail: koeplin@ofc-bonn.de Sonja Meyrl, Vizepräsidentin Öffentlichkeitsarbeit Kontakt: siehe oben Druck- und Werbegesellschaft mbH Von-Weichs-Straße 23, 53121 Bonn


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