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Ausgabe 05.11 . August/September . 6 Euro . www.trenddokument.com

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Österreich, Frankreich, Niederlande 6 Euro . Schweiz 11,80 Sfr

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Stream me up Die Cloud – Das Ende der Konserve?

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42 Eccleston Square Hotel Hightech-Hotel in zentraler Lage

Steam me up . Die Cloud – Das Ende der Konserve?

74 Hot Rod Mini Coupé: Three Doors Down

82 Klangkörper KEF-Blade – Auf der Suche nach der perfekten Schallquelle


Wir freuen uns auf Ihren Besuch! IFA 2011 I 02.– 07. September I Halle 8.2 I Stand 103 1528_Anzeige_IFA2011.indd 1

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Erste Seite

Erste Seite . Die Welt da oben?

Die Welt da oben?



Alle Welt spricht von der Cloud, ihr sollen wir unsere Daten anvertrauen, diese synchronisieren, teilen und manipulieren. Unsere Briefe, Tabellen, Fotos, Videos und Musik sollen irgendwo abgelegt sein, sodass wir sie bei Bedarf stets abrufen können, ohne uns Gedanken über Speicherplatz oder Ablageort auf unserem Rechner oder Mobiltelefon machen müssen. So weit die Theorie. Die Geburtstagseinladung oder einen Schulaufsatz mag man der Wolke wohl anvertrauen, doch wie sieht es mit der Steuererklärung, der privaten Finanzkalkulation oder persönlichen Fotos aus? Alles ab in die Cloud? Darüber mag sich jeder seine persönliche Meinung bilden, wir vertrauen da lieber auf solide Backups zu Hause, eventuell auf passwortgesicherten Servern, um im Fall der Fälle auch bei einem totalen Datenverlust in den eigenen vier Wänden gerüstet zu sein. In einer Hinsicht jedoch macht die Wolke durchaus Sinn: wenn es um die Wiedergabe von Musik oder Filmen geht. Der Komfort einer ständig verfügbaren, mehrere Millionen Titel umfassenden Musikbibliothek zieht immer mehr Menschen in seinen Bann, und mancherorts gibt es für Filme schon ähnliches. Man muss die aktuelle Charthits in aller Regel nicht besitzen, es reicht, sie jederzeit zur Verfügung zu haben, und das gilt in noch stärkerem Maße auch für Filme, die man sich ohnehin nur ein oder zweimal anschaut. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel, doch dafür gibt es ja Konserven wie CDs, DVDs, Blu-rays oder schlicht die digitale Kopie zu Hause. Alle Inhalte, die ohnehin von vielen Leuten gewünscht werden, sind in der Cloud gut aufgehoben; private oder geschäftliche Infos nur unter Vorbehalt, das zeigen die jüngsten Hackerattacken. Letztere werden irgendwann auch die Datendienstleister ereilen, und wenn dann die private Buchhaltung auf Cloudleaks (der Name sei hier nur symbolisch verwendet) auftaucht, dann ist der Spaß mit dem Datensharing vorbei. Aber das wussten Sie ja sicher schon, also wünschen wir an dieser Stelle viel Vergnügen mit Musik und Filmen aus der Wolke. Frank Kreif, Herausgeber

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Inhalt

td 05.11 . Ausgabe 6

In dieser Ausgabe

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Erste Seite

td meets architecture

Zuiko

Die Welt da oben? Seite 3

Gegenwart und Zukunft Seite 24

Olympus XZ-1 Seite 35

Letzte Seite

Read

Was hat die kleinste?

Vorschau/Impressum Seite 98

Neue bedruckte Seiten Seite 26

Neue Systemkameras ohne Spiegel Seite 36

Hurra! Endlich sind wir volldigital!

Blu

Luxuskommunikation

Google+, Facebook und Co. – unsere digitalen Paralleluniversen Seite 8

Neue Filme auf blauen Scheiben Seite 28

TAG Heuer LINK – Edel-Smartphone mit Android-Technik Seite 40

Kursbestimmung Stream me up Die Cloud – Das Ende der Konserve? Seite 12

Notebooks – neu definiert Seite 30

Eccelston Square Hotel Hightech-Hotel in zentraler Lage Seite 42

Gegen den Wind Die stillen Stars

PND vs. Smartphone – IFA-News von Becker und Falk Seite 32

Casa de la FLora

Medion – Design für die Massen Seite 12

Play

Evolution

Schöner fernsehen

Neue Games für die Konsole Seite 22

Dell XPS 15z Seite 34

NDS macht IPTV zum Genuss auf allen Ebenen Seite 46

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Neues Hotel & Resort in Khao Lak Seite 44


Flexibel und netzwerkfähig Gira Türkommunikations-System www.gira.de/tuerkommunikation

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kommunikations-System ist für alle Anwendungen im Innen- und Außenbereich geeignet. Abb. links: Gira Wohnungsstation Video AP, Zweifachkombination Tastschalter/SCHUKO-Steckdose, Gira E2, Reinweiß glänzend Abb. rechts: Türstation 1fach mit Farbkamera und Gira Keyless In Fingerprint-Leseeinheit, Gira TX_44, Reinweiß

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zu integrieren. So können Türstationen auch nachträglich mit Videofunktionalität ausgestattet und mehrere Bereiche über eine Wohnungsstation eingesehen werden. Abb. links: Gira Control 9 Client, Glas Schwarz Abb. rechts: Gira Türkommunikation auf einem Laptop

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Inhalt

td 05.11 . Ausgabe 6

In dieser Ausgabe

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70 90

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74 92

Design Lab 2011

Geschnitten oder am Stück

Alles frisch

Bunte Ideen für weiße Ware Seite 48

Mercedes C Klasse Coupé – Volumenmodell in Variation Seite 68

Sonos Play: 3 – neuer Zoneplayer im neuen Markenlook Seite 88

Gute Gene

Enjoy the Silence

50 Jahre Jaguar E-Type Seite 70

Boses famose Kopfhörer kommunizieren Seite 90

Opel Ampera – Elektroauto mit Range Extender Seite 58

Hot Rod

Weniger ist mehr

Mini Coupé: Three Doors Down Seite 74

De’longhi PrimaDonna S Seite 92

Henrys elektrisches Erbe

Auf leisen Pfoten

Eiltransfer

Ford setzt auf variantenreiche Elektromobilität Seite 62

Porsche Panamera Hybrid: Verzicht ohne Reue? Seite 78

Micro Luggage – Das Kickboard im Koffer Seite 94

SUV ohne schlechtes Gewissen

Klangkörper

Die Neuauflage der M-Klasse besticht durch Effizienz Seite 64

KEF Blade – Auf der Suche nach der perfekten Schallquelle Seite 82

Renault, Gardot, Chapeau

Soundtrack

Bose drückt gutem Klang im Auto seinen Namen auf Seite 66

Mit der Jambox unterwegs bestens beschallt Seite 86

Kleiner Schwede Volvo C30 DrivE: Kost-Verächter Seite 56

Back to the Future

Koffer mit iKuh

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Packeasy Fifty – Humorige Reisebegleiter Seite 96

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Erleben Sie jedes Sounddetail hautnah

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Trend

Hurra! Endlich sind wir volldigital! . Google+, Facebook und Co. – unsere digitalen Paralleluniversen

Hurra! Endlich sind wir volldigital! Google+, Facebook und Co. – unsere digitalen Paralleluniversen Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Facebook, Google+, Xing, LinkedIn, Twitter – die Liste der Social Media Dienste ist lang und ein Ende nicht abzusehen. Doch wo liegt die Motivation hinter all den digitalen Abbildern des realen Lebens? Ist es einfach der Austausch von Informationen, oder gibt es andere Gründe? Und wo liegt die Motivation für die Anbieter? Okay, das ist eine mehr rethorische Frage, natürlich wissen wir, dass es um das Sammeln von Informationen und somit den Verkauf von wertvollem Werbeplatz geht. Doch wenn andere, analoge Anbieter das machen, sind wir misstrauisch, am Computer scheint das alles kein ernstes Problem darzustellen. Gesetzt den Fall, jemand würde an Ihrer Tür klingeln, Sie auffordern, sich mit Namen, Email-Adresse und diversen persön8

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lichen Informationen in einer Liste einzutragen, dann wären Sie vermutlich ein wenig verwirrt, ja sagen wir sogar kritisch. Schließlich haben wir uns ja auch schon bei Volkszählungen gewehrt. In Bits und Bytes sieht das alles ganz anders aus, schließlich kommt die Aufforderung auch von guten Freunden. Und damit wäre der Einstige geschafft. Ob Businessnetzwerk oder Freundeskreis, wenn man erst einmal digital ist, fallen nach und nach alle Hemmungen und das – Achtung, jetzt wird es subjektiv – aufgrund einer ganz einfachen Tatsache.

Ich poste, also bin ich Das eigentliche Geheimnis hinter der Bereitschaft, sein Leben in digitaler Form auszubreiten, ist aber eine ganz andere

Währung, nämlich Anerkennung. „I Like“, „Daumen hoch“ oder „+1“ sind der Applaus der Neuzeit, und man muss sich dafür nicht einmal auf eine Bühne stellen. Ich poste, also bin ich, und im besten Fall finden einige meiner Freunde respektive des digitalen Bekanntenkreises das gut, was ich dokumentiert habe. Texte, Bilder ja sogar Videoclips finden eine immer breitere Zuschauerschaft und generieren hoffentlich auch positives Feedback. Viel hilft viel, und wenn ein morgendliches „Der Kaffee ist kalt“ auf Facebook 20 Kommentare generiert, dann habe ich entweder den Kreis der anonymen Koffeinabhängigen als Anhänger oder einfach eine vierstellige Zahl von digitalen Existenzen, die um diese Uhrzeit auch nichts besseres zu tun haben. Dass es bei all diesen Diensten


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Trend

Hurra! Endlich sind wir volldigital! . Google+, Facebook und Co. – unsere digitalen Paralleluniversen

Nachdem wir aus Audio, Video und Photo Bits und Bytes gemacht haben, sind nun unsere Beziehungen endgültig auch dran. Social Media ist das binäre Abbild unseres Lebens im Web, mehr oder minder offen und mehr oder minder relevant. Was treibt uns ins digitale Leben, und wem werden wir unsere Daten anvertrauen?

keine einfache „Dislike“-Funktion gibt, hat Kalkül, schließlich möchte man niemandem den Spaß an der Sache verderben.

Vom Freundeskreis zum Persönlichkeitsprofil Der Erfolg von Facebook, selbst wenn man nur die schieren Nutzerzahlen nimmt, ruft natürlich Neider auf den Plan. Der ehemalige Austauschdienst für trunkene Bilder von Parties, Urlaubserinnerungen und Kinderfotos hat auch die Businesswelt angelockt. Mehr und mehr Geschäftskontakte konnektieren sich auch auf Facebook und kratzen damit am originären Konzept, seine „Freunde“ dort zu vernetzen. Facebook dokumentiert unsere „Social Skills“, hier kann man beim Segeln posen, seine intensive Reisetätigkeit dokumentieren und (huch – immer noch?) Familienfotos platzieren, um die menschliche Seite des Ich zu dokumentieren. Freundschaftlich verbunden sammeln wir „Likes“ für den Nachwuchs, eine Restaurantkritik oder eine coole Location. Vielleicht sind es eigentlich „Dislikes“, doch diese Blöße würde sich niemand geben. Wir neiden ja in der Gesellschaft 2.0 niemandem mehr sein Haus, sein Auto oder sein Boot. In Fa-

cebook finden wir all das, was der Human Resources Beauftragte gerne wüsste, und mittlerweile ist das Bestätigen der Freundschaft eine Art Politikum geworden. Darf ich den beruflichen Kontakt ablehnen? Darf ich meine Eltern ignorieren? Darf ich Unbekannte einfach vergessen, oder erweitern sie meine digitale Reichweite, meine Bedeutung im Binärdasein?

Du bist, wer dich liest Wie wichtig das anscheinend ist, machen uns Rankingdienste für das Soziale Internet klar, beispielsweise Klout.com. Hier vertrauen wir wildfremden Websites unser Zugangsdaten für Facebook und Co. an und hoffen auf eine freundliche Bewertung. Was all diese Seiten machen ist, unsere Reichweite zu dokumentieren. Mit zwei „Followern“ auf Twitter und einer

Handvoll Facebook-Kontakte komme ich da nicht weit, es hagelt Kritik. Bin ich hingegen ein digitales Alphatier, habe endlose Heerscharen von Anhängern und diese zitieren mich auch noch unreflektiert, dann bin ich im digitalen Universum ganz oben.

Der Moment zählt Das digitale Ich lebt zudem von der Allgegenwärtigkeit. Es ist die „always on“-Gesellschaft, die die binären Egos kultiviert. Wir bekommen Push-Meldungen aufs Handy, wenn jemand in unserer Nähe eincheckt oder unsere Facebook-Einträge kommentiert werden. Wer gar den Geburtstag eines Facebook-Freundes erst am Folgetag kommentiert, wird ins digitale Nirvana verbannt. Wir sind nicht nur „immer erreichbar“, so wie früher, wir sollten auch im Idealfall „immer reagieren“. Wir  9

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Trend

Hurra! Endlich sind wir volldigital! . Google+, Facebook und Co. – unsere digitalen Paralleluniversen

freuen uns über ein „gefällt mir“ bei jedem Restaurantbesuch und wollen digital bedauert werden, wenn das Konzert Mist, der Platz im Kino schlecht oder das Essen kalt ist. Facebook hat das vor einiger Zeit goutiert, indem ohne Zutun der Nutzer nur noch die Einträge der aktiven Freunde gezeigt wurden, was schnell für Aufruhr gesorgt hat. Dabei ist das nur ein Abbild der digitalen Gesellschaft: Wer sich nicht zu Wort meldet, wird überhört. Beim gesprochenen Wort war das schon immer so, in der digitalen Welt haben sich die Maßstäbe ein wenig verschoben. Heute kann man auch als Folgender Wert haben.

Freundschaftsanfrage stellen. Das kennt man von Twitter, die dieses Prinzip zum alleinigen Modell erkoren haben. Viele Follower bedeuten mehr Wichtigkeit. Google+ denkt das Modell aber weiter, indem man seine Kontakte in Kreise, die so genanten Circles einsortieren kann. Das macht die Unterscheidung zwischen Freundeskreis, Berufskollegen, Familie oder einfach interessanten Leuten und demnächst auch Firmen einfacher. Im Gegenzug kann man seinen eigenen Status nur ausgewählten „Kreisen“ kundtun, ein mächtiges und vor allem praktisches Werkzeug, das Facebook noch Kopfzerbrechen bereiten dürfte.

Google+

Zweites praktisches Alleinstellungsmerkmal: Die „Hangouts“, einfach zu organisierende Videochats auch mit mehreren Personen. Bis zu zehn Google+ Nutzer lassen sich so miteinander vernetzen. Und die Technik scheint ganz gut zu funktionieren. Facebook hat allerdings schnell reagiert und eine Videochatfunktion vorgestellt, die allerdings nur zwischen zwei Nutzern funktioniert.

Mit Google hat nun ein ganz Großer die Bühne betreten. Die Suchmaschinen-FastMonopolisten haben sich Zeit gelassen, um mit Google+ im Social Media Business mitzuspielen. Zum Ausgleich hat man auch ganz unverhohlen das Beste aus allen Welten übernommen und verfeinert. Bei Google+ kann man zunächst einmal jedem folgen und muss nicht erst eine 10

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Insgesamt macht Google+ jedoch einen hervorragenden Eindruck, schon in der noch nicht für alle Interessenten offenen Startphase begeistern die saubere Benutzeroberfläche, die Option, Informationen und Kontakte zu strukturieren und Meldungen gezielt zu posten. Man darf gespannt sein, wie sich der Dienst entwickelt. Was dem Social Media Nerd noch fehlt, ist sicherlich die Option, an irgendwelchen Orten oder Veranstaltungen „einzuchecken“, um schnell herauszufinden, wer sich dort herumtreibt, ein Feature, das sich bei Facebook zunehmender Beliebtheit erfreut. Was bleibt, ist die Frage, wie viele Wechselwillige Google mobilisieren kann, denn bei mittlerweile fast 700 Millionen Facebook-Nutzern ist die Chance, dort die gewünschte Person zu finden, natürlich immens hoch. Außerdem wird man auch dort nicht angesterfüllt auf den neuen Wettbewerber starren, sondern fleißig an neuen Features und Möglichkeiten arbeiten, um die Nutzer zu halten. Es bleibt also spannend.


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Stream me up . Die Cloud - Das Ende der Konserve?

Stream me up Die Cloud - Das Ende der Konserve? Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Streamingdienste haben die letzten Hürden genommen und begeistern mehr und mehr Nutzer. Nach eher restriktiven Anfängen sind sie heute nahezu überall nutzbar und liefern Musik und Videos ganz nach Wunsch. Wer einmal in den Genuss der digitalen Bibliothek gekommen ist, mag sie eigentlich nicht mehr missen und glücklicherweise ist das heute auch problemlos möglich. Auslöser all dessen war sicherlich zu einem großen Anteil YouTube. Der Videoclipdienst bot nämlich neben tollenden Katzen und in Planschbecken fallenden Kindern jede Menge Musikvideos und entwickelte sich so schnell zur bevorzugten Hintergrundberieselung der computeraffinen, jugendlichen Klientel. Die meist illegal eingestellten Videos waren der Industrie natürlich ein Dorn im Auge, erhöhten aber die Gesprächsbereitschaft über Streamingmo12

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 delle. Angesichts permanent rückläufiger Verkaufszahlen physischer Tonträger boten Abomodelle neben klassischen, digitalen Downloads eine willkommene Möglichkeit, diese finanziellen Einbußen wettzumachen.

Der Markt Schaut man sich den Musikmarkt weltweit an, dann wird einerseits klar, welche Bedeutung das digitale Geschäft bereits hat, andererseits aber auch, welches Potenzial noch darin schlummert. Von 2009 auf 2010 stiegen die Umsätze mit Downloads und Streamingmodellen weltweit um beeindruckende 29 Prozent an, wobei das Gros der Umsätze noch aus den Donwnloadmodellen resultiert. Doch auch die Streamingdienste können bereits nennenswerte Nutzerzahlen vorweisen, so vermeldete Spotify 2010 bereits


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Stream me up . Die Cloud - Das Ende der Konserve?

Der Trend ist ungebrochen, Inhalte werden zusehends gestreamt, das Wunschprogramm kommt aus der Datenwolke. Ist damit das Ende der Konserve eingeläutet? Schlägt für CDs bald die letzte Stunde?

750.00 zahlende Premiumnutzer, und Vodafone Music konnte 600.000 Nutzer vorweisen. Und die aktuell schon recht positiven Zahlen werden noch durch die Tatsache verstärkt, dass nur ein Bruchteil der Onlinenutzer überhaupt bisher digitale Musik in Form von Kauf- oder Abomodellen nutzt. In den USA sind es gerade mal 16,5 Prozent, in UK 14. Auch in Deutschland sprechen die Zahlen eine klare Sprache. 2010 wurden 115 Millionen physische Tonträger verkauft, dazu zählen neben CDs, Singles, Musikkassetten und Vinyl auch Musikvideos auf VHS oder DVD Ohne letztere kommt man auf knapp 102 Millionen Verkäufe. Digital konnten im gleichen Zeitraum gut 74 Millionen Verkäufe erzielt werden, davon gut 63 Millionen Einzeltracks und 10,7 Millionen Bundles/Alben. Der schrumpfende Markt der Klingeltöne steuerte 2010 weitere 3,6 Millionen Downloads bei. 2011 dürfte der Anteil der digitalen Verkäufe also mit Sicherheit bei etwa 40 Prozent auskommen, angesichts der oben angeführten Quoten der Onlinenutzer, die überhaupt erst Musik digital erwerben, also ein ungeheures Potenzial. 41 Prozent aller Haushalte besitzen einen MP3/MP4Player, worunter so ziemlich alle aktuellen Smartphones und natürlich auch reine Musikportis fallen. Immerhin 34 Prozent nutzen diesen auch regelmäßig. Das macht klar, welche Bedeutung

der wachsende Markt an unterwegs nutzbarer Musik heute und in Zukunft hat. Aboangebote haben aktuell einen Anteil von gut 7 Prozent am digitalen Musikumsatz, kein schlechtes Ergebnis, wenn man bedenkt, wie jung diese Dienste eigentlich noch sind. Im Vergleich zum Vorjahr stieg diese Zahl um knapp 30 Prozent, kannibalisierte aber dennoch nicht den Verkauf von Einzeltracks oder Alben, denn auch diese wuchsen um 30 bzw. 37 Prozent.

Die endlose Audiobibliothek Die Musikindustrie hat diesen Trend ganz offensichtlich verinnerlicht: Dienste wie Napster oder Spotify bieten gigantische Bibliotheken mit bis zu 15 Millionen Titeln aus allen Musikbereichen an. Das bedeutet für den Endkunden, dass nahezu jeder musikalische Wunsch auch erfüllt werden kann. Anfangs war das allerdings nur am PC realisierbar, die Rechteinhaber bestanden auf eine vergleichsweise restriktive Nutzungsbeschränkung, um sicherzustellen, dass keine Inhalte illegal in Umlauf gelangten. Das Hören am PC oder Mac war vielen Nutzern jedoch zu eingeschränkt, und so wurden die Dienste zu monatlichen Preisen zwischen etwa 7 und 15 Euro zunächst eher zurückhaltend genutzt. Napster beispielsweise öffnete sein Angebot dann mit der Variante „to go“ für por- 

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table Geräte, allerdings nicht die wirklich erfolgreichen. Eine Reihe von Digital-Audio-Portis konnte beim Dienst registriert werden, und die PC-Software erlaubte dann die Übertragung von Musik auf diese Portis. Nachdem aber iPod & Co. nicht dazu gehörten, war das eher etwas für Besitzer exotischer Geräte und erschwerte so die Nutzung außerhalb der eigenen vier Wände. Sonos als Anbieter von MultiroomAudio-Hardware hatte das recht schnell erkannt und Napster in die eigene Software integriert – fortan konnte man im ganzen Haus auf die riesige Bibliothek zugreifen, ein Schritt, der die Napster-Flatrate noch lohnenswerter machte.

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2008 tauchte erstmals ein ernstzunehmender Wettbewerber am Markt auf: Das schwedische Unternehmen Spotify. Das Konzept war so einfach wie genial: Neben den bezahlten Premium-Accounts gab und gibt es Gratis-Accounts, bei denen man mit gelegentlich eingeblendeter Werbung leben muss. Das macht den Einstieg ins MusikStreaming risikolos und sorgte für eine stetig wachsende Zahl an Nutzern, nach dem Start im Oktober 2008 waren bereits im Frühjar 2009 über eine Million Musikfans mit Spotify unterwegs. Ein weiteres Feature, das den schwedischen Dienst vom Wettbewerb abgrenzt, ist das leichte Austauschen von Playlists, sodass man sich

mit Freunden oder Bekannten austauschen kann oder diese gar öffentlich auf einer Website hinterlegt. Spotify eroberte nach und nach Europa, in Deutschland scheiterte es allerdings an einer Einigung über die abzuführenden Gebühren mit der GEMA. Seit ein paar Tagen ist der Dienst auch im hart umkämpften US-Markt verfügbar und erfreut sich dort größten Zuspruchs. Seit ein paar Monaten gibt es auch einen entsprechenden Dienst von Sony. Qriocity Music Unlimited ist die genaue Bezeichnung, aktuell kann aber nur über VAIONotebooks, diverse Bravia-Fernseher und die PS3 auf das Angebot zugegriffen wer-


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den. Insgesamt wirkt der Service mehr wie ein Anhängsel an den Qriocity-Videodienst, über den Filme ausgeliehen bzw. gekauft werden können. Jüngster Mitstreiter im deutschen Markt ist das deutsche Unternehmen Simfy. Etwa 8 Millionen Titel bietet der Service an und das – zumindest über die Webbsite – kostenlos. Finanziert wird das Portal über Banner- sowie gelegentliche Audiowerbung, insofern also ein echtes Highlight für den Nutzer. Das liebevoll gestaltete und schnelle Webinterface kann durchaus als beispielhaft gelten und macht das Erkunden neuer Musik oder auch das schlichte Abspulen der Charts zum Vergnügen. Einen anderen Ansatz verfolgen Cloud-Streaming-Dienste wie Google-Music oder Amazon Cloud Drive. Hier stehen via Datenwolke alle Titel zur Verfügung, die man selbst erworben hat, und das dann auch auf mobilen Geräten. Da hier aber nicht wirklich eine nahezu unlimitierte Bibliothek angeboten wird, wollen wir diese Angebote hier nicht weiter vertiefen. Letztendlich handelt es sich nur um Speicherplatz im Web und entsprechende Clients oder Apps, mit denen man diesen bequem nutzen kann.

Nutzung überall mit jedem Device Den eigentlichen Siegeszug der Musikdienste bedeutet aber die Nutzung auf mobilen Devices, schließlich haben diese grundsätzlich für die Wiederbelebung des Musikmarktes gesorgt. Gerade die jugendliche Zielgruppe nutzt Musik vorwiegend unterwegs und ist insofern auf eine Synchronisation mit iPod und artverwandten Produkten angewiesen. Diesen Vorteil bot Spotify als erster Dienst, Nutzer des Gratiszugangs konnten ihre vorhandenen Musikstücke drahtlos auf Telefonen und iPods nutzen sowie weitere Tracks zu günstigen Konditionen kaufen. Nutzer des Premiumaccounts hatten gar Zugriff auf die kom plette Bibliothek von Spotify.

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Napster hatte hier längere Zeit das Nachsehen, hat aber kürzlich gleichgezogen. Mit der mobilen Variante „Music Flatrate + Mobile“ lässt sich via 3G oder WLAN das gesamte Portfolio von 15 Millionen Songs nutzen und sogar auf dem Gerät speichern. Damit ist dann auch eine Nutzung „offline“ möglich, beispielsweise im Urlaub oder unterwegs im Flieger. Bei Napster lassen sich drei mobile Geräte „lizensieren“, auf denen dann durchaus auch gleichzeitig Musik gehört oder gestreamt werden kann, ein Wechsel dieser Geräte ist einmal im Monat möglich. Das bedeutet, dass mit einem Account drei Familienmitglieder mobil versorgbar sind – ein bestechend komfortables Modell. Der in Deutschland ohnehin noch nicht vertretene Dienst Spotify hingegen erlaubt immer nur die Nutzung auf einem Gerät, lässt

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sich aber auf beliebig vielen installieren. Auch Simfy bietet mit den PremiumAccounts eine Möglichkeit zum mobilen Konsum an, die mobile Nutzung ist auch hier erst mit einem Premium-Account möglich. Dann kann man mit iPhone, iPod Touch und Android Smartphones jederzeit die Streaming-Features nutzen und sogar Musik zur Offline-Nutzung auf das Gerät laden. Apps für iPad und Android-Tablets sind in Vorbereitung. Doch die Nutzung auf dem Handy oder Musikporti ist nur eine Verwendungsart, interessant sind auch im Haus vorhandene Produkte. Die Integration all dieser Dienste hat beispielsweise Sonos beispielhaft umgesetzt. Neben Napster und Spotify bieten die Kalifornier Unterstützung für Hörbucher von Audible, die Musikdienste Aupeo! und Last.fm sowie Deezer und Exoten wie Wolfgang’s Vault, wo zahlreiche Livekonzerte angeboten werden. Ganz so weit reicht die Palette bei anderen Hardwareanbietern nicht, doch Loewe ermöglich seit kurzer Zeit auf einigen TV-Baureihen den komfortablen Zugriff auf Napster, Philips hat diesen Dienst bei seinem Multiroomsystem MCI-8080 ebenfalls umgesetzt und Spotify beispielsweise gibt es auch in Receivern von Onkyo.

Die Richtung ist klar: Neben der klassischen Tonkonserve oder Musik aus dem heimischen Netzwerk erobert das Streaming nun auch die Hardwareindustrie und wird so zum Massenphänomen. Den Computer mit der HiFi-Anlage zu verkabeln ist nicht jedermanns Sache, und erst die nahtlose Integration in die Benutzeroberfläche des heimischen Entertainments erlaubt die Nutzung der Dienste durch nahezu jede Zielgruppe. Realistisch ist, dass entsprechende, zeitlich begrenzte Accounts in naher Zukunft beim Kauf eines Geräte gleich inklusive sind, um neue Interessenten zu gewinnen. Das, was man gerade hört, auf Facebook zu posten oder zu twittern gehört zumindest beim Webinterface von Simfy zum guten Ton. Das Teilen von Playlists bei Spotify erfüllt einen ähnlichen Zweck, in der Summe taugen aller Vernetzungsvarianten zur Interaktion mit Freunden oder auch ganz öffentlich und steigern so das Bewusstsein für die unlimitierte, direkte Verfügbarkeit von Musik. Und Apple? Tja, bei den Kaliforniern gab es immer wieder mal Gerüchte über einen


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Streamingdienst, doch bis dato wurde nichts derartiges in Aussicht gestellt. Stattdessen gibt es ab dem im Herbst erscheinenden Betriebssystem iOS 5 auch dort eine mutmaßlich ziemlich komfortable Cloud-Funktion, mit der Musik über mehrere Geräte synchronisiert werden kann, und das eben auch drahtlos statt wie bisher nur bei einem Abgleich via Kabel. Zum Ausgleich hat Steve Jobs anscheinend mit den großen Musiklabels einen Deal abgeschlossen, der den Dienst iTunes Match ermöglicht. Dabei werden alle in der heimischen Bibliothek vorhandenen Titel gescannt und stehen danach über die Datenwolke in Topqualität mit 256 Kbps zur Verfügung, sprich selbst aus schäbig kodierten MP3s werden auf diese Art anhörbare Tracks. Der Nachteil bei beiden Diensten: Sie werden zunächst nur in den USA zur Verfügung stehen, was global gültige Vereinbarungen angeht, hat sich die Musikindustrie  ja schon immer schwer getan.

Model M bietet genau das, was anspruchsvolle User heute von Geneva – neben dem bekannt voluminösen Surroundsound – erwarten: Universelle Dockingstation für iPod bis iPhone 4, digitale Verstärkertechnik, UKW-Radio mit sechs Senderspeichern und präzise Weckfunktion mit eigener Musik vom iPod oder iPhone. Die integrierte Dockingstation wird bei Nichtgebrauch durch eine Klappe geschützt, unter der sich auch das Touchpad für die manuelle Bedienung verbirgt.

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Stream me up . Die Cloud - Das Ende der Konserve?

Video next? Das Thema Video stellt sich zurzeit noch ein wenig anders dar, denn unlimitierte Modelle, mit denen sich beliebige Filme anschauen lassen, gibt es hier nicht oder nur andeutungsweise. Zu den bekanntesten Portalen gehören hierzulande Videoload, Maxdome oder eben Apples iTunes Store, doch man zahlt pro Film entweder eine Leihgebühr zur temporär beschränkten Nutzung oder eben einen Kaufpreis für die digitale Kopie. Einzig Maxdome bietet gewisse Pakete, die in einem speziellen Rahmen den mehr oder minder uneingeschränkten Konsum von Filmen und Serien erlauben, wobei Neuerscheinungen hier zusätzliche Aufpreise kosten. Das sogenannte Premium Paket kostet knapp 15 Euro monatlich und bietet Zugriff auf 1.800 Spielfilme, darunter mittlerweile sogar zahlreiche HD-Titel. Des weiteren gehören ungefähr 8.000 Episoden populärer Serien, 7.000 Comedy-Sendungen, Shows und Kinderprogramm zum Portfolio, und 4.00 Dokumentationen ergänzen das Programm. Die Macht der Filmstudios scheint aber in diesem Bereich noch zu überwiegen, für aktuelle Filme fallen die von anderen Anbietern bekannten Leihgebühren an, also zwischen einem und fünf Euro je Leihvorgang. Nichtsdestotrotz hat Maxdome das Thema konsequent umgesetzt, denn neben dem eher unattraktiven Konsum am Computer gibt es 18

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auch die Möglichkeit, den Dienst in diversen Endgeräten zu nutzen. Samsung, LG und Technisat bieten mit ihren SmartTVs die Option, Maxdome über eine entsprechende Applikation zu nutzen, und wer seinen bestehenden Fernseher mit Maxdome verquicken will, kann das mit Blu-ray-Playern oder Settopboxen tun, die es neben den bereits angeführten Herstellern auch noch von Humax und Maxdome selbst gibt. So muss sich die Familie nicht vor dem Laptop versammeln, sondern kann entspannt am großen Bildschirm genießen.

CD, quo vadis? Die Konserve, speziell die CD, könnte man angesichts dieser Entwicklung als todgeweiht bezeichnen, doch dafür ist es sicherlich noch ein wenig zu früh. Auch wenn Streamingdienste in Sachen Qualität und Auswahl extrem gewonnen haben, dürfte es mittelund langfristig immer noch eine nennenswerte Klientel für „echten“ HiFi-Genuss geben, und da ist zumindest CD-Qualität gefragt. Natürlich ist das kein unüberwindliches Hindernis, die entsprechenden Bandbreiten, um auch verlustfreie Inhalte zur Verfügung zu stellen, sind in vielen Gebieten schon vorhanden. In diesem Punkt dürfte sich eher die Musikindustrie querstellen, die nicht möchte, dass das hochwertige Rohmaterial digital verbreitet wird – Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel. Was


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Report

CES 2011 – Die Wüste lebt . Die Neuheiten der Consumer Electronics Show in Las Vegas

Quantum 650 - “Eine runde Sache”

den Mainstream an Musik angeht, ist der digitale Bezug aus dem Netz jedoch sicherlich die Zukunft, und Abomodelle mit ihren kalkulierbaren Kosten und ihrem hohen Nutzwert dürften in den kommenden Jahren extrem an Bedeutung gewinnen. Ein Vertrag, der die Nutzung zu Hause, unterwegs oder sogar im Auto ermöglicht und von Programmzwängen der Radios befreit, ist für viele Musikfreunde verlokkend. Dann erübrigt sich auch die Frage,

ob kaufen oder leasen, denn um letzteres handelt es sich ja bei den existierenden Geschäftsmodellen, und wie so oft liegt auch hier die Antwort in der Mitte: Belangloses führt man sich per Streaming zu Gemüte, Dinge von Bedeutung kauft man für die – hoffentlich – Ewigkeit. Da fehlt nur noch ein freundliches Angebot, das mit dem digitalen Download gleich die CD in den Versand gibt, und schon schlägt auch das Herz des Audiophilen für das Netz.

Die neue Quantum 650 Serie wurde gegenüber ihrer Vorgängerserie in allen relevanten Punkten verbessert. Viele Merkmale finden normalerweise erst in weitaus teueren Produkten Verwendung. Im Tief-Mitteltonbereich werden neuentwickelte F.E. Dynamics Chassis mit sehr stabilen Alu-Keramik Membranen eingesetzt. Im Hochtonbereich gibt es ein weiteres technisches Highlight: der komplett neu konstruierte „Harmonic-Radiation-Horn“-Hochtöner. Die Lautsprecher der Quantum 650 Serie überzeugen, nicht nur durch ihren konsequenten technischen Aufwand. Die klaren, modernen Formen und die hochwertige Verarbeitung machen aus einem akustischen High-TechProdukt ein edles Möbelstück. Die Serie gibt es in vier verschiedenen Farben - in Schwarz, Mocca, Kirsche und Calvados inklusive 25 mm dicker hochglanzlackierter Schallwand. Weitere Informationen und die ausführlichen Testberichte finden Sie unter www.magnat.de.

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Design

Die stillen Stars . Medion – Style für die Massen

Die stillen Stars Medion – Style für die Massen Text: Frank Kreif . Bilder Hersteller

Es ist überall: Vielleicht in Ihrem Computer, vielleicht in Ihrem TV-Gerät oder in Ihrem DECT-Telefon. Millionen besitzen Produkte, geprägt von einem Design, das einer Marke ein Gesicht gibt, die gar nicht so nach Design klingt und es dennoch konsequenter lebt, als viele andere: Medion.

Allwöchentlich kann man „ausgezeichneten“ Produkten begegnen, sie verstecken sich unter Umständen zwischen Obst und Gemüse, Getränken und Fleisch, doch sie sind da. Wenn der Flyer mit den Angeboten des Discounters aus der Tageszeitung rutscht, dann finden sich auf der ersten Seite meist attraktive Hightech-Produkte wie rassige PCs oder schicke Fernseher. Die Marke, die sich dezent dahinter verbirgt, kennt jeder – es handelt sich um Medion. Was früher den Touch von billig und belanglos hatte, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer echten Marke gemausert, mit aktuellster Technik, ausgesprochen konkurrenzfähigen Preisen und ebenfalls 20

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„ausgezeichnetem“ Design. Die Liste der Siegel ist lang: Neben Red Dot und Good Design heimsten die Entwürfe auch zahlreiche der begehrten Plus X Awards ein, die noch weit über das schlichte Äußere hinaus gehen und auch innere Werte wie Innovation und Qualität berücksichtigen.

Style made in Essen und Shanghai Doch das, was da so günstig angeboten wird, hat seinen Ursprung nicht im fernen Osten, zumindest, wenn es um Konzept und Gestaltung geht, nein, der einprägsame Look von Medion wird schon seit Jahren in Kooperation zwischen den Studios in Essen und Shanghai gemacht. Bernhard Geisen und sein Team verleihen der Marke ein Gesicht, und zwar ein wiedererkennba-


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Design

Die stillen Stars . Medion – Style für die Massen

res, und beseelen die Produkte mit Charakter und vor allem ausgesprochen hoher Funktionalität. Markentypisch ist schon seit Jahren das prägnante Dreieck, das sich in Elementen wie Schaltern oder Zierstreifen wiederfindet und die Produkte auch ohne geprägtes Namensschild als zu Medion zugehörig erkennbar machen würde.

Evolution der Formensprache Schaut man sich die Produkte der vergangenen Jahre an, entdeckt man eine evolutionäre Entwicklung. War das Design mit seinen markentypischen Elementen zunächst sehr offensiv, so wurde es danach ausgesprochen zurückhaltend. Die gelernten Elemente, beispielsweise das typische Dreieck, treten in den Hintergrund oder werden gar nur angedeutet in einer Linie aufgenommen, dennoch bleiben sie erkennbar und verschaffen selbst unterschiedlichsten Produkten einen Zusammenhalt. Das ist nicht unwichtig, denn schließlich ist die Bandbreite erheblich: Vom DECT-Telefon bis zur portablen Navigation, vom HarddiskRekorder bis zum TV-Gerät reicht das Portfolio, und wirft man einen Blick in die Skizzen des Designteams, erkennt man, wie viel Potenzial noch in der Marke schlummert. Und es ist beileibe nicht nur ein schönes Gesicht, das die Designs auszeichnet, schließlich verbirgt sich hinter dem schicken Äußeren auch noch hochaktuelle bis teils wegweisende Technik. So

gab es beispielsweise schon Harddisk-Videorekorder und PCs, die sich ein gemeinsames System zum schnellen Andocken und Austauschen von Festplatten teilten, als die meisten anderen Hersteller noch überlegten, ob sie ihren Produkten vielleicht einen externen USB-Anschluss gönnen. Bei Medion haben neue Ideen einen guten Nährboden, und die Gestaltung der Produkte ist alles andere, als ein nachträglich aufgesetzter Prozess. Somit kann man Medion ruhigen Gewissens als Design für die Massen beschreiben. Was die Hallen der Entwicklung in Essen verlässt, hat gestalterisch Hand und Fuß und kann so als stilbildende Maßnahme für zahllose Haushalte gelten. Wenn einige der Konzepte, die im Designteam von Bernhard Geisen entstanden sind, den Weg in die Produktion finden, dann dürfen wir uns jetzt schon auf kommende Angebotsflyer in der Zeitung freuen.

Produkte der Designlinie „Life“ (2009) Unten: All-In-One-PC, MD8850 Rechts oben: MP3-Player, MD82377 Rechts unten: DECT Set Slim Combo Cordless, MD82130

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Lounge

Play . Neue Games für die Konsole

Play Neue Games für die Konsole Text: Markus Grimm . Fotos: Hersteller

Futter für die Konsole – die neuen Titel für diese Ausgabe lassen uns Sport treiben, den Wahnsinn im Wunderland erleben und schicken uns auf eine abenteuerliche Reise. Ran an die Kontroller!

Alice – Madness Returns

Xenoblade Chronicles

Alice hat zu viele bunte Pillen geschluckt

Fantastische Welten frei erkunden

Das arme Wunderland liegt in Trümmern, und mit einem Kinderspiel hat das Ganze auch nichts zu tun. Alice ist immer noch verrückt oder noch verrückter geworden und zieht ein weiteres Mal ins Wunderland – diesmal allerdings, um ordentlich aufzuräumen. Immer wieder kehren Erinnerungen zurück, und der Spieler versteht die Qualen der kleinen Alice. Ausgestattet mit fantasievollen Waffen, rückt sie tückischen Monstern, Schweinenasen und anderen unheimlichen Kreaturen auf den Leib. Liebevoll inszeniert und knallbunt gefärbt präsentiert sich der neue Teil der Alice Serie auf der Konsole. Ab und an sollte man eine Pause beim Spielen einlegen, denn die Farben und die Geräuschatmosphäre greifen die Seh- und Hörnerven des Spielers schon gehörig an. Willkommen im neuen Wunderland – mit all seinen liebenswerten Bewohnern!

Welche Vorlieben haben Japaner und besonders die von Nintendo? Ellenlange Rollenspiele spielen, bauen, sich so verkleiden und ihr Lieblingsspiel leben. Ab dem 2. September geht es nun auf eine Reise voller Abenteuer in eine fantastische Welt: Dann nämlich erscheint das heiß ersehnte Rollenspiel Xenoblade Chronicles für Wii auch in Europa. In Japan bereits auf dem Markt und von Kritikern in den höchsten Tönen gelobt, entführt das Spiel die Fans in die atemberaubenden, weitläufigen Landschaften der Welt von Bionis und Mechonis. Insgesamt über 100 Stunden stimmungsvolles Spielerlebnis warten auf die Wii-Rollenspieler, wenn sie die endlosen, imposanten Welten von Bionis und Mechonis erkunden. Dabei haben sie alle Freiheiten: So weit ihr Auge reicht, können sie das, was sie in der Ferne ausmachen, auch erreichen und erforschen. Es ist ihnen vollkommen freigestellt, welchen Lösungsweg sie sich durch die Quests suchen. Preis: ca. 50 Euro

Preis: ca. 50 Euro

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UFC Personal Trainer Der Sonnengruß war gestern – jetzt wird geschwitzt!

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GDM Game des

VollPlayaktiv. Voll genial. . Neue Games für die Konsole

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Ehrliche Lautsprecher

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Preise inkl. 19% MwSt., zzgl. Versand

Mit UFC Personal Trainer erscheint das erste Fitness-Spiel, mit dem man sein ganz spezielles Training zu Hause planen und durchführen kann. Während andere Fitness-Software oft mit Yoga und Pilates aufwartet und eher auf die weibliche Zielgruppe ausgelegt ist, so kommt UFC etwas rauer daher – es ist auch was für die Ladies, aber eben eher für die jenigen, die beim Sport auch schwitzen wollen, anstatt nur den Sonnengruß zu performen. UFC Personal Trainer fordert eben mehr Schweiß als Schönheit in den Bewegungen. Das Programm wurde von führenden MMA-Trainings-Experten entworfen und wurde sowohl von der UFC als auch von der Nationalen Akademie für Sport-Medizin (NASM) zertifiziert. Der UFC Personal Trainer stellt dem Spieler eine umfangreiche Auswahl an effektiven und herausfordernden Übungen zur Verfügung, die an MMA-Trainingseinheiten angelehnt sind und auf ihre Effektivität überprüft wurden. Je nach Vorliebe kann nach einem festen, oder aber nach einem selbst zusammen gestellten Trainingsplan geübt werden. Hier wird die Kalorienverbrennung zum Erlebnis, und die verdienten Fleißpunkte treiben die eigene Motivation immer weiter in die Höhe. Wer sich mit anderen messen mag, der wird Spaß an der Mehrspieler-Umgebung finden und unter Wettkampf-Bedingungen gegen Freunde und Fremde sein Glück suchen. Also Freunde der Sommerfigur, rollt die Yoga-Matte zusammen, legt Handtücher bereit und ran an den Speck. Preis: ca. 60 Euro


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14.07.2011

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Architektur

td meets architecture . Gegenwart und Zukunft

td meets architecture Gegenwart und Zukunft Text: Claire-Marie Ravens

stilwerk Wien Architekt Gebäude: Jean Nouvel, Paris

Nach Hamburg, Berlin und Düsseldorf hat endlich auch Wien ein stilwerk – die erste stilwerk-Dependance außerhalb Deutschlands. Das Designcenter befindet sich in einem von dem französischen Stararchitekten Jean Nouvel entworfenen Turm. Mit einer Höhe von 75 Metern und 18 Geschossen bietet er nicht nur für das stilwerk Wien im Erdgeschoss und den ersten drei Stockwerken genügend Platz, sondern auch für das 5-Sterne-Hotel Sofitel Vienna Stephansdom. Als jüngstes Mitglied der stilwerk-Familie gibt es in Wien das gewohnte Angebot aus Möbeln, Wohnaccessoires, Büro- und Objekteinrichtung, Geschenkartikeln, Stoffen, Bodenbelägen, Küchen, Badeinrichtung, Unterhaltungselektronik und Leuchten. Insgesamt verfügt das Designcenter über 30 Shops auf einer Gesamtverkaufsfläche von 6.000 m2. Das multifunktionale Gebäude liegt direkt am Donaukanal und wird nur durch diesen von der Wiener Innenstadt getrennt. Ein weiteres Highlight bildet eine etwa 6.000 m2 große, frei stehende Stahlkonstruktion mit ca. 20.000 unterschiedlichen Pflanzen – das vertikale Kunstwerk des Franzosen Patrick Blanc trägt den passenden Namen ‚Grüne Wand’. www.stilwerk.de 24

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14.07.2011

13:54 Uhr

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Architektur

td meets architecture . Gegenwart und Zukunft

Wohnen + Arbeiten Luxhaus „MH Georgensgmünd“

Das zweigeschossige Gebäude aus ineinander versetzten Baukörpern steht außen für eine klare Architektursprache und basiert im Inneren auf einem durchdachten Raumkonzept. Geradlinige Formen, hochwertige Materialien und eine rote Wandscheibe als Eyecatcher geben dem Luxhaus einen eigenen Stil. Offen, großzügig und hell präsentiert sich das Erdgeschoss. Die Räume sind nicht abgetrennt, sondern gehen ineinander über. Über eine in den Raum integrierte Treppe erschließt sich das Obergeschoss – der private Bereich des Hauses. An den Essplatz im Erdgeschoss schließt ein Home Office mit zusätzlichem Besprechungsraum, WC und separatem Eingang an. Der Bereich verbirgt sich hinter der roten Wandscheibe und setzt sich durch seine komplette

Holzverkleidung vom Rest des Hauses ab. Über das installierte BUS-System lassen sich unter anderem Beleuchtung, Rollläden und die Temperatur im Haus steuern. www.luxhaus.de

Container Architektur NRW-Forum Düsseldorf

Graft, Katrina House/New Orleans

Jure Kotnik „conhouse 2+“

So ein Hochsee-Container ist vielseitig – mit seinen standardisierten Maßen von 2,44 m Breie, 2,59 m Höhe und 6,06 m bzw. 12,192 m Länge eignet er sich nicht nur zu Transportzwecken, sondern auch für andere Nutzungen wie beispielsweise als Wohnhaus, Notunterkunft, Verkaufsraum, Museum oder Ausstellungsbox. Das NRW-Forum in Düsseldorf beschäftigt sich noch bis zum 04.09.2011 mit diesem Thema und widmet der ‚Container Architektur’ eine eigene Ausstellung. Gezeigt werden bereits realisierte Projekte und extra für die Ausstellung entworfene Konzepte von bekannten Architekten, Designern und Künstlern aus aller Welt. Ungefähr zwei Dutzend von diesen Entwürfen kann man vor Ort als Modell im Maßstab 1:5 bestaunen. Die Einsatzmöglichkeiten von Containern sind vielfältig, und so entstanden in den letzten Jahren unter anderem Studentenwohnblocks, Wohnhäuser oder sogar Kreuzfahrtterminals. Als Wohnung umfunktioniert, finden sie sich auf Dächern in New York oder San Francisco wieder oder zu einem Wohnhaus gestapelt in London. Für alle, die sich nicht an einen festen Ort binden wollen, gibt es mobile Wohn-Container. Für den kulturellen Einsatz werden Container schnell einmal zu Museen bei Biennalen oder zu Ausstellungsboxen. In Krisensituationen sind sie Notunterkünfte wie der ‚Future Shack’ oder ‚1 Unit’ – ein mobiler Notfall-Container, der autark betrieben wird. Konsumtechnisch lassen sich Container problemlos als Verkaufsräume einsetzen, wie die ‚Puma City’ zeigt oder der ‚Freitag Flagship Store’, der im Züricher Güterbahnhof steht. www.nrw-forum.de Bilder: Katalog NRW-Forum Düsseldorf 25

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18.07.2011

13:51 Uhr

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Read . Neue bedruckte Seiten

Read Neue bedruckte Seiten Text: Markus Grimm . Fotos: Hersteller

Die Märchen der Gebrüder Grimm Märchen treffen auf historische Illustrationen

Ein neues Buch, das wie ein Klassiker wirkt. Dieses Buch vereint 27 der beliebtesten Märchen der Gebrüder Grimm, darunter Klassiker wie Aschenputtel, Schneewittchen, Dornröschen sowie Hänsel und Gretel in ihrer originalen Fassung von 1857. Ergänzt werden sie durch eine sorgfältige Auswahl von Kunstwerken einiger der berühmtesten Illustratoren der 1820er- bis 1950er-Jahre wie Kay Nielsen, dem legendären Vertreter des Goldenen Zeitalters der Illustration, dem Bestsellerautor Gustaf Tenggren, der britischen Berühmtheiten Walter Crane und Arthur Rackham und der im 19. Jahrhundert in Deutschland führenden Illustratoren Heinrich Leutemann, Gustav Süs und Viktor Paul Mohn. Hinzu kommen prachtvolle, sich durch das gesamte Layout ziehende Silhouetten aus Originalveröffentlichungen der 1870er- und 1920er-Jahre. Darüber hinaus gibt es eine Einleitung zum Erbe der Grimms, sowie kurze Einführungen zu jedem der Märchen sowie ausführliche Künstlerbiografien mit historischer Einordnung von Leben und Werk. Ein prachtvolles Werk voller Leben. Preis: 29,99 Euro 320 Seiten

Meilensteine der Fotografie Die Geschichte hinter den Bildern

Wenn Fotos sprechen könnten, welche Geschichten würden sie uns erzählen? Dieses Buch übernimmt diese Aufgabe und nimmt hier die Meilensteine der Fotografie unter die Lupe, deren immenser Einfluss auf Kultur und Gesellschaft so klar erkennbar wird, und erzählt ihre Geschichte. Jedes Kapitel von Photo Icons widmet sich einer einzelnen Aufnahme und analysiert diese dann im ästhetischen, historischen und künstlerischen Kontext. Geschichte und Geschichten über Nicéphore Niépces 1827 – nach stolzen acht Stunden Belichtung – fixiertes Dachbodenbild und Louis Daguerres Straßenszene von 1839, avantgardistische Fotokunst der 20er Jahre, Robert Doisneaus Kuss von 1950 und Martin Parrs New European photography. Sprechende Bilder und viel Geschichte. Preis: 19,99 Euro 304 Seiten 26

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13:51 Uhr

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Bedruckte Seiten für laue Sommerabende. Lieblingsplatz suchen, Buch auswählen und schmökern – wir bieten Meilensteine der Fotografie, klassische Märchen und angesagte Drinks. Viel Spaß mit unserer Auswahl.

Cocktails Die besten Drinks der legendären Apotheke Bar in New York

Die angesagteste Cocktailbar der Welt ist Albert Trummers „Apotheke“ in New York City. Der Name ist Programm: Frische Früchte, Kräuter und Säfte, gemixt mit alkoholischen Essenzen, sollen helfen, die Gesundheit wieder anzukurbeln. Die Heilkraft von in Alkohol gelösten Essenzen wiederentdecken und daraus neue Drinks mixen – das Motto des coolen Barkeepers. Der Anti-Aging-Arzt Dr. Markus Metka wiederum hat entdeckt, dass die Alchimisten und Ärzte des Mittelalters bereits auf dem richtigen Weg waren: Hochprozentiger Alkohol kann nicht nur die heilkräftige Wirkung von Pflanzen konservieren, sondern diese sogar potenzieren. Also haben der führende Anti-Aging-Mediziner und der Cocktail-Druide aus NY ihr umfassendes Wissen gekonnt gemixt und neue Drinks entwickelt, die Körper und Seele Gutes tun. Diese Superdrinks, aber auch Rezepte und medizinische Erläuterungen zu den beliebtesten Cocktails von Martini bis Pisco Sour bietet dieses außergewöhnliche Buch. Preis: 25 Euro 176 Seiten


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18.07.2011

13:50 Uhr

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Lounge

Blu . Neue Filme auf blauen Scheiben

Blu Neue Filme auf blauen Scheiben Text: Markus Grimm . Fotos: Hersteller

Frische blaue Scheiben – randvoll mit feinster Unterhaltung und Filmen für kühle Abendstunden. Krieg der Gartenzwerge, Spannung für die Nerven und Tron im Original – für jeden ist etwas dabei.

Gnomeo und Julia

Ich bin Nummer Vier

Familienkrieg am Gartenzaun

Spannung, Spiel und Popcornkino

Die Macher von Shrek 2 haben die größte Liebesgeschichte aller Zeiten neu verfilmt, allerdings nicht mit Menschen, sondern mit Gartenzwergen! In dem überwältigenden Animationsspaß „GNOMEO UND JULIA“ liefern sich zwei verfeindete Clans witzige Familiengefechte am Gartenzaun. Die witzige Shakespeare-Adaption begeistert Groß und Klein mit fantastischer Musik von Sir Elton John, den Synchronstimmen von Anke Engelke und Bürger Lars Dietrich, sowie einmaligem Bonusmaterial für weitere spaßige Stunden.

Ein spannendes Kinohighlight, nun für das heimische Sofakino. Basierend auf dem gleichnamigen Erfolgsroman, überzeugt das überraschende Mystery-Abenteuer von Regisseur D.J. Caruso und Erfolgsproduzent Michael Bay „ICH BIN NUMMER VIER“ mit charismatischen Darstellern, jeder Menge Hochspannung und packender Action von der ersten bis zur letzten Minute.

Zur Story: Seit jeher liegen sich die benachbarten Gartenzwergfamilien „Rot“ und „Blau“ in den Mützen. Der Streit wird durch rasante Rasenmäherrennen und andere waghalsige Aktionen ausgetragen. Als ein Gartenzwerg dabei in Scherben endet, geht der Aufstand der Zwerge erst richtig los. Ausgerechnet jetzt verliebt sich der sympathische „blaue“ Gnomeo in die wunderschöne „rote“ Julia aus dem verfeindeten Lager. Wird es den beiden am Ende gelingen, die vorgesehene Tragödie abzuwenden und gemeinsam glücklich zu werden?

Preis: ca. 15 Euro 28

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Zur Story: Drei sind bereits tot. Ist er Nummer vier? John ist kein gewöhnlicher junger Mann: Kurz nach seiner Geburt wurde sein Heimatplanet zerstört. Mit acht weiteren Kindern konnte er auf der Erde in Sicherheit gebracht werden. Seitdem ist John, zusammen mit seinem Beschützer Henri (Timothy Olyphant), auf der Flucht vor unerbittlichen Feinden, die hinter den Überlebenden her sind. Doch in einer kleinen Stadt namens Paradise ändert sich plötzlich alles: Hier entdeckt John nicht nur, dass er über erstaunliche übernatürliche Kräfte verfügt, er findet auch das erste Mal ein Zuhause, Freunde und Sarah, die Liebe seines Lebens. John spürt, dass er sie nicht verlassen kann, und stellt sich seinem Schicksal. Preis: ca. 15 Euro


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13:50 Uhr

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Tron: Das Original Computer an die Macht

„TRON: DAS ORIGINAL“ ist ein bahnbrechender Science-FictionFilm, der bis heute Kultstatus besitzt. Bereits 1982 sorgte TRON als erster zum Teil computeranimierter Spielfilm für Furore und gilt im Hinblick auf die innovativen Special-Effects als Meilenstein und Wendepunkt der Filmgeschichte. Nach der Neuauflage des Klassikers, nun also „TRON: DAS ORIGINAL“ erstmals vollständig restauriert und überarbeitet in perfekter Bild- und Tonqualität auf Blu-ray. Zur Story: Inmitten einer Welt, in der Computer allgegenwärtig sind, versucht Programmierer Kevin Flynn Beweise zu beschaffen, dass Ed Dillinger, der skrupellose Führer eines Medienimperiums, mehrere von ihm programmierte Computerspiele gestohlen und diese als seine ausgegeben hat. Doch Dillingers „Master Control Program“ (MCP), eine emotionslose, künstliche Intelligenz, die sich selbst weiterentwickelt, kontrolliert den Cyberspace und verhindert jedes Eindringen in geschützte Sektoren. Als Flynn mit einigen befreundeten Programmierern versucht, in das System einzudringen, transferiert ihn das immer mächtiger werdende MCP in die digitale Welt. Hier regieren nicht die menschlichen User, sondern allein die Programme. Flynns einzige Chance, dieser feindlichen Umgebung zu entkommen, ist das Programm Tron, mit dessen Hilfe er in das Herzstück des MCP vorstoßen muss. Preis: ca. 15 Euro


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15.07.2011

9:55 Uhr

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Computing

Kursbestimmung . Notebooks – neu definiert

Kursbestimmung Notebooks – neu definiert Text: Frank Rößler. Fotos: Hersteller

Asus’ UX 21 ist eines der ersten Beispiele für ein Ultrabook: flach, schick, schnell

In einer mobilen Computerwelt, die sich im Umbruch befindet, müssen sich die Etablierten etwas einfallen lassen. Intel und AMD stemmen sich mit aller Macht gegen die Angriffe aus Richtung der Silizium-Schmieden, die derzeit mit Multicore-ARM-Prozessoren in Tablets und Smartphones mit und ohne i die Schlagzeilen bestimmen. „Apple wird 2012 zum weltweit erfolgreichsten Hersteller mobiler Computer.“ Diese Einschätzung, verbreitet von der taiwanischen Branchenzeitung „Digitimes“, dürfte verschiedenen Konkurrenten so gar nicht schmecken, beim einen oder anderen sogar das große P in die Augen treiben. Bedeutet sie doch, dass kein Hersteller an Nummer Eins der Verkaufscharts steht, der auf Wintel setzt, die Liaison der x86Prozessoren von Intel und Microsofts Windows. Ok: „Mobile Computer“ bedeutet 30

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in dem Fall, dass die erschlagende Anzahl von 40 Millionen prognostizierten iPads (laut Forecast etwa zwei Drittel des TabletMarkts) mitgezählt wurden. Die Definitionsgrenzen scheinen da fließend zu sein. Doch auch wenn man bei dieser Sichtweise geteilter Meinung sein kann, charakterisiert sie doch die Lage der Platzhirschen Intel und AMD: Andere Prozessortypen, besonders die ARM-Lizenznehmer von Samsung, Qualcomm, Nvidia, Texas Instru-

ments und Co., haben einen kräftigen Aufschwung hinter sich. Sie bieten nun einmal ein Verhältnis in Sachen Performance zu Stromverbrauch, gegen das die Varianten der x86-Welt derzeit nicht anstinken können. Selbst Microsoft will dieses Feld nicht kampflos gegen iOS und Android oder Chrome OS preisgeben und entwickelt den Nachfolger von Windows 7 so, dass er von Haus aus nicht nur mit x86-Prozessoren, sondern auch mit der neuen Macht zusammenarbeitet.


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15.07.2011

9:55 Uhr

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Computing

Kursbestimmung . Notebooks – neu definiert

HP wird dem AMD-Fusion-Prozessor im 17-Zöller Pavilion dv7 einsetzen...

Intel

AMD

Das Thema lautet: Intel und AMD wollen mit mehr Power pro Watt trumpfen – VIEL mehr Power pro Watt. Und dazu brechen sie mit alten Philosophien oder stellen gar neue auf die Beine. Intel wirft dazu eine neue Kategorie von Notebooks in den Ring, die Ultrabooks. Die Eckpunkte: extrem Leistungsfähig, extrem ausdauernd, extrem flach. Zur Präsentation auf dem IDF, dem Intel Developers Forum, brachten die Intel-Mannen auch gleich ein erstes Beispiel mit, das Asus UX 21.

Während Intel im Wesentlichen die CPUPerformance hochschraubt, nicht ohne die Leistung der eigenen Chipsatz-Grafiken zu tunen, geht AMD einen anderen Weg. CPUKerne haben nach Ansicht der AMDSchmiede genug Power für die Leistungen, die Consumer in Office-, Internet- und einfachen Grafikanwendungen abfordern. Erst dann, wenn es ans grafisch Eingemachte geht, werden derzeit stromhungrige, externe Grafikchips benötigt.

Diese Gattung Notebooks soll weniger als 20 Millimeter dick sein und dank der aktuellen Generation „Sandy Bridge“ der Core i-Prozessoren einen ganzen Arbeitstag lang durcharbeiten. Und wenn nicht mit den aktuellen, dann spätestens mit den kommenden der Generation „Ivy Bridge“: Die soll nochmals 30 Prozent mehr leisten bei 30 Prozent weniger Stromverbrauch, auch und gerade in Sachen Grafikpower. Schick und schnell könnte man charakterisieren, was ein Ultrabook ausmacht. Dazu passt dann auch, dass USB 3.0 mit bis zu 5 und die neue Intel-Schnittstelle Thunderbolt mit bis zu 10 Gbit/s Übertragungsgeschwindigkeit von Haus mit an Bord sein sollen.

APUs der Llano-Baureihe A4, A6 und A8 waren jedenfalls beeindruckend. Der kombinierte Stromverbrauch ist so gering, dass ein ganzer Arbeitstag möglich wird, wenn die GPU-Einheit nicht zu oft gefordert wird.

... und im 14-Zoll-Probook 6545b

Daher haben die neuen FusionProzessoren, im AMD-Jargon auch APU (Accelerated Processing Unit) genannt, auf einem einzigen Chip nicht nur eine völlig ausreichende Zwei- oder Vierkern-Einheit für CPU-Aufgaben, sondern auch eine schnelle GPU-Einheit für die Berechnung von Game- und Videodaten. Die Demos im Rahmen der Präsentation dieser

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18.07.2011

15:00 Uhr

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Computing

Gegen den Wind . PND vs: Smartphone – IFA-News von Becker und Falk

Gegen den Wind PND vs: Smartphone – IFA-News von Becker und Falk Text: Frank Rößler. Fotos: Hersteller

Becker Active 50 Becker Ready 50

Die Smartphone-Welt droht den mobilen Navigationsgeräten das Wasser abzugraben. United Navigation mit seinen Marken Becker und Falk zeigt in vier IFA-Neuheiten, wie man gegen die Flut von iPhone, Android und Co. bestehen will.

Die Glaskugeln haben gesprochen – und sie erzählen nichts Gutes für den Smart– phone-Markt: Bis zu 50 Prozent im Vergleich zu 2010 sollen die Verkaufszahlen bis 2015 einbrechen. Wie wollen die bekannten Hersteller sich dann noch über Wasser halten gegen die befürchtete Übermacht von Google Maps/Navigation, Nokia/Navteq mit Ovi Maps und Co? Ein Beispiel ist TomTom: Der Marktführer in Europa hat sich den Kartendienst TeleAtlas einverleibt und steht mit Apps, OEMGeschäft (Renault) und seinen Live-Diensten (IQ-Routes, HD Traffic) richtig gut da. Weltmarktführer Garmin zog mit Navigon einen Fisch an Land, der das umfang- und variantenreiche Portfolio ergänzt. Zu den ganzen GPS-Spezialanwendungen kommen jetzt auch beim amerikanisch-taiwanischen Hersteller die erfolgreichen Navi32

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gon-Sparten der Apps und OEM-Kooperationen.

einem guten Jahr Harmans Navigationssparte, woraus United Navigation entstanden ist.

Und dann gibt’s da noch Hersteller wie United Navigation, die eher regionale, auf Deutschland und Europa konzentrierte Heimat der Traditionsmarken Becker und Falk. Wobei diese Reihenfolge alphabetisch gewählt wurde: Falk übernahm vor

Pro PND

Bulls Eye heißt das Startmenü treffend – in der Mitte geht’s los

Der Situation Scan zeigt, was gerade los ist

Allein an den beiden Becker-Neuheiten Ready 50 und Active 50 (zusätzlich mit Bluetooth-Freispreche, Sprachsteuerung und Aktivhalterung) werden einige der Punkte auf Anhieb deutlich, bei denen


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Gegen den Wind . PND vs: Smartphone – IFA-News von Becker und Falk

Fachmesse und Kongress

Falk Neo 400

Themenpark und Kongress: 3D-Gebäude

Reiseführer

Smartphones mit GPS und mobilem Internet den PNDs einfach nicht das Wasser reichen können. Da ist schonmal die schiere Größe: Becker betritt mit den beiden mobilen Navis erstmals den 5-Zoll-Sektor. Was sich im Vergleich mit den 4,3-Zöllern nicht nach viel anhört, ist in der Praxis ein relevanter Komfortunterschied. Bei gängigen Smartphones sind die Touchscreen-Diagonalen mindestens ein, manchmal auch zwei Zoll kürzer, ihre Inhalte schwerer zu erfassen und Eingaben fummeliger zu bedienen. Gerade bei den letzten beiden Punkten können die Spezialisten punkten: Sie sind für die Nutzung im Auto, für schnelle Erfassbarkeit ausgelegt. Da haben die Anbieter der Geräte einfach ewig langen Vorsprung. So zum Beispiel auch durch die Live-Dienste von TomTom und Navteq oder auch das optimierte TMC pro mit Situation Scan, das Becker in seinen Neulingen anbietet. Situation Scan ist zwar kein Live-Dienst, er kann aber aus historischen Daten, der Location und dem aktuellen Bewegungsprofil des Fahrzeugs eine optimierte Route berechnen. Geradezu gegen Smartphones sprechen die oft noch lückenhaften, überfüllten und dadurch recht hakeligen, mobilen Datennetze. Es nervt einfach, wenn Kartendaten nicht rechtzeitig herunter geladen werden können, und die United-Navigation-Geräte haben mindestens 19, meist sogar 44 europäische Länder an Bord. Flex 400 und Neo 450 heißen die beiden neuen 4,3-Zöller, die United Navigation unter dem Namen, im optischen (neu gestalteten) Familiendesign und mit entsprechenden Funktionen auf den Markt bringt. Das Neo 450 ist dabei durch 3D-Gebäude- und -Geländeansichten sowie Sprachsteuerung das besser ausgestattete Gerät. Die Falk-Geräte heben sich durch typische Falk-Funktionen von den Smartphone-Apps ab: Sie bieten auch ohne Netzzugang das volle Reiseführerprogramm, können also durch spezialisierte Softwareausstattung punkten. Zudem hat United Navigation die Bedienung nochmal überarbeitet: Durch die einleuchtenden Menüs kann man sich nun im Smartphone-Stil hindurch wischen.

Komfortables, barrierefreies Wohnen für alle Generationen 

Spezialthema: Technische Unterstützungssysteme für das „Wohnen im Alter“

Düsseldorf, 21. – 24. September 2011 www.rehacare.de/kongress

Messe Düsseldorf GmbH Postfach 10 10 06 40001 Düsseldorf Germany Tel. +49 (0)2 11/45 60-01 Fax +49 (0)2 11/45 60-6 68 trenddokument www.messe-duesseldorf.de

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14.07.2011

14:50 Uhr

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Computing

Evolution . Dell XPS 15z

Evolution Dell XPS 15z Text: Frank Rößler. Fotos: Hersteller

Von der Gaming- zur Power-Line – Dell XPS. Dazu garniert mit Elementen und Verarbeitung der Adamo-Linie, und fertig ist das derzeit wohl dünnste Notebook mit 15-Zoll-Screen. Dells XPS 15z ist ein schicker Dampfhammer unter den Notebooks.

Der Genpool für das neueste Designerstück des amerikanischen Versenders Dell ist riesig und gleichzeitig erlesen: Das XPS 15z schöpft aus Power- wie Design-Elementen der verschiedenen Vorgänger und schiebt noch eine Portion aus einfacher Bedienbarkeit hinzu. Heraus kam das mit knapp 25 Millimetern – im Gegensatz zu vielen anderen Geräten durchgängig von vorn bis hinten – derzeit wohl flachste Notebook seiner Klasse, das mit 2,5 Kilogramm noch nicht einmal besonders schwer wiegt. Und das, obwohl ihm die Design- und Verarbeitungsgene der nicht mehr weiter verfolgten Adamo-Baureihe in die Wiege gelegt wurden: Viel Aluminium bestimmt 34

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das ansprechende Äußere des XPS 15z, und Lüftungsgitter wie Lautsprecherabdeckungen zitieren das Muster der Adamo-Oberflächen. Ebenso wie in den Nobel-Notebooks ist der Lithium-PolymerAkku fest eingebaut, es gibt also keine störenden Einschnitte, die die Optik stören könnten. Aus dem Genpool der XPS-Boliden früherer Zeiten heraus war das Testexemplar mit allem aufgerüstet, was heutzutage für Dampf sorgt. Neben dem derzeit wohl schnellsten Intel Core i7 sorgte ein Doppel aus Intels Chipsatzgrafik und einem fixen Nvidia-Grafikchip für flüssige Darstellung in allen Lebenslagen – und das in Full HD auf dem knackscharfen Display. Viel Spei-

cher garantiert einen zusätzlichen Boost, und damit der Akku nicht zu schnell in die Knie geht, sorgt Nvidias Optimus-Technologie dafür, dass der schnellere Chip nur bei Bedarf zugeschaltet wird. Der kann seine Daten dann auch per Funk an einen Bildschirm schicken, der mit Intels Wireless Display Technologie kompatibel ist.

Dell XPS 15z Preis: ab 1.300 Euro Intel Core i7-2620M, 2,7-3,3 GHz, 8 GByte RAM, 15,6 Zoll Full HD 1.920 x 1.080 Pixel, Nvidia GeForce GT 525M 2 GByte Grafik-RAM mit Optimus, 750 GByte Festplatte, Slot-in DVD+/-RW, Bluetooth, W-LAN, Intel Wireless Display, Webcam, Multi-Touchpad, 9-in-1Cardreader, 385 x 260 x 25 mm, 2,5 kg


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14.07.2011

13:06 Uhr

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Computing

Zuiko . Olympus XZ-1

Zuiko Olympus XZ-1 Text: Frank Rößler. Fotos: Hersteller

Nicht nur Fans der Marke Olympus, sondern auch langjährige Liebhaber der Fotografie wurden hellhörig, als Olympus die XZ-1 vorstellte: die erste Kamera mit einem Zuiko-Zoom. Dieser Name steht traditionell auf den besten Linsen der Traditionsmarke – und bürgt für beste Qualität.

Schon auf der letztjährigen Photokina hatte Olympus einen Dummy in der Hinterhand, der die erste Kompaktkamera mit ZuikoObjektiv repräsentieren sollte. Erstmalig sollte von Olympus eine Kamera für Enthusiasten kommen, denen allein schon bei der Ankündigung das Wasser im Mund zusammenlief. Und dann war sie da: Olympus XZ-1. Allein die Eckdaten machen hellhörig und unterstreichen, dass Olympus nicht zu viel angekündigt hat: Mit Blendenwerten von 1,8-2,5 lässt das 28-112-Millimeter-Zoom etwa doppelt, am Tele-Ende bald dreimal so viel Licht durch wie Durchschnittsware mit ähnlichen Brennweiten. Das kombiniert mit einem im Vergleich zu anderen Kompakten doppelt so großen Bildsensor – wie in High-End-Kompakten im Stil der G-Serie von Canon oder der P-Baureihe von Nikon – garantiert in Kombination mit „lediglich“ 10 Megapixeln Auflösung exzellente Bilder. Und die Ergebnisse lösen dieses Versprechen ein: Zuiko steht für exzellente Bilder bis in die Ecken. Trotz oder gerade wegen ihres schnörkellosen Gehäuses liegt die XZ-1 gut zur Hand, und ihre Bedienung ist fast klassisch: Rund um das Objektiv liegt ein satt rastender Ring, an dem die wichtigsten Belichtungseinstellungen vorgenommen werden können. Zusätzlich ist die Kreuzwippe ebenfalls als

Ring ausgeführt – mit dem Daumen kann man also schnell weitere Einstellungen vornehmen. Besonders interessant ist das Zubehörprogramm: Neben einem Unterwassergehäuse bietet Olympus auch einen elektronischen Aufstecksucher, der zusätzlich zum knackigen OLED-Display genutzt werden kann. Außerdem gibt es ein Mikrofon für Videoaufnahmen und einen externen Zusatzblitz. Mit der XZ-1 steht also ein mächtiges Kompaktkamerasystem zur Verfügung, mit dem Enthusiasten hervorragende Aufnahmen erzielen können.

Mit dem optionalen Gehäuse PT-050 kann die XZ-1 auf Tauchstation gehen

Olympus XZ-1 Preis: 480 Euro 10 Megapixel-CCD, 1/1,63 Zoll, 4fach-Zuiko-Zoom 28-112 mm/F:1,82,5, 3,0 Zoll OLED-Monitor, Bildstabilisator, Blitzschuh, Einstellring am Objektiv, Mehrfachbelichtung, Panorama, SD-Card-Slot, optional: elektronischer Sucher und Unterwassergehäuse, 111x65x42 mm, 275 Gramm

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14.07.2011

14:54 Uhr

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Wer hat die kleinste? . Neue Systemcams ohne Spiegel

Wer hat die kleinste? Neue Systemcams ohne Spiegel Text: Frank Rößler . Fotos: Hersteller

Sonys alpha NEX-C3 ist die keinste Systemkamera mit APS-C-Sensor

„Das können wir auch mit Spiegel.“ war vom einen oder anderen Hersteller digitaler Spiegelreflexkameras zu hören, als Panasonic auf der photokina 2008 die Lumix G1 vorstellte, sozusagen die Urmutter aller spiegellosen Systemkameras. Wie eine kleine SLR sah sie aus, und hinter vorgehaltener Hand konnte man vom MicroFour-Thirds-Erfinder Olympus ein „Das stellen wir uns anders vor.“ hören. 36

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Was dann ja auch 2009 mit der ersten PEN-Version zu sehen war: Viel kleiner und leichter als die schon kompakten SLRKameras der E-Serie sollte es werden. Damit sollten Fans von kompakten Digicams und ihren vielseitigeren Geschwistern der Bridge-Klasse ermöglicht werden, ihre Ambitionen zu mehr Qualität auszuleben, ohne die Masse und das Volumen der „ausgewachsenen“ Kameras mit kaufen zu

müssen. Also wurden große Sensoren in kleine Gehäuse gezwängt, und dank des geringeren Abstands zwischen Objektiv und Sensor konnten die digital-optimierten Lichtfänger nochmals schrumpfen, ohne an Abbildungsqualität zu verlieren.

Abmagerungskur Und jetzt feilen eigentlich alle Hersteller nochmal ein paar Gramm von den sowieso


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14.07.2011

14:54 Uhr

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Wer hat die kleinste? . Neue Systemcams ohne Spiegel

Sie sind kompakt, aber keine Kompakten. Haben Wechselobjektive, aber keine Spiegel. Sie sind Grenzgänger zwischen zwei Welten mit dem Ziel, deren Vorteile miteinander zu verschmelzen: Systemkameras ohne Spiegel – mit großen Sensoren, kleinen Wechselobjektiven und sexy Optik. Und jetzt werden sie nochmal kleiner.

Panasonic Lumix GF3 – schlank, schick, bunt

schon kleinen Kistchen runter. Natürlich nicht ohne noch ein paar neue Goodies hinzuzufügen. Was gleich wieder auf die Pfunde schlagen kann: Olympus spendierte seiner PEN Lite E-PL3 ein schwenkbares 3-Zoll-Display – die notwendige Mechanik erfordert Stabilität, und Stabilität erfordert Material. Die PEN Lite ist nur eines von drei neuen PEN-Modellen, die die Japaner zum Sommer vorstellten. Das neue Spitzenmodell E-P3 zeichnet sich durch einen OLED-Touchscreen und einen neuen, schnelleren Autofokus aus. Und die PEN Mini E-PM1 ist die kleinsten PEN, die es je gab. Allen gemeinsam ist ein neuer Verarbeitungsprozessor namens TruePic IV, der speziell für spiegellose Systemkameras entwickelt wurde. Und was sagt die Waage? 321 (E-P3), 265 (E-PL3) und – tadaa – 216 Gramm (E-PM3), natürlich ohne Objektiv und Akku gewogen.

Eröffnet hatte Sony das Rennen um die kleinste spiegellose Systemkamera mit der NEX-C3. Die wog auf einmal nur noch 220 Gramm, und ihr Gehäuse schien fast zu klein für die schon kompakten Wechseloptiken des NEX-Systems. Ok, das ist marginal schwerer als die leichteste PEN, aber immerhin hat das einen Grund: Ihr APS-CSensor ist nur um den Faktor 2/3 kleiner als ein Negativ, der Micro-Four-ThirdsSensor der Olympus misst nur die halbe Fläche des „chemischen Bildwandlers“. Dafür hat er dann gleich 16 an Stelle der 12 Megapixel der PEN, und bei den großen Sensoren ist in Sachen Pixelrennen vs. Rauschen ja auch noch Luft nach oben.

geschlagen geben. Zudem hält sie mit der Wölbung über dem Objektiv immer noch so ein bisschen an der Spiegelreflex-Optik fest, obwohl sie wie alle anderen extrem kleinen Systemer keinen integrierten optischen oder elektronischen Sucher aufweist. Dafür hat sie die neue Venus Engine FHD für noch schnellere Fokussierung und viel weniger Bildrauschen bei besserer  Detailgenauigkeit am Bord.

Zweigleisig Bei Panasonic heißt die kleinste Spiegellose Lumix GF-3, und sie muss sich mit 222 Gramm der kleinsten und leichtesten PEN

Panasonic Lumix G3 – die kleinste mit integriertem Sucher 37

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14.07.2011

14:54 Uhr

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Wer hat die kleinste? . Neue Systemcams ohne Spiegel

Die derzeit kleineste Systemcam im Micro-Four-Thirds-Programm: Olympus PEN Mini

Pentax’ Q-System bringt schon zum Start fünf Objektive mit

Noch kleiner Vor allem traditionelle Spiegelreflexfotografen werden bei den kleinen Cams einen Sucher vermissen, am liebsten natürlich einen optischen. Alle Hersteller bieten elektronische Aufstecksucher an, die das komplette Bild anzeigen. Panasonic geht noch einen Schritt weiter: Die Lumix G3 hat ihren hervorragenden E-Sucher schon über dem schwenkbaren Touchscreen eingebaut – und sieht auch immer noch wie eine kleine D-SLR aus, obwohl sie keine ist. Dafür ist sie im Vergleich zu ihren Vorgängern auch wieder um 25 Prozent kleiner geworden und wiegt nur noch 336 Gramm. Fett natürlich für eine spiegellose Systemkamera, schlank für eine, die auch gleich einen zusätzlichen integrierten Sucher aufweist.

Und dann kam Pentax und schoss den Vogel ab. Q heißt das System, und böse Zungen könnten den Japanern nachsagen, dass sie bei der Namensfindung vielleicht den genialen Technik-Guru von James Bond im Hinterkopf hatten. Gerade mal 180 Gramm wiegt der Winzling, der in den Abmessungen auch noch 8,5, 5,8 und 3 Millimeter (BxHxT) kleiner ist als die kleinste Olympus. Dabei hätte man fast mit so etwas rechnen können: Auto 110 hieß die wohl kompakteste, regulär käufliche Kamera mit Wechseloptiken, die in den 1970ern auf die Filmkassetten der Pocketkameras setzte.

weist er mit 12 Megapixeln allerdings eine moderate Auflösung auf, und die rückwärtige Belichtung sorgt dafür, dass mehr Licht in den Sensorzellen ankommt. Dazu gibt’s fünf Objektive für das neue Q-Mount – die anderen Systeme können schon auf ganze Zoos zurückgreifen. Neben einem lichtstarken Normalobjektiv F1,9/47 mm ist da ein F2,8-4,5/28-82 mm in der High-Performance-Serie. Und dann sind da die UniqueLinsen: ein Fisheye mit 17,5 mm und zwei „Toy Lens“ genannte Objektive mit 35 und 100 mm Brennweite (alle Brennweiten auf KB umgerechnet).

Pentax erreichte das durch einen nochmals kleineren Bildsensor: 1/2,3 Zoll misst der nur. Zur Verminderung des Rauschens

Und wer hat nun die kleinste?

Links: Das neue Topmodell von Olympus: PEN E-P3 Unten: Olympus PEN lite bietet einen schwenkbaren Monitor

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Na alle – wie immer bei solchen Fragen sind es nur gemeine Journalisten oder der Stammtisch, die auf die nackten Zahlen starren und Pentax als den Gewinner küren würden. Die Hersteller machen das anders: Da ist die PEN Mini die mit einem MicroFour-Thirds-Sensor, die Sony die mit APSC und die Lumix G3 die mit eingebautem Sucher. Und die Pentax? Die ist einfach die kleinste und leichteste.


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fatboy.com


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14.07.2011

13:13 Uhr

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Luxuskommunikation . TAG Heuer LINK – Edel-Smartphone mit Android-Technik

Luxuskommunikation TAG Heuer LINK – Edel-Smartphone mit Android-Technik Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Zeichen der Zeit: Wer heute nach der Zeit gefragt wird, schaut oft nicht mehr auf die Armbanduhr, sondern das Mobiltelefon, das man ohnehin zur Hand hat. Doch kann ein schlichtes Handy Ersatz für das bis ins Luxussegment durchdeklinierte Thema Uhren sein? Wie definiert man Luxus im Bereich der Mobilkommunikation? Die schiere Funktionsvielfalt bietet heute nahezu jedes Smartphone, doch die meisten sind für einen intensiven Preiskampf entworfen, um quasi als Gratisdreingabe zu einem Mobilfunkvertrag angeboten werden zu können. Gut, wenn man sich aus diesem Geschäft heraushalten kann und stattdessen auf feinste Materialität und somit auch eine gewisse Exklusivität setzen kann. Zu den wenigen Marken, die dieses Thema mit einer gewissen Ernsthaftigkeit angegangen sind, gehört der Schweizer Uhrenher40

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steller TAG Heuer. Neben Vertu, dem Nobelableger von Nokia, gehören die Schweizer wohl zu den ernsthaftesten Wettbewerbern in diesem Segment. Mit dem 2008 vorgestellten Modell Meridiist folgten die Feinstmechaniker dem Ruf ihrer Kunden, ein Mobiltelefon wie eine Uhr nutzbar zu machen. Ein in die Stirnseite integriertes Display machte den Blick zur Zeit zum sinnlichen Erlebnis. Der Erfolg gab den Machern Recht, 90 bis 95 Prozent der Käufer besaßen nach Erhebungen von TAG Heuer zuvor ein Vertu. Nun folgt mit dem LINK getauften Smartphone der nächste Schritt. Den Namen teilt sich das edle Smartphone mit einer Uhrenbaureihe des Hauses. Wenn das Meridiist die reine Uhrenlehre verkörpert, dann ist das Link gewissermaßen der Chronometer, das Universalgenie, und angesichts der technischen Möglichkeiten


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14.07.2011

13:13 Uhr

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Computing

Luxuskommunikation . TAG Heuer LINK – Edel-Smartphone mit Android-Technik

Das Segment der Luxustelefone ist dünn besetzt, und ein echtes Smartphone gab es bislang gar nicht. TAG Heuer will das ändern und macht mit dem LINK ab Herbst Kommunikation zum puren Luxus.

Kollektion und Preise

kann man diese Option als gesetzt hinnehmen. Man hat bei TAG Heuer gut daran getan, nicht auf exotische Eigenentwicklungen zu setzen, sondern dem LINK Googles Android als Betriebssystem zu verpassen. Der einzig würdige Wettbewerber zu Apples iOS erlaubt LINK-Nutzern den Zugriff auf Tausende von mehr oder minder nützlichen Programmen und macht so aus dem Kommunikationstool in Schweizer Taschenmesser der Digitalzeit. Doch uhrentypische Merkmale bleiben: So öffnet beispielsweise die Betätigung der Krone eine Abdeckung, hinter der sich staubgeschützt die unvermeidlichen Anschlüsse verbergen. Auch optisch bleibt man ganz bei der gewohnten Formensprache: Aus dem Uhrenglas wird das Display, und ein metallener Rahmen umfasst das Ganze. Zu bekommen ist das LINK in etwa 150 Boutiquen weltweit, meist dort, wo auch das Meridiist anzutreffen war. Exklusivität ist den Käufern des TAG Heuer Smartphones ohnehin garantiert, doch das Gefühl, ein wirklich hochwertiges Kommunikationstool zu haben, dürfte dieses Merkmal noch toppen. Natürlich ist auch das Preisgefüge alles andere als populistisch, bei 4.700 Euro geht das Vergnügen los, und nach oben begrenzt zurzeit eine Variante mit poliertem Edelstahl, Eidechsenleder und Diamanten zum Preis von knapp 19.000 Euro das Sortiment. Doch das dürfte Interessenten nicht wirklich schrecken. Schließlich geht es für die „Early Adopter“ im Luxussegment um nicht mehr oder weniger als den legitimen Nachfolger Armbanduhr, und da muss man schließlich Zeichen setzen können.

Modellreihe Classic Edelstahl mit schwarzem Kalbsleder und grau abgesetzten Nähten Edelstahl mit schwarzem Carbon-Leder und rot abgesetzten Nähten Edelstahl mit rotem Carbon-Leder und hellgrau abgesetzten Nähten Modellreihe Elegance Edelstahl mit schwarzem Alligator-Leder Edelstahl mit braunem Alligator-Leder

Euro 4.700 Euro 5.600 Euro 5.600

Euro 6.200 Euro 6.200

Modellreihe Prestige/Light Gold Edelstahl, braunes Alligator-Leder, Goldapplikationen Schwarzes PVD, schwarzes Alligator-Leder, Goldapplikationen

Euro 9.500

Modellreihe Prestige Gold Edelstahl, braunes Alligator-Leder, Goldelemente Schwarzes PVD, schwarzes Alligator-Leder, Goldelemente

Euro 17,500 Euro 17.500

Modell Exclusive Polierter Edelstahl, Diamanten, weißes Eidechsenleder

Euro 18.900

Euro 9.500

www.tagheuer.com

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14.07.2011

13:15 Uhr

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Places

Eccleston Square Hotel . Hightech-Hotel in zentraler Lage

Eccleston Square Hotel Hightech-Hotel in zentraler Lage Text: Claire-Marie Ravens . Bilder: image courtesy of Design Hotels™

Von außen ist es ein Londoner Stadthaus mit klassischer Fassade – im Inneren aber erwartet den Gast ein modernes Hightech-Hotel mit schwarzem Kronleuchter und schwarz-weißen Fliesen in der Lobby.

Erst vor kurzem eröffnet, bietet das Eccleston Square Hotel im Stadtteil Pimlico alles was man von einem Hotel dieser Klasse erwarten darf. Luxus und Komfort spielen in dem umgebauten Georgianischen Stadthaus eine wichtige Rolle. „Die Philosophie des Eccleston Square Hotel ist ganz einfach“, so Hoteldirektorin Olivia Byrne, „wir möchten, dass unsere Gäste das Hotel glücklicher verlassen, als sie es betreten haben.“ Das dürfte einem nicht schwer fallen, betrachtet man die neue Designherberge einmal näher. Die Zimmer lassen fast keine Wünsche offen. 39 an der Zahl, unterteilt in fünf Kategorien entweder mit Garten- oder Stadtblick, teils mit eigener Terrasse oder einem Balkon. Die modern interpretierten und ansprechend ausgestatteten Räume verfügen über 3D-Flach-

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13:15 Uhr

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Places

Eccleston Square Hotel . Hightech-Hotel in zentraler Lage

bildschirme mit HD-Movie und 3D-Kanälen, 3D-Blu-Ray/DVDPlayern und 3D-Brillen. Alle Funktionen, darunter auch die Beleuchtung und die Vorhänge, werden über ein spezielles Touch Pad gesteuert. Darüber hinaus liegt in jedem Zimmer ein neues Apple iPad 2 bereit, das nur auf seinen Einsatz wartet. Geruhsamen Schlaf spenden die speziell angefertigten Hästens-Betten. Die Massageprogramme der verstellbaren Massagebetten können via Hästens Mind Spa TV synchronisiert werden. Auch die Bäder aus Marmor glänzen mit hohen Komfortansprüchen: Neben RainfallDuschen, Hochdruck-Massage-Duschköpfen und einem Fernseher hinter einem beheizten und gleichzeitig dampfresistenten Spiegel werden die Glaswände auf Wunsch per Knopfdruck blickdicht.

Eccleston Square Hotel 37 Eccleston Square London SW1V 1PB UK www.ecclestonsquarehotel.com www.designhotels.com

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13:15 Uhr

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Places

Casa de la Flora . Neues Hotel & Resort in Khao Lak

Casa de la Flora Neues Hotel & Resort in Khao Lak Text: Claire-Marie Ravens . Bilder: image courtesy of Design Hotels™

An der unverbauten Küste Khao Laks liegt dieses neue Design Hotel™-Mitglied mit dem schönen Namen Casa de la Flora. Der auffällige Gebäudekomplex befindet sich direkt am Strand und umfasst 36 moderne Villen in Form von grauen Kuben, umgeben von üppiger Vegetation. Die anspruchsvollen Villen gibt es in Kombination mit privaten Pools, Gärten, Terras44

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sen sowie einmaligen Meeresblicken. Darüber hinaus verfügt das Casa de la Flora über eine eigene Bibliothek, ein Restaurant, eine Bar, einen Shop sowie einen Spa-Bereich. Die verschiedenen Villen, mit 70 bis 145 m2 Wohnfläche, sind in acht Kategorien unterteilt und so entworfen, dass die Gäste Ausstattung und Umgebung – innen

wie außen – gleichermaßen wahrnehmen können. Große verglaste Fassaden tragen dazu bei und erleichtern die Sicht aufs Meer. Für die materielle Umsetzung wählten die Architekten Beton und natürliche Materialien wie Teakholz – das Ergebnis sind elegante, stilvolle Bereiche, die Ruhe und Zurückgezogenheit vermitteln.


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14.07.2011

13:15 Uhr

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Places

Casa de la Flora . Neues Hotel & Resort in Khao Lak

Die Westküste Thailands ist nördlich von Phuket seit kurzem um eine ansprechende Bleibe reicher. Nichts außer Strand und Vegetation stehen zwischen den Villen und dem Meer – ein Ort zum Entspannen und Abschalten. Einmal angekommen, möchte man diesen Ort wohl so schnell nicht wieder verlassen.

Nur einige Schritte vom Strand entfernt befinden sich die zehn Beachfront Villen, jede mit einem eigenen Außenbereich, Pool, kleinem Garten und ungestörtem Blick auf das Meer. Mehr Platz bieten die elf Duplex Grand Pool Villen und die acht Duplex Pool Suiten, die ein Stück weiter nach hinten versetzt liegen und alle über zwei Geschosse und einen privaten Pool im Erdgeschoss verfügen. Zwischen der üppigen Vegetation befinden sich noch weitere fünf Studio Pool Villen, die einen abgeschlossenen Rückzugsbereich mit ihren aus Holzlamellen eingefassten Loggien aufweisen. Am Ende des Grundstücks liegen die Casa Pool Suiten sowie die Präsidentensuite. Beide geben durch ihre erhöhte Lage einen uneingeschränkten Blick auf das Meer frei. Nichts geht über das Wohl der Gäste im Casa de la Flora, deswegen spielen auch einige umweltfreundliche Impulse wie beispielsweise der Verzicht auf Chemikalien in den Pools, der Gebrauch von recyceltem Papier und Aluminiummöbeln oder die Wiederaufbereitung des Abwassers eine bedeutende Rolle.

Casa de la Flora 67/213 Moo 5 Tambon Khuk-Khak Takuapa Phang-Nga Khao Lak Thailand www.casadelaflora.com www.designhotels.com

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15.07.2011

16:30 Uhr

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Design

Schöner fernsehen . NDS macht IPTV zum Genuss auf allen Ebenen

Schöner fernsehen NDS macht IPTV zum Genuss auf allen Ebenen Text: Frank Kreif . Bilder Hersteller

Fernsehen kommt heute nicht nur volldigital und in HD aus dem Kabel und vom Satellit, sondern auch flott bitweise aus dem Internet. So gesehen, ziemlich modern. Doch die Benutzeroberflächen muten oft noch an, wie aus dem vergangenen Jahrtausend. Zeit, das zu ändern.

IPTV ermöglicht die Verschmelzung von TV-Inhalten mit der Datentechnik des Internets. Das ergibt grandiose technische Möglichkeiten. Entscheidend für deren Erfolg ist aber die visuelle Umsetzung bei der Bedienung, ein Feld, auf dem die amerikanische Firma NDS Maßstäbe setzt. Für diverse Anbieter von Internetfernsehen rund um den Globus hat man schon Interfaces entwickelt, die der Modernität der Technik

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in nichts nachstehen. Ganz nach Gusto und Corporate ID des Anbieters generieren die Entwickler von NDS animierte, gut strukturierte User Interfaces, die die Vielfalt modernen Fernsehens nicht nur zum Erlebnis, sondern auch beherrschbar machen.

Vielfalt komprimiert Ob klassisches TV-Programm, digitales Medienarchiv, integrierte Aufnahmefunk-

tion oder Video-on-Demand, alles verschwindet hinter einer einzigen, homogenen Oberfläche und ermöglicht auf diese Art selbst technisch nicht so affinen Nutzern den souveränen Umgang mit der neuen Medienvielfalt. Benutzeroberflächen sind angesichts immer weiter in den Hintergrund tretender Technik die eigentliche Herausforderung unserer Zeit. Damit ein ehemals trivialer Vorgang wie


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Design

Schöner fernsehen . NDS macht IPTV zum Genuss auf allen Ebenen

Auch ein klassischer EPG lässt sich im Vergleich zu anderen Ausführungen noch deutlich aufpeppen

Fernsehen nicht unter einem unüberwindlichen Berg von Technik verschwindet, muss eine intuitive Oberfläche geschaffen werden, die generationsübergreifend funktioniert, keinen Nutzer ausschließt und zudem den Tech-Appeal des modernen Mediums verströmt. Die hier gezeigten Beispiele zeigen, dass sich international schon diverse Anbieter Gedanken, um dieses Thema gemacht haben.

Hierzulande arbeitet NDS an einer neuen Oberfläche für den Unitymedia.

Mehr als TV Moderne Medien enden nicht auf dem Bildschirm, ganz im Gegenteil. Mobiltelefone und Tabletcomputer sind heute integraler Bestandteil des digitalen Alltags, und für diese bietet NDS übergreifende Lösungen. Beispielsweise gibt es Programm-

zeitschriften auf dem iPad, aus denen man mit einem Fingertipp Aufnahmen für die Settopbox erstellen kann. Umgekehrt ist es natürlich wünschenswert, auch auf einem mobilen Gerät mal schnell einen Blick auf das Archiv des digitalen Videorecorders zu werfen. All diese Möglichkeiten haben die Amerikaner im Blick und im Griff – schöne, neue TV-Welt. www.nds.com

NDS schafft die nahtlose Verbindung von ansprechend gestaltetem Programmguide auf dem iPad und der Settopbox selbst 47

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14.07.2011

13:17 Uhr

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Design

Design Lab 2011 . Bunte Ideen für weiße Ware

Design Lab 2011 Bunte Ideen für weiße Ware Text: Frank Kreif . Bilder Hersteller

Von der kleinsten Mikrowelle der Welt über kompakte Reinigungsgeräte bis zum hüpfenden Mixer: 25 Konzepte für Hausgeräte mit „Intelligent Mobility“.

Die besten 25 Einreichungen des diesjährigen Electrolux Design Lab zum Thema „Intelligent Mobility“ stehen fest. Aus mehr als 1.300 Konzepten von Designstudenten aus aller Welt wurden 25 aus 14 Ländern ausgewählt: Australien, Neuseeland und Polen sind mit jeweils drei vielversprechenden Designstudien, die Länder Kanada, Tschechische Republik, Frankreich, Südkorea und die USA mit jeweils zwei Halbfinalisten vertreten. Aus den hier vorgestellten Einreichungen werden acht Finalisten ausgewählt, um ihr Konzept vor einer Jury erfahrener Designern zu präsentieren – auf dem Wettbewerbsfinale im September in London. Die drei bestplatzierten Jungdesigner können sich auf tolle Gewinne freuen: Der erste Preis besteht aus einem sechsmona-

tigen bezahlten Praktikum in einem Electrolux Global Design Center und einer Bargeldprämie in Höhe von 5.000 Euro – der Zweitplatzierte gewinnt 3.000 Euro, und für den dritten Platz sind 2.000 Euro ausgelobt. Die Designkonzepte sollen die Werte von Electrolux integrieren und sich an der skandinavischen Designtradition orientieren, indem sie nachhaltig im Hinblick auf Natur und Umwelt sind, intuitives Design, Innovation und Benutzerfreundlichkeit mit Ästhetik verknüpfen. Diese Faktoren werden das Juryurteil begründen. Um das Wettbewerbsthema „Intelligent Mobility“ zu treffen, sollten innovative Hausgeräte-Lösungen für einen mobilen Lebensstil entworfen werden: beispielsweise clevere Konzepte für die Zubereitung und Aufbewahrung von Speisen sowie die Reinigung von Geschirr innerhalb und außerhalb der eigenen vier Wände.

1: Robo TAP Cleaner Land: Südkorea Designer: Gyu Ha Choi Hochschule: Handong Global University Robo TAP ist eine intelligente Weiterentwicklung eines RoboterStaubsaugers. Mit ihm können die Bereiche, die gereinigt werden sollen, direkt ausgewählt werden. Ein IPS-System (Flüssigkristallbildschirm) wurde dazu mit einer einfachen Fernbedienung kombiniert. Dieses wird an den Schuh oder Pantoffel des Nutzers angeschlossen. Zweimaliges Tippen mit dem Fuß auf einer Schmutzwecke leitet den Robo TAP zum exakten Bereich für die Reinigung. Zwei weitere Fußtipper heben die Auswahl auf und dreimaliges Tippen lässt den Staubsauger in den normalen Reinigungsmodus wechseln. So macht Staubsaugen so viel Spaß wie Stepptanz, ist aber viel einfacher. 48

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14.07.2011

13:17 Uhr

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Design

Design Lab 2011 . Bunte Ideen für weiße Ware

2: EcoWash Dinner Set Land: Neuseeland Designer: David Stockton Hochschule: Massey University School of Design

3: EMS Cooker Land: Tschechische Republik Designerteam: Simona Hruskova Hochschule: Academy of Arts, Architecture and Design in Prague

EcoWash ist die ideale Geschirrspülmaschine für Urlaub auf dem Land, Bootsausflüge, Camping und überall dort, wo es keinen Stromanschluss gibt. Nach dem Essen setzt man Besteck und Teller in die kleine runde Waschtrommel, fügt ein wenig Spülmittel und Wasser hinzu, schließt die Verriegelung und dreht den Griff an der Seite. Der Innenraum dreht sich, um die Teller effizient und mühelos zu reinigen. Nach dem Gebrauch öffnet man die kleine Luke am Boden, damit das Wasser ablaufen kann. Um die Teller im Anschluss zu trocknen, muss man lediglich den Handgriff einige Male drehen. Durch die entstehenden Fliehkräfte wird das Geschirr im Gerät getrocknet. EcoWash ist umweltfreundlich, praktisch und leicht zu tragen.

EMS Cooker nutzt die menschliche kinetische Energie, um Speisen und Getränke zu erhitzen oder warmzuhalten. Um die körpereigene Energie in Wärme umzuwandeln, platziert der Benutzer das Gerät am Arm oder Handgelenk. Durch seine Gestaltung als Armband ist EMS Cooker bequem zu tragen. Ist das Gerät mit genügend Energie aufgeladen, kann es ausgerollt und als Heizplatte verwendet werden. Zudem lässt es sich beispielsweise um eine Kaffeetasse wickeln, um diese wie auch andere Speisen und Getränke warmzuhalten oder zu erwärmen. EMS Cooker ist ein geschickter Weg, menschliche Bewegungsenergie auszunutzen.

4: GULL Air Purifier Land: Polen Designer: Tomasz Siemek Hochschule: GWSP – Gliwicka Wyzsza Szkola Przedsiebiorczosci GULL ist ein effektiver Luftfilter, der den Wohnraum von unerwünschten Gerüchen und Luftschadstoffen reinigt. Das Gerät verwendet Zitronenöl, um bis zu 99,96 Prozent der Luftverschmutzungspartikel und Bakterien abzutöten. Parallel wird ein angenehmer zitroniger Duft verbreitet. GULL kann sowohl an der Decke aufgehängt als auch an jedem Platz der Wohnung aufgestellt werden. Die Gestaltung von GULL ist durch Vögel und Flügel inspiriert. Das kleine Gerät arbeitet auf Basis kinetischer Energie, die durch das Drehen der Vorrichtung oder das wiederholende „Flattern” der Flügel erzeugt wird.

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5: Heat Grenade Land: Neuseeland Designer: Sam Evans Hochschule: Massey University

6: Honeycomb Modular Induction Tiles Land: Australien Designer: Alfred Ching Hochschule: University of New South Wales

Heat Grenade ist ein tragbares Kochgerät in elegantem Design – gedacht für den mobilen Einsatz beispielsweise im Urlaub. Betrieben wird Heat Grenade durch hauchdünne Batterien, die in der Lage sind, Energie aus Wasser zu produzieren, welches durch Luft eingesaugt wird. Im geschlossenen Zustand ähnelt das Designkonzept einem Aluminium-Ei. Wenn jedoch die obere Taste gedrückt wird, klappt das Ei wie eine Blume auseinander und gibt ein Induktionskochfeld mit einer schwarzen Glasoberfläche und einem Bedienfeld frei. Dieses lässt sich an der Unterseite herausschieben und komfortabel bedienen.

Honeycomb ist ein modulares Induktionskochsystem, das sich besonders für kleine Haushalte eignet. Die sechseckigen Module können miteinander in verschiedenen Variationen zusammengestellt werden. Man verbindet sie durch einfaches Zusammenkli– cken und schafft so an jedem gewünschten Platz eine Kochzone. Eine Fernbedienung steuert die Wärme drahtlos via Bluetooth. Die Oberfläche jedes Moduls ist in hochglänzendem Weiß gestaltet und passt sich in den gesamten Wohnraum harmonisch ein. Die Module lassen sich stapeln und können leicht verstaut werden, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Natürlich kann das System genauso gut auch in größeren Haushalten als Heizplatte verwendet werden.

7: Intelligent Mobility Scale Bag Land: Tschechische Republik Designer: Karel Vránek Hochschule: Academy of Arts, Architecture and Design in Prague Die Intelligent Mobility Scale Bag ist eine Designer-Handtasche für alle, die häufig den ganzen Tag unterwegs sind: Mit ihr lassen sich Speisen und Getränke mobil lagern, transportieren und den ganzen Tag frischhalten. Wenn die Sonne scheint, reagieren die Schuppen auf der Oberfläche des Beutels auf die Belichtung. Sie verformen sich zu Spitzen und wandeln die Sonnenenergie um, um das Innere des Beutels und die Lebensmittel zu kühlen. Die Tasche lässt sich zudem leicht falten: kleiner, um sie zu verstauen und größer, um genügend Platz für den Supermarkteinkauf zu schaffen. 50

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8: Mixer 2050 – The Marble Land: Brasilien Designer: Eduardo Murara Nauiack Hochschule: Pontifícia Universidade Católica do Paraná – PUCPR

9: Mobile Induction Heat Plate Land: Finnland Designer: Tommi Moilanen, Hochschule: Aalto University Hochschule of Art and Design

The Marble sieht aus wie ein glatter Golfball, ist aber ein Mixer. Man gibt die Zutaten in die zugehörige Schüssel und ergänzt einen oder mehrere der handlichen Mixer-Kugeln. Sie beginnen automatisch zu hüpfen und mischen die Zutaten von allein. Um die Dauer einzustellen, müssen die Kugeln geschüttelt werden – heftiges Schütteln für circa eine Minute, leichteres Schütteln für nur rund 15 Sekunden. Die Gummirotorblätter sind mit Nanotechnologie gefertigt, so dass sie flexibel sind, wenn sie nicht in Gebrauch sind, aber hart wie Stahl, wenn erst einmal in Bewegung. Auf diese Weise lassen sich die Mixer-Kugeln sicher und leicht reinigen, sind zugleich aber sehr wirksam im Einsatz. Zusammen in einer Schüssel ist The Marble ein schönes Design-Stück für die Küche.

Diese intelligente Induktionskochplatte ist eine kompakte Lösung für all diejenigen, die gerne unterwegs sind. Die Heizplatte lässt sich an jedem Ort aufstellen und einsetzen. Das Smartphone des Benutzers wird dank einer App zur kindersicheren Fernbedienung für die Kochplatte. Die App wurde unter anderem dafür entwickelt, intelligente Lebensmittelverpackungen zu analysieren: Beispielsweise integrieren NFC-Tags auf modernen Verpackungen Anweisungen zur richtigen Zubereitung des jeweiligen Nahrungsmittels. Die App speichert auch Informationen zum zuletzt gekochten Essen. Die Induktionsplatte ist in einem glänzenden schwarz-weißem Design mit Holzgriff gestaltet. Dank des Griffs ist sie leicht zu transportieren, kann einfach verstaut und an einer Wand zum Aufladen der Batterien aufgehängt werden.

10: Mobile Kitchen Kit Land: USA Designer: Elizabeth Reuter Hochschule: Purdue University Dieses mobile Küchenset enthält alles, was man zur Zubereitung von Lebensmitteln in einer Pfanne benötigt – und nimmt dabei kaum Raum zur Aufbewahrung ein. Der Deckel ist ein Schneidebrett, und im Inneren des Behälters, der zugleich als Spülbecken benutzt werden kann, sind verschiedene Kochgerä-

te: flexibles Induktionskochfeld, Sieb, Pfannenheber, Kochlöffel, Schneidemesser, Schälmesser, Topf und Pfanne. Fast alles, was benötigt wird, um das Abendessen zuzubereiten, ist in dieses Set integriert – tragbar und leicht verstaubar auch in kleinen Wohnräumen. 51

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11: Mohe Land: Polen Designer: Krzysztof Luchowiec Hochschule: Akademia Sztuk Pieknych w Krakowie

12: Mywash Land: Australien Designerteam: Saba Zare Hochschule: University of New South Wales

14: Ozel Kinetic Blender Land: Malaysia Designerteam: Uzair B. Abdul Rashid Hochschule: Universiti Teknologi MARA

Mohe ist ein Gerät zum Vakuumversiegeln, um Nahrungsmittel besser aufzubewahren, und ein praktischer Helfer zum Aufwärmen von Speisen. Die Lebensmittel werden in einer speziellen Tasche aus Recyclingmaterial platziert und automatisch vakuumverschlossen. Beim Öffnen der Tasche erhitzen sich die Speisen ebenfalls automatisch. Die speziellen Taschen sind mit einer Isolierung aus einem Wärmeschutzgel versehen, das Äußere besteht aus Papier. Das Gerät, welches durch induktive aufladbare Akkus betrieben wird, erkennt, wenn der Beutel geöffnet oder geschlossen wird. Dementsprechend reagiert der Beutel durch Vakuumieren oder Aufwärmen der Speisen.

Mywash ist eine Waschmaschine mit personalisierten Wäschekörben für die gemeinschaftliche Verwendung verschiedener Personen. Dazu wurden zwei Waschtrommeln kombiniert, die wie üblich mit der schmutzigen Wäsche befüllt werden. Der Waschvorgang kann über ein Smartphone mit 3G-Verbindung und einer dafür entwickelten App jederzeit und von überall kontrolliert werden. Mit der App lassen sich der Zeitpunkt des Waschens und das Waschprogramm festlegen. Auch spezielle Waschoptionen – wie eine längere Einwirkzeit – werden über die App gesteuert.

Ozel ist ein umweltfreundlicher und energiesparender Mixer, der die Funktionalität eines herkömmlichen Mixers mit SmartTechnologie verbindet. Kinetische Batterien, integriert in den Griff des Geräts, ersetzen das traditionelle Stromkabel. Das Aufladen des Akkus geschieht einfach durch das Entfernen und Schütteln des Griffs. Im Inneren des Mixers wurden die herkömmlichen rotierenden Klingen durch Nylonfäden ersetzt. Sie wirbeln schnell, um zu hacken, zu mischen und zu mixen.

13: Onda Portable Microwave Land: USA Designer: Matthew Schwartz Hochschule: California State University Long Beach Die tragbare Mikrowelle Onda ist eine sehr clevere Variante des bereits im Jahr 1955 eingeführten Haushaltsgeräts. Genau wie bei der traditionellen Nutzung können mit Onda Fertiggerichte in den dafür geeigneten Behältnissen erwärmt werden. Onda wird allerdings auf die Verpackung geschoben. Die Aluminiumverkleidung im Innenraum des tragbaren Geräts bildet zusammen mit der Verpackung einen Schaltkreis, wenn ihr Siegel gebrochen wird. Hochmoderne Papierbatterien werden als Energiespender verwendet, wodurch Onda einfach zu benutzen, tragbar und umweltfreundlich ist. Onda soll es in verschiedenen Farben geben. 52

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15: Ping Pong Land: Frankreich Designerteam: Arthur Kenzo Hochschule: École de Design Nantes Atlantique (Shanghai)

16: Portable Washing Machine Land: Slowakai Designer: Adrian Mankovecky Hochschule: Academy of Fine Arts and Design Bratislava

17: Ribbon Land: Australien Designer: Enzo Kocak Hochschule: Monash University

Ping Pong ist ein drahtloser Kochhelfer, mit dem sich die Wartezeit während des Erhitzens von Lebensmitteln optimieren lässt. Der Ping-Sender wird dazu an den Rand des Topfes angebracht. Der PongEmpfänger kann in jeden anderen Raum mitgenommen werden, wo sich der Nutzer entspannt einem Buch widmen kann. Der Ping-Sender sendet die Informationen zum Kochstatus an den Empfänger und hält den Koch so auf dem Laufenden. Das Design des Helferleins ist durch eine Vase voller Blumen inspiriert, sieht hübsch aus und macht gute Laune.

Die passende Innovation für alle, die gern oder häufig auf Reisen sind: Diese kleine tragbare Waschmaschine ist perfekt für Backpacker wie auch Geschäftsreisende. Vier vorinstallierte Waschprogramme stehen für die schnelle und einfache Wäschereinigung unterwegs zur Verfügung. Dazu müssen die zwei Gerätekomponenten auseinandergezogen und voneinander entfernt auf jeder Seite des zu reinigen Kleidungsstücks platziert werden. Dann wird ein Fleckentferner oder Duftstoff hinzugefügt und das passende Reinigungsprogramm ausgewählt. Die Maschine erledigt, dank negativ geladener Ionen und Dampf, alles von allein. Angetrieben wird das Gerät mit einer Batterie auf Zuckerkristallbasis – praktisch für den einfachen Einsatz an jedem Ort der Erde.

Allrounder für den mobilen Einsatz: Ribbon ist Kochplatte, Wärmegerät und Kühler in einem. Seine einzigartige Form und Flexibilität ermöglicht es, ein Gefäß mit Speisen oder Getränken zum Heizen oder Kühlen zu umhüllen. Die schwarze Seite sorgt für Wärme, während die weiße kühlt. Das Gerät lässt sich aufwickeln, mitnehmen, auseinanderfalten und zusammengesteckt auch als Kochstelle benutzen. Die Bedienelemente an der Seite erleichtern die einfache Benutzung. Die aufladbaren thermoelektronischen Akkuzellen können zudem den Ladevorgang umkehren und so überschüssige Wärme in Strom zurückverwandeln, wenn das Gerät nicht benutzt wird.

18: Ringoo Land: Polen Designerteam: Jacek Chrzanowski Hochschule: Academy of Fine Art im.W.Strzeminskiego in Lódz Ringoo ist eine kleine kreisförmige Mikrowelle für das Erhitzen von Getränken, das beim Wassersparen hilft und umweltfreundlich ist. Wasser (oder eine andere Flüssigkeit) wird heiß, wenn man es durch den Ring gießt. So wird sichergestellt, dass tatsächlich nur so viel Flüssigkeit erhitzt wird, wie man, beispielsweise für eine Tasse Tee, benötigt. Ringoo bringt das Wasser auf die exakt gewünschte Temperatur, während man sich selbst zurücklehnt und seinen Tee genießt.

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19: Breez Portable Dish Dryer Land: Kanada Designer: Andrew Parsons Hochschule: Humber College Breez ist ein tragbares und leicht zu verstauendes Gerät zum Trocknen von Geschirr. Es eignet sich speziell für Teller, die mit der Hand abgewaschen wurden. Der Trockner hilft dabei, die Verbreitung von Bakterien und Keimen einzudämmen. Denn bei der Benutzung eines Geschirrtuchs kann es schnell zu einer Übertragung von Krankheitserregern auf anderes Geschirr kommen. Ein digitaler Pulsmotor im Gerät konzentriert Luft zu einem dünnen Strahl – dieser bläst den Teller trocken, wenn man das Geschirr durch das Gerät bewegt. Die Luft strömt dazu mit einer Geschwindigkeit von 400 mph (644 Stundenkilometer) und lässt das Geschirr vollständig trocknen – fertig zum Einräumen in den Schrank.

20: Salvé Bagel Toaster Land: Kanada Designer: Kent Madden Hochschule: Carleton University Der neue tragbare Bagel-Toaster ist besonders praktisch für diejenigen, die morgens keine Zeit zum Frühstücken zuhause finden. Dazu wird der Bagel in den Toaster gelegt und beginnt automatisch zu rotieren. Wenn die Farbe des frisch gerösteten Bagel zufriedenstellend ist, kann er einfach entfernt und nach eigenen Wünschen belegt werden. Der Toaster ist sehr energieeffizient und wird mit Zuckerkristallbatterien betrieben. Das Gerät kann in einer Ladestation aus Keramik mittels Induktion aufgeladen werden.

21: Smoobo Blender Land: Neuseeland Designer: Roseanne de Bruin Hochschule: Massey University Smoobo ist ein lustiger und umweltfreundlicher Weg, Smoothies zuzubereiten. Man gibt einfach die Lieblingszutaten in den Gummiball, verschließt diesen und prellt ihn einfach wie einen Basketball auf den Boden. Diese Bewegung aktiviert die kinetischen Batterien, die wiederum die Rotorblätter antreiben. So entsteht ein perfekt gemischter Smoothie. Die Oberfläche von Smoobo besteht aus ungleichmäßigen Gumminoppen: So macht das Hüpfen des Balls noch mehr Spaß, weil man niemals genau weiß, in welche Richtung er als nächstes springt.

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22: Sous-vide Cell cooker Land: Ungarn Designer: Adam Miklosi Hochschule: University of West Hungary – Institute of Applied Arts Der Sous-vide Cellcooker ist inspiriert durch den aktuellen Slow Food Kochtrend. Er hilft dabei, leckeres und gesundes Essen zu vordefinierbaren Zeiten zuzubereiten. Das Gerät ist mit einer Internet- und Smartphone-Software ausgestattet, mit welcher der persönliche Speiseplan für eine Woche geplant werden kann. Die Software erstellt auch den Einkaufszettel mit den für die Gerichte benötigten Zutaten. Diese werden in luftdichten Plastikbeuteln versiegelt und in einem Wasserbad vorgehalten – auf einer bestimmten Temperatur und viel niedriger als normalerweise üblich, typischerweise um 60°C oder 140°F. 72 Stunden sind dabei als Zubereitungszeit nicht unüblich. So werden die Zutaten erhalten und der Kochprozess präzise gesteuert.

23: Take-away Steward Land: China Designer: Qin Haitao Qin Hochschule: Liaoning University of Technology Steward ist ein Briefkastensystem, um Lebensmittel auszuliefern. Die Box ist so gestaltet, dass Take-Away-Mahlzeiten die Wohnung des Bestellers oder seinen Arbeitsplatz frisch erreichen. Mit Hilfe eines integrierten elektronischen Systems lässt sich das Essen bei dem Lieferservice vorbestellen und ein Passwort an die Lieferfirma übermitteln. Wenn das Essen kommt, gibt der Zusteller das Kennwort ein und legt das Essen in den Briefkasten. Steward hält die Speisen intuitiv auf der optimalen Temperatur warm. Das System ist mit Solarzellen beschichtet, die für den notwendigen Strom sorgen.

24: Wave Land: Südkorea Designer: Kim Min Seok Hochschule: Seoul National University of Technology & Science

25: Warm & Cool Land: Frankreich Designer: François Hurtaud Hochschule: École de Design de Nantes

Wave ist ein Waschassistent, mit dem man den Verschmutzungsgrad der Wäsche analysieren und eine Vorwäsche durchführen kann. Zudem kommuniziert Wave mit der Waschmaschine, um die besten Reinigungsergebnisse bei einem minimalen Einsatz von Wasser und Waschmittel zu erreichen: Wave verwendet einen Sensor, um die Verunreinigung zu erkennen, sowie Ultraschall und Wasser gegen die Schmutzflecken. Zudem nutzt Wave heiße Luft, um die Kleidung zu trocknen, wenn dies erforderlich ist. Wenn Wave in die Ladestation gestellt wird, kann das Gerät weiterhin mit der Waschmaschine kommunizieren und vom Benutzer aus der Ferne gesteuert werden.

WarmNCool ist für die komfortable Aufbewahrung und das Aufwärmen von Speisen konzipiert. Aufgeteilt in zwei Bereiche, arbeitet der untere Behälter von WarmNCool wie ein Kühlschrank. Darin lassen sich beispielsweise Reste vom Abendessen kühl und luftdicht lagern. Gleichzeitig speichert der obere Abschnitt die Wärme, die durch die Thermoreaktion des Kühlabteils gebildet wird. Am nächsten Tag, wenn die Speisereste verzehrt werden sollen, sind die Container eingeschaltet, und die thermoelektrischen Batterien arbeiten wie eine Mikrowelle: Sie erwärmen die Nahrung nach Bedarf. WarmNCool gibt es in verschiedenen Farben und ist durch seine geringe Größe und Gewicht leicht zu transportieren. 55

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Mobilität

Kleiner Schwede . Volvo C30 DrivE: Kost-Verächter

Kleiner Schwede Volvo C30 DrivE: Kost-Verächter Text: Jo Clahsen . Fotos: Hersteller Pickel? Ja sicher, aber nicht von Unreinheiten der Haut, sondern von dem Gefummel hinter dem Lenkradkranz mit Zeige- und Mittelfinger. In Ehren gealterte Volvo-User haben eventuell schon Hornhaut an den beiden Fingern der rechten Hand, weil sie oft und manches Mal verzweifelt an den Knubbeln und Tasten gefummelt haben, um dem Navi ein Ziel zu verabreichen. Nun gut, wenn man sich an das Gefummel gewöhnt hat, ist das Navi nicht schlecht. Aber bis man sich daran gewöhnt hat, braucht es halt so eine Zeit, bis man dort angekommen ist, wo nur noch bestätigt werden muss, dass das eingegebene Ziel auch wirklich das gewünschte ist. Dem Vernehmen nach soll sich Volvo jetzt auch dafür entschieden haben, diesen eigensinnigen Weg zu verlassen und „normale“ Navis zu verwenden. Flamenco heißt die Farbe des Testwagens und Momentum die Ausstattungslinie. Flamenco lässt eher auf einen bissigen Sechszylinder-Benziner schließen als auf einen zu Magerkost gezwungenen 4-Zylinder Diesel. Aber das Momentum oder Drehmoment 56

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des Vierzylinder-Turbos ist eben doch nicht von Pappe, sondern schiebt mit 270 Newtonmeter bereits bei 1.750 U/min ordentlich an. Und bevor man sich versieht, ist man mit dem kleinen Schweden schon auf der Autobahn im sechsten Gang und schnurrt wie ein satter Kater über die Piste. Auf der ersten, langen Autobahnpassage wird dann bald klar, warum man dem C-30 das E am Ende von Drive grün eingefärbt hat. Vom städtischen Durchschnitt über sechs Liter schlürft sich der Euro-5 Diesel nach und nach an die Vier-Liter-Grenze heran. Und das, obwohl er keineswegs in Rentnermanier bewegt wird, sondern durchaus zügig im üblichen Verkehr mit fließt. Halten wir also fest: Das kleine e des kleinen Schweden ist eine tolle Idee der Volvoisten. Ein sattsam funktionierendes Start-Stopp System ist auch gleich mit drin, so dass es auch von der Seite her noch einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit gibt. Wer nicht mehr drive mit grünem e mag, drückt die Taste und der Schwede startet ohne zu stoppen. Beim Temperament ändert sich dadurch jedoch nichts.


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Mobilität

Kleiner Schwede . Volvo C30 DrivE: Kost-Verächter

Die Marketingstrategen haben manchmal schon absonderliche Einfälle. Drive ist klar und auch mit Volvo kompatibel, weil volvo „ich rolle“ bedeutet. Wenn man aber das E am Ende grün hervorhebt, dann weiß niemand mehr so genau, wie man es aussprechen soll. Einigen wir uns deshalb auf die Typenbezeichnung C-30 und auf die Kostverächter-Künste des kleinen Schweden

Fuhr der C-30 schon mit DrivE so, als würde man versuchen, den Inhalt eines C-Rohrs der Feuerwehr durch einen Gartenschlauch zu pressen, tut er sich auch ohne DrivE beim Anschub recht schwer. Rollt er erst einmal, macht der Kleine keine Faxen mehr. Da passt das Sechsgang-Getriebe gut zur Fortbewegung, reifen all die Maßnahmen (ein besonders glatter Unterboden mit Diffusor, Leichtlaufreifen, Leichtlauföle, Windabweiser vor den Vorderrädern etc.) schon zu einem ordentlichen Gesamtkonzept. Jedoch, die theoretischen Verbrauchswerte um 3,5 Liter sind nur schöner Schein und haben mit der Realität nur ansatzweise etwas zu tun. Bedenkt man jedoch, dass es sich beim C-30 um ein Premiumfahrzueg aus der Kompaktklasse handelt und bei der Fahrt recht stramme 1.400 Kilo bewegt werden müssen, so sind Werte um oder knapp unter vier Liter schon sehr beachtlich. Gleiches gilt auch für die Limousine und den Kombi mit dem zusätzlich eingefärbten Endbuchstaben. Auch sie gehen mit den fossilen Brennstoffen eher pfleglich um. Nächste Stufe auf dem Weg von Volvo ist der C-30 in Elektroversion, dessen Realisierung unlängst zumindest in homöopathischen Dosen beschlossen wurde. Und sehr wahrscheinlich auch hauptsächlich für Flottenbetreiber. Aber sie kommen, die Nordländer. Mit einem großen Portfolio an nachhaltigen Fahrzeugen. Die Premiere hatte der elektrische C-30 während eines ganzheitlichen Konzeptes in Schweden, bei dem Hauserbauer, Familien, Stromanbieter und sogar Ernährungs- und Einkaufs-

berater darauf fokussiert waren, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Das Projekt ist mit einem großen Erfolg abgeschlossen worden. Man sieht, es geht schon noch was, nicht nur bei den Automobilen. Im C-30 zeigt sich das auch. Konsequent und ganzheitlich im Ansatz, wird hier das Wörtchen Premium, häufig strapaziert und fast schon zu Tode geritten, in perfekt nordländischer Manier umgesetzt. Edle Materialien, gutes Raumgefühl, puristisches Design, ganz so, wie man Volvo kennt, nur immer wieder verfeinert und verbessert. Und da ist auch durchaus noch etwas zu bewegen. Etwa, aber das ist C-30-typisch, die Ablage zwischen Glasdeckel und Kofferraum. Zwar gibt es in der ziemlich zerklüfteten Abdeckung einen klappbaren Mitteilteil, durch den man mit etwas Mühe auch einen Koffer quetschen kann, aber der Beladung als solches ist das definitiv nicht dienlich. Das Teil ist eine aufpreispflichtige Zumutung, zumal, wo sie – wieder nur mit Mühe – an vier verschiedenen Stellern entfernt werden kann. Das ist nicht volvo, das ist eher Do-it-yourself mit den falschen Geräten. Und, last but not least: der Preis. Der Grundpreis des Testwagens ist mit 21.450 Euro schon nicht von Pappe, wie etwa die Kofferraumabdeckung (100 Euro). Kommt aber noch zusätzlich zum berühmten E ein wenig Ausstattung hinzu, summiert sich der Kompakt-Volvo auf 32.170 Euro. Das ist ein Hammer. Und zwar kein Kleiner. 57

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Mobilität

Back to the Future . Opel Ampera – Elektroauto mit Range Extender

Back to the Future Opel Ampera – Elektroauto mit Range Extender Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Mit Strom fahren klingt reizvoll, ohne Strom stehenbleiben macht Angst. Opels Ampera ermöglicht ersteres ohne das letztere Risiko, dank eines Benzinmotors als Range-Extender. Was kann das Auto, das auch Marty McFly gut zu Gesicht gestanden hätte?

Elektromobilität ist ein heißes Thema, zumindest in der Theorie. In der Praxis fahren erst knapp 2.500 Fahrzeuge über unsere Straßen, die meisten davon als rollende Betaversionen. Wohlgemerkt, wir reden hier nicht von den deutlich besser verkauften Hybridautos, bei denen der Elektromotor unterstützend eingreift. Davon gibt es gut 37.000 in Deutschland, doch 58

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reine Elektroantriebe sind bei insgesamt gut 42 Millionen Autos eine ziemliche Randgruppe. Woran liegt das? Nun, zunächst einmal an prohibitiven Preisen. Im Vergleich zu einem klassisch motorisierten Gefährt muss man deutlich mehr Geld ausgeben, ein Investment, das sich zurzeit rechnerisch auch

über die längste Laufzeit kaum rechtfertigen lässt. Interessant sind Elektroautos daher im Augenblick vor allem als rollende Werbebotschaften, die ihre Fahrer in ein grüneres Licht setzen sollen. Das zweite Hindernis aber ist ihre eingeschränkte Verwendbarkeit, denn wenn die Batterien leer sind, kann man nicht mal


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Back to the Future . Opel Ampera – Elektroauto mit Range Extender

eben an die Tanke fahren und dann weiter reisen. Selbst wenn man die nötige Infrastruktur in Form schlichter Steckdosen einmal als gegeben annimmt, braucht es doch seine Zeit – in der Regel ein paar Stunden – bis die ursprüngliche Fahrtüchtigkeit wieder hergestellt ist. Nun gibt es zahllose Statistiken, nach denen wir täglich weit kürzere Distanzen zurücklegen, als die existierenden Vehikel an Reichweite bieten, doch hier gilt für potenzielle Käufer, dass die Ausnahme zum Regelfall wird. Was tun, wenn man doch ein paar Umwege fahren will, was erst, wenn gar die jährliche Urlaubstour ansteht? Soll man dann auf einen Mietwagen zurückgreifen? Ein denkbares, aber für die meisten Kunden eher uninteressantes Szenario.

Integriertes Ladegerät Opel und die Konzernschwester Chevrolet waren und sind sich dieses Dilemmas durchaus bewusst. Folglich ging die Entwicklung im Hause schon seit Jahren auch in Richtung eines EVs (Electric Vehicle) mit einem so genannten Range Extender. Dieser „Reichweitenverlängerer“ ist nichts anderes als ein an Bord untergebrachter Benzinmotor, der bei erschöpfter Batterie anspringt und die Stromversorgung übernimmt. Es handelt sich also nicht um eine hybride Antriebsform, sondern der Ampera fährt auch dann per Elektromotor, allerdings kommt der nötige Strom eben nicht aus der Batterie, sondern wird durch den Benziner erzeugt.

Mobilität

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Das bedeutet in der Praxis nicht mehr oder weniger als völlige Sorgenfreiheit. Der typische Tag eines Ampera-Fahrers sieht dann so aus, dass man das Fahrzeug frisch geladen aus der Garage holt und sich seinen Aufgaben widmet. Irgendwo zwischen 40 und 80 Kilometern später, so beziffert Opel die Reichweite, ist der Stromspeicher dann am Ende seiner Kapazität angekommen. Was folgt? Kein unerwartetes Liegenbleiben, kein Anruf beim Abschleppdienst, es springt einfach der verbaute Benziner an und generiert Strom. Die auf diese Art erzielbare Reichweite beträgt dann weitere 300 bis 400 Kilometer. In der Summe erhält man also ein schönes Rundum-Sorglos-Paket aus sauberer Elektromobilität und sorgenfreier Reserve, die zugegebenermaßen auf fossilen Kraftstoffen basiert. Das bedeutet aber nicht mehr und nicht weniger, als dass der Ampera das erste Elektroauto ist, das als voll alltagstauglich gelten kann. Der schnittig gezeichnete Viersitzer bietet ausreichend Platz und das auch fürs Gepäck, kann also als durchaus kompromisslos gelten.

Zurück in die Zukunft Grau ist alle Theorie, beim Ampera trägt die Realität die Farben Weiß, Rot und Silber. Zumindest ist das die Palette, in der die Testwagenflotte zum Ausritt bereitsteht. Also ab ins silberne Exemplar und Erstkontakt mit der Zukunft machen. Doch halt, zunächst lassen wir das Äußere auf uns wirken. Das Design kennt man ja nun 

Keine Angst vor der Weite: Dank Range-Extender rollt der Ampera bis zu 400 Kilometer 59

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Mobilität

Back to the Future . Opel Ampera – Elektroauto mit Range Extender

schon seit einiger Zeit von den diversen Automessen, zunächst als Chevy Volt, dann modifiziert auch von Opel. Die Silhouette reiht sich in die Riege der „Ich will bewusst anders aussehen“ Elektroautos ein, den Ampera wird man auf der Straße sofort erkennen. Ein bisschen erinnert er an den DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“, vielleicht macht das aber auch nur die moderne Antriebstechnik. Die Frontansicht ist typisch aktueller Opel, die Gestaltungselemente kennt man vom Insignia, und auch beim Ampera macht die Schnauze ordentlich Eindruck. Von hinten ist der Anblick nicht ganz so beeindruckend, dennoch durchaus markant. Im Inneren ist alles anders: Das beginnt bei der üppigen Mittelkonsole, auf der neben klassischen Schaltern und Reglern eine ganze Armada an berührungssensitiven Leuchtflächen auf den Fahrer wartet. Ob Navigation, Klima oder Entertainment, al-

les wird hier durch einfache Berührungen gesteuert. Futuristisch, allerdings bedarf es immer einer gewissen Konzentration, um das richtige Element zu treffen, und mangels mechanischer Rückmeldung muss man dann auf eines der beiden Displays schauen. Das linke dient vor allem der Fahrerinformation und visualisiert Geschwindigkeit, Ladezustand sowie die Ökonomie der Fahrweise. Das rechte Display lässt sich wahlweise zur Navigation oder als umfangreicher Bordcomputer nutzen. Antriebstypische Infos wie die gefahrenen Strecken im Elektro- oder Benzinbetrieb, der sich daraus ergebende Benzinverbrauch und natürlich die unvermeidliche Darstellung der Strom- und Kraftflüsse gehören heute dazu wie der Drehzahlmesser bei konventionellen Fahrzeugen.

Strategisch fahren Ein Elektroauto wie den Ampera fährt man eigentlich ganz normal: Einsteigen, An-

schalten und aufs Gas treten. Doch wer längere Strecken überwinden will, dem bieten sich noch andere Varianten: So lässt sich der Betriebsmodus zwischen Normal, Sport, Gebirge und Halten variieren. Die beiden ersteren erklären sich von selbst, hinter Gebirge verbirgt sich eine Strategie, die den Benziner früher anschmeißt, um Batteriekapazität für die Bergpassagen in petto zu haben, und Halten schließlich schont die Batterie ganz. Das macht Sinn, wenn man beispielsweise am Ende der Reise in einen Innenstadtbereich einfahren möchte, in dem purer Elektroantrieb gefordert ist. Bei uns kennt man das noch nicht, doch in London spart man sich die üppige „Congestion Charge“, eine Maut für normale Autos, als EV hingegen darf man umsonst in die City. In anderen Städten gibt es kostenlose Parkplätze für emissionsfreie Autos oder gar überhaupt die Möglichkeit, einen Stellplatz in der Nähe zu bekommen, dazu gehört aktuell Amsterdam.

Zurück in die Zukunft: Statt zerflüftetem Raumfahrtdesign präsentiert sich das Interieur dem Betrachter erstaunlich aufgeräumt

Suchspiel: Die Batterie verbirgt sich t-förmig unter Getriebetunnel und vor der Hinterachse 60

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Business-Class: Die Fond-Passagiere reisen komfortabel in Einzelsitzen

Doppeltes Flottchen: neben dem Stromgenerator noch ein 86-PS-Benziner


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Mobilität

Back to the Future . Opel Ampera – Elektroauto mit Range Extender

Dynamiker: Die Silhouette der viersitzige Limousine zeichnet einen sportiven Schatten

Wir hingegen waren probeweise mal ganz unstrategisch unterwegs und haben den elektrischen Opel richtig getreten. 150 Pferde mobilisiert der Elektroantrieb, und der einigermaßen gewichtsoptimierte Ampera belohnt das mit ordentlichem Vortrieb. Elektromotoren ziehen nun mal aus dem Stand schon richtig los, und das merkt man an jeder Ampel. Nun könnte man meinen, die Strafe folgt auf dem Fuße, doch trotz unserer Anstrengungen schafft der Ampera mit seiner Batterieladung 53 Kiometer, bevor der Range Extender anspringt. 53 Kilometer, das klingt nicht nach viel, kann aber eine ganze Menge sein. Im realen Alltag spricht das für die angegebenen Werte: Opel nennt Reichweiten zwischen 40 und 80 Kilometern, und die ökologisch bemühten Kollegen haben durchaus noch Distanzen über 80 Kilometer absolviert. Doch diese Differenzen sind nicht das entscheidende Kriterium. Bei anderen, reinen Elektrofahrzeugen setzt aber mit abnehmender Reichweite zunehmende Angst ein, nicht so im Opel. Steht die Kapazitätsanzeige im Cockpit mit seinen beiden Monitoren bei 0 Prozent, dann springt einfach der Benzinmotor an und ermöglicht so weitere 400 oder 500 Kilometer. Das macht den Ampera zum ersten alltagstauglichen Elektrogefährt für alle, die nicht nur in der Stadt cruisen wollen oder ein E-Mobil als lifestyliges Dritt-

Plug in, baby: Unter einem profanen Tankdeckel versteckt dich die Ladebuchse

Unter Strom: Opel’s Blitz bekommt mit dem Stromer ganz neue Bedeutung

gefährt anschaffen. Das Design ist polarisierend, aber mehrheitsfähig, das Interieur erinnert irgendwie an Zukunftsvisionen der 80er und genau diese Mischung macht den Charme des Ampera aus. Wie sein USBruder namens Volt ist er für seine Fahrer ein Symbol, eine Bekenntnis zur Neuzeit, und solche dürfen nun mal auch optisch Akzente setzen. Beim Fahren gibt er sich – solange die Batterie im Spiel ist – ausgesprochen dynamisch, zieht aus dem Stand ordentlich ab und gleitet dann, abhängig vom Untergrund, ausgesprochen leise von dannen. Extra für diesen Betriebszustand hat Opel dem Elektromobil eine „Pedestrian Friendly Horn“-Funktion verpasst, bei der die Hupe nur zweimal kurz röchelt, um Fußgänger beim lautlosen Anschleichen nicht zu sehr zu erschrecken. Bei höheren Tempi dominieren naturgemäß die Fahrgeräusche und verwischen die Grenzen zu konventionellen Antrieben. In der Stadt aber hat der Opel die Nase vorn, die Blicke der Umstehenden sicher und gibt seinem Fahrer ein

ausgesprochen gutes Gefühl. Gratulation Opel – moderner hat sich die Marke mit dem (noch nie so zutreffenden) Blitz im Logo nie gegeben. Bestellbar ist der Ampera ab sofort, die Auslieferung erfolgt ab November zu Preisen ab 42.900 Euro.

Opel Amera Elektrofahrzeug mit Range Extender, Leistung des Elektromotors: 150 PS, 370 Nm, Leistung des Benziners: 86 PS, Reichweite elektrisch: bis 80 km, Reichweite des Range Extenders: 500 km, Höchstgeschwindigkeit: 161 km/h, Aufladung an einer gewöhnlichen 230 Volt Steckdose: ca. 4 Stunden Verkaufsstart: Ende 2011 Preis: ab 42.900 Euro www.opel.de

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Mobilität

Henrys elektrisches Erbe . Ford setzt auf variantenreiche Elektromobilität

Henrys elektrisches Erbe Ford setzt auf variantenreiche Elektromobilität Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Der alte Henry Ford hätte sich sicher nicht träumen lassen, was mal aus seiner Idee, Autos am Fließband und somit günstiger zu bauen, geworden ist. Noch erstaunter wäre er aber sicher gewesen, wenn er gehört hätte, dass auch bei Ford das Zeitalter der Elektrifizierung bevorsteht.

Die Elektromobilitätsstrategie von Ford bringt bis 2013 eine umfassende Palette an hochmodernen Elektrofahrzeugen auf Europas Straßen. Sie umfasst neben Hybrid- und Plug-in-HybridModellen auch rein elektrisch angetriebene Automobile – das erste steht bereits ab Sommer 2011 zur Verfügung.

Viel Erfahrung Die Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und batterieelektrischen Fahrzeuge der nächsten Generation von Ford profitieren von den umfassenden Erfolgen, die das Unternehmen in Nordamerika unter anderem mit der Limousine Fusion Hybrid feiert. Speziell im urbanen Umfeld überzeugt die preisgekrönte Variante mit einer EnergieEffizienz, an die kein vergleichbares Fahrzeug dieser Klasse he62

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ranreicht. Das Gleiche gilt für den Escape Hybrid, den Ford 2004 eingeführt hat. Als erstes SUV mit Hybrid-Antrieb überhaupt setzte es sowohl im Stadtverkehr als auch auf langen Strecken neue Maßstäbe, was geringen Verbrauch und niedrige Abgasemissionen in dieser beliebten Fahrzeugkategorie betrifft. Das bedeutet: Sowohl der Fusion Hybrid als auch der Escape Hybrid zählen in ihren Segmenten jeweils zu den kraftstoff-effizientesten Automobilen Nordamerikas. Werte, die Ford mit der nächsten Generation von Hybrid-Fahrzeugen nochmals deutlich verbessern wird. Denn von den Erfahrungen, die Ford als Pionier in puncto Elektrifizierung von Automobilen seit 2004 gesammelt hat, profitiert die Entwicklung neuer Modelle erheblich. Hierzu zählen auch die


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18.07.2011

10:13 Uhr

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Mobilität

Henrys elektrisches Erbe . Ford setzt auf variantenreiche Elektromobilität

Zwei neue, vollständig emissionsfreie Modelle Noch eher als die drei neuen Hybrid-Modelle werden zwei rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge von Ford in Europa durchstarten: der Transit Connect Electric und die Stromvariante der jüngsten Ford Focus-Generation. Während der kompakte ElektroTransporter seit Dezember 2010 bereits in den USA für Furore sorgt und im Laufe dieses Jahres auch zu uns kommt, steht das europäische Debüt des Ford Focus Electric für 2012 auf dem Programm.

Mittelklasse-Stromer: US-Ford Fusion als elektrisches Zugpferd für Ford auf dem nordamerikanischen Markt

Plug-in-Hybrid-Versuchsfahrzeuge auf Basis des Escape Hybrid, die Ford in Kooperation mit zehn US-amerikanischen Stromversorgern, dem US-Energieministerium, dem staatlichen Energieforschungs- und Entwicklungszentrum in New York und dem Electric Power Research Institute einem aufwändigen Praxistest unterzieht. Sie haben bis heute mehr als 560.000 Kilometer unter realen Bedingungen abgespult. Hybride und Plug-in-Hybride wie die neuen Modelle C-MAX Hybrid und C-MAX Energi – die Ford 2013 gemeinsam mit einer dritten, noch nicht näher kommunizierten Fahrzeugvariante auch in Europa auf den Markt bringen wird – bieten sich als naheliegendste Alternative zu Fahrzeugen mit konventionellen Verbrennungsmotoren an. Sie zeichnen sich durch die innovative PowersplitTechnologie sowie moderne Lithium-Ionen-Batterien aus, die im Vergleich zu vorherigen Hybrid-Modellen nochmals leichter und kompakter konstruiert wurden.

Nachschub am Straßenrand: Der elektrische Focus tankt, während man im Restaurant speist

Als erster europäischer Flottenbetreiber hat die norwegische Post 20 Exemplare des vollständig emissionsfreien Transporters geordert und setzt damit für den Tagesbetrieb auf eine beispielhaft nachhaltige Mobilität. Dabei basiert die rein elektrisch betriebene Variante dieses kompakten Nutzfahrzeugs, das Ford 2003 vorgestellt hat und seit 2009 auch in den USA anbietet, auf dem Transit Connect mit langem Radstand. Sie ist das Ergebnis einer engen Kooperation mit den Experten von Azure Dynamics, dem Elektromobilitätspartner von Ford, und dem Batteriespezialisten Johnson Controls-Saft. Dabei ermöglicht der patentierte „Force Drive“-Elektro-Batterieantrieb von Azure Dynamics dem Transit Connect Electric – der neben dem traditionellen Blauen Oval von Ford auch das Firmensignet von Azure tragen wird – eine Reichweite von rund 130 Kilometern, ohne dabei Emissionen zu erzeugen und ohne die Bilanz mit Treibstoffkosten zu belasten. Die Zuverlässigkeit ist längst bewiesen: Komponenten des „Force Drive“ kommen heute in mehr als 40 verschiedenen Fahrzeugmodellen zum Einsatz, die in der Praxis zusammengerechnet bereits mehr als 56 Millionen Kilometer abgespult haben. Der neue Ford Focus Electric basiert bereits auf der jüngst vorgestellten, insbesondere durch ihr modernes Design überzeugenden dritten Generation dieses Bestsellers. Er ist der erste rein elektrische Personenwagen der Marke überhaupt und wird im Sommer 2012 auf dem europäischen Markt debütieren. Pro Batterieladung bietet er eine Reichweite, die den täglichen Fahrgewohnheiten normaler Nutzer vollauf genügt.

Grüne Welle: Ab 2012 soll der E-Focus zum täglichen Straßenbild gehören

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14.07.2011

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Mobilität

SUV ohne schlechtes Gewissen . Die Neuauflage der M-Klasse besticht durch Effizienz

SUV ohne schlechtes Gewissen Die Neuauflage der M-Klasse besticht durch Effizienz

Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Der Markt für SUV wächst stetig, doch der Ruf der Spritfresser hängt den geländetauglichen Allroundern immer noch an. Zu Unrecht, wie die brandneue M-Klasse von Mercedes beweist. Die dritte Generation des Luxus-SUVs knausert mit jedem Liter.

Am Anfang war Jurrassic Park II und ein dort geschickt platzierter Geländewagen. Die erste M-Klasse debütierte im Jahre 1997 als Product Placement in Steven Spielbergs Fortsetzungsfilm. Im koketten Tarnlook sorgten zwei Mercedes der damaligen Baureihe W 163 für den Transport von Jeff Goldblum und Co. Die Vorstellung bedeutete für Mercedes den Schritt in ein neues Segment, das der Luxus-SUVs. Bis dato hatte man die urige G-Klasse im Portfolio, doch die Märkte verlangten nach kommoderem Transport ohne Verlust an 64

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Dreck-Appeal. Die M-Klasse war geboren, und kaum sieht man sich um, steht schon die dritte Generation vor uns.

Formal konsequent Fans des bisherigen Modells können aufatmen, formal hat die neue M-Klasse ihren Look bewahrt. Natürlich sind die typischen Elemente der aktuellen Baureihe vertreten, und so wirkt die Front schon fast sportiv. Die charakteristische Optik der Seite ist erhalten geblieben und so ist auch der Neue auf den ersten Blick zu erkennen.

Von hinten hat man dann wieder ein beruhigendes Deja vu, denn die Leuchteneinheiten orientieren sie ebenfalls an der aktuellen Produktfamilie. Im Inneren ist alles schön „contemporary“ und vor allem ausgesprochen gediegen verarbeitet. Die bestechende Ergonomie, die auch mit den – gemessen an der technischen Ausstattung – fast schon reduzierten Bedienelementen zu tun hat, gibt keine Rätsel auf, und so kann man ruhigen Gewissens die dritte Generation entern und losbrausen. Das geht übrigens einfacher als je zuvor: Statt


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14.07.2011

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Mobilität

SUV ohne schlechtes Gewissen . Die Neuauflage der M-Klasse besticht durch Effizienz

komplizierter Einstellungen für Untersetzungen und Sperrdifferenziale wählt man einfach eines der sechs Fahrprogramme Automatik, Sport, Winter, Offroad 1, Offroad 2 oder Anhänger.

Genuss ohne Reue Die eigentliche Revolution steckt bei der neuen M-Klasse jedoch unter der Haube: Die neuen Motoren verhelfen den bulligen SUVs zu fast kleinwagentypischen Verbräuchen. Sparmeister ist die Dieselvariante ML 250 BlueTEC 4 MATIC, der gerade mal 6 bis 6,5 Liter verbrauchen soll, obwohl er rassige 204 PS und 500 NM mobilisiert. Das immerhin 210 Sachen schnelle Gefährt kommt so mit einer Tankfüllung knapp 1.200 km weit, mit dem optionalen, 93-Liter großen Tank sind es bis zu 1.500 km ohne Tankstopp. Der größere Bruder ML 350 mit 258 PS und 600 Nm nimmt

sich normgemessene 6,8 Liter und schafft so locker 1.000 km. Doch selbst den Benzinern hat Daimler weiter das Knausern beigebracht und den 306 PS starken ML 350 auf 8,5 Liter zurechtgestutzt; die 1000er Marke schafft man hier zwar nur mit dem Extratank, aber dennoch eine respektable Leistung. Motorische Qualitäten sind das eine, den anderen Teil zu den optimierten Verbräuchen trägt die ausgeklügelte Aerodynamik bei. Ein Luftwiderstandsbeiwert von 0,32 ist rekordverdächtig, sodass selbst die üppigen Abmessungen nicht mehr so ins Gewicht fallen. Dazu kommen heutzutage unverzichtbare Details wie die StartStop-Funktion der serienmäßigen 7-GangAutomatik, eine elektrisch unterstützte Lenkung und rollwiderstandsoptimierte Reifen. In der Summe kann man so ruhigen Gewissens ein üppig ausgestattetes Luxus-SUV bewegen und trotzdem ohne

Schamesröte an die Tankstelle rollen, denn die Chancen sind gut, dass der Kleinwagen an der Säule nebenan ähnlich viel verbraucht.

Mercedes M-Klasse ML 250 BlueTEC 4MATIC Preis: ab 55.000 Euro ML 350 BlueTEC 4MATIC Preis: ab 59.000 Euro ML 350 4MATIC BlueEFFICIENCY Preis: ab 57.000 Euro www.mercedes.de

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Mobilität

Renault, Gardot, Chapeau . Bose drückt gutem Klang im Auto seinen Namen auf

Renault, Gardot, Chapeau Bose drückt gutem Klang im Auto seinen Namen auf Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Hightech Das hat wohl noch keiner geschafft. Bose dürfte der erste Hersteller von feiner Autobeschallung sein, der sein Logo nicht nur im Innenraum platzieren durfte, sondern dem gleich eine ganze Reihe von Sondermodellen namentlich gewidmet wird. Verdient haben die Amerikaner das, schließlich kümmert man sich seit Jahrzehnten um guten Klang auf vier Rädern, und das mit beachtlichen Ergebnissen. Zudem hat Bose natürlich einen brillanten Ruf in Sachen Home-Audio, ein Imagetransfer auf die schicken französischen Gefährte ist somit sicher nicht falsch. Noch mehr Glamour bekommen die Modelle – das muss man neidlos zugestehen – durch die liebevoll gemachte Werbung mit der Sängerin Melody Gardot. Das musikalische Portfolio der amerikanischen Jazzsängerin ist so anspruchsvoll wie unterhaltsam und passt von daher imagetechnisch bestens zu den französischen Gefährten. Die junge Dame gibt aber nicht nur ihren guten Namen für die Sondereditionen, sie konnte sie durchaus vorab in Augen- und Ohrenschein nehmen. Bei einem Interviewtermin erklärte sie, dass sie natürlich darauf bestanden hatte, vorher zu hören, wofür sie hinterher werblich tätig sein soll. „Ich kam mir vor wie beim Geheimdienst, als sie dieses Auto versteckt in einem Laster vor die Studiotür fuhren. Der Sound im Inneren war bestechend.“ Privat fährt die charismatische Songschreiberin wegen ihrer intensiven Tätigkeit kein Auto, wüsste aber jetzt sicher, zu welcher Marke sie greifen würde. 66

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Die Zeiten, als irgendein Autoradio zwei Lautsprecher im Armaturenbrett befeuerte, sind lange vorbei. Modernes In-Car-Etertainment verlangt nach wohligem Rundumklang, multimedialer Versorgung und neuerdings auch Effizienz. Genau diese Kriterien bedient Bose Automotive mit seinen neuen Produkten. Die so genannten „Energy Efficient Series Sound Systems“ sind hinsichtlich Platzbedarf und Energieverbrauch optimiert und passen so perfekt zu den Ansprüchen modernen Autobaus. In den schicken Renaults tönen beachtliche neun Lautsprecher sowie ein speziell abgestimmtes Subwoofergehäuse und sorgen so auf allen Plätzen für besten Klang, nicht nur vorne. Die Verstärkerelektronik kommt natürlich auch von Bose, was den Vorteil hat, dass der 7-Kanal Kraft-


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14.07.2011

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Mobilität

Renault, Gardot, Chapeau . Bose drückt gutem Klang im Auto seinen Namen auf

Beim Auto zählen heute neben dem Design vor allem innere Werte, dazu gehört auch guter Klang. Bei Renault setzt man diesbezüglich auf die Expertise von Bose und schickt gleich sechs Modelle ins Rennen, die nicht nur den guten Klang in sich, sondern auch den Namen Bose auf dem Auto tragen.

protz klanglich perfekt auf die Lautsprecher sowie den Innenraum abgestimmt werden kann. Statt Sound von der Stange gibt es hier highfidele Haute-Couture. Die angesprochene Effizienz generiert das System einerseits durch Verwendung hochmoderner Digitalverstärker, andererseits durch Lautsprecher mit höchstem Wirkungsgrad. Selbst die Tieftöner setzen hinsichtlich der Magnete auf das teure Hightech-Material Neodym, was sie leistungsfähiger und zudem kompakter macht. Renault gibt den Bose-Edition Modellen natürlich auch andere Annehmlichkeiten mit auf den Weg: Tempomat, Licht- und Regensensor gehören genauso zur Serienausstattung wie Klimaautomatik und schlüsselloser Zugang und damit man sich beim Musikhören nicht verfährt, ist ein TomTom Carminat Navigationssystem mit den genialen Live-Services gegen Staus und Radarfallen mit an Bord.

So kommt der Käufer einer Bose Edition also nicht nur in den Genuss feinsten Klangs, sondern auch üppiger Ausstattung, und spart dabei – je nach Modell noch mal bis zu 5.000 Euro. Die Bose-Ohrenschmeichel-Ausstattung gibt es im Mégane, Mégane Coupé, Mégane Grandtour, Scénic, Grand Scénic und im Laguna Grandtour. Genug Auswahl also, um das richtige Gefährt zu finden. Musikalisch ist man mit den frischen Franzosen immer bestens bedient.

Renault Bose Edition Mégane, Mégane Coupé, Mégane Grandtour, Scénic, Grand Scénic und Laguna Grandtour Auf den Innenraum maßgeschneidertes Soundsystem mit 4 Neodym-Hochtönern, 3 Neodym-Tieftönern, 2 Breitband-Lautsprechern und Subwoofer, Verstärker mit DSP und 7 Kanälen, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, USB-Anschluss Mégane 5-Türer: ab 22.650 Euro www.renault.de

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14.07.2011

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Mobilität

Geschnitten oder am Stück . Mercedes C Klasse Coupé - Volumenmodell in Variation

Geschnitten oder am Stück Mercedes C Klasse Coupé – Volumenmodell in Variation Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Coupè, das bedeutet immer bewussten Verzicht. Verzicht auf Türen, eventuell Innenraum und somit Praxiswert. Im Gegenzug bekommt man meist jede Menge Fahrspaß, das gilt auch für das C-Klasse Coupè von Mercedes.

C 220 CDI Blue Efficiency Weglassen hat Dinge nicht unbedingt billiger gemacht, ganz im Gegenteil. Das gilt auch fürs Coupé von Mercedes’ bestverkaufter Baureihe. Die C-Klasse ist das Volumenmodell aus Sindelfingen und verkauft sich sprichwörtlich wie das geschnittene Brot. Dementsprechend vielfältig ist auch das Angebot: Neben Limousine und Kombi ergänzt nun das dreitürige Coupé die Baureihe, und dieses ist aktuell mit sechs verschiedenen Motorisierungen, zwei Dieseln und vier Benzinern erhältlich. Wir hatten Gelegenheit, den schwächsten Diesel und den stärksten Benziner zu fahren. 68

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Von wegen schwach, auch der Einstiegsdiesel mobilisiert schon beachtliche 170 Pferde und ist damit alles andere als schlecht motorisiert. Mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe findet man stets die passende Übersetzung, und selbst kurvige Bergstraßen werden so zwar nicht topfeben, zumindest aber problemlos. Ein paar Kilometer mit dem ausgesprochen effektiven Selbstzünder geben dem Fahrer Gewissheit, dass man mehr Leistung eigentlich nicht unbedingt braucht. Im Prinzip stimmt das auch, denn man kommt flott voran und muss selten an die Tankstelle. Kombiniert soll der


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14.07.2011

13:35 Uhr

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Mobilität

Geschnitten oder am Stück . Mercedes C Klasse Coupé - Volumenmodell in Variation

Vermissmeinnicht: Auch wenn zwei Türen fehlen ist der C63 AMG komplett

Es geht doch: Der erste „Baby“-Benz mit wirklichem Knackpo

220 um die 5 Liter verbrauchen, das haben wir beim ersten Test zwar nicht ganz geschafft, aber das Routenprofil darf auch durchaus als anspruchsvoll gelten. Neben einer kurzen Autobahnetappe hat der schicke Benz vor allem kurvige Landstraßen gesehen, und ordentliche Höhenunterschiede leisten auch ihren Beitrag zu erhöhtem Verbrauch. Dennoch stand am Ende des Tages eine 7 vor dem Komma, was sich angesichts der forcierten Gangart sehen lassen kann. Immerhin lässt sich mit dem kleinen Diesel eine Höchstgeschwindigkeit von 232 km/h erzielen, und auch die 8,4 Sekunden auf 100 kann man gelten lassen

eines 190ers, der 1982 auf den Markt kam. Der damals im Volksmund Baby-Benz getaufte Einstieg in die Mittelklasse bekam übrigens 1992 auch seinen ersten AMG-Ritterschlag, 234 PS waren damals ein Wort. Heute stehen die drei magischen Buchstaben für weit mehr Feuer unterm Hintern: 457 Pferde stehen im Lastenheft, und mit dem aufpreispflichtigen Performance Pack werden daraus gar 487. Bei 250 wird die Fuhre elektronisch abgeregelt, und 4,5 Sekunden auf 100 Sachen spurtet der AMG schon ohne Extraleistung. Die Stammtischwerte fahren sich auf der Straße genau so, wie sie sich anhören. Das C Coupé hängt brutal am Gas, beschleunigt, dass Passagieren und Überholten der Mund offen stehen bleibt, und verzögert ebenso gut. Man merkt, hier ist Renntechnik für die Straße umgesetzt worden, und das lässt sich auch auf abgesperrtem Gelände unter Beweis nehmen. Nach einer Handvoll forcierter Runden über die Rennstrecke lässt sich der AMG keinerlei Schwächen anmerken, nur eine Runde zum Abkühlen der Bremsen sollte man ihm physikalisch bedingt gönnen, sich selbst vielleicht auch, um den Adrenalinpegel wieder in den Griff zu bekommen. Hätte uns 1982 jemand gesagt, dass ein Baby-Benz mal mit Renngenen beseelt wird, hätten wir wahrscheinlich lauthals gelacht, aber damals war Musik auch noch analog, und in Kameras steckte Film.

C63 AMG Tag zwei – Paradigmenwechsel. Vor uns steht das andere Ende der Modellpalette, ein 63 AMG. Acht Zylinder harren hier unter der leicht ausgebeulten Motorhaube auf Befüllung mit vernebeltem Benzin und belohnen den Betankenden dafür mit brachialer Kraft. Die 7-Gang Speedshift Automatik ist hier Serie, angesichts des Fahrzeugpreises von 72.590 Euro ohne Extras darf sie das auch sein. Wer ein paar technische Spielerein ankreuzt und sich nobles Leder und alternative Felgen gönnt, schießt licht in Richtung der 100.000er Marke, nicht übel für den direkten Nachfahren

Your Choice Mercedes macht es uns nicht leicht, denn selbst, wenn die Entscheidung für ein C Coupé schon getroffen ist, muss man zumindest die Motorisierung auswählen. Neben dem vorgestellten Diesel und der Rennvariante namens AMG gibt es noch vernünftige Benziner oder einen kräftigeren Selbstzünder, da sollte sich für jeden die passende Antriebsform finden.

Mercedes C-Klasse Coupé Ab 33.300 Euro

Mercedes Benz www.mercedes-benz.de Von wegen Biedermann: Die AMG-Version protzt mit allerlei Rennsportflair 69

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14.07.2011

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Mobilität

Gute Gene . 50 Jahre Jaguar E-Type

Gute Gene 50 Jahre Jaguar E-Type Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Es war der Genfer Salon 1961: Jaguar präsentierte den Nachfolger des XK unter dem für damalige Verhältnisse futuristischen Namen E-Type und schrieb damit Geschichte. Knapp vierzehn Jahre gab es das Automobil mit der markanten Silhouette in seinen unterschiedlichen Varianten, und insgesamt 72.500 Stück wurden davon verkauft. Ein Erfolg für die Marke und eine nahezu historische Verpflichtung. Meine erste intensive Begegnung mit dem E-Type ist knapp zwanzig Jahre her. Ein Bekannter hatte so eine Ding, offen und in schrillem Gelb. Formfaktor faszinierend: Eine nicht enden wollende Haube, mutmaßlich ein Motor darunter und dann gerade mal Platz für zwei und zu guter Letzt ein bisschen Stauraum. Während ich das ikonische Äußere schon vorher kannte, verbinde ich seit jenen Tagen einen weiteren Sinnesgenuss mit dem E-Type. Nicht etwa Beschleunigung oder Motorsound, nein es ist dieser ölige Geruch, den der damals bereits als Oldtimer geltende Brite verbreitete. Schon bei der Annäherung an das giftgelbe Gefährt stach er einem in die Nase wie ein zu satt aufgetragenes Parfüm, und nach ein paar Stunden an Bord trug man ihn mit sich wie die 70

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Spuren eines Besuchs in der Raucherecke. Doch der Duft des E war anders, er stand für Motoren, Mechanik, schlicht eine Technik, die irgendwo noch durchschaubar war. Mit Schraubenschlüsseln, natürlich in zöllisgem Maß, und ein bisschen Geduld konnte man hier kleinere Schäden selbst beheben und musste dies auch, der Begriff „Britisch Elend“ geisterte nicht umsonst durch die Szene. Und dennoch war der E-Type ein anerkanntes Bewegungsmittel, nicht nur für die Insassen, sondern auch für die Phantasie der Umstehenden, und davon gab es reichlich. Ein kleiner Ausritt über die Düsseldorfer Königsallee stärkte gezwungenermaßen das Selbstbewusstsein, denn auf einem auffälligeren Präsentierteller konnte man kaum sitzen. Das markante Äußere des E-Type war neben den eher gemütlichen Limousinen des Hauses auch Segen und Fluch zugleich für die britische Traditionsmarke. Alles was folgte, wurde und wird an den Maßstäben des E gemessen, und in der bewegten Geschichte des Unternehmens zwischen Unabhängigkeit, Nobelmarke im Ford-Konzern und schließlich der neuen Heimat beim indischen Tata-Konzern ist das Charisma des E-Type nie aus der DNA ver-


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14.07.2011

13:37 Uhr

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Mobilität

Gute Gene . 50 Jahre Jaguar E-Type

Das Triumvirat: 50 Jahre Jaguar, wie sie eleganter kaum sein können

Brigitte Bardot, Tony Curtis und Steve McQueen fuhren einen, Salvador Dali ließ sich mit ihm fotografieren und Roman-Detektiv Jerry Cotton trieb ein rotes Exemplar durch New York. Kein Auto prägte das Markenbild von Jaguar wie der 1962 vorgestellte E-Type. Happy Birthday Ikone!

schwunden. Das aktuelle Modell, das den Ruhm der Vergangenheit in die Neuzeit portieren soll, ist der XK, der den Namen des E-Type-Vorläufers trägt und in seiner jüngsten Neuauflage wirklich das Zeug dazu hat. Ganz ungeniert trägt auch er die ellenlan-

ge Motorhaube über den Asphalt, zu den zwei komfortablen Plätzen in der ersten Reihe sind zwei notdürftige Sitzgelegenheiten für Gepäck oder Kleinwüchsige dazugekommen, und am Ende  gibt es auch hier einen Kofferraum – nicht riesig, doch perfekt

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Mobilität

Gute Gene . 50 Jahre Jaguar E-Type

Komme mit auf die dunkle Seite der Macht: XKR-S, der böse Bruder des XK

für das lange Wochenende zu zweit. Genau das will der XK auch sein, der Gran Tourismo für den Wochenendtrip über kurvige Landstraßen, eventuell noch die Autobahnetappe zuvor. Wer den XK konfiguriert, stutzt schnell. Das Einstiegsmodell, so wie wir ihn auch fuhren, faucht schon mit einem 5 Liter messenden Achtzylinder unter der Haube und mobilisiert so beachtliche 380 Pferde. Kein absoluter Topwert in 2011, doch die Ingenieure haben den legitimen E-Type der Neuzeit ordentlich auf Diät gesetzt. Trotz luxuriöser Ausstattung bringt so ein XK gerade mal 1.600 Kilo auf die Waage, der Wettbewerb muss teilweise über zwei Tonnen mit sich herumschleppen. Das lässt den Briten im Vergleich ziemlich gut dastehen und noch besser losbrausen. Nach Öl und Benzin riecht die Neuauflage natürlich nicht mehr, dafür nach Leder und Luxus. Hier sind statusgemäße Materialien verarbeitet worden, und das Ambiente hat die gewünschte Mischung zwischen Tradition und Moderne. Man wird nicht gefahren, sondern fährt 72

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selber, und so orientiert sich alles in Richtung Fahrersitz. Perfekt zur Hand liegende Bedienelemente und die ein gutes Gefühl für das Gefährt vermittelnde Sitzposition machen den XK zum Gesamtgenuss. Da verzeiht man die eine oder andere holprige Bedienung der Bordelektrik gerne, beispielsweise die im Bildschirmmenü versteckte Aktivierung der Sitzheizung. Wer seinen Weg nicht kenn, verlässt sich auf das farblich sehr zurückhaltende Navigationssystem, und wer ein bisschen Muße hat, führt den spaßigen Dialog mit der Sprachsteuerung. Auf der Landstraße muss man dann keine Langeweile mehr vertreiben, hier läuft der XK zu Höchstform auf. Die Lenkung ist angenehm direkt, die Leistung stets verfügbar, vor allem, wenn man die Automatik in den diversen Sportmodi walten und schalten lässt. Dann dreht der Achtzylinder schön hoch, lässt keinerlei Zweifel an seiner Kraft und belohnt dieses Vertrauen durch umgehenden Geschwindigkeitsgewinn. Überholten Fahrzeugen macht schon

die Akustik klar, dass man es ernst meint, und auch im Fahrzeuginneren wird das unmissverständlich klar. Eine weitere Genusssteigerung verspricht das Cabrio mit heruntergelassenem Verdeck, so wie wir es zum Test hatten. Wer unbedingt mehr Leistung braucht, der hat die freie Wahl: Neben dem Basismodell locken Varianten bis hin zu 550 PS, letztere trägt den Namen XKR-S und durchbricht als erster Jaguar überhaupt die 300 km/h-Marke. Bahnbrechend? Sicher, doch auch im kleinen XK ist man flott unterwegs. Der Motor klingt rassig, speziell, wenn man ihn fordert, und das sauber abgestimmte Fahrwerk vermittelt das nötige Vertrauen, den XK auch flott um die Kurve zu bewegen. Wer nach Abwechslung sucht und sich nicht mit einem der Bestseller in diesem Segment arrangieren kann, der hat mit dem sportiven Jaguar einen prima Weggefährten gefunden. Reparieren kann man hier selbst zwar kaum noch etwas, aber das ist auch nicht mehr nötig.

Jaguar XK

Jaguar XKR-S

Coupé ab 90.900 Euro Cabrio ab 99.100 Euro 5,0 Liter V8-Motor, 385 PS, 0-100 km/h in 5,5s,

Coupé ab 129.900 Euro 5.0 Liter V8-Kompressormotor, 550 PS, 0-100 km/h in 4,4s, 300 km/h www.jaguar.de


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14.07.2011

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Mobilität

Hot Rod . Mini Coupé: Three doors down

Hot Rod Mini Coupé: Three doors down Text: Jo Clahsen . Fotos: Hersteller

Neues bei Mini. Mal wieder. Nach der Limousine, dem Cabrio, dem Clubman und dem Countryman steht jetzt eine besondere Premiere bevor. Mini als Zweisitzer. Als Coupé oder Hot Rod. Zur IAA wird er antreten. Und im Frühjahr 2012 kommt dann noch ein Geschwisterlein – der offene, zweisitzige Roadster.

Oft ist das, was hinterher kommt, noch besser als das was voraus gegangen ist. Beispiel: Kate Middelton ist sicherlich eine bezaubernd schöne Frau. Aber noch während sie an der Hand ihres Vaters zum Traualtar schritt, fanden die Digitaloiden bereits den nächsten Hype. Ihre Schwester Pippa, die hinter Kate mit der ellenlangen Schleppe beschäftigt war, fand in „Pippa’s Ass Appreciation Society“ innerhalb weniger Tage bei Facebook mehr als 200.000 Unterstützer. Für ähnlich viele User benötigt Mini ein gutes Jahr: 234.000 Knuddel-Briten, ebenfalls mit einem sexy Po, wurden 2010 verkauft. 74

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Die Kates von Mini sind landläufig bekannt und stehen in einer langen Tradition: Mini One, die Limousine, das Cabrio, der dreineinhalbtürige Clubman und last but not least der hochbeinige, viertürige Countryman. Bei dem aus wirtschaftlicher Not geborenen Ur-Mini gab es noch mehr Derivate, und die kleine italienische Karosserieschmiede Castagna baut ebenfalls schon länger eigenwillige Konstrukte bis hin zum Pick-up Mini. Aber gemach, auch im Hause Mini im britischen Oxford wird weiter gedacht und gemacht. Wie auch bei der Mutter in München.


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14.07.2011

13:39 Uhr

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Mobilität

Hot Rod . Mini Coupé: Three doors down

Keep on rollin’ baby: 17-Zoll-Felgen im Y-Design lassen genug Sicht auf die satte Bremsanlage

That’s racing: Für maximalen Anpressdruck gibt es einen ausfahrbaren Heckspoiler

Hello, my name is: JCW-Plakette verrät das schnellste Coupé im Miniformat

Pippa, deren Hinterteil am 9. September in einem eigens anberaumten Feiertag verehrt werden soll, wird kurze Zeit später ihr Dependant bei Mini finden. Am 15. September auf der IAA wird Chefdesigner Anders Warming die Plane vom neuesten Wurf aus der Lifestyle-Schmiede ziehen. Das „asphalt racer“ Coupé erscheint im Gegensatz zum Rest der Familie mit stark geneigter A-Säule, ist drei Zentimeter tiefer in der Dachlinie. Und er ist ein echter Zweisitzer. Also: three doors down. Wirklich „coupé“, also abgeschnitten, ist er nicht. Der Vater Mini One brachte es auf 3,62 Meter, das Coupé misst 3,73 Meter. Da das Coupé aber nur zwei Sitze hat, „gähnt“ hinter dem guten Gestühl ein wirklich ordentlich großer Kofferraum mit 280 Litern Volumen, die via Durchreiche

auch von den beiden Sitzen erreichbar sind. Sprich: Der Po des Coupés hat durchaus Potenzial, um das verehrte Gegenstück von Pippa auszustechen.

für 40 Kilo Anpressdruck gut sein. Und das ist in der Tat bei der Motorleistung des im Tarnkleid angetretenen Mini auch nötig. Mit 211 PS als John Cooper Works (JCW) ist er für eine Beschleunigung von 6,4 Sekunden gut. Und für einen Topspeed von 240 km/h! Dicke Lippe macht er auch, sie läuft als schwarzer Wulst vorne unter der Karosserie durch. Und ordentlich dicke Po- und Pausbacken.

„Muscles“ sieht Designer Warming beim Mini allerorten. Muskeln, die sich im Querschnitt und im Innendesign darum kümmern, dass „alles authentisch bleibt“. Das Coupé zeigt seine Muckis aber ganz besonders deutlich draußen. Ein weitläufiger Spoiler an der Kante des Coupé-Hecks ist quasi der Vorbote für Abtrieb und Fahrstabilität. Am Ende der dritten Tür ist noch ein kleiner Spoiler versteckt, der vom großen Spoiler angeströmt wird, wenn das Coupé schneller als 80 fährt. Erst dann – und das ist ein Erstling im gesamten Konzern – fährt der kleine Spoiler aus. Er soll

Was dazu an Feintuning nötig war, zeigte eine erste Ausfahrt auf dem Wachau-Ring nahe Wien. Wie ein gepimpter Hot Rod krallt sich das getarnte und verklebte Coupé in den Asphalt, harmonisch passen dazu das knackige Sechsgang-Getriebe, die scharf gepolte Lenkung und die Dämpferund Federeinstellung. Es ist, da ist das

Alles fließt: Der Bicolorlack unterstreicht die neue und außergewöhnliche Dachform 75

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Mobilität

Hot Rod . Mini Coupé: Three doors down

Streetracer: Dieser JCW-MINI im offiziellen „Grüne Hölle“-Look ist ein wahrer Hingucker

Coupé trotz äußerer Abweichung von den anderen Familienmitgliedern sehr MINI, das viel beschrieben Go-Kart Feeling. Unterstützt wird das Gefühl noch dadurch, dass im Zweisitzer der Innenraum sehr anschmiegsam um die beiden Sitze gebaut ist. Mehr Racer als Limousine oder Hatch. Mit zugeschaltetem SportModus oder abgeschalteten elektronischen Helfern kann der Grenzbereich bei flotter Fahrt erreicht und überschritten werden. Dann wird auch spürbar, dass der Frontantrieb mit der enormen Leistung kleine Probleme hat. Hin und wieder geht die Haftung der breiten Reifen verloren. Das dürfte bei den anderen geplanten Motorisierungen mit 122 oder 184 PS, sowie beim Diesel (auch von JCW) mit 143 PS sicherlich anders ausfallen. Rockt am Ring: Offizieller Rollout war beim 24-Stunden-Klassiker auf dem Nürburgring mit einem ordentlichen elften Rang in der Klasse SP 3T

Es ist ein „driving excitement“, wie es Marketingleiter Jörg Dohmen umschreibt. Oder wie es der Claim zur Kampagne übersetzt: „Another day, another adventure“. Abenteurer, oder zumindest die, die sich dafür halten, sollen denn auch die Kern-Zielgruppe für das Coupé sein. Kreative, die auffallen wollen. Denn auffallend anders ist er mit seinem kurzen Greenhouse und den Spoilern. Und mit den alternierenden „Sport-Streifen“ auf Haube, Dach und Kofferraumklappe. Es gibt beim Coupé aber auch die Option auf gleiche Farben (etwa schwarz/schwarz). Hinzu gesellt sich ein „Elliptic Headliner“, also kleine Einbuchtungen im Dachhimmel, die Sitzriesen unter den 63 Prozent der männlichen Mini-User das aufrechte Sitzen erleichtern. So auffallend anders, dass es bereits zwei Millionen Fans auf Facebook geben soll, die circa 2.000 Euro mehr in die Hand nehmen wollen, als beim normalen Mini. Dafür gibt es dann für Hinterherfahrer noch ein ungewohntes Bild zu sehen. Die Abdeckung unter der Klappe nimmt noch einmal die Überrollbügel in der Formgebung auf. Da kann der Popo von Pippa noch so sexy sein, an diese Zahlen wird sie wohl kaum jemals heran kommen. Schließlich steht schon im Frühjahr 2012 mit dem zweisitzigen Roadster ein weiterer neuer Mini auf den Rädern. Und spätestens dann ist der Hype um Pippa längst „coupé“. Mini dagegen bleibt die „coolest car brand of the world“ (Dohmen) und wird als Roadster vielleicht sogar das Herz der Queen of Popo erobern. Wenn vorher nicht der Harry...

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Mobilität

Hot Rod . Mini Coupé: Three doors down

Anders Warming im Gespräch mit trenddokument td: Familienzuwachs bei MINI. Ein Design, das durchaus polarisiert. Wie viel Einfluss hatten Sie auf die finale Gestaltung (nachdem Sie von Ihrem Vorgänger den Designer-Job übernommen haben)? Anders Warming: Wir sind der Meinung, dass das Design des neuen MINI Coupé genau den Kundenwünschen entspricht: Das Fahrzeug zeigt die typische Charakteristik eines MINI und eine deutliche Positionierung durch eine einzigartige Designsprache. Dieses Fahrzeug lag dem gesamten Designteam sehr am Herzen und deswegen freuen wir uns umso mehr, es endlich in Serie bringen zu können.

Mit Coupé und dem offenen Roadster stehen gleich zwei neue Zweisitzer zum Gebot. Welcher wäre für Sie persönlich die erste Wahl? Mich persönlich spricht das MINI Coupé sehr stark an, da das Fahrzeug einen kompakten Charakter hat. Besonders gefällt mir die außergewöhnliche Gestaltung der Dachlinie. Der MINI Roadster wiederum sieht sehr elegant aus und bietet eine Menge offenen Fahrspaß, was seinen ganz speziellen Reiz ausmacht. Die Entscheidung zwischen den beiden fällt mir daher wirklich sehr schwer Bis dato sagte man MINI nach, ein Frauenauto zu sein, was laut Marketing so gar nicht stimmt. Haben Sie das Coupé für Männer oder für Frauen als Zielgruppe designt? Als Designer denken wir nicht in Geschlechterkategorien, denn wir wollen die MINI Kunden und Fans in erster Linie mit einem charakterstarken Auto ansprechen. Dabei legen wir großen Wert auf die Formensprache, die Designausprägung und die Qualität der Fahreigenschaften. Denn es ist tatsächlich so, dass Frauen und Männer nach ihrer ersten Probefahrt mit einem MINI zurück kommen und sagen: Das Auto fährt sich wie ein Gokart. Die Designsprache ist beim Coupé sehr auf „Muscle“ getrimmt. Dazu noch der aufwändige Dachspoiler und erstmals ein ausfahrbarer Heckspoiler. Verliert MINI dadurch seine Authentizität? Gerade der durchströmte Dachspoiler und der ausfahrbare Heckspoiler passen sehr gut zur Marke MINI – denn sie tragen zum sportlichen Erscheinungsbild des MINI Coupé bei! Vor allem verbirgt sich hinter diesen aerodynamischen Maßnahmen ein funktionaler Hintergrund, da das Fahrzeug dadurch bei höheren Geschwindigkeiten eine noch dynamischere und stabilere Straßenlage hat. Innen bleibt MINI dem verspielten Design treu. Ist da in naher Zukunft eine Änderung geplant? Das Design im Innenraum eines jeden MINI zeichnet sich immer durch das Spiel von geraden Linien, Ellipsen und Kreisen aus. Diese Formensprache werden wir auch für zukünftige Modelle nutzen. Uns ist wichtig, dass die Integration der Designelemente weiter optimiert wird und ein erhöhter Qualitätseindruck entsteht – so wie beim neuen MINI Coupé. Breite Radhäuser, eine dicke Spoilerlippe und ein Doppelendrohr. Sind Coupé und Roadster, der 2012 folgen wird, die Power-Riegel unter den MINIs? Tatsächlich lassen sich beide Fahrzeuge durch die extreme Ausprägung klar positionieren. Vor allem mit der Motorisierung John Cooper Works kann man das MINI Coupé und den MINI Roadster in die oberste Liga der kleinen Performance Autos ansiedeln. Diese beiden neuen Derivate sind auf jeden Fall die agilsten Fahrzeuge in der MINI Familie. 77

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Mobilität

Auf leisen Pfoten . Porsche Panamera Hybrid: Verzicht ohne Reue?

Auf leisen Pfoten Porsche Panamera Hybrid: Verzicht ohne Reue? Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Man traut es den Porsche-Ingenieuren kaum zu, dass sie ein Auto bauen, mit dem man Sprit sparen kann. Und ausgerechnet beim großen Trinker Panamera haben sie jetzt den Hebel angesetzt. Hört sich an wie Sado-Maso für Verbrennungsmotoren? Mitnichten. Der Sportwagenbauer hat sich mit dem Panamera Hybrid lediglich mal wieder eine Aufgabe der besonderen Art gestellt.

Ja wir sind schon sehr locker drauf, weil wir uns auch kaum noch anstrengen müssen. Ein Knopfdruck und das Garagentor öffnet sich. Oder der Aufzug schießt uns schwerelos ins 30ste Stockwerk. Elektromotoren verrichten allerorten und ohne viel Aufhebens ihren Dienst. Aber ein Auto 78

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mit mehr als zwei Tonnen Lebengewicht aus der Garage zu wuchten, auf Knopfdruck, das hat was. Der Porsche Panamera Hybrid macht es. Fast ohne einen Ton von sich zu geben. Und folglich auch mit zero emission. Etwa zwei Kilometer weit soll der 1,7-kWh-Akku den Luxus-

liner ohne Unterstützung des Verbrennungsmotors bringen, dann muss der 6Zylinder Benziner eingreifen. Porsche hatte für die Präsentation des hybriden Panamera im Salzburger Land eine Runde abgesteckt, die alles an Straßen-


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Mobilität

Auf leisen Pfoten . Porsche Panamera Hybrid: Verzicht ohne Reue?

Trau, schau, dem: Mit viel Pfiff haben die Porsche-Ingenieure dem großen Panamera zu einem kleinen Durst verholfen

profilen enthielt, was Verbrauch und/oder Minderverbrauch realitätsnah erlebbar machte. Am Startpunkt wurde jeder Testwagen auf Null gesetzt. Nach etwa 60 Kilometern über Berg und Tal, Stadtstraße und Autobahn sollte dann erneut gemessen werden. Baureihenleiter Dr Michael Steiner hatte denn auch die Messlatte schon ordentlich tief gelegt. Mit 6,9 Liter Durchschnittsverbrauch war er der King of Spritsparsamkeit. Wären da nicht die verbissenen Journalisten angerückt, die es halt übertreiben müssen: Fernster zu bei ordentlich hohen Außentemperaturen, Klima aus, Tagfahrlicht aus und dann noch im „Segel“-Modus dicht hinter einem LKW über die Autobahn schnüren. Dabei kamen dann zwar erstaunlich schlanke 6,2 Liter heraus, aber alle waren sich einig, dass diese Art der Fortbewegung keine artgerechte Haltung für einen Panamera bedeutet. Selbst ohne Wenn und Aber und Abklemmzange an der Benzinleitung lassen sich mit dem 106.000Euro-Fahrzeug Werte um sieben Liter realisieren, bei ambitioniertem Durchschnittstempo. Natürlich hat Porsche für diesen Auftritt nicht irgendeine Batterie in den Panamera gepackt und ein bisschen Elektronik verbaut. Im Gegenteil. Beim Hybrid gibt es drei Modi der Fortbewegung. Erst einmal auf die klassische Benziner-Art mit sechs Zylindern. Dann ein Boosterbetrieb, bei dem sich beide Antriebe zu einer recht flotten Einheit formieren und als Peak 380 PS auf die Wellen wuchten. Im Drehzahlkeller, wo der Benziner noch mit der Drosselklappe ringend nach Schub sucht, lässt das Elektromotörchen die Muskeln spielen. Denn dem E-Schieber fehlt es erst weiter oben an Potenzial zur weiteren Steigerung. Im Keller schiebt er den 2,2 Tonner ordentlich an, während der Benziner als Ladestation und zweiter Antrieb fungiert. Erstaunlich: Der E-Motor ist kein strammer Bursche mit einer festen Übersetzung, sondern verfügt über die gleiche Anzahl Gänge wie der Benziner, nämlich acht. Ein mögliches Szenario: Elektrisch los, wenn man den Knopf für den E-Start betätigt hat. Nach ein paar hundert Metern

springt der Benziner dem E-Motor bei, und das Gesamtpaket geht unspektakulär in höhere Geschwindigkeitsbereiche. Wird der Benziner nicht gebraucht – etwa dann, wenn es bergab geht – schaltet sich der Verbrenner auf Null. Ein Gefühl der ganz besonderen Art: mit einem Panamera bei null U/min mit knapp 130 km/h leicht bergab unterwegs. Der letzte Aggregatzustand beim Hybrid ist die so genannte Lastpunktverschiebung. Dabei bremst der E-Motor den Benziner soweit ein, dass dieser im optimalen Arbeitstakt vor sich hin schnurren kann. So kommt der Müsli-Riegel mit der Portion Extra-Power aus Nickel Metallhydrid-Akku (NiMH) eigentlich selten über 2.000 U/min und zu sehr niedrigen Verbrauchswerten. Dass er deshalb ein Öko-Fredi mit weich gespülter Gangart werden würde, hatte wohl niemand ernsthaft von Porsche erwartet. Der Panamera S Hybrid mit dem gleichen Herzen wie der Cayenne Hybrid ist und bleibt ein Sportwagen für vier Personen. Mit all den Genen und Feinheiten, die für das Zuffenhausener Werk so typisch sind. Zackig, wenn man will, gelassen oder im Cruising-Mode und genau so im Eile-mit-Weile-Modus auf der Autobahn.  Dass bei schnellerer Gangart auch der Verbrauchswert nach

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Mobilität

Auf leisen Pfoten . Porsche Panamera Hybrid: Verzicht ohne Reue?

Porsche for Four: Der Raumgleiter für vier Personen mit dem Durst eines Kompaktautos und dem edlen Interieur eines Privatjets

Info & Tainment: Blick in den Ladezustand

Knopf & Druck: Die E-Taste sorgt für reinen E-Schub

oben geht, müsste jedem einsichtig sein. Sonst hätte Porsche ja das Perpetuum Mobile erfunden.

ja doch immer ordentlich nach Lastverkehr duften. Quel dommage? Mit dem Porsche vorfahren, an der Dieselsäule halten und den Handschuh überstreifen.

Trotzdem ist der Panamera S Hybrid der Weg, der das Ziel zum Vergnügen machen kann. Allerdings steht dem Ganzen auch ein happiges Stück Bankkonto gegenüber: 106.000 Euro. Wer von diesem Preis einmal 26.000 Euro abzieht, kann sich den Panamera Diesel zulegen (mit vergleichbaren Verbräuchen in Diesel) und der Frau/Freundin noch ein schickes Auto kaufen. Allerdings muss er dann auch ein Paar Tankhandschuhe kaufen, weil die Zapfpistolen

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Da ist es mit dem Hybrid schon genüsslicher. Standesgemäß die Super-Säule ansteuern und sich heimlich darüber freuen, wie wenig das Dickschiff verbraucht hat. Denn auffallen tut er nicht, weil nur ein ganz kleiner Schriftzug an der Seite auf sein zweites Herz hinweist. Da freuen sich das Portemonnaie und das Umweltgewissen gleichermaßen.


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Elektronik

Klangkörper . KEF Blade – Auf der Suche nach der perfekten Schallquelle

Klangkörper KEF Blade – Auf der Suche nach der perfekten Schallquelle Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Die ideale Schallquelle ist ein Punkt, doch das ist in der Realität nur schwierig umzusetzen. KEF ist dieses Thema neu angegangen und hat ganz tief in die Technikschublade gegriffen. Herausgekommen ist dabei eine Skulptur namens Blade. r

Lautsprecher sind ein sehr vielfältiges Thema, dennoch meist nicht besonders revolutionär. Doch dann und wann gibt es echte Lichtgestalten in der Flut der gesichtslosen Kisten und Kästen. KEFs Blade gehört sicherlich dazu, optisch wie akustisch. Doch der Weg zu diesem bildschönen Lautsprecher war kein einfacher, denn das ursprüngliche Konzept war zwar fabelhaft, aber kostenmäßig kaum um-

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setzbar. Dabei wollten die Briten doch nur mal zeigen, was klanglich alles machbar ist.

München 2010 Wenn man Entwicklern freien Lauf lässt, kann das ziemlich teuer werden, so teuer, dass das entstandene Produkt eigentlich nicht zu fertigen ist. So sah es zumindest im vergangenen Jahr auf der Messe High-

End aus, als KEF diese Lautsprecher als Konzept vorstellte. Ein Traum aus Kohlefaser stand dort im Rampenlicht und tönte, dass es selbst eingefleischten Highendern die Tränen in die Augen trieb. „Well done“ sagt der Brite, und die Interessenten standen Schlange, doch das Controlling sagte „Nein“. Satte sechsstellige Summen hätten wohl auch hartgesottene Audiophile in den Rückzug getrieben und schließlich hat


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Elektronik

Klangkörper . KEF Blade – Auf der Suche nach der perfekten Schallquelle

KEFs Blade besticht, egal aus welchem Blickwinkel. Gleiches kann man über den Klang sagen

Selbst die Konstruktion der Hochtöner wurde bei der Blade auf die Spitze getrieben

Solide Anschlussterminals von WBT halten die Kabel fest im Griff

Die entkoppelten Membranen der Tieftöner bieten größtmögliche Präzision

man in diesem Preissegment ja noch die von Ross Lovegrove gestaltete Muon im Portfolio. Die markanten Aluminiumskulpturen waren vor einigen Jahren das Highlight der High End Show.

in der Summe wie eine punktförmige Quelle wirken, das Gehäuse ist so stabil, dass es sich zu keinerlei akustischer Beeinflussung hinreißen lässt und verpackt ist das Ganze so, dass man es eigentlich als Skulptur im Raum platzieren sollte. Um ein bisschen mehr über das Projekt Blade zu erfahren, befragten wir Simon Davies, den Director of Product Planning bei der Gold Peak Group, dem Mutterkonzern von KEF.

zu schaffen ist sicher eines der Highlights der vergangenen Jahre und eines der anspruchsvollsten Projekte, die wir je hatten.

München 2011 Ein Jahr später ist aus dem Konzept doch irgendwie Realität geworden, wenn auch eine immer noch recht teure. Knapp 25.000 Euro sind für das Pärchen fällig, im Gegenzug erhält man auf die Spitze getriebene Technik in einem ikonischen Gehäuse. Wenn man in diesem Leben noch einmal in Lautsprecher investieren möchte, sind diese sicher die richtige Wahl. Die Lautsprecher sind so angeordnet, dass sie

Die Blade ist ein bestechendes Stück Synergie aus Technologie und Design. Ist das für Sie das erste Projekt dieser Art? So eng mit den Akustikentwicklern zusammenzuarbeiten und dabei eine Designikone

Lautsprecher im Allgemeinen sehen sich ja sehr ähnlich. War es schwierig, etwas, das schon tauendmal gestaltet wurde, mit einer außergewöhnlichen Optik zu versehen? Da technische Prinzip der Punktschallquelle macht die Blade ausgesprochen einzigartig, da alle sechs Chassis im oberen Gehäuseteil positioniert sind. Schon diese Tatsache ist dafür verantwortlich, dass sich die Blade von anderen Lautsprechern unterscheiden würde. Das war auch die größte Herausforderung beim Design,  83

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Elektronik

Klangkörper . KEF Blade – Auf der Suche nach der perfekten Schallquelle

denn all diese Chassis im oberen Teil, die ja eine bestimmte Anordnung haben mussten, um eine Punktschallquelle zu ergeben, ließen uns zuerst vermuten, dass das Gehäuse etwas kopflastig wirken könnte. Es ist uns aber gelungen, sowohl die Chassis als auch die notwendigen Volumina dahinter bestens zu verpacken. Dabei mussten wir ja auch noch ausschließen, dass sich die einzelnen Wandler gegenseitig beeinflussen. Wie sah die erste Vision bezüglich des Designs aus? Blade ist in Zusammenarbeit von ECCO Design aus New York und unserem InHouse Design Team entstanden. Das Ziel war natürlich zunächst eine optimale akustische Leistung, dies aber in einer einzigartigen Verpackung. Blade ist schon irgendwie auch ein Kunstwerk, die Form wurde von Constantin Brancusi’s Skulptur „Bird in Space“ inspiriert. Das skulpturale Design ist die ultimative Verbindung von Form, Funktion und Schönheit. Wie lange hat die Entwicklung der Blade insgesamt gedauert? Das „Concept Blade“ haben wir ja zum ersten Mal zur High End 2009 in München gezeigt und dafür viel positives Feedback bekommen. Das hat uns bestätigt, und das Design Team hat das „Go“ für die eigentliche Entwicklung bekommen, was zunächst einmal bedeutete, herauszufinden, inwieweit man das Konzept überhaupt in einen Serienlautsprecher übertragen konnte. Das Ergebnis konnte man auf der High End diesen Jahres sehen, man kann also von etwa 20 Monaten Entwicklungszeit sprechen. Wir wollten möglichst viel vom ursprünglichen Entwurf beibehalten, und natürlich sollte der Serienlautsprecher genauso atemberaubend aussehen. Und obwohl es einige technische Änderungen gab, beispielsweise neue Materilaien, andere Lautsprecherabmessungen und einen zusätzlichen Port, ist uns das perfekt gelungen. Kann man sagen, dass das technologische Konzept das Design beeinflusste? Es ist vor allem die Ausrichtung der Tieftöner, die der Blade ihren charakteristischen, skulpturalen Look verleiht. Letztendlich ist es eine markante Linie, die das ganze Gehäuse definiert. Diese zieht sich vom Fuß aus hinten über die Tieftöner, rahmt diese ein und läuft dann an der Front wieder bis zum Sockel. Egal, von welcher Seite aus man die Blade betrachtet, beginnt ihre Form mit einem schmalen Grundriss, wird rund um die Tieftöner ein wenig voluminöser, um dann zu Spitze hin wieder elegant zu verschlanken. Der Uni-Q-Lautsprecher ist das einzig sichtbare Element an der Front, und das ihn umgebende Horn sorgt für eine nahtlose Integration in das Gehäuse. Genauso feinfühlig sind wir auch bei den Tieftönern vorgegangen und haben mit schwarzen Staubschutzkappen aus Aluminium und farblich passenden Montageringen 84

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dafür gesorgt, dass sich alles zu einer harmonischen Einheit zusammenfügt. Dem Gehäuse kommt große Bedeutung für das akustische Gesamterlebnis zu, wo sind hier die Besonderheiten? Beim „Concept Blade“ war das Gehäuse noch aus Kohlefaser. Ein perfektes Material, aber leider viel zu teuer für die Serienfertigung. Wir haben uns dann für einen glasverstärkten Verbundstoff entschieden und viel in die akustische Dämpfung investiert. Dieses Material gibt uns die Möglichkeit, die komplexe Gehäuseform extrem stabil in einem Guss zu realisieren und so gleichzeitig eine perfekte Oberfläche zu erreichen. Die Gehäuseform hat ja nicht nur optische Gründe, sie dient vor allem auch der Stabilität. Zudem haben wir die Tieftöner durch ihre Aufhängung akustisch vom Gehäuse entkoppelt, was ebenfalls zur Verzerrungsfreiheit beiträgt. Wäre es möglich, eine perfekte Punktschallquelle wie die Blade auch komplett anders zu gestalten? Denkbar wäre das schon, aber die physikalischen Gegebenheiten wie beispielsweise die notwendigen Volumina würden sich natürlich nicht ändern. Insofern hätte das auch bei anderen Entwürfen entscheidende Einflüsse auf das Design.

KEF Blade Passiver Lautsprecher, Punktschallquelle, Gehäuse aus Glasverstärktem Verbundstoff Paarpreis: 25.000 Euro

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13:48 Uhr

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Elektronik

Soundtrack . Mit der Jambox unterwegs bestens beschallt

Soundtrack Mit der Jambox unterwegs bestens beschallt Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Bluetooth-Lautsprecher gibt es zugegebenermaßen wie Sand am Meer, und die meisten klingen auch nicht besser als eine Tüte davon, doch hier und da tun sich Alternativen auf, so beispielsweise der wohlklingende Klangriegel von Jawbone.

Design Kennen Sie Yves Behar? Der Mann ist Schweizer, lebt in den USA und macht Industriedesign. Von ihm stammt unter anderem der charismatische „One Laptop Per Child“ PC, der zu günstigen Preisen Kinder in Entwicklungsländern mit IT in Kontakt bringen sollte. Doch auch andere Projekte des umtriebigen Designers sind gewissermaßen in Reihe ausgezeichnet worden. Zu den jüngsten Projekten seiner Firma Fuseproject gehört eine kleine Bluetooth-Box namens Jambox. Ein umlaufendes, mit Höhenstruktur versehenes Gitter macht das Klangobjekt einerseits wie86

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der erkennbar, verleiht dem Bauelement aber auch Steifigkeit und somit Resonanzarmut. Den gleichen Effekt erfüllen die gummierten Ober- und Unterseiten. Obenauf finden sich dann noch eine Lautstärkeregelung ein ein Taster zum Abfragen des Batterieladezustandes. Abfragen kann man hier übrigens wörtlich nehmen, denn die Jambox sagt ihre Zustände mit synthetischer, aber weiblicher Stimme an. „Battery is about three quarters full“ ist auch einfach sympathischer als eine Reihe von Leuchtdioden. An der Seite gibt es dann noch einen USB-Port fürs Ladegerät, einen Klinkenanschluss für analoge Signale und den Hauptschalter.

Sounddesign Doch das Ding sieht nicht nur gut aus, es klingt gemessen an der Größe auch ziemlich ordentlich. Stimmen sind natürlich und ausgewogen, der Hochtonbereich eher zurückhaltend. Im Bassbe-


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14.07.2011

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Elektronik

Soundtrack . Mit der Jambox unterwegs bestens beschallt

Musik im Büro, Hotelzimmer oder schlicht mal beim Picknick, das muss nicht bedeuten, einen zehn Kilo schweren Ghettoblaster tragen zu müssen. Die Jambox von Jawbone lässt sich bequem per Bluetooth versorgen und macht richtig Spaß.

Von wegen Brüllwürfel: Die Bluetooth-Boxen sorgen für schicke Klangwelten ganz gleich wo

reich kann die kleine Kiste natürlich keine Wunder vollbringen, aber geschickt aufgestellt tut sich auch untenherum ganz ordentlich was. Die Jambox soll aber auch keine HiFi-Anlage ersetzen, sondern adäquate Beschallung an die Orte bringen, an denen man diese sonst vermisst. Etwa zehn Stunden Laufzeit ermöglicht der verbaute Akku, womit man entweder bequem einen sonnigen Ausflug überbrücken oder gleich mehrere morgendliche Aufstehprozeduren im Hotel beschallen kann. Die Inbetriebnahme ist problemlos, einfach die Jambox in der Pairingmodus schalten – auch das wird wieder per Stimme quittiert – und dann mit dem eigenen Mobiltelefon oder auch Notebook verbinden. Das war’s, mehr Technik braucht man nicht beherrschen. Am iPhone wird sogar die Batteriekapazität visualisiert – brillante Idee.

tionen oder aktiviert Internetradiodienste. Beispielsweise gibt es einen Dienst, der gesprochene Nachrichten in SMS oder Emails umwandelt, für diesen benötigt man allerdings ein iPhone, denn eine Datenverbindung generiert das smarte Kistchen nicht selbst. Insgesamt aber dürfte die Jambox einer der vielfältigsten Bluetooth-Lautsprecher auf dem Markt sein. Das Multitalent gibt es in vier knackigen Farben und Designs in allen Telekom-Shops deutschlandweit zum Preis von 200 Euro. Ein bisschen teurer als das Gros der Bluetooth-Töner, doch dafür auch konsequenter.

Jawbone Jambox Doch damit alleine ist die Jambox noch nicht ausgelastet, sie kann auch als Freisprecheinrichtung fungieren und lässt sich zudem via Internet updaten. MyTalk nennt sich diese Funktion, und neben frischer Software lädt man auf diese Art alternative Stimmen für die Ansagen, belegt den TalkButton auf der Oberseite mit neuen Funk-

Bluetooth-Lautsprecher mit Akku, 10 Stunden Betriebszeit, 151 x 57 x 40 mm, 347 Gramm Preis: ca. 200 Euro www.jawbone.com

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Elektronik

Alles frisch . Sonos Play: 3 – neuer Zoneplayer im neuen Markenlook

Alles frisch Sonos Play: 3 – neuer Zoneplayer im neuen Markenlook

Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Sonos hat Multiroom drahtlos, bezahlbar und vor allem bedienbar gemacht. Nun legen die Kalifornier einen neuen Zoneplayer nach, frischen ihr Markenbild auf und verpassen ihren Produkten gleich noch einprägsamere Namen.

Über Sonos muss man nicht viel sagen, außer dass es sich um die wohl einfachste und intuitivste Lösung handelt, um drahtlos Musik in einen oder mehrere Räume zu bringen. Das elegante System spielt Musik aus dem heimischen Netzwerk und von zahllosen Streamingdiensten und Internetradios und lässt sich kinderleicht bedienen. Jüngstes Familienmitglied ist der Play: 3, ein kompakter Client mit integrierten Lautsprechern.

higeren Stereoset kombinieren, und dank der kompakten Abmessungen lässt sich der 3er elegant in Regalen verstauen bzw. dank eines Stativgewindes auch an der Wand montieren. Er ist gewissermaßen der Allrounder im Sonos-Sortiment, er beschallt als Einzelkämpfer Bett, Büro oder Bad oder macht im Stereoset ordentlich Partystimmung. Wie den Play: 5 gibt es auch den Play: 3 in Schwarz und Weiß zum Preis von knapp 300 Euro.

Kleiner Bruder, großer Klang

Neuer Look

Der Play: 3 ist der kleine Ableger des ausgesprochen erfolgreichen S5, der im Zuge der Markenauffrischung konsequenterweise in Play: 5 umbenannt wird. Der 5er produziert mit fünf Lautsprecherchassis beeindruckenden Stereosound, der 3er tut dies mit – Sie haben es geahnt – drei Schallwandlern. Trotz des Verzichts ist er dennoch ein Stück vielfältiger als der Play: 5, denn man kann ihn horizontal und vertikal aufstellen. Ein integrierter Sensor erkennt die Ausrichtung und modifiziert die Elektronik entsprechend. Zwei Play: 3 lassen sich hervorragend zu einem noch leistungsfä-

Im Zuge der Produkteinführung hat sich Sonos auch eine neue visuelle Identität gegönnt, das Logo leicht überarbeitet, die drahtlose Musikverteilung fest mit in den Markenclaim integriert und den kompletten Auftritt vom Karton bis zum Display im Laden frisch gestaltet. Doch die Auffrischung endet hier nicht, auch die Produktbezeichnungen sind nun übergreifend verständlicher. Passend zu den All-in-One-Clients namens Play heißt die zur Internetanbindung am Router gedachte Box nun einfach Bridge, die Touchscreen-Fernbedienung Controller und die klassischen Zoneplayer

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Elektronik

Alles frisch . Sonos Play: 3 – neuer Zoneplayer im neuen Markenlook

behalten ihre Namen vorerst. Natürlich lässt sich auch weiterhin das ganze System mit dem Mac oder PC, iPod, iPhone und iPad sowie Android-Devices steuern, sodass der preisliche Einstieg für Besitzer eines solchen Gerätes wirklich bei 300 Euro beginnt. Die sinnvolle Bridge ist im Preis auf 49 Euro gesenkt worden und ergänzt den Play: 3 so kostengünstig zur flexiblen Drahtlosvariante.

mierten MP3 bis zu verlustfreiem FLAC, insofern dürfte die heimische Musiksammlung samt und sonders abgespielt werden.

Sonos Play: 3 Quell der Freude Der Play: 3 spielt – wie alle seine Brüder – im Netzwerk, beispielsweise auf dem Computer oder eine NAS-Festplatte archivierte Musik, tausende von Internetradiostationen und Streaming- und Radiodienste wie Napster, Spotify, Aupeo oder Last.fm. Das intuitive Nutzerinterface integriert all diese Dienste unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche. Die Komponenten kommunizieren über ein eigenes, vom heimischen WLAN unabhängiges Drahtlosnetz und erlauben die synchrone Beschallung mehrerer Räume mit einer Quelle oder das gleichzeitige Hören unterschiedlichster Musik in bis zu 32 Zonen. Sonos versteht alle Dateiformate von kompri-

Multiroom-Client mit integrierten Lautsprechern, zum Stereoset paarbar, horizontale und vertikale Aufstellung, Stativgewinde Preis: 299 Euro

Sonos Bridge Preis: 49 Euro www.sonos.com

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Elektronik

Enjoy the Silence . Boses famose Kopfhörer kommunizieren

Enjoy the Silence Boses famose Kopfhörer kommunizieren Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Bose – für viele Menschen Synonym für guten Klang, tummelt sich seit einiger Zeit im Bereich tadelloser Kopfhörer. Zwei besonders hörenswerte Exemplare sind nun dank integrierter Mikros auch kommunikationsfähig.

Ob Android-Smartphone oder eines der Kultgeräte von Apple, wir sind überall und jederzeit rundum mit Medien versorgt. Die iPodFunktionalität von Apples Devices hat bei vielen komplett die klassische Mediensammlung ersetzt und liefert zu jeder Zeit und an jedem Ort die gewünschte Musik oder den ersehnten Film. Akustisch führt dann natürlich kein Weg an einem guten Kopfhörer vorbei, und nach der Ära der diversen Ohrstöpsel sind nun wieder ausgewachsene On-Ears oder Around-Ears angesagt. Erstere sitzen auf den Ohrmuscheln auf, letztere umschließen sie und schaffen so beste akustische Bedingungen für eine hochwertige Musikwiedergabe. 90

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Genau diese Segmente bedient auch Bose seit einiger Zeit, und speziell bei den ohrumschließenden Varianten hat man neben dem AE2 auch noch die mittlerweile legendären, geräuschisolierenden Hörer mit dem Namen Quiet Comfort. Diese werden unter anderem von Vielreisenden geschätzt, sind aber auch immer öfter einfach im Alltag anzutreffen, wo sie lästige Hintergrundgeräusche minimieren, so die Konzentration auf die Musik fördern und weitaus geringere Lautstärken erlauben. Dem AE2 und dem QC15 hat Bose nun neue Varianten spendiert, die ein in die Zuleitung integriertes Mikrofon besitzen sowie Bedienelemente, mit denen sich die wesentlichen Audiofunktionen steuern und Anrufe entge-


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Elektronik

Enjoy the Silence . Boses famose Kopfhörer kommunizieren

gennehmen lassen. Damit wäre auch der neue Mehrwert geklärt, denn sowohl AE2i als auch die aktualisierten QV15 empfehlen sich so als ideale Sparringspartner für iPhone & Co. Statt wie bisher die Kopfhörer abzusetzen, reicht nun ein Tastendruck, und man kann – immer noch in aller Ruhe – seine Gespräche führen und sich hinterher wieder seiner Medienbibliothek widmen. Besitzer eines bisherigen QC15 können dieses geniale Feature sogar nachrüsten, denn bei dem Topmodell der Noise Cancelling-Serie lässt sich das Anschlusskabel einfach austauschen. Für knapp 30 Euro ist man dann auch kommunikativ unterwegs. Beim AE2i hilft leider nur der Neukauf, dafür ist auch das aufgefrischte Modell mit einem abnehmbaren Kabel ausgerüstet.

Sounds good Akustisch ist alles beim Alten geblieben, sodass beide Hörer immer noch eine dicke Empfehlung wert sind. Ausgewogener Klang, natürliche Stimmen und vor allem eine ausgesprochene Langzeit-

tauglichkeit ohne überflüssige Effekthascherei gehören seit eh und je zur Philosophie von Bose. Für längere Hörsessions tauglich sind die beiden Modelle übrigens auch aufgrund ihrer Konstruktion. Die umschließenden Polster verteilen den für einen stabilen Sitz unvermeidlichen Druck gleichmäßig und sind so selbst auf langen Reisen nie lästig, ganz im Gegenteil. Speziell die Variante QC15 sorgt für die im hektischen Alltag immer wertvoller werdende Privatsphäre, und das selbst im öffentlichen Raum. Großformatige Kopfhörer sind schon seit einiger Zeit im urbanen Raum als trendsetzendes Accessoire zu beobachten, und die Chancen stehen gut, dass durch die neuen mit Mikrofon versehenen Varianten der Anteil von Bose an diesen „Street Sightings“ ordentlich ansteigen dürfte. Für uns gehören schicke Schallwandler ohnehin zur Standardausstattung im Reisegepäck, machen sie doch aus jeder Economy-Reise einen echten Businesstrip mit eigenem Programm und in bester Qualität.

Bose AE2i

Bose Quiet Comfort 15

Bose GmbH

Ohrumschließende Kopfhörer, Mikrofon und Bedienelemente in das Anschlusskabel integriert Preis: 180 Euro

Ohrumschließende Kopfhörer mit elektr. Geräuschreduzierung, Mikro und Bedienelemente in das Anschlusskabel integriert Preis: 350 Euro

Max-Planck-Str 36 61381 Friedrichsdorf www.bose.de

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Lebensart

Weniger ist mehr . De’Longhi PrimaDonna S

Weniger ist mehr De’Longhi PrimaDonna S Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Downsizing ist ein Megatrend. Bei Automobilen gilt die neue Bescheidenheit als schick, und auch Kaffeeautomaten müssen nicht mehr die Ausmaße eines Gastronomieboliden haben. Dass klein klasse Kaffee kann, beweist De’Longhis PrimaDonna mit dem Namenszusatz S. Prima Primadonna Ein Quadratmeter Wohnraum kann richtig teuer sein: Elbblick in Hamburg kann da schnell 10.000 Euro kosten, und auch eine mittelprächtige Stadtwohnung erzielt schnell astronomische Preise, fragen Sie mal jemanden in London, New York oder Tokio. Da wundert es nicht, dass der Trend zum kompakteren Apartment geht, 92

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Downsizing also auch hier. Und den wertvollen Raum muss man effektiv nutzen, das gilt gerade in der Küche. Jeder Zentimeter Arbeitsfläche ist wertvoll, und so gut der morgendliche Kaffee auch tut, die Technik zur Zubereitung sollte nicht die Ausmaße einer mittleren Dampfmaschine haben.

Wie man guten Kaffee macht, das weiß man in Italien, und folglich wundert es nicht, dass die Maschinen von De’Longhi die Herzen vieler Kaffeefreunde gewinnen konnten. Neben der soliden Technik, die tadellosen Kaffee mit perfekter Crema generiert, ist es vor allem die elegante Zubereitung von Milchschaum, die die Vollauto-


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Lebensart

Weniger ist mehr . De’Longhi PrimaDonna S

Die abgeschrägte Bedieneinheit lässt sich sowohl von vorne als auch von oben bestens einsehen

Der Milchbehälter passt selbst in kleinen Kühlschränken bestens in die Türfächer

maten des Hauses so begehrlich macht. Der abnehmbare Milchtank mit dem über der Tasse platzierten Auslass erlaubt schon seit Jahren die Zubereitung von Cappuccino oder Latte Macchiato mit nur einem Tastendruck und ohne dass ein Umstellen der Tasse erforderlich wäre. Das hat sich auch bei der PrimaDonna S nicht geändert, doch der Namenszusatz verrät, all das geschieht jetzt auf noch weniger Fläche. Im Vergleich zu früheren Modellen sowie anderen Herstellern ist die PrimaDonna S zudem ausgesprochen leise, somit besteht keine Gefahr, die Familie zu wecken, wenn man mal früher raus muss. Der nächste essenzielle Punkt bei einem Vollautomaten ist das leidige Thema Pflege, speziell, wenn auch noch ein Milchtrakt gereinigt werden muss, der besonders anfällig gegen Verschmutzungen ist. Kein Thema bei De’Longhi, die Clean-Taste reinigt die Leitungen mit heißem Dampf, und wenn man nicht vergisst, den kompakten Milchbehälter nach Benutzung im Kühlschrank zu parken, ist man auf der sicheren Seite. Auch die Brühgruppe lässt sich entnehmen und so mal schnell zwischendrin unter fließendem Wasser säubern. So ist lange Funktion gewährleistet, und auch die tausendste Tasse

Latte auf Tastendruck, der geniale integrierte Milchaufschäumer macht's möglich

schmeckt noch so wie die erste. Zu guter Letzt verpassten die Designer der PrimaDonna S eine Oberfläche aus Edelstahl, die dank einer speziellen Beschichtung unempfindlich gegen Fingerabdrücke ist.

Kaffee ohne Rätsel Es gibt Maschinen, für die muss man noch mal ein Studium abschließen, wenn man sie bedienen will, die Zeit kann man hier besser investieren. Klar beschriftetete Tasten, schräg an der oberen Kante platziert, lassen selbst Neulinge einfach Kaffee machen, und die Anordnung erlaubt die flexible Platzierung weiter oben oder unten. Mit einer Taste verstellt man die Kaffeemenge, eine weitere beeinflusst die Stärke. Dann nur noch die gewünschte Tassenanzahl, eine oder zwei, antippen und schon macht sich die elegante Italienerin ans Werk. Für die Milchvarianten gibt es eigene Tasten, und eine frei belegbare speichert den absoluten Kaffeefavoriten. Viel einfacher geht es kaum, wenn man ein entsprechendes Angebot an Kaffees haben möchte, und insofern kann man das Bedienkonzept nur als vorbildlich bezeichnen.

De’Longhi PrimaDonna S Kaffeevollautomat mit integriertem Milchaufschäumer B x H x T: 238 x 441 x 345 mm Preis: 1.300 Euro

De’Longhi Deutschland Am Reitpfad 20 63500 Seligenstadt www.delonghi.de

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Lebensart

Eiltransfer . Micro Luggage – Das Kickboard im Koffer

Eiltransfer Micro Luggage – Das Kickboard im Koffer

Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Theorie und Praxis Frankfurt, München, Chicago – die Flughäfen werden immer größer, die Distanzen zwischen den Gates immer länger. Hat dann der Zubringer Verspätung, kann aus der komfortablen Transferzeit schnell ein hektischer Sprint durch kilometerlange Gänge werden, und wer hat sie nicht schon gesehen, die Armeen von Geschäftsreisenden mit ihren Rollkoffern, die über die Gänge und Flure hasten. Doch auch außerhalb des Airports, beispielsweise am Bahnhof oder einfach auf dem Weg dorthin, kann der Weg schon mal lang werden oder der ersehnte Zug schon abfahrtsbereit am Gleis stehen.

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Bislang war das immer der Auslöser für einen hektischen Spurt, irgendwo zwischen der Geschwindigkeit, die noch souverän wirkt und der notwendigen Eile, um das Ziel noch zu erreichen. Den Flug und damit das wichtige Meeting verpassen? Das geht gar nicht, da schwitzt man schon lieber das Businessoutfit durch und steigt atemlos unter den hämischen Blicken der Mitreisenden an Bord. Doch Abhilfe ist – im wahrsten Sinne des Wortes – auf dem Weg. Die umtriebige Firma Micro aus der Schweiz, die Konstrukteure


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Lebensart

Eiltransfer . Micro Luggage – Das Kickboard im Koffer

Wenn das Gepäck beim Check-In mit einem „Hot“-Anhäger versehen wird, weiß man, der Umstieg wird hektisch. Micro, die Hersteller der bekannten Kickboards, haben ein Gegenmittel ersonnen, einen Koffer mit integriertem Roller.

der gleichnamigen Scooter, haben sich mit dem Gepäckspezialisten Samsonite zusammengetan und eine Kreuzung aus Koffer und Kickboard geschaffen. Wird die Zeit knapp, klappt man einfach das mit Skateboardrollen bestückte Board aus dem Trolley und düst mit atemberaubender Geschwindigkeit durch den Airport. Etwa 5 Kilo wiegt das Konstrukt leer, was ungefähr das gleiche Gewicht fürs Handgepäck übrig lässt, wenn die Damen beim Check-In ein Auge zudrücken, auch mehr. Im Gegenzug ist man definitiv der Hingucker auf dem Weg zum Gate. Gelenkt wird – ganz wie beim Kickboard – durch Gewichtsverlagerung

Soweit die Theorie, denn mutmaßlich gibt es noch keine Richtlinien zur Nutzung von Rollern im Flughafenbereich bzw. es schert sich kaum jemand darum. Wenn man also heute zu den Exoten gehört, die sich auf drei Rädern zum Anschlussflug begeben, generiert das bei den Umstehenden eher ein Lächeln. Sollten irgendwann ganze Heerscharen von Kickboardern aus dem Flieger fluten, dann wird der Geschichte wohl schnell Einhalt geboten. Bis dahin sollte man das einzigartige Vergnügen genießen und darf sich deutlich weniger Gedanken um knappe Umsteigezeiten machen.

Micro Luggage Preis: ca. 300 Euro Koffer mit integriertem Kickboard, Micro Luggage ist als Handgepäck zugelassen, bietet ein Koffervolumen von 26 Litern, und der Roller hat eine Tragkraft von 100 Kilo.

Micro Mobility Systems Bahnhofstraße 10 CH-8700 Küsnacht www.micro.ms

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Koffer mit iKuh . Packeasy Fifty – Humorige Reisebegleiter

Koffer mit iKuh Packeasy Fifty – Humorige Reisebegleiter Text: Frank Kreif . Fotos: Hersteller

Wenn einer eine Reise tut, dann... sagt sein Gepäck viel über ihn aus. Wer mit der Jubiläumskollektion namens Fifty des Schweizer Herstellers Pack Easy reist, könnte also durchaus eine gesunde Portion Selbstironie besitzen.

Die Schweiz: hohe Berge, tiefe Täler und jede Menge Klischees. Genau mit diesen spielt die neue Kollektion, die sich das Label Packeasy zum fünfzigsten Geburtstag gegönnt hat. Koffer und Taschen in Kuhfell sind nun wirklich mal etwas außergewöhnliches, doch bei der äußeren Materialität hört die Ironie noch nicht auf. Innen kokettieren die Macher mit einem rot-weiß karierten Futter. Assoziationen ans Picknicken sind da nicht mehr fern, und die Unterteilungen, die bei den Trolleys für Ordnung sorgen sollen, die so genannten Fachdeckel, sind als Fotorahmen ausgelegt. Wenn die Geißbockszenarien aus den Pressefotos im Lieferumfang sind, werden wir die natürlich drin lassen. Pragmatiker machen sich vielleicht Farbdrucke von Hemden und Schuhen hinter die Klarsichtfenster, um selbst auf dem Heimweg zumindest noch oberflächlich Ordnung vorzutäuschen. Absolute Krönung des Lokalkolorits

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Lebensart

Koffer mit iKuh . Packeasy Fifty – Humorige Reisebegleiter

ist jedoch das mittig angebrachte Toblerone-Fach im Trolley. Hier hat Heimweh zumindest für eidgenössische Kunden keine Chance. Neben dem Trolley gibt es noch eine schicke Reisetasche sowie eine Messengerbag für den Digitalnomaden, natürlich alles passend aufeinander abgestimmt. Wir kannten Pack Easy bis dato zugegebenermaßen noch nicht, werden aber immer mal wieder ein Auge auf die Marke werfen. Das Jubiläumsset ist auf jeden Fall ein ausgesprochener Hingucker und viel zu schade, um es einer Airline zum Transport anzuvertrauen, nicht mal der Swiss. Das Ganze ist nicht nur für Schweizer sondern auch Fans des Alpenlandes geeignet und soll ab September im gutsortierten Fachhandel erhältlich sein.

Pack Easy AG Vreni (Trolley): 799 Euro Heidi (Reisetasche): 599 Euro Rosi (Messanger Bag): 439 Euro Susi (iPhone Etui): 85 Euro

Pack Easy AG Hasliring 12 CH-6032 Emmen www.packeasy.ch

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Vorschau . Impressum

Im nächsten Heft Ausgabe 06.11 erscheint am 23.09.2011

IAA IFA Anfang September ist es wieder so weit – in Berlin öffnet die IFA ihre Pforten und somit die Leistungsschau der Unterhaltungselektronik- und Hausgerätebranche. Wir sind natürlich vor Ort und halten Ausschau nach bahnbrechenden Neuheiten.

Noch ein dreibuchstabiges Kürzel und noch einmal September. Am 15. September trifft sich in Frankfurt die Automobilbranche. Bleibt es beim Megatrend Downsizing oder bollern am Main auch wieder Achtzylinder?

Bis dahin? Bis zur nächsten Printausgabe halten wir Sie im Web auf dem Laufenden. Besuchen Sie uns unter: www.trenddokument.com.

Impressum Herausgeber

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solchen Fall nicht geltend gemacht werden.

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smart homes

smart homes PRO

Die ganze Welt

Das Magazin

Das Fachjournal

der mobilen Kommunikation

für intelligentes Wohnen

für den Gebäudeprofi

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